[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Mischvorrichtung für das Mischen eines Fluids
in einem Behälter, insbesondere eines Fluidsystems, ein Fluidsystem, insbesondere
für Farben in einer Druckmaschine, sowie ein Verfahren für das Mischen eines Fluids
in einem Behälter, insbesondere eines Fluidsystems.
[0002] Mischvorrichtungen für das Mischen eines Fluids in einem Behälter sind grundsätzlich
bekannt. Sie werden insbesondere bei Fluidsystemen, z. B. für Farben in einer Druckmaschine,
eingesetzt. Dabei wird, z. B. bei einer Druckmaschine, ein rotierbarer Rührer vorgesehen,
welcher mit Hilfe einer angetriebenen Antriebsachse für eine Durchmischung eines Fluids
im Behälter sorgt. Hierfür ist ein separater Antrieb für diese Rührvorrichtung notwendig.
Zum Beispiel bei der Verwendung von Farben in Druckmaschinen ist ein Verrühren zwingend
notwendig, um Scherkräfte in das Fluid einzubringen. Insbesondere bei Farben, welche
thixotrope Eigenschaften aufweisen, wird erst durch das Einbringen der Scherkräfte
mit Hilfe bekannter Rührorgane eine Reduktion der Viskosität erreicht. Erst durch
die Reduktion der Viskosität kann ein Verarbeiten bzw. ein Pumpen der Farbe erfolgen.
Ein weiterer Grund für die Notwendigkeit des Durchmischens des Fluids ist das Vorsehen
von Fluidmischungen. So sind beispielsweise Additive in dem Fluid, insbesondere in
der Farbe, vorgesehen, welche möglichst homogen verteilt sein sollen. Solche Additive
können Wachse für eine verbesserte Oberflächenstruktur, Farbkorrekturen in Form von
pigmenthaltigen Zusatzfluiden oder Lösungsmittel sein. Je homogener die Verteilung
im Fluid im Behälter stattfindet, umso homogener wird sich über den Verlauf eines
Druckverfahrens auch das Druckbild in einer Druckmaschine darstellen.
[0003] Es ist nachteilhaft bei bekannten Mischvorrichtungen, dass ein hoher konstruktiver
Aufwand notwendig ist, um die Durchmischung zu gewährleisten. So sind separate Rührvorrichtungen
bzw. Rührwerke erforderlich, um die Durchmischung zu erzielen. Dies erfordert zusätzlich
Antriebe, z. B. in Form eines elektrischen Motors. Auch muss eine Rotationslagerung
für die entsprechende Antriebswelle eines Rührwerkes vorgesehen sein. Da insbesondere
bei Behältern für Fluidsysteme einer Druckmaschine eine leichte Reinigbarkeit gegeben
sein soll, stellen solche rotierenden Elemente einen hohen Reinigungsaufwand dar.
Darüber hinaus benötigt ein Antrieb für ein solches Rührwerk bzw. das Rührwerk selbst
zusätzlichen Bauraum, welcher für andere Nutzungsmöglichkeiten in einer entsprechenden
Maschine verloren geht. Nicht zuletzt erhöht das Vorsehen eines zusätzlichen Antriebs
sowie eines zusätzlichen Rührwerks auch den Kostenaufwand bei der Herstellung eines
solchen Fluidsystem bzw. einer solchen Mischvorrichtung.
[0004] US 6 109 788 offenbart eine Mischvorrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Es
ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile
zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Mischvorrichtung für das Mischen eines Fluids in einem Behälter, ein Fluidsystem
sowie ein Verfahren für das Mischen eines Fluids in einem Behälter zur Verfügung zu
stellen, welche in kostengünstiger und einfacher Weise eine Durchmischung des Fluids
in dem Behälter in möglichst homogener Weise erlauben.
[0005] Voranstehende Aufgabe wird gelöst durch eine Mischvorrichtung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1, ein Fluidsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 11 sowie ein Verfahren
mit den Merkmalen des Anspruchs 14. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale
und Details, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Mischvorrichtung beschrieben
sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
und dem erfindungsgemäßen Fluidsystem und jeweils umgekehrt, so dass bzgl. der Offenbarung
zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden
kann.
[0006] Eine erfindungsgemäße Mischvorrichtung entsprechend Anspruch 1 dient dem Mischen
eines Fluids in einem Behälter, insbesondere eines Fluidsystems. Die Mischvorrichtung
weist eine Fluidzufuhr und wenigstens einen Auslassarm mit einer Auslassöffnung auf.
Dabei ist die Fluidzufuhr mit dem wenigstens einen Auslassarm fluidkommunizierend
verbunden. Eine erfindungsgemäße Mischvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass
die Auslassöffnung für einen Auslass des Fluids in einer Auslassrichtung ausgerichtet
ist, um das Fluid im Behälter wenigstens abschnittsweise in Rotation zu versetzen.
Die Rotation des Fluids im Behälter ist als rotatorische Bewegung einzelner Fluidvolumina
im Behälter ausgebildet. Es handelt sich insbesondere um eine von dem abgegebenen
Fluid angestoßene Zwangskonvektion. Dabei erfolgt eine Durchmischung bzw. ein Verwirbeln
der einzelnen Fluidvolumina untereinander, ohne dass rotierende Bauteile notwendig
sind. Eine erfindungsgemäße Mischvorrichtung macht es sich vorzugsweise zunutze, dass
bei entsprechendem Einsatz für ein Fluidsystem häufig ein Umwälzen bzw. ein Kreislauf
für das Fluid vorgesehen ist. Wird die Mischvorrichtung z. B. für das Fluidsystem
einer Druckmaschine eingesetzt, so erfolgt ein Absaugen des Fluids aus diesem als
Lagercontainer ausgebildeten Behälter zur Druckmaschine hin. Gleichzeitig erfolgt
ein Rücktransport überschüssigen Fluids in den Behälter zurück. So entsteht ein Kreislauf
während des Betriebs des Fluidsystems. Dieser Kreislauf wird nun zusätzlich verwendet,
um das Durchmischen des Fluids sicherzustellen. Dabei wird auf zusätzliche Komponenten
wie Rührwerke verzichtet. Erfindungsgemäß ist eine Fluidzufuhr vorgesehen, welche
von z. B. einer Pumpvorrichtung eines Kreislaufs für das Fluid, die Fluidzusammensetzung
zugeführt bekommt. Die Fluidzufuhr ist dabei z. B. rohrartig bzw. als Rohrleitung
ausgebildet. Im freien Querschnitt im Inneren der Fluidzufuhr kann das Fluid in Richtung
der Auslassarme bzw. in Richtung der Auslassöffnungen fließen.
[0007] Es ist wenigstens ein Auslassarm vorgesehen, welcher fluidkommunizierend mit der
Fluidzufuhr verbunden ist. Das bedeutet, dass das Fluid aus der Fluidzufuhr durch
den Auslassarm zur Auslassöffnung gelangen kann bzw. gepumpt wird. Dabei erstreckt
sich der Auslassarm vorzugsweise zumindest abschnittsweise radial oder im Wesentlichen
radial von der Fluidzufuhr weg. Die Fluidzufuhr ist insbesondere senkrecht in Tiefenrichtung
des Behälters angeordnet, so dass eine Förderung des Fluids auf den Behälterboden
zu durchgeführt wird. Der Auslassarm dient somit vorzugsweise zur Förderung quer zur
Tiefenrichtung des Behälters, so dass es auf die Behälterwandung zu gefördert wird.
Die Auslassöffnung mit einer Auslassrichtung in erfindungsgemäßer Weise dient dazu,
dass das Fluid im Behälter wenigstens abschnittsweise in Rotation versetzt wird.
[0008] Bei einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung kann auf zusätzliche Rührwerke verzichtet
werden, da das Fluid im Behälter selbst für seine eigene Durchmischung sorgt. Dies
beruht auf der Tatsache, dass es in erfindungsgemäßer Weise in Rotation versetzt wird.
Bei der Rotation eines Fluids durchmischt sich dasselbe. Insbesondere handelt es sich
bei der Rotation um eine Zwangskonvektion des Fluids im Behälter, welche durch ausgelassenes
Fluid aus den Auslassöffnungen der Auslassarme angeschoben bzw. angestoßen wird.
[0009] Die Rotation des Fluids im Behälter ist im Wesentlichen oder genau symmetrisch ausgebildet,
so dass eine zumindest abschnittsweise durchgängige und gleichmäßige Durchmischung
des Fluids im Behälter stattfindet.
[0010] Eine erfindungsgemäße Mischvorrichtung kann sowohl im Dauerbetrieb bei einer Druckmaschine
eines Fluidsystems eingesetzt werden, als auch für die Vorkonditionierung vor dem
Einsatz des Fluidsystems in Form einer Druckmaschine. Entscheidend ist, dass eine
Relativbewegung einzelner Volumenelemente des Fluids im Behälter durch den Auslass
des Fluids mit einer erfindungsgemäßen Auslassrichtung aus den Auslassöffnungen erzeugt
wird.
[0011] Die Auslassrichtung ist vorzugsweise zumindest abschnittsweise in Umfangsrichtung
oder im Wesentlichen in Umfangsrichtung des Behälters gerichtet. Dies ist insbesondere
auf im Wesentlichen zylindrische Behälter bezogen. So ist bei einem zylindrischen
Behälter die Umfangsrichtung entlang von Tangenten an eine Kreislinie angeordnet.
Radial nach innen versetzt liegt eine entsprechende innere Kreislinie, in deren Richtung
zumindest teilweise die Auslassrichtung des Fluids an der Auslassöffnung gerichtet
ist. Dementsprechend erfolgt vorzugsweise ein tangentialer Auslass entlang dieser
inneren Umfangslinie, so dass sich eine Rotation des Fluids im Behälter ausbildet,
welche im Wesentlichen entlang bzw. parallel zur Außenwandung des zylindrischen Behälters
verläuft.
[0012] Bei einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung ist der wenigstens eine Auslassarm bzw.
insbesondere die Auslassöffnung des wenigstens einen Auslassarms unterhalb des Fluidspiegels
innerhalb des Behälters angeordnet. Handelt es sich um einen Lagerbehälter, der über
den Verlauf des Betriebes des Fluidsystems langsam entleert wird, so ist die Auslassöffnung
vorzugsweise in Tiefenrichtung besonders nahe bei dem Boden des Behälters angeordnet,
um auch beim Absinken des Flüssigkeitsspiegels des Fluids im Behälter eine erfindungsgemäße
Wirkungsweise der Mischvorrichtung möglichst lange beibehalten zu können.
[0013] Erfindungsgemäß können, wie später noch erläutert werden wird, unterschiedliche Winkel
definiert werden, um die Auslassrichtung genau einzustellen. Dabei wird insbesondere
vermieden, dass ein Winkel zur benachbarten Behälterwandung des Behälters zur Auslassvorrichtung
vorgegeben wird, welcher bei 90° liegt. Vielmehr wird dieser Winkel vorzugsweise kleiner
als 90°, insbesondere kleiner als 85° gewählt.
[0014] Unter einem Fluid ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung insbesondere eine Farbe
bzw. eine Farbzusammensetzung zu verstehen. Eine solche Farbzusammensetzung kann hauptsächlich
flüssige Bestandteile, jedoch auch feste Bestandteile, wie z. B. Pigmente, enthalten.
Selbstverständlich kann bei einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung das Fluid auch
ein fließfähiger Feststoff bzw. ein fluidisierbares Pulver sein.
[0015] Durch die Rotation, welche mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung im
Fluid im Behälter erzeugt wird, wird neben der Durchmischung auch ein Absetzen von
Feststoffen bzw. Ablagerungen am Boden des Behälters verhindert. Handelt es sich bei
dem Fluid um eine Farbe oder eine Farbzusammensetzung kann auf diese Weise das Ausbilden
eines Bodensatzes bzw. eines Farbschlammes am Boden vermieden werden.
[0016] Es ist weiter darauf hinzuweisen, dass die Mischvorrichtung in erfindungsgemäßer
Weise eine zweite Funktion erfüllen kann, nämlich das notwendige Rückführen von überschüssigem
Fluid aus einem Fluidsystem. So kann eine erfindungsgemäße Mischvorrichtung durch
diese Doppelfunktion das Vermischen als Funktion zur Verfügung stellen, ohne zusätzliche
Einbauten, z. B. in Form von Rührwerken, notwendig zu machen.
[0017] Um ausreichende Volumenströme, z. B. im Bereich von ca. 18 l/min durch die Fluidzufuhr
gewährleisten zu können, sind vorzugsweise Auslassquerschnitte bzw. freie Strömungsquerschnitte
der Auslassarme/Auslassöffnungen im Bereich zwischen ca. 2 mm und ca. 10 mm, vorzugsweise
im Bereich von ca. 6 mm +/-2 mm einsetzbar.
[0018] Bei der Fluidzufuhr und/oder bei dem wenigstens einen Auslassarm handelt es sich
vorzugsweise um starre Bauelemente in Relation zueinander bzw. in Relation zum Behälter.
Insbesondere ist die Mischvorrichtung derart ausgebildet, dass sie rotationsfest am
Behälter anordenbar ist.
[0019] Es kann von Vorteil sein, wenn bei einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung der wenigstens
eine Auslassarm sich zumindest abschnittsweise senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht
zu der Fluidzufuhr erstreckt. Handelt es sich insgesamt um eine im Wesentlichen zylindrische
Ausbildung des Behälters, so ist der Auslassarm vorzugsweise radial oder im Wesentlichen
radial von der Fluidzufuhr weggerichtet. Dementsprechend bildet sich für die Auslassrichtung
eine Annäherung an eine Umfangsrichtung aus, welche parallel zur Umfangsrichtung des
Behälters ausgerichtet ist.
[0020] Bei einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung ist der wenigstens eine Auslassarm zumindest
abschnittsweise gekrümmt ausgebildet ist. So kann das Fluid radial von der Fluidzufuhr
nach außen geführt werden, und dort durch die Krümmung in die gewünschte Auslassrichtung
gerichtet werden. Insbesondere bei einer Fluidzufuhr, die parallel und/oder koaxial
zur Behälterachse des Behälters ausgerichtet ist, ist diese Ausbildung vorteithaft.
Die Krümmung erfolgt entlang einer Kurve Bei der Ausbildung mit einer Vielzahl von
Auslassarmen sind sämtliche Auslassarme in die gleiche Richtung gekrümmt. So ist spiralförmig
eine Ausbildung der Auslassarme vorgesehen, die ein kontinuierliches Anschieben der
Rotation des Fluids im Behälter ermöglicht. Gleichzeitig sind die Auslassarme vorzugsweise
mit einem Außenquerschnitt versehen, welcher möglichst geringen Einfluss auf die umgebende
Strömung mit sich bringt. Vorzugsweise ist der Außenquerschnitt der einzelnen Auslassarme
rund. Ein solcher Querschnitt ist darüber hinaus besonders leicht zu reinigen.
[0021] Vorteilhaft ist es ebenfalls, wenn bei einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung die
Auslassöffnung ausgerichtet ist für die Auslassrichtung des Fluids mit einem Vertikalwinkel
und/oder einem Horizontalwinkel, wobei der Vertikalwinkel und/oder der Horizontalwinkel
kleiner als 90°, insbesondere kleiner als ca. 85° sind. Bei diesen Winkeln handelt
es sich um explizite Winkelangaben, welche eine Einstellung der Auslassrichtung ermöglichen
können. So wird durch den Horizontalwinkel ein Winkel bezeichnet, welcher sich im
Wesentlichen in einer horizontalen Ebene bezogen auf den Behälter erstreckt. Beim
Vertikalwinkel handelt es sich vorzugsweise um einen Winkel, welcher sich in einer
Ebene erstreckt, die parallel zur Behälterachse ausgebildet ist. Damit können zwei
Winkel vorgesehen sein, die eine Ausprägung von kleiner als 90° aufweisen, so dass
eine Auslassrichtung genau auf den Behälterboden bzw. genau auf die Behälterwandung
zu vermieden wird. Alle anderen Winkelausrichtungen der Auslassrichtungen sind erfindungsgemäß
möglich, so dass eine Rotation des Fluids im Behälter angestoßen wird. Im Normalfall
werden häufig besonders kleine Winkel einsetzbar sein, um eine besonders effiziente
Erzeugung der Rotation des Fluids im Behälter zur Verfügung stellen zu können. So
werden Vertikalwinkel und/oder Horizontalwinkel vorzugsweise in dem Bereich von kleiner
als ca. 60°, bevorzugt in einem Bereich von kleiner als ca. 45°, insbesondere bevorzugt
in einem Bereich von 0° bis ca. 30° ausgebildet sein. Das Anstellen in Vertikalrichtung
kann dazu führen, dass Toträume im Bereich des Bodens des Behälters besser ausgespült
werden. Je nach Ausrichtung der einzelnen Auslassrichtung können entsprechende Rotationsveränderungen
des Fluids im Behälter durchgeführt werden, so dass eine explizite Einstellung der
Fluiddynamik innerhalb des Behälters erfolgt. Selbstverständlich können die Auslassrichtungen
einzelner Auslassarme bei einer Vielzahl von Auslassarmen einer Mischvorrichtung unterschiedlich
ausgebildet sein, so dass auch komplexe Fluidströmungen in definierter Weise erzeugt
werden können.
[0022] Weiter ist es von Vorteil, wenn bei einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung wenigstens
zwei Auslassarme mit jeweils einer Auslassöffnung vorgesehen sind, wobei die Auslassöffnungen
unterschiedliche Vertikalwinkel aufweisen, insbesondere mit unterschiedlichen Vorzeichen
zur Horizontalebene. Die Horizontalebene wird dabei durch eine Ebene gebildet, welche
sich im Wesentlichen parallel zur Bodenfläche des Behälters erstreckt. Damit bedeutet
ein Vertikalwinkel von mehr als 0° und weniger als 90° eine Ausrichtung der jeweiligen
Auslassöffnung auf die Bodenfläche zu oder von dieser weg. Bei der Einbringung von
Fluid kann es zu Blasenbildung, damit zu Schaumbildung auf der Oberfläche des Fluids
im Behälter kommen. Um dies zu vermeiden ist bei dieser Ausführungsform eine Ausrichtung
der Auslassöffnungen nach unten und/oder nach oben vorgesehen. Damit wird eine verbesserte
Verteilung des Fluids erreicht, wodurch die Schaumbildung reduziert oder sogar komplett
vermieden werden kann. Die Vertikalwinkel sind dabei je nach Ausrichtung der Auslassöffnung
nach oben oder nach unten mit unterschiedlichen Vorzeichen zur Horizontalebene versehen.
Für die Reduktion der Schaumbildung kann es vorteilhaft sein, wenn zumindest eine
Auslassöffnung eine Ausrichtung von der Bodenfläche des Behälters weg aufweist. Vorzugsweise
sind bei einer Ausrichtung nach oben und nach unten die Beträge der Vertikalwinkel
mit unterschiedlichen Vertikalwinkeln gleich groß oder im Wesentlichen gleich groß.
[0023] Auch vorteilhaft ist es, wenn bei einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung alle Auslassöffnungen
in Umfangsrichtung abwechselnd unterschiedliche Vorzeichen der Vertikalwinkel zur
Horizontalebene aufweisen. Das bedeutet, dass z. B. abwechselnd immer ein oder zwei
Auslassöffnungen nach unten und anschließend in Umfangsrichtung ein oder zwei Auslassöffnungen
nach oben ausgerichtet sind. Damit kann eine besonders effektive axiale Verteilung
des eingebrachten Fluids erreicht werden. Schaumbildung auf der Oberfläche des im
Behälter befindlichen Fluids wird damit noch weiter reduziert oder sogar ganz verhindert.
[0024] Vorteilhaft ist es darüber hinaus, wenn bei einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung
die Vertikalwinkel unterhalb der Horizontalebene im Bereich zwischen ca. 2° und ca.
7° und/oder die Vertikalwinkel oberhalb der Horizontalebene im Bereich zwischen ca.
10° und ca. 20° ausgebildet sind. Dabei handelt es sich um die Beträge der jeweiligen
Vertikalwinkel. Je nach Betrachtungsrichtung weisen die Vertikalwinkel in der einen
Richtung ein positives (auf den Behälterboden zu) und in der anderen Richtung ein
negatives (vom Behälterboden weg) Vorzeichen auf. Diese Winkelbereiche stellen vorteilhafte
Ausführungsformen dar, da auf diese Weise die Reduktion der Schaumbildung mit der
Rotation des Fluids im Behälter kombiniert werden kann.
[0025] Ebenfalls vorteilhaft ist es, wenn bei einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung wenigstens
zwei Auslassarme vorgesehen sind, die für Auslassrichtungen des Fluids entlang eines
gemeinsamen Umfangs ausgerichtet sind. Somit bilden die Auslassrichtungen eine Kreislinie,
entlang derer sich die Hauptrotation des Fluids im Behälter ausbildet. Die Anzahl
der Auslassarme kann z. B. bei 2, 3, 4, 5, 6 oder auch mehr Auslassarmen liegen. Diese
einzelnen Auslassarme können gleichmäßig oder ungleichmäßig in Umfangsrichtung verteilt
angeordnet sein. Die Anzahl der Arme ist vorzugsweise an die Größe des zugehörigen
Behälters angepasst, so dass bei kleinen Behältern eine geringere Anzahl von Auslassarmen
und bei großen Behältern eine größere Anzahl von Auslassarmen vorgesehen sein kann.
Dabei ist die Größe hauptsächlich auf den Innendurchmesser des Behälters zu verstehen,
so dass bei großen Innendurchmessern ein regelmäßiges Anschieben der Rotation des
Fluids im Behälter durch eine entsprechende Mehrzahl von Auslassarmen und Auslassöffnungen
erfolgen kann. Sind eine Mehrzahl von Auslassarmen vorgesehen, so können Verstrebungen
zwischen den einzelnen Armen und/oder zur Fluidzufuhr zur Stabilisierung der Auslassarme
und der Fluidzufuhr verwendet werden.
[0026] Die einzelnen Arme sind vorzugsweise symmetrisch verteilt, so dass eine erleichterte
Herstellung möglich wird. Die einzelnen Auslassarme können als Standardteil produziert
und anschließend zur erfindungsgemäßen Mischvorrichtung kombiniert werden. Die Auslassarme
können z. B. aus Metall, insbesondere aus Stahl gefertigt sein, und an der Fluidzufuhr
angebracht, insbesondere angeschweißt werden.
[0027] Ebenfalls vorteilhaft kann es sein, wenn bei einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung
wenigstens zwei Auslassarme vorgesehen sind, welche regelmäßig oder im Wesentlichen
regelmäßig um die Fluidzufuhr verteilt sind. Die regelmäßige Umfangsverteilung führt
dazu, dass der Produktionsaufwand weiter verringert wird. Darüber hinaus erfolgt auf
diese Weise eine besonders regelmäßige Einflussnahme auf die sich ausbildende Rotationsströmung
des Fluids im Behälter. Es erfolgt also insbesondere ein regelmäßiges Anschieben des
Fluids, so dass sich eine regelmäßige und kontinuierliche Rotation des Fluids im Behälter
ausbilden kann.
[0028] Vorteilhaft ist es weiter, wenn bei einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung wenigstens
zwei Auslassarme vorgesehen sind, welche sich zumindest abschnittsweise in einer gemeinsamen
Ebene erstrecken. Auch dies reduziert den Aufwand bei der Fertigung. Insbesondere
handelt es sich um eine scheibenartige Ausbildung der Auslassarme, so dass eine besonders
geringe unerwünschte Einflussnahme in Form von Strömungsstörung durch die Auslassarme
selbst mit einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung erzielt werden kann.
[0029] Vorteilhaft kann es auch sein, wenn bei einer erfindungsgemäßen Mischvorrichtung
die Fluidzufuhr ausgebildet ist, um sich in dem Behälter entlang oder parallel zu
der Behälterachse, insbesondere bis in die untere Hälfte des Behälters, zu erstrecken.
Vorzugsweise die Erstreckung in die untere Hälfte des Behälters führt dazu, dass auch
bei einer kontinuierlichen Abnahme des Fluidspiegels innerhalb des Behälters eine
erfindungsgemäße Rotation des Fluids im Behälter ermöglicht wird. Insbesondere die
Erstreckung entlang oder parallel zur Behälterachse führt dazu, dass über die Fluidzufuhr
gleichzeitig die Lagerung der Auslassarme in der gewünschten Höhe im Behälter erfolgt.
Insbesondere die Rotation der unteren Hälfte des Fluids im Behälter führt dazu, dass
im Bereich der Absaugung in einem Pumpensumpf im Behälter die gewünschte Durchmischung
hinsichtlich einer Viskositätsverteilung bzw. einer Durchmischung einzelner Zusammensetzungsbestandteile
des Fluids erfolgt.
[0030] Ein weiterer Vorteil wird dadurch erzielt, dass die Fluidzufuhr im Bereich der Verbindung
zu dem wenigstens einen Auslassarm zumindest eine Zusatzöffnung aufweist, um Toträume
in diesem Bereich zu vermeiden. Diese zumindest eine Zusatzöffnung kann hinsichtlich
ihrer Auslassrichtung in jede beliebige Richtung gerichtet sein, also insbesondere
radial, tangential oder axial mit Bezug auf die Ausrichtung der Fluidzufuhr und/oder
die Behälterachse. Auf diese Weise können im Anschlussbereich zwischen dem wenigstens
einen Auslassarm und der Fluidzufuhr möglicherweise entstehende Toträume mit wenig
oder keiner Bewegung des Fluids vermieden bzw. verringert werden. Zum Beispiel kann
die Fluidzufuhr an ihrem unteren Ende einen Abschluss, vorzugsweise in Form eines
Deckels, aufweisen, welcher mit dieser zumindest einen Zusatzöffnung ausgestattet
ist. Auch eine Ausbildung der zumindest einen Zusatzöffnung oberhalb des Anschlusses
an den wenigstens einen Auslassarm ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung denkbar,
so dass auch oberhalb des Anschlussbereichs die Gefahr eines sich ausbildenden Totraums
vermieden werden kann. Mit anderen Worten kann auf diese Weise eine zusätzliche Verwirbelung
des Fluids stattfinden, wodurch die Qualität der Vermischung des Fluids in erfindungsgemäßer
Weise noch weiter verbessert wird.
[0031] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Fluidsystem entsprechend
Anspruch 11, insbesondere für Farben in einer Druckmaschine, aufweisend zumindest
einen Behälter für die Bevorratung eines Fluids. Weiter sind eine Vorlaufpumpe und
eine Rücklaufpumpe für die Förderung des Fluids vorgesehen. Ebenfalls vorgesehen sind
ein Fluidempfänger, insbesondere eine Druckwalze, und eine Fluidwanne für das Bereitstellen
und/oder Auffangen des Fluids für und/oder von dem Fluidempfänger. Dabei ist die Vorlaufpumpe
ausgebildet für eine Förderung des Fluids aus dem Behälter zu dem Fluidempfänger und
die Rücklaufpumpe ausgebildet für eine Förderung des Fluids aus der Fluidwanne zurück
in den Behälter. Ein erfindungsgemäßes Fluidsystem zeichnet sich dadurch aus, dass
eine Mischvorrichtung mit den Merkmalen gemäß der vorliegenden Erfindung vorgesehen
ist, wobei die Fluidzufuhr der Mischvorrichtung mit der Druckseite der Rücklaufpumpe
fluidkommunizierend verbunden ist. Ein erfindungsgemäßes Fluidsystem kann z. B. für
eine Druckmaschine eingesetzt werden, und dient dazu einen Farbkreislauf aufrecht
zu erhalten. So wird in dem Behälter Farbe bevorratet, welche über die Vorlaufpumpe
z. B. zu einer Druckwalze der Druckmaschine gefördert wird. Die von einer Rakel abgeschiedene,
überschüssige Farbe wird in einer Fluidwanne aufgefangen und von der Rücklaufpumpe
zurück in den Behälter gefördert. Diese grundsätzliche Funktionalität des Farbkreislaufes
wird erfindungsgemäß nun zusätzlich für die Durchmischung der Farbe innerhalb des
Fluids verwendet. So wird die Farbe in Form eines Fluids durch die Fluidzufuhr der
erfindungsgemäßen Mischvorrichtung für das Ausbilden der Rotation des Fluids im Behälter
gefördert. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Mischvorrichtung bringt ein
erfindungsgemäßes Fluidsystem die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich
mit Bezug auf eine erfindungsgemäße Mischvorrichtung erläutert worden sind. Die Ansaugung
über die Vorlaufpumpe erfolgt vorzugsweise in einem Pumpensumpf am Boden oder in der
Nähe des Bodens des Behälters.
[0032] Unter einer Druckwalze im Sinne der vorliegenden Erfindung ist insbesondere eine
Walze zu verstehen, welche als Farbübertragungswalze ausgebildet ist. Sie dient dazu,
das Fluid in Form einer Farbe als letzte Walze auf das zu bedruckende Medium zu übertragen.
[0033] Ein erfindungsgemäßes Fluidsystem kann dahingehend weitergebildet werden, dass die
Druckseite der Vorlaufpumpe über einen Bypass mit der Saugseite der Rücklaufpumpe
fluidkommunizierend verbunden ist. Dieser Bypass ermöglicht es, auch unabhängig von
einem großen Kreislauf über den Fluidempfänger, insbesondere in Form einer Druckwalze,
eine Durchmischung in erfindungsgemäßer Weise zu ermöglichen. So kann eine Vorkonditionierung
durchgeführt werden, ohne dass das gesamte Fluidsystem mit dem Fluidempfänger, also
die gesamte Druckmaschine, angeschaltet werden muss. Wird ein Behälter neu befüllt,
so kann vor dem Start des Druckvorgangs über den Bypass über die Vorlaufpumpe und
die Rücklaufpumpe ein kleiner Kreislauf gewährleistet werden, welcher eine Vordurchmischung
durch das Ausbilden einer Rotation des Fluids im Behälter mit einer erfindungsgemäßen
Mischvorrichtung ermöglicht. Dabei sind vorzugsweise zumindest drei Ventile vorgesehen,
welche als Vorlaufventil nach dem Anschluss an den Bypass und nach der Vorlaufpumpe,
als Rücklaufventil nach dem Anschluss an die Rücklaufpumpe und dem Bypass und als
Bypassventil im Bypass angeordnet sind.
[0034] Ebenfalls vorteilhaft ist es, wenn bei einem erfindungsgemäßen Fluidsystem die Auslassöffnung
des wenigstens einen Auslassarms zwischen ca. 20% und ca. 80% des radialen Abstandes
zwischen der Fluidzufuhr und der umgebenden Wandung des Behälters angeordnet ist.
Je weiter außen die Auslassöffnung des Auslassarmes angeordnet ist, umso höher ist
die Einflussnahme auf die Rotation des Fluids im Behälter, da der Hebel zur Rotationsachse
im Behälter größer wird. Umso größer ist vorzugsweise auch der Volumenstrom, um den
entsprechenden Hebelarm und die damit zusammengehörige Kraft für die Rotation des
Fluids im Behälter zu überwinden.
[0035] Ebenfalls von Vorteil kann es sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Fluidsystem
die Mischvorrichtung rotationsfest zum Behälter angeordnet ist. Dabei können z. B.
Flanschanschlüsse verwendet werden, wie sie bei bekannten Behältern für die Rückführung
überschüssigen Fluids bereits bekannt sind. Eine erfindungsgemäße Mischvorrichtung
kann somit bei einem bereits bekannten Fluidsystem auch nachgerüstet werden.
[0036] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren entsprechend
Anspruch 14 für das Mischen eines Fluids in einem Behälter, insbesondere eines Fluidsystems,
mit einer Mischvorrichtung. Ein solches erfindungsgemäßes Verfahren weist zumindest
den folgenden Schritt auf:
- Einbringen von Fluid aus einer Auslassöffnung wenigstens eines Auslassarmes in den
Behälter mit einer Auslassrichtung, die ausgerichtet ist, um das Fluid im Behälter
zumindest abschnittsweise in Rotation zu versetzen.
[0037] Das erfindungsgemäßes Verfahren führt das Mischen eines Fluids mit einem erfindungsgemäßen
Fluidsystem aus. Damit bringt ein erfindungsgemäßes Verfahren die gleichen Vorteile
mit sich, wie sie ausführlich mit Bezug auf ein erfindungsgemäßes Fluidsystem bzw.
mit Bezug auf eine erfindungsgemäße Mischvorrichtung erläutert worden sind.
[0038] Ebenfalls vorteilhaft ist es, wenn bei einem erfindungsgemäßen Verfahren für ein
Vorkonvektionieren des Fluids im Behälter Luft, insbesondere st+oßweise, aus der Auslassöffnung
des wenigstens einen Auslassarmes in den Behälter eingebracht wird. Ist beispielsweise
im Fluidsystem eine Fluidwanne vorgesehen, so kann aus dieser leergesaugten Fluidwanne
Luft angesaugt werden, wobei diese Luftansaugung über entsprechende Ventile geöffnet
und geschlossen werden kann. So kann vorzugsweise stoßweise die Luft durch die Auslassöffnung
des Auslassarmes abwechselnd mit Fluid ausgestoßen werden. Während das Fluid aus den
Auslassöffnungen die Rotation des Fluids im Behälter anstößt, wird die Luft während
der Rotation des Fluids im Behälter innerhalb dieses Fluids aufsteigen. Durch das
Aufsteigen erfolgt eine zusätzliche Zwangskonvektion von Volumenelementen innerhalb
des Fluids im Behälter in vertikaler Richtung nach oben, so dass eine zusätzliche
Durchmischungsrichtung erzielt wird. Die getaktete stoßweise Einbringung von Luft
kann vorzugsweise zwischen ca. 2 Sekunden und ca. 10 Sekunden liegen.
[0039] Die vorliegende Erfindung wird näher erläutert anhand der beigefügten Zeichnungsfiguren.
Die dabei verwendeten Begrifflichkeiten "links", "rechts", "oben" und "unten" beziehen
sich auf eine Ausrichtung der Zeichnungsfiguren mit normal lesbaren Bezugszeichen.
Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Fluidsystems,
- Fig. 2
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Fluidsystems,
- Fig. 3
- eine Ausführungsform einer Mischvorrichtung,
- Fig. 4
- eine weitere Ausführungsform einer Mischvorrichtung,
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform einer Mischvorrichtung,
- Fig. 6
- eine weitere Ausführungsform einer Mischvorrichtung,
- Fig. 7
- eine weitere Ausführungsform einer Mischvorrichtung und
- Fig. 8
- eine weitere Ausführungsform einer Mischvorrichtung.
[0040] In Figur 1 ist eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Fluidsystems 100
dargestellt. Dabei handelt es sich vorzugsweise um einen Teil einer Druckmaschine.
So ist ein Fluidempfänger 140 vorgesehen, welcher z. B. als Druckwalze bzw. Rasterwalze
einer Druckmaschine, insbesondere einer Flexodruckmaschine bzw. einer Rotationsdruckmaschine,
ausgebildet ist. Über eine Vorlaufpumpe 120 wird aus einem Behälter 110 Fluid, insbesondere
eine Farbzusammensetzung, zum Fluidempfänger 140 gefördert. Über eine nicht dargestellte
Abzugsvorrichtung in Form einer Rakel wird überschüssiges Fluid von dem Fluidempfänger
140 abgezogen, und in einer Fluidwanne 150 aufgesammelt. Über die Rücklaufpumpe 130
wird das aufgefangene Fluid aus der Fluidwanne 150 in den Behälter 110 rückgeführt.
Dabei handelt es sich um den normalen Fluidkreislauf bzw. den Arbeitskreislauf des
Fluids.
[0041] Bei dem Fluidsystem 100 gemäß Figur 1 ist die Gesamtausbildung, wie auch die Ausbildung
einer Mischvorrichtung 10 in erfindungsgemäßer Weise erfolgt. So ist die Mischvorrichtung
10 mit einer Fluidzufuhr 20 versehen, welche in fluidkommunizierender Weise mit einer
Mehrzahl von Auslassarmen 30 verbunden ist. Jeder dieser Auslassarme 30 ist mit einer
Auslassöffnung 32 versehen, welche eine Auslassrichtung A aufweist (in Figur 1 nicht
dargestellt), um das Fluid im Behälter 110 in Rotation zu versetzen. Damit wird der
nachfolgend beschriebene Kreislauf in einem erfindungsgemäßen Fluidsystem 100 möglich.
[0042] Zu Beginn eines Druckverfahrens wird der Fluidempfänger 140 mit Farbe versorgt. Dies
wird dadurch ermöglicht, dass die Vorlaufpumpe 120 in Betrieb genommen wird, und auf
der Saugseite 122 einen Unterdruck am Pumpensumpf 170 erzeugt. Das Fluid wird also
am Pumpensumpf 170 durch die Vorlaufpumpe 120 angesaugt, und in Richtung der Druckseite
124 zum Fluidempfänger 140 gefördert. Dort erfolgt der Druckvorgang. Überschüssiges
Fluid bzw. überschüssige Farbe wird in der Fluidwanne 150 aufgefangen und von der
Rücklaufpumpe 130 über die Saugseite 132 abgesaugt. Über die Druckseite 134, welche
in fluidkommunizierender Verbindung mit der Fluidzufuhr 20 steht, wird die Farbe bzw.
das Fluid in die Mischvorrichtung 10 eingebracht und dort über die Auslassarme 30
radial nach außen verteilt. Der Auslass erfolgt über die Auslassöffnungen 32, so dass
das Fluid innerhalb des Behälters 110 in Rotation versetzt wird. Die gesamte Mischvorrichtung,
insbesondere die Auslassarme 30, sind rotationsfest relativ zum Behälter 110 angeordnet.
Durch die Rotation des Fluids im Behälter 110 erfolgt ein Durchmischen des Fluids,
so dass bei einer Farbzusammensetzung mit thixotropen Eigenschaften die Viskosität
durch das Einbringen dieser Scherkräfte reduziert wird. Zusätzliche Einbauten wie
z. B. Rührwerke sind nicht erforderlich.
[0043] Neben der Durchführung des Druckverfahrens selbst und einer entsprechenden erfindungsgemäßen
Durchmischung kann auch ein Vorkonditionieren unabhängig von einer Beaufschlagung
des Fluidempfängers 140 mit Fluid erfolgen. Hierfür sind drei Ventile 120a, 130a und
160a vorgesehen. Für das Vorkonditionieren, z. B. nach Befüllung des Behälters 110
mit Fluid und vor Start eines Druckvorgangs werden die Ventile 120a (Vorlaufventil)
und 130a (Rücklaufventil) geschlossen und ein Bypassventil 160a geöffnet. Die beiden
Pumpen 120 und 130 ermöglichen somit einen kleineren Kreislauf, welcher einen Umlauf
des Fluids unabhängig von dem Fluidempfänger 140 ermöglicht. Damit kann ein erfindungsgemäßes
Durchmischen als Vorkonditionierung stattfinden. Wird bei diesem Vorkonditionieren
zusätzlich, z. B. stoßweise, das Rücklaufventil 130a geöffnet, so wird Luft aus der
leeren Fluidwanne 150 angesaugt. Dieses stoßweise Ansaugen kann z. B. mit einer Taktung
von ca. 2 Sekunden bis ca. 10 Sekunden erfolgen, so dass stoßweise neben Fluid auch
Luftpakete aus den Auslassöffnungen 32 der Auslassarme 30 abgegeben werden. Diese
Luftpakete steigen in vertikaler Richtung nach oben auf und sorgen somit zusätzlich
auch für eine vertikale Durchmischung.
[0044] Weiter ist die Mischvorrichtung 10 der Figur 1 derart ausgebildet, dass der untere
Abschluss der Fluidzufuhr 20 mit einer Zusatzöffnung 22 versehen ist. Diese ist insbesondere
in mit einer Auslassrichtung entlang der Behälterachse 114 ausgerichtet, so dass sich
eventuell ausbildende Toträume unterhalb dieses Anschlussbereichs zwischen der Fluidzufuhr
20 und den Anschlussarmen 30 vermieden bzw. verringert werden.
[0045] In Figur 2 ist eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Fluidsystems
100 dargestellt. Die Anschlüsse dienen dem fluidkommunizierenden Verbinden mit der
Saugseite 122 der Vorlaufpumpe 120 und der Druckseite 134 der Rücklaufpumpe 130. Bei
dieser Ausführungsform ist der Behälter 110 mit einem Behälterboden und einer Behälterwandung
112 ausgebildet, die insgesamt eine im Wesentlichen zylinderförmige Ausbildung des
Behälters 110 mit sich bringen. Die einzelnen Auslassarme 30 sind mit Auslassrichtungen
A für die Auslassöffnungen 32 versehen, welche durch die Krümmung der Auslassarme
30 im Wesentlichen tangential entlang eines gemeinsamen Umfangs U angeordnet sind.
Darüber hinaus ist der Behälterboden des Behälters 110 an wenigstens einer Seite abgeschrägt,
so dass ein Zuführen des Fluids in Richtung des Pumpensumpfes 170 erfolgt.
[0046] Die Figuren 3 und 4 zeigen eine Ausführungsform von Mischvorrichtungen 10. So ist
in Figur 3 eine Ausführungsform mit vier Auslassarmen 30 dargestellt, wobei die einzelnen
Auslassöffnungen 32 jeweils eine Auslassrichtung A aufweisen, welche tangential bzw.
im Wesentlichen tangential zu einer gemeinsamen Umfangsrichtung U angeordnet sind.
Dafür erstrecken sich alle Aüslassarme 30 radial von der Fluidzufuhr 20 um den im
Wesentlichen gleichen Betrag weg, so dass sich der gemeinsame Umfang U ergibt.
[0047] Figur 4 zeigt eine Ausführungsform der Mischvorrichtung 10, bei welcher zwei Auslassarme
30 vorgesehen sind. Auch diese weisen eine im Wesentlichen gleiche radiale Erstreckung
auf, so dass sich ein gemeinsamer Umfang U ausbildet. Jedoch ist bei dieser Ausführungsform
eine horizontale winklige Anstellung über einen Horizontalwinkel H der Auslassrichtungen
A der beiden Auslassöffnungen 32 vorgesehen. Dieser Horizontalwinkel H liegt in der
Ebene, welche durch die Auslassarme 30 aufgespannt wird, zwischen der Tangente T an
die gemeinsame Umfangsrichtung U und der jeweiligen Auslassrichtung A.
[0048] In Figur 5 ist eine Ausführungsform dargestellt, welche eine vertikale Anstellung
mit einem Vertikalwinkel V aufweist. Mit Bezug auf Figur 5 kann hier ein Vertikalwinkel
V in ähnlicher Weise wie der Horizontalwinkel H definiert werden. So ist beispielsweise
eine Tangentiale T an den gemeinsamen Umfang U vorgesehen, wobei ein Abkippen der
Auslassrichtung A nach unten, also in vertikaler Richtung erfolgt. Hier ist auch gut
zu erkennen, dass eine Ausbildung des Auslassarmes 30 mit im Wesentlichen runden Außenquerschnitt
sowie freiem runden Innenquerschnitt vorgesehen ist.
[0049] Die Figuren 6, 7 und 8 zeigen drei verschiedene Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen
Mischvorrichtung 10. Für eine bessere Übersichtlichkeit zeigen diese drei Figuren
die Mischvorrichtung 10 in der Abwicklung entlang der Umfangsrichtung. Figur 6 zeigt
eine Variante mit alternierend angeordneten Auslassöffnungen 32. Die Auslassrichtungen
A zeigen hier in unterschiedliche Richtungen bezogen auf die Horizontalebene (hier
als Strichlinie dargestellt). Die Beträge der Vertikalwinkel V sind dabei insbesondere
identisch. Jeweils eine Auslassöffnung 32 ist also auf die Bodenfläche des Behälters
110 zu gerichtet, während jede zweite Auslassöffnung 32 von der Bodenfläche des Behälters
110 weg gerichtet ist. Damit kann wirksam eine Schaumbildung auf der Oberfläche des
im Behälter 110 gelagerten Fluids vermieden werden. Eine Variante dieser Ausführungsform
ist in Figur 7 gezeigt. So findet sich dort eine doppelte Alternierung. Immer zwei
Auslassöffnungen 32 zeigen jeweils alternierend in die gleiche Richtung. Figur 8 zeigt
eine Ausführungsform bei welcher jede zweite Auslassöffnung 32 nach oben gerichtet
ist. Damit ist eine minimale Ausführungsform gezeigt, um die Reduktion der Schaumbildung
zu erzielen.
[0050] Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsform erfolgt ausschließlich im Rahmen
von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale der Ausführungsformen,
sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden.
| Bezugszeichenliste |
| 10 |
Mischvorrichtung |
| 20 |
Fluidzufuhr |
| 22 |
Zusatzöffnung |
| 30 |
Auslassarm |
| 32 |
Auslassöffnung |
| |
|
| 100 |
Fluidsystem |
| 110 |
Behälter |
| 112 |
Wandung des Behälters |
| 114 |
Behälterachse |
| 120 |
Vorlaufpumpe |
| 120a |
Vorlaufventil |
| 122 |
Saugseite der Vorlaufpumpe |
| 124 |
Druckseite der Vorlaufpumpe |
| 130 |
Rücklaufpumpe |
| 130a |
Rücklaufventil |
| 132 |
Saugseite der Rücklaufpumpe |
| 134 |
Druckseite der Rücklaufpumpe |
| 140 |
Fluidempfänger |
| 150 |
Fluidwanne |
| 160 |
Bypass |
| 160a |
Bypassventil |
| 170 |
Pumpensumpf |
| |
|
| A |
Auslassrichtung |
| V |
Vertikalwinkel |
| H |
Horizontalwinkel |
| U |
Gemeinsamer Umfang |
| T |
Tangente |
1. Mischvorrichtung (10) für das Mischen eines Fluids in einem Behälter (110) eines Fluidsystems
(100) einer Druckmaschine, aufweisend eine Fluidzufuhr (20) und wenigstens einen Auslassarm
(30) mit einer Auslassöffnung (32), wobei die Fluidzufuhr (20) mit dem wenigstens
einen Auslassarm (30) fluidkommunizierend verbunden ist, wobei die Auslassöffnung
(32) für einen Auslass des Fluids mit einer Auslassrichtung (A) ausgerichtet ist,
um das Fluid im Behälter (110) wenigstens abschnittsweise in Rotation zu versetzen,
wobei der wenigstens eine Auslassarm (30) zumindest abschnittsweise entlang einer
Kurve gekrümmt ausgebildet ist, wobei eine Vielzahl von Auslassarmen (30) ausgebildet
und sämtliche Auslassarme (30) in die gleiche Richtung gekrümmt sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine spiralförmige Ausbildung der Auslassarme (30) vorgesehen ist für ein kontinuierliches
Anschieben der Rotation des Fluids im Behälter (110).
2. Mischvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der wenigstens eine Auslassarm (30) zumindest abschnittsweise senkrecht oder
im Wesentlichen senkrecht zu der Fluidzufuhr (20) erstreckt.
3. Mischvorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auslassöffnung (32) ausgerichtet ist für die Auslassrichtung (A) des Fluids mit
einem Vertikalwinkel (V) und/oder einem Horizontalwinkel (H), wobei der Vertikalwinkel
(V) und/oder der Horizontalwinkel (H) kleiner als 90°, insbesondere kleiner als circa
85° sind.
4. Mischvorrichtung (10) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens zwei Auslassarme (30) mit jeweils einer Auslassöffnung (32) vorgesehen
sind, wobei die Auslassöffnungen (32) unterschiedliche Vertikalwinkel (V) aufweisen,
insbesondere mit unterschiedlichen Vorzeichen zur Horizontalebene.
5. Mischvorrichtung (10) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass alle Auslassöffnungen (32) in Umfangsrichtung abwechselnd unterschiedliche Vorzeichen
der Vertikalwinkel (V) zur Horizontalebene aufweisen.
6. Mischvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vertikalwinkel (V) unterhalb der Horizontalebene im Bereich zwischen ca. 2° und
ca. 7° und/oder die Vertikalwinkel (V) oberhalb der Horizontalebene im Bereich zwischen
ca. 10° und ca. 20° ausgebildet sind.
7. Mischvorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens zwei Auslassarme (30) vorgesehen sind, die für Auslassrichtungen (A) des
Fluids entlang eines gemeinsamen Umfangs (U) ausgerichtet sind und/oder dass wenigstens
zwei Auslassarme (30) vorgesehen sind, welche regelmäßig oder im Wesentlichen regelmäßig
um die Fluidzufuhr (20) verteilt sind.
8. Mischvorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens zwei Auslassarme (30) vorgesehen sind, welche sich zumindest abschnittsweise
in einer gemeinsamen Ebene erstrecken.
9. Mischvorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fluidzufuhr (20) ausgebildet ist, um sich in dem Behälter (110) entlang oder
parallel zu der Behälterachse (114), insbesondere bis in die untere Hälfte des Behälters
(110), zu erstrecken.
10. Mischvorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidzufuhr (20) im Bereich der Verbindung zu dem wenigstens einen Auslassarm
(30) zumindest eine Zusatzöffnung (22) aufweist, um Toträume in diesem Bereich zu
vermeiden.
11. Fluidsystem (100), insbesondere für Farben in einer Druckmaschine, aufweisend zumindest
einen Behälter (110) für die Bevorratung eines Fluids, eine Vorlaufpumpe (120) und
eine Rücklaufpumpe (130) für die Förderung des Fluids, einen Fluidempfänger (140),
insbesondere eine Druckwalze, und eine Fluidwanne (150) für das Bereitstellen und/oder
Auffangen des Fluids für und/oder von dem Fluidempfänger (140), wobei die Vorlaufpumpe
(120) ausgebildet ist für eine Förderung des Fluids aus dem Behälter (110) zu dem
Fluidempfänger (140) und die Rücklaufpumpe (130) ausgebildet ist für eine Förderung
des Fluids aus der Fluidwanne (150) zurück in den Behälter (110), wobei eine Mischvorrichtung
(10) mit den Merkmalen eines der Ansprüche 1 bis 10 vorgesehen ist, wobei die Fluidzufuhr
(20) der Mischvorrichtung (10) mit der Druckseite (134) der Rücklaufpumpe (130) fluidkommunizierend
verbunden ist.
12. Fluidsystem (100) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckseite (124) der Vorlaufpumpe (120) über einen Bypass (160) mit der Saugseite
(132) der Rücklaufpumpe (130) fluidkommunizierend verbunden ist.
13. Fluidsystem (10) nach einem der Ansprüche 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auslassöffnung (32) des wenigstens einen Auslassarms (30) zwischen circa 20%
und circa 80% des radialen Abstandes zwischen der Fluidzufuhr (20) und der umgebenden
Wandung (112) des Behälters (110) angeordnet ist und/oder dass die Mischvorrichtung
(10) rotationsfest zum Behälter (110) angeordnet ist..
14. Verfahren für das Mischen eines Fluids in einem Behälter (110), insbesondere eines
Fluidsystems (100), mit einer Mischvorrichtung (10), aufweisend den folgenden Schritt:
- Einbringen von Fluid aus einer Auslassöffnung (32) wenigstens eines Auslassarmes
(30) in den Behälter (110) mit einer Auslassrichtung (A), die ausgerichtet ist, um
das Fluid im Behälter (110) zumindest abschnittsweise in Rotation zu versetzen,
wobei
das Verfahren für das Mischen eines Fluids mit einem Fluidsystem (100) mit den Merkmalen
eines der Ansprüche 11 bis 13 durch geführt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass für ein Vorkonditionieren des Fluids im Behälter (110) Luft, insbesondere stoßweise,
aus der Auslassöffnung (32) des wenigstens einen Auslassarmes (30) in den Behälter
(110) eingebracht wird.
1. Mixing device (10) for mixing a fluid in a container (110) of a fluid system (100)
of a printing machine, having a fluid feed (20) and at least one outlet arm (30) with
an outlet opening (32), wherein the fluid feed (20) is fluidically connected to the
at least one outlet arm (30), wherein the outlet opening (32) is oriented to discharge
the fluid with an outlet direction (A) in order to set at least part of the fluid
in the container (110) in rotation, wherein at least part of the at least one outlet
arm (30) is curved along a curve, wherein a multiplicity of outlet arms (30) are formed
and all the outlet arms (30) are curved in the same direction,
characterized in that
a spiral design for the outlet arms (30) is provided so as to continuously push the
rotation of the fluid in the container (110).
2. Mixing device (10) according to Claim 1,
characterized in that
at least part of the at least one outlet arm (30) extends perpendicular or essentially
perpendicular to the fluid feed (20).
3. Mixing device (10) according to either of the preceding claims,
characterized in that
the outlet opening (32) is oriented for the outlet direction (A) of the fluid with
a vertical angle (V) and/or a horizontal angle (H), wherein the vertical angle (V)
and/or the horizontal angle (H) is less than 90°, in particular less than approximately
85°.
4. Mixing device (10) according to Claim 3,
characterized in that
there are provided at least two outlet arms (30), each with one outlet opening (32),
wherein the outlet openings (32) have different vertical angles (V), in particular
with different signs with respect to the horizontal plane.
5. Mixing device (10) according to Claim 4,
characterized in that
all of the outlet openings (32), alternating in the circumferential direction, have
different signs for the vertical angles (V) with respect to the horizontal plane.
6. Mixing device (10) according to either of Claims 4 and 5,
characterized in that
the vertical angles (V) below the horizontal plane are in the range between 2° and
approximately 7°, and/or the vertical angles (V) above the horizontal plane are in
the range between approximately 10° and approximately 20°.
7. Mixing device (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that
there are provided at least two outlet arms (30) which are oriented for outlet directions
(A) of the fluid along a common circumference (U), and/or in that there are provided at least two outlet arms (30) which are distributed regularly
or essentially regularly around the fluid feed (20).
8. Mixing device (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that
there are provided at least two outlet arms (30) which extend at least partially in
a common plane.
9. Mixing device (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the fluid feed (20) is designed to extend in the container (110) along or parallel
to the container axis (114), in particular into the lower half of the container (110).
10. Mixing device (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the fluid feed (20) has, in the region of the connection with the at least one outlet
arm (30), at least one additional opening (22) in order to avoid dead zones in this
region.
11. Fluid system (100), in particular for inks in a printing machine, having at least
one container (110) for storing a fluid, and outflow pump (120) and a return-flow
pump (130) for delivering the fluid, a fluid receiver (140), in particular a printing
roller, and a fluid trough (150) for providing and/or catching the fluid for and/or
from the fluid receiver (140), wherein the outflow pump (120) is designed to deliver
the fluid from the container (110) to the fluid receiver (140) and the return-flow
pump (130) is designed to deliver the fluid from the fluid trough (150) back into
the container (110),
wherein
there is provided a mixing device (10) having the features of one of Claims 1 to 10,
wherein the fluid feed (20) of the mixing device (10) is fluidically connected to
the pressure side (134) of the return-flow pump (130).
12. Fluid system (100) according to Claim 11,
characterized in that
the pressure side (124) of the outflow pump (120) is fluidically connected to the
suction side (132) of the return-flow pump (130) via a bypass (160).
13. Fluid system (10) according to either of Claims 11 and 12,
characterized in that
the outlet opening (32) of the at least one outlet arm (30) is arranged between approximately
20% and approximately 80% of the radial distance between the fluid feed (20) and the
surrounding wall (112) of the container (110), and/or in that the mixing device (10) is arranged so as not to rotate with respect to the container
(110).
14. Method for mixing a fluid in a container (110), in particular of a fluid system (100),
using a mixing device (10), having the following step:
- introducing fluid from an outlet opening (32) of at least one outlet arm (30) into
the container (110) with an outlet direction (A) which is oriented in order to set
at least part of the fluid in the container (110) in rotation,
wherein
the method for mixing a fluid is carried out using a fluid system (100) having the
features of one of Claims 11 to 13.
15. Method according to Claim 14,
characterized in that,
for the purpose of pre-conditioning the fluid in the container (110), air is introduced,
in particular pulsed, from the outlet opening (32) of the at least one outlet arm
(30) into the container (110).
1. Dispositif de mélange (10) destiné à mélanger un fluide dans un récipient (110) d'un
système de fluides (100) d'une machine d'impression, comportant une alimentation de
fluide (20) et au moins un bras de sortie (30) avec un orifice de sortie (32), l'alimentation
de fluide (20) étant reliée en communication par fluide avec l'au moins un bras de
sortie (30), l'orifice de sortie (32) étant orienté pour une sortie du fluide dans
une direction de sortie (A), pour amener au moins par segments le fluide en rotation
dans le récipient (110), l'au moins un bras de sortie (30) étant conçu en étant recourbé
au moins par segments le long d'une courbe, une pluralité de bras de sortie (30) étant
conçue et tous les bras de sortie (30) étant recourbés dans la même direction,
caractérisé en ce qu'il est prévu une conception de forme hélicoïdale des bras de sortie (30), pour une
poussée continue de la rotation du fluide dans le récipient (110).
2. Dispositif de mélange (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'au moins un bras de sortie (30) s'étend au moins par segments à la perpendiculaire
ou sensiblement à la perpendiculaire de l'alimentation de fluide (20).
3. Dispositif de mélange (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'orifice de sortie (32) est orienté dans la direction de sortie (A) du fluide avec
un angle vertical (V) et/ou un angle horizontal (H), l'angle vertical (V) et/ou l'angle
horizontal (H) étant inférieurs à 90°, notamment inférieurs à environ 85°.
4. Dispositif de mélange (10) selon la revendication 3,
caractérisé en ce
qu'au moins deux bras de sortie (30) avec chaque fois un orifice de sortie (32) sont
prévus, les orifices de sortie (32) présentant différents angles verticaux (V), notamment
avec des signes différents par rapport au plan horizontal.
5. Dispositif de mélange (10) selon la revendication 4,
caractérisé en ce
qu'alternativement dans la direction périphérique, tous les orifices de sortie (32)
présentent des signes différents des angles verticaux (V) par rapport au plan horizontal.
6. Dispositif de mélange (10) selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5,
caractérisé en ce que
les angles verticaux (V) sont conçus en-dessous du plan horizontal, dans l'ordre compris
entre environ 2° et environ 7° et/ou les angles verticaux (V) sont conçus au-dessus
du plan horizontal, dans l'ordre compris entre environ 10° et environ 20°.
7. Dispositif de mélange (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'au moins deux bras de sortie (30) sont prévus, qui sont orientés dans des directions
de sortie (A) du fluide le long d'une périphérie (U) commune et/ou en ce qu'au moins
deux bras de sortie (30) sont prévus, lesquels sont distribués régulièrement ou de
manière sensiblement régulière autour de l'alimentation en fluide (20).
8. Dispositif de mélange (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'au moins deux bras de sortie (30) sont prévus, lesquels s'étendent au moins par segments
dans un plan commun.
9. Dispositif de mesure (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'alimentation de fluide (20) est conçue pour s'étendre dans le récipient (110) le
long ou à la parallèle de l'axe (114) du récipient, notamment jusque dans la moitié
inférieure du récipient (110).
10. Dispositif de mesure (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
dans la région de la liaison sur l'au moins un bras de sortie (30), l'alimentation
de fluide (20) comporte au moins un orifice supplémentaire (22), pour éviter des zones
mortes dans cette région.
11. Système de fluides (100) notamment pour des couleurs dans une machine d'impression,
comportant au moins un récipient (110) pour la mise en réserve d'un fluide, une pompe
aller (120) et une pompe retour (130) pour le transport du fluide, un réceptacle à
fluide (140), notamment un rouleau imprimeur, et une cuve à fluide (150) pour la mise
à disposition et/ou la collecte du fluide pour le et/ou en provenance du réceptacle
à fluide (140), la pompe aller (120) étant conçue pour un transport du fluide hors
du récipient (110) vers le réceptacle à fluide (140) et la pompe retour (130) étant
conçue pour un transport du fluide hors de la cuve à fluide (150), en retour dans
le récipient (110), un dispositif de mélange (10) avec les caractéristiques de l'une
quelconque des revendications 1 à 10 étant prévu, l'alimentation de fluide (20) du
dispositif de mélange (10) étant reliée par communication par fluide avec le côté
pression (134) de la pompe retour (130).
12. Système de fluides (100) selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
le côté pression (124) de la pompe aller (120) est relié par communication par fluide
par l'intermédiaire d'une dérivation (160) avec le côté aspiration (132) de la pompe
retour (130).
13. Système de fluides (10) selon l'une quelconque des revendications 11 ou 12,
caractérisé en ce que
l'orifice de sortie (32) de l'au moins un bras de sortie (30) est placé entre environ
20 % et environ 80 % de l'écart radial entre l'alimentation de fluide (20) et la paroi
périphérique (112) du récipient (110) et/ou en ce que le dispositif de mesure (10) est placé de manière solidaire en rotation par rapport
au récipient (110).
14. Procédé destiné à mélanger un fluide dans un récipient (110), notamment un système
de fluides (100) avec un dispositif de mélange (10), comportant l'étape suivante :
- introduction de fluide à partir d'un orifice de sortie (32) d'au moins un bras de
sortie (30) dans le récipient (110) dans une direction de sortie (A) qui est orientée
pour amener au moins par segments le fluide en rotation dans le récipient (110),
le procédé destiné à mélanger un fluide étant réalisé avec un système de fluides (100)
présentant les caractéristiques selon l'une quelconque des revendications 11 à 13.
15. Procédé selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
pour un préconditionnement du fluide dans le récipient (110), de l'air est introduit,
notamment par à-coups, hors de l'orifice de sortie (32) de l'au moins un bras de sortie
(30) dans le récipient (110).