[0001] Die Erfindung betrifft ein Schloss für eine Klappe oder eine Tür mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Bei der Tür oder Klappe kann es sich um eine Tür
oder Klappe eines Kraftfahrzeugs oder eines Gebäudes handeln.
[0002] DE 10 2008 061 524 A1 beschreibt ein Schloss umfassend ein Gesperre mit einer Drehfalle und mindestens
einer Sperrklinke, mit der die Drehfalle in einer Schließstellung durch Rastflächen
von Sperrklinke und Drehfalle verrastet werden kann. Rastflächen meint die Flächen
von Drehfalle und Sperrklinke, die für ein Verrasten des Gesperres aneinander anliegen
und dann eine Überdeckung zur Folge haben. In einer Schließstellung vermag die Drehfalle
einen Schließbolzen einer Tür oder einer Klappe zu halten, so dass die Tür oder Klappe
nicht geöffnet werden kann. Befindet sich die Drehfalle in einer geöffneten Stellung,
so kann der Schließbolzen das Gesperre verlassen und die Tür oder Klappe geöffnet
werden.
[0003] Eine Drehfalle verfügt über einen Lastarm und einen Fangarm. Der Lastarm verhindert
im Fall eines verrasteten Gesperres, dass ein Schließbolzen eine Tür oder einer Klappe
das Gesperre verlassen kann. Wird eine Tür oder eine Klappe geschlossen, so wird der
Schließbolzen gegen den Fangarm bewegt und verschwenkt diesen und damit auch die Drehfalle
in Richtung Schließstellung. Der Fangarm ist auch als Hauptlastarm bezeichenbar, beide
Begriffe werden im Folgenden als Synonyme verwendet.
[0004] Die Druckschrift
DE 10 2010 003 483 A1 offenbart ein Gesperre, bei dem die Drehfalle ein öffnendes Moment in die Sperrklinke
einleitet, wenn die Sperrklinke die Drehfalle in der Hauptrast-Position verrastet.
Die Drehfalle kann beispielsweise aufgrund eines Türdichtungsdrucks und/oder aufgrund
einer vorgespannten Feder, die die Drehfalle in ihre Öffnungsstellung zu drehen vermag,
und/oder durch Öffnen einer zugehörigen Tür oder Klappe ein solches Drehmoment in
die Sperrklinke einleiten. Durch ein öffnendes Moment kann die Sperrklinke aus ihrer
Raststellung heraus bewegt werden. Um dies im Fall eines verrasteten Gesperres zuverlässig
zu verhindern, gibt es dann zusätzlich einen Blockadehebel, der das Herausbewegen
der Sperrklinke aus ihrer Raststellung zu blockieren vermag. Um ein solches Gesperre
zu öffnen, wird mithilfe eines Auslösehebels der Blockadehebel aus seiner blockierenden
Stellung heraus geschwenkt. In der Regel genügt dann das öffnende Moment, welches
durch die Drehfalle in die Sperrklinke eingeleitet wird, um das Gesperre zu entrasten,
also um es zu öffnen.
[0005] Aus welchen Gründen auch immer kann bei einem Gesperre mit einem vorgenannten öffnenden
Moment der Fall auftreten, dass das öffnende Moment nicht genügt, um die Sperrklinke
aus ihrer Raststellung heraus zu schwenken. Um dennoch sicherzustellen, dass das Gesperre
auch im Fall einer solchen Störung öffnet, gibt es einen Mitnehmer, der beispielsweise
am Auslösehebel und/oder wie in der
DE 10 2010 003 483 A1 beschrieben an der hieraus bekannten Vorrast-Sperrklinke angebracht ist. Ein solcher
Mitnehmer soll die Sperrklinke insbesondere dann aus ihrer Raststellung heraus bewegen,
wenn die Sperrklinke nicht allein aufgrund des öffnenden Moments die Raststellung
zu verlassen vermag.
[0006] Damit das Gesperre aufgrund des Mitnehmers geöffnet werden kann, muss der zum Beispiel
am Auslösehebel vorgesehene Mitnehmer über einen hinreichend großen Winkel verschwenkt
werden können. Regelmäßig hinreichend ist ein Winkel von 20° bis 30°, so zum Beispiel
ca. 25°, um eine Sperrklinke allein aufgrund des Mitnehmers vollständig aus ihrer
Raststellung heraus zu bewegen.
[0007] Ein Auslösehebel eines Gesperres wird grundsätzlich durch Betätigen eines Griffs
verschwenkt, um ein Gesperre zu entrasten. Der Griff kann ein Türinnengriff oder ein
Türaußengriff eines Kraftfahrzeugs sein. Ein solcher Griff ist in der Regel über ein
Gestänge oder über einen Bowdenzug mit dem Auslösehebel verbunden, um so den Auslösehebel
durch Betätigen des Griffes zu verschwenken. Leiert altersbedingt das Gestänge oder
der Bowdenzug aus, so kann sich dadurch der Schwenkbereich verringern, um den der
Auslösehebel durch Betätigen eines Griffes verschwenkt werden kann. Es droht dann,
dass sich das Gesperre nicht mehr zuverlässig öffnen lässt.
Der Winkel, um den eine Sperrklinke und damit auch der Auslösehebel wenigstens verschwenkt
werden muss, um diese vollständig aus ihrer Raststellung heraus zu bewegen und damit
ein Gesperre zu öffnen, könnte verringert werden, indem beispielsweise die Rastfläche
der Sperrklinke und damit die Überdeckung verkleinert wird. Auf diese Weise könnte
beispielsweise erreicht werden, dass ein Auslösehebel nur noch um 10°-16°, so zum
Beispiel um 12° bis 14° verschwenkt werden muss, um das Gesperre zuverlässig öffnen
zu können. Bei übermäßiger Belastung insbesondere in der Größenordnung von 20-30 kN
kann sich jedoch dann die Rastfläche der Drehfalle von der Rastfläche der Sperrklinke
lösen, wodurch sich das Gesperre unplanmäßig öffnen würde. Versuche haben ergeben,
dass bei einem üblichen Gesperre weder die Drehfalle noch die Sperrklinke durch übermäßige
Last erkennbar verzogen oder deformiert werden. Es werden vielmehr die Aufnahmepunkte
der Achsen der Drehfalle und der Sperrklinke sowie die Schlossplatte oder der Schlosskasten,
an dem das Gesperre befestigt ist, leicht erkennbar deformiert. Unterstützt werden
kann das unplanmäßige Öffnen durch Toleranzen in den Komponenten des Gesperres.
[0008] DE 10 2005 035 898 A1 beschreibt ein Schloss gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs.
US 2003 0 020 285 A1 beschreibt ein Schloss für eine Tür oder Klappe mit einem Gesperre aus Drehfalle
und mindestens einer Sperrklinke für ein Verrasten der Drehfalle. Die Drehfalle vermag
in der Raststellung ein öffnendes Moment in die Sperrklinke einzuleiten. Die Drehfalle
umfasst eine Sollknickstelle, die bewirkt, dass sich der Abstand zwischen den freien
Enden von Fangarm und Lastarm der Drehfalle im verrasteten Zustand des Gesperres bei
übermäßiger Belastung vergrößert. Ein Schlitz ist in den Lastarm der Drehfalle eingeformt
oder eingebracht.
Vor diesem Hintergrund schlägt die Erfindung den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs
vor. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung schlägt ein Schloss für eine Tür oder Klappe mit einem Gesperre aus
Drehfalle und mindestens einer Sperrklinke für ein Verrasten der Drehfalle vor, wobei
vorzugsweise die Drehfalle in der Raststellung ein öffnendes oder schließendes Moment
in die Sperrklinke einleiten kann. Die Drehfalle umfasst erfindungsgemäß eine Sollknickstelle,
die bewirkt, dass sich der Abstand zwischen den freien Enden von Fangarm und Lastarm
der Drehfalle im verrasteten Zustand des Gesperres bei übermäßiger Belastung vergrößert.
Es wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass die Sollknickstelle am Fangarm angeordnet
ist und mindestens zwei Ausnehmungen umfasst, die auf der Seite des Fangarms, die
auf der dem Schließbolzen einer Tür oder Klappe in einem verrasteten Zustand des Gesperres
abgewandten Seite liegt, wobei die Ausnehmungen eine gleich oder unterschiedliche
Erstreckung in die Drehfalle hinein aufweist. Eine übermäßige Belastung liegt grundsätzlich
nicht vor, wenn im verschlossenen Zustand einer Tür oder einer Klappe keine zusätzlichen
äußeren Kräfte (zusätzlich zu einer intern auftretenden Kraft wie zum Beispiel aufgrund
eines Türdichtungsdrucks) in das Gesperre eingeleitet werden. Eine übermäßige Belastung
eines Gesperres kann insbesondere in einem Crashfall auftreten, wenn in den Schließbolzen
einer Tür oder Klappe hohe Kräfte in Öffnungsrichtung der Tür oder Klappe eingeleitet
werden. Ein Gesperre gemäß der Erfindung ist somit so beschaffen, dass bei übermäßiger
Belastung die Drehfalle derart deformiert wird, dass die Drehfalle in ihrer Raststellung
verbleibt und zwar aufgrund einer Sollknickstelle der Drehfalle. Trotz übermäßiger
Belastung bleibt die Überdeckung zwischen Drehfalle und Sperrklinke erhalten. Vorzugsweise
vergrößert diese sich sogar. Unter einer Ausnehmung ist eine Öffnung in der Drehfalle
zu verstehen, die sich vollständig durch die Drehfalle hindurch erstreckt, mit anderen
Worten bildet die Ausnehmung eine Freimachung in der Drehfalle.
[0009] Von den beiden Ausnehmungen kann eine der Sperrklinke zugewandte erste Ausnehmung
in der Drehfalle zur Definition der Lage einer Sollknickstelle am Fangarm dienen.
So kann beispielsweise in Abhängigkeit einer Tiefe der ersten Ausnehmung in der Drehfalle,
das heißt einer radialen Erstreckung der Ausnehmung in Richtung eines Drehpunktes
der Drehfalle, die Lage der Sollknickstelle variiert werden. Mit der Lage der Sollknickstelle
kann gleichzeitig Einfluss auf die Überdeckung zwischen Drehfalle und Sperrklinke
genommen werden. Wird beispielsweise eine sich tief in die Drehfalle hinein erstreckende
Ausnehmung in die Drehfalle eingebracht, so bestimmt die Tiefe der Ausnehmung die
Lage der Sollknickstelle.
[0010] Wird das Gesperre übermäßig belastet, wie dies beispielsweise bei einem Unfall passieren
kann, so darf das Gesperre nicht entrasten, Drehfalle und Sperrklinke müssen im Eingriff
verbleiben. Das erfindungsgemäße Einbringen einer Sollknickstelle in die Drehfalle
kann das im Eingriff bleiben positiv unterstützen. Knickt ein Teil der Drehfalle über
die Sollknickstelle hinweg, so verschiebt sich der Eingriffspunkt zwischen Drehfalle
und Sperrklinke in Richtung einer größeren Überdeckung, das heißt ein Entrasten wird
nicht nur verhindert sondern das Gesperre wird zusätzlich gesichert. Hierdurch wird
unmittelbar deutlich, dass durch die Lage der Sollknickstelle eine Relativbewegung
im Bereich des Eingriffspunkts zwischen Drehfalle und Sperrklinke im Falle einer übermäßigen
Belastung steuerbar ist. Mit anderen Worten ist es mittels der Erfindung möglich Einfluss
auf die Überdeckung zwischen Drehfalle und Sperrklinke im Falle einer großen oder
übergroßen Last zu nehmen.
[0011] Aus einer tiefen Ausnehmung in der Drehfalle resultiert ein langer Hebelarm und somit
eine Vergrößerung einer Überdeckung im Lastfall. Als Hebelarm wird der Abstand zwischen
der Lage der Knickstelle (Sollknickstelle) und dem Eingriffspunkt zwischen Drehfalle
und Sperrklinke bezeichnet. Auch im Falle einer geringen, das heißt kleinen Ausnehmung
in die Drehfalle hinein kommt es ebenfalls zu eine Überdeckungsvergrößerung. Der kürzere
Hebelarm führt aber zu einer geringeren Verschiebung des Eingriffspunkts zwischen
Drehfalle und Sperrklinke hin zu einer größeren Überdeckung.
[0012] Die zweite, zu der ersten beabstandete Ausnehmung wird vorteilhaft das Gewicht der
Drehfalle reduziert und/oder das Knickverhalten positiv beeinflusst. Darüber hinaus
besteht die Möglichkeit beispielsweise die Ausnehmung in die Drehfalle derart einzubringen,
dass das umgeformte Material gleichzeitig als Anschlag für eine Vorrast des Gesperres
dient.
[0013] Die Sollknickstelle kann durch geänderte Materialeigenschaften (Elastizität), der
Dicke, reduzierter Biegesteifigkeit, einer Querschnittsreduzierung und/oder einer
Festigkeitsreduzierung erzielt werden. Beispielsweise kann das Material an einer vorgesehenen
Stelle durch nachträgliche Bearbeitung geschwächt worden sein, um so eine Sollknickstelle
bereitzustellen. Die Materialstärke kann an einer Stelle reduziert sein, um so eine
Sollknickstelle an gewünschter Stelle zu erhalten. Vorstellbar ist es beispielsweise,
dass die Materialeigenschaften punktuell oder bereichsweise verändert werden. Dies
kann zum Beispiel in Form einer Wärmebehandlung erfolgen, wobei Bereiche großer und
geringer Härte in der Drehfalle erzeugt werden. Im Falle einer übermäßigen Last, die
beispielsweise bei einem Unfall auf das Schloss und somit das Gesperre einwirken kann,
würde der Bereich der geringeren Härte als Sollknickstelle fungieren, ohne dass das
Gesperre entrasten würde. Durch eine günstige Lage der Wahl der Sollknickstelle verändert
sich die Überdeckung hin zu einer Vergrößerung, wodurch ein sicheres Verrasten des
Gesperres gewährleistet wird.
[0014] Alternativ oder in Kombination mit einer Beeinflussung der Materialeigenschaften
kann die Drehfalle und vorzugsweise der Hauptlastarm eine Querschnittsreduzierung
aufweisen. Eine Querschnittsreduzierung kann einseitig oder beidseitig an der Drehfalle
vorgesehen sein. Eine beidseitige Reduzierung bietet den Vorteil eines symmetrischen
Aufbaus der Drehfalle und kann zusätzlich eine mögliche Deformierung der Drehfalle
positiv beeinflussen. Vorstellbar ist es hierbei auch, dass zwei oder mehr Querschnittsreduzierungen
an der Drehfalle ausgebildet werden um eine Sollknickstelle zu definieren und/oder
ein Knickverhalten der Sollknickstelle gezielt zu beeinflussen. Dabei können ein oder
mehrere Vertiefungen auch in unterschiedlicher Erstreckung über die Drehfalle hinweg
in die Drehfalle eingebracht werden. So können mehrere Vertiefungen eingebracht sein,
die kontinuierlich zunehmende Erstreckungen oder zu- und wieder abnehmende Erstreckungen
in der Drehfalle bilden.
[0015] In einer Ausführungsform der Erfindung können die Vertiefungen eingeformt, eingepresst
und/ oder mittels eines Materialabtrags in die Drehfalle eingebracht sein. Als Vertiefungen
werden hierbei zumindest bereichsweise Reduzierungen einer Dicke der Drehfalle angesehen.
Eine Vertiefung oder Vertiefungen können somit beispielsweise auch als Ausnehmungen
vorliegen, die zum Beispiel in die Drehfalle eingefräst oder eingedrückt sind.
[0016] Die Vertiefungen können in einer weiteren Ausgestaltungsform eine als kontinuierlichen
Radius und/oder als U-förmig und/oder als spitze Kerbe beschreibbare Querschnittsform
aufweisen. Dabei kann mittels der Querschnittsform in vorteilhaftere Weise Einfluss
auf die Kerbzahl und somit die Lage der Sollknickstelle genommen werden. Das Schloss
kann eine oder zwei Sperrklinken umfassen. Das Schloss kann neben einer Position Hauptrast
eine Position Vorrast umfassen, in der das Gesperre verrastet werden kann. Die Drehfalle
kann also eine oder zwei Rastflächen für ein Verrasten umfassen. Das Schloss kann
einen Blockadehebel aufweisen, mit dem eine Sperrklinke in ihrer Raststellung blockiert
wird. Durch die Drehfalle kann in die Sperrklinke in der verrasteten Position ein
öffnendes, ein schließendes oder kein Drehmoment eingeleitet werden.
[0017] Durch die Erfindung wird vermieden, dass durch übermäßige Belastung von zum Beispiel
10 kN bis 30 kN die Rastfläche der Drehfalle sich von der Rastfläche der Sperrklinke
aufgrund von Deformationen lösen und sich das Gesperre so unplanmäßig öffnen kann.
Insbesondere wird der Fangarm durch übermäßige Belastung relativ zum Lastarm so abgeknickt,
dass hierdurch der Erhalt oder eine Vergrößerung der Überdeckung zwischen Drehfalle
und Sperrklinke bewirkt wird. Durch das Abknicken vergrößert sich grundsätzlich der
Abstand zwischen den beiden freien Enden von Fangarm und Lastarm.
[0018] Durch die Erfindung gelingt darüber hinaus ein Toleranzausgleich. Eine planmäßig
vorgesehene Überdeckung könnte aufgrund zu großer Toleranzen in den Lagerpunkten von
Drehfalle und Sperrklinke und/oder aufgrund von Verformungen von zu lagernden Kunststoffbauteilen
über die Lebensdauer des Schlosses verringert worden sein. Dennoch droht dann nicht,
dass sich das Gesperre bei übermäßiger Belastung unplanmäßig öffnet, da sich dann
die Überdeckung zwischen Drehfalle und Sperrklinke vergrößert.
[0019] Der Mitnehmer bewegt die Sperrklinke insbesondere nur dann aus ihrer Raststellung
heraus, wenn die Sperrklinke nicht aufgrund eines eingeleiteten öffnenden Moments
aus ihrer Raststellung heraus bewegt wird. Damit der Auslösehebel nicht nur einen
Blockadehebel von der Sperrklinke weg bewegt, sondern auch die Sperrklinke aus dem
Eingriffsbereichs der Drehfalle heraus bewegt, muss der Auslösehebel um mehr als 10°
verschwenkt werden. Erst nach dem Verschwenken des Auslösehebels um mehr als 10° wirkt
ein am Auslösehebel befestigter Mitnehmer mit der Sperrklinke zusammen, so dass die
Sperrklinke vom Auslösehebel mechanisch verdreht wird. Durch den Mitnehmer wird also
sichergestellt, dass die Sperrklinke aus ihrer Raststellung durch den Mitnehmer heraus
bewegt wird, wenn der Öffnungsmechanismus aufgrund des eingeleiteten öffnenden Drehmoments
versagt.
[0020] Das Gesperre umfasst in einer Ausführungsform eine Vorrast-Sperrklinke, die vorzugsweise
zugleich den Auslösehebel bildet. Insbesondere bei dieser Ausführungsform ist die
Drehfalle vorzugsweise mit einem Arm für ein Verrasten in der Position Vorrast versehen,
der von dem in der Regel deformierbaren Arm mit der Rastfläche durch eine Ausnehmung
getrennt ist. In der Position Vorrast liegt dann ein Arm einer Sperrklinke, vorzugsweise
einer zweiten Vorrast - Sperrklinke an diesem Arm der Drehfalle an, um so die Drehfalle
in der Position Vorrast zu verrasten. Diese Ausführungsform ermöglicht es, eine Sollknickstelle
am Fangarm vorzusehen und zugleich eine Rastfläche für die Vorrast - Sperrklinke in
räumlich gewünschter Weise bereitzustellen. Dieser Arm für die Vorrast - Sperrklinke
reicht insbesondere über die Ebene hinaus, die durch die Grundfläche der Drehfalle
bereitgestellt wird. Hierdurch wird es möglich, oberhalb der Sperrklinke für die Position
Hauptrast einen Auslösehebel vorzusehen, der zugleich eine Vorrast - Sperrklinke bildet.
[0021] Das Gesperre umfasst in einer Ausführungsform einen Blockadehebel, der die Sperrklinke
in ihrer Raststellung zu blockieren vermag. Die Sperrklinke kann ihre Raststellung
nicht verlassen, wenn diese durch den Blockadehebel blockiert wird. Durch den Blockadehebel
kann das Gesperre besonders zuverlässig verrastet werden.
[0022] Um eine kompakte Bauweise mit einer geringen Anzahl an Teilen weiter verbessert zu
ermöglichen, sind Sperrklinke und Auslösehebel des Gesperres in einer Ausführungsform
auf einer gemeinsamen Achse drehbar gelagert.
[0023] Vorteilhaft ist die Drehfalle durch eine Feder in Richtung Öffnungsstellung vorgespannt,
um auch ohne Vorhandensein eines Türdichtungsdrucks ein Moment in die Sperrklinke
einleiten zu können.
[0024] In einer Ausführungsform der Erfindung vermag der Auslösehebel einen Blockadehebel
des Gesperres aus seiner blockierenden Stellung heraus zu bewegen. Hierfür genügt
grundsätzlich ein relativ geringer Kraftaufwand. Wird die Sperrklinke im Anschluss
daran aufgrund eines öffnenden Moments, welches durch die Drehfalle in die Sperrklinke
eingeleitet wird, aus ihrer Raststellung heraus bewegt, so ist vorteilhaft insgesamt
der Kraftaufwand sehr gering, der für ein Öffnen des Gesperres aufgewendet werden
muss.
[0025] In einer Ausführungsform gibt es eine Feder für ein Bewegen des Blockadehebels in
seine blockierende Stellung. Auf einfache und zuverlässige Weise kann der Blockadehebel
durch die Feder in seine blockierende Stellung bewegt werden. In einer Ausführungsform
sind Blockadehebel und Sperrklinke so ausgeführt, dass durch Bewegen des Blockadehebels
in seine blockierende Stellung die Sperrklinke dadurch zugleich in ihre Raststellung
bewegt wird. Die Zahl der benötigten Teile wird so weiter minimiert. Dies geht einher
mit einer Reduzierung des Gewichts sowie mit einer Reduzierung des Bauraums.
[0026] Der Auslösehebel umfasst in einer Ausführungsform drei Hebelarme. Mithilfe eines
ersten Hebelarms wird insbesondere ein Blockadehebel aus seiner blockierenden Stellung
für ein Entriegeln des Gesperres bewegt. Mithilfe eines zweiten Hebelarms des Auslösehebels
wird vorzugsweise die Sperrklinke in beschriebener Weise entlastet, also während eines
Öffnens des Gesperres die Federkraft zumindest reduziert, die die Sperrklinke in Richtung
Raststellung zu bewegen vermag. Vorzugsweise dieser zweite Hebelarm umfasst ferner
vorteilhaft einen Mitnehmer für ein Herausbewegen der Sperrklinke aus ihrer verriegelnden
Stellung, um kompakt und einfach herstellen zu können. Mit dem dritten Hebelarm wird
der Auslösehebel betätigt, so zum Beispiel mithilfe eines Gestänges oder Bowdenzugs
sowie vorzugsweise mithilfe eines damit verbundenen Griffs oder eines elektrischen
Antriebs. Wird der Griff betätigt oder der elektrische Antrieb in Gang gesetzt, so
wird damit auch der dritte Hebelarm betätigt und der Auslösehebel für ein Entrasten
des Gesperres bewegt und zwar insbesondere um eine Achse verschwenkt. Vorteilhaft
gibt es darüber hinaus einen Anschlag insbesondere zwecks Minimierung des Bauraums
sowie des Gewichts für den zweiten Hebelarm, um zu verhindern, dass der Auslösehebel
über eine gewünschte Endstellung hinaus bewegt wird.
[0027] Die Sperrklinke umfasst vorzugsweise zwei Hebelarme. Mit einem Hebelarm wird die
Drehfalle verrastet. Auf den anderen Hebelarm wirkt ein Mechanismus wie zum Beispiel
eine vorgespannte Feder ein, um die Sperrklinke mithilfe des Mechanismus, also zum
Beispiel einer vorgespannten Feder in ihre Raststellung bewegen zu können. Dieser
andere Hebelarm der Sperrklinke wird optional durch einen Mitnehmer des Auslösehebels
für ein Entriegeln des Gesperres erfasst und entsprechend bewegt und zwar insbesondere
um eine Achse verschwenkt. Vorteilhaft gibt es darüber hinaus einen Anschlag für diesen
anderen Hebelarm, um zu verhindern, dass die Sperrklinke über ihre vollständige Raststellung
hinaus bewegt wird.
[0028] Ein Blockadehebel für ein Blockieren der Sperrklinke in ihrer verrasteten Stellung
umfasst vorzugsweise zwei Hebelarme. Ein erster Hebelarm des Blockadehebels vermag
insbesondere die Sperrklinke in ihrer verrasteten Stellung zu blockieren und/oder
die Sperrklinke in ihre verrastete Stellung zu bewegen. Insbesondere dieser erste
Hebelarm kann vorteilhaft in einer Ausführungsform außerdem von dem Auslösehebel erfasst
und aus seiner blockierenden Stellung heraus bewegt, insbesondere um eine Achse herum
verschwenkt werden. Der zweite Hebelarm des Blockadehebels kann vorzugsweise gegen
einen Anschlag bewegt werden, um zu vermeiden, dass der Blockadehebel über eine vorgesehene
Endstellung hinaus bewegt werden kann. Das Vorsehen eines zweiten Hebelarms trägt
außerdem vorteilhaft dazu bei, dass der Schwerpunkt des Blockadehebels in Richtung
Achse verlagert wird, um die der BlockadeHebel herum verschwenkt werden kann. Diese
Verlagerung des Schwerpunkts erleichtert ein Verschwenken des Blockadehebels.
[0029] Der Blockadehebel kann in einer Ausführungsform zwecks Minimierung der Teile zugleich
den Auslösehebel bilden. Der Auslösehebel ist in einer Ausführungsform zugleich eine
Vorrast-Sperrklinke, die die Drehfalle in der Position Vorrast zu verrasten vermag.
Das Gesperre vermag dann eine Tür oder Klappe zu verschließen. Es ist dann aber noch
nicht planmäßig in der Position Hauptrast verrastet. Die Position Hauptrast wird ausgehend
von der Position Vorrast erst erreicht, wenn die Drehfalle weiter in Richtung Schließstellung
verschwenkt wird.
[0030] Ein erfindungsgemäßes Gesperre wird insbesondere an einer in der Regel aus Metall
bestehenden Schlossplatte oder einem in der Regel aus Metall bestehenden Schlosskasten
angebracht. Üblicherweise umfasst ein solches Schloss darüber hinaus ein Schlossgehäuse,
welches in der Regel aus Kunststoff besteht und welches Komponenten des Schlosses
nach außen abzuschirmen vermag. Darüber hinaus kann es einen insbesondere aus Kunststoff
bestehenden Schlossdeckel und/ oder einen insbesondere aus Kunststoff bestehenden
Deckel für eine Zentralverriegelung geben, die ebenfalls der Abschirmung dienen. Das
Schloss kann zum Beispiel zu einer Tür oder einer Klappe eines Gebäudes gehören oder
aber der Tür oder einer Klappe eines Kraftfahrzeugs.
[0031] Die Erfindung umfasst auch ein solches Schloss mit einer Sperrklinke für die Position
Hauptrast der Drehfalle (auch "Hauptrast-Sperrklinke" genannt), einer Sperrklinke
für die Position Vorrast der Drehfalle (auch "Vorrast-Sperrklinke" genannt) und vorteilhaft
einen Blockadehebel für die genannte Hauptrast - Sperrklinke. Ein solches Schloss
wird in Druckschrift
DE 10 2008 061 524 A1 erwähnt. Ein erfindungsgemäßes Schloss kann aber auch neben einem Blockadehebel nur
eine Sperrklinke für ein Verrasten der Drehfalle in einer Position "Vorrast" und einer
Position "Hauptrast" umfassen.
[0032] Die Drehfalle verfügt über einen gabelförmigen Einlaufschlitz, in den ein Schließbolzen
einer Tür oder einer Klappe gelangt, wenn die Fahrzeugtür oder Fahrzeugklappe geschlossen
wird. Der Schließbolzen verdreht dann die Drehfalle von einer Öffnungsstellung in
eine Raststellung. In der Raststellung kann der Schließbolzen den Einlaufschlitz der
Drehfalle nicht mehr verlassen. Die Sperrklinke verrastet die Drehfalle in der Raststellung,
so dass diese nicht mehr in die Öffnungsstellung zurück bewegt werden kann.
[0033] Bei einem erfindungsgemäßen Schloss gibt es Komponenten wie Sperrklinke, Blockadehebel
oder Drehfalle, die verschwenkt werden können und sollen. Regelmäßig gibt es zumindest
eine vorgespannte Feder, insbesondere Schenkelfeder, mit der eine gewünschte Schwenkbewegung
einer solchen Komponente durch Federkraft bewirkt wird. Eine solche vorgespannte Feder
vermag beispielsweise eine Sperrklinke in ihre Raststellung hinein zu bewegen, einen
Blockadehebel in seine blockierende Stellung hinein oder aber eine Drehfalle in ihre
geöffnete Stellung.
[0034] Es zeigen
- Figur 1:
- Gesperre im verrasteten Zustand
[0035] In der Figur 1 wird ein Gesperre eines Schlosses eines Kraftfahrzeugs umfassend eine
Drehfalle 1, eine Sperrklinke 2, einen Blockadehebel 3 gezeigt, die an einem Schlosskasten
4 drehbar befestigt sind. Die Drehfalle 1 kann um ihre Achse 5 verschwenkt werden.
Die Sperrklinke 2 kann um ihre Achse 6 verschwenkt werden. Der Blockadehebel 3 kann
um seine Achse 7 verschwenkt werden. Zu beachten ist, dass die Erfindung an einem
aus mehreren Klinken, sogenannte Mehrklinkengesperre, bestehenden Schloss erläutert
wird. Die Erfindung bezieht sich aber ausdrücklich nicht nur auf Mehrklinkengesperre
sondern ist auf alle anderen Schlösser mit einem Gesperre übertragbar.
[0036] Die Sperrklinke 2 verrastet mit ihrer Rastfläche 8 die Drehfalle 1, die mit ihrer
Rastfläche 9 auf der Rastfläche 8 der Sperrklinke aufliegt. Die Lage der Rastflächen
8, 9 zueinander ist in diesem Ausführungsbeispiel derart gewählt, dass die Drehfalle
1 ein öffnendes Moment in die Sperrklinke 2 einleitet. Durch das öffnende Moment kann
die Sperrklinke 2 aus ihrer gezeigten Raststellung heraus geschwenkt werden und zwar
im Fall der Figur 1 durch Drehen um die Achse 6 im Uhrzeigersinn, wenn der Blockadehebel
3 durch Betätigen einer Innen- oder Außenbetätigung aus seiner blockierenden Stellung
heraus bewegt wird.
[0037] Die Drehfalle 1 weist einen Fangarm 10 und einen Lastarm 11 auf. Der Fangarm 10 ist
mit einer Sollknickstelle 12 versehen. Die Verjüngung kann durch eine vorzugsweise
bogenförmig verlaufende Ausnehmung von einer Seite oder wie dargestellt von beiden
Seiten des Fangarms bereitgestellt werden. Wird auf den von der Drehfalle 1 gehaltenen
Schließbolzen 13 eine übermäßig große Kraft beispielsweise aufgrund eines Chrashfalls
ausgeübt und so der Lastarm 11 in Öffnungsrichtung gezogen, dann knickt der Fangarm
10 aufgrund der Sollknickstelle 12 um die Sollknickstelle 12 herum ab und zwar relativ
zum Lastarm 10 entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn. Diese Deformation kann plastisch
und/oder elastisch sein. Hierdurch verschiebt sich der Eingriffspunkt zwischen der
Rastfläche 9 und Rastfläche 8 und zwar derart, dass die Überdeckung zwischen den beiden
Rastflächen 8 und 9 vergrößert wird.
[0038] Die Drehfalle 1 verfügt über einen Arm 14, der in eine Ebene hineinreicht, die sich
oberhalb der Ebene befindet, in der sich die Grundflächen von Drehfalle 1 sowie Sperrklinke
3 befinden. Oberhalb der Sperrklinke 2 ist an der Achse 6 ein nicht dargestellter
Auslösehebel vorgesehen, der zugleich eine Vorrast - Sperrklinke bildet. In der Position
Vorrast liegt der Arm 14 an dieser Vorrast - Sperrklinke an, so dass das Gesperre
ergänzend in einer Position Vorrast verrastet werden kann. Der Vorrastarm 14 ist in
diesem Ausführungsbeispiel als Abkantung einstückig mit der Drehfalle 1 ausgebildet.
Es ist aber ebenso vorstellbar, den Vorrastarm 14 als separaten Bolzen auszubilden
und an der Drehfalle zu befestigen. Die Drehfalle 1 kann darüber hinaus über einen
Arm 15 verfügen, der beispielsweise gegen einen Anschlag bewegt werden kann, um ein
übermäßiges Verschwenken der Drehfalle zu verhindern.
[0039] Der Fangarm 10 muss nicht zwingend einen verjüngten Bereich, das heißt eine Ausnehmung
12 aufweisen, um in angestrebter Weise deformiert werden zu können. Alternativ können
auch ein oder mehrere Vertiefungen ein- oder beidseitig in die Drehfalle eingebracht
sein. Als weitere Alternative oder ergänzend kann die Drehfalle eine Wärmebehandlung
erfahren haben, so dass sich eine Sollknickstelle ausbildet. Es kommt also vor allem
darauf an, dass die Drehfalle so gestaltet ist, dass im Fall einer übermäßigen Belastung
durch den Schließbolzen 13 die Drehfalle so deformiert wird, dass die Überdeckung
zwischen den Rastflächen 8 und 9 zumindest nicht kleiner wird. Bevorzugt wird diese
Überdeckung sogar bei übermäßiger Belastung größer. In der Figur 1 wird eine vorgespannte
Schenkelfeder 16 gezeigt, die den Blockadehebel 3 in Richtung blockierende Stellung
zu bewegen vermag. Gegen die Kraft dieser Feder 16 muss der Blockadehebel 3 entgegengesetzt
zum Uhrzeigersinn um seine Achse 7 herum verschwenkt werden, um das Gesperre zu öffnen.
Blockadehebel 3 und Sperrklinke 2 sind so geformt, dass der Blockadehebel 3 die Sperrklinke
2 in ihre Raststellung hinein zu bewegen vermag. Ein am Schlosskasten 4 angebrachter
Anschlag 17 verhindert, dass die Sperrklinke 2 entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn über
ihre Raststellung hinaus bewegt werden kann.
[0040] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist ergänzend eine Ausnehmung 18,
die beim Fangarm 10 der Drehfalle 1 auf der Seite angeordnet ist, die dem Schließbolzen
13 zugewandt ist. Es wird so ein relativ langer physikalisch wirksamer Hebel erhalten,
ohne den Bauraum entsprechend vergrößern zu müssen, und zwar im Vergleich zu dem Fall,
dass eine Einkerbung auf der vom Schließbolzen abgewandten Seite vorgesehen ist. Im
Fall einer übermäßigen Belastung vergrößert sich dann die Überdeckung besonders stark.
Eine Einkerbung liegt vor, wenn der Schließbolzen ausgehend von der geöffneten Stellung
über einen stufenartigen Verlauf 19 der Kontur des Fangarms hinweg bewegt werden muss,
um in die in der Figur 1 gezeigte Schließstellung zu gelangen.
Bezugszeichenliste:
[0041]
- 1:
- Drehfalle
- 2:
- Sperrklinke
- 3:
- Blockadehebel
- 4:
- Schlosskasten
- 5:
- Drehfallenachse
- 6:
- gemeinsame Achse von Sperrklinke und Auslösehebel
- 7:
- Blockadehebelachse
- 8:
- Rastfläche der Sperrklinke
- 9:
- Rastfläche der Drehfalle
- 10:
- Fangarm
- 11:
- Lastarm
- 12:
- Sollknickstelle
- 13:
- Schließbolzen
- 14:
- Arm für Verrasten in der Position Vorrast
- 15:
- Arm
- 16:
- Schenkelfeder
- 17:
- Anschlag für Blockadehebel
- 18:
- Ausnehmung
- 19:
- stufenartiger Konturverlauf
1. Schloss für eine Tür oder Klappe mit einem Gesperre aus Drehfalle (1) und mindestens
einer Sperrklinke (2) für ein Verrasten der Drehfalle (1), wobei die Drehfalle (1)
in der Raststellung vorzugsweise ein öffnendes Moment in die Sperrklinke (2) einzuleiten
vermag, wobei die Drehfalle (1) eine Sollknickstelle (12) umfasst, die bewirkt, dass
sich der Abstand zwischen den freien Enden von Fangarm (10) und Lastarm (11) der Drehfalle
(1) im verrasteten Zustand des Gesperres bei übermäßiger Belastung vergrößert, wobei
die Sollknickstelle (12) am Fangarm (10) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollknickstelle (12) mindestens zwei Ausnehmungen (18) umfasst, die auf der Seite
des Fangarms (10) angeordnet sind, die auf der dem Schließbolzen (13) einer Tür oder
Klappe in einem verrasteten Zustand des Gesperres abgewandten Seite liegt, wobei die
Ausnehmungen (18) eine gleiche oder unterschiedliche Erstreckung in die Drehfalle
(1) hinein aufweisen.
2. Schloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Materialeigenschaft der Drehfalle (1) punktuell und/oder bereichsweise
verändert, insbesondere durch eine Wärmebehandlung verändert, ist.
3. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Drehfalle (1) mindestens eine Querschnittsreduzierung enthalten ist.
4. Schloss nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsreduzierung einseitig und/oder beidseitig in die Drehfalle (1) eingebracht
ist.
5. Schloss nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei und mehr Querschnittsreduzierungen in die Drehfalle (1) eingebracht sind.
6. Schloss nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsreduzierung eine Form einer spitzen Kerbe, eines Radius und/oder
U-förmig aufweist.
7. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Blockadehebel (3), der die Sperrklinke (2) im verrasteten Zustand des Gesperres
zu blockieren vermag.
8. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrklinke (1) und ein Auslösehebel drehbar auf einer gemeinsamen Achse (6)
gelagert sind.
9. Schloss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Auslösehebel den Blockadehebel (3) aus seiner blockierenden Stellung heraus zu
bewegen vermag.
1. Latch for a door or flap with a locking mechanism consisting of a catch (1) and at
least one pawl (2) for ratcheting of the catch (1), wherein the catch (1) is preferably
capable of initiating an opening moment into the pawl (2) in the ratchet position,
wherein the catch (1) encompasses a pre-determined bending point (12) which causes
the distance between the free ends of the arresting arm (10) and the load arm (11)
of the catch (1), increasing in the ratcheted state of the locking mechanism in the
case of excessive stress, wherein the pre-determined bending point (12) is arranged
on the arresting arm (10), characterized in that the pre-determined bending point (12) encompasses at least two recesses (18) which
are arranged on the side of the arresting arm (10) which is located on the side deflected
from the locking bolt (13) of a door or flap in a ratcheted state of the locking mechanism,
wherein the recesses (18) have an identical or different extension into the catch
(1).
2. Latch according to claim 1, characterized in that at least one material characteristic of the catch (1) is changed selectively and/or
in places, in particular changed by heat treatment.
3. Latch according to one of the previous claims, characterized in that at least a cross-sectional reduction is contained in the catch (1).
4. Latch according to claim 3, characterized in that the cross-sectional reduction is inserted into the catch (1) unilateral and/or bilateral.
5. Latch according to claim 3 or 4, characterized in that two or more cross-sectional reductions are inserted into the catch (1).
6. Latch according to one of the claims 3 to 5, characterized in that the cross-sectional reduction has a shape of a sharp notch, of a radius and/or is
U-shaped.
7. Latch according to one of the previous claims, characterized by a blocking lever (3) which is capable of blocking the pawl (2) in the ratcheted state
of the locking mechanism.
8. Latch according to one of the previous claims, characterized in that the pawl (1) and a triggering lever are pivotably located on a common axis (6).
9. Latch according to claim 7, characterized in that a triggering lever is capable of moving the blocking lever (3) out of its blocking
position.
1. Serrure pour une porte ou trappe avec mécanisme de blocage composé d'un loquet tournant
(1) et d'au moins un cliquet d'arrêt (2) pour un enclenchement du loquet tournant
(1), sachant que le loquet tournant (1) est capable, en position d'enclenchement,
d'introduire de préférence un couple d'ouverture dans le cliquet d'arrêt (2), sachant
que le loquet tournant (1) comprend une zone de pliage programmée (12) ayant pour
effet que l'écart entre les extrémités libres du bras intercepteur (10) et du bras
de charge (11) du loquet tournant (1), lorsque le mécanisme de blocage se trouve à
l'état enclenché, s'agrandit en présence d'une contrainte excessive, sachant que la
zone de pliage programmée (12) est disposée contre le bras intercepteur (10), caractérisée en ce que la zone de pliage programmée (12) comprend au moins deux évidements (18) disposés
sur le côté du bras intercepteur (10), côté qui se trouve sur le côté ne regardant
pas le goujon de fermeture (13) d'une porte ou d'une trappe lorsque le mécanisme de
blocage se trouve en position enclenchée, sachant que les évidements (18) s'étendent
identiquement ou différemment dans le loquet tournant (1).
2. Serrure selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins une caractéristique du matériau constitutif du loquet tournant (1) a été
modifiée ponctuellement et/ou localement, en particulier par un traitement thermique.
3. Serrure selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que dans le loquet tournant (1) se trouve au moins une réduction de la section.
4. Serrure selon la revendication 3, caractérisée en ce que la réduction de section a été ménagée sur un côté ou des deux côtés dans le loquet
tournant (1).
5. Serrure selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que les deux réductions de section ou plus ont été ménagées dans le loquet tournant (1).
6. Serrure selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisée en ce que la réduction de section présente la forme d'une entaille pointue, d'un rayon et/ou
qu'elle est en forme de U.
7. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par un levier de blocage (3) capable de bloquer le cliquet d'arrêt (2) lorsque le mécanisme
de blocage se trouve à l'état enclenché.
8. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le cliquet d'arrêt (2) et un levier déclencheur sont montés en appui rotatif sur
un axe commun (6).
9. Serrure selon la revendication 7, caractérisée en ce qu'un levier déclencheur parvient à déplacer le levier de blocage (3) hors de sa position
bloquante.