[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung eines als Möbelantrieb ausgebildeten
elektromotorischen Linearantriebs zum Verstellen von beweglich gelagerten Teilen von
Liege- und Sitzmöbeln, insbesondere für den Pflegebereich, beispielsweise für Krankenbetten.
[0002] Eine solche Vorrichtung weist mindestens einen in einem Gehäuse untergebrachten Antriebsstrang
auf, der aus einem Elektromotor, einem diesem nachgeschalteten Reduziergetriebe sowie
einer von diesem antreibbaren Gewindespindel zur Verschiebung eines Hubelements zum
Heben und Absenken des jeweiligen beweglichen Möbelteils besteht.
[0003] Ferner umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung eine in dem Antriebsstrang vorgesehenen
schaltbaren Klauenkupplung, die mittels eines Federmechanismus im Eingriff gehalten
wird, einen mit einem Schaltelement ausgestatteten Schaltmechanismus zum Öffnen und
Schließen der Klauenkupplung sowie einen gesondert betätigbaren Blockiermechanismus,
mit dem die Klauenkupplung, beispielsweise im Falle einer Notabsenkung, in ihrer geöffneten
Stellung arretierbar ist.
[0004] Bei elektromotorischen Linearantrieben der genannten Art besteht das Problem, die
Kupplungshälfte der Klauenkupplungen beim Ein- und Auskuppeln weitestgehend zu schonen.
In den Betriebszuständen, bei denen die Kupplungshälften "nahezu ausgekuppelt" bzw.
"nahezu eingekuppelt" sind, kann es zu starken Beanspruchungen der Verzahnungen kommen,
weil unter Last bzw. unter Drehmoment geschaltet wird.
[0005] Es ist bereits ein Schaltmechanismus vorgeschlagen worden (
DE 10 2012 211 508.0), mit dem ein Einkuppeln und Auskuppeln schlagartig realisiert wird. Dabei werden
die Zwischenstellungen des Schalters durch den Einfluss vorgespannter Federelemente
rasch durchlaufen, so dass das Ein- und Auskuppeln sehr kurzzeitig erfolgt und dadurch
ein länger währendes Übereinanderschleifen der Kupplungshälften vermieden wird.
[0006] Insbesondere bei Kranken- oder Pflegebetten wird gefordert, dass die Absenkbewegung
der beweglichen Möbelteile schneller und auch unabhängig von den Antriebsmotoren,
beispielsweise bei Stromausfall, erfolgen soll. Dabei soll sichergestellt werden,
dass beim Absenken der beweglichen Möbelteile die Kupplung im ausgekuppelten Zustand
verbleibt, selbst wenn eine Bedienungsperson versehentlich durch falsche Betätigung
die Kupplung wieder schließt.
[0007] Bei einer bekannten Konstruktion (
EP 1 800 567 B1), die sich bereits in der Praxis bewährt hat, ist ein Blockierelement vorgesehen,
mit der die ausgerückte Stellung der Kupplung arretierbar ist. Wenn zu einem späteren
Zeitpunkt die beweglichen Möbelteile wieder nach oben geschwenkt werden sollen, kann
es bei dieser bekannten Konstruktion unter Umständen vorkommen, dass die Kupplung
nicht rechtzeitig geschlossen wird, so dass die Motoren zunächst leer laufen.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zu schaffen, dass die
Klauenkupplung nach einer Notabsenkung der Möbelteile wieder geschlossen wird und
der Linearantrieb für ein erneutes Anheben des jeweiligen Möbelteils vorbereitet ist.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
- dass der Blockiermechanismus einen Blockierschieber aufweist, der relativ zu dem Gehäuse
verschieblich geführt, direkt oder indirekt mit dem Schaltelement verbunden und in
Richtung der geschlossenen Stellung des Schaltelements federbelastet ist,
- dass der Blockierschieber mit einem gesonderten Betätigungsmechanismus entgegen der
Federbelastung in Richtung der geöffneten Stellung der Klauenkupplung verschiebbar
ist,
- dass an dem Blockierschieber ein Rastelement vorgesehen ist,
- dass an dem Gehäuse eine Sperrklinke beweglich befestigt ist, die hinter dem Rastelement
des Blockierschiebers einrastbar ist, wenn dieser seine der geöffneten Stellung der
Klauenkupplung entsprechende Position erreicht hat, und
- dass ferner ein relativ zu dem Gehäuse bewegliches Schiebestück vorgesehen ist, mit
welchem die Sperrklinke im abgesenkten Zustand des entsprechenden Möbelteils von dem
Rastelement lösbar ist.
[0010] Zum Schließen der Klauenkupplung nach dem Absenken der beweglichen Möbelteile stehen
verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, wobei es lediglich darauf ankommt, mit dem
Schiebestück die Sperrklinke von dem Blockierschieber zu lösen. Dies kann wie folgt
ausgeführt werden:
- 1. Das Schiebestück kann zur Lösung der Sperrklinke von Hand betätigt werden.
- 2. Das Schiebestück kann zur Lösung der Sperrklinke mittels eines gesonderten Bowdenzugs
betätigt werden.
- 3. Das Schiebestück kann zur Lösung der Sperrklinke mittels eines Betätigungshebels
betätigt werden. Ein solcher Betätigungshebel ist beispielsweise fest auf der Welle
des jeweiligen beweglichen Möbelteils angeordnet und rotiert gemeinsam mit dieser.
Dabei kann der Betätigungshebel so eingestellt werden, dass im abgesenkten Zustand
des jeweiligen Möbelteils das Schiebestück derart verschoben wird, dass die Sperrklinke
von dem Rastelement gelöst wird und die Klauenkupplung automatisch wieder in ihre
geschlossene Stellung zurückkehrt.
- 4. Das Schiebestück zur Lösung der Sperrklinke kann auch mittels eines Kontaktstiftes
betätigt werden, der in der nach unten gefahrenen Stellung des jeweiligen beweglichen
Möbelteils niedergedrückt wird, wobei der Kontaktstift über eine Hebelkette mit dem
Schiebestück verbunden ist und dieses beim Niederdrücken betätigt.
[0011] Die Konstruktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann im Einzelnen so gestaltet
sein, dass die Sperrklinke in Richtung auf ihre Sperrstellung, bei der sie hinter
dem Rastelement des Blockierschiebers einrastbar ist, mittels einer Feder vorgespannt
ist. Dadurch gelangt die Sperrklinke bei einer Bewegung des Blockierschiebers in die
Öffnungsstellung der Klauenkupplung automatisch in ihre Sperrstellung.
[0012] Das Schiebestück ist zweckmäßig an parallel zu dem Blockierschieber verschieblich
geführt und kann einen vorspringenden Mitnehmer aufweisen, der bei einer Bewegung
des Schiebestücks in Richtung zu dem mit der Klauenkupplung verbundenen vorderen Ende
des Blockierschiebers die Sperrklinke freigibt, so dass der Blockierschieber, der
unter Federvorspannung steht, sich in Richtung auf die geschlossene Stellung der Klauenkupplung
bewegen kann.
[0013] Der Blockierschieber ist vorzugsweise über einen Bowdenzug in Richtung der geöffneten
Stellung der Klauenkupplung entgegen der Kraft der erwähnten Zugfeder verschiebbar.
[0014] Ferner kann der Blockierschieber in Axialrichtung der Gewindespindel verschieblich
relativ zu dem Gehäuse geführt sein.
[0015] Eine besonders zweckmäßige Konstruktion besteht darin, dass das an dem Blockierschieber
vorgesehene Rastelement als vorspringende Rastnase ausgebildet ist, mit der die Sperrklinke
auf sehr einfache Weise betätigt werden kann.
[0016] Die Sperrklinke, die hinter dem Rastelement bzw. der Rastnase des Blockierschiebers
einrastbar ist, ist zweckmäßig schwenkbar an dem Gehäuse befestigt.
[0017] Das Schiebestück kann parallel zu dem Blockierschieber verschieblich geführt sein,
wodurch eine sehr einfache und schlanke Konstruktion möglich ist.
[0018] Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielhaft dargestellt und im Nachfolgenden
im Einzelnen anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1:
- die perspektivische Ansicht eines elektromotorischen Linearantriebs in Form eines
Doppelantriebs,
- Fig. 2:
- in vergrößerter Darstellung den in Fig. 1 dargestellten linken Bereich des Doppelantriebs
mit geschlossener Kupplung, wobei die Gehäuseteile weggelassen worden sind und
- Fig. 3;
- die gleiche Ansicht wie Fig. 2 mit geöffneter Kupplung.
[0019] In Fig. 1 der Zeichnung ist eine Gesamtansicht eines elektromotorischen Linearantriebs
in Form eines Doppelantriebs 1 dargestellt. Die wesentlichen Teile des Antriebs sind
dabei von einem Gehäuse 2 umschlossen.
[0020] Aus dem Gehäuse 2 ragen beidseitig je eine Welle 3 bzw. 4 heraus, die über jeweilige
rechtwinklig daran befestigte Tragschenkel 5 bzw. 6 entsprechende in der Zeichnung
nicht dargestellte beweglich gelagerte Teile von Liege- und/oder Sitzmöbeln anheben
und absenken.
[0021] Der in Fig. 1 dargestellte Doppelantrieb ist beispielsweise für ein Krankenbett vorgesehen,
wobei die Welle 3 mit den Tragschenkeln 5 das Kopfteil anhebt und absenkt, während
die Welle 4 mit den Tragschenkeln 6 zur Betätigung des Fußteils vorgesehen ist.
[0022] Außen an dem Doppelantrieb 1 ist mittig ein Schaltergehäuse 7 und links daneben ein
Abdeckgehäuse 8 angeordnet, in welchem eine Notfall-Schalteinrichtung untergebracht
ist.
[0023] Die Notfall-Schalteinrichtung dient dazu, das Kopfteil mittels der Welle 3 und den
Tragschenkeln 5 bei geöffneter Kupplung schnell und sicher durch die eigene Schwerkraft
abzusenken.
[0024] Ein gleicher Mechanismus könnte auch für das Fußteil vorgesehen sein.
[0025] In Fig. 2 sind sämtliche Gehäuseteile 2, 7 und 8 wegegelassen, so dass der für das
Kopfteil vorgesehene linke Antriebsstrang mit allen seinen Einzelteilen sichtbar wird.
[0026] Der für das Kopfteil vorgesehene Antriebsstrang besteht aus einem Elektromotor 7,
einem diesem nachgeschaltetem Reduziergetriebe in Form eines Schneckenradgetriebes
10 sowie einer von diesem antreibbaren Gewindespindel 11 zur Verschiebung eines Hubelements
12. Das Hubelement 12 betätigt dabei einen an der Welle 3 befestigten Druckhebel 13,
so dass bei einer Axialverschiebung des Hubelements 12 die Welle 3 gedreht wird. Je
nach der Bewegungsrichtung des Hubelements 12 wird das Kopfteil durch die Schwenkbewegung
der Welle 3 angehoben oder abgesenkt.
[0027] In dem Antriebsstrang ist zwischen dem Schneckenradgetriebe 10 und der Gewindespindel
11 eine Klauenkupplung 14 vorgesehen, die mittels einer Schaltgabel 15 geöffnet und
geschlossen werden kann.
[0028] Der Schaltvorgang erfolgt im Normalbetrieb über einen in dem Schaltergehäuse 7 gelagerten
Schalter 16, wie er beispielsweise in der älteren Patentanmeldung
DE 10 2012 211 508.0 beschrieben ist.
[0029] Für einen Notfallbetrieb, in welchem beispielsweise bei einem Krankenbett das Kopfteil
sehr schnell abgesenkt werden soll, oder auch bei Stromausfall bzw. eines Defekts
im Antriebsstrang ist ein gesondert betätigbarer Blockiermechanismus 17 vorgesehen,
mit welchem die Klauenkupplung 14 in ihrer geöffneten Stellung zuverlässig arretierbar
ist. Diese Vorsichtsmaßnahme soll dazu dienen, die an den beiden Kupplungshälften
vorgesehenen Klauen während des Notfall-Absenkens zuverlässig voneinander getrennt
zu halten, damit diese nicht beschädigt werden.
[0030] Der Blockiermechanismus 17 weist einen Blockierschieber 18 auf, der relativ zu dem
Gehäuse 2 in Längsrichtung der Gewindespindel 11 verschieblich geführt ist. Der Blockierschieber
18 greift dabei in einen von dem Schalter 16 kommenden und mit der Schaltgabel 15
verbundenen Schaltschieber 19 ein. Dabei ist der Blockierschieber 18 in Richtung der
geschlossenen Stellung der Kupplung federbelastet, und zwar mittels einer Zugfeder
20, die einerseits an dem Blockierschieber 18 und andererseits an dem Gehäuse 2 befestigt
ist.
[0031] Der Blockierschieber 18 ist mit einem gesonderten Betätigungsmechanismus 21 entgegen
der Federbelastung durch die Zugfeder 20 in Richtung der geöffneten Stellung der Klauenkupplung
14 verschiebbar. Als Betätigungsmechanismus sind in dem in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiel zwei Bowdenzüge 22 vorgesehen, die zu bequem zugänglichen Stellen
an beiden Seiten des Krankenbetts geführt und von dort aus betätigt werden können.
[0032] An dem Blockierschieber 18 ist eine seitlich vorspringende Rastnase 23 vorgesehen,
die mit einer schwenkbar an dem Gehäuse 2 befestigten Sperrklinke 24 zusammenwirkt.
[0033] Im Normalbetrieb nimmt die Sperrklinke 24 eine inaktive Position ein, wie sie in
Fig. 2 dargestellt ist.
[0034] Wenn dagegen bei einer Notfallabsenkung der Blockierschieber 18 über die Bowdenzüge
22 in Fig. 2 nach links verschoben wird, wird die Schaltgabel 15 derart betätigt,
dass die Klauenkupplung 14 ihre geöffnete Stellung einnimmt. Bei dieser Konstellation
rastet die Sperrklinke 24 in die in Fig. 3 dargestellte Position ein, bei der sie
hinter die Rastnase 23 des Blockierschiebers 18 greift, so dass dieser daran gehindert
ist, sich in der Zeichnung nach rechts in eine Position zu bewegen, in der die Klauenkupplung
14 geschlossen ist.
[0035] Zu dem Gesamtmechanismus gehört ferner ein relativ zu dem Gehäuse 2 bewegliches Schiebestück
25, mit welchem die Sperrklinke 24 im abgesenkten Zustand des entsprechenden Möbelteils
von der Rastnase 23 lösbar ist, um den Blockierschieber 18 freizugeben, damit dieser
sich wieder in der Zeichnung nach rechts bewegen kann, um die Klauenkupplung 14 zu
schließen.
[0036] Das Schiebestück 25 ist parallel zu dem Blockierschieber 18 geführt und weist einen
vorspringenden Mitnehmer 26 auf, der bei einer Bewegung des Schiebestücks (25) in
der Zeichnung nach rechts, also in Richtung zu dem mit der Klauenkupplung 14 verbundenen
vorderen Ende des Blockierschiebers 18, gegen die Sperrklinke 24 drückt. Diese wird
dadurch entgegen einer durch eine Zugfeder 27 aufgebrachten Zugspannung im Uhrzeigersinn
verschwenkt und dadurch von der Rastnase 23 des Blockierschiebers 18 getrennt, so
dass der Blockierschieber 18 durch die Federbelastung der Zugfeder 20 nach rechts
bewegt und die Klauenkupplung wieder geschlossen wird.
[0037] Die Bewegung des Schiebestücks 25 kann auf verschiedene Art und Weise erreicht werden.
Wichtig ist lediglich, dass das Schiebestück 25 dann, wenn das entsprechende Möbelteil
komplett abgesenkt worden ist, anschließend in der Zeichnung nach rechts bewegt wird,
um die Sperrklinke 24 zu betätigen und die Klauenkupplung 14 zu schließen, damit der
Antriebsstrang wieder betriebsbereit ist und das entsprechende Möbelteil über den
Motor 7 erneut angehoben werden kann.
[0038] Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist auf der Welle 3 ein Betätigungshebel 28 drehfest angebracht,
der, wenn die Tragschenkel 5 ihre nach unten geschwenkte Position einnehmen, das Schiebestück
25 betätigen. In Fig. 1 ragt das Ende des Schiebestücks 25 seitlich aus dem Gehäuse
2 heraus und wird beim kompletten Absenken der Tragschenkel 5 in der Zeichnung nach
rechts bewegt, so dass der Mitnehmer 26 die Sperrklinke 24 aus ihrer in Fig. 3 dargestellten
Sperrstellung, bei der sie hinter der Rastnase 23 des Blockierschiebers 18 liegt,
in die in Fig. 2 dargestellte inaktive Position verschwenkt wird. In dieser Position
der Sperrklinke bewegt sich der Blockierschieber 18 mittels der Zugfeder 20 nach rechts,
wodurch die Klauenkupplung 14 wieder ihre geschlossen Position einnehmen kann.
[0039] Alternativ wäre es aber auch möglich, das Schiebestück 25 zur Lösung der Sperrklinke
24 von Hand zu betätigen, wobei dann allerdings auf den Automatismus verzichtet werden
müsste, dass sich die Kupplung nach dem Absenken des entsprechenden Möbelteils selbstständig
wieder schließt.
[0040] Bei einem anderen in der Zeichnung nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann die
Sperrklinke 24 mittels eines gesonderten Bowdenzugs betätigt werden.
[0041] Schließlich ist es auch möglich, das Schiebestück 25 zur Lösung der Sperrklinke 24
mittels eines Kontaktstiftes oder sonstigen Auslöseelements zu betätigen, der bzw.
das in der nach unten gefahrenen Stellung des jeweiligen beweglichen Möbelteils niedergedrückt
wird, wobei das Schiebestück 25 dann über eine entsprechende Hebelkette selbsttätig
verschoben wird.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Doppelantrieb
- 2
- Gehäuse
- 3
- Welle
- 4
- Welle
- 5
- Tragschenkel
- 6
- Tragschenkel
- 7
- Schaltergehäuse
- 8
- Abdeckgehäuse
- 9
- Elektromotor
- 10
- Schneckenradgetriebe
- 11
- Gewindespindel
- 12
- Hubelement
- 13
- Druckhebel
- 14
- Klauenkupplung
- 15
- Schaltgabel
- 16
- Schalter
- 17
- Blockiermechanismus
- 18
- Blockierschieber
- 19
- Schaltschieber
- 20
- Zugfeder
- 21
- Betätigungsmechanismus
- 22
- Bowdenzüge
- 23
- Rastnase
- 24
- Sperrklinke
- 25
- Schiebestück
- 26
- Mitnehmer
- 27
- Zugfeder
- 28
- Betätigungshebel
1. Vorrichtung zur Steuerung eines als Möbelantrieb ausgebildeten elektromotorischen
Linearantriebs zum Verstellen von beweglich gelagerten Teilen von Liege- und Sitzmöbeln
- mit mindestens einem in einem Gehäuse (2) untergebrachten Antriebsstrang, bestehend
aus einem Elektromotor (9), einem diesem nachgeschalteten Reduziergetriebe sowie einer
von diesem antreibbaren Gewindespindel (11) zur Verschiebung eines Hubelements (12)
zum Heben und Absenken des jeweiligen beweglichen Möbelteils,
- einer in dem Antriebsstrang vorgesehenen schaltbaren Klauenkupplung (14), die mittels
eines Federmechanismus im Eingriff gehalten wird,
- einem mit einem Schaltelement ausgestatteten Schaltmechanismus zum Öffnen und Schließen
der Klauenkupplung (14) sowie
- einem gesondert betätigbaren Blockiermechanismus (17), mit dem die Klauenkupplung
(14) in ihrer geöffneten Stellung arretierbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Blockiermechanimus (17) einen Blockierschieber (18) aufweist, der relativ zu
dem Gehäuse (2) verschieblich geführt, direkt oder indirekt mit dem Schaltelelement
verbunden und in Richtung der geschlossenen Stellung des Schaltelements federbelastet
ist,
- dass der Blockierschieber (18) mit einem gesonderten Betätigungsmechanismus (21) entgegen
der Federbelastung in Richtung der geöffneten Stellung der Klauenkupplung (14) verschiebbar
ist,
- dass an dem Blockierschieber (18) ein Rastelement vorgesehen ist,
- dass an dem Gehäuse (2) eine Sperrklinke (24) beweglich befestigt ist, die hinter dem
Rastelement des Blockierschiebers (18) einrastbar ist, wenn dieser seine der geöffneten
Stellung der Klauenkupplung (14) entsprechende Position erreicht hat, und
- dass ferner ein relativ zu dem Gehäuse (2) bewegliches Schiebestück (25) vorgesehen ist,
mit welchem die Sperrklinke (24) im abgesenkten Zustand des entsprechenden Möbelteils
von dem Rastelement lösbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrklinke (24) in Richtung auf ihre Sperrstellung, bei der sie hinter dem Rastelement
des Blockierschiebers (18) einrastbar ist, mittels einer Zugfeder (22) vorgespannt
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebestück (25) parallel zu dem Blockierschieber (18) verschieblich geführt
ist und einen vorspringenden Mitnehmer (26) aufweist, der bei einer Bewegung des Schiebestücks
(25) in Richtung zu dem mit der Klauenkupplung (14) verbundenen vorderen Ende des
Blockierschiebers (18) die Sperrklinke (24) freigibt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Blockierschieber (18) über mindestens einen Bowdenzug (22) in Richtung der geöffneten
Stellung der Klauenkupplung (14) entgegen der Kraft einer Zugfeder (20) verschiebbar
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Blockierschieber (18) in Axialrichtung der Gewindespindel (11) verschieblich
relativ zu dem Gehäuse (2) geführt ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das an dem Blockierschieber (18) vorgesehene Rastelement als vorspringende Rastnase
(23) ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrklinke (24), die hinter dem Rastelement des Blockierschiebers einrastbar
ist, schwenkbar an dem Gehäuse (2) befestigt ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebestück (25) parallel zu dem Blockierschieber (18) verschieblich geführt
ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebestück (25) zur Lösung der Sperrklinke (24) von Hand betätigbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebestück (25) zur Lösung der Sperrklinke (24) mittels eines gesonderten Bowdenzugs
betätigbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebestück (25) zur Lösung der Sperrklinke (24) mittels eines Betätigungshebels
(28) betätigbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungshebel (28) fest auf der Welle (3) des jeweiligen beweglichen Möbelteils
angeordnet und gemeinsam mit dieser rotiert und dass der Betätigungshebel (28) so
eingestellt ist, dass im abgesenkten Zustand des jeweiligen Möbelteils das Schiebestück
(25) derart verschoben wird, dass die Sperrklinke (24) von der Rastnase (23) gelöst
wird und die Klauenkupplung (14) wieder in ihre geschlossene Stellung zurückkehrt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebestück (25) zur Lösung der Sperrklinke (24) mittels eines Kontaktstiftes
betätigbar ist, der in der nach unten gefahrenen Stellung des jeweiligen beweglichen
Möbelteils niedergedrückt wird.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktstift über eine Hebelkette mit dem Schiebestück (25) verbunden ist und
dieses beim Niederdrücken betätigt.