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EP 2 845 633 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.07.2016 Patentblatt 2016/28 |
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Anmeldetag: 01.08.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verankerungsvorrichtung, insbesondere für Begrenzungs- und Torlauflatten für Sportveranstaltungen
Anchoring device, in particular for limiting and slalom slats for sporting events
Dispositif d'ancrage, en particulier pour les barres de délimitation et les portes
de slalom pour événements sportifs
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
06.08.2013 IT BZ20130039
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.03.2015 Patentblatt 2015/11 |
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Patentinhaber: Intercable GmbH |
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39031 Bruneck (IT) |
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Erfinder: |
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- Kamelger, Hartwig
39039 Niederdorf (IT)
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Vertreter: Oberosler, Ludwig |
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Oberosler SAS
20/a Via Dante-CP 307 39100 Bolzano 39100 Bolzano (IT) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A2-2009/014597 DE-U1- 8 518 438
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DE-U1- 8 507 145 US-A- 4 649 678
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Verankerungsvorrichtung, insbesondere
für Begrenzungs- und Torlauflatten für Sportveranstaltungen, insbesondere für Tore
des Skisports, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bekannt sind zahlreiche Lösungen für die Verankerung von Latten in der Schneedecke
um die Abfahrtsläufe auf dem Gebiet von Skiwettbewerben abzustecken. Für die Verankerung
bestehen die Latten aus Stangen, die mit einem Verankerungssystem verkoppelt oder
verkoppelt sind, das ins Gelände einrammbar oder einschraubbar entweder unmittelbar
oder, wie in den letzten Jahren, in eine vorher schon im Gelände mittels eines geeigneten
Bohrers zum Beispiel einer Bohrmaschine ausgearbeitete Bohrung, ist. Es liegt nahe,
dass die Bohrung bevorzugter Weise zylindrisch auszuführen ist, um möglichst wenig
Zeit in ihrer Ausführung zu verlieren und dementsprechend ist auch das Verankerungselement
zu konzipieren. Das Verankerungselement müsste einerseits eine solide Befestigung
im Schnee sicherstellen, wobei eine Ausfädelung aus seiner Bohrung bei Schlägen gegen
die Stange verhindert werden soll, und andererseits müsste sein Auszug aus der es
aufnehmenden Bohrung einfach gestaltet werden, um die Latte wegzunehmen und an einem
Ort zu bringen: diese beiden zueinander sich widersprechenden Merkmale wurden bisher
durch die Ausfädelung verhindernde Vorkehrungen in Auszugsrichtung des Verankerungselements
und durch Ausweitung der das Verankerungselement aufnehmenden Bohrung in Drehrichtung
des Verankerungselementes um seine Längsachse erhalten.
[0003] Eine Verankerungsvorrichtung gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus
DE8507145U bekannt.
[0004] Die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Verankerungselement vorzuschlagen,
das einfach in seiner Ausführung sein soll und es leicht erlaubt, die beiden genannten
Merkmale gegen die Ausfädelung und der Erweiterung der Aufnahmebohrung zu vereinen,
obwohl eine Verankerungsvorrichtung zur Verfügung gestellt wird, die sowohl eine zentrierte
und stabile Verankerung der Latte erlaubt als auch überdies nach der Deaktivierung
Verankerung leicht abnehmbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Verankerungsvorrichtung für Latten gemäß dem kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Die erfindungsgemäße Verankerungsvorrichtung besteht daher aus einem zylindrischen
Abschnitt, zum Beispiel U-förmig, dessen Oberfläche mit Lamellen in der Form von "Tannenzapfen"
oder "Artischockenblättern" belegt ist. Die Lamellen sind daher mindestens teilweise
untereinander überlappend und mit der Öffnungsmöglichkeit in Richtung der Ausfädelung
der Verankerungsvorrichtung angeordnet. Sie können in den verschiedensten Werkstoffen
hergestellt sein, jedoch bevorzugter Weise aus Gummi oder gummiähnlichen Werkstoffen
bestehen bzw. aus biegsamen Kunststoffen mit sowohl glatter als auch rauer bzw. beflockter
Oberfläche. Die Lamellen können somit verschiedene Ausbildungen, wie gesagt blattförmig,
nach oben spitz zusammenlaufend und mit einer mehr oder weniger gegenseitiger Überlappung.
Mit der Überlappung bildet sich ein mehr oder weniger großer Vorsprung gegenüber dem
Kern.
[0007] Über das erfindungsgemäße Verankerungssystem wird wie bekannt eine Bohrung ausgearbeitet,
die den Bedürfnissen im Schnee entsprechen. Darauf folgend wird das erfindungsgemäße
Verankerungselement in dieser Bohrung bis zu einem Anschlag oder einer am Element
selbst festgelegten Referenz eingefädelt. Der Anschlag selbst wird bevorzugter Weise
durch einen Ring gebildet, der am oberen Ende des zylindrischen Abschnittes vorspringt.
Mit der Einfädelung werden die einzelnen Lamellen zusammengedrückt bzw. gegenseitig
und/oder auf der zylindrischen Oberfläche an schmiegend angeordnet. Bei dem Versuch
die Verankerung nach oben auszuziehen oder zu lösen haben die biegsamen Lamellen die
Tendenz sich im Schnee zu verhaken und verhindern somit ein Loslösen der Verankerung.
Durch die raue Außenfläche der Lamellen wird dieses Verhalten gestärkt. Für das Loslösen
wegen einer Nichtbenutzung der Verankerungsvorrichtung genügt eine Drehbewegung des
Verankerungselementes, durchgeführt über beispielsweise einen Schlüssel für Latten
am oberen Ende der Vorrichtung. Eine Viertel- oder halbe Drehung der Vorrichtung wird
genügen um seitlich zu den Lamellen in den Hohlräumen unterhalb derselben Schnee einzubringen,
der die Lamellen von der Achse der Verankerungsvorrichtung zu entfernen: bei der Drehung
erweitern die Lamellen die Bohrung, wodurch daher der Auszug oder die Ausfädelung
der Verankerungsvorrichtung aus der erweiterten Bohrung in der Schneedecke erleichtert
wird.
[0008] Weitere Einzelheiten und Merkmale gehen aus den Patentansprüchen und der folgenden
Beschreibung einer bevorzugten in der beiliegenden Zeichnung dargestellten Ausführungsform
hervor. Es zeigen,
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtung in nicht verankerten
Stellung und
- Figur 2
- einen Axialschnitt der Verankerungsvorrichtung aus Figur 1.
[0009] In Figur 1 ist mit der Bezugsziffer 1 insgesamt eine erfindungsgemäße Verankerungsvorrichtung
für Begrenzungs- und Torlauflatten für Sportveranstaltungen angegeben.
[0010] Die Verankerungsvorrichtung 1 ist mit einer nicht gezeigten Latte bekannter Art verbunden.
Sie weist einen bevorzugter Weise zylindrischen und/oder rohrförmigen Kern 2 auf.
An der Außenfläche des Kerns 2 sind in der Weise eines "Tannenzapfens" oder einer
Artischocke blattförmige Lamellen 3 angebracht, die in axialer Richtung gegenseitig
überlappend mehr oder weniger teilweise je nach Bedürfnis und Zusammensetzung des
Materials aneinander liegen und ausgerichtet sind. Am oberen oder unteren Ende des
Kerns sind mindestens zwei Reihen von Lamellen 3 angebracht, die sich in einer beliebigen
Weise längs des gesamten Kerns 2 erstrecken können. Der Kern 2 besteht aus einem Kunststoff
oder ähnlichem. Am oberen Ende des Kerns 2 weißt dieser einen vorspringenden Ring
4 auf der als Anschlag in der Tiefe für die Verankerung dient. Der Ring 4 weißt zwei
oder mehrere Einschnitte 5 für geläufige Schlüssel für Latten auf, um nachfolgend
die Verankerung mit einer Drehbewegung zu lösen. Es ist klar, dass der Kern 2 mit
allen auf dem Markt geläufigen Latten verbunden werden kann. Der Kern 2 selbst ist
unten durch eine zusammenlaufende Spitze 6 abgeschlossen.
[0011] Verschiedenartig sind die Vorteile, die durch die erfindungsgemäße Verankerungsvorrichtung
erzielbar sind. Unter diesen:
- a) Der Vorteil gegenüber den Schnellverankerungselementen, zum Beispiel schon auf
dem Markt mit Bürsten, besteht darin, dass die biegsamen Lamellen gegenüber den Bürsten
im wesentlichen kompakter sind. Deshalb ist der Rückhalt im Schnee größer, da sich
die Lamellen nicht, im Gegensatz zu den Bürsten, in einer beliebigen Richtung biegen.
Durch die Schläge gegen eine neigbare oberhalb des Schnees vorliegende Latte wird
die Bohrung gegen über den Bürsten weniger erweitert.
- b) Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei der Abnahme der Stangen, die Verankerung
der Lamellen mit einer einfachen Drehbewegung gelöst wird und die Verankerungsvorrichtung
nach oben gezogen werden kann. Bei der Verankerung mit Bürsten muss in den meisten
Fällen in der Nähe der Verankerung eine Bohrung ausgearbeitet werden, um die Verankerungsvorrichtung
loszulösen, mit der Gefahr dass die Bürsten beschädigt werden könnten.
[0012] Auch wenn unter Bezugnahme auf die Zeichnung eine Verankerungsvorrichtung für Latten
für Skiveranstaltungen beschrieben wurde, kann diese auch Verwendung für Schilderträger
beliebiger Art, für die Befestigung von Schutznetzen, von festen oder neigbaren Latten,
Latten für die Zeitmessung zur Messung der Zeiten, die im Skisport und im Wintersport
im allgemeinen Verwendung finden und im Schnee befestigt werden müssen.
[0013] Obgleich eine Verankerungsvorrichtung, insbesondere für Begrenzungs- und Torlauflatten
für Sportveranstaltungen beschrieben wurde, kann diese naheliegender Weise auch für
Verankerungen in Mauern jeglicher Art (Ziegel, Beton, Holz), Verankerungen in Böden
jeglicher Art (Erde, fester Sand - z. B. Strand, etc.) und Verbindungen mit Metall-
oder Kunststoffteilen Verwendung finden.
1. Verankerungsvorrichtung, insbesondere für Begrenzungs- und Torlauflatten für Sportveranstaltungen,
umfassend einen Kern (2), dessen Außenfläche mit Lamellen (3) belegt ist, wobei die
Lamellen mit ihrer Öffnungsmöglichkeit in Richtung eines Herausziehens der Verankerungsvorrichtung
aus einer in einem Gelände ausgearbeiteten Bohrung angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenfläche mit den Lamellen in der Form von "Tannenzapfen" oder "Artischockenblättern"
belegt ist, die mindestens teilweise untereinander überlappend angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (2) zylindrisch ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (2) rohrförmig ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die blattförmigen Lamellen (3) aneinander liegend und in axialer Richtung in einer
mehr oder weniger teilweisen Überlappung je nach Bedürfnis und der Zusammensetzung
des Materials ausgerichtet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen oder unteren Ende des Kerns (2) mindestens zwei Reihen von Lamellen (3)
angebracht sind, die sich in einer beliebigen Weise längs des gesamten Kerns (2) erstrecken.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Ende des Kerns (2) dieser einen Ring (4) über den Kern (2) hinaus umfasst,
der als Anschlag in der Tiefe für die Verankerung dient.
7. Vorrichtung nach den vorstehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen in verschiedensten Materialien hergestellt werden können, jedoch bevorzugter
Weise aus Gummi oder gummiähnlichen Werkstoffen bestehen bzw. aus biegsamen Kunststoffen
mit sowohl Platten als auch rauen bzw. beflockten Oberfläche.
1. An anchoring device, in particular for boundary and slalom poles for sports events,
comprising a core (2), the outer surface of which is fitted with fins (3), whereby
the fins are arranged so as to be openable in the direction the anchoring device is
pulled out of a hole made in the terrain, characterized in that the outer surface is fitted with the fins in the shape of 'pine cones' or 'artichoke
leaves', the fins overlapping each other at least partially.
2. The device according to Claim 1, characterized in that the core (2) is cylindrical.
3. The device according to Claim 1, characterized in that the core (2) is tubular.
4. The device according to Claim 1, characterized in that the leaf-shaped fins (3) are oriented to lie on top of each other and to partially
overlap in the axial direction to a greater or lesser extent according to requirements
and the composition of the material.
5. The device according to Claim 1, characterized in that at the upper or lower end of the core (2) at least two rows of fins (3) are attached
which extend in any desired way along the entire core (2).
6. The device according to Claim 1, characterized in that the core (2) comprises at its upper end a ring (4) beyond the core (2) which acts
as a depth limit for anchoring.
7. The device according to one of the preceding claims, characterized in that the fins can be made of various materials, but preferably from rubber or rubber-like
materials or flexible materials with both panels and a rough and/or flocked surface.
1. Dispositif d'ancrage, en particulier pour les barres de délimitation et les portes
de slalom pour événements sportifs, comprenant une âme (2) dont la surface extérieure
est recouverte de lamelles (3), les lamelles étant orientées de manière à offrir leur
possibilité d'ouverture dans le sens du retrait du dispositif d'ancrage hors d'un
perçage réalisé dans un terrain, caractérisé en ce que la surface extérieure est recouverte de lamelles en forme de « pommes de pin » ou
de « feuilles d'artichaut », disposées de façon à ce qu'elles se recouvrent les unes
les autres au moins en partie.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'âme est cylindrique.
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'âme est de forme tubulaire.
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les lamelles (3) en forme de feuilles reposent les unes sur les autres et sont orientées
dans le sens axial en présentant un chevauchement plus ou moins partiel, selon les
exigences et la composition du matériau.
5. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'extrémité supérieure ou inférieure de l'âme (2) comporte au moins deux rangées
de lamelles (3) qui s'étendent d'une quelconque manière le long de l'âme (2) dans
son ensemble.
6. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'extrémité supérieure de l'âme (2) comporte une bague (4) dépassant l'âme (2) et
servant de butée à la profondeur d'ancrage requise.
7. Dispositif selon les revendications précédentes, caractérisé en ce que les lamelles peuvent être fabriquées dans tout type de matériau, de préférence toutefois
en caoutchouc ou en matériau similaire ou bien en plastique souple avec une surface
soit plate, soit rugueuse ou floquée.


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