[0001] Die Erfindung betrifft eine Biegepresse mit einem Biegewerkzeug, insbesondere einem
Biegestempel, wie diese im Anspruch 1 beschrieben ist.
[0002] Aus der
EP 2 364 789 A1 ist eine Abkantpresse für Metallbleche bekannt geworden, welche ein Werkzeug zum
Biegen des Metallblechs aufweist. Das Werkzeug ist durch ein Formwerkzeug und eine
dem Formwerkzeug gegenüberliegende Druckeinrichtung gebildet. Die Druckeinrichtung
weist eine Mehrzahl von ersten Segmenten auf, die längs der Biegerichtung des Metallblechs
ausgerichtet sind. Mittels einer Steuereinrichtung lässt sich die Längenabmessung
der Druckeinrichtung ändern. Die Steuereinrichtung ist derart beschaffen, dass jedes
der ersten Segmente angetrieben wird, um eine Längsbewegung längs der Biegerichtung
des Metallblechs auszuführen, sodass die Längsabmessungen der Druckeinrichtung den
Längenabmessungen der im Metallblech vorzusehenden Faltung entsprechen. Die Druckeinrichtung
weist weiters eine Mehrzahl von zweiten Segmenten auf, wobei mittels der Steuereinheit
jedes der zweiten Segmente individuell antreibbar ist, um es zwischen die ersten Segmente
einzufügen. Das zweite Segment ist zu den ersten Segmenten längs der Biegerichtung
des Metallblechs ausgerichtet. Die Längsabmessung der Druckeinrichtung weist wenigstens
ein erstes Segment und wenigstens ein zweites Segment auf, welche gemeinsam der im
Metallblech vorzusehenden Faltung entspricht. Die ersten Segmente weisen jeweils auf
den voneinander abgewendeten Seiten Hörner auf. Während des Biegevorgangs ist das
zumindest eine zweite Segment zwischen den ersten Segmenten zur Bildung einer durchgängigen
Arbeits- bzw. Biegekante angeordnet. Zur Verkürzung der Arbeits- bzw. Biegekante wird
das zumindest eine zweite Segment zwischen den ersten Segmenten herausgeschwenkt und
die Längenabmessung der Druckeinrichtung durch eine Längsverstellung der ersten Segmente
in den gebildeten Freiraum reduziert.
[0003] Die
EP 0 251287 A1 beschreibt eine Biegemaschine mit einer Vorrichtung zur Änderung der Werkzeuglänge.
Der obere Stempel umfasst eine Mehrzahl ausschwenkbarer Stempelsegmente sowie eine
Mehrzahl von geteilten Stempelsegmenten, welche links und rechts der ausschwenkbaren
Stempelsegmente fluchtend angeordnet und verschiebbar an der Ramme montiert sind.
Über eine drehbare Welle, welche mit einer Antriebseinrichtung in Antriebsverbindung
steht, können ausgewählte, ausschwenkbare Stempelsegmente aus deren fluchtenden Stellung
in eine ausgeschwenkte Stellung verlagert werden. Damit kann die Werkzeuglänge verändert
werden. Die unmittelbar den ausschwenkbaren Stempelsegmenten benachbart angeordneten
geteilten Stempelsegmente weisen beidseits Hörner auf.
[0004] Bei den bisher bekannten Biegewerkzeugen konnten Werkstücke aufgrund ihrer Geometrie
nur noch schwer bzw. gar nicht mehr aus den sogenannten Hornwerkzeugen ausgefädelt
werden. Bei derartigen Werkstücken handelt es sich zumeist um schachtelförmige Werkstücke
mit einer zusätzlichen nach innen ragenden Innenkantung. Damit war es nur bedingt
bzw. überhaupt nicht mehr möglich, derartige Teile zu biegen bzw. war ein hoher unwirtschaftlicher
Umrüstaufwand notwendig, um derartige Teile bzw. Werkstücke aus dem Biegewerkzeug
ausfädeln zu können.
[0005] Ein von der der Firma Trumpf hergestelltes Hornwerkzeug weist ein mit der Werkzeugaufnahme
der Biegepresse verbundenes Grundwerkzeug auf, mit welchem ein über Schwenkhebel damit
verbundenes bewegliches Horn verstellbar verbunden ist. In der Biegestellung bzw.
Arbeitsstellung stützt sich der das Horn tragende Werkzeugteil am Grundkörper lastabtragend
ab, wobei in der die Ausfädelstellung der das Horn tragende Werkzeugteil mittels der
Schwenkhebel in eine Position relativ bezüglich des Grundkörpers eingeschwenkt ist.
In dieser Stellung wird zwar die Gesamthöhe des Biegewerkzeugs, insbesondere des Biegestempels,
in vertikaler Richtung vergrößert, jedoch die Breite des Biegewerkzeugs zumindest
um das Ausmaß des seitlich über den Grundkörper vorragenden Horns verringert.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Biegepresse mit einem
Biegewerkzeug zu schaffen, bei welcher nach Beendigung des Biegevorganges das damit
hergestellte Werkstück auch einfach und ohne hohen Umrüstaufwand entnommen werden
kann.
[0007] Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Der
sich durch die Merkmale des Anspruches 1 ergebende Vorteil liegt darin, dass so bereits
auch zwischen den unmittelbar benachbart angeordneten Werkzeugelementen durch das
jeweilige Vorragen der beiden Hörner über den Grundkörper ein gewisser Freiraum geschaffen
werden kann. Dieser kann in weiterer Folge bereits zur Aufnahme des Werkzeughilfselements
und/oder der Führungsvorrichtung, insbesondere dessen Führungskörper dienen. Weiters
kann dadurch erreicht werden, dass so im Arbeitsbereich eine größere Arbeitslänge
geschaffen werden kann und der Basiskörper eine dazu geringere Längserstreckung in
Richtung der Hilfsarbeitskante aufweist. So wird es möglich, das Ausmaß des zwischen
den unmittelbar benachbart angeordneten Werkzeugelementen ausgebildeten Aufnahmeraums
bzw. der Lücke zu vergrößern. Dadurch ist ein vollständiges Entfernen des Werkzeughilfselements
bzw. der Führungsvorrichtung zwischen den Grundkörpern der Werkzeugelemente nicht
unbedingt mehr notwendig. So kann mit der Führungsvorrichtung ein vorbestimmter Verstellweg
durch die Führung festgelegt werden. Damit kann die automatisierte Verstellung des
Werkzeughilfselements noch zusätzlich erleichtert werden. Vorteilhaft ist dabei weiters,
dass so für das Werkzeughilfselement zwischen den unmittelbar benachbarten Werkzeugelementen
eine unabhängig davon ausgebildete Führungseinheit geschaffen werden kann. Diese dient
für eine einwandfreie Führung des Werkzeughilfselements zwischen der Arbeitsstellung
und der Ausfädelstellung.
[0008] Ein Vorteil besteht auch noch darin, dass bei diesem Biegewerkzeug über die gesamte
volle Biegelänge des herzustellenden Werkstücks eine dazu entsprechende Arbeits- bzw.
Biegekante am Biegewerkzeug bereitgestellt werden kann, wie dies in der Arbeitsstellung
bei voller Arbeitslänge erzielt wird. Durch das Entfernen zumindest eines Werkzeughilfselements
zwischen unmittelbar nebeneinander angeordneten Werkzeugelementen kann so ein Freiraum
bzw. eine Lücke geschaffen werden, welcher bzw. welche dazu dient, die zuvor zur Verfügung
stehende, gesamte Arbeitslänge bzw. Biegelänge des Biegewerkzeugs im maximalsten Fall
um das Ausmaß der entstandenen Lücke zu reduzieren. Dadurch kann das Biegewerkzeug
in seiner Längserstreckung in Richtung der Pressbalken soweit verkürzt werden, sodass
ohne zusätzlich hohen Rüstaufwand auch kompliziert ausgebildete, schachteiförmige
Werkstücke einfach hergestellt und nachfolgend auch ausgefädelt werden können. Dazu
ist lediglich zumindest eine Klemmung eines der Werkzeugelemente an der Werkzeugaufnahme
bzw. am Pressbalken zu lösen und durch eine einfache Längsverschiebung in Richtung
des Pressbalkens die Verkürzung des Biegewerkzeugs vorzunehmen. Ist die Ausfädelstellung
erreicht, kann das Werkstück einfach aus der Biegepresse entnommen werden, wobei nachfolgend
über eine gegenläufige Schiebebewegung wiederum so viel Platz zwischen den Werkzeugelementen
geschaffen werden muss, dass das Werkzeughilfselement in den dadurch geschaffenen
Freiraum verbracht werden kann. Anschließend daran werden die das Biegewerkzeug bildenden,
einzelnen Bauteile zumindest im Bereich ihrer Arbeitskanten aneinander zur Anlage
gebracht und für einen neuerlichen Biegevorgang über die Werkzeugaufnahme am Pressbalken
fixiert gehalten.
[0009] Vorteilhaft ist auch eine weitere Ausführungsform nach Anspruch 2, da dadurch eine
nahezu unterbrechungslose bzw. durchlaufend ausgebildete Arbeitskante im Bereich des
Biegewerkzeugs geschaffen werden kann. Damit wird über die gesamte Länge des Biegebereichs
am herzustellenden Werkstück eine einwandfreie Biegekante geschaffen.
[0010] Durch die Ausbildung nach Anspruch 3 ist es möglich, ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand
bzw. Handlingaufwand die Verstellung des Werkzeughilfselements durchführen zu können.
Damit kann die Wirtschaftlichkeit der Fertigungsanlage zusätzlich erhöht werden. Darüber
hinaus kann damit eine automatisierte Abarbeitung von Aufträgen durchgeführt werden,
wodurch ein hoher Automatisierungsgrad erzielt werden kann. Weiters kann durch die
Verstellvorrichtung auch noch in zumindest einer der Stellungen eine automatisierte
Positionierung des Werkzeughilfselements erfolgen.
[0011] Gemäß einer Ausbildung, wie im Anspruch 4 beschrieben, wird so eine exakte Verstellbewegung
entlang des durch die Führungselemente vorbestimmten Führungsweges geschaffen. Damit
kann der Verstellweg exakt auf die jeweils notwendigen Verstellbewegungen des Werkzeughilfselements
abgestimmt werden.
[0012] Dabei erweist sich eine Ausgestaltung nach Anspruch 5 vorteilhaft, weil so in der
Ausfädelstellung eine kompakte Baueinheit des Biegewerkezugs geschaffen werden kann.
In weiterer Folge kann so der zur Verfügung stehende Freiraum vollständig zur Aufnahme
des Führungskörpers genutzt werden.
[0013] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung gemäß Anspruch 6 wird der Positionieraufwand
des Werkzeughilfselements zumindest in der Arbeitsstellung minimiert bzw. vollständig
vermieden. Dadurch können zusätzliche ansonsten anfallende Tätigkeiten für die exakte
Ausrichtung und Justierung des Werkzeughilfselements bezüglich der Werkzeugelemente
vermieden werden. Damit kann ein rascherer Wechsel zwischen den beiden Stellungen,
nämlich der Ausfädelstellung und der Arbeitsstellung, erzielt werden.
[0014] Von Vorteil ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 7, da so in der Arbeitsstellung
eine feststehende Positionierung des Werkzeughilfselements bezüglich der unmittelbar
benachbarten Werkzeugelemente und deren Arbeitskanten erreicht werden kann. Darüber
hinaus kann aber auch die vom Pressbalken auf das Werkzeughilfselement übertragene
Druckkraft besser übertragen werden.
[0015] Gemäß Anspruch 8 wird erreicht, dass so die Stützvorrichtung auf unterschiedlichste
Einsatzbedingungen und die damit verbundenen Verstellwege abgestimmt bzw. ausgebildet
werden kann.
[0016] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0017] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine Biegepresse mit einem durch ein Biegewerkzeug verformten Werkstück, in Ansicht;
- Fig. 2
- die Biegepresse nach Fig. 1, in Seitenansicht;
- Fig. 3
- eine mögliche, jedoch nicht vom Schutzumfang umfasste Ausbildung eines Biegewerkzeugs
in der Arbeitsstellung, in schaubildlicher Darstellung;
- Fig. 4
- das nicht vom Schutzumfang umfasste Biegewerkzeug nach Fig. 3, in einer Zwischenstellung
vor dem Erreichen der Ausfädelstellung;
- Fig. 5
- das nicht vom Schutzumfang umfasste Biegewerkzeug nach den Fig. 3 und 4 in der Ausfädelstellung
sowie in schaubildlicher Darstellung;
- Fig. 6
- das nicht vom Schutzumfang umfasste Biegewerkzeug nach den Fig. 3 bis 5 in der Ausfädelstellung,
in Seitenansicht;
- Fig. 7
- eine andere Ausbildung eines Biegewerkzeugs in der Arbeitsstellung, in schaubildlicher
Darstellung;
- Fig. 8
- das Biegewerkzeug nach Fig. 7 in der Ausfädelstellung und in schaubildlicher Darstellung;
- Fig. 9
- ein Detail des Biegewerkzeugs nach den Fig. 7 und 8, in Ansicht geschnitten;
- Fig. 10
- eine mögliche Ausbildung einer Stützvorrichtung zwischen dem Werkzeughilfselement
und dem Führungskörper, in Ansicht;
- Fig. 11
- eine andere mögliche Ausbildung der Stützvorrichtung zwischen dem Werkzeughilfselement
und dem Führungskörper, in Ansicht.
[0018] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0019] In den Fig. 1 und 2 ist eine Fertigungsanlage 1 in stark schematisch vereinfachter
Darstellung gezeigt, welche im vorliegenden Fall für das Freibiegen von aus Blech
zu fertigenden Werkstücken 2 mittels Gesenkbiegen ausgebildet ist. Es wäre aber auch
möglich, in der Fertigungsanlage 1 zur Durchführung des Biegevorganges eine Schwenkbiegemaschine
einzusetzen.
[0020] Die im vorliegenden Fall für das Biegen eingesetzte Fertigungsanlage 1 umfasst eine
Biegepresse 3, insbesondere eine Abkantpresse oder Gesenkbiegepresse, zur Herstellung
der Werkstücke 2 bzw. Werkteile zwischen relativ zueinander verstellbaren Biegewerkzeugen
4, wie Biegestempel 5 und Biegegesenk 6.
[0021] Ein Maschinengestell 7 der Biegepresse 3 besteht beispielsweise aus einer Bodenplatte
8 auf der vertikal aufragend, zueinander beabstandet und parallel zueinander ausgerichtete
Seitenwangen 9, 10 angeordnet sind. Diese sind bevorzugt durch einen massiven, beispielsweise
aus einem Blechformteil gebildeten Querverband 11 an ihren von der Bodenplatte 8 distanzierten
Endbereichen miteinander verbunden.
[0022] Die Seitenwangen 9, 10 sind zur Bildung eines Freiraums für das Umformen des Werkstücks
2 etwa C - förmig, wobei an Frontstirnflächen 12 von bodennahen Schenkeln der Seitenwangen
9, 10 ein feststehender, insbesondere auf der Bodenplatte 8 aufstehender Pressbalken
13 befestigt ist. Dieser ortsfest angeordnete und feststehende Pressbalken 13 kann
auch als Presstisch bezeichnet werden, an dem Teile des Biegewerkzeugs 4 angeordnet
und auch gehalten sind. An Frontstirnflächen 14 von von der Bodenplatte 8 entfernten
Schenkel ist in Linearführungen 15 ein zu dem den Tischbalken bildenden Pressbalken
13 relativ verstellbarer weiterer Pressbalken 16, insbesondere ein Druckbalken, geführt
gelagert. Auf einander gegenüberliegenden, parallel zueinander verlaufenden Stirnflächen
17, 18 der beiden Pressbalken 13, 16 sind Werkzeugaufnahmen 19, 20 zur Bestückung
mit den Biegewerkzeugen 4 angeordnet. Das oder die Biegewerkzeuge 4 können auch unter
Zwischenschaltung eines nicht näher dargestellten Adapters an den Werkzeugaufnahmen
19, 20 gehaltert sein.
[0023] Die gezeigte Biegepresse 3 weist als Antriebsanordnung 21 für den verstellbaren Pressbalken
16, nämlich den Druckbalken, z.B. zwei mit elektrischer Energie betriebene Antriebsmittel
22 auf, die mit einer aus einem Energienetz 23 angespeisten Steuervorrichtung 24 leitungsverbunden
sind. Über ein mit der Steuervorrichtung 24 leitungsverbundenes Eingabeterminal 25
wird beispielsweise der Betrieb der Biegepresse 3 gesteuert.
[0024] Bei den Antriebsmitteln 22 handelt es sich bevorzugt um elektromotorisch betriebene
Spindeltriebe 26, wie sie allgemein bekannt sind, von denen Stellmittel 27 für eine
reversible Stellbewegung des durch den Druckbalken gebildeten oberen Pressbalkens
16 mit diesem, zum Beispiel antriebsverbunden sind.
[0025] Auf weitere für den Betrieb einer derartigen Biegepresse 3 erforderliche Details,
wie beispielsweise Sicherheitseinrichtungen, Anschlagsanordnungen und Kontrollvorrichtungen
wird in der gegenständlichen Beschreibung zur Vermeidung einer unnötigen Länge der
Beschreibung verzichtet.
[0026] Weiters kann die Fertigungsanlage 1 auch noch einen hier vereinfacht in der Fig.
2 dargestellten Manipulator 28 umfassen, welcher von einem schematisch angedeuteten
Vorratsstapel 29 von zu verformenden bzw. abzukantenden Blechen zumindest ein Stück
davon entnimmt und in den Arbeitsbereich der Biegepresse 3 verbringt. Der Manipulator
28 umfasst seinerseits eine vereinfacht dargestellte Greifzange 30, die ihrerseits
Greiffinger 31, 32 aufweist. Die Greiffinger 31, 32 weisen jeweils an der dem zu fertigenden
Werkstück 2 zugewendeten Seite Klemmflächen auf. Durch eine entsprechende Verschwenkung
der beiden Greiffinger 31, 32 gegeneinander und Aufbringen einer ausreichenden Klemmkraft,
wird über das Zusammenwirken der Klemmflächen das Blech bzw. das zu fertigende Werkstück
2 vom Manipulator 28 gehalten und entsprechend bewegt sowie positioniert. Mit den
Greiffingern 31, 32 der Greifzange 30 ist ein entsprechendes Greifen und in späterer
Folge bedingt durch die Klemmbewegung ein ausreichender Halt für das aus dem Blech
zu fertigenden Werkstück 2 gewährleistet.
[0027] Weiters ist hier noch vereinfacht dargestellt, dass die beiden Pressbalken 13, 16,
insbesondere deren Werkzeugaufnahmen 19, 20, bzw. das daran gehaltene Biegewerkzeug
4 mit seinem Biegestempel 5 und Biegegesenk 6, bei einer Betrachtung in Längsrichtung
der Pressbalken 13, 16 eine sich dazwischen erstreckende Arbeitsebene 33 definieren.
Die Arbeitsebene 33 verläuft bevorzugt mittig bezüglich der Pressbalken 13, 16 bzw.
den an diesen angeordneten Werkzeugaufnahmen 19, 20. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
wird hier eine vertikal ausgerichtete Ebene verstanden, in welcher auch ein durch
das Biegewerkzeug 4 definierter Biegebereich 34 angeordnet bzw. ausgebildet ist. Unter
Biegebereich 34 wird dabei jener Bereich verstanden, welcher dazu dient, aus dem zumeist
ebenflächig vorliegenden noch unverformten Blech das zu fertigende Werkstück 2 zu
bilden bzw. ein bereits vorverformtes Werkstück 2 weiter zu bearbeiten, indem zumindest
ein zusätzlicher Biegebereich 34 ausgebildet wird. Weiters sei erwähnt, dass die Querschnittsform
des Biegestempels 5 und/oder des Biegegesenks 6 nur beispielhaft für eine Vielzahl
von möglichen Querschnittsformen gewählt ist, wobei diese von der Raumform des herzustellenden
Werkstücks 2 frei gewählt werden kann. Des Weitern kann der Biegestempel 5 und/oder
das Biegegesenk 6 jeweils auch aus mehreren Einzelkomponenten gebildet sein.
[0028] Der Biegebereich 34 liegt dabei zumeist in der Arbeitsebene 33 und wird durch die
zusammenwirkenden Bauteile des Biegewerkzeugs 4, nämlich den Biegestempel 5 und das
Biegegesenk 6, gebildet bzw. definiert. Der Biegebereich 34 bildet am herzustellenden
Werkstück 2 zumeist eine bevorzugt geradlinig verlaufende Biegelinie aus, wobei sich
beidseits dieser jeweils Schenkel 35, 36 durch den durchgeführten Biegevorgang ausbilden.
Je nach gewünschter bzw. herzustellender Geometrie des Werkstücks 2 schließen die
beiden Schenkel 35, 36 zwischen sich einen Biegewinkel 37 ein. Dieser Biegewinkel
37 wird in einer senkrecht bezüglich der Biegelinie ausgerichteten Bezugsebene 38
gemessen, wie dies in beiden Fig. 1 und 2 angedeutet ist. Die Bezugsebene 38 ihrerseits
ist weiters bevorzugt auch noch bezüglich der Arbeitsebene 33 dazu in senkrechter
Richtung verlaufend ausgerichtet.
[0029] Das Biegewerkzeug 4, insbesondere der Biegestempel 5, umfasst beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
zumindest ein erstes Werkzeugelement 39 sowie zumindest ein zweites Werkzeugelement
40. Die das Biegewerkzeug 4 bildenden Werkzeugelemente 39, 40 sind in Längsrichtung
des Biegebereichs 34 gesehen hintereinander angeordnet. Weiters weist das Biegewerkzeug
4, insbesondere die das Biegewerkzeug 4 bildenden Werkzeugelemente 39, 40 jeweils
Arbeitsbereiche 41 auf, die durch in der zuvor beschriebenen Arbeitsebene 33 ausgebildete
Arbeitskanten 42 realisiert sind.
[0030] Die hier dargestellten Werkzeugelemente 39, 40 zur Bildung des Biegewerkzeugs 4,
insbesondere des Biegestempels 5, umfassen jeweils einen allgemein als Grundkörper
43 bezeichneten Bauteil, der in bekannter Weise mit den Werkzeugaufnahmen 19, 20 an
den Pressbalken 13, 16 befestigbar ist. Zumindest eines der Werkzeugelemente 39, 40
ist in dessen Arbeitsbereich 41 mit einem in Längsrichtung der Arbeitskante 42 bezüglich
seines Grundkörpers 43 auf die vom anderen Werkzeugelement 40, 39 abgewendete Seite
darüber hinaus vorragenden Horn 44 ausgebildet bzw. damit versehen.
[0031] Das bzw. die Hörner 44 dienen dazu, bei in Form von Schachteln ausgebildeten Werkstücken
2 eine durchgehende Biegekante bis in die voneinander distanziert angeordneten Eckbereiche
des Werkstücks 2 herstellen zu können. Um beim Werkstück 2 über die gesamte herzustellende
Biegelänge eine durchgehende Abkantung zu erzielen, sollen auch die an den Werkzeugelementen
39, 40 ausgebildeten Arbeitskanten 42 zumindest in der Arbeitsstellung des Biegewerkzeugs
4 nahezu unterbrechungslos durchlaufenden ausgebildet sein. Damit soll das Biegewerkzeug
4 in dessen Arbeitsbereich 41 auch bei einer Hintereinanderanordnung mehrerer Werkzeugelemente
39, 40 in Richtung des Biegebereichs 34 nahezu durchgängig ausgeführt sein. Auch bei
einer Bildung des Biegewerkzeugs 4 aus mehreren Werkzeugelementen 39, 40 sollen die
einzelnen Arbeitskanten 42 bis auf den Bereich der Stoßstelle von aneinander anliegenden
Werkzeugelementen 39, 40 nahezu unterbrechungslos durchlaufend ausgebildet sein.
[0032] Wie allgemein bekannt, ist das Biegewerkzeug 4, insbesondere der Biegestempel 5 und/oder
das Biegegesenk 6 bzw. die diese bildenden Werkzeugelemente 39, 40 am jeweiligen Pressbalken
13, 16 längs verschieblich befestigt bzw. befestigbar und dort zumindest während der
Durchführung des Biegevorganges feststehend geklemmt gehalten.
[0033] Wie aus den Fig. 3 bis 9 zu ersehen ist, sind hier der besseren Übersichtlichkeit
halber nur die das Biegewerkzeug 4, insbesondere den Biegestempel 5 bildenden Werkzeugelemente
39, 40 in einem vergrößerten Maßstab gezeigt und auf die detaillierte Darstellung
von Anlagenteilen der Biegepresse 3 verzichtet worden.
[0034] Eine erste mögliche, jedoch nicht vom Schutzumfang umfasste Ausbildung des Biegewerkzeugs
4, insbesondere des Biegestempels 5, ist in den Fig. 3 bis 6 gezeigt. So ist am besten
aus der Fig. 3 zu ersehen, dass in der Arbeitsstellung des Biegewerkzeugs 4 das erste
Werkzeugelement 39 und das zumindest zweite Werkzeugelement 40 im Bereich von deren
Arbeitskanten 42 in Längsrichtung derselben in einem Abstand 45 voneinander distanziert
angeordnet sind. Weiters ist noch zwischen den Werkzeugelementen 39, 40 ein den Abstand
45 zumindest im Bereich der Arbeitskanten 42 überbrückendes Werkzeughilfselement 46
angeordnet. Dieses Werkzeughilfselement 46 weist seinerseits im Arbeitsbereich 41
eine Hilfsarbeitskante 47 auf. Diese ist bei sich in der Arbeitsstellung befindlichem
Werkzeughilfselement 46 bezüglich der unmittelbar benachbart dazu verlaufend angeordneten
Arbeitskanten 42 der Werkzeugelemente 39, 40 fluchtend dazu ausgerichtet.
[0035] Damit kann in der Arbeitsstellung nicht nur im Bereich der Arbeitskanten 42 der Werkzeugelemente
39, 40 sondern auch im Bereich der Hilfsarbeitskante 47 des Werkzeughilfselements
46 eine einwandfreie, nahezu unterbrechungslos durchlaufende Biegekante am herzustellenden
Werkstück 2 ausgebildet werden. So bildet das Biegewerkzeug 4 in seinem Arbeitsbereich
41 eine durchlaufende zusammengehörige Einheit aus.
[0036] Bei einem schachtelartig ausgebildeten Werkstück 2, welches im offenen, oberen Endbereich
auch noch einen zumeist parallel zum Boden verlaufenden, einwärts ragenden Wandabschnitt
aufweisen kann, stellt das Ausfädeln eines derartigen Werkstücks 2 aus dem Biegewerkzeug
4 ein mögliches Problem dar. Bei entsprechender Ausbildung des Werkstücks 2 könnte
das Ausfädeln möglicherweise dadurch gelöst werden, dass nach dem erfolgten Biegevorgang
das schachtelartige Werkstück 2 bezüglich der Arbeitskanten 42 schräg bzw. diagonal
dazu angeordnet wird, und damit das Ausfädeln aus dem Biegewerkzeug 4 ermöglicht wird.
[0037] In vielen Fällen ist dies jedoch nicht möglich, wobei dann die zumindest zwei Werkzeugelemente
39, 40 in eine sogenannte Ausfädelstellung für das zu fertigende Werkstück 2 verbracht
werden. In dieser Ausfädelstellung wird das den Abstand 45 im Bereich der Arbeitskanten
42 überbrückende Werkzeughilfselement 46 zumindest teilweise entfernt, worauf anschließend
daran der Abstand 45 zwischen dem ersten Werkzeugelement 39 und dem zumindest zweiten
Werkzeugelement 40 im Bereich von deren Arbeitskanten 42 verkleinert wird. Eine Zwischenstellung
dazu ist in der Fig. 4 dargestellt, wobei in der Fig. 5 das Werkzeughilfselement 46
vollständig entfernt worden ist und die beiden Werkzeugelemente 39, 40 zumindest im
Bereich ihrer Arbeitskanten 42 soweit relativ zueinander verlagert worden sind, dass
die beiden Werkzeugelemente 39, 40 aneinander anliegen. Durch dieses Entfernen und
dem damit verbundenen Verkürzen bzw. vollständigen Eliminierens des Abstands 45 wird
auch die Gesamtlänge der Werkzeugelemente 39, 40 des Biegewerkzeugs 4 im Bereich von
deren Arbeitskanten 42 bis zu einer maximalen Länge verkürzt, welche der Längserstreckung
der Hilfsarbeitskante 47 entspricht. Es wäre auch noch möglich, dass das Biegewerkzeug
4 in dessen verkürzter Ausfädelstellung auch noch für einen weiteren Biegevorgang
mit einer verkürzten Biegelänge bzw. einem verkürzten Biegebereich 34 eingesetzt werden
kann.
[0038] Bevorzugt sind in der Arbeitsstellung im Arbeitsbereich 41 des ersten Werkzeugelements
39 und dem zumindest zweiten Werkzeugelements 40 sowie dem Werkzeughilfselement 46
deren Arbeitskanten 42 sowie die Hilfsarbeitskante 47 unmittelbar hintereinander angeordnet.
Damit liegen die beiden Werkzeugelemente 39, 40 abstandslos beidseits des Werkzeughilfselements
46 in der Arbeitsstellung zumindest im Bereich der Arbeitskanten 42 daran an. So kann
in der Arbeitsstellung über die gesamte herzustellende Biegekante bzw. Biegelinie
am Werkstück 2 diese durchlaufend bzw. unterbrechungslos ausgebildet werden.
[0039] Wie bereits zuvor beschrieben, sind die Werkzeugelemente 39, 40 zumeist längsverschieblich
an bzw. in den Werkzeugaufnahmen 19, 20 gehalten bzw. darin aufgenommen und dort auch
mittels bekannter Klemmvorrichtungen zumindest für den Biegevorgang feststehend geklemmt
gehalten. Um das Werkzeughilfselement 46 für die Erzielung der Ausfädelstellung aus
dem Arbeitsbereich 41 entfernen zu können, ist dieses bevorzugt in der Arbeitsstellung
an dem jeweiligen Pressbalken der Biegepresse 3 abstützbar.
[0040] Zur Durchführung dieser Verstellbewegung kann das Werkzeughilfselement 46 mit einer
Verstellvorrichtung 48 verbunden bzw. damit gekuppelt sein, mittels welcher das Werkzeughilfselement
46 von seiner Arbeitsstellung in die Ausfädelstellung für das zu fertigende Werkstück
2 verstellt werden kann. Unter dem Begriff der Ausfädelstellung wird die verkürzte
und zusammengeschobene Position der Werkzeugelemente 39, 40 verstanden, bei welcher
das Werkzeughilfselement 46 mit seiner Hilfsarbeitskante 47 zwischen den Arbeitskanten
42 entfernt ist.
[0041] Eine vereinfacht angedeutete Verstellvorrichtung 48 ist an der Hinterseite der Biegepresse
3, also auf jener von einer Bedienperson abgewendeten Seite der Biegepresse 3, insbesondere
deren Pressbalken 13, 16, angeordnet. In strichlierten Linien ist noch eine Zwischenstellung
des Werkzeughilfselements 46 angedeutet.
[0042] Weiters können entsprechende Führungsvorrichtungen zusätzlich vorgesehen sein, wobei
die Verstellbewegung der Verstellvorrichtung 48 nur vereinfacht durch Pfeile angedeutet
ist. Diese Verstellvorrichtung 48 kann aber auch als Ausfädelvorrichtung bezeichnet
werden, welche hinterhalb des Pressbalkens 13, 16 angeordnet ist. Damit befindet sich
die Verstellvorrichtung 48 auf einer von der nicht näher dargestellten Bedienperson
abgewendeten Seite des Biegewerkzeugs 4. Die Verstellbewegung der Verstellvorrichtung
48 kann beispielsweise mittels eines Klappvorganges aber auch durch Schieben und/oder
Schwenken und/oder Drehen des Werkzeughilfselements 46 erfolgen. Weiters ist es möglich,
die Verstellvorrichtung 48 direkt an einem der Pressbalken 13, 16 zu befestigen. Die
Verstellvorrichtung 48 führt somit die Verlagerung des Werkzeughilfselements 46 zwischen
der Arbeitsstellung und der Ausfädelstellung durch. Damit kann weiters eine automatisierte
Positionierung des Werkzeughilfselements 46 in zumindest einer der beiden Stellungen
relativ bezüglich des Pressbalkens 13, 16 bzw. des Biegewerkzeugs 4 erfolgen. So kann
das Werkzeughilfselement 46 zur Bildung des Biegewerkzeugs 4 zwischen die voneinander
in Richtung des Pressbalkens 13, 16 distanziert angeordneten Werkzeugelemente 39,
40 verbracht und gegebenenfalls dort auch in einer vordefinierten Position bzw. Stellung
gehalten werden. Anschließend kann zumindest eines der Werkzeugelemente 39, 40 in
Längsrichtung bezüglich des Pressbalkens 13, 16 verstellt werden, um eine gegenseitige
Anlage des Werkzeughilfselements 46 an den beiden benachbarten Werkzeugelementen 39,
40 zu erreichen.
[0043] Durch das vollständige Entfernen des Werkzeughilfselements 46 können dann die verbliebenen
Werkzeugelemente 39, 40 durch die dazwischen entstandene Lücke aufeinander zu bewegt
werden. Anschließend an die Verkürzung der Arbeitslänge des Biegewerkzeugs 4 kann
das hergestellte Werkstück 2 einfach ohne Umrüstaufwand entnommen werden.
[0044] Weiters ist es möglich, dass das erste Werkzeugelement 39 und das zumindest zweite
Werkzeugelement 40 in deren Arbeitsbereichen 41 an einander zugewendeten Stirnseiten
49 jeweils ein weiteres, über die Stirnseite des Grundkörpers 43 auf die dem anderen
Werkzeugelement 40, 39 zugewendete Seite hinaus vorragendes Horn 44 aufweisen. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen beide Werkzeugelemente 39, 40 jeweils in deren
Endbereichen die Hörner 44 auf. Derartig ausgebildete Werkzeugelemente 39, 40 können
auch als sogenannte Hornwerkzeuge bezeichnet werden. Durch das Vorragen der aufeinander
zuragenden, weiteren Hörner 44 im Bereich der einander zugewendeten Stirnseiten 49
ist bei den hier dargestellten Werkzeugelemente 39, 40 bereits ein Freiraum zwischen
den beiden Grundkörpern 43 auch in der Arbeitsstellung der Werkzeugelemente 39, 40
und somit eine Lücke zwischen diesen in diesem Bereich ausgebildet.
[0045] Weiters ist in der Fig. 3 noch vereinfacht dargestellt, dass es vorteilhaft sein
kann, wenn in der Arbeitsstellung das Werkzeughilfselement 46 an zumindest einem der
unmittelbar benachbart angeordneten Werkzeugelemente 39, 40 arretiert gehalten ist.
Diese arretierte Halterung des Werkzeughilfselements 46 dient dazu, dieses während
des Biegevorgangs relativ gegenüber zumindest einem der unmittelbar benachbart angeordneten
Werkzeugelemente 39, 40 ortsfest positioniert daran zu halten. Damit wird es möglich,
auch mit dem Werkzeughilfselement 46 gemeinsam mit den Werkzeugelementen 39, 40 einen
einwandfreien Biegevorgang des herzustellenden Werkstücks 2 durchführen zu können.
So kann nicht nur eine gegenseitige Positionierung des Werkzeughilfselements 46 bezüglich
der benachbarten Werkzeugelemente 39, 40 zu erfolgen, sondern es kann auch eine Kraftübertragung
ausgehend vom Pressbalken 13, 16 auf das gesamte Biegewerkzeug erfolgen.
[0046] In der Fig. 3 sind beispielhaft beidseits des Werkzeughilfselements 46 jeweils vereinfacht
Arretierelemente 50, 51 angedeutet. Bei der Ausbildung des oder der Arretierelemente
50, 51 kann dabei entweder ein eigenständiges Bauteil, wie Stifte mit zusammenwirkenden
Stiftaufnahmen, gewählt werden, oder aber auch an den einander zugewendeten Stirnseiten
49 der Grundkörper 43 sowie der jeweils daran anliegenden Seitenflächen des Werkzeughilfselements
46 gegengleich ausgebildete bzw. angeordnete Vorsprünge und/oder Vertiefungen vorgesehen
werden. Es wäre aber auch eine Mehrfachanordnung von Arretierelementen 50, 51 möglich.
Damit kann nicht nur eine Vorpositionierung des Werkzeughilfselements 46 im Zuge des
Zusammensetzens des Biegewerkzeugs 4, insbesondere des Biegestempels 5, erfolgen,
sondern in der Arbeitsstellung auch noch eine Halterung bzw. Fixierung an zumindest
einem der unmittelbar benachbarten Werkzeugelemente 39, 40 erreicht werden.
[0047] Weiters ist aus der Fig. 3 noch zu ersehen, dass in der Arbeitsstellung das Werkzeughilfselement
46 sowohl an den einander zugewendeten Stirnseiten 49 der Grundkörper 43 der Werkzeugelemente
39, 40 als auch an den über den Grundkörper 43 hinaus vorragenden Hörnern 44 anliegt.
[0048] Wie bereits zuvor beschrieben, sind die Werkzeugelemente 39, 40 in einer der Werkzeugaufnahmen
19, 20 aufgenommen und darin längsverschieblich sowie bedarfsweise klemmbar gehalten.
Dazu kann am Werkzeugelement 39, 40 eine Führungsleiste 52 vorgesehen bzw. angeordnet
sein. Bedingt durch die Anordnung bzw. Ausbildung der einander zugewendeten Hörner
44 ist es möglich, dass die jeweilige Führungsleiste 52 eine Längserstreckung aufweist,
welche einer Länge der jeweiligen Arbeitskante 42 der Werkzeugelemente 39, 40 entspricht.
Damit überragt die Führungsleiste 52 den Grundkörper 43 der Werkzeugelemente 39, 40
in dessen Längserstreckung. Dadurch wird es möglich, dass sich das Werkzeughilfselement
46 in der Arbeitsstellung unter Zwischenschaltung der Führungsleiste bzw. Führungsleisten
52 am Pressbalken 13, 16 der Biegepresse 3 abstützt.
[0049] Die Werkzeugelemente 39, 40 sind jeweils für sich eigenständige Bauteile und können
den Grundkörper 43 sowie zumindest ein, bevorzugt zwei damit feststehend verbundene
Hörner 44, welche gemeinsam und starr mit dem Pressbalken 13, 16 verbunden bzw. daran
gehalten sind, umfassen.
[0050] Es wäre aber unabhängig davon auch noch möglich, auf die Anordnung der weiteren Hörner
44 an den einander zugewendeten Stirnseiten 49 der Werkzeugelemente 39, 40 zu verzichten.
In diesem Fall kann das Werkzeughilfselement 46 mit einer gleichen, durchgängigen
Längserstreckung in Richtung von deren Hilfsarbeitskante 47 ausgebildet werden.
[0051] In den Fig. 7 bis 9 ist eine Ausführungsform des Biegewerkzeugs 4 gezeigt, wobei
wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in
den vorangegangenen Fig. 1 bis 6 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden,
wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1 bis 6 hingewiesen
bzw. Bezug genommen.
[0052] In diesem hier gezeigten, weiteren möglichen Ausführungsbeispiel umfasst das Werkzeughilfselement
46 den Basiskörper 53 sowie in dessen Arbeitsbereich 41 beidseits über den Basiskörper
53 in Richtung der Hilfsarbeitskante 47 vorragende Hilfshörner 54. Diese beiden Hilfshörner
54 liegen in der Arbeitsstellung an den jeweils unmittelbar benachbarten, weiteren
Hörnern 44 der unmittelbar benachbarten Werkzeugelemente 39, 40 an. Das Werkzeughilfselement
46 ist seinerseits in einer eigenen Führungsvorrichtung 55 relativ bezüglich der Werkzeugelemente
39, 40 geführt. Dazu weist die Führungsvorrichtung 55 eine Führung 56 auf. Diese Führung
56 ist in etwa in paralleler Richtung bezüglich der Arbeitsebene 33 sowie in etwa
senkrechter Richtung bezüglich der Hilfsarbeitskante 47 ausgerichtet. Damit kann im
vorliegenden Fall eine in etwa vertikale Verstellung bzw. Verstellbewegung des Werkzeughilfselements
46 erfolgen.
[0053] Die Ausrichtung der Führung 56 bzw. Führungsbahn muss nicht zwangsläufig geradlinig
gewählt sein, sondern es kann auch eine Verstellbewegung in senkrechter Richtung bezüglich
der Arbeitsebene 33 zusätzlich dazu erfolgen. Damit kann beispielsweise während der
Verstellbewegung eine Freistellung der Hilfsarbeitskante 47 erzielt werden.
[0054] Die Führungsvorrichtung 55 weist im vorliegenden Ausführungsbeispiel einen Führungskörper
57 auf, der in Richtung der Hilfsarbeitskante 47 voneinander distanziert angeordnete
Schenkel 58 umfasst, die sich beidseits des Basiskörpers 53 erstrecken. Weiters umfasst
der Führungskörper 57 auch noch einen die beiden Schenkel 58 auf der von der Hilfsarbeitskante
47 abgewendeten Seite verbindenden Verbindungssteg 59. Damit wird ein einteiliger
Bauteil als Führungskörper 57 geschaffen, welcher hier zwischen den zuvor beschriebenen
Stirnseiten 49 der Werkzeugelemente 39, 40 angeordnet ist.
[0055] Im Gegensatz zu der zuvor beschriebenen nicht erfindungsgemäßen Ausführungsform kann
der Führungskörper 57 durch das zusätzliche Vorsehen der Hilfshörner 54 am Werkzeughilfselement
46 sowohl in der Arbeitsstellung als auch in der Ausfädelstellung zwischen den beiden
Werkzeugelementen 39, 40 angeordnet bleiben.
[0056] Weiters umfasst die Führungsvorrichtung 55 zwischen dem Basiskörper 53 des Werkzeughilfselements
46 und zumindest einem der beiden Schenkel 58 zusammenwirkende Führungselemente 60,
61. Bei den Führungselementen 60, 61 kann es sich beispielsweise um zapfen- bzw. stegartige
Vorsprünge sowie gegengleich dazu ausgebildete Führungsbahnen handeln, in welche der
Zapfen bzw. Steg eingreift. Dabei kann es sich auch um Gleit- und/oder Rollenführungen
in bekannter Ausführungsform handeln.
[0057] Um den Führungskörper 57 mit den beiden Schenkeln 58 sowie dem diese verbindenden
Verbindungssteg 59 zwischen den einander zugewendeten Stirnseiten 49 der Werkzeugelemente
39, 40 auch in der Ausfädelstellung dazwischen aufnehmen zu können, ist bevorzugt
eine Summe von Längen 62 der beiden einander zugewendeten, weiteren Hörner 44 der
Werkzeugelemente 39, 40 in Richtung der Arbeitskanten 42 zumindest einer Außenabmessung
63 der beiden in Richtung der Hilfsarbeitskante 47 voneinander distanziert angeordneten
Schenkeln 58 zu wählen. Der Verbindungssteg 59 ist bevorzugt mit gleicher Längserstreckung
in der gleichen Richtung zu wählen. Damit wird es möglich, wie dies in der Fig. 8
zu ersehen ist, auch in der verkürzten Ausfädelstellung des Biegewerkzeuges 4 das
herzustellende Werkstück 2 einfach ausfädeln zu können. Das Werkzeughilfselement 46
wird aus der in der Fig. 7 dargestellten Arbeitsstellung in die in der Fig. 8 dargestellte
dazu verkürzte Ausfädelstellung verlagert.
[0058] Wie nun besser aus der Fig. 9 zu ersehen ist, können zwischen dem Basiskörper 53
des Werkzeughilfselements 46 und zumindest einem der Schenkel 58 des Führungskörpers
57 zusammenwirkende Anschlagelemente 64, 65 vorgesehen sein. Diese Anschlagelemente
64, 65 dienen dazu, den durchzuführenden Verstellweg des Werkzeughilfselements 46
relativ bezüglich des Führungskörpers 57 zu begrenzen. So können diese Anschlagelemente
64, 65 derart ausgebildet bzw. zueinander ausgerichtet sein, dass diese bei Erreichen
der Arbeitsstellung der Werkzeugelemente 39, 40 sowie des Werkzeughilfselements 46
die zueinander fluchtende Ausrichtung der Arbeitskante 42 und der Hilfsarbeitskante
47 festlegen.
[0059] Es wäre aber beispielsweise auch möglich, dass die Anschlagelemente 64, 65 durch
die zuvor beschriebenen Führungselemente 60, 61 der Führung 56 gebildet sind. Des
Weiteren wäre es aber denkbar, auch mehrere Führungselemente 60, 61 und/oder mehrere
Anschlagelemente 64, 65 vorzusehen, um so eine exakte, verschwenkungsfreie Führung
und/oder Endlage des Werkzeughilfselements 46 relativ bezüglich des Führungskörpers
57 zu erzielen. Darüber hinaus können die Führungselemente 60, 61 und/oder die Anschlagelemente
64, 65 auch dazu dienen, eine definierte Endlage des und damit verbunden die zueinander
fluchtende Ausrichtung der Arbeitskanten 42 und der Hilfsarbeitskante 47 festzulegen.
[0060] Bei dem zuvor in Fig. 3 bis 6 beschrieben Biegewerkzeug 4 erfolgte die Abstützung
des Werkzeughilfselements 46 direkt, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung der Führungsleiste
52, an der Werkzeugaufnahme 19, 20. Bei diesem Ausführungsbeispiel stützt sich hingegen
der Führungskörper 57, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung der Führungsleiste 52,
an der Werkzeugaufnahme 19, 20 ab.
[0061] In der Fig. 10 ist eine weitere Ausführungsform des Biegewerkzeugs 4 gezeigt, wobei
wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in
den vorangegangenen Fig. 1 bis 9 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden,
wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1 bis 9 hingewiesen
bzw. Bezug genommen.
[0062] Zur Verstellung und Abstützung des Werkzeughilfselements 46 in der Arbeitsstellung
ist hier vorgesehen, dass zwischen dem Basiskörper 53 des Werkzeughilfselements 46
und dem Verbindungssteg 59 des Führungskörpers 57 eine Stützvorrichtung 66 angeordnet
ist. Damit wird es möglich, das Werkzeughilfselement 46 in dessen Arbeitsstellung
relativ bezüglich des Führungskörpers 57 in Verstellrichtung entlang der Führung 56
positioniert zu haltern. Die Stützvorrichtung 66 dient dazu, das Werkzeughilfselement
46 zumindest in dessen Arbeitsstellung positioniert relativ gegenüber den unmittelbar
benachbarten Werkzeugelemente 39, 40 ortsfest zu haltern bzw. zu fixieren. Zur Verstellung
des Werkzeughilfselements 46 kann wiederum eine hier nicht näher dargestellte Verstellvorrichtung
48 dienen, welche zusätzlich zur Stützvorrichtung 66 vorgesehen sein kann.
[0063] Um die Verstellbewegung des Werkzeughilfselements 46 von dessen Arbeitsstellung in
die Ausfädelstellung für das Biegewerkzeug 4 durchführen zu können, ist im vorliegenden
Ausführungsbeispiel zuerst die Wirkung der Stützvorrichtung 66 zwischen dem Basiskörper
53 und dem Verbindungssteg 59 des Führungskörpers 57 aufzuheben und anschließend daran
der Verstellvorgang durchzuführen.
[0064] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst die Stützvorrichtung 66 zumindest ein
Stützelement 67 , welches beispielsweise als Exzenterhebel ausgebildet ist. Durch
die unterschiedliche Längenausbildung in dessen Längs- und Querrichtung kann in der
dargestellten Position des Stützelements 67 beispielsweise die Arbeitsstellung des
Werkzeughilfselements 46 festgelegt werden. Wie gemäß eingetragenen Pfeilen angedeutet,
kann die Lage des Stützelements 67 der Stützvorrichtung 66 durch Verdrehen oder Verschwenken
derart geändert werden, dass die Abstützwirkung für das Werkzeughilfselement 46 aufgehoben
ist und damit das Werkzeughilfselement 46 von dessen Arbeitsstellung in die Ausfädelstellung
verbracht werden kann. Dies kann durch die Verstellvorrichtung 48 erfolgen, welche
jedoch hier der besseren Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt worden ist. Des
Weiteren können aber auch hier wiederum entsprechende Führungselemente 60, 61 und/oder
Anschlagelemente 64, 65 vorgesehen werden, wie dies bereits zuvor detailliert beschrieben
worden ist. Der Übersichtlichkeit halber wird auf die Darstellung dieser zuvor beschriebenen
Elemente ebenfalls verzichtet.
[0065] In der Fig. 11 ist eine Ausführungsform des Biegewerkzeugs 4 gezeigt, wobei wiederum
für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen
Fig. 1 bis 10 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf
die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1 bis 10 hingewiesen bzw.
Bezug genommen.
[0066] Diese hier dargestellte Ausführungsform ist ähnlich ausgebildet wie dies bereits
zuvor in der Fig. 10 beschrieben worden ist. Im Gegensatz zu der zuvor beschriebenen
Ausführungsform umfasst die Stützvorrichtung 66 hier mehrere Stützelemente 67, welche
beispielsweise durch schwenkbare Hebel gebildet sind. Diese können beispielsweise
am Verbindungssteg 59 und/oder an den Schenkeln 58 des Führungskörpers 57 gehalten
bzw. daran gelagert sein. Auch hier ist wiederum mit Pfeilen angedeutet, dass zuerst
die Stützwirkung der Stützelemente 67 bei dem sich in der Arbeitsstellung befindlichen
Werkzeughilfselement 46 aufzuheben ist, um anschließend die Verstellung bzw. Verlagerung
des Werkzeughilfselement 46 von dessen Arbeitsstellung in die Ausfädelstellung des
Biegewerkzeugs 4 durchführen zu können. Das Stützelement 67 kann aber auch durch eine
Stellspindel, Zahnstange oder dgl. gebildet sein.
[0067] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Biegewerkzeugs
4 sowie der Biegepresse 3, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung
nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt
ist.
[0068] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
[0069] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen
mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10
oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
[0070] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus Der Biegepresse 3 sowie des Biegewerkzeugs 4 diese bzw. deren Bestandteile
teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
[0071]
| 1 |
Fertigungsanlage |
31 |
Greiffinger |
| 2 |
Werkstück |
32 |
Greiffinger |
| 3 |
Biegepresse |
33 |
Arbeitsebene |
| 4 |
Biegewerkzeug |
34 |
Biegebereich |
| 5 |
Biegestempel |
35 |
Schenkel |
| 6 |
Biegegesenk |
36 |
Schenkel |
| 7 |
Maschinengestell |
37 |
Biegewinkel |
| 8 |
Bodenplatte |
38 |
Bezugsebene |
| 9 |
Seitenwange |
39 |
erstes Werkzeugelement |
| 10 |
Seitenwange |
40 |
zweites Werkzeugelement |
| 11 |
Querverband |
41 |
Arbeitsbereich |
| 12 |
Frontstirnfläche |
42 |
Arbeitskante |
| 13 |
Pressbalken |
43 |
Grundkörper |
| 14 |
Frontstirnfläche |
44 |
Horn |
| 15 |
Linearführung |
45 |
Abstand |
| 16 |
Pressbalken |
46 |
Werkzeughilfselement |
| 17 |
Stirnfläche |
47 |
Hilfsarbeitskante |
| 18 |
Stirnfläche |
48 |
Verstellvorrichtung |
| 19 |
Werkzeugaufnahme |
49 |
Stirnseite |
| 20 |
Werkzeugaufnahme |
50 |
Arretierelement |
| 21 |
Antriebsanordnung |
51 |
Arretierelement |
| 22 |
Antriebsmittel |
52 |
Führungsleiste |
| 23 |
Energienetz |
53 |
Basiskörper |
| 24 |
Steuervorrichtung |
54 |
Hilfshorn |
| 25 |
Eingabeterminal |
55 |
Führungsvorrichtung |
| 26 |
Spindeltrieb |
56 |
Führung |
| 27 |
Stellmittel |
57 |
Führungskörper |
| 28 |
Manipulator |
58 |
Schenkel |
| 29 |
Vorrats stapel |
59 |
Verbindungssteg |
| 30 |
Greifzange |
60 |
Führungselement |
| 61 |
Führungselement |
| 62 |
Länge |
| 63 |
Außenabmessung |
| 64 |
Anschlagelement |
| 65 |
Anschlagelement |
| 66 |
Stützvorrichtung |
| 67 |
Stützelement |
1. Biegepresse (3), insbesondere Abkantpresse, für das Abkanten von aus Blech zu fertigenden
Werkstücken (2) entlang eines Biegebereiches (34), mit Pressbalken (13, 16), an denen
ein Biegewerkzeug (4), insbesondere Biegestempel (5) und Biegegesenk (6) gehalten
ist, welches Biegewerkzeug (4) aus einem ersten Werkzeugelement (39) sowie zumindest
einem zweiten Werkzeugelement (40) gebildet ist und die Werkzeugelemente (39, 40)
in Längsrichtung des Biegebereichs (34) hintereinander angeordnet sind, wobei diese
in deren Arbeitsbereich (41) jeweils in einer Arbeitsebene (33) angeordnete Arbeitskanten
(42) aufweisen, und dabei zumindest eines der Werkzeugelemente (39, 40) in dessen
Arbeitsbereich (41) mit einem in Längsrichtung der Arbeitskante (42) bezüglich seines
Grundkörpers (43) auf die vom anderen Werkzeugelement (40, 39) abgewendete Seite darüber
hinaus vorragenden Horn (44) ausgebildet ist, und die Werkzeugelemente (39, 40) am
Pressbalken (13, 16) längsverschieblich befestigt sind, wobei in einer Arbeitsstellung
des Biegewerkzeugs (4) das erste Werkzeugelement (39) und das zumindest zweite Werkzeugelement
(40) im Bereich von deren Arbeitskanten (42) in Längsrichtung derselben in einem Abstand
(45) voneinander distanziert angeordnet sind und wobei zwischen den Werkzeugelementen
(39, 40) zumindest ein den Abstand (45) zumindest im Bereich der Arbeitskanten (42)
überbrückendes Werkzeughilfselement (46) angeordnet ist, welches bezüglich der unmittelbar
benachbart dazu verlaufend angeordneten Arbeitskanten (42) der Werkzeugelemente (39,
40) eine dazu fluchtend ausgerichtet verlaufende Hilfsarbeitskante (47) aufweist,
wobei in einer Ausfädelstellung für das zu fertigende Werkstück (2) das den Abstand
(45) im Bereich der Arbeitskanten (42) überbrückende Werkzeughilfselement (46) entfernt
ist und der Abstand (45) zwischen dem ersten Werkzeugelement (39) und dem zumindest
zweiten Werkzeugelement (40) im Bereich von deren Arbeitskanten (42) verkleinert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Werkzeugelement (39) und das zumindest zweite Werkzeugelement (40) in deren
Arbeitsbereichen (41) an einander zugewendeten Stirnseiten (49) jeweils ein weiteres
über die Stirnseite (49) des Grundkörpers (43) auf die dem anderen Werkzeugelement
(40, 39) zugewendete Seite hinaus vorragendes Horn (44) aufweist und dass das Werkzeughilfselement
(46) einen Basiskörper (53) sowie im Arbeitsbereich (41) beidseits über den Basiskörper
(53) in Richtung der Hilfsarbeitskante (47) vorragende Hilfshörner (54) aufweist und
dass der Basiskörper (53) des Werkzeughilfselements (46) in einer in etwa parallelen
Richtung bezüglich der Arbeitsebene (33) sowie in etwa senkrechten Richtung bezüglich
der Hilfsarbeitskante (47) ausgerichteten Führung (56) einer Führungsvorrichtung (55)
geführt ist und dass die Führungsvorrichtung (55) einen Führungskörper (57) mit in
Richtung der Hilfsarbeitskante (47) voneinander distanziert angeordneten Schenkel
(58) umfasst, die sich beidseits des Basiskörpers (53) erstrecken, und die beiden
Schenkel (58) auf der von der Hilfsarbeitskante (47) abgewendeten Seite über einen
Verbindungssteg (59) miteinander verbunden sind und dass der Führungskörper (57) sowohl
in der Arbeitsstellung als auch in der Ausfädelstellung zwischen den beiden Werkzeugelementen
(39, 40) angeordnet ist.
2. Biegepresse (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Arbeitsstellung im Arbeitsbereich (41) des ersten Werkzeugelements (39) und
dem zumindest zweiten Werkzeugelement (40) sowie dem Werkzeughilfselement (46) die
Arbeitskanten (42) und die Hilfsarbeitskante (47) unmittelbar hintereinander angeordnet
sind.
3. Biegepresse (3) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeughilfselement (46) mit einer Verstellvorrichtung (48) verbunden ist, mittels
welcher das Werkzeughilfselement (46) von seiner Arbeitsstellung in die Ausfädelstellung
für das zu fertigende Werkstück (2) verstellbar ist.
4. Biegepresse (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Basiskörper (53) und zumindest einem der beiden Schenkel (58) zusammenwirkende
Führungselemente (60, 61) vorgesehen sind.
5. Biegepresse (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Summe von Längen (62) der beiden einander zugewendeten Hörner (44) der Werkzeugelemente
(39, 40) in Richtung der Arbeitskanten (42) zumindest einer Außenabmessung (63) der
beiden in Richtung der Hilfsarbeitskante (47) voneinander distanziert angeordneten
Schenkeln (58) entspricht.
6. Biegepresse (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Basiskörper (53) des Werkzeughilfselements (46) und zumindest einem
der Schenkel (58) des Führungskörpers (57) zusammenwirkende Anschlagelemente (64,
65) vorgesehen sind, welche bei Erreichen der Arbeitsstellung der Werkzeugelemente
(39, 40) sowie des Werkzeughilfselements (46) die zueinander fluchtende Ausrichtung
der Arbeitskanten (42) und der Hilfsarbeitskante (47) festlegen.
7. Biegepresse (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Basiskörper (53) des Werkzeughilfselements (46) und dem Verbindungssteg
(59) des Führungskörpers (57) eine Stützvorrichtung (66) angeordnet ist, welche das
Werkzeughilfselement (46) in dessen Arbeitsstellung relativ bezüglich des Führungskörpers
(57) in Verstellrichtung entlang der Führung (56) positioniert hält.
8. Biegepresse (3) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützvorrichtung (66) zumindest ein Stützelement (67) umfasst, welches ausgewählt
ist aus der Gruppe von Exzenterhebel, schwenkbarer Hebel, Stellspindel, Zahnstange.
1. A bending press (3), in particular a press brake, for bending workpieces (2) to be
made from sheet metal along a bending region (34), having pressure bars (13, 16) on
which a bending tool (4), in particular a bending punch (5) and bending die (6) is
held, which bending tool (4) is formed from a first tool element (39) and also at
least a second tool element (40) and the tool elements (39, 40) are arranged behind
one another in the longitudinal direction of the bending region (34), wherein said
tool elements (39, 40) each have working edges (42) arranged in a working plane (33)
in a working region (41) thereof, and in this case at least one of the tool elements
(39, 40) is configured in the working region (41) thereof with a horn extension (44)
projecting in the longitudinal direction of the working edge (42) in relation to its
base body (43) beyond the side facing away from the other tool element (40, 39) and
the tool elements (39, 40) are fastened to the pressure bar (13, 16) in a longitudinally
displaceable manner, wherein when the bending tool (4) is in a working position, the
first tool element (39) and the at least second tool element (40) are arranged in
the region of the working edges (42) thereof in the longitudinal direction of the
same spaced apart at a distance (45) from one another and wherein at least one ancillary
tool element (46) bridging the distance (45) at least in the region of the working
edges (42) is arranged between the tool elements (39, 40), which ancillary tool element
(46) exhibits in relation to the working edges (42) of the tool elements (39, 40)
arranged running directly adjacent thereto an ancillary working edge (47) running
oriented flush thereto, wherein the ancillary tool element (46) bridging the distance
(45) in the region of the working edges (42) is removed in an unthreading position
for the workpiece (2) being produced and the distance (45) between the first tool
element (39) and the at least second tool element (40) is scaled down in the region
of the working edges (42) thereof, characterized in that the first tool element (39) and the at least second tool element (40) has in the
working regions (41) thereof on front ends (49) facing one another a further extension
horn (44) in each case extending beyond the front end (49) of the main body (43) onto
the side facing the other tool element (40, 39) and that the ancillary tool element
(46) has a base body (53) and also ancillary extension horns (54) projecting on both
sides in the working region (41) beyond the base body (53) in the direction of the
ancillary working edge (47) and that the base body (53) of the ancillary tool element
(46) is guided in a roughly parallel direction in relation to the working plane (33)
and also in a guide (56) of a guiding device (55) oriented in a roughly perpendicular
direction in relation to the ancillary working edge (47) and that the guiding device
(55) comprises a guide body (57) with legs (58) arranged spaced apart from one another
in the direction of the ancillary working edge (47), which legs (58) extend on either
side of the base body (53) and the two legs (58) are connected to one another on the
side facing away from the ancillary working edge (47) via a connecting crosspiece
(59) and that the guide body (57) is arranged between the two tool elements (39, 40)
both in the working position and in the unthreading position.
2. The bending press (3) according to claim 1, characterized in that in the working position in the working region (41) of the first tool element (39)
and the at least second tool element (40) and the ancillary tool element (46), the
working edges (42) and the ancillary working edge (47) are arranged immediately behind
one another.
3. The bending press (3) according to claim 1 or 2, characterized in that the ancillary tool element (46) is connected to an adjusting device (48), by means
of which the ancillary tool element (46) can be adjusted from its working position
into the unthreading position for the workpiece (2) to be produced.
4. The bending press (3) according to one of claims 1 to 3, characterized in that between the base body (53) and at least one of the two legs (58) are provided interacting
guiding elements (60, 61).
5. The bending press (3) according to one of claims 1 to 4, characterized in that a total of lengths (62) in the direction of the working edges (42) of the two extension
horns (44) of the tool elements (39, 40) facing one another at least corresponds to
an outer dimension (63) of the two legs (58) arranged spaced apart from one another
in the direction of the ancillary working edge (47).
6. The bending press (3) according to one of claims 1 to 5, characterized in that interacting stop elements (64, 65) are provided between the base body (53) of the
ancillary tool element (46) and at least one of the legs (58) of the guide body (57)
which, on reaching the working position of the tool elements (39, 40) and also of
the ancillary tool element (46), define the orientation of the working edges (42)
and the ancillary working edge (47) flush with one another.
7. The bending press (3) according to one of claims 1 to 6, characterized in that between the base body (53) of the ancillary tool element (46) and the connecting
crosspiece (59) of the guide body (57) is arranged a supporting device (66) which
holds the ancillary tool element (46) positioned in the working position thereof relative
to the guide body (57) in the adjusting direction along the guide (56).
8. The bending press (3) according to claim 7, characterized in that the supporting device (66) comprises at least one supporting element (67) which is
chosen from the group comprising an eccentric lever, pivotable lever, adjusting screw
and gear rack.
1. Presse plieuse (3), plus particulièrement presse de cintrage, pour le cintrage de
pièces (2) à fabriquer en tôle le long d'une zone de pliage (34), avec des barres
de presse (13, 16), au niveau desquelles un outil de pliage (4), plus particulièrement
un poinçon de pliage (5) et une matrice de pliage (6), est maintenu, cet outil de
pliage (4) étant constitué d'un premier élément d'outil (39) ainsi que d'au moins
un deuxième élément d'outil (40) et les éléments d'outil (39, 40) sont disposés l'un
derrière l'autre dans la direction longitudinale de la zone de pliage (34), chacun
d'eux comprenant, dans sa zone de travail (41), des arêtes de travail (42) disposées
chacune dans un plan de travail (33) et au moins un des éléments d'outil (39, 40)
étant conçu, dans cette zone de travail (41), avec une corne (44) en saillie, dans
la direction longitudinale de l'arête de travail (42) par rapport à son corps de base
(43), sur le côté opposé à l'autre élément d'outil (40, 39), au-delà de celui-ci,
et les éléments d'outil (39, 40) étant fixés de manière coulissante longitudinalement
sur la barre de presse (13, 16), le premier élément d'outil (39) et l'au moins un
deuxième élément d'outil (40) étant disposés, dans une position de travail de l'outil
de pliage (4), au niveau de leurs arêtes de travail (42), dans la direction longitudinale
de celles-ci avec une distance (45) entre eux et, entre les éléments d'outil (39,
40), est disposé au moins un élément auxiliaire d'outil (46), comblant la distance
(45) au moins au niveau des arêtes de travail (42), qui comprend une arête de travail
auxiliaire (47) alignée par rapport aux arêtes de travail (42) des éléments d'outil
(39, 40), qui s'étendent de manière immédiatement adjacente à celle-ci, moyennant
quoi, dans une position de retrait pour la pièce (2) à fabriquer, l'élément auxiliaire
d'outil (46) comblant la distance au niveau des arêtes de travail (42) étant retiré
et la distance (45) entre le premier élément d'outil (39) et l'au moins un deuxième
élément d'outil (40) est réduite au niveau de leurs arêtes de travail (42), caractérisé en ce que le premier élément d'outil (39) et l'au moins un deuxième élément d'outil (40) comprennent
chacun dans leurs zones de travail (41), au niveau de côtés (49) orientés les uns
vers les autres, une autre corne (44) en saillie au-delà de la face frontale (49)
du corps de base (43) vers le côté orienté vers l'autre élément d'outil (40, 39) et
en ce que l'élément auxiliaire d'outil (46) comprend un corps de base (53) ainsi que des cornes
auxiliaires (54) en saillie des deux côtés dans la zone de travail (41) au-delà du
corps de base (53) en direction de l'arête de travail auxiliaire (47) et en ce que le corps de base (53) de l'élément auxiliaire d'outil (46) est guidé dans un guidage
(56), orienté dans une direction parallèle au plan de travail (33) ainsi que dans
une direction perpendiculaire à l'arête de travail auxiliaire (47), d'un dispositif
de guidage (55) et en ce que le dispositif de guidage (55) comprend un corps de guidage (57) avec des montants
(58), disposés à une certaine distance entre eux en direction de l'arête de travail
auxiliaire (47), qui s'étendent des deux côtés du corps de base (53) et les deux montants
(58) sont reliés entre eux sur le côté opposé à l'arête de travail auxiliaire (47),
par l'intermédiaire d'une nervure de liaison (59) et en ce que le corps de guidage (57) est disposé, aussi bien dans la position de travail que
dans la position de retrait, entre les deux éléments d'outil (39, 40).
2. Presse plieuse (3) selon la revendication 1, caractérisée en ce que, dans la position de travail, dans la zone de travail (41) du premier élément d'outil
(39) et de l'au moins un deuxième élément d'outil (40) ainsi que de l'élément auxiliaire
d'outil (46), les arêtes de travail (42) et l'arête de travail auxiliaire (47) sont
disposées directement l'une derrière l'autre.
3. Presse plieuse (3) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'élément auxiliaire d'outil (46) est relié avec un dispositif de déplacement (48)
au moyen duquel l'élément auxiliaire d'outil (46) peut être déplacé de sa position
de travail vers la position de retrait pour la pièce à fabriquer (2).
4. Presse plieuse (3) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que, entre le corps de base (53) et au moins un des deux montants (58) sont prévus des
éléments de guidage (60, 61) interagissant entre eux.
5. Presse plieuse (3) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'une somme de longueurs (62) des deux cornes (44), orientées l'une vers l'autre, des
éléments d'outil (39, 40) en direction des arêtes de travail (42) correspond à au
moins une dimension extérieure (63) des deux montants (58) disposés à une certaine
distance entre eux en direction de l'arête de travail auxiliaire (47).
6. Presse plieuse (3) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que, entre le corps de base (53) de l'élément auxiliaire d'outil (46) et au moins un
des montants (58) du corps de guidage (57), sont prévus des éléments de butée (64,
65) interagissant entre eux, qui déterminent, lorsque la position de travail des éléments
d'outil (39, 40) ainsi que de l'élément auxiliaire d'outil (46) est atteinte, l'orientation
alignée entre elles des arêtes de travail (42) et de l'arête de travail auxiliaire
(47).
7. Presse plieuse (3) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que, entre le corps de base (53) de l'élément auxiliaire d'outil (46) et la nervure de
liaison (59) du corps de guidage (57), est disposé un dispositif d'appui (66) qui
maintient l'élément auxiliaire d'outil (46) dans sa position de travail par rapport
au corps de guidage (57) dans la direction de déplacement le long du guidage (56).
8. Presse plieuse (3) selon la revendication 7, caractérisée en ce que le dispositif d'appui (66) comprend au moins un élément d'appui (67) qui est sélectionné
dans le groupe constitué d'un levier excentrique, d'un levier pivotant, d'une broche
de réglage, d'une crémaillère.