[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines quer zu seiner
Längsrichtung gewellten Rohres aus Metall, welches dabei eine aus Wellenbergen und
Wellentälern bestehende Wellung erhält, bei welchem eine Welleinrichtung eingesetzt
wird, welche eine erste Wellung als Vorwellung in das in seiner Längsrichtung durch
dieselbe bewegte Rohr eindrückt, mit einem gegebenen axialen Abstand zwischen den
Wellenbergen derselben, und bei welchem der Abstand zwischen den Wellenbergen anschließend
zur Erzielung einer zweiten Wellung durch eine an dem Rohr anliegende Spanneinheit
verringert wird sowie auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens (
CH 496 490 A).
[0002] Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von quer zu ihrer Längsrichtung gewellten
Rohren sind seit Jahren bekannt und im Einsatz. Die Rohre sind durch die Wellung gut
biegbar und stabil gegen radiale Belastungen. Die Wellung kann wendelförmig oder ringförmig
verlaufen. Das wird mit entsprechenden Vorrichtungen ermöglicht, welche die Wellung
in ein in seiner Längsrichtung bewegtes glattes Rohr eindrücken. Solche Rohre können
zum Transport von flüssigen oder gasförmigen Medien eingesetzt werden. Sie können
auch als elektrische Leiter für Hochfrequenzkabel oder als Mantel für Starkstromkabel
und Nachrichtenkabel verwendet werden. Der Grad ihrer Biegbarkeit hängt wesentlich
vom axialen Abstand der Wellenberge voneinander und von der Tiefe der Wellung ab,
d. h. vom radialen Unterschied der Wellenberge und der jeweils benachbarten Wellentäler.
[0003] Aus der
DE 24 00 842 A1 gehen ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines hochflexiblen Rohres
mit einer Wellung hervor, deren Wellenberge dicht aneinander liegen und das eine relativ
tiefe Wellung aufweist. Das Rohr wird nach dem Einprägen der Wellung in einer Wellvorrichtung
durch eine Abzugseinrichtung gegen ein ringförmiges Werkzeug gedrückt und dabei gestaucht,
wodurch der axiale Abstand der Wellenberge voneinander verringert wird.
[0004] Die eingangs erwähnte
CH 496 490 A beschreibt eine Wellvorrichtung für Rohre, die eine erste Anordnung aufweist, mit
welcher in ein glattes Rohr Schritt für Schritt, diskontinuierlich ringförmige Kerben
eingedrückt werden. Das mit einer durch die Kerben erzeugten Wellung versehene Rohr
wird einer zweiten Anordnung zugeführt, in welcher der axiale Abstand zwischen den
Wellenbergen der in der ersten Anordnung erzeugten Wellung verringert wird. Die zweite
Anordnung besteht aus drei Teilen, welche über in Achsrichtung des Rohres wirksame
Federn miteinander verbunden sind. Die drei Teile wirken in einer zweistufigen Arbeitsweise
zusammen, komprimieren die Wellung des gewellten Rohres und bewirken eine Vorschubbewegung
des Rohres durch die erste Anordnung um einen Schritt. In der ersten Anordnung wird
dann eine weitere ringförmige Kerbe in das Rohr eingedrückt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs geschilderte Verfahren und
die zugehörige Vorrichtung so weiterzubilden, daß eine kontinuierliche Fertigung eines
gewellten Rohres mit komprimierter Wellung möglich ist.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
- daß eine aus zwei voneinander getrennten Spannvorrichtungen bestehende Spanneinheit
eingesetzt wird, die beide in radialer Richtung hintereinander fest an das mit der
Wellung versehene Rohr angelegt werden,
- daß eine erste, mit einem Antrieb ausgerüstete Spannvorrichtung in Arbeitsstellung
mit gleicher Geschwindigkeit wie das Rohr mit demselben mitbewegt wird,
- daß das mit der Wellung versehene Rohr durch die erste Spannvorrichtung kontinuierlich
gegen einen durch die zweite, ebenfalls mit einem Antrieb ausgerüstete Spannvorrichtung
realisierten Festpunkt gedrückt wird, die in Arbeitsstellung bezogen auf die Welleinrichtung
in axialer Richtung hinter der ersten Spannvorrichtung angeordnet ist, und
- daß beide Spannvorrichtungen zyklisch vom Rohr abgenommen und in Gegenrichtung zur
Bewegungsrichtung des Rohres jeweils in eine neue Position zurückbewegt und in dieser
neuen Position wieder in den beiden unterschiedlichen Bereichen an das Rohr angelegt
werden.
[0007] Dieses Verfahren und die entsprechende Vorrichtung arbeiten kontinuierlich. Das Rohr
wird ohne Unterbrechung in seiner Längsrichtung durch die Welleinrichtung bewegt und
dementsprechend kontinuierlich mit einer ersten Wellung versehen. Diese erste Wellung
ist eine Vorwellung, die anschließend zu der gewünschten Wellung komprimiert wird.
Das Rohr wird dabei zunächst in bekannter Technik ohne wesentliche Materialbelastung
gewellt. Die engere bzw. auch tiefere Wellung wird dann durch das Zusammenwirken der
beiden Spannvorrichtungen erreicht, die in unterschiedlichen Bereichen des Rohres
fest an demselben anliegen. Die zweite Spannvorrichtung wird dabei so eingestellt,
daß sie als eine Art Festpunkt wirkt bzw. einen Festpunkt realisiert, gegen den die
erste Spannvorrichtung das gewellte Rohr mit kontinuierlichem Vorschub drückt. Dabei
werden die Wellenberge des gewellten Rohres näher aneinander gebracht, so daß sich
ein Rohr ergibt, das eine erhöhte Biegbarkeit hat.
[0008] Beide Spannvorrichtungen werden unter kurzzeitiger Freigabe des Rohres in zyklischer
Reihenfolge entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung des Rohres zurückbewegt und wieder
an das Rohr angelegt. Das kann für die erste Spannvorrichtung beispielsweise jeweils
dann erfolgen, wenn zwei Wellenberge zusammengedrückt sind. Mit entsprechendem Aufwand
kann die zyklische Rückbewegung zumindest der ersten Spannvorrichtung auch nach jeweils
einem zusammengedrückten Wellenberg erfolgen. Diese zyklische Rückbewegung der Spannvorrichtungen
kann auch erfolgen, wenn mehr als zwei Wellenberge zusammengedrückt sind. Beide Spannvorrichtungen
können gleichzeitig zurückbewegt werden. Mit Vorteil werden sie aber zeitlich versetzt
zurückbewegt, so daß immer eine der Spannvorrichtungen in dem zugehörigen Bereich
am Rohr anliegt.
[0009] Der Abstand der Wellenberge in dem komprimierten Bereich des Rohres voneinander läßt
sich durch die für die zweite Spannvorrichtung zu verwendende Art der Bewegung einstellen.
So kann die zweite Spannvorrichtung ebenfalls mit dem Rohr mitbewegt werden, allerdings
mit einer gegenüber der Geschwindigkeit der ersten Spannvorrichtung niedrigeren Geschwindigkeit.
Die zweite Spannvorrichtung kann auch, ohne den Einsatz ihres Antriebs, also bei Stillstand,
nur fest an das Rohr angelegt werden. Es ist auch möglich, die zweite Spannvorrichtung
während der kontinuierlichen Fertigung in zur Bewegungsrichtung der ersten Spannvorrichtung
entgegengesetzter Richtung anzutreiben.
[0010] Die beiden Spannvorrichtungen bestehen mit Vorteil aus zwei als Halbschalen ausgeführten
Teilen, die in Arbeitsposition miteinander verriegelt werden können und dann einen
Ring bilden. Es können aber auch aus mehr als zwei Teilen bestehende Spannvorrichtungen
eingesetzt werden. Die Teile der Spannvorrichtungen können in Arbeitsposition lediglich
ausreichend fest außen an den jeweiligen Bereichen des Rohres anliegen. Mit Vorteil
hat zumindest die erste Spannvorrichtung aber an ihrer inneren Oberfläche mindestens
eine ringförmig bzw. wendelförmig verlaufende Rippe, die in Arbeitsposition in ein
Wellental des gewellten Rohres eingreift. Für die zyklische Rückbewegung der beiden
Spannvorrichtungen brauchen deren Teile nur entriegelt und vom Rohr abgenommen sowie
in der jeweils neuen Position wieder an dasselbe angelegt zu werden. Die Rückbewegung
der beiden Spannvorrichtungen kann mit Vorteil automatisch durchgeführt werden, beispielsweise
mittels ihrer Antriebe oder durch gesonderte Antriebe.
[0011] Verfahren und Vorrichtung nach der Erfindung werden anhand der Zeichnungen als Ausführungsbeispiele
erläutert.
[0012] Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach der Erfindung.
Fig. 2 eine Einzelheit aus Fig. 1 in vergrößerter Darstellung.
Fig. 3 unterschiedliche Positionen eines gewellten Rohres und von bei Durchführung
des Verfahrens eingesetzten Bauteilen.
[0013] Mit dem Verfahren und der Vorrichtung nach der Erfindung wird in ein zunächst glattes
Rohr aus Metall, vorzugsweise aus Stahl, eine Wellung eingedrückt. Das Rohr kann grundsätzlich
ein auf beliebige Art und Weise vorgefertigtes Rohr sein.
[0014] In der folgenden Beschreibung wird eine an sich bekannte Technik zur Herstellung
eines glatten Rohres beschrieben, das mit dem Verfahren und der Vorrichtung nach der
Erfindung nach seiner Herstellung gewellt wird. Die Wellung kann wendelförmig, mit
Vorteil aber ringförmig ausgeführt sein.
[0015] Gemäß Fig. 1 wird von einer Spule 1 ein vorzugsweise aus Stahl bestehendes Band 2
abgezogen und in der durch einen Pfeil P gekennzeichneten Richtung einer Formungseinheit
3 zugeführt. In der Formungseinheit 3 wird das Band 2 längseinlaufend zu einem Schlitzrohr
geformt, in dem die beiden Kanten des Bandes 2 an einem in Längsrichtung verlaufenden
Schlitz aneinander liegen. Der Schlitz wird in einer Schweißeinrichtung 4 verschweißt,
wodurch ein rundum geschlossenes, glattes Rohr 5 erzeugt ist. Für die Bewegung des
Bandes 2 und des daraus hergestellten Rohres 5 wird ein grundsätzlich bekannter Abzug
6 eingesetzt. Der Abzug 6 kann beispielsweise ein Raupenabzug oder ein Klemmbackenabzug
sein.
[0016] Das fertige glatte Rohr 5 gelangt dann in eine Welleinrichtung 7, in welcher eine
quer zu seiner Längsrichtung verlaufende Wellung als Vorwellung in dasselbe eingedrückt
wird, die - wie bereits erwähnt - vorzugsweise ringförmig verläuft. Das mit der Vorwellung
versehene Rohr 5 geht aus dem linken Teil von Fig. 2 hervor. Das vorgewellte Rohr
5 wird danach einer Spanneinheit 8 zugeführt, deren Aufbau und Wirkungsweise anhand
der Fig. 2 und 3 erläutert werden. Mittels der Spanneinheit 8 wird die Vorwellung
komprimiert. Die Form des mit einer zusammengedrückten Wellung versehenen Rohres 5
geht aus der rechten Seite der Fig. 2 hervor. Das danach fertige Rohr 5 kann auf eine
Spule 9 aufgewickelt werden.
[0017] Die Spanneinheit 8 besteht aus zwei voneinander getrennten Spannvorrichtungen 10
und 11, die in Arbeitsposition fest an unterschiedlichen Bereichen des Rohres 5 anliegen.
Sie sind parallel zur Achse des Rohres 5 in Richtung der Doppelpfeile 12 bzw. 13 verschiebbar.
Dazu können die beiden Spannvorrichtungen 10 und 11 beispielsweise entlang eines schematisch
angedeuteten Führungselements, beispielsweise einer Schiene 14, geführt sein.
[0018] Die Spannvorrichtungen 10 und 11 sind beispielsweise als Halbschalen ausgeführt,
die in Arbeitsposition unter fester Anlage am Rohr 5 zu einem Ring miteinander verriegelt
sind. Beide Spannvorrichtungen 10 und 11, greifen in Arbeitsposition in die Wellung
des Rohres 5 ein. Sie liegen zu Beginn des Verfahrens an dem mit der Vorwellung versehenen
Rohr 5 an. Bei Durchführung des Verfahrens liegt die Spannvorrichtung 10 weiter im
Bereich 15 des vorgewellten Rohres 5 an, während die Spannvorrichtung 11 dann bei
kontinuierlicher Fertigung am komprimierten Bereich 16 des Rohres 5 mit der zusammengedrückten
Wellung anliegt.
[0019] Das Verfahren nach der Erfindung arbeitet anhand der Darstellungen in Fig. 3, welche
der Einfachheit halber nur die Wellung und nicht das ganze Rohr zeigen, beispielsweise
wie folgt:
Das Rohr 5 wird der Spanneinheit 8 mit konstanter Geschwindigkeit kontinuierlich zugeführt.
Deren beide Spannvorrichtungen 10 und 11 werden gemäß Fig. 3a mit axialem Abstand
zueinander an das mit der Vorwellung versehene Rohr 5 angelegt. Die Spannvorrichtung
10 läuft danach mit der gleichen Geschwindigkeit wie das Rohr 5 mit demselben mit.
Sie wird dabei von einem nicht mit dargestellten Antrieb angetrieben.
[0020] Die Spannvorrichtung 11 ist ebenfalls mit einem Antrieb ausgerüstet. Zur weiteren
Erläuterung des Verfahrens wird zunächst angenommen, daß die Spannvorrichtung 11 zu
Beginn des Verfahrens durch ihren Antrieb ortsfest festgehalten wird. Die Spannvorrichtung
11 hält dann das Rohr 5 an der Stelle fest, an welcher sie an dasselbe angelegt ist.
Sie realisiert dadurch einen Festpunkt, gegen den das mit der Vorwellung versehene
Rohr 5 durch die erste Spannvorrichtung 10 gedrückt wird. Die Wellung des Rohres 5
wird dadurch so zusammengedrückt, daß der Abstand zwischen den Wellenbergen verringert
wird. Auf diese Art und Weise werden durch den Vorschub der ersten Spannvorrichtung
10 beispielsweise drei Wellenberge zusammengedrückt, so wie es in Fig. 3b dargestellt
ist.
[0021] Zumindest die Spannvorrichtung 10 muß danach in Gegenrichtung zur Bewegungsrichtung
des Rohres 5 entsprechend dem Pfeil 17 zurückbewegt werden, bis sie die aus Fig. 3c
ersichtliche neue Position hat. Die zweite Spannvorrichtung 11, welche das Rohr 5
nur fest hält, könnte zunächst ihre Position beibehalten, sie kann aber ebenfalls
in Richtung des Pfeiles 18 in die aus Fig. 3c ersichtliche Position zurückbewegt werden.
Für die Rückbewegung werden die Spannvorrichtungen 10 und 11 zunächst vom Rohr 5 abgenommen,
indem die ringförmig zusammengefügten Teile voneinander gelöst werden. In der jeweils
neuen Position werden die Teile der beiden Spannvorrichtungen 10 und 11 wieder zu
einem Ring zusammengefügt und miteinander verriegelt.
[0022] Nach der Neupositionierung zumindest der ersten Spannvorrichtung 10 läuft der im
wesentlichen gleiche Vorgang ab, wie er für Fig. 3a beschrieben ist. Es werden dann
beispielsweise drei weitere Wellenberge zusammengedrückt, so daß sich ein Bild entsprechend
der Darstellung in Fig. 3d ergibt. Die beiden Spannvorrichtungen 10 und 11 werden
im geschilderten Sinne mit Vorteil nacheinander zurückbewegt, damit immer eine Spannvorrichtung
am Rohr 5 anliegt.
[0023] Das Verfahren wird in diesem Sinne mit zyklisch folgender Rückbewegung der beiden
Spannvorrichtungen 10 und 11 solange mit kontinuierlichem Vorschub des Rohres 5 weitergeführt,
bis eine vorgegebene Anzahl von Wellenbergen des vorgewellten Rohres 5 zusammengedrückt
ist. Ein entsprechendes Rohr 5 geht aus Fig. 3e hervor. Dabei ist die erste Spannvorrichtung
10 nur der Vollstöndigkeit halber noch mit dargestellt.
[0024] Die gleiche Arbeitsweise des Verfahrens gilt auch dann, wenn die zweite Spannvorrichtung
11 mit gegenüber der Geschwindigkeit der ersten Spannvorrichtung 10 niedrigerer Geschwindigkeit
angetrieben und mit dem Rohr 5 in dessen Bewegungsrichtung mitbewegt wird. Der Abstand
der zusammengedrückten Wellenberge ist dann größer als bei der Ausführungsform mit
ortsfest festgehaltener zweiter Spannvorrichtung 11. Wenn die zweite Spannvorrichtung
11 in einer weiteren Variante des Verfahrens in zur Bewegungsrichtung der ersten Spannvorrichtung
10 bzw. des Rohres 5 entgegengesetzter Richtung angetrieben wird, ergibt sich ein
Rohr 5, dessen Wellenberge dichter als bei der Ausführungsform mit ortsfest festgehaltener
zweiter Spannvorrichtung 11 zusammengedrückt sind.
1. Verfahren zur Herstellung eines quer zu seiner Längsrichtung gewellten Rohres aus
Metall, welches dabei eine aus Wellenbergen und Wellentälern bestehende Wellung erhält,
bei welchem eine Welleinrichtung eingesetzt wird, welche eine erste Wellung als Vorwellung
in das in seiner Längsrichtung durch dieselbe bewegte Rohr eindrückt, mit einem gegebenen
axialen Abstand zwischen den Wellenbergen derselben, und bei welchem der Abstand zwischen
den Wellenbergen anschließend zur Erzielung einer zweiten Wellung durch eine an dem
Rohr anliegende Spanneinheit verringert wird,
dadurch gekennzeichnet,
- daß eine aus zwei voneinander getrennten Spannvorrichtungen (10,11) bestehende Spanneinheit
eingesetzt wird, die beide in radialer Richtung hintereinander fest an das mit der
Wellung versehene Rohr (5) angelegt werden,
- daß eine erste, mit einem Antrieb ausgerüstete Spannvorrichtung (10) in Arbeitsstellung
mit gleicher Geschwindigkeit wie das Rohr (5) mit demselben mitbewegt wird,
- daß das mit der Wellung versehene Rohr (5) durch die erste Spannvorrichtung (10) kontinuierlich
gegen einen durch die zweite, ebenfalls mit einem Antrieb ausgerüstete Spannvorrichtung
(11) realisierten Festpunkt gedrückt wird, die in Arbeitsstellung bezogen auf die
Welleinrichtung (7) in axialer Richtung hinter der ersten Spannvorrichtung (10) angeordnet
ist, und
- daß beide Spannvorrichtungen (10,11) zyklisch vom Rohr (5) abgenommen und in Gegenrichtung
zur Bewegungsrichtung des Rohres jeweils in eine neue Position zurückbewegt und in
dieser neuen Position wieder in den beiden unterschiedlichen Bereichen an das Rohr
(5) angelegt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Spannvorrichtung (11) in der gleichen Richtung wie die erste Spannvorrichtung
(10) aber mit niedrigerer Geschwindigkeit als dieselbe angetrieben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Spannvorrichtung (11) entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung der ersten
Spannvorrichtung (10) angetrieben wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Spannvorrichtung (11) ohne Einsatz ihres Antriebs fest an das Rohr (5)
angelegt wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Spannvorrichtungen (10,11) aus mindestens zwei Teilen bestehen, die in
Arbeitsstellung zu einem geschlossenen Ring miteinander verbunden sind, der fest am
Rohr (5) anliegt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile der Spannvorrichtungen (10,11) zumindest eine radial nach innen weisende
Rippe aufweisen, welche in Arbeitsstellung in die Wellung des Rohres (5) eingreift.