[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Brandriegelelement und einen Brandriegel,
umfassend mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an erfindungsgemäßen Brandriegelelementen,
sowie die Verwendung des erfindungsgemäßen Brandriegelelements oder des erfindungsgemäßen
Brandriegels als Brandsperre in Wärmedämmverbundsystemen für Gebäudefassaden sowie
zur Ver- oder Behinderung einer geschossübergreifenden Brandweiterleitung in der Dämmebene
von Wärmedämmverbundsystemen. Des Weiteren betrifft die Erfindung Wärmedämmverbundsysteme
umfassend mindestens ein erfindungsgemäßes Brandriegelelement oder einen erfindungsgemäßen
Brandriegel sowie Gebäudefassaden umfassend mindestens ein erfindungsgemäßes Brandriegelelement
oder mindestens einen erfindungsgemäßen Brandriegel oder mindestens ein erfindungsgemäßes
Wärmedämmverbundsystem.
[0002] Wärmedämmverbundsysteme, beispielsweise auf Basis geschäumter Styrolpolymerisate,
erhöhen, wenn an Gebäudefassaden angebracht, im Brandfall im Vergleich mit nicht gedämmten
Gebäudefassaden regelmäßig nicht die Gefahr einer verstärkten Brandausbreitung. Dieses
liegt unter anderem auch darin begründet, dass Wärmedämmverbundsysteme nach der Anbringung
an der Gebäudefassade zumeist unverzüglich mit einer mineralischen Putzschicht versehen
werden, dieses nicht zuletzt auch deshalb, um bei Verwendung graphit- oder rußhaltiger
Styrolpolymerisatdämmsysteme Schüsselbildung durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
[0003] In Deutschland werden im Bauwesen zur Wärmedämmung regelmäßig flammgeschützte EPS-Hartschaumstoffe
eingesetzt. Diese beginnen bei einer Temperatur von über 100°C langsam zu erweichen
und zu schrumpfen. Erst bei weiterer Erwärmung setzt der Schmelzvorgang ein. Aus der
Schmelze können sich bei längerer Wärmeeinwirkung gasförmige, brennbare Zersetzungsprodukte
entwickeln. Diese können unter Brandbedingungen bei Temperaturen oberhalb 350°C entzündbare
Gase bilden. Ohne Zündquelle entzünden sich diese thermischen Zersetzungsprodukte
erst bei Temperaturen im Bereich von 450°C bis 500°C. Bis zu diesen Temperaturen ist
EPS-Hartschaum nicht selbstentzündlich, auch kommt es nicht zum Glimmbrand. Sobald
der Kontakt mit einer Fremdflamme, einem sogenannten Primärbrand, unterbrochen wird,
ist daher im Allgemeinen weder ein Weiterbrennen bzw. ein Nachbrennen noch ein Nachglimmen
zu beobachten. Bei EPS-Hartschaum handelt es sich in Deutschland demgemäß um ein Produkt,
dass vom DIBt als schwerentflammbar eingestuft worden ist (B1 nach DIN 4102). Auch
hat sich gezeigt, dass Brand- und Schwelgase, die von EPS-Hartschäumen ausgehen, weniger
gefährlich sind als die thermischen Zersetzungsprodukte von zellulosischen Baustoffen
wie Holzfaserplatten oder Kork.
[0004] Insbesondere bei Wärmedämmverbundsystemen mit Dämmstoffdicken größer 100 mm werden
konstruktive brandschutztechnische Maßnahmen gefordert, um zu verhindern, dass das
Fassadensystem zu einer Brandweiterleitung über die Fassade beiträgt. Hierbei kommen
zum Beispiel Steinwollestreifen über Fensterstürzen oder so genannte Brandriegel zum
Einsatz. Solche Brandriegel können z.B. aus Mineralwolle oder Polyurethan gebildet
sein.
[0005] Bei einem Brandriegel handelt es sich in der Regel um eine im Wesentlichen vollständige
horizontale Unterbrechung der Schaumstoffdämmung vorzugsweise in mindestens jedem
zweiten Geschoss aus einem Material, das die Brandausbreitung be- bzw. verhindert.
Herkömmliche Brandriegel sind quaderförmige Produkte, die in ihren äußeren Abmessungen
auf das Wärmedämmverbundsystem, in das sie zu integrieren sind, abgestimmt sind. Demgemäß
liegt auf der Oberseite des quaderförmigen Brandriegels das geschäumte Isolationsmaterial
auf, so dass es nicht zur Ausbildung einer Wärmebrücke kommt.
[0006] Für hinterlüftete wärmegedämmte Gebäudefassaden schlägt die
EP 731 685 A2 die Verwendung eines Brandriegels in Kombination mit einem sich horizontal im Wesentlichen
über die gesamte Breite des Hinterlüftungsspaltes erstreckenden Flammsperrelements
aus einem nicht brennbaren Material vor. Bevorzugt könne man für den Brandriegel Polyurethanschaumstoffmaterialien
und für das Flammsperrelement eine Tragestruktur aus einem metallischen oder keramischen
Profilmaterial verwenden. Auf die geschilderte Art und Weise soll vermieden werden
können, dass der Hinterlüftungsspalt im Brandfall wie ein Kamin wirkt.
[0007] In der
DE 20 2007 007 225 U1 wird ein Bauelement für ein Wärmedämmverbundsystem beschrieben, mit dem einerseits
das Problem der Brandweiterleitung in den Griff bekommen und andererseits eine Inhomogenität
bei den Materialkennwerten in der Fassadenoberfläche vermieden werden soll. Dieses
werde dadurch erreicht, dass man eine Brandschutzschicht aus z.B. Mineralwolle, Glasgewebe,
Nadelfilz, einem beschichteten Glasnetz oder Mörtel zwischen zwei geschäumte Dämmelemente
anordnet, wobei sich diese Brandschutzschicht über die gesamte Querschnittsfläche
des Bauelements zu erstrecken hat. Auf diese Weise erhielte man einen quaderförmigen
Baukörper, der sich unproblematisch in herkömmliche Wärmedämmverbundsysteme integrieren
lassen soll.
[0008] Aus der
DE 10 2007 034 112 A1 geht ein Brandschutzelement mit einem mit Intumeszenzmasse versehenen Schutzmittelträger
hervor, bei dem ein jedenfalls quer zu einer Längserstreckung Festigkeit verleihendes
Schaumstoffteil in einer durch ein Gewebe oder durch ein Vlies gebildeten Umhüllung
aufgenommen ist. Zumindest ein Teil dieser Ummantelung oder des Schaumstoffteils werden
hierbei als Schutzmittelträger herangezogen. Durch dieses Brandschutzelement soll
sich ein vorteilhafter durchlaufender Brandriegel erhalten lassen. Allerdings wird
eine spezielle Anordnung der verklebten Gewebestücke benötigt, um eine einwandfreie
Verbindung mit der Fassade sicherstellen zu können.
[0009] Die
AT 506 103 B1 befasst sich mit einem Brandschutzriegel aus einem feuer- bzw. brandresistenten Material
auf der Basis von expandierten Polystyrolpartikeln. Hierbei sind die Polystyrolgranulatteilchen
bzw. -perlen zumindest über Teilbereiche ihrer Oberfläche mit mindestens einem feuer-
bzw. brandausbreitungshemmenden bzw. feuerfesten Silikat zu beschichten. Ein hieraus
gefertigter Brandriegel soll einfach zu installieren sein und gleichzeitig hinreichende
Wärmedämmung gewährleisten.
[0010] Aus der
DE 20 2008 001 750 U1 geht ein quaderförmiger Brandschutzriegel bestehend aus einem PUR- bzw. PIR-Hartschaum
hervor, der über seine gesamte Dicke eine homogene Zellstruktur aufzuweisen und gleichzeitig
frei von Deckschichten, z.B. aus Glas-/Mineralvlies, Klebeschichten oder Befestigungselementen
zu sein hat. Zudem soll bei diesem Brandschutzriegel eine optimale kantendynamische
Steifigkeit vorliegen. Ein derartiger Brandschutzriegel soll besonders leicht in exakt
derselben Dicke herstell- und lieferbar sein wie die für jeweilige Bauvorhaben vorgesehenen
Polystyroldämmstoffplatten.
[0011] Die
DE 10 2009 040 203 A1 beschreibt ein Formschaumelement aus Polyurethanschaum oder Polyisocyanuratschaum
für Wärmedämmverbundsysteme an Gebäuden mit einer Zellstruktur, die in zumindest zwei
senkrecht zueinander orientierten Raumrichtungen unterscheidbare Geometriestrukturen
aufweist.
[0012] Die
EP 2 604 763 A1 befasst sich mit einem Brandriegel, der mit einem Abstandselement verbunden ist,
welches sich mit einem einen Hinterlüftungsspalt überbrückenden Abstandsabschnitt
zwischen einer Außenseite des Brandriegels und der Innenseite der Fassadenverkleidung
erstreckt. Dieser Brandriegel hat aus einem elastisch verformbaren Material zu sein.
Auf diese Weise soll sich eine Gebäudefassade mit einem möglichst einfachen, montagefreundlichen
Aufbau erhalten lassen.
[0013] Die
DE 10 2012 001 613 A1 betrifft ein Wärmedämmverbundsytem, bei dem die Brandbarriere aus platten- oder profilförmigen
Wärmedämmelementen gebildet wird, welche über Aerogel-Partikel und wenigstens ein
wasserbasiertes anorganisches und/oder organisches Bindemittel verfügen und eine Wärmeleitfähigkeit
kleiner oder gleich 0,028 W/(mk) besitzen. Bei diesem Wärmedämmverbundsystem soll
die Brandbarriere flexibel einsetzbar sein und beispielsweise in einen Sturz- oder
Laibungsbereich einer Öffnung in einer Gebäudeaußenwand integriert werden können.
[0014] Die
DE 20 2012 100 418 U1 offenbart schließlich einen einstückigen Brandriegel aus Fasermaterial, der sich
über die Oberfläche einer Dämmschicht in Richtung auf die Fassadenbekleidung erstreckt
und der eine zumindest überwiegend zwischen Gebäudewand und Fassadenbekleidung ausgerichtete
Kompressibilität und/oder Flexibilität aufweist. Dieser Brandriegel soll eine einfache
und kostengünstige Ausstattung von Gebäudefassaden mit Wärmedämmelementen ermöglichen,
ohne dass ergänzende Konstruktionselemente vorzusehen sind.
[0015] Die aus dem Stand der Technik bekannten Brandriegel lassen noch stets Wünsche offen.
Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, die Nachteile, die mit
der Verwendung gattungsgemäßer Brandriegel einhergehen, abzustellen bzw. zu minimieren
und insbesondere solche Brandriegel verfügbar zu machen, mit denen eine Brandweiterleitung
noch wirkungsvoller ver- bzw. behindert werden kann.
[0016] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird gelöst durch ein Brandriegelelement
mit einer fassadenseitig anbringbaren Fläche (auch Fassadenseite genannt), einer der
Fassadenseite gegenüberliegenden Seite (auch Frontfläche genannt), einer Unterseite
und einer der Unterseite gegenüberliegenden Oberseite, wobei die Oberseite mindestens
einen Auflagerand anschließend an die oder benachbart zur Frontfläche und anschließend
an den oder benachbart zu dem Auflagerand mindestens eine, insbesondere wannenförmige,
Vertiefung oder eine Auslassung, jeweils umfassend einen Auffangboden, umfasst.
[0017] Unter der Fassadenseite des erfindungsgemäßen Brandriegelelements soll diejenige
Seite bzw. Fläche des Brandriegelelements verstanden werden, die im an eine Gebäudefassade
montierten Zustand der Fassade zugewandt ist und über die im Allgemeinen auch, beispielsweise
mittels Verklebung, die Anbindung an die Fassade stattfindet. Mit Fassade bzw. Gebäudefassade
soll in diesem Zusammenhang im Sinne der Erfindung eine nicht mit einem Dämmmaterial
versehene Gebäudefassadenseite bzw. -mauer oder -wand verstanden werden. Die Frontfläche
des Brandriegelelements ist hingegen der Sichtseite zugewandt und wird im Allgemeinen
zusammen mit dem Wärmedämmverbundsystem, in das das Brandriegelelement integriert
wird, mit einer Beschichtung, beispielsweise einer Putzschicht, versehen. Unter der
Unterseite des erfindungsgemäßen Brandriegelelements soll im Sinne der Erfindung diejenige
Fläche bzw. Seite verstanden werden, die bei herkömmlicher horizontaler Anbringung
des Brandriegelelements der Bodenfläche zugewandt ist. Unter der Oberseite des erfindungsgemäßen
Brandriegelelements soll dementsprechend diejenige Seite bzw. Fläche dieses Brandriegelelements
verstanden werden, welche bei Anbringung des Brandriegelelements in Form eines horizontalen
Brandriegels an einer Gebäudefassade von der Bodenfläche weg bzw. in Richtung des
Gebäudedaches bzw. der Gebäudeoberseite weist. Im Sinne der vorliegenden Erfindung
soll der Abstand zwischen der Fassadenseite und der Frontfläche die Dicke des Brandriegelelements
und der Abstand zwischen dem Auflagerand der Oberseite und der Unterseite die Höhe
des Brandriegelelements wiedergeben. Die Länge des erfindungsgemäßen Brandriegelelements,
d.h. der Abstand der sich gegenüberliegenden Seitenwände desselben, zwischen denen
sich die Ober-und die Unterseite und die Fassaden- und die Frontseite erstrecken,
kann größer, gleich oder kleiner sein als die Höhe oder die Dicke des Brandriegelelements.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, auf solche erfindungsgemäßen Brandriegelelemente
zurückzugreifen, bei denen die Länge dieses Brandriegelelements größer ist, insbesondere
um ein Vielfaches größer ist, als die Höhe bzw. insbesondere die Dicke desselben.
Üblicherweise liegt die Länge von gut handhabbaren Brandriegelelementen im Bereich
von 0,4 m bis 1,2 m.
[0018] Indem man die erfindungsgemäßen Brandriegelelemente bündig über ihre jeweiligen Seitenflächen
aneinanderreiht, erhält man einen erfindungsgemäßen Brandriegel, der mitunter auch
als umlaufender Brandriegel bezeichnet wird. In der Regel werden Brandriegel, die
sich entlang der Länge eines Gebäudes erstrecken, nicht einstückig ausgeführt, sondern
aus einer Vielzahl an einzelnen Brandriegelelementen gebildet. Selbstverständlich
können solche einzelnen Brandriegelelemente auch verwendet werden, um z.B. ausschließlich
oberhalb einer Gebäudeöffnung bzw. eines Sturzes angebracht zu werden. In solchen
Fällen spricht man der Einfachheit halber regelmäßig auch von dem Vorliegen eines
Brandriegels.
[0019] Die Bezeichnung der Begrenzungsflächen des erfindungsgemäßen Brandriegelelements
mit Fassadenseide, Frontfläche, Unterseite und Oberseite schließt nicht aus, dass
diese Flächen bzw. Seiten selber in sich strukturiert sein können bzw. sind. So zeichnet
sich die Oberseite des erfindungsgemäßen Brandriegelelements durch einen Auflagerand
aus, der sich an die Frontfläche anschließt oder benachbart zu dieser beginnt und
der gefolgt wird von einer Vertiefung oder einer Auslassung, welche jeweils einen
Auffangboden umfassen. Indem die erfindungsgemäßen Brandriegel über die beschriebene
Materialauslassung verfügen, unterscheiden sie sich signifikant von den gattungsgemäßen
quaderförmigen Brandriegeln, die entweder eine quadratische oder rechteckige Querschnittsfläche
aufweisen. Unter einer Auslassung im Sinne der vorliegenden Erfindung soll verstanden
werden, dass der Auflagerand sich bei Anbringung des Brandriegelelements an eine Fassade
nicht bis zu dieser Fassade erstreckt, sondern beabstandet von dieser Fassade endet,
so dass die Fassadenseite bzw. -fläche des erfindungsgemäßen Brandriegelelements in
Richtung von der Unterseite zur Oberseite entlang eines Abschnitts der Dickenerstreckung
des Brandriegelelements über eine geringere Erstreckung verfügt als im Bereich der
Frontseite bzw. - fläche. Mithin stellt bei dieser Ausführungsform der Auffangboden
der Auslassung einen weiteren Teil der Oberseite des erfindungsgemäßen Brandriegelelements
dar. Denn auch dieser Auffangboden ist bei üblicher Verwendung, d.h. im Wesentlichen
horizontaler Ausrichtung des Brandriegelelements an einer Gebäudefassade der Gebäudeoberseite
zugewandt. Dementsprechend wird erst durch Anbringung des erfindungsgemäßen Brandriegelelements
enthaltend diese Auslassung an die Gebäudefassade eine Mulde oder Wanne gebildet,
die nach oben offen, nicht mehr jedoch auch zur Fassadenseite hin offen ist.
[0020] Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung schließt sich an den genannten Auflagerand
eine, insbesondere wannenförmige, Vertiefung an. Im Sinne der vorliegenden Erfindung
soll sich diese Vertiefung von der beschriebenen Auslassung dadurch unterscheiden,
dass die Fassadenseite des erfindungsgemäßen Brandriegelelements von der Unterseite
zur Oberseite im Wesentlichen über eine ähnliche oder identische Erstreckung verfügt
wie die Frontfläche bzw. -seite von der Unter- bis zur Oberseite, d.h. bis zum Auflagerand.
Demzufolge kann die Vertiefung eingefasst sein durch den bereits beschriebenen vorderen
Auflagerand, auch frontseitiger Auflagerand genannt, und einen fassadenseitigen Auflagerand,
der sich von der Fassadenseite bis zur Vertiefung erstreckt und der gegebenenfalls,
jedoch nicht notwendigerweise, ebenfalls als Auflage für die Unterseite einer Wärmedämmplatte
dienen kann.
[0021] Die Vertiefung wie auch die Auslassung können unterschiedliche Querschnittsformen
aufweisen. Beispielsweise kann die Querschnittsform der Vertiefung im Querschnitt
V-förmig, quadratisch, rechteckig, trapezförmig (d.h. hinterschnitten), kreisausschnittförmig
oder in sonstiger Weise ausgestaltet sein, solange sie einem Auffangboden die Aufnahme
von abgetropften geschmolzenen Dämmstoffmaterialresten im Brandfall gestattet und
insbesondere diese Reste nicht im oberen Bereich der Begrenzungswand haften bleiben
und/oder sich sammeln.
[0022] Die Vertiefung bzw. Auslassung des erfindungsgemäßen Brandriegelelements erstreckt
sich vorzugsweise entlang der gesamten Längsausrichtung desselben.
[0023] In einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Auflagerand
und die sich an diesen anschließende Frontfläche zumindest abschnittsweise im Wesentlichen
rechtwinklig zueinander angeordnet sind. Die Frontfläche verläuft in der Regel nach
Anbringung des Brandriegelelements an der Gebäudefassade im Wesentlichen parallel
zu dieser.
[0024] Bei den erfindungsgemäßen Brandriegelelementen erstreckt sich regelmäßig vom Auflagerand
zum Auffangboden der Vertiefung bzw. der Auslassung eine Begrenzungswand. Diese Begrenzungswand
verfügt in ihrem oberen Abschnitt, d.h. in dem sich an den Auflagerand anschließenden
Abschnitt in Richtung zu dem Auffangboden vorzugsweise über eine durchschnittliche
Erstreckung von mindestens 2 cm, insbesondere mindestens 3 cm und besonders bevorzugt
mindestens 4 cm. In einer Ausführungsform der Erfindung kann sich an diesen oberen
Abschnitt der Begrenzungswand im Wesentlichen unmittelbar der Auffangboden anschließen.
Die Dimensionierung der Begrenzungswand in Richtung vom Auffangboden zum Auflagerand
hängt dabei im Allgemeinen u.a. auch ab von der Dicke des geschäumten Dämmschichtmaterials,
in das der erfindungsgemäße Brandriegel bzw. das erfindungsgemäße Brandriegelelement
integriert ist und damit von der Menge an im Brandfall von der Auslassung bzw. der
Vertiefung aufzunehmenden geschmolzenen geschäumten Dämmstoffrückständen. Die Tiefe
der Vertiefung bzw. der Auslassung, d.h. die Erstreckung vom Auflagerand zum Auffangboden
ist dabei regelmäßig derart zu wählen, dass im Brandfall von der dem Feuer ausgesetzten
Dämmschicht abgetropfte schmelzflüssige bzw. auf- und/oder angeschmolzene Rückstände
zu einem nicht unwesentlichen Teil aufgefangen werden, ohne dass im bzw. auf dem Auffangboden
ein Sekundärbrand entsteht. Auf diese Weise werden die aufgefangenen Partikel in der
Vertiefung oder der Auslassung nicht selber einen Brand von gegebenenfalls noch nicht
verbranntem Dämmstoffmaterial oberhalb des Brandriegels entfachen und können zudem
durch von unten aus einer Gebäudeöffnung austretende Flammen selber nicht in Brand
gesetzt werden. Dadurch dass der Auflagerand von der eigentlichen, d.h. ungedämmten
Gebäudefassade beabstandet ist, wird sich dort nur ein sehr geringer Anteil an aufgeschmolzenen
und gegebenenfalls noch brennenden Schaumstoffresten sammeln können. Dieses Material
ist durch die Beabstandung des Auflagerandes von der Fassade wie auch von dem Auffangboden
selber wiederum soweit von möglicherweise aufschmelzbarem bzw. entflammbarem Material
entfernt, dass die auf dem Auflagerand sich sammelnden Schmelzreste nicht mehr für
eine Fortführung des Brandes zur Verfügung stehen. Der Auflagerand zeichnet sich demgemäß
vorteilhafterweise dadurch aus, dass dieser als Auflagefläche hinreichend breit ist,
damit sich darauf abgetropfte schmelzeflüssige bzw. auf- und/oder angeschmolzene Dämmmaterialreste
sammeln können, ohne sogleich in die Vertiefung oder die Auslassung abzurutschen und
dass darauf insbesondere auch Dämmmaterial, z.B. in Plattenform, bündig aufgelegt
werden kann, um eine einfache und gleichzeitig wärmebrückenfreie Montage zu ermöglichen.
Die alleinige durchgängige Abschrägung der Oberseite des Brandriegels von der Frontfläche
bis zur Fassadenseite, beispielsweise unter einem Winkel von 45°, reicht nicht aus,
um zu einem erfindungsgemäßen Brandriegel zu gelangen bzw. zu einem Brandriegel, mit
dem sich die erfindungsgemäßen Effekte einstellen.
[0025] Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, dass der Auflagerand und die sich an diesen
anschließende Begrenzungswand zumindest in dem sich an diesen Auflagerand anschließenden
oberen Abschnitt im Wesentlichen rechtwinklig zueinander angeordnet sind. Dieser obere
Abschnitt kann auch hinterschnitten sein, kann jedoch ebenfalls geringfügig in Richtung
der Fassadenseite geneigt sein, solange sichergestellt werden kann, dass an diesem
oberen Bereich im Wesentlichen keine abtropfenden schmelzflüssigen bzw. auf- oder
angeschmolzenen Dämmmaterialreste haften bleiben. In einer Ausführungsform der Erfindung
kann dementsprechend insbesondere der obere Bereich der Begrenzungswand, vorzugsweise
über eine Erstreckung von mindestens 2 cm, insbesondere von mindestens 3 cm und besonders
bevorzugt von mindestens 4 cm, eine Neigung in Richtung der Fassadenseite in Bezug
auf die Vertikale bei Anbringung an eine Gebäudefassade von maximal 10°, vorzugsweise
maximal 5°, aufweisen.
[0026] Erfindungsgemäße Brandriegelelemente enthalten vorzugsweise oder bestehen vorzugsweise
aus Mineralwolle, insbesondere in Form von Mineralwolle-Lamellenstreifen oder Mineralwolle-Plattenstreifen,
Duroplasthartschaum, insbesondere Polyurethan-Hartschaum (PUR-Schaum) und/oder Polyisocyanurat-Hartschaum
(PIR-Schaum) und/oder Phenolharz-Hartschaum (PF-Schaum), Mineralschaum, insbesondere
aus wasserglas- und/oder phosphatgebundenem, und/oder autoklavgehärtetem und/oder
hydraulisch aushärtendem und/oder hydratisch aushärtendem Mineralschaum, Kompositen
aus Silikaten und geschäumten Styrolpolymerisaten, Kompositen aus Aerosol-Partikeln
und einem wasserbasierten organischen und/oder anorganischen Bindemittel, Glasgewebe
und/oder Nadelfilz.
[0027] In einer geeigneten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass das erfindungsgemäße
Brandriegelelement eine durchschnittliche Höhe (gemessen von der Unterseite zu dem
Auflagerand) von mindestens 8 cm, vorzugsweise mindestens 15 cm und besonders bevorzugt
mindestens 18 cm und/oder eine durchschnittliche Dicke (gemessen von der Fassadenseite
zu der Frontfläche) von mindestens 5 cm, vorzugsweise mindestens 8 cm und besonders
bevorzugt mindestens 10 cm aufweist.
[0028] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Begrenzungswand und der sich hieran anschließende
Auffangboden im Wesentlichen einen rechten Winkel bilden.
[0029] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass der Übergang von Begrenzungswand zu Auffangboden
abgeschrägt oder abgerundet ausgebildet ist. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung
wirkt das gegenüber einer vertikalen Begrenzungswand zusätzlich insbesondere im Übergang
von Begrenzungswand zu Auffangboden vorliegende Material stabilisierend auf die Gesamtstruktur
und erlaubt mehr Freiheitsgrade bei der Dimensionierung, ohne dass Zugeständnisse
hinsichtlich der weiteren erfindungsgemäßen Effekte gemacht werden müssen.
[0030] Ferner kann vorgesehen sein, dass mindestens der obere Abschnitt der Begrenzungswand
in der Art ausgerichtet ist, dass dieser bei Anbringung des Brandriegelelements an
eine Gebäudefassade im Wesentlichen parallel zu dieser verläuft oder sich von dieser,
beginnend mit dem Auflagerand, entfernt oder dass mindestens der obere Abschnitt der
Begrenzungswand in der Art ausgerichtet ist, dass dieser im Wesentlichen parallel
zu der Verlängerung der Fassadenseite verläuft oder sich von dieser Verlängerung,
beginnend mit dem Auflagerand, entfernt.
[0031] Des Weiteren sind solche erfindungsgemäßen Brandriegelelemente bevorzugt, bei denen
die Erstreckung der Begrenzungswand, insbesondere die Erstreckung des oberen Bereichs
der Begrenzungswand, zu der Frontfläche kleiner oder gleich der Erstreckung des Auffangbodens
von der Fassadenseite in Richtung der Frontfläche ist.
[0032] Des Weiteren können bei dem erfindungsgemäßen Brandriegelelement der Auflagerand,
die Frontfläche, der Auffangboden, die Begrenzungswand und/oder die Unterseite, insbesondere
der Auffangboden und/oder die Begrenzungswand, zumindest bereichsweise mindestens
eine Beschichtung, insbesondere eine mineralische Beschichtung, z.B. eine Putzschicht
aufweisen.
[0033] Besonders bevorzugt sind solche erfindungsgemäßen Brandriegelelemente, bei denen
die maximale Erstreckung der Vertiefung bzw. Auslassung von dem Auflagerand zu dem
Auffangboden mindestens 1/5, vorzugsweise mindestens 2/5 und besonders bevorzugt nicht
mehr als 3/5 der Höhe des Brandriegelelements bzw. des Brandriegels umfasst.
[0034] Bei einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Brandriegelelements kann vorgesehen
sein, dass die Vertiefung oder die Auslassung mindestens teilweise, insbesondere im
Wesentlichen vollständig, mit mindestens einem wärmeschrumpfbaren Material, insbesondere
mit geschäumtem Styrolpolymerisat, ausgefüllt ist, das vorzugsweise eine maximale
Wärmeleitung von 0,060 W/mK aufweist. Selbst wenn die Vertiefung oder Auslassung,
anders als das Brandriegelelement selber, mit einem wärmeschrumpfbaren Material ausgefüllt
ist und das Gesamtbauteil dadurch eine quadratische oder rechteckige Querschnittsfläche
bildet, liegt noch stets eine Auslassung oder Vertiefung im Sinne der Erfindung vor.
Denn sobald der Brandfall eintritt, wird die Auslassung bzw. Vertiefung freigegeben
und kann damit ihre erfindungsgemäße Wirkung erfüllen.
[0035] Hierbei kann vorgesehen sein, dass auf dem wärmeschrumpfbaren Material eine nicht
oder nur schwer entflammbare Schicht aufliegt, die über eine größere Wärmeleitfähigkeit
verfügt als das wärmeschrumpfbare Material.
[0036] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ferner gelöst durch einen Brandriegel
umfassend mindestens zwei, insbesondere eine Vielzahl an erfindungsgemäßen Brandriegelelementen.
[0037] Hierbei hat es sich als bevorzugt erwiesen, solche erfindungsgemäßen Brandriegelelemente
über ihre Seitenflächen unter Ausbildung eines erfindungsgemäßen Brandriegels aneinanderzureihen,
die über eine im Wesentlichen einheitliche Querschnittsform verfügen sowie insbesondere
auch über einen einheitlichen Querschnitt der Vertiefung bzw. Auslassung, so dass
eine einheitliche Vertiefung bzw. Auslassung entlang des gesamten Brandriegels gebildet
wird.
[0038] Die erfindungsgemäßen Brandriegelelemente bzw. der erfindungsgemäße Brandriegel können
als, insbesondere horizontale, Brandsperre in Wärmedämmverbundsystemen für Gebäudefassaden
verwendet werden. Die erfindungsgemäßen Effekte stellen sich nicht nur bei horizontaler
Anbringung, sondern ebenfalls auch noch dann ein, wenn die erfindungsgemäßen Brandriegelelemente
und erfindungsgemäßen Brandriegel eine von der horizontalen Ausrichtung abweichende,
beispielsweise schräg, nicht jedoch vertikal verlaufende, Ausrichtung besitzen.
[0039] Des Weiteren können die erfindungsgemäßen Brandriegelelemente bzw. der erfindungsgemäße
Brandriegel dazu verwendet werden, Gebäudeöffnungen wie Fenster oder Türen selektiv
zu erfassen. Das erfindungsgemäße Brandriegelelement bzw. der erfindungsgemäße Brandriegel
können folglich, insbesondere bei Anbringung in horizontaler Ausrichtung, im Bereich
oberhalb von Stürzen, insbesondere Tür- und/oder Fensterstürzen, bzw. oberhalb von
Gebäudeöffnungen, insbesondere Tür- und/oder Fensteröffnungen, angeordnet sein.
[0040] Bevorzugt wird mit dem erfindungsgemäßen Brandriegel eine, insbesondere im Wesentlichen
durchgängige, Unterbrechung einer Fassadendämmung umfassend oder bestehend aus geschäumten
Styrolpolymerisaten verwirklicht.
[0041] Mit den erfindungsgemäßen Brandriegelelementen bzw. dem erfindungsgemäßen Brandriegel
gelingt eine Ver- bzw. Behinderung einer geschossübergreifenden Brandweiterleitung
in der Dämmebene von Wärmedämmverbundsystemen umfassend oder bestehend aus geschäumten
Styrolpolymerisaten.
[0042] Des Weiteren wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe gelöst durch ein Wärmedämmverbundsystem
umfassend oder bestehend aus geschäumten Styrolpolymerisaten für eine Gebäudefassade,
umfassend mindestens ein erfindungsgemäßes Brandriegelelement oder mindestens einen
erfindungsgemäßen Brandriegel. Außerdem wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe
gelöst durch eine Gebäudefassade umfassend mindestens ein erfindungsgemäßes Brandriegelelement
oder einen erfindungsgemäßen Brandriegel oder ein erfindungsgemäßes Wärmedämmverbundsystem.
In einer zweckmäßigen Ausgestaltung kann die Frontfläche des Brandriegelelements bzw.
des Brandriegels im Wesentlichen bündig mit der Frontseite des Wärmedämmverbundsystems
bzw. der Gebäudefassade abschließen oder bündig hierin integriert sein. Daneben ist
es ebenfalls möglich, das erfindungsgemäße Brandriegelelement oder den erfindungsgemäßen
Brandriegel als Gesims auszugestalten bzw. die Frontfläche mit Ornamenten zu versehen.
[0043] Das erfindungsgemäße Brandriegelelement bzw. der erfindungsgemäße Brandriegel können
über die Fassadenseite unmittelbar oder mittelbar an einer Gebäudeaußenwand mittels
mindestens eines mineralischen Klebers und/oder organischen Klebers und/oder mittels
Dübel oder im Wege von Halteschienen angebracht werden.
[0044] Mit den erfindungsgemäßen Brandriegelelementen bzw. mit dem erfindungsgemäßen Brandriegel
geht der überraschende Vorteil einher, dass im Fall eines Brandes von insbesondere
unverputzten Fassaden mit einem Wärmedämmverbundsystem enthaltend Wärmedämmmaterialien
auf Basis von Styrolpolymerisaten ein deutlich geringerer Anteil des auf der Oberseite
des erfindungsgemäßen Brandriegelelements/Brandriegels gesammelten geschmolzenen Styrolpolymerisats
verbrennen kann. Hierdurch wird die Brandlast oberhalb des Brandriegelelements/Brandriegels
erheblich vermindert. Bei einer beispielsweise dem Feuer ausgesetzten unverputzten
Fassade umfassend eine Wärmedämmung aus geschäumten Styrolpolymerisaten entziehen
die erfindungsgemäßen Brandriegelelemente/Brandriegel abtropfendes, geschmolzenes
Styrolpolymerisat zu einem Großteil dem Feuer, so dass sich ein möglicher Sekundärbrand
auf dem Brandriegel nicht bilden bzw. nicht ausbreiten kann. Hierdurch werden dem
Feuer zuvor nicht zugängliche Stellen in der Fassade nicht im nachhinein entzündet.
[0045] Dieses wird bei dem erfindungsgemäßen Brandriegelelement/Brandriegel durch die Verwendung
mindestens zweier, voneinander getrennter Auffangbereiche für oberhalb des Brandriegels
aufschmelzendes und abtropfendes Dämmmaterial, insbesondere Styrolpolymerisat, bewerkstelligt.
Denn nur der Auflagerand als einer dieser Auffangbereiche steht für die Entfachung
eines Sekundärbrandes überhaupt zur Verfügung. Auf diesem Auflagerand wird jedoch
aufgrund des Abstandes zur Fassade nur der weitaus geringere Teil des abgeschmolzenen
und abtropfenden Styrolpolymerisats aufgefangen. Sofern es überhaupt an auf diesem
Auflagerand zu einem Sekundärbrand des dort aufgegangenen abgetropften geschäumten
Dämmmaterials, insbesondere Styrolpolymerisats kommt, verlöscht dieser in der Regel
von selbst, ohne weiteren Schaden anrichten zu können. Denn der Abstand zu der Fassadenseite
ist durch die in dem erfindungsgemäßen Brandriegelelement/Brandriegel vorgesehene,
sich an den Auflagerand fassadenseitig anschließende Vertiefung bzw. Auslassung zu
groß. Im Übrigen hat sich herausgestellt, dass sich ohnehin die weitaus größte Menge
bei einem brandbedingten Abtropfen des oberhalb des erfindungsgemäßen Brandelements/Brandriegels
aufgeklebten flammgeschützten geschäumten Dämmmaterialien, z.B. eines Styrolpolymerisathartschaums
in der Vertiefung bzw. Auslassung bzw. deren Auffangboden sammelt. Insbesondere bei
Verwendung einer Auslassung hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, dass der
Wand- bzw. Fassadenbereich benachbart zu der Auslassung durch den frontseitigen Bereich
hinreichend abgeschirmt wird, so dass dieser Bereich der Fassade bzw. der Wand relativ
kühl bleibt und für die Abgabe von Wärmeenergie von in die Auslassung getropften schmelzflüssigen
bzw. auf- und/oder angeschmolzenen Dämmmaterials, z.B. Styrolpolymerisatresten genutzt
werden kann, wodurch letztere, sollten sie selber noch brennen, schnell verlöschen
oder, sofern diese nicht selber brennen, eine Selbstentzündung verhindert wird.
[0046] Mit der Anbringung der erfindungsgemäßen Brandriegelelemente bzw. Brandriegel soll
sich somit außerdem die Brandgefahr während des kurzen Zeitraums minimieren lassen,
in dem das Wärmedämmverbundsystem in unverputztem Zustand ist.
[0047] Es hat sich auch als besonders vorteilhaft erwiesen, dass zumindest der obere Bereich
der Begrenzungswand hinreichend steil ausgeführt wird, so dass daran keine brennbaren
Materialien haften bleiben bzw. sich dort ansammeln können, sondern diese im Regelfall
von dem Auffangboden der Auslassung bzw. Vertiefung aufgenommen werden. Besonders
zweckmäßig ist dabei zumindest der obere Bereich der Begrenzungswand vertikal ausgerichtet
oder weist sogar einen Hinterschnitt auf. Wie sich nun gezeigt hat, führt der kontrollierte
Sekundärbrand der geschmolzenen Styrolpolymerisatreste auf dem Auflagerand dazu, dass
aufgeschmolzenen Resten in der Auslassung bzw. Vertiefung Sauerstoff entzogen wird.
Zudem führt die durch diesen kontrollierten Sekundärbrand auf dem Auflagerand verursachte
Luftströmung in demjenigen Teil des Brandriegels, der der Fassade zugewandt ist, insbesondere
in der Vertiefung bzw. der Auslassung zu einer Abkühlung des dort aufgefangenen geschmolzenen
Dämmmaterialien, z.B. eines Styrolpolymerisats. Diese Luftströmung hat zudem den überraschenden
vorteilhaften Effekt, dass selbst auf dem Auflagerand im Bereich des Übergangs vom
Auflagerand zur Begrenzungswand der Vertiefung bzw. Auslassung und im Bereich des
Übergangs vom Auflagerand zur Frontfläche aufliegende aufgeschmolzene Styrolpolymerisatreste
schneller abkühlen und verlöschen.
[0048] Durch die Auftragung einer, insbesondere mineralischen, Beschichtung kann der Kühleffekt
nochmals erhöht werden. Auch kann hierdurch die Erwärmung der Auslassung bzw. der
Vertiefung von der Unterseite verzögert werden. Durch den Einsatz einer solchen Beschichtung
lässt sich die Höhe des Brandriegels geringer dimensionieren. Hierdurch entsteht ein
größerer Gestaltungsspielraum. Es hat sich als ausreichend bzw. besonders vorteilhaft
erwiesen, wenn wenigstens die Begrenzungswand und der Auffangboden mit der genannten
mineralischen Beschichtung versehen werden.
[0049] Wird die Vertiefung bzw. die Auslassung mit einem Styrolpolymerisat mit ausgeprägtem
Wärmeschrumpf ausgefüllt, kann eine mögliche Konvektion in der in einem Wärmedämmverbundsystem
integrierten Auslassung bzw. Vertiefung verhindert und die Wärmedämmung des Brandriegels
nochmals verbessert werden. Kommt es zu einem Primärbrand vor der unverputzten Fassade,
schrumpft und/oder schmilzt dieses in die Auslassung bzw. Vertiefung eingesetzte Formstück
unmittelbar zusammen, so dass sich die gewünschte Auffangwanne automatisch bildet,
bevor und während geschmolzenes geschäumten Dämmmaterialien wie Styrolpolymerisaten
von dem darüberliegenden Dämmmaterial bzw. Polystyrolhartschaum abtropft. Gegenüber
herkömmlichen Brandriegeln geht mit der Erfindung des Weiteren der überraschende Vorteil
einher, dass geschmolzenes geschäumtes Dämmmaterial, z.B. Styrolpolymerisat bei einem
Primärbrand vor einer unverputzten Fassade in zwei Bereichen bei gleichzeitigem Schutz
der größeren, aufgefangenen Menge vor späterer Entzündung geschützt werden kann.
[0050] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachgehenden Beschreibung,
in der bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beispielhaft anhand schematischer
Zeichnungen erläutert sind. Dabei zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Querschnittsansicht eines erfindungsgemäßen Brandriegelelements;
- Figur 2
- eine schematische Querschnittsansicht einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Gebäudefassade;
- Figur 3
- eine schematische Querschnittsansicht einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Gebäudefassade;
- Figur 4
- eine schematische Querschnittsansicht eine dritten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Gebäudefassade;
- Figur 5
- eine schematische Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Gebäudefassade gemäß
der zweiten Ausführungsform bei einem Baustellenbrand; und
- Figur 6 a) bis f)
- weitere Ausführungsformen erfindungsgemäßer Brandriegelelemente in schematischer Querschnittsansicht.
[0051] Aus Figur 1 geht ein erfindungsgemäßes Brandriegelelement 1 hervor mit einer Frontfläche
2, einer Fassadenseite 4, einer Unterseite 6 und einer Oberseite 8. Die Oberseite
8 verfügt über einen Auflagerand 10, der sich an die Frontfläche 2 anschließt und
im Wesentlichen senkrecht zu dieser verläuft. Die Oberseite 8 verfügt ferner über
einen Auffangboden 12, welcher zusammen mit der Begrenzungswand 14 eine Auslassung
16 in dem erfindungsgemäßen Brandriegelelement 1 bildet. In der dargestellten Ausführungsvariante
ist die Dicke bzw. Erstreckung des Auflagerands 10 geringer als die des Auffangbodens
12. Die Begrenzungswand 14 schließt sich im Wesentlichen in einem rechten Winkel an
den Auflagerand 10 an. Demzufolge ist der obere Bereich 18 der Begrenzungswand 14
bei Anbringung an eine Gebäudefassade im Wesentlichen vertikal ausgerichtet.
[0052] Figur 2 zeigt das Brandriegelelement 1 als Bestandteil eines an einer Gebäudefassade
20 angebrachten Wärmedämmverbundsystems 22. Das Wärmedämmverbundsystem 22 kann z.B.
aus EPS-Hartschaumplatten gebildet sein. Diese können, ebenso wie das erfindungsgemäße
Brandriegelelement 1, mittels eines Klebers 24 mit der Gebäudefassade 20 verbunden
werden. Hierbei kann es sich um einen mineralischen Kleber handeln. Zur Vermeidung
von Kamineffekten wird die Fassadenseite 4 des erfindungsgemäßen Brandriegelelements
1 vollflächig mit Hilfe des Klebers 24 mit der Gebäudefassade 20 verbunden. Des Weiteren
liegt sowohl an der Unterseite 6 als auch an der Oberseite 8 bzw. dem Auflagerand
10 zwecks Vermeidung von Wärmebrücken das geschäumte Dämmschichtmaterial unmittelbar
an. Die Auslassung 16 wird in der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform begrenzt
durch den Auffangboden 12, die Begrenzungswand 14, die Kleberschicht 24 bzw. die Gebäudefassade
20 und das oberseitig anliegende Wärmedämmmaterial 26.
[0053] Die Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Brandriegelelements
1 bzw. einer erfindungsgemäßen Gebäudefassade 19. Im Unterschied zu der Ausführungsform
gemäß Figur 2 ist bei dem erfindungsgemäßen Brandriegelelement 1 nur der obere Bereich
18 der Begrenzungswand 14 vertikal ausgerichtet. Der weitere Abschnitt 28 der Begrenzungswand
ist hingegen abgeschrägt, so dass sich gegenüber der Variante gemäß Figur 2 ein Auffangboden
12 mit geringerer Ausdehnung ergibt. Mit dieser Gestaltung der Auslassung 16 soll
erreicht werden, dass im Brandfall über die Wandungen des Brandriegelelements 1 in
dieses eingetragene Wärmeenergie erst möglichst spät, d.h. zeitlich stark verzögert
mit den in der Auslassung sich sammelnden abgetropften Resten an z.B. Styrolpolymerisatmaterial
in Wechselwirkung treten kann. Letztere sind dann im Allgemeinen hinreichend abgekühlt
und können durch den Wärmeeintrag nicht mehr in Brand gesetzt werden.
[0054] Figur 4 zeigt eine weitere Variante der Gestaltung der Querschnittsform der Auslassung
16 des erfindungsgemäßen Brandriegelelements 1. Anstatt sich, wie bei Figur 3, geradlinig
in Richtung des Auffangbodens zu verjüngen, liegt ein sich an den oberen Abschnitt
18 anschließender abgerundeter Abschnitt 28 der Begrenzungswand 14 vor. Bei dieser
Querschnittsgestaltung sollte sich ein etwaiger Wärmeeintrag nochmals minimieren lassen
und demgemäß die Abkühlung der in der Auslassung gesammelten Materialreste noch weiter
fortgeschritten sein.
[0055] Figur 5 zeigt eine Gebäudefassade 19 in einem Brandfall. Das durch den Brand geschmolzene
Wärmedämmmaterial 26, das sich oberhalb der Oberseite 8 des erfindungsgemäßen Brandriegelelements
1 befand, ist in geschmolzener Form entweder in die Auslassung 16 getropft oder, zu
einem geringeren Teil, auf den Auflagerand 10 gelangt. Das in die Auslassung 16 getropfte
Material ist gegenüber einem Primärbrand, der beispielsweise aus einer unterhalb des
erfindungsgemäßen Brandriegelelements 1 vorliegenden Gebäudeöffnung stammt, geschützt.
Auch verhindert das Brandriegelelement 1 einen Wärmeeintrag in Richtung des auf den
Auffangboden vorliegenden abgetropften schmelzeflüssigen bzw. auf- und/oder angeschmolzenen
Dämmschichtmaterials. Sollten die auf dem Auflagerand 10 vorliegenden schmelzeflüssigen
und/oder auf- bzw. angeschmolzenen Dämmmaterialreste sich noch in Brand befinden oder
in Brand geraten, wird hierdurch ein mit den beiden dünnen Pfeilen angedeuteter Luftstrom
generiert. Dieser führt zu einer Abkühlung sowohl der in der Auslassung 16 vorliegenden
Schmelzreste als auch der sich auf dem Auflagerand benachbart sowohl zur Frontseite
2 als auch zum oberen Abschnitt 18 der Begrenzungswand 14 anschließenden Ränder des
Auflagerandes und damit zu einem Erlöschen der Flamme etwaiger Brandherde in diesem
Bereich.
[0056] Figur 6 a) bis f) zeigen weitere Gestaltungsmöglichkeiten der Querschnittsform geeigneter
Vertiefungen und Auslassungen für erfindungsgemäße Brandriegelelemente 1. Während
Figur 6 a) bis d) und f) Ausführungsvarianten geeigneter Vertiefungen zeigen, entnimmt
man Figur 6 e) eine weitere Ausführungsform einer geeigneten Auslassung für ein erfindungsgemäßes
Brandriegelelement 1. In allen Ausführungsvarianten liegt ein Auflagerand 10 vor,
der durch eine Vertiefung bzw. Auslassung von der Fassade getrennt ist.
[0057] Mit den erfindungsgemäßen Brandriegelelementen bzw. den daraus gebildeten Brandriegeln,
können, wie gezeigt werden konnte, Gebäudefassaden, welche mit Wärmdämmverbundsystemen
auf der Basis von geschäumten Dämmmaterialien, insbesondere Styrolpolymerisaten wie
Polystyrol ausgestattet sind, wirksam vor einer Brandweiterleitung geschützt werden
bzw. eine solche Brandweiterleitung kann in signifikantem Umfang zurückgedrängt, d.h.
behindert werden.
[0058] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Ansprüchen sowie in den Zeichnungen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln aus auch in jeder beliebigen
Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen
wesentlich sein.
1. Brandriegelelement mit einer fassadenseitig anbringbaren Fläche (auch erste Seite
oder Fassadenseite genannt), einer der Fassadenseite gegenüberliegenden Seite (auch
zweite Seite oder Frontfläche genannt), einer Unterseite (auch dritte Seite genannt)
und einer der Unterseite gegenüberliegenden Oberseite, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite mindestens einen Auflagerand anschließend an die oder benachbart zur
Frontfläche und anschließend an den oder benachbart zu dem Auflagerand mindestens
eine, insbesondere wannenförmige, Vertiefung oder eine Auslassung, jeweils umfassend
einen Auffangboden, umfasst.
2. Brandriegelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagerand und die sich an diesen anschließende Frontfläche zumindest abschnittsweise
im Wesentlichen rechtwinklig zueinander angeordnet sind.
3. Brandriegelelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dieses über eine Längsausrichtung verfügt und dass sich die Vertiefung oder Auslassung
im Wesentlichen entlang der gesamten Längsausrichtung erstreckt.
4. Brandriegelelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich vom Auflagerand zum Auffangboden eine Begrenzungswand erstreckt, wobei der obere
Abschnitt der Begrenzungswand in Richtung von dem Auflagerand zu dem Auffangboden
eine durchschnittliche Erstreckung von mindestens 2 cm, insbesondere mindestens 3
cm und besonders bevorzugt von mindestens 4 cm aufweist.
5. Brandriegelelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagerand und die sich an diesen anschließende Begrenzungswand zumindest in
dem sich an diesen Auflagerand anschließenden oberen Abschnitt im Wesentlichen rechtwinklig
zueinander angeordnet sind.
6. Brandriegelelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Mineralwolle, insbesondere in Form von Mineralwolle-Lamellenstreifen oder
Mineralwolle-Plattenstreifen, Duroplasthartschaum, insbesondere Polyurethan-Hartschaum
(PUR-Schaum), Polyisocyanurat-Hartschaum (PIR-Schaum) und/oder Phenolharz-Hartschaum
(PF-Schaum), Mineralschaum, insbesondere wasserglas-, phosphatgebundener, autoklavgehärteter,
hydraulisch aushärtender und/oder hydratisch aushärtender Mineralschaum, Komposite
aus Silikaten und geschäumten Styrolpolymerisaten, Komposite aus Aerogel-Partikeln
und einem wasserbasierten organischen und/oder anorganischen Bindemittel, Glasgewebe
und/oder Nadelfilz enthält oder hieraus besteht.
7. Brandriegelelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieses eine durchschnittliche Höhe (gemessen von der Unterseite zu dem Auflagerand)
von mindestens 8 cm, vorzugsweise mindestens 15 cm und besonders bevorzugt mindestens
18 cm und/oder eine durchschnittliche Dicke (gemessen von der Fassadenseite zu der
Frontfläche) von mindestens 5 cm, vorzugsweise mindestens 8 cm und besonders bevorzugt
mindestens 10 cm aufweist.
8. Brandriegelelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungswand und der sich hieran anschließende Auffangboden im Wesentlichen
einen rechten Winkel bilden oder dass der Übergang von Begrenzungswand zu Auffangboden
abgeschrägt oder abgerundet ausgebildet ist, und/oder dass mindestens der obere Abschnitt
der Begrenzungswand in der Art ausgerichtet ist, dass dieser bei Anbringung des Brandriegelelements
an eine Gebäudefassade im Wesentlichen parallel zu dieser verläuft oder sich von dieser,
beginnend mit dem Auflagerand, entfernt oder dass mindestens der obere Abschnitt der
Begrenzungswand in der Art ausgerichtet ist, dass dieser im Wesentlichen parallel
zu der Verlängerung der Fassadenseite verläuft oder sich von dieser Verlängerung,
beginnend mit dem Auflagerand, entfernt.
9. Brandriegelelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung der Begrenzungswand, insbesondere die Erstreckung des oberen Bereichs
der Begrenzungswand, zu der Frontfläche kleiner oder gleich der Erstreckung des Auffangbodens
von der Fassadenseite in Richtung der Frontfläche ist, und/oder dass die durchschnittliche
Erstreckung des Auffangbodens von der Fassadenseite in Richtung der Frontfläche kleiner
ist als die Erstreckung von der Begrenzungswand im Bereich des Übergangs zum Auflagerand
der Vertiefung oder der Auslassung in Richtung entgegengesetzt zu der Frontfläche
bis zur Verlängerung der Fassadenseite.
10. Brandriegelelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagerand, die Frontfläche, der Auffangboden, die Begrenzungswand und/oder
die Unterseite zumindest bereichsweise mindestens eine Beschichtung, insbesondere
Putzschicht aufweisen.
11. Brandriegelelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Erstreckung der Vertiefung bzw. Auslassung von dem Auflagerand zu dem
Auffangboden mindestens 1/5, vorzugsweise mindestens 2/5, der Höhe des Brandriegelelements
umfasst.
12. Brandriegelelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung oder die Auslassung mindestens teilsweise, insbesondere im Wesentlichen
vollständig, mit mindestens einem wärmeschrumpfbaren Material, insbesondere mit geschäumtem
Styrolpolymerisat, ausgefüllt ist, das vorzugsweise eine maximale Wärmeleitung von
0,060 W/mK aufweist.
13. Brandriegelelement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem wärmeschrumpfbaren Material eine nicht oder nur schwer entflammbare Schicht
aufliegt, die über eine größere Wärmeleitfähigkeit verfügt als das wärmeschrumpfbare
Material.
14. Brandriegel, vorzugsweise in im Wesentlichen horizontaler Ausrichtung, umfassend mindestens
zwei, insbesondere eine Vielzahl an Brandriegelelementen nach einem der vorangehenden
Ansprüche.
15. Verwendung des Brandriegelelements nach einem der Ansprüche 1 bis 13 oder des Brandriegels
nach Anspruch 14 als, insbesondere horizontale, Brandsperre in Wärmedämm-Verbundsystemen
für Gebäudefassaden.
16. Verwendung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das, insbesondere horizontale, Brandriegelriegelelement oder der, insbesondere horizontale,
Brandriegel im Bereich oberhalb von Stürzen, insbesondere Tür- und/oder Fensterstürzen,
bzw. oberhalb von Gebäudeöffnungen, insbesondere Tür- und/oder Fensteröffnungen, angeordnet
ist.
17. Verwendung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Brandriegelelement oder der Brandriegel eine, insbesondere im Wesentlichen durchgängige,
Unterbrechung einer Fassadendämmung umfassend oder bestehend aus geschäumten Styrolpolymerisaten
darstellt.
18. Verwendung des Brandriegelelements nach einem der Ansprüche 1 bis 13 oder des Brandriegels
nach Anspruch 14 zur Ver- oder Behinderung einer geschossübergreifenden Brandweiterleitung
in der Dämmebene von Wärmedämmverbundsystemen umfassend oder bestehend aus geschäumten
Styrolpolymerisaten.
19. Wärmedämmverbundsystem umfassend oder bestehend aus geschäumten Styrolpolymerisaten
für eine Gebäudefassade, umfassend mindestens ein Brandriegelelement nach einem der
Ansprüche 1 bis 13 oder einen Brandriegel nach Anspruch 14.
20. Gebäudefassade, umfassend mindestens ein Brandriegelelement nach einem der Ansprüche
1 bis 13 oder mindestens einen Brandriegel nach Anspruch 14 oder ein Wärmedämmverbundsystem
nach Anspruch 19.
21. Gebäudefassade nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Brandriegelelement oder der Brandriegel eine horizontale Brandsperre darstellt.
22. Gebäudefassade nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine Gebäudeaußenwand umfasst und dass das Brandriegelelement oder der Brandriegel
über seine Fassadenseite unmittelbar oder mittelbar an dieser Gebäudeaußenwand mittels
mindestens eines mineralischen Klebers und/oder organischen Klebers, und/oder mittels
Dübel oder einer Schienenkonstruktion befestigt ist.