[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gasturbine, insbesondere eine Flugtriebwerk-Gasturbine,
mit einem Gehäuse, einem Laufgitter und einem segmentierten Außendichtring zum Abdichten
dieses Laufgitters, der durch ein Klemmmittel reibschlüssig an dem Gehäuse befestigbar
ist, sowie ein Verfahren zur Montage und/oder Demontage des Laufgitters in dem Gehäuse.
[0002] Aus der
US 2007/0231132 A1 ist eine Gasturbine mit einem Gehäuse, einem Laufgitter und einem segmentierten Außendichtring
zum Abdichten dieses Laufgitters bekannt, der durch ein Klemmmittel reibschlüssig
an dem Gehäuse befestigt ist.
[0003] Aus der
FR 2 891 583 A1 ist eine Gasturbine mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 bekannt.
[0004] Üblicherweise werden solche Laufgitter bei der Montage aufgrund des in Durchströmungsrichtung
divergierenden Strömungskanals und ihrer entsprechend zunehmenden Durchmesser entgegen
der Durchströmungsrichtung bzw. von hinten in den Strömungskanal eingeführt und in
diesem befestigt. Entsprechend müssen zur Demontage des in Durchströmungsrichtung
ersten
[0005] Laufgitters zunächst alle nachfolgenden Laufgitter demontiert werden. Auf der anderen
Seite müssen in Durchströmungsrichtung erste Laufgitter aufgrund der thermomechanischen
Beanspruchungen besonderes häufig gewartet und hierzu demontiert bzw. (wieder) in
dem Gehäuse montiert werden.
[0006] Eine Aufgabe einer Ausführung der vorliegenden Erfindung ist es, die Montage und/oder
Demontage eines, insbesondere in Durchströmungsrichtung ersten, Laufgitters einer
Gasturbine zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Gasturbine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die Ansprüche 7 und 9 stellen ein Verfahren zur Demontage bzw. Montage eines Laufgitters
einer entsprechenden Gasturbine unter Schutz. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist eine Gasturbine, insbesondere
eine Flugtriebwerk-Gasturbine, ein ein- oder mehrteiliges Gehäuse mit einem, insbesondere
wenigstens im Wesentlichen kreisförmigen, Strömungskanaleintritt und einem stromabwärtigen
Strömungskanalaustritt auf. In einer Ausführung divergiert ein Strömungskanal zwischen
Strömungskanalein- und -austritt, insbesondere aufgrund einer zunehmenden Entspannung
des Arbeitsmediums beim Durchströmen des Strömungskanals. Entsprechend weist in einer
Ausführung der Strömungskanalaustritt einen größeren Innendurchmesser auf als der
Strömungskanaleintritt.
[0009] In dem Strömungskanal ist wenigstens ein Laufgitter, insbesondere axialfest, anordenbar,
insbesondere angeordnet, das vorzugsweise zum Umsetzen von Strömungsenergie in mechanische
Arbeit eingerichtet ist. In einer Ausführung sind in dem Strömungskanal mehrere axial
voneinander beabstandete Laufgitter, insbesondere axialfest, anordenbar, insbesondere
angeordnet, deren Außendurchmesser vorzugsweise in Durchströmungsrichtung zunehmen.
Das bzw. die Laufgitter können lösbar oder dauerhaft mit einem Rotor der Gasturbine
verbunden sein.
[0010] Radial zwischen dem Gehäuse und wenigstens einem dieser Laufgitter, insbesondere
einem in Durchströmungsrichtung ersten bzw. vordersten, Laufgitter, das, insbesondere
axialfest, in dem Gehäuse anordenbar, insbesondere angeordnet ist, ist ein Außendichtring
zum Abdichten dieses Laufgitters anordenbar, insbesondere angeordnet.
[0011] Der Außendichtring ist durch ein ein- oder mehrteiliges Klemmmittel reibschlüssig
an dem Gehäuse befestigbar, insbesondere befestigt, und weist eine Mehrzahl von Ringsegmenten
auf, insbesondere kann er aus der Mehrzahl von Ringsegmenten bestehen bzw. zusammengesetzt
sein. Das Klemmmittel weist in einer Ausführung einen Querschnitt mit einem ersten
Schenkel, der sich an dem Gehäuse abstützt, und einem zweiten Schenkel auf, der sich
an dem Außendichtring abstützt und diesen unter elastischer Deformation des Klemmmittels
radial gegen das Gehäuse spannt und so reibschlüssig an diesem befestigt. In einer
Ausführung weist das Klemmmittel ein oder mehrere C- oder U-Clipse auf. Insbesondere
eine Lage des Außendichtrings, wenn dieses durch das Klemmmittel an dem Gehäuse befestigt
ist, wird vorliegend als Betriebslage bezeichnet. Allgemein bezeichnet eine Betriebslage
insbesondere eine Lage von Bauteilen, wenn die Gasturbine betriebsbereit ist, insbesondere
betrieben wird.
[0012] Nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird zur Demontage des Laufgitters zunächst
das Klemmmittel bzw. die reibschlüssige Befestigung durch das Klemmmittel gelöst.
Ist das Klemmmittel mehrteilig ausgebildet, können ein oder mehrere, insbesondere
alle Teile, insbesondere C- bzw. U-Clipse, gelöst werden.
[0013] Anschließend werden, insbesondere bei weiterhin in Betriebslage axialfestem Laufgitter,
die Dichtringsegmente des Außendichtrings entgegen der Durchströmungsrichtung durch
den Strömungskanaleintritt aus dem Gehäuse ausgeführt, bevor anschließend das Laufgitter
entgegen der Durchströmungsrichtung durch den Strömungskanaleintritt aus dem Gehäuse
ausgeführt wird. Erfindungsgemäß werden, Anspruch 7 nach, alle Dichtringsegmente des
Außendichtrings gemeinsam aus dem Gehäuse ausgeführt, in einer anderen Ausführung
gruppenweise oder vereinzelt bzw. nacheinander.
[0014] Hierdurch kann nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ein, insbesondere in
Durchströmungsrichtung erstes, Laufgitter vorteilhaft, insbesondere ohne vorhergehenden
Ausbau stromabwärtiger Laufgitter, demontiert werden. Vorzugsweise ist hierzu ein
maximaler Außendurchmesser und/oder eine Außenkontur des Laufgitters höchstens so
groß wie ein minimaler Innendurchmesser bzw. eine Innenkontur des Strömungskanaleintritts.
[0015] In einer Ausführung ist der maximale Außendurchmesser und/oder -umfang des reibschlüssig
an dem Gehäuse befestigten Außendichtrings bzw. der maximale Außendurchmesser und/oder
- umfang des Außendichtrings, wenn dieser reibschlüssig an dem Gehäuse befestigt ist,
größer als der minimale Innendurchmesser bzw. -umfang des Strömungskanaleintritts.
Nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird auch ein solcher Außendichtring
entgegen der Durchströmungsrichtung durch den Strömungskanaleintritt aus dem Gehäuse
ausgeführt, vorzugsweise bei weiterhin in einer Betriebslage axialfestem Laufgitter
bzw. ohne vorherige axiale Verschiebung des Laufgitters in Durchströmungsrichtung.
[0016] Hierzu werden nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ein oder mehrere Dichtringsegmente
nach dem Lösen des Klemmmittels radial nach innen verschoben, bis ihr maximaler Außendurchmesser
höchstens so groß ist wie der minimale Innendurchmesser des Strömungskanaleintritts.
Als (maximaler) Außendurchmesser wird vorliegend insbesondere ein (maximaler) radialer
Abstand einer radial äußeren Außenkontur von einer Drehachse der Gasturbine verstanden.
Entsprechend reduziert eine Verschiebung eines Dichtringsegments nach radial innen
bzw. auf die Drehachse zu den (maximalen) Außendurchmesser dieses Dichtringsegments,
eine Verschiebung der Dichtringsegmente des Außendichtrings nach radial innen entsprechend
den (maximalen) Außendurchmesser bzw. -umfang des Außendichtrings.
[0017] Insbesondere, um eine solche radiale Verschiebung von Dichtringsegmenten bzw. eine
solche radiale Kompression des Außendichtrings zu ermöglichen, ist erfindungsgemäß
nach Anspruch 1 ein Quotient einer Summe der Spaltmaße zwischen den reibschlüssig
in der Betriebslage an dem Gehäuse befestigten Dichtringsegmente bzw. einer Spaltmaßsumme
des reibschlüssig in der Betriebslage an dem Gehäuse befestigten Außendichtrings und
der Kreiszahl π wenigstens so groß wie eine Differenz zwischen einem maximalen Außendurchmesser
des reibschlüssig in der Betriebslage an dem Gehäuse befestigten Außendichtrings und
einem minimalen Innendurchmesser des Strömungskanaleintritts:

mit:
n: Anzahl der Dichtringsegmente des Außendichtrings;
u
i: Spaltmaß zwischen i. Dichtringsegment und in Umfangsrichtung benachbartem Dichtringsegment
in Betriebslage bzw. bei reibschlüssig durch das Klemmmittel an dem Gehäuse befestigtem
Außendichtring;

Spaltmaßsumme bzw. Summe der Spaltmaße der Dichtringsegmente des Außendichtrings;

Quotient der Spaltmaßsumme und der Kreiszahl;
D20 ·
π : maximaler Außendurchmesser des reibschlüssig an dem Gehäuse befestigten Außendichtrings;
d16 ·
π : minimaler Innendurchmesser des Strömungskanaleintritts.
[0018] Mit anderen Worten sind die Spalte zwischen den Dichtringsegmenten des in der Betriebslage
an dem Gehäuse befestigten Außendichtrings wenigstens so groß, dass sie ein radiales
Zusammenschieben der Dichtringsegmente gestatten, bis der solcherart radial komprimierte
Außendichtring einen ausreichend kleinen Außendurchmesser aufweist, um ihn aus dem
Strömungskanaleintritt auszuführen.
[0019] Insbesondere, um ausreichend Radialspiel für eine solche radiale Verschiebung bzw.
Kompression zur Verfügung zu stellen, vorzugsweise ohne vorherige axiale Verschiebung
des Laufgitters in Durchströmungsrichtung bzw. bei in der Betriebslage angeordnetem
Laufgitter, werden nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ein oder mehrere Dichtringsegmente
nach dem Lösen des Klemmmittels zunächst axial entgegen der Durchströmungsrichtung
verschoben.
[0020] Insbesondere hierzu weisen die Dichtringsegmente eine freie axiale Weglänge entgegen
der Durchströmungsrichtung auf. Unter einer freien axialen Weglänge eines Dichtringsegments
entgegen der Durchströmungsrichtung wird vorliegend insbesondere derjenige Axialweg
verstanden, um den das Dichtringsegment aus seiner Betriebslage nach Lösen des Klemmmittels
rein axial entgegen der Durchströmungsrichtung verschoben werden kann, bis es das
Gehäuse formschlüssig kontaktiert bzw. dieses ein weiteres rein axiales Verschieben
entgegen der Durchströmungsrichtung formschlüssig verhindert. Mit anderen Worten entspricht
eine freie axiale Weglänge eines Dichtringsegments entgegen der Durchströmungsrichtung
einem Axialspiel des Dichtringsegments nach Lösen des Klemmmittels entgegen der Durchströmungsrichtung
bzw. einem Axialspalt in der Betriebslage zwischen einer Kontaktlinie des Gehäuses
und einer Kontaktlinie des Dichtringsegments, längs der Dichtringsegment und Gehäuse
einander kontaktieren, wenn das Dichtringsegment nach Lösen des Klemmmittels aus der
Betriebslage rein axial entgegen der Durchströmungsrichtung verschoben wird.
[0021] Nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die Gasturbine eine entgegen der
Durchströmungsrichtung formschlussfreie Verdrehsicherung zwischen Außendichtring und
Gehäuse auf. Insbesondere dann können ein oder mehrere, insbesondere alle Dichtringsegmente
nach dem Lösen des Klemmmittels zunächst, insbesondere nacheinander, gruppenweise
oder gemeinsam, axial entgegen der Durchströmungsrichtung wenigstens soweit verschoben
werden, bis diese Verdrehsicherung zwischen Außendichtring und Gehäuse außer Eingriff
gelangt bzw. ist.
[0022] Insbesondere hierzu ist nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung die freie axiale
Weglänge eines oder mehrerer, insbesondere aller Dichtringsegmente entgegen der Durchströmungsrichtung
wenigstens so groß wie ein axialer Eingriff der Verdrehsicherung. Unter einem axialen
Eingriff einer entgegen der Durchströmungsrichtung formschlussfreien Verdrehsicherung
wird vorliegend insbesondere derjenige Axialweg verstanden, um den das Dichtringsegment
aus seiner Betriebslage nach Lösen des Klemmmittels rein axial entgegen der Durchströmungsrichtung
verschoben werden muss, bis die Verdrehsicherung auch in Umfangsrichtung außer Eingriff
gelangt bzw. ist.
[0023] In einer Ausführung weist die Verdrehsicherung eine Nutanordnung mit einer oder mehreren
über den Umfang verteilten Axialnuten in dem Gehäuse auf, die entgegen der Durchströmungsrichtung
offen sind und in die jeweils ein Radialflansch des Außendichtrings in Umfangsrichtung
formschlüssig eingreift, wenn dieser in Betriebslage reibschlüssig an dem Gehäuse
befestigt ist. Dann ist vorzugsweise die freie axiale Weglänge eines oder mehrerer,
insbesondere aller Dichtringsegmente entgegen der Durchströmungsrichtung wenigstens
so groß wie eine maximale Nutlänge dieser Nutanordnung. Da die maximale Nutlänge den
maximalen axialen Eingriff limitiert, kann so vorteilhafterweise unabhängig von einem
axialen Querschnitt der Radialflansche eine ausreichende freie axiale Weglänge sichergestellt
werden, um diese außer Eingriff zu bringen.
[0024] Nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die Gasturbine eine radiale Aufhängung
des Außendichtrings an bzw. in dem Gehäuse auf. Insbesondere dann können ein oder
mehrere, insbesondere alle Dichtringsegmente nach dem Lösen des Klemmmittels, insbesondere
nacheinander, gruppenweise oder gemeinsam, zunächst axial entgegen der Durchströmungsrichtung
wenigstens soweit verschoben werden, bis diese radiale Aufhängung außer Eingriff gelangt
bzw. ist.
[0025] In einer Ausführung weist die radiale Aufhängung eine Innenfläche des Außendichtrings
auf, die eine Außenfläche des Gehäuses von radial außen axial übergreift, wenn dieser
in Betriebslage reibschlüssig an dem Gehäuse befestigt ist. Insbesondere kann der
Außendichtring einen Axialflansch aufweisen, der eine entsprechende Radialnut im Gehäuse,
insbesondere einem nachfolgenden Leitgitter, axial über- bzw. radial hintergreift,
wenn der Außendichtring in Betriebslage reibschlüssig an dem Gehäuse befestigt ist.
Die axiale Länge, auf der der Außendichtring das Gehäuse axial über- bzw. radial hintergreift,
wird vorliegend als axialer Überhang der radialen Aufhängung bezeichnet. Entsprechend
ist in einer Ausführung die freie axiale Weglänge eines oder mehrerer, insbesondere
aller Dichtringsegmente entgegen der Durchströmungsrichtung wenigstens so groß wie
ein axialer Überhang der radialen Aufhängung des Außendichtrings. Insbesondere auf
diese Weise kann eine ausreichende freie axiale Weglänge sichergestellt werden, um
die radial Aufhängung des Außendichtrings außer Eingriff zu bringen und so den Außendichtring
radial zu komprimieren.
[0026] Nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist das Laufgitter eine oder mehrere
Dichtfinnen bzw., vorzugsweise ringartige, Radialflansche auf, die von einem Außendeckband
des Laufgitters nach radial außen hervorstehen und Dichtflächen des Dichtringsegments
radial gegenüberliegen. In der Betriebslage können solche Dichtfinnen gegenüber einer
stromabwärtigen Kante einer Dichtfläche zum Abdichten dieser Dichtfinne entgegen der
Durchströmungsrichtung axial versetzt sein. Mit anderen Worten kann die Dichtfinne
in der Betriebslage stromaufwärts vor der stromabwärtigen Kante der Dichtfläche angeordnet
sein, so dass die Dichtfinne einer radialen Kompression des Außendichtrings entgegenstehen
kann.
[0027] Insbesondere daher ist nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung die freie axiale
Weglänge eines oder mehrerer, insbesondere aller Dichtringsegmente entgegen der Durchströmungsrichtung
wenigstens so groß wie ein axialer Versatz einer Dichtfinne des Außendichtrings entgegen
der Durchströmungsrichtung, insbesondere ihrer stromaufwärtigen, radial äußeren Kante,
gegenüber einer stromabwärtigen Kante einer Dichtfläche des Dichtringsegments zum
Abdichten dieser Dichtfinne. In einer Ausführung geht die Dichtfläche in der stromabwärtigen
Kante in eine, vorzugsweise wenigstens im Wesentlichen radiale, Stirnseite über, so
dass in einer Ausführung die freie axiale Weglänge eines oder mehrerer, insbesondere
aller Dichtringsegmente entgegen der Durchströmungsrichtung wenigstens so groß wie
ein axialer Versatz einer Dichtfinne des Außendichtrings entgegen der Durchströmungsrichtung,
insbesondere ihrer stromaufwärtigen, radial äußeren Kante, gegenüber einer stromabwärtigen
Stirnseite, die an eine Dichtfläche zum Abdichten dieser Dichtfinne anschließt und
sich vorzugsweise, wenigstens im Wesentlichen, radial erstreckt.
[0028] Weist das Laufgitter eine erste und eine zweite Dichtfinne auf, die von der ersten
Dichtfinne axial beabstandet ist, der gestufte Außendichtring eine erste Dichtfläche
zum Abdichten der ersten Dichtfinne und eine zweite Dichtfläche zum Abdichten der
zweiten Dichtfinne, die von der ersten Dichtfläche axial und radial beabstandet ist,
so ist in einer Ausführung die freie axiale Weglänge eines oder mehrerer, insbesondere
aller Dichtringsegmente entgegen der Durchströmungsrichtung wenigstens so groß wie
ein axialer Versatz der ersten Dichtfinne, insbesondere ihrer radial äußeren stromaufwärtigen
Kante, gegenüber einer stromabwärtigen Kante der ersten Dichtfläche und/oder einer
daran anschließenden, insbesondere wenigstens im Wesentlichen radialen Stirnseite,
und zusätzlich wenigstens so groß wie ein axialer Versatz der zweiten Dichtfinne,
insbesondere ihrer radial äußeren stromaufwärtigen Kante gegenüber einer stromabwärtigen
Kante der zweiten Dichtfläche und/oder einer daran anschließenden, insbesondere wenigstens
im Wesentlichen radialen Stirnseite.
[0029] Insbesondere hierdurch können ein oder mehrere, insbesondere alle Dichtringsegmente
nach dem Lösen des Klemmmittels, insbesondere nacheinander, gruppenweise oder gemeinsam,
zunächst axial entgegen der Durchströmungsrichtung wenigstens soweit verschoben werden,
bis die Dichtfinne(n) stromabwärts hinter bzw. nach der stromabwärtigen Kante der
jeweiligen Dichtfläche angeordnet ist bzw. sind, der die Dichtfinne in Betriebslage
radial gegenüberliegt. Auf diese Weise kann ausreichend Radialspiel für eine radiale
Verschiebung bzw. Kompression zur Verfügung gestellt werden, um den radial komprimierten
Außendichtring mit radial nach innen verschobenen Dichtringsegmenten entgegen der
Durchströmungsrichtung aus dem Strömungskanaleintritt auszuführen.
[0030] Die vorstehend erläuterten axialen und radialen Verschiebungen können, wenigstens
abschnittsweise, nacheinander ausgeführt werden. Insbesondere können die Dichtringsegmente
des Außendichtrings nacheinander, gruppenweise oder alle gemeinsam zunächst, wenigstens
im Wesentlichen, rein axial entgegen der Durchströmungsrichtung verschoben werden,
bis insbesondere eine Verdrehsicherung und/oder eine radiale Aufhängung außer Eingriff
gelangen und/oder Dichtfinnen stromabwärts hinter ihren Dichtflächen angeordnet sind,
anschließend, wenigstens im Wesentlichen, rein radial nach innen verschoben werden,
bis ihr maximaler Außendurchmesser höchstens noch so groß ist wie der minimale Innendurchmesser
des Strömungskanaleintritts, und anschließend, wenigstens im Wesentlichen, rein axial
entgegen der Durchströmungsrichtung durch diesen aus dem Gehäuse verschoben werden.
[0031] Gleichermaßen können die vorstehend erläuterten axialen und radialen Verschiebungen,
wenigstens abschnittsweise, parallel ausgeführt bzw. überlagert werden. Insbesondere
können die Dichtringsegmente des Außendichtrings nacheinander, gruppenweise oder alle
gemeinsam radial nach innen und zugleich axial entgegen der Durchströmungsrichtung
verschoben werden.
[0032] In einer Ausführung werden ein oder mehrere, insbesondere alle Dichtringsegmente,
wenigstens im Wesentlichen, kippfrei axial und/oder radial verschoben und/oder aus
dem Strömungskanaleintritt ausgeführt. Hierunter wird vorliegend insbesondere verstanden,
dass bei dieser Demontage eine stromaufwärtige Kante eines Dichtringsegmentes, wenigstens
im Wesentlichen, nicht weiter nach radial innen oder außen bewegt wird als eine stromabwärtige
Kante dieses Dichtringsegmentes. Hierdurch kann insbesondere das Handling erleichtert
werden.
[0033] Eine Montage des Laufgitters erfolgt, erfindungsgemäß nach Anspruch 9, wenigstens
im Wesentlichen, analog in umgekehrter Reihenfolge. Zunächst kann das Laufgitter in
Durchströmungsrichtung durch den Strömungskanaleintritt in das Gehäuse eingeführt
und vorzugsweise in Betriebslage axial festgelegt werden. Anschließend werden die
Dichtringsegmente des Außendichtrings alle gemeinsam, in Durchströmungsrichtung durch
den Strömungskanaleintritt in das Gehäuse eingeführt, bevor anschließend der Außendichtring
durch das Klemmmittel bzw. dieses an dem Gehäuse reibschlüssig befestigt wird.
[0034] In einer Ausführung werden die Dichtringsegmente des Außendichtrings, vorzugsweise
einzeln, gruppenweise oder alle gemeinsam, vor dem Befestigen des Klemmmittels, insbesondere
kippfrei, radial nach außen in ihre Betriebslage verschoben, in der ihr maximaler
Außendurchmesser größer ist als der minimale Innendurchmesser des Strömungskanaleintritts,
und wenigstens abschnittsweise parallel hierzu oder nacheinander axial in Durchströmungsrichtung
verschoben, bis die Verdrehsicherung und/oder radiale Aufhängung in Eingriff ist und/oder
eine oder mehrere, insbesondere alle Dichtfinnen gegenüber der stromabwärtigen Kante
der jeweiligen Dichtfläche entgegen der Durchströmungsrichtung versetzt sind.
[0035] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungen. Hierzu
zeigt, teilweise schematisiert:
- Fig. 1
- einen Teil einer Gasturbine nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung in einem
Axialschnitt längs einer Drehachse; und
- Fig. 2
- einen Teil der Gasturbine der Fig. 1 in einer in Fig. 1 mit II angedeuteten Draufsicht.
[0036] Fig. 1 zeigt in Fig. 2 der einleitend genannten
US 2007/0231132 A1 entsprechender Weise, einen Teil einer Gasturbine nach einer Ausführung der vorliegenden
Erfindung in einem Axialschnitt längs einer horizontalen Drehachse. Auf die
US 2007/0231132 A1 wird ergänzend Bezug genommen, insbesondere sind einander entsprechende Elemente
durch identische Bezugszeichen bezeichnet, so dass nachfolgend insbesondere auf Unterschiede
eingegangen wird.
[0037] Die Gasturbine weist ein Gehäuse 16 mit einem kreisförmigen Strömungskanaleintritt
auf, dessen minimaler Innendurchmesser mit d
16 bezeichnet ist.
[0038] In einer in Fig. 1, 2 dargestellten Betriebslage ist in dem Strömungskanal ein in
Durchströmungsrichtung (von links nach rechts in Fig. 1) erstes Laufgitter 18 angeordnet.
Radial zwischen Gehäuse und Laufgitter ist ein Außendichtring zum Abdichten dieses
Laufgitters angeordnet, der durch ein Klemmmittel in Form mehrerer C-Clipse 80 reibschlüssig
an dem Gehäuse befestigt ist und eine Mehrzahl von Ringsegmenten 20
i, 20
i+1,... aufweist, die in Umfangsrichtung um Spaltmaße u
i,... voneinander beabstandet sind (vgl. Fig. 2).
[0039] Die Dichtringsegmente weisen entgegen der Durchströmungsrichtung eine freie axiale
Weglänge a
f auf, die in Fig. 1 durch einen Pfeil angedeutet ist. Nach Lösen der C-Clipse können
die Dichtringsegmente rein axial entgegen der Durchströmungsrichtung um a
f verschoben werden, bis das Gehäuse eine weitere rein axiale Verschiebung entgegen
der Durchströmungsrichtung begrenzt.
[0040] Diese freie axiale Weglänge a
f ist größer als ein axialer Eingriff a
1 einer entgegen der Durchströmungsrichtung formschlussfreien Verdrehsicherung 10 des
Außendichtrings. Die Verdrehsicherung weist eine Nutanordnung mit mehreren entgegen
der Durchströmungsrichtung (nach links in Fig. 1) offenen Axialnuten 12 in dem Gehäuse
auf, in die jeweils ein Radialflansch 11 des reibschlüssig an dem Gehäuse befestigten
Außendichtrings in Umfangsrichtung formschlüssig eingreift. Die maximale Nutlänge
a
1 der Nutanordnung kann, wenigstens im Wesentlichen, dem axialen Eingriff der Verdrehsicherung
entsprechen.
[0041] Die freie axiale Weglänge a
f ist zugleich größer als ein axialer Überhang a
2 einer radialen Aufhängung 23 des Außendichtrings. Der axiale Überhang a
2 ist definiert durch die axiale Länge a
2, auf der ein Axialflansch 22 des Außendichtrings eine Radialnut 21 des Gehäuses in
axialer Richtung (horizontal in Fig. 1) übergreift bzw. in radialer Richtung (vertikal
in Fig. 1) hintergreift. Die Radialnut des Gehäuses wird durch ein Leitgitter dargestellt,
das in Fig. 1 ansatzweise angedeutet ist.
[0042] Das Laufgitter weist eine erste Dichtfinne 31 und eine zweite Dichtfinne 41 auf,
die von der ersten Dichtfinne axial beabstandet ist. Der insofern gestufte Außendichtring
weist eine erste, abgeknickte Dichtfläche zum Abdichten der ersten Dichtfinne und
eine zweite, gerade Dichtfläche zum Abdichten der zweiten Dichtfinne auf, die von
der ersten Dichtfläche axial und radial beabstandet ist.
[0043] Die freie axiale Weglänge a
f ist auch größer als ein axialer Versatz a
3 der ersten Dichtfinne gegenüber einer stromabwärtigen Kante 32 der ersten Dichtfläche
und größer als ein axialer Versatz a
4 der zweiten Dichtfinne gegenüber einer stromabwärtigen Kante 42 der zweiten Dichtfläche.
[0044] Ein Quotient einer Spaltmaßsumme des in der Betriebslage reibschlüssig an dem Gehäuse
befestigten Außendichtrings und der Kreiszahl π ist größer oder gleich einer Differenz
zwischen dem maximalen Außendurchmesser
D20 des in der Betriebslage reibschlüssig an dem Gehäuse befestigten Außendichtrings
und dem minimalen Innendurchmesser d
16 des Strömungskanaleintritts:

wobei in der Betriebslage der maximale Außendurchmesser des Außendichtrings größer
ist als der minimale Innendurchmesser des Strömungskanaleintritts.
[0045] Zur Demontage des Laufgitters werden zunächst eine oder mehrere, vorzugsweise alle
C-Clipse 80 gelöst.
[0046] Anschließend werden die Dichtringsegmente 20
i, 20
i+1,... des Außendichtrings einzeln, gruppenweise oder alle gemeinsam entgegen der Durchströmungsrichtung
durch den Strömungskanaleintritt aus dem Gehäuse 16 ausgeführt.
[0047] Hierzu werden die Dichtringsegmente nach dem Lösen des Klemmmittels 80 kippfrei axial
entgegen der Durchströmungsrichtung verschoben, bis die Verdrehsicherung 10 und die
radiale Aufhängung 23 außer Eingriff sind und die Dichtfinnen 31, 41 stromabwärts
nach den Kanten 32 bzw. 42 der zugehörigen Dichtflächen angeordnet sind (rechts in
Fig. 1).
[0048] Anschließend werden die Dichtringsegmente 20
i, 20
i+1,... des Außendichtrings einzeln, gruppenweise oder alle gemeinsam radial nach innen
verschoben, bis ihr maximaler Außendurchmesser so groß wie oder kleiner als der minimale
Innendurchmesser d
16 des Strömungskanaleintritts ist. Dies ist aufgrund der Spaltmaßsumme möglich. Bezeichnet
D'
20 den maximalen Außendurchmesser des radial komprimierten Außendichtrings mit radial
nach innen verschobenen Dichtringsegmenten, so dass diese in Umfangsrichtung aneinander
anliegen bzw. ihre Spaltmaßsumme gleich Null ist, so gilt:

d.h. der komprimierte Außendurchmesser D'
20 ist kleiner als der Innendurchmesser d
16 des Strömungskanaleintritts. Somit können die Dichtringsegmente 20
i, 20
i+1,... des Außendichtrings einzeln, gruppenweise oder alle gemeinsam axial weiter entgegen
der Durchströmungsrichtung verschoben und so durch den Strömungskanaleintritt aus
dem Gehäuse 16 ausgeführt werden.
[0049] Anschließend wird das Laufgitter 18 entgegen der Durchströmungsrichtung durch den
Strömungskanaleintritt aus dem Gehäuse ausgeführt.
[0050] Die Montage erfolgt in analoger Weise in umgekehrter Reihenfolge: zunächst wird das
Laufgitter in Durchströmungsrichtung durch den Strömungskanaleintritt in das Gehäuse
eingeführt und in der Betriebslage axial befestigt. Dann werden die Dichtringsegmente
des Außendichtrings in Durchströmungsrichtung durch den Strömungskanaleintritt in
das Gehäuse eingeführt.
[0051] Hierzu werden die Dichtringsegmente des radial komprimierten Außendichtrings einzeln,
gruppenweise oder alle gemeinsam axial in Durchströmungsrichtung durch den Strömungskanaleintritt
in das Gehäuse 16 verschoben bzw. eingeführt. Anschließend werden die Dichtringsegmente
20i, 20
i+1,... des Außendichtrings einzeln, gruppenweise oder alle gemeinsam radial nach außen
verschoben, bis sie radial an dem Gehäuse anliegen. Dann werden sie weiter in Durchströmungsrichtung
in die Betriebslage verschoben, in der die Verdrehsicherung 10 und die radiale Aufhängung
23 in Eingriff sind und die Dichtfinnen 31, 41 stromaufwärts vor den Kanten 32 bzw.
42 der zugehörigen Dichtflächen angeordnet sind. Schließlich wird das Klemmmittel
80 und hierdurch der Außendichtring reibschlüssig an dem Gehäuse befestigt.
[0052] Obwohl in der vorhergehenden Beschreibung exemplarische Ausführungen erläutert wurden,
sei darauf hingewiesen, dass eine Vielzahl von Abwandlungen möglich ist. Außerdem
sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den exemplarischen Ausführungen lediglich
um Beispiele handelt, die den Schutzbereich, die Anwendungen und den Aufbau in keiner
Weise einschränken sollen. Vielmehr wird dem Fachmann durch die vorausgehende Beschreibung
ein Leitfaden für die Umsetzung von mindestens einer exemplarischen Ausführung gegeben,
wobei diverse Änderungen, insbesondere in Hinblick auf die Funktion und Anordnung
der beschriebenen Bestandteile, vorgenommen werden können, ohne den Schutzbereich
zu verlassen, wie er sich aus den Ansprüchen ergibt.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 10
- Verdrehsicherung
- 11
- Radialflansch (Verdrehsicherung)
- 12
- Axialnut (Verdrehsicherung)
- 16
- Gehäuse
- 18
- Laufgitter
- 20i, 20i+1
- Außendichtringsegment
- 21
- Radialnut des Gehäuses (radiale Aufhängung)
- 22
- Axialflansch des Außendichtrings (radiale Aufhängung)
- 23
- radiale Aufhängung
- 31/41
- erste/zweite Dichtfinne
- 32/42
- stromabwärtige Kante der Dichtfläche der ersten/zweiten Dichtfinne
- 80
- Klemmmittel (C-Clipse)
- af
- freie axiale Weglänge
- a1
- axialer Eingriff der Verdrehsicherung; maximale Nutlänge
- a2
- axialer Überhang der radialen Aufhängung
- a3/a4
- axialer Versatz der ersten/zweiten Dichtfinne
- d16
- minimaler Innendurchmesser des Strömungskanaleintritts
- D20
- maximaler Außendurchmesser des Außendichtrings in Betriebslage
- ui
- Spaltmaß zwischen Dichtsegmenten 20i, 20i+1
1. Gasturbine, insbesondere Flugtriebwerk-Gasturbine, mit einem Gehäuse (16), das einen
Strömungskanaleintritt aufweist, einem, insbesondere in Durchströmungsrichtung ersten,
Laufgitter (18), das in dem Gehäuse anordenbar ist, und einem Außendichtring zum Abdichten
dieses Laufgitters, der durch ein Klemmmittel (80) reibschlüssig an dem Gehäuse befestigbar
ist und eine Mehrzahl von Ringsegmenten (20
i, 20
i+1) aufweist;
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Quotient einer Spaltmaßsumme

des reibschlüssig an dem Gehäuse befestigten Außendichtrings und der Kreiszahl (π)
wenigstens so groß ist wie eine Differenz zwischen einem maximalen Außendurchmesser
(D
20) des reibschlüssig an dem Gehäuse befestigten Außendichtrings und einem minimalen
Innendurchmesser (d
16) des Strömungskanaleintritts des Gehäuses
2. Gasturbine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass eine freie axiale Weglänge (a
f) eines Dichtringsegments entgegen der Durchströmungsrichtung wenigstens so groß ist
wie:
- ein axialer Eingriff (a1) einer entgegen der Durchströmungsrichtung formschlussfreien Verdrehsicherung (10)
des Außendichtrings (af ≥ a1) und/oder
- ein axialer Überhang (a2) einer radialen Aufhängung (23) des Außendichtrings (af ≥ a2) und/oder
- ein axialer Versatz (a3, a4) einer Dichtfinne (31, 41) des Außendichtrings entgegen der Durchströmungsrichtung
gegenüber einer stromabwärtigen Kante (32, 42) einer Dichtfläche des Dichtringsegments
zum Abdichten dieser Dichtfinne (af ≥ a3, a4).
3. Gasturbine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrehsicherung eine Nutanordnung mit wenigstens einer entgegen der Durchströmungsrichtung
offenen Axialnut (12) in dem Gehäuse aufweist, in die ein Radialflansch (11) des reibschlüssig
an dem Gehäuse befestigten Außendichtrings in Umfangsrichtung formschlüssig eingreift,
wobei die freie axiale Weglänge des Dichtringsegments entgegen der Durchströmungsrichtung
wenigstens so groß ist wie eine maximale Nutlänge (a1) der Nutanordnung (af ≥ ai).
4. Gasturbine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufgitter eine erste und eine zweite Dichtfinne (31, 41) aufweist, die von der
ersten Dichtfinne axial beabstandet ist, der gestufte Außendichtring eine erste Dichtfläche
zum Abdichten der ersten Dichtfinne und eine zweite Dichtfläche zum Abdichten der
zweiten Dichtfinne aufweist, die von der ersten Dichtfläche axial und radial beabstandet
ist, und die freie axiale Weglänge des Dichtringsegments entgegen der Durchströmungsrichtung
wenigstens so groß wie ein axialer Versatz (a3) der ersten Dichtfinne gegenüber einer stromabwärtigen Kante (32) der ersten Dichtfläche
und wenigstens so groß wie ein axialer Versatz (a4) der zweiten Dichtfinne gegenüber einer stromabwärtigen Kante (42) der zweiten Dichtfläche
ist.
5. Gasturbine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der maximale Außendurchmesser des reibschlüssig an dem Gehäuse befestigten Außendichtrings
größer ist als der minimale Innendurchmesser des Strömungskanaleintritts.
6. Gasturbine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufgitter zum Umsetzen von Strömungsenergie in mechanische Arbeit eingerichtet
ist und/oder ein Strömungskanalaustritt des Gehäuses einen größeren Innendurchmesser
aufweist als der Strömungskanaleintritt des Gehäuses.
7. Verfahren zur Demontage des Laufgitters einer Gasturbine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
gekennzeichnet durch die Schritte:
Lösen des Klemmmittels;
gemeinsames Ausführen aller Dichtringsegmente des Außendichtrings entgegen der Durchströmungsrichtung
durch den Strömungskanaleintritt aus dem Gehäuse; und
Ausführen des Laufgitters entgegen der Durchströmungsrichtung durch den Strömungskanaleintritt
aus dem Gehäuse.
8. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Dichtringsegmente nach dem Lösen des Klemmmittels, insbesondere kippfrei und/oder
gemeinsam, axial entgegen der Durchströmungsrichtung verschoben werden, bis die Verdrehsicherung
und/oder radiale Aufhängung außer Eingriff ist und/oder die Dichtfinne stromabwärts
nach der Kante angeordnet ist; und/oder radial nach innen verschoben werden, bis ihr
maximaler Außendurchmesser höchstens so groß ist wie der minimale Innendurchmesser
des Strömungskanaleintritts.
9. Verfahren zur Montage des Laufgitters einer Gasturbine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
gekennzeichnet durch die Schritte:
Einführen des Laufgitters in Durchströmungsrichtung durch den Strömungskanaleintritt
in das Gehäuse;
gemeinsames Einführen aller Dichtringsegmente des Außendichtrings in Durchströmungsrichtung
durch den Strömungskanaleintritt in das Gehäuse; und
Befestigen des Klemmmittels.
10. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Dichtringsegmente vor dem Befestigen des Klemmmittels, insbesondere kippfrei und/oder
gemeinsam, axial in Durchströmungsrichtung verschoben werden, bis die Verdrehsicherung
und/oder radiale Aufhängung in Eingriff ist und/oder die Dichtfinne gegenüber der
Kante entgegen der Durchströmungsrichtung versetzt ist; und/oder radial nach außen
verschoben werden, bis ihr maximaler Außendurchmesser größer ist wie der minimale
Innendurchmesser des Strömungskanaleintritts.
1. Gas turbine, in particular an aircraft engine gas turbine, comprising: a housing (16)
having a flow channel inlet; a rotating cascade (18), which is a first rotating cascade
in particular in the flow direction, which can be arranged in the housing; and an
outer sealing ring for sealing said rotating cascade, which ring can be frictionally
fastened to the housing by a clamping means (80) and has a plurality of ring segments
(20
i, 20
i+1);
characterized in that a quotient of a clearance sum

of the outer sealing ring frictionally fastened to the housing and pi (π) is at least
as large as a difference between a maximum outer diameter (D
20) of the outer sealing ring frictionally fastened to the housing and a minimum inner
diameter (d
16) of the flow channel inlet of the housing
2. Gas turbine according to claim 1,
characterized in that a free axial path length (a
f) of a sealing ring segment counter to the flow direction is at least as large as:
- an axial engagement (a1) of an anti-torsion mechanism (10) of the outer sealing ring (af ≥ a1), which mechanism does not have a form-fit counter to the flow direction, and/or
- an axial overhang (a2) of a radial mounting (23) of the outer sealing ring (af ≥ a2) and/or
- an axial offset (a3, a4) of a sealing fin (31, 41) of the outer sealing ring counter to the flow direction
with respect to a downstream edge (32, 42) of a sealing surface of the sealing ring
segment for sealing said sealing fin (af ≥ a3, a4).
3. Gas turbine according to claim 2, characterized in that the anti-torsion mechanism has a groove arrangement comprising at least one axial
groove (12) in the housing, which groove is open counter to the flow direction and
into which a radial flange (11) of the outer sealing ring frictionally fastened to
the housing form-fittingly engages in the circumferential direction, the free axial
path length of the sealing ring segment counter to the flow direction being at least
as large as a maximum groove length (a1) of the groove arrangement (af ≥ a1).
4. Gas turbine according to either claim 2 or claim 3, characterized in that the rotating cascade has a first and a second sealing fin (31, 41) that is axially
spaced apart from the first sealing fin, the stepped outer sealing ring having a first
sealing surface for sealing the first sealing fin and a second sealing surface for
sealing the second sealing fin, which second sealing surface is axially and radially
spaced apart from the first sealing surface, and the free axial path length of the
sealing ring segment counter to the flow direction is at least as large as an axial
offset (a3) of the first sealing fin with respect to a downstream edge (32) of the first sealing
surface and at least as large as an axial offset (a4) of the second sealing fin with respect to a downstream edge (42) of the second sealing
surface.
5. Gas turbine according to any of the preceding claims, characterized in that the maximum outer diameter of the outer sealing ring frictionally fastened to the
housing is greater than the minimum inner diameter of the flow channel inlet.
6. Gas turbine according to any of the preceding claims, characterized in that the rotating cascade is designed to convert flow energy into mechanical work and/or
a flow channel outlet of the housing has a larger inner diameter than the flow channel
inlet of the housing.
7. Method for disassembling the rotating cascade of a gas turbine according to any of
the preceding claims,
characterized by the following steps:
releasing the clamping means;
jointly guiding all of the sealing ring segments of the outer sealing ring counter
to the flow direction through the flow channel inlet and out of the housing; and
guiding the rotating cascade counter to the flow direction through the flow channel
inlet and out of the housing.
8. Method according to the preceding claim, characterized in that, after the clamping means is released, sealing ring segments are axially displaced,
in particular without tilting and/or jointly, counter to the flow direction until
the anti-torsion mechanism and/or radial mounting is disengaged and/or the sealing
fin is arranged downstream of the edge; and/or are displaced radially inwards until
their maximum outer diameter is at most as large as the minimum inner diameter of
the flow channel inlet.
9. Method for assembling the rotating cascade of a gas turbine according to any of the
preceding claims,
characterized by the following steps:
inserting the rotating cascade in the flow direction through the flow channel inlet
and into the housing;
jointly inserting all the sealing ring segments of the outer sealing ring in the flow
direction through the flow channel inlet and into the housing; and
fastening the clamping means.
10. Method according to the preceding claim, characterized in that, before the clamping means is fastened, sealing ring segments are axially displaced,
in particular without tilting and/or jointly, in the flow direction until the anti-torsion
mechanism and/or radial mounting is engaged and/or the sealing fin is offset with
respect to the edge counter to the flow direction; and/or are displaced radially outwards
until their maximum outer diameter is larger than the minimum inner diameter of the
flow channel inlet.
1. Turbine à gaz, en particulier turbine à gaz de moteur d'avion, comportant un carter
(16) qui présente une entrée de conduit d'écoulement, une grille de guidage de sortie
(18) qui est la première, en particulier dans le sens d'écoulement, et qui peut être
disposée dans le carter, et un anneau d'étanchéité extérieur destiné à étanchéifier
ladite grille de guidage de sortie, lequel anneau d'étanchéité extérieur peut être
fixé au carter par friction à l'aide d'un moyen de serrage (80) et présente une pluralité
de segments d'anneau (20
i, 20
i+1) ;
caractérisée en ce qu'un quotient d'une somme de mesures d'écartement

de l'anneau d'étanchéité extérieur fixé par friction au carter et du nombre de cercles
(π) est au moins égal à une différence entre un diamètre extérieur maximal (D
20) de l'anneau d'étanchéité extérieur fixé par friction au carter et un diamètre intérieur
minimal (d
16) de l'entrée de conduit d'écoulement du carter
2. Turbine à gaz selon la revendication 1,
caractérisée en ce qu'une longueur de trajet axiale (a
f) libre d'un segment d'anneau d'étanchéité dans le sens opposé au sens d'écoulement
est au moins égale à :
- une prise axiale (a1) d'un système anti-rotation (10) de l'anneau d'étanchéité extérieur (af≥a1), lequel système anti-rotation est exempt de liaison de forme dans le sens opposé
au sens d'écoulement, et/ou
- un porte-à-faux axial (a2) d'une suspension radiale (23) de l'anneau d'étanchéité extérieur (af≥a2) et/ou
- un décalage axial (a3, a4) d'une ailette d'étanchéité (31, 41) de l'anneau d'étanchéité extérieur dans le sens
opposé au sens d'écoulement par rapport à un bord aval (32, 42) d'une surface d'étanchéité
du segment d'anneau d'étanchéité destiné à étanchéifier ladite ailette d'étanchéité
(af≥a3, a4).
3. Turbine à gaz selon la revendication 2, caractérisée en ce que le système anti-rotation présente un agencement de rainure comportant au moins une
rainure axiale (12) dans le carter qui est ouverte dans le sens opposé au sens d'écoulement
et dans laquelle une bride radiale (11) de l'anneau d'étanchéité extérieur fixé par
friction au carter vient en prise par liaison de forme dans le sens circonférentiel,
la longueur de trajet axiale libre du segment d'anneau d'étanchéité dans le sens opposé
au sens d'écoulement étant au moins égale à une longueur de rainure maximale (a1) de l' agencement de rainure (af≥a1).
4. Turbine à gaz selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que la grille de guidage de sortie présente une première ailette d'étanchéité et une
seconde ailette d'étanchéité (31, 41) qui est espacée axialement de la première ailette
d'étanchéité, l'anneau d'étanchéité extérieur étagé comporte une première surface
d'étanchéité destinée à étanchéifier la première ailette d'étanchéité et une seconde
surface d'étanchéité destinée à étanchéifier la seconde ailette d'étanchéité qui est
espacée axialement et radialement de la première surface d'étanchéité, et la longueur
de trajet libre axiale du segment d'anneau d'étanchéité, dans le sens opposé au sens
d'écoulement, est au moins égale à un décalage axial (a3) de la première ailette d'étanchéité par rapport à un bord aval (32) de la première
surface d'étanchéité et au moins égale à un décalage axial (a4) de la seconde ailette d'étanchéité par rapport à un bord aval (42) de la seconde
surface d'étanchéité.
5. Turbine à gaz selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le diamètre extérieur maximal de l'anneau d'étanchéité extérieur fixé par friction
au carter est supérieur au diamètre intérieur minimal de l'entrée de conduit d'écoulement.
6. Turbine à gaz selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la grille de guidage de sortie est conçue pour convertir l'énergie d'écoulement en
travail mécanique et/ou une sortie de conduit d'écoulement du carter a un diamètre
intérieur supérieur à l'entrée de conduit d'écoulement du carter.
7. Procédé de démontage de la grille de guidage de sortie d'une turbine à gaz selon l'une
des revendications précédentes,
caractérisé par les étapes :
desserrage du moyen de serrage ;
réalisation conjointe de tous les segments d'anneau d'étanchéité de l'anneau d'étanchéité
extérieur hors du carter dans le sens opposé au sens d'écoulement, par l'entrée de
conduit d'écoulement ; et
réalisation de la grille de guidage de sortie dans le sens opposé au sens d'écoulement
par l'entrée de conduit d'écoulement hors du carter.
8. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que des segments d'anneau d'étanchéité sont déplacés axialement dans le sens opposé au
sens d'écoulement après le desserrage du moyen de serrage, en particulier sans basculement
et/ou conjointement, jusqu'à ce que le système anti-rotation et/ou la suspension radiale
viennent hors de prise et/ou que l'ailette d'étanchéité soit disposée en aval du bord
; et/ou sont déplacés radialement vers l'intérieur jusqu'à ce que leur diamètre extérieur
maximal soit supérieur ou égal au diamètre intérieur minimal de l'entrée de conduit
d'écoulement.
9. Procédé de montage de la grille de guidage de sortie d'une turbine à gaz selon l'une
des revendications précédentes,
caractérisé par les étapes :
insertion de la grille de guidage de sortie dans le sens d'écoulement par l'entrée
de conduit d'écoulement dans le carter ;
réalisation conjointe de tous les segments d'anneau d'étanchéité de l'anneau d'étanchéité
extérieur dans le sens d'écoulement par l'entrée de conduit d'écoulement dans le carter
; et
fixation du moyen de serrage.
10. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que des segments d'anneau d'étanchéité sont déplacés axialement dans le sens d'écoulement
avant la fixation du moyen de serrage, en particulier sans basculement et/ou conjointement,
jusqu'à ce que le système anti-rotation et/ou la suspension radiale viennent en prise
et/ou que l'ailette d'étanchéité soit décalée par rapport au borddans le sens opposé
au sens d'écoulement ; et/ou sont déplacés radialement vers l'extérieur jusqu'à ce
que leur diamètre extérieur maximal soit supérieur au diamètre intérieur minimal de
l'entrée d'écoulement.