[0001] Die vorliegende Erfindung eine Dunstabzugshaubeneinrichtung mit wenigstens einer
Gehäuseeinrichtung und wenigstens einer verlagerbaren Wrasenleiteinrichtung an einem
Ansaugbereich für Wrasen. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betreiben
einer Dunstabzugshaubeneinrichtung.
[0002] Dunstabzugshauben werden in der Küche oft oberhalb eines Kochbereichs, beispielsweise
eines Herdes oder Kochfelds bzw. einer Kochmulde, eingesetzt, um den beim Kochen aufsteigenden
Wrasen einzusaugen und dessen Fettbestandteile und/oder Geruchsstoffe herauszufiltern
und/oder um den Wrasen nach außerhalb der Küche abzuführen. Dazu weisen Dunstabzugshauben
einen Ansaugbereich für Wrasen auf, durch den der vom Kochbereich aufsteigende Wrasen
mithilfe eines Gebläses in die Dunstabzugshaube einsaugt wird.
[0003] Dabei ist es vorteilhaft, wenn ein möglichst großer Anteil des Wrasens z. B. oberhalb
eines Kochfeldes zu dem Ansaugbereich geleitet wird, wo der Wrasen dann abgesaugt
werden kann. Dies wird in der Regel durch eine Wrasenleiteinrichtung, den sogenannten
Wrasenschirm, der Dunstabzugshaube erreicht, über den der Wrasen gesammelt und zu
dem Absaugbereich der Dunstabzugshaube geleitet wird.
[0004] Solch ein Wrasenschirm sollte vorteilhafterweise bei Verwendung der Dunstabzugshaube
eine möglichst große Fläche zum Auffangen des aufsteigenden Wrasens zur Verfügung
stellen. Ferner sollte ein Wrasenschirm bei Verwendung der Dunstabzugshaube möglichst
nah über der Stelle, von welcher der Wrasen aufsteigt, positioniert sein. Wenn die
Dunstabzugshaube nicht gebraucht wird, ist ein großflächiger und/oder dicht über dem
Kochbereich positionierter Wrasenschirm jedoch unpraktisch und optisch weniger ansprechend.
Insbesondere wenn in einer Wohnung der Küchenbereich und der Wohnbereich frei aneinandergrenzen
bzw. ineinander übergehen, sollen oft Küchengeräte wie zum Beispiel eine Dunstabzugshaube
möglichst wenig auffallen.
[0005] Daher sind Dunstabzugshauben mit Wrasenschirmen bekannt geworden, die vor oder bei
der Verwendung der Dunstabzugshaube ausgefahren und anschließend wieder eingefahren
werden können. Dabei können die Wrasenschirme per Hand, mechanisch unterstützt oder
auch automatisch mittels eines Motors aus- und eingefahren werden.
[0006] Aus der
DE3822510A1 ist eine Dunstabzugshaube mit einem Gebläsegehäuse, einem am oder im Gebläsegehäuse
horizontal verschiebbar geführten Wrasenauszug und einer Schalteinrichtung zur manuellen
oder automatischen Gebläsesteuerung bekannt, bei welcher der Wrasenauszug zur wahlweisen
automatischen Auszugssteuerung mit einer motorischen Antriebsvorrichtung abkuppelbar
verbunden ist. Ferner ist aus der
DE102005060356A1 ein Antriebsmechanismus für ein Abzugssystem mit einem ausfahrbaren Abzugsschirm
bekannt, der über einen Antriebsmotor zwischen einer ausgefahrenen und einer eingefahrenen
Stellung bewegbar ist.
[0007] Aus der
EP2233842A2 ist eine Antriebsanordnung für einen Sichtschirm einer Dunstabzugsvorrichtung bekannt,
über die der Sichtschirm relativ zu einem Gehäuse der Dunstabzugsvorrichtung bewegt
werden kann und die ein Federelement und eine Hebeleinheit aufweist. Aus der
DE19825324A1 ist eine Dunstabzugshaube bekannt mit einem durch Federmittel automatisch ausfahrbaren
Flachschirm zur wahlweisen Vergrößerung des Dunstabzugsquerschnittes über einem Kochfeld.
Ferner ist aus der
DE102011084414A1 eine Dunstabzugshaube bekannt, die ein Dunstabzugsgehäuse und einen gegenüber dem
Dunstabzugsgehäuse verschiebbaren Auszugsschirm aufweist, wobei mindestens eine Rollfeder
zur Unterstützung des Verschiebens des Auszugsschirms vorgesehen ist.
[0008] Nachteilig bei motorisiert oder federkraftunterstützt verfahrbaren Wrasenschirmen
ist, dass der Wrasenschirm, um in einer horizontalen Ebene verfahrbar zu sein, an
seiner Frontseite bzw. in Ausfahrrichtung frei liegen muss. Dadurch ist der Wrasenschirm
jedoch stets sichtbar. Bei in Küchenoberschränken eingebauten Dunstabzugshauben bedeutet
das, dass der Wrasenschirm auch in der eingefahrenen Stellung bzw. in der Nichtbetriebsstellung
unterhalb des Möbelkorpus bzw. unterhalb der Frontblende des Möbelkorpus nach unten
übersteht, damit der Wrasenschirm dann unterhalb der Frontblende des Möbelkorpus nach
vorne ausgefahren werden kann.
[0009] Dies birgt jedoch Nachteile in der Gesamtoptik einer Küchenzeile, da die Oberschränke
mit ihren Frontblenden dann keine einheitlich abschließende Unterkante aufweisen,
weil die Dunstabzugshaube, zumindest aber deren Wrasenschirm, konstruktionsbedingt
nach unten übersteht.
[0010] Aus der
DE4142475C2 ist eine Dunstabzugshaube in Form einer Flachschirmhaube mit in die Arbeitsstellung
ausziehbarem, vorderem Filter bekannt, die in eine Hängeschrankzeile eingebaut ist,
wobei die Dunstabzugshaube um die Höhe des vorderen Filters absenkbar und letzterer
nach vorne ausziehbar ist. Weitere Dunstabzugshauben, die in der Höhe verstellbar
sind, sind aus der
DE3920558A1 und der
DE202005004307U1 bekannt. Durch den von der Anmelderin unter der Bezeichnung DAR 3000 vertriebenen
Absenkrahmen für Dunstabzugshauben ist eine Verstelleinrichtung zum Senken und Heben
einer Dunstabzugshaube bekannt, bei welcher ein in seiner Kraftstärke einstellbarer
Kraftspeicher in Form einer Gasdruckfeder zum Einsatz kommt. Dies ist zudem in der
bisher unveröffentlichten Patentanmeldung
DE12401046.3 beschrieben. Nachteilig hierbei ist jedoch, dass nur die Verlagerung in der Höhe
mechanisch oder motorisch unterstützt wird. Die Aus- und Einfahrbewegung des Wrasenschirms
muss manuell ausgeführt werden.
[0011] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Dunstabzugshaubeneinrichtung
zur Verfügung zu stellen, die gegenüber dem genannten Stand der Technik eine alternative
Möglichkeit zur automatischen Verlagerung des Wrasenschirms gegenüber einer Gehäuseeinrichtung
bietet, mit welcher wenigstens einer der oben genannten Nachteile ausgeräumt ist.
[0012] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es insbesondere, eine Dunstabzugshaubeneinrichtung
zur Verfügung zu stellen, bei der der Wrasenschirm auf konstruktiv einfache Weise
automatisch derart aus- und eingefahren werden kann, dass der Wrasenschirm in der
eingefahrenen Stellung optisch unauffällig ist, indem er in der eingefahrenen Stellung
im Gehäuse der Dunstabzugshaubeneinrichtung oder hinter einer Frontblende eines Möbelkorpus
verborgen sein kann.
[0013] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist, ein Verfahren zum Betreiben einer solchen
Dunstabzugshaubeneinrichtung zur Verfügung zu stellen.
[0014] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Dunstabzugshaubeneinrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 und mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 17. Bevorzugte
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche. Weitere
Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen.
[0015] Die erfindungsgemäße Dunstabzugshaubeneinrichtung umfasst wenigstens eine Gehäuseeinrichtung,
und kann auch wenigstens eine Gebläseeinrichtung und wenigstens ein Filterelement
umfassen. Ferner ist wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung an wenigstens einem Ansaugbereich
für Wrasen vorgesehen, wobei die Wrasenleiteinrichtung relativ zur Gehäuseeinrichtung
zwischen wenigstens einer ersten Stellung und wenigstens einer zweiten Stellung und
umgekehrt verlagerbar angeordnet ist. Zum Verlagern der Wrasenleiteinrichtung ist
dabei wenigstens eine Verlagerungseinrichtung vorgesehen, an welcher die Wrasenleiteinrichtung
aufgenommen ist. Die Verlagerungseinrichtung umfasst dabei erfindungsgemäß eine Vorspanneinrichtung,
eine Motoreinrichtung und eine Koppeleinrichtung, und ist dazu geeignet und ausgebildet,
die Wrasenleiteinrichtung in vertikaler und/oder horizontaler Richtung zu verlagern.
[0016] Unter einer Wrasenleiteinrichtung ist erfindungsgemäß insbesondere ein in etwa plattenförmiges
Panel zu versehen, was allgemein auch als Wrasenschirm bekannt ist. Die Wrasenleiteinrichtung
kann aber zusätzlich ein dem platten- bzw. panelartig ausgebildeten Wrasenschirm zugeordnetes
kaminartiges Gehäuseteil zur Weiterleitung des Wrasens umfassen.
[0017] Die erfindungsgemäße Dunstabzugshaubeneinrichtung hat viele Vorteile. Ein erheblicher
Vorteil ist zunächst, dass die Wrasenleiteinrichtung nicht manuell, sondern motorisiert
und somit automatisch ein- und ausgefahren werden kann. Von Vorteil ist auch, dass
ein durch die Kombination der Motoreinrichtung mit einer Vorspanneinrichtung, welche
nachfolgend noch näher erläutert wird, auf konstruktiv einfache Weise eine Verlagerung
der Wrasenleiteinrichtung in verschiedene Richtungen möglich ist. Dabei ist erfindungsgemäß
nicht ausgeschlossen, dass die Wrasenleiteinrichtung auch bzw. zusätzlich von Hand
ein- und ausgefahren werden kann. Dazu kann ein geeignetes Koppelungs- bzw. Entkopplungssystem
vorgesehen sein, welches die Wrasenleiteinrichtung von der Motoreinrichtung entkoppelt.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Verlagerungseinrichtung dazu geeignet
und ausgebildet, die Wrasenleiteinrichtung sowohl in vertikaler als auch in horizontaler
Richtung zu verlagern. Somit ist die Wrasenleiteinrichtung durch die Verlagerungseinrichtung
dreidimensional verlagerbar.
[0019] Unter einer dreidimensionalen Verlagerung der Wrasenleiteinrichtung wird insbesondere
ein nicht ausschließlich planares Verlagern der Wrasenleiteinrichtung in einer Ebene
verstanden. Vielmehr kann die Wrasenleiteinrichtung in wenigstens zwei Ebenen verlagert
werden. Dabei ist es besonders bevorzugt, dass die Wrasenleiteinrichtung in der Einbausituation
zum Beispiel aus der Nichtbetriebsstellung wenigstens abschnittsweise nach unten und
wenigstens abschnittsweise nach vorne in eine Betriebsstellung bewegbar ist. Um ein
Verlagern bzw. Ein- und Ausfahren der Wrasenleiteinrichtung zu ermöglichen, kann die
Motoreinrichtung bevorzugt in zwei Richtungen betrieben werden.
[0020] Ein weiterer erheblicher Vorteil ist somit, dass durch das dreidimensionale Verlagern
der Wrasenleiteinrichtung eine Dunstabzugshaubeneinrichtung zur Verfügung gestellt
wird, welche besser in verschiedenen Einbausituationen verwendet werden kann. Dabei
ist es insbesondere möglich, dass eine erfindungsgemäße Dunstabzugshaubeneinrichtung
z. B. in einen Küchenoberschrank eingebaut wird, wobei die Unterkante der Frontblende
des Küchenoberschrankes dann bündig mit der Unterkante der Dunstabzugshaubeneinrichtung
und insbesondere mit der Unterkante der Wrasenleiteinrichtung abschließt. Dies wird
dadurch ermöglicht, dass durch das dreidimensionale Verlagern der Wrasenleiteinrichtung
die Wrasenleiteinrichtung zuerst aus einer Nichtbetriebsstellung nach unten in eine
Zwischenstellung abgesenkt werden kann und anschließend nach vorne in eine Betriebsstellung
ausgefahren wird. Dadurch wird eine optisch besonders ansprechende Einbausituation
zur Verfügung gestellt.
[0021] Die wenigstens eine Vorspanneinrichtung ist bevorzugt dazu vorgesehen, das Ausfahren
der Wrasenleiteinrichtung zu unterstützen oder sogar vollständig zu bewirken. Beim
Einfahren des Wrasenschirmes kann die Vorspanneinrichtung das Einfahren abfedern bzw.
dämpfen.
[0022] Besonders bevorzugt sind wenigstens zwei Vorspanneinrichtungen vorgesehen, von denen
insbesondere die eine benachbart zum linken Bereich der Wrasenleiteinrichtung und
die andere benachbart zum rechten Bereich der Wrasenleiteinrichtung angeordnet ist.
Die wenigstens zwei Vorspanneinrichtungen weisen dabei zweckmäßiger Weise die gleiche
Kraft auf, so dass ein gleichmäßiges Aus- bzw. Einfahren der Wrasenleiteinrichtung
gewährleistet ist.
[0023] Bevorzugter Weise ist die wenigstens eine Vorspanneinrichtung im Wesentlichen verschwenkbar
an der Gehäuseeinrichtung der Dunstabzugshaubeneinrichtung angeordnet bzw. aufgenommen.
Dabei ist besonders bevorzugt auch die Wrasenleiteinrichtung verschwenkbar an der
Gehäuseeinrichtung der Dunstabzugshaubeneinrichtung angeordnet bzw. aufgenommen. Zweckmäßiger
Weise kann die Vorspanneinrichtung auch innerhalb der Wrasenleiteinrichtung angeordnet
und zusammen mit dieser schwenkbar an der Gehäuseeinrichtung der Dunstabzugshaubeneinrichtung
angeordnet bzw. aufgenommen sein. Die wenigstens eine Vorspanneinrichtung und/oder
die Wrasenleiteinrichtung kann zweckmäßiger Weise gegenüber der Gehäuseeinrichtung
um einen Winkel zwischen 1° und 90°, bevorzugt um ca. 10°, 20°, 30° oder 45° insbesondere
nach unten verschwenkt werden.
[0024] Durch die Koppeleinrichtung der Verlagerungseinrichtung wird bevorzugt eine Wirkverbindung
zwischen der Motoreinrichtung und der Wrasenleiteinrichtung hergestellt. In vorteilhaften
Ausgestaltungen ist die Koppeleinrichtung als Zugmittel ausgebildet, welches insbesondere
biegsam ist. Dabei kann das Zugmittel als Riemen, Seil oder Kette ausgebildet sein.
Bevorzugt ist das Zugmittel auf eine der Motoreinrichtung zugeordneten Welle aufwickelbar.
[0025] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung hält das auf die Welle aufgewickelte Zugmittel
die Wrasenleiteinrichtung in der ersten Stellung, welche zum Beispiel eine Nichtbetriebsstellung
ist, bis die Motoreinrichtung aktiviert wird und das Zugmittel von der Welle abwickelt,
wodurch die Wrasenleiteinrichtung freigegeben und beispielsweise nach unten in eine
Zwischenstellung verlagert wird, aus welcher sie beispielsweise mittels der wenigstens
einen Vorspanneinrichtung in eine zweite Stellung, die zum Beispiel eine Betriebsstellung
ist, nach vorne verlagert wird. Dabei wird die Wrasenleiteinrichtung durch die Vorspanneinrichtung
solange verlagert, wie die Motoreinrichtung in Betrieb ist und das Zugmittel von der
Welle abgewickelt wird.
[0026] In umgekehrter Richtung, also beim Verlagern der Wrasenleiteinrichtung von der zweiten
Stellung in die erste Stellung, ist die Motoreinrichtung derart aktiviert, dass sie
die ihr zugeordnete Welle in die andere Richtung dreht, so dass das Zugmittel wieder
auf die Welle aufgewickelt wird. Dadurch wird die Wrasenleiteinrichtung gegen die
Kraft der wenigstens einen Vorspanneinrichtung beispielsweise zunächst nach hinten
bis in eine Zwischenstellung verlagert und aus dieser wieder nach oben verlagert.
[0027] Bevorzugt ist für die Koppeleinrichtung wenigstens eine Umlenkeinrichtung, welche
zum Beispiel als eine drehbar gelagerte Welle, und insbesondere als Führungswelle,
ausgebildet sein kann, vorgesehen. So wird auf einfache Art und Weise erreicht, dass
die Kraft der Motoreinrichtung mittels der Koppeleinrichtung insbesondere als Zugkraft
auf die Wrasenleiteinrichtung ausgeübt werden kann.
[0028] Besonders bevorzugt ist die der Motoreinrichtung zugeordnete Welle und/oder wenigstens
eine Umlenkeinrichtung oberhalb wenigstens einer Vorspanneinrichtung angeordnet, um
eine besonders vorteilhafte und zuverlässig Kraftübertragung von der Motoreinrichtung
über die Koppeleinrichtung auf die Wrasenleiteinrichtung zu erreichen.
[0029] Die Koppeleinrichtung kann auch als ein Zahnstange oder ein Lochstreifen ausgebildet
sein, welcher mit wenigstens einem der Motoreinrichtung zugeordneten Zahnrad zusammenwirkt
um ein Verlagern der Wrasenleiteinrichtung zu ermöglichen.
[0030] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist wenigstens eine Vorspanneinrichtung als
Druckfeder und insbesondere als Gasdruckfeder ausgeführt und dadurch besonders zuverlässig,
langlebig und wartungsarm. Zudem kann beim Verlagern der Wrasenleiteinrichtung entgegen
der Federkraft auch eine Dämpfung erzielt werden.
[0031] In zweckmäßigen und bevorzugten Ausgestaltungen ist die Motoreinrichtung dazu eingerichtet
und ausgebildet, eine stärkere Kraft bereitzustellen, als die Federkraft wenigstens
einer Vorspanneinrichtung. Dabei ist die Kraft des Motors bevorzugt insbesondere stärker
als die Summe der Federkräfte aller eingesetzten Vorspanneinrichtungen. Damit ist
die Wrasenleiteinrichtung mittels der Motoreinrichtung auch entgegen der Federkraft
der wenigstens einen Vorspanneinrichtung verlagerbar, insbesondere ist somit die wenigstens
eine Vorspanneinrichtung durch die Motoreinrichtung wieder spannbar.
[0032] Um das Verlagern der Wrasenleiteinrichtung von der ersten in die zweite Stellung
und umgekehrt, und insbesondere das Ein- und Ausfahren der Wrasenleiteinrichtung,
mit im Wesentlichen gleichen Geschwindigkeiten zu ermöglichen, kann die Motoreinrichtung
besonders bevorzugt mit wenigstens zwei unterschiedlichen elektrischen Spannungen
und/oder Drehzahlen betrieben werden. So muss die Motoreinrichtung beispielsweise
beim Ausfahren der Wrasenleiteinrichtung eine geringere Kraft aufbringen, da das Ausfahren
zum Beispiel im Wesentlichen durch die Vorspanneinrichtung und/oder durch die Schwerkraft
bewirkt oder unterstützt wird. Im Gegensatz dazu muss die Motoreinrichtung beispielsweise
beim Einfahren der Wrasenleiteinrichtung nicht nur Kraft aufbringen, um die Wrasenleiteinrichtung
einziehen, sondern um zusätzlich noch die Federkraft der Vorspanneinrichtung bzw.
der Vorspanneinrichtungen zu überwinden und diese wieder zu spannen. Daher wird beim
Einfahren der Wrasenleiteinrichtung eine höhere elektrische Spannung und/oder Drehzahl
der Motoeinrichtung benötigt, um das Ein- und Ausfahren der Wrasenleiteinrichtung
mit gleicher Geschwindigkeit zu ermöglichen.
[0033] Gemäß einer Ausbildungsform, weist die wenigstens eine Vorspanneinrichtung eine Sperreinrichtung
auf, die die Vorspanneinrichtung in einem gespanten Zustand sichert. Dadurch kann
die Kraft der Vorspanneinrichtung gezielt freigegeben und für die Verlagerung der
Wrasenleiteinrichtung eingesetzt werden. So kann mittels der Sperreinrichtung zum
Beispiel ein Entspannen der Vorspanneinrichtung verhindert werden, solange sich die
Wrasenleiteinrichtung in der ersten Stellung, welche zum Beispiel die Nichtbetriebsstellung
ist, befindet.
[0034] Um das Ein- bzw. Ausfahren der Wrasenleiteinrichtung bis zu einer vorbestimmten Position
zu ermöglichen, umfasst die Verlagerungseinrichtung wenigstens einen Endschalter.
Dabei bestimmt ein solcher Endschalter besonders bevorzugt die eingefahrene Endstellung,
welche die Nichtbetriebsstellung ist.
[0035] Um das Aus- bzw. Einfahren der Wrasenleiteinrichtung z. B. per Knopfdruck insbesondere
auch mittels einer Fernbedienung zu ermöglichen, ist der Verlagerungseinrichtung in
bevorzugten Weiterbildungen wenigstens eine Steuereinrichtung zugeordnet. Eine solche
Steuereinrichtung kann z. B. die Verlagerungseinrichtung bezüglich des Ein- und Ausfahrens
der Wrasenleiteinrichtung aktivieren. Dabei kann die Steuereinrichtung bevorzugt mit
dem wenigstens einen Endschalter zusammenwirken. Eine solche Steuereinrichtung kann
besonders bevorzugt auch über eine Zeitsteuerung die Endpositionen der Wrasenleiteinrichtung
definieren. Dabei kann z. B. vorprogrammiert sein, dass die zweite Stellung, z.B.
die Betriebsstellung der Wrasenleiteinrichtung erreicht ist, wenn die Motoreinrichtung
z. B. 5, 10, 15, 20, 30 oder auch mehr oder weniger Sekunden in Betrieb war. Auch
das Einfahren kann über eine solche Zeitsteuerung ermöglicht werden. Die Steuereinrichtung
kann als separate Steuereinrichtung vorgesehen sein. Sie kann aber auch in eine Steuereinrichtung
integriert sein, welche auch die übrigen Funktionen der Dunstabzugshaube, wie etwa
die Gebläseeinrichtung, steuert.
[0036] In einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Dunstabzugshaubeneinrichtung
derart ausgebildet, dass sie zur Installation innerhalb oder unterhalb einer Korpuseinrichtung
eines Oberschranks geeignet ist. Insbesondere ist dabei die Wrasenleiteinrichtung
ausgebildet, im installierten Zustand der Dunstabzugshaubeneinrichtung in der ersten
Stellung, welche z.B. die Nichtbetriebsstellung ist, mit einer Frontblende der Korpuseinrichtung
fluchtend abzuschließen, wobei die die Wrasenleiteinrichtung insbesondere ausgebildet
ist, in der ersten Stellung mit ihrer Unterkante mit einer Unterkante der Frontblende
fluchtend abzuschließen.
[0037] Ein erheblicher Vorteil ist, dass es somit möglich ist, die Dunstabzugshaubeneinrichtung
im Wesentlichen vollständig in der Korpuseinrichtung des Oberschrankes aufzunehmen,
wobei zumindest in der ersten Stellung auch die Wasenleiteinrichtung im Wesentlichen
vollständig in der Korpuseinrichtung des Oberschrankes aufgenommen und dadurch optisch
im Wesentlichen nicht mehr wahrnehmbar ist. So wird eine besonders ansprechende Optik
einer Dunstabzugshaubeneinrichtung in einem Küchenoberschrank ermöglicht.
[0038] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Dunstabzugshaubeneinrichtung
derart ausgebildet, dass die Wrasenleiteinrichtung, im installierten Zustand der Dunstabzugshaubeneinrichtung
in der ersten Stellung, welche z.B. die Nichtbetriebsstellung ist, mit ihrer Unterkante
mit einer Unterkante der Gehäuseeinrichtung der Dunstabzugshaubeneinrichtung fluchtend
abzuschließen. Somit ist die Wrasenleiteinrichtung, wenn sie sich in der ersten Stellung
befindet, im Wesentlichen vollständig in der Gehäuseeinrichtung aufgenommen, und dadurch
optisch im Wesentlichen nicht mehr wahrnehmbar.
[0039] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zum Betreiben einer Dunstabzugshaubeneinrichtung
mit einer Gehäuseeinrichtung und einer Wrasenleiteinrichtung an einem Ansaugbereich
für Wrasen, wobei mittels einer Verlagerungseinrichtung die Wrasenleiteinrichtung
relativ zur Gehäuseeinrichtung zwischen wenigstens einer ersten Stellung und wenigstens
einer zweiten Stellung und umgekehrt verlagert wird. Erfindungsgemäß umfasst die Verlagerungseinrichtung
dabei eine Vorspanneinrichtung, eine Motoreinrichtung und eine Koppeleinrichtung,
wobei mittels der Verlagerungseinrichtung die Wrasenleiteinrichtung in vertikaler
Richtung und/oder in horizontaler Richtung, und insbesondere dreidimensional, verlagert
wird.
[0040] Dabei wird erfindungsgemäß unter dreidimensional verlagern insbesondere das Verlagern
der Wrasenleiteinrichtung in wenigstens zwei Ebenen verstanden. So ist es insbesondere
möglich, die Wrasenleiteinrichtung wenigstens abschnittsweise nach unten zu verlagern
und anschließend nach vorne auszufahren.
[0041] Auch das erfindungsgemäße Verfahren bietet viele Vorteile, wie sie zuvor schon zur
erfindungsgemäßen Dunstabzugshaubeneinrichtung beschrieben wurden.
[0042] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass beim Verlagern von der ersten Stellung in
die zweite Stellung die Motoreinrichtung zusammen mit der Koppeleinrichtung die Wrasenleiteinrichtung,
insbesondere in vertikaler Richtung, von der ersten Stellung in eine Zwischenstellung
verlagert, dass in der Zwischenstellung die die Vorspanneinrichtung freigegeben wird,
und dass die Vorspanneinrichtung die Wrasenleiteinrichtung, insbesondere in horizontaler
Richtung, von der Zwischenstellung in die zweite Stellung verlagert.
[0043] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus dem Ausführungsbeispiel,
welches im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert wird.
[0044] In den Figuren zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Schnittansicht einer erfindungsgemäße Dunstabzugshaubeneinrichtung
in einem Oberschrank mit einer Wrasenleiteinrichtung in der Nichtbetriebsstellung;
- Figur 2
- eine Detailansicht des unteren Bereichs der Dunstabzugshaubeneinrichtung gemäß Figur
1;
- Figur 3
- die Ansicht gemäß Figur 2, wobei die Wrasenleiteinrichtung in einer Stellung zwischen
Nichtbetriebsstellung und Betriebsstellung dargestellt ist;
- Figur 4
- eine schematische Schnittansicht einer erfindungsgemäße Dunstabzugshaubeneinrichtung
in einem Oberschrank mit einer Wrasenleiteinrichtung in der Betriebsstellung.
[0045] In Figur 1 sieht man in einer rein schematischen seitlichen Schnittansicht eine erfindungsgemäße
Dunstabzugshaubeneinrichtung 1, welche in einen Oberschrank 100 eingebaut ist. Dabei
ist die Dunstabzugshaubeneinrichtung 1 im Wesentlichen vollständig in der Korpuseinrichtung
21 des Oberschrankes 100 aufgenommen. Insbesondere schließt die Dunstabzugshaubeneinrichtung
1 unten im Wesentlichen bündig bzw. fluchtend mit der Unterkante 23 der Frontblende
22 des Oberschrankes 100 ab.
[0046] Die Dunstabzugshaubeneinrichtung 1 umfasst eine Gehäuseeinrichtung 2 und eine in
der Figur 1 nicht näher dargestellte Gebläseeinrichtung sowie ein ebenfalls nicht
näher dargestelltes Filterelement.
[0047] Dem Ansaugbereich 6 für Wrasen ist eine Wrasenleiteinrichtung 5 zugeordnet, welche
mittels einer Verlagerungseinrichtung 9 an der Gehäuseeinrichtung 2 der Dunstabzugshaubeneinrichtung
1 aufgenommen ist.
[0048] Figur 2 zeigt in einer Vergrößerung den unteren Bereichs der Dunstabzugshaubeneinrichtung
1 in dem Oberschrank 100 gemäß der Figur 1. In Figur 2 ist zu erkennen, dass die Verlagerungseinrichtung
9 eine Motoreinrichtung 11 umfasst, welche eine Welle 14 mit einer darauf aufgewickelten
als Zugmittel 13 ausgebildeten Koppeleinrichtung 12 aufweist. Das Zugmittel 13 ist
in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ein Flachriemen, der über als Führungswellen
ausgebildete Umlenkeinrichtungen 15 zur Wrasenleiteinrichtung 5 geleitet ist und dort
aufgenommen ist. In anderen Ausgestaltungen kann das Zugmittel 13 auch als Seil, Kette
oder dergleichen ausgebildet sein. In anderen Ausgestaltungen kann die Koppeleinrichtung
12 auch z. B. durch einen Zahnstangenantrieb zur Verfügung gestellt werden.
[0049] Die Wrasenleiteinrichtung 5 ist in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel mit zwei
Vorspanneinrichtungen 10 an der Gehäuseeinrichtung 2 der Dunstabzugshaubeneinrichtung
1 aufgenommen, wobei in der hier dargestellten Schnittansicht nur eine Vorspanneinrichtung
10 zu erkennen ist. Die Vorspanneinrichtung 10 wird durch eine Druckfeder 16, die
hier als Gasdruckfeder 17 ausgeführt ist, zur Verfügung gestellt.
[0050] Ein Endschalter 19 dient zur Erfassung, dass die Wrasenleiteinrichtung 5 eine bestimmte
Stellung, in diesem Beispiel die erste Stellung, welches die Nichtbetriebsstellung
8 ist, erreicht hat, und zum Abschalten der Motoreinrichtung 11, wenn sich die Wrasenleiteinrichtung
5 in besagter Stellung befindet. So kann einerseits die eingefahrene Endstellung bzw.
die Nichtbetriebsstellung 8 optimal definiert werden, wobei zusätzlich auch eine Überlast
des Motors 11 vermieden wird.
[0051] In Figur 3 ist rein schematisch dargestellt, wie die Wrasenleiteinrichtung 5, welche
hier als Wrasenschirm 25 ausgebildet ist, von der ersten Stellung, hier also der Nichtbetriebsstellung
8, zunächst in eine Zwischenstellung verlagert wird. Dazu wird mittels einer Steuereinrichtung
20 die Motoreinrichtung 11 aktiviert, wodurch sich die Welle 14 dreht und der darauf
aufgerollte Flachriemen 13 abgewickelt wird. Durch das Freigeben des Flachriemens
13 fällt der Wrasenschirm 25, in diesem Beispiel schwerkraftbedingt, aus der Gehäuseeinrichtung
2 nach unten, so dass sich der Wrasenschirm 25 unterhalb der Unterkante 23 der Frontblende
22 des Oberschranks 100 befindet. Dies wird dadurch ermöglicht, dass sowohl der Wrasenschirm
25 als auch die Vorspanneinrichtungen 10 schwenkbar an der Gehäuseeinrichtung 2 der
Dunstabzugshaubeneinrichtung 1 aufgenommen sind.
[0052] Wie den Figuren 3 und 4 zu entnehmen ist, umfasst die Wrasenleiteinrichtung in dem
gezeigten Beispiel einen ersten Teil 27, der schwenkbar an der Gehäuseeinrichtung
2 aufgenommen bzw. gelagert ist, und einen zweiten Teil 26, der teleskopartig gegenüber
dem ersten Teil 27 verfahrbar ist. Die Vorspanneinrichtung 10 ist dabei zwischen dem
ersten Teil 27 und dem zweiten Teil 26 der Wrasenleiteinrichtung angeordnet. Befindet
sich nun die Wrasenleiteinrichtung 5 in der in Figur 3 gezeigten Zwischenstellung,
und wird der Flachriemen 13 durch die weiterhin aktivierte Motoreinrichtung 11 weiter
von der Welle 14 abgewickelt, kann sich die als Gasdruckfeder ausgebildete Vorspanneinrichtung
10 entspannen und dabei durch ihre Druckkraft den zweiten Teil 26 der Wrasenleiteinrichtung
5 gegenüber dem ersten Teil 27 teleskopartig ausfahren, bis die in Figur 4 gezeigte
Stellung, welches die zweite Stellung bzw. die Betriebsstellung 7 ist, erreicht ist.
Das Ausfahren der Wrasenleiteinrichtung 5 bzw. des Wrasenschirms 25 erfolgt dabei
also abhängig vom Abrollen des Flachriemens 13 von der Welle 14 des Motoreinrichtung
11.
[0053] Bei Erreichen der ausgefahrenen Endposition der Wrasenleiteinrichtung 5 bzw. der
Betriebsstellung 7 kann die Motoreinrichtung 11 z. B. über eine Zeitsteuerung deaktiviert
werden. Das heißt, dass z.B. die Steuereinrichtung 20 die Motoreinrichtung 11 für
eine vorbestimmte Zeit in Betrieb nimmt, welche währenddessen genau die Länge des
Flachriemens 13 von der Welle 14 abrollt, die benötigt wird, um die Wrasenleiteinrichtung
5 in die Betriebsstellung 7 zu verlagern. In anderen vorteilhaften, hier nicht gezeigten
Ausgestaltungen kann die Endposition in der Betriebsstellung 7 auch durch einen Endschalter
definiert werden.
[0054] Beim Einfahren der Wrasenleiteinrichtung wird die Motoreinrichtung 11 in umgekehrter
Richtung betrieben, wodurch der Flachriemen 13 wieder auf die Welle 14 aufgerollt
wird. Dadurch wird der Wrasenschirm 25 mittels des Flachriemens 13 über die Umlenkeinrichtungen
15 zunächst nach hinten gezogen, das heißt der zweite Teil 26 wird gegenüber dem ersten
Teil 27 des Wrasenschirms 25 teleskopartig eingefahren, bis wieder die in Figur 3
gezeigte Zwischenstellung erreicht ist. Dies erfolgt gegen die Federkraft der Vorspanneinrichtungen
10, so dass diese hierdurch wieder gespannt werden.
[0055] Da die Motoreinrichtung 11 immer noch aktiviert ist und den Flachriemen 13 weiter
auf die Welle 14 aufwickelt, wird der schwenkbar an der Gehäuseeinrichtung 2 aufgenommene
Wrasenschirm 5 nach oben in die Nichtbetriebsstellung 8 verlagert, wie sie in Figur
2 gezeigt ist. In dieser Stellung wird mittels des Endschalters 19 die Motoreinrichtung
11 ausgeschaltet.
[0056] Um beim Aus- und Einfahren des Wrasenschirms 25 eine gleiche Geschwindigkeit zu ermöglichen,
kann es vorteilhaft sein, die Motoreinrichtung 11 mit zwei verschiedenen elektrischen
Spannungen und/oder Drehzahlen zu betreiben. Gegen die Federkraft der Vorspanneinrichtungen
10 wird eine höhere Motorkraft benötigt als beim Ausfahren der Wrasenleiteinrichtung
5, da das Ausfahren mittels der Federkraft der Vorspanneinrichtungen 10 erfolgt.
[0057] Die Aktivierung der Motoreinrichtung 11 zum Verlagern der Wrasenleiteinrichtung 5
kann von der Steuereinrichtung 20 bewirkt werden, welche auf eine Benutzereingabe
oder auf ein Sensorsignal reagiert. Die Benutzereingabe kann zum Beispiel an einer
in den Figuren nicht gezeigten Bedieneinrichtung der Dunstabzugshaubeneinrichtung
1 erfolgen, wobei die Bedieneinrichtung auch eine der Dunstabzugshaubeneinrichtung
zugeordnete Fernbedienung sein kann. Das Sensorsignal kann von einem in den Figuren
nicht gezeigten Sensor stammen, der zum Beispiel den Betriebszustand der Kochzonen
eines unterhalb der Dunstabzugshaubeneinrichtung angeordneten Kochfeldes überwacht.
[0058] Durch das erfindungsgemäße dreidimensionale Verlagern der Wrasenleiteinrichtung 5
wird es möglich, die Dunstabzugshaubeneinrichtung 1 im Wesentlichen vollständig in
der Korpuseinrichtung 21 des Oberschranks 100 aufzunehmen. Dabei kann insbesondere
die Dunstabzugshaubeneinrichtung 1 unten bündig mit der Unterkante 23 der Frontblende
22 abschließen, wodurch ein optisch besonders ansprechendes Erscheinungsbild der Dunstabzugshaubeneinrichtung
1 in dem Oberschrank 100 erreicht werden kann.
[0059] In anderen vorteilhaften Ausgestaltungen ist es auch denkbar, dass die Wrasenleiteinrichtung
5 zusätzlich per Hand von der Nichtbetriebsstellung 8 in die Betriebsstellung 7 verlagert
werden kann. Dann kann es nötig sein, wenigstens Teile der Verlagerungseinrichtung
9 zu entkoppeln, sodass die Wrasenleiteinrichtung 5 von Hand nach unten und anschließend
nach vorne herausgezogen werden kann.
Bezugszeichenliste
[0060]
- 1
- Dunstabzugshaubeneinrichtung
- 2
- Gehäuseeinrichtung
- 5
- Wrasenleiteinrichtung
- 6
- Ansaugbereich
- 7
- Betriebsstellung, zweite Stellung
- 8
- Nichtbetriebsstellung, erste Stellung
- 9
- Verlagerungseinrichtung
- 10
- Vorspanneinrichtung
- 11
- Motoreinrichtung
- 12
- Koppeleinrichtung
- 13
- Zugmittel, Flachriemen
- 14
- Welle
- 15
- Umlenkeinrichtung
- 16
- Druckfeder
- 17
- Gasdruckfeder
- 19
- Endschalter
- 20
- Steuereinrichtung
- 21
- Korpuseinrichtung
- 22
- Frontblende
- 23
- Unterkante
- 25
- Wrasenschirm
- 26
- zweiter Teil der Wrasenleiteinrichtung
- 27
- erster Teil der Wrasenleiteinrichtung
- 100
- Oberschrank, Küchenoberschrank
1. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) umfassend wenigstens eine Gehäuseeinrichtung (2)
und wenigstens eine Wrasenleiteinrichtung (5) an einem Ansaugbereich (6) für Wrasen,
wobei die Wrasenleiteinrichtung (5) relativ zur Gehäuseeinrichtung (2) zwischen wenigstens
einer ersten Stellung (8) und wenigstens einer zweiten Stellung (7) und umgekehrt
verlagerbar angeordnet ist,
wobei zum Verlagern der Wrasenleiteinrichtung (5) wenigstens eine Verlagerungseinrichtung
(9) vorgesehen ist, an der die Wrasenleiteinrichtung (5) aufgenommen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verlagerungseinrichtung (9) eine Vorspanneinrichtung (10), eine Motoreinrichtung
(11) und eine Koppeleinrichtung (12) umfasst, und
dass die Verlagerungseinrichtung (9) dazu geeignet und ausgebildet ist, die Wrasenleiteinrichtung
(5) in vertikaler Richtung und/oder in horizontaler Richtung zu verlagern.
2. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die die Verlagerungseinrichtung (9) dazu geeignet und ausgebildet ist, die Wrasenleiteinrichtung
(5) sowohl in vertikaler Richtung als auch in horizontaler Richtung zu verlagern.
3. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Koppeleinrichtung (12) eine Wirkverbindung zwischen der Motoreinrichtung
(11) und der Wrasenleiteinrichtung (5) hergestellt ist.
4. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlagerungseinrichtung (9) wenigstens zwei Vorspanneinrichtungen (10) umfasst,
von denen insbesondere die eine benachbart zum linken Bereich der Wrasenleiteinrichtung
(5) und die andere benachbart zum rechten Bereich der Wrasenleiteinrichtung (5) vorgesehen
ist.
5. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspanneinrichtung (10) verschwenkbar an der Gehäuseeinrichtung (2) angeordnet
ist, wobei insbesondere auch die Wrasenleiteinrichtung (5) verschwenkbar an der Gehäuseeinrichtung
(2) angeordnet ist.
6. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppeleinrichtung (12) als Zugmittel (13) und insbesondere als Riemen, Seil oder
Kette ausgebildet ist, wobei das Zugmittel (13) insbesondere auf einer der Motoreinrichtung
(11) zugeordneten Welle (14) aufwickelbar ist.
7. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Umlenkeinrichtung (15) für die Koppeleinrichtung (12) vorgesehen
ist.
8. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) nach einem der zwei vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (14) oder wenigstens eine Umlenkeinrichtung (15) oberhalb wenigstens einer
Vorspanneinrichtung (10) angeordnet ist.
9. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Vorspanneinrichtung (10) als Druckfeder (16) und insbesondere
als Gasdruckfeder (17) ausgeführt ist.
10. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, dass die Motoreinrichtung (11) dazu eingerichtet und ausgebildet ist, eine Kraft auszuüben,
die stärker ist als die Kraft der wenigstens einen Vorspanneinrichtung (10).
11. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Motoreinrichtung (11) mit wenigstens zwei unterschiedlichen elektrischen Spannungen
und/oder Drehzahlen betreibbar ist.
12. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2-10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspanneinrichtung (10) wenigstens eine Sperreinrichtung aufweist.
13. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlagerungseinrichtung (9) wenigstens einen Endschalter (19) umfasst.
14. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlagerungseinrichtung (9) wenigstens eine Steuereinrichtung (20) zugeordnet
ist.
15. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese zur Installation innerhalb oder unterhalb einer Korpuseinrichtung (21) eines
Oberschranks (100) geeignet ist.
16. Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wrasenleiteinrichtung (5) ausgebildet ist im installierten Zustand in der ersten
Stellung (8) mit einer Frontblende (22) der Korpuseinrichtung (21) fluchtend abzuschließen,
wobei die die Wrasenleiteinrichtung (5) insbesondere ausgebildet ist, in der ersten
Stellung (8) mit ihrer Unterkante mit einer Unterkante der Frontblende (22) fluchtend
abzuschließen.
17. Verfahren zum Betreiben einer Dunstabzugshaubeneinrichtung (1) mit einer Gehäuseeinrichtung
(2) und einer Wrasenleiteinrichtung (5) an einem Ansaugbereich (6) für Wrasen,
wobei mittels einer Verlagerungseinrichtung (9), an der die Wrasenleiteinrichtung
aufgenommen ist, die Wrasenleiteinrichtung (5) relativ zur Gehäuseeinrichtung (2)
zwischen wenigstens einer ersten Stellung (8) und wenigstens einer zweiten Stellung
(7) und umgekehrt verlagert wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verlagerungseinrichtung (9) eine Vorspanneinrichtung (10), eine Motoreinrichtung
(11) und eine Koppeleinrichtung (12) umfasst, und
dass durch die Verlagerungseinrichtung (9) die Wrasenleiteinrichtung (5) in vertikaler
Richtung und/oder in horizontaler Richtung verlagert wird.
18. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet,
dass beim Verlagern von der ersten Stellung (8) in die zweite Stellung (7) die Motoreinrichtung
(11) zusammen mit der Koppeleinrichtung (12) die Wrasenleiteinrichtung (5), insbesondere
in vertikaler Richtung, von der ersten Stellung in eine Zwischenstellung verlagert,
dass in der Zwischenstellung die die Vorspanneinrichtung (10) freigegeben wird, und dass
die Vorspanneinrichtung (10) die Wrasenleiteinrichtung (5), insbesondere in horizontaler
Richtung, von der Zwischenstellung in die zweite Stellung verlagert.