[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Münzvereinzelungsvorrichtung nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Betreiben einer Münzvereinzelungsvorrichtung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 15.
[0002] Eine derartige Münzvereinzelungsvorrichtung umfasst eine Fördereinrichtung zum Fördern
von Münzen aus einem Eingangsbehälter in eine Förderrichtung entlang einer Förderstrecke
und eine an der Förderstrecke angeordnete Prüfeinrichtung zum Prüfen einer entlang
der Förderstrecke geförderten Münze.
[0003] Bei einer beispielsweise aus der
US 7,147,552 B2 oder
WO 2012 / 089 353 A1 bekannten Münzvereinzelungsvorrichtung dieser Art ist eine Fördereinrichtung in Form
eines zweisträngigen Förderbandes vorgesehen, das eine Förderstrecke ausbildet, entlang
derer Münzen aus einem Eingangsbehälter in eine Aufwärtsrichtung entgegen einer Schwerkraftwirkung
gefördert werden. An dem Förderband sind Mitnehmer angeordnet, die Münzen aus dem
Eingangsbehälter aufnehmen und entlang der Förderstrecke fördern. Entlang der Förderstrecke
verteilt sind unterschiedliche Einrichtungen vorgesehen, die sicherstellen sollen,
dass an jedem Mitnehmer nur eine einzelne Münze gefördert wird. In Abhängigkeit von
einer Prüfung der Münzen, also in Abhängigkeit eines jeweiligen Prüfergebnisses, werden
die Münzen in eine Münzsammeleinrichtung befördert, wobei nicht als Münzen erkannte
Gegenstände aussortiert und einem Nutzer zurückgegeben werden.
[0004] Derartige Münzvereinzelungsvorrichtungen dienen zum Trennen von Münzen von anderen
Gegenständen. Einer Münzvereinzelungsvorrichtung kann eine Sortiereinrichtung nachgeschaltet
sein, die durch die Münzvereinzelungsvorrichtung vereinzelte Münzen sortiert und in
sortierter Form in Sammelbehälter leitet.
[0005] Die aus der
US 7,147,552 B2 und
WO 2012 / 089 353 A1 vorbekannten Vereinzelungsvorrichtungen arbeiten jeweils nach dem sogenannten Vertikalvereinzelungsprinzip.
Bei dem Vertikalvereinzelungsprinzip werden Münzen aus einem Eingangsbehälter herausgefördert,
entlang einer Förderstrecke in eine Aufwärtsrichtung bewegt und in Abhängigkeit von
einer Münzerkennung einer Münzsammeleinrichtung zugeführt. Solche Münzvereinzelungsvorrichtungen
sind in der Regel unempfindlich gegenüber Fremdkörpern und können eine hohe Erkennungsgenauigkeit
aufweisen. Durch geeignete Ausgestaltung der Förderstrecke sollen nach Möglichkeit
nur Münzen entlang der Förderstrecke transportiert werden, während andere Gegenstände
oder falsche Münzen im Eingangsbehälter verbleiben. In Abhängigkeit von einer Prüfung
werden geprüfte Münzen und Gegenstände dann von der Förderstrecke herunter in eine
Münzsammeleinrichtung zur Weiterverarbeitung der Münzen befördert oder aussortiert.
Bei der aus der
US 7,147,552 B2 bekannten Münzvereinzelungsvorrichtung ist dazu beispielsweise ein elektromagnetischer
Auswerfer zum Befördern einer geprüften Münze von der Förderstrecke in eine Münzsammeleinrichtung
vorgesehen.
[0006] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ist es, eine Münzvereinzelungsvorrichtung
und ein Verfahren zum Betreiben einer Münzvereinzelungsvorrichtung vorzuschlagen,
bei der bzw. bei dem in einfacher, zuverlässiger und kostengünstiger Weise die Münzen
von der Förderstrecke in die Münzsammeleinrichtung verfrachtet werden können.
[0007] Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch
eine Münzvereinzelungsvorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1.
Merkmale vorteilhafter Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Münzvereinzelungsvorrichtung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Die erfindungsgemäße Münzvereinzelungsvorrichtung umfasst neben der üblichen Fördereinrichtung
und der Münzsammeleinrichtung eine zwischen diesen Komponenten angeordnete Münzbrückeneinrichtung,
die ausgebildet ist, das Prüfergebnissignal der Prüfeinrichtung zu empfangen und in
Abhängigkeit des Prüfergebnissignals wahlweise eine beförderte Münze mittels einer
beweglich angeordneten Rutsche von der Fördereinrichtung zu übernehmen und über die
Rutsche der Münzsammeleinrichtung zuzuführen oder, alternativ, einen von der Fördereinrichtung
beförderten Gegenstand nicht zu übernehmen, so dass der beförderte Gegenstand von
der Fördereinrichtung zu einem Rückgabemittel der Münzvereinzelungsrichtung gelangt
und nicht in die Münzsammeleinrichtung.
[0009] Die Prüfeinrichtung stellt das Prüfergebnissignal in Abhängigkeit der Prüfung der
Münze bereit. Beispielsweise erkennt die Prüfeinrichtung in Rahmen der Prüfung, dass
es sich bei dem beförderten Gegenstand um eine Münze handelt, die in die Münzsammeleinrichtung
gelangen soll. Zudem kann eine Prüfung auf Echtheit und/oder Fremdwährung und/oder
Denomination der Münze stattfinden. Wesentlich ist für die Ansteuerung der Münzbrückeneinrichtung
jedoch zunächst nur, dass das Prüfergebnissignal anzeigt, ob der beförderte Gegenstand
in die Münzsammeleinrichtung gelangen soll oder nicht.
[0010] Zeigt das Prüfergebnissignal an, dass es sich bei dem beförderten Gegenstand um eine
zu sammelnde Münze handelt, so übernimmt die Münzbrückeneinrichtung die beförderte
Münze von der Fördereinrichtung und führt sie der Münzsammeleinrichtung über die Rutsche
zu. Die Münze rutscht also entlang der Rutsche hin zur Münzsammeleinrichtung. Ist
das Prüfergebnis hingegen indikativ dafür, dass der beförderte Gegenstand nicht in
der Münzsammeleinrichtung zu sammeln ist, so übernimmt die Münzbrückeneinrichtung
den beförderten Gegenstand nicht von der Fördereinrichtung, sondern stellt sicher,
dass der beförderte Gegenstand von der Fördereinrichtung zu dem Rückgabemittel der
Münzvereinzelungseinrichtung gelangt, beispielsweise also in einen Fremdmünzenkanal,
so dass der Gegenstand retourniert werden kann.
[0011] Bei dem beförderten Gegenstand, der nicht in die Münzsammeleinrichtung gelangen soll,
kann es sich beispielsweise um eine Falschmünze, eine Fremdmünze, einen anderen münzähnlichen
Gegenstand oder um eine Münze handeln, die aus welchen Gründen auch immer nicht in
die Münzsammeleinrichtung gelangen soll, beispielsweise, weil die Münzsammeleinrichtung
teilweise überfüllt ist, defekt ist oder ähnliches.
[0012] Durch die beweglich angeordnete Rutsche, die beispielsweise in Gestalt einer Gleitschiene
vorliegt, kann die beförderte Münze in einfacher und energiesparender Weise der Münzsammeleinrichtung
zugeführt werden. Es sind keine aufwendigen Wurf- oder Beschleunigungseinrichtungen
oder ähnliches notwendig, sondern die von der Rutsche übernommene Münze kann im Wesentlichen
allein durch die Schwerkraft angetrieben entlang der Rutsche hin zur Münzsammeleinrichtung
rutschen. Es ist keine zusätzliche, über die für das Bewegen der Rutsche hin zur Fördereinrichtung
notwendige Energie aufzubringen, um die beförderte Münze von der Fördereinrichtung
hin zur Münzsammeleinrichtung zu transportieren. Obwohl die erfindungsgemäße Münzvereinzelungsvorrichtung
einen kompakten Aufbau aufweist und energiesparsam arbeitet, ist sie im Wesentlichen
fremdkörperunempfindlich.
[0013] Die erfindungsgemäße Münzvereinzelungseinrichtung zeichnet sich demnach durch einen
niedrigen Energieverbrauch sowie durch einen einfachen, wartungsarmen und zuverlässigen
Aufbau aus.
[0014] Nachfolgend werden weitere Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Münzvereinzelungsvorrichtung
beschrieben. Die zusätzlichen Merkmale diese weiteren Ausführungsformen können zur
Bildung weiterer Ausführungsvarianten miteinander kombiniert werden, sofern sie nicht
ausdrücklich als alternativ zueinander beschrieben sind.
[0015] Die Förderstrecke weist ein erstes Ende und ein zweites Ende auf, wobei bevorzugt
der Eingangsbehälter an dem ersten Ende angeordnet ist und die Münzbrückeneinrichtung
ausgebildet ist, zur Übernahme der beförderten Münze mittels der Rutsche an das zweite
Ende der Förderstrecke anzudocken. Unter dem Begriff "andocken" soll vorliegend verstanden
werden, dass sich die Münzbrückeneinrichtung mittels der Rutsche derart an dem zweiten
Ende der Förderstrecke nähert, dass eine von der Fördereinrichtung beförderte Münze
auf die Rutsche gelangen kann. Dazu ist es nicht notwendigerweise erforderlich, dass
die Rutsche oder ein anderes Ele+ment der Münzbrückeneinrichtung die Fördereinrichtung
unmittelbar kontaktiert. Vielmehr kann auch ein kleiner Spalt zwischen Förderstrecke
und Rutsche verbleiben. Auch diese Konstellation wird vorliegend von dem Begriff des
"Andockens" erfasst.
[0016] Soll ein beförderter Gegenstand indes nicht in die Münzsammeleinrichtung gelangen,
so ist Münzbrückeneinrichtung bevorzugt ausgebildet, auf ein entsprechendes Prüfergebnissignal
hin, die Rutsche von dem zweiten Ende der Fördereinrichtung zu beabstanden, also zu
entfernen, so dass ein Abstand zwischen der Rutsche und dem zweiten Ende der Förderstrecke
entsteht, der derart bemessen ist, dass der von der Fördereinrichtung beförderte Gegenstand
zu dem Rückgabemittel der Münzvereinzelungsrichtung gelangt und nicht auf die Rutsche.
Beispielsweise fällt der beförderte Gegenstand dabei in einen Fremdmünzenkanal.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Rutsche der Münzbrückeneinrichtung
ein Abgreifstück und ein Abwurfstück auf, wobei das Abgreifstück für eine Ankopplung
an das zweite Ende der Förderstecke ausgestaltet ist und das Abwurfstück für eine
Übergabe der Münze von der Rutsche zur Münzsammeleinrichtung ausgestaltet ist. Das
Abgreifstück stellt sicher, dass die beförderte Münze von der Fördereinrichtung auf
die Rutsche gelangen kann, bevorzugt derart, dass die Münze dabei nicht gewendet wird.
[0018] Beispielsweise ist umfasst das zweite Ende der Förderstrecke ein radförmiges Umlenkelement.
Bei dieser Variante umfasst das Abgreifstück der Rutsche bevorzugt eine Stirnseitenfläche,
die parallel zu einer fiktiven Tangente des radförmigen Umlenkelements angeordnet
ist. Dadurch kann die Rutsche zum Zwecke der Übernahme der beförderten Münze sehr
nah an das zweite Ende der Förderstrecke bewegt werden, ohne den Betrieb der Förderstrecke
zu behindern, insbesondere, ohne die Förderstrecke unmittelbar mit dem Abgreifstück
zu kontaktieren.
[0019] Nach der Übernahme der beförderten Münze mittels des Abgreifstücks der Rutsche rutscht
die Münze aufgrund der auf diese wirkende Schwerkraft entlang der Rutsche zur Münzsammeleinrichtung.
Über das Abwurfstück der Rutsche gelangt die Münze in die Münzsammeleinrichtung. Das
Abwurfstück der Rutsche ist beispielsweise durch eine abgerundete oder angewinkelte
Kante gebildet, die gewährleistet, dass die Münze zielsicher in die Münzsammeleinrichtung
gelangt.
[0020] Die Münzbrückeneinrichtung weist bevorzugt einen Antrieb auf, der über ein Kopplungsglied
an die Rutsche gekoppelt ist und ausgebildet ist, in Abhängigkeit des Prüfergebnissignals
wahlweise die Rutsche zum Übernehmen der beförderten Münze zur Fördereinrichtung zu
bewegen, so dass die beförderte Münze auf die Rutsche gelangt und über diese zur Münzsammeleinrichtung
rutschen kann, oder die Rutsche von der Fördereinrichtung zu beabstanden, so dass
der von der Fördereinrichtung beförderte Gegenstand zum Rückgabemittel gelangt. Bei
dem Antrieb handelt es sich beispielsweise um einen Schrittmotor.
[0021] Zeigt das Prüfergebnissignal also an, dass die beförderte Münze in die Münzsammeleinrichtung
gelangen soll, so bewegt der Antrieb die Rutsche hin zum zweiten Ende der Förderstrecke,
so dass die Münze von der Förderstrecke auf die Rutsche gelangt, entlang dieses hinab
rutscht und zur Münzsammeleinrichtung gelangt. Zeigt das Prüfergebnissignal hingegen
an, dass der beförderte Gegenstand nicht in die Münzsammeleinrichtung gelangen soll,
so bewegt der Antrieb die Rutsche weg von dem zweiten Ende der Förderstrecke, so dass
der beförderte Gegenstand (wie eine Fremdmünze oder Falschmünze) nicht auf die Rutsche
gelangt, sondern von der Förderstrecke zum Rückgabemittel, beispielsweise zu einem
abschüssig angeordneten Fremdmünzenkanal. Durch das Entfernen der Rutsche von der
Fördereinrichtung entsteht zwischen dem zweiten Ende der Förderstrecke und dem Abgreifstück
der Rutsche ein Spalt, der so bemessen ist, dass der Gegenstand nicht auf die Rutsche
gelangt, sondern durch den Spalt fällt, beispielsweise in den Fremdmünzenkanal.
[0022] Das Kopplungsglied weist bevorzugt eine Aussparung auf, in die ein hervorstehendes
Element der Rutsche zur Kopplung der Rutsche an den Antrieb eingreift. Das hervorstehende
Element ist derart angeordnet, dass es die Rutschbewegung der Münze nicht behindert.
Das hervorstehende Element und die Aussparung bilden demnach ein Gelenk aus, welches
die Bewegung des Antriebs in eine Bewegung der Rutsche übersetzt. Beispielsweise übersetzt
das Gelenk eine Rotationsbewegung des Antriebs in eine Transversalbewegung der Rutsche.
[0023] Die Förderrichtung ist vorteilhafterweise bei bestimmungsgemäßer Anordnung und Verwendung
der Münzvereinzelungsvorrichtung zumindest mit einer Richtungsvektorkomponente entgegen
einer Schwerkraftrichtung gerichtet. Die Münzvereinzelungsvorrichtung arbeitet somit
nach dem Vertikalvereinzelungsprinzip, indem Münzen aus dem Eingangsbehälter in eine
Aufwärtsrichtung entlang der Förderstrecke gefördert werden. Die Förderrichtung muss
hierbei nicht exakt vertikal entgegen der Schwerkraftrichtung (also entgegen der Richtung,
in die die Schwerkraft wirkt) gerichtet sein, sondern weist vorteilhafterweise schräg
zur Schwerkraftrichtung derart, dass eine Richtungsvektorkomponente der Förderrichtung
entgegen der Schwerkraftrichtung gerichtet ist.
[0024] Weiter ist es bevorzugt, dass die Rutsche bei bestimmungsgemäßer Anordnung und Verwendung
der Münzvereinzelungsvorrichtung zumindest mit einer Richtungsvektorkomponente in
Schwerkraftrichtung gerichtet ist. Die Rutsche umfasst dazu beispielsweise eine im
Wesentlichen eben ausgebildete und abschüssig angeordnete Rutschoberfläche. Die Rutschoberfläche
weist bevorzugt ein Material auf, dass gegenüber einem Münzmaterial, wie Kupfer, Stahl,
nordisches Gold, Nickel, Messing, Kupfernickel oder entsprechende Legierungen einen
geringen Reibungskoeffizient aufweist. Die Rutsche führt also bevorzugt von dem zweiten
Ende der Förderstrecke hinab zu einem Eingang der Münzsammeleinrichtung. Ein Neigungswinkel
gegenüber der Horizontalen liegt dabei bei beispielsweise zwischen 5° und 40°. Je
nach Anwendungssituation kann aber auch ein flacherer oder steilerer Neigungswinkel
für die Rutsche gewählt werden.
[0025] Die Rutsche weist neben der Rutschoberfläche bevorzugt wenigstens eine Seitenbande
auf, die ausgebildet ist, eine entlang der Rutschoberfläche gleitende Münze in der
Bahn zu halten und zu verhindern, dass diese seitlich von der Rutschoberfläche die
Münzbrückeneinrichtung verlässt und einen Eingang der Münzsammeleinrichtung verfehlt.
Dadurch ist die Münzvereinzelungsvorrichtung weniger anfällig gegenüber Erschütterungen.
[0026] In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Fördereinrichtung ein Förderband mit
zwei parallel zueinander entlang der Förderrichtung erstreckten, synchron bewegten
Fördersträngen auf. Die Förderstränge können jeweils durch ein umlaufendes Förderband
verwirklicht sein, wobei die Förderstränge synchron bewegt werden und somit gemeinsam
Münzen aus dem Eingangsbehälter fördern. An jedem Förderstrang ist hierzu mindestens
ein Mitnehmer angeordnet, wobei ein Mitnehmer des einen Förderstrangs und ein Mitnehmer
des anderen Förderstrangs ein Mitnehmerpaar zum Mitnehmen jeweils einer Münze ausbilden.
[0027] Die Münzsammeleinrichtung dient zum Auffangen und Sammeln der mittels der Münzbrückeneinrichtung
zugeführten Münzen. Die Münzsammeleinrichtung kann hierbei vorteilhafterweise eine
Sortiereinrichtung zum Sortieren der der Münzsammeleinrichtung zugeführten Münzen
aufweisen, die insbesondere ausgebildet ist, jede Münze abhängig von einem Münztyp,
also beispielsweise in Abhängigkeit der jeweiligen Denomination, in einen dem Münztyp
zugeordneten Münzsammelbehälter zu leiten. Der Münztyp kann beispielsweise bereits
durch die Prüfvorrichtung der Fördereinrichtung erkannt werden, so dass der Münztyp
der Münze bereits feststeht, wenn diese mittels der Münzbrückeneinrichtung der Münzsammeleinrichtung
zugeführt wird. Abhängig vom Münztyp wird die Münze dann weiter verarbeitet und einem
ihr zugeordneten Münzsammelbehälter zugeleitet, so dass beispielsweise eine Ein-Euro-Münze
in einen Sammelbehälter für Ein-Euro-Münzen gelangt.
[0028] Die Sortiereinrichtung kann beispielsweise einen verstellbaren Sortiertrichter aufweisen,
der an einem Einlass die zu sortierende Münze aufnimmt und mit einem Auslass hin zu
einem Eingang eines dem Münztyp der zu sortierenden Münze zugeordneten Sammelbehälters
bewegt werden kann, so dass mittels des Sortiertrichters die Münze dem zugeordneten
Sammelbehälter zugeleitet wird.
[0029] Zusätzlich kann die Münzsammeleinrichtung eine Kontrolleinrichtung, beispielsweise
in Form einer einfachen Lichtschranke oder in Form einer aufwändigeren Prüfeinrichtung
zum Erkennen einer Münze inklusive ihres Münztyps aufweisen. Die Kontrolleinrichtung
ist (zumindest) ausgebildet, die Präsenz einer Münze in der Münzsammeleinrichtung
zu detektieren, um auf diese Weise beispielsweise zu verifizieren, dass eine von der
Prüfeinrichtung der Fördereinrichtung geprüfte und durch die Münzbrückeneinrichtung
hin zur Münzsammeleinrichtung beförderte Münze auch wirklich in die Münzsammeleinrichtung
gelangt ist. Stellt die Kontrolleinrichtung beispielsweise fest, dass innerhalb eines
vorbestimmten Zeitraums keine Münze erfasst wird, obwohl nach der Prüfung durch die
Prüfeinrichtung der Fördereinrichtung und nach Beförderung durch die Münzbrückeneinrichtung
eine Münze in die Münzsammeleinrichtung hätte gelangen sollen, so deutet dies darauf
hin, dass aufseiten der Fördereinrichtung eine Fehlfunktion vorliegt, beispielsweise
weil die Münzübernahme durch die Münzbrückeneinrichtung fehlgeschlagen ist und die
positiv geprüfte Münze somit die Münzsammeleinrichtung nicht erreicht hat. In diesem
Fall wird die Münze nicht verbucht. Es wird vielmehr für eine Weiterverarbeitung registriert,
dass die Münze nicht in die Münzensammeleinrichtung gelangt ist.
[0030] Dadurch, dass die Kontrolleinrichtung an einem vorbestimmten Ort, beispielsweise
an einem Kanal der Münzsammeleinrichtung angeordnet ist, kann durch die Kontrolleinrichtung
der Münzsammeleinrichtung auch bestimmt werden, wann die der Münzsammeleinrichtung
zugeführte Münze den Ort der Kontrolleinrichtung erreicht hat. In Abhängigkeit von
einem Detektionssignal der Kontrolleinrichtung kann somit auch eine nachgeschaltete
Sortiereinrichtung gesteuert werden, indem beispielsweise in Abhängigkeit von einem
Detektionssignal der Kontrolleinrichtung eine Verstellbewegung der Sortiereinrichtung
für ein Zuleiten der Münze hin zu einem zugeordneten Sammelbehälter getriggert wird.
[0031] Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die oben genannte Aufgabe
gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben einer Münzvereinzelungseinrichtung gemäß
dem unabhängigen Patentanspruch 15.
[0032] Die vorangehend für die Münzvereinzelungsvorrichtung beschriebenen Vorteile und vorteilhaften
Ausgestaltungen, insbesondere, wie sie in den Unteransprüchen angegeben sind, finden
analog auch auf das Verfahren zum Betreiben der Münzvereinzelungsvorrichtung Anwendung.
Vorzugsweise dient das Verfahren zum Betreiben einer Münzvereinzelungsvorrichtung
der vorangehend beschriebenen Art.
[0033] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke soll nachfolgend anhand der in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Münzvereinzelungsvorrichtung
mit einer Fördereinrichtung und einer Münzsammeleinrichtung; und
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Münzvereinzelungsvorrichtung
.
[0034] Fig. 1 und 2 zeigen Ausführungsbeispiele einer Münzvereinzelungsvorrichtung 1, die
eine Fördereinrichtung 2 zum Fördern von Münzen M aus einem Eingangsbehälter 40 entlang
einer Förderstrecke 200 hin zu einer Münzsammeleinrichtung 3 aufweist. Die Förderstrecke
200 weist ein erstes Ende 201 und ein zweites Ende 202 auf, wobei der Eingangsbehälter
40 an dem ersten Ende 201 angeordnet ist. Zur Überführung einer beförderten Münze
M hin zur Münzsammeleinrichtung 3 ist eine angetriebene Münzbrückenvorrichtung 5 vorgesehen.
Nachfolgend wird mit Bezug auf beide Figuren 1 und 2 der Betrieb und der Aufbau der
Münzvereinzelungsvorrichtung 1 genauer beschrieben.
[0035] Die Fördereinrichtung 2 ist als Förderband mit zwei parallel zueinander erstreckten,
synchron angetriebenen Fördersträngen 20A, 20B ausgebildet. Jeder Förderstrang 20A,
20B ist hierbei durch ein umlaufendes Förderband verwirklicht, wobei die Förderstränge
20A, 20B an identischen Umlenkelementen 21, 22 in Form von Umlenkrollen geführt sind
und in synchroner Weise für eine gleich gerichtete Bewegung mit gleicher Geschwindigkeit
angetrieben werden. Bei den Fördersträngen 20A, 20B handelt es sich beispielsweise
jeweils um Endlosriemen.
[0036] Das durch die Förderstränge 20A, 20B gebildete Förderband 20 dient dazu, Münzen M
aus dem Eingangsbehälter 40 in eine Förderrichtung F entlang der Förderstrecke 200
zu befördern. Die Fördereinrichtung 2 verwirklicht hierbei das so genannte Vertikalvereinzelungsprinzip,
indem die Förderrichtung F mit einer Richtungsvektorkomponente entgegen der Schwerkraftrichtung
G gerichtet ist (d. h., die Förderrichtung F lässt sich in Vektorkomponenten zerlegen,
von denen eine entgegen der Schwerkraftrichtung G errichtet ist). Münzen M werden
somit aus dem Eingangsbehälter 40 heraus entlang der Förderrichtung F mit Bezug auf
die Schwerkraftrichtung G schräg nach oben (also aufwärts) befördert, wobei hierzu
an den Fördersträngen 20A, 20B Mitnehmerpaare 23 ausgebildet sind, die jeweils durch
einen an dem einen Förderstrang 20A angeordneten ersten Mitnehmer 23A und einen an
dem anderen Förderstrang 20B angeordneten zweiten Mitnehmer 23B verwirklicht sind.
Als Mitnehmer 23A und 23B kommen beispielsweise Bolzen in Betracht. Aus Übersichtsgründen
sind nicht alle in den Fig. 1 und 2 dargestellten Mitnehmer mit Bezugszeichen versehen,
sondern zur Veranschaulichungszwecken nur eine Auswahl, wobei diese Auswahl keine
weitere Bedeutung hat.
[0037] Zum Fördern einer Münze M aus dem Eingangsbehälter 40 wird ein Mitnehmerpaar 23 durch
den Eingangsbehälter 40 hindurch bewegt und greift auf diese Weise eine Münze M, die
- wie in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellt - an den Fördersträngen 20A, 20B zu liegen
kommt und zwischen den Mitnehmern 23A, 23B des Mitnehmerpaars 23 gehalten ist. Durch
Bewegen der Förderstränge 20A, 20B in die Förderrichtung F wird die Münze M nun entlang
der Förderstrecke 200 in die Förderrichtung F bewegt, wobei die Bewegung der Förderstränge
20A, 20B kontinuierlich erfolgt und somit in sukzessiver Weise Münzen M aus dem Eingangsbehälter
40 aufgenommen und entlang der Förderstrecke 200 befördert werden.
[0038] Beim Aufnehmen einer Münze M aus dem Eingangsbehälter 40 kann es dazu kommen, dass
an einem Mitnehmerpaar 23 mehrere Münzen M zu liegen kommen, beispielsweise indem
zwei Münzen übereinander liegen oder indem eine Münze M an einem Mitnehmerpaar 23
eine weitere Münze M vor sich her schiebt.
[0039] An der Förderstrecke 200 ist daher zunächst eine Rampe 24 und sodann in Förderrichtung
F daran anschließend eine Abwurfeinrichtung 25 angeordnet, die sicherstellen sollen,
dass an jedem Mitnehmerpaar 23 nur genau eine Münze M befördert wird. Erreicht eine
an einem Mitnehmerpaar 23 geförderte Münze M die Rampe 24, so läuft sie auf diese
auf und wird somit (geringfügig) senkrecht zur Förderrichtung F an dem ihr zugeordneten
Mitnehmerpaar 23 versetzt. Auf diese Weise wird die Münze M von den Fördersträngen
20A, 20B abgehoben, was dazu führt, dass eine auf der Münze M angeordnete zweite Münze
M von den Mitnehmern 23A, 23B des Mitnehmerpaars 23 gleitet und somit von dem Förderband
20 fällt.
[0040] Nach der Rampe 24 gelangt die Münze M zu der Abwurfeinrichtung 25, die einen beispielsweise
induktiv ausgebildeten Sensor 250 und einen in Förderrichtung F nachgeschalteten,
beispielsweise elektromagnetisch ausgebildeten Abwerfer 251 aufweist. Wird mittels
des (induktiven) Sensors 250 erkannt, dass eine Münze M an einem Mitnehmerpaar 23
eine weitere Münze M vor sich her schiebt, so wird der Abwerfer 251 in entsprechender
Weise angesteuert, und die weitere Münze wird abgeworfen.
[0041] Nach der Rampe 24 und der Abwurfeinrichtung 25 ist somit sichergestellt, dass an
einem Mitnehmerpaar 23 nur genau eine Münze M gefördert wird. Die Münze M gelangt
sodann an eine an der Förderstrecke 200 angeordnete Prüfeinrichtung 26, die dazu dient,
eine Münze zu prüfen, insbesondere zu erkennen, ob es sich bei dem beförderten Gegenstand
um eine weiterzuverarbeitende Münze M oder einen anderen Gegenstand, beispielsweise
einen Fremdkörper (Falschmünze) oder eine Münze, die nicht weiterverarbeitet werden
kann, weil sie z. B. einer anderen Währung entstammt (Fremdmünze) handelt. Abhängig
von der Prüfung, die beispielsweise anhand einer Durchmessererkennung, einer Gewichtserkennung
und/oder anhand einer optischen Mustererkennung vorgenommen werden kann, wird ein
Prüfergebnissignal erzeugt, das zur Ansteuerung einer Münzbrückeneinrichtung 5 dient,
wie nachfolgend noch erläutert werden soll.
[0042] Nach Durchlaufen der Prüfeinrichtung 26 gelangt eine Münze M zu einer Abwurfeinrichtung
27, die Abwerfer 270, 271, 272 zum selektiven Abwerfen der Münze M von dem Förderband
20 aufweist. Zwei der Abwerfer 270, 271, 272 dienen hierbei dazu, Münzen M mit extremen
Eigenschaften (z. B. extrem leichte oder extrem schwere Münzen M oder Münzen M mit
außergewöhnlicher Form, z. B. eckige Münzen) abzuwerfen. Ein dritter der Abwerfer
270, 271, 272 dient dazu, selektiv eine Münze M abzuwerfen, wenn die Münze M zwar
erkannt und verifiziert worden ist, dann aber festgestellt worden ist, dass die nachgeschaltete
Münzsammeleinrichtung 3 nicht in der Lage ist, die Münze M aufzunehmen und weiterzuverarbeiten,
beispielsweise weil ein der Münze M zugeordneter Behälter voll ist und somit keine
weiteren Münzen M mehr aufnehmen kann.
[0043] Der Abwurfeinrichtung 27 in Förderrichtung F an der Förderstrecke 200 nachgeordnet
ist eine Kontrolleinrichtung 28, die dazu dient, den korrekten Auswurf einer Münze
M - falls dieser hat erfolgen sollen - an der Abwurfeinrichtung 27 zu prüfen. Die
Kontrolleinrichtung 28 ist beispielsweise als induktiver Sensor ausgestaltet, der
prüft, ob eine metallische Münze M, die von der Abwurfeinrichtung 27 hätte abgeworfen
werden sollen, auch in der Tat abgeworfen ist und dazu induktiv bei einem eventuellen
Passieren der Münze M ein Signal erzeugt.
[0044] Nach Passieren der Einrichtungen 27 und 28 soll eine an einem Mitnehmerpaar 23 geführte
Münze M - wenn sie bisher nicht abgeworfen, sondern durch die Prüfvorrichtung 26 erkannt
und verifiziert worden ist - der Münzsammeleinrichtung 3 zur Weiterverarbeitung zugeführt
werden. Hierzu ist zwischen der Fördereinrichtung 2 und der Münzsammeleinrichtung
3 die Münzbrückeneinrichtung 5 angeordnet.
[0045] Die Münzbrückeneinrichtung 5 umfasst eine beweglich angeordnete Rutsche 51 und einen
Antrieb 53, beispielsweise in Gestalt eines Schrittmotors, der über ein Kopplungsglied
52 an die Rutsche 51 gekoppelt ist. Die Münzbrückeneinrichtung 5 ist ausgebildet ist,
zur Übernahme der beförderten Münze M mittels der Rutsche 51 an das zweite Ende 202
der Förderstrecke 200 anzudocken.
[0046] Die Münzbrückeneinrichtung 5 empfängt das Prüfergebnissignal. In Abhängigkeit des
Prüfergebnissignals übernimmt die Münzbrückeneinrichtung 5 wahlweise eine beförderte
Münze M mittels der beweglich angeordneten Rutsche 51 von der Fördereinrichtung 2
und führt diese der Münzsammeleinrichtung 3 zu. Alternativ übernimmt die Münzbrückeneinrichtung
5 einen beförderten Gegenstand M' nicht von der Fördereinrichtung 2. Der beförderte
Gegenstand M' gelangt daher von der Fördereinrichtung 2 zu einem Rückgabemittel 42,
beispielsweise in Gestalt eines Fremdmünzenkanals 42.
[0047] Zeigt das Prüfergebnissignal also an, dass es sich bei dem beförderten Gegenstand
um eine zu sammelnde Münze M handelt, so übernimmt die Münzbrückeneinrichtung 5 die
beförderte Münze M von der Fördereinrichtung 2 und führt sie der Münzsammeleinrichtung
5 zu. Ist das Prüfergebnis hingegen indikativ dafür, dass der beförderte Gegenstand
nicht in der Münzsammeleinrichtung 3 zu sammeln ist, so übernimmt die Münzbrückeneinrichtung
5 den beförderten Gegenstand nicht von der Fördereinrichtung 2, sondern stellt sicher,
dass der beförderte Gegenstand M' von der Fördereinrichtung 2 zu dem Rückgabemittel
42 der Münzvereinzelungseinrichtung 1 gelangt, beispielsweise also in einen Fremdmünzenkanal.
[0048] Bei dem beförderten Gegenstand M', der nicht in die Münzsammeleinrichtung 3 gelangen
soll, kann es sich beispielsweise um eine Falschmünze, eine Fremdmünze, einen anderen
münzähnlichen Gegenstand oder um eine Münze handeln, die aus welchen Gründen auch
immer nicht in die Münzsammeleinrichtung 3 gelangen soll, beispielsweise, weil die
Münzsammeleinrichtung 3 teilweise überfüllt ist, defekt ist oder ähnliches.
[0049] Zur Übernahme der beförderten Münze M bewegt der Antrieb 53 die Rutsche 51 zum zweiten
Ende 202 der Förderstrecke 200, so dass ein Abgreifstück 512 an das zweite Ende 202
andockt. Das Abgreifstück 512 der Rutsche 51 weist dazu eine Stirnseitenfläche auf,
die parallel zu einer fiktiven Tangente der Umlenkrolle 22 angeordnet ist. Dadurch
kann die Rutsche 51 zum Zwecke der Übernahme der beförderten Münze M sehr nah an das
zweite Ende 202 der Förderstrecke 200 bewegt werden, ohne den Betrieb der Förderstrecke
200 zu behindern, insbesondere ohne die Förderstrecke 200 unmittelbar zu kontaktieren.
Die Münze M gleitet dann aufgrund der Schwerkraft und des Verlaufs der Förderstrecke
200 automatisch auf die Rutsche 51.
[0050] Nach Aufnahme der beförderten Münze M mittels des Abgreifstücks 512 der Rutsche 51
rutscht die Münze M aufgrund der auf diese wirkende Schwerkraft und aufgrund der abschüssigen
Anordnung der Rutsche 51 entlang der Rutsche 51 hin zur Münzsammeleinrichtung 3. Über
ein Abwurfstück 513 der Rutsche gelangt die Münze M in die Münzsammeleinrichtung 3.
Das Abwurfstück 513 der Rutsche 51 ist beispielsweise durch eine abgerundete oder
angewinkelte Kante gebildet, die gewährleistet, dass die Münze M zielsicher in die
Münzsammeleinrichtung 3 gelangt.
[0051] Zeigt das Prüfergebnissignal hingegen an, dass der beförderte Gegenstand M' nicht
in die Münzsammeleinrichtung 3 gelangen soll, so bewegt der Antrieb 53 die Rutsche
51 weg von dem zweiten Ende 202 der Förderstrecke 200, so dass der beförderte Gegenstand
M' (wie eine Fremdmünze oder Falschmünze) nicht auf die Rutsche 51 gelangt, sondern
von der Förderstrecke 200 in Richtung des Rückgabemittels 42 fällt, das bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß der Fig. 1 als abschüssig angeordneter Fremdmünzkanal ausgestaltet ist. Dazu
bildet die Münzbrückeneinrichtung 5 zwischen dem zweiten Ende 202 der Fördereinrichtung
2 und der Rutsche 51 einen Abstand A aus, der derart bemessen ist, dass der beförderte
Gegenstand von der Fördereinrichtung 2 in den Fremdmünzenkanal 42 der Münzvereinzelungsrichtung
1 fällt und nicht auf die Rutsche 51.
[0052] Bei dem in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigten Beispielen ist die Rutsche 51 nur in Schiebrichtungen
S beweglich angeordnet. Die Schiebrichtungen S weisen entlang einer abschüssigen Geraden
von dem zweiten Ende 202 der Förderstreck 200 hinab zu einem Eingang 300 der Münzsammeleinrichtung
3 bzw. entlang einer aufsteigenden Geraden von diesem Eingang 300 hinauf zum zweiten
Ende 202 der Förderstrecke 200. Der Antrieb 51 führt eine Rotationsbewegung in Antriebsrichtungen
S' aus, die durch das Kopplungsglied 52 in Transversalbewegungen, also Schieberichtungen
S, der Rutsche 51 gewandelt werden. Dazu weist das Kopplungsglied 52 eine Aussparung
521 auf, in die ein hervorstehendes Element 511 der Rutsche 51 beweglich eingreift.
[0053] Der Antrieb 51 kann in verschiedenen Konfigurationen an die Rutsche 53 gekoppelt
werden. Zwei dieser Konfigurationen sind in den Fig. 1 und Fig. 2 schematisch dargestellt.
Bei der Fig. 1 ist das hervorstehende Element 511 seitlich angeordnet. Das hervorstehende
Element 511 kann aber auch, wie Fig. 2 zeigt, unterhalb der Rutsche 51 angeordnet
werden.
[0054] Ein beförderter Gegenstand M' (beispielsweise eine Fremdmünze, Falschmünze oder eine
Münze, die nicht in die Münzsammeleinrichtung 3 gelangen soll), der sich am zweiten
Ende 202 der Förderstrecke 200 noch auf dem Förderband 20 befindet und somit sämtliche
Einrichtungen 24, 25, 26, 27, 28 an der Förderstrecke 200 passiert hat, wird über
das zweite Ende 202 der Förderstrecke 200 hinaus befördert, fällt dabei aber durch
den durch den Abstand A zwischen dem zweiten Ende 202 der Förderstrecke 200 und dem
Abgreifstück 512 der Rutsche 51 geschaffenen Spalt in den Fremdmünzenkanal 42, der
den Gegenstand M' (siehe Fig. 1) zurück in einen Sammelbehälter 41 einer Rückgabeeinrichtung
4 befördert und somit an einem Bediener retournieren kann.
[0055] Die Münzsammeleinrichtung 3 fängt eine mittels der Münzbrückeneinrichtung 5 von der
Förderstrecke 200 hin zu der Münzsammeleinrichtung 3 transportierte Münze M an ihrem
Eingang 300 auf und leitet die Münze M über den Kanal 30 hin zu einer Sortiereinrichtung
32 in Form eines um eine Schwenkachse 320 verschwenkbaren Sortiertrichters. Bevor
die Münze M dabei zu der Sortiereinrichtung 32 gelangt, passiert sie eine weitere
Kontrolleinrichtung 31, die dazu dient, die Münze M zu detektieren, um zu verifizieren,
dass die Münze M in der Tat in die Münzsammeleinrichtung 3 gelangt ist. Zudem kann,
wenn die Münze M die weitere Kontrolleinrichtung 31 (die beispielsweise als Lichtschranke
ausgebildet sein kann) passiert, ein Positionssignal erzeugt werden, das zum Triggern
einer Verstellbewegung der Sortiereinrichtung 32 verwendet werden kann, um zum geeigneten
Sortieren die Münze M hin in einen Münzsammelkanal 330-334 und einen dem Münzsammelkanal
330-334 nachgeschalteten Münzsammelbehälter 340-344 zu leiten.
[0056] Bei Erreichen der Sortiereinrichtung 32 gelangt die Münze M in einen trichterförmigen
Einlass 321 der Sortiereinrichtung 32 und wird über einen Auslass 322 dem zugeordneten
Münzsammelkanal 330-334 und darüber dem zugeordneten Münzsammelbehälter 340-344 zugeleitet.
[0057] Beispielsweise kann jedem Münztyp ein Münzsammelbehälter 340-344 zugeordnet sein.
So kann eine Ein-Euro-Münze beispielsweise in einen Münzsammelbehälter 340-344 geleitet
werden, in dem Ein-Euro-Münzen gesammelt werden. Gleiches gilt für Münzen anderer
Münztypen.
[0058] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke ist nicht auf die vorangehend geschilderten
Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern lässt sich grundsätzlich auch bei gänzlich
anders gearteten Ausführungsformen verwirklichen.
[0059] Beispielsweise muss die Fördereinrichtung nicht notwendigerweise das Vertikalvereinzelungsprinzip
verwirklichen. Beispielsweise kann auch eine Fördereinrichtung zur Vereinzelung von
Münzen vorgesehen sein, die eine im Wesentlichen horizontal verlaufende Förderstrecke
aufweist.
[0060] Die Oberfläche der Rutsche kann ebenförmig sein oder einen geschwungenen Verlauf
aufweisen, beispielsweise parabelförmig sein. Wesentlich ist, dass sie vom zweiten
Ende der Förderstrecke aus betrachtet abschüssig verläuft, hin zum Eingang der Münzsammeleinrichtung.
Die Breite der Rutsche kann beliebig gewählt werden, solange sichergestellt ist, dass
eine übernommene Münze zielsicher in Richtung des Eingangs der Münzsammeleinrichtung
rutscht.
[0061] Bei dem Antrieb der Münzbrückeneinrichtung kommen neben dem Schrittmotor auch andere
Antriebsmittel in Betracht. Denkbar ist beispielsweise ist ein Magnetmittel, dass
die Brücke auf Empfang eines entsprechenden Prüfergebnissignals hin zum zweiten Ende
der Fördereinrichtung anzieht (oder dorthin stößt), so dass die von der Fördereinrichtung
beförderte und zu sammelnde Münze auf die Rutsche gelangen kann und von dort in die
Münzsammeleinrichtung gelangt. Soll ein beförderter Gegenstand, wie beispielsweise
eine Fremd- oder Falschmünze nicht gesammelt werden, so wird das Magnetmittel nicht
betätigt, so dass aufgrund des verbleibenden Spalts zwischen Rutsche und dem zweiten
Ende der Fördereinrichtung der beförderte Gegenstand zum Rückgabemittel der Münzvereinzelungseinrichtung
gelangt und nicht auf die Rutsche. Das Magnetmittel bildet neben dem Schrittmotor
nur eine von mehreren Möglichkeiten, das oben erläuterte Funktionsprinzip der Münzbrückeneinrichtung
zu verwirklichen.
Bezugszeichenliste
[0062]
- 1
- Münzvereinzelungsvorrichtung
- 2
- Fördereinrichtung
- 20
- Förderband
- 200
- Förderstrecke
- 201, 202
- Ende
- 20A, 20B
- Förderstrang
- 21, 22
- Umlenkelement
- 23
- Mitnehmerpaar
- 23A, 23B
- Mitnehmer
- 24
- Rampe
- 25
- Abwurfeinrichtung
- 250
- (induktiver) Sensor
- 251
- Abwerfer
- 26
- Prüfeinrichtung
- 27
- Abwurfeinrichtung
- 270, 271, 272
- Abwerfer
- 28
- Kontrolleinrichtung
- 3
- Münzsammeleinrichtung
- 30
- Kanal
- 300
- Eingang
- 301
- Ausgang
- 31
- Weitere Kontrolleinrichtung
- 32
- Sortiereinrichtung
- 320
- Schwenkachse
- 321
- Einlass
- 322
- Auslass
- 330 bis 334
- Münzsammelkanal
- 340 bis 344
- Münzsammelbehälter
- 4
- Rückgabeeinrichtung
- 40
- Eingangsbehälter
- 41
- Sammelbehälter
- 42
- Rückgabemittel
- 5
- Münzbrückeneinrichtung
- 51
- Rutsche
- 511
- Hervorstehendes Element
- 512
- Abgreifstück
- 513
- Abwurfstück
- 52
- Kopplungsglied
- 521
- Aussparung
- 53
- Antrieb
- A
- Abstand
- F
- Förderrichtung
- G
- Schwerkraftrichtung
- S
- Schieberichtungen
- S'
- Antriebsrichtungen
- M
- Münze
- M'
- Gegenstand
- x
- Horizontalrichtung
- y
- Vertikalrichtung
1. Münzvereinzelungsvorrichtung (1), aufweisend
- eine Fördereinrichtung (2) zum Fördern von Münzen (M) aus einem Eingangsbehälter
(40) in eine Förderrichtung (F) entlang einer Förderstrecke (200);
- eine an der Förderstrecke (200) angeordneten Prüfeinrichtung (26) zum Prüfen einer
entlang der Förderstrecke (200) geförderten Münze (M) und zum Bereitstellen eines
Prüfergebnissignals; und
- eine Münzsammeleinrichtung (3) zum Sammeln von Münzen (M)
gekennzeichnet durch
eine zwischen der Münzsammeleinrichtung (3) und der Fördereinrichtung (2) angeordnete
Münzbrückeneinrichtung (5), die ausgebildet ist, das Prüfergebnissignal zu empfangen
und in Abhängigkeit des Prüfergebnissignals wahlweise eine beförderte Münze (M) mittels
einer beweglich angeordneten Rutsche (51) von der Fördereinrichtung (2) zu übernehmen
und der Münzsammeleinrichtung (3) über die Rutsche (51) zuzuführen oder einen beförderten
Gegenstand (M') nicht von der Fördereinrichtung (2) zu übernehmen, so dass der beförderte
Gegenstand (M') von der Fördereinrichtung (2) zu einem Rückgabemittel (42) der Münzvereinzelungsrichtung
(1) gelangt.
2. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderstrecke (200) ein erstes Ende (201) und ein zweites Ende (202) aufweist,
wobei der Eingangsbehälter (40) an dem ersten Ende (201) angeordnet ist und die Münzbrückeneinrichtung
(5) ausgebildet ist, zur Übernahme der beförderten Münze (M) mittels der Rutsche (51)
an das zweite Ende (202) anzudocken.
3. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rutsche (51) der Münzbrückeneinrichtung (5) ein Abgreifstück (512) und ein Abwurfstück
(513) aufweist, wobei das Abgreifstück (512) für eine Ankopplung an das zweite Ende
(202) der Förderstecke (200) ausgestaltet ist und das Abwurfstück für eine Übergabe
der Münze (M) von der Rutsche an die Münzsammeleinrichtung (3) ausgestaltet ist.
4. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Münzbrückeneinrichtung (5) einen Antrieb (53) aufweist, der über ein Kopplungsglied
(52) an die Rutsche (51) gekoppelt ist und ausgebildet ist, in Abhängigkeit des Prüfergebnissignals
wahlweise die Rutsche (51) zum Übernehmen der beförderten Münze (M) zur Fördereinrichtung
(2) zu bewegen, so dass die beförderte Münze (M) auf die Rutsche (51) gelangt und
über diese zur Münzsammeleinrichtung (2) rutschen kann, oder die Rutsche (51) von
der Fördereinrichtung (2) zu beabstanden, so dass der von der Fördereinrichtung (2)
beförderte Gegenstand (M') zum Rückgabemittel (42) gelangt.
5. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (51) einen Schrittmotor umfasst.
6. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungsglied (52) eine Aussparung (521) aufweist, in die ein hervorstehendes
Element (511) der Rutsche (51) zur Kopplung der Rutsche (51) an den Antrieb (53) eingreift.
7. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderrichtung (F) bei bestimmungsgemäßer Anordnung und Verwendung der Münzvereinzelungsvorrichtung
(1) zumindest mit einer Richtungsvektorkomponente entgegen einer Schwerkraftrichtung
(G) gerichtet ist.
8. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rutsche (51) bei bestimmungsgemäßer Anordnung und Verwendung der Münzvereinzelungsvorrichtung
(1) zumindest mit einer Richtungsvektorkomponente in Schwerkraftrichtung (G) gerichtet
ist.
9. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rutsche (51) eine im Wesentlichen eben ausgebildete und abschüssig angeordnete
Rutschoberfläche umfasst.
10. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rutsche (51) eine Seitenbande aufweist.
11. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (2) ein Förderband mit zwei parallel zueinander entlang der
Förderrichtung (F) erstreckten, synchron bewegten Fördersträngen (20A, 20B) aufweist,
wobei an jedem Förderstrang (20A, 20B) mindestens ein Mitnehmer (23A, 23B) angeordnet
ist und ein Mitnehmer (23A, 23B) des einen Förderstrangs (20A, 20B) und ein Mitnehmer
(23A, 23B) des anderen Förderstrangs (20A, 20B) ein Mitnehmerpaar (23) zum Mitnehmen
einer Münze (M) bilden.
12. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Münzsammeleinrichtung (3) eine Sortiereinrichtung (32) zum Sortieren der der
Münzsammeleinrichtung (3) zugeführten Münzen (M) aufweist.
13. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Sortiereinrichtung (32) ausgebildet ist, jede Münze (M) abhängig von einem Münztyp
in einen dem Münztyp zugeordneten Münzsammelbehälter (340-344) der Münzsammeleinrichtung
(3) zu leiten.
14. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 12 oder 13 dadurch gekennzeichnet, dass die Münzsammeleinrichtung (3) eine Kontrolleinrichtung (31) aufweist, die ausgebildet
ist, eine Münze (M) in der Münzsammeleinrichtung (3) zu detektieren.
15. Verfahren zum Betreiben einer Münzvereinzelungsvorrichtung (1), wobei die Münzvereinzelungsvorrichtung
(1) aufweist:
- eine Fördereinrichtung (2) zum Fördern von Münzen (M) aus einem Eingangsbehälter
(40) in eine Förderrichtung (F) entlang einer Förderstrecke (200);
- eine an der Förderstrecke (200) angeordneten Prüfeinrichtung (26) zum Prüfen einer
entlang der Förderstrecke (200) geförderten Münze (M) und zum Bereitstellen eines
Prüfergebnissignals; und
- eine Münzsammeleinrichtung (3) zum Sammeln von Münzen (M)
dadurch gekennzeichnet, dass
das Prüfergebnissignal von einer zwischen der Münzsammeleinrichtung (3) und der Fördereinrichtung
(2) angeordneten Münzbrückeneinrichtung (5) empfangen wird, die in Abhängigkeit des
Prüfergebnissignals wahlweise eine beförderte Münze (M) mittels einer Rutsche (51)
von der Fördereinrichtung (2) übernimmt und der Münzsammeleinrichtung (3) zuführt
oder einen beförderten Gegenstand (M') nicht von der Fördereinrichtung (2) übernimmt,
so dass der beförderte Gegenstand (M') von der Fördereinrichtung (2) zu einem Rückgabemittel
(42) der Münzvereinzelungsrichtung gelangt.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Münzvereinzelungsvorrichtung (1), aufweisend
- eine Fördereinrichtung (2) zum Fördern von Münzen (M) aus einem Eingangsbehälter
(40) in eine Förderrichtung (F) entlang einer Förderstrecke (200);
- eine an der Förderstrecke (200) angeordneten Prüfeinrichtung (26) zum Prüfen einer
entlang der Förderstrecke (200) geförderten Münze (M) und zum Bereitstellen eines
Prüfergebnissignals;
- eine Münzsammeleinrichtung (3) zum Sammeln von Münzen (M); und
- eine zwischen der Münzsammeleinrichtung (3) und der Fördereinrichtung (2) angeordnete
Münzbrückeneinrichtung (5), die ausgebildet ist, das Prüfergebnissignal zu empfangen
und in Abhängigkeit des Prüfergebnissignals wahlweise eine beförderte Münze (M) mittels
einer beweglich angeordneten Rutsche (51) von der Fördereinrichtung (2) zu übernehmen
und der Münzsammeleinrichtung (3) über die Rutsche (51) zuzuführen oder einen beförderten
Gegenstand (M') nicht von der Fördereinrichtung (2) zu übernehmen, so dass der beförderte
Gegenstand (M') von der Fördereinrichtung (2) zu einem Rückgabemittel (42) der Münzvereinzelungsrichtung
(1) gelangt;
dadurch gekennzeichnet, dass
die Förderrichtung (F) bei bestimmungsgemäßer Anordnung und Verwendung der Münzvereinzelungsvorrichtung
(1) zumindest mit einer Richtungsvektorkomponente entgegen einer Schwerkraftrichtung
(G) gerichtet ist.
2. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderstrecke (200) ein erstes Ende (201) und ein zweites Ende (202) aufweist,
wobei der Eingangsbehälter (40) an dem ersten Ende (201) angeordnet ist und die Münzbrückeneinrichtung
(5) ausgebildet ist, zur Übernahme der beförderten Münze (M) mittels der Rutsche (51)
an das zweite Ende (202) anzudocken.
3. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rutsche (51) der Münzbrückeneinrichtung (5) ein Abgreifstück (512) und ein Abwurfstück
(513) aufweist, wobei das Abgreifstück (512) für eine Ankopplung an das zweite Ende
(202) der Förderstecke (200) ausgestaltet ist und das Abwurfstück für eine Übergabe
der Münze (M) von der Rutsche an die Münzsammeleinrichtung (3) ausgestaltet ist.
4. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Münzbrückeneinrichtung (5) einen Antrieb (53) aufweist, der über ein Kopplungsglied
(52) an die Rutsche (51) gekoppelt ist und ausgebildet ist, in Abhängigkeit des Prüfergebnissignals
wahlweise die Rutsche (51) zum Übernehmen der beförderten Münze (M) zur Fördereinrichtung
(2) zu bewegen, so dass die beförderte Münze (M) auf die Rutsche (51) gelangt und
über diese zur Münzsammeleinrichtung (2) rutschen kann, oder die Rutsche (51) von
der Fördereinrichtung (2) zu beabstanden, so dass der von der Fördereinrichtung (2)
beförderte Gegenstand (M') zum Rückgabemittel (42) gelangt.
5. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (51) einen Schrittmotor umfasst.
6. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungsglied (52) eine Aussparung (521) aufweist, in die ein hervorstehendes
Element (511) der Rutsche (51) zur Kopplung der Rutsche (51) an den Antrieb (53) eingreift.
7. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rutsche (51) bei bestimmungsgemäßer Anordnung und Verwendung der Münzvereinzelungsvorrichtung
(1) zumindest mit einer Richtungsvektorkomponente in Schwerkraftrichtung (G) gerichtet
ist.
8. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rutsche (51) eine im Wesentlichen eben ausgebildete und abschüssig angeordnete
Rutschoberfläche umfasst.
9. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rutsche (51) eine Seitenbande aufweist.
10. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (2) ein Förderband mit zwei parallel zueinander entlang der
Förderrichtung (F) erstreckten, synchron bewegten Fördersträngen (20A, 20B) aufweist,
wobei an jedem Förderstrang (20A, 20B) mindestens ein Mitnehmer (23A, 23B) angeordnet
ist und ein Mitnehmer (23A, 23B) des einen Förderstrangs (20A, 20B) und ein Mitnehmer
(23A, 23B) des anderen Förderstrangs (20A, 20B) ein Mitnehmerpaar (23) zum Mitnehmen
einer Münze (M) bilden.
11. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Münzsammeleinrichtung (3) eine Sortiereinrichtung (32) zum Sortieren der der
Münzsammeleinrichtung (3) zugeführten Münzen (M) aufweist.
12. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sortiereinrichtung (32) ausgebildet ist, jede Münze (M) abhängig von einem Münztyp
in einen dem Münztyp zugeordneten Münzsammelbehälter (340-344) der Münzsammeleinrichtung
(3) zu leiten.
13. Münzvereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 11 oder 12 dadurch gekennzeichnet, dass die Münzsammeleinrichtung (3) eine Kontrolleinrichtung (31) aufweist, die ausgebildet
ist, eine Münze (M) in der Münzsammeleinrichtung (3) zu detektieren.
14. Verfahren zum Betreiben einer Münzvereinzelungsvorrichtung (1), wobei die Münzvereinzelungsvorrichtung
(1) aufweist:
- eine Fördereinrichtung (2) zum Fördern von Münzen (M) aus einem Eingangsbehälter
(40) in eine Förderrichtung (F) entlang einer Förderstrecke (200);
- eine an der Förderstrecke (200) angeordneten Prüfeinrichtung (26) zum Prüfen einer
entlang der Förderstrecke (200) geförderten Münze (M) und zum Bereitstellen eines
Prüfergebnissignals; und
- eine Münzsammeleinrichtung (3) zum Sammeln von Münzen (M), wobei
das Prüfergebnissignal von einer zwischen der Münzsammeleinrichtung (3) und der Fördereinrichtung
(2) angeordneten Münzbrückeneinrichtung (5) empfangen wird, die in Abhängigkeit des
Prüfergebnissignals wahlweise eine beförderte Münze (M) mittels einer Rutsche (51)
von der Fördereinrichtung (2) übernimmt und der Münzsammeleinrichtung (3) zuführt
oder einen beförderten Gegenstand (M') nicht von der Fördereinrichtung (2) übernimmt,
so dass der beförderte Gegenstand (M') von der Fördereinrichtung (2) zu einem Rückgabemittel
(42) der Münzvereinzelungsrichtung gelangt;
das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass
die Förderrichtung (F) bei bestimmungsgemäßer Anordnung und Verwendung der Münzvereinzelungsvorrichtung
(1) zumindest mit einer Richtungsvektorkomponente entgegen einer Schwerkraftrichtung
(G) gerichtet ist.