[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines Mischkneters, umfassend eine
oder mehrere Wellen, auf deren Oberflächen Knetbarren angeordnet sind, und die von
einem Mantel umschlossen sind, das folgende Schritte umfasst:
- (a) Zuführen von Edukten an einer Zugabestelle des Mischkneters,
- (b) Umsetzen der Edukte in einer exothermen Reaktion, wobei bei der Reaktion zunächst
ein zusammenhängendes knetbares Zwischenprodukt gebildet wird,
- (c) Zerreißen und Zerkleinern des zusammenhängenden knetbaren Zwischenprodukts zur
Bildung eines Produkts, wobei gegebenenfalls während des Zerreißens und Zerkleinerns
die exotherme Reaktion andauert,
- (d) Entnehmen des Produkts an einer Entnahmestelle des Mischkneters.
[0002] Ein solcher Mischkneter mit mindestens zwei achsparallelen, rotierenden Wellen, auf
deren Oberflächen Scheibenflächen mit an ihrem Umfang angeordneten Knetbarren vorgesehen
sind, ist beispielsweise aus
EP-A 0 517 068 bekannt. Die Knetbarren sind so angeordnet, dass diejenigen auf der einen Welle in
die auf der anderen Welle eingreifen. Drehen dabei die Wellen mit unterschiedlichen
Drehzahlen, wird die langsamer drehende Welle als Hauptwelle und die schneller drehende
Welle als Putzwelle bezeichnet. Die Anzahl der auf der Hauptwelle und der auf der
Putzwelle angeordneten Knetbarren ist umgekehrt proportional zum Drehzahlverhältnis.
Ist beispielsweise das Drehzahlverhältnis von Hauptwelle zu Putzwelle 4:1, so sind
viermal mehr Knetbarren auf der Hauptwelle als auf der Putzwelle über den Umfang der
jeweiligen Welle angeordnet.
[0003] Neben dem Mischen und Kneten dienen die Knetbarren der Putzwelle auch dazu, die Hauptwelle
zu reinigen. Um zu vermeiden, dass auf den Wellen Produkt haften bleibt, können diese
wie in
EP-A 0 603 525 beschrieben, in axialer Richtung oszillierend hin und her bewegbar ausgebildet sein.
[0004] Mischkneter werden zum Beispiel bei der Produktion von Superabsorbern eingesetzt.
Superabsorber sind Polymere, die ein Vielfaches ihres Eigengewichts an Flüssigkeit
aufnehmen können. Superabsorber werden im Allgemeinen in Form eines grobkörnigen Pulvers
beispielsweise in Windeln, Verbandsmaterialien, verschiedenen Hygieneartikeln, usw.
eingesetzt.
[0005] Bei der Produktion von Superabsorbern werden dem Mischkneter eine Monomerlösung und
ein Initiator als Edukte und gegebenenfalls weitere Additive an einer Zugabestelle
zugeführt. Die Edukte polymerisieren in einer exothermen Reaktion zu einem zusammenhängenden
knetbaren Zwischenprodukt, wobei sich die Zähigkeit des Inhalts des Mischkneters mit
zunehmendem Fortschritt der Reaktion erhöht.
[0006] Während der Produktion werden dem Mischkneter kontinuierlich Edukte zugegeben und
Produkt entnommen. Der Inhalt des Mischkneters wird im Laufe des Verfahrens kontinuierlich
von der Zugabestelle in Richtung Entnahmestelle transportiert. Unter dem Inhalt des
Mischkneters werden die Edukte, das Produkt und alle Zwischenprodukte verstanden.
[0007] Der Inhalt des Mischkneters wird weiter durchgeknetet während sich die Festigkeit
des zusammenhängenden knetbaren Zwischenprodukts erhöht. Schließlich wird das zusammenhängende
knetbare Zwischenprodukt von den Knetbarren zerrissen und zerkleinert. An einer Entnahmestelle
des Mischkneters wird das fertige Produkt entnommen.
[0008] Die Wellen des Mischkneters sind bei der Verarbeitung des zusammenhängenden knetbaren
Zwischenprodukts hohen Scherkräften ausgesetzt. Diese Belastung ist umso größer, je
weiter entfernt von den Lagern der Welle das knetbare Zwischenprodukt gebildet wird.
[0009] Ein weiteres Problem stellt das Verkleben des Inhalts des Mischkneters mit der Welle
während des Betriebs des Mischkneters dar. Sollten Teile des Inhalts des Mischkneters
an einer Welle anbacken, wirken Spannungen auf diese Welle, die zur Bildung von Rissen
und damit zu einer Beschädigung der Welle führen können.
[0010] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Vorgehensweisen bekannt, um die Belastung
der Kneterwellen zu reduzieren und einer Beschädigung des Mischkneters vorzubeugen.
[0011] Aus
WO 2006/034853 ist ein Verfahren bekannt, bei dem die Wellen des Mischkneters im Betrieb gekühlt
werden. Die Kühlung wird eingesetzt, damit sich ein Kondensatfilm auf der Welle ausbildet,
welcher ein Verkleben des Produkts mit der Welle verhindert.
[0012] Ebenfalls aus
WO 2006/034853 ist ein Mischkneter bekannt, bei dem die Wellen so konstruiert und ausgeführt sind,
dass die Eigenfrequenzen der Wellen einen Abstand von mindestens 5 % zu den Erregerfrequenzen
aufweisen. Dies vermeidet Resonanzen, durch die sich die auf die Wellen einwirkenden
Kräfte erheblich verstärken können.
[0013] Aus
WO 2008/152024 ist ein Verfahren zur Vermeidung von Überbeanspruchungen einer Welle bekannt geworden.
Eine Beschädigung der Wellen des Mischkneters wird vermieden, indem die Durchbiegung
der Wellen überwacht wird. Werden Durchbiegungen über einem bestimmten Grenzwert gemessen,
kann der Mischkneter abgeschaltet werden. Dies hat jedoch den Nachteil, dass dadurch
die Produktionskapazität vermindert werden muss. Des Weiteren verfestigt sich das
zusammenhängende knetbare Zwischenprodukt bei stehenden Wellen weiter, so dass bei
einem späteren Wiederanfahren des Mischkneters Probleme auftreten können.
[0014] WO 2009/109563 A offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Superabsorbern. Zur Herstellung wird
ein Kneter mit mindestens zwei parallelen Wellen verwendet, wobei mindestens eine
Welle mit Elementen zum Kneten des enthaltenen Materials ausgestattet ist. Der Kneter
kann geheizt oder gekühlt werden.
[0015] Eine Reduzierung der Wellenbelastung ist erforderlich, da eine große Wellenbelastung
zur Durchbiegung der betroffenen Wellen führt und diese schädigt. Die Lebensdauer
der Wellen wird dadurch eingeschränkt, mit der Folge von häufigen Wartungen des Mischkneters
und damit verbundenen Produktionsausfällen.
[0016] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren für den Betrieb von Mischknetern bereitzustellen,
bei dem die Belastung der Wellen im Umgang mit Produkten, bei deren Herstellung zusammenhängende
knetbare Zwischenprodukte gebildet werden, minimiert wird, ohne dabei die Produktionskapazität
zu vermindern.
[0017] Gelöst wird die Aufgabe durch ein Verfahren zum Betrieb eines Mischkneters, umfassend
eine oder mehrere Wellen, auf deren Oberflächen Knetbarren angeordnet sind, und die
von einem Mantel umschlossen sind, das folgende Schritte umfasst:
- (a) Zuführen von Edukten an einer Zugabestelle des Mischkneters,
- (b) Umsetzen der Edukte in einer exothermen Reaktion, wobei bei der Reaktion zunächst
ein zusammenhängendes knetbares Zwischenprodukt gebildet wird,
- (c) Zerreißen und Zerkleinern des zusammenhängenden knetbaren Zwischenprodukts zur
Bildung eines Produkts, wobei gegebenenfalls während des Zerreißens und Zerkleinerns
die exotherme Reaktion andauert,
- (d) Entnehmen des Produkts an einer Entnahmestelle des Mischkneters,
wobei mindestens eine der Wellen und/oder der Mantel während des Betriebs des Mischkneters
auf eine Temperatur oberhalb von 20°C geheizt werden und zum Temperieren ein Temperiermedium
verwendet wird, wobei die Durchbiegung der mindestens einen Welle gemessen wird und
die Eintrittstemperatur des Temperiermediums in Abhängigkeit der Durchbiegung geregelt
wird.
[0018] Die Verfahrensschritte werden kontinuierlich durchlaufen. In Schritt (a) werden die
Edukte an einer Zugabestelle des Mischkneters zugeführt. Bevorzugt wird das erfindungsgemäß
vorgeschlagene Verfahren zur Herstellung von Superabsorbern, insbesondere zur Herstellung
von Poly(meth)acrylaten verwendet.
[0019] Poly(meth)acrylate oder damit verwandte Polymere werden im Allgemeinen durch Copolymerisieren
von Edukten der Gruppen
- (I) wasserlösliche, monoethylenisch ungesättigte Monomere,
- (II) 0,001 bis 5 Mol-% bezogen auf die Monomere (I), mindestens zwei ethylenisch ungesättigte
Doppelbindungen enthaltende Monomere und
- (III) 0 bis 20 Mol-% bezogen auf die Monomere (I) wasserunlösliche monoethylenisch
ungesättigte Monomere
in 20 bis 80 gew.-%iger wässriger Lösung in Gegenwart von Initiator bei Temperaturen
von 0 bis 140°C hergestellt.
[0020] Wasserlösliche monoethylenisch ungesättigte Monomere der Gruppe (I) sind beispielsweise
ethylenisch ungesättigte C
3-bis C
6-Carbonsäuren, deren Amide und Ester mit Aminoalkoholen der Formel

in der R
4 C
2 bis C
5-Alkylen und R
1, R
2, R
3 unabhängig voneinander Wasserstoff, Methyl, Ethyl oder Propyl bedeuten. Bei diesen
Verbindungen handelt es sich beispielsweise um Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure,
Itaconsäure, Maleinsäure, Fumarsäure sowie den Alkali- oder Ammoniumsalzen dieser
Säuren, Acrylamid, Methacrylamid, Crotonsäureamid, Dimethylaminoethylacrylat, Diethylaminoethylacrylat,
Dimethylaminopropylacrylat, Dimethylaminobutylacrylat, Diethylaminoethylmethacrylat,
Dimethylaminoethylmethacrylat, Dimethylaminopropylmethacrylat, Dimethylaminoneopentylacrylat
und Dimethylaminoneopentylmethacrylat. Die basischen Acrylate und Methacrylate werden
in Form der Salze mit starken Mineralsäuren, Sulfonsäuren oder Carbonsäuren oder in
quaternisierter Form eingesetzt. Das Anion X- für die Verbindungen der Formel 1 ist
der Säurerest der Mineralsäuren bzw. der Carbonsäuren oder Methosulfat, Ethosulfat
oder Halogenid aus einem Quaternierungsmittel.
[0021] Weitere wasserlösliche Monomere der Gruppe (I) sind N-Vinylpyrrolidon, Acrylamidopropansulfonsäure,
Vinylphosphonsäure und/oder Alkali- bzw. Ammonium-salze der Vinylsulfonsäure. Die
anderen Säuren können ebenfalls entweder in nicht neutralisierter Form oder in partiell
bzw. bis zu 100 % neutralisierter Form bei der Polymerisation eingesetzt werden. Als
wasserlösliche Monomere der Gruppe (I) eignen sich auch Diallylammoniumverbindungen,
wie Dimethyldiallylammoniumchlorid, Diethyldiallylammoniumchlorid oder Diallylpiperidiniumbromid,
N-Vinylimidazoliumverbindungen, wie Salze oder Quaternisierungsprodukte von N-Vinylimidazol
und 1-Vinyl-2-methylimidazol, und N-Vinylimidazoline, wie N-Vinylimidazolin, 1-Vinyl-2-methylimidazolin,
1-Vinyl-2-ethylimidazolin oder 1-Vinyl-2-n-propylimidazolin, die ebenfalls in quaternisierter
Form oder als Salz bei der Polymerisation eingesetzt werden.
[0022] Bevorzugte Monomere der Gruppe (I) sind Acrylsäure, Methacrylsäure sowie die Alkalioder
Ammoniumsalze dieser Säuren, Acrylamid und/oder Methacrylamid. Diese Monomere können
in jedem beliebigen Verhältnis miteinander copolymerisiert werden.
[0023] Die Polymerisation der Monomere der Gruppe (I) erfolgt in Gegenwart von Vernetzern
(Monomere der Gruppe (II)). Die Vernetzer enthalten mindestens zwei ethylenisch ungesättigte
Doppelbindungen.
[0024] Geeignete Vernetzer sind beispielsweise N,N'-Methylenbisacrylamid, Polyethylenglykoldiacrylate
und Polyethylenglykoldimethacrylate, die sich jeweils von Polyethylenglykolen eines
Molekulargewichts von 126 bis 8500, vorzugsweise 400 bis 2000, ableiten, Trimethylolpropantriacrylat,
Trimethylolpropantrimethacrylat, Ethylenglykoldiacrylat, Propylenglykoldiacrylat,
Butandioldiacrylat, Hexandioldiacrylat, Hexandioldimethacrylat, Diacrylate und Dimethacrylate
von Blockcopolymerisaten aus Ethylenoxid und Propylenoxid, zweifach bzw. dreifach
mit Acrylsäure oder Methacrylsäure veresterte mehrwertige Alkohole, wie Glycerin oder
Pentaerythrit, Triallylamin, Tetraallylethylendiamin, Divinylbenzol, Diallylphthalat,
Polyethylenglykoldivinylether von Polyethylenglykolen eines Molekulargewichts von
126 bis 4000, Trimethylolpropandiallylether, Butandioldivinylether, Pentaerythrittriallylether
und/oder Divinylethylenharnstoff. Vorzugsweise setzt man wasserlösliche Vernetzer
ein, zum Beispiel N,N-Methylenbisacrylamid, Polyethylenglykoldiacrylat, Polyethylenglykoldimethacrylate,
Pentaerythrittriallylether und/oder Divinylharnstoff. Die Monomere der Gruppe (II)
werden in Mengen von 0,001 bis 5, vorzugsweise 0,005 bis 0,5 Mol-% bezogen auf die
Monomere (I) bei der Copolymerisation eingesetzt.
[0025] Die Copolymerisation der Monomere der Gruppen (I) und (II) kann - sofern eine Änderung
der Eigenschaften der Copolymerisate gewünscht wird - zusätzlich noch in Gegenwart
von Monomeren der Gruppe (III) durchgeführt werden. Als Monomere der Gruppe (III)
kommen beispielsweise Hydroxyethylacrylat, Hydroxypropylacrylat, Hydroxyethylmethacrylat,
Hydroxypropylmethacrylat, Acrylnitril und/oder Methacrylnitril in Betracht. Außerdem
eignen sich Ester der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit 1 bis 18 Kohlenstoffatome
enthaltenden einwertigen Alkoholen, zum Beispiel Methylacrylat, Ethylacrylat, Propylacrylat,
Isopropylacrylat, n-Butylacrylat, Isobutylacrylat, Hexylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat,
Stearylacrylat, die entsprechenden Ester der Methacrylsäure, Fumarsäurediethylester,
Maleinsäurediethylester, Maleinsäuredimethylester, Maleisäuredibutylester, Vinylacetat
und Vinylpropionat. Sofern die Monomere der Gruppe (III) zur Modifizierung der wasserlöslichen
Poly(meth)acrylate verwendet werden, setzt man 0,5 bis 20, vorzugsweise 2 bis 10 Mol-%
bezogen auf die Monomere (I) ein.
[0026] Die wasserunlöslichen Monomere können, falls sie bei der Copolymerisation mit eingesetzt
werden, mit Hilfe von Emulgatoren in der wässrigen Lösung fein verteilt werden. Geeignete
Emulgatoren sind beispielsweise ethoxylierte Nonylphenole, ethoxyliertes Ricinusöl,
Alkylsulfate, Sorbitanfettsäureester, ethoxylierte Sorbite, ethoxylierte Sorbitanfettsäureester
und Alkylsulfonate.
[0027] Solche Emulgatoren werden in einer Menge von 0 bis 3 Gew.-% bezogen auf die Monomere
(I) eingesetzt.
[0028] Die Polymerisation kann gegebenenfalls in Gegenwart der üblichen Polymerisationsregler
erfolgen. Geeignete Polymerisationsregler sind beispielsweise Thioverbindungen, wie
Thioglykolsäure, Mercaptoalkohole, zum Beispiel 2-Mercaptoethanol, Mercaptopropanol
und Mercaptobutanol, Dodecylmercaptan, Ameisensäure, Ammoniak und Amine, zum Beispiel
Ethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamin, Triethylamin, Morpholin und Piperidin.
[0029] Die Monomere (I), (II) und gegebenenfalls (III) werden in 20 bis 80, vorzugsweise
20 bis 50, insbesondere 30 bis 45gew.-%iger wässriger Lösung in Gegenwart von Polymerisationsinitiatoren
miteinander copolymerisiert. Als Polymerisationsinitiatoren können sämtliche unter
den Polymerisationsbedingungen in Radikale zerfallende Verbindungen eingesetzt werden,
zum Beispiel Peroxide, Hydroperoxide, Wasserstoffperoxid, Persulfate, Azoverbindungen
und die sogenannten Redoxkatalysatoren. Bevorzugt ist der Einsatz von wasserlöslichen
Katalysatoren. In manchen Fällen ist es vorteilhaft, Mischungen verschiedener Polymerisationsinitiatoren
zu verwenden, zum Beispiel Mischungen aus Wasserstoffperoxid und Natrium- oder Kaliumperoxodisulfat.
Mischungen aus Wasserstoffperoxid und Natriumperoxodisulfat können in jedem beliebigen
Verhältnis verwendet werden. Geeignete organische Peroxide sind beispielsweise Acetylacetonperoxid,
Methylethylketonperoxid, tert.-Butylhydroperoxid, Cumolhydroperoxid, tert.-Amylperpivalat,
tert.-Butylperpivalat, tert.-Butylperneohexanoat, tert.-Butylperiso-butyrat, tert.-Butylper-2-ethylhexanoat,
tert.-Butylperisononanoat, tert.-Butylpermaleat, tert.-Butylperbenzoat, tert.-Butylper-3,5,5-tri-methylhexanoat
und tert.-Amylperneo-dekanoat. Weitere geeignete Polymerisationsinitiatoren sind Azostarter,
zum Beispiel 2,2'-Azobis-(2-amidinopropan)dihydrochlorid, 2,2'-Azobis-(N,N-dimethylen)isobutyramidindihydrochlorid,
2-(Carbamoylazo)isobutyronitril und 4,4'-Azobis-(4-cyanovaleriansäure). Die genannten
Polymerisationsinitiatoren werden in üblichen Mengen eingesetzt, zum Beispiel in Mengen
von 0,01 bis 5, vorzugsweise 0,1 bis 2 Mol-%, bezogen auf die zu polymerisierenden
Monomere.
[0030] Die Redoxkatalysatoren enthalten als oxidierende Komponente mindestens eine der oben
angegebenen Perverbindungen und als reduzierende Komponente beispielsweise Ascorbinsäure,
Glukose, Sorbose, Ammonium- oder Alkalimetallhydrogensulfit, -sulfit, -thiosulfat,
-hyposulfit, -pyrosulfit oder -sulfid, Metallsalze, wie Eisen-II-ionen oder Silberionen
oder Natriumhydroxymethylsulfoxylat. Vorzugsweise verwendet man als reduzierende Komponente
des Redoxkatalysators Ascorbinsäure oder Natriumpyrosulfit. Bezogen auf die bei der
Polymerisation eingesetzte Menge an Monomeren verwendet man 1·10
-5 bis 1 Mol-% der reduzierenden Komponente des Redoxkatalysatorsystems und 1·10
-5 bis 5 Mol-% der oxidierenden Komponente des Redoxkatalysators. Anstelle der oxidierenden
Komponente des Redoxkatalysators oder zusätzlich kann man auch einen oder mehrere
wasserlösliche Azostarter verwenden.
[0031] Bevorzugt wird im erfindungsgemäßen Verfahren ein Redoxsystem bestehend aus Wasserstoffperoxid,
Natriumperoxodisulfat und Ascorbinsäure eingesetzt. In einer üblichen Ausführungsform
werden diese Komponenten in den Konzentrationen 1·10
-2 Mol-% Wasserstoffperoxid, 0,084 Mol-% Natriumperoxodisulfat und 2,5·10
-3 Mol-% Ascorbinsäure bezogen auf die Monomere eingesetzt.
[0032] Die wässrige Monomerlösung kann den Initiator gelöst oder dispergiert enthalten.
Die Initiatoren können jedoch auch getrennt von der Monomerlösung dem Mischkneter
zugeführt werden.
[0033] Die Monomerlösung wird vor der Polymerisation von Restsauerstoff befreit. Dies geschieht
mittels Inertgas, welches im Gleichstrom, Gegenstrom oder dazwischenliegenden Eintrittswinkeln
eingeleitet werden kann. Eine gute Durchmischung kann beispielsweise mit Düsen, statischen
oder dynamischen Mischern oder Blasensäulen erzielt werden.
[0034] Bevorzugt wird der über dem Füllstand liegende Innenraum des Mischkneters mit einem
Inertgas gefüllt. Als Inertgase können unabhängig voneinander Stickstoff, ein Edelgas
wie Argon oder andere Gase, die nicht mit dem Inhalt des Mischkneters reagieren wie
beispielsweise Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Schwefelhexafluorid verwendet werden.
Die Verwendung von Mischungen dieser Gase ist ebenfalls denkbar. Dabei ist es möglich
ein gegenüber dem Inhalt des Mischkneters inertes Gas ganz oder teilweise durch eine
chemische Reaktion im Mischkneter zu erzeugen. Bevorzugt wird Stickstoff als Inertgas
eingesetzt. Das Inertgas kann sowohl im Gleichstrom als auch im Gegenstrom zum Inhalt
durch den Mischkneter geführt werden. Das Inertgas kann dabei zusammen mit den Edukten
an der Zugabestelle zugeführt und zusammen mit dem Produkt an der Entnahmestelle aus
dem Mischkneter entnommen werden. Ebenso können separate Einlässe und Auslässe für
das Inertgas am Mischkneter vorgesehen werden.
[0035] In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens liegt die Temperatur der Edukte
vor dem Eintritt in den Mischkneter im Bereich von 5°C bis 30°C.
[0036] In Verfahrensschritt (b) reagieren die dem Mischkenter zugeführten Edukte. Dabei
wird der Inhalt des Mischkneters durch die Knetbarren geknetet und durchmischt. Der
Inhalt des Mischkneters umfasst die Edukte, das Produkt und alle Zwischenprodukte.
Zu Beginn der Reaktion weisen die Edukte nur eine geringe Viskosität auf, und die
auf die Wellen einwirkenden Kräfte sind gering. Beim Transport von der Zugabestelle
zur Entnahmestelle des Mischkneters polymerisieren die Edukte, und es wird das zusammenhängende
knetbare Zwischenprodukt gebildet.
[0037] Beim Durchkneten des knetbaren Zwischenprodukts durch den Mischkneter werden die
Wellen des Mischkneters belastet. Zudem können sich bei der Polymerisation Klumpen
im zusammenhängenden knetbaren Zwischenprodukt bilden. Diese Klumpen sind fester als
das übrige knetbare Zwischenprodukt und müssen durch den Mischkneter zerkleinert werden.
Bei der Zerkleinerung der Klumpen und dem Durchmischen des zusammenhängenden knetbaren
Zwischenprodukts wirken große Scherkräfte auf die Wellen, die zu einer Durchbiegung
der Wellen führen. Die Durchbiegung, und damit die Materialbeanspruchung der Welle,
ist umso größer, je weiter entfernt von den Lagern der Welle das zusammenhängende
knetbare Zwischenprodukt entsteht.
[0038] Bei den Verfahren nach dem Stand der Technik setzt die Polymerisierungsreaktion nur
langsam ein, und die vom zusammenhängenden knetbaren Zwischenprodukt verursachte Scherkraft
wirkt in einiger Entfernung von den Lagern auf die Welle ein.
[0039] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden mindestens eine der Wellen und/oder der
Mantel während des Betriebs des Mischkneters auf eine Temperatur oberhalb von 20 °C
geheizt. Das Heizen erfolgt bevorzugt durch Durchströmen der zu heizenden Teile mit
einem Temperiermedium.
[0040] Überraschenderweise tritt bei der Beheizung der befürchtete Effekt, dass der Inhalt
des Mischkneters ohne einen schützenden Wasserfilm an den Wellen kleben bleibt, nicht
auf. Stattdessen wird eine deutliche Reduzierung der Durchbiegung der Wellen beobachtet.
[0041] Aufgrund der Beheizung mindestens einer der Wellen und/oder des Mantels wird die
Polymerisierungsreaktion beschleunigt, und der Bereich im Mischkneter, in dem die
Reaktion zur Bildung des zusammenhängenden knetbaren Zwischenprodukt ihr Maximum erreicht,
rückt näher an die Zugabestelle heran.
[0042] Bei Verfahren nach dem Stand der Technik setzt die Polymerisierungsreaktion nur langsam
ein. Das Reaktionsmaximum wird erst erreicht, wenn der Inhalt des Mischkneters etwa
die Hälfte der Strecke zwischen der Zugabestelle und der Entnahmestelle des Mischkneters
zurückgelegt hat.
[0043] Durch das Heizen mindestens einer Welle und/oder des Mantels entsteht das zusammenhängende
knetbare Zwischenprodukt näher an der Zugabestelle. Dadurch wirken die beim Kneten
des Zwischenprodukts und beim Auflösen von Klumpen auftretenden Kräfte an einer näher
an den Lagern liegenden Stelle auf die Wellen ein. Die auf die Wellen übertragenen
Kräfte können mit einer geringeren Durchbiegung der Welle auf die Lager übertragen
werden.
[0044] Ein weiterer vorteilhafter Effekt des Verfahrens ist eine Reduzierung der Torsionsbelastung
der Wellen. Eine Torsionsbelastung tritt auf, wenn der Drehung der Welle ein über
die Länge der Welle ungleichmäßiger Widerstand entgegengesetzt wird. Dies ist im Mischkneter
durch die sich bei der Polymerisierung und anschließenden Zerkleinerung ändernde Konsistenz
des Inhalts gegeben.
[0045] Durch den Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Polymerisationsreaktion
beschleunigt und die Konsistenz des verarbeiteten Inhalts des Mischkneters ist über
die dem Inhalt ausgesetzte Länge der Wellen gleichmäßiger.
[0046] Eine Temperierung des Mischkneters mittels eines Temperiermediums ist besonders bevorzugt,
da die Bildung des zusammenhängenden knetbaren Zwischenprodukts in einer exothermen
Reaktion erfolgt. Im Gegensatz zu einer elektrischen Heizung oder einer Beheizung
mittels Induktion kann ein Temperiermedium die im Prozess entstehende Wärme aufnehmen
und abführen und/oder verteilen.
[0047] Bei Verwendung eines Temperiermediums erfolgt in einer Ausführungsform das Heizen
des Mischkneters über mindestens eine der Wellen. Die zum Heizen verwendeten Wellen
werden als Hohlwellen ausgebildet und werden von dem Temperiermedium durchströmt.
Der Einlass für das Temperiermedium kann auf der einen Seite der Welle und der Auslass
auf der anderen Seite der Welle angeordnet sein. Je nachdem auf welcher Seite der
Welle der Einlass angeordnet ist, durchströmt das Temperiermedium die Welle im Gleichstrom
mit dem Inhalt im Mischkneter oder im Gegenstrom.
[0048] Möglich ist aber auch eine Ausführungsform, bei der sowohl Einlass als auch Auslass
für das Temperiermedium auf derselben Seite der Welle liegen. Dabei strömt das Temperiermedium
in einem inneren Kanal der Welle zunächst zum entgegengesetzten Ende, um anschließend
in einem äußeren, den inneren Kanal umschließenden, Kanal zurückzulaufen. Die Geometrie
des äußeren Kanals kann beispielsweise ringförmig oder spiralförmig sein. Auch eine
auf die Zylinderform angepasste mäanderförmige Führung des Kanals ist möglich. Ebenfalls
ist es möglich, das Temperiermedium in umgekehrter Richtung durch die Welle zu leiten,
so dass das Temperiermedium in den äußeren Kanal einströmt, und durch den inneren
Kanal zurückläuft. Bei beiden Ausführungsformen kann das Temperiermedium den äußeren
Kanal der mindestens einen Welle sowohl im Gleichstrom als auch im Gegenstrom zum
Inhalt des Mischkneters durchlaufen, indem die Anschlüsse auf der entsprechenden Seite
der Welle vorgesehen werden.
[0049] Neben oder anstelle von mindestens einer der Wellen kann auch der Mantel beheizt
werden. Hierzu wird dieser als Doppelmantel ausgeführt, welcher einen Spalt bildet,
durch den das Temperiermedium strömt. Das Temperiermedium kann den Mantel sowohl im
Gleichstrom als auch im Gegenstrom zum Inhalt des Mischkneters durchlaufen. Möglich
ist auch eine Stromrichtung senkrecht zur Laufrichtung des Inhalts des Mischkneters.
Auch eine Kombination einer solchen Kreuzströmung mit dem Durchlaufen in Stromrichtung
oder Gegenstromrichtung ist denkbar, indem das Temperiermedium beispielweise mäanderförmig
durch den Doppelmantel geleitet wird.
[0050] Als Temperiermedien eignen sich flüssige und gasförmige Medien, insbesondere Wasser,
Wasserdampf, ein Thermalöl oder eine Salzschmelze.
[0051] Die Temperatur, die das Temperiermedium vor dem Eintritt in die mindestens eine Welle
und/oder den Mantel aufweist, wird Eintrittstemperatur genannt. Die nach dem Durchströmen
der mindestens einen Welle und/oder des Mantels gemessene Temperatur des Temperiermediums
wird als Austrittstemperatur bezeichnet.
[0052] Die Eintrittstemperatur des Temperiermediums liegt typischerweise zwischen 20°C und
99°C, bevorzugt im Bereich von 20°C bis 60°C und besonders bevorzugt im Bereich von
30°C bis 60°C. Beim Durchströmen der mindestens einen Welle und/oder des Mantels nimmt
das Temperiermedium Wärme auf, die bei der exothermen Polymerisationsreaktion im Inneren
des Mischkneters entsteht. Die Austrittstemperatur liegt dadurch in der Regel über
der Eintrittstemperatur. Die Temperaturerhöhung hängt von der freiwerdenden Reaktionswärme,
den physikalischen Eigenschaften des Temperiermediums und von dem Volumenstrom des
Temperiermediums ab. Bei vorgegebenem Temperiermedium kann die Temperaturerhöhung
bzw. die Aufnahme von Reaktionswärme aus dem Mischkneter über den Volumenstrom des
Temperiermediums eingestellt werden.
[0053] Bei der Verwendung von Wasser ist es bevorzugt, wenn das Temperiermedium durch die
Aufnahme der Reaktionswärme bis zu seiner Siedetemperatur erwärmt wird. Der Siedepunkt
des Temperiermediums kann gegebenenfalls durch die Verwendung eines über dem Atmosphärendruck
liegenden Betriebsdruck erhöht werden. Typischerweise liegt die Austrittstemperatur
des Temperiermediums im Bereich von 20°C bis 120°C.
[0054] Desweiteren sollte die Temperatur des Temperiermediums nie die Zersetzungstemperatur
der im Mischkneter verarbeiteten Materialen bzw. die Siedetemperatur des im Mischkenter
enthaltenen Gemischs überschreiten. Bei der Herstellung von als Superabsorber eingesetzten
Poly(meth)acrylaten liegt die durch die Zersetzungstemperatur vorgegebene Obergrenze
typischerweise bei ca. 200 °C, der Siedepunkt des enthaltenen Gemischs liegt typischerweise
unterhalb von 120°C. Die Austrittstemperatur des Temperiermediums liegt bevorzugt
im Bereich von 20°C bis 110°C, so dass die Temperatur des Temperiermediums unterhalb
des Siedepunkts des im Mischkneters enthaltenen Gemischs liegt. Der Volumenstrom des
Temperiermediums wird so gewählt, dass die Austrittstemperatur eingehalten wird.
[0055] Bevorzugt wird als Temperiermedium Wasser mit einer Eintrittstemperatur in die Welle
bzw. den Mantel im Bereich von 20 °C bis 99 °C verwendet. Bevorzugt liegt die Eintrittstemperatur
des Temperiermediums im Bereich von 20°C bis 60°C, besonders bevorzugt im Bereich
von 30 °C bis 60 °C. Die Austrittstemperatur des Temperiermediums liegt bei der Verwendung
von Wasser bevorzugt im Bereich von 20°C bis 110°C, besonders bevorzugt im Bereich
von 60°C und 110°C und ganz besonders bevorzugt im Bereich von 80°C bis 105°C.
[0056] In einer Verfahrensvariante wird die mindestens eine Welle und/oder der Mantel beim
Anfahren vor der Zugabe der Edukte vorgeheizt.
[0057] Gemäß dem beanspruchten Verfahren wird die Durchbiegung der mindestens einen Welle
gemessen und die Eintrittstemperatur des Temperiermediums in Abhängigkeit der Durchbiegung
geregelt.
[0058] Die Durchbiegung der Welle kann über eine Messung der Abweichung der Welle von der
radialen Position ermittelt werden. Die radiale Position kann beispielsweise über
mindestens zwei zueinander radial versetzte Messwertaufnehmer oder ein anderes dem
Fachmann bekanntes Verfahren erfasst werden.
[0059] Bevorzugt werden ein oberer Grenzwert und ein unterer Grenzwert für die Durchbiegung
vorgegeben. Bei Überschreiten des oberen Grenzwertes ist die Belastung der Welle zu
hoch und es müssen Maßnahmen zur Senkung der Durchbiegung getroffen werden. Bei Unterschreiten
des unteren Grenzwertes können diese Maßnahmen wieder zurückgenommen werden.
[0060] Liegt die ermittelte Durchbiegung der mindestens einen Welle über dem oberen Grenzwert,
wird die Eintrittstemperatur des Temperiermediums erhöht. Dadurch wird der Verlauf
der Polymerisierungsreaktion beschleunigt und die Verteilung der auf die mindestens
eine Welle einwirkenden Kräfte wird so verändert, dass das Maximum der Kräfte in Richtung
der Zugabestelle verschoben wird, Die Kräfte wirken damit näher am Lager auf der Eduktseite
auf die Welle ein und die Durchbiegung der mindestens einen Welle wird verringert.
[0061] Eine Veränderung der Temperatur des Temperiermediums verändert auch die Temperatur
im Inneren des Mischkneters und beeinflusst somit die im Inneren des Mischkneters
ablaufenden Reaktionen. Da sich dies auch auf das Endprodukt bzw. dessen Qualität
auswirken kann, ist eine unnötige Temperaturerhöhung unerwünscht. Bevorzugt wird deswegen
die Eintrittstemperatur des Temperiermediums gesenkt, falls die ermittelte Durchbiegung
der mindestens einen Welle unterhalb des unteren Grenzwertes liegt, oder falls die
Qualität des Produkts es erfordert.
[0062] In Verfahrensschritt (c) wird das zusammenhängende knetbare Zwischenprodukt von den
Knetbarren weiter durchgeknetet, während sich seine Festigkeit erhöht. Schließlich
wird das zusammenhängende knetbare Zwischenprodukt von den Knetbarren zerrissen und
zerkleinert. Beim Zerreißen des zusammenhängenden knetbaren Zwischenprodukts wirken
weiter Kräfte auf die Wellen ein, bis die Zerkleinerung des Produktes in einen rieselfähigen
Zustand abgeschlossen ist.
[0063] Im Bereich der Entnahmestelle des Mischkneters ist das Produkt zerkleinert und übt
nur noch geringe Belastungen auf die Kneterwellen aus.
[0064] Im letzten Verfahrensschritt (d) wird das Produkt an der Entnahmestelle des Mischkneters
entnommen.
[0065] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher beschrieben.
[0066] Darin zeigt:
- Figur 1
- einen Schnitt durch einen Mischkneter in Draufsicht,
- Figur 2
- eine Skizze des Verlaufs der auf eine Kneterwelle einwirkenden Kräfte in Abhängigkeit
der vom Inhalt des Mischkneters zurückgelegten Strecke.
[0067] Ein Mischkneter 1, wie in Figur 1 dargestellt, umfasst eine Hauptwelle 2 und eine
Putzwelle 3. Sowohl auf der Hauptwelle 2 als auch auf der Putzwelle 3 sind über den
Umfang verteilt Knetbarren 4 angeordnet, die mit Stegen 5 mit der Hauptwelle 2 bzw.
Putzwelle 3 verbunden sind. In der hier dargestellten Ausführungsform sind auf der
Hauptwelle 2, über den Umfang der Hauptwelle 2 verteilt, acht Knetbarren 4 angeordnet.
Im Unterschied dazu sind auf der Putzwelle 3 über den Umfang verteilt nur zwei Knetbarren
4 angeordnet.
[0068] Die Knetbarren 4 sind vorzugsweise U-förmig ausgebildet und greifen - wie in Figur
1 dargestellt - an der Seite, an der die Putzwelle 3 und die Hauptwelle 2 benachbart
sind, ineinander. Hierdurch wird durch die Putzwelle 3 das Material, welches sich
auf der Hauptwelle zwischen den Stegen ansammelt, entfernt. In der hier dargestellten
Ausführungsform, bei der auf der Hauptwelle 2 acht Knetbarren 4 über den Umfang verteilt
angeordnet sind und auf der Putzwelle 3 zwei Knetbarren 4, rotiert die Putzwelle 3
viermal so schnell wie die Hauptwelle 2. Hierdurch wird gewährleistet, dass die Knetbarren
4 der Putzwelle 3 in alle Knetbarren 4 der Hauptwelle 2 eingreifen. Neben der hier
dargestellten Ausführungsform mit acht Knetbarren 4 auf der Hauptwelle 2 und zwei
Knetbarren 4 auf der Putzwelle 3, ist jede beliebige andere Kombination an Knetbarren
4 auf Putzwelle 3 und Hauptwelle 2 denkbar. Anhand der Anzahl der Knetbarren 4 auf
der Hauptwelle 2 und der Putzwelle 3 wird das Drehzahlverhältnis von Hauptwelle 2
zu Putzwelle 3 eingestellt.
[0069] Die Hauptwelle 2 und die Putzwelle 3 sind von einem Gehäuse bzw. Mantel 6 umschlossen.
Um ein Temperieren des Mischkneters 1 zu ermöglichen, ist das Gehäuse 6 vorzugsweise
mit einem Doppelmantel ausgeführt. Hierdurch wird ein Spalt 7 im Gehäuse gebildet,
der von einem Temperiermedium durchströmt werden kann.
[0070] Die Wellen sind vorzugsweise über einen Motor 8 und ein Getriebe 9 angetrieben. Über
das Getriebe ist die Geschwindigkeit der Wellen 2, 3 definiert. So ist es möglich,
dass die Hauptwelle 2 und die Putzwelle 3 mit unterschiedlicher Geschwindigkeit rotieren,
auch ist es möglich, dass die Hauptwelle 2 und die Putzwelle 3 mit gleicher Geschwindigkeit
rotieren, weiterhin können die Hauptwelle 2 und die Putzwelle 3 entweder gleichsinnig
oder gegensinnig betrieben werden.
[0071] Im Gehäuse 6 befinden sich oberhalb der Hauptwelle 2 und der Putzwelle 3 Öffnungen
10, die hier gestrichelt dargestellt sind. Über die Öffnungen 10 können dem Mischkneter
1 Edukte zugeführt werden. Auch ist es möglich, dass das im Mischkneter 1 hergestellte
Produkt über die Öffnungen 10 entgast wird.
[0072] Zur Produktentnahme ist im Gehäuse 6 eine Öffnung 11 ausgebildet. Die Öffnung 11
zur Produktentnahme ist dabei vorzugsweise auf der Seite der Putzwelle 3 angeordnet,
kann aber auch auf der Seite der Hauptwelle 2 angeordnet sein.
[0073] Die Hauptwelle 2 und die Putzwelle 3 erstrecken sich in der in Figur 1 dargestellten
Ausführungsform über die gesamte Länge des Mischkneters 1 und sind beidseitig gelagert.
Zur Lagerung der Wellen 2, 3 sind an den beiden Enden des Mischkneters 1 jeweils Lager
14 angeordnet.
[0074] Zum Heizen der Hauptwelle 2 und der Putzwelle 3 werden diese von einem Temperiermedium
durchströmt. Die mit Bezugszeichen 12 bezeichneten Pfeile zeigen die Stelle, an der
das Temperiermedium der Hauptwelle 2 bzw. Putzwelle 3 zugeführt wird. An der mit Bezugszeichen
13 gekennzeichneten Stelle wird das Temperiermedium wieder aus der Hauptwelle 2 bzw.
Putzwelle 3 abgezogen. Neben der hier dargestellten Temperierung der Putzwelle 3 bzw.
Hauptwelle 2 im Gegenstrom ist auch eine Temperierung der Wellen 2, 3 im Gleichstrom
möglich. Bei einer Temperierung im Gleichstrom wird das Temperiermedium entgegen der
Pfeilrichtung an der mit Bezugszeichen 13 bezeichneten Stelle aufgegeben und an der
mit Bezugszeichen 12 bezeichneten Stelle entnommen.
[0075] In Figur 2 ist sind im Vergleich die ortsabhängige Krafteinwirkung auf eine Welle
des Mischkneters bei Kühlung nach dem Stand der Technik und bei erfindungsgemäßer
Beheizung der Wellen dargestellt. Der Ort bezieht sich dabei auf die vom Inhalt des
Mischkneters durchlaufene Strecke und ist in % bezogen auf die Strecke zwischen der
Zugabestelle und der Entnahmestelle des Mischkneters angegeben.
[0076] Die als gestrichelte Linie dargestellte erste Kurve 21 zeigt den Verlauf der Krafteinwirkung
bei einem Verfahren zum Betrieb eines Mischkneters nach dem Stand der Technik. Die
Reaktion zur Bildung des zusammenhängenden knetbaren Zwischenprodukts läuft in der
Nähe der Zugabestelle nur sehr langsam ab. Dies führt zu einem Kraftverlauf mit einer
geringen Belastung der Wellen in der Nähe der Lager und einer hohen Belastung im mittleren
Teil der Wellen. Bei gleicher Kraft ist die Durchbiegung und damit die Schädigung
der Wellen umso größer, je weiter in der Mitte der Welle die Kraft auf die Welle wirkt.
Typischerweise tritt die größte vom zusammenhängenden knetbaren Zwischenprodukt verursachte
Belastung etwa bei der Hälfte der Strecke zwischen der Zugabestelle und der Entnahmestelle
des Mischkneters auf.
[0077] Die als durchgezogene Linie dargestellte zweite Kurve 22 zeigt den Verlauf der Krafteinwirkung
bei Anwendung des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahrens. Die Reaktion zur Bildung
des zusammenhängenden knetbaren Zwischenprodukts ist deutlich beschleunigt und der
Bereich mit der Größten Krafteinwirkung auf die Wellen liegt näher an der Zugabestelle
des Mischkneters. Da der Ort der Krafteinwirkung im Vergleich zum Stand der Technik
näher an den Lagern auf der Eduktseite der Wellen liegt, kann die Kraft mit einer
geringeren Durchbiegung der Welle auf die Lager übertragen werden. Die Reaktion verläuft
zudem gleichmäßiger und die maximal auftretende Kraft wird geringer.
Bezugszeichenliste
[0078]
- 1
- Mischkneter
- 2
- Hauptwelle
- 3
- Putzwelle
- 4
- Knetbarren
- 5
- Steg
- 6
- Gehäuse
- 7
- Spalt
- 8
- Motor
- 9
- Getriebe
- 10
- Öffnung
- 11
- Öffnung
- 12
- Zulauf Temperiermedium
- 13
- Ablauf Temperiermedium
- 14
- Lager
- 21
- erste Kurve
- 22
- zweite Kurve
1. Verfahren zum Betrieb eines Mischkneters (1), umfassend eine oder mehrere Wellen (2,
3), auf deren Oberflächen Knetbarren (4) angeordnet sind, und die von einem Mantel
(6) umschlossen sind, folgende Schritte umfassend:
(a) Zuführen von Edukten an einer Zugabestelle (10) des Mischkneters (1),
(b) Umsetzen der Edukte in einer exothermen Reaktion, wobei bei der Reaktion zunächst
ein zusammenhängendes knetbares Zwischenprodukt gebildet wird,
(c) Zerreißen und Zerkleinern des zusammenhängenden knetbaren Zwischenprodukts zur
Bildung eines Produkts, wobei gegebenenfalls während des Zerreißens und Zerkleinerns
die exotherme Reaktion andauert,
(d) Entnehmen des Produkts an einer Entnahmestelle (11) des Mischkneters (1),
wobei mindestens eine der Wellen (2, 3) und/oder der Mantel (6) während des Betriebs
des Mischkneters (1) auf eine Temperatur oberhalb von 20 °C geheizt werden und zum
Temperieren ein Temperiermedium verwendet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbiegung der mindestens einen Welle (2, 3) gemessen wird und die Eintrittstemperatur
des Temperiermediums in Abhängigkeit der Durchbiegung geregelt wird.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Welle (2, 3) von einem Temperiermedium durchströmt wird.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (6) als Doppelmantel ausgeführt ist, wobei der Doppelmantel einen Spalt
(7) bildet, durch den ein Temperiermedium strömt.
4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittstemperatur des Temperiermediums erhöht wird, falls die gemessene Durchbiegung
der mindestens einen Welle (2, 3) über einem vorgegebenen oberen Grenzwert liegt.
5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittstemperatur des Temperiermediums gesenkt wird, falls die gemessene Durchbiegung
der mindestens einen Welle (2, 3) unter einem unteren Grenzwert liegt und/oder falls
die Qualität des entnommenen Produkts abnimmt.
6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Temperiermedium die mindestens eine Welle (2, 3) und/oder den Doppelmantel im
Gleichstrom oder im Gegenstrom zum Inhalt des Mischkneters (1) durchläuft.
7. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Temperiermedium Wasser, Wasserdampf, ein Thermalöl oder eine Salzschmelze ist.
8. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittstemperatur des Temperiermediums zwischen 20°C und 99°C liegt.
9. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Temperatur des Temperiermediums unterhalb der Zersetzungstemperatur
der im Mischkneter (1) enthaltenen Materialien und/oder Siedetemperatur der im Mischkenter
enthaltenden Gemischs liegt.
10. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittstemperatur des Temperiermediums zwischen 20°C und 120°C liegt.
11. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Welle (2, 3) und/oder der Mantel (6) vor der Zugabe der Edukte vorgeheizt
werden.
12. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der Edukte vor dem Eintritt in den Mischkneter (1) zwischen 5°C und
30°C liegt.
13. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass als Edukt ein wasserlösliches, monoethylenisch ungesättigtes Monomer, insbesondere
Acrylsäure oder Methacrylsäure, zugegeben wird.
14. Verfahren gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass als weiteres Edukt ein mindestens zwei ethylenisch ungesättigte Doppelbindungen enthaltender
Vernetzer zugegeben wird.
15. Verfahren gemäß Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass als weiteres Edukt ein wasserunlösliches monoethylenisch ungesättigtes Monomer, insbesondere
Hydroxyethylacrylat, Hydroxypropylacrylat, Hydroxyethylmethacrylat, Hydroxypropylmethacrylat,
Acrylnitril und/oder Methacrylnitril, zugegeben wird.
16. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass als weiteres Edukt ein Polymerisationsinitiator, insbesondere ein Redoxsystem bestehend
aus Wasserstoffperoxid, Natriumperoxodisulfat und Ascorbinsäure, zugegeben wird.
1. A process for operating a mixing kneader (1), comprising one or more shafts (2, 3)
on whose surfaces are disposed kneading bars (4) and which are surrounded by a casing
(6), comprising the following steps:
(a) supplying reactants at an addition site (10) in the mixing kneader (1),
(b) converting the reactants in an exothermic reaction, the reaction at first forming
a coherent kneadable intermediate,
(c) tearing and dividing the coherent kneadable intermediate to form a product, the
exothermic reaction optionally continuing during the tearing and division,
(d) withdrawing the product at a withdrawal site (11) in the mixing kneader (1),
wherein at least one of the shafts (2, 3) and/or the casing (6) is heated to a temperature
above 20°C during the operation of the mixing kneader (1) and a temperature control
medium is used for temperature control, wherein the bending of the at least one shaft
(2, 3) is measured and the inlet temperature of the temperature control medium is
regulated as a function of the bending.
2. The process according to claim 1, wherein a temperature control medium flows through
the at least one shaft (2, 3).
3. The process according to claim 1 or 2, wherein the casing (6) is designed as a jacket,
and the jacket forms a gap (7) through which a temperature control medium flows.
4. The process according to any of claims 1 to 3, wherein the inlet temperature of the
temperature control medium is increased if the measured bending of the at least one
shaft (2, 3) is above a given upper limit.
5. The process according to any of claims 1 to 4, wherein the inlet temperature of the
temperature control medium is lowered if the measured bending of the at least one
shaft (2, 3) is below a lower limit and/or if the quality of the product withdrawn
decreases.
6. The process according to any of claims 1 to 5, wherein the temperature control medium
runs through the at least one shaft (2, 3) and/or the jacket in cocurrent or in countercurrent
to the contents of the mixing kneader (1).
7. The process according to any of claims 1 to 6, wherein the temperature control medium
is water, steam, a thermal oil or a salt melt.
8. The process according to any of claims 1 to 7, wherein the inlet temperature of the
temperature control medium is between 20°C and 99°C.
9. The process according to any of claims 1 to 8, wherein the maximum temperature of
the temperature control medium is below the decomposition temperature of the materials
present in the mixing kneader (1) and/or boiling temperature of the mixture present
in the mixing kneader.
10. The process according to any of claims 1 to 9, wherein the outlet temperature of the
temperature control medium is between 20°C and 120°C.
11. The process according to any of claims 1 to 10, wherein at least one shaft (2, 3)
and/or the casing (6) is preheated prior to the addition of the reactants.
12. The process according to any of claims 1 to 11, wherein the temperature of the reactants
prior to entry into the mixing kneader (1) is between 5°C and 30°C.
13. The process according to any of claims 1 to 12, wherein the reactant added is a water-soluble,
monoethylenically unsaturated monomer, especially acrylic acid or methacrylic acid.
14. The process according to claim 13, wherein the further reactant added is a crosslinker
comprising at least two ethylenically unsaturated double bonds.
15. The process according to claim 13 or 14, wherein the further reactant added is a water-insoluble
monoethylenically unsaturated monomer, especially hydroxyethyl acrylate, hydroxypropyl
acrylate, hydroxyethyl methacrylate, hydroxypropyl methacrylate, acrylonitrile and/or
methacrylonitrile.
16. The process according to any of claims 13 to 15, wherein the further reactant added
is a polymerization initiator, especially a redox system consisting of hydrogen peroxide,
sodium peroxodisulfate and ascorbic acid.
1. Procédé pour l'exploitation d'un malaxeurmélangeur (1), comprenant un ou plusieurs
arbres (2, 3), sur les surfaces desquels sont disposées des barres de malaxage (4),
et qui sont entourés d'une enveloppe (6), comprenant les étapes suivantes :
(a) amenée de produits de départ à un point de charge (10) du malaxeur-mélangeur (1),
(b) conversion des produits de départ dans une réaction exothermique, avec, lors de
la réaction, d'abord formation d'un produit intermédiaire malaxable continu,
(c) déchiquetage et broyage du produit intermédiaire malaxable continu pour former
un produit, la réaction exothermique persistant éventuellement pendant le déchiquetage
et le broyage,
(d) prélèvement du produit en un point de prélèvement (11) du malaxeur-mélangeur (1),
dans lequel au moins l'un des arbres (2, 3) et/ou l'enveloppe(6) sont, pendant l'exploitation
du malaxeurmélangeur (1), chauffés à une température supérieure à 20°C, un fluide
de mise en température étant utilisé pour la mise en température,
caractérisé en ce qu'on mesure la courbure du ou des arbres (2, 3), et on ajuste en fonction de la courbure
la température d'entrée du fluide de mise en température.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ou les arbres (2, 3) sont traversés par un fluide de mise en température.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'enveloppe (6) est conçue comme une double enveloppe, la double enveloppe formant
une fente (7) par laquelle s'écoule le fluide de mise en température.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'on élève la température d'entrée du fluide de mise en température dans le cas dans
lequel la courbure mesurée du ou des arbres (2, 3) est supérieure à une valeur limite
supérieure prédéfinie.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on abaisse la température d'entrée du fluide de mise en température dans le cas dans
lequel la courbure mesurée du ou des arbres (2, 3) est inférieure à une valeur limite
inférieure et/ou si la qualité du produit prélevé diminue.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le fluide de mise en température traverse le ou les arbres (2, 3) et/ou la double
enveloppe à co-courant ou à contre-courant par rapport au contenu du malaxeur-mélangeur
(1).
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le fluide de mise en température est l'eau, la vapeur d'eau, une huile thermique
ou un sel fondu.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la température d'entrée du fluide de mise en température est comprise entre 20°C
et 99°C.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la température maximale du fluide de mise en température est inférieure à la décomposition
des matériaux contenus dans le malaxeurmélangeur (1) et/ou à la température d'ébullition
du mélange contenu dans le malaxeur-mélangeur.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la température de sortie du fluide de mise en température est comprise entre 20°C
et 120°C.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'au moins un arbre (2, 3) et/ou l'enveloppe (6) sont préchauffés avant introduction
des produits de départ.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la température des produits de départ avant leur entrée dans le malaxeur-mélangeur
(1) est comprise entre 5°C et 30°C.
13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'on introduit en tant que produit de départ un monomère soluble dans l'eau à insaturation
monoéthylénique, en particulier l'acide acrylique ou l'acide méthacrylique.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'on introduit en tant que produit de départ supplémentaire un agent de réticulation
contenant au moins deux doubles liaisons à insaturation éthylénique.
15. Procédé selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce qu'on introduit en tant que produit de départ un monomère insoluble dans l'eau à insaturation
monoéthylénique, en particulier de l'acrylate d'hydroxyéthyle, de l'acrylate d'hydroxypropyle,
du méthacrylate d'hydroxyéthyle, du méthacrylate d'hydroxypropyle, de l'acrylonitrile
et/ou du méthacrylonitrile.
16. Procédé selon l'une des revendications 13 à 15, caractérisé en ce qu'on introduit en tant que produit de départ supplémentaire un amorceur de polymérisation,
en particulier un système rédox constitué de peroxyde d'hydrogène, de peroxodisulfate
de sodium et d'acide ascorbique.