[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zerkleinerungsmaschine gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Zerkleinerungsmaschinen mit mindestens zwei Messerwellen sind beispielsweise aus
der
US 37 510 A und der
JP 2003 251211 A bekannt. Sie dienen beispielsweise der Zerkleinerung von Wertstoffen, wie beispielsweise
ummantelten Kupferkabeln, Reifen, etc., um sie beispielsweise einem weiteren Recyclingprozess
zuzuführen.
[0003] Derartige Zerkleinerungsmaschinen sind hohen Belastungen ausgesetzt und insbesondere
deren Messerwellen müssen von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden. Bei Zerkleinerungsmaschinen
gemäß dem Stand der Technik erfordert die Wartung sehr viel Zeit und Aufwand, wodurch
letztendlich hohe Betriebskosten entstehen. Verbesserungsbedarf besteht demnach bei
der Wartungsfreundlichkeit derartiger Zerkleinerungsmaschinen.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin eine verbesserte Zerkleinerungsmaschine
bereitzustellen, insbesondere eine Zerkleinerungsmaschine bereitzustellen die wartungsfreundlicher
sein kann.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Zerkleinerungsmaschine mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Dadurch, dass mindestens eine Lageraufnahme vorgesehen ist, die einen Grundkörper
und eine gegenüber dem Grundkörper verschwenkbare Brücke umfasst, können die Messerwellen
rasch entfernt bzw. wieder eingebaut werden, da die Lageraufnahme durch Aufklappen
der Brücke rasch geöffnet und die Messerwellen entsprechend schnell entnommen bzw.
durch Zuklappen eine in die Lageraufnahme eingesetzte Messerwelle rasch wieder fixiert
werden kann.
[0007] Erfindungsgemäß ist zudem vorgesehen, dass mindestens eine Messerwelle, vorzugsweise
beide Messerwellen, endseitig mit mindestens einer Lagerplatte ausgestattet sind,
wobei die Lagerplatte mit einem Standfuß ausgestattet ist, der, bezogen auf die Drehachse
der Messerwelle einen größeren Abstand von der Drehachse aufweist, als der größte
Radius der Messerwelle und/oder die Lagerplatte mit einer Öffnung zum Einhaken eines
Kranhakens bzw. zum Anschluss an einen Kran ausgestattet ist und/oder die Lagerplatte
mit einem Anschluss für das Lager der Messerwelle ausgestattet ist. Hierdurch kann
ebenfalls eine wartungsfreundliche Zerkleinerungsmaschine bereitgestellt werden. Beachtlich
ist hierbei insbesondere, dass die Lagerplatte zahlreiche Aufgaben wahrnehmen und
daher als Multifunktional bezeichnet werden kann. Mittels dem Standfuß kann die Messerwelle
beispielsweise auf dem Boden oder einer geeigneten Werkbank abgestellt werden, ohne
dass die Messer der Welle selbst oder der Boden bzw. die Unterlage in Mitleidenschaft
gezogen werden. Durch die Öffnung zum Einhaken, kann die Messerwelle unmittelbar an
den Lagerplatten per Kran eingehakt und herausgehoben bzw. eingesetzt werden. Eine
separate Befestigung, beispielsweise mittels Bändern, Ketten oder Riemen, kann entfallen.
Die Lager der Messerwellen werden grundsätzlich durch die Lageraufnahmen des Rahmens
gehalten. Zusätzlich können die Lager auch noch durch entsprechende Anschlüsse in
den Lagerplatten aufgenommen und fixiert werden.
[0008] Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich insbesondere aus den Unteransprüchen.
Die Merkmale der Unteransprüche können grundsätzlich beliebig miteinander kombiniert
werden.
[0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorgeschlagenen Erfindung kann
vorgesehen sein, dass der Rahmen mindestens eine erste Seitenwand, eine zweite Seitenwand,
eine erste Stirnwand und eine zweite Stirnwand umfasst, die vorzugsweise einen rechteckförmigen
Rahmen bilden. In einem rechteckförmigen Rahmen können die zwei Messerwellen vorteilhaft
aufgenommen werden, insbesondere parallel zu den Seitenwänden.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorgeschlagenen Erfindung kann
vorgesehen sein, dass eine erste Lageraufnahme, umfassend einen Grundkörper und eine
gegenüber dem Grundkörper verschwenkbare Brücke, in der ersten Stirnwand vorgesehen
ist oder die erste Stirnwand bilden, wobei eine zweite Lageraufnahme, umfassend einen
Grundkörper und eine gegenüber dem Grundkörper verschwenkbare Brücke, in der zweiten
Stirnwand vorgesehen ist oder die Stirnwand bilden, wobei die Brücken jeweils zwei
halbkreisförmige Aussparungen und die Grundkörper jeweils zwei halbkreisförmige Aussparungen
aufweisen. Die halbkreisförmigen Aussparungen von Grundkörper und Brücke komplettieren
sich in einem geschlossenen Zustand von Brücke und Grundkörper, sprich in einem Betriebszustand
der Zerkleinerungsmaschine, zu zwei Aufnahmen für je ein Lager der zwei Messerwellen,
sprich mit zwei derart ausgestalteten Brücken und Grundkörpern lassen sich insgesamt
vier Aufnahmen für die vier Lager der zwei Messerwellen in der Zerkleinerungseinrichtung
darstellen. Es sei angemerkt, dass die Messerwelle auch mit mehr Lagern gelagert werden
kann. Die Beschreibung geht hier von einer Standardlagerung durch zwei Lager je Messerwelle
aus. Soweit die Kombination aus Grundkörper und Brücke sich in einem geschlossenen
Zustand zu einer Wand komplettieren, kann diese vollständig als Stirnwand genutzt
werden. Grundsätzlich können auch mehr als zwei halbkreisförmige Aussparungen je Grundkörper
bzw. Brücke vorgesehen sein, so dass sich auch entsprechend mehr Messerwellen in der
jeweiligen Lageraufnahme aufnehmen lassen bzw. hierdurch auch Zerkleinerungsmaschinen
mit mehr als zwei Messerwellen realisiert werden können.
[0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorgeschlagenen Erfindung kann
vorgesehen sein, dass die Zerkleinerungsmaschine einen Trichter zur Zuführung von
Wertstoffen zu den Messerwellen umfasst, wobei der Trichter an mindestens einer Brücke,
vorzugsweise an der Brücke der ersten Lageraufnahme und an der Brücke der zweiten
Lageraufnahme, angebracht ist. Der Trichter kann mit einer Nachdrückeinrichtung verschraubt
werden, welche die Materialzufuhr unterstützt. Soweit der Trichter an der gegenüber
dem Grundkörper schwenkbaren Brücke, vorzugsweise an beiden gegenüber den Grundkörpern
verschwenkbaren Brücken, angebracht ist, kann, gewissermaßen in einem Arbeitsgang,
der Trichter, ggf. incl. Nachdrückeinrichtung, zur Seite geschwenkt und die Messerwellen
für einen Ausbau freigelegt werden. Nach der Instandsetzung der Messerwellen bzw.
dem Einsetzen neuer oder anderer Messerwellen, können die Brücken wieder zurückgeklappt
werden, wodurch einerseits der Trichter, ggf. mit der Nachdrückeinrichtung, wieder
in eine Betriebsposition geschwenkt wird und andererseits die Lageraufnahme wieder
verschossen werden kann.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorgeschlagenen Erfindung kann
vorgesehen sein, dass ein spielfreies, mindestens aber spielreduziertes Lager, zwischen
dem Grundkörper und der Brücke vorgesehen ist. Hierdurch ergibt sich eine spielreduzierte,
vorzugsweise spielfreie, Lagerung der Brücke, die wiederum einen Kräftefluss direkt
in den Rahmen ermöglicht. Zudem ist das Lager vorzugsweise wartungsfrei.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorgeschlagenen Erfindung kann
vorgesehen sein, dass mindestens ein lösbares Fixiermittel zwischen der Brücke und
dem Grundkörper vorgesehen ist. Es können entsprechend auch mehrere lösbare Fixiermittel
vorgesehen sein.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorgeschlagenen Erfindung kann
vorgesehen sein, dass der Grundkörper U-förmig ausgebildet ist und eine Längsseite,
einen ersten Schenkel und einen zweiten Schenkel aufweist, wobei die Brücke L-förmig
ausgebildet ist und eine Längsseite und einen Schenkel aufweist, wobei das Fixiermittel
umfasst:
- mindestens zwei Bohrungen in dem zweiten Schenkel des Grundkörpers, zwei Gewindebohrungen
stirnseitig der Längsseite der Brücke und zwei Schrauben, wobei die zwei Bohrungen
parallel zur Längsseite des Grundkörpers verlaufen und die Gewindebohrungen parallel
zur Längsseite der Brücke verlaufen, wobei die Schrauben durch die Bohrungen in die
Gewindebohrungen eingeschraubt sind, und/oder
- mindestens eine Konsole mit einer schwenkbaren Gewindestange an dem Grundkörper oder
der Brücke und mindestens eine Aufnahme an der Brücke oder dem Grundkörper, wobei
die Gewindestange in die Aufnahme eingeschenkt und mittels einer Mutter fixiert werden
kann, und/oder
- mindestens eine erste Bohrung und eine zweite Bohrung in der Lagerplatte, sowie eine
Gewindebohrung in dem Grundkörper und eine Gewindebohrung in der Brücke, sowie zwei
Gewindebolzen, wobei die Gewindebolzen durch die Bohrungen in die Gewindebohrungen
eingeschraubt sind, und/oder
- eine erste halbkreisförmige Bohrung in der Brücke, eine zweite halbkreisförmige Bohrung
in dem Grundkörper, die sich in einem Betriebszustand der Zerkleinerungsmaschine zu
einer kreisförmigen Bohrung komplettieren, sowie ein in diese Bohrung lösbar eingesetzten
Sicherungsbolzen.
[0015] Diese Bolzen, Bohrungen und Fixiermittel ermöglichen eine spielfreie, mindestens
aber spielreduzierte, Verbindung von Grundkörper und Brücke, welche einen Kraftschluss
in Richtung Grundkörper realisieren.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorgeschlagenen Erfindung kann
vorgesehen sein, dass der Anschluss der Lagerplatte für das Lager der Messerwelle
als Lagerring ausgestattet ist, wobei der Lagerring und die Lagerplatte wahlweise
einstückig ausgestaltet ist oder der Lagerring mit der Lagerplatte verbunden ist.
Über den Lagerring kann das Lager vorteilhafter in der Lageraufnahme aufgenommen werden,
insbesondere wir der Außenring des Lagers durch den Lagerring geschützt.
[0017] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Zerkleinerungsmaschine in einem Betriebszustand in einer perspektivischen
Ansicht;
- Fig. 1a
- eine erfindungsgemäße Zerkleinerungsmaschine in einem Betriebszustand in einer perspektivischen
Ansicht;
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Zerkleinerungsmaschine in einem Wartungszustand in einer perspektivischen
Ansicht (lediglich aufgeschwenkte Brücken bzw. gekippter Trichter);
- Fig. 3
- eine erfindungsgemäße Zerkleinerungsmaschine in einem Betriebszustand in einer seitlichen
Ansicht;
- Fig. 4
- eine erfindungsgemäße Zerkleinerungsmaschine in einem Betriebszustand in einer Ansicht
von Oben;
- Fig. 4a
- eine erfindungsgemäße Zerkleinerungsmaschine in einem Betriebszustand in einer Ansicht
von Oben (ohne Trichter);
- Fig. 5
- eine Messerwelle mit Lagerplatten in einer seitlichen Ansicht;
- Fig. 6
- eine Messerwelle mit Lagerplatten in einer Ansicht von vorne;
- Fig. 7
- ein Grundkörper in einer seitlichen Ansicht;
- Fig. 8
- Grundkörper in einer Ansicht von vorne, nebst Seitenwand;
- Fig. 9
- eine Brücke in einer seitlichen Ansicht;
- Fig. 10
- eine Brücke in einer Ansicht von vorne;
- Fig. 11
- eine Lagerplatte in einer Ansicht von vorne;
- Fig. 12
- eine Lagerplatte in einer seitlichen Ansicht;
- Fig. 13
- Details einer erfindungsgemäßen Zerkleinerungsmaschine in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 14
- Details einer erfindungsgemäßen Zerkleinerungsmaschine in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 15
- Details einer erfindungsgemäßen Zerkleinerungsmaschine in einer perspektivischen Ansicht.
- Fig. 16
- Flansch der Antriebseinrichtung bzw. Antriebsmittels;
- Fig. 17
- Flansch einer Messerwelle;
- Fig. 18
- Abstreifer;
- Fig. 19
- Abstreifer in einer Einbausituation;
- Fig. 20
- Abstreifer mit zwei Schrauben;
- Fig. 21
- ein Schnitt durch eine bevorzugte Ausgestaltung einer Aufnahme eines Lager einer Messerwelle
mit einem Lagerring.
[0018] Folgende Bezugszeichen werden in den Abbildungen verwendet:
- 1
- Antriebseinrichtung
- 2
- Zerkleinerungseinrichtung
- 3
- Trichter
- 4
- Gestell
- 5
- Nachdrückeinrichtung
- 11
- erstes Antriebsmittel
- 12
- zweites Antriebsmittel
- 13
- Motor
- 14
- Getriebe
- 15
- Feder- und/oder Dämpferelement
- 16
- Flansch (Antriebsmittel)
- 21
- erste Messerwelle
- 22
- zweite Messerwelle
- 23
- Rahmen
- 24
- Abstreifer
- 25
- Lager (der Messerwelle)
- 26
- Flansch (der Messerwelle)
- 27
- erste Seitenwand
- 28
- zweite Seitenwand
- 29
- erste Stirnwand
- 30
- zweite Stirnwand
- 31
- Distanzraum (der Abstreifer)
- 32
- Distanzbuchse (auf der Welle)
- 33
- Messerscheibe
- 34
- Drehachse
- 35
- Verstärkungsrippe
- 36
- Bohrung (des Flansches)
- 37
- Grundkörper
- 37a
- Grundkörper
- 38
- Brücke
- 38a
- Brücke
- 39
- spielreduziertes Lager
- 40
- Längsseite (des Grundkörpers)
- 41
- erster Schenkel (des Grundkörpers)
- 42
- zweiter Schenkel (des Grundkörpers)
- 43
- Bohrung (des Schenkels / des Grundkörpers)
- 44
- Konsole mit schwenkbarer Gewindestange
- 45
- Gewindebohrung (in der Längsseite / Grundkörper)
- 46
- halbkreisförmige Aussparung (in dem Grundkörper)
- 46a
- halbkreisförmige Aussparung (in dem Grundkörper)
- 47
- Längsseite (in der Brücke)
- 48
- Schenkel (in der Brücke)
- 49
- halbkreisförmige Aussparung (in der Brücke)
- 49a
- halbkreisförmige Aussparung (in der Brücke)
- 50
- Gewindebohrung (in der Stirnwand Brücke)
- 51
- Aufnahme (in der Brücke)
- 52
- Gewindebohrung (in der Längsseite Brücke)
- 53
- Lagerplatte
- 54
- erste Bolzendurchführung (in der Lagerplatte)
- 55
- zweite Bolzendurchführung (in der Lagerplatte)
- 56
- Wellendurchführung (in der Lagerplatte)
- 57
- Standfuß
- 58
- Öffnung (in der Lagerplatte für Krananschluss)
- 59
- Gewindebohrung (in dem Abstreifer)
- 60
- Haken (in dem Abstreifer)
- 61
- Mitnehmer
- 61a
- Ausnehmung (für Mitnehmer)
- 62
- Leiste
- 63
- Bohrung (in der Leiste)
- 64
- Gewindebolzen
- 65
- Schraube (in dem Abstreifer)
- 66
- erste halbkreisförmige Bohrung (für Sicherungsbolzen)
- 67
- zweite halbkreisförmige Bohrung (für Sicherungsbolzen)
- 68
- Sicherungsbolzen
- 69
- Schraube
- 70
- Welle
- 71
- Lagerring
- 72
- Schraube
[0019] Eine erfindungsgemäße Zerkleinerungsmaschine, insbesondere Rotorschere oder Rotorreißer,
umfasst im Wesentlichen eine Antriebseinrichtung 1, eine Zerkleinerungseinrichtung
2 und einen auf der Zerkleinerungseinrichtung 2 angebrachten Trichter 3 ggf. mit einer
Nachdrückeinrichtung 5. Die Antriebseinrichtung 1 und die Zerkleinerungseinrichtung
2 sind vorzugsweise auf einem Gestell 4 angebracht.
[0020] Die Antriebseinrichtung umfasst im Wesentlichen ein erstes Antriebsmittel 11 und
ein zweites Antriebsmittel 12. Die Antriebsmittel sind im Wesentlichen baugleich ausgestaltet,
so dass nachfolgend lediglich ein Antriebsmittel näher beschrieben werden soll. Das
Antriebsmittel kann beispielsweise einen Elektromotor 13 mit nachgeschaltetem Getriebe
14 umfassen. Vorzugsweise ist eine Leistung pro Antriebsmittel von mehr als 30 kW
vorgesehen. In einer bevorzugten Ausführungsform weist jedes Antriebsmittel 95 kW
auf.
[0021] Die Antriebseinrichtung, insbesondere das Antriebsmittel, ist vorzugsweise mittels
Feder- und/oder Dämpferelementen 15 auf dem Gestell 4 angebracht. Bei dem Feder- und/oder
Dämpferelement kann es sich beispielsweise um eine Gummifeder handeln.
[0022] Die Zerkleinerungseinrichtung 2 umfasst im Wesentlichen eine erste Messerwelle 21,
eine zweite Messerwelle 22, einen Rahmen 23, eine Anzahl von Abstreifern 24, Lager
25 für die Messerwellen und Lageraufnahmen für die Messerwellen bzw. für die Lager
25 der Messerwellen 21, 22.
[0023] Die Messerwellen 21, 22 können, je nach Ausführungsform der Zerkleinerungsmaschine
als Rotorschere oder Rotorreißer, entsprechend als Scherenwelle oder Reißerwelle ausgestaltet
sein.
[0024] Beide Scherenwellen 21, 22 zusammen werden auch Schneidwellensatz genannt. Beide
Reißerwellen werden auch als Reißerwellensatz bezeichnet.
[0025] Der Rahmen 23 weist im Wesentlichen eine erste Seitenwand 27, eine zweite Seitenwand
28, eine erste Stirnwand 29 und eine zweite Stirnwand 30 auf. Die Seitenwände 27,
28 und die Stirnwände 28, 29 bilden in der Draufsicht einen rechteckförmigen Rahmen.
Entlang des Rahmens, insbesondere der Seitenwände 27, 28 des Rahmens, sind Abstreifer
24 angebracht, die senkrecht von den Seitenwänden 27, 28 in den Rahmen 23 hervorstehen.
Die einzelnen Abstreifer 24 einer Seitenwand weisen in Längsrichtung zwischen sich
einen Abstand auf, so dass Distanzräume 31 zwischen den Abstreifern 24 entstehen.
[0026] Eine Messerwelle 21, 22 weist im Wesentlichen eine Welle 70, eine Anzahl von Messerscheiben
33 und eine Anzahl von Distanzbuchsen 32 auf. Die Messerscheiben 33 sind im Wesentlichen
als um die Welle umlaufende Erhöhungen gegenüber der Welle ausgestaltet, die umfangsseitig
mit Einzugshaken versehen sind. Mit anderen Worten sind auf der Welle in axialen Abständen
kreissägenblattähnliche breitere Scheiben angebracht. Zwischen den Messerscheiben
33 sind Distanzbuchsen 32 vorgesehen. Die Messerwelle 21, 22 weist eine Drehachse
34 auf. Bezogen auf die Drehachse 34 weisen die Messerscheiben 33 einen größeren Radius
als die Welle 70 bzw. die Distanzbuchsen 32 auf. Die Messerwelle 21, 22 kann einteilig,
sprich aus einem Stück, aber auch mehrteilig ausgestaltet sein.
[0027] Es sind mindestens zwei Messerwellen, sprich eine erste Messerwelle 21 und eine zweite
Messerwelle 22, in der Zerkleinerungsmaschine, insbesondere in dem Rahmen 23, drehbar
aufgenommen. Die Messerwellen 21, 22 bzw. die Drehachsen 34 der Messerwellen verlaufen
dabei parallel zu den Seitenwände 27, 28 des Rahmens. Die erste Messerwelle 21 ist
dabei der ersten Seitenwand 27 zugewandt und die Messerscheiben 33 der ersten Messerwelle
21 laufen durch die Distanzräume 31 der Abstreifer 24 der ersten Seitenwand 27. Die
zweite Messerwelle 22 ist der zweiten Seitenwand 28 zugewandt und die Messerscheiben
33 der zweiten Messerwelle 22 laufen durch die Distanzräume 31 der Abstreifer 24 der
zweiten Seitenwand 28. Ferner laufen die Messerscheiben 33 der ersten Messerwelle
21 durch die Distanzräume der zweiten Messerwelle 22 und die Messerscheiben 33 der
zweiten Messerwelle 22 durch die Distanzräume der ersten Messerwelle 21.
[0028] Eine Ausführungsform der Zerkleinerungsmaschine als Rotorschere zeichnet sich im
Vergleich zu der Ausführungsform als Rotorreißer im Hinblick auf die Messerwellen
bzw. die Messerscheiben insbesondere dadurch aus, dass die Messerscheiben enger oder
mit einem größeren Abstand zusammenlaufen, wodurch sich unterschiedliche Zerkleinerungsmechanismen
ergeben. Insbesondere durch den größeren Abstand der Messerschneiden in der Ausführungsform
als Rotorreißer werden die Wertstoffe im Wesentlichen zerrissen und weniger zerschnitten,
wie es bei der Rotorschere der Fall ist, bei der die Messerscheiben tendenziell mit
geringerem Abstand zueinander zusammenlaufen. Die Durchsatzleistung ist bei der Rotorreißerausführung
verfahrensbedingt in der Regel höher als bei der Rotorscherenausführung.
[0029] In einer üblichen Gebrauchsstellung bzw. Betriebszustand ist der Trichter 3 oberhalb
der Zerkleinerungseinrichtung 2 angebracht. Der Trichter 3 kann aber auch in eine
Wartungsposition bzw. Wartungszustand verschwenkt werden. Hierauf wird weiter unten
weiter eingegangen werden.
[0030] Die Funktion der Zerkleinerungsmaschine stellt sich wie folgt dar. Die erste Messerwelle
21 wird von dem ersten Antriebsmittel 11 und die zweite Messerwelle 22 wird von dem
zweiten Antriebsmittel 12 in Drehung versetzt. Vorzugsweise ist das erste Antriebsmittel
11 hierzu auf einer Seite des Rahmens 23 und das zweite Antriebsmittel 12 auf der
anderen Seite des Rahmens 23 angebracht. Im normalen Betriebszustand ist die Drehrichtung
der beiden Messerwellen 21, 22 vorzugsweise zur Maschinenmitte gesteuert.
[0031] Nunmehr können Wertstoffe, wie beispielsweise ummantelte Kupferkabel, Reifen, etc.
in den Trichter 3 eingeworfen werden. Durch die Zerkleinerungseinrichtung, insbesondere
zwischen den Messerwellen 21, 22 bzw. den Abstreifern 24, werden die Wertstoffe zerkleinert
und teilweise in ihre Bestandteile zerlegt. Die zerkleinerten Wertstoffe fallen aus
der Zerkleinerungseinrichtung 2 heraus, beispielsweise in einen Auffangbehälter (nicht
dargestellt), der unter der per Gestell 4 aufgeständerten Zerkleinerungseinrichtung
aufgestellt ist.
[0032] Die hier vorgeschlagene Zerkleinerungsmaschine zeichnet sich insbesondere durch besonders
vorteilhafte Eigenschaften aus.
[0033] Grundsätzlich besteht ein Bedarf, die Zerkleinerungsmaschine möglichst leicht zu
bauen. Andererseits wirken beachtliche Kräfte bei der Zerkleinerung der Wertstoffe
auf die Zerkleinerungsmaschine ein, so dass entsprechend viel und stabiles, leider
auch schweres, Material verbaut werden muss. Als Material kommt jedoch grundsätzlich
Stahl in Frage.
[0034] Vor diesem Hintergrund wird vorgeschlagen, den Rahmen 23 bzw. mindestens ein Element
des Rahmens 23, vorzugsweise mindestens eine Wand, insbesondere beide Seitenwände
27, 28, mit Verstärkungsrippen 35 auszustatten. Soweit beispielsweise von einer rechteckförmigen
Gestalt der Seitenwand 27, 28 ausgegangen wird, verlaufen die Verstärkungsrippen 35
vorzugsweise diagonal, insbesondere von einer Ecke zu der gegenüberliegenden Ecke.
Bei den Verstärkungsrippen 35 handelt es sich vorzugsweise um längliche und flache
Profile, die insbesondere senkrecht auf der Fläche der Seitenwand stehen. Die Verstärkungsrippen
können einteilig mit der Seitenwand, aber auch als separate Elemente ausgestaltet
sein. In der Ausführung als separate Elemente sind die Verstärkungsrippen entsprechend
endseitig in den Ecken fixiert. In einer Draufsicht auf die Seitenwand ergibt sich
vorzugsweise eine X-förmige Gestalt der Verstärkungsrippen.
[0035] Auch die Wände des Trichters 3 können mit derartigen Verstärkungsrippen 35 ausgestattet
sein.
[0036] Durch die Verstärkungsrippen 35 kann bei gleicher oder sogar höherer Stabilität der
Zerkleinerungsmaschine leichter gebaut werden, beispielsweise kann die Seitenwand
27, 28 bei gleicher zu erwartender Belastung dünner oder aus einem anderen Material
ausgeführt sein, als sie für eine zu erwartende Belastung ohne Verstärkungsrippen
sein müsste.
[0037] Ferner besteht ein Bedarf, die Zerkleinerungsmaschine möglichst wartungsfreundlich
auszuführen, insbesondere eine schnelle und unproblematische Wartung bzw. Reparatur
zu ermöglichen. Hierzu verfügt die vorgeschlagene Zerkleinerungsmaschine über einige
vorteilhafte und erfinderische technische Einrichtungen.
[0038] Hier ist zunächst der Anschluss der Antriebseinrichtung, insbesondere der Antriebsmittel
11, 12 an die Messerwellen 21, 22 zu nennen, der vorzugsweise mittels einer Schnellwechselkupplung
erfolgt. Nachfolgend wird die Verbindung zwischen dem ersten Antriebsmittel und der
ersten Messerwelle beschrieben. Der Anschluss von zweitem Antriebsmittel an die zweite
Messerwelle erfolgt identisch.
[0039] Die Schnellwechselkupplung umfasst im Wesentlichen einen ersten Flansch 16 und einen
zweiten Flansch 26. Der erste Flansch ist mit dem jeweiligen Antriebsmittel 11, 12
und der zweite Flansch 26 ist mit der zugeordneten Messerwelle 21, 22 verbunden. Sowohl
der erste Flansch 16, als auch der zweite Flansch 26 weisen lediglich je drei Bohrungen
36 auf. Im montierten Zustand fluchten die Bohrungen 36 von erstem Flansch 16 und
zweitem Flansch 26, so dass Schrauben 72 hindurchgesteckt werden können. Die Schrauben
werden mittels Muttern fixiert. Ferner ist nur ein Mitnehmer 61 zwischen den Flanschen
16, 26 vorgesehen. Der an dem einen Flansch befestigte Mitnehmer 61 ist in einer Ausnehmung
61a des anderen Flansches aufgenommen, die jeweils in radialer Richtung in dem Flansch
eingebracht ist. Der Mitnehmer 61 muss beim Wellenwechsel nicht demontiert werden.
Die Schnellwechselkupplung mit nur einem fest montierten Mitnehmer 61 erleichtert
die Wellendemontage durch Lösen von nur drei Schrauben 72 pro Kupplung.
[0040] Ferner ist die Ausgestaltung der Lageraufnahmen für die Messerwellen im Zusammenhang
mit einer vorteilhaften Wartung zu nennen. Im Hinblick auf die bereits oben beschriebene
Anordnung der Messerwellen in dem Rahmen, sind die Lageraufnahmen in den Stirnwänden
29, 30 vorgesehen bzw. die Lageraufnahmen werden durch die Stirnwände gebildet. Da
die Lageraufnahmen im Wesentlichen identisch ausgebildet sind, wird nachfolgend im
Wesentlichen auf eine Lageraufnahme Bezug genommen.
[0041] Die Messerwellen 21, 22 sind grundsätzlich mittels Wälzlagern, beispielsweise mittels
Kugel- oder Rollenlager, in dem Rahmen 23 gelagert. Es kommen aber auch andere Lagerarten,
beispielsweise Gleitlager, in Frage. Die Lager 25 sitzen endseitig der Messerwellen
21, 22. Soweit das Lager 25 einen Außenring und einen Innenring aufweist, wird der
Innenring mit der Messerwelle und der Außenring, ggf. unter Zwischenschaltung eines
weiteren Lagerrings 71, mittels der Lageraufnahme mit dem Rahmen 23 verbunden.
[0042] Die Lageraufnahme umfasst im Wesentlichen einen Grundkörper 37 und eine Brücke 38,
sowie insbesondere ein spielfreies oder zumindest spielreduziertes Lager 39 und lösbare
Fixiermittel. Da vorzugsweise zwei Lageraufnahmen auf beiden Seiten des Rahmens vorgesehen
sind, soll die an sich baugleiche weitere Grundkörper bzw. Brücke mit denn Bezugszeichen
37a bzw. 38a bezeichnet werden. Der Übersichtlichkeit halber wird jedoch lediglich
auf eine Kombination aus Grundkörper 37 und Brücke 38 Bezug genommen.
[0043] Der Grundkörper 37 ist in einer Seitenansicht im Wesentlichen U-förmig ausgebildet
und weist entsprechend eine Längsseite 40, einen ersten Schenkel 41 und einen zweiten
Schenkel 42 auf. Der Grundkörper 37 kann auch L-förmig ausgebildet sein oder noch
gänzlich andere Formen aufweisen. Vorzugsweise ist der Grundkörper länglich ausgebildet.
Ferner weist der Grundkörper 37 in seiner Längsseite 40 eine erste halbkreisförmige
Aussparung 46 und eine zweite halbkreisförmige Aussparung 46a auf. Der Grundkörper
37 weist in seinem zweiten Schenkel 42 vorzugsweise zwei Bohrungen 43 auf, die parallel
zur Längsseite 40 des Grundkörpers verlaufen. Ferner weist der Grundkörper vorzugsweise
zwei Konsolen 44 mit darin schwenkbar aufgenommenen Gewindestangen auf. Auch weist
der Grundkörper 37 vorzugsweise zwei Gewindebohrungen 45 in seiner Längsseite 40 auf,
die senkrecht zu der Längsseite eingebracht sind.
[0044] Die Brücke 38 ist in einer Seitenansicht im Wesentlichen L-förmig ausgebildet und
weist eine Längsseite 47 und einen Schenkel 48 auf. Auch hier sind andere Formen denkbar.
Vorzugsweise ist die Brücke länglich ausgebildet. Ferner weist die Brücke 38 vorzugsweise
eine erste halbkreisförmige Aussparung 49 und eine zweite halbkreisförmige Aussparung
49a in ihrer Längsseite 47 auf. Die Längsseite 47 der Brücke 38 weist an ihrer Stirnwand
zwei Gewindebohrungen 50 auf, die im Wesentlichen parallel zu der Längsseite 47 der
Brücke 38 verlaufen. Auch weist die Brücke 38 vorzugsweise zwei Aufnahmen 51 auf,
in welche die Gewindestangen 44 der grundkörperseitigen Konsolen eingeschwenkt werden
können. Zudem weist die Brücke 38 in ihrer Längsseite 47 vorzugsweise zwei Gewindebohrungen
52 auf, die senkrecht zu der Längsseite 47 eingebracht sind.
[0045] Die Brücke 38 ist über das spielfreie / spielreduzierte Lager 39 schwenkbar mit dem
Grundkörper 37 verbunden. Vorzugsweise ist das Lager 39 in dem ersten Schenkel 41
des Grundkörpers 37 und dem Schenkel 48 der Brücke 38 verbaut. Das Lager 39 ist vorzugsweise
derart verbaut, dass die Schwenkachse des Lagers senkrecht zu den Längsachsen von
Grundkörper 37 und Brücke 38 verläuft. Soweit Grundkörper 37 und Brücke 38 eine gedachte
Ebene aufspannen, steht die Drehachse des Lagers vorzugsweise senkrecht auf dieser
Ebene.
[0046] Das spielreduzierte, vorzugsweise spielfreie, Lager 39 zeichnet sich insbesondere
durch folgende Merkmale aus. Das Lager 39 ist aus einem Verbundwerkstoff hergestellt.
Dieser Verbundwerkstoff ist extrem hart und trotzdem widerstandsfähig gegen Impulskräfte.
Hierdurch ergibt sich eine spielreduzierte, vorzugsweise spielfreie, Lagerung der
Brücke 38, die wiederum einen Kräftefluss direkt in den Rahmen ermöglicht. Zudem ist
das Lager 39 vorzugsweise wartungsfrei. Das Lagerspiel beträgt vorzugsweise 0,02mm
oder weniger.
[0047] Wie bereits oben angedeutet, sind Lageraufnahmen auf beiden Seiten des Rahmens 23
vorgesehen, vorzugsweise werden die Stirnwände des Rahmens zumindest abschnittsweise
aus den Lageraufnahmen, insbesondere aus jeweils der Brücke und dem Grundkörper gebildet.
Insofern weisen Brücke 38 und Grundkörper 37 in einem zusammengeklappten Zustand in
etwa die Form einer rechteckförmigen Wand auf. Insofern ist es im Wesentlichen auch
unerheblich, welche Form Brücke und Grundkörper im einzelnen aufweisen, solange sie
sich in einem zusammengefügten Zustand zu einer geeigneten Stirnwand bzw. einem Teil
davon zusammenfügen lassen.
[0048] Es kann ferner vorgesehen sein, dass der Trichter 3 an mindestens einer Brücke 38
bzw. 38a, vorzugsweise auf den Brücken 38 und 38a montiert ist. Hierdurch kann ermöglicht
werden, dass der Trichter 3 inklusive einer gegebenenfalls montierten Nachdrückeinrichtung
5 mit den Brücken 38, 38a verschwenkt werden kann. Hierdurch kann gewissermaßen in
einem Arbeitsgang, der Trichter 3 und die gegebenenfalls montierte Nachdrückeinrichtung
5 zur Seite geschwenkt und die Messerwellen 21, 22 für einen Ausbau freigelegt werden.
Nach der Instandsetzung der Messerwellen bzw. dem Einsetzen neuer oder anderer Messerwellen,
können die Brücken 38, 38a wieder zurückgeklappt werden, wodurch einerseits der Trichter
und die gegebenenfalls montierte Nachdrückeinrichtung 5 wieder in eine Betriebsposition
geschwenkt werden und andererseits die Lageraufnahme wieder verschlossen werden kann.
[0049] Ferner ist die Ausgestaltung der Befestigung der Abstreifer 24 im Zusammenhang mit
einer vorteilhaften Wartung zu nennen. Der Abstreifer 24 weist vorzugsweise nur eine
Gewindebohrung 59 und einen Haken 60 zur Befestigung an der jeweiligen Seitenwand
27, 28 auf. Die Gewindebohrung 59 ist dabei vorzugsweise in Längsrichtung des Abstreifers
24 ausgerichtet und an einem Ende des Abstreifers vorgesehen. Der Haken 60 ist im
Bereich des anderen Endes des Abstreifers 24 angebracht. Entlang der oberen Seite
der Seitenwand ist eine Leiste 62 mit einer Anzahl von Bohrungen 63 angeordnet durch
die entsprechend Schrauben 65 eingeschraubt werden können. Ferner ist ein Gegenstück
zu den Haken 60 der Abstreifer 24 entlang des unteren Bereichs der Seitenwand 27,
28 angebracht. Der Abstreifer 24 kann vorteilhafterweise mit nur einer Schraube gelöst
werden. Denkbar ist aber auch eine weitere Variante der Befestigung des Abstreifers
24, beispielsweise durch zwei Schrauben, davon eine von oben und eine von der Seite.
[0050] Ferner ist die Ausgestaltung der Lagerplatten 53 im Zusammenhang mit einer vorteilhaften
Wartung zu nennen.
[0051] Die Lagerplatte 53 ist vorzugsweise in etwa rechteckförmig, vorzugsweise rechteckförmig,
ausgestaltet. Vorzugsweise weist die Lagerplatte eine Wellendurchführung 56, beispielsweise
eine kreisrunde Aussparung, auf, von der sich jeweils ein Abschnitt der Lagerplatte
in die eine Richtung und der andere Abschnitt in die andere Richtung erstreckt. Die
Wellendurchführung kann auch, wenn die Welle beispielsweise nur sehr kurz hindurchgeführt
ist, mit einem Deckel abgedeckt werden. Es sind vorzugsweise zwei Lagerplatten 53
pro Messerwelle verbaut, insbesondere jeweils endseitig der Messerwelle. Bezogen auf
die Längsachse bzw. Drehachse der Messerwelle erstrecken sich die Abschnitte der Lagerplatte
jeweils radial von der Längsachse bzw. Drehachse der Messerwelle.
[0052] Die Lagerplatte 53 kann vorzugsweise mehrere Funktionen, insbesondere vier Funktionen,
erfüllen.
[0053] Die Lagerplatte kann als Verbindungselement zwischen dem Grundkörper 37 und der Brücke
38 fungieren. Hierzu kann vorgesehen sein, dass die Lagerplatte mit Anschlussmitteln,
insbesondere Bohrungen, vorzugsweise Bolzendurchführungen 54, 55, zum lösbaren Anschluss
sowohl an der Brücke als auch dem Grundkörper ausgestattet ist.
[0054] Die Lagerplatte kann als Ständer für die mit ihr verbundene Messerwelle 21, 22 fungieren,
wenn diese beispielsweise nach dem Ausbau oder zur Lagerung auf dem Boden abgestellt
wird.
[0055] Für die Funktion als Ständer kann die Lagerplatte 53 mindestens einen Standfuß 57
aufweisen, der vorzugsweise, bezogen auf die Drehachse 34 der Messerwelle 21, 22,
im montierten Zustand an der Messerwelle einen größeren Abstand von der Drehachse
aufweist, als der größte Radius der Messerwelle. In einer einfachen Ausführungsform
ragt der Rand der Lagerplatte 53 im montierten Zustand über den größten Radius der
Messerwelle 21 bzw. 22 hinaus. Vorzugsweise ist an jeder Seite der Messerwelle 21,
22 eine derartige Lagerplatte 53 angebracht, so dass die Messerwelle, wenn sie auf
dem Boden abgestellt wird, auf den Standfüßen 57 der Lagerplatten 53 stehen kann und
die Scheren der Messerscheiben nicht auf dem Boden aufliegen müssen. Hierdurch werden
die Zähne der Messerscheiben geschont.
[0056] Ferner kann die Lagerplatte 53 mit einer Öffnung 58 zum Einhaken eines Kranhakens
oder grundsätzlich zum Anschluss an einen Kran ausgestattet sein.
[0057] Auch kann die Lagerplatte 53 zudem als Lageranschluss der Wellenlagerung fungieren.
Hierfür kann die Lagerplatte einen Anschluss für das Lager 25, insbesondere den Außenring
des Lagers 25, aufweisen. Der Anschluss kann beispielsweise als Lagerring 71 ausgestaltet
sein. Der Lagerring 71 und die Lagerplatte 53 können einteilig ausgestaltet sein,
der Lagerring kann aber auch als separates Teil ausgestaltet und insbesondere mit
der Lagerplatte verbunden sein. Der Anschluss, insbesondere der Lagerring 71, ist
zur Aufnahme des Lagers 25, insbesondere also des Außenrings des Lagers 25, eingerichtet.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Zerkleinerungsmaschine sind die Lager 25
der Messerwelle über den Lagerring 71 in der Lageraufnahme, sprich zwischen Brücke
38 und Grundkörper 37, aufgenommen.
[0058] Die Lagerplatte 53 kann somit vorzugsweise mehrere, insbesondere vier Funktionen
aufweisen und kann insofern als multifunktional bezeichnet werden. Erstens eine Lagerschalenfunktion,
zweitens als Versteifungselement und Verbindungselement zwischen Brücke und Grundkörper,
wobei die Lagerplatte somit Teil des Rahmens sein kann. Drittens als Abstellrahmen
mit Messerscheibenschutz. Viertens als Hebemittelbohrung / Aufnahme für Transport
und Wellenstütze.
[0059] Weitere Details der vorgeschlagenen Zerkleinerungsmaschine ergeben sich aus einer
Beschreibung einer Wartung der erfindungsgemäßen Zerkleinerungsmaschine.
[0060] In einem üblichen Betriebszustand sind die Messerwellen 21, 22 in dem Rahmen 23 bzw.
mittels Lager 25 in den entsprechenden Lageraufnahmen aufgenommen. Die jeweiligen
halbkreisförmigen Aussparungen 46a, 46b, 49a, 49b sind zu einem Vollkreis komplettiert
und halten das jeweilige Lager 25 bzw. den Außenring oder Lagerring des jeweiligen
Lagers. Fixiert bzw. gegen Aufklappen gesichert ist die Brücke 38 mit dem Grundkörper
37 über die Fixiermittel. Der Grundkörper 37a und die Brücke 38a komplettieren sich
im Wesentlichen zu einer rechteckförmigen Wand und bilden gewissermaßen die erste
Stirnwand 29 bzw. der Grundkörper 37 und die Brücke 38 die zweite Stirnwand 30 des
Rahmens.
[0061] Die Fixiermittel können beispielsweise die zwei Bohrungen 43 in dem zweiten Schenkel
42 des Grundkörpers 37, die zwei Gewindebohrungen 50 in der Längsseite 47 bzw. stirnseitig
der Längsseite der Brücke 38 und zwei Schrauben 69 umfassen. Die vorgenannten Bohrungen
und die zugeordneten Gewindebohrungen fluchten in einem Betriebszustand und die Schrauben
69 sind durch die Bohrungen 43 in die Gewindebohrungen 50 eingeschraubt.
[0062] Die Fixiermittel können beispielsweise die zwei Konsolen 44 mit den schwenkbaren
Gewindestangen an dem Grundkörper und die zwei Aufnahmen 51 an der Brücke 38 umfassen.
Die Gewindestangen 44 sind in die Aufnahmen 51 der Brücke 38 eingeklappt und mittels
Muttern werden die Konsolen miteinander verbunden bzw. über das Andrehen der Muttern
können die Konsolen zueinander gezogen werden und entsprechend die Brücke auf den
Grundkörper gepresst werden. Die Konsolen sind in etwa als zwei parallele rechteckige
Profile ausgestaltet.
[0063] Die Fixiermittel können beispielsweise die beiden Lagerplatten 53 mit den Bohrungen
54, 55 für die Gewindebolzen, die Gewindebohrungen 45, 52 in der Brücke und dem Grundkörper,
sowie die Gewindebolzen 64 umfassen. Die Gewindebolzen 64 weisen in Längsrichtung
einen zylindrischen Abschnitt mit einer glatten Oberfläche und einen Abschnitt mit
einem Gewinde auf. Die Bohrungen der Lagerplatten 54, 55 und die zugeordneten Gewindebohrungen
45, 52 von Brücke und Grundkörper fluchten in einem Betriebszustand und die Gewindebolzen
64 sind durch vorgenannten Bohrungen hindurchgesteckt und in die Gewindebohrungen
eingeschraubt.
[0064] Die Fixiermittel können weiterhin eine erste halbkreisförmige Bohrung 66 in der Brücke
und eine zweite halbkreisförmige Bohrung 67 in dem Grundkörper umfassen. Die halbkreisförmigen
Bohrungen sind vorzugsweise parallel zu den Messerwellen 21, 22 ausgerichtet und komplettieren
sich in einem geschlossenen Zustand der Brücke, sprich Betriebszustand der Zerkleinerungsmaschine,
zu einer kreisförmigen Bohrung. In diese Bohrung kann ein Sicherungsbolzen 68 eingesetzt
werden, der einem Aufklappen der Brücke entgegenwirken kann.
[0065] Um die Zerkleinerungsmaschine aus einem Betriebzustand in einen Wartungszustand zu
überführen, werden die Fixiermittel gelöst, insbesondere die Muttern der Konsolen
44, 51, die Schrauben, die Gewindebolzen 64 und die Sicherungsbolzen 68.
[0066] Anschließend werden die Schnellwechselkupplungen 16, 26 gelöst. Es müssen insbesondere
nur drei Schrauben 72 pro Schnellwechselkupplung gelöst werden. Soweit die Flansche
16, 26 voneinander getrennt sind, kann das jeweilige Antriebsmittel 11, 12 durch die
Aufhängung mittels der Gummifedern 15 ausreichend weit nach hinten weggeklappt werden.
[0067] Anschließend können die Brücken 38 mit samt dem Trichter 3 aufgeklappt werden. Das
Innenleben der Zerkleinerungsmaschine und insbesondere die Messerwellen 21, 22 sind
nunmehr zugänglich und können samt Lagern 25 aus dem Rahmen 23 herausgehoben werden,
da die aufgeschwenkte Brücke 38 gleichermaßen die Lager 25 der Messerwellen 21, 22
freigibt.
[0068] Die Messerwellen 21, 22 können beispielsweise mit einem Kran herausgehoben und mittels
der Standfüße 57 an den Lagerplatten auf beispielsweise dem Boden abgestellt werden.
Hier können beispielsweise beschädigte Einzugshaken der Messerscheiben repariert werden.
[0069] Auch sind in dem Wartungszustand die Abstreifer 24 und insbesondere dessen Befestigungsschrauben
zugänglich. So kann ein Abstreifer 24 durch Lösen nur einer Schraube 65 bzw. zwei
Schrauben 65 bei der Variante mit zwei Schrauben aus dem Rahmen entfernt bzw. wieder
eingesetzt werden, was grundsätzlich auch bei noch eingesetzten Messerwellen möglich
ist.
[0070] Nach Wartung und Reparatur können die Messerwellen 21, 22 wieder eingesetzt werden
und die Fixiermittel wieder entsprechend angebracht werden.
[0071] Die Antriebsmittel 11, 12, Messerwellen 21, 22 und diverse Funktionselemente sind
in der hier beschriebenen bevorzugten Ausführungsform der Zerkleinerungsmaschine doppelt
vorhanden, ferner sind auf beiden Seiten der Messerwellen 21, 22 entsprechende Lageraufnahmen
und auf jeder Messerwelle zwei Lagerplatten, demnach also insgesamt vier Lagerplatten
vorgesehen. In der Beschreibung wurde zumeist nur ein einzelnes Bauteil beschrieben,
wobei die Ausführungen entsprechend ebenfalls auf die anderen, gleichen Bauteile übertragen
werden können. Auch ist zu berücksichtigen, dass insbesondere in den Fig. 7 und 9
ggf. spiegelverkehrte Darstellungen von Brücke bzw. Grundkörper abgebildet sind.
[0072] Die Zerkleinerungsmaschine, insbesondere Rotorschere, zeichnet sich insbesondere
durch folgende Merkmale aus:
Zerkleinerungsmaschine, insbesondere Rotorschere, umfassend mindestens eine erste
Scherenwelle, eine zweite Scherenwelle, sowie einen Rahmen zur Aufnahme der mittels
Lagern gelagerten Scherenwellen, wobei der Rahmen mindestens eine Seitenwand umfasst.
[0073] Zerkleinerungsmaschine, insbesondere Rotorschere, umfassend mindestens eine erste
Scherenwelle, eine zweite Scherenwelle, sowie einen Rahmen zur Aufnahme der mittels
Lagern gelagerten Scherenwellen, wobei eine Antriebseinrichtung zum Antrieb der Scherenwellen
vorgesehen ist, wobei die Antriebseinrichtung mindestens ein mit der ersten Scherenwelle
verbundenes Antriebsmittel aufweist.
[0074] Zerkleinerungsmaschine, insbesondere Rotorschere, umfassend mindestens eine erste
Scherenwelle, eine zweite Scherenwelle und einen Trichter, sowie einen Rahmen zur
Aufnahme der mittels Lagern gelagerten Scherenwellen, wobei der Rahmen zumindest abschnittsweise
als Lageraufnahme ausgebildet ist, wobei die Lageraufnahme einen Grundkörper und eine
Brücke umfasst, wobei eine lösbare Lagerplatte zwischen dem Grundkörper und der Brücke
angebracht ist, wobei die Lagerplatte als Verbindungselement zwischen dem Grundkörper
und der Brücke fungieren kann und/oder die Lagerplatte als Ständer für die mit ihr
verbundene Scherenwelle fungieren kann und/oder die Lagerplatte mit einer Öffnung
zum Einhaken eines Kranhakens oder grundsätzlich zum Anschluss an einen Kran ausgestattet
sein und/oder die Lagerplatte als Lageraufnahme der Wellenlagerung fungieren kann.
[0075] Zerkleinerungsmaschine, insbesondere Rotorschere, umfassend mindestens eine erste
Scherenwelle, eine zweite Scherenwelle und einen Trichter, sowie einen Rahmen zur
Aufnahme der mittels Lagern gelagerten Scherenwellen, wobei der Rahmen zumindest abschnittsweise
als Lageraufnahme ausgebildet ist, wobei die Lageraufnahme einen Grundkörper und eine
Brücke umfasst, wobei die Brücke mittels eines Lagers, insbesondere eines spielfreien
Lagers, vorzugsweise eines Kippstehlagers, an dem Grundkörper angebracht ist, wobei
der Trichter an der Brücke angebracht ist.
[0076] Die Zerkleinerungsmaschine, insbesondere die Rotorschere, kann sich durch alle oder
einige der vorangegangen aufgezählten Merkmale auszeichnen.
1. Zerkleinerungsmaschine, insbesondere Rotorschere oder Rotorreißer, umfassend mindestens
- eine erste Messerwelle (21),
- eine zweite Messerwelle (22),
- einen Rahmen (23),
- eine Antriebseinrichtung (1) zum Antrieb der Messerwellen, wobei
- die Messerwellen (21, 22) mittels Lagern (25) in Lageraufnahmen des Rahmens (1)
drehbar aufgenommen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
- mindestens eine Lageraufnahme einen Grundkörper (37 bzw. 37a) und eine gegenüber
dem Grundkörper schwenkbare Brücke (38 bzw. 38a) umfasst und
- mindestens eine, vorzugsweise beide Messerwellen (21. 22), endseitig mit mindestens
einer Lagerplatte (53) ausgestattet sind, wobei
- die Lagerplatte (53) mit einem Standfuß (57) ausgestattet ist, der, bezogen auf
die Drehachse (34) der Messerwelle (21, 22) einen größeren Abstand von der Drehachse
(34) aufweist, als der größte Radius der Messerwelle (21, 22) und/oder
- die Lagerplatte (53) mit einer Öffnung (58) zum Einhaken eines Kranhakens bzw. zum
Anschluss an einen Kran ausgestattet ist und/oder
- die Lagerplatte (53) mit einem Anschluss für das Lager (25) der Messerwelle (21,
22) ausgestattet ist.
2. Zerkleinerungsmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (23) mindestens eine erste Seitenwand (27), eine zweite Seitenwand (28),
eine erste Stirnwand (29) und eine zweite Stirnwand (30) umfasst, die einen vorzugsweise
rechteckförmigen Rahmen bilden.
3. Zerkleinerungsmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Lageraufnahme, umfassend einen Grundkörper (37a) und eine gegenüber dem
Grundkörper schwenkbare Brücke (38a), in der ersten Stirnwand (29) vorgesehen ist
bzw. die erste Stirnwand (29) bilden, wobei eine zweite Lageraufnahme, umfassend einen
Grundkörper (37) und eine gegenüber dem Grundkörper schwenkbare Brücke (38), in der
zweiten Stirnwand (30) vorgesehen ist, wobei die Brücken (38, 38a) jeweils zwei halbkreisförmige
Aussparungen (49, 49a) und die Grundkörper (37, 37a) jeweils zwei halbkreisförmige
Aussparungen (46, 46a) aufweisen.
4. Zerkleinerungsmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerkleinerungsmaschine einen Trichter (3) zur Zuführung von Wertstoffen zu den
Messerwellen (21, 22) umfasst, wobei der Trichter (3) an mindestens einer Brücke,
vorzugsweise an der Brücke (38a) der ersten Lageraufnahme und an der Brücke (38) der
zweiten Lageraufnahme, angebracht ist.
5. Zerkleinerungsmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein spielfreies, mindestens aber spielreduziertes Lager (39), zwischen dem Grundkörper
(37, 37a) und der Brücke (38, 38a) vorgesehen ist.
6. Zerkleinerungsmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein lösbares Fixiermittel zwischen der Brücke (38, 38a) und dem Grundkörper
(37, 37a) vorgesehen ist.
7. Zerkleinerungsmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (37, 37a) U-förmig ausgebildet ist und eine Längsseite (40), einen
ersten Schenkel (41) und einen zweiten Schenkel (42) aufweist, wobei die Brücke (38)
L-förmig ausgebildet ist und eine Längsseite (47) und einen Schenkel (48) aufweist,
wobei das Fixiermittel umfasst:
- mindestens zwei Bohrungen (43) in dem zweiten Schenkel (42) des Grundkörpers (37,
37a), zwei Gewindebohrungen (50) stirnseitig der Längsseite (47) der Brücke (38, 38a)
und zwei Schrauben (69), wobei die zwei Bohrungen (43) parallel zur Längsseite (40)
des Grundkörpers (37, 37a) verlaufen und die Gewindebohrungen (50) parallel zur Längsseite
(47) der Brücke verlaufen, wobei die Schrauben (69) in einem Betriebszustand der Zerkleinerungsmaschine
durch die Bohrungen in die Gewindebohrungen eingeschraubt sind, und/oder
- mindestens eine Konsole (44) mit einer schwenkbaren Gewindestange an dem Grundkörper
(37, 37a) oder der Brücke (38, 38a) und mindestens eine Aufnahme (51) an der Brücke
(38, 38a) oder dem Grundkörper (37, 37a), wobei die Gewindestange in einem Betriebszustand
der Zerkleinerungsmaschine in die Aufnahme (51) eingeschwenkt und mittels einer Mutter
fixiert werden kann, und/oder
- mindestens eine erste Bohrung (54) und eine zweite Bohrung (55) in der Lagerplatte
(53), sowie eine Gewindebohrung (45) in dem Grundkörper (37, 37a) und eine Gewindebohrung
(52) in der Brücke (38, 38a), sowie zwei Gewindebolzen (64), wobei die Gewindebolzen
(64) in einem Betriebszustand der Zerkleinerungsmaschine durch die Bohrungen (54,
55) in die Gewindebohrungen (45, 52) eingeschraubt sind, und/oder
- eine erste halbkreisförmige Bohrung (66) in der Brücke (38, 38a), eine zweite halbkreisförmige
Bohrung (67) in dem Grundkörper (37, 37a), die sich in einem Betriebszustand der Zerkleinerungsmaschine
zu einer kreisförmigen Bohrung komplettieren, sowie ein in diese Bohrung lösbar eingesetzten
Sicherungsbolzen (68).
8. Zerkleinerungsmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss der Lagerplatte (53) für das Lager (25) der Messerwelle (21, 22) als
Lagerring (71) ausgestattet ist, wobei der Lagerring (71) und die Lagerplatte (53)
wahlweise einstückig ausgestaltet oder der Lagerring (71) mit der Lagerplatte (53)
verbunden ist.
1. A disintegrating machine, in particular a rotary shear or rotary shredder, comprising
at least
- one first cutter block (21),
- one second cutter block (22),
- one frame (23),
- one drive apparatus (1) for driving the cutter blocks,
- the cutter blocks (21, 22) being rotatably received in bearing seats of the frame
(1) by means of bearings (25),
characterized in that
- at least one bearing seat comprises a base body (37 or 37a) and a bridge (38 or
38a) that can pivot relative to the base body and
- at least one, preferably both cutter blocks (21, 22) are equipped with at least
one bearing plate (53) on the ends,
- the bearing plate (53) being equipped with a supporting foot (57) that, relative
to the axis of rotation (34) of the cutter block (21, 22), is at a greater distance
from the axis of rotation (34) than the largest radius of the cutter block (21, 22)
and/or
- the bearing plate (53) being equipped with an opening (58) for hooking in a crane
hook or for connection to a crane and/or
- the bearing plate (53) being equipped with a connection for the bearing (25) of
the cutter block (21, 22).
2. The disintegrating machine according to at least one of the preceding claims, characterized in that the frame (23) comprises at least one first side wall (27), one second side wall
(28), one first end wall (29) and one second end wall (30), which form a preferably
rectangular frame.
3. The disintegrating machine according to at least one of the preceding claims, characterized in that a first bearing seat, comprising a base body (37a) and a bridge (38a) that can pivot
relative to the base body, is provided in the first end wall (29) or forms the first
end wall (29), a second bearing seat, comprising a base body (37) and a bridge (38)
that can pivot relative to the base body, being provided in the second end wall (30),
the bridges (38, 38a) each comprising two semi-circular recesses (49, 49a) and the
base bodies (37, 37a) each comprising two semi-circular recesses (46, 46a).
4. The disintegrating machine according to at least one of the preceding claims, characterized in that the disintegrating machine comprises a hopper (3) for feeding recyclable material
to the cutter blocks (21, 22), the hopper (3) being attached to at least one bridge,
preferably to the bridge (38a) of the first bearing seat and to the bridge (38) of
the second bearing seat.
5. The disintegrating machine according to at least one of the preceding claims, characterized in that a backlash-free, but at least backlash-reduced bearing (39) is provided between the
base body (37, 37a) and the bridge (38, 38a).
6. The disintegrating machine according to at least one of the preceding claims, characterized in that at least one releasable fixing means is provided between the bridge (38, 38a) and
the base body (37, 37a).
7. The disintegrating machine according to at least one of the preceding claims,
characterized in that the base body (37, 37a) is U-shaped and comprises a long side (40), a first leg (41)
and a second leg (42), the bridge (38) being L-shaped and comprising a long side (47)
and a leg (48), the fixing means comprising:
- at least two bores (43) in the second leg (42) of the base body (37, 37a), two threaded
bores (50) on the end of the long side (47) of the bridge (38, 38a) and two screws
(69), the two bores (43) extending in parallel with the long side (40) of the base
body (37, 37a) and the threaded bores (50) extending in parallel with the long side
(47) of the bridge, the screws (69) being screwed through the bores into the threaded
bores in a state of operation of the disintegrating machine, and/or
- at least one bracket (44) having a pivotable threaded rod on the base body (37,
37a) or the bridge (38, 38a) and at least one receiving portion (51) on the bridge
(38, 38a) or the base body (37, 37a), wherein it is possible to pivot the threaded
rod into the receiving portion (51) and fix said threaded rod by means of a nut in
a state of operation of the disintegrating machine, and/or
- at least one first bore (54) and one second bore (55) in the bearing plate (53),
as well as a threaded bore (45) in the base body (37, 37a) and a threaded bore (52)
in the bridge (38, 38a), as well as two threaded bolts (64), the threaded bolts (64)
being screwed through the bores (54, 55) into the threaded bores (45, 52) in a state
of operation of the disintegrating machine, and/or
- a first semi-circular bore (66) in the bridge (38, 38a), a second semi-circular
bore (67) in the base body (37, 37a), which complete one another so as to form a circular
bore in a state of operation of the disintegrating machine, as well as a securing
bolt (68) releasably inserted in said bore.
8. The disintegrating machine according to at least one of the preceding claims, characterized in that the connection of the bearing plate (53) for the bearing (25) of the cutter block
(21, 22) is equipped as a bearing ring (71), the bearing ring (71) and the bearing
plate (53) optionally being integrally formed or the bearing ring (71) being connected
to the bearing plate (53).
1. Broyeuse, notamment une cisaille à lames circulaires ou une déchiqueteuse, comprenant
au moins
- un premier arbre porte-lames (21),
- un second arbre porte-lames (22),
- un châssis (23),
- un dispositif d'entrainement (1) des arbres porte-lames, dans laquelle
- les arbres porte-lames (21, 22) sont positionnés en rotation au moyen de paliers
(25) dans des logements de palier du châssis (1),
caractérisée en ce que
- au moins un logement de palier renferme un corps de base (37 ou 37a) et un pont
(38 ou 38a) pivotant par rapport au corps de base et
- au moins un, de préférence les deux arbres porte-lames (21, 22) sont équipés aux
extrémités par au moins une plaque d'appui (53), dans laquelle
- la plaque d'appui (53) est pourvue d'un pied de soutien (57) présentant par rapport
à l'axe de rotation (34) de l'arbre porte-lames (21, 22) un écart de l'axe de rotation
(34) supérieur au rayon le plus grand de l'arbre porte-lames (21, 22), et/ou
- la plaque d'appui (53) est munie d'une ouverture (58) destinée à accrocher un crochet
de levage ou à être reliée à une grue et/ou
- la plaque d'appui (53) est munie d'un raccord destiné au palier (25) de l'arbre
porte-lames (21, 22).
2. Broyeuse selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisée en ce que le châssis (23) comprend au moins une première paroi latérale (27), une seconde paroi
latérale (28), une première paroi frontale (29) et une seconde paroi frontale (30),
qui forment un châssis de préférence rectangulaire.
3. Broyeuse selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un premier logement de palier renfermant un corps de base (37a) et un pont (38a) pivotant
par rapport au corps de base est prévu dans la première paroi frontale (29) ou forme
la première paroi frontale (29), dans laquelle un second logement de palier renfermant
un corps de base (37) et un pont (38) pivotant par rapport au corps de base est prévu
dans la seconde paroi frontale (30), dans laquelle les ponts (38, 38a) présentent
respectivement deux évidements semi-circulaires (49, 49a) et les corps de base (37,
37a) comportent respectivement deux évidements semi-circulaires (46, 46a).
4. Broyeuse selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisée en ce que la broyeuse comprend une trémie (3) servant à amener les matériaux jusqu'aux arbres
porte-lames (21, 22), dans laquelle la trémie (3) est mise en place sur au moins un
pont, de préférence sur le pont (38a) du premier logement de palier et sur le pont
(38) du second logement de palier.
5. Broyeuse selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un palier (39) sans jeu, mais au moins à jeu réduit est prévu entre le corps de base
(37, 37a) et le pont (38, 38a).
6. Broyeuse selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un moyen de fixation amovible est prévu entre le pont (38, 38a) et le corps
de base (37, 37a).
7. Broyeuse selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le corps de base (37, 37a) est conçu sous une forme en U et présente un côté longitudinal
(40), un premier montant (41) et un second montant (42), dans laquelle le pont (38)
est conçu sous une forme en L et présente un côté longitudinal (47) et un montant
(48), dans laquelle le moyen de fixation comprend :
- au moins deux alésages (43) dans le second montant (42) du corps de base (37, 37a),
deux taraudages (50) sur la face frontale du côté longitudinal (47) du pont (38, 38a)
et deux vis (69), dans laquelle les deux alésages (43) s'étendent parallèlement au
côté longitudinal (40) du corps de base (37, 37a) et les taraudages (50) évoluent
parallèlement au côté longitudinal (47) du pont, dans laquelle les vis (69) sont insérées
à l'intérieur des taraudages à travers les alésages dans un état opérationnel de la
broyeuse, et/ou
- au moins une console (44) dotée d'une tige filetée, orientable sur le corps de base
(37, 37a) ou sur le pont (38, 38a), et au moins un logement (51) sur le pont (38,
38a) ou sur le corps de base (37, 37a), dans laquelle la tige filetée peut être introduite
par pivotement à l'intérieur du logement (51) et peut être fixée au moyen d'un écrou
dans un état opérationnel de la broyeuse, et/ou
- au moins un premier alésage (54) et un second alésage (55) dans la plaque d'appui
(53), ainsi qu'un taraudage (45) dans le corps de base (37, 37a) et un taraudage (52)
dans le pont (38, 38a), de même que deux boulons filetés (64), dans laquelle les boulons
filetés (64) sont vissés à l'intérieur des taraudages (45, 52) à travers les alésages
(54, 55) dans un état opérationnel de la broyeuse, et/ou
- un premier alésage semi-circulaire (66) dans le pont (38, 38a), un second alésage
semi-circulaire (67) dans le corps de base (37, 37a), qui se complètent pour former
un alésage circulaire dans un état opérationnel de la broyeuse, ainsi qu'une goupille
de sûreté (68) enfoncée dans cet alésage de manière amovible.
8. Broyeuse selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisée en ce que le raccord de la plaque d'appui (53) destiné au palier (25) de l'arbre porte-lames
(21, 22) est équipé comme une bague de palier (71), dans laquelle la bague de palier
(71) et la plaque d'appui (53) sont réalisées d'un seul tenant ou bien la bague de
palier (71) est reliée à la plaque d'appui (53).