[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bestimmung und/oder Überwachung
mindestens einer Prozessgröße eines Mediums in einem Behälter oder einer Rohrleitung.
Das Medium liegt als feinkörniges oder pulverförmiges Schüttgut oder als Fluid, insbesondere
in Form eines Gases oder einer Flüssigkeit, vor. Bei der Prozessgröße handelt es sich
um den Füllstand und um die Dielektrizitätszahl eines Mediums. Der Füllstand kann
ein kontinuierlicher Füllstand eines Mediums, ein vorbestimmter Grenzstand eines Mediums,
oder der Grenzstand einer Trennschicht zwischen zwei Medien sein.
Zur Füllstandsmessung existiert eine Vielzahl an unterschiedlichen Messprinzipien.
Vibronische Grenzstandschalter verwenden eine mechanisch schwingfähige Einheit, beispielsweise
in Form eines Stabes oder einer Gabel, welche auf einer zu überwachenden Füllstandshöhe
in einem Behälter angebracht und zu resonanten mechanischen Schwingungen angeregt
wird. Die Frequenz der Schwingungen hängt davon ab, ob die schwingfähige Einheit in
Luft schwingt oder von einem flüssigen Medium bedeckt ist. An einer Frequenzänderung
ist daher das Erreichen des Grenzstands erkennbar. Zur Detektion von Schüttgütern
erfolgt in der Regel eine Überwachung der Schwingungsamplitude.
[0002] Eine weitere Art von Füllstandsmessgeräten beruht auf dem kapazitiven Prinzip. Hierbei
wird eine Sondenelektrode mit einem elektrischen Wechselspannungssignal beaufschlagt
und die Kapazität zwischen der Sondenelektrode und der Behälterwand oder einer zweiten
Elektrode bestimmt. Zur Grenzstandmessung ist auch eine koaxiale Anordnung von Sonden-
und Masseelektrode zum Einbringen in eine Wandung des Behälters bekannt.
Insbesondere zur kontinuierlichen Füllstandsmessung in Behältern sind weiterhin so
genannte TDR-Sonden bekannt. Derartige Sensoren beruhen auf der Messung der Laufzeit
elektromagnetischer Signale, welche sich entlang eines in das Medium hineinreichenden
Wellenleiters ausbreiten und an der Grenzfläche zu dem Medium reflektiert werden.
Solche Sensoren sind gegenüber hochfrequenten Störsignalen stark anfällig. Aus der
Offenlegungsschrift
DE 20016962 U1 ist ein Grenzstandschalter bekannt, welcher auf dem TDR-Prinzip beruht.
[0003] Aus der
DE 199 34 041 A1 ist eine Füllstand-Sensorvorrichtung zum Erfassen des Füllstands eines Mediums in
einem Behälter mit einem Mikrowellenresonator bekannt.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine gegenüber der Einkopplung von Störsignalen
robuste Vorrichtung bereit zu stellen, mit welcher zumindest ein Grenzfüllstand eines
Mediums auf gegenüber dem Stand der Technik alternative Weise bestimmbar ist.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1.
[0006] Unter einem hochfrequenten Signal ist ein Signal mit einer Frequenz im Bereich von
einigen 10 MHz bis einigen zehn GHz oder höher zu verstehen. Bevorzugt handelt es
sich um ein Mikrowellensignal. Vorzugsweise liegt die Frequenz des Sendesignals im
S-, C-, X-, oder K-Band, d.h. zwischen 2,4 und 26 GHz. Es sind jedoch auch geringere
Frequenzen, beispielsweise 40 oder 800 MHz, oder höhere Frequenzen möglich. Die Frequenz
hängt hierbei von der Ausgestaltung und Dimensionierung des Resonators ab.
Der Resonator ist beispielsweise Teil eines Reflex-Oszillators. Neben dem Resonator
weist der Oszillator ein aktives Element, beispielsweise in Form eines Verstärkers,
zur Erzeugung und Einkopplung einer Schwingung in den Resonator und ein auskoppelndes
Element zur Auskopplung eines Ausgangssignals auf. Das Ausgangssignal des Resonators
besitzt die gleiche Frequenz wie das Eingangssignal und ist einer Elektronikeinheit
zur Auswertung zugeleitet. Die Frequenz des Ausgangssignals ist von dem Medium abhängig,
mit welchem der Resonator in Kontakt steht. Die Ausgestaltung der Kontaktfläche hängt
hierbei von der Ausgestaltung des Resonators ab. Ändert sich das Medium, welches mit
dem Resonator in Kontakt steht, ändert sich die Frequenz der sich in dem Resonator
ausbreitenden Welle. Die Frequenzänderung hängt hierbei von der Dielektrizitätszahl
des Mediums ab. Neben dem Füllstand eines Mediums ist an Hand der Frequenz somit auch
die Dielektrizitätszahl eines Mediums bestimmbar.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung unterscheidet sich von aus dem Stand der Technik
bekannten Vorrichtungen zur Füllstandsmessung mittels Hochfrequenztechnik insbesondere
dadurch, dass das Medium direkt die Signalerzeugung beeinflusst. Der Resonator selbst
bildet den Sensor. Im Gegensatz zu kapazitiven Sonden findet nur eine sehr geringe
Signalausbreitung im Prozess, d.h. im Inneren des Behälters oder der Rohrleitung,
statt.
In einer ersten Ausgestaltung ist der Resonator als Hohlleiter oder als Koaxialsonde
mit einem Innenleiter und einem den Innenleiter koaxial umgebenden Außenleiter ausgestaltet.
Bei dem Hohlleiter handelt es sich beispielsweise um einen_Rundhohlleiter oder um
einen Rechteckhohlleiter. Der Hohlleiter bzw. die Koaxialsonde kann hierbei mit Luft
oder mit einem Dielektrikum in Form eines Feststoffes gefüllt sein, wobei das Dielektrikum
vorzugsweise über eine hohe Dielektrizitätszahl in der Größenordnung von 3 bis 8,
insbesondere 4, verfügt. Es kann sich auch um ein Miniaturschwallrohr handeln, in
welches das Medium eindringen kann. Ein als Hohlleiter oder Koaxialsonde ausgestalteter
Resonator weist eine Kontaktfläche zu dem Inneren des Behälters oder der Rohrleitung
auf, welche senkrecht zur Ausbreitungsrichtung der Welle in dem Resonator ausgerichtet
ist. An dieser Kontaktfläche wird die Welle reflektiert.
[0008] In einer alternativen Ausgestaltung ist der Resonator als Mikrostreifenleitung oder
als Patchantenne ausgestaltet. Die Mikrostreifenleitung ist beispielsweise offen oder
mit einem Kurzschluss versehen, um eine Reflexion zu verursachen. Die Mikrostreifenleitung
ist derart angeordnet, dass sich die Felder der sich in der Mikrostreifenleitung ausbreitenden
Welle teilweise in das Innere des Behälters oder der Rohrleitung erstrecken.
[0009] In einer Ausgestaltung steht der Resonator zumindest abschnittsweise über eine elektrisch
isolierende Prozesstrennschicht mit dem Inneren des Behälters oder der Rohrleitung
in Kontakt. Die Prozesstrennschicht ist beispielsweise als Membran aus PTFE ausgestaltet.
Für den Fall, dass der Resonator als ein mit einem Dielektrikum gefüllter Hohlleiter
oder eine mit einem Dielektrikum gefüllte Koaxialsonde ausgestaltet ist, besteht die
Prozesstrennschicht vorzugsweise aus einem Material, dessen Dielektrizitätskonstante
höchstens der Dielektrizitätskonstanten des Dielektrikums des Resonators entspricht.
[0010] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Elektronikeinheit einen Mischer
zur Umsetzung des Ausgangssignals in ein niederfrequentes Signal auf. Der Mischer
erzeugt aus dem hochfrequenten Ausgangssignal und einem Referenzsignal mit konstanter
Frequenz ein Signal mit einer niedrigeren Frequenz, welches beispielsweise der Differenz
der beiden Signale entspricht. Der Erzeugung des Referenzsignals dient beispielsweise
ein spannungsgesteuerter Oszillator oder ein Oszillator, welcher analog zu dem den
Sensor aufweisenden Oszillator aufgebaut ist. Das niederfrequente Signal ist einer
analogen oder digitalen Auswerteeinheit zur Frequenzbestimmung zuführbar.
[0011] Eine Weiterbildung sieht vor, dass benachbart zu dem Resonator ein zweiter Resonator
ohne Mediumskontakt zur Erzeugung eines Referenzsignals angeordnet ist, und dass der
Mischer aus dem Ausgangssignal und dem Referenzsignal ein temperaturkompensiertes
Signal erzeugt. Der zweite Resonator ist benachbart zu dem ersten als Sensor dienenden
Resonator angeordnet, sodass beide Resonatoren der gleichen Umgebungstemperatur ausgesetzt
sind und das gleich Temperaturverhalten aufzeigen. Durch Mischung des Ausgangssignals
des Oszillators mit dem Signal des zweiten Resonators wird ein Signal erzeugt, in
welchem temperaturbedingte Frequenzänderungen kompensiert sind.
[0012] In einer anderen Ausgestaltung weist die Elektronikeinheit ein Filter auf, welchem
das Ausgangssignal zugeführt ist, und welches derart dimensioniert ist, dass die Amplitude
des Ausgangssignals des Filters eine stetige Abhängigkeit von der Frequenz des Ausgangssignals
des Oszillators aufweist. Durch die eindeutige Frequenzabhängigkeit der Amplitude
ist an Hand der Amplitude die Frequenz des Ausgangssignals bestimmbar.
[0013] In einer Ausgestaltung ist die Elektronikeinheit dazu ausgestaltet, eine Änderung
der Frequenz des Ausgangssignals zu detektieren und an Hand der Änderung eine Änderung
eines Grenzstands des Mediums zu detektieren. Der Wert der Frequenz ist in dieser
Ausgestaltung nicht zwingend zu bestimmen. Die Elektronikeinheit detektiert lediglich
eine Änderung der Frequenz und ist entsprechend einfach ausgestaltbar. Durch eine
derartige Vorrichtung ist ein kostengünstiger Grenzstandschalter realisiert.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist in der Elektronikeinheit
mindestens ein Grenzwert für die Frequenz des Ausgangssignals hinterlegt, und die
Elektronikeinheit ist dazu ausgestaltet, die Frequenz des Ausgangssignals mit dem
Grenzwert zu vergleichen und ein Alarmsignal zu erzeugen, wenn die Frequenz den Grenzwert
erreicht. Mit der Vorrichtung ist ein Grenzstand eines Mediums überwachbar und weiterhin
zwischen verschiedenen Medien unterscheidbar, sodass auch die Grenzschicht zwischen
zwei Medien bestimmbar ist. Ist bekannt, um welche Medien es sich handelt, ist für
jedes Medium ein Grenzwert für die Frequenz hinterlegbar. Hierdurch ist ein Alarmsignal
erzeugbar, wenn das zu detektierende Medium den Resonator berührt.
[0015] Erfindungsgemäß ist die Elektronikeinheit dazu ausgestaltet, die Frequenz des Ausgangssignals
zu bestimmen und einer Dielektrizitätszahl des Mediums zuzuordnen. Beispielsweise
sind in einer Speichereinheit, welche auch Teil einer digitalen Verarbeitungseinheit,
beispielsweise einem Mikrocontroller, sein kann, entsprechende Abhängigkeiten zwischen
Frequenz und Dielektrizitätszahl hinterlegt.
Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine in einer Behälterwandung montierte Vorrichtung mit einer Mikrostreifenleitung
als Resonator in einer schematischen Darstellung;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer in eine Rohrleitung montierten Vorrichtung mit
einer Koaxialsonde als Resonator;
- Fig. 3a
- ein Blockschaltbild einer ersten Ausgestaltung der Elektronikeinheit;
- Fig. 3b
- ein Blockschaltbild einer zweiten Ausgestaltung der Elektronikeinheit.
[0016] In Fig. 1 ist schematisch eine vorteilhafte Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt, welche in einen Behälter 5 eingebracht ist. Der Behälter
5 ist in der Darstellung durch einen Teil einer Wandung angedeutet. In dem Inneren
des Behälters 5 befindet sich als Sensor der Resonator 11 eines Oszillators 1. Der
Resonator 11 ist zum mechanischen Schutz in ein Sensorgehäuse 31 eingebracht, welches
in einer Öffnung in der Wandung des Behälters 5 montiert ist, beispielsweise über
eine Gewindeeinschraubung oder einen Flansch. Eine Ausgestaltung ohne Sensorgehäuse
31 ist jedoch ebenfalls möglich.
[0017] Über eine für die Übertragung von hochfrequenten Signalen geeignete Steckverbindung
12 ist der Resonator 11 mit den übrigen Komponenten des Oszillators 1 verbunden, welche
außerhalb des Behälters 5 in einem Feldgehäuse 32 angeordnet sind. Bei diesen Komponenten
handelt es sich um ein aktives Element 13 zur Erzeugung und Aufrechterhaltung einer
Schwingung in dem Resonator 11 und um ein auskoppelndes Element 14 zur Auskopplung
eines Anteils der Schwingungen aus dem Resonator 11 über das aktive Element 13. Der
ausgekoppelte Anteil der Schwingungen bildet das Ausgangssignal AS des Oszillators
1. Bei der Steckverbindung 12 kann es sich um eine einfach Steckverbindung zwischen
zwei gleichartigen Wellenleitern oder um ein Verbindungselement zwischen zwei verschiedenartig
ausgestalteten Wellenleitern handeln. Eine Verbindung zwischen verschiedenen Arten
von Wellenleitern ist beispielsweise erforderlich, wenn das aktive Element 13 auf
einer Mikrostreifenleitung oder einer Leiterkarte angeordnet ist, der Resonator 11
jedoch als Hohlleiter oder Koaxialsonde ausgestaltet ist. Eine direkte Anbindung des
Resonators 11 an das aktive Element 13 ist ebenfalls möglich, sodass die Steckverbindung
12 entfällt.
[0018] Das Ausgangssignal AS ist einer ebenfalls in dem Feldgehäuse 32 angeordneten Elektronikeinheit
2 zugeführt. Diese wertet das Ausgangssignal AS in Bezug auf die Frequenz aus und
bestimmt an Hand der Frequenz die Prozessgröße. Auf die Ausgestaltung der Elektronikeinheit
2 und die Auswertung des Ausgangssignals AS wird im Zusammenhang mit Fig. 3a und Fig.
3b näher eingegangen. Die Prozessgröße ist über eine Schnittstelle abrufbar oder ausgebbar.
[0019] Das aktive Element 13 erzeugt die Schwingung im Zusammenspiel mit dem Resonator 11
kontinuierlich oder pulsartig. Ein Pulsbetrieb ist gegenüber dem kontinuierlichen
Betrieb energiesparender. Die Pulsdauer ist hierbei derart vorzugeben, dass die Pulsdauer
größer ist als das Produkt aus Schwingungsdauer und Güte. Als aktives Element 13 eignet
sich beispielsweise eine Gunn-Diode oder ein Transistor. Das aktive Element 13 kann
auch in Hohlleiterbauweise ausgeführt sein. Die Frequenz der erzeugten Schwingungen
liegt vorzugsweise im Gigahertz-Bereich, beispielsweise zwischen 2,4 und 26 GHz.
[0020] Als auskoppelndes Element 14 sind beispielsweise Verstärker, Kondensatoren, Übertrager
oder so genannte Leitungselemente für hohe Frequenzen ab ca. 1GHz in Form von Filterstrukturen
oder seitengekoppelten Leitungspaaren, einsetzbar. Optional beinhaltet das auskoppelnde
Element 14 einen Begrenzerverstärker oder dem auskoppelnden Element 14 ist ein Begrenzerverstärker
nachgestellt.
[0021] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Resonator 11 als offene Mikrostreifenleitung
aufgeführt. An Stelle einer offenen Mikrostreifenleitung ist auch eine mit einem Kurzschluss
versehene Mikrostreifenleitung geeignet. Die Mikrostreifenleitung weist einen oder
mehrere leitfähige Streifen auf, welche auf einem Dielektrikum aufgebracht sind. Die
von dem mindestens einen Streifen abgewandte Seite des Dielektrikums ist mit einer
metallischen Beschichtung versehen. Die Mikrostreifenleitung ist derart in dem Sensorgehäuse
31 montiert, dass die metallische Beschichtung dem Inneren des Sensorgehäuses 31 zugewandt
ist. Das Sensorgehäuse 31 weist eine Ausnehmung auf, sodass der mindestens eine Streifen
zumindest abschnittsweise direkten Kontakt zu dem Inneren des Behälters 5 besitzt
und nicht von dem Sensorgehäuse 31 umgeben ist. Vorteilhaft ist eine Ausgestaltung,
in welcher die Ausnehmung mit einer Prozesstrennschicht 4 aus einem elektrisch isolierenden
Material bedeckt ist. Die Prozesstrennschicht 4 kann auch in Form einer dünnen Schicht
direkt auf den leitfähigen Streifen aufgebracht sein. Beispielsweise besteht die Prozesstrennschicht
4 aus PTFE oder einem PTFE-Derivat, beispielsweise ETFE.
[0022] In einer anderen Ausgestaltung handelt es sich bei dem Resonator 11 um eine Patchantenne,
vorzugsweise mit geringer Güte. Eine Patchantenne weist mindestens einen Resonator
auf, welcher in der Regel durch eine oder mehrere Lagen einer auf eine Leiterplatte
aufgebrachten metallischen Beschichtung und eine Massefläche auf der gegenüberliegenden
Seite der Leiterplatte gebildet ist. Durch die geringe Güte wird nur ein geringer
Anteil der Leistung der Patchantenne abgestrahlt und die Frequenzänderung bei einer
Änderung des Grenzstands ist höher als bei einer Patchantenne mit hoher Güte. Unter
einer geringen Güte ist eine Güte bis ca. 100 zu verstehen. Besonders geeignet für
den Einsatz in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine Patchantenne mit sehr
geringer Güte unter 20, beispielsweise zwischen 5 und 20. Die Verbindung zwischen
Patchantenne und aktivem Element 13 ist über einen Wellenleiter, beispielsweise eine
Mikrostreifenleitung oder eine koaxiale Leitung, hergestellt.
[0023] Gemäß einer anderen Ausgestaltung ist der Resonator 11 als Hohlleiter ausgebildet.
Der Hohlleiter kann beispielsweise runden oder rechteckigen Querschnitts sein und
weist eine metallische Wandung auf. Eine weitere Ausgestaltungsform des Resonators
11 ist eine Koaxialsonde mit einem Innenleiter 15 und einem Außenleiter 16, welcher
den Innenleiter 15 unter Ausbildung eines Zwischenraumes koaxial umgibt. In einer
Variante ist der Zwischenraum der Koaxialsonde oder der Hohlraum des Hohlleiters mit
einem Dielektrikum in Form eines Feststoffes, beispielsweise PTFE, gefüllt. Eine Koaxialsonde
ist gleichermaßen für hohe und niedrige Frequenzen als Resonator 11 geeignet. Der
Endbereich des Hohlleiters bzw. der Koaxialsonde ist vorzugsweise mit einer Prozesstrennschicht
4 verschlossen, sodass eine senkrecht zu der metallischen Wandung des Hohlleiters
bzw. der Koaxialsonde ausgerichtete Kontaktfläche zu dem Medium ausgebildet ist. Insbesondere
für den Fall eines mit einem Dielektrikum in Form eines Feststoffes ausgefüllten Resonators
11 kann eine Prozesstrennschicht 4 auch entfallen. Wesentlich ist, dass eine nicht-metallische
Kontaktfläche zu dem Inneren des Behälters 5 und ggf. dem darin befindlichen Medium
besteht, sodass das Medium Einfluss auf die Frequenz der sich in dem Resonator 11
ausbreitenden Schwingung nehmen kann. Der Resonator 11 kann in das Innere des Behälters
5 hineinragen oder derart angeordnet sein, dass die Kontaktfläche bündig mit der Innenwandung
des Behälters 5 abschließt.
[0024] In einer Variante eines Hohlleiters oder einer Koaxialsonde ist die Wandung bzw.
der Außenleiter des Resonators 11 durch ein Schwallrohr gebildet, welches vorzugsweise
einen Durchmesser von einigen Millimetern und eine Länge von einem bis einigen Zentimetern,
beispielsweise 1-20 cm, insbesondere 1-10 cm, aufweist. Eine Prozesstrennschicht ist
nicht vorhanden, sodass das Medium in das Schwallrohr eindringen kann. Insbesondere
in kleinen Behältern 5 mit einer Höhe von 10-20 cm ist mittels eines derartig ausgestalteten
Resonators 11 bei senkrechtem Einbau der Füllstand kontinuierlich bestimmbar, da sich
eine der Steighöhe des Mediums in dem Schwallrohr entsprechende Frequenzänderung ergibt.
[0025] Erfindungsgemäß bildet der Resonator 11 den Sensor für das zu detektierende Medium.
Die Frequenz des in dem Resonator 11 hin und her laufenden Signals hängt von dem Medium,
genauer gesagt von der Dielektrizitätszahl des Mediums ab, welches mit dem Resonator
11 in direktem Kontakt steht. In einer Ausgestaltung mit einer Prozesstrennschicht
4 ist hierbei das mit der Prozesstrennschicht 4 in Kontakt stehende Medium maßgeblich
für die Schwingungsfrequenz. Bei einer Änderung des Bedeckungsgrades erfolgt innerhalb
einer bestimmten Zeitdauer eine Anpassung der Schwingungen in dem Resonator 11 an
die veränderten Randbedingungen. Diese Zeitdauer ist durch das Produkt aus der Güte
des Resonators 11 und der Schwingungsperiode der Schwingungen mit der angepassten
Frequenz gegeben. Der Resonator 11 ist vorzugsweise derart dimensioniert, dass der
Oszillator 1 eine Güte zwischen 1 und 100 besitzt.
[0026] Durch die geringe Wellenausbreitung und das schmale Frequenzband des Oszillators
1 besitzt die erfindungsgemäße Vorrichtung eine hohe Störfestigkeit gegenüber Störsignalen.
[0027] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist nicht nur die Überwachung eines Grenzfüllstands
möglich. Nach entsprechender Justierung ist eine Zuordnung einer Frequenz des
[0028] Ausgangssignals AS zu einem bestimmten Medium bzw. zu einer bestimmten Dielektrizitätszahl
möglich. Hierdurch kann das Medium bestimmt werden, welches den Resonator 11 berührt,
oder es kann eine Grenzschicht zwischen zwei Medien, beispielsweise Wasser-Öl detektiert
werden. Für den Einsatz als Grenzstandschalter ist keine Justierung vor Ort erforderlich,
sodass die Vorrichtung nach der Montage direkt in Betrieb genommen werden kann. Weiterhin
ist in Behältern 5 mit geringen Abmessungen eine kontinuierliche Füllstandsmessung
möglich. Hierzu sollten jedoch die Dielektrizitätszahl und/oder die elektrische Leitfähigkeit
des zu detektierenden Mediums bekannt sein. Der Füllstand ist aus der Frequenz des
Ausgangssignals AS des Oszillators mittels einer Kurvenauswertung bestimmbar.
[0029] Vorteilhaft ist darüber hinaus eine Integration des Oszillators 1 in eine kapazitive
Messsonde zum frontbündigen Einbau in eine Wandung eines Behälters 5 oder eine Rohrleitung
6. Ein Messgerät mit einer derartigen Messsonde wird von der Anmelderin unter der
Bezeichnung Liquipoint M hergestellt und vertrieben. Durch die gegenüber einer kapazitiven
Messung geringere Ausbreitung des elektromagnetischen Feldes in das Innere des Behälters
5 oder der Rohrleitung 6 kann mittels des Oszillators 1 auch in Aufbauten geringer
Abmessungen gemessen werden, in welchen eine auf dem kapazitiven Prinzip beruhende
Messung auf Grund der geringen Distanz zu der gegenüberliegenden Wandung gestört würde.
Die Integration des Oszillators 1 in die kapazitive Messsonde führt daher zu einer
Erweiterung des Anwendungsbereichs des Messgerätes.
[0030] Fig. 2 offenbart in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
welche in eine Rohrleitung 6 eingebracht ist. Der Resonator 11 ist hier außerhalb
des Prozesses angeordnet. Eine derartige Ausgestaltung eignet sich insbesondere für
Rohrleitungen 6 mit geringem Durchmesser oder auch für Behältnisse mit geringen Abmessungen,
beispielsweise so genannte Biobags, bei welchen es sich um Einwegbehälter zur Aufnahme
von biologischem Material und zum Ablauf chemischer Reaktionen handelt. Der Resonator
11 ist als Koaxialsonde ausgestaltet, welche durch eine Prozesstrennschicht von dem
Inneren der Rohrleitung 6 getrennt ist. Die Koaxialsonde weist einen Innenleiter 15
auf, welcher koaxial von einem Außenleiter 16 umgeben ist. Der Zwischenraum ist durch
ein Dielektrikum ausgefüllt. Bei dem Dielektrikum handelt es sich beispielsweise um
Luft oder um PTFE. In ersterem Fall besteht beispielsweise ein Luftaustausch zwischen
dem Zwischenraum und dem Innenraum des Feldgehäuses 32, in welchem sich die Elektronikeinheit
2 befindet. Vorteilhaft ist ein Dielektrikum, dessen Dielektrizitätszahl größer ist
als diejenige des zu detektierenden Mediums in der Rohrleitung 6. Im Falle einer metallischen
Rohrleitung 6 kann der Außenleiter elektrisch mit der Rohrleitung verbunden sein.
[0031] Die Prozesstrennschicht 4 schließt im Wesentlichen bündig mit der Rohrleitung 6 ab.
Das Material der Prozesstrennschicht 4 ist aus den elektrisch isolierenden Materialien
vorzugsweise derart gewählt, dass dessen Dielektrizitätszahl maximal der Dielektrizitätszahl
des Dielektrikums entspricht, welches sich zwischen Innenleiter 15 und Außenleiter
16 befindet. Vorzugsweise handelt es sich weiterhin um ein stabiles Material, welches
nicht durch eine gegebenenfalls in der Rohrleitung 6 vorherrschende Strömung abgetragen
wird. Ein geeignetes Material ist beispielsweise ein PTFE-Derivat, insbesondere ETFE.
[0032] Vorteilhaft bei dieser Ausgestaltung ist unter anderem, dass der Abstand von Innenleiter
15 und Außenleiter 16 sehr gering sein kann, womit eine Koaxialsonde geringen Durchmessers
geschaffen ist, welche sich für den Einbau in Rohrleitungen 6 mit geringer Nennweite
eignet. Weiterhin verfügt die Koaxialsonde über einen flachen Endbereich, welcher
kaum in das Innere der Rohrleitung 6 hineinragt und somit einen allenfalls geringen
mechanischen Widerstand für das Medium darstellt.
[0033] An Stelle der Koaxialsonde ist auch ein Hohlleiter, eine Mikrostreifenleitung, oder
eine Patchantenne mit geringer Güte als Resonator 11 für den Einsatz in einer Rohrleitung
6 mit geringer Nennweite geeignet.
[0034] Fig. 3a und Fig. 3b zeigen ein Blockschaltbild zweier Ausführungsbeispiele einer
Elektronikeinheit 2 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung. Der Elektronikeinheit 2 ist
jeweils das Ausgangssignal AS des Oszillators 1 zugeführt.
[0035] In Fig. 3a ist eine Auswertung mittels Frequenzumsetzung dargestellt. Hierzu ist
das Ausgangssignal AS einem ersten Eingang eines Hochfrequenzmischers 21 zugeführt.
An einem zweiten Eingang des Hochfrequenzmischers 21 liegt ein Referenzsignal mit
einer konstanten Frequenz an. Die Funktion des Hochfrequenzmischers 21 besteht darin,
die Frequenz des Ausgangssignals AS des Oszillators 1 durch Differenzbildung mit dem
Referenzsignal zu einer niedrigeren Frequenz hin zu verschieben. Signale mit niedrigen
Frequenzen sind einfacher und kostengünstiger weiterverarbeitbar als hochfrequente.
Die niedrigere Frequenz kann auch nahezu Null sein, sodass eine Änderung der Schwingungen
im Resonator 11 durch Auftreten einer von Null verschiedenen Frequenz am Ausgang des
Hochfrequenzmischers 21 erkennbar ist. Der Hochfrequenzmischer 21 weist beispielsweise
eine oder mehrere Dioden oder ein Gunn-Element auf, oder er besteht aus Transistoren,
insbesondere einer Gilbertzelle.
[0036] Die Frequenz des Ausgangssignals AS nimmt Werte in einem durch eine untere und eine
obere Grenzfrequenz begrenzten Frequenzbereich an. Der Referenzoszillator 22 ist vorzugsweise
derart ausgestaltet, dass die Frequenz des Referenzsignals zumindest im Wesentlichen
der oberen Grenzfrequenz oder der unteren Grenzfrequenz entspricht. Das Signal am
Ausgang des Hochfrequenzmischers 21 nimmt dann Werte an, welche zwischen 0 Hz und
einem oberen Wert, welcher der Breite des Frequenzbereichs entspricht, liegen.
[0037] Die Erzeugung des Referenzsignals übernimmt ein Referenzoszillator 22. Beispielsweise
ist der Referenzoszillator 22 ein spannungsgesteuerter Oszillator, auch unter der
Abkürzung VCO bekannt. Die Frequenz eines VCOs ist elektronisch abstimmbar. Alternativ
ist der Referenzoszillator 22 analog zu dem Oszillator 1 aufgebaut, welcher der Messung
und der Erzeugung des Ausgangssignals AS dient. Ein derartiger Referenzoszillator
22 umfasst ein aktives Element zur Erzeugung einer Schwingung, ein frequenzbestimmendes
Element, ein auskoppelndes Element und vorzugsweise einen Begrenzerverstärker. Das
frequenzbestimmende Element kann als mechanisch abstimmbarer Resonator, beispielsweise
in Form einer Mikrostreifenleitung, oder als elektronisch abstimmbares Bauteil, beispielsweise
als Varaktordiode, ausgestaltet sein. In einer Ausgestaltung kommt als aktives Element
ein Feldeffekttransistor zum Einsatz. Über das frequenzbestimmende Element, welches
in die Beschaltung des Feldeffekttransistors, eingebracht ist, sind die Schwingungseigenschaften,
insbesondere die Schwingfrequenz, einstellbar.
[0038] Wird die Vorrichtung in einer Umgebung eingesetzt, in welcher extreme Temperaturen
oder große Temperatursprünge auftreten, kann die Frequenz der Schwingungen in dem
Resonator 11 eine Temperaturabhängigkeit aufweisen. Diese kann kompensiert werden,
indem der Resonator des Referenzoszillators 22 und der Resonator 11 des Oszillators
1 im Wesentlichen gleich, beispielsweise als Koaxialsonde, ausgestaltet sind und benachbart
angeordnet und somit der gleichen Temperatur ausgesetzt werden. Weiterhin sind die
aktiven Elemente zur Schwingungserzeugung gleich auszugestalten. Der Resonator des
Referenzoszillators 22 steht mit dem Medium nicht oder über eine metallische Grenzfläche
in Kontakt, sodass die Frequenz des mittels des Referenzoszillators 22 erzeugten Referenzsignals
von dem Medium unbeeinflusst ist. Alternativ ist eine elektronische Temperaturkompensation
möglich. Hierzu misst ein Temperaturfühler die am Ort des Resonators 11 vorherrschende
Temperatur und mittels einer hinterlegten Temperaturabhängigkeit der Frequenz des
Ausgangssignals AS nimmt eine Auswerteeinheit, beispielsweise der Mikrocontroller
24, eine entsprechende Korrektur der Frequenz vor.
[0039] Das niederfrequente Ausgangssignal des Hochfrequenzmischers 21 ist einem Frequenzzähler
23 zugeführt, wobei dem Mischer 21 noch ein Filter nachgestellt sein kann. Der Frequenzzähler
23 bestimmt die Frequenz des verarbeiteten Signals, woraus durch die bekannte Umsetzung
durch den Hochfrequenzmischer 21 die Frequenz des Ausgangssignals AS des Oszillators
1 bestimmbar ist. Das Signal des Frequenzzählers 23 ist einer digitalen Verarbeitungseinheit
in Form eines Mikrocontrollers 24 zugeführt. Zur Grenzstandüberwachung vergleicht
der Mikrocontroller 24 die ermittelte Frequenz des Ausgangssignals AS mit einem hinterlegten
Grenzwert, dessen Über- oder Unterschreiten mit dem Erreichen des zu überwachenden
Grenzstandes einhergeht. Der Mikrocontroller 24 erzeugt ein entsprechendes Schaltsignal,
welches anzeigt, ob der Grenzstand erreicht ist. In einer anderen Variante ist die
Erzeugung des Schaltsignals mit analogen Bauelementen ausgeführt. Alternativ zu der
Frequenzbestimmung mittels des Frequenzzählers 23 ist die Frequenz auch von dem Mikrocontroller
24 bestimmbar. Hierzu ist das Ausgangssignal des Hochfrequenzmischers 21 einem Analog-Digital-Wandler
und das digitalisierte Signal dem Mikrocontroller 24 zugeführt.
[0040] In Fig. 3b ist das Ausgangssignal AS über einen Begrenzerverstärker 25 einem Hochfrequenzfilter
26 zugeführt. Der Begrenzerverstärker 25 verstärkt das Hochfrequenzsignal bis an einen
internen Sättigungspunkt der Ausgangsamplitude und dient der Kompensation eines leichten
Frequenzgangs des Oszillators 1. Der Begrenzerverstärker 25 ist optionaler Bestandteil
dieser Ausgestaltung. Das Hochfrequenzfilter 26 ist derart dimensioniert, dass die
Amplitude des gefilterten Signals frequenzabhängig ist und hierbei zumindest innerhalb
eines vorgegebenen Frequenzbandes einer stetigen Funktion folgt. Das vorgegebene Frequenzband
enthält zumindest all diejenigen Frequenzen, welche das Ausgangssignal AS aufweisen
kann. Hierdurch ist jeder Frequenz des Ausgangssignals AS des Oszillators 1 eindeutig
eine Amplitude zugeordnet. Beispielsweise ist das Hochfrequenzfilter 26 als Hochpass
oder als Tiefpass ausgestaltet.
[0041] Das gefilterte Ausgangssignal ist einem Detektor 27 zugeführt, welcher die Amplitude
des gefilterten Ausgangssignals bestimmt. Bei dem Detektor 27 handelt es sich beispielsweise
um eine Hochfrequenzdiode oder um einen thermischen Hochfrequenzdetektor.
[0042] Die Zuordnung der Spannungsamplitude zu einer Frequenz des Ausgangssignals AS des
Oszillators 1 ist beispielsweise in einem Mikrocontroller gespeichert. Hierzu ist
das am Ausgang des Detektors 27 anliegende Signal nach Analog-Digital-Wandlung dem
Mikrocontroller 24 zur Auswertung zugeführt. Die Erzeugung des Schaltsignals erfolgt
wie im Zusammenhang mit Fig. 3a beschrieben.
[0043] In einer hier nicht dargestellten weiteren Ausgestaltung der Elektronikeinheit 2
ist das Ausgangssignal AS des Oszillators 1 direkt einem Frequenzzähler zugeführt.
Bei dem Frequenzzähler handelt es sich um eine in Analogtechnik ausgestaltete Schaltungsanordnung
zur Bestimmung der Frequenz eines Signals. Diese Ausgestaltung ist insbesondere für
relativ geringe Frequenzen unterhalb 2,4 GHz geeignet.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1
- Oszillator
- 11
- Resonator
- 12
- Steckverbindung
- 13
- Aktives Element
- 14
- Auskoppelelement
- 15
- Innenleiter
- 16
- Außenleiter
- 2
- Elektronikeinheit
- 21
- Hochfrequenzmischer
- 22
- Referenzoszillator
- 23
- Frequenzzähler
- 24
- Mikrocontroller
- 25
- Begrenzerverstärker
- 26
- Hochfrequenzfilter
- 27
- Detektor
- 31
- Sensorgehäuse
- 32
- Feldgehäuse
- 4
- Prozesstrennschicht
- 5
- Behälter
- 6
- Rohrleitung
1. Vorrichtung zur Bestimmung und/oder Überwachung eines Füllstands eines Mediums in
einem Behälter (5) oder einer Rohrleitung (6), mit einem Resonator (11), welcher mit
einem Inneren des Behälters (5) oder der Rohrleitung (6) in Kontakt steht, mit einem
aktiven Element (13) zum Erzeugen eines hochfrequenten Signals in dem Resonator (11)
und mit einer Elektronikeinheit (2), welche dazu ausgestaltet ist, von der aus Resonator
(11) und aktivem Element (13) gebildeten Einheit ein elektrisches Ausgangssignal (AS)
zu empfangen und das Ausgangssignal (AS) in Bezug auf die Frequenz auszuwerten,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektronikeinheit (2) dazu ausgestaltet ist, die Frequenz des Ausgangssignals
(AS) zu bestimmen und einer Dielektrizitätszahl des Mediums zuzuordnen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Resonator (11) als Hohlleiter oder als Koaxialsonde mit einem Innenleiter (15)
und einem den Innenleiter (15) koaxial umgebenden Außenleiter (16) ausgestaltet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Resonator (11) als Mikrostreifenleitung oder als Patchantenne ausgestaltet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Resonator (11) zumindest abschnittsweise über eine elektrisch isolierende Prozesstrennschicht
(4) mit dem Inneren des Behälters (5) oder der Rohrleitung (6) in Kontakt steht.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektronikeinheit (2) einen Mischer (21) zur Umsetzung des Ausgangssignals (AS)
in ein niederfrequentes Signal aufweist.
6. Vorrichtung nach dem vorangehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass benachbart zu dem Resonator (11) ein zweiter Resonator ohne Mediumskontakt zur Erzeugung
eines Referenzsignals angeordnet ist, und dass der Mischer (21) aus dem Ausgangssignal
(AS) und dem Referenzsignal ein temperaturkompensiertes Signal erzeugt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektronikeinheit (2) ein Filter (26) aufweist, welchem das Ausgangssignal (AS)
zugeführt ist, und welches derart dimensioniert ist, dass die Amplitude des Ausgangssignals
des Filters (26) eine stetige Abhängigkeit von der Frequenz des Ausgangssignals (AS)
des Oszillators (1) aufweist.
8. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektronikeinheit (2) dazu ausgestaltet ist, eine Änderung der Frequenz des Ausgangssignals
(AS) zu detektieren und an Hand der Änderung eine Änderung eines Grenzstands des Mediums
zu detektieren.
9. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Elektronikeinheit (2) mindestens ein Grenzwert für die Frequenz des Ausgangssignals
(AS) hinterlegt ist, und dass die Elektronikeinheit (2) dazu ausgestaltet ist, die
Frequenz des Ausgangssignals (AS) mit dem Grenzwert zu vergleichen und ein Alarmsignal
zu erzeugen, wenn die Frequenz den Grenzwert erreicht.
1. Apparatus designed to determine and/or monitor a level of a medium in a vessel (5)
or a pipe (6), with a resonator (11), which is contact with an interior area of the
vessel (5) or pipe (6), with an active element (13) for the generation of a highfrequency
signal in the resonator (11) and with an electronic unit (2), which is designed to
receive an electrical output signal (AS) from the unit formed by the resonator (11)
and the active element (13), and to evaluate the output signal (AS) with regard to
the frequency,
characterized in that
the electronic unit (2) is designed to determine the frequency of the output signal
(AS) and assign it to a dielectric coefficient of the medium.
2. Apparatus as claimed in Claim 1,
characterized in that
the resonator (11) is designed as a waveguide or as a coaxial probe with an internal
conductor (15) and outer conductor (16) surrounding the internal conductor in a coaxial
manner (15).
3. Apparatus as claimed in Claim 1,
characterized in that
the resonator (11) is designed as a microstrip line or as a patch antenna.
4. Apparatus as claimed in one of the previous claims,
characterized in that
the resonator (11) is at least partially in contact with the interior of the vessel
(5) or the pipe (6) by means of an electrically isolating process separation layer
(4).
5. Apparatus as claimed in at least one of the previous claims,
characterized in that
the electronic unit (2) features a mixer (21) designed to convert the output signal
(AS) into a low-frequency signal.
6. Apparatus as claimed in the previous Claim,
characterized in that
a second resonator is arranged in a manner adjacent to the resonator (11), said second
resonator not being in contact with the medium and designed to generate a reference
signal, and in that the mixer (21) generates a temperature-compensated signal from the output signal
(AS) and the reference signal.
7. Apparatus as claimed in one of the Claims 1 to 4,
characterized in that
the electronic unit (2) has a filter (26), to which the output signal (AS) is supplied,
and which is sized in such a way that the amplitude of the output signal of the filter
(26) presents a constant dependency on the frequency of the output signal (AS) of
the oscillator (1).
8. Apparatus as claimed in at least one of the previous claims,
characterized in that
the electronic unit (2) is designed to detect a change in the frequency of the output
signal (AS) and, on the basis of said change, to detect a change in the limit level
of the medium.
9. Apparatus as claimed in at least one of the previous claims,
characterized in that
at least one limit value for the frequency of the output signal (AS) is saved in the
electronic unit (2), and in that the electronic unit (2) is designed to compare the frequency of the output signal
(AS) with the limit value and to generate an alarm signal when the frequency reaches
the limit value.
1. Dispositif destiné à la détermination et/ou la surveillance d'un niveau d'un produit
dans un réservoir (5) ou une conduite (6), avec un résonateur (11), lequel est en
contact avec un intérieur du réservoir (5) ou de la conduite (6), avec un élément
actif (13) destiné à la génération d'un signal haute fréquence dans le résonateur
(11) et avec une unité électronique (2), laquelle est conçue de telle sorte à recevoir
de l'unité formée du résonateur (11) et de l'élément actif (13), un signal de sortie
(AS) électrique, et à évaluer le signal de sortie (AS) par rapport à la fréquence,
caractérisé
en ce que l'unité électronique (2) est conçue de telle sorte à déterminer la fréquence du signal
de sortie (AS) et à l'attribuer à un coefficient diélectrique du produit.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que le résonateur (11) est conçu en tant que guide d'ondes ou en tant que sonde coaxiale
avec un conducteur intérieur (15) et un conducteur extérieur (16) entourant de façon
coaxiale le conducteur intérieur (15).
3. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que le résonateur (11) est conçu en tant que guide d'ondes à ruban ou en tant qu'antenne
patch.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que le résonateur (11) est au moins partiellement en contact avec l'intérieur du réservoir
(5) ou la conduite (6) par l'intermédiaire d'une couche séparatrice de process (4)
électriquement isolante.
5. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'unité électronique (2) comporte un mélangeur (21) destiné à convertir le signal
de sortie (AS) en un signal basse fréquence.
6. Dispositif selon la revendication précédente,
caractérisé
en ce qu'est disposé, de manière contiguë au résonateur (11) un deuxième résonateur, sans contact
avec le produit, destiné à la génération d'un signal de référence, et en ce que le mélangeur (21) génère, à partir du signal de sortie (AS) et du signal de référence,
un signal compensé en température.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé
en ce que l'unité électronique (2) comporte un filtre (26), auquel est acheminé le signal de
sortie (AS), et lequel est dimensionné de telle sorte que l'amplitude du signal de
sortie du filtre (26) présente une dépendance constante de la fréquence du signal
de sortie (AS) de l'oscillateur (1).
8. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'unité électronique (2) est conçue de telle sorte à détecter un changement de fréquence
du signal de sortie (AS) et, sur la base de ce changement, à détecter un changement
d'un seuil de niveau du produit.
9. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce qu'est enregistrée dans l'unité électronique (2) au moins une valeur limite pour la fréquence
du signal de sortie (AS), et en ce que l'unité électronique (2) est conçue de telle sorte à comparer la fréquence du signal
de sortie (AS) avec la valeur limite et à générer un signal d'alarme lorsque la fréquence
atteint la valeur limite.