[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur lösbaren Befestigung eines Steigfells
an einem Schneegleitbrett, also insbesondere an der Lauffläche eines Skis, einschließlich
Langlaufskis oder Snowboards. Sie hat auch ein Steigfell mit einer solchen Vorrichtung
zum Gegenstand.
[0002] Um zum Beispiel auf einer Skitour beim Aufstieg ein Zurückrutschen der Skier zu verhindern,
jedoch im flachen oder abschüssigen Gelände gleiten zu können, werden an der Unterseite
oder Lauffläche des Skis Steigfelle befestigt, und zwar lösbar, um nach dem Aufstieg
ungehindert abfahren zu können. Das Steigfell ist dazu selbstklebend oder selbsthaftend
an der Lauffläche befestigt.
[0003] Bei den bekannten Steigfellen ist dazu am vorderen Ende ein gummielastisches Band
mit einem Bügel vorgesehen, der an der Spitze der Schaufel des Skis eingehängt werden
kann.
[0004] Nachteilig bei den bekannten Steigfellen ist, dass der Bügel sich unbeabsichtigt
von der Schaufelspitze aushängen kann. Zudem kann Schnee von vorne unter das Steigfell
eintreten, weil sich durch die Länge des gummielastischen Bandes mit der Zeit immer
mehr Schnee zwischen das relativ tief liegende vordere Ende des Steigfells und die
Lauffläche schieben sich dadurch das Steigfell von dem Ski lösen kann.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur lösbaren Befestigung eines Steigfells
bereitzustellen, welche einfach montierbar und flexibel einsetzbar ist, also z. B.
bei allen Skitypen, und bei hoher Zuverlässigkeit auch unter rauen Bedingungen ein
benutzerfreundliches Auf- und Abfellen des Steigfells erlaubt.
[0006] Dies wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 gekennzeichnete Vorrichtung erreicht.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wiedergegeben. Der Anspruch 12 hat ein Steigfell mit einer solchen Vorrichtung zum
Gegenstand.
[0007] Unter einem Gleitbrett sind dabei insbesondere alle Ski, insbesondere Alpin- und
Tourenski, aber auch Langlaufski zu verstehen, ferner Snowboards, insbesondere sogenannte
Splitboards, also in Längsrichtung teilbare Snowboards, welche für den Aufstieg in
gleicher Weise wie ein Paar Skier eingesetzt werden.
[0008] Das Steigfell ist an der Unterseite oder Lauffläche des Schneegleitbrettes zur lösbaren
Befestigung beispielsweise mit einer selbstklebenden Oberfläche versehen oder zum
Beispiel selbsthaftend ausgebildet.
[0009] Erfindungsgemäß ist zur lösbaren Befestigung des Steigfells am Schneegleitbrett ein
vorderes Halteteil vorgesehen, welches mit seiner Unterseite auf der Oberseite des
Schneegleitbrettes aufliegt, vorzugsweise an der Schaufel, also dem nach vorne aufgebogenen
vorderen Ende des Schneegleitbrettes.
[0010] Das Halteteil weist an seiner dem Schneegleitbrett zugewandten Unterseite einen Zapfen
auf, welcher von oben in eine Öffnung z.B. in dem vorderen Ende der Schaufel steckbar
ist.
[0011] Die Öffnung wird vorzugsweise durch eine Bohrung in der Schaufel gebildet. Die Bohrung
kann zum Beispiel mit einer Bohrschablone und einem Bohrer zur Montage der erfindungsgemäßen
Vorrichtung gebildet werden. Bei einem Teil der Alpinski ist sie jedoch bereits vorhanden,
z. B. um mit einem Skipaar und Skistöcken einen Rettungsschlitten bauen zu können.
[0012] Um den Zapfen gegen Herausziehen aus der Öffnung oder Bohrung zu sichern, ist vorzugsweise
ein Sicherungselement vorgesehen, das vorzugsweise derart ausgebildet ist, dass die
Vorrichtung mit der Unterseite, also der Lauffläche des Schneegleitbrettes bündig
abschließt, also der Zapfen, einschließlich Sicherungselement nicht aus der Lauffläche
des Schneegleitbrettes vorsteht.
[0013] Der Zapfen kann dazu ein Innengewinde aufweisen, in das von der Unterseite oder Lauffläche
des Schneegleitbrettes eine Senkschraube schraubbar ist. Damit die Senkschraube mit
der Unterseite bzw. Lauffläche des Schneegleitbrettes bündig abschließt, wird die
Bohrung in dem Schneegleitbrett entsprechend dem kegelstumpfförmigen Kopf der Senkschraube
mit z. B. einem Bohrer an der Schneegleitbrett-Unterseite entsprechend kegelstumpfförmig
aufgeweitet. Statt einer Senkschraube kann auch eine Flachkopfschraube vorgesehen
sein.
[0014] Der Zapfen und das Halteteil können einstückig ausgebildet sein. Vorzugsweise wird
der Zapfen jedoch durch einen Bolzen gebildet, der in eine Bohrung an der Unterseite,
also der Schneegleitbrett-Oberseite zugewandten Seite des Halteteils eingreift. Die
Bohrung ist dabei vorzugsweise als Sackbohrung ausgebildet. Der Bolzen kann durch
einen Schraubbolzen gebildet werden, der in ein Innengewinde in der Bohrung bzw. Sackbohrung
eingreift, also einschraubbar ist.
[0015] Wenn das Schneegleitbrett beispielsweise in dem vorderen Ende der Schaufel eine Öffnung
aufweist, zum Beispiel um einen Rettungsschlitten zu bauen, welche einen größeren
Durchmesser aufweisen als der Außendurchmesser des Bolzens bzw. Schraubbolzens, ist
vorzugsweise eine Scheibe vorgesehen, welche einen Rand aufweist, welcher die Öffnung
in dem Schneegleitbrett an dessen Unterseite übergreift, wobei die Scheibe mit einer
Ausnehmung versehen ist, welche von einer Senk- oder Flachkopfschraube durchsetzt
wird, die den Schraubbolzen bildet, der in die Bohrung oder Sackbohrung an der Unterseite
des Halteteils eingreift.
[0016] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist ferner einen um die Schaufel auf die Skigleitbrett-Oberseite
umschlagbaren Verbindungsabschnitt auf, welcher das vordere Steigfellende mit einer
Einhängeeinrichtung verbindet, welche an dem auf der Schaufel montierten Halteteil
eingehängt werden kann, um das Steigfell mit dem Halteteil lösbar zu verbinden.
[0017] Der Verbindungsabschnitt kann damit kurz ausgebildet sein, so dass das vordere Ende
des Steigfells sich bis zur Spitze der Schaufel an der Unterseite bzw. Lauffläche
des Schneegleitbrettes erstrecken kann, wodurch ein Eintreten von Schnee zwischen
Lauffläche und Steigfell im vorderen Bereich des Steigfells verhindert ist.
[0018] Um die Einhängeeinrichtung an dem Halteteil auf der Schneegleitbrett-Schaufel sicher
zu fixieren, kann der Verbindungsabschnitt federelastisch ausgebildet sein, beispielsweise
als elastisches Band.
[0019] Zwar kann das rückwärtige Ende des Steigfells ggf. allein durch die selbstklebende
Oberfläche oder Haftung des Steigfells fixiert werden, vorzugsweise ist jedoch eine
zusätzliche Einrichtung zur Befestigung des rückwärtigen Endes des Steigfells vorgesehen,
beispielsweise ein Haken, der am rückwärtigen Steigfellende befestigt ist und an der
Kante am rückwärtigen Ende des Schneegleitbrettes eingehängt werden kann.
[0020] Vorzugsweise ist jedoch erfindungsgemäß ein zweites am rückwärtigen Ende des Schneegleitbrettes
auf dessen Oberseite aufliegendes rückwärtiges Halteteil vorgesehen, welches in gleiches
Weise wie das vordere Halteteil einen Zapfen aufweist, welcher in eine Öffnung im
rückwärtigen Endbereich des Schneegleitbrettes steckbar ist, wobei ein um das rückwärtige
Ende auf die Schneegleitbrett-Oberseite umschlagbarer Verbindungsabschnitt vorgesehen
sein kann, welcher das rückwärtige Steigfellende mit einer Einhängevorrichtung verbindet,
welche an dem rückwärtigen Halteteil einhängbar ist.
[0021] Dabei kann der Verbindungsabschnitt zur Verbindung des rückwärtigen Steigfellendes
wie der Verbindungsabschnitt zur Verbindung des vorderen Steigfellendes mit dem vorderen
Halteteil aus einem federelastischen Material bestehen, also beispielsweise als elastisches
Band ausgebildet sein.
[0022] Das vordere Halteteil weist an seiner von der Spitze der Schaufel abgewandten Seite
eine Nut zum Einhängen der Einhängeeinrichtung auf. In gleicher Weise kann das rückwärtige
Halteteil mit einer Nut versehen, und zwar an seiner von dem rückwärtigen Ende des
Schneegleitbrettes abgewandten Seite.
[0023] Die Nut erstreckt sich vorzugsweise quer zur Längsrichtung des Schneegleitbrettes.
Die Einhängevorrichtung kann durch einen Bügel gebildet sein, aber auch beispielsweise
durch einen Ring, eine Schlaufe oder eine andere Einrichtung, die mit dem Verbindungsabschnitt
in die Nut gezogen wird.
[0024] Wenn die Einhängevorrichtung durch einen Bügel gebildet wird, greift der vorzugsweise
quer zur Längsrichtung des Schneegleitbrettes verlaufende Bügelmittelabschnitt in
die Nut ein, während sich die Seitenarme des Bügels vorzugsweise entlang der beiden
in Schneegleitbrett-Längsrichtung verlaufenden Längsseiten des Halteteils erstrecken,
wobei der Verbindungsabschnitt an einem Steg angreift, der die der Schaufelspitze
zugewandten Enden der Bügelarme verbindet und sich vor dem Halteteil quer zur Schneegleitbrett-Längsrichtung
erstreckt.
[0025] Das Halteteil kann durch eine beispielsweise 10 bis 40 Millimeter lange, 10 bis 40
Millimeter breite und 5 bis 15 Millimeter dicke Platte gebildet sein.
[0026] Der Zapfen weist eine maximal der Dicke des Schneegleitbretts entsprechende Länge
auf und einen Durchmesser von beispielsweise 5 bis 15 Millimeter.
[0027] Das vordere Halteteil kann nach vorne verjüngt ausgebildet sein, um eine Schneeansammlung
an der Oberseite des Schneegleitbrettes zu verhindern. Dazu kann die der Spitze des
Schaufelteils zugewandte Seite des Einhängeteils als Rundung zwischen den beiden Längsseiten
also in der Draufsicht hufeisenförmig ausgebildet sein.
[0028] Um den Bolzen gegen Herausziehen aus der Bohrung in dem Halteteil zu sichern, kann
das in die Bohrung eingreifende Ende des Bolzens mit einer Umfangsnut versehen sein,
in die ein senkrecht zur Bolzenlängsachse in dem Halteteil geschraubter Gewindestift
eingreift. Mit der Gewindespindel wird der Bolzen also in axialer Richtung fixiert,
wobei z.B. bei angezogener Senkschraube das Halteteil bei gelockertem Gewindestift
ausgerichtet werden kann, um es dann zu fixieren.
[0029] Das Halteteil, einschließlich des Zapfens bzw. Bolzens kann z. B. aus Metall, Kunststoff
oder Holz bestehen. Als Metall wird vorzugsweise ein Leichtmetall, insbesondere ein
Aluminium-oder Titan-Werkstoff verwendet. Das Halteteil kann beliebig ausgestaltet
sein, insbesondere auch so, dass es als Veredelung des Schneegleitbretts, also gewissermaßen
als Schmuckstück wahrgenommen wird.
[0030] Wie erwähnt, kann das Halteteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung sowohl vorne an
der Schaufel als auch wie am rückwärtigen Ende des Schneegleitbretts angebracht werden.
[0031] Beispielsweise ist es möglich, die erfindungsgemäße Vorrichtung vorne an der Schaufel
anzubringen und dabei das Steigfell nach hinten auslaufen zu lassen oder das Steigfell
an seinem hinteren Ende mit einem Endhaken, beispielsweise einem "Snap-on"-Endhaken
und einem federelastischen Band, beispielsweise Gummiband, zu befestigen.
[0032] Ferner kann sowohl an der Schaufel des Schneegleitbretts als auch an dessen rückwärtigem
Ende jeweils ein Halteteil angebracht sein, wobei sowohl das vordere Steigfellende
wie das hintere Steigfellende mit einem federelastischem, spannbaren Band, beispielsweise
einem Gummiband versehen ist, welches eine an dem vorderen bzw. hinteren Halteteil
einhängbare, vorzugsweise als Bügel ausgebildete Einhängeeinrichtung aufweist.
[0033] Auch ist es möglich, das Steigfell an der Schaufelspitze mit einem Standardbügel
zu befestigen und das Halteteil an dem rückwärtigen Schneebrettende anzubringen, und
zur Verbindung des rückwärtigen Steigfellendes mit der vorzugsweise als Bügel ausgebildeten
Einhängeeinrichtung an dem rückwärtigen Halteteil einen als federelastisches, spannbares
[0034] Band, beispielsweise Gummiband ausgebildeten Verbindungsabschnitt vorzusehen.
[0035] Schließlich kann das Steigfell am vorderen Ende mit einem herkömmlichen Gummispanner
mit Standardbügel zum Einhängen an der Schaufelspitze versehen und mit seinem hinteren
Ende mit einem Halteteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung am rückwärtigen Schneebrettende
befestigt sein.
[0036] Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung beispielhaft näher
erläutert. Darin zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des Halteteils;
Figur 2 das auf eine Skispitze montierte Halteteil nach Figur 1 im Längsschnitt entlang
der Linie II-II in Figur 1;
Figur 3 eine Draufsicht auf das auf eine Skispitze montierte Halteteil entsprechend
Figur 2; und
Figur 4 einen Längsschnitt durch ein an der Skispitze montiertes Halteteil nach einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung.
[0037] Gemäß Figur 2 und 3 ist zur Befestigung eines Steigfells 1 an der Unterseite oder
Lauffläche 2 eines Schneegleitbrettes 3 ein auf der Oberseite des Schneegleitbrettes
3 aufliegendes vorderes Halteteil 4 vorgesehen, und zwar an der Schaufel 5, also dem
nach vorne aufgebogenen vorderen Ende des Schneegleitbrettes 3.
[0038] Das Halteteil 4 weist an seiner dem Schneegleitbrett 3 zugewandten Unterseite 7 einen
Zapfen 5 auf, welcher von oben in eine Öffnung 8 in dem vorderen Ende der Schaufel
6 steckbar ist.
[0039] Die Öffnung 8 wird durch eine Bohrung in der Schaufel 6 gebildet. Die Öffnung bzw.
die Bohrung 8 kann zum Beispiel bei einem Alpinski bereits vorhanden sein, um einen
Rettungsschlitten bauen zu können. Sie kann jedoch auch nachträglich zur Montage der
erfindungsgemäßen Vorrichtung angebracht werden.
[0040] Um den Zapfen 5 gegen Herausziehen aus der Öffnung 8 zu sichern, ist vorzugsweise
ein Sicherungselement vorgesehen, das mit der Unterseite, also der Lauffläche 2 des
Schneegleitbrettes bündig abschließt. Das Sicherungselement kann durch eine Senkschraube
mit kegelstumpfförmigem Kopf 10 gebildet sein, die in ein Innengewinde 9 in dem Zapfen
5 geschraubt ist.
[0041] Zur Befestigung des vorderen Endes des Steigfells 1 an dem Halteteil 4 sind eine
an dem Halteteil 4 einhängbare Einhängeeinrichtung 11 und ein Verbindungsabschnitt
12 vorgesehen, welcher die Einhängeeinrichtung 11 mit dem vorderen Ende des Steigfells
1 verbindet.
[0042] Der Verbindungsabschnitt 12 kann beispielsweise aus einem elastischen Band bestehen,
das am vorderen Ende des Steigfells 1 beispielsweise durch Vernähen 13 befestigt ist.
[0043] Das Halteteil 4 weist an seiner rückwärtigen Seite eine quer zur Schneegleitbrett-Längsachse
L verlaufende Nut 14 zum Einhängen der Einhängevorrichtung 11 auf.
[0044] Die Einhängevorrichtung 11 wird durch einen Bügel gebildet, der mit seinem Mittelabschnitt
15 in die Nut 14 eingreift.
[0045] Die Seitenarme 16a, 16b des Bügels erstrecken sich entlang der beiden in Schneegleitbrett-Längsrichtung
verlaufenden Längsseiten des Halteteils 4.
[0046] Der Verbindungsabschnitt 12 ist an einem Steg 17 des Bügels befestigt, der die der
Schaufelspitze zugewandten Enden der Bügelseitenarme 16a, 16b miteinander verbindet,
so dass sich der quer zur Schneegleitbrett-Längsrichtung L verlaufende Steg 17 vor
dem Halteteil 4 erstreckt.
[0047] Gemäß Figur 2 wird der Zapfen 5 durch einen Bolzen 18 gebildet, der in eine Sackbohrung
19 an der Unterseite 7 des Halteteils 4 eingreift.
[0048] Um den Bolzen 18 gegen Herausziehen aus der Bohrung 19 zu sichern, ist das in die
Bohrung 19 eingreifende Ende des Bolzens 18 mit einer konzentrischen Umfangsnut 20
versehen, in die ein in der Zeichnung nicht dargestellter Gewindestift eingreift,
der sich senkrecht zum Bolzen 18 durch ein nicht dargestelltes Innengewinde im Halteteil
4 erstreckt.
[0049] Die Ausführungsform nach Figur 4 ist für ein Schneegleitbrett 3, beispielsweise einen
Alpinski mit einer Öffnung 8a an der Schaufel zum Bau eines Rettungsschlittens vorgesehen,
welche einen größeren Durchmesser D aufweist als der Durchmesser d des Schraubbolzens
21, welcher bei dieser Ausführungsform den Zapfen 5 bzw. Bolzen 18 gemäß der Ausführungsform
nach Figur 1 bis 3 ersetzt. Der Schraubbolzen 21 greift in eine Sackbohrung 19 im
Halteteil 4 ein, welche zum Einschrauben des Schraubbolzens 21 mit einem Innengewinde
versehen ist.
[0050] Der Schraubbolzen 21, der als Senkschraube ausgebildet ist, durchsetzt eine Scheibe
22, welche einen als Ringschulter ausgebildeten Rand 23 aufweist, welcher die Öffnung
8a an der Unterseite des Schneegleitbretts 3 übergreift.
[0051] Die Scheibe 22 weist ferner einen in die Öffnung 8a eingreifenden, dem Durchmesser
D der Öffnung 8a entsprechenden Abschnitt 24 auf, den die Senkschraube 21 durchragt,
um mit ihrem Gewinde in das Innengewinde der Sackbohrung 19 einzugreifen. Um den Kopf
der Senkschraube 21 aufzunehmen, ist die Scheibe 22 an ihrer vom Halteteil 4 abgewandten
Unterseite mit einer dem kegelstumpfförmigen Kopf der Senkschraube 21 entsprechenden
konzentrischen Ausnehmung 25 versehen.
[0052] Um das Halteteil 4 mit der Schraube 19 gegen das Schneegleitbrett 3 festziehen zu
können, ist zwischen der Scheibe 22 und dem Halteteil 4 in der Öffnung 8a ein Spalt
26 vorgesehen.
1. Vorrichtung zur lösbaren Befestigung eines Steigfells (1) an einem Schneegleitbrett
(3), gekennzeichnet durch ein Halteteil (4), das auf der Oberseite des Schneegleitbrettes (3) aufliegt und
einen Zapfen (5) an seiner Unterseite aufweist, welcher in eine Öffnung (8, 8a) im
vorderen Ende der Schaufel (6) des Schneegleitbrettes (3) und/oder in eine Öffnung
im rückwärtigen Endbereich des Schneegleitbretts (3) steckbar ist, und einen um die
Schaufel (6) des Schneegleitbrettes (3) und/oder das rückwärtige Ende des Schneegleitbrettes
(3) umschlagbaren Verbindungsabschnitt (12) welcher das vordere Steigfellende mit
einer an dem vorderen Halteteil (4) einhängbaren Einhängeeinrichtung (11) und/oder
das hintere Steigfellende mit einer an dem hinteren Halteteil einhängbaren Einhängeeinrichtung
verbindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (5) durch einen Bolzen (18) gebildet wird, der in eine Bohrung (20) an
der Unterseite des Halteteils (4) eingreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (20) an der Unterseite des Halteteils (4) durch eine Sackbohrung gebildet
wird.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (5), Bolzen (18) oder Schraubbolzen (21) ein Innengewinde (9) aufweist,
in das zur Befestigung des Halteteils (4) an dem Schneegleitbrett (3) von der Unterseite
des Schneegleitbrettes (3) eine Senkschraube (10) oder eine Flachkopfschraube eingreift.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Öffnung (8a) in dem vorderen Ende der Schaufel (6) oder im rückwärtigen
Endbereich des Schneegleitbrettes (3), welche einen größeren Durchmesser (D) aufweist
als der Durchmesser (d) des Bolzens (18) oder Schraubbolzens (21) eine Scheibe (22)
vorgesehen ist, die einen Rand (23) aufweist, welcher die Öffnung (8a) in dem Schneegleitbrett
(3) übergreift und mit einer Ausnehmung (25) versehen ist, welche von dem Bolzen (18)
oder Schraubbolzen (21) durchsetzt wird, welcher in die Bohrung oder Sackbohrung an
der Unterseite des Halteteils (4) eingreift.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schraubbolzen (21) durch eine Senkschraube oder eine Flachkopfschraube gebildet
wird.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (18) oder Schraubbolzen (21) durch einen in das Halteteil (4) geschraubten
Gewindestift fixierbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, der Bolzen (18) oder Schraubbolzen (21) eine Umfangsnut aufweist, in die der Gewindestift
eingreift.
9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneegleitbrett (3) durch einen Ski gebildet wird und die Öffnung (8, 8a) eine
im vorderen Ende der Schaufel (6) des Skis zum Bau eines Ski-Rettungsschlittens vorgesehene
Öffnung ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (12) zur Verbindung des vorderen Steigfellendes mit der
Einhängeeinrichtung (11) mit dem vorderen Halteteil (4) und/oder der Verbindungsabschnitt
zur Verbindung des hinteren Steigfellendes mit der Einhängeeinrichtung mit dem rückwärtigen
Halteteil als federelastisches, spannbares Band ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das vordere Halteteil (4) mit seiner von der Spitze der Schaufel (6) abgewandten
Seite und/oder das rückwärtige Halteteil an seiner von dem rückwärtigen Ende des Schneegleitbrettes
(3) abgewandten Seite eine Nut (14) zum Einhängen der Einhängeeinrichtung (11) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einhängeeinrichtung (11) durch einen Bügel gebildet wird.
13. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das vordere und/oder hintere Halteteil (4) nach vorne verjüngt.
14. Steigfell mit einer Vorrichtung zur lösbaren Befestigung an einem Schneegleitbrett,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche ausgebildet ist.