[0001] Gegenstand der Erfindung ist eine polygonartige Schiebeverpackung mit Dreh-Schub-Bewegung
zum Öffnen und Verschließen der beiden einander zugeordneten Hülsen der Verpackung.
[0002] Die Schiebeverpackung besteht aus zwei an je einer Stirnseite verschlossenen, an
der gegenüberliegenden Stirnseite offenen, durch Ineinanderschieben miteinander verbindbaren
Hohlkörpern, mit einer Rastvorrichtung, die aus mindestens einer am einen Hohlkörper
vorgesehenen ersten Zahnreihen mit mindestens einem Rastzahn und mit mindestens einer
am anderen Hohlkörper angeordneten, der ersten Zahnreihe zugeordneten zweiten Zahnreihe
mit mindestens einem Rastzahn besteht, welche beim Ineinanderschieben der Hohlkörper
mit ihren zugeordneten, kontaktierenden Zahnflanken der Rastzähne ineinander greifen
und miteinander verrasten, wobei zur Trennung der beiden Hohlkörper die kontaktierenden
Zahnreihen durch Verdrehen der beiden Hohlkörper zueinander um deren Längsachsen außer
Eingriff gebracht werden können.
[0003] Ein derartiger Stand der Technik ist teilweise mit der
DE 44 06 932 C2 bekannt geworden. Bei diesem Verpackungsbehälter wird eine veränderbare Länge dadurch
erzielt, dass an den Ecken der Außenhülse Rastbahnen angeordnet sind, die mit einer
Reihe von Rastzähnen besetzt sind, und dass ferner an der gegenüberliegenden Außenhülse
ebenfalls eckenseitige, in Schieberichtung hintereinanderliegend Rastzähne vorgesehen
sind, welche eine Rastbahn ausbilden.
[0004] Bei der
DE 44 06 932 C2 ist die eckenseitige Rastbahn der Innenhülse der eckenseitigen Rastbahn der Außenhülse
zugeordnet, und die beiden Teile sind durch einfaches Ineinanderschieben miteinander
verrastbar. Zum Verrasten ist vorgesehen, dass die Rastbahn der Innenhülse auf die
Rastbahn der Außenhülse aufgeschoben wird.
[0005] Nachdem die beiden Rastbahnen durch direktes Eingreifen miteinander verrastet werden,
ist die durch Schub oder Zug bewirkte Verrastungsbewegung relativ schwierig und nur
mit hoher Schubkraft oder entgegen gesetzt gerichteter Lösekraft zu bewerkstelligen.
Aus diesem Grund schlägt die genannte
DE 44 06 932 C2 vor, dass die Außen- und die Innenhülse relativ zueinander verdrehbar sind, um die
Löse- und Verschiebestellung zu erreichen.
[0006] In der Löse- und Verschiebestellung ist vorgesehen, dass die Rastbahn, z. B. der
Innenhülse, außer Eingriff mit der eckenseitig angeordneten Rastbahn der Außenhülse
gelangt. In dieser Löse- und Verschiebestellung sind die beiden Teile leicht gegeneinander
verschiebbar und können auf jede beliebige Länge zueinander eingestellt werden und
durch erneute gegenseitige Verdrehung der Hohlkörper deren Rastbahnen wieder in Eingriff
gebracht werden.
[0007] Ein solcher Verpackungsbehälter hat sich im großen Umfang bewährt. Nachteil des bekannten
Verpackungsbehälters ist jedoch, dass der Übergang von der Raststellung in die Lösestellung
nur durch Verformung der Wandung der Außenhülse erfolgen kann, die sich mit ihren
Wandungen elastisch radial nach außen gerichtet verformen muss, um einen Freiraum
für die an der Innenseite der Außenhülse entlang verschobene Rastbahn der Innenhülse
zu ermöglichen. Es bedarf daher einer hohen Drehkraft, um die beiden Teile gegeneinander
zu verdrehen, wobei die Behälterwandungen der Außenhülse elastisch nach außen ausweichen
müssen. Eine solche erhöhte Drehkraft ist nicht erwünscht.
[0008] Ferner besteht der weitere Nachteil der bekannten Verpackungshülse darin, dass die
gesamte Rastung auch nur dann funktioniert, wenn mindestens das Material der Außenhülse
elastisch nachgiebig ausgebildet ist. Bei einem relativ starren Kunststoffmaterial
oder auch andere Materialien, wie z. B. Holz, Pappe, Papier, Metall und dergleichen
Materialien, die keine hohe Verformungsfähigkeit besitzen, funktioniert die bekannte
Rastung nach der
DE 44 06 932 C2 nicht, weil die Elastizität der Außenhülse nicht im geforderten Maß vorhanden ist.
[0009] Der Erfindung liegt deshalb, ausgehend von der
DE 44 06 932 C2, die Aufgabe zugrunde, die durch Dreh- und Schub- oder Zugbewegung bewirkte Verschiebestellung
zwischen einer Außenhülse und einer Innenhülse unter möglichst geringer Verschiebekraft
zu ermöglichen, wobei der Übergang zwischen der Raststellung und der Lösestellung
auch bei weniger elastischen Materialien der Außenhülse mit geringer Kraft gelingen
kann.
[0010] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehre des
Anspruches 1 gekennzeichnet.
[0011] Merkmal der Erfindung ist, dass bei den ineinandergreifenden Flächen von Außenhülse
und Innenhülse in Verschieberichtung mindestens eine Rastbahn an dem einen Teil angeordnet
ist, die in Längsrichtung zur Verschieberichtung ausgerichtet ist, und dass am anderen
Teil mindestens ein Rastzahn vorhanden ist, der mit dieser Rastbahn in Eingriff bringbar
ist, und dass ferner in Umfangsrichtung im Abstand zur Rastbahn mindestens eine Gleitbahn
angeordnet ist, in welche die Rastbahn des gegenüberliegenden Teils in Eingriff bringbar
ist und dort frei in Verschiebungsrichtung verschiebbar ist.
[0012] Wichtig bei der Erfindung ist demnach, dass im radialen Abstand (das heißt am Umfang
versetzt) zu der in Längsrichtung verlaufenden Rastbahn an dem einen Teil und am anderen
Teil gegenüberliegend, mindestens eine Gleitbahn angeordnet ist, und die Rastbahn
an dem einen Teil durch Verdrehung zwischen den beiden Teilen so gedreht werden kann,
dass die Rastbahn an dem einen Teil in Eingriff mit der Gleitbahn am gegenüberliegenden
Teil kommt.
[0013] Das Vorhandensein von mindestens einer Gleitbahn ist ein wesentlicher Unterschied
gegenüber dem Stand der Technik, denn beim Stand der Technik nach der
DE 44 06 932 C2 waren eine solche Gleitbahn nicht vorgesehen. Hier war lediglich vorgesehen, dass
die eckenseitig angeordnete Rastbahn an der Außenhülse nach innen wies und die Innenhülse
eckenseitige, nach außen gerichtete Rastzähne aufwies und bei der Verdrehung der beiden
Teile die an der Außenseite der Innenhülse angeordneten Rastzähne sich an der Wandung
der Außenhülse anlegten und diese elastisch verformten. Durch diese Dreh- und nachfolgende
Zug- oder Schubbewegung wurden die Rastzähne am einen Teil außer Eingriff mit der
Rastbahn am gegenüberliegenden Teil der Verpackungshülse gebracht.
[0014] Dies ist nach der Erfindung nicht mehr notwendig, denn es sind erfindungsgemäß im
einen Hohlkörper Gleitbahnen vorhanden, sodass eine elastische Verformung bei der
Verdrehung der beiden Hohlkörper nicht mehr notwendig ist. Damit ergibt sich der Vorteil,
dass die Außenhülse nicht mehr aus einem elastisch nachgiebigen Material bestehen
muss, weil es auf die Nachgiebigkeit der Wände der Außenhülse nicht mehr ankommt.
Stattdessen sind im radialen Abstand neben den Rastzähnen der Außenhülse ein oder
mehrere Gleitbahnen angeordnet, wobei die Erfindung eine Vielzahl von Möglichkeiten
als wesentlich beansprucht:
[0015] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Gleitbahn als etwa trapezförmige oder
U-förmige profilierte, mit ihrem geschlossenen Nutengrund radial nach außen gerichtete
Nut in der Wandung des einen Hohlkörpers ausgebildet.
[0016] Der Begriff "Gleitbahn" ist nicht darauf beschränkt, dass der oder die Rastzähne
am einen Teil der Verpackungshülse in berührenden und gleitenden Eingriff mit der
Gleitbahn am gegenüberliegenden Teil gelangen. Der oder die Rastzähne am einen Teil
der Verpackungshülse müssen die Gleitbahn nicht unbedingt berühren. Sie können auch
berührungsfrei über der Gleitbahn geführt sein, die dann als Längsführungselement
für eine Geradführung der am gegenüberliegenden Teil der Verpackungshülse angeordneten
Rastzähne dient.
[0017] Der Begriff "Rastbahn" wird der einfacheren Beschreibung wegen in dieser allgemeinen
Form verwendet, obwohl die "Rastbahn" auch nur aus einem einzigen Zahn bestehen kann.
[0018] In einer ersten Ausführungsform ist vorgesehen, dass an der Außenhülse lediglich
ein einziger Zahn vorhanden ist oder wahlweise mehrere hintereinander liegende Zähne,
die eine Zahnreihe bilden. Wichtig ist, dass im radialen Abstand und am Umfang versetzt
neben diesem einen oder mehreren Zähnen mindestens eine Gleitbahn an dieser Außenhülse
angeordnet ist.
[0019] In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Zähne an
allen oder einigen Ecken oder an beliebigen anderen Oberflächen dieser Außenhülse
vorhanden sind, sodass es bei der Erfindung nicht darauf ankommt, dass die Gleitbahn
und/oder die Rastbahn eckenseitig angeordnet sind. Diese können auch an beliebigen
anderen Oberflächen in Längsrichtung (Schub- und Zugrichtung), ausgerichtet sowohl
an der Außenhülse als auch in der Innenhülse, angeordnet sein.
[0020] Ferner ist es nicht lösungsnotwendig, dass insgesamt nur eine einzige Gleitbahn vorhanden
ist. Bei einem viereckigen Körper kann an jeder Ecke eine solche Gleitbahn angeordnet
sein. Sie können aber auch - bezüglich einer in Längsrichtung sich erstreckenden Körperecke
- links und rechts des Rastzahnes (oder allgemein: der Rastbahn) angeordnet sein,
sodass an jeder Ecke im Abstand voneinander und am Umfang zueinander versetzt zwei
Gleitbahnen angeordnet sind.
[0021] Die Erfindung ist im Übrigen nicht auf einen viereckigen Körper als Verpackungshülse
beschränkt. Es kann jeder polygonartige Körper verwendet werden, wie z. B. ein Dreieck-,
ein Viereck-, Fünfeck-, Sechs-, Acht-, Zwölf-oder symmetrische Mehreck-Körper oder
ein ähnlich geformter, asymmetrischer Verpackungskörper. Es können auch Rundkörper
verwendet werden, unter der Voraussetzung, dass solche Rundkörper die vorher beschriebenen
Eigenschaften aufweisen.
[0022] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass an dem der Rastbahn gegenüberliegenden
Teil der Hülse ein oder mehrere Gleitbahnen angeordnet sind, die eine nahezu kraftfreie
Verschiebung der Rastzähne der Rastbahn im gegenüberliegenden Hohlkörper bei einer
Dreh-Schub- oder Zugbewegung ermöglichen. Somit ist eine geringe Verschiebekraft zwischen
den Hohlkörpern in der Löse- oder Gleitstellung gegeben, ohne dass die beiden Hohlkörper
bei deren Verdrehung deformiert werden müssen.
[0023] Ebenso können die beiden Hohlkörper leicht zu einer bezüglich der Verpackungslänge
beliebigen Raststellung vereinigt werden, indem der eine Hohlkörper relativ zum anderen
Hohlkörper verdreht und dann verrastet wird.
[0024] Die Erfindung ist nicht darauf beschränkt, dass an der Innenhülse lediglich ein oder
zwei eckenseitige Rastbahnen angeordnet sind. Es können statt einer einzigen Rastbahn
auch diagonal gegenüberliegende, eckenseitige Rastbahnen vorgesehen werden. Bei einem
viereckigen Körper können an jeder Körperkante derartige Rastbahnen vorgesehen werden.
[0025] Es ist jedoch nicht für die Lösung der allgemeinen Aufgabe lösungsnotwendig, dass
die Rastbahnen im Eckenbereich angeordnet sind. Sie können auch auf einer beliebigen
anderen Oberflächenbahn des Hülsenkörpers angeordnet sein und müssen deshalb nicht
lösungsnotwendig eckenseitig vorgesehen werden.
[0026] Es wird bevorzugt, wenn in Umfangsrichtung im Übergang von der Rastbahn in die Gleitbahn
ein bestimmter elastischer Widerstand zu überwinden ist. Dieser Widerstand ist vorteilhaft
bei der Verdrehung der beiden Teile spürbar. Zu diesem Zweck sieht die Erfindung vor,
dass im Übergangsbereich zwischen der Gleitbahn und der Rastbahn an dem einen Hülsenteil
eine radial nach innen vorspringende Verformungskante vorgesehen ist, die beim Einschwenken
der am anderen Teil angeordneten Rastbahn von der Raststellung in die Gleitstellung
an dieser Verformungskante vorbei streicht und diese geringfügig verformt, um so einen
spürbaren Widerstand bei der Verdrehung der beiden Teile von der Lösestellung in die
Raststellung und umgekehrt zu ermöglichen.
[0027] Es wird bevorzugt, ist jedoch nicht lösungsnotwendig, eine solche Verformungskante
vorzusehen. Entfällt die Verformungskante, können die beiden Körper ohne nennenswerten
Verdrehwiderstand von der Öffnungsstellung (Lösestellung) in die Raststellung und
umgekehrt gebracht werden.
[0028] Bei einer in Längsrichtung durchgehenden Verformungskante können auch andere Verformungsmittel
verwendet werden, wie z. B. eine am einen Hülsenteil angespritzte Lippe oder angespritzte
Noppen, die sich bei der gegeneinander gerichteten Verdrehung der beiden Hülsenteile
elastisch verformen und einen bestimmten Verdrehdruck der Verdrehung entgegensetzen.
[0029] Weil es zum zirkularen Einschwenken des am einen Teil angeordneten Rastzahns in die
zugeordneten Rastzähne im Bereich der Rastbahn am anderen Teil kommt, ist es auch
möglich, während der radialen Bewegung der beiden Teile zueinander in diesem Bewegungsbereich
Noppenvorsprünge oder ähnlich verformbare elastomere Körper vorzusehen, die beim Einschwenken
oder bei der Relativbewegung der beiden Teile zueinander verformt werden.
[0030] Mit den erfindungsgemäßen Merkmalen ergibt sich nun erstmals der Vorteil, dass es
auf die Elastizität der Außenhülse nicht mehr ankommt. Demgemäß können die Innen-
und Außenhülse aus einem sehr starren und biegefesten Material gefertigt werden. Das
ist mit dem Vorteil verbunden, dass mit der erfindungsgemäßen Verpackung nun auch
sehr schwere Gegenstände verpackt werden können, die aufgrund ihres Gewichtes nicht
mehr in der Lage sind, die miteinander verrasteten Hohlkörper zu lösen, auch wenn
diese sich in der verrasteten Stellung befinden. Eine solche Verpackung kann deshalb
auch hohe Stoß- und Schlagkräfte aushalten, ohne dass die Gefahr besteht, dass die
ineinander verrasteten Hohlkörper unbeabsichtigt außer Eingriff gelangen.
[0031] Gleichwohl ist eine leichte Verdrehbarkeit der beiden Verpackungshohlkörper gegeneinander
gewährleistet und die beiden Verpackungshohlkörper können zur Öffnung der Verpackung
oder zur Wahl der Verpackungslänge leicht gegeneinander verdreht und verschoben werden.#
[0032] Die folgenden Merkmale sollen in Alleinstellung und/oder in Kombination mit den vorher
genannten Merkmalen und/oder in Kombination mit den nachfolgend genannten Merkmalen
Schutz genießen.
[0033] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Außenhülse an ihrer vorderen Stirnseite
werkstoffeinstückig mit einer im Durchmesser verminderten Rast- und Gleithülse verbunden,
die beim Zusammenschieben von Außen- und Innenhülse in den Innenraum der Außenhülse
eindringt.
[0034] Am Außenumfang dieser Rast- und Gleithülse sind diametral gegenüberliegenden Rastzähne
angeordnet, die mit den gegenüberliegend und fluchtend angeordneten Rastzähnen auf
dem Außenumfang der Innenhülse zusammenwirken.
[0035] Erfindungsgemäß ist nun im Bereich der Wandung dieser Rast und Gleithülse an jeder
Wandung der Rast- und Gleithülse eine Schrägsicke eingeformt. In erster Linie dient
die eingeformte Schrägsicke in der Wandung der Rast- und Gleithülse dazu, die Biegesteifigkeit
der Rast und Gleithülse zu verbessern, um eine unzulässige Verformung der Rast und
Gleithülse zu verhindern, wenn die Rastzähne am Außenumfang der Innenhülse in den
Innenraum der Außenhülse eindringen, um dort mit den im Eckenbereich der Rast- und
Gleithülse angeordneten und diametral gegenüberliegenden Rastzähnen in Rasteingriff
kommen.
[0036] In zweiter Linie dienen die in den Wandungen der Rast- und Gleithülse eingeformten
Schrägsicken dazu, eine vergrößerte Etikettierfläche auf dem Außenumfang der Außenhülse
zu gewährleisten.
[0037] Bezogen auf eine Mittenlängsachse durch die Außenhülse ist nämlich der Querschnitt
der Rast- und Gleithülse in Bezug auf den Querschnitt der werkstoffeinstückig damit
verbundenen Außenhülse um einen Winkel von z.B. 6° verdreht ausgebildet.
[0038] Damit ist es - ohne weitere Hilfsmaßnahmen - nicht möglich, ein Etikett an der Außenseite
der Außenhülse anzubringen, welches zumindest auch die Rast- und Gleithülse überspannt,
denn die Oberfläche der Rast und Gleithülse ist um den Winkel von z.B. 6° verdreht
zu der Oberfläche der Außenhülse ausgebildet.
[0039] Um diesen Winkelversatz auszugleichen sind in der Wandung der Rast- und Gleithülse
die genannten Schrägsicken angeordnet, deren Oberfläche genau den Winkelversatz von
6° der übrigen Flächen der Rast- und Gleithülse ausgleicht. Damit ist es erstmals
möglich, ein Etikett nicht nur über die Oberfläche der Außenhülse eben und unterbruchfrei
zu kleben, sondern darüber hinaus kann dieses Etikett über die schräg hierzu versetzte
Oberfläche der Rast und Gleithülse fluchtend geklebt werden, weil das Etikett auf
die den Schrägversatz ausgleichenden Schrägsicken aufgeklebt wird und hierdurch die
Oberfläche der Außenhülse gerade in die Oberfläche der Rast- und Gleithülse fortgesetzt
wird.
[0040] Dieses Etikett überspannt - in Weiterführung - auch die Oberfläche der Innenhülse
und wird bis in den Bodenbereich der Innenhülse fortgesetzt.
[0041] Somit dienen die in der Wandung der Rast- und Gleithülse angeordneten Schrägsicken
einem doppelten Zweck:
- 1. Die Schrägsicken verstärken die Steifigkeit und Verformungsfestigkeit der Rast-
und Gleithülse.
- 2. Die Schrägsicken gleichen den Winkelversatz zwischen der Oberfläche der Rast- und
Gleithülse und der sich daran anschließenden Oberfläche der Außenhülse aus, umso eine
gerade Oberfläche für das Aufkleben eines Etikettes zu gewährleisten.
[0042] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen
Patentansprüche untereinander.
[0043] Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und
Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden
als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber
dem Stand der Technik neu sind.
[0044] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von einer, lediglich einen Ausführungsweg
darstellenden Zeichnung näher erläutert. Hierbei gehen aus der Zeichnung und ihrer
Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0045] Es zeigen:
Figur 1: perspektivisch eine erste Ausführungsform nach der Erfindung
Figur 2: eine vergrößerte Darstellung eines Ineinandergreifens der beiden Hülsenteile
in der Gleitstellung
Figur 3: die gleiche Darstellung wie Figur 2 in der Raststellung
Figur 4: ein Längsschnitt durch die beiden ineinander verrasteten Teile in Raststellung
Figur 5: die gleiche Schnittdarstellung wie Figur 4 in Lösestellung
Figur 6: die Stirnansicht der beiden ineinander verrasteten Teile in Raststellung
Figur 7: die Zwischenstellung zwischen den beiden Teilen beim Übergang von der Raststellung
nach Figur 6 in die Lösestellung nach Figur 8
Figur 8: die Lösestellung zwischen den beiden ineinandergreifenden Teilen
Figur 9: die Darstellung der beiden ineinandergreifenden Teile in Raststellung mit
einer Einzeldarstellung der Innenhülse
Figur 10: die Lösestellung der beiden ineinandergreifenden Teile mit einer Einzeldarstellung
der Außenhülse
Figur 11: eine gegenüber der Figur 9 abgewandelte Ausführungsform des Profilquerschnitts
von Außen- und Innenhülse in der Raststellung
Figur 12: die gleiche Darstellung wie Figur 11 in der Lösestellung
Figur 13: eine gegenüber Figur 11 abgewandelte Ausführungsform in der Raststellung
Figur 14: die gleiche Darstellung wie Figur 13 in der Lösestellung
Figur 15. eine abgewandelte Ausführung mit Darstellung eines Polygon-Körpers in der
Raststellung
Figur 16: die gleiche Darstellung wie Figur 15 in der Lösestellung
Figur 17: Perspektivische Darstellung einer Verpackung nach der Erfindung mit einem
Etikett
Figur 18: Die gleiche Darstellung wie Figur 17 in der Vorderansicht
Figur 19: Eine gegenüber Figur 18 abgewandelte Ausführungsform bei der die Länge der
Verpackung verkürzt ist und das Etikett größere Teile der Verpackung überklebt.
[0046] In Figur 1 ist ein Verpackungsbehälter 1 bestehend aus einer Außenhülse 2 und einer
Innenhülse 3 dargestellt.
[0047] Die Begriffe "Außenhülse" und "Innenhülse" sind nur beispielhaft zu verstehen. Sie
beziehen sich nur auf die gegenwärtige Funktion der beiden Teile, die zeichnerisch
dargestellt sind. Die Begriffe können in der Beschreibung und den Ansprüchen auch
gegeneinander ausgetauscht werden und sind nicht beschränkend für die Erfindung. So
können alle Teile, die nachfolgend im Zusammenhang mit der Außenhülse beschrieben
werden, auf der Innenhülse angeordnet sein und umgekehrt.
[0048] Ebenso zeigt die Figur 1 eine Innenhülse 3, die vorne einen Ansatz 4 verminderten
Durchmessers aufweist, was jedoch nicht lösungsnotwendig ist. Der Ansatz 4 wird später
als Rast- und Gleithülse 30 näher beschrieben.
[0049] Es könnte auch der hintere Teil der Innenhülse 3 vollkommen entfallen und der Ansatz
4 kann sich über die gesamte Länge der Innenhülse bis nach hinten in den Bodenbereich
erstrecken und dort bodenseitig abgeschlossen sein. Ebenso ist nicht dargestellt,
dass an den Bodenseiten von Außenhülse und Innenhülse zwei oder drei Griffansätze
angeordnet sein können, an die als Handhabe mit der Hand angegriffen werden kann,
um die beiden Teile zusammenzuschieben oder gegeneinander zu verdrehen.
[0050] Nachdem eingangs erwähnt wurde, dass es nicht mehr auf die elastische Verformung
der Außenhülse 2 ankommt und diese auch aus einem schwer verformbaren Material, wie
z. B. einem dickwandigen Kunststoff, einem Metallblech oder dergleichen, bestehen
kann, gilt dies auch für das Material der Innenhülse.
[0051] Bei der Innenhülse kommt es ohnedies nicht auf eine Wandverformung der Wandteile
der Innenhülse an, sondern lediglich auf eine elastische Verformung der dort angeordneten
Rastzähne 5, die im Bereich von einer oder mehreren eckenseitig angeordneten Zahnreihen
6 angeordnet sind.
[0052] Wie bereits schon in der allgemeinen Beschreibung erwähnt, ist das Ausführungsbeispiel
nach den Zeichnungen nur beispielhaft zu verstehen, weil das Ausführungsbeispiel nach
Figur 1 zeigt, dass die Rastzähne 5 mit den Zahnreihen 6, 7 jeweils diametral einander
gegenüberliegend in Ecken der Innenhülse 3 angeordnet sind. Dies ist für die Erfindung
jedoch nicht beschränkend zu verstehen. Die Zahnreihen 6, 7 können irgendwo anders
außerhalb der Ecken der Innenhülse 3 auf deren Oberfläche angeordnet sein.
[0053] Zur besseren Unterscheidung der Zuordnung der einzelnen Teile bezüglich deren Zugehörigkeit
zur Außenhülse 2 und der Innenhülse 3 werden in der folgenden Beschreibung kombinierte
Bezugszeichen verwendet, wobei das Bezugszeichen jeweils einen Bindestrich und eine
dahinter stehende Zahl 2 oder 3 aufweist. Der Bindestrich und die Zahl 2 bedeutet,
dass dieses Teil zur Außenhülse 2 gehört, während der Bindestrich und die Zahl 3 bedeutet,
dass dieses Teil zur Innenhülse 3 gehört.
[0054] Der Innenhülse 3 gegenüberliegend ist eine Außenhülse 2 als quadratischer Hülsenkörper
vorgesehen. Im Ausführungsbeispiel sind an allen vier Ecken der Außenhülse Rastzähne
8 angeordnet.
[0055] Es reicht jedoch für die Funktionsfähigkeit der vorliegenden Erfindung aus, lediglich
einen einzigen Rastzahn 8 vorzusehen. Es können jedoch auch mehrere hintereinanderliegende
Rastzähne 8 vorgesehen werden. Die Rastzähne 8 bilden in diesem Fall jeweils eckenseitige
Zahnreihen 9, 10, 11, 12.
[0056] Auch hier ist die Erfindung nicht auf die Anordnung der Zahnreihen 9-12 in den vier
Ecken der viereckigen Außenhülse 2 beschränkt. Die Zahnreihen 9-12 können auch nur
zweifach vorhanden sein und in diesem Fall diametral einander gegenüberliegen. Es
reicht auch aus, eine einzige Zahnreihe entweder kantenseitig oder irgendwo auf der
Fläche der Außenhülse 2 in Schubrichtung anzuordnen.
[0057] Auf dem einen Hohlkörper sind - im gezeigten Ausführungsbeispiel auf der Innenhülse
3 - Rastzähne 5 angeordnet, die mit der jeweiligen Zahnreihe 6 eine Rastbahn 13-3
bilden. Die Rastbahn 13-3 besteht aus einzelnen hintereinander liegenden und im gleichmäßigen
Abstand voneinander beabstandeten Rastzähnen 5.
[0058] Gegenüberliegend und fluchtend zu dieser Rastbahn 13-3 ist am gegenüberliegenden
Teil, nämlich der Außenhülse 2, der vorher beschriebene Rastzahn 8 oder eine Mehrzahl
von Rastzähnen in Form der Zahnreihen 9-12 angeordnet.
[0059] Wichtig ist, dass im radialen Abstand, das heißt, in Umfangsrichtung versetzt im
Abstand neben einer oder mehreren der Zahnreihen 9-12, mindestens eine einzige Gleitbahn
14-2 angeordnet ist. Dies ist in Figur 2 dargestellt.
[0060] Die Gleitbahn stellt einen Freiraum dar, wenn die beiden Hülsenteile 2, 3 so ineinander
gesteckt werden, sodass die Rastbahn 13-3 der Innenhülse 3 in Eingriff mit der Gleitbahn
14-2 im Bereich der Außenhülse 2 kommt, und die beiden Teile können demnach praktisch
kraftlos ineinander verschoben werden.
[0061] Sie ist als in Längsrichtung der Außenhülse 2 sich erstreckende, halboffene Nut ausgebildet,
deren geschlossener Nutengrund radial nach außen gerichtet ist. Sie ist also zur Innenseite
der Außenhülse 2 hin geöffnet. Die Länge der Gleitbahn 14-2 entspricht der gewünschten
Verschiebelänge zwischen Innen- und Außenhülse 2, 3. Sie ist bevorzugt als U-förmige
oder trapezförmige Nut ausgebildet. Das Nutenprofil entspricht dem Profil des in dieser
Gleitbahn 14-2 verschiebbaren Zahnes 5 (oder eine aus mehreren Zähnen 5 gebildeten
Zahnreihe) und ist so gewählt, dass der Zahn 5 leicht in dieser profilförmigen Gleitbahn
14-2 verschoben werden kann, aber während der Verschiebebewegung entlang der Seitenflächen
der Nut gerade geführt wird.
[0062] Zur Verrastung nach Figur 3 werden die beiden Hohlkörper 2, 3 wieder im Winkel zu
ihrer Längsachse in Umdrehungsrichtung zueinander verdreht, sodass in einer beliebigen
Längeneinstellung die im Bereich der Rastbahn 13' angeordneten Rastzähne 5 in Übereinstimmung
mit den auf dem gegenüberliegenden Teil angeordneten Rastzähnen 8 kommen, die im Bereich
einer Rastbahn 13-2 angeordnet sind. Es kommt zu einem durch die Widerhaken-Form von
Rastzahn 5 und den gegenüberliegenden Rastzähnen 8 hoch belastbaren Rasteingriff,
der auch hohen Auszugskräften zwischen den Hohlkörpern 2,3 stand halten kann.
[0063] Die Figur 1 zeigt noch ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel, weil auf der anderen
Seite bezüglich der Rastbahn 13-2, gegenüberliegend zur Gleitbahn 14-2, eine weitere
Gleitbahn 15-2 angeordnet sein kann, sodass sowohl bei der Verdrehung z. B. im Uhrzeigersinn
von Außenhülse zur Innenhülse 2, 3 die Rastbahn 13-3 z. B. in Eingriff mit der Gleitbahn
14-2 kommt, währenddessen bei Verdrehung in der entgegen gesetzten Richtung die Rastbahn
13' der Innenhülse 3 in den Verschiebungsbereich der Gleitbahn 15-2 gelangt.
[0064] Es gibt demnach in dieser zweiten Ausführung in Längsrichtung zwei Gleitbahnen, die
an beiden Seiten der an der Innenhülse angeordneten Rastbahn 13-2 angeordnet sind.
[0065] Die Figuren 2 und 3 zeigen die Einzelheiten nach Figur 1 in vergrößerter Darstellung.
In Figur 2 ist erkennbar, dass beispielsweise die Innenhülse 3 in Pfeilrichtung 16
gegen die festgehaltene Außenhülse 2 bewegt wird, und in der dargestellten Gleitstellung
ist erkennbar, dass die, die Rastbahn 13-3 ausbildenden, Rastzähne 5 in den Bereich
der Gleitbahn 14-2 an der Außenhülse 2 gelangen und die beiden Teile ohne Weiteres
frei gegeneinander in Pfeilrichtung 16 und in Gegenrichtung hierzu verschiebbar sind.
[0066] Um von der Gleitstellung nach Figur 2 in die Raststellung nach Figur 3 zu gelangen,
ist es beispielsweise vorgesehen, dass die Innenhülse 3 in Pfeilrichtung 17 in Bezug
zur festgehaltenen Außenhülse 2 verdreht wird, sodass der jeweilige Rastzahn 5 in
der eingestellten Längeneinstellung zwischen den beiden Hülsen 2, 3 in Eingriff mit
einem beliebigen Rastzahn 8 an der Außenhülse 2 gelangt. Auf diese Weise kann jede
beliebige Längenänderung zwischen den beiden Hülsenteilen 2, 3 arretiert werden.
[0067] Ausgehend von der Figur 3 wird zum Erreichen der Lösestellung wiederum die Innenhülse
3 in Pfeilrichtung 18 - entgegengesetzt zur Pfeilrichtung 17 - in Bezug zur festgehaltenen
Außenhülse 2 verdreht.
[0068] Die Erfindung erlaubt auch, dass die beiden Teile in der gerasteten Stellung-ohne
gegenseitige Verdrehung - unter Überwindung eines höheren Verschiebungsdruckes miteinander
verrastet werden können. Dies war bereits schon Gegenstand des älteren Patentes
DE 33 25 033 C2. Diese Möglichkeit ist auch bei der vorliegenden Erfindung gegeben.
[0069] Die Figuren 4 und 5 zeigen in Schnittdarstellung die beiden Hohlkörper in Raststellung
(Figur 4) und in der Lösestellung (Figur 5). Es ist erkennbar, dass der Rastzahn 5
im Bereich der Innenhülse 3 in Eingriff mit dem zugeordneten Rastzahn 8 im Bereich
der Rastbahn 13-2 der Außenhülse 2 bringbar ist.
[0070] Wird jedoch - ausgehend von der Raststellung in Figur 4 - in Pfeilrichtung 18 verdreht,
dann gelangen die beiden Zähne außer Eingriff und die Rastzähne 5 an der Innenhülse
3 gelangen in den Eingriff mit der als einseitig offene symmetrische Hohlprofilnut
ausgebildeten Gleitbahn 14-2 im Bereich der Außenhülse 2, sodass die beiden Teile
frei gegeneinander in Pfeilrichtung 16 und in Gegenrichtung hierzu verschiebbar sind
und in jeder beliebigen Verschiebestellung miteinander verrastbar sind.
[0071] Figur 6 zeigt die Verrastung der beiden Hülsenteile 2, 3. Die Rastbahn 13-3 im Bereich
der Innenhülse 3 ist in rastendem Eingriff mit der Rastbahn 13-2 im Bereich der Außenhülse
2. Die Gleitbahn 14-2 liegt in Umfangsrichtung daneben. Zwischen der Rastbahn 13-2
und der Gleitbahn 14-2 ist eine Verformungskante 29 in der Außenhülse 2 angeordnet.
Die Verformungskante 29 ist radial einwärts gerichtet und könnte sich beispielsweise
über die gesamte Länge der Außenhülse 2 erstrecken und ist dann beispielsweise genauso
lang wie die Gleitbahn 14-2. Die Verformungskante 29 kann jedoch auch nur stückweise
in Form von einer oder mehreren Noppen vorhanden sein. Es können auch Segmente vorhanden
sein oder eine elastische Lippe, die sich teilweise oder insgesamt über die Länge
der Außenhülse 2 erstreckt und radial einwärts gerichtet ist.
[0072] Wenn beim Übergang von Figur 6 in die Lösestellung nach Figur 8 verschwenkt wird,
erfolgt dies in Pfeilrichtung 18 gemäß Figur 7. Dort ist eine Zwischenstellung dargestellt.
Es ist erkennbar, dass die Rastbahn 13-3 an der Innenhülse 3 geringfügig die Verformungskante
29 nach außen in die Stellung 29' elastisch verformt und hierdurch ein Drehwiderstand
bei der gegenseitigen Verdrehung der beiden Teile in Pfeilrichtung 18 entsteht, um
einen bestimmten spürbaren Drehwiderstand zwischen der Raststellung und der Gleitstellung
zu ermöglichen. Die Erfindung kann jedoch auch auf eine derartige Verformungskante
29 und die Erzeugung einer der Verdrehung entgegen gesetzten Kraftkomponente verzichten.
[0073] Wichtig ist, dass ein Freiraum 23 zwischen den zueinander verdrehbaren Teilen vorhanden
ist. Das heißt, der Freiraum 23 ist zwischen der Außenseite der Innenhülse und der
Innenseite der Außenhülse 2 vorgegeben. Der Freiraum 23 wird durch die voneinander
abweichende Profilform von Innen- und Außenhülse 2, 3 bestimmt, wie anhand der späteren
Figuren 9 bis 16 erläutert wird.
[0074] Nach der Überwindung der Zwischenstellung und der eventuell elastischen Verformung
der Verformungskante 29, die an der Außenhülse 2 angeordnet ist, gelangt die Rastbahn
13-3 an der Innenhülse 3 in den Profilraum der Gleitbahn 14-2 der Außenhülse 2, sodass
die beiden Teile frei gegeneinander verschiebbar sind. Sie können in jeder beliebigen
Verschiebungslage wieder durch Verdrehung in Pfeilrichtung 17 (Figur 6) verrastet
werden.
[0075] Der für die kraftfreie Verdrehung zwischen den beiden Hülsenteilen 2, 3 notwendige
Freiraum 23 muss nicht dadurch gebildet werden, dass die Profilform der Innenhülse
3 gegenüber der Außenhülse 2 nach innen verlagert ist. Es kann auch in einer anderen
- zeichnerisch nicht dargestellten-Ausführung vorgesehen sein, dass die Innenhülse
3 ein gerades Profil aufweist und die Außenhülse 2 bauchig nach außen gerichtet ist,
sodass auch in diesem Fall eine freie Verdrehung der beiden Hülsenteile 2, 3 möglich
ist.
[0076] Die Figuren 9 bis 16 zeigen jedoch, dass die Profilform der Innenhülse 3 von der
Profilform der Außenhülse 2 abweicht, wie anhand der folgenden Figuren erläutert wird.
[0077] Die Figuren 9 und 10 zeigen eine dachkantförmige Profilierung der Innenhülse 3 im
Vergleich zu einer gerade profilierten Außenhülse 2. Die Dachkantform wird durch zwei
im Winkel zueinander angeordneter Geraden 19, 20 am Profil der Innenhülse 3 erzielt,
wobei sich die Geraden in einem Winkel 22 im Bereich eines etwa wandmittigen Scheitelpunktes
21 schneiden.
[0078] Demgegenüber weist die Wandform der in Figur 10 oben dargestellten Profilform der
Außenhülse 2 gerade Wände auf, und aus Figuren 9 und 10 (Raststellung und Lösestellung)
ist erkennbar, dass sich bei der Verdrehung der beiden Teile stets ein Freiraum zwischen
der Innenwandung der Innenhülse und der Außenwandung der Außenhülse ergibt, um eine
kraftfreie Verdrehung der beiden Teile ohne elastische Verformung der Wandung der
Außenhülse 2 zu ermöglichen. Die Außenhülse 2 hat also gerade Wände 24.
[0079] Im Gegensatz hierzu ist in den Figuren 11 und 12 dargestellt, dass die Innenhülse
3 eine bauchige Form der Seitenwände aufweist, weil die Bogenform 26 der Innenhülse
3 zugeordnet ist und eine weitere, aber anders abgerundete Bogenform 25 der Außenhülse
2 zugeordnet ist.
[0080] Es werden demnach zwei unterschiedlich gerundete Bogenformen 25, 26 ineinander gesteckt
und zueinander verdreht, sodass sich bei der gegenseitigen Verdrehung der beiden Teile
der Freiraum 23 zwischen den beiden Profilformen ergibt.
[0081] Dies zeigen auch die Figuren 13 und 14, die jeweils die Rast- und Lösestellung zeigen.
Hier ist erkennbar, dass die Innenhülse 3 wiederum eine Dachkantform aufweist, wie
sie auch in Figur 9 dargestellt wurde. Hier ist die abgekantete Form 27 vollsymmetrisch
ausgebildet, während sie in Figur 9 asymmetrisch ausgebildet war.
[0082] Die im Profil vollsymmetrische abgekantete Form 27 erlaubt, die Innenhülse 3 in Bezug
zur Außenhülse 2 sowohl in Pfeilrichtung 17 nach links als auch in Pfeilrichtung nach
rechts jeweils in eine Rast- und Lösestellung zu bringen, weil bei der zweiten Ausführung
nach Figur 1 neben der Gleitbahn 14-2 noch die weitere Gleitbahn 15-2 symmetrisch
zu der Rastbahn 13-2 angeordnet ist.
[0083] In Figur 14 ist erkennbar, dass die Außenhülse 2 eine Geradform 28 aufweist, die
etwa mit der geraden Form 24 nach Figur 10 übereinstimmt.
[0084] Figuren 15 und 16 zeigen, dass auch Mehrfach-Polygon-Körper in der beschriebenen
Art ineinander verrastbar sind. Die Innenhülse 3 weist eine Vielzahl von gleichmäßig
verteilt am Umfang angeordneter Rastbahnen 13-3 auf und gegenüberliegend weist die
Außenhülse 2 eine Vielzahl von am Umfang verteilt und zueinander sich abwechselnden
Gleitbahnen 14-2 und Rastbahnen 13-2 auf.
[0085] Auf diese Weise ist eine vielfache Verrastung der beiden Innen- und Außenhülsen 2-3
dieses Mehrfach-Polygon-Körpers nach den Figuren 15 und 16 gegeben.
[0086] Die Erfindung ist im Übrigen nicht darauf beschränkt, dass die beiden Hohlkörper
jeweils an einer Stirnseite verschlossen sind und an der gegenüberliegenden Stirnseite
offen sind. Dies ist lediglich eine der möglichen Ausführungsformen.
[0087] In einer anderen Ausführungsform ist es vorgesehen, dass ein einziger Hohlkörper
vorhanden ist, dessen beide gegenüberliegende Stirnseiten entfernt wurden, so dass
er als durchgehende Hülse ausgebildet ist, an deren beiden enden die erfindungsgemäßen
Rast- und Gleitbahnen ausgebildet sind.. Ein solcher Hohlkörper wird als Verbindungsadapter
bezeichnet, denn in jede der beiden offenen Stirnseiten kann ein gegenüberliegender
Hohlkörper über die erfindungsgemäße Dreh-Schub-Bewegung zum Eingriff mit der dort
angeordneten Rast- und Gleitbahn eingeführt und festgelegt werden. Der gegenüberliegend
eingeführte Hohlkörper ist dann an seiner einen Stirnseite verschlossen und an der
anderen Stirnseite offen und zwar an der Stirnseite, mit der er in den Verbindungsadapter
eingeführt wird.
[0088] Von der anderen Seite des Verbindungsadapters kann ein gleich oder anders geformter
oder mit anderer Länge ausgestatteter und ebenfalls mit seiner gegenüber liegenden
Stirnseite verschlossener Hohlkörper eingeführt und festgelegt werden. Auf diese Weise
können in beide gegenüberliegenden, offenen Stirnseiten des Verbindungsadapters gleich
lange oder unterschiedlich lange Hohlkörper eingeführt und festgelegt werden, so dass
sich insgesamt eine dreiteilige Schiebeverpackung ergibt, die eine sehr große Länge
einnehmen kann, weil deren Länge durch die Längen der von jeder Seite in den Verbindungsadapter
einzuführenden Hohlkörper bestimmt wird..
[0089] Des Verbindungsadapters kann auch so ausgebildet sein, dass an seiner einen offenen
Stirnseite ein bestimmtes mehrkantiges Profil angeformt ist und zur Rastung mit einem
Hohlkörper mit gleichartigem Profil vorgesehen ist, während an der gegenüberliegenden,
offenen Stirnseite des Verbindungsadapters ein anderes Profil angeformt ist, welches
mit einem zugeordneten, dieses andere Profil aufweisenden Hohlkörper verrastbar ist.
Auf diese Weise können mit dem Verbindungsadapter nicht nur unterschiedlich lange
Hohlkörper miteinander verrastetet werden, sondern darüber hinaus auch noch unterschiedlich
profilierte Hohlkörper.
[0090] Sofern bei den mit dem Verbindungsadapter zu verrasteten Hohlkörpern ebenfalls die
jeweilige außen liegende Stirnseite entfällt, können mit dem Verbindungsadapter und
mit den mit diesem zu verrastenden, jeweils stirnseitig offenen Hohlkörpern einseitig
oder beidseitig offene Röhren beliebiger Länge und Profilform erstellt werden.
[0091] Die Figuren 17-19 zeigen nun, dass es dank der Anordnung der Schrägsicke 37 möglich
ist, ein Etikett 38 von der Etikettierungsfläche 34 auf der Seitenwand der Außenhülse
2 fortlaufend, eben und ohne Unterbruch über die Schrägsicke 37 hinweg auf die gegenüberliegende
Etikettierfläche 35 auf der Seitenwand der Innenhülse 3 zu kleben und dieses Etikett
38 über die Etikettierfläche 35 hinausgehend auf die bodenseitige Etikettierfläche
32 zu erstrecken.
[0092] Die bezüglich der schräg stehenden Oberfläche der Rast- oder Gleithülse 30 keilförmig
ausgebildete Schrägsicke 37 gleicht den Drehwinkel-Versatz zwischen der Oberfläche
der Rast- oder Gleithülse 30 und der Oberfläche der Außenhülse 2 aus. Dementsprechend
ist die Konizität der Schrägsicke 37 so ausgebildet, dass sich von der Oberfläche
(Etikettierfläche 34) der Außenhülse 2 ein gerader und ebener Übergang über die Schrägsicke
37 auf die gegenüberliegende Etikettierfläche 35 auf der Seitenwand der Innenhülse
3 ergibt.
[0093] Durch die Einformungen einer konisch verlaufenden Schrägsicke 37 in die Wandung der
Rast oder Gleithülse 30 ergibt sich im Übrigen eine wesentliche Verbesserung der Stabilität
der Rast- oder Gleithülse 30 gegen Verkantung oder Verbiegung.
Zeichnungslegende
[0094]
- 1
- Verpackungsbehälter
- 2
- Außenhülse
- 3
- Innenhülse
- 4
- Ansatz
- 5
- Rastzahn
- 6
- Zahnreihe (von 3)
- 7
- Zahnreihe (von 3)
- 8
- Rastzahn (von 2)
- 9
- Zahnreihe (von 2)
- 10
- Zahnreihe
- 11
- Zahnreihe
- 12
- Zahnreihe
- 13
- Rastzahn 13-2, 13-3
- 14
- Gleitbahn 14-2
- 15
- Gleitbahn 15-2
- 16
- Pfeilrichtung
- 17
- Pfeilrichtung (Raststellung)
- 18
- Pfeilrichtung (Lösestellung)
- 19
- Gerade (von 3)
- 20
- Gerade (von 3)
- 21
- Scheitelpunkt (von 3)
- 22
- Winkel (von 3)
- 23
- Freiraum
- 24
- gerade Wand (von 2)
- 25
- Bogenform (von 2)
- 26
- Bogenform (von 3)
- 27
- abgekantete Form (von 3)
- 28
- Geradform (von 2)
- 29
- Verformungskante 29'
- 30
- Rast- oder Gleithülse
- 31
- Standfuß
- 32
- Etikettierfläche (Boden)
- 33
- Längssicke
- 34
- Etikettierfläche (Seitenwand)
- 35
- Etikettierfläche (Innenhülse 3)
- 36
- Sockelstück
- 37
- Schrägsicke
- 38
- Etikett
1. Polygonartige Schiebeverpackung mit Dreh-Schub-Bewegung zum Öffnen und Verschließen
mit veränderbarer Länge, bestehend aus zwei durch Ineinanderschieben miteinander verbindbaren
Hohlkörpern (2; 3), mit einer Rastvorrichtung, die aus mindestens einer am einen Hohlkörper
(2; 3) vorgesehenen ersten Zahnreihen (6, 7) mit mindestens einem Rastzahn (5) und
mit mindestens einer am anderen Hohlkörper (2; 3) angeordneten, der ersten Zahnreihe
(6, 7) zugeordneten zweiten Zahnreihe (9-12) mit mindestens einem Rastzahn (8) besteht,
welche beim Ineinanderschieben der Hohlkörper (2; 3) mit ihren zugeordneten, kontaktierenden
Zahnflanken der Rastzähne (5, 8) ineinander greifen und miteinander verrasten, wobei
zur Trennung der beiden Hohlkörper (2, 3), die kontaktierenden Zahnreihen (6, 7; 9-12)
durch Verdrehen der beiden Hohlkörper (2; 3) zueinander um deren Längsachsen außer
Eingriff gebracht werden können, dadurch gekennzeichnet, dass an dem einen Hohlkörper (2, 3) in Umfangsrichtung im Abstand zur mindestens einen
Rastbahn (13-2, 13-3) mindestens eine Gleitbahn (14-2, 15-2) angeordnet ist, in welche
die mindestens eine Rastbahn oder der mindestens eine Rastzahn des gegenüberliegenden
Hohlköpers (3, 2) in Eingriff bringbar ist und dort in Verschiebungsrichtung verschiebbar
ist, und dass der mindestens eine Rastzahn (8) im Bereich einer im Durchmesser verminderten
Rast- oder Gleithülse (30) der Außenhülse (2) angeordnet ist, in deren Wandung am
Umfang verteilt angeordnete Schrägsicken (37) angeordnet sind..
2. Schiebeverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenhülse (2) lediglich ein einziger Rastzahn (8) vorhanden ist oder wahlweise
mehrere hintereinander liegende Zähne, die eine Zahnreihe bilden.
3. Schiebeverpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Gleitbahn (14, 15) an mindestens einer Ecke des Hohlkörpers (2,
3) angeordnet ist.
4. Schiebeverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Gleitbahn (14, 15) an mindestens einer Fläche des Hohlkörpers
(2, 3) außerhalb der Ecke im Bereich einer Wandung des Hohlkörpers (2, 3) angeordnet
ist.
5. Schiebeverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei der gegenseitigen Verdrehung der beiden Hohlkörper (2, 3) im Übergang von der
Rastbahn in die Gleitbahn (14, 15) ein elastischer Drehwiderstand zu überwinden ist.
6. Schiebeverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Übergangsbereich zwischen der Gleitbahn (14, 15) und der Rastbahn an dem einen
Hülsenteil (2, 3) eine radial nach innen vorspringende Verformungskante vorgesehen
ist, die beim Einschwenken der am anderen Teil angeordneten Rastbahn von der Raststellung
in die Gleitstellung an dieser Verformungskante vorbei streicht und diese geringfügig
verformt.
7. Schiebeverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Profilform der ineinander gesteckten Hohlkörper (2, 3) ein Freiraum
(23) vorhanden ist.
8. Schiebeverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis7, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilform der Innenhülse (3) von der Profilform der Außenhülse (2) abweicht.
9. Schiebeverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich bei der Verdrehung der beiden Hohlkörper (2, 3) ein Freiraum (23) zwischen der
Innenwandung der Innenhülse und der Außenwandung der Außenhülse ergibt.
10. Schiebeverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein mittlerer, an den gegenüberliegenden Stirnseiten jeweils offener Hohlkörper vorgesehen
ist, der als Verbindungsadapter ausgebildet ist, an dessen gegenüberliegenden Stirnseiten
mindestens eine Rastbahn (13-2, 13-3) und mindestens eine Gleitbahn (14-2, 15-2) angeordnet
ist, die zur Dreh-Schubverrastung mit einem korrespondierenden Hohlkörper bestimmt
ist.