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(11) |
EP 2 848 734 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.10.2016 Patentblatt 2016/41 |
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Anmeldetag: 14.08.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Papiergefüge und dessen Herstellung im Nassverfahren aus Carbonfasern
Paper structure and its prouction from carbon fibers in a wet process
Structure de papier et sa production de fibres de carbone par voie humide
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
06.09.2013 DE 102013109772
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.03.2015 Patentblatt 2015/12 |
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Patentinhaber: |
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- RESO Oberflächentechnik GmbH
86415 Mering (DE)
- Helfer, Peter
85221 Dachau (DE)
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Erfinder: |
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- Helfer, Peter
85221 Dachau (DE)
- Der andere Erfinder hat auf seine Nennung verzichtet.
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Vertreter: Wittmann, Ernst-Ulrich |
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Fleuchaus & Gallo Partnerschaft mbB
Patent- und Rechtsanwälte
Steinerstrasse 15/A 81369 München 81369 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 186 704 DE-A1- 1 540 949
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EP-A1- 2 770 104
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Kohlefaservlieses
aus einer wässrigen Suspension und ein entsprechendes Papiergefüge aus Kohlefasern.
[0002] Papier ist ein flächiger Werkstoff, der im Wesentlichen aus Fasern "meist pflanzlicher
Herkunft besteht" und durch Entwässerung einer Faserstoffsuspension auf einem Sieb
gebildet wird. Vorzugsweise wird Papier heute üblicherweise in einem Endlosverfahren
hergestellt, bei welchem die Faserstoffsuspension mittels einem Stoffauflauf auf ein
Sieb (Langsieb) oder zwischen zwei Siebe (Former) gebracht wird und ein initiales
Blatt gebildet wird. Im Anschluss an diese Blattbildung wird das Fasergefüge mechanisch
- meist unter Druck - entwässert, bevor es anschließend mittels thermischer Energie
zum Beispiel auf Trockenzylindern auf eine vorgegebene Restfeuchte getrocknet und
aufgerollt wird. Solche Verfahren sind heute weit verbreitet und werden für die Herstellung
sowohl von Papier, Pappen als auch Karton in Bahnbreiten bis zu 12 m, Produktions-geschwindigkeiten
bis zu 2500 m/min und Flächengewichten bis zu über 500 g/m
2 verwendet. Die herzustellenden Flächengewichte lassen sich weiter steigern, indem
mehrere initiale Papierbahnen im noch feuchten Zustand miteinander verbunden (vergautscht)
werden, so dass sich der mögliche Flächengewichtsbereich auf einen sehr weiten Bereich
ausdehnen lässt.
[0003] Es wird nun schon seit längerem versucht, diese bei der Herstellung von Papier aus
natürlichen Fasern bekannten Verfahren auch für den Einsatz weiterer Papiergefüge
zu verwenden, die heute noch in sogenannten Trockenverfahren u.a. durch Kämmen und
Legen hergestellt werden. So werden heute zum Beispiel Carbonfaservliese trocken hergestellt,
wobei hierzu besonders lange Fasern verwendet werden bzw. das Herstellungsverfahren
relativ aufwendig und damit teuer ist. Auf der anderen Seite ist es ein dringender
Wunsch der Industrie den vielversprechenden Werkstoff Carbonfaser noch breiter einzusetzen,
wobei hierzu eine kostengünstigere, einfachere und produktivere Alternative zur Herstellung
des Carbonfaservlieses dringend gesucht wird. Da es sich bei Carbonfasern auch um
eine "Faser" handelt wäre es nun wünschenswert, Carbonfaservliese in einem kontinuierlichen
und bekannten Nassverfahren herzustellen, um damit die Herstellungskosten zu senken
und gleichzeitig die Produktivität und Verfügbarkeit dieses Basismaterials zu verbessern.
[0004] Hierbei ergeben sich jedoch große Schwierigkeiten, die bis heute noch nicht gelöst
wurden. So handelt es sich bei der Kohlenstofffaser im Gegensatz zur klassischen Papierfaser
aus Zellulose um eine hydrophobe Faser, welche üblicherweise in einer einheitlichen
Länge vorliegt und sich in Wasser - als Suspendierungsmittel bei der Papierherstellung
- nur sehr schwierig gleichmäßig verteilen lässt. Die Schwierigkeit liegt unter anderem
darin, dass eine stabile Suspension nur sehr kurz ohne den Eintrag von Turbulenzenergie
bestehen bleibt, bzw. sich Knoten und Verspinnungen in der Suspension bilden oder
sich die Fasern sehr schnell in der Suspension absetzten und damit in sehr unterschiedlichen
Konzentrationen innerhalb der Suspension vorliegen. Die Verarbeitung solcher Suspensionen
auf einer klassischen Papiermaschine ist dementsprechend sehr schwierig bzw. sogar
unmöglich, da eine gleichmäßige Verteilung der Fasern in dem zu erzeugenden Vlies
nicht erreicht wird.
[0005] Papiergefügen aus Carbonfasern sind im Stand der Technik bekannt. Solch ein Papiergefüge
ist beispielsweise das in
EP 2770104 A1 offenbarte elektrisch leitende Papiergefüge, welches cellulosehaltige Faserstoffe
und Kohlenstofffasern aufweist und dessen spezifischer Widerstand in einem Bereich
zwischen 10
-1 Ω•m und 10
-6 Ω•m liegt. Außerdem und insbesondere ist in
DE 1540949 A1 ein elektrisch leitendes kohlenstoffhaltigen Fasern aufweisendes Papiergefüge mit
einem spezifischen Widerstand zwischen 0,036 Ω•cm und 0,60 Ω•cm offenbart. Darüber
hinaus zeigt
EP 1186704 A1 ein Papiergefüge, welches ein papierenes Grundmaterial und antistatische elektrisch
leitende Kohlenstofffasern aufweist, wobei die Kohlenstofffasern dem Papiergefüge
antistatische und leitende Eigenschaften verleihen.
[0006] Ausgehend von diesen Problemen und Schwierigkeiten des Standes der Technik ist es
nun Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren bereit zu stellen, mit welchem
die bekannten Nachteile wenigstens teilweise überwunden werden können und es möglich
wird ein Papiergefüge aus Carbonfasern bereit zu stellen, welches für nachfolgende
Verarbeitungsstufen wie zum Beispiel dem Imprägnieren mit Harz, der flexiblen Formgebung
und Formanpassung in einem weiten Bereich geeignet ist.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe mit einem Verfahren zur Herstellung des Papiergefüges.
Darüber hinaus wird die Aufgabe auch durch das entsprechende Papiergefüge selbst gelöst.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. des Papiergefüges
sind Gegenstand der entsprechenden Unteransprüche.
[0008] Das erfindungsgemäße Papiergefüge aus Carbonfasern weist wenigstens zwei Klassen
bildende Faserstoffe auf, wobei sich die Faserstoffe wenigstens in ihrer Länge unterscheiden.
Darüberhinaus liegt der Mengen- und/oder Gewichtsanteil der einzelnen Faserstoffklassen
im Papiergefüge zwischen 1 % und 99 %, vorzugsweise zwischen 5 % und 95%, und die
mittlere Faserlänge der Carbonfasern über alle Klassen im Papiergefüge zwischen 1
mm und 20 mm.
[0009] Carbonfasern, welche auch als Kohlenstofffasern bezeichnet werden, sind industriell
hergestellte Fasern aus kohlenstoffhaltigen Ausgangsmaterialien, die durch Pyrolyse
in graphitartig angeordneten Kohlenstoff umgewandelt werden. Man unterscheidet isotrope
und anisotrope Typen: Isotrope Fasern besitzen nur geringe Festigkeiten und geringere
technische Bedeutung, anisotrope Fasern zeigen hohe Festigkeiten und Steifigkeiten
bei gleichzeitig geringer Bruchdehnung. Eine Kohlenstoff-Faser hat einen Durchmesser
von etwa 5 - 8 Mikrometer. Üblicherweise werden 1.000 bis 24.000 Einzelfasern (Filamente)
zu einem Bündel (Roving) zusammengefasst, das auf Spulen endlos gewickelt wird. Dies
ist u.a. ein möglicher Ausgangsstoff für die Herstellung des Papiergefüges.
[0010] Als Faserlänge wird gemäß der vorliegenden Erfindung der Abstand der beiden Enden
einer Faser verstanden. Dieser wird abhängig vom Kräuselungszustand als Länge der
gekräuselten oder als Länge der entkräuselten Faser angegeben, wobei Carbonfasern
aufgrund ihrer Steifheit im Wesentlichen gestreckt vorliegen. Unter anderem um das
Messen der Faserlänge zu vereinfachen, wird im allgemeinen mit einer Klasseneinteilung
in Längenklassen gearbeitet, wobei die einzelnen Längenklassen einen bestimmten Längenbereich
darstellen. Die Weite eines solchen Bereichs ist die Klassenbreite. Das arithmetische
Mittel der beiden, die jeweilige Klasse begrenzenden Klassengrenzen, ist die Klassenmitte.
Die wichtigste Aufgabe einer Bestimmung der Faserlängen besteht darin, die Faserlängenverteilung
festzustellen, d. h. mit welcher relativen Häufigkeit die Fasern in jeder Längenklasse
vertreten sind. Diese Klassenhäufigkeit oder kurz Häufigkeit gibt an, in welchem Verhältnis
im zu untersuchenden Fasergut, das die Grundgesamtheit darstellt, die zu einer Klasse
gehörenden Fasern hinsichtlich eines bestimmten Merkmals zu den Fasern dieser Grundgesamtheit
stehen.
[0011] Faseranzahlhäufigkeit (Häufigkeit nach der Faseranzahl): Die Grundlage bildet die
Faseranzahl. Das Verhältnis der Anzahl der Fasern einer Längenklasse zur Gesamtanzahl
der Fasern ist die Faseranzahlhäufigkeit dieser Klasse (Häufigkeit nach der Faseranzahl);
sie wird auch unbetonte Häufigkeit genannt. Die Faseranzahlhäufigkeit ist die tatsächliche
Verteilung der Faserlängen im Fasergut unabhängig vom Faserquerschnitt, von der Faserdichte
und den Wechselbeziehungen zwischen Faserlänge, -querschnitt und -gewicht.
[0012] Faserlängenhäufigkeit (Häufigkeit nach der Faserlänge). Die Grundlage bildet die
Faserlänge. Das Verhältnis der gesamten Länge der Fasern einer Längenklasse zur Gesamtlänge
aller Fasern ist die Faserlängenhäufigkeit dieser Klasse (Häufigkeit nach der Faserlänge).
Längenmäßig machen die Fasern einer Längenklasse um so mehr aus, je zahlreicher und
je länger sie sind. Die Faserlängenhäufigkeit wird deshalb auch längenbetonte Häufigkeit
genannt.
[0013] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Papiergefüges
aus Carbonfasern liegt die mittlere Faserlänge der Carbonfasern im Papiergefüge über
alle Klassen zwischen 2 mm und 10 mm, vorzugsweise zwischen 4,5 mm und 6 mm.
[0014] Darüber hinaus und insbesondere sind die Faserstoffklassen wenigstens in einen Langfaseranteil
und einen Kurzfaseranteil untergliedert. Dabei haben die Carbonfasern des Langfaseranteils
beispielsweise eine Länge zwischen 25 mm und 10 mm, vorzugsweise zwischen 5 mm und
2 mm und sind insbesondere größer als 6 mm. Die Carbonfasern des Kurzfaseranteils
haben beispielsweise entsprechend eine Länge zwischen 10 mm und 0,1 mm, vorzugsweise
zwischen 2 mm und 0,5 mm und sind insbesondere kleiner als 6 mm. Selbstverständlich
liegt es auch im Sinn der vorliegenden Erfindung, dass der für die Herstellung des
Papiergefüges verwendete Carbonfaserstoff in mehr als zwei Klassen untergliedert ist.
Insbesondere kann hierbei neben dem Langfaseranteil (LF) und dem Kurzfaseranteil (KF)
auch ein Faseranteil mit einer mittleren Faserlänge (MF) oder auch Feinstoff (FS)
als eigene Klasse berücksichtigt werden.
[0015] Erfindungswesentlich ist, dass der Faserstoff in wenigstens zwei Klassen -d.h. zwei
unterschiedlichen Längen - vorliegt und nicht wie im Stand der Technik bekannt im
Wesentlichen eine einheitliche Faserlänge aufweist. Hierdurch kann sichergestellt
werden, dass beim Papierherstellungsprozess, insbesondere bei der initialen Entwässerung
eine gleichmäßige Faserverteilung erzielt wird und ein homogenes Vlies bereitgestellt
werden kann.
[0016] Gemäß einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Papiergefüges aus Carbonfasern sind die Carbonfasern primäre und/oder wiederaufbereitete
Carbonfasern. Dabei liegt der Vorteil der wiederaufbereiteten Carbonfasern nicht nur
im Preis, sondern auch in der Schließung des Materialkreislaufes durch die Rückführung
bereits gebrauchter Carbonfasern in den Produktionsprozess. Aufbereitungsverfahren
für solche Carbonfasern, wie zum Beispiel die Pyrolysetechnik sind bekannt. Diese
Carbonfasern werden vorzugsweise durch Schneiden und/oder Mahlen gekürzt und auf die
gewünschte Faserlänge bzw. Faserlängenverteilung eingestellt, wobei dies beispielsweise
durch nasses Schneiden (zum Beispiel in einer Suspension oder durch Anfeuchten der
Fasern) auf die wenigstens zwei unterschiedlichen Längen erfolgen kann.
[0017] Eine mögliches Verfahren zum Kürzen der Fasern ist ein Kreislaufverfahren, bei welchem
zum Beispiel die Fasern in eine Bütte eines Holländers zeitlich versetzt in Wasser
zugegeben werden, so dass die ursprünglich gleichlangen Faserstoffe unterschiedlich
oft im Holländer gekürzt werden und so eine Faserstoffsuspension erzeugt wird, welche
aus einer Vielzahl ungleich langer Fasern besteht. Entsprechend kann dies auch im
Kreislaufverfahren mit modernen Mahl- und Schneidaggregaten erfolgen, wobei die Faserstoffsuspension
hierbei über ein Rohrsystem mit Bütte und einem Refiner im Kreislauf geführt wird.
Auch hier kann beispielsweise die Zugabe des Ausgangsfaserstoffes in den Kreislauf
über eine bestimmte vorgegebene Zeit erfolgen, so dass die Fasern unterschiedlich
oft dem Schneidprozess zugeführt werden. Vorzugsweise ist hierzu die Zugabezeit des
Faserstoffes größer als die Umlaufzeit der Suspension im Mahlsystem.
[0018] Insbesondere bei der Verwendung von endlosen oder sehr langen Carbonfasern kann es
gemäß einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform sinnvoll sein, dass die
Crabonfasern in einem vorgelagerten Prozessschritt vorbereitet und insbesondere vorgekürzt
werden, so dass insbesondere eine Zugabe dieser Fasern in ein wässriges System, wie
vorstehend beschrieben möglich ist.
[0019] Alternativ zu dem vorstehend beschriebenen Verfahren können die Carbonfasern in wenigstens
zwei getrennten Verfahren geschnitten, insbesondere auch nur einmalig gekürzt und
anschließend in einem vorgegebenen Mengenverhältnis gemischt werden. Hierbei kann
insbesondere sichergestellt werden, dass die Faserstoffe gezielt bzgl. der jeweiligen
Faserlänge eingestellt und somit auch sehr enge Faserlängenbereiche erzielt werden
können. Das Schneiden der Carbonfasern erfolgt vorzugsweise mittels einem Mahlaggregat,
das aus einer Gruppe ausgewählt wird, welche Papierholländer, Papillonrefiner, Flachkegelrefiner,
Steilkegelrefiner, Scheibenmühlen, Entstipper, Kombinationen hiervon und dergleichen
aufweist. Solche Mahlaggregate sind im Stand der Technik bekannt.
[0020] Ausgehend hiervon ist es ein Vorteil der vorliegenden Erfindung, dass durch die Mahlung
bzw. das Schneiden der Faserstoffe - vorzugsweise mit einem der vorgenannten Mahlaggregate
- durch die in den Aggregaten auf die Faser einwirkende Scherkräfte eine vorteilhafte
Faserdispergierung erzielt wird. So werden durch die Scherkräfte die feinen Faserbündel
der Rovings getrennt und liegen anschließend als Einzelfaser vor, so dass bei der
Papierherstellung und initialen Entwässerung des Papiergefüges ein gleichmäßige Verteilung
der Faserstoffe erzielt werden kann.
[0021] Entsprechend einer weiteren bevorzugten Ausführungsform erfolgt das Schneiden der
Carbonfasern in einer wässrigen Suspension, deren Stoffdichte zwischen 35 % und 0,1
%, vorzugsweise zwischen 25 % und 1 % und insbesondere bei ca. 5 % liegt.
[0022] Gemäß einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Papiergefüges aus Carbonfasern liegt der Anteil im Papiergefüge der längeren Carbonfasern,
insbesondere der Langfasern, zwischen 10 Gewichts-% und 75 Gewichts-%, vorzugsweise
25 Gewichts-% und 50 Gewichts-% und der Anteil der kürzeren Carbonfasern, insbesondere
der Kurzfasern, zwischen 90 Gewichts-% und 25 Gewichts-%, vorzugsweise zwischen 75
Gewichts-% und 50 Gewichts-%. Der ggf. bestehende Rest des Faserstoffes ist Feinstoff,
der eine Faserlänge von kleiner 0,5 mm bzw. 0,1 mm aufweist. Es liegt aber auch im
Sinn der vorliegenden Erfindung, dass die Fasern trocken geschnitten und anschließend
für die Herstellung des Papiergefüges in Wasser suspendiert werden.
[0023] Gemäß einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Papiergefüges aus Carbonfasern weisen die Carbonfasern eine kationische oder anionische
Ladung auf, welche vorzugsweise durch eine Beschichtung auf die Carbonfasern aufgebracht
wird. Vorteilhaft hierbei ist, dass solche modifizierten Fasern einen bestimmbaren
Ladungscharakter besitzen und somit auch das Verhalten der Fasern in einer wässrigen
Suspension insbesondere bei der Blattbildung durch Absstoßungs- bzw. Anziehungskräfte
beeinflussbar ist. Besonders vorteilhaft lässt sich hierdurch auch die Formation,
d.h. die Massenverteilung der Fasern in einem entsprechenden Faservlies beeinflussen.
[0024] Neben den oben bezeichneten Carbonfasern, kann das erfindungsgemäße Papiergefüge
weitere Faserstoffe wie beispielsweise Cellulosefasern, Papierfasern, Altpapierfasern,
Holzstofffasern, Kombinationen hiervon und dergleichen aufweisen. Solche Faserstoffe
haben vorzugsweise einen Anteil am Gesamtgewicht des Papiergefüges zwischen 25 Gewichts-%
und 0,5 Gewichts-%, bevorzugt zwischen 15 Gewichts-% und 1 Gewichts-% und insbesondere
zwischen 10 Gewichts-% und 1,5 Gewichts-%. Selbstverständlich liegt es aber auch im
Sinn der vorliegenden Erfindung, dass das Papiergefüge aus 100% Carbonfasern hergestellt
wird.
[0025] Darüber hinaus und besonders bevorzugt weist das erfindungsgemäße Papiergefüge neben
den Carbonfasern Verstärkungsfasern, insbesondere Bindefasern zum Beispiel aus Polyethylen
auf. Diese haben vorzugsweise einen Anteil am Papiergefüge zwischen 25 Gewichts-%
und 0,1 Gewichts-%, bevorzugt zwischen 20 Gewichts-% und 1 Gewichts-% und insbesondere
zwischen 10 Gewichts-% und 1,5 Gewichts-% und weisen ferner vorzugsweise eine Faserläge
auf, welche zwischen 0,1 mm und 10 mm, bevorzugt zwischen 0,5 mm und 7 mm und insbesondere
zwischen 1 mm und 5 mm liegt. Solche Faserstoffe sind im Stand der Technik bekannt,
und werden zum Beispiel von den Schwarzwälder Textil-Werken angeboten. Diese synthetischen
Faserstoffe sind beispielsweise aus HD-Polyethylen hergestellt und weisen neben einer
spezifischen Faserlänge insbesondere einen sehr genau spezifizierbaren Schmelzpunkt
auf. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei der Herstellung des Papiergefüges das
Vlies in einer Trockenpartie einer Papiermaschine getrocknet wird und durch den spezifischen
Schmelzpunkt die entsprechenden Fasern in der Trockenpartie oder -gruppe angeschmolzen
oder vollständig geschmolzen werden und somit einen weiteren Festigkeitsbeitrag für
die Verarbeitbarkeit des Carbonfaservlieses bieten können, da nach dem Abkühlen des
Vlieses die wiedererhärteten Kunststofffasern eine mechanische Verbindung zwischen
den Carbonfasern bereit stellen. Der typische Schmelzpunkt solcher Fasern liegt in
einem Bereich zwischen 90 °C und 180 °C, insbesondere zwischen 110 °C und 145 °C und
vorzugsweise in einem Bereich zwischen 130 °C und 135 °C. Neben diesen Bindefasern
können gemäß einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung auch Fasern, Granulat oder Partikel von weiteren oder alternativen thermoplastischen
Kunststoffen eingesetzt werden, wie sie beispielsweise als Acrylnitril-Butadien-Styrol
(ABS), Polyamide (PA), Polylactat (PLA), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polycarbonat
(PC), Polyethylenterephthalat (PET), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polystyrol
(PS), Polyetheretherketon (PEEK), Zelluloid und Polyvinylchlorid (PVC) bekannt sind.
Auch deren Schmelzpunkt sollte vorzugsweise in einem Bereich zwischen 90 °C und 180
°C, insbesondere zwischen 110 °C und 145 °C und vorzugsweise in einem Bereich zwischen
130 °C und 135 °C liegen.
[0026] Selbstverständlich liegt es aber auch im Sinn der vorliegenden Erfindung, dass das
Papiergefüge ohne Verstärkungsfasern, insbesondere Bindefasern und/oder thermoplastischen
Kunststoffen hergestellt wird.
[0027] Dem Papiergefüge können neben den zuvor genannten Stoffen auch weitere Additive wie
beispielsweise mineralische Additive, insbesondere Füllstoffe und Pigmente wie Calciumcarbonat,
Kaolin, Talkum, Spezialmineralien, Dispergiermittel wie Polyphospate, Polyacrylate
und/oder chemische Additive wie beispielsweise Retentionsmittel, Entwässerungsbeschleuniger,
Aluminiumverbindungen, Polyaluminiumchloride, Polyacylamide, Polyethylenimine, Polyvinylamine,
Polyamidoamine, Polydiallyldimethylammoniumchlorid, Mikropartikelsysteme, Netzwerkretentionsmittel,
natürliche und/oder modifizierte Stärke, Fixiermittel, Leimungsmittel, Trockenverfestiger,
Nassfestmittel wie Melaminharz-Nassfestmittel, Epichlorhydrin-Harze, Glyoxal-Harze,
Entschäumer, optische Aufheller, Farbstoffe, Biozide und Kombinationen hiervon, zugegeben
werden.
[0028] Neben dem zuvor beschriebenen Papiergefüge umfasst die vorliegende Erfindung auch
ein Verfahren zur Herstellung eines Papiergefüges aus Carbonfasern und Wasser mit
den Schritten:
- Bereitstellen und/oder Erzeugung wenigstens zweier Klassen von Carbonfasern mit unterschiedlichen
Faserlängen, wobei die mittlere Faserlänge der Carbonfasern über alle Klassen im Papiergefüge
zwischen 5 mm und 15 mm liegt;
- Einbringen und/oder Suspendieren der Carbonfasern in Wasser, wobei der Mengen- und/oder
Gewichtsanteil der einzelnen Faserstoffklassen im Papiergefüge zwischen 1 % und 99
%, vorzugsweise zwischen 5 % und 95% liegt;
- Einstellen einer Stoffdichte zwischen 1 % bis 0,01 % und Herstellung eines Papierblatts
auf einer Entwässerungsvorrichtung.
[0029] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
umfasst dieses die Erzeugung wenigstens zweier Klassen von Carbonfasern mit unterschiedlichen
Faserlängen in vorzugsweise einer wässrigen Suspension der Carbonfasern. Dabei kann
dies vorzugsweise in einem Kreislaufsystem mit Rückführung und einem Mahl- und/oder
Schneidaggregat erfolgen, wobei die Zugabe von Ausgangscarbonfasern (relativ lange
Fasern) in das Wasser innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne erfolgt, so dass die
zugegebenen Fasern unterschiedlich häufig dem Schneidprozess zugeführt werden. Wie
zuvor bereits ausgeführt erhält man mittels dieser Methode eine relativ gut einstellbare
Faserlängenverteilung. Gemäß einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform
erfolgt die Zugabe der Ausgangscarbonfasern in einer Zeitspanne, welche größer ist
als die Zirkulationszeit der Carbonfasern im Kreislaufsystem. Somit wird sicher gestellt,
dass zumindest Teile der Carbonfasern mehrfach dem Schneidprozess zugeführt werden.
[0030] Alternativ hierzu können die in Wasser eingebrachten Carbonfasern in wenigstens zwei
unterschiedlichen Mahlaggregaten und/oder wenigstens zwei unterschiedlichen Verfahrensschritten
zur Erzeugung wenigstens eines Langfaseranteils und eines Kurzfaseranteils geschnitten
und anschließend zur Herstellung des Papierblattes in einem vorgegebenen Mengenverhältnis
gemischt werden. Hiermit können verschiedene Carbonfasern bereit gestellt werden,
die sich in ihrer Faserlängenverteilung unterscheiden und genau auf den Bedarf des
zu erzeugenden Papiergefüges zusammengestellt werden. Ziel ist es hierbei neben den
relativ langen Fasern auch relativ kurze Fasern zur Herstellung des Faservlieses bereit
zu stellen. Nur so kann sichergestellt werden, dass ein Papiergefüge auf der Papiermaschine
herstellbar ist, welches die Mindestanforderungen insbesondere an die gleichmäßige
Massenverteilung erfüllt.
[0031] Die Herstellung des Papiergefüges kann gemäß der vorliegenden Erfindung auf einer
Entwässerungsvorrichtung erfolgen, welche aus einer Gruppe von Maschinen ausgewählt
wird, welche Langsiebmaschinen, Hybridformer, Rundsiebmaschinen, Schrägsiebmaschinen,
Gapformer und Handschöpfvorrichtungen umfasst.
[0032] Für die Herstellung des Papiergefüges können erfindungsgemäß neben den Carbonfasern
weitere Faserstoffe wie beispielsweise Cellulosefasern, Papierfasern, Altpapierfasern,
Holzstofffasern, Kombinationen hiervon und dergleichen verwendet werden, wobei diese
vorzugsweise mit einem Anteil zwischen 25 Gewichts-% und 0,5 Gewichts-%, bevorzugt
zwischen 15 Gewichts-% und 1 Gewichts-% und insbesondere zwischen 10 Gewichts-% und
1,5 Gewichts-% dem Papiergefüge zugegeben werden können.
[0033] Das Schneiden der Carbonfasern erfolgt gemäß einer weiteren besonders bevorzugten
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens in einer wässrigen Suspension, deren
Stoffdichte zwischen 35 % und 0,1 %, vorzugsweise zwischen 25 % und 1 % und insbesondere
bei ca. 3 % liegt. Darüber hinaus können dem Papiergefüge Additive wie beispielsweise
mineralische Additive, insbesondere Füllstoffe und Pigmente wie Calciumcarbonat, Kaolin,
Talkum, Spezialmineralien, Dispergiermittel wie Polyphospate, Polyacrylate und/oder
chemische Additive wie beispielsweise Retentionsmittel, Entwässerungsbeschleuniger,
Aluminiumverbindungen, Polyaluminiumchloride, Polyacylamide, Polyethylenimine, Polyvinylamine,
Polyamidoamine, Polydiallyldimethylammoniumchlorid, Mikropartikelsysteme, Netzwerkretentionsmittel,
natürliche und/oder modifizierte Stärke, Fixiermittel, Leimungsmittel, Trockenverfestiger,
Nassfestmittel wie Melaminharz-Nassfestmittel, Epichlorhydrin-Harze, Glyoxal-Harze,
Entschäumer, optische Aufheller, Farbstoffe, Biozide und Kombinationen hiervon, zugegeben
werden.
[0034] Für die Mahlung und/oder das Schneiden der Carbonfasern wird gemäß der vorliegenden
Erfindung eine Vorrichtung wie beispielsweise ein Papierholländer, Papillonrefiner,
Flachkegelrefiner, Steilkegelrefiner, Scheibenmühlen, Entstipper verwendet, wobei
die Steuerung der Vorrichtung insbesondere durch die Mahlgeräte-Belastungskurve erfolgt,
welche beispielsweise eine Sinuskurve ist.
[0035] Die vorliegende Erfindung umfasst darüber hinaus auch das zuvor beschriebene Verfahren
zur Herstellung eines Papiergefüges aus Carbonfasern mit wenigstens zwei Klassen bildenden
Faserstoffen, die unterschiedliche Längen aus Carbonfasern aufweisen, wobei der Mengen-
und/oder Gewichtsanteil der einzelnen Faserstoffklassen im Papiergefüge zwischen 1
% und 99 %, vorzugsweise zwischen 5 % und 95% liegt, und die mittlere Faserlänge der
Carbonfasern über alle Klassen im Papiergefüge zwischen 1 mm und 20 mm liegt.
[0036] Schließlich umfasst die Erfindung auch die Verwendung eines Papiergefüge aus Carbonfasern
wie es zuvor beschrieben wurde zur Herstellung von Faserverbundwerkstoffen, insbesondere
Faser-Kunststoff-Verbunden, keramischen Faserverbundwerkstoffen, Kombinationen hiervon
und dergleichen.
[0037] Nachfolgend wird die Erfindung anhand verschiedener Ausführungsbeispiele beschrieben,
wobei darauf hingewiesen wird, dass die Erfindung nicht auf die hier dargestellten
Ausführungen beschränkt, sondern vielmehr auch entsprechende Abwandlungen im Sinne
der vorliegenden Erfindung möglich sind. Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung der Zeichnungen in Verbindung mit
den Ansprüchen.
[0038] Es zeigen:
Figuren 1a bis 1d Durchlichtaufnahmen verschiedener Faserstoffproben von Carbonfasersuspensionen
zur Herstellung eines Papiergefüges;
Figuren 2a und 2b Prinzipskizzen zum Schneiden der Carbonfasern.
[0039] Figur 1 a zeigt eine Durchlichtaufnahme eines Faserstoffes, der in einem Versuchsholländer
(Volumen 15l) mit einer Menge von 400 g über einen Eintragszeitraum von 60 Sekunden
eingebracht und in Summe über einen Zeitraum von 180 Sekunden gemahlen wurde. Dabei
ergibt sich eine relativ gleichmäßige Faserlängenverteilung zwischen 0,2 mm und 6
mm. Bestimmt wurde die Faserlängenverteilung in drei Faserlängenklassen. Dabei liegt
der Langfaseranteil bei ca. 20 %, der Anteil an mittellangen Fasern bei ca. 34 % und
Kurzfasern bei ca. 46 %. Die Klassen umfassen dabei für Langfasern, Faserstoffe mit
einer Länge zwischen 7 mm und 12 mm, mittellangen Fasern, Faserstoffe mit einer Länge
zwischen 3 mm und 7 mm und Kurzfasern, Faserstoffe mit einer Länge zwischen 0,5 mm
und 3 mm.
[0040] Figur 1 b zeigt eine Durchlichtaufnahme eines Faserstoffes, der in dem selben zuvor
verwendeten Versuchsholländer mit einer Menge von 50 g über einen Eintragszeitraum
von 10 Sekunden eingebracht und in Summe über einen Zeitraum von 120 Sekunden gemahlen
wurde. Durch den geringeren Eintrag erhöht sich auch die spezifische Belastung der
Fasern im Mahlaggregat, so dass auch der Anteil an Kurzfasern steigt. Dabei liegt
der Langfaseranteil bei ca. 16 %, der Anteil an mittellangen Fasern bei ca. 29 % und
Kurzfasern bei ca. 55 %.
[0041] Figur 1 c zeigt eine Durchlichtaufnahme eines Faserstoffes, der in dem selben zuvor
verwendeten Versuchsholländer mit einer Menge von 50 g über einen Eintragszeitraum
von 10 Sekunden eingebracht und in Summe über einen Zeitraum von 90 Sekunden gemahlen
wurde. Durch die kurze Bearbeitungszeit bleiben überwiegend lange Fasern zurück, die
bei der Verarbeitung zu einem Papiergefüge deutliche Schwierigkeiten bereiten. Es
kommt hierbei zu starken Verspinnungen zwischen den Fasern. Dabei liegt der Langfaseranteil
bei ca. 17,5 %, der Anteil an mittellangen Fasern bei ca. 37,5 % und Kurzfasern bei
ca. 45 %.
[0042] Figur 1d zeigt eine Durchlichtaufnahme eines Faserstoffes, der in dem selben zuvor
verwendeten Versuchsholländer mit einer Menge von 50 g über einen Eintragszeitraum
von 10 Sekunden eingebracht und in Summe über einen Zeitraum von 180 Sekunden gemahlen
wurde. Nach einer Mahlung von 180 Sekunden sind praktisch keine Langfasern mehr vorhanden.
Dabei liegt der Langfaseranteil bei ca. 5,5 %, der Anteil an mittellangen Fasern bei
ca. 33 % und Kurzfasern bei ca. 61 %.
[0043] Die Figuren 2a und 2b zeigen zwei unterschiedliche Verfahren zur Aufbereitung des
Faserstoffes.
[0044] Hierbei zeigt Figur 2a einen Holländer zur Mahlung des Faserstoffs in einer Bütte.
Über die Zugabe 5 wird über den vorgegeben Zeitraum (welcher vorzugsweise größer ist
als die Umtriebszeit der Suspension in der Bütte) der Faserstoff in die mit Wasser
gefüllte Bütte 2 zugegeben und über das Mahlwerk des Holländers 4 gemahlen. Nach Abschluss
der Mahlzeit wird das Mahlwerk gestoppt, der Faserstoff entnommen und zur Vliesherstellung
überführt.
[0045] Figur 2b zeigt eine alternative Ausführung hierzu, bei welcher der Faserstoff einer
Bütte 10 über die Zuleitung 14 zugegeben wird und mittels der Pumpe 12 dem Mahlaggregat
zum Beispiel einem Kegelrefiner zugeführt wird. Sobald die Mahlung abgeschlossen ist,
wird der Faserstoff über die Bütte und das Entnahmeventil 16 aus der Bütte dem Vliesherstellungsprozess
zugeführt. Hierbei können selbstverständlich auch hintereinander verschiedene Faserstoffe
mit unterschiedlichen Faserlängen erzeugt werden und für die Vliesherstellung nach
der Mahlung bzw. dem Schneiden zusammengeführt werden.
1. Papiergefüge aus Carbonfasern, mit wenigstens zwei Klassen bildenden Faserstoffen,
die unterschiedliche Längen aus Carbonfasern aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass
eine erste Klasse ein Langfaseranteil aufweist, dessen Länge größer 6mm ist, und eine
zweite Klasse ein Kurzfaseranteil aufweist, dessen Länge kleiner 6 mm ist, und
der Mengen- und/oder Gewichtsanteil der einzelnen Faserstoffklassen im Papiergefüge
zwischen 1 % und 99 %, vorzugsweise zwischen 5 % und 95% liegt, und
die mittlere Faserlänge der Carbonfasern über alle Klassen im Papiergefüge zwischen
1 mm und 20 mm liegt.
2. Papiergefüge aus Carbonfasern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die mittlere Faserlänge der Carbonfasern im Papiergefüge über alle Klassen zwischen
2 mm und 10 mm, vorzugsweise zwischen 4,5 mm und 6 mm liegt.
3. Papiergefüge aus Carbonfasern nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Faserstoffklassen wenigstens einen Langfaseranteil, dessen Faserstoffe eine Länge
zwischen 25 mm und 10 mm, und einen Kurzfaseranteil, dessen Faserstoffe eine Länge
zwischen 10 mm und 0,1 mm, aufweisen.
4. Papiergefüge aus Carbonfasern gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Carbonfasern primäre und/oder wiederaufbereitete Carbonfasern sind und insbesondere
durch Schneiden und/oder Mahlen, vorzugsweise durch nasses Schneiden auf die wenigstens
zwei unterschiedlichen Längen gekürzt werden.
5. Papiergefüge aus Carbonfasern nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Anteil im Papiergefüge der längeren Carbonfasern, insbesondere der Langfasern,
zwischen 10 Gewichts-% und 75 Gewichts-%, vorzugsweise 25 Gewichts-% und 50 Gewichts-%
und der Anteil der kürzeren Carbonfasern, insbesondere der Kurzfasern, zwischen 90
Gewichts-% und 25 Gewichts-%, vorzugsweise zwischen 75 Gewichts-% und 50 Gewichts-%
liegt und der ggf. bestehende Rest, Feinstoff mit einer Faserlänge von kleiner 0,5
mm bzw. 0,1 mm ist.
6. Papiergefüge aus Carbonfasern nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Schneiden der Carbonfasern in einer wässrigen Suspension erfolgt, deren Stoffdichte
zwischen 35 % und 0,1%, vorzugsweise zwischen 25 % und 1% und insbesondere bei ca.
5 % liegt.
7. Papiergefüge aus Carbonfasern nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Carbonfasern eine kationische oder anionische Ladung aufweisen, welche vorzugsweise
durch eine Beschichtung auf die Carbonfasern aufgebracht wird.
8. Papiergefüge aus Carbonfasern nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
neben den Carbonfasern weitere Faserstoffe wie beispielsweise Cellulosefasern, Papierfasern,
Altpapierfasern, Holzstofffasern, Kombinationen hiervon und dergleichen aufweist,
welche vorzugsweise mit einem Anteil zwischen 25 Gewichts-% und 0,5 Gewichts-%, bevorzugt
zwischen 15 Gewichts-% und 1 Gewichts-% und insbesondere zwischen 10 Gewichts-% und
1,5 Gewichts-% dem Papiergefüge zugegeben werden und / oder
neben den Carbonfasern Verstärkungsfasern, insbesondere Bindefasern aus Polyethylen
vorgesehen sind, welche vorzugsweise mit einem Anteil zwischen 25 Gewichts-% und 0,1
Gewichts-%, bevorzugt zwischen 20 Gewichts-% und 1 Gewichts-% und insbesondere zwischen
10 Gewichts-% und 1,5 Gewichts-% dem Papiergefüge zugegeben werden und ferner vorzugsweise
eine Faserlänge aufweisen, welche zwischen 0,1 mm und 10 mm, bevorzugt zwischen 0,5
mm und 7 mm und insbesondere zwischen 1 mm und 5 mm liegt.
9. Papiergefüge aus Carbonfasern nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
dem Papiergefügte Additive wie beispielsweise mineralische Additive, insbesondere
Füllstoffe und Pigmente wie Calciumcarbonat, Kaolin, Talkum, Spezialmineralien, Dispergiermittel
wie Polyphospate, Polyacrylate und/oder chemische Additive wie beispielsweise Retentionsmittel,
Entwässerungsbeschleuniger, Aluminiumverbindungen, Polyaluminiumchloride, Polyacylamide,
Polyethylenimine, Polyvinylamine, Polyamidoamine, Polydiallyldimethylammoniumchlorid,
Mikropartikelsysteme, Netzwerkretentionsmittel, natürliche und/oder modifizierte Stärke,
Fixiermittel, Leimungsmittel, Trockenverfestiger, Nassfestmittel wie Melaminharz-Nassfestmittel,
Epichlorhydrin-Harze, Glyoxal-Harze, Entschäumer, optische Aufheller, Farbstoffe,
Biozide und Kombinationen hiervon, zugegeben werden.
10. Verfahren zur Herstellung eines Papiergefüges aus Carbonfasern und Wasser mit den
Schritten:
- Bereitstellen und/oder Erzeugung wenigstens zweier Klassen von Carbonfasern mit
unterschiedlichen Faserlängen, wobei die mittlere Faserlänge der Carbonfasern über
alle Klassen im Papiergefüge zwischen 1 mm und 15 mm liegt;
- Einbringen und/oder Suspendieren der Carbonfasern in Wasser, wobei der Mengen- und/oder
Gewichtsanteil der einzelnen Faserstoffklassen im Papiergefüge zwischen 1 % und 99
%, vorzugsweise zwischen 5 % und 95 % liegt, und
- Einstellen einer Stoffdichte zwischen 5 % bis 0,01 % und Herstellung eines Papierblatts
auf einer Entwässerungsvorrichtung.
11. Verfahren zur Herstellung eines Papiergefüges aus Carbonfasern gemäß Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Erzeugung wenigstens zweier Klassen von Carbonfasern mit unterschiedlichen Faserlängen
in wässriger Suspension der Carbonfasern, vorzugsweise in einem Kreislaufsystem mit
Rückführung und einem Mahl-und/oder Schneidaggregat erfolgt und die Zugabe von Ausgangscarbonfasern
in das Wasser innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne erfolgt, so dass die zugegebenen
Fasern unterschiedlich häufig dem Schneidprozess zugeführt werden und / oder die in
Wasser eingebrachten Carbonfasern in wenigstens zwei unterschiedlichen Mahlaggregaten
und/oder zwei unterschiedlichen Verfahrensschritten zur Erzeugung wenigstens eines
Langfaseranteils und eines Kurzfaseranteils geschnitten werden und zur Herstellung
des Papierblattes in einem vorgegebenen Mengenverhältnis gemischt werden.
12. Verfahren zur Herstellung eines Papiergefüges aus Carbonfasern gemäß einem der Ansprüche
10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass
für die Herstellung des Papiergefüges neben den Carbonfasern weitere Faserstoffe wie
beispielsweise Cellulosefasern, Papierfasern, Altpapierfasern, Holzstofffasern, Kombinationen
hiervon und dergleichen verwendet werden und welche vorzugsweise mit einem Anteil
zwischen 25 Gewichts-% und 0,5 Gewichts-%, bevorzugt zwischen 15 Gewichts-% und 1
Gewichts-% und insbesondere zwischen 10 Gewichts-% und 1,5 Gewichts-% dem Papiergefüge
zugegeben werden.
13. Verfahren zur Herstellung eines Papiergefüges aus Carbonfasern gemäß einem der Ansprüche
10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass
das Schneiden der Carbonfasern in einer wässrigen Suspension erfolgt, deren Stoffdichte
zwischen 35 % und 0,1 %, vorzugsweise zwischen 25 % und 1% und insbesondere bei ca.
3 % liegt.
14. Verfahren zur Herstellung eines Papiergefüges aus Carbonfasern gemäß einem der Ansprüche
10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mahlung und/oder das Schneiden der Carbonfasern mit einer Vorrichtung wie beispielsweise
einem Papierholländer, Papillonrefiner, Flachkegelrefiner, Steilkegelrefiner, Scheibenmühlen,
Entstipper vorgenommen wird, wobei die Steuerung der Vorrichtung insbesondere durch
die Mahlgeräte-Belastungskurve erfolgt, welche beispielsweise eine Sinuskurve ist.
15. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 10 bis 14 zur Herstellung eines Papiergefüges
aus Carbonfasern gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9.
16. Verwendung eines Papiergefüge aus Carbonfasern gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 zur
Herstellung von Faserverbundwerkstoffen, insbesondere Faser-Kunststoff-Verbunden,
keramischen Faserverbundwerkstoffen, Kombinationen hiervon und dergleichen.
1. A paper structure made of carbon fibers comprising fiber materials that form at least
two classes and include different lengths of carbon fibers, characterized in that
a first class includes a proportion of long fibers whose length is greater than 6mm,
and a second class includes a proportion of short fibers whose length is smaller than
6mm, and the proportion by quantity and/or weight of the individual fiber material
classes in the paper structure is between 1% and 99%, preferably between 5% and 95%,
and
the mean fiber length of the carbon fibers across all classes in the paper structure
is between 1mm and 20mm.
2. The paper structure made of carbon fibers according to claim 1, characterized in that
the mean fiber length of the carbon fibers in the paper structure across all classes
is between 2mm and 10mm, preferably between 4.5mm and 6mm.
3. The paper structure made of carbon fibers according to claim 1 or 2, characterized in that
the fiber material classes include at least one proportion of long fibers whose fiber
materials are between 25mm and 10mm in length and one proportion of short fibers whose
fiber materials are between 10mm and 0.1mm in length.
4. The paper structure made of carbon fibers according to any of the preceding claims,
characterized in that
the carbon fibers are primary and/or recycled carbon fibers and are shortened to the
at least two different lengths particularly by cutting and/or refining, preferably
by wet cutting.
5. The paper structure made of carbon fibers according to any of the preceding claims,
characterized in that
the proportion in the paper structure of the longer carbon fibers, particularly of
the long fibers, is between 10% and 75% by weight, preferably between 25% and 50%
by weight, and the proportion of the shortercarbon fibers, particularly of the short
fibers, is between 90% and 25% by weight, preferably between 75% and 50% by weight,
and the rest, if any, is fines having a fiber length of less than 0.5mm or 0.1mm,
respectively.
6. The paper structure made of carbon fibers according to any of the preceding claims,
characterized in that
the carbon fibers are cut in an aqueous suspension whose stock consistency is between
35% and 0.1%, preferably between 25% and 1%, and particularly about 5%.
7. The paper structure made of carbon fibers according to any of the preceding claims,
characterized in that
the carbon fibers have a cationic or anionic charge which is preferably applied by
coating onto the carbon fibers.
8. The paper structure made of carbon fibers according to any of the preceding claims,
characterized in that
besides the carbon fibers, there are included other fiber materials such as, for example,
cellulose fibers, paper fibers, recycled-paper fibers, wood pulp fibers, combinations
thereof and the like, which are preferably added to the paperstructure in a proportion
of between 25% and 0.5% by weight, preferably between 15% and 1% by weight, and particularly
between 10% and 1.5% by weight, and/or
besides the carbon fibers, there are provided reinforcing fibers, particularly binding
polyethylene fibers, which are preferably added to the paper structure in a proportion
of between 25% and 0.1% by weight, preferably between 20% and 1% by weight, and particularly
between 10% and 1.5% and which furthermore preferably have a fiber length between
0.1mm and 10mm, preferably between 0.5mm and 7mm, and particularly between 1mm and
5mm.
9. The paper structure made of carbon fibers according to any of the preceding claims,
characterized in that
added to the paperstructure are additives such as, for example, mineral additives,
particularly fillers and pigments such as calcium carbonate, kaolin, talcum, special
minerals, dispersants such as polyphosphates, polyacrylates and/or chemical additives
such as, for example, retention agents, dewatering aids, aluminium compounds, polyaluminium
chlorides, polyacrylamides, polyethylenimines, polyvinylamines, polyamidoamines, polydiallyl
dimethyl ammonium chloride, microparticle systems, network retention agents, natural
and/or modified starch, fixing agents, sizing agents, dry-strength agents, wet-strength
agents such as melamine resin wet-strength agents, epichlorohydrin resins, glyoxal
resins, defoamers, optical brighteners, dyes, biocides and combinations thereof.
10. A method of manufacturing a paper structure made of carbon fibers and water, the method
comprising the steps of:
- providing and/or producing at least two classes of carbon fibers having different
fiber lengths, the mean fiber length of the carbon fibers across all classes in the
paper structure being between 1mm and 15mm;
- introducing and/or suspending the carbon fibers in water, the proportion by quantity
and/or weight of the individual fiber material classes in the paper structure being
between 1% and 99%, preferably between 5% and 95%, and
- setting a stock consistency between 5% and 0.01% and manufacturing a paper sheet
in a dewatering device.
11. The method of manufacturing a paper structure made of carbon fibers according to claim
10, characterized in that
the at least two classes of carbon fibers having different fiber lengths are produced
in an aqueous suspension of the carbon fibers, preferably in a circulation system
including recirculation and a refining and/or cutting unit, and the original carbon
fibers are added to the water within a predetermined period of time, so that the added
fibers are supplied to the cutting process at different frequencies and/or the carbon
fibers introduced into water are cut in at least two different refining units and/or
two different process steps for producing at least one proportion of long fibers and
one proportion of short fibers, and are mixed at a predetermined quantity ratio for
manufacturing the paper sheet.
12. The method of manufacturing a paper structure made of carbon fibers according to either
of claims 10 and 11, characterized in that
besides the carbon fibers, there are other fiber materials used for manufacturing
the paper structure, such as, for example, cellulose fibers, paper fibers, recycled-paper
fibers, wood pulp fibers, combinations thereof and the like, and are preferably added
to the paper structure in a proportion of between 25% and 0.5% by weight, preferably
between 15% and 1% by weight, and particularly between 10% and 1.5% by weight.
13. The method of manufacturing a paper structure made of carbon fibers according to any
of claims 10 to 12, characterized in that
the carbon fibers are cut in an aqueous suspension whose stock consistency is between
35% and 0.1%, preferably between 25% and 1%, and particularly about 3%.
14. The method of manufacturing a paper structure made of carbon fibers according to any
of claims 10 to 13, characterized in that
the carbon fibers are refined and/or cut using a device such as, for example, a Hollander
paper beater, Papillon refiner, flat conical refiner, steep-angle conical refiner,
disk grinders or deflakers, the device being controlled, in particular, by the refiner
load curve, which is, for example, a sinusoidal curve.
15. The method according to any of claims 10 to 14 for manufacturing a paper structure
made of carbon fibers according to any of claims 1 to 9.
16. The use of a paper structure made of carbon fibers according to any of claims 1 to
9 for manufacturing fiber composite materials, particularly fiber-plastic composites,
ceramic fiber composite materials, combinations thereof and the like.
1. Structure de papier en fibres de carbone, avec des matières fibreuses formant au moins
deux classes, qui présentent des longueurs différentes de fibres de carbone, caractérisée en ce que
une première classe présente une part de fibre longue, dont la longueur est supérieure
à 6 mm et une deuxième classe présente une part de fibre courte, dont la longueur
est inférieure à 6 mm et
la part en quantité et/ou en poids d'une classe de matière fibreuse unique dans la
structure de papier est comprise entre 1 % et 99 %, de préférence entre 5 % et 95
% et
la longueur de fibre intermédiaire des fibres de carbones dans toutes les classes
dans la structure de papier est comprise entre 1 mm et 20 mm.
2. Structure de papier en fibres de carbone selon la revendication 1, caractérisée en ce que
la longueur de fibre intermédiaire de fibres de carbone dans la structure de papier
sur toutes les classes est comprise entre 2 mm et 10 mm, de préférence entre 4,5 mm
et 6 mm..
3. Structure de papier en fibres de carbone selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que
les classes de matière fibreuse comprennent au moins une part de fibre longue, dont
la matière fibreuse présente une longueur entre 25 mm et 10 mm et une part de fibre
courte, dont la matière fibreuse présente une longueur entre 10 mm et 0,1 mm.
4. Structure de papier en fibres de carbone selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les fibres de carbone sont des fibres de carbone principales et/ou retraitées et,
en particulier, sont raccourcies par découpe et/ou mouture, de préférence par découpe
humide sur les au moins deux longueurs différentes.
5. Structure de papier en fibres de carbone selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la part dans la structure de papier des fibres de carbone plus longues, en particulier
les fibres longues, est de 10 % en poids à 75 % en poids, de préférence de 25 % en
poids à 50 % en poids et la part des fibres de carbone plus courtes, notamment les
fibres courtes, est de 90 % en poids à 25 % en poids, de préférence de 75 % en poids
et 50 % en poids et le reste éventuellement présent est constitué de particules fines
avec une longueur de fibre inférieure à 0,5 mm ou 0,1 mm.
6. Structure de papier en fibres de carbone selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la découpe des fibres de carbone s'effectue dans une suspension aqueuse, dont la consistance
est comprise entre 35 % et 0,1 %, de préférence entre 25 % et 1 % et en particulier
d'environ 5 %.
7. Structure de papier en fibres de carbone selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les fibres de carbone présentent une charge cationique ou anionique, qui est de préférence
appliquée par un revêtement sur les fibres de carbone.
8. Structure de papier en fibres de carbone selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
en plus des fibres de carbone, d'autres matières fibreuses sont présentes comme par
exemple des fibres de cellulose, des fibres de papier, des fibres de vieux papiers,
des fibres de pâte de bois, des combinaisons de celles-ci et analogues, qui, de préférence,
sont ajoutées avec une part de 25 % en poids à 0,5 % en poids, de préférence entre
15 % en poids et 1 % en poids et notamment de 10 % en poids et 1,5 % en poids de la
structure de papier et/ou
en plus des fibres de carbone, des fibres de renforcement, notamment des fibres de
liaison en polyéthylène sont prévues, qui sont ajoutées en une part de 25 % en poids
à 0,1 % en poids, de préférence entre 20 % en poids et 1 % en poids et notamment entre
10 % en poids et 1,5 % en poids de la structure de papier et, en outre, de préférence,
présentent une longueur de fibres comprise entre 0,1 mm et 10 mm, de préférence entre
0,5 mm et 7 mm et en particulier entre 1 mm et 5 mm.
9. Structure de papier en fibres de carbone selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
sont ajoutés à la structure de papier des additifs comme par exemple des additifs
minéraux, notamment des charges et pigments comme le carbonate de calcium, kaolin,
talc, minéraux spéciaux, agent dispersant comme le polyphosphate, polyacrylate et/ou
des additifs chimiques comme par exemple un agent de rétention, un accélérateur d'égouttage,
composés de l'aluminium, polychlorure d'aluminium, polyacrylamide, polyéthylènimine,
polyvinylamine, polyamidoamine, polydiallyldiméthylammoniumchlorure, systèmes de micro-particules,
agent de rétention de réseau, amidons naturels et/ou modifiés, agent de fixation,
agent d'encollage, durcisseur à sec, agent de résistance à l'humidité comme agent
de résistance à l'humidité à base de résine de mélamine, résine d'épichlorhydrine,
résine de glyoxal, agent anti-mousse, agent azurant, colorant, biocides et des combinaisons
de ceux-ci.
10. Procédé de fabrication d'une structure de papier en fibres de carbone et eau comprenant
les étapes consistant à :
- préparer et/ou créer au moins deux classes de fibres de carbone avec des longueurs
de fibre différentes, dans lequel la longueur de fibre intermédiaire des fibres de
carbone sur l'ensemble des classes dans la structure de papier est entre 1 mm et 15
mm ;
- introduire et/ou suspendre les fibres de carbone dans l'eau, dans lequel la part
en quantité et/ou en poids d'une classe de matière fibreuse unique dans la structure
de papier est comprise entre 1 % et 99 %, de préférence entre 5 % et 95 % et
- régler une consistance entre 5 % à 0,01 % et fabrication d'une feuille de papier
à l'aide d'un dispositif d'égouttage.
11. Procédé de fabrication d'une structure de papier en fibres de carbone selon la revendication
10, caractérisé en ce que
la création d'au moins deux classes de fibres de carbone avec des longueurs de fibre
différentes dans une suspension aqueuse des fibres de carbone s'effectue de préférence
dans un système circulatoire avec un retour et un agrégat pour moudre et/ou découper
et l'ajout de fibres de carbone de sortie dans l'eau s'effectue pendant un intervalle
de temps donné, de sorte que les fibres ajoutées soient alimentées avec une fréquence
différente au processus de coupe et/ou les fibres de carbone introduites dans l'eau
soient coupées dans au moins deux agrégats de mouture différents et/ou en deux étapes
de procédé différentes pour la création d'au moins une part de fibres longues et une
part de fibres courtes et soient mélangées pour la fabrication de la feuille de papier
dans un rapport de quantité prédéfini.
12. Procédé de fabrication d'une structure de papier en fibres de carbone selon une des
revendications 10 et 11, caractérisé en ce que
pour la fabrication de la structure de papier, en plus des fibres de carbone, d'autres
matières fibreuses sont utilisées comme par exemple des fibres de cellulose, des fibres
de papier, des fibres de vieux papiers, des fibres de pâte de bois, des combinaisons
de celles-ci et analogues, qui, de préférence, sont ajoutées avec une part de 25 %
en poids à 0,5 % en poids, de préférence entre 15 % en poids et 1 % en poids et notamment
de 10 % en poids et 1,5 % en poids de la structure de papier.
13. Procédé de fabrication d'une structure de papier en fibres de carbone selon une des
revendications 10 à 12, caractérisé en ce que
la découpe des fibres de carbone s'effectue dans une suspension aqueuse, dont la consistance
est comprise entre 35 % et 0,1 %, de préférence entre 25 % et 1 % et en particulier
d'environ 3 %.
14. Procédé de fabrication d'une structure de papier en fibres de carbone selon une des
revendications 10 à 13, caractérisé en ce que
la mouture et/ou la découpe des fibres de carbone s'effectue avec un dispositif comme
par exemple un cylindre hollandais, un raffineur papillon, un raffineur en cône plat,
un raffineur en cône, un broyeur à disques, une machine de fibrage, dans lequel la
commande du dispositif s'effectue en particulier par une courbe de charge d'appareil
de mouture, qui est par exemple une courbe sinusoïdale.
15. Procédé selon une des revendications 10 à 14 pour la fabrication d'une structure de
papier en fibres de carbone selon une des revendications 1 à 9.
16. Utilisation d'une structure de papier en fibres de carbone selon une des revendications
1 à 9 pour la fabrication de matériaux composites en fibres, en particulier des composés
de fibres et plastique, des matériaux composites en fibres céramiques, des combinaisons
de ceux-ci et analogues.
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