[0001] Die Erfindung betrifft eine Fassade bzw. Fassadenverkleidung für Latten, insbesondere
Rhomboid-Latten, sowie einen zugehörigen entsprechend angepassten Beschlag bzw. Befestigungsbeschlag
für die Befestigung der Latten, insbesondere der Rhomboid-Latten.
[0002] Bei einer beliebten Fassadenbauweise wird an der Außenseite einer Gebäudewand eine
Unterkonstruktion in Form eines ebenen Gerüstes aus Holzlatten befestigt und auf dieses
wird eine Deckschicht aus weiteren Holzlatten geschraubt. Die Latten der äußeren Deckschicht
sind dabei horizontal ausgerichtet in einem kleinen Abstand zueinander angeordnet.
[0003] Vor allem aus Gründen der Witterungsbeständigkeit ist die Querschnittsfläche der
Latten der äußeren Deckschicht kein Rechteck sondern ein Rhomboid (Parallelogramm),
weswegen sich für diese Art von Latten die Kurzbezeichnung "Rhomboid-Latten" eingebürgert
hat. Bei montierten Rhomboid-Latten sind zwei Mantelflächenseiten jeder Latte vertikal
ausgerichtet und die beiden anderen Mantelflächenseiten schräg geneigt und zwar von
der Innenseite der Deckschicht zur Außenseite hin abfallend.
[0004] Bei der üblichsten Befestigungsart der Rhomboid-Latten der Deckschicht an der Unterkonstruktion
wird einfach durch die Rhomboid-Latten hindurch eine Schraube in das Material der
Unterkonstruktion eingeschraubt. Zum Einstellen des Abstandes zwischen benachbarten
Rhomboid-Latten verwendet man Distanzteile deren Dicke gleich der Breite jenes Spaltes
ist, der zwischen benachbarten Rhomboid-Latten liegen soll.
[0005] Die
AT 507 250 B1 beschreibt eine Fassadenverkleidung mit Rhomboid-Latten, wobei sich ein länglicher,
bevorzugt metallischer Befestigungsbeschlag zwischen Rhomboid-Latten und Unterkonstruktion
erstreckt. Der Befestigungsbeschlag ist sowohl mit der Unterkonstruktion als auch
mit jeweils einer Rhomboid-Latte durch mindestens eine Schraube verbunden. Der Befestigungsbeschlag
gilt als "unsichtbar", da sich bei montierten Rhomboid-Latten kein Teil des Befestigungsbeschlages
und auch kein Teil einer Schraube an der Sichtseite der Rhomboid-Latten befindet.
Neben seiner "unsichtbaren" Befestigungsfunktion bietet der Befestigungsbeschlag auch
die Funktionen des Abstandhalters für das Einstellen eines definierten Abstandes zwischen
benachbarten Rhomboid-Latten sowie des Abstandhalters zwischen Unterkonstruktion und
Rhomboid-Latten. Diese Abstände sind wünschenswert, um Staunässe zu vermeiden. Nachteilig
an dem Befestigungsbeschlag gemäß der
AT 507 250 B1 ist der relativ hohe Arbeitsaufwand bei der Montage.
[0006] Die Schriften
DE 10 2009 031 825 B4,
WO 2007051214 A1 und
AT 509 874 B1 beschreiben "unsichtbare" Befestigungsbeschläge für die Befestigung von Dielen, typischerweise
Terrassendielen, auf einem typischerweise horizontalen Untergrund, wobei die Dielen
parallel zueinander in einem Abstand zueinander angeordnet sind. Ein Befestigungsbeschlag
erstreckt sich sowohl in den Spalt zwischen benachbarte Dielen als auch zwischen diese
Dielen und die Unterkonstruktion.
[0007] Gemäß der
DE 10 2009 031 825 B4 weisen benachbarte Dielen an den einander zugewandten Teilmantelflächen eine tiefe
Nut auf. Jener Teil des Befestigungsbeschlages, welcher zwischen benachbarte Dielen
ragt, ist zu einer Diele hin hakenförmig gekrümmt und liegt von oben her an der unteren
Nutflanke der Nut an der Teilmantelfläche der Diele an. Von der unteren Nutflanke
der zugewandten Teilmantelfläche der benachbarten Diele aus erstreckt sich eine Schraube
oder ein Nagel durch den Randbereich dieser Diele und den darunterliegenden Teil des
Befestigungsbeschlages hindurch in die Unterkonstruktion.
[0008] Gemäß der
WO 2007051214 A1 und der
AT 509 874 B1 weisen benachbarte Dielen an den einander zugewandten Teilmantelflächen zumindest
eine seichte Nut auf. Der Befestigungsbeschlag besteht bevorzugt aus einem gummielastischen
Material. Jener Teil des Befestigungsbeschlages, welcher zwischen benachbarte Dielen
ragt, ist in der Höhe der Nuten an den Teilmantelflächen der Dielen beidseitig ausgebaucht
ausgebildet, so dass er in die Nuten an den Teilmantelflächen der Dielen ragt. Durch
Schrauben, welche normal zur Unterkonstruktion durch den ausgebauchten Bereich hindurch
in die Unterkonstruktion hinein eingeschraubt werden, werden die Ausbauchungen des
Beschlages verstärkt, womit die Ausbauchungen in die Nuten an den Dielen hineingedrückt
werden, wodurch die Dielen fixiert werden, ohne dass eine Schraube in sie hinein oder
durch sie hindurch verlaufen muss. Damit bei der Montage der Abstand zwischen benachbarten
Dielen richtig eingestellt wird, müssen die Dielen während der Montage durch eine
Spannvorrichtung aneinander gedrückt werden.
[0009] Die
NL 1008226 C2 beschreibt die Befestigung einer Vertäfelung an einer tragenden Wand, wobei ein Befestigungsbeschlag
verwendet wird, welcher sich in den Spalt zwischen zwei vertikal übereinanderliegenden
Vertäfelungselementen und zwischen die Vertäfelungselemente einerseits und die tragende
Wand andererseits erstreckt. Der Auflageteil des Befestigungsbeschlags, also jener
Teil, welcher sich an der Wand erstreckt, ist eben und flach ausgebildet. Der sich
in den Spalt zwischen zwei Vertäfelungselementen erstreckende Teil des Befestigungsbeschlages
ist am Auflageteil schmal, verbreitert sich mit zunehmendem Abstand vom Auflageteil
aber nach oben und nach unten, so dass zwischen diesem Teil und dem Auflageteil oben
und unten jeweils eine V-förmige Nut eingegrenzt wird. Die Vertäfelungselemente werden
am Befestigungsbeschlag gehalten, indem sie mit jeweils einem wandseitigen Profilfortsatz
ihrer dem Befestigungsbeschlag zugewandten Stirnflächen in jeweils eine der V-förmigen
Nuten ragen und an den Nutflanken an-liegen. Wandabgewandt weist die untere Randfläche
des oberen Vertäfelungselementes neben dem besagten Profilfortsatz eine Nut auf, in
welche ein Teil des Befestigungsbeschlages hineinragt. Die obere Randfläche des unteren
Vertäfelungselementes ist von der Wand weg geneigt. Der Befestigungsbeschlag wird
an der Wand durch eine Schraube gehalten, welche im rechten Winkel zur Wand durch
den Befestigungsbeschlag hindurch in die Wand hinein verläuft. Die Vertäfelung ist
rasch und komfortabel montierbar. Die Bauweise ist aber nicht dazu geeignet, Quellen
und Schwinden der Vertäfelungselemente auszugleichen. Sie ist also nur für Vertäfelungselemente
aus quell- und schwundfreien Materialien und in Umgebungen mit recht begrenzten Temperaturschwankungen
problemlos anwendbar.
[0010] Die
FR 2433087 A1 zeigt eine Bauweise für eine Vertäfelung einer Wand, wobei als Befestigungsbeschläge
Aluminiumstrangpressprofile verwendet werden, welche horizontal über die ganze Wandbreite
und damit über mehrere Vertäfelungselemente hinweg verlaufen, an der Wand mittels
Schrauben befestigt sind und mit einem schmalen langen Profilsteg von der Wand abstehen.
Vom wandfernen Ende des Profilsteges ragt eine kurze Profilwand nach oben und eine
weitere kurze Profilwand nach unten. Bei montierter Vertäfelung ragen diese Profilwände
in jeweils eine Nut an der stirnseitigen Randfläche eines oben bzw. unten an dem Aluminiumprofil
anliegenden Vertäfelungselementes. Wenn die Vertäfelungselemente nach der Montage
quellen, kann die Halterung dieses Quellen einigermaßen ausgleichen, indem sich der
lange schmale Profilsteg nach oben oder unten biegt. Allerdings summieren sich die
Verschiebungen der Vertäfelungselemente mit der Anzahl der übereinander liegenden
Vertäfelungselemente, was sehr lange Profilstege und damit einen großen Abstand der
Vertäfelungselemente von der Wand erzwingt. Die Aluminiumstrangpressprofile werden
mittels Schrauben an der Wand befestigt, wozu die Schrauben durch eine Fläche der
Aluminiumstrangpressprofile hindurch gebohrt werden. Um den Montagekomfort zu verbessern,
ist die besagte Fläche nicht parallel zur Wand ausgerichtet, sondern rampenartig geneigt,
so dass die Schrauben schräg nach unten ausgerichtet sind. Um zu verhindern, dass
die Aluminiumstrangpressprofile beim Festziehen der Schrauben an der Wand nach unten
gleiten, ist die Berührungsfläche der Aluminiumstrangpressprofile zur Wand mit einer
spitzen Rippenprofilierung versehen, welche sich in die Wand eindrückt.
[0011] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht darin, eine Bauweise für eine
Fassade mit einer Deckschicht aus Latten, insbesondere Rhomboid-Latten zu schaffen,
wobei eine Latte, insbesondere Rhomboid-Latte, an einer Unterkonstruktion mittels
mehreren, gegenüber den Latten kurzen, "unsichtbaren Beschlägen" verankert wird, sowie
einen entsprechenden Befestigungsbeschlag zur Verfügung zu stellen.
[0012] Gegenüber bekannten Bauweisen sollen die Vorteile erzielt werden, dass der Montagevorgang
sehr einfach ist, dass trotz Quellens und Schwindens von Latten, insbesondere Rhomboid-Latten,
immer eine spiel- und zerstörungsfreie Halterung gewährleistet werden kann, und dass
es nicht erforderlich ist, die Latte, insbesondere die Rhomboid-Latten, in einem großen
Abstand zur Unterkonstruktion anzuordnen.
[0013] "Unsichtbare Beschläge" bedeutet, dass sich bei montierter Fassade kein Teil eines
Befestigungsbeschlages oder einer Schraube oder eines Nagels an der Sichtseite einer
Latte, insbesondere einer Rhomboid-Latte, befindet.
[0014] Diese Aufgabe wird durch eine Fassade gemäß Anspruch 1 und einen Befestigungsbeschlag
gemäß Anspruch 12 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind
Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0015] Die erfindungsgemäße Fassade, bei welcher eine Deckschicht von parallel und in einem
Abstand zueinander angeordneten Latten, insbesondere Rhomboid-Latten, an einer Unterkonstruktion
durch Befestigungsbeschläge befestigt ist, kann derart beschaffen sein, dass ein Befestigungsbeschlag
einen Auflagebereich und einen von diesem abstehenden Fortsatz aufweist, wobei sich
der Auflagebereich zwischen die Unterkonstruktion auf der einen Seite und die Latten,
insbesondere die Rhomboid-Latten, auf der anderen Seite erstreckt und den Abstand
zwischen der Unterkonstruktion auf der einen Seite und den Latten, insbesondere den
Rhomboid-Latten, auf der anderen Seite überbrückt, wobei sich der Fortsatz in den
Spalt zwischen zwei benachbarten Latten, insbesondere Rhomboid-Latten, erstreckt,
wobei der Fortsatz einen Abschnitt, insbesondere eine Ausbauchung, aufweist, welcher
in eine Nut an einer den Spalt begrenzenden Teilmantelfläche einer Latte, insbesondere
einer Rhomboid-Latte, ragt und wobei ein länglicher Befestigungsteil durch den Befestigungsbeschlag
hindurch in das Material der Unterkonstruktion verläuft, ohne dabei durch eine Latte,
insbesondere eine Rhomboid-Latte, hindurch zu verlaufen, wobei ein Randbereich einer
Latte, insbesondere einer Rhomboid-Latte, bei welchem die den Spalt zur benachbarten
Latte, insbesondere Rhomboid-Latte, begrenzende Teilmantelfläche mit der der Unterkonstruktion
zugewandten Teilmantelfläche einen spitzen Winkel einschließt, an einen Oberflächenbereich
des Befestigungsbeschlages ragt, an welchem zwischen Auflagebereich und Fortsatz ein
spitzer Winkel eingeschlossen wird und mit den beiden Teilmantelflächen auf Druck
daran anliegt.
[0016] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der längliche Befestigungsteil derart in einem
spitzen Winkel zur Ebene zur Unterkonstruktion ausgerichtet ist, dass dessen in die
Unterkonstruktion hineinragender Längsbereich in den Höhenbereich jener Latte, insbesondere
Rhomboid-Latte, ragt, welche am Befestigungsbeschlag mit den in einem spitzen Winkel
zueinander ausgerichteten Teilmantelflächen anliegt, und dass der Befestigungsbeschlag
gegen Druckverformung in einer Richtung, welche in der Ebene der Fassade liegt und
normal zur Lattenlängsrichtung ausgerichtet ist, elastisch weicher ist als die Latte,
insbesondere Rhomboid-Latten.
[0017] Die erfindungsgemäße Fassade kann in vorteilhafter Weise derart weitergebildet werden,
dass das Material des Befestigungsbeschlages einen niedrigeren Elastizitätsmodul aufweist
als das Material der Latten, insbesondere der Rhomboid-Latten.
[0018] Weiterhin kann die erfindungsgemäße Fassade so ausgestaltet werden, dass die Latte,
insbesondere die Rhomboid-Latte, welche am Befestigungsbeschlag mit den in einem spitzen
Winkel zueinander ausgerichteten Teilmantelflächen anliegt, unterhalb des Fortsatzes
dieses Befestigungsbeschlages angeordnet ist, und dass der spitze Winkel zwischen
einer Seite dieses Fortsatzes und dem Auflageteil des Befestigungsbeschlages bei nicht
elastisch verformtem Befestigungsbeschlag spitzer ist, d.h. kleiner ist als der spitze
Winkel zwischen benachbarten Flächen der Latte, insbesondere der Rhomboid-Latte.
[0019] Des Weiteren kann die erfindungsgemäße Fassade derart verwirklicht werden, dass die
obere Teilmantelfläche der unterhalb des Fortsatzes des Befestigungsbeschlags angeordneten
Latte, insbesondere Rhomboid-Latte, keine Nut aufweist.
[0020] Darüber hinaus kann die erfindungsgemäße Fassade so umgesetzt werden, dass der vom
Auflageteil des Befestigungsbeschlages in den Spalt zwischen benachbarten Latten,
insbesondere Rhomboid-Latten, ragende Fortsatz in zwei Teile aufgespalten ist, zwischen
denen sich eine Ausnehmung befindet und von denen der eine Teil an der einen Latte,
insbesondere Rhomboid-Latte, anliegt und der andere Teil an der anderen Latte, insbesondere
Rhomboid-Latte, anliegt.
[0021] Ferner kann die erfindungsgemäße Fassade derart weitergebildet werden, dass die Ausnehmung
zwischen den beiden Teilen eine Nut ist, deren Profilrichtung parallel zur Längsrichtung
der Latte, insbesondere der Rhomboid-Latten, verläuft und deren Querschnittsfläche
zu der vom Auflageteil abgewandten Seite hin offen ist.
[0022] Weiterhin kann die erfindungsgemäße Fassade so realisiert werden, dass der eine Teil
des Fortsatzes, insbesondere der untere Teil, eine Haltenase an dessen Ende aufweist,
die eingerichtet ist, mit einem Absatz einer Latte, insbesondere einer Rhomboid-Latte,
in Eingriff zu gelangen.
[0023] Darüber hinaus kann die erfindungsgemäße Fassade derart ausgeführt werden, dass der
Befestigungsbeschlag eine Durchgangsbohrung aufweist, durch welche der Befestigungsteil
in dem spitzen Winkel verläuft, wobei die Durchgangsbohrung Auflagerippen aufweist,
welche zur Auflage des Befestigungsteils zu dessen Ausrichtung in dem spitzen Winkel
eingerichtet sind.
[0024] Des Weiteren kann die erfindungsgemäße Fassade so ausgestaltet werden, dass der Befestigungsbeschlag
so ausgebildet ist, dass bei mittels des Befestigungsbeschlags befestigten benachbarten
Latten ein Überstand eines Abschnitts einer Latte, insbesondere einer unteren Kante
einer oberen Latte, gegenüber eines Abschnitts der anderen benachbarten Latte, insbesondere
einer oberen Kante der benachbarten unteren Latte, ausgebildet wird.
[0025] Ferner kann die erfindungsgemäße Fassade derart verwirklicht werden, dass der Befestigungsbeschlag
an dessen Auflagebereich an der Seite des Fortsatzes, an der der Fortsatz mit dem
Auflagebereich einen spitzen Winkel einschließt, eine Durchgangsbohrung aufweist,
welche normal zu dem Auflagebereich und der Unterkonstruktion verläuft.
[0026] Weiterhin kann die erfindungsgemäße Fassade so ausgebildet werden, dass der Befestigungsbeschlag
während des Eindringens des Befestigungsteils an der Unterkonstruktion entlang auf
die Latte, insbesondere die Rhomboid-Latte, zu gleitet.
[0027] Der erfindungsgemäße Befestigungsbeschlag für eine Fassade ist vorzugsweise für die
erfindungsgemäße Fassade vorgesehen, wobei der Befestigungsbeschlag eingerichtet ist,
benachbarte Latten derart an einer Unterkonstruktion zu befestigen, das eine Deckschicht
von parallel und in einem Abstand zueinander angeordneten und entlang der Unterkonstruktion
verlaufenden Latten ausgebildet wird, wobei der Befestigungsbeschlag einen Auflagebereich
und einen von diesem abstehenden Fortsatz aufweist, wobei der Auflagebereich derart
ausgebildet ist, dass sich der Auflagebereich zwischen die Unterkonstruktion auf der
einen Seite und die Latten auf der anderen Seite erstreckt und den Abstand zwischen
der Unterkonstruktion auf der einen Seite und den Latten auf der anderen Seite überbrückt,
wobei der Fortsatz derart ausgebildet ist, dass sich der Fortsatz in den Spalt zwischen
zwei benachbarten Latten erstreckt, wobei der Fortsatz einen Abschnitt aufweist, welcher
eingerichtet ist, in eine Nut an einer den Spalt begrenzenden Teilmantelfläche einer
Latte zu ragen, wobei der Befestigungsbeschlag derart ausgebildet ist, dass ein länglicher
Befestigungsteil durch den Befestigungsbeschlag hindurch in das Material der Unterkonstruktion
verlaufen kann, ohne dabei durch eine Latte hindurch zu verlaufen, wobei der Befestigungsbeschlag
derart ausgebildet ist, dass ein Randbereich einer Latte, bei welchem die den Spalt
zur benachbarten Latte begrenzende Teilmantelfläche mit der der Unterkonstruktion
zugewandten Teilmantelfläche einen spitzen Winkel einschließt, an einen Oberflächenbereich
des Befestigungsbeschlages ragen kann, an welchem zwischen Auflagebereich und Fortsatz
ein spitzer Winkel eingeschlossen wird und mit den beiden Teilmantelflächen auf Druck
daran anliegt, wobei der Befestigungsbeschlag derart ausgebildet ist, dass der längliche
Befestigungsteil derart in einem spitzen Winkel zur Ebene zur Unterkonstruktion ausgerichtet
werden kann, dass dessen in die Unterkonstruktion hineinragender Längsbereich in den
Höhenbereich jener Latte ragt, welche am Befestigungsbeschlag mit den in einem spitzen
Winkel zueinander ausgerichteten Teilmantelflächen anliegt, und wobei Befestigungsbeschlag
derart ausgebildet ist, dass der Befestigungsbeschlag gegen Druckverformung in einer
Richtung, welche in der Ebene der Fassade liegt und normal zur Lattenlängsrichtung
ausgerichtet ist, elastisch weicher ist als die Latte.
[0028] Der erfindungsgemäße Befestigungsbeschlag kann in vorteilhafter Weise derart weitergebildet
sein, dass er aus einem gummielastischen Material ausgebildet ist.
[0029] Weitere Aspekte der Erfindung werden nachfolgend erläutert:
- Der Befestigungsbeschlag weist einen Auflagebereich und einen von diesem abstehenden
Fortsatz auf, wobei sich der Auflagebereich zwischen die Unterkonstruktion auf der
einen Seite und die Rhomboid-Latten auf der anderen Seite erstreckt und wobei sich
der Fortsatz in den Spalt zwischen zwei benachbarten Rhomboid-Latten erstreckt.
- Der Fortsatz des Befestigungsbeschlages, welcher in den Spalt zwischen benachbarten
Rhomboid-Latten ragt, hat einen Abschnitt, insbesondere eine Ausbauchung, welche in
eine Nut an einer den Spalt begrenzenden Teilmantelfläche einer Rhomboid-Latte ragt.
- Ein länglicher Befestigungsteil, typischerweise eine Schraube oder ein Nagel, verläuft
durch den Befestigungsbeschlag hindurch in das Material der Unterkonstruktion hinein,
ohne dabei durch eine Rhomboid-Latte zu verlaufen.
- Jener Randbereich einer Rhomboid-Latte, bei welchem die den Spalt zur benachbarten
Rhomboid-Latte begrenzende Teilmantelfläche mit der der Unterkonstruktion zugewandten
Teilmantelfläche einen spitzen Winkel einschließt, wird durch den Befestigungsbeschlag
gehalten, indem zwischen Auflagebereich und Fortsatz des Befestigungsbeschlages ein
spitzer Winkel eingeschlossen wird und indem die besagten Teilmantelflächen der Rhomboid-Latte
in diesen Winkelbereich hineinragen und an dem Auflagebereich und dem Fortsatz des
Befestigungsbeschlages anliegen.
[0030] Weiterhin ist vorgesehen, den länglichen Befestigungsteil (typischerweise eine Schraube
oder ein Nagel) nicht normal zur Unterkonstruktion oder parallel zu jenen Teilmantelflächen
der Rhomboid-Latten auszurichten, welche den Spalt zwischen benachbarten Rhomboid-Latten
begrenzen, sondern in einem spitzen Winkel zur Ebene zur Unterkonstruktion und zwar
zum Höhenbereich jener Rhomboid-Latte hin gerichtet, deren den Spalt zwischen den
beiden Rhomboid-Latten begrenzende Teilmantelfläche mit der zur Unterkonstruktion
hin ausgerichteten Teilmantelfläche einen spitzen Winkel begrenzt. Als ergänzende
Maßnahme dazu ist vorgesehen, den Befestigungsbeschlag gegen Druckverformung in der
Ebene der Fassade normal zur Lattenlängsrichtung elastisch weicher auszubilden als
die Rhomboid-Latten. Anders ausgedrückt wird vorgeschlagen, den Befestigungsbeschlag
gegen Druckverformung in einer Richtung, die in der Ebene der Fassade liegt und normal
zur Lattenlängsrichtung ausgerichtet ist, elastisch weicher auszubilden als die Rhomboid-Latten.
[0031] Damit, dass der Befestigungsbeschlag gegen Druckverformung "elastisch weicher ist
als die Rhomboid-Latte", ist gemeint, dass dann, wenn ein Befestigungsbeschlag und
eine Rhomboid-Latte aneinander gedrückt werden, die zufolge der resultierenden Druckspannung
hervorgerufene Verformung des Befestigungsbeschlages größer ist als die Verformung
der Rhomboid-Latte, wobei die Verformung als Betrag der Abmessungsänderung zufolge
Druckkraft in Richtung der Druckkraft gemessen wird.
[0032] Gemäß einem besonders bevorzugten Aspekt der Erfindung ist der Befestigungsbeschlag
aus einem Material ausgebildet, welches einen niedrigeren Elastizitätsmodul aufweist
als das Material der Rhomboid-Latten. Damit kann mit besonders einfachen, sehr gut
handhabbaren und robusten Formen des Befestigungsbeschlages das Auslangen gefunden
werden.
[0033] Die Erfindung wird an Hand von Zeichnungen veranschaulicht:
Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Fassade bzw. Fassadenverkleidung in einer seitlichen Schnittansicht sowie einen entsprechend
eingesetzten erfindungsgemäßen Befestigungsbeschlag.
Fig. 2 zeigt den erfindungsgemäßen Befestigungsbeschlag der erfindungsgemäßen Fassade
bzw. Fassadenverkleidung von Fig. 1 allein in perspektivischer, gegenüber Fig. 1 vergrößerter
Darstellung.
Fig. 3 veranschaulicht geometrische Verhältnisse bei einer zweiten Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Fassade bzw. Fassadenverkleidung sowie eines erfindungsgemäßen
Befestigungsbeschlags, wobei sämtliche Einzelteile in seitlicher Schnittansicht gezeigt
sind.
Fig. 4 zeigt den erfindungsgemäßen Befestigungsbeschlag der erfindungsgemäßen Fassade
bzw. Fassadenverkleidung von Fig. 3 allein in gegenüber Fig. 3 leicht vergrößerter
perspektivischer Darstellung.
Fig. 5 zeigt einen erfindungsgemäßen Befestigungsbeschlag einer dritten Ausführungsform
in einer erfindungsgemäßen Fassade bzw. Fassadenverkleidung in einer seitlichen Schnittansicht.
Fig. 6 zeigt eine seitliche perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Befestigungsbeschlags
von Fig. 5.
Fig. 7 zeigt eine weitere seitliche perspektivische Ansicht des Befestigungsbeschlags
von Fig. 5.
Fig. 8 zeigt den erfindungsgemäßen Befestigungsbeschlag von Fig. 5 in einer Draufsicht.
Fig. 9 zeigt den erfindungsgemäßen Befestigungsbeschlag von Fig. 5 in einer entlang
Schnitt A-A von Fig. 8 verlaufenden Schnittansicht.
Fig. 10 zeigt den erfindungsgemäßen Befestigungsbeschlag von Fig. 5 in einer entlang
Schnitt B-B von Fig. 8 verlaufenden Schnittansicht.
[0034] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausschnitt einer erfindungsgemäßen_Fassade bzw. Fassadenverkleidung
sind eine untere Rhomboid-Latte 2 und eine obere Rhomboid-Latte 3 mittels eines Befestigungsbeschlages
4 an einer Unterkonstruktion 1 befestigt, wobei eine Schraube 5 (als Spezialfall eines
"länglichen Befestigungsteils") durch den Befestigungsbeschlag 4 hindurch in die Unterkonstruktion
1 hinein verläuft.
[0035] Die einander zugewandten Teilmantelflächen 2.2, 3.2 der beiden benachbarten Rhomboid-Latten
2, 3 sind von der Unterkonstruktion 1 weg abfallend geneigt, so dass anprallender
Regen immer nach außen, also von der Unterkonstruktion 1 weg, abgeführt wird.
[0036] Der Befestigungsbeschlag 4 weist einen im Wesentlichen ebenen Auflagebereich 4.1
auf, welcher sich zwischen die Rhomboid-Latten 2, 3 und die Unterkonstruktion 1 erstreckt.
Darüber hinaus weist der Befestigungsbeschlag 4 einen Fortsatz 4.2 auf, welcher etwa
von der Mitte des Auflagebereichs 4.1 aus in den Spalt zwischen den benachbarten Rhomboid-Latten
2, 3 ragt. Da der Spalt zwischen den benachbarten Rhomboid-Latten 2, 3 nicht normal
zur Ebene der Unterkonstruktion 1 ausgerichtet ist, sondern geneigt (in Querschnittsansicht),
ist auch der Fortsatz 4.2 des Befestigungsbeschlages 4 zum Auflagebereich 4.1 nicht
normal ausgerichtet, sondern geneigt. Dadurch begrenzen der Fortsatz 4.2 und der Auflagebereich
4.1 an einer Seite des Fortsatzes (nämlich dessen Oberseite) einen stumpfen Winkel
und an der anderen Seite des Fortsatzes (nämlich dessen Unterseite) einen spitzen
Winkel (in Querschnittsansicht).
[0037] Bei der unteren Rhomboid-Latte 2 wird zwischen der oberen Teilmantelfläche 2.2 und
der der Unterkonstruktion 1 zugewandten Teilmantelfläche 2.1 ein spitzer Winkel eingeschlossen.
Dadurch ist es möglich, die untere Rhomboid-Latte 2 - wie dargestellt - an ihrem oberen
Rand durch den Befestigungsbeschlag 4 zu halten, indem sie mit ihren in einem spitzen
Winkel zueinander stehenden Teilmantelflächen 2.1, 2.2 in den spitzen Winkelbereich
zwischen dem Fortsatz 4.2 und dem Auflagebereich 4.1 des Befestigungsbeschlags 4 ragt.
[0038] Es ist damit nicht erforderlich, die obere Teilmantelfläche 2.2 der unteren Rhomboid-Latte
2 mit einer Nut für den Eingriff des Befestigungsbeschlages 4 auszustatten. Eine derartige
Nut wäre aus optischen Gründen, aus Gründen des Herstellungsaufwandes und wegen der
Gefahr, dass sich darin Nässe halten kann, nachteilig.
[0039] Bei der oberen Rhomboid-Latte 3 wird zwischen der unteren Teilmantelfläche 3.2 und
der der Unterkonstruktion 1 zugewandten Teilmantelfläche 3.1 ein stumpfer Winkel eingeschlossen.
Dadurch ist es nicht möglich, den unteren Rand der oberen Rhomboid-Latte 3 gleichartig
wie den oberen Rand der unteren Rhomboid-Latte 2 zu halten. Man behilft sich, indem
- wie dargestellt - die untere Teilmantelfläche 3.2 der oberen Rhomboid-Latte 3 mit
einer Nut 3.2.1 versehen wird, in welche ein Abschnitt des Fortsatzes 4.2, in dargestellten
Fall eine Ausbauchung 4.2.1 des Fortsatzes 4.2 des Befestigungsbeschlages 4 ragt.
[0040] Die Nut 3.2.1 hat in diesem Fall keine nennenswerten Nachteile. Staunässe kann in
ihr nicht stehen, da die ganze Teilmantelfläche 3.2 einschließlich aller Begrenzungsflächen
der Nut 3.2.1 überhängend ausgerichtet sind. Auch optisch ist die Nut bei montierter
Fassade nicht erkennbar, da sie nur aus einem sehr begrenzten Blickwinkel überhaupt
sichtbar sein kann und da sie überdies immer in einem schattigen Flächenbereich liegt.
[0041] Der Befestigungsbeschlag 4 weist eine Durchgangsbohrung 4.3 auf, durch welche eine
Schraube oder ein Nagel oder ein gleichwertiger länglicher Befestigungsteil 5 hindurch
verläuft und in der Unterkonstruktion 1 verankert ist. Die Durchgangsbohrung 4.3 ist
nicht normal zur Ebene der Unterkonstruktion ausgerichtet ist, sondern schräg dazu
und zwar so, dass sie in die Unterkonstruktion hinein in den Höhenbereich zu jener
Rhomboid-Latte 2 hin geneigt ist, welche durch den Beschlag 4 am spitzen Winkel zwischen
Teilmantelflächen 2.1, 2.2 gehalten wird. Dadurch wird bei der Montage ein erheblicher
Vorteil erzielt:
[0042] Die Rhomboid-Latten 2, 3 werden nacheinander von unten nach oben aufeinanderfolgend
montiert. Die jeweils nächstobere Rhomboid-Latte 3 wird mit ihrer unteren Stirnfläche
3.2 auf die Fortsätze 4.2 der schon mittels Schrauben 5 an der Unterkonstruktion 1
fixierten Befestigungsbeschläge 4 aufgesetzt, wobei die Abschnitte, insbesondere die
Ausbauchungen 4.2.1, der Fortsätze 4.2 der Befestigungsbeschläge 4 in die Nut 3.2.1
an der Unterseite der Rhomboid-Latte ragen und somit verhindern, dass die Rhomboid-Latte
abrutscht. Dann werden Befestigungsbeschläge 4 an der oberen Seite der hinzugekommen
Rhomboid-Latte so aufgesteckt, dass sie mit ihrem Auflagebereich 4.1 zwischen die
Rhomboid-Latte und die Unterkonstruktion 1 ragen und mit jener Seite der Fortsätze
4.2 an der Rhomboid-Latte anliegen, welche mit dem Auflagebereich 4.1 einen spitzen
Winkel einschließt. Wenn nun längliche Befestigungsteile 5 (Schrauben, Nägel, etc.)
durch die Durchgangsbohrungen 4.3 in die Unterkonstruktion 1 hineinbewegt werden,
werden die jeweiligen Befestigungsbeschläge 4 in Richtung auf die neu hinzugekommene
Rhomboid-Latte verschoben, womit diese Rhomboid-Latte vermehrt an die schon vorher
montierten, unteren Befestigungsbeschläge 4 angedrückt wird und somit die Fixierung
verbessert wird. Man erspart sich damit die Eingangs im Zusammenhang mit der
WO 2007051214 A1 und der
AT 509 874 B1 erwähnte Spannvorrichtung.
[0043] Gute Erfahrungen wurden gemacht, wenn die Befestigungsteile 5 etwa 30° gegenüber
der Normalen auf die Unterkonstruktion 1 geneigt ausgerichtet sind. Gute Ergebnisse
werden jedenfalls erzielt, wenn der Winkel zwischen länglichem Befestigungsteil 5
und der Normalen auf die Unterkonstruktion 1 geringfügig größer ist als der Reibungswinkel
zwischen den beiden Reibungspartnern Befestigungsbeschlag 4 und Unterkonstruktion
1. (Der Reibungswinkel ist der Arkustangens des Quotienten zwischen der Tangentialkraft
an der Berührungsfläche zweier aneinandergedrückter Körper und der Normalkraft, mit
der die Körper aneinander gedrückt werden, wenn die beiden Körper gerade noch nicht
aneinander abgleiten.)
[0044] Indem der Befestigungsbeschlag 4 aus einem relativ weichelastischem Material, nämlich
einem Material mit niedrigerem Elastizitätsmodul als jenes der Rhomboid-Latte besteht,
wird stärkeres Abwärtsbewegen des Befestigungsbeschlages 4 während des Anziehens der
Schraube 5 erwirkt, als wenn das Material des Befestigungsbeschlages 4 sehr hart wäre.
Weiterhin wird damit erreicht, dass die Rhomboid-Latten nicht durch hohen lokalen
Druck beschädigt werden. Als dritter und ganz wichtiger Vorteil wird damit erreicht,
dass die Rhomboid-Latten 2, 3 in montiertem Zustand quellen und schwinden können und
die Befestigungsbeschläge 4 dennoch immer satt an den Rhomboid-Latten 2, 3 anliegen.
Quellen und Schwinden der Rhomboid-Latten 2, 3 bewirkt eine Verkleinerung oder Vergrößerung
der einzelnen Spalte zwischen den Rhomboid-Latten 2, 3 und kein Verschieben der gesamten
Lattenschicht; es ist damit egal wie hoch die Fassade ist.
[0045] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht ein Befestigungsbeschlag 4
aus einem gummielastischen Material. Mit "gummielastisches Material" ist ein Material
gemeint, dessen Elastizitätsmodul deutlich niedriger ist als der Elastizitätsmodul
des Materials der Rhomboid-Latten 2, 3 und welches elastisch zerstörungsfrei in jede
Richtung um mindestens 15 % seiner entspannten Abmessung in dieser Richtung verformbar
ist. Indem der Befestigungsbeschlag 4 bei der Montage zwischen den einzelnen damit
verbundenen Teilen Unterkonstruktion 1, untere Rhomboid-Latte 2 und obere Rhomboid-Latte
3 auf Druck elastisch vorgespannt wird, ist erreichbar, dass trotz witterungsbedingtem
Quellen und Schwinden von Holzteilen der Fassade alle diese Teile jederzeit satt am
Befestigungsbeschlag 4 anliegen und fest gehalten werden, ohne zerstört zu werden.
[0046] Aus Gründen der Hinterlüftung ist es vorteilhaft, wenn der Befestigungsbeschlag 4
an der der Unterkonstruktion 1 zugewandten Oberfläche des Auflagebereichs 4.1 nicht
vollflächig anliegt, sondern nur über lokale Erhebungen oder Stege. Man kann das realisieren,
indem der Befestigungsbeschlag 4 - wie dargestellt - an der der Unterkonstruktion
1 zugewandten Seite des Auflagebereichs 4.1 mit breiten flachen Nuten 4.1.1 ausgestattet
wird. Damit der Befestigungsbeschlag 4 während des Anziehens der Schraube 5 dennoch
gut an der Unterkonstruktion gleiten kann, sollte - wie dargestellt - die der Unterkonstruktion
1 zugewandte Seite des Auflagebereichs 4.1 im Nahbereich der Schraubendurchgangsbohrung
4.3 nicht durch Nuten 4.1.1 unterbrochen sein.
[0047] Bis auf Details zur Ausführung des in den Spalt zwischen benachbarten Rhomboid-Latten
2, 3 ragenden Fortsatzes gilt alles bisher zum Befestigungsbeschlag 4 gemäß Fig. 1
und Fig. 2 gesagte auch für den in Fig. 3 und Fig. 4. skizzierten Befestigungsbeschlag
14 gemäß der zweiten Ausführungsform.
[0048] Beim Befestigungsbeschlag 14 ist der vom Auflageteil 14.1 in den Spalt zwischen benachbarten
Rhomboid-Latten 2, 3 wegragende Fortsatz 14.2 in zwei Teile 14.2.1 und 14.2.2 aufgespalten,
zwischen denen sich eine Nut erstreckt, deren Profilrichtung horizontal - also parallel
zu den Rhomboid-Latten 2, 3 - verläuft und deren Querschnittsfläche zu der vom Auflageteil
14.1 abgewandten Seite hin offen ist. Der obere Teil 14.2.1 ist als Abschnitt, insbesondere
als eine Ausbauchung, ausgebildet und ragt in die Nut an der unteren Stirnfläche der
oberen Rhomboid-Latte 3. Der untere Teil ist als schlanker Teilfortsatz 14.2.2 ausgebildet
und schließt dann, wenn der Befestigungsbeschlag 14 nicht elastisch verformt ist,
mit dem Auflageteil 14.1 einen spitzen Winkel ein, der etwas kleiner ist als der spitze
Winkel zwischen der oberen Stirnfläche der unteren Rhomboid-Latte 2 und der an der
am Auflageteil 14.1 anliegenden Fläche dieser Rhomboid-Latte 2.
[0049] Während der Montage wird der Befestigungsbeschlag 14 erst so an die untere Rhomboid-Latte
2 aufgelegt, dass er gegenüber dieser die in Fig. 3 in vollen Linien dargestellte
Position innehat. Wenn die Schraube 5 angezogen wird, gleitet er an die Rhomboid-Latte
2 heran, so dass die Rhomboid-Latte 2 gegenüber dem Beschlag 14 die punktiert dargestellte
Relativposition innehat. Der untere Teilfortsatz 14.2.2 wird bei dieser Verschiebung
im Idealfall so weit nach oben gebogen, dass er mit seiner unteren Fläche satt an
der oberen Teilmantelfläche 2.2 der unteren Rhomboid-Latte 2 anliegt.
[0050] Durch die in zwei Teile 14.2.1, 14.2.2 geteilte Ausführung des Fortsatzes 14.2 und
durch die besprochene gegenüber dem Auflageteil 14.1 besonders spitzwinkelige Anordnung
des Teilfortsatzes 14.2.2 ist die erforderliche elastische Verformbarkeit ("Weichheit")
des Befestigungsbeschlages 14 besonders gut auch dann erreichbar, wenn das Material
des Befestigungsbeschlages 14 an sich einen eher hohen Elastizitätsmodul und einen
eher geringen elastischen Verformungsbereich aufweist.
[0051] Auch wenn der Fortsatz 4.2, welcher vom Auflageteil 14.1 aus in den Spalt zwischen
benachbarten Rhomboid-Latten 2, 3 reicht, nicht in zwei Teile aufgespalten ausgeführt
ist, ist es auf Grund der besseren elastischen Verformbarkeit vorteilhaft, den spitzen
Winkel zwischen einer Seite dieses Fortsatzes 14.2 und dem Auflageteil 14.1 des Befestigungsbeschlages
14 so zu bemessen, dass dieser Winkel bei nicht elastisch verformtem Befestigungsbeschlag
spitzer ist als der spitze Winkel zwischen benachbarten Flächen der Rhomboid-Latten.
[0052] In der folgenden Beschreibung der dritten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fassade
bzw. Fassadenverkleidung sowie des erfindungsgemäßen Befestigungsbeschlags 24 wird
lediglich auf die Unterschiede in Bezug auf die Beschreibung der zweiten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Fassade bzw. Fassadenverkleidung sowie des erfindungsgemäßen
Befestigungsbeschlags 14 eingegangen. Gleiche oder ähnliche Komponenten bzw. Abschnitte
sind dabei mit gleichen oder ähnlichen Bezugszeichen versehen sind.
[0053] Fig. 5 zeigt einen erfindungsgemäßen Befestigungsbeschlag 24 einer dritten Ausführungsform
in einer erfindungsgemäßen Fassade bzw. Fassadenverkleidung in einer seitlichen Schnittansicht.
Weiterhin zeigt Fig. 6 eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Befestigungsbeschlags
24 von Fig. 5 von einer ersten Seite des Befestigungsbeschlags 24, wohingegen Fig.
7 eine weitere perspektivische Ansicht des Befestigungsbeschlags 24 von Fig. 5 von
einer der ersten Seite gegenüberliegenden zweiten Seite des Befestigungsbeschlags
24 zeigt. Ferner zeigt Fig. 8 den erfindungsgemäßen Befestigungsbeschlag 24 von Fig.
5 in einer Draufsicht. Die Fig. 9 zeigt dabei den erfindungsgemäßen Befestigungsbeschlag
24 von Fig. 5 in einer entlang Schnitt A-A von Fig. 8 verlaufenden Schnittansicht,
während Fig. 10 den erfindungsgemäßen Befestigungsbeschlag 24 von Fig. 5 in einer
entlang Schnitt B-B von Fig. 8 verlaufenden Schnittansicht zeigt.
[0054] Wie aus den Fig. 5-10 ersichtlich ist, weist der erfindungsgemäße Befestigungsbeschlag
24 dieser dritten Ausführungsform - wie auch der Befestigungsbeschlag 14 der zweiten
Ausführungsform - einen zweiteiligen Fortsatz 24.2 auf, der in zwei Teile 24.2.1 und
24.2.2 aufgespalten ist. Zwischen diesen beiden Teilen 24.2.1 und 24.2.2 des Fortsatzes
24.2 erstreckt sich eine Nut, deren Profilrichtung horizontal - demnach parallel zu
den Rhomboid-Latten 2, 3 - verläuft und deren Querschnittsfläche zu der vom Auflageteil
24.1 abgewandten Seite hin offen ist. Der obere Teil 24.2.1 ist als ein Abschnitt
in Form einer Ausbauchung ausgebildet und ragt in die Nut an der unteren Stirnfläche
3.2 der oberen Rhomboid-Latte 3. Der untere Teil 24.2.2 ist als schlanker Teilfortsatz
ausgebildet, welcher an dessen Ende - im Unterschied zu dem Befestigungsbeschlag 14
der zweiten Ausführungsform - zusätzlich eine Haltenase ausbildet, welche mit einem
in der oberen Teilmantelfläche 2.2 ausgebildeten Absatz der unteren Rhomboid-Latte
2 in Eingriff gelangt. Dadurch kann insbesondere ein fester Halt der unteren Rhomboid-Latte
2 gewährleistet werden; vor allem dann, wenn der Befestigungsbeschlag 24 aufgrund
dessen Elastizität eine gewisse Klemmung anhand der Haltenase und des Auflageteils
24.1 auf die untere Rhomboid-Latte 2 ausübt.
[0055] Wie weiterhin aus den Fig. 6, 9 und 10 gut zu erkennen ist, sind in der Durchgangsbohrung
24.3.1 mehrere Auflagerippen 26 vorgesehen, auf welche ein Befestigungsteil 5 aufgelegt
bzw. vorübergehend befestigt, beispielsweise verklemmt, werden kann, bevor der Befestigungsteil
5 in der Unterkonstruktion 1 verankert wird. Die Auflagerippen 26 gewährleisten aufgrund
deren Ausgestaltung, den Befestigungsteil 5 auf letztere auflegen oder vorübergehend
befestigen bzw. halten zu können, dass der Befestigungsteil 5 in einem durch die Auflagerippen
26 vorgegebenen Einschraubwinkel von etwa 30° in Bezug auf die Normale zur Ebene der
Unterkonstruktion 1 verankert, beispielsweise eingeschraubt, werden kann.
[0056] Ferner kann insbesondere Fig. 5 entnommen werden, dass der Befestigungsbeschlag 24
so ausgebildet, dass bei mittels des Befestigungsbeschlags 24 befestigter unterer
Rhomboid-Latte 2 und oberer Rhomboid-Latte 3 diese derart angeordnet sind, dass die
obere Rhomboid-Latte 3 mit einem unteren Abschnitt, insbesondere deren unterer Kante
bzw. Rand, weiter von der Unterkonstruktion 1 als ein oberer Abschnitt der unteren
Rhomboid-Latte 2, insbesondere deren obere Kante bzw. Rand, entfernt ist. Dementsprechend
wird ein Überstand a in entsprechendem Ausmaß zwischen der unteren Kante der oberen
Rhomboid-Latte 3 und der oberen Kante der unteren Rhomboid-Latte 2 ausgebildet, wie
in Fig. 5 erkennbar ist, so dass etwaige Wassertropfen nicht auf die schräge ober
Teilmantelfläche 2.2 der unteren Rhomboid-Latte 2 tropfen können.
[0057] Weiterhin weist der Befestigungsbeschlag 24 an dessen Auflagebereich 24.1 an der
Seite des Fortsatzes 24.2 (nämlich der Unterseite), an der der Fortsatz 24.2 mit dem
Auflagebereich 24.1 einen spitzen Winkel einschließt, zusätzlich zu der bei der Oberseite
des Fortsatzes 24.2 liegenden Durchgangsbohrung 24.3.1 eine weitere Durchgangsbohrung
24.3.2 auf, welche normal zum Auflagebereich 24.1 und damit bei an der Unterkonstruktion
1 befestigtem Befestigungsbeschlag 24 normal zur Unterkonstruktion 1 verläuft. Dadurch
wird ermöglicht, dass bei Verwendung des Befestigungsbeschlags 24 als unterster Befestigungsbeschlag
zur Befestigung einer untersten Rhomboid-Latte 2 dieser nicht nach unten wegrutschen
kann, wenn der Befestigungsteil 5.2 in diese weitere Durchgangsbohrung 24.3.2 bereits
hindurchgeführt und in der Unterkonstruktion 1 bereits verankert ist und der Befestigungsteil
5.1 durch die Durchgangsbohrung 23.3.1 an der Unterkonstruktion gerade verankert wird.
[0058] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination
für die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.
1. Fassade, bei welcher eine Deckschicht von parallel und in einem Abstand zueinander
angeordneten Latten, insbesondere Rhomboid-Latten (2, 3), an einer Unterkonstruktion
(1) durch Befestigungsbeschläge (4, 14, 24) befestigt ist, wobei ein Befestigungsbeschlag
(4, 14, 24) einen Auflagebereich (4.1, 14.1, 24.1) und einen von diesem abstehenden
Fortsatz (4.2, 14.2, 24.2) aufweist, wobei sich der Auflagebereich (4.1, 14.1, 24.1)
zwischen die Unterkonstruktion (1) auf der einen Seite und die Latten, insbesondere
die Rhomboid-Latten (2, 3), auf der anderen Seite erstreckt und den Abstand zwischen
der Unterkonstruktion (1) auf der einen Seite und den Latten, insbesondere den Rhomboid-Latten
(2, 3), auf der anderen Seite überbrückt, wobei sich der Fortsatz (4.2, 14.2, 24.2)
in den Spalt zwischen zwei benachbarten Latten, insbesondere Rhomboid-Latten (2, 3),
erstreckt, wobei der Fortsatz (4.2, 14.2, 24.2) einen Abschnitt, insbesondere eine
Ausbauchung (4.2.1), aufweist, welcher in eine Nut (3.2.1) an einer den Spalt begrenzenden
Teilmantelfläche (3.2) einer Latte, insbesondere einer Rhomboid-Latte (3), ragt und
wobei ein länglicher Befestigungsteil (5) durch den Befestigungsbeschlag (4, 14, 24)
hindurch in das Material der Unterkonstruktion (1) verläuft, ohne dabei durch eine
Latte, insbesondere eine Rhomboid-Latte (2, 3), hindurch zu verlaufen, wobei ein Randbereich
einer Latte, insbesondere einer Rhomboid-Latte (2), bei welchem die den Spalt zur
benachbarten Latte, insbesondere Rhomboid-Latte, begrenzende Teilmantelfläche (2.2)
mit der der Unterkonstruktion (1) zugewandten Teilmantelfläche (2.1) einen spitzen
Winkel einschließt, an einen Oberflächenbereich des Befestigungsbeschlages (4, 14,
24) ragt, an welchem zwischen Auflagebereich (4.1, 14.1, 24.1) und Fortsatz (4.2,
14.2, 24.2) ein spitzer Winkel eingeschlossen wird und mit den beiden Teilmantelflächen
(2.1, 2.2) auf Druck daran anliegt,
dadurch gekennzeichnet, dass
der längliche Befestigungsteil (5) derart in einem spitzen Winkel zur Ebene zur Unterkonstruktion
(1) ausgerichtet ist, dass dessen in die Unterkonstruktion (1) hineinragender Längsbereich
in den Höhenbereich jener Latte, insbesondere Rhomboid-Latte (2), ragt, welche am
Befestigungsbeschlag (4, 14, 24) mit den in einem spitzen Winkel zueinander ausgerichteten
Teilmantelflächen (2.1, 2.2) anliegt, und dass der Befestigungsbeschlag (4, 14, 24)
gegen Druckverformung in einer Richtung, welche in der Ebene der Fassade liegt und
normal zur Lattenlängsrichtung ausgerichtet ist, elastisch weicher ist als die Latte,
insbesondere Rhomboid-Latten (2, 3).
2. Fassade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des Befestigungsbeschlages (4, 14, 24) einen niedrigeren Elastizitätsmodul
aufweist als das Material der Latten, insbesondere der Rhomboid-Latten (2, 3).
3. Fassade nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Latte, insbesondere die Rhomboid-Latte (2), welche am Befestigungsbeschlag (4,
14, 24) mit den in einem spitzen Winkel zueinander ausgerichteten Teilmantelflächen
(2.1, 2.2) anliegt, unterhalb des Fortsatzes (4.2, 14.2, 24.2) dieses Befestigungsbeschlages
(4, 14, 24) angeordnet ist, und dass der spitze Winkel zwischen einer Seite dieses
Fortsatzes (4.2, 14.2, 24.2) und dem Auflageteil (4.1, 14.1, 24.1) des Befestigungsbeschlages
(4, 14, 24) bei nicht elastisch verformtem Befestigungsbeschlag (4, 14, 24) spitzer
ist als der spitze Winkel zwischen benachbarten Flächen der Latte, insbesondere der
Rhomboid-Latte (2).
4. Fassade nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Teilmantelfläche (2.2) der unterhalb des Fortsatzes des Befestigungsbeschlags
(4, 14, 24) angeordneten Latte, insbesondere Rhomboid-Latte (2), keine Nut aufweist.
5. Fassade nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Auflageteil (14.1) des Befestigungsbeschlages (14) in den Spalt zwischen
benachbarten Latten, insbesondere Rhomboid-Latten (2, 3), ragende Fortsatz (14.2)
in zwei Teile (14.2.1, 14.2.2) aufgespalten ist, zwischen denen sich eine Ausnehmung
befindet und von denen der eine Teil (14.2.1) an der einen Latte, insbesondere Rhomboid-Latte
(3), anliegt und der andere Teil (14.2.2) an der anderen Latte, insbesondere Rhomboid-Latte
(2), anliegt.
6. Fassade nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung zwischen den beiden Teilen (14.2.1, 14.2.2) eine Nut ist, deren Profilrichtung
parallel zur Längsrichtung der Latte, insbesondere der Rhomboid-Latten (2, 3), verläuft
und deren Querschnittsfläche zu der vom Auflageteil (14.1) abgewandten Seite hin offen
ist.
7. Fassade nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Teil (24.2.2) des Fortsatzes (24.2), insbesondere der untere Teil, eine
Haltenase an dessen Ende aufweist, die eingerichtet ist, mit einem Absatz einer Latte,
insbesondere einer Rhomboid-Latte, in Eingriff zu gelangen.
8. Fassade nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsbeschlag (24) eine Durchgangsbohrung (24.3.1) aufweist, durch welche
der Befestigungsteil (5) in dem spitzen Winkel verläuft, wobei die Durchgangsbohrung
(24.3.1) Auflagerippen (26) aufweist, welche zur Auflage des Befestigungsteils (5)
zu dessen Ausrichtung in dem spitzen Winkel eingerichtet sind.
9. Fassade nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsbeschlag (24) so ausgebildet ist, dass bei mittels des Befestigungsbeschlags
(24) befestigten benachbarten Latten ein Überstand eines Abschnitts einer Latte, insbesondere
einer unteren Kante einer oberen Latte, gegenüber eines Abschnitts der anderen benachbarten
Latte, insbesondere einer oberen Kante der benachbarten unteren Latte, ausgebildet
wird.
10. Fassade nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsbeschlag (24) an dessen Auflagebereich (24.1) an der Seite des Fortsatzes
(24.2), an der der Fortsatz (24.2) mit dem Auflagebereich (24.1) einen spitzen Winkel
einschließt, eine Durchgangsbohrung (24.3.2) aufweist, welche normal zu dem Auflagebereich
(24.1) und der Unterkonstruktion (1) verläuft.
11. Fassade nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsbeschlag (4, 14, 24) während des Eindringens des Befestigungsteils
(5) an der Unterkonstruktion (1) entlang auf die Latte, insbesondere die Rhomboid-Latte
(2), zu gleitet.
12. Befestigungsbeschlag (4, 14, 24) für eine Fassade, insbesondere für eine Fassade nach
einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei der Befestigungsbeschlag (4, 14, 24) eingerichtet
ist, benachbarte Latten (2, 3) derart an einer Unterkonstruktion (1) zu befestigen,
das eine Deckschicht von parallel und in einem Abstand zueinander angeordneten und
entlang der Unterkonstruktion (1) verlaufenden Latten (2, 3) ausgebildet wird, wobei
der Befestigungsbeschlag (4, 14, 24) einen Auflagebereich (4.1, 14.1, 24.1) und einen
von diesem abstehenden Fortsatz (4.2, 14.2, 24.2) aufweist, wobei der Auflagebereich
(4.1, 14.1, 24.1) derart ausgebildet ist, dass sich der Auflagebereich (4.1, 14.1,
24.1) zwischen die Unterkonstruktion (1) auf der einen Seite und die Latten auf der
anderen Seite erstreckt und den Abstand zwischen der Unterkonstruktion (1) auf der
einen Seite und den Latten (2, 3) auf der anderen Seite überbrückt, wobei der Fortsatz
(4.2, 14.2, 24.2) derart ausgebildet ist, dass sich der Fortsatz (4.2, 14.2, 24.2)
in den Spalt zwischen zwei benachbarten Latten (2, 3) erstreckt, wobei der Fortsatz
(4.2, 14.2, 24.2) einen Abschnitt aufweist, welcher eingerichtet ist, in eine Nut
(3.2.1) an einer den Spalt begrenzenden Teilmantelfläche (3.2) einer Latte zu ragen,
wobei der Befestigungsbeschlag (4, 14, 24) derart ausgebildet ist, dass ein länglicher
Befestigungsteil (5) durch den Befestigungsbeschlag (4, 14, 24) hindurch in das Material
der Unterkonstruktion (1) verlaufen kann, ohne dabei durch eine Latte (2, 3) hindurch
zu verlaufen, wobei der Befestigungsbeschlag (4, 14, 24) derart ausgebildet ist, dass
ein Randbereich einer Latte, bei welchem die den Spalt zur benachbarten Latte begrenzende
Teilmantelfläche (2.2) mit der der Unterkonstruktion (1) zugewandten Teilmantelfläche
(2.1) einen spitzen Winkel einschließt, an einen Oberflächenbereich des Befestigungsbeschlages
(4, 14, 24) ragen kann, an welchem zwischen Auflagebereich (4.1, 14.1, 24.1) und Fortsatz
(4.2, 14.2, 24.2) ein spitzer Winkel eingeschlossen wird und mit den beiden Teilmantelflächen
(2.1, 2.2) auf Druck daran anliegt, wobei der Befestigungsbeschlag (4, 14, 24) derart
ausgebildet ist, dass der längliche Befestigungsteil (5) derart in einem spitzen Winkel
zur Ebene zur Unterkonstruktion (1) ausgerichtet werden kann, dass dessen in die Unterkonstruktion
(1) hineinragender Längsbereich in den Höhenbereich jener Latte ragt, welche am Befestigungsbeschlag
(4, 14, 24) mit den in einem spitzen Winkel zueinander ausgerichteten Teilmantelflächen
(2.1, 2.2) anliegt, und wobei Befestigungsbeschlag (4, 14, 24) derart ausgebildet
ist, dass der Befestigungsbeschlag (4, 14, 24) gegen Druckverformung in einer Richtung,
welche in der Ebene der Fassade liegt und normal zur Lattenlängsrichtung ausgerichtet
ist, elastisch weicher ist als die Latte (2, 3).
13. Befestigungsbeschlag (4, 14) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem gummielastischen Material ausgebildet ist.