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(11) |
EP 2 848 811 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.04.2018 Patentblatt 2018/16 |
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Anmeldetag: 01.09.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Ventilbaugruppe
Valve assembly
Bloc de soupape
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
02.09.2013 EP 13182684
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.03.2015 Patentblatt 2015/12 |
| (73) |
Patentinhaber: J.P. Sauer & Sohn Maschinenbau GmbH |
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24159 Kiel (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHULZ, Harald
24159 Kiel (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Vollmann & Hemmer |
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Wallstraße 33a 23560 Lübeck 23560 Lübeck (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 4 131 886 GB-A- 857 338
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DE-A1- 4 141 115 US-B1- 6 530 760
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Ventilbaugruppe für einen Kompressor mit den im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
[0002] Kompressoren, insbesondere Kolbenkompressoren weisen an ihren Zylindern Ventilbaugruppen
bzw. -einheiten auf, welche in der Regel zumindest ein Einlass- und ein Auslassventil
beinhalten. Diese Ventilbaugruppen sind in der Regel austauschbar, um sie bei Verschleiß
ersetzen zu können. Da es bei der Kompression von Gasen im Inneren des Zylinders zu
einer Erwärmung kommt, unterliegen auch diese Ventilbaugruppen, und insbesondere deren
Auslassventile thermischen Belastungen, sodass diese Ventile in der Regel gekühlt
werden. Bei luftgekühlten Kompressoren erfolgt dies durch die die Zylinderaußenseite
überströmende Kühlluft. Dazu ist in der Regel an einem Axialende des Kompressors ein
Lüfter angebracht, welcher einen Kühlluftstrom erzeugt, welcher in Längsrichtung den
Kompressor entlang strömt und dabei die Zylinder und deren Ventilbaugruppen überströmt.
Dies bedeutet, dass die Zylinder und deren Ventilbaugruppen von einer Seite her angeströmt
werden. D.h., die Ventilbaugruppen werden nicht gleichmäßig an allen Seiten von Kühlluft
umströmt, sodass keine gleichmäßige Kühlung an allen Seiten stattfindet. Dies führt
zu unterschiedlichen thermischen Belastungen und ggfs. thermischen Spannungen im Inneren
der Ventilbaugruppe.
[0003] GB 857,338 A offenbart eine Ventilanordnung für einen luftgekühlten Kompressor, bei welchem das
Ein- und Auslassventil jeweils in einem separaten gerippten Gehäuse angeordnet sind.
Diese Anordnung hat den Nachteil, dass zum Austausch der Ventile zwei Gehäuse geöffnet
oder getauscht werden müssen. Darüber hinaus führt dies zu einer größeren Gesamtanordnung.
[0004] US 6,530,760 B1 offenbart einen Luftkompressor mit einer Ventilbaugruppe, welche in einem Gehäuse
bzw. an einem Träger sowohl ein Einlass- als auch ein Auslassventil trägt. An diesem
Träger sind Rippen zur Kühlung angeordnet. Allerdings besteht auch hier aufgrund der
asymmetrischen Anordnung von Ein- und Auslassventilen bei einer einseitigen Anströmung
die Problematik einer ungleichmäßigen Temperaturverteilung mit daraus resultierenden
thermischen Spannungen.
[0005] DE 41 41 115 A1 offenbart ein Druckventil für einen Kompressor, welches in einem mit Rippen versehenen
Gehäuse angeordnet ist. Auch hier ist für ein Einlassventil ein separates Gehäuse
erforderlich, wodurch der Montageaufwand vergrößert und ein größerer Bauraum beansprucht
wird.
[0006] DE 41 31 886 A1 offenbart eine Ventilplatte eines Kompressors, in welcher Saug- und Druckventile
angeordnet sind. Auch bei dieser Anordnung kann es zu unerwünschten ungleichmäßigen
Temperaturverteilungen kommen.
[0007] Im Hinblick auf die genannte Problematik ist es Aufgabe der Erfindung, eine Ventilbaugruppe
für einen Kompressor, welche Ein- und Auslassventile enthält, sowie einen Kompressor
dahingehend zu verbessern, dass eine gleichmäßigere Wärmeverteilung in der Ventilbaugruppe
erreicht werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Ventilbaugruppe mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
sowie durch einen Kompressor mit den in Anspruch 11 angegebenen Merkmalen gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden
Beschreiben sowie den beigefügten Figuren. Dabei ist zu verstehen, dass nachfolgend
beschriebene bevorzugte Merkmale sowohl unabhängig voneinander als auch in Kombination
verwirklicht werden können.
[0009] Die erfindungsgemäße Ventilbaugruppe ist für den Einsatz in einem Kompressor, insbesondere
einem luftgekühlten Kolbenkompressor vorgesehen und entsprechend ausgebildet. Die
Ventilbaugruppe weist ein Gehäuse mit zumindest einem darin angeordneten Einlassventil
und zumindest einem darin angeordneten Auslassventil auf. Das Gehäuse kann dabei als
ein- oder mehrteiliger Träger ausgebildet sein, in welchem die Ventile bzw. deren
Ventilelemente gehalten bzw. gelagert sind. Es ist zu verstehen, dass auch mehr als
ein Einlassventil und ein Auslassventil in der Ventilbaugruppe vorhanden sein können,
beispielsweise zwei Einlassventile und zwei Auslassventile. Die Ventile können in
bekannter Weise ausgebildet sein, beispielsweise als Platten- oder Lamellenventile.
Das Gehäuse ist zur Kühlung durch einen das Gehäuse umströmenden Luftstrom ausgebildet.
D. h., es ist für eine Luftkühlung von außen gestaltet. Dazu kann das Gehäuse beispielsweise
an seiner Außenseiten Kühlrippen oder Vorsprünge bzw. Elemente zur Luftführung aufweisen.
[0010] Erfindungsgemäß ist das Gehäuse in thermischer Hinsicht asymmetrisch ausgebildet.
Das bedeutet, dass das Gehäuse nicht an allen Außenumfangsbereichen dieselben Wärmeübergangs-Eigenschaften
aufweist. Das bedeutet, das Gehäuse weist zumindest in einem ersten Außenumfangsbereich
einen besseren Wärmeübergang auf den umströmenden Luftstrom auf als in zumindest einem
zweiten Außenumfangsbereich. Die in thermischer Hinsicht asymmetrische Ausgestaltung
wird dadurch erreicht, dass der erste Außenumfangsbereich und der zweite Außenumfangsbereich
in ihrer Geometrie oder Struktur unterschiedlich gestaltet sind. Die unterschiedliche
Gestaltung der Geometrie schließt geeignete Oberflächenbehandlungen mit ein. Unterschiedliche
Gestaltungen der Struktur schließen verschiedene Materialien, Oberflächenbeschichtungen,
Farbgebungen, Gefügestrukturen ein. Durch diese asymmetrische Ausgestaltung kann erreicht
werden, dass in den Bereichen, welche nicht direkt von einem Kühlluftstrom angeströmt
werden, d. h., die in Strömungsrichtung des Luftstromes rückwärtigen Bereiche des
Gehäuses beispielsweise so ausgestaltet werden, dass in diesen Bereichen ein verbesserter
Wärmeübergang auf den umströmenden Luftstrom ermöglicht wird. So wird in diesen Bereichen,
welche nicht direkt von Luft angeströmt werden, dennoch eine gute Wärmeabfuhr erreicht.
Ferner kann durch eine solch asymmetrische Ausgestaltung eine gleichmäßige Kühlung
des Gehäuses erreicht werden. Während beispielsweise an einer Seite, welche direkt
von einem Kühlluftstrom angeströmt wird, die Wärmeabfuhr durch den direkt auftreffenden
Kühlluftstrom begünstigt wird, kann in einem anderen Bereich, welcher nicht direkt
angeströmt wird, dieser Nachteil durch einen besseren Wärmeübergang ausgeglichen werden,
sodass insgesamt eine gleichmäßige Kühlung erreicht werden kann.
[0011] Auf diese Weise werden thermische Spannungen und Belastungen der Ventilbaugruppe
durch eine unterschiedliche Wärmeabfuhr an verschiedenen Seiten des Gehäuses verringert.
[0012] Vorzugsweise ist das Gehäuse derart ausgestaltet, dass der zweite Außenumfangsbereich
in der vorgesehen Einbaulage der Ventilbaugruppe in einem Kompressor von dem Luftstrom
stärker angeströmt wird als der erste Außenumfangsbereich. D. h. das Gehäuse ist so
ausgestaltet, dass es in einer vorbestimmten Einbaulage in einen Kompressor einzubauen
ist, sodass der Luftstrom das Gehäuse in Betrieb in einer definierten Richtung anströmt,
wobei der Luftstrom den zweiten Außenumfangsbereich stärker als den ersten Außenumfangsbereich
anströmt. Bevorzugt trifft der Luftstrom direkt auf den zweiten Außenumfangsbereich
auf, während der erste Außenumfangsbereich weiter stromabwärts im Luftstrom, insbesondere
in Strömungsrichtung an der Rückseite des Gehäuses gelegen ist und hier somit später
und weniger direkt angeströmt wird. Dabei ist es vorteilhaft, diesen ersten Außenumfangsbereich,
welcher weniger direkt bzw. weniger stark angeströmt wird, so auszugestalten, dass
er einen besseren Wärmeübergang ermöglicht, so kann die schlechtere bzw. ungünstigere
Anströmung durch den besseren Wärmeübergang ausgeglichen werden, um dennoch eine gleichmäßige
Kühlung an allen Seiten des Gehäuses zu erreichen.
[0013] Erfindungsgemäß sind das zumindest eine Einlassventil und das zumindest eine Auslassventil
konzentrisch zueinander angeordnet, wobei vorzugsweise das zumindest eine Einlassventil
im Zentrum und das zumindest eine Auslassventil in einem das zumindest eine Einlassventil
umgebenden Umfangsbereich angeordnet sind. Bei der Anordnung des Auslassventils im
Umfangsbereich sind vorzugsweise mehrere Auslassventile oder mehrere Auslassöffnungen
vorgesehen, welche über den Umfang das Einlassventil umgebend verteilt sind. Vorzugsweise
sind die Auslassöffnungen gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnet. Die Anordnung
des oder der Auslassventile im Umfangsbereich des Einlassventiles hat den Vorteil,
dass so die maximal möglichen Querschnitte erreicht werden können und der Saugverlust
gering gehalten wird. Darüber hinaus befinden sich so die erwärmten Bereiche der Ventilbaugruppe,
d. h. die Auslassströmungswege an der Außenseite, sodass sie nach außen hin besser
gekühlt werden können. Im Innenbereich wird gleichzeitig eine Kühlung durch den Einlassstrom
erreicht. Es ist jedoch zu verstehen, dass gemäß der Erfindung auch eine umgekehrte
Anordnung der Ventile denkbar ist, bei welcher das Auslassventil im Zentrum und zumindest
ein oder mehrere Einlassventile in einem umgebenden Umfangsbereich angeordnet werden.
[0014] Unter der konzentrischen Anordnung ist grundsätzlich zu verstehen, dass dies lediglich
bedeutet, dass eines der Ventile im Umfangsbereich des anderen Ventiles angeordnet
ist. Dies kann, muss aber keine genau konzentrische Anordnung im geometrischen Sinne
sein. Diese konzentrische Anordnung hat den Vorteil, dass der Strömungsweg für den
Einlassstrom und der Strömungsweg für den Auslassstrom ebenfalls konzentrisch zueinander
angeordnet werden können. So kann bevorzugt das Auslassventil und der Strömungsweg
für die Auslassströmung durch den innenliegenden Strömungsweg für den Einlassstrom
gekühlt werden. D. h. das kalte Gas bzw. die kalte Luft, welche in dem Strömungsweg
für den Einlass strömt, kühlt vorzugsweise im Zentralbereich den umfänglich gelegenen
Strömungsweg für den Auslass bzw. das Auslassventil, welches sich im Betrieb aufgrund
der höheren Temperatur des ausströmenden Gases erwärmt. Die so geschaffene Kühlung
wird zusätzlich durch einen von außen wirkenden Luftstrom unterstützt, welcher gleichzeitig
den Auslassströmungsweg und das zumindest eine Auslassventil außenumfänglich kühlt.
Dabei ist es vorteilhaft, das Gehäuse in der zuvor beschriebenen Weise in thermischer
Hinsicht asymmetrisch auszugestalten, sodass eine gleichmäßige Kühlung des Gehäuses
in allen Außenumfangsbereichen erreicht werden kann, wobei insbesondere auch nicht
direkt von dem Luftstrom angeströmte Bereiche so gekühlt werden können, dass diese
Bereiche nicht schlechter gekühlt werden als die Bereiche, welche direkt von dem Luftstrom
angeströmt werden.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform erstrecken sich der erste und der zweite
Außenumfangsbereich um eine Längsachse der Ventilbaugruppe und bevorzugt jeweils um
einen gleichen Winkelbetrag oder eine gleiche Umfangslänge. Vorzugsweise ist die Ventilbaugruppe
dabei für einen derartigen Einbau in den Kompressor vorgesehen, dass im eingebauten
Zustand der erste Umfangsbereich dem Luftstrom abgewandt ist, während der zweite Umfangsbereich
dem zur Kühlung dienenden Luftstrom zugewandt ist. So kann sich beispielsweise der
erste Umfangsbereich über die rückseitige Hälfte des Umfanges und der zweite Umfangsbereich
um die vordere Hälfte des Umfanges des Gehäuses erstrecken.
[0016] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind der erste und der zweite Außenumfangsbereich
des Gehäuses derart ausgestaltet, dass in dem ersten Außenumfangsbereich ein höherer
Wärmeübergangskoeffizient als in dem zweiten Außenumfangsbereich erreicht wird. So
wird durch den höheren Wärmeübergangskoeffizienten eine bessere Wärmeabfuhr von dem
Gehäuse auf einen umströmenden Kühlluftstrom erreicht, wodurch in Gehäusebereichen,
welche nicht unmittelbar dem Kühlluftstrom ausgesetzt sind, die Kühlung verbessert
werden kann. Idealerweise sind die Umfangsbereiche mit unterschiedlichen Wärmeübergangskoeffizienten
so verteilt angeordnet, das trotz einer einseitigen Anströmung des Ventilgehäuses
durch einen Luftstrom eine gleichmäßige Wärmeabfuhr bzw. Kühlung in allen Umfangsbereichen
erreicht wird, sodass insbesondere thermische Spannungen im Inneren der Ventilbaugruppe
durch Temperaturunterschiede an einzelnen Umfangsbereichen im Wesentlichen vermieden
werden können.
[0017] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der erste Außenumfangsbereich
eine größere Oberfläche auf als der zweite Umfangsbereich. Dies bedeutet, die beiden
Außenumfangsbereiche haben bei gleicher umfänglicher Erstreckung um die Längsachse
der Ventilbaugruppe und gleicher axialer Erstreckung unterschiedlich große Oberflächen.
Dies kann alternativ oder zusätzlich zu der vorangehend beschriebenen Ausgestaltung
mit unterschiedlichen Wärmeübergangskoeffizienten erreicht werden. Auch durch eine
größere Oberfläche kann die Wärmeabfuhr verbessert werden und so der Nachteil einer
geringeren Kühlluftzufuhr und/oder einer Zufuhr von wärmerer Kühlluft ausgeglichen
werden, um insgesamt eine gleichmäßige Kühlung der Ventilbaugruppe zu erreichen. Eine
größere Oberfläche kann beispielsweise durch eine Profilierung oder Strukturierung
der Oberfläche erreicht werden. So können beide Außenumfangsbereiche unterschiedlich
profiliert sein, insbesondere der erste Außenumfangsbereich eine größere bzw. stärkere
Profilierung aufweisen.
[0018] Besonders bevorzugt weist der erste Außenumfangsbereich eine Rippenstruktur auf,
welche eine größere Oberfläche als der zweite Außenumfangsbereich aufweist. Dabei
kann auch der zweite Außenumfangsbereich ggfs. eine Rippenstruktur, jedoch mit kleinerer
Gesamtoberfläche aufweisen. So können die Rippen in dem ersten Außenumfangsbereich
z. B. stärker vorstehen, d. h. insbesondere in radialer Richtung weiter auskragen
als in dem zweiten Außenumfangsbereich. Alternativ oder zusätzlich können in dem ersten
Außenumfangsbereich mehr Rippen als in dem zweiten Außenumfangsbereich ausgebildet
sein. Die Rippen können als sich insbesondere parallel erstreckende längliche Rippen,
jedoch auch als stiftförmige oder anders geformte Vorsprünge ausgebildet sein. Besonders
bevorzugt ist die Rippenstruktur parallel zu einer Richtung gerichtet, in welcher
bei Einbau der Ventilbaugruppe in einen Kompressor der Luftstrom die Oberfläche überstreicht.
So kann erreicht werden, dass der Luftstrom die gesamte Rippenstruktur durchströmt
und die Rippenstruktur gleichzeitig den Luftstrom führt und nicht behindert.
[0019] Alternativ oder zusätzlich zu den vorangehend beschriebenen Ausgestaltungen kann
das Gehäuse weiter bevorzugt an seinem ersten Außenumfangsbereich eine höhere Wärmeleitfähigkeit
als an seinem zweiten Außenumfangsbereich aufweisen. Auch dadurch kann eine bessere
Wärmeableitung aus dem Inneren des Gehäuses an einen die Gehäuseaußenseite überströmenden
Luftstrom erreicht werden. Dies kann z. B. durch unterschiedliche Materialien, insbesondere
verschiedene Metalle erreicht werden.
[0020] Wie ausgeführt, ist besonders bevorzugt das Gehäuse derart ausgestaltet, dass es
bei einer einseitigen Anströmung durch einen Luftstrom an allen Außenumfangsbereichen
eine im Wesentlichen gleiche Wärmeabfuhr ermöglicht. D. h., das Gehäuse ist so ausgestaltet,
dass es bei einem Einbau in einen Kompressor, wenn es einseitig von einem Luftstrom
angeströmt wird, dennoch eine gleichmäßige Kühlung an allen Umfangsbereichen ermöglicht,
sodass insbesondere im Inneren des Gehäuses, d. h. im Inneren der Ventilbaugruppe
im Betrieb eine möglichst gleichmäßige Wärmeverteilung erreicht wird, welche thermische
Spannungen im Inneren der Ventilbaugruppen vermeidet.
[0021] Besonders bevorzugt sind der erste und der zweite Außenumfangsbereich an entgegengesetzten
Seiten des Gehäuses gelegen. Wie oben ausgeführt, liegt der erste Außenumfangsbereich
dabei vorzugsweise auf der in Strömungsrichtung des Luftstromes gesehenen rückseitigen
Seite des Gehäuses, während der zweite Außenumfangsbereich an der Vorderseite des
Gehäuses gelegen ist, d. h. im Einsatz in einem Kompressor direkt von dem Luftstrom
beaufschlagt wird.
[0022] Neben der vorangehend beschriebenen Ventilbaugruppe ist ein Kompressor Gegenstand
der Erfindung, insbesondere ein Kolbenkompressor mit zumindest einer Ventilbaugruppe
gemäß der vorangehenden Beschreibung. Der Kompressor ist als luftgekühlter Kompressor
ausgebildet und die Ventilbaugruppe ist in dem Kompressor so angeordnet, dass sie
von außen von einem Luftstrom zur Kühlung beaufschlagt wird. Zur Erzeugung des Luftstromes
weist der Kompressor bevorzugt in bekannter Weise zumindest einen Lüfter auf, welcher
vorzugsweise an einem Längsende des Kompressors angeordnet ist.
[0023] Ein Lüfter zum Erzeugen eines Luftstromes zur Kühlung der Ventilbaugruppen kann entweder
in Strömungsrichtung vor den Ventilbaugruppen oder in Strömungsrichtung hinter den
Ventilbaugruppen angeordnet sein. Wenn der Lüfter in Strömungsrichtung vor der Ventilbaugruppe
angeordnet ist, liegt die Ventilbaugruppe an der Druckseite des Lüfters, während die
Ventilbaugruppe, wenn der Lüfter stromabwärts der Ventilbaugruppe angeordnet ist,
an der Saugseite des Lüfters gelegen ist.
[0024] Bevorzugt weist der Kompressor einen Lüfter zum Erzeugen eines Luftstromes zum Kühlen
der Ventilbaugruppe auf und die Ventilbaugruppe ist relativ zu dem Lüfter derart angeordnet,
dass sie von dem Luftstrom umströmt wird, wobei der erste Außenumfangsbereich im Luftstrom
stromabwärts des zweiten Außenumfangsbereiches gelegen ist. D. h., der zweite Außenumfangsbereich
liegt z. B. auf der Druckseite des Lüfters dem Lüfter zugewandt, sodass der Luftstrom
zuerst den zweiten Außenumfangsbereich anströmt, dann den weiteren Außenumfang des
Gehäuses der Ventilbaugruppe überströmt und zuletzt den ersten Außenumfangsbereich
erreicht. Durch die oben beschriebene thermische Asymmetrie wird trotz dieser ungleichen
An- bzw. Umströmung vorzugsweise eine gleichmäßige Kühlung und insbesondere gleichförmige
Temperaturverteilung im Inneren der Ventilbaugruppe erreicht.
[0025] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben.
In diesen zeigt:
- Fig. 1
- schematisch einen luftgekühlten Kolbenkompressor gemäß der Erfindung,
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Ventilbaugruppe gemäß der Erfindung,
und
- Fig. 3
- eine schematische Seitenansicht der Ventilbaugruppe gemäß Fig. 2.
[0026] Der in Figur 1 schematisch gezeigte luftgekühlte Kolbenkompressor weist in bekannter
Weise einen Antriebsmotor 2 sowie einen daran angeschlossenen Kompressor mit zwei
Zylindern 4 auf. In den Zylindern 4 sind in bekannter Weise Kolben angeordnet, welche
bevorzugt über eine Kurbelwelle von dem Antriebsmotor 2 angetrieben werden. Die Zylinder
4 weisen jeweils eine Ventilbaugruppe 6 auf. Die Ventilbaugruppen 6 beherbergen jeweils
die Ein- und Auslassventile für die Zylinder 4 und sind in bekannter Weise bevorzugt
austauschbar ausgebildet, um bei Verschleiß ersetzt werden zu können. Der gezeigte
Kolbenkompressor ist luftgekühlt und weist dazu einen Lüfter 8 auf, welcher in diesem
Beispiel an der dem Antriebsmotor 2 entgegengesetzten Seite angeordnet ist. Der Lüfter
8 wird dabei vorzugsweise ebenfalls von dem Antriebsmotor 2 angetrieben. Der Lüfter
8 erzeugt einen Luftstrom in Richtung der Pfeile S, welcher die Zylinder 4 und die
Ventilbaugruppen 6 an der Außenseite überströmt und für deren Kühlung sorgt. Darüber
hinaus können vor oder hinter dem Lüfter 8 zusätzliche Kühler für das komprimierte
Gas angeordnet sein, welche hier nicht gezeigt sind. Es ist zu erkennen, dass der
Luftstrom S die Zylinder 4 und die Ventilbaugruppen 6 von einer Seite her, in diesem
Beispiel von der dem Lüfter 8 zugewandten Seite, anströmt. Der Luftstrom trifft somit
in Strömungsrichtung S zunächst auf eine Seite, d. h. einen Außenumfangsbereich der
Ventilbaugruppe 6 auf, strömt dann um diese herum und rückseitig weiter in Richtung
zu dem Antriebsmotor 2.
[0027] Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Ventilbaugruppe 6, bei welcher das Einlassventil
10' und das Auslassventil 12' konzentrisch zueinander, bezogen auf die Längsachse
Y des Zylinders und der Ventilbaugruppe, angeordnet sind. Hier ist ein zentrales Einlassventil
10' vorgesehen, welches von einem Auslassventil 12, welches von vier Ventilöffnungen
gebildet wird, umgeben ist. Die Austritts- bzw. Ventilöffnungen sind über den Umfang
verteilt, in diesem speziellen Beispiel gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnet.
Die Anordnung des Auslassventils 12' im Umfangsbereich hat den Vorteil, dass der Eingangsluftstrom,
welcher durch das Einlassventil 10' strömt, gleichzeitig der Kühlung des Auslassventils
12'dient. Aufgrund der asymmetrischen Anströmung durch den Luftstrom in der Strömungsrichtung
S würde dies jedoch immer noch zu einer ungleichmäßigen Kühlung der gesamten Ventilbaugruppe
führen, welche in dem hier gezeigten Beispiel durch die Kühlrippen 14 an der in Strömungsrichtung
S stromabwärtigen bzw. rückwärtigen Seite des Gehäuses der Ventilbaugruppe 6 ausgeglichen
wird. Das Gehäuse der Ventilbaugruppe 6 ist in thermischer Hinsicht asymmetrisch durch
die asymmetrisch angeordneten Kühlrippen 14 ausgebildet. Die Ventilbaugruppe weist
einen ersten und einen zweiten Außenumfangsbereich auf, welche sich um die Längsachse
Y des jeweiligen Zylinders 4 erstrecken. Die Kühlrippen 14 sind nur in einem ersten
Außenumfangsbereich 16 angeordnet, welcher in Strömungsrichtung S der stromabwärts
gelegene Außenumfangsbereich des Gehäuses der Ventilbaugruppe 6 ist. Der vordere bzw.
in Strömungsrichtung S stromaufwärts gelegene zweite Außenumfangsbereich 18 ist in
diesem Beispiel frei von Kühlrippen 14. Dadurch wird erreicht, dass an dem ersten
Außenumfangsbereich 16, welcher in Strömungsrichtung S nicht direkt von dem Luftstrom
angeströmt wird, durch die vergrößerte Oberfläche, welche durch die Kühlrippen 14
gebildet wird, ein besserer bzw. größerer Wärmeübergang von dem Gehäuse der Ventilbaugruppe
6 auf den Luftstrom gegeben ist. Dadurch wird die schlechtere Wärmeabfuhr durch die
stromabwärtige Lage im Kühlluftstrom ausgeglichen.
[0028] Bei dieser Ausgestaltung wird somit der Auslassströmungsweg bzw. das Auslassventil
sowohl an seinem Innenumfang durch den Einlassstrom durch das Einlassventil 10' als
auch an seinem Außenumfang durch den Luftstrom, welcher die Ventilbaugruppe umströmt,
gekühlt. Somit kann zusammen mit der beschriebenen asymmetrischen Ausgestaltung der
Kühlrippen 14 eine sehr gleichmäßige Temperaturverteilung in der Ventilbaugruppe 6
erreicht werden.
[0029] Das Einlassventil 10' ist in diesem Beispiel als eine einzige Ventilöffnung gezeigt,
es ist jedoch zu verstehen, dass stattdessen im Zentralbereich auch mehrere Eintritts-
bzw. Ventilöffnungen angeordnet sein können, welche gemeinsam das Einlassventil 10'
bilden. Das Einlassventil 10' und das Auslassventil 12' können wie die vorangehend
beschriebenen Einlassventile 10 und Auslassventile 12 entweder als Lamellenventile
oder auch als Plattenventile ausgebildet sein. Abweichend von der hier beschriebenen
Ausgestaltung, in welcher das Einlassventil 10' zentral umgeben von dem Auslassventil
12' angeordnet ist, ist auch eine umgekehrte Anordnung denkbar, bei welcher das Auslassventil
12' zentral angeordnet und von dem Einlassventil 10' umgeben ist.
[0030] Fig. 3 zeigt eine schematische Seitenansicht der Ventilbaugruppen gemäß Figur 2.
[0031] In dem hier gezeigten Beispiel ist die thermische Asymmetrie durch eine geometrische
Asymmetrie mit vergrößerter Oberfläche an dem ersten Außenumfangsbereich 16 realisiert.
Es ist zu verstehen, dass eine solche thermische Asymmetrie zusätzlich oder alternativ
auch durch unterschiedliche Materialwahl an dem ersten Außenumfangsbereich 16 und
dem zweiten Außenumfangsbereich 18 realisiert werden könnte. So könnte die Oberfläche
an dem ersten Außenumfangsbereich 16 beispielsweise durch ein Material mit höherer
Wärmeleitfähigkeit, z. B. Aluminium gebildet sein. Darüber hinaus kann beispielsweise
auch durch unterschiedliche Farbgebung oder eine andere Strukturierung der Oberflächen
ein unterschiedliches Wärmeabstrahl- oder Wärmeübergangsverhalten und ein unterschiedlicher
Wärmeübergang in den Außenumfangsbereichen 16 und 18 realisiert werden, sodass der
Nachteil, dass der erste Außenumfangsbereich 16 in Richtung des Luftstromes S rückseitig
gelegen ist, ausgeglichen wird. Ferner ist zu verstehen, dass die Kontur bzw. Formgebung
der Kühlrippen 14 oder beispielsweise unterschiedlicher Materialkombinationen und/oder
anderer Oberflächengestaltungen eine genau angepasste Asymmetrie in thermischer Hinsicht
über den Außenumfang der Ventilbaugruppe 6 ermöglichen, sodass über den vollen Umfang
eine im Wesentlichen gleichmäßige Wärmeabfuhr realisiert werden kann, sodass eine
ideale gleichmäßige Temperaturverteilung im Inneren der Ventilbaugruppe 6 trotz der
einseitigen Anströmung durch den Luftstrom in Strömungsrichtung S sowie der gegebenenfalls
asymmetrischen Anordnung von Einlassventil 10 und Auslassventil 12 erreicht werden
kann. Es können auch mehrere Einlassventile 10 und mehrere Auslassventile 12 vorhanden
sein.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 2
- - Antriebsmotor
- 4
- - Zylinder
- 6
- - Ventilbaugruppe
- 8
- - Lüfter
- 10'
- - Einlassventil
- 12'
- - Auslassventil
- 14
- - Kühlrippe
- 16
- - Erster Außenumfangsbereich
- 18
- - Zweiter Außenumfangsbereich
- S
- - Strömungsrichtung
- Y
- - Zylinderlängsachse
1. Ventilbaugruppe ausgebildet für den Einsatz in einem luftgekühlten Kolbenkompressor,
welche ein Gehäuse mit zumindest einem darin angeordneten Einlassventil (10, 10')
und zumindest einem darin angeordneten Auslassventil (12, 12') aufweist und zur Kühlung
durch einen das Gehäuse umströmenden Luftstrom (S) ausgebildet ist, wobei das Gehäuse
zumindest einen ersten Außenumfangsbereich (16) und einen zweiten Außenumfangsbereich
(18) aufweist, welche in ihrer Geometrie und/oder Struktur derart unterschiedlich
gestaltet sind, dass das Gehäuse zumindest in dem ersten Außenumfangsbereich (16)
einen besseren Wärmeübergang auf den umströmenden Luftstrom (S) ermöglicht als in
dem zweiten Außenumfangsbereich (18), dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Einlassventil (10') und das zumindest eine Auslassventil (12')
derart konzentrisch zueinander angeordnet sind , dass das zumindest eine Einlassventil
(10') im Zentrum und das zumindest eine Auslassventil (12') in einem das zumindest
eine Einlassventil (10') umgebenden Umfangsbereich angeordnet ist, wobei mehrere Auslassventile
oder Auslassöffnungen über den Umfang des Einlassventils (10) umgebend verteilt angeordnet
sind, oder umgekehrt das zumindest eine Auslassventil im Zentrum und mehrere Einlassventile
in einem umgebenden Umfangsbereich angeordnet sind.
2. Ventilbaugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse derart ausgestaltet ist, dass der zweite Außenumfangsbereich (18) in
der vorgesehenen Einbaulage der Ventilbaugruppe in einem Kompressor von dem Luftstrom
(S) stärker angeströmt wird als der erste Außenumfangsbereich (16).
3. Ventilbaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der erste (16) und der zweite (18) Außenumfangsbereich um eine Längsachse (Y)
der Ventilbaugruppe (6) jeweils um einen gleichen Winkelbetrag oder eine gleiche Umfangslänge
erstrecken.
4. Ventilbaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (16) und der zweite (18) Außenumfangsbereich des Gehäuses derart ausgestaltet
sind, dass in dem ersten Außenumfangsbereich (16) ein höherer Wärmeübergangskoeffizient
als in dem zweiten Außenumfangsbereich (18) erreicht wird.
5. Ventilbaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Außenumfangsbereich (16) eine größere Oberfläche aufweist als der zweite
Außenumfangsbereich (18).
6. Ventilbaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Außenumfangsbereich (16) eine Rippenstruktur (14) aufweist, welche eine
größere Oberfläche aufweist als der zweite Außenumfangsbereich (18).
7. Ventilbaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse an seinem ersten Außenumfangsbereich (16) eine höhere Wärmeleitfähigkeit
als an seinem zweiten Außenumfangsbereich (18) aufweist.
8. Ventilbaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse derart ausgestaltet ist, dass es bei einer einseitigen Anströmung durch
den Luftstrom (S) an allen Außenumfangsbereichen (16, 18) eine im Wesentlichen gleiche
Wärmeabfuhr ermöglicht.
9. Ventilbaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse derart ausgestaltet ist, dass im Betrieb in einem Kompressor bei einer
einseitigen Anströmung durch den Luftstrom (S) im Wesentlichen gleiche Temperaturen
an dem ersten (16) und dem zweiten (18) Außenumfangsbereich gewährleistet sind.
10. Ventilbaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (16) und der zweite (18) Außenumfangsbereich an entgegengesetzten Seiten
des Gehäuses gelegen sind.
11. Luftgekühlter Kolbenkompressor dadurch gekennzeichnet, dass er zumindest eine Ventilbaugruppe (6) gemäß einem der vorangehenden Ansprüche aufweist.
12. Luftgekühlter Kolbenkompressor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lüfter (8) zum Erzeugen eines Luftstromes (S) zum Kühlen der Ventilbaugruppe
(6) vorhanden ist und die Ventilbaugruppe (6) relativ zu dem Lüfter (4) derart angeordnet
ist, dass sie von dem Luftstrom (S) umströmt wird, wobei der erste Außenumfangsbereich
(16) im Luftstrom (S) stromabwärts des zweiten Außenumfangsbereiches (18) gelegen
ist.
1. A valve assembly, designed for application in an air-cooled piston compressor and
comprising a housing with at least one inlet valve (10, 10') which is arranged therein
and with at least one outlet valve (12, 12') which is arranged therein, said assembly
being designed for being cooled by way of an airflow (S) which flows around the housing,
wherein the housing comprises at least one first outer peripheral region (16) and
a second outer periphery region (18) which with regard to their geometry and/or structure
are designed differently in a manner such that the housing at least in the first outer
peripheral region (16) permits a better heat transfer onto the peripherally flowing
airflow (S) than in the second outer peripheral region (18), characterised in that the at least one inlet valve (10') and the at least one outlet valve (12') are arranged
concentrically to one another in a manner such that the at least one inlet valve (10')
is arranged in the centre and the at least one outlet valve (12') is arranged in a
peripheral region which surrounds the at least one inlet valve (10'), wherein several
outlet valves or outlet openings are arranged distributed over the periphery of the
inlet valve (10) in a surrounding manner, or vice versa the at least one outlet valve
is arranged in the centre and several inlet valves are arranged in a surrounding peripheral
region.
2. A valve assembly according to claim 1, characterised in that the housing is designed in a manner such that in the envisaged installed position
of the valve assembly in a compressor, the second outer peripheral region (18) is
subjected to onflow by the airflow (S) to a greater extent that the first outer peripheral
region (16).
3. A valve assembly according to one of the preceding claims, characterised in that the first (16) and the second (18) outer peripheral region each extend about a longitudinal
axis (Y) of the valve assembly (6) by a same angular magnitude or an equal peripheral
length.
4. A valve assembly according to one of the preceding claims, characterised in that the first (16) and the second (18) outer peripheral region of the housing are designed
in a manner such that a greater heat transfer coefficient is achieved in the first
outer peripheral region (16) than in the second outer peripheral region (18).
5. A valve assembly according to one of the preceding claims, characterised in that the first outer peripheral region (16) has a greater surface than the second outer
peripheral region (18).
6. A valve assembly according to one of the preceding claims, characterised in that the first outer peripheral region (16) comprises a rib structure (14) which comprises
a greater surface than the second outer peripheral region (18).
7. A valve assembly according to one of the preceding claims, characterised in that the housing at its first outer peripheral region (16) has a higher thermal conductivity
than at its second outer peripheral region (18).
8. A valve assembly according to one of the preceding claims, characterised in that the housing is designed in a manner such that given an onflow at one side by the
airflow, it permits essentially the same heat dissipation at all outer peripheral
regions (16, 18).
9. A valve assembly according to one of the preceding claims, characterised in that the housing is designed in a manner such that on operation in a compressor and given
a single-sided onflow by the airflow (S), essentially equal temperatures are ensured
at the first (16) and the second (18) outer peripheral region.
10. A valve assembly according to one of the preceding claims, characterised in that the first (16) and the second (18) outer peripheral region are situated at opposite
sides of the housing.
11. An air-cooled piston compressor, characterised in that it comprises at least one valve assembly (6) according to one of the preceding claims.
12. An air-cooled piston compressor according to claim 11, characterised in that a fan (8) for producing an airflow (S) for cooling the valve assembly (6) is present
and the valve assembly (6) is arranged relative to the fan (4) in a manner such that
the airflow (S) flows around the assembly, wherein the first outer peripheral region
(6) is situated in the airflow (S) downstream of the second outer peripheral region
(18).
1. Bloc de soupape configuré pour l'utilisation dans un compresseur à piston refroidi
par air, lequel bloc comprend un carter avec au moins une soupape d'entrée (10, 10')
y disposée et au moins une soupape de sortie (12, 12') y disposée et qui est configuré
pour être refroidi par un flux d'air (S) circulant autour du carter, le carter comprenant
au moins une première zone de circonférence extérieure (16) et une deuxième zone de
circonférence extérieure (18) qui sont configurées de manière différente en ce qui
concerne leur géométrie et/ou leur structure, au point que le carter permet au moins
dans la première zone de circonférence extérieure (16) une meilleure transmission
de chaleur au flux d'air (S) circulant que dans la deuxième zone de circonférence
extérieure (18), caractérisé en ce que ladite au moins une soupape d'entrée (10') et ladite au moins une soupape de sortie
(12') sont disposées de manière concentrique l'une par rapport à l'autre de façon
telle que ladite au moins une soupape d'entrée (10') soit disposée au centre et que
ladite au moins une soupape de sortie (12') soit disposée dans une zone circonférentielle
entourant ladite au moins une soupape d'entrée (10'), plusieurs soupapes de sortie
ou ouvertures de sortie étant réparties sur la circonférence de la soupape d'entrée
(10) ou, inversement, ladite au moins une soupape de sortie étant disposée au centre
et plusieurs soupapes d'entrée étant disposées dans une zone circonférentielle l'entourant.
2. Bloc de soupape selon la revendication 1, caractérisé en ce que le carter est configuré de façon telle que, dans la situation de montage prévue du
bloc de soupape dans un compresseur, la deuxième zone de circonférence extérieure
(18) reçoit un flux d'air (S) plus grand que la première zone de circonférence extérieure
(16).
3. Bloc de soupape selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première (16) et la deuxième (18) zones de circonférence extérieure s'étendent
sur une même plage d'angles ou une même longueur circonférentielle autour d'un axe
longitudinal (Y) du bloc de soupape (6).
4. Bloc de soupape selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première (16) et la deuxième (18) zones de circonférence extérieure du carter
sont configurées de façon qu'un coefficient de transmission de chaleur plus grand
soit atteint dans la première zone de circonférence extérieure (16) que dans la deuxième
zone de circonférence extérieur (18).
5. Bloc de soupape selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première zone de circonférence extérieure (16) présente une surface plus grande
que la deuxième zone de circonférence extérieure (18).
6. Bloc de soupape selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première zone de circonférence extérieure (16) comprend une structure de nervures
(14) qui présente une surface plus grande que la deuxième zone de circonférence extérieure
(18).
7. Bloc de soupape selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le carter présente dans sa première zone de circonférence extérieure (16) une conductivité
thermique plus grande que dans sa deuxième zone de circonférence extérieur (18).
8. Bloc de soupape selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le carter est configuré de façon telle qu'il permette, lors d'un afflux unilatéral
du flux d'air (S), dans toutes les zones de circonférence extérieure (16, 18) une
dissipation de chaleur sensiblement égale.
9. Bloc de soupape selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le carter est configuré de façon telle qu'il soit assuré, lors du fonctionnement
dans un compresseur, lors d'un afflux unilatéral du flux d'air (S), des températures
sensiblement égales dans la première (16) et la deuxième (18) zones de circonférence
extérieure.
10. Bloc de soupape selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première (16) et la deuxième (18) zones de circonférence extérieure sont situées
à des côtés opposés du carter.
11. Compresseur à piston refroidi par air, caractérisé en ce qu'il comprend au moins un bloc de soupape (6) selon l'une des revendications précédentes.
12. Compresseur à piston refroidi par air selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'il y a un ventilateur (8) pour engendrer un flux d'air (S) pour refroidir le bloc
de soupape (6) et que le bloc de soupape (6) est disposé par rapport au ventilateur
(4) de façon telle que le flux d'air (S) passe autour de lui, la première zone de
circonférence extérieure (16) étant située dans le flux d'air (S) en aval de la deuxième
zone de circonférence extérieure (18).
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