[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Förderpumpe für fluide Medien, die ein Pumpengehäuse
umfasst, das eine Saugöffnung und eine Drucköffnung aufweist, insbesondere betrifft
die Erfindung eine Umwälzpumpe für Schwimmbäder oder Swimmingpools.
[0002] Derartige Förderpumpen werden in unterschiedlichsten Ausführungsformen verwendet,
wenn Fluide, insbesondere flüssige Medien gefördert werden müssen. Häufig sind derartige
Pumpen in komplexeren Anlagen installiert. Ein typisches Beispiel ist die Verwendung
einer Förderpumpe als Umwälzpumpe in einer Filteranlage eines Schwimmbads oder eines
Swimmingpools.
[0003] Wenn derartige Pumpen wegen eines Defekts ersetzt oder gegen modernere, effizientere
Pumpen ausgetauscht werden sollen, besteht das Problem, dass die bestehenden Saug-
und Druckanschlüsse der Anlage an die geometrischen Vorgaben der neuen Pumpe angepasst
werden müssen. Häufig ist ein Pumpenaustausch daher mit umfangreicheren Umbauarbeiten
an der Anlage selbst verbunden.
[0004] Aus dem Stand der Technik sind keine befriedigenden Lösungen für dieses Problem bekannt:
[0005] In der deutschen Patentanmeldung
DE 36 41 478 A1 wird ein Tragrahmen für Pumpen beschrieben wird, welcher mehrteilig aufgebaut ist
und daher durch entsprechende Kombination der Einzelteile an unterschiedliche Pumpengrößen
angepasst werden kann. Ein Pumpe, die im Gegensatz dazu an unterschiedliche Einbausituationen
angepasst werden kann, wird in diesem Dokument nicht beschrieben.
[0006] In der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2008 013 473 A1, werden Pumpen mit drehbar Anschlussflansche beschreibt.
[0007] Das deutsche Gebrauchsmuster
DE 18 74 362 U beschreibt einen speziellen Winkelfuß, der ein leichtes Herausnehmen des Antriebsmotors
einer Blockpumpe zu Reparaturzwecken ermöglicht.
[0008] In dem US-Patent
US 6,390,773 B1 werden Pumpen mit separat vom übrigen Pumpengehäuse hergestellten Anschlussflansche
beschrieben, aber letztlich mit dem Gehäuse verschweißt werden und so die Herstellung
unterschiedlicher Pumpenvarianten ermöglichen.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt daher das technische Problem zu Grunde, eine Förderpumpe
für fluide Medien, insbesondere eine Umwälzpumpe für Schwimmbäder oder Swimmingpools,
bereitzustellen, die einfach anstelle einer Pumpe eines anderen Pumpentyps in eine
bestehende Anlage integriert werden kann.
[0010] Gelöst wird dieses technische Problem durch die Förderpumpe mit den Merkmalen des
gegenwärtigen Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der abhängigen Patentansprüche.
[0011] Die Erfindung betrifft demnach eine Förderpumpe für fluide Medien, die ein Pumpengehäuse
umfasst, das eine Saugöffnung und eine Drucköffnung aufweist, wobei die erfindungsgemäße
Förderpumpe dadurch gekennzeichnet ist, dass die Saugöffnung und/oder die Drucköffnung
jeweils in einem saugseitigen Anschlussflansch bzw. einem druckseitigen Anschlussflansch
ausgespart sind/ist, an den unterschiedliche Saugstutzen bzw. Druckstutzen montierbar
sind. Dabei kann sowohl die Art des Anschlussflansches (beispielsweise mit Außengewinde,
mit Innengewinde, als Aufsteckstutzen, als Einschubstutzen, usw.) variieren, wie auch
der Innen- bzw. Außendurchmesser der Stutzen. Damit ist eine Anpassung der Pumpe an
unterschiedliche Rohrleitungen möglich. Außerdem kann die erfindungsgemäße Förderpumpe
durch entsprechende Wahl der Stutzen an typische Normrohrabmessungen in unterschiedlichen
Ländern angepasst werden. Die Anschlussflansche geben in ihren Abmessungen die Abmessungen
der entsprechenden austauschbaren Druck- bzw. Saugstutzen vor. Im Rahmen der Abmessungen
der Anschlussflansche ist die genaue Lage der Stutzenöffnung variierbar, so dass auch
in gewissen Grenzen eine horizontale und vertikale Anpassung der Lage der Druck- bzw.
Saugstutzen bei unveränderter Position des Pumpengehäuses möglich ist.
[0012] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung sind entweder die Saugöffnung oder die
Drucköffnung in den jeweils entsprechenden Anschlussflansch ausgespart, so dass entweder
unterschiedliche Saugstutzen oder unterschiedliche Druckstutzen an den Anschlussflansch
montierbar sind. Besonders bevorzugt sind jedoch sowohl die Saugöffnung als auch die
Drucköffnung jeweils in dem entsprechenden Anschlussflansch ausgespart, so dass sowohl
unterschiedliche Saugstutzen als auch unterschiedliche Druckstutzen montierbar sind.
[0013] Vorzugsweise sind die Saugstutzen bzw. die Druckstutzen auswechselbar an den entsprechenden
Anschlussflansch montierbar. Der Nutzer kann die erfindungsgemäße Förderpumpe beispielsweise
als Set mit einer gewissen Anzahl unterschiedlicher Saug- und Druckstutzen erwerben
und die Anpassung der Saug- und Druckstutzen selbst vornehmen. Eine auswechselbare
Montage kann beispielsweise durch Verschrauben der Saugstutzen bzw. Druckstutzen mit
dem entsprechenden Anschlussflansch gewährleistet werden. Es sind jedoch auch andere
lösbare Verbindungsmöglichkeiten denkbar. Alternativ kann die erfindungsgemäße Förderpumpe
bereits werkseitig mit einem unter unterschiedlichen Saug- und Druckstutzen ausgewählten
Saug- und Druckstutzenpaar montiert werden. Die erfindungsgemäße Förderpumpe erlaubt
so eine flexiblere Montage und somit eine kostengünstigere Herstellung einer Vielzahl
unterschiedlicher Pumpenvarianten, weil der Pumpengrundkörper mit dem Pumpengehäuse
jeweils unverändert bleibt.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das Pumpengehäuse auf
einer Fußplatte montiert, welche auswechselbare Abstandshalter umfasst. Über die Wahl
der Länge der entsprechenden Abstandshalter wird in erster Linie die Höhenanpassung
der Förderpumpe vorgenommen. Die oben beschriebene Variation der Lage der Stutzenöffnungen
innerhalb der Abmessungen des Anschlussflansches ist demgegenüber allenfalls eine
Feinanpassung. Die Abstandshalter können beispielsweise als zylindrische Röhren oder
Stangen unterschiedlicher Länge ausgebildet sein, die in entsprechende Ausnehmungen
der Fußplatte bzw. auf der Unterseite des Pumpengehäuses gesteckt oder geschraubt
oder anderweitig befestigt werden können. Die Abstandshalter können beispielsweise
durch Verkleben auch fixiert werden.
[0015] Die Fußplatte kann zahlreiche Befestigungslöcher für unterschiedliche Befestigungsvarianten
aufweisen, so dass beispielsweise auch bestehende Befestigungsmöglichkeiten der zu
ersetzenden Pumpe übernommen werden können.
[0016] Erfindungsgemäß handelt es sich bei der Förderpumpe bevorzugt um eine Umwälzpumpe
für Schwimmbäder Swimmingpools.
[0017] In diesem Fall kann das Pumpengehäuse einen integrierten Fasernfänger aufweisen.
Die Saugöffnung mit dem saugseitigen Anschlussflansch ist dann vorzugsweise an dem
Fasernfänger angeordnet.
[0018] Die Erfindung betrifft außerdem eine Filteranlage eines Schwimmbades oder eines Swimmingpools,
wobei die Filteranlage mit einer erfindungsgemäßen Förderpumpe der oben beschriebenen
Art ausgerüstet ist.
[0019] Die Erfindung betrifft schließlich ein Pumpenset, umfassend eine oben beschriebene
Förderpumpe und mehrere austauschbare Saug- und/oder Druckstutzen und/oder Abstandshalter.
Das Set an auswechselbaren Saug- und Druckstutzen und die Abstandshalter können so
ausgebildet sein, dass die Anschlussgeometrie einer bestimmten Anzahl häufig in Anlagen
verwendeter Förderpumpen nachgebildet werden können, so dass diese Pumpen durch die
erfindungsgemäße Förderpumpe mit der entsprechenden Kombination an Stutzen und Abstandshaltern
ersetzt werden können. Je nach Einbausituation kann der Nutzer der Pumpe durch Auswahl
einer bestimmten Kombination von Saug-/Druckstutzen und Abstandshaltern so konfigurieren,
dass die Pumpe ohne wesentliche Umbauten in eine bestehende Anlage integrierbar ist.
Gemäß einer bevorzugten Variante wird das Pumpenset vom Hersteller bereits mit der
erfindungsgemäßen Förderpumpe und einem konkreten, unter mehren austauschbaren Saugstutzen
ausgewählten Saugstutzen und einem konkreten, unter mehreren austauschbaren Druckstutzen
ausgewählten Druckstutzen, sowie bestimmten unter mehreren austauschbaren Abstandshaltern
ausgewählten Abstandshaltern geliefert. Das Pumpenset kann somit bereits vom Hersteller
als Austauschset für eine konkrete auszutauschende Pumpe konfiguriert werden. Dies
bietet sich beispielsweise im Bereich der Schwimmbadpumpen an, wo relativ wenige Pumpentypen
eine recht große Verbreitung erlangt haben und dementsprechender Ersatzbedarf besteht.
[0020] Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf ein in der beigefügten Zeichnung
dargestelltes Ausführungsbeispiel näher erläutert.
[0021] In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Förderpumpe
mit unterschiedlichen Saug- und Druckstutzen, sowie einem Satz Abstandshalter;
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung der Förderpumpe der Figur 1 aus einer anderen Ansicht mit
den Abstandshaltern.
[0022] In Fig. 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Förderpumpe 10
in einer Explosionsdarstellung dargestellt. Die Förderpumpe 10 weist ein Pumpengehäuse
auf, das beispielsweise eine Kreiselpumpe mit einem (in der Zeichnung nicht dargestellten)
Laufrad enthalten kann. Das Laufrad wird von einem Motor 12 angetrieben. Die Förderpumpe
weist eine Saugöffnung 13 und eine Drucköffnung 14 auf. Die Saugöffnung 13 ist in
einem saugseitigen Anschlussflansch 15 ausgespart, während die Drucköffnung 14 in
einem druckseitigen Anschlussflansch 16 ausgespart ist. An den saugseitigen Anschlussflansch
15 können unterschiedliche Saugstutzen 17a, 17b, 17c, 17d und 17e befestigt werden.
Entsprechend können an den druckseitigen Anschlussstutzen 16 unterschiedliche Druckstutzen
18a, 18b, 18c, 18d, 18e montiert werden. Zur lösbaren Befestigung der Druck- bzw.
Saugstutzen können diese beispielsweise mit den Schrauben 19 an dem jeweiligen Anschlussflansch
befestigt werden. Die Förderpumpe 10 ist im dargestellten Beispiel auf einer Fußplatte
20 montiert, die Ausnehmungen 21 aufweist, in welche verschiedene Abstandshalter 22a,
22b, 22c gesteckt werden können. Entsprechende Ausnehmungen für die Abstandshalter
22a, 22b, 22c sind auf der Unterseite des Pumpengehäuses 11 der Förderpumpe 10 vorgesehen,
aber in Fig. 1 nicht erkennbar. Durch entsprechende Wahl der Länge der Abstandshalter
kann die Höhe des Pumpengehäuses 11 verändert werden. Die Fußplatte 20 weist zahlreiche
Befestigungslöcher 23a, 23b, 23c, 23d, 23e, 23f, 23g, 23h und 23i auf, so dass auch
eine Anpassung an gegebenenfalls vorhandene Befestigungsmöglichkeiten in einer existierenden
Anlage möglich ist. Im dargestellten Beispiel ist die erfindungsgemäße Förderpumpe
eine Umwälzpumpe für eine Filteranlage eines Schwimmbades. Für diesen Anwendungsbereich
weist die Pumpe einen integrierten Faserfänger 24 auf, in welchem sich ein (in der
Figur nicht erkennbarer) herausnehmbarer Filterkörper befindet, der über einem abschraubbaren
Deckel 25 zugänglich ist.
[0023] Wie beispielhaft unter Bezugnahme auf die beiden Saugstutzen 17a und 17c gezeigt
ist, können sich die Stutzen beispielsweise durch ihren Anschlusstyp unterscheiden.
So weißt der Saugstutzen 17a eine Befestigungsplatte 26a auf, mit welcher der Saugstutzen
an dem Anschlussflansch 15 montierbar ist. Der Saugstutzen 17a ist mit einem Anschluss
mit Außengewinde 27a versehen. Entsprechend weist der Saugstutzen 17c eine Befestigungsplatte
28c zur Montage an dem Anschlussflansch 15. Der Saugstutzen 17c ist mit einem Anschluss
mit Innengewinde 29c versehen. Wie man anhand der Saugstutzenvarianten 17a und 17c
erkennt, können sich die Anschlüsse außerdem durch ihren Durchmesser und ihre horizontale
und vertikale Position auf der Befestigungsplatte unterscheiden.
[0024] Fig. 2 zeigt eine Explosionsdarstellung der Förderpumpe der Figur 1 aus einer anderen
Ansicht. Gleich Bauteile sind auch mit den gleichen, im Zusammenhang mit Figur 1 beschriebenen
Bezugsziffern bezeichnet. Man erkennt in dieser Ansicht insbesondere Ausnehmungen
30a, 30b für die Abstandshalter 22a, 22b auf der Unterseite des Pumpengehäuses 11
der Förderpumpe 10. Der Abstandshalter 22c wird an einem Gehäusekreuz 30c befestigt.
1. Förderpumpe (10) für fluide Medien, die ein Pumpengehäuse (11) umfasst, das eine Saugöffnung
(13) und eine Drucköffnung (14) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Saugöffnung (13) und/oder die Drucköffnung (14) jeweils in einem saugseitigen
Anschlussflansch (15) bzw. einen druckseitigen Anschlussflansch (16) ausgespart sind,
an den unterschiedliche Saugstutzen (17a, 17b, 17c, 17d, 17e) bzw. Druckstutzen (18a,
18b, 18c, 18d, 18e) montierbar sind.
2. Förderpumpe (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugöffnung (13) und die Drucköffnung (14) jeweils in dem entsprechenden Anschlussflansch
(15, 16) ausgespart sind, an den die unterschiedlichen Saugstutzen (17a, 17b, 17c,
17d, 17e) bzw. Druckstutzen (18a, 18b, 18c, 18d, 18e) montierbar sind.
3. Förderpumpe (10) gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugstutzen (17a, 17b, 17c, 17d, 17e) bzw. Druckstutzen (18a, 18b, 18c, 18d,
18e) auswechselbar an dem entsprechenden Anschlussflansch (15, 16) montiert sind.
4. Förderpumpe (10) gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugstutzen (17a, 17b, 17c, 17d, 17e) bzw. Druckstutzen (18a, 18b, 18c, 18d,
18e) mit dem entsprechenden Anschlussflansch (15, 16) verschraubt sind.
5. Förderpumpe (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpengehäuse (11) auf einer Fußplatte (20) montiert ist, welche auswechselbare
Abstandshalter (22a, 22b, 22c) umfasst.
6. Förderpumpe (10) gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fußplatte (20) zahlreiche Befestigungslöcher (23a, 23b, 23c, 23d, 23e, 23f, 23g,
23h, 23i) für unterschiedliche Befestigungsvarianten aufweist.
7. Förderpumpe (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderpumpe (10) als Umwälzpumpe für Schwimmbäder oder Swimmingpools ausgebildet
ist.
8. Förderpumpe (10) gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpengehäuse (11) einen integrierten Fasernfänger (24) umfasst.
9. Förderpumpe gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugöffnung (13) mit dem saugseitigen Anschlussflansch (15) an dem Fasernfänger
(24) angeordnet ist.
10. Filteranlage eines Schwimmbads oder Swimmingpools, wobei die Filteranlage mit einer
Förderpumpe (10) nach einem der Ansprüche 7 bis 9 ausgerüstet oder nachrüstbar ist.
11. Pumpenset, umfassend eine Förderpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 9 und mehren
austauschbaren Saug- und/oder Druckstutzen und/oder Abstandshaltern.
12. Pumpenset, umfassend eine Förderpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 9 mit einem unter
mehren austauschbaren Saugsaugstutzen ausgewählten Saugstutzen und einem unter mehreren
austauschbaren Druckstutzen ausgewählten Druckstutzen und mit unter mehreren austauschbaren
Abstandshaltern ausgewählten Abstandshaltern.