[0001] Die Erfindung betrifft eine Kontrollleuchte, die insbesondere Bestandteil eines elektromechanischen
Befehlsgeräts ist. Kontrollleuchten dienen der optischen Signalisierung eines Zustands
eines Geräts, in das die Kontrollleuchten eingebaut sind. Für eine durch einen Bediener
einfach erfassbare Signalisierung müssen die Kontrollleuchten eine gleichförmige und
helle Beleuchtung von vorne bis zu einem definierten Betrachtungswinkel, z.B. 60°
bezüglich einer Längsachse der Kontrollleuchte, aufweisen.
[0002] Kontrollleuchten werden hierzu z.B. mit einem Diffuser realisiert, mit denen über
die (gesamte) Oberfläche der Kontrollleuchte eine gleichförmige Beleuchtung erzielbar
ist. Allerdings bringt das Vorsehen eines Diffusors, der zwischen einer Lichtquelle
und einer transparenten, häufig eingefärbten Abdeckung angeordnet ist, in der Regel
einen Helligkeitsverlust mit sich. Der Verzicht auf den Diffusor sorgt zwar für eine
höhere Helligkeit, bringt aber eine ungleichförmige Ausleuchtung der Abdeckung mit
sich.
[0003] Um eine gleichförmige Helligkeit über die Betrachtungsfläche bei gleichzeitig hoher
Leuchtkraft zu ermöglichen, schlägt die
US 4,758,701 die Verwendung zweier aneinander angepasster Fresnellinsen zwischen der Lichtquelle
und einer Abdeckung vor. Durch die Linsenanordnung kann das von der Lichtquelle emittierte
Licht im Wesentlichen parallel aus der Abdeckung austreten.
US 2004/0004836 offenbart eine Signallampe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kontrollleuchte, die insbesondere
Bestandteil eines elektromechanischen Befehlsgeräts sein kann, anzugeben, welche baulich
und/oder funktional weiter verbessert ist.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Kontrollleuchte gemäß den Merkmalen des Patentanspruches
1 sowie ein elektromechanisches Befehlsgerät gemäß den Merkmalen des Patentanspruches
9. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
[0006] Es wird eine Kontrollleuchte, insbesondere für ein elektromechanisches Befehlsgerät,
vorgeschlagen. Die Kontrollleuchte umfasst ein Gehäuse sowie eine in dem Gehäuse angeordnete
Lichtquelle, welche bei Energiezufuhr Licht emittiert. Ferner ist eine Linsenanordnung
mit einer ersten Linseneinheit vorgesehen, welche in Ausbreitungsrichtung des von
der Lichtquelle emittierten Lichts angeordnet und derart beschaffen ist, dass von
der Lichtquelle emittierte Lichtstrahlen im Wesentlichen parallel aus einer von der
Lichtquelle abgewandten Seite der ersten Linseneinheit austreten. Die von der Lichtquelle
abgewandte Seite der ersten Linseneinheit stellt eine Austrittsfläche der ersten Linseneinheit
dar. Im Wesentlichen erstreckt sich diese Austrittsfläche senkrecht zu einer Längsachse
der Kontrollleuchte. Die Austrittsfläche der ersten Linseneinheit kann im Querschnitt
einen stetigen oder auch einen nicht-stetigen Verlauf aufweisen. Insbesondere kann
die Austrittsfläche aus einer Vielzahl an nicht-stetigen Teilflächen bestehen.
[0007] Erfindungsgemäß umfasst die Linsenanordnung eine zweite Linse, die auf der von der
Lichtquelle abgewandten Seite der ersten Linseneinheit angeordnet und derart beschaffen
ist, dass ein Teil der aus der ersten Linseneinheit austretenden Lichtstrahlen bezüglich
der parallelen Ausbreitungsrichtung zu einer transparenten Seitenoberfläche des Gehäuses
gelenkt werden.
[0008] Die vorgeschlagene Kontrollleuchte ermöglicht nicht nur eine gleichförmige Helligkeit
über die Betrachtungsfläche bei gleichzeitig hoher Leuchtkraft, sondern auch eine
Beleuchtung an ihren Seitenflächen, so dass die Wahrnehmbarkeit der Beleuchtung der
Kontrollleuchte auch unter großem Betrachtungswinkel gegeben ist. Wird die Kontrollleuchte
insbesondere in sicherheitsrelevanten Anlagen eingesetzt, so trägt diese zu einem
höheren Sicherheitsniveau anbei. Darüber hinaus wird die Wahrnehmbarkeit der beleuchteten
Kontrollleuchte durch einen Nutzer als besser empfunden. Die beschriebenen Vorteile
lassen sich dabei unter Nutzung einer herkömmlichen Glühbirne oder einer Leuchtdiode
(LED) erzielen.
[0009] Die transparente Seitenoberfläche des Gehäuses, durch die ein Teil der Lichtstrahlen
gelenkt wird, kann durch eine topfförmige, zum Beispiel eingefärbte, Abdeckkappe gebildet
sein. Hierbei treten die durch die zweite Linse abgelenkten Lichtstrahlen durch die
Seitenwände der Abdeckkappe hindurch. Die nicht abgelenkten Lichtstrahlen treten hingegen
durch den Boden bzw. Deckel der Abdeckkappe. Der Boden bzw. Deckel bildet eine Betrachtungsfläche
der Kontrollleuchte, welche wie üblich im Wesentlichen in einer Ebene senkrecht zur
longitudinalen Ausbreitungsrichtung der Lichtstrahlen liegt.
[0010] Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die erste Linseneinheit
zumindest eine, insbesondere asphärische, Fresnellinse umfasst. Die Verwendung einer
Fresnellinse als erste Linseneinheit ermöglicht auf Platz sparende Weise, dass von
der Lichtquelle emittierte Lichtstrahlen im Wesentlichen parallel aus der von der
Lichtquelle abgewandten Seite der Fresnellinse Linse austreten. Insbesondere ist es
hierdurch möglich, die Lichtquelle in kurzer Distanz zu der ersten Linseneinheit anzuordnen.
Sofern die Platzverhältnisse in der Kontrollleuchte eine untergeordnete Rolle spielen,
kann die erste Linseneinheit auch durch eine herkömmliche Linse mit konvexer Oberfläche
auf der von der Lichtquelle abgewandten Seite ausgebildet sein. Durch die asphärische
Gestalt können die bei sphärischen Linsen verursachte Abbildungsfehler gemindert werden.
Erfindungsgemäß ist die zweite Linse ein prismatischer Ring, dessen Eintrittsfläche
zumindest teilweise mit der Austrittsfläche der Lichtstrahlen der ersten Linseneinheit
überlappt. Eine Überlappung der Eintrittsfläche des prismatischen Rings mit der Austrittsfläche
der ersten Linseneinheit kann aus mechanischen Gründen zweckmäßig sein. Sollen möglichst
viele aus der Austrittsfläche der ersten Linseneinheit austretende Lichtstrahlen durch
den prismatischen Ring zur Seite umgelenkt werden, so kann die Eintrittsfläche auch
vollständig mit der Austrittsfläche der ersten Linseneinheit überlappen.
[0011] In einer weiteren Ausgestaltung reflektiert die zweite Linse die in sie eintretenden
Lichtstrahlen vollständig und lenkt diese um. Insbesondere braucht die zweite Linse
gemäß dieser Ausgestaltung nicht dazu ausgebildet sein, die in sie eintretenden Lichtstrahlen
zu reflektieren. Im Querschnitt weist der prismatische Ring die Gestalt eines Dreiecks,
insbesondere eines gleichseitigen Dreiecks auf, so dass die in die Eintrittsfläche
des prismatischen Rings eintretenden Lichtstrahlen in etwa in einem rechten Winkel
reflektiert werden.
[0012] Es ist weiterhin zweckmäßig, wenn die Eintrittsfläche der zweiten Linse und die Austrittsfläche
der ersten Linseneinheit parallel zueinander verlaufen. Insbesondere können die Eintrittsfläche
der zweiten Linse und die Austrittsfläche der ersten Linseneinheit aneinandergrenzen.
Hierdurch ist sichergestellt, dass die Umlenkung der in den prismatischen Ring eintretenden
Lichtstrahlen in der gewünschten Weise erfolgt. Durch das aneinandergrenzen der Eintrittsfläche
der zweiten Linse und der Austrittsfläche der ersten Linseneinheit lässt sich eine
kompakte Kontrollleuchte schaffen.
[0013] Eine weitere Ausgestaltung der vorgeschlagenen Kontrollleuchte sieht vor, dass eine
Austrittsfläche der zweiten Linse parallel zu einem transparenten Flächenabschnitt
einer transparenten Abdeckkappe angeordnet ist und insbesondere an diese grenzt. Optional
kann die Abdeckkappe eingefärbt sein. Die Aufgabe der Abdeckkappe besteht darin, einen
mechanischen Schutz der Linsenanordnung bereitzustellen. Ist die Abdeckkappe eingefärbt,
so kann eine bestimmte Signalwirkung durch die Wahl der Farbe hervorgerufen werden.
Wie oben bereits erläutert, kann die Abdeckkappe eine topfförmige Gestalt aufweisen.
Dabei treten die durch die zweite Linse abgelenkten Lichtstrahlen durch die Seitenwände
hindurch, während die nicht abgelenkten Lichtstrahlen durch den Boden bzw. Deckel
treten.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umfasst das Gehäuse zwischen der Lichtquelle und
der ersten Linseneinheit einen Lichtreflektionskörper, welcher von der Lichtquelle
abgegebenes und/oder der ersten Linseneinheit reflektiertes Licht reflektiert. Der
Lichtreflektionskörper ermöglicht eine gleichförmigere und gleichmäßigere Beleuchtung
der Kontrollleuchte, wenn ein Betrachter in einem Winkel bezüglich der Längsachse
der Kontrollleuchte, auf die Kontrollleuchte blickt.
[0015] Es ist besonders zweckmäßig, wenn zu diesem Zweck der Lichtreflektionskörper aus
einem hellen und diffusiven Material gebildet ist. Besonders bevorzugt ist es, wenn
der Lichtreflektionskörper aus einem weißen Material gebildet ist. Beispielsweise
kann der Lichtreflektionskörper aus einem eingefärbten Kunststoff bestehen. Durch
die helle Farbe und die dadurch bedingten Reflexionseigenschaften nimmt der Lichtreflektionskörper
die Funktion einer "sekundären" Lichtquelle bezüglich eines schrägen Betrachtungswinkels
an.
[0016] Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung erweitert sich der Lichtreflektionskörper
von der Lichtquelle zu der ersten Linseneinheit konus-förmig. Hierdurch können das
von der Lichtquelle abgegebene Licht sowie das gegebenenfalls an der Linsenanordnung
reflektierte Licht in der gewünschten Weise von dem Lichtreflektionskörper zur Ausbildung
der sekundären Lichtquelle reflektiert werden.
[0017] Die Erfindung schafft ferner ein elektromechanisches Befehlsgerät, der einen Drucktaster
oder -schalter mit einer Kontrollleuchte der oben beschriebenen Art umfasst. Im Gegensatz
zu einer passiven Kontrollleuchte ermöglicht es ein elektromechanisches Befehlsgerät,
durch dessen Betätigung aktiv einen Schaltbefehl zu geben. Beispielsweise kann durch
das Befehlsgerät eine Maschine ein- oder ausgeschaltet oder eine bestimmte Funktion
aktiviert oder deaktiviert werden. Der Aufbau eines elektromechanischen Befehlsgeräts
kann auf unterschiedlichste Weise realisiert werden und ist für die vorliegende Erfindung
von untergeordneter Bedeutung. Ein beispielhafter Aufbau eines Befehlsgeräts kann
beispielsweise der eingangs erwähnten Druckschrift
US 4,758,701 entnommen werden.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend näher anhand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Querschnittsdarstellung einer erfindungsgemäßen Kontrollleuchte,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Querschnittsdarstellung eines Ausschnitts der in Fig. 1 dargestellten
Kontrollleuchte zur Illustration der aus der Kontrollleuchte ausgeleiteten Lichtstrahlen,
und
- Fig. 3
- eine prinzipiell bekannte Projektion der von einer Lichtquelle ausgehenden Lichtstrahlen
durch eine Linsenanordnung, durch die die Lichtstrahlen in das Unendliche projiziert
werden.
[0019] In den Figuren sind gleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
[0020] Fig. 1 zeigt eine Querschnittsdarstellung einer erfindungsgemäßen Kontrollleuchte
100. Die Kontrollleuchte 100 umfasst ein zylinderförmiges Gehäuse 1, in dem eine Lichtquelle
2 angeordnet ist. Die Lichtquelle 2 kann beispielsweise eine Glühbirne oder eine Leuchtdiode
sein. Eine Längsachse des zylinderförmigen Gehäuses 1 ist mit dem Bezugszeichen 3
gekennzeichnet. Die Lichtquelle 2 liegt auf der Längsachse 3. Von der Lichtquelle
2 emittiertes Licht erstreckt sich in einer im Wesentlichen longitudinalen Ausbreitungsrichtung
in Richtung eines äußeren Endes 4 des Gehäuses 1.
[0021] An dem äußeren Ende 4 des Gehäuses 1 ist eine Linsenanordnung 5 angebracht. Auf der
von der Lichtquelle 2 abgewandten Seite der Linsenanordnung 5 ist eine Abdeckkappe
13 angeordnet. Die Abdeckkappe 13 weist eine topfförmige Gestalt auf und umschließt
die Linsenanordnung 5. Die Abdeckkappe 13 ist mit ihren seitlichen Flanken bzw. ihrer
Seitenfläche 12 mit dem äußeren Ende 4 des Gehäuses 1, gegebenenfalls lösbar, verrastet.
Über die Verrastung kann die Linsenanordnung 5 in der Kontrollleuchte 100 fixiert
sein.
[0022] Die Abdeckkappe 13 besteht aus einem transparenten und optional eingefärbten Material.
Gegebenenfalls kann sich auch zwischen der Linsenanordnung 5 und einer Betrachtungsfläche
14 der dann vorzugsweise nicht-farbigen Abdeckkappe 13 eine eingefärbte Platte befinden,
um eine entsprechend der Farbe erwünschte Signalwirkung zu erzielen.
[0023] Die Linsenanordnung 5 umfasst eine erste Linseneinheit 6 sowie eine zweite Linse
7. Die Linseneinheit 6 kann durch eine einzelne Linse oder eine Mehrzahl an Linsen
gebildet sein. Eine Eintrittsfläche der Lichtstrahlen der Linseneinheit 6 ist mit
dem Bezugszeichen 8 gekennzeichnet. Das Austreten der Lichtstrahlen erfolgt über eine
Lichtaustrittsfläche 9 auf der von der Lichtquelle 2 abgewandten Seite der Linseneinheit
6. Die Linseneinheit 6 ist derart beschaffen, dass von der Lichtquelle 2 emittierte
Lichtstrahlen im Wesentlichen parallel aus der Austrittsfläche 9 austreten. Hierdurch
erfolgt eine Projektion der von der Lichtquelle 2 punktförmig ausgehenden Lichtstrahlen
in das Unendliche.
[0024] Dies ist schematisch in Fig. 3 dargestellt. Ausgehend von der nicht näher dargestellten
Lichtquelle (vergleiche Bezugszeichen 2 in Fig. 1) erstrecken sich die von der punktförmigen
Lichtquelle emittierten Lichtstrahlen 18 in Richtung der Linseneinheit 6 und treten
durch die Eintrittsfläche 8 in die Linseneinheit 6 ein. Dabei werden die Lichtstrahlen
18 an der Eintrittsfläche (d.h. einer ersten optischen Fläche) abgelenkt. Eine weitere
Ablenkung der Lichtstrahlen 18 erfolgt nach dem Durchqueren des Inneren der Linse
6 an einer Lichtaustrittsfläche 9 (zweite optische Fläche). Durch die Gestalt der
Linseneinheit 6 (welche eine einzelne Linse oder einer Mehrzahl an Linsen sein kann)
werden die Lichtstrahlen 18 in der gewünschten Weise in das Unendliche abgelenkt.
Dies bedeutet, die aus der Lichtaustrittsfläche 9 austretenden Lichtstrahlen 18 verlaufen
in etwa parallel. Hierdurch ergibt sich in einer Ebene senkrecht zur Längsachse 3
eine gleichförmige Beleuchtung.
[0025] Der gleiche Effekt wird erzielt, wenn die Linseneinheit 6 durch eine einzelne Fresnellinse
ausgebildet wird. Die Verwendung einer Fresnellinse ermöglicht es insbesondere, den
Abstand zwischen der Lichtquelle 2 und der Linseneinheit 6 sehr klein auszugestalten.
Ein weiterer Vorteil der Fresnellinse besteht darin, dass diese im Gegensatz zu der
in Fig. 3 dargestellten Linseneinheit 6 sehr flach baut, wodurch sich kompakte Kontrollleuchten
100 realisieren lassen. Bei der in Fig. 1 dargestellten erfindungsgemäßen Kontrollleuchte
wird daher bevorzugt eine Fresnellinse als Linseneinheit 6 eingesetzt.
[0026] Hierdurch ist sichergestellt, dass die Betrachtungsfläche 14 der Abdeckkappe 13 gleichförmig
ausgeleuchtet wird. Die gleichförmige Ausleuchtung ergibt sich bei der in Fig. 1 dargestellten
Kontrollleuchte 100 dabei nicht nur dann, wenn sich der Betrachter auf der Längsachse
3 befindet. Vielmehr ist die gleichförmige Ausleuchtung der Betrachtungsfläche 14
auch dann gegeben, wenn die Betrachtung der Betrachtungsfläche 14 aus einem Winkel
erfolgt.
[0027] Unterstützt wird die gleichförmige Ausleuchtung durch einen zwischen der Lichtquelle
2 und der Linseneinheit 6 angeordneten Lichtreflektionskörper 15, der im Querschnitt
die Gestalt eines Konus aufweist. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, erweitert sich der
Konus von der Lichtquelle 2 zu der Linseneinheit 6 hin. Der Lichtreflektionskörper
15 reflektiert von der Lichtquelle 2 abgegebenes und/oder der Linseneinheit 6 reflektiertes
Licht. Vorzugsweise besteht der Lichtreflektionskörper 15 aus einem hellen und diffusiven
Material. Besonders gute Reflexionseigenschaften ergeben sich dann, wenn der Lichtreflektionskörper
weiß ist. Beispielsweise wird der Lichtreflektionskörper 15 aus einem weißen Kunststoff
gefertigt.
[0028] Der Lichtreflektionskörper 15 stellt insbesondere aus schrägen Betrachtungswinkeln,
eine "sekundäre" Lichtquelle dar. Unter einem schrägen Betrachtungswinkel wird hierbei
eine Betrachtung der Kontrollleuchte 100 verstanden, die von außerhalb der Längsachse
3 erfolgt. Es hat sich gezeigt, dass die gleichförmige Beleuchtungswirkung der Betrachtungsfläche
14 bis zu einem Betrachtungswinkel 17 von 60° bezüglich der Längsachse 3 bzw. einer
Parallelen dazu erhalten bleibt. Der Lichtreflektionskörper 15 könnte auch parabol-örmig
ausgebildet sein. Aus Fertigungsgründen ist jedoch die Gestalt eines Konus zu bevorzugen.
[0029] Durch die zweite Linse 7 der Linsenanordnung 5 kann ein Teil der aus der ersten Linseneinheit
6 austretenden Lichtstrahlen bezüglich der longitudinalen Ausbreitungsrichtung, d.h.
der Längsachse, zu der transparenten Seitenoberfläche 12 der Abdeckkappe 13 gelenkt
werden. Zu diesem Zweck ist die zweite Linse 7 als prismatischer Ring ausgebildet,
während Eintrittsfläche 10 zumindest teilweise mit der Austrittsfläche 9 der Lichtstrahlen
der Linseneinheit 6 überlappt. Eine solche teilweise Überlappung ist in Fig. 1 dargestellt.
Dabei liegt der prismatische Ring zum Teil auf einer Stirnfläche des äußeren Randes
4 des Gehäuses 1 auf.
[0030] In einer Abwandlung dieser Ausgestaltung könnte der prismatischer Ring 7 auch derart
auf der Linseneinheit 6 angeordnet sein, dass die Eintrittsfläche 10 der Linse 7 vollständig
mit der Austrittsfläche 9 der Linseneinheit 6 überlappt.
[0031] Wie aus der Querschnittsdarstellung der Fig. 1 ohne weiteres ersichtlich ist, weist
der prismatische Ring 7 im Querschnitt die Gestalt eines in etwa gleichschenkligen
Dreiecks auf. Hierdurch reflektiert die Linse 7 die in sie eintretenden Lichtstrahlen
vollständig und lenkt diese in Richtung der Seitenflächen 12 der Abdeckkappe 13 um.
Gleichzeitig wird im Bereich der prismatischen Linse 7 ein Lichtaustritt im Bereich
der Betrachtungsfläche 14 verhindert. Hierdurch ergibt sich ein dunkler Ring, welcher
die Wahrnehmung des seitlich aus der Abdeckkappe 13 austretenden Lichts verstärkt.
[0032] Im Ergebnis kann die Beleuchtung der Kontrollleuchte 100 nicht nur aus Richtung der
Längsachse und innerhalb des oben beschriebenen Betrachtungswinkels wahrgenommen werden,
sondern auch bei einer vollkommenen seitlichen Betrachtung der Kontrollleuchte 100.
[0033] Fig. 2 zeigt in einer vergrößerten Darstellung das Beleuchtungskonzept der Kontrollleuchte
100 im Bereich der Abdeckkappe 13. Wie ohne weiteres ersichtlich ist, ergibt sich
im Bereich der Betrachtungsfläche 14 ein klar abgegrenzter, kreisförmig beleuchteter
Bereich. Der Übergang von einem beleuchteten Bereich 19 der Betrachtungsfläche 14
zu einem nicht ausgeleuchteten Bereich, der als dunkler Ring 16 wahrnehmbar ist, ist
mit dem Bezugszeichen 20 gekennzeichnet. Der dunkle Ring 16, der die kreisförmig illuminierte
Betrachtungsfläche 14, umgibt, ist durch das Vorhandensein der prismatischen Linse
7 hervorgerufenen ist. Die Flanken bzw. Seitenflächen 12 der Abdeckkappe 13 sind demgegenüber
wieder aufgrund des Vorhandenseins des prismatischen Rings 7 beleuchtet. Dies ist
mit dem Bezugszeichen 19 gekennzeichnet.
[0034] In Fig. 3 ist darüber hinaus der bereits erwähnte Betrachtungswinkel 17 gegenüber
einer Parallelen 3' zur Längsachse 3 dargestellt. Verläuft die Parallele 3' durch
die Grenze 20, so markiert der Betrachtungswinkel 17 zur Außenseite hin den Übergang
zwischen dem beleuchteten Bereich 19 und dem nichtbeleuchteten Bereich 16.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Gehäuse
- 2
- Lichtquelle
- 3
- Längsachse
- 3'
- Parallele zur Längsachse
- 4
- äußeres Ende des Gehäuses
- 5
- Linsenanordnung
- 6
- Linseneinheit
- 7
- zweite (prismatische) Linse
- 8
- Lichteintrittsfläche der Linseneinheit 6
- 9
- Lichtaustrittsfläche der Linseneinheit 6
- 10
- Lichteintrittsfläche der prismatischen Linse 7
- 11
- Lichtaustrittsfläche der prismatischen Linse 7
- 12
- seitliche Flanken der Abdeckkappe
- 13
- Abdeckkappe
- 14
- Betrachtungsfläche
- 15
- Lichtreflektionskörper
- 16
- dunkler Ring
- 17
- Betrachtungswinkel
- 18
- Lichtstrahl
- 19
- beleuchteter Bereich
- 20
- Grenze zwischen beleuchtetem und nicht-beleuchtetem Bereich
- 100
- Kontrollleuchte
1. Kontrollleuchte, insbesondere für ein elektromechanisches Befehlsgerät, umfassend
- ein Gehäuse (1);
- eine in dem Gehäuse (1) angeordnete Lichtquelle (2), welche bei Energiezufuhr Licht
emittiert;
- eine Linsenanordnung (5) mit einer ersten Linseneinheit (6), welche in Ausbreitungsrichtung
des von der Lichtquelle (2) emittierten Lichts angeordnet und derart beschaffen ist,
dass von der Lichtquelle (2) emittierte Lichtstrahlen im Wesentlichen parallel aus
einer von der Lichtquelle (2) abgewandten Seite der ersten Linseneinheit (6) austreten;
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Linsenanordnung (5) eine zweite Linse (7) umfasst, die auf der von der Lichtquelle
(2) abgewandten Seite der ersten Linseneinheit (6) angeordnet und derart beschaffen
ist, dass ein Teil der aus der ersten Linseneinheit (6) austretenden Lichtstrahlen
bezüglich der parallelen Ausbreitungsrichtung zu einer transparenten Seitenoberfläche
des Gehauses (1) gelenkt werden, wobei die zweite Linse (7) ein prismatischer Ring
ist, dessen Eintrittsfläche (10) zumindest teilweise mit einer Austrittsfläche (9)
der Lichtstrahlen der ersten Linseneinheit (6) überlappt.
2. Kontrollleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Linseneinheit (6) zumindest eine, insbesondere asphärische, Fresnellinse
umfasst.
3. Kontrollleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Linse (7) die in sie eintretenden Lichtstrahlen vollständig reflektiert
und umlenkt.
4. Kontrollleuchte nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittsfläche (10) der zweiten Linse (7) und die Austrittsfläche (9) der ersten
Linseneinheit (6) parallel zueinander verlaufen und insbesondere aneinander grenzen.
5. Kontrollleuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Austrittsfläche (11) der zweiten Linse (7) parallel zu einem transparenten Flächenabschnitt
einer transparenten und optional eingefärbten Abdeckkappe (15) angeordnet ist und
insbesondere an diese grenzt.
6. Kontrollleuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) zwischen der Lichtquelle (2) und der ersten Linseneinheit (6) einen
Lichtreflektionskörper (15) umfasst, welcher von der Lichtquelle (2) abgegebenes und/oder
der ersten Linseneinheit (6) reflektiertes Licht reflektiert.
7. Kontrollleuchte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtreflektionskörper (15) aus einem hellen, insbesondere weißen, und diffusiven
Material gebildet ist.
8. Kontrollleuchte nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtreflektionskörper (15) sich von der Lichtquelle (2) zu der ersten Linseneinheit
(6) konus-förmig erweitert.
9. Elektromechanisches Befehlsgerät, umfassend einen Drucktaster (10), der eine Kontrollleuchte
(100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche umfasst.
1. Indicator lamp, in particular for an electromechanical command device, comprising
- a housing (1);
- a light source (2) arranged in the housing (1), which emits light when supplied
with energy;
- a lens arrangement (5) comprising a first lens unit (6), which is arranged in the
propagation direction of the light emitted by the light source (2) and is of such
a nature that light beams emitted by the light source (2) emerge substantially in
parallel from a side of the first lens unit (6) that faces away from the light source
(2),
characterized in that
- the lens arrangement (5) comprises a second lens (7), which is arranged on the side
of the first lens unit (6) that faces away from the light source (2) and is of such
a nature that some of the light beams emerging from the first lens unit (6) are directed
with respect to the parallel propagation direction toward a transparent side surface
of the housing (1), wherein the second lens (7) is a prismatic ring, the entry surface
(10) of which at least partly overlaps an exit surface (9) of the light beams from
the first lens unit (6) .
2. Indicator lamp according to Claim 1, characterized in that the first lens unit (6) comprises at least one, in particular aspherical, Fresnel
lens.
3. Indicator lamp according to Claim 1, characterized in that the second lens (7) completely reflects and deflects the light beams entering it.
4. Indicator lamp according to Claim 1 or 3, characterized in that the entry surface (10) of the second lens (7) and the exit surface (9) of the first
lens unit (6) run parallel to each other and in particular adjoin each other.
5. Indicator lamp according to one of the preceding claims, characterized in that an exit surface (11) of the second lens (7) is arranged parallel to a transparent
surface section of a transparent and optionally coloured covering cap (15) and in
particular adjoins the latter.
6. Indicator lamp according to one of the preceding claims, characterized in that the housing (1) between the light source (2) and the first lens unit (6) comprises
a light reflection element (15), which reflects light emitted by the light source
(2) and/or light reflected by the first lens unit (6).
7. Indicator lamp according to Claim 6, characterized in that the light reflection element (15) is formed from a light, in particular white, and
diffusive material.
8. Indicator lamp according to Claim 6 or 7, characterized in that the light reflection element (15) widens conically from the light source (2) towards
the first lens unit (6).
9. Electromechanical command device comprising a pushbutton (10), which comprises an
indicator lamp (100) according to one of the preceding claims.
1. Voyant lumineux, notamment pour un appareil de commande électromécanique, comprenant
:
- un boîtier (1),
- une source lumineuse (2) disposée dans le boîtier (1) qui émet de la lumière en
cas d'alimentation en énergie,
- un agencement de lentilles (5) comportant une première unité de lentille (6) disposée
dans la direction de propagation de la lumière émise par la source lumineuse (2) et
conçue de manière telle que les rayons lumineux émis par la source lumineuse (2) sortent
de manière sensiblement parallèle par un côté de la première unité de lentille (6)
opposé à la source lumineuse (2), caractérisé en ce que
- l'agencement de lentilles (5) comprend une seconde lentille (7) disposée sur le
côté opposé à la source lumineuse (2) de la première unité de lentille (6) et conçue
de telle manière qu'une partie des rayons lumineux sortant de la première unité de
lentille (6) est déviée, par rapport à la direction de propagation parallèle, vers
une surface latérale transparente du boîtier (1), et dans lequel la seconde lentille
(7) est un anneau prismatique, dont la surface d'entrée (10) se superpose au moins
en partie avec une surface de sortie (9) des rayons lumineux de la première unité
de lentille (6).
2. Voyant lumineux selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première unité de lentille (6) comprend au moins une lentille de Fresnel, notamment
asphérique.
3. Voyant lumineux selon la revendication 1, caractérisé en ce que la seconde lentille (7) réfléchit et dévie entièrement les rayons lumineux entrant
dans celle-ci.
4. Voyant lumineux selon la revendication 1 ou 3, caractérisé en ce que la surface d'entrée (10) de la seconde lentille (7) et la surface de sortie (9) de
la première unité de lentille (6) sont parallèles et notamment sont contiguës l'une
à l'autre.
5. Voyant lumineux selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une surface de sortie (11) de la seconde lentille (7) est disposée de façon parallèle
à une partie de surface transparente d'un capuchon de protection (15) transparent
et facultativement teinté et notamment est attenante à celui-ci.
6. Voyant lumineux selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boîtier (1) comprend un corps réfléchissant la lumière (15) entre la source lumineuse
(2) et la première unité de lentille (6), qui réfléchit la lumière émise par la source
lumineuse (2) et/ou réfléchie par la première unité de lentille (6).
7. Voyant lumineux selon la revendication 6, caractérisé en ce que le corps réfléchissant la lumière (15) est constitué d'un matériau clair, notamment
blanc, et diffusif.
8. Voyant lumineux selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le corps réfléchissant la lumière (15) s'élargit en une forme de cône depuis la source
lumineuse (2) jusqu'à la première unité de lentille (6).
9. Appareil de commande électromécanique, comprenant un bouton poussoir (10), qui comprend
un voyant lumineux (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes.