[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Koaxialkabel und der Koaxialverbinder zum
Wirkverbinden solcher Koaxialkabel, sowie der Verarbeitung der Koaxialkabel und der
Koaxialverbinder zu Assemblies.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Koaxialkabel zur Übertragung von Signalen mit hohen
Frequenzen bekannt. Diese Kabel weisen einen Innenleiter auf, der von einem Dielektrikum,
einem Aussenleiter und einem Kabelmantel umgeben ist. Solche Kabel weisen auf ihr
Anwendungsgebiet und auf die zu übertragende Signalstärke abgestimmte Dimensionen
auf. Aus dem Stand der Technik sind Verbinder zum Anschliessen solcher Kabel bekannt.
Solche Verbinder weisen ebenfalls einen koaxialen Aufbau auf und sind auf die Kabeldimensionen
abgestimmt. Dies führt dazu, dass praktisch jedes Kabel einen auf seine Dimensionen
abgestimmten Verbinder erfordert, was zu einer sehr grossen Variantenvielfalt führt.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind seit Anfang des letzten Jahrhunderts Rundknetmaschinen
bekannt, mittels denen duktile Materialien kontinuierlich oder diskontinuierlich umgeformt
werden können. Diese Rundknetmaschinen weisen in der Regel ein aus zwei oder vier
paarweise einander gegenüberliegend angeordneten Backen bestehendes Umformwerkzeug
auf. Die Backen des Umformwerkzeuges werden zum Beispiel durch aussen umlaufende Rollen
in radialer Richtung nach innen ausgelenkt. Gleichzeitig bewegen sie sich in Umfangsrichtung.
Das Umformwerkzeug weist eine zentrale, meist durchgehende Arbeitsöffnung auf, die
in Längsrichtung einen sich verjüngenden Querschnitt besitzt. Zu bearbeitende Werkstücke
können in die Arbeitsöffnung des Umformwerkzeuges eingeführt und durch dieselbe oder
- bei einem kontinuierlichen Prozess - eine gegenüberliegende zweite Öffnung wieder
entnommen werden. Im Innern der Arbeitsöffnung wird das Werkstück durch die sich in
radialer und in Umfangsrichtung bewegenden Backen kontinuierlich umgeformt. Die Arbeitsöffnung
weist infolge der Bewegung der Backen einen veränderlichen Querschnitt auf. Rundkneten
wird z.B. bei der Herstellung von Drahtseilen oder Schmiedeteilen in der Autoindustrie
verwendet. Aus der Patentliteratur sind etliche Anwendungsgebiete für Rundknetmaschinen
bekannt. Einige ausgewählte Beispiele werden nachfolgend kurz beschrieben.
[0004] Das am 04.11.2003 erteilte US Patent
US6641444B2 der Yazaki Corporation beschreibt eine Struktur und ein Verfahren zum Zusammenfügen
eines elektrischen Kabels und eines Kabelendstücks mittels Rundkneten. Hierzu wird
erst am Kabelende die Isolation abgelöst, so dass der Litzenleiter frei liegt. Dieser
wird anschliessend in eine hohlzylindrische Hülse eingeschoben. Mittels Rundkneten
wird anschliessend die Hülse in radialer Richtung komprimiert. Durch die Komprimierung
wird der Litzenleiter verdichtet und damit der elektrische Widerstand abgesenkt.
[0005] Das am 13.02.2007 erteilte US Patent
US7174633B2 der Yazaki Corporation beschreibt ebenfalls ein Verfahren zum Verbinden eines elektrischen
Kabels mit einem Kabelendstück. Dazu wird ein elektrisch leitendes Haftmittel (z.B.
eine Paste aus Epoxy und Nickelpulver) in ein rohrförmiges Ende eines Kabelendstücks
eingefüllt. Anschliessend wird der zuvor abisolierte Litzenleiter des Kabelendes in
die Bohrung eingeführt. Mittels Rundkneten wird anschliessend das rohrförmige Kabelendstück
radial verdichtet und in engen Kontakt mit dem Litzenleiter gebracht. Das Nickelpulver
in der Paste soll dabei als leitender Füller mögliche Oxidschichten auf dem Metallteilen
zerstören und die Leitfähigkeit erhöhen.
[0006] Die am 06.10.2011 publizierte US-Patentanmeldung
US2011244721A der John Mezzalingua Associates, Inc. befasst sich mit einem Verfahren zur Terminierung
eines Koaxialkabels. Zuerst wird ein Abschnitt der isolierenden Schicht entfernt.
Danach wird der Durchmesser des Innenleiters mittels eines drehbaren Koaxialkabelabschlusswerkzeugs
bereichsweise verringert und gleichzeitig ein Teil des Isolators entfernt (entkernt).
Schliesslich wird eine äussere Verbindungsstruktur an der inneren Verbindungsstruktur
befestigt. En Werkzeug zum Abschliessen eines Koaxialkabels und ein abgeschlossenes
Koaxialkabel sind ebenfalls offenbart. Diese Anmeldung offenbart keinen Hinweis auf
ein Rundkneten im oben erwähnten Sinn.
[0007] Die am 02.10.2003 veröffentlichte Internationale Patentanmeldung
WO03080269 von der Boeing Company befasst sich mit der Terminierung von Spanndrähten in Flugzeugen,
in dem Hülsen auf den Enden durch Rundkneten zu Kugeln für die Lasteinleitung umgeformt
werden.
[0008] Die am 10.10.1984 publizierte Britische Patentanmeldung
GB2137823 befasst sich mit einer Rüssigkeitsabschrankung für ein Koaxialkabel. Einzig in Unteranspruch
11 wird erwähnt, dass die Hülse mittels Rundkneten befestigt werden könne.
[0009] Die am 27.03.2002 publizierte Europäische Patentanmeldung
EP1191631 der Yazaki Corporation. befasst sich mit einem Verfahren zum Verbinden einer Anschlussklemme
an einen Draht. Die Anschlussklemme weist einen Verbindungsabschnitt auf, der als
offene Hülse gestaltet ist und über dessen gesamten Rand gepresst wird, beispielsweise
durch Rundkneten.
[0010] Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Bereitstellen eines Koaxialkabels
zu zeigen. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Wirkverbinden
eines erfindungsgemässen Koaxialkabels mit einem erfindungsgemässen Koaxialverbinder
zu zeigen. Weitere Aufgaben der Erfindung bestehen darin ein Koaxialkabel, einen Koaxialverbinder,
sowie ein Kabelassembly mit verbesserten Übertragungseigenschaften zu zeigen.
[0011] Diese Aufgabe wird durch die in den Patentansprüchen definierte Erfindung gelöst.
[0012] Beim Anschliessen von Koaxialkabeln an einen Verbinder ist es wesentlich, dass verschiedene
Bedingungen und Kriterien erfüllt werden, um eine optimale Verbindung zu gewährleisten.
Einerseits sollte der Widerstand wenn immer möglich z.B. 50 Ohm oder 75 Ohm betragen.
Andererseits sollten Durchmessersprünge, welche zu unterwünschten Signalreflexionen
führen, oder Graten vermieden werden. Weiterhin sollte vermieden werden, dass die
Oberfläche, respektive die Oberflächenbeschichtung des Kabelinnenleiters beschädigt
wird, da auch dies zu einer Verschlechterung des Übertragungsverhaltens führen kann.
[0013] Ein weiterer Aspekt der Erfindung beruht darin, dass für Kabel mit unterschiedlichen
Durchmessern, wenn möglich baugleiche Verbinder verwendet werden können. Das Ziel
besteht dabei darin die Anzahl unterschiedlicher Verbinder zu reduzieren. Dies wird
erreicht, indem unterschiedliche Kabelinnenleiter mit einem normierten Ende versehen
werden, welches erlaubt für unterschiedliche Kabeldurchmesser dieselben oder nur leicht
variable Koaxialverbinder zu verwenden. Z.B. indem die Koaxialverbinder das selbe
Innenleben aufweisen.
[0014] Heute übliche Koaxialkabel weisen Innenleiter aus einem einzelnen Draht oder Litzeninnenleiter
aus mehreren (miteinander verseilten) Drähten auf. Solche Litzeninnenleiter weisen
den Vorteil auf, dass sie sehr flexibel sind. Andererseits neigen sie jedoch dazu,
dass die einzelnen Drähte schwieriger zu kontaktieren sind.
[0015] Ein weiterer Aspekt der Erfindung besteht darin, die Koaxialverbinder vom Aufbau
her zu vereinfachen, respektive zu verkleinern.
[0016] Diese Aspekte der Erfindung, können erreicht werden, indem das anzuschliessende Ende
des Koaxialkabels mittels eines erfindungsgemässen Verfahrens bearbeitet wird. Je
nach Ausführungsform umfasst dieses die folgenden Verfahrensschritte. Zu beachten
ist, dass je nach Anwendungsgebiet einzelne Verfahrensschritte weggelassen oder die
Reihenfolge einzelner Verfahrensschritte geändert oder gewisse Verfahrensschritte
miteinander verbunden werden können. In einem ersten Schritt wird - falls vorhanden
- ein Kabelmantel auf einer definierten ersten Länge entfernt, so dass ein Aussenleiter
freiliegt. Falls erforderlich wird auch der Aussenleiter auf einer definierten zweiten
Länge entfernt, so dass ein zwischen dem Kabelinnenleiter und dem Aussenleiter angeordnetes
Dielektrikum freigelegt wird. In einem weiteren Schritt wird das Dielektrikum auf
einer definierten dritten Länge entfernt, so dass ein zentrisch, koaxial zum Aussenleiter
angeordneter Kabelinnenleiter freigelegt wird. In gewissen Fällen können die erste
und/ oder die zweite und/ oder die dritte Länge identisch sein. Bei Bedarf wird der
Kabelinnenleiter auf eine bestimmte Länge abgelängt. Anschliessend wird der Kabelinnenleiter
mittels einer erfindungsgemässen Rundknetvorrichtung in einem oder mehreren Schritten
so umgeformt, dass er eine vordefinierte Form erhält. Die Rundknetvorrichtung weist
mindestens zwei Backen auf, die um eine Achse drehbar angeordnet sind. Gleichzeitig
sind die Backen gegenüber der Achse in radialer Richtung beweglich angeordnet. Ein
erster Antrieb dient zum rotieren der Backen um die Achse. Ein zweiter Antrieb dient
zum hämmernden Antreiben der Backen in radialer Richtung, während dem die Backen um
die Achse rotieren. Die Backen weisen je mindestens eine nach innen zur Achse hin
gerichtete Wirkfläche auf, welche zum Bearbeiten eines Werkstückes dient, das zwischen
die Backen eingeführt ist. Bei der Bearbeitung des Werkstückes wird die Form der mindestens
einen Wirkfläche auf das Werkstück übertragen. Je nach Ausführungsform kann das Ablängen
des Innenleiters durch die Rundknetvorrichtung erfolgen, bzw. durch eine entsprechende
Ausgestaltung der Wirkflächen der Backen, in diese integriert sein. Die Antriebe der
Backen sind in der Regel so ausgestaltet, dass deren Bewegungen sich überlagern. Z.B.
werden die Backen kontinuierlich um die Achse rotiert und führen dabei gleichzeitig
eine nach innen gerichtete, hämmernde Bewegung aus. Dadurch wird das Material des
Werkstückes verdichtet. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass durch die schonende
Behandlung eine allfällig vorhandene Oberflächenbeschichtung nicht zerstört wird.
[0017] Je nach Anwendungsgebiet weist der Kabelinnenleiter nach dem Umformen Bereiche mit
unterschiedlichen Durchmessern auf. Diese weisen mit Vorteil fliessende Übergänge
zueinander auf, wobei scharfe Kanten oder unkontrollierte Durchmessersprünge in der
Regel vermieden werden. In gewissen Anwendungsfällen können Haltemittel, bzw. Befestigungsmittel
(z.B. Widerhaken) durch Rundkneten angeformt werden. Beispielsweise können umlaufende
rillenförmige Vertiefungen oder Wulste angeformt werden, welche zum Erhöhen der Haltekräfte
zwischen dem Kabelinnenleiter und einem mit diesem Wirkverbundenen Verbinderinnenleiter
dienen.
[0018] In einer Ausführungsform wird vor dem Umformen eine Hülse auf das Ende des Kabelinnenleiters
aufgesetzt. Die Hülse wird dann gemeinsam mit dem Kabelinnenleiter umgeformt und erhält
so zumindest bereichsweise eine neue Geometrie. Die Hülse kann als Adapter zum Anschliessen
eines Koaxialverbinders dienen. Alternativ kann die Hülse auch als Innenleiter eines
Koaxialverbinders dienen. Die Hülse kann bei Bedarf Widerhaken aufweisen, mittels
denen die Hülse in einem Dielektrikum eines Koaxialerbinders verankert werden kann.
Die Widerhaken können ebenfalls durch Rundkneten mit demselben oder einem anderen
Werkzeug geformt werden. Bei Bedarf können einer oder mehrere Widerhacken am Innenleiter
angeformt werden, z.B. für den Fall, dass der Innenleiter des Kabels als Innenleiter
des Verbinders dient.
[0019] Vorteile dieses Vorgehens sind ein sehr präzises Umformen bei einer geringen Toleranzen
(typischer Weise ± 0.02 mm) bei sehr guter Reproduzierbarkeit und Wiederholgenauigkeit.
Weitere Vorteile sind eine exakte, runde Geometrie, insbesondere bei kleinen Kabeleinführungen.
Damit resultiert eine erheblich bessere Anpassung bei hohen Frequenzen durch die hohe
Reproduzierbarkeit bzw. Prozesssicherheit. Stufen im Innern von Verbindern, wie sie
heute durch Crimpen und Löten entstehen, können vermieden werden. Z.B. besteht die
Möglichkeit eine Hülse auf einen Kabelinnenleiter aufzustecken und durch Rundkneten
einerseits umzuformen und andererseits miteinander zu verbinden, so dass beide Teile
am Ende im Übergangsbereich denselben Durchmesser aufweisen oder mit einer fliessenden
Aussenfläche ineinander übergeben. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass in unterschiedlichen
Konfigurationen problemlos dieselben Teile verwendet werden können. Dadurch kann die
Anzahl der Teile reduziert werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Verbinder
gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren eine geringere Baulänge aufweisen können,
da z.B. die Kabelinnenleiter als Innenleiter des Verbinders dienen können. Durch das
erfindungsgemässe Verfahren kann zudem garantiert werden, dass die Kabelinnenleiter
nicht mehr in separaten Arbeitsschritten entgratet und angespitzt werden müssen. Dies
reduziert das Risiko, dass Späne ins Innere von Verbindern und Assemblies gelangen.
Auch das Risiko, dass Gräte an Kabelinnenleitern entstehen, welche Buchsen beschädigen,
kann reduziert werden. Durch das erfindungsgemässe Umformen von Kabelinnenleitern
resultieren die Vorteile, dass gleiche Teile / Baugruppen bei unterschiedlichen Kabeln
verwendet werden können. Dadurch können die Durchmesser und die Länge der Verbinder
reduziert werden, was sich u.a. auf den Materialverbrauch positiv auswirkt (je nach
Anwendungsgebiet ist eine Reduktion der Baugrösse von Innenleiter und Body um ca.
40% möglich). Bei Winkelverbindern können Mehrfachkontaktierungen infolge von Zwischenstücken
vermieden werden.
[0020] Weitere Vorteile sind, dass am Ende eines Innenleiters eine Verdickung, z.B. eine
Kugel durch Rundkneten angeformt werden kann. Dies weist den Vorteil auf, dass damit
gedrückte Buchsen auf der Gegenseite entfallen können. Ausserdem besteht die Möglichkeit
das Ende des Innenleiters bei Bedarf mit einer order mehreren umlaufenden Rillen und/
oder Verdickungen zu sehen, oder andere Profilierungen zu anzubringen, welche sich
positiv auf die Haltekraft und die Qualität der Signalübertragung auswirken.
[0021] Durch das erfindungsgemässe Rundkneten können Teile durch Kaltverschweissen miteinander
wirkverbunden werden. Dadurch können insbesondere bei kleinen Teilen (Durchmessern)
schwierige Crimp- und Lötvorgänge vermieden werden, respektive ersetzt werden. Weiterhin
können die z.B. bei vierkant Crimpverbindungen auftretenden Kontaktprobleme bei Innenleitern
vermieden, sowie das PIM-Verhalten (Passive Intermodulation) verbessert werden. Ebenfalls
entfällt das Problem mit versprödenden Lotstellen (Gold im Zinn). Bei Bedarf können
die Kabelinnenleiter auch auf der gesamten Kabellänge durch Rundkneten umgeformt werden.
En weiterer Vorteil besteht darin, dass durch das erfindungsgemässe Rundkneten anstelle
von Vollmaterial einseitig beschichtetes Blechmaterial verwendet werden, was sich
positiv auf die Herstellungskosten auswirkt.
[0022] In einer Variante umfasst das erfindungsgemässe Verfahren zum Herstellen einer Wirkverbindung
zwischen einem Koaxialkabel und einem Koaxialverbinder folgende Verfahrensschritte:
(a) Falls vorhanden, entfernen eines Kabelmantels mittels eines ersten Werkzeuges
auf einer definierten ersten Länge; (b) Entfernen eines Kabelaussenleiters mittels
eines zweiten Werkzeuges auf einer definierten zweiten Länge; (c) Entfernen eines
Dielektrikums mittels eines dritten Werkzeuges auf einer dritten Länge, so dass ein
Ende des Innenleiters frei liegt; (d) Bereitstellen einer Rundknetvorrichtung mit
mehreren um eine Drehachse in Umgangsrichtung drehbaren und in radialer Richtung hämmernd
auslenkbaren Backen mit je mindestens einer Wirkfläche; (e) Einbringen des Endes des
Innenleiters in den Wirkbereich der Wirkflächen so dass die Form der Wirkflächen auf
das Ende des Innenleiters übertragen wird und das Ende mindestens einen Abschnitt
mit einem definierten Durchmesser aufweist; (f) Bereitstellen eines Koaxialverbinders;
(g) Einschieben des Innenleiters in eine Kabelöffnung eines Gehäuses des Koaxialverbinders
bis der Abschnitt mit dem definierten Durchmesser eine definierte Position im Innern
des Verbinders erreicht hat. Zum Wirkverbinden des Kabelinnenleiters mit einem erfindungsgemässen
Koaxialverbinder kann das Ende des Kabelinnenleiters in eine Anschlussöffnung eines
Verbinderinnenleiters eingeschoben werden. Alternativ oder in Ergänzung kann das Ende
des Kabelinnenleiters in eine Hülse eingeschoben wird. Die Hülse kann gemeinsam mit
dem Kabelinnenleiter rundgeknetet werden. In einer Ausführungsform kann der Kabelinnenleiter
durch eine zentrische Bohrung eines Isolators des Verbinders hindurchgeschoben werden
bis er den Verbinderinnenleiter bildet. Eine Vorrichtung zum erfindungsgemässen Bearbeiten
eines Koaxialkabels kann ein erstes Werkzeug zum Entfernen eines Kabelmantels auf
einer definierten Länge aufweisen. Weiterhin kann die Vorrichtung ein zweites Werkzeug
zum Entfernen eines Aussenleiters auf einer definierten Länge aufweisen. Weiterhin
kann die Vorrichtung ein drittes Werkzeug zum Entfernen eines Dielektrikums auf einer
definierten Länge aufweisen. Die Vorrichtung weist eine Rundknetvorrichtung auf, welche
mehrere um eine Drehachse drehbare und in radialer Richtung zu diese auslenkbare Backen
hat, die je mindestens eine Wirkfläche zum Bearbeiten eines Kabelendes aufweisen.
Das erste und/ oder das zweite und/ oder das dritte Werkzeug können eines oder mehrere
Messer sein. Die Messer können verstellbar, respektive relativ zum Koaxialkabel beweglich
angeordnet sein. Die Vorrichtung kann eine Halterung zum temporären Halten und Positionieren
des Koaxialkabels aufweisen. Die Vorrichtung kann mehrere Rundknetvorrichtungen mit
unterschiedlichen Wirkflächen aufweisen. Mindestens eines der Werkzeuge vor und/ oder
neben der Rundknetvorrichtung angeordnet sein. Bei Bedarf können die Werkzeuge in
unterschiedlichen Gehäusen untergebracht sein. Ein erfindungsgemässes Koaxialkabel
weist in der Regel einen Kabelinnenleiter, einen koaxial zu diesem angeordneten Kabelaussenleiter
sowie ein zwischen diesen angeordnetes Dielektrikum auf. Ein Ende des Kabelinnenleiters
weist mindestens eine Oberfläche auf, welche mittels einer Rundknetvorrichtung erzeugt
wurde. Mindestens eine Oberfläche kann eine Beschichtung aufweisen, welche vor dem
Rundkneten aufgebracht wurde. Das Ende des Kabelinnenleiters kann eine Hülse aufweisen,
welche mit dem Kabelinnenleiter durch Rundkneten wirkverbunden ist. Die Hülse und
der Kabelinnenleiter können nach dem Rundkneten im Stossbereich denselben Aussendurchmesser
aufweisen.
[0023] Weitere Aspekte der Erfindung werden anhand der in den nachfolgenden Figuren beschriebenen
Ausführungsform näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemässes Verfahren in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 2
- das erfindungsgemässe Verfahren in einer Seitenansicht;
- Fig. 3
- eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Verbinders;
- Fig. 4
- einen zweite Ausführungsform eines erfindungsgemässen Verbinders;
- Fig. 5
- eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Verbinders;
- Fig. 6
- eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Verbinders.
[0024] Figur 1 zeigt schematisch und stark vereinfacht ein erfindungsgemässes Verfahren in einer
perspektivischen Darstellung.
Figur 2 zeigt dasselbe Verfahren in einer Seitenansicht.
[0025] En Koaxialkabel 1 weist einen Innenleiter 2, einen koaxial zu diesem angeordneten
Aussenleiter 3 und ein dazwischen angeordnetes Dielektrikum 4 auf. Der Aussenleiter
3 ist von einem Kabelmantel 5 umgeben.
[0026] In einem ersten Schritt wird der Kabelmantel 5 mittels eines ersten Werkzeuges 6
auf einer definierten ersten Länge L1 entfernt. Anschliessend wird der Aussenleiter
3 mittels eines zweiten Werkzeuges 7 auf einer definierten zweiten Länge L2 entfernt.
In einem weiteren Schritt wird das Dielektrikum 4 mittels eines dritten Werkzeuges
8 auf einer dritten Länge L3 entfernt, so dass der Innenleiter 2 frei liegt. In einer
Ausführungsform sind die zweite und die dritte Länge L2, L3 in etwa gleich lang ausgebildet.
Der Innenleiter 2, der in unbearbeitetem Zustand eine in etwa zylindrische Form aufweist,
wird anschliessend mittels einer erfindungsgemässen Rundknetvorrichtung 9 in einem
oder mehreren Arbeitsgängen umgeformt. Die Rundknetvorrichtung 9 weist in der gezeigten
Ausführungsform drei Backen 10 auf (je nach Anwendungsgebiet sind andere Backenzahlen,
bspw. 2 oder 4 möglich), welche um eine Achse 11 drehbar und in radialer Richtung
angetrieben auslenkbar angeordnet sind. Die Rotationsbewegung um die Achse 11 und
die hämmernde Auslenkbewegung in radialer Richtung sind durch erste und zweite Pfeile
12, 13 schematisch dargestellt. Die Backen 10 sind in auseinander gefahrenem Zustand
dargestellt, damit das Innenleben sichtbar wird. In Produktionsstellung sind die Backen
10 in radialer Richtung (zweite Pfeile 13) zusammengefahren, so dass formgebende Wirkflächen
14 auf den Innenleiter 2 einwirken können und diesen so plastisch umformen. Dadurch
wird erreicht, dass die Form der Wirkflächen 14 auf das Ende 15 des Innenleiters 2
übertragen wird. Bei Bedarf kann der Umformvorgang auch in mehreren Schritten durch
mehrere Rundknetvorrichtungen 9 erfolgen. Die Vorbereitung des Koaxialkabels, d.h.
das Entfernen der äusseren Schichten und das Freilegen des Innenleiters 2 kann in
einer speziell dafür ausgerichteten Rundknetvorrichtung 9 durchgeführt werden. Bei
Bedarf können ein oder mehrere Schritte mittels einem oder mehreren anderen Werkzeugen
(nicht näher dargestellt) durchgeführt werden. Zumindest beim Rundknetvorgang wird
das Koaxialkabel 1 mittels einer Halterung (nicht näher dargestellt) präzise positioniert
und gehalten. In einer Ausführungsform sind die Werkzeuge 6-8 als Schneidwerkzeuge
ausgestaltet und werden zum Entfernen der äusseren Schichten 3-5 des Koaxialkabels
1 in radialer Richtung auf dieses zu bewegt, bis die entsprechende Schicht aufgetrennt
ist. Anschliessend kann die Schicht in Richtung des Kabelendes 15 abgezogen werden.
[0027] Die
Figuren 3-7 zeigen vier Ausführungsformen von erfindungsgemässen Verbindern 16. Die Verbinder
16 weisen jeweils ein Gehäuse 17 auf in dem ein Verbinderinnenleiter 18 angeordnet
ist, welcher durch einen Isolator 19 gegenüber dem Gehäuse 17 gehalten wird. Das Gehäuse
17 dient in der Regel gleichzeitig als Aussenleiter des Verbinders 16 zur Signalübertragung.
Die Verbinder 16 weisen in der Regel zusätzlich ein Verriegelungsmittel 20 auf, mittels
dem der Verbinder 16 z.B. an einer Buchse oder einem anderen Verbinder befestigt werden
kann (beide nicht näher dargestellt). Bei den in den
Figuren 3-7 gezeigten Verbindern 16 sind das Gehäuse 17, der Isolator 19, sowie das Wirkverbindungsmittel
20 geschnitten dargestellt, so dass das Innenleben des Verbinders sichtbar wird.
[0028] Figur 3 zeigt ein Assembly 34 bestehend aus einem Verbinder 16 und einem damit wirkverbundenen
Koaxialkabel 1. Beim gezeigten Verbinder 16 handelt es sich um einen abgewinkelten
Verbinder. Das Koaxialkabel 1, welches mittels dem erfindungsgemässen Verfahren vorbereitet
wurde, sitzt in einer senkrecht zum Verbinderinnenleiter 18 angeordneten Kabelöffnung
21. Ein Ende 15 des Innenleiters 2 ist durch Rundkneten bearbeitet und weist einen
ersten Abschnitt 22 mit einem ersten Durchmesser D1 und einen zweiten Abschnitt 23
mit einem zweiten Durchmesser D2 auf. Anschliessend an den zweiten Abschnitt ist eine
hier kugelförmige Endkappe 24 ausgebildet. Zwischen dem ersten und dem zweiten Abschnitt
befindet sich eine konische Übergangsfläche 25. Ein Vorteil des erfindungsgemässen
Verfahrens besteht darin, dass auch bei kleinen Durchmessern der Innenleiters 2 abrupte
Durchmessersprünge, welche sich unter Umständen negativ auf die Signalübertragung
auswirken, vermieden werden können.
[0029] Der zweite Durchmesser D2 des zweiten Abschnittes 23 ist auf den Durchmesser einer
Anschlussöffnung 26 des Verbinderinnenleiters 18 angepasst. Der Kabelinnenleiter 18
ist in der gezeigten Ausführungsform aus Blech hergestellt und weist im vorderen Bereich
eine stiftförmige Ausgestaltung auf. Im hinteren Bereich, wo sich die Anschlussöffnung
24 befindet, weist er einen U-förmigen Querschnitt mit einer Klemmzunge 27 auf, die
beim Einstecken des Innenleiters 2 in die Anschlussöffnung 24 in der gezeigten Ansicht
nach oben (z-Achse) ausgelenkt wird. Die Anschlussöffnung 24, respektive die in diese
hineinragende Klemmzunge 25 sind auf den zweiten Durchmesser D2 des zweiten Abschnittes
23 abgestimmt, so dass der Innenleiter 2 nach dem Einstecken in den Verbinderinnenleiter
18 sicher mit diesem wirkverbunden ist. Andere Befestigungsarten sind möglich. Der
Verbinderinnenleiter 18 kann durch Rundkneten in die gezeigte hohlzylindrische Form
mit den unterschiedlichen Durchmessern gebracht werden.
[0030] In der in
Figur 4 gezeigten Anordnung ist neben dem Verbinder 17 auch das Koaxialkabel 1 geschnitten
dargestellt, so dass das Innenleben besser sichtbar wird. Das Koaxialkabel 1 ist ohne
Kabelmantel dargestellt. Beim Verbinder 16 handelt es sich um einen geraden Verbinder
bei dem der Kabelinnenleiter 2 und der Verbinderinnenleiter 18 auf derselben Achse
angeordnet sind. Das Koaxialkabel 1 ist in die am hinteren Ende des Gehäuses 17 ausgebildete
Kabelöffnung 21 eingesteckt und der freiliegende Aussenleiter 3 ist mit dem Gehäuse
18 wirkverbunden. Das Ende 15 des Innenleiters 2 ist in eine Hülse 28 eingesteckt,
welche gleichzeitig den Verbinderinnenleiter 18 bildet. Die Hülse 28 wird vorgängig
auf den Innenleiter 2 des Koaxialkabels 1 aufgesteckt und dann gemeinsam mit diesem
durch Rundkneten wirkverbunden. Ein Vorteil besteht darin, dass der Innenleiter 2
und die Hülse 28, respektive der Verbinderinnenleiter 18 durchgängig denselben Durchmesser
(vgl. zweiter Abschnitt 23) aufweisen können. Die Verwendung einer Hülse 28 bietet
sich insbesondere dann an, wenn es sich beim Kabelinnenleiter 2 um einen Litzeninnenleiter
handelt, der aus mehreren Einzeldrähten besteht. Der Verbinderinnenleiter 18 weist
aussen angeformte Widerhaken 29, welche zum Verankern des Verbinderinnenleiters 18
im Isolator 19 des Verbinders 16 dienen. In der gezeigten Ausführungsform ist der
Isolator 19 von vorne her bis zu einer ersten Schulter 30 in das Gehäuse 17 eingepresst.
Anschliessend wird die Verbinderinnenleiter 18 gemeinsam mit dem Kabelinnenleiter
2 von hinten her in eine zentrische Bohrung 31 des Isolators 19 eingepresst, wobei
sich die Widerhaken 29 im Material des Isolators 19 festkrallen. Aufgrund des erfindungsgemässen
Designs weist der Verbinder 16 den Vorteil auf, dass er eine vergleichsweise kurze
Baulänge hat.
[0031] Bei der in
Figur 5 gezeigten Anordnung weist einen ähnlichen Aufbau auf wie die in
Figur 4 gezeigte Variante. Beim Innenleiter 2 handelt es sich um einen sog. Litzeninnenleiter,
der aus mehreren miteinander verseilten Einzeldrähten besteht (nicht dargestellt).
Das Ende 15 des Innenleiters 2 wird rundgeknetet, so dass die Einzeldrähte durch Kaltverschweissen
miteinander wirkverbunden werden. Bei Bedarf können die Einzeldrähte einer Oberflächenbehandlung,
z.B. in einem Tauchbad, unterzogen werden. Der Verbinderinnenleiter 18 ist der zentrischen
Bohrung 31 des Isolators 19 angeordnet und wird durch diesen gegenüber dem Gehäuse
17 des Verbinders 16 gehalten. Der Verbinderinnenleiter 18 weist ein hülsenförmig
ausgestaltetes hinteres Ende mit einzelnen durch Schlitze 32 getrennte, auf dem Umfang
der Hülse 28 verteilte radial nach innen gerichtete Federzungen 33 aufweist. Zum Anschliessen
an den Verbinderinnenleiter 18 wird der Kabelinnenleiter 2 in den hülsenförmigen Bereich
28 des Verbinderinnenleiters 18 eingesteckt. Dabei werden die Federzungen 33 elastisch
nach aussen gebogen, so dass sie eine Klemmwirkung auf den Kabelinnenleiter 2 auswirken.
[0032] Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Verbinder ist zum Anschliessen eines
Litzeninnenleiters ein Zwischenteil erforderlich. Dies weist den Nachteil auf, dass
höhere Kosten anfallen und der Verbinder eine grössere Baulänge aufweist. Weitere
Nachteile bestehen in der dabei erforderlichen Mehrfachkontaktierung, welche zu einer
negativen Beeinflussung der Signalqualität führen kann.
Bezugszeichen
| L1 |
erste Länge |
21 |
Kabelöffnung (Gehäuse) |
| L2 |
zweite Länge |
22 |
erster Abschnitt |
| L3 |
dritte Länge |
23 |
zweiter Abschnitt |
| D1 |
erster Durchmesser |
24 |
Endkappe |
| D2 |
zweiter Durchmesser |
25 |
Übergangsfläche |
| 1 |
Koaxialkabel |
26 |
Anschlussöffnung |
| 2 |
Innenleiter (Kabelinnenleiter) |
27 |
Klemmzunge |
| 3 |
Aussenleiter |
28 |
Hülse (für Kabelinnenleiter) |
| 4 |
Dielektrikum |
29 |
Widerhaken |
| 5 |
Kabelmantel |
30 |
erste Schulter |
| 6 |
erstes Werkzeug |
31 |
zentrische Bohrung (Isolator) |
| 7 |
zweites Werkzeug |
32 |
Schlitze (Hülse Verbinderinnenlei-ter) |
| 8 |
drittes Werkzeug |
|
|
| 9 |
Rundknetvorrichtung |
33 |
Federzungen (Hülse Verbinderin-nenleiter) |
| 10 |
Backen |
|
|
| 11 |
Drehachse |
34 |
Assembly (Baugruppe bestehend |
| 12 |
erste Pfeile (Drehbewegung) |
|
aus Kabel und Verbinder) |
| 13 |
zweite Pfeile (radiale Bewegung) |
|
|
| 14 |
Wirkflächen (Backen) |
|
|
| 15 |
Ende (Innenleiter) |
|
|
| 16 |
Verbinder |
|
|
| 17 |
Gehäuse |
|
|
| 18 |
Verbinderinnenleiter |
|
|
| 19 |
Isolator |
|
|
| 20 |
Wirkverbindungsmittel |
|
|
1. Verfahren zum Herstellen eine Wirkverbindung zwischen einem Koaxialkabel (1) und einem
Koaxialverbinder (16) mit folgenden Verfahrensschritten:
a. Falls vorhanden, entfernen eines Kabelmantels (5) mittels eines ersten Werkzeuges
(6) auf einer definierten ersten Länge (L1);
b. Entfernen eines Aussenleiters (3) mittels eines zweiten Werkzeuges (7) auf einer
definierten zweiten Länge (L2);
c. Entfernen eines Dielektrikums (4) mittels eines dritten Werkzeuges (8) auf einer
dritten Länge (L3), so dass ein Ende (15) des Innenleiters (2) frei liegt;
d. Bereitstellen einer Rundknetvorrichtung (9) mit mehreren um eine Drehachse (11)
in Umgangsrichtung drehbaren und in radialer Richtung hämmernd auslenkbaren Backen
(10) mit je mindestens einer Wirkfläche (14);
e. Einbringen des Endes (15) des Innenleiters (2) in den Wirkbereich der Wirkflächen
(14), so dass die Form der Wirkflächen (14) auf das Ende des Innenleiters (15) übertragen
wird und das Ende (15) mindestens einen Abschnitt (23) mit einem definierten Durchmesser
D2 aufweist;
f. Bereitstellen eines Koaxialverbinders (16);
g. Einschieben des Innenleiters (2) in eine Kabelöffnung (22) eines Gehäuses (17)
des Koaxialverbinders (16) bis der Abschnitt (23) mit dem definierten Durchmesser
(D2) eine definierte Position im Innern des Verbinders (16) erreicht hat.
2. Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende (15) des Kabelinnenleiters (2) zum Wirkverbinden in eine Anschlussöffnung
(26) eines Verbinderinnenleiters (18) eingeschoben wird.
3. Verfahren gemäss Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende (15) des Kabelinnenleiters (2) in eine Hülse (28) eingeschoben wird.
4. Verfahren gemäss Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (28) gemeinsam mit dem Kabelinnenleiter (2) rundgeknetet wird.
5. Verfahren gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kabelinnenleiter (2) durch eine zentrische Bohrung (31) eines Isolators (19)
des Verbinders (16) hindurchgeschoben wird bis er den Verbinderinnenleiter (18) bildet.
6. Verfahren gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite und die dritte Länge (L2, L3) in etwa gleich lang ausgebildet sind.
7. Vorrichtung (9) zum Bearbeiten eines Koaxialkabels mit
a. einem ersten Werkzeug (6) zum Entfernen eines Kabelmantels (5) auf einer definierten
Länge (L1);
b. einem zweiten Werkzeug (7) zum Entfernen eines Aussenleiters (3) auf einer definierten
Länge (L2),
c. einem dritten Werkzeug (8) zum Entfernen eines Dielektrikums (4) auf einer definierten
Länge (L3);
d. einer Rundknetvorrichtung (9) mit mehreren um eine Achse (11) drehbaren und in
radialer Richtung zu dieser auslenkbaren Backen (10), mit je mindestens einer Wirkfläche
(14) zum Bearbeiten eines Endes (15) eines Innenleiters (2), so dass die Form der
Wirkflächen (14) auf das Ende des Innenleiters (15) des Kabelendes (15) übertragen
wird und das Kabelende (15) mindestens einen Abschnitt (23) mit einem definierten
Durchmesser D2 aufweist.
8. Vorrichtung (9) gemäss Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite und/oder das dritte Werkzeug (6, 7, 8) ein Messer ist.
9. Vorrichtung (9) gemäss einem der Patentansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (9) mehrere Rundknetvorrichtungen (9) mit unterschiedlichen Wirkflächen
(14) aufweist.
10. Vorrichtung (9) gemäss einem der Patentansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Werkzeuge (6, 7, 8) vor oder neben der Rundknetvorrichtung (9)
angeordnet ist.
11. Koaxialkabel (1) mit einem Kabelinnenleiter (2), einem koaxial zu diesem angeordneten
Kabelaussenleiter (3) und einem zwischen diesen angeordneten Dielektrikum (4) dadurch gekennzeichnet, dass ein Ende (15) des Kabelinnenleiters (2) mindestens eine Oberfläche (22, 23, 24) aufweist,
welche mittels einer Rundknetvorrichtung (9) erzeugt wurde.
12. Koaxialkabel (1) gemäss Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Oberfläche (22, 23, 24) eine Beschichtung aufweist.
13. Koaxialkabel (1) gemäss einem der Patentansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende (15) des Kabelinnenleiters (2) eine Hülse (28) aufweist, welche mit dem
Kabelinnenleiter (2) durch Rundkneten wirkverbunden ist.
14. Koaxialkabel (1) gemäss Patentanspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (28) und der Kabelinnenleiter (2) denselben Aussendurchmesser aufweisen.
15. Assembly (1, 16) bestehend aus einem Koaxialverbinder (16) und einem Koaxialkabel
(1) gemäss einem der Patentansprüche 11 bis 14.
1. A method for producing an operative connection between a coaxial cable (1) and a coaxial
connector (16), comprising the following method steps:
a. removing a cable sheath (5), if provided, over a defined first length (L1) by means
of a first tool (6);
b. removing an external conductor (3) over a defined second length (L2) by means of
a second tool (7);
c. removing a dielectric (4) over a third length (L3) by means of a third tool (8),
so that an end (15) of the internal conductor (2) is exposed;
d. providing a rotary swaging device (9) comprising a plurality of jaws (10) which
are rotatable in the circumferential direction about an axis of rotation (11), can
be deflected in a hammering manner in the radial direction and each comprise at least
one active surface (14);
e. introducing the end (15) of the internal conductor (2) into the active region of
the active surfaces (14), so that the shape of the active surfaces (14) is transmitted
to the end of the internal conductor (15) and the end (15) has at least one portion
(23) having a defined diameter D2;
f. providing a coaxial connector (16);
g. pushing the internal conductor (2) into a cable opening (22) in a housing (17)
of the coaxial connector (16) until the portion (23) having the defined diameter (D2)
has reached a defined position in the interior of the connector (16).
2. The method according to claim 1, characterized in that, for operative connection, the end (15) of the internal cable conductor (2) is pushed
into a connection opening (26) in an internal connector conductor (18).
3. The method according claim 2, characterized in that the end (15) of the internal cable conductor (2) is pushed into a sleeve (28).
4. The method according to claim 3, characterized in that the sleeve (28) is rotary swaged together with the internal cable conductor (2).
5. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the internal cable conductor (2) is pushed through a central hole (31) in an insulator
(19) of the connector (16) until said internal cable conductor (2) forms the internal
connector conductor (18).
6. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the second and the third lengths (L2, L3) are designed to be approximately the same.
7. A device (9) for processing a coaxial cable, comprising
a. a first tool (6) for removing a cable sheath (5) over a defined length (L1);
b. a second tool (7) for removing an external conductor (3) over a defined length
(L2);
c. a third tool (8) for removing a dielectric (4) over a defined length (L3);
d. a rotary swaging device (9) comprising a plurality of jaws (10), which are rotatable
about an axis (11), can be deflected in the radial direction with respect thereto
and each comprise at least one active surface (14) for processing an end (15) of an
internal conductor (2), so that the shape of the active surfaces (14) is transmitted
to the end of the internal conductor (15) of the cable end (15), and the cable end
(15) has at least one portion (23) having a defined diameter D2.
8. The device (9) according to claim 7, characterized in that the first and/or the second and/or the third tool (6, 7, 8) is a blade.
9. The device (9) according to one of claims 7 or 8, characterized in that the device (9) has a plurality of rotary swaging devices (9) having different active
surfaces (14).
10. The device (9) according to one of claims 7 to 9, characterized in that at least one of the tools (6, 7, 8) is arranged in front of or beside the rotary
swaging device (9).
11. A coaxial cable (1) comprising an internal cable conductor (2), an external cable
conductor (3) arranged coaxially therewith and a dielectric (4) arranged therebetween,
characterized in that an end (15) of the internal cable conductor (2) has at least one surface (22, 23,
24) which has been produced by means of a rotary swaging device (9).
12. The coaxial cable (1) according to claim 11, characterized in that the at least one surface (22, 23, 24) has a coating.
13. The coaxial cable (1) according to one of claims 11 or 12, characterized in that the end (15) of the internal cable conductor (2) comprises a sleeve (28), which is
operatively connected to the internal cable conductor (2) by means of rotary swaging.
14. The coaxial cable (1) according to claim 13, characterized in that the sleeve (28) and the internal cable conductor (2) have the same external diameter.
15. An assembly (1, 16) consisting of a coaxial connector (16) and a coaxial cable (1)
according to one of claims 11 to 14.
1. Procédé de réalisation d'une liaison fonctionnelle entre un câble coaxial (1) et un
connecteur coaxial (16), comportant les étapes opératoires suivantes :
a. le cas échéant, enlèvement d'une gaine de câble (5) au moyen d'un premier outil
(6) sur une première longueur définie (L1) ;
b. enlèvement d'un conducteur externe (3) au moyen d'un deuxième outil (7) sur une
deuxième longueur définie (L2) ;
c. enlèvement d'un diélectrique (4) au moyen d'un troisième outil (8) sur une troisième
longueur (L3) de manière à ce qu'une extrémité (15) du conducteur interne (2) soit
dégagée ;
d. mise à disposition d'un dispositif de rétreint rotatif (9) comportant plusieurs
mâchoires (11) pouvant tourner dans le sens circonférentiel, pouvant être déviées
en martelant dans le sens radial et (10) comportant chacune au moins une surface active
(14) ;
e. introduction de l'extrémité (15) du conducteur interne (2) dans la zone d'action
des surfaces actives (14) de manière à ce que la forme des surfaces actives (14) soit
transférée sur l'extrémité du conducteur interne (15) et que l'extrémité (15) présente
au moins une section (23) à diamètre défini D2 ;
f. mise à disposition d'un connecteur coaxial (16) ;
g. insertion du conducteur interne (2) dans un orifice à câble (22) d'un boîtier (17)
du connecteur coaxial (16) jusqu'à ce que la section (23) à diamètre défini (D2) ait
atteint une position définie à l'intérieur du connecteur (16).
2. Procédé selon la revendication de brevet 1, caractérisé en ce que l'extrémité (15) du conducteur interne de câble (2) est glissée dans un orifice de
raccordement (26) d'un conducteur interne du connecteur de (18) pour établir une connexion
fonctionnelle.
3. Procédé selon la revendication de brevet 2, caractérisé en ce que l'extrémité (15) du conducteur interne de câble (2) est glissée dans un manchon (28).
4. Procédé selon la revendication de brevet 3, caractérisé en ce que le manchon (28) subit un rétreint rotatif en commun avec le conducteur interne de
câble (2).
5. Procédé selon une des revendications précédentes du brevet, caractérisé en ce que le conducteur interne de câble (2) est glissé à travers un alésage centrique (31)
d'un isolateur (19) du connecteur (16) jusqu'à ce qu'il constitue le conducteur interne
du connecteur (18).
6. Procédé selon une des revendications précédentes du brevet, caractérisé en ce que les deuxième et troisième longueurs (L2, L3) sont approximativement égales.
7. Dispositif (9) d'usinage d'un câble coaxial à l'aide
a. d'un premier outil (6) pour enlever une gaine de câble (5) sur une longueur définie
(L1) ;
b. d'un deuxième outil (7) pour enlever un conducteur externe (3) sur une longueur
définie (L2),
c. d'un troisième outil (8) pour enlever un diélectrique (4) sur une longueur définie
(L3) ;
d. d'un dispositif de rétreint rotatif (9) comportant plusieurs mâchoires (10) pouvant
tourner autour d'un axe (11) et pouvant être déviées dans le sens radial par rapport
à celui-ci (10), comportant chacune au moins une surface active (14) pour usiner une
extrémité (15) d'un conducteur interne (2) de manière à ce que la forme des surfaces
actives (14) soit transférée sur l'extrémité du conducteur interne (15) de l'extrémité
de câble (15) et que l'extrémité de câble (15) présente au moins une section (23)
à diamètre défini D2.
8. Dispositif (9) selon la revendication de brevet 7, caractérisé en ce que le premier et/ou le deuxième et/ou le troisième outil (6, 7, 8) est un couteau.
9. Dispositif (9) selon une des revendications 7 ou 8, du brevet, caractérisé en ce que le dispositif (9) présente plusieurs dispositifs de rétreint rotatif (9) à surfaces
actives différentes (14).
10. Dispositif (9) selon une des revendications 7 à 9 du brevet, caractérisé en ce qu'au moins un des outils (6, 7, 8) est disposé en amont ou à côté du dispositif de rétreint
rotatif (9).
11. Câble coaxial (1) comportant un conducteur interne de câble (2), un conducteur externe
de câble (3) disposé coaxialement par rapport à celui-ci et un diélectrique (4) disposé
entre ceux-ci, caractérisé en ce qu'une extrémité (15) du conducteur interne de câble (2) présente au moins une surface
(22, 23, 24) qui a été créée au moyen d'un dispositif de rétreint rotatif (9).
12. Câble coaxial (1) selon la revendication de brevet 11, caractérisé en ce que l'au moins une surface (22, 23, 24) présente un revêtement.
13. Câble coaxial (1) selon une des revendications 11 ou 12 du brevet, caractérisé en ce que l'extrémité (15) du conducteur interne de câble (2) présente un manchon (28) qui
est en liaison fonctionnelle avec le conducteur interne de câble (2) par rétreint
rotatif.
14. Câble coaxial (1) selon la revendication de brevet 13, caractérisé en ce que le manchon (28) et le conducteur interne de câble (2) présentent le même diamètre
extérieur.
15. Assemblage (1, 16) consistant en un connecteur coaxial (16) et un câble coaxial selon
une des revendications 11 à 14 du brevet.