[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines Dosiergerätes eines Geschirrspülautomaten,
das einen mit schüttfähigem Reinigungsmittel befüllbaren Vorratsbehälter und eine
motorgetriebene Antriebseinrichtung für den Vorratsbehälter aufweist, wobei die Antriebseinrichtung
den Vorratsbehälter um eine Drehachse verschwenkbar aufnimmt.
[0002] Geschirrspülautomaten sind aus dem Stand der Technik an sich gut bekannt. Sie dienen
der Reinigung von Spülgütern und verfügen zu diesem Zweck über einen Behandlungsraum,
der die zu reinigenden Spülgüter im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall aufnimmt.
[0003] Zur Erzielung eines optimierten Reinigungsergebnisses finden Prozesschemikalien Verwendung,
die während eines Reinigungsvorgangs dem Behandlungsraum des Geschirrspülautomaten
zugeführt werden. Bei solchen Prozesschemikalien handelt es sich beispielsweise um
Reinigungsmittel, die dem Behandlungsraum des Geschirrspülautomaten zu einem bestimmten
Zeitpunkt eines Programmablaufs zugeführt werden.
[0004] Aus dem Stand der Technik sind Reinigungsmittel in flüssiger und fester Form bekannt.
Dabei können feste Reinigungsmittel in schüttfähiger Pulverform oder als sogenannte
Tabs, d.h. in Tablettenform vorliegen. Die Praxis hat indes gezeigt, dass sich mit
schüttfähigem Reinigungsmittel in Pulverform die vergleichsweise besten Reinigungsergebnisse
erzielen lassen.
[0005] Bei der Verwendung von schüttfähigem Reinigungsmittel in Pulverform ist vor jedem
Start eines Spülprogramms von Hand eine Reinigungsmitteldosierung vorzunehmen. Ein
Geschirrspülautomat verfügt zu diesem Zweck typischerweise türinnenseitig über einen
Vorratsbehälter, der mit einer manuell zu bestimmenden Menge an Reinigungsmittel zu
bestücken ist. Während eines Programmablaufs öffnet sich dieser Vorratsbehälter zu
einem bestimmten Zeitpunkt des Spülprogramms und das im Vorratsbehälter bevorratete
Reinigungsmittel kann von der im Behandlungsraum des Geschirrspülautomaten befindlichen
Spülflotte ausgeschwemmt werden.
[0006] Um eine Reinigungsmittelbevorratung für eine Mehrzahl einzelner Programmzyklen vornehmen
zu können, so dass nicht vor Beginn eines jeden Programmablaufs eine manuelle Reinigungsmitteldosierung
stattzufinden hat, sind Dosiergeräte vorgeschlagen worden. Gemäß der gattungsgemäßen
Bauform verfügt ein solches Dosiergerät über einen Vorratsbehälter. Dieser nimmt das
schüttfähige Reinigungsmittel auf. Das Dosiergerät verfügt des Weiteren über eine
motorgetriebene Antriebseinrichtung für den Vorratsbehälter. Diese nimmt den Vorratsbehälter
um eine Drehachse verschwenkbar auf. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall erfolgt
mittels der Antriebseinrichtung eine Verdrehbewegung des Vorratsbehälters, infolge
dessen eine portionsweise Abgabe von Reinigungsmittel aus dem Vorratsbehälter stattfindet.
[0007] Obgleich sich die vorbeschriebene Bauform eines Dosiergerätes für schüttfähige Reinigungsmittel
im alltäglichen Praxiseinsatz bewährt hat, besteht nach wie vor das Problem, dass
es im Falle eines Feuchtigkeitseintrags in den Vorratsbehälter zu einem Verklumpen
des vom Vorratsbehälter bevorrateten Reinigungsmittels kommen kann. Diese Problematik
besteht insbesondere dann, wenn klimabedingt eine hohe Luftfeuchtigkeit vorherrscht,
so z.B. in Mitteleuropa während der Sommermonate. Es kann dann zu einem ungewollten
Feuchtigkeitseintrag in den Vorratsbehälter mit dem Ergebnis kommen, dass das bevorratete
Reinigungsmittel zumindest teilweise verklumpt, so dass eine bestimmungsgemäße Funktion
des Dosiergerätes nicht sicher gewährleistet ist.
[0008] Es ist ausgehend vom Vorbeschriebenen die
Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betrieb eines gattungsgemäßen Dosiergerätes anzugeben,
das eine einwandfreie Funktion desselben auch bei höherer Luftfeuchtigkeit sicherstellt.
[0009] Zur
Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung vorgeschlagen ein Verfahren zum Betrieb eines
Dosiergerätes eines Geschirrspülautomaten, das einen mit schüttfähigem Reinigungsmittel
befüllbaren Vorratsbehälter und eine motorgetriebene Antriebseinrichtung für den Vorratsbehälter
aufweist, wobei die Antriebseinrichtung den Vorratsbehälter um eine Drehachse verschwenkbar
aufnimmt, bei dem die seit einer letztmaligen Verdrehbewegung des Vorratsbehälters
vergangene Zeitdauer als Istwert erfasst und mit einem vorgebbaren Vergleichswert
verglichen wird, wobei im Falle einer Überschreitung des Vergleichswert durch den
Istwert eine Verdrehbewegung des Vorratsbehälters durchgeführt wird.
[0010] Wie sich in der Praxis gezeigt hat, findet im Falle eines Feuchtigkeitseintrags in
den Vorratsbehälter eine Verklumpung des Reinigungsmittels im schüttspiegelnahen Bereich
statt, d.h. es kommt zu einer Verkrustung der mit der Umgebungsluft in Kontakt stehenden
oberflächennahen Schichten des im Vorratsbehälter bevorrateten Reinigungsmittels.
Diese durch den Feuchtigkeitseintrag bedingte Verkrustung und/oder Verklumpung des
Reinigungsmittels wird bei einer Verdrehbewegung des Vorratsbehälters aufgebrochen
und infolge dessen aufgelöst, da sich im Falle einer Vorratsbehälterbewegung das darin
befindliche Reinigungsmittel ebenfalls mit bewegt.
[0011] Es wird deshalb mit der Erfindung zur Lösung der vorstehenden Aufgabe vorgeschlagen,
dass die seit einer letztmaligen Verdrehbewegung des Vorratsbehälters vergangene Zeitdauer
als Istwert erfasst wird. Dieser Istwert wird mit einem vorgebbaren Vergleichswert
verglichen. Als Vergleichswert kann beispielsweise eine Zeitdauer von 24 Stunden dienen.
Sobald seit der letzten Verdrehbewegung des Vorratsbehälters 24 Stunden vergangen
sind, d.h. der Vergleichswert durch den Istwert überschritten ist, wird automatisch
und unabhängig von einem Spülprogramm, insbesondere unabhängig auch davon, ob zu diesem
Zeitpunkt im Geschirrspülautomaten ein Spülprogramm durchgeführt wird, d.h. insbesondere
regelmäßig zeitlich außerhalb eines Spülprogramms, eine Verdrehbewegung des Vorratsbehälters
durchgeführt. Es kommt infolge dessen zu einer Durchbewegung des vom Vorratsbehälter
bevorrateten Reinigungsmittels, infolge dessen sich unter Umständen in den letzten
24 Stunden ausgebildete Verklumpungen und/oder Verkrustungen aufbrechen und aufgelöst
werden. Das Reinigungsmittel bleibt infolge dessen trotz Feuchtigkeitseintrag schüttfähig.
Eine andauernde Verklumpung des Reinigungsmittels wird so in wirkungsvoller Weise
verhindert. Im Ergebnis bleibt das vom Vorratsbehälter bevorrate Reinigungsmittel
über die gesamte Bevorratungszeitdauer schüttfähig, so dass jederzeit eine bestimmungsgemäße
Reinigungsmitteldosierung mittels des Dosiergerätes vorgenommen werden kann.
[0012] Bei einer bestimmungsgemäßen Verwendung des Dosiergerätes findet eine Verdrehbewegung
des Vorratsbehälters um die von der Antriebseinrichtung bereitgestellte Drehachse
statt. Sofern also innerhalb eines vorgebbaren Zeitfensters eine bestimmungsgemäße
Verwendung stattfindet, bedarf es keiner zusätzlichen, von der Durchführung eines
Reinigungsprogramms unabhängigen Verdrehbewegung des Vorratsbehälters. Einer solchen
Verdrehbewegung bedarf es erst dann, wenn nach Ablauf einer gewissen vorgebbaren Zeitdauer
keine bestimmungsgemäße Verwendung des Dosiergerätes stattgefunden hat. Zum Aufbrechen
von sich innerhalb dieses zurückliegenden Zeitfensters aufgrund eines Feuchtigkeitseintrags
unter Umständen ausgebildeten Verkrustungen und/oder Verklumpungen findet dann eine
unabhängig von einem Reinigungsprogramm durchzuführende Verdrehbewegung statt. Mit
Beendigung dieser Verdrehbewegung wird das Zeitfenster wieder auf null gesetzt und
bei einer erneuten Überschreitung einer vorgebbaren Zeitdauer erfolgt eine erneute
Verdrehbewegung des Vorratsbehälters.
[0013] Die nach der erfindungsgemäßen Verfahrensdurchführung vorgesehene Verdrehbewegung
des Vorratsbehälters erfolgt automatisch, d.h. ohne manuellen Benutzereingriff nach
Ablauf einer vorgebbaren Zeitdauer. Diese Zeitdauer ist bevorzugter Weise herstellerseitig
vorgegeben, kann aber im Bedarfsfall auch manuell eingestellt werden, was beispielsweise
dann erforderlich sein kann, wenn die den Geschirrspülautomaten umgebende Atmosphäre
einen besonders hohen Luftfeuchtigkeitsgehalt hat.
[0014] Es ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass der Vorratsbehälter
aus einer Ausgangsstellung um einen vorgebbaren Winkel verdreht und alsdann in seine
Ausgangsstellung zurückverdreht wird. Gemäß dieser Ausführungsform erfolgt eine Hin-
und Herbewegung des Vorratsbehälters. Dabei wird der Vorratsbehälter ausgehend von
einer Ausgangsstellung zunächst um einen vorgebbaren Winkel verdreht. Sobald der Vorratsbehälter
seine diesbezügliche Endlage erreicht hat, erfolgt eine Zurückverdrehung zurück in
die Ausgangsstellung. Im Ergebnis wird so eine Hin- und Herverdrehbewegung erzeugt.
[0015] Als Verdrehwinkel ist ein solcher Winkel zu wählen, der einerseits für die Auflösung
etwaiger Verklumpungen und/oder Verkrustungen eine hinreichend weite Verdrehbewegung
des Vorratsbehälters gestattet, der andererseits aber auch nicht eine so weite Verdrehbewegung
des Vorratsbehälters zur Folge hat, dass es zu einer unerwünschten Reinigungsmittelabgabe
in den Spülraum des Geschirrspülautomaten kommt. Der im Falle einer Verdrehbewegung
zu überstreichende Winkel ist deshalb in Abhängigkeit der geometrischen Ausgestaltungen
insbesondere des Dosiergerätes und/oder des vom Dosiergerät bereitgestellten Vorratsbehälters
zu bestimmen. Ein Winkel im Bereich von 70° bis 110°, vorzugsweise im Bereich von
80° bis 100° hat sich in diesem Zusammenhang als zweckmäßig erwiesen. Besonders bevorzugt
ist indes ein Winkel von ca. 90°. Untersuchungen der Anmelderin haben ergeben, dass
bei einer Verdrehbewegung des Vorratsbehälters um 90° etwaige Verkrustungen und/oder
Verklumpungen so weit aufgelöst bzw. aufgebrochen werden können, dass eine bestimmungsgemäße
Verwendung des Dosiergerätes sichergestellt ist.
[0016] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung ist vorgesehen, den Vorratsbehälter um eine
volle Umdrehung, d.h. um einen Winkel von 360° zu verdrehen. Gemäß dieser Alternative
kommt also keine Hin- und Herverdrehbewegung zum Tragen, es erfolgt vielmehr nur eine
Verdrehbewegung des Vorratsbehälters in eine Richtung, und zwar um 360°. Diese Alternative
bietet sich insbesondere dann an, wenn die geometrische Beschaffenheit des Dosiergerätes
und/oder des Vorratsbehälters eine solche ist, dass bei einer Verdrehbewegung um 360°
keine Eindosierung von Reinigungsmittel in den Spülraum des Geschirrspülautomaten
stattfindet. Von Vorteil dieser Ausgestaltung ist indes, dass eine Verkrustung und/oder
Verklumpung des Reinigungsmittels durch die volle Umdrehung des Vorratsbehälters besonders
effektiv aufgelöst bzw. aufgebrochen werden kann.
[0017] Um zu verhindern, dass es bei einer Verdrehbewegung um 360° zu einer Eindosierung
von Reinigungsmittel in den Spülbehälter des Geschirrspülautomaten kommt, kann gemäß
einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen sein, dass eine Verdrehbewegung in
entgegengesetzter Richtung zu einer bestimmungsgemäßen Dosierverdrehbewegung erfolgt.
Wenn also im Falle einer Dosierverdrehbewegung ein Verdrehen des Vorratsbehälters
im Uhrzeigersinn stattfindet, erfolgt bei einer Verdrehbewegung im erfindungsgemäßen
Sinn eine Verdrehung in entgegengesetzter Richtung, d.h. gegen den Uhrzeigersinn.
[0018] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Ausgangsstellung
des Vorratsbehälters mittels eines Sensors, beispielsweise mittels eines Endlagenschalters
erfasst wird. Eine Verschwenkbewegung erfolgt dann bevorzugter Weise zeitgesteuert,
d.h. der Vorratsbehälter wird ausgehend aus der erkannten Ausgangsstellung um eine
gewisse Zeitdauer bei einer bestimmten Antriebsgeschwindigkeit, mithin um einen bestimmten
Winkel verdreht. Alternativ zu einer Zeitsteuerung können auch weitere Sensoren beispielsweise
in Form von Endlagenschaltern vorgesehen sein, die die jeweils zur Ausgangsstellung
relativ verdrehte Stellung des Vorratsbehälters detektieren.
[0019] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Figuren. Dabei zeigen
- Fig. 1
- in schematisch perspektivischer Darstellung ein gattungsgemäßes Dosiergerät;
- Fig. 2
- in schematisch perspektivischer Darstellung das Dosiergerät nach Fig. 1 mit eingesetztem
Vorratsbehälter;
- Fig. 3
- in einer Frontansicht das Dosiergerät nach Fig. 1 mit eingesetztem Vorratsbehälter;
- Fig. 4
- in einer Frontansicht den Vorratsbehälter des Dosiergerätes nach Fig. 1 in einer Ausgangsstellung
und
- Fig. 5
- in einer Frontansicht den Vorratsbehälter des Dosiergerätes nach Fig. 1 in einer Endstellung.
[0020] Fig. 1 lässt in schematisch perspektivischer Darstellung ein gattungsgemäßes Dosiergerät
1 erkennen. Dieses ist türseitig einer verschwenkbar gelagerten Tür 7 eines in den
Figuren nicht näher dargestellten Geschirrspülautomaten ausgebildet.
[0021] Ein Geschirrspülautomat der vorbekannten Art verfügt typischerweise über einen Spülbehälter,
der einen Behandlungsraum, auch Spülraum genannt, bereit stellt. Im bestimmungsgemäßen
Verwendungsfall nimmt der Behandlungsraum zu reinigendes Spülgut auf. Dabei ist zur
Beschickung des Behandlungsraums mit zu reinigendem Spülgut eine vom Spülbehälter
bereitgestellte Beschickungsöffnung vorgesehen. Diese ist mittels einer Tür 7 fluiddicht
verschließbar, die vorzugsweise um eine horizontal verlaufende Schwenkachse gelagert
ist. Das gattungsgemäße Dosiergerät 1 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel an der
am Spülbehälter des Geschirrspülautomaten verschwenkbar montierten Tür 7 angeordnet.
[0022] Die Tür 7 stellt eine Türinnenseite einerseits sowie eine Türaußenseite andererseits
bereit. Das Dosiergerät 1 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel verwenderseitig türaußenseitig
zugänglich. Dabei kann zur Schaffung eines harmonischen visuellen Eindrucks und zur
Abdeckung des Dosiergerätes 1 eine versschwenkbar an der Tür 7 angeordnete und in
den Figuren nicht näher dargestellte Abdeckplatte vorgesehen sein. Gemäß einer alternativen
und in den Figuren nicht dargestellten Ausführungsform ist das Dosiergerät 1 verwenderseitig
türinnenseitig zugänglich ausgebildet. In diesem Fall kann eine verschwenkbar an der
Tür 7 angeordnete Abdeckplatte entfallen.
[0023] Wie Fig. 1 erkennen lässt, verfügt das Dosiergerät 1 über einen Vorratsbehälter 3.
Dieser stellt einen Grundkörper 17 einerseits sowie einen Deckel 18 andererseits bereit.
Im montierten Zustand bilden der Grundkörper 17 sowie der Deckel 18 einen Volumenraum
30 zwischen sich aus, der der Bevorratung von schüttfähigem Reinigungsmittel 8 dient,
wie sich dies insbesondere aus der Darstellung nach den Figuren 4 bis 5 ergibt. Dabei
kann der Vorratsbehälter 3 entweder als Einweg- oder als Mehrweg-Behälter ausgebildet
sein.
[0024] Wie die Darstellung nach Fig. 1 ferner erkennen lässt, ist der Vorratsbehälter 3
im gezeigten Ausführungsbeispiel in Draufsicht kreisförmig ausgebildet. Er kann insoweit
auch als Trommelbehälter bezeichnet werden.
[0025] Das Dosiergerät 1 verfügt zum Zwecke der Reinigungsmitteldosierung über eine Dosiereinheit
2. Diese weist einen vom Vorratsbehälter 3 bereitgestellten Dosierkanal 4 auf. Ausgangsseitig
mündet der Dosierkanal 4 in eine vorratsbehälterseitig ausgebildete Dosieröffnung
5.
[0026] Das Dosiergerät 1 verfügt des Weiteren über eine motorgetriebene Antriebseinrichtung
6 für den Vorratsbehälter 3. Dabei nimmt die Antriebseinrichtung 6 den Vorratsbehälter
3 um eine Drehachse 16 verdrehbar auf.
[0027] Zum Zwecke der Aufnahme des Vorratsbehälters 3 verfügt die Antriebseinrichtung 6
über eine Trageinheit 10. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall ist der Vorratsbehälter
3 in die Trageinheit 10 auswechselbar eingesetzt, wie dies insbesondere eine Zusammenschau
der Figuren 1 und 2 erkennen lässt, wobei Fig. 2 den Vorratsbehälter 3 der besseren
Übersicht wegen ohne Deckel 18 zeigt.
[0028] Wie insbesondere die Frontansicht des Dosiergerätes 1 nach Fig. 3 erkennen lässt,
verfügt die Antriebseinrichtung 6 über eine Motor-Getriebe-Anordnung 19. Diese ist
mit einem Motor 24 und einem Getriebe 20 ausgerüstet, welches Getriebe 20 die Zahnräder
21, 22 und 23 aufweist. Im montierten Zustand kämmt das Zahnrad 23 des Getriebes 20
mit einem ersten Zahnkranz einer Zahnkranzanordnung 25, die umfangsseitig der Trageinheit
10 ausgebildet ist. Im Betriebsfall wird über den Motor 24 das Getriebe 20 angetrieben,
was zu einer Verdrehbewegung der Trageinheit 10 und damit auch zu einer Verdrehbewegung
des von der Trageinheit 10 aufgenommenen Vorratsbehälters 3 führt. Dabei ist ein Antrieb
des Vorratsbehälters 3 in Richtung des Pfeils 31, d.h. im Uhrzeigersinn vorgesehen.
[0029] Wie sich der Darstellung nach Fig. 3 ferner entnehmen lässt, ist die Antriebseinrichtung
6 gekapselt innerhalb eines Gehäuses 15 ausgebildet. Dieses Gehäuse 15 stellt einen
Auslasskanal 11 bereit, über welchen Reinigungsmittel 8 in dosierter Menge türinnenseitig
der Tür 7 in den Behandlungsraum des Geschirrspülautomaten abgegeben werden kann.
Innerhalb des Auslasskanals 11 ist ein Hubkolben 12 geführt. Dieser ist an einem Pleuel
14 angeschlossen, welches mit einem Antriebszahnrad 13 in Verbindung steht. Das Antriebszahnrad
13 kämmt wiederum mit einem zweiten Zahnkranz der von der Trageinheit 10 bereitgestellten
Zahnkranzanordnung 25. Dabei ist der zweite Zahnkranz im Unterschied zum ersten Zahnkranz
unterbrochen, d.h. als Teilzahnkranz ausgebildet.
[0030] Im Betriebsfall, wenn also durch die Motor-Getriebe-Anordnung 19 die Trageinheit
10 in Verdrehbewegung versetzt ist, kämmt der zweite Zahnkranz der Zahnkranzanordnung
25 mit dem Antriebszahnrad 13, was zu einer Hin- und Herbewegung des Hubkolbens 12
innerhalb des Auslasskanals 11 führt.
[0031] Zum Schutz vor einem ungewollten Feuchtigkeitseintrag in das vom Vorratsbehälter
3 bevorratete Reinigungsmittel 8 ist ein mit der Dosieröffnung 5 zusammenwirkendes
Verschlusselement 26 vorgesehen, wie sich dies insbesondere aus der Darstellung nach
den Figuren 4 und 5 ergibt. Das Verschlusselement 26 verfügt über eine in Ausgangsstellung
des Vorratsbehälters 3 die Dosieröffnung 5 dicht verschließende Rolle 27, die unter
Vorspannung einer Feder 29 gelenkig an einem Arm 28 montiert ist. Bei einer Verdrehbewegung
des Vorratsbehälters 3 rollt die Rolle 27 umfangsseitig auf der Trageinrichtung 10
ab. In Normalstellung, d.h. in Ausgangsstellung des Vorratsbehälters 3, wie sie in
Fig. 4 gezeigt ist, kommt die Rolle 27 auf der Dosieröffnung 5 zu liegen. In dieser
Position erfolgt eine Abdichtung der Dosieröffnung 5, so dass ein ungewolltes Eindringen
von Feuchtigkeit über die Dosieröffnung 5 in den Dosierkanal 4 und damit in den Vorratsbehälter
3 unterbunden ist.
[0032] Trotz der Abdichtung der Dosieröffnung 5 in Ausgangsstellung des Vorratsbehälters
3 lässt sich ein ungewollter Feuchtigkeitseintrag in den Vorratsbehälter 3 nicht sicher
ausschließen. Insbesondere bei einer hohen Luftfeuchtigkeit der den Geschirrspülautomaten
umgebenden Atmosphäre kann es bereits zu einem solchen Feuchtigkeitseintrag in den
Vorratsbehälter 3 kommen, dass es zu Verklumpungs-und/oder Verkrustungsausbildungen
hinsichtlich des vom Vorratsbehälter 3 bevorrateten Reinigungsmittels 8 kommt. Typischerweise
erfolgt dabei zuerst eine Verkrustung und/oder Verklumpung der Oberfläche 9 des im
Vorratsbehälter 3 aufgeschütteten Reinigungsmittels 8. Um gleichwohl die Schüttfähigkeit
des Reinigungsmittels 8 und damit die bestimmungsgemäße Verwendbarkeit des Dosiergerätes
1 bewahren zu können, wird mit der Erfindung vorgeschlagen, dass der Vorratsbehälter
3 von Zeit zu Zeit hin- und her bewegt wird. Zu diesem Zweck wird der Vorratsbehälter
3 aus seiner Ausgangsstellung nach Fig. 4 in eine um 90° gegen den Uhrzeigersinn verdrehte
Endstellung nach Fig. 5 und alsdann wieder zurück in seine Ausgangsstellung nach Fig.
4 verdreht. Infolge dieser Hin- und Herverdrehbewegung des Vorratsbehälters 3 erfolgt
eine Bewegung des Reinigungsmittels 8 relativ zum Vorratsbehälter 3, infolge dessen
es auch zu einer Durchmischung des Reinigungsmittels 8 mit der Folge kommt, dass etwaige
Verkrustungen und/oder Verklumpungen aufgelöst werden. Eine solche Verdrehbewegung
des Vorratsbehälters 3 wird von Zeit zu Zeit wiederholt, womit die Schüttfähigkeit
des Reinigungsmittels 8 sichergestellt ist.
[0033] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, die seit einer letztmaligen Verdrehbewegung des Vorratsbehälters
3 vergangene Zeitdauer als Istwert zu erfassen. Dieser Istwert wird mit einem vorgebbaren
Vergleichswert verglichen. Als Vergleichswert kann beispielsweise eine Zeitdauer von
12 Stunden, 24 Stunden, 36 Stunden und/oder dgl. angenommen werden. Sobald im Zuge
eines solchen Vergleichs festgestellt wird, dass der Istwert den vorgebbaren Vergleichswert
überschreitet, wird eine Verdrehbewegung des Vorratsbehälters zwecks Durchmischung
des Reinigungsmittels 8 automatisch, d.h. unabhängig von einem Programmzyklus und/oder
einer manuellen Eingabe durchgeführt.
Bezugszeichen
[0034]
- 1
- Dosiergerät
- 2
- Dosiereinheit
- 3
- Vorratsbehälter
- 4
- Dosierkanal
- 5
- Dosieröffnung
- 6
- Antriebseinrichtung
- 7
- Tür
- 8
- Reinigungsmittel
- 9
- Oberfläche
- 10
- Trageinheit
- 11
- Auslasskanal
- 12
- Hubkolben
- 13
- Zahnrad
- 14
- Pleuel
- 15
- Gehäuse
- 16
- Drehachse
- 17
- Grundkörper
- 18
- Deckel
- 19
- Motor-Getriebe-Anordnung
- 20
- Getriebe
- 21
- Zahnrad
- 22
- Zahnrad
- 23
- Zahnrad
- 24
- Motor
- 25
- Zahnkranzanordnung
- 26
- Verschlusselement
- 27
- Rolle
- 28
- Arm
- 29
- Feder
- 30
- Volumenraum
- 31
- Pfeil
1. Verfahren zum Betrieb eines Dosiergerätes (1) eines Geschirrspülautomaten, das einen
mit schüttfähigem Reinigungsmittel (8) befüllbaren Vorratsbehälter (3) und eine motorgetriebene
Antriebseinrichtung (6) für den Vorratsbehälter (3) aufweist, wobei die Antriebseinrichtung
(6) den Vorratsbehälter (3) um eine Drehachse (16) verdrehbar aufnimmt, bei dem die
seit einer letztmaligen Verdrehbewegung des Vorratsbehälters (3) vergangene Zeitdauer
als Istwert erfasst und mit einem vorgebbaren Vergleichswert verglichen wird, wobei
im Falle einer Überschreitung des Vergleichswerts durch den Istwert, insbesondere
unabhängig von einem Spülprogramm, eine Verdrehbewegung des Vorratsbehälters (3) durchgeführt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Vorratsbehälter (3) aus einer Ausgangsstellung um einen vorgebbaren Winkel verdreht
und alsdann in seine Ausgangsstellung zurück verdreht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Verdrehbewegung um einen Winkel von 70° bis 110°, vorzugsweise von 80° bis 100°,
noch mehr bevorzugt von 90° durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Vorratsbehälter (3) um eine volle Umdrehung um einen Winkel von 360° verdreht
wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Verdrehbewegung in entgegengesetzter Richtung zu einer bestimmungsgemäßen Dosierverschwenkung
erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausgangsstellung des Vorratsbehälters (3) mittels einem Endlagenschalter erfasst
wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verdrehbewegung des Vorratsbehälters (3) zeitgesteuert durchgeführt wird.