[0001] Die Erfindung betrifft ein Sektionaltor mit einem Torblatt, das aus einzelnen, horizontal
verlaufenden Paneelen gebildet wird, die mittels drehbarer Verbindungen in horizontaler
Achse untereinander so verbunden sind, dass das Torblatt aus einer Schließstellung
in eine Offenstellung und aus der Offenstellung in die Schließstellung verbracht werden
kann. Ferner ist in dem Torblatt eine Tür integriert, deren Türblatt im Wesentlichen
den gleichen Aufbau wie das Torblatt aufweist und zumindest ist in dem Bereich des
Türblattes unterhalb des Torblattes ein Stabilisierungselement angeordnet.
[0002] Mit der
DE 10 2010 000 252 B4 ist ein Sektionaltor mit einem Torblatt und einer integrierten Tür, die in der Schließposition
des Sektionaltores geöffnet werden kann, bekannt geworden. Das Torblatt und die Tür
bestehen dabei aus einer Vielzahl einzelner miteinander verbundener, ortsveränderbarer
Sektionen aus Paneelen, wobei die zum Boden des Gebäudes gerichtete Kante des untersten
Paneels mit einem Abschussprofil ausgestattet ist. Dieses Abschlussprofil ist mit
einer auswechselbaren Dichtung versehen.
[0003] In der
US 2,718,677 wird ein Schwellenelement für eine Tür beschrieben, das an den Rändern Verrundungen
aufweist, deren Abmaße nur einen Bruchteil von einem Inch entsprechen, so dass die
Gesamthöhe des Schwellenelementes unter 25 mm liegt.
[0004] Die
DE 20 2008 000 919 U1 offenbart eine Schließanlage für eine, einen Standflügel und einen Gangflügel aufweisende
zweiflügelige Tür, die mit mindestens einem als Fluchttürverschluss ausgebildeten
Standflügelverschluss, welcher eine oder mehrere Verriegelungsstangen aufweist, die
im Zuge der Verriegelung in korrespondierende Verriegelungsaufnahmen eingreifen und
zumindest ein Betätigungselement zum Entriegeln und Öffnen des Standflügelverschlusses
aufweisen. Ferner ist zumindest ein als Fluchttürverschluss ausgebildeter Gangflügelverschluss,
welcher als Treibstangenverschluss mit Mehrfachverriegelung ausgebildet ist und zumindest
ein Zentralschloss sowie ein oder mehrere über eine oder mehrere Treibstangen betätigbare
Zusatzschlösser aufweist, vorhanden. Das Zentralschloss und die Zusatzverriegelungen
weisen Verriegelungselemente auf, welche im Zuge der Verriegelung in korrespondierende
Verriegelungsaufnahmen im Standflügel eingreifen und mit zumindest einem Betätigungselement
zum Entriegeln oder Öffnen des Gangflügelverschlusses zusammenwirken.
[0005] Mit der
EP 1 722 052 B1 ist ein Schloss für eine Eingangstür in einem Sektionaltor, insbesondere für Garagen,
bekannt geworden. Dabei wird zur Übertragung einer Verriegelung auf obere und untere
Stangen des Schlosses, das innerhalb des Sektionaltores oder dergleichen eingebaut
ist, eine Vorrichtung verwendet. Zwischen den einzelnen Torelementen ist, oberhalb
und unterhalb, eine Verbindung einer Stangenausbildung vorhanden, die sich als elastische
Verbindung auswirkt, ausgeführt worden. Dabei umfasst die Verbindung Mittel zum Führen
und Positionieren, damit die verschiedenen Elemente der integrierten Tür und des Tores
ohne Behinderung der Bewegung und der Positionierung in eine Senkrecht- und Waagerechtstellung
und umgekehrt gelangen können. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tür offen oder
verschlossen ist. Eine derartige Ausbildung ist mit hohen Kosten verbunden.
[0006] Panikverschlüsse oder Antipanikverschlüsse weisen in der Regel einen horizontal über
die gesamte Breite der Türinnenseite verlaufenden Stangengriff auf. Diese Vorrichtungen,
die schwenkbar auf dem Türblatt befestigt sind und mit dem Türschloss gleichzeitig
gekoppelt sind, haben den Vorteil, dass durch eine Betätigung, d. h. durch ein Niederdrücken
des Stangengriffes oder durch eine Kraftbeaufschlagung der Pushbar, mittels eines
Getriebes, diese Bewegung auf das Schloss übertragen wird. Wenn es sich um Fluchtwege
handelt, muss gewährleistet sein, dass im Notfall von innen schnell eine derartige
Tür geöffnet werden kann. Dieses insbesondere im Hinblick darauf, dass im Panikfalle
eine große Anzahl von Personen auf eine derartige Fluchttür zuströmen. Es ist deshalb
notwendig, dass ein derartiges Panikschloss schnell aus einer Verriegelungsposition
herausgebracht werden kann. Deshalb sind beispielsweise bei den Stangengriffen diese
häufig in einem Winkel von 30° bis 45° im Verhältnis zur Ebene des Türblattes ausgebildet.
Dieses erlaubt durch den auskragenden Teil, der über Hebelarme realisiert wird, dass
ein Niederdrücken des Stangengriffes in Richtung auf das Türblatt einfach zu realisieren
ist. Dabei wird die Drehbewegung der Hebelarme des Stangengriffes über ein Funktionselement,
das eine Anlenkung auf der Schlossseite aufweist und somit durch die Drehbewegung
gleichzeitig eine Öffnungsbewegung des Schlosses, d. h. ein Einziehen von Treibstangen
oder dergleichen und gleichzeitig einer Falle und/oder eines Riegels, ermöglicht.
[0007] Neben den gebräuchlichen Stangengriffen sind auch Einrichtungen, die als Pushbar
bezeichnet werden, im Einsatz. Diese haben sich als sehr nützlich herausgestellt.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Tür, die sich innerhalb eines Torblattes
eines Sektionaltores befindet, in mehrfacher Hinsicht weiter auszubilden. Dabei ist
es in einer ersten Aufgabenstellung notwendig, dass derartige Türen nicht nur für
den Personenverkehr verwendbar sind, sondern es soll auch im Bedarfsfall ohne Öffnung
des Sektionaltores möglich sein, einen größeren Durchgang zu schaffen. Des Weiteren
besteht die Aufgabe darin, dass eine derartige Tür innerhalb des Torblattes auch den
Anforderungen an eine Fluchtwegtür gerecht wird.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Lehre der Ansprüche 1 und 2 gelöst. Die
Unteransprüche haben dabei eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gedankens
zum Inhalt.
[0010] Gerade in Zeiten energiesparender Maßnahmen ist es von großem Interesse bei großen
Sektionaltoren, deren Öffnungsbreiten immer größer werden, die Möglichkeit zu haben,
einen integrierten Durchgang zur Verfügung zu stellen, der es z.B. gestattet, breitere
Gegenstände und auch kleine Fahrzeuge in Form von Hubwagen oder dergleichen bei geschlossenem
Sektionaltor trotzdem durch einen Durchgang hindurch verbringen zu können. Dieses
erfüllt die Erfindung in einer ersten bevorzugten Ausführungsform dadurch, dass die
Tür innerhalb des Torblattes als zweiflügelig, umfassend einen sogenannten Gangflügel
und einem damit zusammenwirkenden Standflügel, besteht. Der Gangflügel erhält seine
Bezeichnung dadurch, dass dieser für den normalen Publikumsverkehr oder aber auch
zum Verbringen von kleineren ortsveränderbaren Wagen im täglichen Gebrauch benutzt
wird. Dagegen wird der Standflügel nur dann geöffnet, wenn eine größere Öffnungsweite
innerhalb des Torblattes benötigt wird. Die größere Öffnungsweite wird durch die insgesamt
von dem Gangflügel und dem Standflügel in ihrer horizontalen Ausweitung erzielten
Ausdehnung erreicht. Dadurch, dass der Durchgang innerhalb des Torblattes durch die
Kombination aus Gang- und Standflügel quasi verbreitert wird, ist es notwendig, dass
im Bodenbereich, d. h. an dem unteren Torpaneel, ein den Türbereich überbrückendes
Abschlusselement vorhanden ist. Gleichzeitig ist in der zweiflügeligen Tür eine Blockiereinheit
oder Verriegelung vorhanden, die eine Verriegelung des Standflügels im geschlossenen
Zustand ermöglicht. Dieses kann beispielsweise über eine Treibstangenanordnung oder
dergleichen so aufgeführt werden, dass im verriegelten Zustand innerhalb des Abschlusselementes
bodenseitig und oberseitig in einem ortsfesten Rahmen oder einer Zargenkonstruktion
eine Anordnung innerhalb des Falzes eingreift. Die Blockier- oder Verriegelungseinheit
kann auch verdeckt oder auf dem Türblatt angeordnet sein.
[0011] Ein geeignetes unteres Abschlusselement kann auf unterschiedlichste Arten realisiert
werden, wobei es gleichzeitig auch eine Stabilisierungsfunktion für den Bereich der
zweiflügeligen Tür innerhalb des Torblattes ausführt. So ist es wünschenswert, dass
auch bei kleineren Fahrzeugen dieser Bereich des geöffneten Stand- und Gangflügels
passiert werden kann. Dieses wird dadurch erreicht, dass keine Stolperkanten vorhanden
sind und die Ausbildung des Abschlusselementes entsprechend den bestehenden Vorschriften
ausgebildet ist. Dieses kann dadurch erreicht werden, dass insbesondere in den seitlichen
Randbereichen des Abschlusselementes Anschrägungen oder dergleichen vorhanden sind,
die an ihren äußeren Rändern keine Stolperkanten ausbilden.
[0012] Gleichzeitig ist ein derartiges Abschlusselement mit mindestens einem Dichtelement
zum Boden gerichtet ausgestattet. In einer bevorzugten Ausführungsform kann sich ein
derartiges Abschlusselement über die gesamte Torblattbreite erstrecken.
[0013] Aus der Tatsache heraus, dass der Standflügel nicht bei jedem Öffnungsvorgang geöffnet
werden muss, ist nur an dem Gangflügel für das Öffnen und Schließen eine Schlosseinrichtung
in Verbindung mit einem Türdrücker vorhanden. Dabei greifen sowohl die in dem Schloss
enthaltene Falle als auch der Riegel in eine Schließmechanik des Standflügels ein.
[0014] Ein Standflügel ist genauso wie der Gangflügel vorzugsweise in einer Ausbildung durch
Rahmenprofile oder dergleichen, die sich den einzelnen, gelenkig untereinander horizontal
verbundenen Paneelen anpasst, ausgestattet. Durch eine derartige Maßnahme wird das
Erscheinungsbild des gesamten Sektionaltores nach außen hin vereinheitlicht und gleichzeitig
ist es jedoch möglich, ein derartiges Sektionaltor mit der zweiflügeligen Türausbildung
aus der Schließstellung in eine Parkstellung und umgekehrt zu verbringen. Eine derartige
Veränderung des Sektionaltores kann von Hand oder auch automatisiert ausgeführt werden.
[0015] Sowohl der Gangflügel als auch der Standflügel sind vorzugsweise mit elektrischen
und/oder mechanischen Sicherungsvorrichtungen ausgestattet, die einen eigensicheren
Betrieb eines derartigen Sektionaltores gewährleisten. So kann beispielsweise das
Sektionaltor nur dann aus der Schließstellung herausgefahren werden, wenn eine ordnungsgemäße
Verschlusslage des Gang- und auch des Standflügels vorliegen.
[0016] Um einen täglichen Gebrauch der zweiflügeligen Tür zu gewährleisten ist es notwendig,
dass immer eine ordnungsgemäße Schließlage zwischen Gang- und Standflügel vorliegt.
Dieses bedeutet, dass aufgrund der überfalzten Türblätter zuerst der Standflügel seine
Schließlage einnehmen muss und anschließend der Gangflügel. Dieses wird beispielsweise
durch eine Schließfolgeregelung mechanischer oder hydraulischer oder elektrischer
Art gelöst. Eine derartige Schließfolgeregelung wirkt nur dann, wenn neben dem Gangflügel
auch der Standflügel geöffnet wird. Bei einer vorhandenen Schließfolgeregelung ist
es möglich, den Gangflügel ohne Beeinträchtigung zu Öffnen und zu Schließen, ohne
dass die Schließfolgeregelung wirksam wird. Erst in dem Augenblick, wo der Standflügel
geöffnet wird, wird der Gangflügel daran gehindert seine Schließlage einzunehmen.
Erst wenn der Standflügel seine Schließlage erreicht hat, ist es möglich, dass auch
der Gangflügel seine Schließlage im Anschluss daran einnimmt. Eine derartige Schließfolgeregelung
bei einem automatisierten Bereich kann beispielsweise durch Türschließer oder Antriebe
oder elektrische Blockiermittel realisiert werden.
[0017] Dabei ist es möglich, dass je nach Ausbildung der Türschließvorrichtung diese ganz
verdeckt oder teilverdeckt innerhalb der Wandstärke der Türelemente, bzw. der darüber
befindlichen Paneele, eingebaut sind. Das Gleiche trifft auch für die Schließfolgeregelung
zu, die verdeckt oberhalb der Türflügel in dem Paneel untergebracht sein kann.
[0018] Da die Bereiche der zweiflügeligen Tür in der gleichen Art wie die Ausbildung des
Torblattes vorgenommen werden, ist es notwendig, dass im Bereich der Türblätter, die
durch Rahmenprofile eingerahmt sind, um eine vertikale Achse Drehbewegungen ausführen
zu können. Um hier entsprechende Kostenreduzierungen durchführen zu können, ist es
erfindungsgemäß gelungen, in einer ersten bevorzugten Ausführungsform die bestehende
Drehgelenkverbindung zwischen horizontal verlaufenden, ortsveränderbaren Elementen
mit einer zusätzlichen Drehgelenkverbindung auszubilden, die auch gleichzeitig eine
separate Drehgelenkverbindung für Bauteile der Blockiereinheit aufweist. Diese zusätzliche
Drehgelenkverbindung ist durch eine separate drehbare Verbindung gekennzeichnet, die
es gestattet, Verbindungselemente aufzunehmen. Diese Verbindungselemente stellen die
Schnittstelle zu den benachbarten Drehgelenkverbindungen in der Art her, dass zwischen
zwei Drehgelenkverbindungen stets ein Übertragungselement angeordnet ist. Ein derartiges
Übertragungselement ist vorzugsweise als flaches Bauteil ausgebildet. In einer bevorzugten
Ausführungsform kann dieses Übertragungselement aus einem Federstahl oder einem anderen
geeigneten Werkstoff hergestellt werden.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist es möglich, dass die Drehgelenkverbindung
nicht nur eine separate drehbare Verbindung beinhaltet, sondern zwei drehbare Verbindungen
aufweist, die durch ein Mittenstück untereinander verbunden werden.
[0020] Eine normale Ausführung von bekannten Drehgelenkverbindungen zwischen zwei in horizontaler
Richtung ortsveränderbaren Paneelelementen besteht dabei im Wesentlichen aus zwei
Befestigungslappen, die durch ein Gelenk drehbar miteinander verbunden sind. Befestigt
werden derartige Befestigungslappen auf den aneinander stoßenden, ortsveränderbaren,
sich horizontal erstreckenden Paneelen durch Verschraubungen. Um jedoch eine Blockiereinheit
zu integrieren, sind in dem Befestigungslappen vorzugsweise Führungselemente enthalten.
Innerhalb der Führungselemente werden die, über drehbare Verbindungen untereinander
mit dem Mittenstück verbundenen, Verbindungselemente geführt. Eine bevorzugte Ausführung
der Führung kann dabei in Führungsaufnahmen durchgeführt werden. Dadurch wird sichergestellt,
dass es bei einer Schwenkbewegung der ortsveränderbaren Paneele nicht zur Verhakung
oder dergleichen des Mittenstückes mit den Verbindungselementen kommen kann.
[0021] Diese bevorzugte Ausführungsform der Verwendung des Mittenstückes und der sich daran
anschließenden Verbindungselemente unter Einfügung von drehbaren Verbindungen bieten
besondere Vorteile. So kann auch beispielsweise bei einer Zwischenstellung unter allen
Umständen eine Drehbewegung der ortsveränderbaren Paneele durch die zweite Drehgelenkverbindung
ausgeführt werden. Um einen sicheren äußeren Abschluss aufweisen zu können, ist die
Drehgelenkverbindung in den Befestigungslappenbereichen jeweils durch eine Abdeckung
überkront. Eine derartige Drehgelenkverbindung kann auch ohne die Verbindungselemente
verwendet werden.
[0022] Um eine einfache Montage der Drehgelenkverbindung im Bereich der Verriegelungsposition
ausführen zu können, wird die Drehgelenkverbindung nicht direkt auf das ortsveränderbare
Türelement gesetzt, sondern es wird in Verbindung mit einem Abschluss- oder Rahmenprofil,
vorzugsweise bei gefalzten Türflügeln, verwendet. Dabei ist innerhalb eines derartigen
Profils ein Übertragungselement ortsveränderbar geführt, vorhanden. Dieses Übertragungselement
hat endseitig Mitnehmer, die in die Verbindungselemente der zweiten integrierten Drehgelenksverbindung
eingreifen. Dadurch wird eine Montage wesentlich vereinfacht, weil das Aufsetzen auf
die Mitnehmer keine Probleme bereitet und sich eine Befestigung der ersten Drehgelenkverbindung
über das Abschlussprofil oder dergleichen mit dem Paneel somit einfach gestaltet.
[0023] Durch diese Ausführungsform wird deutlich, dass es bei einer derartigen Vorgehensweise
zu einer verdeckten Anordnung des Drehgelenkelementes und der zweiten Drehgelenkverbindung
kommt. Dieses bietet gleichzeitig auch einen Schutz gegen Manipulationen, da von außen
nicht erkennbar ist, dass sich innerhalb der Abschlussprofile auch gleichzeitig die
Übertragungselemente für eine translatorische Bewegung einer Verriegelung oder Blockiereinheit
befinden.
[0024] Mit einem derartigen Abschlussprofil können gleichzeitig weitere Integrationen des
Profils einhergehen, beispielsweise dass ein Seitenschenkel vorhanden ist, der in
einen Abschlussschenkel übergeht und somit sicher dazwischen eine Positionierung der
ortsveränderbaren Paneele ermöglicht. Darüber hinaus ist es möglich, dass innerhalb
eines derartigen Anlageschenkels auch entsprechende Dichtungsmittel eingesetzt werden
können, um eine Türausbildung dichtend abzuschließen.
[0025] Wie die vorhergehende Beschreibung deutlich macht, kann in einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform die zweiflügelige Tür auch als Fluchtwegtür, mit einem Gang- und einem
damit zusammen wirkenden Standflügel, ausgebildet sein. Dabei ist die Öffnungsrichtung
nach auswärts gerichtet. Durch einen geeigneten Öffnungsmechanismus, der auf mindestens
einer der Innenseiten des Stand- oder Gangflügels vorhanden ist, ist eine Auslösung
der Blockiereinheit durch Betätigung eines Öffnungsmechanismusses möglich. Dieses
ist auch in Verbindung mit einem selbstverriegelnden Panikschloss ausführbar. Gleichzeitig
versteht es sich, dass eine derartige zweiflügelige Tür, unabhängig von Fluchtwegtür
oder normaler zweiflügeliger Tür, auch mit einer Alarmanlage oder anderen Sensoren
ausgebildet sein kann. Gleichzeitig wird bei einer Betätigung des Öffnungsmechanismus
eine automatische Blockierung der Torblattbewegung bewirkt. Dabei versteht es sich,
dass derartige Türen auch mit durchsichtigen Elementen, wie Fenster, ausgebildet sein
können. Ein solcher Öffnungsmechanismus befindet sich auf der Innenseite des oder
der Türflügel. Durch eine Druckbeaufschlagung wird der Mechanismus ausgelöst.
[0026] Je nach Anwendung ist es somit möglich, die Durchgangsweite der zweiflügeligen Tür
innerhalb des Torblattes anzupassen. Dieses bedeutet, dass neben einer ersten Ausführung,
bei welcher der Standflügel und der Gangflügel gleich breit sind, hier auch unterschiedliche
Größenausbildungen möglich sind. Insbesondere bei der Variante der Fluchtwegausführung
ist es möglich, dass der Gangflügel in seiner Breite größer ist als der Standflügel.
[0027] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispielen.
[0028] In der Beschreibung, in den Ansprüchen und in der Zeichnung werden die in der unten
aufgeführten Liste der Bezugszeichen verwendeten Begriffe und zugeordneten Bezugszeichen
verwendet. In der Zeichnung bedeutet:
- Fig. 1
- eine prinzipielle Darstellung eines Sektionaltores mit integriertem Gang- und Standflügel;
- Fig. 2
- eine erste bevorzugte Ausführungsform eines Abschlusselementes;
- Fig. 3
- eine zweite bevorzugte Ausführung eines Abschlusselementes;
- Fig. 4
- eine Ansicht eines Türelements mit einer rückseitigen Betrachtung mit Paneelelementen;
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine Drehgelenkverbindung mit einem Abschlussprofil;
- Fig. 6
- eine Gelenkverbindung mit einer Integration zweier Abschlussprofile in einer verschwenkten
Position, und
- Fig. 7
- eine Drehgelenkverbindung mit integrierten Übertragungselementen von der Rückseite
betrachtet.
[0029] Durch die Darstellung gemäß Fig. 1 wird eine prinzipielle Anordnung eines Torblattes
1 dargestellt. Dabei besteht das Torblatt 1 aus einzelnen Paneelelementen 5, die in
waagerechter Ausführung durch drehbare Verbindungen 6 untereinander so verbunden sind,
dass sie aus einer vertikalen Schließlage in eine im Wesentlichen horizontale Öffnungsposition
verfahren werden können. Dabei ist es unerheblich, ob das Verfahren des Torblattes
1 eines Sektionaltores oder dergleichen manuell oder durch eine motorische Antriebseinheit
ausgeführt wird. Innerhalb des Torblattes 1 ist eine zweiflügelige Tür 2 enthalten,
die einen Gangflügel 3 und einen Standflügel 4 umfasst. Seitlich wird die zweiflügelige
Tür 2 durch einen Einbaurahmen 7, der aus Profilen oder dergleichen besteht, eingefasst.
Dabei ist der Einbaurahmen 7 mit den jeweiligen Paneelelementen 5 kraft- und formschlüssig
verbunden. Innerhalb des Einbaurahmens 7 sind ein Standflügelrahmen 8 und ein Gangflügelrahmen
9 dargestellt, die mit einer Ausfachung von Gangflügelpaneelen 11 und Standflügelpaneelen
12 die zweiflügelige Tür 2 darstellen.
[0030] Damit die Gangflügelpaneel 11 und die Standflügelpaneel 12 in gleicher Art und Weise
wie die Paneelelemente 5 um horizontale Schwenkachsen ortsveränderbar sind, weisen
diese drehbare Verbindungen 14 auf. Um eine Öffnung des Gangflügels 3 und auch des
Standflügels 4 bewirken zu können, ist es notwendig, dass diese durch Scharnierverbindung
15 mit dem Einbaurahmen 7 verbunden sind. Je nach Ausführung der Scharnierverbindung
15 ist es möglich, dass der Gangflügel 3 und der Standflügel 4 entweder zum Gebäudeinneren
geöffnet werden können, in einer Fluchtwegversion kann das Öffnen aber nach auswärts
gerichtet ist. Die Schließlage der zweiflügeligen Tür 2 wird durch ein Schloss 10,
das auch als selbstverriegelndes Panikschloss ausgerichtet sein kann, sichergestellt.
[0031] Die Ausfachungen, sowohl des Standflügels 4 als auch des Gangflügels 3, können durch
die gleichen Paneelelemente 5 aufgefüllt werden, es ist jedoch auch möglich, hier
entsprechende andere Elemente vorzusehen, z.B. eine Verglasung oder dergleichen.
[0032] Zumindest der Bereich zwischen dem Standflügel 4 und dem Gangflügel 3 wird durch
ein bodenseitiges Abschlusselement 13 überbrückt. Diese Überbrückung bietet die notwendige
Stabilisierung, damit das Torblatt 1 auch bei geöffneten Türflügeln 3, 4 keine Verwerfungen
ausbildet. Ein derartiges Abschlusselement 13 kann auch über die gesamte Breite des
Torblattes 1 ausgeführt werden. Dabei wirkt es gleichzeitig als Schwellen- aber auch
als Stabilisierungselement.
[0033] Diese Rahmenausbildungen 8 und 9 sind nicht als durchgehende einstückige Rahmen zu
verstehen, sondern bilden nur die seitlichen Abschlüsse zu den einzelnen Paneelen
5. In dem Bereich, in dem der Gangflügel 3 und der Standflügel 4 zusammentreffen,
weist vorzugsweise der Standflügel 4 Drehgelenkverbindungen 30 auf, die eine zusätzliche
Funktion übernehmen.
[0034] Die Ausgestaltung des Abschlusselementes 13 kann in unterschiedlichster Ausführungsform
durchgeführt werden. In einer ersten bevorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist
das Abschlusselement 13 als flaches Bauteil dargestellt worden. Ein derartiges Abschlusselement
13 ist so gestaltet, dass es den gültigen Bauvorschriften entspricht. Dabei ist jeweils
an den Seiten eine Anlaufschräge 24 vorhanden, die in eine verrundete Vorderkante
25 übergeht. Im Anschluss daran ist unterseitig eine Aufstandsfläche 26 vorhanden,
die direkt oder indirekt mit dem Gebäudeboden in Kontakt kommt. Den oberen Bereich
bildet eine Trittfläche 16, die als durchgehende, im Wesentlichen gerade Fläche ausgebildet
ist, und zur Erhöhung der Trittsicherheit mit einer Riffelung oder dergleichen ausgestattet
sein kann. Unterbrochen werden kann die Trittfläche 16 durch Nuten 18, über die weitere
Bauteile des Torblattes 1 mit dem Abschlusselement 13 verbunden werden können. Insgesamt
kann die Verbindung des Abschlusselementes 13 über Schraubeinlässe 17, die an der
Unterseite des Abschlusselementes 13 angeordnet sind, mit Schraubverbindungen zu dem
untersten Paneelelement 5 hergestellt werden.
[0035] Innerhalb des Abschlusselementes 13 ist vorzugsweise ein Einlass 23 vorhanden, der
sich in seitliche Hinterschnitte 21 weiter ausweitet. Hier können entsprechend den
Anforderungen Dichtungen oder aber auch Versorgungs- und Sensorkabel verlegt werden.
In einem weiteren Einlass 22 ist es möglich, ebenfalls eine Dichtung oder aber auch
in einem sich anschließenden Aufnahmekanal 20 Kabel unterzubringen. Durch einen Hinterschnitt
19 innerhalb des Einlasses 22 ist eine Einbringung der Dichtung ebenfalls möglich.
[0036] In einer modifizierten Ausführungsform gemäß Fig. 3 kann ein weiteres Abschlusselement
13 entnommen werden. Dieses Abschlusselement 13 ist in seinem Aufbau analog der Ausführung
gemäß Fig. 2 zu sehen, jedoch ist im Bereich der Stoßkanten 25 auf Anlaufschrägen
oder dergleichen verzichtet worden. Durch herausgezogene untere vorstehende Aufstandsschenkel
49 wird ein größerer Raum unterhalb des Abschlusselementes 13 geschaffen. Durch diesen
größeren Raum ist es möglich, bei großen Öffnungsweiten z.B. größere Dichtelemente
einzubringen.
[0037] Wie die Ausgestaltung der beiden, nicht abschließend beschriebenen Abschlusselemente
13 zeigt, sind diese so ausgeführt worden, dass im Sinne von behördlichen Vorschriften
keine Stolperkanten im Bereich der zweiflügeligen Tür 2 vorliegen.
[0038] In der Fig. 4 wird ein Ausschnitt eines Türblattes 3 oder 4 dargestellt, bei dem
auf der linken Seite zwei Paneelelemente 5 übereinander dargestellt worden sind. Die
linke Verbindung zwischen den Paneelelementen 5 ist nicht dargestellt worden. Auf
der rechten Seite, im Anschluss an eine vertikale Kante der übereinander angeordneten
Paneelelementen 5, ist ein Rahmenprofil 27 dargestellt worden. Dieses Rahmenprofil
27 besteht aus mehreren Segmenten, die die gleiche Höhe wie die Paneelen 5 aufweisen
und durch eine Drehgelenkverbindung 30 miteinander verbunden sind. Das Rahmenprofil
27 weist dabei für die Stirnkante des Paneelelementes 5 einen Seitenschenkel 29 und
einen sich daran auskragenden Anlageschenkel 28 auf. Durch den Anlageschenkel 28 wird
ein sicherer Abschluss zu dem benachbarten Türelement hergestellt.
[0039] Durch die Darstellung der Fig. 5 wird die in mehrfacher Hinsicht funktionale Ausführung
des Rahmenprofils 27 in Verbindung mit der Drehgelenkverbindung 30 deutlich. Während
der Anlageschenkel 28 auch eine Dichtungsaufnahme 31 zur Abdichtung der Türflügel
2 untereinander bietet, ist im Anschluss auf der gegenüberliegenden Seite ein weiterer
auskragender Teil in Form eines Abschlussschenkels 32 dargestellt worden. Dieser Abschlussschenkel
32 legt sich auf die Oberfläche der Paneelelemente 5 an. Dieses kann auch noch einmal
durch die Fig. 6 verdeutlicht werden, die eine rückseitige Betrachtung in einer leicht
verschwenkten Stellung des Rahmenprofils 27 in Verbindung mit der Drehgelenkverbindung
30 und einem Übertragungselement 37 darstellt. So sind die Übertragungselemente 37
translatorisch in einem Schenkel des Rahmenprofils 27 in Führungen 33 veränderbar.
Verbunden sind die Übertragungselemente 37 durch Verbindungen 36 mit der zweiten Drehverbindung
innerhalb der Drehgelenkverbindung 30. Zugänglich wird das Übertragungselement 37
durch einen Freiraum 35.
[0040] Insbesondere aus der Darstellung der Fig. 6 wird deutlich, dass neben der reinen
Verschwenkbarkeit der Paneelelemente 5 auch eine Verschwenkbarkeit von Elementen für
eine Verriegelungsvorrichtung in Form der Übertragungselemente 37 gegeben ist. Dabei
wird gleichzeitig innerhalb der Drehgelenkverbindung 30 auch das Übertragungselement
37 so geführt, dass in der geschlossenen Stellung des Standflügels 4 zumindest eine
Blockierung dessen möglich ist. Die Übertragungselemente 37 sind endseitig mit entsprechend
geeigneten Verschlussstücken ausgerüstet, die einerseits in das Abschlusselement 13
eingreifen und andererseits im oberen Bereich in den Einbaurahmen 7 oder Teilen des
Einbaurahmens eingreifen.
[0041] So kann gemäß Fig. 7 die Funktionalität und die für die Schwenkverbindung notwendigen
Elemente, und die für die Verriegelung notwendigen Elemente, in Form von Übertragungselementen
37 in einer Zusammenwirkung als Drehgelenkverbindung 30 entnommen werden. Die Drehgelenkverbindung
30 besteht im Wesentlichen aus Befestigungsplatten 44 und 45, die über ein Gelenk
38 drehgelenkig untereinander verbunden sind. Dabei werden die Befestigungsplatten
44, 45 auf die Paneelelemente 5 oder des Rahmenprofils 27 geschraubt. Innerhalb der
Befestigungsplatten 44, 45 ist eine Mechanik enthalten, die neben einer reinen Drehbewegung
über das Gelenk 38 auch unabhängig davon eine Ortsveränderung der integrierten Übertragungselemente
37 in translatorischer Richtung ermöglicht. Dafür befinden sich an den Übertragungselementen
37 endseitig Mitnehmer 43, die in Verbindungselemente 46 eingreifen. Dieses Eingreifen
wird in einfacher Art und Weise durch eine Steckverbindung realisiert. Geführt werden
die Übertragungselemente 37 innerhalb von seitlichen Führungen 33, die in dem Rahmenprofil
27 enthalten sind. Im Anschluss an die Führungen 33 ist ein Freiraum 35 vorhanden,
der einen Freischnitt 34 beinhaltet. So ist es möglich, dass das Übertragungselement
37 hier verdeckt innerhalb des Rahmenprofils 27 translatorisch durch Aktionen des
Schlosses 10 bewegt werden kann. In einer bevorzugten Ausführungsform ist an den Verbindungselementen
46 endseitig ein verbindendes Mittenstück 47 vorhanden. Dieses Mittenstück 47 ist
über drehbare Verbindungen 48 mit den Verbindungselementen 46 verbunden. Durch diese
Ausgestaltung ist es möglich, dass auch bei nicht hundertprozentig korrekten Übereinstimmungen
der drehbaren Verbindung 48 mit dem Gelenk 38 die Funktionsfähigkeit der Übertragungselemente
37 erhalten bleibt. Diese Stellung kann insbesondere der Fig. 6 entnommen werden,
aus der auch deutlich wird, dass aufgrund des Mittenstückes 47, unabhängig von dem
Gelenk 38 eine Drehbewegung über die drehbare Verbindung 48 möglich ist. Zur Vermeidung
von Manipulationen werden die Befestigungsplatten 44, 45 durch Abdeckungen 40, 41
überkront. Dadurch ist neben einem sicheren Abschluss auch ein optisch gutes Erscheinungsbild
gegeben.
[0042] Statt eines üblicherweise bei Türen zu verwendenden Türgriffs ist es bei einer Ausführung
der zweiflügeligen Tür 2 als Fluchtwegtüren möglich, diese mit einem Fluchtwegtürbeschlag,
der auf der Innenseite der Türflächen angeordnet ist, zu versehen. Ein derartiger
Türbeschlag, der als Türmechanismus bezeichnet werden kann, wirkt direkt oder indirekt
auf die Blockiereinheit, die eine Verriegelung der zweiflügeligen Tür 2 in der geschlossenen
Stellung zwischen dem Abschlusselement 13 und dem Einbaurahmen 7 oder dergleichen
gewährleistet. Hierzu gibt es unterschiedlichste Ausführungsmöglichkeiten, wobei neben
der Sicherheitsfunktion auch vorzugsweise einer Ausführung mit nicht sehr weit vorstehenden
Elementen den Vorzug gegeben wird. Bei einer Betätigung dieser Öffnungsmechanismen,
die sowohl auf dem Gangflügel 3 als auch auf dem Standflügel 4 angebracht sein können,
wird neben einer Betätigung des Schlosses 10 auch gleichzeitig eine getriebliche Übertragung
auf die translatorisch bewegbaren Übertragungselemente 37 ausgeübt. Durch diese getriebliche
Verbindung wird sichergestellt, dass in jedem Fall bei einer Kraftbeaufschlagung auf
die Innenseite des Gangflügels 3 und/oder des Standflügels 4 eine Zwangsöffnung der
zweiflügeligen Tür 2 ausgeführt wird. Dadurch ist es Personen möglich, aus einem Gebäude
im Gefahrenfall heraus zu kommen, wobei auch in diesem Falle die stolperfreie Ausführung
des Abschlusselementes 13 hier den Flucht- und Rettungsweg nicht beeinträchtigt.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1
- Torblatt
- 2
- zweiflügelige Tür
- 3
- Gangflügel
- 4
- Standflügel
- 5
- Paneelelement
- 6
- drehbare Verbindung
- 7
- Einbaurahmen
- 8
- Standflügelrahmen
- 9
- Gangflügelrahmen
- 10
- Schloss
- 11
- Gangflügelpaneel
- 12
- Standflügelpaneel
- 13
- Abschlusselement
- 14
- drehbare Verbindung
- 15
- Scharnierverbindung
- 16
- Trittfläche
- 17
- Schraubeinlässe
- 18
- Nut
- 19
- Hinterschnitt
- 20
- Aufnahmekanal
- 21
- Hinterschnitt
- 22
- Einlass
- 23
- Einlass
- 24
- Anlaufschräge
- 25
- Vorderkante
- 26
- Aufstandsfläche
- 27
- Rahmenprofil
- 28
- Anlageschenkel
- 29
- Seitenschenkel
- 30
- Drehgelenkverbindung
- 31
- Dichtaufnahme
- 32
- Abschlussschenkel
- 33
- Führung
- 34
- Freischnitt
- 35
- Freiraum
- 36
- Verbindung
- 37
- Übertragungselement
- 38
- Gelenk
- 40
- Abdeckung
- 41
- Abdeckung
- 43
- Mitnehmer
- 44
- Befestigungsplatte
- 45
- Befestigungsplatte
- 46
- Verbindungselement
- 47
- Mittenstück
- 48
- drehbare Verbindung
- 49
- Aufstandsschenkel
1. Sektionaltor mit einem Torblatt (1), das aus einzelnen, horizontal verlaufenden Paneelen
(5) gebildet wird, die mittels drehbarer Verbindungen (6) in horizontalen Achsen untereinander
so verbunden sind, dass das Torblatt (1) aus einer Schließstellung in eine Offenstellung
und aus der Offenstellung in die Schließstellung verbracht werden kann, und dass in
dem Torblatt (1) eine Tür integriert ist, deren Türblatt im Wesentlichen den gleichen
Aufbau wie das Torblatt (1) aufweist und zumindest in dem Bereich des Türblattes mit
einem bodenseitigen Stabilisierungselement ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Tür als zweiflügelige Tür (2), umfassend einen Gangflügel (3) und damit zusammenwirkend
einen Standflügel (4), ausgebildet ist, wobei zumindest der Bereich der zweiflügeligen
Tür (2) durch ein bodenseitiges Abschlusselement (13) überbrückt wird und zumindest
der Standflügel (4) eine Blockiereinheit aufweist, die im verriegelten Zustand in
das Abschlusselement (13) bodenseitig und oberseitig in Rahmen oder Zargenprofile
(7) oder dergleichen eingreift.
2. Sektionaltor mit einem Torblatt (1), das aus einzelnen, horizontal verlaufenden Paneelen
(5) gebildet wird, die mittels drehbarer Verbindungen (6) in horizontalen Achsen untereinander
so verbunden sind, dass das Torblatt (1) aus einer Schließstellung in eine Offenstellung
und aus der Offenstellung in die Schließstellung verbracht werden kann, und dass in
dem Torblatt (1) eine Tür integriert ist, deren Türblatt im Wesentlichen den gleichen
Aufbau wie das Torblatt (1) aufweist und zumindest in dem Bereich des Türblattes mit
einem bodenseitigen Stabilisierungselement ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Tür als zweiflügelige Fluchtwegtür (2), umfassend einen Gangflügel (3) und damit
zusammenwirkend einen Standflügel (4), ausgebildet ist, deren Öffnungsrichtung nach
auswärts gerichtet ist und durch mindestens einen Öffnungsmechanismus auf einer Innenseite
des Standflügels (4) und/oder des Gangflügels (3) gleichsinnig oder einzeln betätigbar
ist.
3. Sektionaltor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der Bereich der zweiflügeligen Tür (2) durch ein bodenseitiges Abschlusselement
(13) überbrückt wird und zumindest der Standflügel (4) eine Blockiereinheit aufweist,
die im verriegelten Zustand in das Abschlusselement (13) bodenseitig und oberseitig
in Rahmen oder Zargenprofile (7) eingreift, und dass der Öffnungsmechanismus auf die
Blockiereinheit und/oder ein Schloss einwirkt.
4. Sektionaltor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschlusselement (13) als barrierefreie Schwelle und/oder Stabilisierungselement
ausgebildet ist und sich über einen Teil oder über die Gesamtbreite des Torblattes
(1) erstreckt und mindestens ein Dichtungselement aufweist.
5. Sektionaltor nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsmechanismus sich im Wesentlichen über die Gesamtbreite des Gangflügels
(3) und/oder des Standflügels (4) erstreckt und druckbeaufschlagt den Gangflügel (3)
und den Standflügel (4) entriegelt.
6. Sektionaltor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gangflügel (3) und dem Standflügel (4) eine gemeinsame oder jeweils eine eigene
Türschließvorrichtung zugeordnet ist, wobei die Türschließvorrichtung vorzugsweise
als Türschließer oder Antrieb ausgebildet ist.
7. Sektionaltor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Türschließvorrichtung innerhalb des Paneels (5) verdeckt oder teilverdeckt angeordnet
ist.
8. Sektionaltor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiflügelige Tür (2) mit einer mechanisch oder hydraulisch oder elektrisch wirkenden
Schließfolgeregelung ausgestattet ist, die stets den Standflügel (4) vor dem Gangflügel
(3) in die Schließlage bringt.
9. Sektionaltor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung für die Schließfolgeregelung verdeckt innerhalb des oberhalb der
zweiflügeligen Tür (2) vorhandenen Paneels (5) eingebaut ist.
10. Sektionaltor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schloss (10) als selbstverriegelndes Antipanikschloss ausgebildet ist.
11. Sektionaltor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schloss (10) dem Gangflügel (3) zugeordnet ist, dessen Verriegelung sowohl gegen
den Standflügel (4) als auch gegen die Paneele (5) und das Abschlusselement (13) gerichtet
sein kann.
12. Sektionaltor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gangflügel (3) und der Standflügel (4) mit mindestens einer elektrisch wirkenden
Sicherheitsvorrichtung ausgerichtet sind, dessen Signale in einer Steuerung einer
Antriebsvorrichtung des Sektionaltores verarbeitbar sind.
13. Sektionaltor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gangflügel (3) und/oder Standflügel (4) als drehbare Verbindung in den horizontalen
Achsen mindestens eine Drehgelenkverbindung (30) aufweist, die eine integrierte, drehbare
Verbindung mit sich daran anschließenden translatorisch veränderbaren Übertragungselementen
(37) aufweist, die direkt oder indirekt mit Endstücken versehen als Blockiereinheit
wirkt.
14. Sektionaltor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsweite des Gangflügels (3) und des Standflügels (4) gleich oder unterschiedlich
groß ausgebildet sind.
15. Sektionaltor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsweite des Gangflügels (3) größer als die Durchgangsweite des Standflügels
(4) ausgebildet ist.