[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Belüftung eines Raums, insbesondere eines
Laborraums, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] In der Gebäudetechnik werden für die Belüftung von Forschungslaboratorien z.B. für
die chemische oder physikalische Forschung, Deckenkonstruktionen eingesetzt, bei denen
die Leitungen für Zuluft, Abluft, sowie die im Labor benötigten technischen Gase,
Flüssigkeiten, Strom- und Datenleitungen etc. auf einem an der Gebäudedecke montierten
Tragrahmen angeordnet werden.
[0003] Aus der
WO 2012/031700 A1 ist in diesem Zusammenhang eine Anordnung zur Belüftung eines Laborraums bekannt,
welcher einen Gangbereich besitzt, der zu beiden Seiten hin durch Arbeitstische begrenzt
wird. Dabei wird über einen oberhalb des Gangbereichs angeordneten Zuluftkanal, der
zwei seitliche Luftzufuhrabschnitte umfasst, die sich entlang des Gangbereichs erstrecken
und die jeweils eine Vielzahl von kreisförmigen Luftaustrittsöffnungen aufweisen,
aus denen die Zuluft seitlich in Richtung der Arbeitstische austritt, Frischluft in
den Raum eingebracht, die über einen darüber angeordneten Abluftkanal wieder abgesaugt
wird, der zwei sich im Wesentlichen parallel zum Zuluftkanal erstreckende schlitzartige
Absaugöffnungen besitzt, die im Bereich der Decke des Raumes derart angeordnet sind,
dass sich zu beiden Seiten des Gangbereichs eine Luftwalze bildet, über welche im
Bereich der Arbeitstische erwärmte Zuluft in vertikaler Richtung in den Bereich der
Decke des Raumes gelangt. Bei der beschriebenen Anordnung schließen die Tischplatten
der Arbeitstische nach hinten hin bündig mit einer Rückwand ab, an der die Luft aus
dem Bereich oberhalb der Tischplatten aufsteigt. Die unterhalb der Tischplatten erwärmte
Luft strömt dabei in Richtung zum Zentrum des Gangbereichs über die Kante der Tischplatten
hinweg und vermischt sich dort mit der von oben her zugeführten kühlen Frischluft.
Hierdurch ergibt sich eine Durchmischung von zugeführter kühler Frischluft und aufsteigender
Warmluft, was die Menge an zugeführter Frischluft und dadurch den für die Bereitstellung
der Frischluft erforderlichen Energiebedarf erhöht. Die
WO 2012/031700 A1 offenbart damit eine Anordnung zur Belüftung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0004] Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anordnung zur Belüftung
eines Raums zu schaffen, mit der sich der Bedarf an Energie, die zur Bereitstellung
der zugeführten gekühlten Frischluft benötigt wird, weiter reduzieren lässt.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst. Weitere
Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0006] Die Erfindung umfasst eine Anordnung zur Belüftung eines Raums, insbesondere eines
Laborraums, welcher einen Gangbereich besitzt, der zu beiden Seiten hin durch Arbeitstische
begrenzt wird, einen oberhalb des Gangbereichs angeordneten Zuluftkanal zur Zufuhr
von bevorzugt gekühlter Frischluft in den Raum, die nachfolgend auch als Zuluft bezeichnet
wird. Der Zuluftkanal kann entweder als langgestreckter durchgängiger Blechkanal mit
einem bevorzugt rechteckigen Querschnitt und zwei seitlich der Längsachse angeordneten,
nach unten gerichteten langgestreckten Schlitzdüsen ausgestaltet sein, welche von
einem Ende des Blechkanals aus über eine Querleitung mit Frischluft versorgt werden.
Ebenso ist es möglich, den Zuluftkanal durch mehrere langgestreckte , kassettenartige
Teilabschnitte mit darin paarweise nach unten gerichteten Schlitzdüsen zusammen zu
setzen, wobei die Teilabschnitte jeweils eine Länge im Bereich von 1,5 bis zu 4 m
besitzen können und jeweils einzeln und getrennt von oben her über Zuluftrohre gespeist
werden, die von einer zentralen Haupt-Zuluftleitung entspringen. Bei der bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung ist der Zuluftkanal jedoch ein im Querschnitt bevorzugt
D-förmigen Hohlkörper aus einem vorzugsweise flexiblen Werkstoff, z.B. aus einem luftdurchlässigen
Textil oder aus einer Kunststofffolie, der eine Vielzahl von Luftaustrittsöffnungen
besitzt, aus denen die Zuluft oberhalb des Gangbereichs austritt.
[0007] Der Zuluftkanal besitzt bei dieser Ausführungsform zwei seitliche, bevorzugt als
Streifen ausgestaltete Luftzufuhrabschnitte, die sich entlang des Gangbereichs erstrecken
und jeweils eine Vielzahl von kreisförmigen Luftaustrittsöffnungen aufweisen, die
bevorzugt als Perforation z.B. mit Hilfe eines Lasers oder dergleichen in die Luftzufuhrabschnitte
eingebracht werden und aus denen die Zuluft bevorzugt ausschließlich in seitlicher
Richtung, d.h. schräg im Winkel zur vertikalen Mittenachse des Gangbereichs, in Richtung
der Arbeitstische austritt. Die beiden seitlichen Luftzufuhrabschnitte sind durch
einen im Wesentlichen luftundurchlässigen zentralen Trennabschnitt voneinander beabstandet,
dessen zentrale Längsachse vorzugsweise entlang der zentralen Mittenebene des Gangbereichs
verläuft und der den ersten und den zweiten Luftzufuhrabschnitts voneinander trennt.
[0008] In einem Abstand von vorzugsweise 0,8 m bis 1,5 m ist oberhalb des Zuluftkanals ein
Abluftkanal angeordnet, der sich in gleicher Weise wie auch der Zuluftkanal bevorzugt
entlang der vertikalen Mittenebene des Gangbereichs erstreckt und die verbrauchte,
und gegenüber der Zuluft erwärmte Abluft aus dem Raum abführt.
[0009] Der Abluftkanal weist vorzugsweise zwei sich im Wesentlichen parallel zum Zuluftkanal
erstreckende schlitzartige Absaugöffnungen auf, die im Bereich der Gebäudedecke des
Raumes an einer möglichst hohen Stelle angeordnet sind.
[0010] Der Ausströmwinkel und die Größe der Schlitzdüsen des Zuluftkanals gemäß der zuerst
beschriebenen Ausführungsform, bzw. die Größe und die Anzahl der in den beiden seitlichen
Luftzufuhrabschnitten angeordneten Luftaustrittsöffnungen sowie die Breite des Trennabschnitts
der zuletzt beschriebenen Ausführungsform des Zuluftkanals sind in gleicher Weise
wie die Größe und Form der Luftabsaugöffnungen des Abluftkanals dabei derart gewählt,
dass sich zu beiden Seiten des Gangbereichs eine Luftwalze oder ein Luftwirbel bildet,
dessen Zentrum bevorzugt jeweils in etwa im Bereich der gangseitigen Kante der Arbeitstische
und bevorzugt auf Höhe des halben Abstandes zwischen Zuluftkanal und Boden liegt.
[0011] Obgleich der Zuluftkanal, bzw. dessen Hohlkörper bei der zuletzt beschriebenen bevorzugten
Ausführungsform auch aus einem luftdurchlässigen textilen Werkstoff bestehen kann,
besteht dieser besonders bevorzugt aus einer dünnen, insbesondere auch lichtdurchlässigen
Membran mit geringer Luftdurchlässigkeit, beispielsweise aus einem kunststoffbeschichteten
Textilgewebe. Der Zuluftkanal erstreckt sich hierbei vorzugsweise über die gesamt
Länge des Gangbereichs des Labors hinweg, und kann im Falle von mehreren nacheinander
angeordneten Laborarbeitsplätzen bevorzugt auch über die gesamte Länge der Mittelgänge
aller Labore hinweg verlaufen. Die bevorzugt als Mikroperforation mit einer Lochgröße
im Bereich zwischen 0,1 mm und 1 mm, bevorzugt 0,4 bis 0,6 mm und besonders bevorzugt
0,5 mm in das als solches im Wesentlichen luftundurchlässige Material des Zuluftkanals
bei der bevorzugten Ausführungsform eingebrachte Perforation ist im Bereich des zentralen
Trennabschnitts zur Bildung desselben unterbrochen. Die Anordnung der Luftaustrittsöffnungen
der Mikroperforation erfolgt in vorteilhafter Weise in Reihen quer zur Längsachse
des Gangbereichs mit einem Abstand von einem bis einigen cm, bevorzugt 2 cm. Innerhalb
einer Reihe haben die Luftaustrittsöffnungen bei der bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung einen Abstand von ca. 4 mm, wodurch sich im Falle eines Standardlabors eine
auf die Fläche bezogene Luftwechselrate im Bereich zwischen 12,5 - 37,5 m
3/m
2/h ergibt, was in etwa der 4- bis 12-fachen Luftwechselrate in einem Standardlabor
entspricht.
[0012] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass wenigstens einer der Arbeitstische,
bevorzugt jedoch alle Arbeitstische, im Bereich ihrer Rückseite eine schlitzartige
Öffnung aufweisen, durch die hindurch Warmluft aus dem Bereich unter der Tischplatte,
die z.B. durch elektrische Geräte wie Arbeitsplatzrechner, Kühlschränke, Steckdosenleisten
etc. sowie auch die Körperwärme von an den Tischen arbeitenden Personen erzeugt wird,
nach oben hin aus diesem Bereich abströmen kann. Die schlitzartige Öffnung kann entweder
in der Tischplatte des Arbeitstisches geformt sein, oder kann rückseits des hinteren
Randes der Tischplatte durch eine Ausnehmung gebildet werden, die sich bevorzugt zwischen
den beiden hinteren vertikalen Pfosten oder Tischbeinen des Tisches erstreckt, wenn
dieser in bekannter Weise einen tragenden Rahmen, bevorzugt aus Metall, besitzt.
[0013] Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind im Bereich der Rückseite der
Arbeitstische vertikale Leitplatten angeordnet, die sich bevorzugt sowohl im Bereich
unterhalb, als auch im Bereich oberhalb der Tischplatten in vertikaler Richtung erstrecken,
und die als Führungsflächen dienen, an denen die erwärmte Luft aufsteigt. Durch den
sich dabei einstellenden Coanda-Effekt wird die aufsteigende Warmluft aus dem Bereich
unterhalb der Tischplatte in Richtung zur Führungsfläche hin bewegt und während des
Aufströmens zu dieser hin gedrängt, was in vorteilhafter Weise dazu führt, dass durch
die Führungsfläche eine Kanalisierung der aufsteigenden Luft entsteht, wodurch diese
sich nicht mehr so stark mit der von oben her nachströmenden kühlen Frischluft vermischt.
Hierdurch wir der Energiebedarf der erfindungsgemäßen Anordnung noch weiter verringert.
[0014] Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine erste Leitplatte unterhalb
der Tischplatte angeordnet ist, und/oder eine zweite Leitplatte erstreckt von der
schlitzartigen Öffnung aus nach oben hin in Richtung zur Decke des Raums.
[0015] Um bei rückseitig aneinander gestellten Tischen die Vorteile der erfindungsgemäßen
Anordnung in vollem Umfang nutzen zu können, ist die zweite Leitplatte vorzugsweise
aus einem insbesondere für Laserlicht undurchsichtigen Werkstoff und/oder einem feuerhemmenden
Werkstoff oder einem Werkstoff mit hoher mechanischer Festigkeit, insbesondere einem
explosionsresistenten Werkstoff, geformt. Hierdurch erfüllt die Leitplatte in vorteilhafter
Weise gleichzeitig auch noch die Funktion eines Schutzes gegen Laserstrahlung, einer
Brandschutzbarriere und/oder eines Splitterschutzes.
[0016] Alternativ kann die zweite Leitplatte auch aus einem durchsichtigen Werkstoff, bevorzugt
aus Glas oder Plexiglas, bestehen, um trotz einer räumlichen Trennung zweier rückseitig
einander gegenüberliegender Arbeitsplätze die strömungsmäßigen Vorteile zu erhalten
und gleichzeitig eine Durchsicht zu ermöglichen.
[0017] Der wenigstens eine Arbeitstisch weist vorzugweise einen Rahmen auf, der zwei rückseitige
Rahmenpfosten besitzt, zwischen denen sich die schlitzartige Öffnung erstreckt. Die
beiden rückseitigen Pfosten sind dabei bevorzugt als Metall oder Kunststoffprofile
ausgebildet, die in vertikaler Richtung über aufgesetzte weitere Pfosten verlängerbar
sind. In den aufgesetzten weiteren Pfosten, die vorzugsweise über Verbindungselemente
fest mit den unteren Rahmenpfosten verbindbar sind, können bevorzugt Aufnahmenuten
zur Aufnahme von weiteren vertikalen Leitplatten und/oder von horizontalen Regalböden
oder Energiekanälen, bzw. horizontalen Trägern, auf denen die horizontalen Regalböden
bzw. Energiekanäle aufliegen, vorgesehen sein. Die Regalböden erstrecken sich dabei
ebenfalls lediglich bis an die vertikale Ebene des gangseitigen Längsrandes der schlitzförmigen
Öffnung heran, so dass die aus der Öffnung in der Tischplatte, bzw. im Arbeitstisch
aufsteigende Warmluft in dem entstehenden Freiraum hinter den Regalböden ebenfalls
ungehindert bis in den Deckenbereich aufströmen kann.
[0018] Gemäß der Erfindung weist wenigstens einer der Längsränder der schlitzförmigen Öffnung,
insbesondere der auf der Seite des Gangbereichs liegende gangseitige Längsrand, zur
Unterstützung der Strömungsbewegung der aus dem Bereich unter der Tischplatte aufsteigenden
Luft eine bogenförmig abgerundete Querschnittsform, bevorzugt eine trompetenförmige
oder venturiförmige Querschnittsform, auf. Hierdurch wird erreicht, dass die aufsteigende
Warmluft auf einen noch engeren Bereich konzentriert wird, was einer Durchmischung
mit der zugeführten Kaltluft zusätzlich entgegen wirkt.
[0019] Schließlich betrifft die Erfindung die vorteilhafte Verwendung wenigstens eines Arbeitstischs
mit einem Rahmen und einer Tischplatte, der im Bereich seiner Rückseite eine schlitzartige
Öffnung aufweist, durch die hindurch Warmluft aus dem Bereich unterhalb der Tischplatte
nach oben abströmen kann, in einer zuvor beschriebenen Anordnung zur Belüftung eines
Laborraums. Obgleich die Erfindung zuvor und nachfolgend ausschließlich am Beispiel
eines Laborraums beschrieben wurde, ist die erfindungsgemäße Anordnung gleichermaßen
auch zur Belüftung von Büroräumem einsetzbar, die vom Schutz her mit eingeschlossen
sein sollen.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen anhand einer bevorzugten
Ausführungsform beschrieben. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Querschnittsansicht eines Laborraums mit einer erfindungsgemäßen
Belüftungsanordnung,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Detailansicht eines Arbeitstisches im Bereich der schlitzartigen
Öffnung, und
- Fig. 3
- ein schematische räumliche Darstellung eines bei der erfindungsgemäßen Anordnung eingesetzten
Arbeitstischs.
[0021] Wie in Fig. 1 gezeigt ist, umfasst eine erfindungsgemäße Anordnung 1 zur Belüftung
eines Raums 2, insbesondere eines Laborraums, welcher einen Gangbereich 4 besitzt,
der zu beiden Seiten hin durch Arbeitstische 6a, 6b begrenzt wird, einen oberhalb
des Gangbereichs angeordneten Zuluftkanal 8, über den bevorzugt gekühlte Frischluft
von einem nicht näher gezeigten Frischlufterzeuger oder einem Frischluftgebläse zugeführt
wird. Der Zuluftkanal 8 besitzt zwei seitliche Luftzufuhrabschnitte 8a, 8b, die sich
entlang des Gangbereichs 4 erstrecken und die jeweils eine Vielzahl von kreisförmigen
Luftaustrittsöffnungen 10 aufweisen, aus denen die Zuluft seitlich in Richtung der
Arbeitstische 6a, 6b austritt. Die beiden seitlichen Luftzufuhrabschnitte 8a, 8b werden
durch einen im Wesentlichen luftdichten zentraler Trennabschnitt voneinander getrennt,
der z.B. 1/3 der Breite des Zuluftkanals 8 besitzt und keine Luftaustrittsöffnungen
aufweist. Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform der Erfindung besteht der Zuluftkanal
8 aus einem flexiblen textilen Werkstoff, der im Wesentlichen luftundurchlässig ist
und die Querschnittsform eines hängenden D besitzt, welches an zwei beabstandeten
Trägern 12a, 12b eines sonst nicht näher gezeigten Tragrahmens aufgenommen ist. Oberhalb
des in zugehörige Längsnuten der Träger 12a, 12b eingeklemmten und bevorzugt gespannten
ebenen Abschnitts des D-förmigen Zuluftkanals 8 sind erfindungsgemäß Medienleitungen
30 für z.B. Wasser, Gas, Strom etc. geführt, die z.B. durch eine nicht näher bezeichnete
Traverse abgestützt werden und von der Seite aus zugänglich sind.
[0022] Oberhalb des Zuluftkanals 8 ist in einem Abstand von z.B. 80 cm bis Im ein Abluftkanal
14 angeordnet, der zwei sich im Wesentlichen parallel zum Zuluftkanal 8 erstreckende
schlitzartige Absaugöffnungen 14a, 14b umfasst, die im Bereich der Decke 16 des Raumes
2 angeordnet sind, derart, dass sich zu beiden Seiten des Gangbereichs 4 jeweils eine
Luftwalze 18a, 18b bildet, die die im Bereich der Arbeitstische 6a, 6b durch Wärmequellen
20a, 20b, wie z.B. Bildschirme, elektrische Arbeitsgeräte oder Kocheinrichtungen etc.
erzeugte Warmluft in vertikaler Richtung in den Bereich der Decke 16 des Raumes 2
fördert, von wo aus sie in Richtung der Absaugöffnungen 14a, 14b umgelenkt und in
diese hinein durch ein nicht näher gezeigtes Gebläse abgesaugt wird, wie dies durch
die nicht näher bezeichneten Pfeile in den Figur 1 angedeutet ist.
[0023] Wie der Darstellung der Fig. 1 weiterhin auf der linken Seite entnommen werden kann,
ist der Arbeitstisch 6a erfindungsgemäß mit einer schlitzförmigen Öffnung 100 versehen,
die in der Tischplatte 110 des Tisches 6a angeordnet ist. Der Arbeitstisch 6b auf
der gegenüberliegenden rechten Seite, der zur Verdeutlichung der unterschiedlichen
Strömungsverhältnisse mit eingezeichnet ist, ist hingegen ein herkömmlicher Arbeitstisch,
der eine geschlossene Tischplatte aufweist, unter der sich die von Personen und elektrischen
Geräten 112b erwärmte Luft staut.
[0024] Wie der Fig. 1 und 2 weiterhin entnommen werden kann, ist im Bereich der Rückseite
des wenigstens einen Arbeitstischs 6a eine vertikale Leitplatte 114 angeordnet ist,
welche sich in vertikaler Richtung bis an den Rand der schlitzartigen Öffnung 100
heran erstreckt, und welche als Führungsfläche dient, an der die erwärmte Luft aufsteigt.
Die Leitplatte umfasst dabei vorzugsweise eine erste Leitplatte 114a unterhalb der
Tischplatte, und/oder eine zweite Leitplatte 114b, die sich von der schlitzartigen
Öffnung 100 aus nach oben hin in Richtung zur Decke des Raums hin erstreckt.
[0025] Wie der Darstellung der Fig. 2 und 3 im Detail entnommen werden kann, weist der Arbeitstisch
6a einen Rahmen 116 auf, der zwei rückseitige Rahmenpfosten 118 besitzt, zwischen
denen sich die schlitzartige Öffnung 100 erstreckt. Wie in Fig. 2 durch die gepunkteten
Linien angedeutet ist, können auf die Pfosten 118a in vertikaler Richtung weitere
Pfosten 118b aufgesetzt sein, welche in gleicher Weise wie die Pfosten 118 mit vertikalen
Längsnuten versehen sind, in die die Leitplatten 114a, 114b eingeschoben werden.
[0026] Schließlich weist wenigstens einer der Längsränder 120 der schlitzförmigen Öffnung
100, insbesondere der auf der Seite des Gangbereichs liegende gangseitige Längsrand,
zur Unterstützung der Strömungsbewegung der aufströmenden Luft unter der Tischplatte
110 eine bogenförmig abgerundete Querschnittsform 122 auf. Bevorzugt ist diese Querschnittsform
122 trompetenförmig oder venturiförmig ausgebildet, wie dies in Fig. 2 angedeutet
ist. Durch diese Ausgestaltung des Längsrandes als Strömungsprofil ergibt sich eine
Verlagerung der aufsteigenden Warmluftströmung in Richtung zur zweiten Leiplatte 114b
hin, wodurch sich eine von der Seite aus betrachtet schmalere Strömungszone ergibt,
in der die Luft aufsteigt.
1. Anordnung zur Belüftung eines Raums (2), wobei die Anordnung einen Raum und Arbeitstische
(6a, 6b) umfasst und der Raum einen Gangbereich (4) besitzt, der zu beiden Seiten
hin durch die Arbeitstische (6a, 6b) begrenzt wird, mit einem oberhalb des Gangbereichs
(4) angeordneten Zuluftkanal (8) zur Zufuhr von Frischluft in den Raum (2) und einem
darüber angeordnete Abluftkanal (14) zur Abfuhr von Abluft aus dem Raum (2), wobei
der Zuluftkanal (8) zwei seitliche Luftzufuhrabschnitte (8a, 8b) oder Schlitzauslässe
und einen im Wesentlichen luftdichten zentralen Trennabschnitt (8c) umfasst, und der
Abluftkanal (14) zwei sich im Wesentlichen parallel zum Zuluftkanal (8) erstreckende
schlitzartige Absaugöffnungen (14a, 14b) aufweist, die im Bereich der Decke (16) des
Raumes (2) angeordnet sind, derart, dass sich zu beiden Seiten des Gangbereichs (4)
eine Luftwalze (18a, 18b) bildet, über welche im Bereich der Arbeitstische (6a, 6b)
erwärmte Zuluft in vertikaler Richtung in den Bereich (28) der Decke (16) des Raumes
(2) gelangt,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens einer der Arbeitstische (6a) im Bereich seiner Rückseite eine schlitzartige
Öffnung (100) aufweist, durch die hindurch Warmluft aus dem Bereich unterhalb der
Tischplatte (110) nach oben abströmen kann, und
dass wenigstens einer der Längsränder (120) der schlitzförmigen Öffnung (100) zur Unterstützung
der Strömungsbewegung der aufströmenden Luft unter der Tischplatte (110) eine bogenförmig
abgerundete Querschnittsform (122) aufweist.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich der Rückseite des wenigstens einen Arbeitstischs (6a) eine vertikale Leitplatte
(114a, 114b) angeordnet ist, welche sich in vertikaler Richtung bis an den Rand der
schlitzartigen Öffnung (100) heran erstreckt, und welche als Führungsfläche dient,
an der die erwärmte Luft aufsteigt.
3. Anordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Leitplatte (114a, 114b) eine erste und/ oder eine zweite Leitplatte umfasst,
wobei die erste Leitplatte (114a) unterhalb der Tischplatte (110) angeordnet ist,
und/oder die zweite Leitplatte (114b) sich von der schlitzartigen Öffnung (100) aus
nach oben hin in Richtung zur Decke des Raums hin erstreckt.
4. Anordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Leitplatte (114b) aus einem insbesondere für Laserlicht undurchsichtigen
Werkstoff und/oder einem feuerhemmenden Werkstoff oder einem Werkstoff mit hoher mechanischer
Festigkeit, insbesondere einem explosionsresistenten Werkstoff, besteht.
5. Anordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Leitplatte (114b) aus einem durchsichtigen Werkstoff, bevorzugt aus Glas
oder Plexiglas, besteht.
6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der wenigstens eine Arbeitstisch (6a) einen Rahmen (116) aufweist, der zwei rückseitige
Rahmenpfosten (118a) besitzt, zwischen denen sich die schlitzartige Öffnung (100)
erstreckt, und dass die Pfosten (118a) in vertikaler Richtung über aufgesetzte weitere
Pfosten (118b) verlängerbar sind, wobei die weiteren Pfosten Aufnahmenuten zur Aufnahme
von Leitplatten (114a, 114b) und/oder horizontalen Regalböden oder Energiekanälen
aufweisen.
7. Verwendung eines Arbeitstischs (6a) mit einem Rahmen (116) und einer Tischplatte (110),
der im Bereich seiner Rückseite eine schlitzartige Öffnung (100) aufweist, durch die
hindurch Warmluft aus dem Bereich unterhalb der Tischplatte (110) nach oben abströmen
kann, wobei wenigstens einer der Längsränder (120) der schlitzförmigen Öffnung (100)
zur Unterstützung der Strömungsbewegung der aufströmenden Luft unter der Tischplatte
(110) eine bogenförmig abgerundete Querschnittsform (122) aufweist in einer Anordnung
gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Arrangement for ventilating a room (2), wherein the arrangement comprises a room and
workbenches (6a, 6b) and the room has an aisle region (4) which is delimited to both
sides by the workbenches (6a, 6b), having a supply-air duct (8) arranged above the
aisle region (4) and intended for supplying fresh air into the room (2) and, arranged
above said supply-air duct, an exhaust-air duct (14) for removing exhaust air from
the room (2), wherein the supply-air duct (8) comprises two lateral air-supply portions
(8a, 8b) or slotted outlets and a substantially air-tight central separating portion
(8c), and the exhaust-air duct (14) has two slot-like suction openings (14a, 14b)
which extend substantially parallel to the supply-air duct (8) and which are arranged
in the region of the ceiling (16) of the room (2), in such a way that there is formed,
on both sides of the aisle region (4), a roll of air (18a, 18b) via which supply air
heated in the region of the workbenches (6a, 6b) passes in the vertical direction
into the region (28) of the ceiling (16) of the room (2),
characterized
in that at least one of the workbenches (6a) has a slot-like opening (100) in the region
of its rear side, through which opening warm air can flow off upwardly out of the
region below the benchtop (110), and
in that, to assist the flow movement of the upflowing air below the benchtop (110), at least
one of the longitudinal edges (120) of the slot-shaped opening (100) has an arcuately
rounded cross-sectional shape (122).
2. Arrangement according to Claim 1,
characterized
in that a vertical baffle (114a, 114b) is arranged in the region of the rear side of the
at least one workbench (6a), which extends in the vertical direction to the edge of
the slot-like opening (100) and serves as a guide surface at which the heated air
rises.
3. Arrangement according to Claim 2,
characterized
in that the baffle (114a, 114b) comprises a first and/or a second baffle, wherein the first
baffle (114a) is arranged below the benchtop (110), and/or the second baffle (114b)
extends upwardly from the slot-like opening (100) in the direction of the ceiling
of the room.
4. Arrangement according to Claim 3,
characterized
in that the second baffle (114b) consists of a material which is in particular impervious
to laser light and/or of a fire-retardant material or of a material having high mechanical
strength, in particular an explosion-resistant material.
5. Arrangement according to Claim 3,
characterized
in that the second baffle (114b) consists of a transparent material, preferably of glass
or plexiglass.
6. Arrangement according to one of the preceding claims,
characterized in that
the at least one workbench (6a) has a frame (116) which has two rear frame posts (118a)
between which the slot-like opening (100) extends, and in that the posts (118a) can be lengthened in the vertical direction by means of attached
further posts (118b), wherein the further posts have receiving grooves for receiving
baffles (114a, 114b) and/or horizontal shelves or energy channels.
7. Use in an arrangement according to one of the preceding claims of a workbench (6a)
having a frame (116) and a benchtop (110) which has a slot-like opening (100) in the
region of its rear side, through which opening warm air can flow off upwardly out
of the region below the benchtop (110), wherein, to assist the flow movement of the
upflowing air below the benchtop (110), at least one of the longitudinal edges (120)
of the slot-shaped opening (100) has an arcuately rounded cross-sectional shape (122).
1. Système de ventilation d'une pièce (2), dans lequel le système comprend une pièce
et des plans de travail (6a, 6b) et la pièce possède une zone de passage (4), laquelle
est délimitée des deux côtés par les plans de travail (6a, 6b), avec un canal d'air
entrant (8) agencé au-dessus de la zone de passage (4) pour apporter de l'air frais
dans la pièce (2) et un canal d'air sortant (14) agencé au-dessus de celui-ci pour
évacuer l'air sortant hors de la pièce (2), dans lequel le canal d'air entrant (8)
comprend deux sections d'apport d'air latérales (8a, 8b) ou des sorties à fente et
une section de séparation centrale (8c) essentiellement étanche à l'air, et le canal
d'air sortant (14) comporte deux ouvertures d'aspiration (14a, 14b) de type fente
s'étendant de manière essentiellement parallèle au canal d'air entrant (8), lesquelles
sont agencées dans la zone du plafond (16) de la pièce (2), de sorte qu'un rouleau
d'air (18a, 18b) se forme des deux côtés de la zone de passage (4), par le biais duquel
dans la zone des plans de travail (6a, 6b) l'air entrant réchauffé passe dans la direction
verticale dans la zone (28) du plafond (16) de la pièce (2), caractérisé en ce qu'au moins un des plans de travail (6a) comporte dans la zone de sa face arrière une
ouverture de type fente (100), au travers de laquelle l'air chaud peut s'écouler vers
le haut depuis la zone située en-dessous du plateau (110), et en ce qu'au moins un des bords longitudinaux (120) de l'ouverture en forme de fente (100) possède
une forme de section transversale (122) arrondie en forme d'arc afin d'assister le
mouvement d'écoulement de l'air affluant sous le plateau (110).
2. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une plaque de direction verticale (114a, 114b) est agencée dans la zone de la face
arrière de l'au moins un plan de travail (6a), laquelle s'étend verticalement jusqu'au
bord de l'ouverture de type fente (100), et laquelle sert de surface de guidage, sur
laquelle l'air réchauffé monte.
3. Système selon la revendication 2, caractérisé en ce que la plaque de direction (114a, 114b) comprend une première et/ou une deuxième plaque
de direction, dans lequel la première plaque de direction (114a) est agencée sous
le plateau (110), et/ou la deuxième plaque de direction (114b) s'étend vers le haut
dans la direction du plafond de la pièce depuis l'ouverture de type fente (100).
4. Système selon la revendication 3, caractérisé en ce que la deuxième plaque de direction (114b) est constituée d'un matériau opaque en particulier
à la lumière laser et/ou d'un matériau ignifuge ou d'un matériau à haute résistance
mécanique, en particulier d'un matériau résistant aux explosions.
5. Système selon la revendication 3, caractérisé en ce que la deuxième plaque de direction (114b) est constituée d'un matériau transparent,
en particulier de verre ou de plexiglas.
6. Système selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un plan de travail (6a) comporte un cadre (116), lequel possède deux poteaux
de cadre (118a) à l'arrière, entre lesquels s'étend l'ouverture de type fente (100),
et en ce que les poteaux (118a) sont verticalement extensibles par le biais de poteaux supplémentaires
posés (118b), dans lequel les poteaux supplémentaires comportent des rainures de logement
pour loger des plaques de direction (114a, 114b) et/ou des étagères horizontales ou
des canaux d'énergie.
7. Utilisation d'un plan de travail (6a) doté d'un cadre (116) et d'un plateau (110),
comportant dans la zone de sa face arrière une ouverture de type fente (100), au travers
de laquelle l'air chaud peut s'écouler vers le haut depuis la zone située en dessous
du plateau (110), dans laquelle au moins un des bords longitudinaux (120) de l'ouverture
en forme de fente (100) possède une forme de section transversale (122) arrondie en
forme d'arc afin d'assister le mouvement d'écoulement de l'air affluant sous le plateau
(110) dans un système selon l'une des revendications précédentes.