[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von stabförmigen Artikeln der
Tabak verarbeitenden Industrie sowie eine Saugfördervorrichtung zur Herstellung eines
Strangs der Tabak verarbeitenden Industrie umfassend ein Saugband. Zudem betrifft
die Erfindung eine Strangvorrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie zur Herstellung
von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie.
[0002] Bei der Herstellung von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie,
wie beispielsweise Filterzigaretten oder Multisegmentfilter, die zur Weiterverarbeitung
zu Filterzigaretten Verwendung finden, werden üblicherweise an verschiedenen Vorrichtungen
oder Maschinen die einzelnen Komponenten hergestellt und in einer weiteren Vorrichtung
zusammengesetzt. Dieses ist relativ kostenintensiv. Zudem ist es bei der Filterherstellung
inzwischen so, dass Filter aus beispielsweise Zelluloseacetat relativ kostenträchtig
sind, da das Material selbst relativ teuer geworden ist. Es ist insofern gewünscht,
kostengünstigere Filter zur Verfügung zu stellen.
[0003] Aus
DE 33 23 630 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Fördern und Vereinigen stabförmiger Artikel
der Tabak verarbeitenden Industrie bekannt. Hierbei werden umhüllte Tabakstöcke mit
Filterabschnitten in einem Strangverfahren, das heißt bei einer längsaxialen Förderung,
zusammengefügt und mit einem Umhüllungsmaterial umhüllt. Um umhüllte Tabakstöcke vorzusehen,
ist allerdings eine zusätzliche Strangmaschine notwendig, die somit auch weitere Kosten
hervorruft.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung sowie
eine entsprechende Verwendung anzugeben, mittels der mit wenig Maschinenaufwand und
damit kostengünstig stabförmige Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere
Filterzigaretten oder Multisegmentfilter, hergestellt werden können.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Herstellen von stabförmigen Artikeln
der Tabak verarbeitenden Industrie, wobei in einem Strangverfahren zunächst Filtersegmente
zwischen Portionen loser Fasern eingebracht werden und anschließend die Filtersegmente
und die Portionen loser Fasern mit einem Umhüllungsmaterialstreifen umhüllt werden,
wobei anschließend der so gebildete umhüllte Strang in stabförmige Artikel abgelängt
wird.
[0006] Durch das erfindungsgemäße Verfahren können mit einer einzigen Maschine, die in einem
Strangverfahren arbeitet, stabförmige Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie hergestellt
werden. Hierbei kann es sich vorzugsweise um Filterzigaretten oder Multisegmentfilter
handeln. Die Portionen loser Fasern bzw. die Fasern selbst können beispielsweise Tabakfasern
sein oder Filterfasern, beispielsweise Stapelfasern, die vorzugsweise eine pflanzliche
Basis haben wie Zellulose. Bei den Filtersegmenten kann es sich beispielsweise um
Zelluloseacetat-Filtersegmente handeln. Durch Kombination dieses Filtersegments mit
günstigen Stapelfasern ergibt sich insgesamt ein günstiger Filter für Filterzigaretten.
Beispielsweise kann dann das Filtersegment aus Zelluloseacetat am mundseitigen Ende
angeordnet sein, da Stapelfaserfilter bzw. Filterfasern sich relativ schlecht als
mundseitiges Endsegment eignen. Es werden somit auf beispielsweise einer einzigen
Maschine, nämlich einer Strangmaschine, auf einfache und günstige Art Multisegmentfilter
oder Filterzigaretten herstellbar.
[0007] Die Portionen loser Fasern werden vorzugsweise durch Aufschauern von Fasern auf eine
Saugfördervorrichtung gebildet. Unter Aufschauern wird im Rahmen der Erfindung sowohl
ein Aufschauern in eine Richtung entgegen der Schwerkraft verstanden als auch ein
Aufschauern in Richtung der Schwerkraft, wobei die Richtung entgegen der Schwerkraft
bzw. mit einer Komponente entgegen der Schwerkraft die bevorzugte Variante ist. Das
Aufschauern von Fasern auf eine Saugfördervorrichtung und insbesondere ein Saugband
ist beispielsweise in der
EP 1 698 241 A1, der
DE 10 2005 038 729 A1 oder
DE 10 2010 040 949 A1 beschrieben.
[0008] Vorzugsweise ist eine Saugfördervorrichtung eine Saugstrangfördervorrichtung. Vorzugsweise
weist die Saugfördervorrichtung zum Bilden von Portionen loser Fasern in Förderrichtung
der Saugfördervorrichtung abwechselnd Saugluft durchlässige und Saugluft undurchlässige
Bereiche auf. Auf diese Weise ist es möglich, Portionen loser Fasern auf der Saugfördervorrichtung
anzusammeln, die mit einem Abstand zueinander versehen sind. Der Abstand ist vorzugsweise
vorgebbar und besonders vorzugsweise einstellbar. Die dann nicht mit Fasern belegten
Teile der Saugfördervorrichtung und die dort vorgesehenen Abstände zwischen den Portionen
loser Fasern können dann beispielsweise mit Filtersegmenten aufgefüllt werden.
[0009] Vorzugsweise werden die Filtersegmente auf der Saugfördervorrichtung eingebracht
und/oder nach oder bei Übergabe der Portionen loser Fasern auf einen Umhüllungsmaterialstreifen
eingebracht. Das Einbringen der Filtersegmente auf der Saugfördervorrichtung in die
Lücken zwischen die Portionen loser Fasern hat den Vorteil, dass keine losen Fasern
im Bereich der Filtersegmente auftreten können. Aus diesem Grund können die Lücken
zwischen den Portionen loser Fasern relativ genau an die Länge der Filtersegmente
angepasst sein. Werden die Filtersegmente nach der Übergabe der Portion loser Fasern
auf einen Umhüllungsmaterialstreifen eingebracht oder aufgebracht, sind die Abstände
zwischen den Portionen loser Fasern vorzugsweise etwas größer als die einzubringenden
Filtersegmente, da sich die Portionen loser Fasern bei der Übergabe auf den Umhüllungsmaterialstreifen
in Längsrichtung ausdehnen. Die Filtersegmente werden mit einer etwas höheren Geschwindigkeit
eingebracht, so dass die Portionen loser Fasern auf die vorgegebene Länge zusammengeschoben
werden.
[0010] Alternativ werden die Filtersegmente auf einen Umhüllungsmaterialstreifen aufgebracht,
beispielsweise aufgeklebt, und zwar stromaufwärts. der Vereinigung des Umhüllungsmaterialstreifens
mit den Portionen loser Fasern. Beispielsweise oder alternativ werden die Filtersegmente
auf den Umhüllungsmaterialstreifen aufgebracht, beispielsweise aufgeklebt und mit
dem Umhüllungsmaterialstreifen in den Eingangsbereich einer Formatvorrichtung gefördert
und dort mit den Portionen loser Fasern vereinigt. Vorzugsweise wird hierzu intermittierend
Klebstoff, beispielsweise ein Leim, auf das Umhüllungsmaterial aufgebracht.
[0011] Vorzugsweise sind die losen Fasern Tabakfasern oder Filterfasern. Bei Vorsehen der
losen Fasern in Form von Tabakfasern ist es möglich, sehr kostengünstig und mit wenig
maschinellem Aufwand Filterzigaretten herzustellen. Bei Vorsehen von Filterfasern
wie beispielsweise Zellulosefasern können so sehr kostengünstig Multisegmentfilter
hergestellt werden.
[0012] Vorzugsweise wird nach Umhüllen des aus Portionen loser Fasern und Filtersegmenten
gebildeten Strangs durch ein Umhüllungsmaterialstreifen dieser Strang in eine vorgebbare
Länge stabförmiger Artikel abgelängt, bspw. geschnitten. Beispielsweise können so
aus der längsaxialen Förderung doppelt lange Filterzigaretten mit endseitigen Filtersegmenten
oder mit endseitigem Filter abgegeben werden, die dann in einem queraxialen Verfahren
nur noch einmal in der Mitte durch den Tabakstock geschnitten werden müssen, um so
Filterzigaretten abgeben zu können. Es können allerdings auch in einem Strangverfahren,
das heißt bei einer längsaxialen Förderung des Strangs unmittelbar entsprechende Schnitte
vorgenommen werden, um Filterzigaretten einfacher Gebrauchslänge zu schneiden und
dann direkt abgeben zu können. Hierdurch wird der maschinelle Aufwand weiter verringert,
beispielsweise durch Weglassen einer Übergabevorrichtung von einer längsaxialen in
eine queraxiale Förderrichtung und durch Weglassen entsprechender Schneidtrommeln
und vorzugsweise auch Wendeltrommeln. Es können auch entsprechende Stränge, die aus
Filtersegmenten bzw. Filtermaterialien bestehen, abgelängt werden, um einfach- oder
mehrfachlange Multisegmentfilter abgeben zu können.
[0013] Die Aufgabe wird ferner durch die Verwendung einer Saugfördervorrichtung zum Herstellen
eines Strangs der Tabak verarbeitenden Industrie gelöst, wobei die Saugfördervorrichtung
in Förderrichtung abwechselnd Saugluft durchlässige Abschnitte und Saugluft undurchlässige
Abschnitte aufweist. Durch Verwendung einer derartigen Saugfördervorrichtung ist es
sehr effizient möglich, kostengünstige stabförmige Artikel der Tabak verarbeitenden
Industrie herzustellen, wie vorstehend schon ausgeführt wurde.
[0014] Vorzugsweise sind die Abschnitte in Förderrichtung vorgebbar. Vorzugsweise sind die
Abschnitte in Förderrichtung wenigstens fünf Millimeter bis maximal 120 Millimeter
lang. Die Abschnitte sind vorzugsweise auch einstellbar, beispielsweise dadurch, dass
die Elemente, die für die Saugluftundurchlässigkeit der Saugluft undurchlässigen Abschnitte
sorgen, in der Größe veränderbar sind. Vorzugsweise sind die Abschnitte wenigstens
10 Millimeter bis maximal 90 Millimeter lang. Die Abschnitte werden vorzugsweise an
die gewünschte Länge der einzubringenden Filtersegmente und der Portionen loser Fasern
angepasst. Vorzugsweise sind die Saugluft durchlässigen Abschnitte und die Saugluft
undurchlässigen Abschnitte gleich lang.
[0015] In einer alternativen bevorzugten Ausführungsform sind die Saugluft durchlässigen
Abschnitte und die Saugluft undurchlässigen Abschnitte unterschiedlich lang. Zur Herstellung
verschiedener Multisegmentfilter oder andersartiger Multisegmentfilter können auch
die Saugluft durchlässigen Abschnitte und/oder die Saugluft undurchlässigen Abschnitte
unterschiedliche Längen aufweisen, beispielsweise kann jeder zweite Saugluft undurchlässige
Abschnitt eine andere Länge aufweisen.
[0016] So kann beispielsweise derjenige, der in einer Reihenfolge ein erster Saugluft undurchlässiger
Abschnitt ist, eine Länge l1 aufweisen und ein darauf folgender Saugluft undurchlässiger
Abschnitt eine Länge l2, die eine andere Länge als die Länge l1 ist. Daraufhin kann
der nächste Saugluft undurchlässige Abschnitt wieder eine Länge l1 haben, worauf dann
wieder ein Saugluft undurchlässiger Abschnitt mit einer Länge l2 folgt.
[0017] Die dazwischen liegenden Saugluft durchlässigen Abschnitte können eine Länge l3 aufweisen,
die jeweils gleich ist und gleich oder unterschiedlich zu l1 bzw. l2.
[0018] Ferner können auch die Saugluft durchlässigen Abschnitte unterschiedliche Längen
aufweisen. Hierbei können beispielsweise alternierend sich Längen l3 und l4 abwechseln,
wobei l4 dann eine andere Länge als l3 hat. Die Länge der Abschnitte kann auch vorzugsweise
bei 20 Millimetern bis 40 Millimetern und vorzugsweise zwischen 10 Millimetern und
30 Millimetern sein.
[0019] Die Breiten der Saugluft durchlässigen Abschnitte und Saugluft undurchlässigen Abschnitte
sind vorzugsweise gleich groß.
[0020] Die Aufgabe wird ferner durch eine Saugfördervorrichtung zur Herstellung eines Strangs
der Tabak verarbeitenden Industrie umfassend ein Saugband, gelöst, wobei das Saugband
eine Längserstreckung und eine Breite umfasst, wobei in Längserstreckung des Saugbandes
Abschnitte vorgesehen sind, die Saugluft durchlässig sind und Abschnitte vorgesehen
sind, die im Wesentlichen Saugluft undurchlässig sind.
[0021] Unter einem Abschnitt ist im Rahmen der Erfindung auch ein Bereich zu verstehen.
[0022] Durch die erfindungsgemäße Saugfördervorrichtung ist es möglich, effizient und kostengünstig
stabförmige Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie herzustellen. Die Saugfördervorrichtung
umfasst hierbei vorzugsweise ein endloses Saugband, das um Umlenkwalzen umgelenkt
wird. Entsprechende Saugbänder sind in Aufschauervorrichtungen der Tabak verarbeitenden
Industrie grundsätzlich bekannt.
[0023] Vorzugsweise sind mehrere Abschnitte vorgesehen, wobei die Saugluft durchlässigen
Abschnitte sich mit den Saugluft undurchlässigen Abschnitten abwechseln. Hierdurch
können abwechselnd Abschnitte vorgesehen sein, auf denen Portionen loser Fasern aufgeschauert
und gehalten werden können, wobei diese Abschnitte bzw. Abschnitte entsprechend beabstandet
voneinander sind, dass eine Lücke gebildet wird, in die beispielsweise Filterelemente
eingebracht werden können.
[0024] Vorzugsweise ist ein Saugband umfasst, das abschnittsweise Saugluft undurchlässig
ist. Zum Vorsehen von Saugluft undurchlässigen Abschnitten kann beispielsweise ein
übliches Saugband in diesen Abschnitten mit Silikon versehen sein oder mit einem entsprechenden
Kunststoff. Es können auch so eng gewebte bzw. gelegte Maschen des Saugbandmaterials
vorgesehen sein, dass im Wesentlichen bzw. gar keine Saugluft hindurch treten kann.
Es kann auch ein entsprechendes Saugluft undurchlässiges bzw. im Wesentlichen Saugluft
undurchlässiges Gewebe aufgenäht, aufgeklebt oder sonstwie auf dem Saugband aufgebracht
sein.
[0025] Vorzugsweise ist ein Saugband und ein außen oder innen am Saugband angeordnetes mitlaufendes
Band vorgesehen, wobei das mitlaufende Band Saugluft undurchlässige Abschnitte und
Saugluft durchlässige Abschnitte aufweist. Das mitlaufende Band kann somit unterhalb
oder oberhalb des Saugbandes angeordnet sein. Die Position außen oder innen bezieht
sich vorzugsweise auf die relative Anordnung des mitlaufenden Bandes zum Saugband.
Das Saugband läuft beispielsweise um zwei Umlenkwalzen herum.
[0026] Vorzugsweise sind ein Saugband und wenigstens eine, insbesondere zwei, mit dem Saugband
mitlaufende Kanalwange oder Kanalwangen vorgesehen, wobei die Kanalwange oder die
Kanalwangen abschnittsweise das Saugband abdichtende Elemente aufweist bzw. aufweisen.
Die Kanalwangen sind dann vorzugsweise seitlich des Saugbandes angeordnet, laufen
mit dem Saugband mit und weisen entsprechend abdichtende Elemente wie beispielsweise
dicht schließende Höcker oder dicht schließende Auskragungen auf, die sich über oder
unter dem Saugband erstrecken.
[0027] Vorzugsweise weist eine Strangvorrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie zur
Herstellung von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie eine Saugfördervorrichtung
auf, die vorstehend als erfindungsgemäß oder bevorzugt gekennzeichnet ist.
[0028] Vorzugsweise sind die stabförmigen Artikel Filterzigaretten oder Multisegmentfilter.
[0029] Im Rahmen der Erfindung sind die Portionen loser Fasern, die mit Filtersegmenten
zusammen gebracht werden, unumhüllte bzw. nicht umhüllte Portionen loser Fasern bzw.
Faserportionen.
[0030] Um Faserportionen auf einer Strangmaschine der Tabak verarbeitenden Industrie herzustellen
und im Anschluss auf der selben Maschine mit Filtersegmenten, beispielsweise Acetat-Stöpseln,
kombinieren zu können, werden auf ein Saugband einer Strangmaschine der Tabak verarbeitenden
Industrie Faserportionen aufgeschauert, in dem das Saugband abschnittsweise verschlossen
ist. Zwischen die Faserportionen werden entweder noch im Saugkanal, vorzugsweise von
unten, Filtersegmente eingelegt oder in einer Formatvorrichtung, in welcher der Strang
mit einem Umhüllungsmaterial umhüllt wird von oben, und zwar vor dem Verschließen
der Umhüllung. Das Einlegen der Filtersegmente geschieht über eine Einlegevorrichtung,
vorzugsweise ein Einlegerad, welches die Filtersegmente vorzugsweise waagerecht hält.
[0031] Alternativ geschieht das Einlegen der Filter oder das Kombinieren der Filtersegmente
mit den Faserportionen so, dass Filtersegmente auf einen Umhüllungsmaterialstreifen
der Tabak verarbeitenden Industrie aufgebracht, beispielsweise aufgeklebt, werden,
und ein Einlegen der Filtersegmente durch Fördern des Umhüllungsmaterialstreifens
in den Einlaufbereich einer Formatvorrichtung und Zusammenbringen der Filtersegmente
mit den Faserportionen geschieht. Hierbei sind die Filtersegmente auf Abstand auf
dem Umhüllungsmaterialstreifen aufgebracht und in die Lücken werden jeweils die Faserportionen
eingebracht.
[0032] Vorzugsweise sind zwei oder mehr Bahnen zur Bildung von Strängen aus Filtersegmenten
und Fasern vorgesehen.
[0033] Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungsformen
zusammen mit den Ansprüchen und den beigefügten Zeichnungen ersichtlich. Erfindungsgemäße
Ausführungsformen können einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale
erfüllen.
[0034] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Strangvorrichtung,
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Strangvorrichtung in einer anderen
Ausführungsform, und
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Strangvorrichtung in einer
weiteren Ausführungsform.
[0035] In den Zeichnungen sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente und/oder Teile
mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer erneuten Vorstellung jeweils
abgesehen wird.
[0036] Fig. 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Strangmaschine bzw. einen Teil einer
erfindungsgemäßen Strangmaschine in schematischer Ansicht.
[0037] In einer nicht dargestellten Vereinzelungsvorrichtung werden lose Fasern bzw. endliche
Fasern, die auch als Stapelfasern bezeichnet werden können, gebildet und in einen
Saugschacht 15 eingebracht. Die Fasern 14 werden in dem Saugschacht 15 in Fig. 1 aufwärts
gesaugt und gelangen an ein Saugband 11, das umlaufend gefördert wird. Auf dem Saugband
11 der Saugfördervorrichtung 10 würde sich normalerweise ein gleichmäßiger Faserkuchen
aufschauern, der in Förderrichtung 19 immer stärker bzw. dicker wird. In der Ausgestaltung
der Fig. 1 ist allerdings ein Abdeckband 13 vorgesehen, das auch umlaufend gefördert
wird und Abschnitte bzw. Segmente des Saugbandes 11 abdeckt, so dass dort keine Saugluft
hindurch treten kann. Die Fördergeschwindigkeit des Abdeckbandes 13 entspricht der
des Saugbandes 11.
[0038] Die als Verschlussabschnitte 17 bezeichneten Abschnitte haben zur Folge, dass in
diesen Abschnitten sich keine Fasern 14 an das Saugband 11 anlagern. Es entstehen
somit Faserportionen 16, die beabstandet voneinander sind, und zwar mit einem Abstand,
welcher der Länge der Verschlussabschnitte des Abdeckbandes 13 entspricht. In Förderrichtung
19 des Saugbandes 11 wird stromabwärts des Saugschachtes 15 das Abdeckband 13 mit
den Verschlussabschnitten 17 von dem Saugband 11 gelöst und es werden Filtersegmente
21 von unten auf das Saugband 11 aufgebracht und dadurch, dass die Verschlussabschnitte
17 durch Saugluft entfernt wurden, gehalten.
[0039] Die Filtersegmente 21 werden mittels eines Einlegerads 20 in Förderrichtung 26 des
Einlegerads 20 gefördert und in die Lücken zwischen die Faserportion 16 eingebracht.
Es entsteht so ein Strang 27 aus sich abwechselnden Filtersegmenten und Faserportionen.
Dieser Strang 27 wird dann auf ein nicht dargestelltes Umhüllungsmaterial aufgebracht
und durch eine Formatvorrichtung, die auch in Fig. 1 nicht dargestellt ist, gefördert,
um dort von dem Umhüllungsmaterial umhüllt zu werden.
[0040] Um definierte Positionen der Filtersegmente und der Faserportionen vorzusehen, wird
das Einlegerad 20 mit einer etwas höheren Geschwindigkeit betrieben als die Fördergeschwindigkeit
des Saugbandes 11 ist. Die Geschwindigkeit der eingebrachten Filtersegmente 21 ist
somit etwas höher als die Geschwindigkeit der auf dem Saugband 11 angeordneten Faserportionen
16. Hierdurch wird vermieden, dass Lücken zwischen den Filtersegmenten 21 und den
Faserportionen 16 entstehen.
[0041] Fig. 2 zeigt in einer schematischen Darstellung eine weitere Ausführungsform der
Erfindung. In dieser Ausführungsform werden die Filtersegmente 21, die eine Länge
y haben, durch das Einlegerad 20 von oberhalb des Umhüllungsmaterialstreifens 23 im
Bereich der Formatvorrichtung 22 in den sich bildenden Strang 27 eingebracht. Die
Abstände der auf dem Saugband 12 angeordneten Faserportionen 16 ist mit x dargestellt.
Es gibt auch hier Verschlussabschnitte 17.
[0042] Das Saugband 12 in der Ausführungsform gem. Fig. 2 ist anders als das Saugband 11
gem. Fig. 1. Es handelt sich um ein Saugband, auf dem die undurchlässigen Abschnitte
selbst vorgesehen sind. Dieses kann beispielsweise durch aufgebrachtes Silikon oder
Luft undurchlässiges Gewebe erfolgen. Es wechseln sich somit Verschlussabschnitte
17 und durchlässige Abschnitte 18 ab. Bei den durchlässigen Abschnitten 18 bilden
sich dann im Saugschacht 15 die Faserportionen 16. Diese werden stromabwärts des Saugschachtes
15 mit einem Trimmer 24, der nur schematisch angedeutet ist, getrimmt, so dass eine
genaue Menge an Fasern in der Faserportion 16 vorgesehen sein kann.
[0043] Anschließend gelangen die auf dem Saugband 12 durch Saugluft anhaftenden Faserportionen
16 in den Einlaufbereich der Formatvorrichtung 22 und werden insbesondere auch durch
den Einlauffinger 25 von dem Saugband getrennt. Anschließend gelangen die Filtersegmente
21 in die gebildeten Lücken zwischen die Faserportionen 16, worauf anschließend dann
ein Umhüllungsmaterial um den so gebildeten Strang 27 gewickelt und verklebt wird.
Anschließend werden dann die stabförmigen Artikel abgelängt, beispielsweise durch
Vorsehen eines Schnittes.
[0044] Auch hier bei der Strangvorrichtung 28 gemäß dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2
ist vorzugsweise die Umlaufgeschwindigkeit der Filtersegmente 21, die in diesem Beispiel
vorzugsweise waagerecht gehalten werden, etwas höher als die Fördergeschwindigkeit
der Faserportionen 16 beim Einbringen der Filtersegmente 21 in die Lücken zwischen
die Faserportionen 16. Damit ist die Fördergeschwindigkeit des Umhüllungsmaterialstreifens
23 etwas niedriger als die Umlaufgeschwindigkeit der Filtersegmente 21.
[0045] Es kann auch eine Version vorgesehen sein, bei der eine mitlaufende Kanalwange die
Verschlussabschnitte 17 ermöglicht. Hierbei kragen dann von der Kanalwange entsprechende
Verschlusselemente über die Breite des Saugbandes. Mitlaufende Kanalwangen sind z.B.
aus
EP 1 125 509 A1 bekannt.
[0046] Die Erfindung bietet die Möglichkeit, mit einer einzigen und kostengünstigen Maschine
in einem Strangverfahren Multisegmentfilter oder Filterzigaretten herzustellen. Hierzu
wird das Saugband segmentweise oder abschnittsweise verschlossen. Es kann beispielsweise
ein übliches Saugband mit Silikonkautschuk in den entsprechenden Verschlussbereichen
versetzt sein. Die Lücken zwischen den Faserportionen 16 sind vorzugsweise etwas größer
als die Länge eines Filtersegments, beispielsweise im Bereich von 1/10 Millimetern.
Zwischen die Faserportionen 16 werden entweder noch im Saugkanal von unten, vorzugsweise
in einem Bereich, in dem keine Fasern mehr in den Saugkanal eingebracht werden, also
in Förderrichtung des Saugbandes stromabwärts des Aufschauerbereiches von Fasern Filterstöpsel
oder Filtersegmente eingelegt.
[0047] Als Alternative können die Filtersegmente in der Formatvorrichtung von oben zwischen
die Faserportionen 16 eingelegt werden. Hierbei ist die Umfangsgeschwindigkeit des
Einlegerades bzw. die Umfangsgeschwindigkeit der einzulegenden Filtersegmente etwas
höher als die des Saugbandes oder des Formatbandes bzw. des auf dem Formatband angeordneten
Umhüllungsmaterialstreifens, wodurch das Filtersegment die in Förderrichtung vor ihm
liegende Faserportion 16 anschiebt, wodurch sichergestellt wird, dass keine Lücken
zwischen den Faserportionen 16 und den Filtersegmenten entsteht.
[0048] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
Der Unterschied zu der Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist, dass in diesem Fall Filtersegmente
21 auf einen Umhüllungsmaterialstreifen 23 stromaufwärts dem Einlaufbereich einer
Formatvorrichtung aufgebracht, beispielsweise aufgeklebt, werden. Die auf Abstand
aufgeklebten bzw. aufgebrachten Filtersegmente 21 werden im Einlaufbereich der Formatvorrichtung
mit den Faserportionen 16 vereinigt, so dass keine Lücken zwischen den Faserportionen
16 und den Filtersegmenten 21 entstehen. Die Einlegevorrichtung 20 ist so auszugestalten,
dass die Filtersegmente 21 parallel zum Lauf des Umhüllungsmaterialstreifens 23 auf
diesen aufgebracht werden. Damit die Filtersegmente 21 auf dem Umhüllungsmaterialstreifen
23 halten, wird mittels einer Leimdüse 29, beispielsweise Leim, taktweise beziehungsweise
mit entsprechendem Abstand versehen auf den Umhüllungsmaterialstreifen 23 aufgebracht.
[0049] Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden sowie auch
einzelne Merkmale, die in Kombination mit anderen Merkmalen offenbart sind, werden
allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen. Erfindungsgemäße Ausführungsformen
können durch einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale erfüllt sein.
Im Rahmen der Erfindung sind Merkmale, die mit "insbesondere" oder "vorzugsweise"
gekennzeichnet sind, als fakultative Merkmale zu verstehen.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 10
- Saugfördervorrichtung
- 11
- Saugband
- 12
- Saugband mit undurchlässigen Abschnitten
- 13
- Abdeckband
- 14
- Fasern
- 15
- Saugschacht
- 16
- Faserportion
- 17
- Verschlussabschnitt
- 18
- durchlässiger Abschnitt
- 19
- Förderrichtung
- 20
- Einlegevorrichtung
- 21
- Filtersegment
- 22
- Formatvorrichtung
- 23
- Umhüllungsmaterial
- 24
- Trimmer
- 25
- Einlauffinger
- 26
- Drehrichtung
- 27
- Strang
- 28
- Strangvorrichtung
- 29
- Leimdüse
- x
- Abstand
- y
- Länge
1. Verfahren zum Herstellen von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie,
wobei in einem Strangverfahren zunächst Filtersegmente (21) zwischen Portionen (16)
loser Fasern (14) eingebracht werden und anschließend die Filtersegmente (21) und
die Portionen (16) loser Fasern (14) mit einem Umhüllungsmaterialstreifen (23) umhüllt
werden, wobei anschließend der so gebildete umhüllte Strang (27) in stabförmige Artikel
abgelängt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Portionen (16) loser Fasern (14) durch Aufschauern von Fasern (14) auf eine Saugfördervorrichtung
(10) gebildet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugfördervorrichtung (10) zum Bilden von Portionen (16) loser Fasern (14) in
Förderrichtung (19) der Saugfördervorrichtung (10) abwechselnd Saugluft durchlässige
und Saugluft undurchlässige Abschnitte (17, 18) aufweist.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtersegmente (21) auf der Saugfördervorrichtung (10) eingebracht werden und/oder
nach oder bei Übergabe der Portionen (16) loser Fasern (14) auf einen Umhüllungsmaterialstreifen
(23) eingebracht werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die losen Fasern (14) Tabakfasern oder Filterfasern sind.
6. Verwendung einer Saugfördervorrichtung (10) zum Herstellen eines Strangs (27) der
Tabak verarbeitenden Industrie, wobei die Saugfördervorrichtung (10) in Förderrichtung
(19) abwechselnd Saugluft durchlässige Abschnitte (18) und Saugluft undurchlässige
Abschnitte (17) aufweist.
7. Verwendung nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte (17, 18) in Förderrichtung (19) wenigstens fünf Millimeter bis maximal
120 Millimeter lang sind.
8. Saugfördervorrichtung (10) zur Herstellung eines Strangs (27) der Tabak verarbeitenden
Industrie umfassend ein Saugband (11, 12), dadurch gekennzeichnet, dass das Saugband (11, 12) eine Längserstreckung und eine Breite umfasst, wobei in Längserstreckung
des Saugbandes (11, 12) Abschnitte (18) vorgesehen sind, die Saugluft durchlässig
sind und Abschnitte (17) vorgesehen sind, die im Wesentlichen Saugluft undurchlässig
sind.
9. Saugfördervorrichtung (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Abschnitte (17, 18) vorgesehen sind, wobei die Saugluft durchlässigen Abschnitte
(18) sich mit den Saugluft undurchlässigen Abschnitten (17) abwechseln.
10. Saugfördervorrichtung (10) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Saugband (12) umfasst ist, dass abschnittsweise Saugluft undurchlässig ist.
11. Saugfördervorrichtung (10) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Saugband (11) und ein außen oder innen am Saugband (11) angeordnetes mitlaufendes
Band (13) vorgesehen sind, wobei das mitlaufende Band (13) Saugluft undurchlässige
und Saugluft durchlässige Abschnitte (17, 18) aufweist.
12. Saugfördervorrichtung (10) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Saugband (11) und wenigstens eine, insbesondere zwei, mit dem Saugband (11) mitlaufende
Kanalwange oder Kanalwangen vorgesehen ist oder sind, wobei die Kanalwange oder die
Kanalwangen (11) abschnittsweise das Saugband abdichtende Elemente aufweist oder aufweisen.
13. Strangvorrichtung (28) der Tabak verarbeitenden Industrie zur Herstellung von stabförmigen
Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie mit einer Saugfördervorrichtung (10) nach
einem der Ansprüche 8 bis 12.
14. Strangvorrichtung (28) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die stabförmigen Artikel Filterzigaretten oder Multisegmentfilter sind.