[0001] Die Erfindung betrifft einen Türflügel mit einer Verriegelungsvorrichtung zum Verriegeln
des Türflügels einer z. B. zweiflügeligen Fahrzeugtür, insbesondere einer Fahrzeug-Außenschwenktür,
zweckmäßig für einen Omnibus.
[0002] Bei einer einflügligen Omnibustüre kann der Türflügel links und rechts mit jeweils
zwei Schließkeilpaaren mit dem Türportal verriegelt werden, um die Omnibustüre gegen
ein Aufdrücken zu sichern. Bei einer zweiflügligen Omnibus-Außenschwenktüre fehlt
zwischen den zwei Türflügeln die Möglichkeit einer Verriegelung, so dass der eine
Türflügel nur rechts und der andere Türflügel nur links mittels seitlichen Schließkeilen
verriegelt werden kann. Dadurch wäre die Omnibus-Außenschwenktüre allerdings nicht
zuverlässig gegen ein Aufdrücken gesichert. Deshalb umfassen Türflügel üblicher Omnibus-Außenschwenktüren
zusätzlich oben eine Nockeneinrichtung zum Verriegeln mit dem Türportal.
[0003] US 4,308,691 A offenbart eine Vorrichtung zum Verriegeln eines Schwenktürflügels gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, die mit Schwenkarmen an einer Drehsäule angelenkt und zusammen mit
dieser über einen Antrieb in seine Schließlage verschwenkbar und gegen Ende der Schließbewegung
geringfügig anhebbar und dabei mit Hilfe von Verriegelungselementen verriegelbar ist,
wobei ein am Türrahmen angebrachtes Verriegelungselement mit einem am Türflügel angebrachten
Verriegelungselement zusammenwirkt, wobei die Verriegelungselemente aus keilförmigen
Nasen bestehen und daß die am Türrahmen angebrachte Nase mit einem Fortsatz versehen
ist welcher die am Türflügel angebrachte Nase übergreift und einen Anschlag für das
am Türflügel angebrachte Verriegelungselement bildet.
DE 31 48 035 A1 offenbart eine Türanlage für Fahrzeuge, insbesondere Omnibusfahrzeuge, mit zumindest
einem Außenschwingtürblatt vor einer Eintrittsöffnung mit Treppenstufe, Türrahmen
Drehsäule und Flatterschutz-Verriegelungsmitteln, wobei das Außenschwingtürblatt mit
einem oberen sowie einem unteren Schwenkarm an die Drehsäule angeschlossen, außerdem
mit zumindest einem Lenker versehen sowie durch Heben und Senken der Drehsäule heb-
und senkbar ist, wobei außerdem die Schwenkarme an Anschlußblöcken des Außenschwingtürblattes
gelagert sind, die innenseitig vorkragen und wobei ferner zwischen Außenschwingtürblatt
und Türrahmen die Flatterschutz-Verriegelungsmittel angeordnet sind, die bei gehobenem
Außenschwingtürblatt verriegelnd ineinanderfassen und durch Absenken des Außenschwingtürblattes
entriegelbar sind, wobei die Flatterschutz-Verriegelungsmittel einerseits an der oberen
Stirnseite des Außenschwingtürblattes und andererseits im Bereich der unteren Stirnseite
des Außenschwingtürblattes vorkragend angeordnet sind und im verriegelten Zustand
unter elastischer Verformung des Außenschwingtürblattes spielfrei ineinanderfassen.
Zum Stand der Technik können außerdem noch die
FR 572 369 A und die
DE 12 06 739 B genannt werden.
[0004] Figur 8 zeigt eine Schnittansicht eines oberen Abschnitts eines Türflügels 101' einer
zweiflügligen Omnibus-Außenschwenktüre gemäß Stand der Technik, während Figur 9 eine
dazugehörige perspektivische Ansicht zeigt. Der Türflügel 101' umfasst wie üblich
eine Hubeinrichtung zum Anheben und Absenken des Türflügels 101', eine Schwenkeinrichtung
zum Ein- und Ausschwenken des Türflügels 101' und ein Führungsgestänge zur Sicherstellung
einer korrekten Ausrichtung des Türflügels 101' (in den Figuren 8 und 9 nicht gezeigt).
[0005] Die Figuren 8 und 9 zeigen eine Verriegelungsvorrichtung 1' mit einem Nocken 2' und
einem Fangblech 3'. Der Nocken 1' ist fest an einem oberen Türrahmenelement montiert,
während das Fangblech 3' fest am Türportal montiert ist. Um den Türflügel 101' zu
verriegeln, wird der Türflügel 101' mittels der Hubeinrichtung angehoben, woraufhin
die in den Figuren 8 und 9 nicht zu sehenden seitlichen Schließkeile seitlich verriegeln
und die Verriegelungsvorrichtung 1' oben verriegelt. Dadurch kann es allerdings aufgrund
Toleranzen und/oder statischer Überbestimmtheit zu Spannungen im Türflügel 101' kommen.
In der Folge kann die Flucht zwischen Türflügel 101' und der Fahrzeugaußenhaut gestört
werden, z. B. der Türflügel 101' oben einfallen oder aus der Fahrzeugaußenhaut vorragen.
[0006] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte und/oder alternative Verriegelungsvorrichtung
für einen Türflügel, zweckmäßig für eine zweiflügelige Fahrzeugtüre, zu schaffen,
mittels der insbesondere Verspannungen oder Verformungen wegen statischer Überbestimmtheit
und/oder Toleranzen im verriegelten Zustand reduziert oder vermieden werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst werden. Vorteilhafte
Weiterbildungen können den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung entnommen
werden. Die Erfindung betrifft einen Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0008] Die Erfindung schafft einen Türflügel mit einer Verriegelungsvorrichtung zum Verriegeln
des Türflügels (z. B. eines Türblatts), vorzugsweise für eine zweiflügelige Fahrzeugtüre,
insbesondere eine Fahrzeug-Außenschwenktüre.
[0009] Die Verriegelungsvorrichtung umfasst eine Nockeneinrichtung und eine Fangeinrichtung.
Die Fangeinrichtung dient vorzugsweise zur mittelbaren oder unmittelbaren Montage
an dem durch den Türflügel zu schließenden Türportal. Das Türportal ist zweckmäßig
fest mit dem Fahrzeug verbunden, insbesondere mit einem Traggerippe eines Omnibusses.
Die Nockeneinrichtung dient zweckmäßig zur mittelbaren oder unmittelbaren Montage
an dem Türflügel.
[0010] Die Nockeneinrichtung umfasst zumindest zwei Nocken zum Verriegeln mit der Fangeinrichtung,
insbesondere in einer Öffnung der Fangeinrichtung. Die Nockeneinrichtung zeichnet
sich insbesondere dadurch aus, dass sie eine Einstell-, insbesondere Justiereinrichtung
umfasst, mittels der die Festmachposition des zumindest einen Nockens veränderbar
eingestellt werden kann. Mittels der erfindungsgemäßen Einstellmöglichkeit und somit
der Variabilität der Nocken-Festmachposition kann das eingangs beschriebene Verspannen
oder Verformen des Türflügels reduziert oder vermieden werden und/oder eine ordentliche
Flucht zwischen dem Türflügel und der Fahrzeugaußenhaut gewährleistet werden.
[0011] Die Nockeneinrichtung umfasst zumindest zwei Nocken, zwischen denen sich die Einstelleinrichtung
erstreckt. Die zwei Nocken sind insbesondere als Nocken-Paar ausgebildet.
[0012] Die Einstelleinrichtung ist als Langloch-Schraube-Konstruktion ausgeführt.
[0013] Die Nockeneinrichtung kann ein Montageelement zur mittelbaren oder unmittelbaren
Montage an dem Türflügel aufweisen. Die Nocken sind zweckmäßig so mit dem Montageelement
verbunden, dass ihre Festmachposition relativ zu dem Montageelement veränderbar eingestellt
werden kann. Vorzugsweise können die Nocken somit relativ zu dem Montageelement verschoben
werden, um an geeigneter Festmachposition fixiert zu werden. Die Nocken sind vorzugsweise
mittels einer Führungsnut-Führungsvorsprung-Konstruktion mit dem Montageelement verbunden.
Die Führungsnut-Führungsvorsprung-Konstruktion dient zweckmäßig zur Schaffung einer
vordefinierten Bewegungsbahn der Nocken retativ zu dem Montageelement und/oder zur
Verhinderung einer Verdrehung der Nocken. Die Nocken sind abschnittsweise ausgespart,
um in die Fangeinrichtung, insbesondere eine Öffnung der Fangeinrichtung, eintauchen
zu können. Die Nocken sind dadurch vorzugsweise teilweise schmäler und teilweise breiter
als die Öffnung der Fangeinrichtung. Die Festmachposition der Nocken ist quer zur
Längserstreckung des Montageelements und/oder quer zur Türflügel-Ebene einstellbar.
Die Nockeneinrichtung und/oder das Montageelement dient zweckmäßig zur mittelbaren
oder unmittelbaren Montage an einem oberen Rahmenelement des Türflügels. Das obere
Rahmenelement erstreckt sich zweckmäßig in Längsrichtung des Fahrzeugs und/oder in
Breitenrichtung der Fahrzeugtüre.
[0014] Der Türflügel umfasst eine Hubeinrichtung zum Anheben des Türflügels (und somit zweckmäßig
Verriegeln der Verriegelungsvorrichtung) und Absenken des Türflügels (und somit zweckmäßig
Entriegeln der Verriegelungsvorrichtung).
[0015] Der Türflügel umfasst eine Schwenkeinrichtung, z. B. eine Drehsäule mit Schwenkarmen,
zum Einschwenken (und zweckmäßig Schließen) des Türflügels und Ausschwenken (und zweckmäßig
Öffnen) des Türflügels.
[0016] Der Türflügel kann ferner mit einem längenveränderbaren Führungsgestänge versehen
sein. Das Führungsgestänge dient dazu, eine korrekte Ausrichtung zwischen dem Türflügel
und der Fahrzeugaußenhaut sicherzustellen, z. B. eine Parallelität zwischen dem Türflügel
im geöffneten Zustand und der Fahrzeugaußenhaut und/oder eine Flucht zwischen dem
Türflügel im geschlossen Zustand und der Fahrzeugaußenhaut zu erzielen.
[0017] Die Erfindung umfasst zudem ein Fahrzeug, insbesondere einen Omnibus, mit zumindest
einem Türflügel und/oder einer Verriegelungsvorrichtung wie hierin beschrieben.
[0018] Zu erwähnen ist, dass der Türflügel vorzugsweise ein Omnibus-Türflügel ist und/oder
die Fahrzeugtüre vorzugsweise eine Omnibustüre ist, vorzugsweise eine Omnibus-Außenschwenktüre.
[0019] Die zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung
sind beliebig miteinander kombinierbar. Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen offenbart oder ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung in Verbindung mit den beigefügten Figuren.
- Figur 1
- zeigt eine perspektivische Ansicht einer Verriegelungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung,
- Figur 2
- zeigt eine andere perspektivische Ansicht der Verriegelungsvorrichtung aus Figur 1,
- Figur 3
- zeigt eine perspektivische Schnittansicht der Verriegelungsvorrichtung der Figur 1
und 2,
- Figur 4
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Verriegelungsvorrichtung der Figuren 1 bis
3,
- Figur 5
- zeigt eine andere perspektivische Ansicht der Verriegelungsvorrichtung der Figuren
1 bis 4,
- Figur 6
- zeigt eine schematische Ansicht einer zweiflügeligen Fahrzeug-Außenschwenktüre gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung, unten in vollständig geschlossenem Zustand, mittig
in teilweise geöffnetem Zustand und oben in vollständig geöffnetem Zustand,
- Figur 7
- zeigt eine Draufsicht einer zweiflügeligen Fahrzeug-Außenschwenktüre gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung,
- Figur 8
- zeigt eine Schnittansicht eines oberen Teils eines Türflügels einer zweiflügligen
Fahrzeug-Außenschwenktüre gemäß Stand der Technik und
- Figur 9
- zeigt eine perspektivische Ansicht des oberen Teils des Türflügels der Figur 8.
[0020] Die in den Figuren gezeigten Ausführungsformen stimmen teilweise überein, wobei ähnliche
oder identische Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind, und zu deren Erläuterung
auch auf die Beschreibung anderer Ausführungsformen verwiesen, um Wiederholungen zu
vermeiden.
[0021] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Verriegelungsvorrichtung 10 gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung. Die Verriegelungsvorrichtung 10 dient zum Verriegeln
eines zum Beispiel in den Figuren 6 und 7 gezeigten Türflügels 101 einer zweiflügeligen
Fahrzeugtüre 100, vorzugsweise einer Omnibus-Außenschwenktüre.
[0022] Die Verriegelungsvorrichtung 10 umfasst eine Nockeneinrichtung 1 zur mittelbaren
oder unmittelbaren Montage an den Türflügel 101 und eine Fangeinrichtung 3 zur Montage
an das Türportal, das durch den Türflügel 101 geöffnet und geschlossen wird. Die Nockeneinrichtung
1 umfasst ein Nocken-Paar 2. Das Nocken-Paar 2 wird in einer Öffnung der Fangeinrichtung
3 verriegelt, wenn der Türflügel 101 im geschlossenen Zustand ist und angehoben wird.
Das Nocken-Paar 2 wird von der Fangeinrichtung 3 entriegelt, wenn der Türflügel 101
abgesenkt wird, um daraufhin geöffnet zu werden.
[0023] Die Nockeneinrichtung 1 ist mit einer Einstell-/Justiereinrichtung 4 versehen, mittels
der die Festmachposition des Nocken-Paars 2 veränderbar eingestellt werden kann. Die
Einstelleinrichtung 4 kann dem Nocken-Paar 2 zum Beispiel ein Verstellmaß von max.
+/- 15mm, max. +/- 10mm oder max. +/- 5mm zur Verfügung stellen.
[0024] Figur 2 zeigt eine andere perspektivische Ansicht der Verriegelungsvorrichtung 10.
Die Nokkeneinrichtung 1 umfasst ein Montageelement 5 zur Montage an dem Türflügel
101. Das Nocken-Paar 2 ist so mit dem Montageelement 5 verbunden, dass seine Festmachposition
relativ zu dem Montageelement 5 veränderbar eingestellt werden kann. Das Nocken-Paar
2 ist mit dem Montageelement 5 über eine Führungsnut-Führungsvorsprung-Konstruktion
6 verbunden, wodurch ein Verdrehen oder Verkanten des Nocken-Paars 2 an dem Montageelement
5 verhindert werden kann.
[0025] Figur 3 zeigt eine perspektivische Schnittansicht durch die Verriegelungsvorrichtung
10. Figur 3 zeigt mitunter, dass das Nocken-Paar 2 eine Aussparung 7 aufweist, um
in eine Öffnung der Fangeinrichtung 3 eintauchen zu können.
[0026] Die Figuren 4 und 5 zeigen verschiedene perspektivische Ansichten der Verriegelungsvorrichtung
10, allerdings ohne Fangeinrichtung 3. Unter Bezugnahme auf die Figuren 4 und 5 ist
die Einstelleinrichtung 4 zwischen den Nocken 2 des Nocken-Paars angeordnet und als
Langloch-Schraube-Konstruktion ausgeführt. Die Festmachposition des Nocken-Paars 2
ist quer zur Längserstreckung des Montageelements 5 einstellbar, was einer Richtung
quer zur Ebene des Türflügels 101 entspricht. Das Bezugszeichen E kennzeichnet die
Einstellrichtung, in der die Festmachposition des Nocken-Paars 2 eingestellt werden
kann.
[0027] Die Figuren 4 und 5 zeigen das Nocken-Paar 2 in unterschiedlichen Festmachpositionen.
In Figur 4 ist das Nocken-Paar 2 in einer inneren Festmachposition fixiert (in Figur
4 links). Das führt dazu, dass der Türflügel 101 relativ weit ins Fahrzeug hineingezogen
wird. In Figur 5 ist das Nocken-Paar 2 in einer äußeren Festmachposition fixiert (in
Figur 5 rechts). Das führt dazu, dass der Türflügel 101 relativ geringfügig ins Fahrzeug
hineineingezogen wird.
[0028] Figur 6 zeigt eine zweiflüglige Omnibus-Außenschwenktüre 100 mit zwei Türflügeln
101 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, unten in geschlossenem Zustand, mittig
in teilweise geöffnetem Zustand und oben in vollständig geöffnetem Zustand.
[0029] Der rechte Türflügel 101 ist rechts mit Schließkeilen und oben mit einer Verriegelungseinrichtung
10 versehen. Der linke Türflügel 101 ist links mit Schließkeilen und oben mit einer
Verriegelungsvorrichtung 10 versehen (vergleiche Bezugszeichen 10 und 20 in Figur
7). Die Schließkeile und die Verriegelungseinrichtungen 10 sind in Figur 6 nicht dargestellt.
[0030] Die Türflügel 101 umfassen ferner eine Hubeinrichtung 102, mittels der sie angehoben
und abgesenkt werden können. Die Türflügel 101 umfassen ferner eine Schwenkeinrichtung
103, mittels der sie zum Öffnen ausgeschwenkt und zum Schließen eingeschwenkt werden
können. Die Türflügel 101 umfassen außerdem ein längenveränderbares Führungsgestänge
104, das zur Sicherstellung insbesondere einer Parallelität zwischen den Türflügeln
101 im geöffneten Zustand einerseits und der Fahrzeugaußenhaut andererseits dient.
[0031] Um die Türflügel 101 ausgehend von dem in Figur 6 unten gezeigten geschlossenen Zustand
zu öffnen, werden die Türflügel 101 mittels den Hubeinrichtungen 102 abgesenkt, woraufhin
die seitlichen Schließkeile und die Nockeneinrichtungen 10 entriegeln. Im entriegelten
abgesenkten Zustand der Türflügel 101 können die Türflügel 101 mittels der Schwenkeinrichtungen
103 nach außen in den in Figur 6 oben gezeigten geöffneten Zustand geschwenkt werden.
[0032] Um die Türflügel 101 ausgehend von dem in Figur 6 oben gezeigten geöffneten Zustand
zu schließen, werden die Türflügel 101 mittels den Schwenkeinrichtungen 103 nach innen
geschwenkt und im geschlossenen Zustand mittels der Hubeinrichtungen 102 angehoben,
woraufhin die seitlichen Schließkeile und die Nockeneinrichtungen 10 verriegeln. Mittels
der erfindungsgemäßen Einstellfunktion können Spannungen und Verformungen, die insbesondere
durch die seitlichen Schließkeile und die Nockeneinrichtungen 10 verursachte statische
Überbestimmtheit und/oder Toleranzen hervorgerufen werden können, vermieden werden,
weil die Nocken-Paare 2 der Verriegelungseinrichtungen 10 variabel ausrichtbar sind.
[0033] Figur 7 zeigt eine Fahrzeug-Außenschwenktüre 100 mit zwei Türflügeln 101 und somit
eine zweiflügelige Fahrzeug-Außenschwenktüre 100. Die Bezugszeichen 20 kennzeichnen
seitliche, zweckmäßig herkömmliche Schließkeile, während die Bezugszeichen 10 erfindungsgemäße
Nockeneinrichtungen kennzeichnen. Figur 7 ist zu entnehmen, dass die Nockeinrichtung
10 zur Montage an einem oberen Rahmenelement des Türflügels 101 ausgeführt ist.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Nockeneinrichtung
- 2
- Nocken
- 3
- Fangeinrichtung
- 4
- Einstell-/Justiereinrichtung
- 5
- Montageelement
- 6
- Führungsvorsprung-Führungsnut-Konstruktion
- 7
- Aussparung
- 10
- Verriegelungsvorrichtung
- 100
- Fahrzeugtüre
- 101
- Türflügel
- 102
- Hubeinrichtung
- 103
- Schwenkeinrichtung
- 104
- Führungsgestänge
1. Türflügel (101) mit einer Verriegelungsvorrichtung (10) zum Verriegeln des Türflügels
(101), zweckmäßig für eine zweiflüglige Fahrzeugtüre (100), insbesondere Fahrzeug-Außenschwenktüre,
mit einer Nockeneinrichtung (1), die zumindest einen Nocken (2) zum Verriegeln mit
einer Fangeinrichtung (3) umfasst, wobei die Nockeneinrichtung (1) eine Einstelleinrichtung
(4) umfasst, um die Festmachposition des zumindest einen Nocken (2) veränderbar einstellen
zu können, wobei die Nockeneinrichtung (1) zwei Nocken (2) umfasst, zwischen denen
die Einstelleinrichtung (4) angeordnet ist, wobei die Einstelleinrichtung (4) als
Langloch-Schraube-Konstruktion ausgeführt ist und wobei die Nocken (2) mittels Anhebens
des Türflügels (101) mit der Fangeinrichtung (3) verriegelbar und mittels Absenks
des Türflügels (101) von der Fangeinrichtung (3) entriegelbar sind, wobei der Türflügel
(101) mit einer Hubeinrichtung (102) zum Anheben und Absenken des Türflügels (101)
und einer Schwenkeinrichtung (103) zum Einschwenken und Ausschwenken des Türflügels
(101) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Festmachposition der Nocken (2) quer zur Ebene des Türflügels (101) einstellbar
ist und/oder quer zur Längserstreckung eines Montageelements (5) der Nockeneinrichtung
(1) einstellbar ist, wobei die Nockeneinrichtung (1) und/oder das Montageelement (5)
zur Montage an einem oberen Rahmenelement des Türflügels (101) ausgeführt
2. Türflügel (101) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockeneinrichtung (1) ein Montageelement (5) zur Montage an dem Türflügel (101)
aufweist.
3. Türflügel (101) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nocken (2) so mit dem Montageelement (5) verbunden sind, dass ihre Festmachposition
relativ zu dem Montageelement (5) veränderbar einstellbar ist.
4. Türflügel (101) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nocken (2) über eine Führungsnut-Führungsvorsprung-Konstruktion (6) mit dem Montageelement
(5) verbunden sind.
5. Türflügel (101) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nocken (2) eine Aussparung (7) aufweisen, um in die Fangeinrichtung (3) eintauchen
zu können.
6. Türflügel (101) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockeneinrichtung (1) und/oder das Montageelement (5) zur Montage an dem Türflügel
(101) ausgeführt ist und die Fangeinrichtung (3) zur Montage am Türportal der Fahrzeugtüre
(100) ausgeführt ist.
7. Türflügel (101) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Türflügel (10) eine Fahrzeug-Außenschwenktüre umfasst.
8. Türflügel (101) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Türflügel (101) mit einem längenveränderbaren Führungsgestänge (104) zur Sicherstellung
einer korrekten Ausrichtung zwischen dem Türflügel (101) und der Fahrzeugaußenhaut
versehen ist.
9. Fahrzeug, insbesondere Omnibus, mit einer Fahrzeugtüre (100) mit zwei Türflügeln (101)
nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Door leaf (101) having a locking device (10) for locking the door leaf (101), advantageously
for a double-leaf vehicle door (100), in particular an outwardly pivoting vehicle
door, having a cam device (1) which comprises at least one cam (2) for locking with
a catch device (3), wherein the cam device (1) comprises an adjustment device (4)
in order to be able to adjust the securing position of the at least one cam (2) in
a changeable manner, wherein the cam device (1) comprises two cams (2) between which
the adjustment device (4) is arranged, wherein the adjustment device (4) is constructed
as an elongate hole/screw construction and wherein the cams (2) can be locked with
the catch device (3) by raising the door leaf (101) and can be unlocked from the catch
device (3) by lowering the door leaf (101), wherein the door leaf (101) is provided
with a lifting device (102) for raising and lowering the door leaf (101) and a pivot
device (103) for pivoting the door leaf (101) inwards and outwards, characterised in that the securing position of the cams (2) can be adjusted transversely relative to the
plane of the door leaf (101) and/or can be adjusted transversely relative to the longitudinal
extent of an assembly element (5) of the cam device (1), wherein the cam device (1)
and/or the assembly element (5) is/are constructed for assembly on an upper frame
element of the door leaf (101).
2. Door leaf (101) according to Claim 1, characterised in that the cam device (1) has an assembly element (5) for assembly on the door leaf (101).
3. Door leaf (101) according to Claim 1 or 2, characterised in that the cams (2) are connected to the assembly element (5) in such a manner that the
securing position thereof relative to the assembly element (5) can be adjusted in
a changeable manner.
4. Door leaf (101) according to any one of the preceding claims, characterised in that the cams (2) are connected to the assembly element (5) by means of a guiding groove/guiding
projection construction (6).
5. Door leaf (101) according to any one of the preceding claims, characterised in that the cams (2) have a recess (7) in order to be able to be introduced into the catch
device (3).
6. Door leaf (101) according to any one of the preceding claims, characterised in that the cam device (1) and/or the assembly element (5) is/are constructed for assembly
on the door leaf (101) and the catch device (3) is constructed for assembly on the
door frame of the vehicle door (100).
7. Door leaf (101) according to any one of the preceding claims, characterised in that the door leaf (10) comprises an outwardly pivoting vehicle door.
8. Door leaf (101) according to any one of the preceding claims, characterised in that the door leaf (101) is provided with a longitudinally variable guiding rod assembly
(104) for securing a correct orientation between the door leaf (101) and the vehicle
outer skin.
9. Vehicle, in particular bus, having a vehicle door (100) having two door leaves (101)
according to any one of the preceding claims.
1. Battant de porte (101) comprenant un dispositif de verrouillage (10) pour verrouiller
le battant de porte (101), de manière judicieuse pour une porte de véhicule à deux
battants (100), en particulier une porte pivotante extérieure de véhicule, comprenant
un dispositif de came (1) qui comprend au moins une came (2) pour le verrouillage
avec un dispositif d'accrochage (3), le dispositif de came (1) comprenant un dispositif
de réglage (4) pour pouvoir régler de manière modifiable la position de fixation de
l'au moins une came (2) le dispositif de came (1) comprenant deux cames (2) entre
lesquelles est disposé le dispositif de réglage (4), le dispositif de réglage (4)
étant réalisé sous forme de construction à trou oblong et à vis et les cames (2) pouvant
être verrouillées par soulèvement du battant de porte (101) avec le dispositif d'accrochage
(3) et pouvant être déverrouillées par abaissement du battant de porte (101) par le
dispositif d'accrochage (3), le battant de porte (101) étant pourvu d'un dispositif
de levage (102) pour lever et abaisser le battant de porte (101) et d'un dispositif
de pivotement (103) pour rentrer et sortir par pivotement le battant de porte (101),
caractérisé en ce que la position de fixation des cames (2) peut être réglée transversalement au plan du
battant de porte (101) et/ou peut être réglée transversalement à l'étendue longitudinale
d'un élément de montage (5) du dispositif de came (1), le dispositif de came (1) et/ou
l'élément de montage (5) étant réalisés pour le montage sur un élément de cadre supérieur
du battant de porte (101).
2. Battant de porte (101) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de came (1) présente un élément de montage (5) pour le montage sur
le battant de porte (101).
3. Battant de porte (101) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les cames (2) sont connectées à l'élément de montage (5) de telle sorte que leur
position de fixation par rapport à l'élément de montage (5) puisse être réglée de
manière modifiable.
4. Battant de porte (101) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les cames (2) sont connectées à l'élément de montage (5) par le biais d'une construction
à rainure de guidage et saillie de guidage (6).
5. Battant de porte (101) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les cames (2) présentent un évidement (7) afin de pouvoir plonger dans le dispositif
d'accrochage (3).
6. Battant de porte (101) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de came (1) et/ou l'élément de montage (5) sont réalisés pour le montage
sur le battant de porte (101) et le dispositif d'accrochage (3) est réalisé pour le
montage sur l'encadrement de porte de la porte de véhicule (100).
7. Battant de porte (101) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le battant de porte (10) comprend une porte extérieure pivotante de véhicule.
8. Battant de porte (101) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le battant de porte (101) est pourvu d'une tringlerie de guidage de longueur variable
(104) pour garantir une orientation correcte entre le battant de porte (101) et la
peau extérieure du véhicule.
9. Véhicule, en particulier omnibus, comprenant une porte de véhicule (100) comprenant
deux battants de porte (101) selon l'une quelconque des revendications précédentes.