[0001] Die Erfindung betrifft eine Nickel-Chrom-Aluminium-Legierung mit hervorragender Hochtemperaturkorrosionsbeständigkeit,
guter Kriechbeständigkeit und verbesserter Verarbeitbarkeit.
[0002] Austenitische Nickel-Chrom-Aluminium-Legierungen mit unterschiedlichen Nickel-, Chrom-
und Aluminiumgehalten werden seit langem im Ofenbau und in der chemischen sowie petrochemischen
Industrie eingesetzt. Für diesen Einsatz ist eine gute Hochtemperaturkorrosionsbeständigkeit
auch in aufkohlenden Atmosphären und eine gute Warmfestigkeit/Kriechbeständigkeit
erforderlich.
[0003] Generell ist zu bemerken, dass die Hochtemperaturkorrosionsbeständigkeit der in Tabelle
1 angegebenen Legierungen mit zunehmendem Chromgehalt steigt. Alle diese Legierungen
bilden eine Chromoxidschicht (Cr
2O
3) mit einer darunter liegenden, mehr oder weniger geschlossenen, Al
2O
3-Schicht. Geringe Zugaben von stark Sauerstoff affinen Elementen wie z.B. Y oder Ce
verbessern die Oxidationsbeständigkeit. Der Chromgehalt wird im Verlauf des Einsatzes
im Anwendungsbereich zum Aufbau der schützenden Schicht langsam verbraucht. Deshalb
wird durch einen höheren Chromgehalt die Lebensdauer des Werkstoffs erhöht, da ein
höherer Gehalt des die Schutzschicht bildenden Elementes Chrom den Zeitpunkt hinauszögert,
an dem der Cr-Gehalt unter der kritischen Grenze liegt und sich andere Oxide als Cr
2O
3 bilden, die z.B. eisenhaltige und nickelhaltige Oxide sind. Eine weitere Steigerung
der Hochtemperaturkorrosionsbeständigkeit lässt sich durch Zugaben von Aluminium und
Silizium erreichen. Ab einem gewissen Mindestgehalt bilden diese Elemente eine geschlossene
Schicht unterhalb der Chromoxidschicht und verringern so den Verbrauch an Chrom.
[0004] Bei aufkohlenden Atmosphären (CO, H
2, CH
4, CO
2, H
2O-Gemischen kann Kohlenstoff in das Material eindringen, so dass es zur Bildung innerer
Karbide kommen kann. Diese bewirken einen Verlust an Kerbschlagzähigkeit. Auch kann
der Schmelzpunkt auf sehr niedrige Werte (bis zu 350°C) sinken und es kann zu Umwandlungsvorgängen
durch Chromverarmung der Matrix kommen.
[0005] Eine hohe Beständigkeit gegen Aufkohlung wird durch Werkstoffe mit geringer Löslichkeit
für Kohlenstoff und geringer Diffusionsgeschwindigkeit des Kohlenstoffs erreicht.
Nickellegierungen sind deshalb generell beständiger gegen Aufkohlung als Eisenbasislegierungen,
da sowohl die Kohlenstoffdiffusion als auch die Kohlenstofflöslichkeit in Nickel geringer
sind als im Eisen. Eine Erhöhung des Chromgehaltes bewirkt eine höhere Aufkohlungsbeständigkeit
durch Bildung einer schützenden Chromoxidschicht, es sei denn, dass der Sauerstoffpartialdruck
im Gas zur Bildung dieser schützenden Chromoxidschicht nicht ausreicht. Bei sehr geringeren
Sauerstoffpartialdrücken, können Werkstoffe eingesetzt werden, die eine Schicht aus
Siliziumoxid bzw. des noch stabileren Aluminiumoxids bilden, die beide noch bei deutlich
geringeren Sauerstoffgehalten schützende Oxidschichten bilden können.
[0006] In dem Fall, dass die Kohlenstoffaktivität >1 ist, kann es bei Nickel-, Eisen- oder
Kobaltbasislegierungen zum so genannten "Metal Dusting" kommen. In Kontakt mit dem
übersättigten Gas können die Legierungen große Mengen an Kohlenstoff aufnehmen. Die
in der an Kohlenstoff übersättigten Legierung stattfindenden Entmischungsvorgänge
führen zur Materialzerstörung. Dabei zerfällt die Legierung in ein Gemisch aus Metallpartikeln,
Graphit, Karbiden und/oder Oxiden. Diese Art der Materialzerstörung tritt im Temperaturbereich
von 500°C bis 750°C auf.
[0007] Typische Bedingungen für das Auftreten von Metal Dusting sind stark aufkohlende CO,
H
2 oder CH
4-Gasgemische, wie sie in der Ammoniaksynthese, in Methanolanlagen, in metallurgischen
Prozessen, aber auch in Härtereiöfen auftreten.
[0010] Die Warmfestigkeit bzw. Kriechfestigkeit bei den angegebenen Temperaturen wird u.
a. durch einen hohen Kohlenstoffgehalt verbessert. Aber auch hohe Gehalte an Mischkristallverfestigenden
Elementen wie Chrom, Aluminium, Silizium, Molybdän und Wolfram verbessern die Warmfestigkeit.
Im Bereich von 500°C bis 900°C können Zugaben von Aluminium, Titan und/oder Niob die
Festigkeit verbessern und zwar durch Ausscheidung der y'- und/oder γ"-Phase.
[0011] Beispiele nach dem Stand der Technik sind in Tabelle 1 aufgelistet.
[0012] Legierungen wie Alloy 602 CA (N06025), Alloy 693 (N06693) oder Alloy 603 (N06603)
sind für ihre hervorragende Korrosionsbeständigkeit im Vergleich zu Alloy 600 (N06600)
oder Alloy 601 (N06601) auf Grund des hohen Aluminiumgehalts von mehr als 1,8 % bekannt.
Alloy 602 CA (N06025), Alloy 693 (N06693), Alloy 603 (N06603) und Alloy 690 (N06690)
zeigen auf Grund Ihrer hohen Chrom- und/oder Aluminiumgehalte eine hervorragende Aufkohlungsbeständigkeit
bzw. Metal Dusting Beständigkeit. Zugleich zeigen Legierungen wie Alloy 602 CA (N06025),
Alloy 693 (N06693) oder Alloy 603 (N06603) auf Grund des hohen Kohlenstoff- bzw. Aluminiumgehalts
eine hervorragende Warmfestigkeit bzw. Kriechfestigkeit in dem Temperaturbereich in
dem Metal Dusting auftritt. Alloy 602 CA (N06025) und Alloy 603 (N06603) haben selbst
bei Temperaturen oberhalb von 1000°C noch eine hervorragende Warmfestigkeit bzw. Kriechfestigkeit.
Allerdings wird z. B. durch die hohen Aluminiumgehalte die Verarbeitbarkeit beeinträchtigt,
wobei die Beeinträchtigung umso stärker wird, je höher der Aluminiumgehalt ist (Zum
Beispiel bei Alloy 693 - N06693). Gleiches gilt in erhöhtem Maß für Silizium, das
niedrig schmelzende intermetallische Phasen mit Nickel bildet. In Alloy 602 CA (N06025)
oder Alloy 603 (N06603) ist insbesondere die Kaltumformbarkeit durch einen hohen Anteil
an Primärkarbiden begrenzt.
[0013] Die
US 6,623,869B1 offenbart ein metallisches Material, das aus nicht mehr als 0,2 % C, 0,01 - 4 % Si,
0,05 - 2,0 % Mn, nicht mehr als 0,04 % P, nicht mehr als 0,015 % S, 10 - 35 % Cr,
30 - 78 % Ni, 0,005 - <4,5 % Al, 0,005 - 0,2 % N, und mindestens einem der Elemente
0,015 - 3 % Cu bzw. 0,015 - 3 % Co, mit dem Rest zu 100% Eisen besteht. Dabei liegt
der Wert von 40Si+Ni+5Al+40N+10 (Cu+Co) nicht unter 50, wobei die Symbole der Elemente
den Gehalt der entsprechenden Elemente bedeuten. Das Material hat eine ausgezeichnete
Korrosionsbeständigkeit in einer Umgebung, in der Metal Dusting stattfinden kann und
kann deshalb für Ofenrohre, Rohrsysteme, Wärmetauscherrohre u. ä. in Petroleumraffinerien
oder petrochemischen Anlagen verwendet werden und kann die Lebensdauer und die Sicherheit
der Anlage merklich verbessern.
[0014] Die
EP 0 508 058 A1 offenbart eine austenitische Nickel-Chrom-Eisen-Legierung, bestehend aus (in Gewichts-%)
C 0,12 - 0,3 %, Cr 23 - 30 %, Fe 8 - 11 %, Al 1,8 - 2,4 %, Y 0,01 - 0,15 %, Ti 0,01
- 1,0 %, Nb 0,01 - 1,0 %, Zr 0,01 - 0,2 %, Mg 0,001 - 0,015 %, Ca 0,001 - 0,01 %,
N max. 0,03 %, Si max. 0,5 %, Mn max. 0,25 %, P max. 0,02 %, S max. 0,01 %, Ni Rest,
einschließlich unvermeidbarer erschmelzungsbedingter Verunreinigungen.
[0015] Die
US 4,882,125 B1 offenbart eine hochchromhaltige Nickel-Legierung, die durch eine ausgezeichnete Beständigkeit
gegen Aufschwefelung und Oxidation bei Temperaturen größer 1093°C eine ausgezeichnete
Kriechbeständigkeit von mehr als 200 h bei Temperaturen oberhalb von 983°C und einer
Spannung von 2000 PSI, eine gute Zugfestigkeit und eine gute Dehnung, beides bei Raumtemperatur
und erhöhten Temperaturen gekennzeichnet ist, bestehend aus (in Gew.-%) 27 - 35 %
Cr, 2,5 - 5 % Al, 2,5 - 6 % Fe, 0,5 - 2,5 % Nb, bis zu 0,1 % C, jeweils bis zu 1 %
Ti und Zr, bis zu 0,05 % Ce, bis zu 0,05 % Y, bis zu 1 % Si, bis zu 1 % Mn und Ni
Rest.
[0016] Die
EP 0 549 286 B1 offenbart eine hochtemperaturbeständige Ni-Cr-Legierung, beinhaltend 55 - 65 % Ni,
19 - 25 % Cr 1 - 4,5 % Al, 0,045 - 0,3 % Y, 0,15 - 1 % Ti, 0,005 - 0,5 % C, 0,1 -
1,5 % Si, 0 - 1 % Mn und mindestens 0,005 %, mindestens eines der Elemente der Gruppe
die Mg, Ca, Ce enthält, < 0,5 % in Summe Mg + Ca, < 1 % Ce, 0,0001 - 0,1 % B, 0 -
0,5 % Zr, 0,0001 - 0,2 % N, 0 - 10 % Co, 0 - 0,5 % Cu, 0 - 0,5 % Mo, 0 - 0,3 % Nb,
0 - 0,1 % V, 0 - 0,1 % W, Rest Eisen und Verunreinigungen.
[0017] Durch die
DE 600 04 737 T2 ist eine hitzebeständige Nickelbasislegierung bekannt geworden, beinhaltend ≤ 0,1
% C, 0,01 - 2 % Si, ≤ 2 % Mn, ≤ 0,005 % S, 10 - 25 % Cr, 2,1 - < 4,5 % Al, ≤ 0,055
% N, insgesamt 0,001 - 1 % mindestens eines der Elemente B, Zr, Hf, wobei die genannten
Elemente in folgenden Gehalten vorhanden sein können: B ≤ 0,03 %, Zr ≤ 0,2 %, Hf <
0,8 %. Mo 0,01 - 15 %, W 0,01 - 9 %, wobei ein Gesamtgehalt Mo+W von 2,5 - 15 % gegeben
sein kann, Ti 0 - 3 %, Mg 0 - 0,01 %, Ca 0 - 0,01 %, Fe 0 - 10 %, Nb 0 - 1 %, V 0
- 1 %, Y 0 - 0,1 %, La 0 - 0,1 %, Ce 0 - 0,01 %, Nd 0 - 0,1 %, Cu 0 - 5 %, Co 0 -
5 %, Rest Nickel. Für Mo und W muss die folgende Formel erfüllt sein:

[0018] Der
US 5,997,809 ist eine Legierung für Hochtemperatureinsatzfälle zu entnehmen, beinhaltend 27 bis
35 % Chrom, 0 bis 7 % Eisen, 3 bis 4,4 % Aluminium, 0 bis 0,14 % Titan, 0,2 bis 3
% Niob, 0,12 bis 0,5 % Kohlenstoff, 0 bis 0,05 % Zirkon, 0,002 bis 0,05 % in Gesamtheit
Cer + Yttrium, 0 bis 1 % Mangan, 0 bis 1 % Silizium, 0 bis 0,5 % Kalzium + Magnesium,
0 bis 0,1 % Bor, Rest Nickel sowie Verunreinigungen.
[0019] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, eine Nickel-Chrom-Aluminium-Legierung
zu konzipieren, die bei ausreichend hohen Chrom- und Aluminium-Gehalten eine hervorragende
Metal Dusting Beständigkeit gewährleistet, zugleich aber
- eine gute Phasenstabilität
- eine gute Verarbeitbarkeit
- eine gute Korrosionsbeständigkeit an Luft, ähnlich der von Alloy 602 CA (N06025)
- eine gute Warmfestigkeit / Kriechfestigkeit aufweist.
[0020] Nickel-Chrom-Aluminium -Legierung, mit (in Gew.-%) 24 bis 33 % Chrom, 1,8 bis < 3,0
% Aluminium, 0,10 bis < 2,5 % Eisen, 0,001 bis 0,50 % Silizium, 0,005 bis 2,0 % Mangan,
0,00 bis 0,60% Titan, jeweils 0,0002 bis 0,05 % Magnesium und/oder Kalzium, 0,005
bis 0,12 % Kohlenstoff, 0,001 bis 0,050 % Stickstoff, 0,0001 - 0,020 % Sauerstoff,
0,001 bis 0,030 % Phosphor, max. 0,010 % Schwefel, max. 2,0 % Molybdän, max. 2,0 %
Wolfram, wahlweise Nb 0,001 - < 0,50 %, des Weiteren optional enthaltend Y mit einem
Gehalt von 0,01 bis 0,20 %, La mit einem Gehalt von 0,001 bis 0,20 %, Cer mit einem
Gehalt von 0,001 bis 0,20 %, Cer-Mischmetall mit einem Gehalt von 0,001 bis 0,20 %,
Zr mit einem Gehalt von 0,01 bis 0,20 %, B mit einem Gehalt von 0,0001 - 0,008 %,
Co bis 5,0 %, Cu bis max. 0,5 %, max. 0,5 % V, Rest Nickel und den üblichen verfahrensbedingten
Verunreinigungen, wobei die folgenden Beziehungen erfüllt sein müssen:

und

wobei Cr, Fe, Al, Si, Ti, Mo, W und C die Konzentration der betreffenden Elemente
in Masse-% sind, wobei bei Einsatz von Nb die Formel 4a um einen Term mit Nb ergänzt
wird:

und Cr, Fe, Al, Si, Ti, Nb, Mo, W und C die Konzentration des betreffenden Elementes
in Masse % sind.
[0021] Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind den zugehörigen Unteransprüchen
zu entnehmen.
[0022] Der Spreizungsbereich für das Element Chrom liegt zwischen 24 und 33 %, wobei bevorzugte
Bereiche wie folgt eingestellt werden können:
- > 25 - < 30 %
- 25 bis 33 %
- 26 bis 33 %
- 27 bis 32 %
- 27 bis 31 %
- 27 bis 30 %
- 27,5 bis 29,5 %
- 29 bis 31 %
[0023] Der Aluminiumgehalt liegt zwischen 1,8 und 4,0 %, wobei auch hier, je nach Einsatzbereich
der Legierung, bevorzugte Aluminiumgehalte wie folgt gegeben eingestellt können:
- 1,8 bis 3,2 %
- 2,0 bis 3,2 %
- 2,0 bis <3,0 %
2,0 bis 2,8 %
2,2 bis 2,8 %
- 2,2 bis 2,6 %
- 2,4 bis 2,8 %
- 2,3 bis 2,7 %
[0024] Der Eisengehalt liegt zwischen 0,1 und 7,0 %, wobei, abhängig vom Anwendungsbereich,
bevorzugte Gehalte innerhalb der folgenden Spreizungsbereiche eingestellt werden können:
- 0,1 - 4,0 %
- 0,1 - 3,0 %
- 0,1 - < 2,5 %
- 0,1 - 2,0 %
- 0,1 - 1,0 %
[0025] Der Siliziumgehalt liegt zwischen 0,001 und 0,50 %. Bevorzugt kann Si innerhalb des
Spreizungsbereichs wie folgt in der Legierung eingestellt werden:
- 0,001 - 0,20 %
- 0,001 - <0,10 %
- 0,001 - <0,05 %.
- 0,010 - 0,20 %
[0026] Gleiches gilt für das Element Mangan, das mit 0,005 bis 2,0 % in der Legierung enthalten
sein kann. Alternativ ist auch folgender Spreizungsbereich denkbar:
- 0,005 - 0,50 %
- 0,005 - 0,20 %
- 0,005 - 0,10 %
- 0,005 - <0,05 %
- 0,010 - 0,20 %
[0027] Der Titangehalt liegt zwischen 0,0 und 0,60 %. Bevorzugt kann Ti innerhalb des Spreizungsbereichs
wie folgt in der Legierung eingestellt werden:
- 0,001 - 0,60 %,
- 0, 001 - 0,50 %
- 0,001 - 0,30 %
- 0,01 - 0,30 %
- 0,01 - 0,25 %
[0028] Auch Magnesium und/oder Kalzium ist in Gehalten 0,0002 bis 0,05 % enthalten. Bevorzugt
besteht die Möglichkeit, diese Elemente wie folgt in der Legierung einzustellen:
- 0,0002 - 0,03 %
- 0,0002 - 0,02 %
- 0,0005 - 0,02 %
[0029] Die Legierung enthält 0,005 bis 0,12 % Kohlenstoff. Bevorzugt kann dieser innerhalb
des Spreizungsbereichs wie folgt in der Legierung eingestellt werden:
- 0,01 - 0,10 %
- 0,02-0,10%
- 0,03-0,10%
[0030] Dies gilt in gleicher Weise für das Element Stickstoff, dass in Gehalten zwischen
0,001 und 0,05 % enthalten ist. Bevorzugte Gehalte können wie folgt gegeben sein:
[0031] Die Legierung enthält des Weiteren Phosphor in Gehalten zwischen 0,001 und 0,030
%. Bevorzugte Gehalte können wie folgt gegeben sein:
[0032] Die Legierung enthält des Weiteren Sauerstoff in Gehalten zwischen 0,0001 und 0,020
%, beinhaltet insbesondere 0,0001 bis 0,010 %.
[0033] Das Element Schwefel ist wie folgt in der Legierung gegeben:
[0034] Molybdän und Wolfram sind einzeln oder in Kombination in der Legierung mit einem
Gehalt von jeweils maximal 2,0 % enthalten. Bevorzugte Gehalte können wie folgt gegeben
sein:
- Mo max. 1,0 %
- W max. 1,0 %
- Mo max. < 0,50 %
- W max. <0,50 %
- Mo max. < 0,05 %
- W max. < 0,05 %
[0035] Es muss die folgende Beziehung zwischen Cr und Al erfüllt sein, damit eine ausreichende
Beständigkeit gegen Metal Dusting gegeben ist:

[0037] Darüber hinaus muss die folgende Beziehung erfüllt sein, damit eine ausreichende
Phasenstabilität gegeben ist:

wobei Cr, Fe, Al, Si, Ti, Mo, W und C die Konzentration der betreffenden Elemente
in Masse-% sind.
[0038] Bevorzugte Bereiche können eingestellt werden mit:

[0039] Wahlweise kann in der Legierung das Element Yttrium in Gehalten von 0,01 bis 0,20
% eingestellt werden. Bevorzugt kann Y innerhalb des Spreizungsbereichs wie folgt
in der Legierung eingestellt werden:
- 0,01 - 0,15 %
- 0,01 - 0,10 %
- 0,01 - 0,08 %
- 0,01 - 0,05 %
- 0,01 - <0,045 %
[0040] Wahlweise kann in der Legierung das Element Lanthan in Gehalten von 0,001 bis 0,20
% eingestellt werden. Bevorzugt kann La innerhalb des Spreizungsbereichs wie folgt
in der Legierung eingestellt werden:
- 0,001 - 0,15 %
- 0,001 - 0,10 %
- 0,001 - 0,08%
- 0,001 - 0,05 %
- 0,01 - 0,05 %
[0041] Wahlweise kann in der Legierung das Element Ce in Gehalten von 0,001 bis 0,20 % eingestellt
werden. Bevorzugt kann Ce innerhalb des Spreizungsbereichs wie folgt in der Legierung
eingestellt werden:
- 0,001 - 0,15 %
- 0,001-0,10%
- 0,001 - 0,08%
- 0,001 - 0,05 %
- 0,01 - 0,05 %
[0042] Wahlweise kann bei gleichzeitiger Zugabe von Ce und La auch Cer-Mischmetall verwendet
werden und zwar in Gehalten von 0,001 bis 0,20 %. Bevorzugt kann Cer-Mischmetall innerhalb
des Spreizungsbereichs wie folgt in der Legierung eingestellt werden:
- 0,001 - 0,15 %
- 0,001 - 0,10 %
- 0,001 - 0,08%
- 0,001 - 0,05 %
- 0,01 - 0,05 %
[0043] Wahlweise kann in der Legierung das Element Nb in Gehalten von 0,0 bis 1,10 % eingestellt
werden. Bevorzugt kann Nb innerhalb des Spreizungsbereichs wie folgt in der Legierung
eingestellt werden:
- 0,001 - < 1,10 %
- 0,001 - <0,70 %
- 0,001 - <0,50 %
- 0,001 - 0,30 %
- 0,01 - 0,30 %
- 0,10 - 1,10 %
- 0,20 - 0,70 %
- 0,10-0,50%
[0044] Ist Nb in der Legierung enthalten, so muss die Formel 4a wie folgt um einen Term
mit Nb ergänzt werden:

wobei Cr, Fe, Al, Si, Ti, Nb, Mo, W und C die Konzentration des betreffenden Elementes
in Masse % sind.
[0045] Bedarfsweise kann Zirkon in Gehalten zwischen 0,01 und 0,20 % eingesetzt werden.
Bevorzugt kann Zr innerhalb des Spreizungsbereichs wie folgt in der Legierung eingestellt
werden:
- 0,01 - 0,15 %
- 0,01 - <0,10 %
- 0,01 - 0,07 %
- 0,01 - 0,05 %
[0046] Wahlweise kann Zirkon auch ganz oder teilweise ersetzt werden durch
[0047] Wahlweise kann in der Legierung auch 0,001 bis 0,60 % Tantal enthalten sein.
[0048] Wahlweise kann das Elemente Bor wie folgt in der Legierung enthalten sein:
[0049] Bevorzugte Gehalte können wie folgt gegeben sein:
- 0,0005 - 0,008 %
- 0,0005 - 0,004 %
[0050] Des Weiteren kann die Legierung zwischen 0,0 bis 5,0 % Kobalt enthalten, der darüber
hinaus noch wie folgt eingeschränkt werden kann:
- 0,01 bis 5,0 %
- 0,01 bis 2,0 %
- 0,1 bis 2,0 %
- 0,01 bis 0,5 %
[0051] Des Weiteren kann in der Legierung maximal 0,5 % Cu enthalten sein.
[0052] Der Gehalt an Kupfer kann darüber hinaus wie folgt eingeschränkt werden:
- Cu max. <0,05 %
- Cu max. <0,015 %.
[0053] Ist Cu in der Legierung enthalten, so muss die Formel 4a wie folgt um einen Term
mit Cu ergänzt werden:

wobei Cr, Fe, Al, Si, Ti, Cu, Mo, W und C die Konzentration des betreffenden Elementes
in Masse % sind.
[0054] Sind Nb und Cu in der Legierung enthalten, so muss die Formel 4a wie folgt um einen
Term mit Nb und einen Term mit Cu ergänzt werden:

wobei Cr, Fe, Al, Si, Ti, Nb, Cu, Mo, W und C die Konzentration des betreffenden
Elementes in Masse % sind.
[0055] Des Weiteren kann in der Legierung maximal 0,5 % Vanadium enthalten sein.
[0056] Schließlich können an Verunreinigungen noch die Elemente Blei, Zink und Zinn in Gehalten
wie folgt gegeben sein:
| Pb |
max. 0,002 % |
| Zn |
max. 0,002 % |
| Sn |
max. 0,002 %. |
[0057] Des Weiteren kann wahlweise die folgende Beziehung erfüllt sein, die eine besonders
gute Verarbeitbarkeit beschreibt:

wobei Cr, Ti und C die Konzentration der betreffenden Elemente in Masse-% sind.
[0058] Bevorzugte Bereiche können eingestellt werden mit:

[0059] Ist Nb in der Legierung enthalten, so muss die Formel 6a wie folgt um einen Term
mit Nb ergänzt werden:

wobei Cr, Nb, Ti und C die Konzentration der betreffenden Elemente in Masse-% sind.
[0060] Des Weiteren kann wahlweise die folgende Beziehung erfüllt sein, die eine besonders
gute Warmfestigkeit bzw. Kriechfestigkeit beschreibt:

wobei Cr, Ti, Al, Si und C die Konzentration der betreffenden Elemente in Masse-%
sind.
[0061] Bevorzugte Bereiche können eingestellt werden mit:

[0062] Ist Nb und/ oder B in der Legierung enthalten, so muss die Formel 8a wie folgt um
einen Term mit Nb und/oder B ergänzt werden:

wobei Cr, Ti, Nb, Al, Si, C und B die Konzentration der betreffenden Elemente in
Masse-% sind.
[0063] Die erfindungsgemäße Legierung wird bevorzugt offen erschmolzen, gefolgt von einer
Behandlung in einer VOD oder VLF Anlage. Aber auch ein Erschmelzen und Abgießen im
Vakuum ist möglich. Danach wird die Legierung in Blöcken oder als Strangguss abgegossen.
Ggf wird der Block dann bei Temperaturen zwischen 900°C und 1270°C für 0,1 h bis 70
h geglüht. Des Weiteren ist es möglich die Legierung zusätzlich mit ESU und/oder VAR
umzuschmelzen. Danach wird die Legierung in die gewünschte Halbzeugform gebracht.
Dafür wird ggf. bei Temperaturen zwischen 900°C und 1270°C für 0,1 h bis 70 h geglüht,
danach warm umgeformt, ggf. mit Zwischenglühungen zwischen 900°C und 1270°C für 0,05
h bis 70 h. Die Oberfläche des Materials kann ggf. (auch mehrmals) zwischendurch und/oder
am Ende zur Säuberung chemisch und/oder mechanisch abgetragen werden. Nach Ende der
Warmformgebung kann ggf. eine Kaltformgebung mit Umformgraden bis zu 98% in die gewünschte
Halbzeugform, ggf. mit Zwischenglühungen zwischen 700°C und 1250°C für 0,1 min bis
70 h, ggf. unter Schutzgas, wie z. B. Argon oder Wasserstoff, gefolgt von einer Abkühlung
an Luft, in der bewegten Glühatmosphäre oder im Wasserbad erfolgen. Danach findet
eine Lösungsglühung im Temperaturbereich von 700°C bis 1250°C für 0,1 min bis 70 h,
ggf. unter Schutzgas, wie z. B. Argon oder Wasserstoff, gefolgt von einer Abkühlung
an Luft, in der bewegten Glühatmosphäre oder im Wasserbad statt. Ggf. können zwischendurch
und/oder nach der letzten Glühung chemische und/oder mechanische Reinigungen der Materialoberfläche
erfolgen.
[0064] Die erfindungsgemäße Legierung lässt sich gut in den Produktformen Band, Blech, Stange
Draht, längsnahtgeschweißtes Rohr und nahtloses Rohr herstellen und verwenden.
[0065] Diese Produktformen werden mit einer mittleren Korngröße von 5 µm bis 600 µm hergestellt.
Der bevorzugte Bereich liegt zwischen 20 µm und 200 µm.
[0066] Die erfindungsgemäße Legierung soll bevorzugt in Bereichen eingesetzt werden, in
denen aufkohlende Bedingungen vorherrschen, wie z. B. bei Bauteilen, insbesondere
Rohren in der petrochemischen Industrie. Darüber hinaus ist sie auch für den Ofenbau
geeignet.
Durchgeführte Tests:
[0067] Die
auftretenden Phasen im Gleichgewicht wurden für die verschiedenen Legierungsvarianten mit dem Programm
JMatPro von Thermotech berechnet. Als Datenbasis für die Berechnungen wurde die Datenbank
TTNI7 für Nickelbasislegierungen von Thermotech verwendet.
[0068] Die Umformbarkeit wird in einem Zugversuch nach DIN EN ISO 6892-1 bei Raumtemperatur bestimmt. Dabei
werden die Dehngrenze R
p0,2, die Zugfestigkeit R
m und die Dehnung A bis zum Bruch bestimmt. Die Dehnung A wird an der gebrochenen Probe
aus der Verlängerung der ursprünglichen Messstrecke L
0 bestimmt:

Mit L
u = Messlänge nach dem Bruch.
[0069] Je nach Messlänge wird die Bruchdehnung mit Indizes versehen:
Z. B. ist für A5 die Messlänge L0 = 5·d0 mit d0 = Anfangsdurchmesser einer Rundprobe
[0070] Die Versuche wurden an Rundproben mit einem Durchmesser von 6 mm im Messbereich und
einer Messlänge L
0 von 30 mm durchgeführt. Die Probennahme erfolgte quer zur Umformrichtung des Halbzeugs.
Die Umformgeschwindigkeit betrug bei R
p0,2 10 MPa/s und bei R
m 6,7 10
-3 1/s (40%/min).
[0071] Die Größe der Dehnung A im Zugversuch bei Raumtemperatur kann als Maß für die Verformbarkeit
genommen werden. Ein gut verarbeitbarer Werkstoff sollte eine Dehnung von mindestens
50 % haben.
[0072] Die Warmfestigkeit wird in einem Warmzugversuch nach DIN EN ISO 6892-2 bestimmt. Dabei werden die Dehngrenze
R
p0,2, die Zugfestigkeit R
m und die Dehnung A bis zum Bruch analog zum Zugversuch bei Raumtemperatur (DIN EN
ISO 6892-1) bestimmt.
[0073] Die Versuche wurden an Rundproben mit einem Durchmesser von 6 mm im Messbereich und
einer Anfangsmesslänge L
0 von 30 mm durchgeführt. Die Probennahme erfolgte quer zur Umformrichtung des Halbzeuges.
Die Umformgeschwindigkeit betrug bei R
p0,2 8,33 10
-5 1/s (0,5 %/min) und bei R
m 8,33 10
-4 1/s (5 %/min).
[0074] Die jeweilige Probe wird bei Raumtemperatur in eine Zugprüfmaschine eingebaut und
ohne Belastung mit einer Zugkraft auf die gewünschte Temperatur aufgeheizt. Nach Erreichen
der Prüftemperatur wird die Probe ohne Belastung eine Stunde (600°C) bzw. zwei Stunden
(700°C bis 1100°C) für einen Temperaturausgleich gehalten. Danach wird die Probe mit
einer Zugkraft so belastet, dass die gewünschten Dehngeschwindigkeiten eingehalten
werden, und die Prüfung beginnt.
[0075] Die
Kriechfestigkeit eines Werkstoffes verbessert sich mit zunehmender Warmfestigkeit. Deshalb wird die
Warmfestigkeit auch zur Beurteilung der Kriechfestigkeit der verschiedenen Werkstoffe
benutzt.
[0076] Die Korrosionsbeständigkeit bei höheren Temperaturen wurde in einem Oxidationstest bei 1000°C an Luft bestimmt, wobei der Versuch alle
96 Stunden unterbrochen und die Massenänderungen der Proben durch die Oxidation bestimmt
wurde. Die Proben wurden bei dem Versuch in Keramiktiegel gestellt, so dass ggf. abplatzendes
Oxid aufgefangen wurde und durch Wiegen des die Oxide enthaltenden Tiegels die Masse
des abgeplatzten Oxids bestimmt werden kann. Die Summe der Masse des abgeplatzten
Oxids und der Massenänderung der Proben entspricht der Bruttomassenänderung der Probe.
Die spezifische Massenänderung ist die auf die Oberfläche der Proben bezogene Massenänderung.
Diese werden im Folgenden m
Netto für die spezifische Netto-Massenänderung, m
Brutto für die spezifische Brutto-Massenänderung, m
spall für die spezifische Massenänderung der abgeplatzten Oxide bezeichnet. Die Versuche
wurden an Proben mit ca. 5 mm Dicke durchgeführt. Es wurden von jeder Charge 3 Proben
ausgelagert, die angegebenen Werte sind die Mittelwerte dieser 3 Proben.
Beschreibung der Eigenschaften
[0077] Die erfindungsgemäße Legierung soll neben einer hervorragenden MetalDusting Beständigkeit,
zugleich die folgenden Eigenschaften haben:
- eine gute Phasenstabilität
- eine gute Verarbeitbarkeit
- eine gute Korrosionsbeständigkeit an Luft, ähnlich der von Alloy 602CA (N06025)
- eine gute Warmfestigkeit / Kriechfestigkeit
Phasenstabilität
[0078] Im System Nickel-Chrom-Aluminium-Eisen mit Zusätzen an Ti und/oder Nb können sich
je nach Legierungsgehalten verschiedene versprödende TCP-Phasen, wie z.B. die Laves-Phasen,
Sigma-Phasen oder die µ-Phasen oder auch die versprödenden η-Phasen oder ε-Phasen
bilden. (siehe z.
B. Ralf Bürgel, Handbuch der Hochtemperaturwerkstofftechnik, 3. Auflage, Vieweg Verlag,
Wiesbaden, 2006, Seite 370 - 374). Die Berechnung der Gleichgewichtsphasenanteile in Abhängigkeit von der Temperatur
von z. B. die Charge 111389 für N06690 (siehe Tabelle 2 typische Zusammensetzungen)
zeigen rechnerisch die Bildung von α-Chrom mit einem geringem Gehalt an Ni und/oder
Fe (BCC Phase in Bild 2) unterhalb von 720 °C (T
s BCC) in großen Mengenanteilen. Diese Phase bildet sich aber dadurch, dass sie analytisch
vom Grundmaterial sehr verschieden ist, nur schwer. Ist allerdings die Bildungstemperatur
T
s BCC dieser Phase sehr hoch, so kann sie durchaus auftreten, wie es z. B. in
E. "Slevolden, J.Z. Albertsen. U. Fink, "Tjeldbergodden Methanol Plant: Metal Dusting
Investigations, Corrosion/2011, paper no. 11144 (Houston, TX: NACE 2011), p. 15" für eine Variante von Alloy 693 (UNS 06693) beschrieben wird. Diese Phase ist spröde
und führt zu einer unerwünschten Versprödung des Materials. Bild 3 und Bild 4 zeigen
die Phasendiagramme der Alloy 693 Varianten (aus
US 4,882,125 Table 1) Alloy 3 bzw. Alloy 10 aus Tabelle 2. Alloy 3 hat eine Bildungstemperatur
T
s BCC von 1079 °C, Alloy 10 von 639 °C. In "
E. Slevolden, J.Z. Albertsen. U. Fink, Tjeldbergodden Methanol Plant: Metal Dusting
Investigations, "Corrosion/2011, paper no. 11144 (Houston, TX: NACE 2011), p. 15" wird die genaue Analyse der Legierung bei der α-Chrom (BCC) auftritt nicht beschrieben.
Es ist aber davon auszugehen, dass unter den in Tabelle 2 für Alloy 693 angeführten
Beispielen, bei den Analysen, die rechnerisch die höchsten Bildungstemperaturen T
s BCC haben (wie z.B. Alloy 10) sich α-Chrom (BCC Phase) bilden kann. Bei einer korrigierten
Analysen (mit reduzierter Bildungstemperatur T
s BCC) wurde in "
E. Slevolden, J.Z. Albertsen. U. Fink, Tjeldbergodden Methanol Plant: Metal Dusting
Investigations, Corrosion/2011, paper no. 11144 (Houston, TX: NACE 2011), p. 15" α-Chrom dann nur noch in Oberflächennähe beobachtet. Um das Auftreten einer solchen
versprödenden Phase zu vermeiden, sollte, bei der erfindungsgemäßen Legierungen die
Bildungstemperatur T
s BCC kleiner gleich 939°C sein - der niedrigsten Bildungstemperatur T
s BCC unter den Beispielen für Alloy 693 in Tabelle 2 (aus
US 4,88,125 Table 1).
[0079] Dies ist insbesondere der Fall, wenn die folgende Formel erfüllt ist:

Wobei Cr, Al, Fe, Si, Ti, Nb, Cu, Mo, W und C die Konzentration der betreffenden
Elemente in Masse-% sind.
[0080] Die Tabelle 2 mit den Legierungen nach dem Stand der Technik zeigt, dass Fp für Alloy
8, Alloy 3 und Alloy 2 >39,9 ist und für Alloy 10 gerade 39,9. Für alle anderen Legierungen
mit T
s BCC<939 °C ist Fp ≤ 39,9.
Verarbeitbarkeit
[0081] Beispielhaft wird hier für die Verarbeitbarkeit die Umformbarkeit betrachtet.
[0082] Eine Legierung kann durch mehrere Mechanismen gehärtet werden, so dass sie eine hohe
Warmfestigkeit bzw. Kriechbeständigkeit hat. So bewirkt die Zulegierung eines anderen
Elements, je nach Element, eine mehr oder weniger große Erhöhung der Festigkeit (Mischkristallhärtung).
Weitaus effektiver ist eine Erhöhung der Festigkeit durch feine Teilchen oder Ausscheidungen
(Teilchenhärtung). Dies kann z. B. durch die γ'-Phase erfolgen, die sich bei Zugaben
von Al und weiteren Elementen, wie z.B. Ti, zu einer Nickel-Legierung bilden oder
durch Karbide, die sich durch Zugabe von Kohlenstoff zu einer Chrom-haltigen Nickel-Legierung
bilden (siehe z. B.
Ralf Bürgel, Handbuch der Hochtemperaturwerkstofftechnik, 3. Auflage, Vieweg Verlag,
Wiesbaden, 2006, Seite 358 - 369).
[0083] Die Erhöhung des Gehaltes an die γ'-Phase bildenden Elemente, bzw. des C-Gehalts,
erhöht zwar die Warmfestigkeit, beeinträchtigt aber zunehmend die Verformbarkeit,
selbst im lösungsgeglühten Zustand.
[0084] Für einen sehr gut umformbaren Werkstoff werden Dehnungen A5 im Zugversuch bei Raumtemperatur
von ≥ 50 %, mindestens aber ≥ 45 % angestrebt.
[0085] Dies wird insbesondere erreicht, wenn zwischen den Karbid bildenden Elementen Cr,
Nb, Ti und C die folgende Beziehung erfüllt ist:

wobei Cr, Nb, Ti und C die Konzentration der betreffenden Elemente in Masse-% sind.
Warmfestigkeit/Kriechfestigkeit
[0086] Gleichzeitig soll die Dehngrenze, bzw. die Zugfestigkeit, bei, höheren Temperaturen
mindestens die Werte von Alloy 601 erreichen (siehe Tabelle 4).

[0087] Wünschenswert wäre es, das die Dehngrenze bzw. die Zugfestigkeit in den Bereich von
Alloy602 CA liegt (siehe Tabelle 4). Es sollten mindestens 3 der 4 folgenden Relationen
erfüllt sein:

[0088] Dies wird insbesondere erreicht, wenn die folgende Beziehung zwischen den hauptsächlich
härtenden Elementen erfüllt ist:

wobei Cr, Ti, Nb, Al, Si, C und B die Konzentration der betreffenden Elemente in
Masse-% sind.
[0089] Korrosionsbeständigkeit:
Die erfindungsgemäße Legierung soll eine gute Korrosionsbeständigkeit an Luft, ähnlich
der von Alloy 602CA (N06025), haben.
Beispiele:
Herstellung:
[0090] Die Tabellen 3a und 3 b zeigen die Analysen der im Labormaßstab erschmolzenen Chargen
zusammen mit einigen zum Vergleich herangezogenen großtechnisch erschmolzenen Chargen
nach dem Stand der Technik von Alloy 602CA (N06025), Alloy 690 (N06690), Alloy 601
(N06601). Die Chargen nach dem Stand der Technik sind mit einem T gekennzeichnet,
die erfindungsgemäßen mit einem E. Die im Labormaßstab gekennzeichneten Chargen sind
mit einem L gekennzeichnet, die großtechnisch erschmolzenen Chargen mit einem G.
[0091] Die Blöcke der im Labormaßstab im Vakuum erschmolzenen Legierungen in Tabelle 3a
und b wurden zwischen 900°C und 1270°C für 8 h geglüht und mittels Warmwalzen und
weiteren Zwischenglühungen zwischen 900°C und 1270°C für 0,1 bis 1 h an eine Enddicke
von 13 mm bzw. 6 mm warmgewalzt. Die so erzeugten Bleche wurden zwischen 900°C und
1270°C für 1 h lösungsgeglüht. Aus diesen Blechen wurden die für die Messungen benötigten
Proben hergestellt.
[0092] Bei den großtechnisch erschmolzenen Legierungen wurde aus der großtechnischen Fertigung
von einem betrieblich gefertigten Blech mit passender Dicke ein Muster entnommen.
Aus diesen Blechen wurden die für die Messungen benötigten Proben hergestellt.
[0093] Alle Legierungsvarianten hatten typischerweise eine Korngröße von 70 bis 300 µm.
[0094] Für die Beispielchargen in Tabelle 3a und b werden die folgenden Eigenschaften verglichen:
- Metal Dusting Beständigkeit
- Phasenstabilität
- Umformbarkeit anhand des Zugversuches bei Raumtemperatur
- Warmfestigkeit / Kriechbeständigkeit mit Hilfe von Warmzugversuchen
- Korrosionsbeständigkeit mit Hilfe eines Oxidationstests
[0095] Bei den im Labormaßstab erschmolzenen Chargen 2297 bis 2308 und 250060 bis 250149,
insbesondere aber bei den erfindungsgemäßen mit E gekennzeichneten Chargen (2301,
250129, 250132, 250133, 250134, 250137, 240138, 250147, 250148) ist die Formel (2a)
Al + Cr ≥ 28 erfüllt. Sie erfüllen damit die Forderung, die an die Metal Dusting Beständigkeit
gestellt worden ist.
[0096] Für die ausgewählte Legierungen nach dem Stand der Technik in Tabelle 2 und alle
Laborchargen (Tabellen 3a und 3b) wurden deshalb die Phasendiagramme berechnet und
die Bildungstemperatur T
s BCC in die Tabelle 2 und 3a eingetragen. Für die Zusammensetzungen in den Tabellen 2
bzw. 3a und b wurde auch der Wert für Fp gemäß Formel 4a berechnet. Fp ist umso größer,
je größer die Bildungstemperatur T
s BCC ist. Alle Beispiele von N06693 mit einer höheren Bildungstemperatur T
s BCC, als der von Alloy 10, haben ein Fp > 39,9. Die Forderung Fp ≤ 39,9 (Formel 3a) ist
also eine gutes Kriterium, um eine ausreichende Phasenstabilität bei einer Legierung
zu erhalten. Alle Laborchargen in Tabelle 3a und b erfüllen das Kriterium Fp ≤ 39,9.
[0097] In Tabelle 4 sind die Dehngrenze R
p0,2, die Zugfestigkeit R
m und die Dehnung A
5 für Raumtemperatur (RT) und für 600°C eingetragen, weiterhin die Zugfestigkeit R
m für 800°C. Außerdem sind die Werte für Fa und Fk eingetragen.
[0098] Die Beispielchargen 156817 und 160483 der Legierung nach dem Stand der Technik Alloy
602 CA haben in Tabelle 4 eine vergleichsweise kleine Dehnung A5 bei Raumtemperatur
von 36 bzw. 42 %, die unterhalb der Anforderungen für eine gute Umformbarkeit liegen.
Fa ist > 60 und damit oberhalb des Bereichs, der eine gute Umformbarkeit kennzeichnet.
Alle erfindungsgemäßen Legierungen (E) zeigen eine Dehnung > 50 %. Sie erfüllen damit
die Anforderungen. Fa ist für alle erfindungsgemäßen Legierungen < 60. Sie befinden
sich damit in dem Bereich einer guten Umformbarkeit. Die Dehnung ist besonders hoch,
wenn Fa vergleichsweise klein ist.
[0099] Die Beispielcharge 156658 der Legierung nach dem Stand der Technik Alloy 601 in Tabelle
4 ist ein Beispiel für die Mindestanforderungen an Dehngrenze und Zugfestigkeit bei
600°C bzw. 800°C, die Beispielchargen 156817 und 160483 der Legierung nach dem Stand
der Technik Alloy 602 CA sind dagegen Beispiele für sehr guten Werte von Dehngrenze
und Zugfestigkeit bei 600°C bzw. 800°C. Alloy 601 repräsentiert einen Werkstoff, der
die Mindestanforderungen an Warmfestigkeit bzw. Kriechfestigkeit zeigt, die in den
Relationen 9a bis 9d beschrieben werden, Alloy 602 CA einen Werkstoff, der eine ausgezeichnete
Warmfestigkeit bzw. Kriechfestigkeit zeigt, die in den Relationen 10a bis 10d beschreiben
werden. Der Wert für Fk ist für beide Legierungen deutlich größer 45 und für Alloy
602 CA zusätzlich noch deutlich höher als der Wert von Alloy 601, was die erhöhten
Festigkeitswerte von Alloy 602 CA widerspiegelt. Die erfindungsgemäßen Legierungen
(E) zeigen alle eine Dehngrenze und Zugfestigkeit bei 600°C bzw. 800°C im Bereich
oder deutlich oberhalb der von Alloy 601, haben also die Relationen 9a bis 9d erfüllt.
Sie liegen im Bereich der Werte von Alloy 602 CA und erfüllen auch die wünschenswerten
Anforderungen, also 3 der 4 Relationen 10a bis 10d. Auch Fk ist für alle erfindungsgemäßen
Legierungen in den Beispielen in Tabelle 4 größer 45, ja sogar meisten größer 54 und
damit in dem Bereich, der durch eine gute Warmfestigkeit bzw. Kriechbeständigkeit
gekennzeichnet ist. Unter den nicht erfindungsgemäßen Laborchargen sind die Chargen
2297 und 2300 ein Beispiel, dass die Relationen 9a bis 9d nicht erfüllt werden und
auch ein Fk < 45 gegeben ist.
[0100] Tabelle 5 zeigt die spezifischen Massenänderungen nach einem Oxidationsversuch bei
1100°C an Luft nach 11 Zyklen von 96 h, also insgesamt 1056 h. Angegeben ist in der
Tabelle 5 die spezifische Brutto-Massenänderung, die spezifische Netto-Massenänderung
und die spezifische Massenänderung der abgeplatzten Oxide nach 1056 h. Die Beispielchargen
der Legierungen nach dem Stand der Technik Alloy 601 und Alloy 690 zeigten eine deutlich
höhere Brutto Massenänderung als Alloy 602 CA, wobei die von Alloy 601 noch mal deutlich
größer ist als die von Alloy 690. Beide bilden eine Chromoxidschicht, die schneller
wächst als eine Aluminumoxidschicht. Alloy 601 enthält noch ca. 1,3 % Al. Dieser Gehalt
ist zu gering, um schon eine, wenn auch nur teilweise geschlossene Aluminiumoxidschicht
zu bilden, weshalb das Aluminium im Innern des metallischen Materials unterhalb der
Oxidschicht oxidiert (innere Oxidation), was eine im Vergleich zum Alloy 690 erhöhte
Massenzunahme bewirkt. Alloy 602 CA hat ca. 2,3 % Aluminium. Damit kann sich bei dieser
Legierung unterhalb der Chromoxidschicht eine zumindest teilweise geschlossene Aluminiumoxidschicht
bilden. Dies reduziert das Wachstum der Oxidschicht merklich und damit auch die spezifische
Massenzunahme. Alle erfindungsgemäßen Legierungen (E) enthalten mindestens 2 % Aluminium
und haben damit eine ähnlich geringe bzw. geringere Brutto-Massenzunahme, als Alloy
602 CA. Auch zeigen alle erfindungsgemäßen Legierungen, ähnlich der Beispielchargen
von Alloy 602 CA, Abplatzungen im Bereich der Messgenauigkeit, während Alloy 601 und
Alloy 690 große Abplatzungen zeigen.
[0101] Die
beanspruchten Grenzen für die erfindungsgemäße Legierung "E" lassen sich daher im Einzelnen wie folgt begründen:
Zu geringe Cr-Gehalte bedeuten, dass die Cr-Konzentration an der Grenzfläche Oxid-Metall
beim Einsatz der Legierung in einer korrosiven Atmosphäre sehr schnell unter die kritische
Grenze sinkt, so dass sich bei einer Beschädigung der Oxidschicht keine geschlossene
reine Chromoxidschicht mehr bilden kann, sondern sich auch andere weniger schützende
Oxide bilden können. Deshalb ist 24 % Cr die untere Grenze für Chrom. Zu hohe Cr-Gehalte
verschlechtern die Phasenstabilität der Legierung insbesondere bei den hohen Aluminiumgehalten
von ≥ 1,8 %. Deshalb ist 33 % Cr als obere Grenze anzusehen.
[0102] Die Bildung einer Aluminiumoxidschicht unterhalb der Chromoxidschicht verringert
die Oxidationsrate. Unterhalb von 1,8 % Al ist die sich bildende Aluminiumoxidschicht
zu lückenhaft, um ihre Wirkung voll zu entfalten. Zu hohe AI-Gehalte beeinträchtigen
die Verarbeitbarkeit der Legierung. Deshalb bildet ein AI-Gehalt von 4,0 % die obere
Grenze.
[0103] Die Kosten für die Legierung steigen mit der Reduzierung des Eisen-Gehalts. Unterhalb
von 0,1 % steigen die Kosten überproportional, da spezielles Vormaterial eingesetzt
werden muss. Deshalb ist 0,1 % Fe aus Kostengründen als untere Grenze anzusehen. Mit
Erhöhung des Eisengehalts verringert sich die Phasenstabilität (Bildung von versprödenden
Phasen), insbesondere bei hohen Chrom- und Aluminiumgehalten. Deshalb ist 7 % Fe eine
sinnvolle obere Grenze, um die Phasenstabilität der erfindungsgemäßen Legierung sicher
zu stellen.
[0104] Si wird bei der Herstellung der Legierung benötigt. Es ist deshalb ein Mindestgehalt
von 0,001 % notwendig. Zu hohe Gehalte wiederum beeinträchtigen die Verarbeitbarkeit
und die Phasenstabilität, insbesondere bei hohen Aluminium-und Chromgehalten. Der
Si-Gehalt ist deshalb auf 0,50 % beschränkt.
[0105] Es ist ein Mindestgehalt von 0,005 % Mn zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit notwendig.
Mangan wird auf 2,0 % begrenzt, da dieses Element die Oxidationsbeständigkeit reduziert.
[0106] Titan steigert die Hochtemperaturfestigkeit. Ab 0,60 % kann das Oxidationsverhalten
verschlechtert werden, weshalb 0,60 % der Maximalwert ist.
[0107] Schon sehr geringe Mg- und/oder Ca-Gehalte verbessern die Verarbeitung durch das
Abbinden von Schwefel, wodurch das Auftreten von niedrig schmelzenden NiS-Eutektika
vermieden wird. Für Mg und oder Ca ist deshalb ein Mindestgehalt von 0,0002 %erforderlich.
Bei zu hohen Gehalten können intermetallische Ni-Mg-Phasen bzw. Ni-Ca-Phasen auftreten,
die die Verarbeitbarkeit wieder deutlich verschlechtern. Der Mg- und/oder Ca-Gehalt
wird deshalb auf maximal 0,05 % begrenzt.
[0108] Es ist ein Mindestgehalt von 0,005 % C für eine gute Kriechbeständigkeit notwendig.
C wird auf maximal 0,12 % begrenzt, da dieses Element ab diesem Gehalt die Verarbeitbarkeit
durch die übermäßige Bildung von Primärkarbiden reduziert.
[0109] Es ist ein Mindestgehalt von 0,001 % N erforderlich, wodurch die Verarbeitbarkeit
des Werkstoffs verbessert wird. N wird auf maximal 0,05 % begrenzt, da dieses Element
durch Bildung von groben Karbonitriden die Verarbeitbarkeit reduziert. Der Sauerstoffgehalt
muss ≤ 0,020 % sein, um die Herstellbarkeit der Legierung zu gewährleisten. Ein zu
geringer Sauerstoff-Gehalt erhöht die Kosten. Der Sauerstoff-Gehalt ist deshalb ≥
0,0001 %.
[0110] Der Gehalt an Phosphor sollte kleiner gleich 0,030 % sein, da dieses grenzflächenaktive
Element die Oxidationsbeständigkeit beeinträchtigt. Ein zu geringer P-Gehalt erhöht
die Kosten. Der P-Gehalt ist deshalb ≥ 0,001 %.
[0111] Die Gehalte an Schwefel sollten so gering wie möglich eingestellt werden, da dieses
grenzflächenaktive Element die Oxidationsbeständigkeit beeinträchtigt. Es werden deshalb
max. 0,010 % S festgelegt,
[0112] Molybdän wird auf max. 2,0 % begrenzt, da dieses Element die Oxidationsbeständigkeit
reduziert.
[0113] Wolfram wird auf max. 2,0 % begrenzt, da dieses Element die Oxidationsbeständigkeit
ebenfalls reduziert.
[0114] Es müssen die folgende Beziehung zwischen Cr und Al erfüllt sein, damit eine ausreichende
Beständigkeit gegen Metal Dusting gegeben ist:

wobei Cr und Al die Konzentration der betreffenden Elemente in Masse-% sind. Nur
dann ist der Gehalt an oxidbildenden Elementen hoch genug, um eine ausreichende Metal
Dusting Beständig zu gewährleisten.
[0115] Darüber hinaus muss die folgende Beziehung erfüllt sein, damit eine ausreichende
Phasenstabilität gegeben ist:

wobei Cr, Fe, Al, Si, Ti, Mo, W und C die Konzentration der betreffenden Elemente
in Masse-% sind. Die Grenzen für Fp und die mögliche Einbeziehung weiterer Elemente
wurden im vorangegangenen Text ausführlich begründet.
[0116] Bedarfsweise kann mit Zusätzen von sauerstoffaffinen Elementen die Oxidationsbeständigkeit
weiter verbessert werden. Sie tun dies, indem sie in die Oxidschicht mit eingebaut
werden und dort auf den Korngrenzen die Diffusionswege des Sauerstoffs blockieren.
[0117] Es ist ein Mindestgehalt von 0,01 % Y notwendig, um die die Oxidationsbeständigkeit
steigernde Wirkung des Y zu erhalten. Die Obergrenze wird aus Kostengründen bei 0,20
% gelegt.
[0118] Es ist ein Mindestgehalt von 0,001 % La notwendig, um die die Oxidationsbeständigkeit
steigernde Wirkung des La zu erhalten. Die Obergrenze wird aus Kostengründen bei 0,20
% gelegt.
[0119] Es ist ein Mindestgehalt von 0,001 % Ce notwendig, um die die Oxidationsbeständigkeit
steigernde Wirkung des Ce zu erhalten. Die Obergrenze wird aus Kostengründen bei 0,20
% gelegt.
[0120] Es ist ein Mindestgehalt von 0,001 % Cer Mischmetall notwendig, um die die Oxidationsbeständigkeit
steigernde Wirkung des Cer Mischmetalls zu erhalten. Die Obergrenze wird aus Kostengründen
bei 0,20 % gelegt.
[0121] Bedarfsweise kann Niob zugefügt werden, da auch Niob die Hochtemperaturfestigkeit
steigert. Höhere Gehalte erhöhen die Kosten sehr stark. Die Obergrenze wird deshalb
auf 1,10 % festgesetzt.
[0122] Bedarfsweise kann die Legierung auch Tantal enthalten, da auch Tantal die Hochtemperaturfestigkeit
steigert. Höhere Gehalte erhöhen die Kosten sehr stark.
[0123] Die Obergrenze wird deshalb auf 0,60 % festgesetzt. Es ist ein Mindestgehalt von
0,001 % erforderlich, um einen Wirkung zu erzielen.
[0124] Bedarfsweise kann die Legierung auch Zr erhalten. Es ist ein Mindestgehalt von 0,01
% Zr notwendig, um die die Hochtemperaturfestigkeit und die Oxidationsbeständigkeit
steigernde Wirkung des Zr zu erhalten. Die Obergrenze wird aus Kostengründen bei 0,20
% Zr gelegt.
[0125] Zr kann bedarfsweise ganz oder teilweise durch Hf ersetzt werden, da auch dieses
Element, wie das Zr, die Hochtemperaturfestigkeit und die Oxidationsbeständigkeit
steigert. Das Ersetzen ist ab Gehalten von 0,001 % möglich. Die Obergrenze wird aus
Kostengründen bei 0,20 % Hf gelegt.
[0126] Bedarfsweise kann der Legierung Bor zugesetzt werden, da Bor die Kriechbeständigkeit
verbessert. Deshalb sollte ein Gehalt von mindestens 0,0001 % vorhanden sein. Gleichzeitig
verschlechtert dieses grenzflächenaktive Element die Oxidationsbeständigkeit. Es werden
deshalb max. 0,008 % Bor festgelegt.
[0127] Kobalt kann in dieser Legierung bis zu 5,0 % enthalten sein. Höhere Gehalte reduzieren
die Oxidationsbeständigkeit merklich.
[0128] Kupfer wird auf max. 0,5 % begrenzt, da dieses Element die Oxidationsbeständigkeit
reduziert.
[0129] Vanadium wird auf max. 0,5 % begrenzt, da dieses Element die Oxidationsbeständigkeit
ebenfalls reduziert.
[0130] Pb wird auf max. 0,002 % begrenzt, da dieses Element die Oxidationsbeständigkeit
reduziert. Das Gleiche gilt für Zn und Sn.
[0131] Des Weiteren kann wahlweise die folgende Beziehung karbidbildender Elemente Cr, Ti
und C erfüllt sein, die eine besonders gute Verarbeitbarkeit beschreibt:

wobei Cr, Ti und C die Konzentration der betreffenden Elemente in Masse-% sind. Die
Grenzen für Fa und die mögliche Einbeziehung weiterer Elemente wurden im vorangegangenen
Text ausführlich begründet.
[0132] Des Weiteren kann wahlweise die folgende Beziehung bezüglich die Festigkeit steigernden
Elementen erfüllt sein, die eine besonders gute Warmfestigkeit bzw. Kriechfestigkeit
beschreibt:

wobei Cr, Ti, Al, Si und C die Konzentration der betreffenden Elemente in Masse-%
sind. Die Grenzen für Fa und die mögliche Einbeziehung weiterer Elemente wurden im
vorangegangenen Text ausführlich begründet.
Tabelle 3b: Zusammensetzung der Laborchargen, Teil 2. Alle Angaben in Masse-% (Für
alle Legierungen gilt: Pb: max. 0,002 %,Zn: max. 0,002 %,Sn: max. 0,002 %) (Bedeutung
von T, E, G, L, siehe Tabelle 3a)
| |
|
Name |
Chg |
S |
P |
Mg |
Ca |
V |
Zr |
Co |
Y |
La_ |
B |
Hf |
Ta |
Ce |
O |
| T |
G |
Alloy602CA |
156817 |
0,002 |
0,005 |
0,004 |
0,001 |
0,03 |
0,08 |
0,05 |
0,060 |
- |
0,003 |
- |
- |
- |
0,001 |
| T |
G |
Alloy602CA |
160483 |
<0,002 |
0,007 |
0,010 |
0,002 |
- |
0,09 |
0,04 |
0,070 |
- |
0,003 |
- |
- |
- |
0,001 |
| T |
G |
Alloy601 |
156656 |
0,002 |
0,008 |
0,012 |
<0,01 |
0,03 |
0,015 |
0,04 |
- |
- |
0,001 |
- |
- |
- |
0,0001 |
| T |
G |
Alloy690 |
80116 |
0,002 |
0,006 |
0,030 |
0,0009 |
- |
<0,002 |
0,02 |
- |
- |
0,002 |
- |
- |
- |
0,0005 |
| T |
G |
Alloy690 |
111389 |
0,002 |
0,005 |
<0,001 |
0,0005 |
- |
- |
0,01 |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
0,001 |
| |
L |
Cr30Al1La |
2297 |
0,004 |
0,003 |
0,015 |
<0,01 |
<0,01 |
<0,002 |
- |
<0,001 |
0,062 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,005 |
0,001 |
0,0001 |
| |
L |
Cr30Al1LaT |
2300 |
0,003 |
0,002 |
0,014 |
<0,01 |
<0,01 |
<0,002 |
<0,001 |
<0,001 |
0,051 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,005 |
0,001 |
0,0001 |
| |
L |
Cr30Al1TiLa |
2298 |
0,004 |
0,002 |
0,016 |
<0,01 |
<0,01 |
<0,002 |
<0,001 |
<0,001 |
0,058 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,005 |
0,001 |
0,002 |
| |
L |
Cr30Al1TiNbLa |
2308 |
0,002 |
0,002 |
0,014 |
<0,01 |
<0,01 |
<0,002 |
- |
<0,001 |
0,093 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,005 |
0,001 |
0,002 |
| |
L |
Cr30Al1CLaTi |
2299 |
0,003 |
0,002 |
0,015 |
<0,01 |
<0,01 |
<0,002 |
<0,001 |
<0,001 |
0,064 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,005 |
0,001 |
0,002 |
| |
L |
Cr30Al1CLa |
2302 |
0,003 |
0,002 |
0,013 |
<0,01 |
<0,01 |
<0,002 |
0,001 |
<0,001 |
0,057 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,005 |
0,001 |
0,0001 |
| E |
L |
Cr30Al2La |
2301 |
0,003 |
0,002 |
0,015 |
<0,01 |
<0,01 |
<0,002 |
<0,001 |
<0,001 |
0,058 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,005 |
0,001 |
0,002 |
| |
L |
Cr30Al1Ti |
250060 |
0,003 |
0,002 |
0,009 |
<0,01 |
<0,01 |
<0,002 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,005 |
<0,001 |
0,003 |
| |
L |
Cr30Al1Ti |
250063 |
0,003 |
0,003 |
0,012 |
<0,01 |
<0,01 |
<0,002 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,005 |
<0,001 |
0,003 |
| |
L |
Cr30Al1TiNb |
250066 |
0,002 |
0,002 |
0,012 |
<0,01 |
<0,01 |
<0,002 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,005 |
<0,001 |
0,004 |
| |
L |
Cr30Al1TiNb |
250065 |
0,002 |
0,002 |
0,012 |
<0,01 |
<0,01 |
<0,002 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,005 |
<0,001 |
0,005 |
| |
L |
Cr30Al1TiNbZr |
250067 |
0,003 |
0,002 |
0,010 |
<0,01 |
<0,01 |
0,069 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,005 |
<0,001 |
0,003 |
| |
L |
Cr30Al1TiNb |
250068 |
0,002 |
<0,002 |
0,010 |
<0,01 |
<0,01 |
<0,002 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,001 |
<0,005 |
<0,001 |
0,004 |
| E |
L |
Cr28Al2 |
250129 |
0,004 |
0,003 |
0,011 |
0,0002 |
<0,01 |
<0,002 |
- |
- |
- |
<0,0005 |
- |
- |
- |
0,001 |
| E |
L |
Cr28Al2Y |
250130 |
0,003 |
0,003 |
0,013 |
<0,0002 |
<0,01 |
<0,002 |
- |
0,063 |
- |
<0,0005 |
- |
- |
- |
0,001 |
| E |
L |
Cr28Al2YC1 |
250132 |
0,003 |
0,004 |
0,009 |
0,0012 |
0,01 |
0,003 |
<0,01 |
0,07 |
- |
0,001 |
- |
- |
- |
0,001 |
| E |
L |
Cr28Al2Nb.5C1 |
250133 |
0,005 |
0,003 |
0,009 |
0,0012 |
<0,01 |
0,004 |
0,01 |
0,01 |
- |
- |
- |
- |
- |
0,001 |
| E |
L |
Cr28Al2Nb.5C1 |
250148 |
0,004 |
0,004 |
0,010 |
0,0005 |
0,01 |
- |
<0,01 |
<0,01 |
- |
- |
- |
- |
- |
0,003 |
| E |
L |
Cr28Al2Nb1C1 |
250134 |
0,006 |
0,002 |
0,009 |
0,0009 |
<0,01 |
0,006 |
0,01 |
0,01 |
- |
<0,0005 |
- |
- |
- |
0,003 |
| E |
L |
Cr28Al2Nb1C1 |
250147 |
0,002 |
0,002 |
0,010 |
0,0005 |
<0,01 |
0,01 |
0,01 |
0,01 |
- |
0,0012 |
- |
- |
- |
0,001 |
| E |
L |
Cr28Al2Nb1C1Y |
250149 |
0,004 |
0,005 |
0,013 |
<0,0005 |
<0,01 |
0,006 |
<0,01 |
0,08 |
- |
0,0012 |
- |
- |
- |
0,002 |
| E |
L |
Cr28Al2TiC1 |
250137 |
0,005 |
0,004 |
0,008 |
0,0002 |
<0,01 |
0,004 |
<0,01 |
<0,01 |
- |
0,0012 |
- |
- |
- |
0,001 |
| E |
L |
Cr28Al2TiC1 |
250138 |
0,005 |
0,004 |
0,010 |
0,0002 |
<0,01 |
0,003 |
0,01 |
<0,01 |
- |
0,0012 |
- |
- |
- |
0,004 |
Tabelle 4: Ergebnisse der Zugversuche bei Raumtemperatur (RT), 600 °C und 800°C. Die
Umformgeschwindigkeit betrug bei R
p0,2 8,33 10
-5 1/s (0,5%/min) und bei R
m 8,33 10
-4 1/s (5%/min); KG = Korngröße.
| |
Name |
Chg |
KG in µm |
Rp0,2 in MPa RT |
Rm in MPa RT |
A5 in % RT |
Rp0,2 in MPa 600°C |
Rm in MPa 600°C |
A5 in % 600°C |
Rp0,2 in MPa 800°C |
Rm in MPa 800°C |
Fa |
Fk |
| T |
Alloy 602 CA |
156817 |
76 |
292 |
699 |
36 |
256 |
578 |
41 |
186 |
198 |
63,0 |
76,9 |
| T |
Alloy 602 CA |
160483 |
76 |
340 |
721 |
42 |
254 |
699 |
69 |
186 |
197 |
62,2 |
79,6 |
| T |
Alloy601 |
156656 |
136 |
238 |
645 |
53 |
154 |
509 |
54 |
133 |
136 |
43,3 |
56,3 |
| T |
Aloy 690 |
80116 |
92 |
279 |
641 |
56 |
195 |
469 |
48 |
135 |
154 |
36,2 |
41,6 |
| T |
Alloy 690 |
111389 |
72 |
285 |
630 |
50 |
188 |
465 |
51 |
- |
- |
36,8 |
43,6 |
| |
Cr30Al1La |
2297 |
233 |
221 |
637 |
67 |
131 |
460 |
61 |
134 |
167 |
33,5 |
43,4 |
| |
Cr30Al1LaT |
2300 |
205 |
229 |
650 |
71 |
131 |
469 |
65 |
132 |
160 |
33,9 |
46,3 |
| |
Cr30Al1TiLa |
2298 |
94 |
351 |
704 |
59 |
228 |
490 |
31 |
149 |
161 |
39,7 |
51,5 |
| |
Cr30Al1TiNbLa |
2308 |
90 |
288 |
683 |
55 |
200 |
508 |
39 |
174 |
181 |
41,6 |
61,0 |
| |
Cr30Al1CLaTi |
2299 |
253 |
258 |
661 |
62 |
212 |
475 |
59 |
181 |
185 |
42,3 |
50,0 |
| |
Cr30Al1CLa |
2302 |
212 |
353 |
673 |
59 |
233 |
480 |
59 |
189 |
194 |
40,0 |
52,9 |
| E |
Cr30Al2La |
2301 |
155 |
375 |
716 |
66 |
298 |
504 |
49 |
275 |
277 |
33,2 |
55,6 |
| |
Cr30Al1Ti |
250060 |
114 |
252 |
662 |
67 |
183 |
509 |
62 |
143 |
154 |
39,3 |
50,4 |
| |
Cr30Al1Ti |
250063 |
118 |
252 |
659 |
70 |
178 |
510 |
57 |
148 |
152 |
39,6 |
52,9 |
| |
Cr30Al1TiNb |
250066 |
121 |
240 |
666 |
67 |
186 |
498 |
66 |
245 |
255 |
41,4 |
63,6 |
| |
Cr30Al1TiNb |
250065 |
132 |
285 |
685 |
61 |
213 |
521 |
58 |
264 |
265 |
41,8 |
64,0 |
| |
Cr30Al1TiNbZr |
250067 |
112 |
287 |
692 |
67 |
227 |
532 |
65 |
280 |
280 |
41,6 |
64,2 |
| |
Cr30Al1TiNb |
250068 |
174 |
261 |
666 |
69 |
205 |
498 |
65 |
297 |
336 |
44,9 |
83,2 |
| E |
Cr28Al2 |
250129 |
269 |
334 |
674 |
66 |
- |
- |
- |
191 |
224 |
31,8 |
56,8 |
| E |
Cr28Al2Y |
250130 |
167 |
322 |
693 |
63 |
252 |
522 |
53 |
220 |
244 |
32,6 |
57,9 |
| E |
Cr28Al2YC1 |
250132 |
189 |
301 |
669 |
65 |
- |
- |
- |
226 |
226 |
40,2 |
64,0 |
| E |
Cr28Al2Nb.5C1 |
250133 |
351 |
399 |
725 |
57 |
334 |
522 |
33 |
285 |
353 |
40,8 |
78,9 |
| E |
Cr28Al2Nb.5C1 |
250148 |
365 |
353 |
704 |
60 |
284 |
523 |
58 |
259 |
344 |
41,2 |
79,5 |
| E |
Cr28Al2Nb1C1 |
250134 |
384 |
448 |
794 |
59 |
410 |
579 |
28 |
343 |
377 |
44,4 |
99,4 |
| E |
Cr28Al2Nb1 C1 |
250147 |
350 |
372 |
731 |
57 |
306 |
547 |
49 |
309 |
384 |
43,0 |
89,1 |
| E |
Cr28Al2Nb1C1Y |
250149 |
298 |
415 |
784 |
53 |
339 |
528 |
27 |
340 |
400 |
45,1 |
99,2 |
| E |
Cr28Al2TiC1 |
250137 |
142 |
379 |
745 |
59 |
327 |
542 |
29 |
311 |
314 |
44,0 |
70,4 |
| E |
Cr28Al2TiC1 |
250138 |
224 |
348 |
705 |
61 |
278 |
510 |
46 |
247 |
296 |
42,2 |
66,5 |
Tabelle 5: Ergebnisse der Oxidationsversuche bei 1000 °C an Luft nach 1056 h.
| |
Name |
Chg |
Versuch Nr |
mbrutto in g/m2 |
mnetto in g/m2 |
uumspall in g/m2 |
| T |
Alloy 602 CA |
160483 |
412 |
8,66 |
7,83 |
0,82 |
| T |
Alloy 602 CA |
160483 |
425 |
5,48 |
5,65 |
-0,18 |
| T |
Alloy 601 |
156125 |
403 |
51,47 |
38,73 |
12,74 |
| T |
Alloy 690 |
111389 |
412 |
23,61 |
7,02 |
16,59 |
| T |
Alloy 690 |
111389 |
421 |
30,44 |
-5,70 |
36,14 |
| T |
Alloy 690 |
111389 |
425 |
28,41 |
-0,68 |
29,09 |
| |
Cr30Al1La |
2297 |
412 |
36,08 |
-7,25 |
43,33 |
| |
Cr30Al1LaT |
2300 |
412 |
41,38 |
-2,48 |
43,86 |
| |
Cr30Al1TiLa |
2298 |
412 |
49,02 |
-30,59 |
79,61 |
| |
Cr30Al1TiNbLa |
2306 |
412 |
40,43 |
16,23 |
24,20 |
| |
Cr30Al1CLaTi |
2308 |
412 |
42,93 |
-15,54 |
58,47 |
| |
Cr30Al1CLa |
2299 |
412 |
30,51 |
0,08 |
30,44 |
| |
Cr30Al2La |
2302 |
412 |
27,25 |
9,57 |
17,68 |
| E |
Cr30Al1Ti |
2301 |
412 |
8,43 |
6,74 |
1,69 |
| |
Cr30Al1Ti |
250060 |
421 |
43,30 |
-19,88 |
63,17 |
| |
Cr30Al1TiNb |
250063 |
421 |
32,81 |
-22,15 |
54,96 |
| |
Cr30Al1TiNb |
250066 |
421 |
26,93 |
-16,35 |
43,28 |
| |
Cr30Al1TiNbZr |
250065 |
421 |
25,85 |
-24,27 |
50,12 |
| |
Cr30Al1TiNb |
250067 |
421 |
41,59 |
-15,56 |
57,16 |
| |
Cr28Al2 |
250068 |
421 |
42,69 |
-39,26 |
81,95 |
| E |
Cr28Al2Y |
250129 |
425 |
3,72 |
3,55 |
0,16 |
| E |
Cr28Al2YC1 |
250130 |
425 |
4,68 |
4,90 |
-0,23 |
| E |
Cr28Al2Nb.5C1 |
250132 |
425 |
3,94 |
5,01 |
-1,07 |
| E |
Cr28Al2Nb.5C1 |
250133 |
425 |
2,56 |
3,98 |
-1,42 |
| E |
Cr28Al2Nb1C1 |
250148 |
425 |
3,15 |
3,21 |
-0,07 |
| E |
Cr28Al2Nb1C1 |
250134 |
425 |
3,34 |
4,23 |
-0,89 |
| E |
Cr28Al2Nb1C1Y |
250147 |
425 |
2,72 |
2,62 |
0,10 |
| E |
Cr28Al2TiC1 |
250149 |
425 |
3,44 |
3,84 |
-0,40 |
| E |
Cr28Al2TiC1 |
250137 |
425 |
3,62 |
4,24 |
-0,62 |
| E |
Cr30Al1La |
250138 |
425 |
3,87 |
4,28 |
-0,41 |
Bezugszeichenliste
1. Nickel-Chrom-Aluminium -Legierung, mit (in Gew.-%) 24 bis 33 % Chrom, 1,8 bis < 3,0
% Aluminium, 0,10 bis < 2,5 % Eisen, 0,001 bis 0,50 % Silizium, 0,005 bis 2,0 % Mangan,
0,00 bis 0,60% Titan, jeweils 0,0002 bis 0,05 % Magnesium und/oder Kalzium, 0,005
bis 0,12 % Kohlenstoff, 0,001 bis 0,050 % Stickstoff, 0,0001 - 0,020 % Sauerstoff,
0,001 bis 0,030 % Phosphor, max. 0,010 % Schwefel, max. 2,0 % Molybdän, max. 2,0 %
Wolfram, wahlweise Nb 0,001 - < 0,50 %, des Weiteren optional enthaltend Y mit einem
Gehalt von 0,01 bis 0,20 %, La mit einem Gehalt von 0,001 bis 0,20 %, Cer mit einem
Gehalt von 0,001 bis 0,20 %, Cer-Mischmetall mit einem Gehalt von 0,001 bis 0,20 %,
Zr mit einem Gehalt von 0,01 bis 0,20 %, B mit einem Gehalt von 0,0001 - 0,008 %,
Co bis 5,0 %, Cu bis max. 0,5 %, max 0,5 % V, Rest Nickel und den üblichen verfahrensbedingten
Verunreinigungen, wobei die folgenden Beziehungen erfüllt sein müssen:

wobei Cr, Fe, Al, Si, Ti, Mo, W und C die Konzentration der betreffenden Elemente
in Masse-% sind, wobei bei Einsatz von Nb die Formel 4a um einen Term mit Nb ergänzt
wird:

und Cr, Fe, Al, Si, Ti, Nb, Mo, W und C die Konzentration des betreffenden Elementes
in Masse % sind.
2. Legierung nach Anspruch 1, mit einem Chromgehalt von 25 bis 33 %, insbesondere von
26 bis 33 %.
3. Legierung nach Anspruch 1 oder 2, mit einem Chromgehalt > 25 bis < 30 %.
4. Legierung einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einem Aluminiumgehalt von 2,0 bis < 3,0
%.
5. Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einem Siliziumgehalt von 0,001 - 0,20
%.
6. Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einem Mangangehalt von 0,005 bis 0,50
%.
7. Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit einem Titangehalt von 0,001 - 0,60%
8. Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,01 bis
0,10 %.
9. Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, in der Zirkon ganz oder teilweise durch
0,001 bis 0,2 %Hafnium substituiert wird.
10. Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 mit maximal 0,5 % Kupfer, wobei die Formel
4a um einen Term mit Cu ergänzt wird:

und Cr, Fe, Al, Si, Ti, Cu, Mo, W und C die Konzentration des betreffenden Elementes
in Masse % sind.
11. Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, worin Verunreinigungen in Gehalten von
max. 0,002 % Pb, max. 0,002 % Zn, max. 0,002 % Sn eingestellt sind.
12. Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei der die folgenden Formel erfüllt
ist und so eine besonders gute Verarbeitung erreicht wird:
Fa≤ 60 (5a) < mit Fa = Cr + 20,4*Ti + 201*C (6a) für eine Legierung ohne Nb, wobei
Cr, Ti und C die Konzentration der betreffenden Elemente in Masse-% sind,
bzw. mit Fa = Cr + 6,15*Nb + 20,4*Ti + 201*C (6b) für eine Legierung mit Nb, wobei
Cr, Nb, Ti und C die Konzentration der betreffenden Elemente in Masse-% sind.
13. Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei der die folgenden Formel erfüllt
ist und so eine besonders gute Warmfestigkeit/ Kriechfestigkeit erreicht wird:

für eine Legierung ohne B und Nb, wobei Cr, Ti, Al, Si und C die Konzentration der
betreffenden Elemente in Masse-% sind,

für eine Legierung mit B und/oder Nb,
wobei Cr, Ti, Nb, Al, Si, C und B die Konzentration der betreffenden Elemente in Masse-%
sind.
14. Verwendung der Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 13 als Band, Blech, Draht,
Stange, längsnahtgeschweißtes Rohr und nahtloses Rohr.
15. Verwendung der Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 13 zur Herstellung von nahtlosen
Rohren.
16. Verwendung der Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 15 in stark aufkohlenden Atmosphären.
17. Verwendung der Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 15 als Bauteil in der petrochemischen
Industrie.
18. Verwendung der Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 15 im Ofenbau.
1. Alliage nickel-chrome-aluminium comprenant (en % en poids) 24 à 33 % de chrome, 1,8
à < 3,0 % d'aluminium, 0,10 à < 2,5 % de fer, 0,001 à 0,50 % de silicium, 0,005 à
2,0 % de manganèse, 0,00 à 0,60 % de titane, respectivement 0,002 à 0,05 % de magnésium
et/ou de calcium, 0,005 à 0,12 % de carbone, 0,001 à 0,050 % d'azote, 0,0001 à 0,020
% d'oxygène, 0,001 '0,030 % de phosphore, max. 0,010 % de soufre, max. 2,0 % de molybdène,
max. 2,0 % de tungstène, facultativement 0,001 à < 0,50 % de Nb, en outre facultativement
contenant une teneur en Y de 0,01 à 0,20 %, une teneur en La de 0,001 à 0,20 %, une
teneur en cérium de 0,001 à 0,20 %, une teneur en mischmétal de cérium de 0,001 à
0,20 %, une teneur en Zr de 0,01 à 0,20 %, une teneur en B de 0,0001 à 0,008 %, une
teneur en Co jusqu'à 5,0 %, une teneur en Cu jusqu'à max. 0,5 %, une teneur en V de
max. 0,5 %, le reste étant du nickel et les impuretés usuelles liées au procédé, les
conditions suivantes devant être satisfaites :

dans lequel Cr, Fe, Al, Si, Ti, Mo, W et C sont les concentrations des éléments concernés
en % en masse, la formule 4a étant complémentée par un terme avec Nb, si Nb est utilisé
:

et Cr, Fe, Al, Si, Ti, Nb, Mo, W et C étant les concentrations des éléments concernés
en % en masse.
2. Alliage selon la revendication 1, comprenant une teneur en chrome de 25 à 33 %, notamment
de 26 à 33 %.
3. Alliage selon la revendication 1 ou la revendication 2, comprenant une teneur en chrome
de > 25 à < 30 %.
4. Alliage selon l'une des revendications 1 à 3, comprenant une teneur en aluminium de
2,0 à < 3,0 %.
5. Alliage selon l'une des revendications 1 à 4, comprenant une teneur en silicium de
0,001 à 0,20 %.
6. Alliage selon l'une des revendications 1 à 5, comprenant une teneur en manganèse de
0,005 à 0,50 %.
7. Alliage selon l'une des revendications 1 à 6, comprenant une teneur en titane de 0,001
à 0,60 %.
8. Alliage selon l'une des revendications 1 à 7, comprenant une teneur en carbone de
0,01 à 0,10 %.
9. Alliage selon l'une des revendications 1 à 8, dans lequel la zircone est complètement
ou partiellement substituée par 0,001 à 0,2 % de hafnium.
10. Alliage selon l'une des revendications 1 à 9, comprenant max. 0,5 % de cuivre, la
formule 4a étant complémentée par un terme avec Cu :

et Cr, Fe, Al, Si, Ti, Nb, Mo, W et C étant les concentrations des éléments concernés
en % en masse.
11. Alliage selon l'une des revendications 1 à 10, dans lequel des teneurs en impuretés
de max. 0,002 % de Pb, de max. 0,002 % de Zn, de max. 0,002 % de Sn sont ajustées.
12. Alliage selon l'une des revendications 1 à 11, dans lequel la formule suivante est
satisfaite et ainsi une formation particulièrement bonne est obtenue :
Fa < 60 (5a) < avec Fa = Cr + 20,4*Ti + 201*V (6a) pour un alliage sans Nb, dans lequel
Cr, Ti et C sont les concentrations des éléments concernés en % en masse,
respectivement avec Fa = Cr + 6,15*Nb + 20,4*Ti + 201*C (6b) pour un alliage avec
Nb,
dans lequel Cr, Nb, Ti et C sont les concentrations des éléments concernés en % en
masse.
13. Alliage selon l'une des revendications 1 à 12, dans lequel la formule suivante est
satisfaite et ainsi une résistance à la chaleur/résistance au fluage particulièrement
bonne est obtenue :

pour un alliage sans B et Nb, dans lequel Cr, Ti, Al, Si et C sont les concentrations
des éléments concernés en % en masse,
respectivement avec Fk = Cr + 19*Ti + 34,3*Nb + 10,2*Al + 12,5*Si + 98*C + 2245*B
(8b)
pour un alliage avec B et/ou Nb,
dans lequel Cr, Ti, Nb, Al, Si, C et B sont les concentrations des éléments concernés
en % en masse.
14. Utilisation de l'alliage selon l'une des revendications 1 à 13 comme bande, tôle,
fil de fer, barre, tube à soudure longitudinale et tube sans soudure.
15. Utilisation de l'alliage selon l'une des revendications 1 à 13 pour fabriquer des
tubes sans soudure.
16. Utilisation de l'alliage selon l'une des revendications 1 à 15 dans des atmosphères
fortement carburantes.
17. Utilisation de l'alliage selon l'une des revendications 1 à 15 comme composant de
construction dans l'industrie pétrochimique.
18. Utilisation de l'alliage selon l'une des revendications 1 à 15 dans la construction
de fourneaux.