[0001] Die Erfindung geht aus von einem Dichtleistensystem insbesondere zur Überwachung
der Abnutzung einer Dichtleiste, welche bevorzugt in einer besaugten Walze einer Maschine
zur Herstellung einer Faserstoffbahn wie einer Papier-, Karton-oder Tissuebahn Verwendung
findet, nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Dichtleisten werden in Papiermaschinen in besaugten Walzen, die eine oder mehrere
Vakuumzonen aufweisen, benötigt, um das Vakuum aufrecht zu erhalten. Während des Abdichtungsvorganges
unterliegen die Dichtleisten dabei einem gewissen Verschleiß, da sie gegen den rotierenden
Metallmantel der Walze gedrückt werden.
[0003] Sind Dichtleisten durchgehend oder auch nur partiell über das maximale Verschleißmaß
abgenutzt, kann dies zu einem Einbruch des Vakuums und damit zu Problemen beim Betrieb
der Papiermaschine führen. Schlimmstenfalls muss für einen Walzenwechsel die Papiermaschine
außerplanmäßig abgestellt werden.
[0004] Gewöhnlich werden Saugwalzen daher vorbeugend gewechselt und anschließend planmäßig
überholt, um die Dichtleisten vorbeugend auszuwechseln. Der Dichtleistenverschleiß
ist in den meisten Fällen die Hauptursache für das Wechseln der Walzen. In selteneren
Fällen werden Saugwalzen auch aus anderen Gründen, wie z.B. Ausfällen von Lagern,
gewechselt.
[0005] Aus dem Stand der Technik sind eine Reihe von Veröffentlichungen, die sich mit der
Überwachung von Dichtleisten befassen, bekannt, alle bisherigen Lösungen sind jedoch
nicht befriedigend.
[0006] Beispielsweise geht aus der Offenlegungsschrift
DE 10 2004 059028 A eine überwachte Dichtleiste hervor, bei welcher eine Verschleißanzeigeeinrichtung
vorgesehen ist, die eine Messeinrichtung mit einem ersten und zweiten Abschnitt und
zumindest einen Indikator aufweist, welcher in die Dichtleiste ein diskretes Verschleißniveau
repräsentierend eingearbeitet ist. Bei Erreichen des Verschleißniveaus durch den Indikator
wird eine Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Abschnitt geschlossen oder
unterbrochen.
[0007] Aus der
US2005/126732 A geht ein System zur Überwachung von Dichtleisten hervor, welches einen Potentialabgreifer
aufweist, der mit Metallstreifen an der Dichtleiste zusammenwirkt.
[0009] Die
US 5,746,891 A weist einen Farbstreifen in der Dichtleiste auf, welcher die maximale Grenze des
Verschleißes optisch anzeigt. Hier ist besonders von Nachteil, dass die Walze ausgebaut
und der Saugkasten gezogen werden muss, um die Markierung sehen zu können.
[0010] Den vorstehend genannten bekannten Verschleißanzeigesystemen ist grundsätzlich gemein,
dass sie zwar eine zumindest partielle Überwachung des Zustandes der Dichtleiste ermöglichen,
jedoch oft kompliziert in Aufbau und Montage sowie kostenintensiv und wartungsaufwendig
sind.
[0011] Oft ist für den Papiermaschinenbetreiber nicht eindeutig ersichtlich, ob eine Dichtleiste
abgenutzt bzw. defekt ist. Es fehlt somit ein zuverlässiger Indikator, der den bisherigen
Verschleiß der Dichtleisten überwacht und eventuell eine rechnerische Zeitabschätzung
für das Erreichen des Maximalverschleißes ausgibt.
[0012] Der Papiermaschinenbetreiber ist dementsprechend gezwungen, vorbeugende Walzenwechsel
aufgrund seiner bisherig gesammelten Erfahrungen einzuplanen. Ist das Serviceintervall
zu lang, kann die Dichtleiste vorher ausfallen. Ist das Serviceintervall zu kurz,
wird wertvolle Produktionszeit verschenkt. Zudem werden möglicherweise Dichtleisten
ausgetauscht, die noch nicht den maximalen Verschleißvorrat ausgenutzt haben und somit
hätten weiterverwendet werden können, was sich ebenfalls in erhöhten Kosten niederschlägt.
Es ist somit Aufgabe der Erfindung, die genannten Nachteile des Standes der Technik
zu vermeiden, indem mittels einer einfachen und kostengünstigen Lösung der Verschleiß
einer Dichtleiste überwacht und auf Basis von Zeitstempeln eine Prognose abgegeben
werden kann, wann die Dichtleiste voraussichtlich den Maximalverschleiß erreicht hat.
Die Aufgabe wird hinsichtlich des Dichtleistensystems durch die kennzeichnenden Merkmale
von Anspruch 1 sowie hinsichtlich der besaugten Walze durch das Kennzeichen des Anspruch
8 jeweils in Verbindung mit den gattungsbildenden Merkmalen gelöst.
Erfindungsgemäß ist dabei vorgesehen, dass die Dichtleiste mit einer Verschleißanzeigeeinrichtung
versehen ist, welche durch eine Anzahl von Schläuchen gebildet ist, welche an oder
in der Dichtleiste im Bereich des Verschleißvolumens angeordnet, mit einem geeigneten
Medium gefüllt und durch eine geeignete Messeinrichtung überwachbar sind.
Mittels der Schläuche ist es möglich, den Verschleiß der Dichtleiste während des Betriebes
in einfacher Weise zu überwachen und die Daten für eine Verschleißprognose zu verwenden.
Unnötige Kosten durch zu frühes Ausbauen der Walze bzw. Tauschen von noch nicht vollständig
abgenutzten Dichtleisten sowie Maschinenstillstände durch Bahnabrisse infolge schlechter
Saugleistung können dadurch vermindert werden, was einen wirtschaftlicheren Betrieb
der Maschine ermöglicht.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsvarianten und weiterführende Aspekte der Erfindung
gehen aus den abhängigen Ansprüchen hervor.
[0013] Die Schläuche können dabei zumindest im Bereich des vorgesehenen Verschleißvolumens
ausgebildet sein, aber auch eine geringfügig größere Ausdehnung kann von Vorteil sein,
um auch im Fall von übermäßiger Beanspruchung bzw. schnellerem Verschleiß noch Reserve
zu haben.
[0014] Weiterhin ist von Vorteil, wenn die Schläuche zumindest abschnittsweise so ausgerichtet
sind, dass sie im Wesentlichen in einer Längsrichtung der Dichtleiste orientiert und
ungefähr so lang wie die Länge der Dichtleiste in Maschinenquerrichtung betrachtet
sind. Hierdurch ist eine Überwachung über die gesamte Länge der Dichtleiste möglich.
[0015] Bevorzugt kann der zumindest eine Schlauch an einem Ende verschlossen und mit einem
anderen Ende an eine Zufuhreinrichtung anschließbar ist, über welche das Medium, mit
denen der zumindest eine Schlauch gefüllt ist, zuführbar ist.
[0016] Vorzugsweise kann die Zufuhreinrichtung zumindest ein Manometer umfassen, welches
den Betriebszustand der Schläuche kontinuierlich wiedergibt.
[0017] Gemäß einer Ausführungsvariante kann das in dem zumindest einen Schlauch vorhandene
Medium Luft oder Wasser sein. Dies sind vorteilhafte, da sehr kostengünstige Lösungen.
[0018] Vorteilhafterweise kann die Verschleißanzeigeeinrichtung zumindest eine Auswerteeinheit
aufweisen, welche mit dem zumindest einen Schlauch verbunden ist. Hier kann die Verarbeitung
der Daten sowie die Erstellung einer Verschleißprognose erfolgen.
[0019] Vorteilhafterweise sollten die Schläuche formschlüssig und/oder kraftschlüssig und/oder
stoffschlüssig mit der Dichtleiste verbunden sein, um eine einwandfreie Funktionsweise
zu gewährleisten.
[0020] Hinsichtlich der besaugten Walze wird die Aufgabe gelöst durch eine besaugte Walze,
umfassend einen Saugkasten sowie ein Dichtleistensystem, wobei es sich bei dem Dichtleistensystem
um ein erfindungsgemäßes Dichtleistensystem wie oben beschrieben handelt.
[0021] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass
ein einzelner Schlauch vorhanden ist, welcher in dem Bereich des Verschleißvolumens
der Dichtleiste angeordnet ist, welcher dem Saugkasten zugewandt ist. Ist der Schlauch
verschlissen, wird ein Signal ausgegeben, welches den baldigen Service ankündigt.
[0022] Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung können zumindest
zwei Schläuche vorgesehen sein können, die in oder an dem Verschleißvolumen in Bezug
auf den Saugkasten in radialer Richtung übereinander angeordnet sind. Dadurch kann
eine kontinuierliche Überwachung des Verschleißes der Dichtleiste erfolgen. Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass die Schläuche zumindest im Bereich des Verschleißvolumens
ausgebildet sind oder sich über das Verschleißvolumen hinaus in ein Restvolumen der
Dichtleiste erstrecken.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert. In
den Figuren zeigen:
- Figur 1
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Dichtleiste mit einer erfindungsgemäß
ausgestalteten Verschleißanzeigeeinrichtung mit einem Schlauch, und
- Figur 2
- eine schematische perspektivische Darstellung einer weiteren Dichtleiste mit einer
erfindungsgemäß ausgestalteten Verschleißanzeigeeinrichtung mit drei Schläuchen.
[0023] In Figur 1 ist in einer schematischen perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung vereinfacht dargestellt. Ein Dichtleistensystem 1 umfasst dabei eine
Dichtleiste 2, welche zur Verwendung in einem Saugkasten in einer besaugten Walze
in einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Papier-,
Karton- oder Tissuebahn geeignet ist. Die Dichtleiste 2 ist dabei gewöhnlich in einem
stationären Saugkasten angeordnet, um welchen der Walzenmantel der Walze rotiert.
Die Dichtleiste 2 liegt in Anlage an einer Innenfläche des Walzenmantels und sorgt
dafür, dass das durch den Saugkasten aufgebaute Vakuum stabil gehalten werden kann.
Durch das Vakuum wird Wasser aus der Faserstoffbahn abgesaugt bzw. die Faserstoffbahn
an der Walze gehalten und umgelenkt.
[0024] Bedingt durch die ständige Anlage an der Mantelfläche, welche auch unter einem Mindestdruck
erfolgen muss, erfährt die Dichtleiste 2 einen beständigen Verschleiß. Dieser ist
limitiert, insbesondere durch geometrische Begrenzungen bei der Nachstellung und der
Anpressung der Dichtleiste 2. Daher ist es wünschenswert, den Verschleißzustand der
Dichtleiste 2 zu beobachten und ggf. über eine Prognose der Standzeit einen Service
zu terminieren.
[0025] Auf die Darstellung und weitergehende Beschreibung des Saugkastens und der Walze
wird an dieser Stelle aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet. Die genannten
Bauteile sind seit langem Stand der Technik.
[0026] Erfindungsgemäß ist zur Beobachtung des Verschleißes der Dichtleiste 2 eine Verschleißanzeigevorrichtung
7 vorgesehen, die eine Anzahl von Schläuchen 4.1, 4.2, ..., 4.n, zumindest jedoch
einen Schlauch 4, an oder in der Dichtleiste 2 angeordnet aufweist, um eine verlässliche
Prognose über das Verschleißverhalten abzugeben und daraus Serviceintervalle bzw.
Reststandzeiten bestimmen zu können.
[0027] Die Schläuche 4.1, 4.2, ..., 4.n werden dabei so angeordnet, dass sie in einer Verschleißrichtung
V der Dichtleiste 2 übereinander angeordnet sind und sich in einer Längsrichtung L
der Dichtleiste 2 erstrecken. Bevorzugt sollten sich die Schläuche 4.1, 4.2, ...,
4.n über die gesamte Länge der Dichtleiste 2 erstrecken.
[0028] Die Schläuche 4.1, 4.2, ..., 4.n sind mit einem geeigneten Medium wie beispielsweise
Luft oder Wasser gefüllt, wobei der Füllstand bzw. der Druck des Mediums mit geeigneten
Vorrichtungen überwachbar ist.
[0029] In Figur 1 ist zunächst ein vereinfachtes Ausführungsbeispiel dargestellt, bei welchem
nur ein einzelner Schlauch 4 vorgesehen ist, welcher entsprechend so in oder an der
Dichtleiste 2 angeordnet ist, dass er den absehbaren Servicebedarf anzeigt. Dazu wird
der Schlauch 4 sinnvollerweise in demjenigen Bereich des Verschleißvolumens 3 angeordnet,
welcher dem Saugkasten am nächsten liegt, also in Bezug auf die Verschleißrichtung
gesehen unten. Hier wäre keine Beobachtung des zeitlichen Ablaufs des Dichtleistenverschleißes
möglich, vielmehr ist dann schnell eine zeitnahe Wartung einzuplanen. Dafür besticht
diese Variante durch Einfachheit, geringe Fehleranfälligkeit und geringen Herstellungs-
und Wartungsaufwand.
[0030] In Figur 2 ist eine Dichtleiste 2 dargestellt, in welcher drei Schläuche 4.1, 4.2,
4.3 vorgesehen sind. Diese sind in das Material der Dichtleiste 2 eingebettet, was
beispielsweise direkt bei der Herstellung der Dichtleiste 2 oder erst später erfolgen
kann. Die Schläuche 4.1, 4.2, 4.3 können auch in einer Nut in der Dichtleiste 2 angeordnet
und ausdehnungsfähig fixiert sein. Es sind diverse Möglichkeiten der Fixierung denkbar,
welche Kraft-, Form- und/oder Stoffschluss umfassen können, wie beispielsweise ein
Aufkleben der Schläuche 4.1, 4.2, ..., 4.n auf eine Außenfläche der Dichtleiste 2.
[0031] Der zumindest eine Schlauch 4.1, 4.2, ..., 4.n ist an seinem einen Ende verschlossen
und an seinem anderen Ende mit einer geeigneten Zufuhreinrichtung zum Beaufschlagen
des zumindest einen Schlauches 4.1, 4.2, ..., 4.n mit einem unter Druck stehenden
Medium wie beispielsweise Luft oder Wasser verbunden. Zumindest ein der Zufuhreinrichtung
beigeordnetes Manometer 5 dient der Kontrolle des in dem zumindest einen Schlauch
4.1, 4.2, ..., 4.n vorhandenen Drucks.
[0032] Wird das Verschleißvolumen 3 der Dichtleiste 2 abgetragen und der zumindest eine
Schlauch 4.1, 4.2, ..., 4.n dabei an einer willkürlichen Stelle verletzt, entweicht
das darin enthaltene Medium, z.B. die Luft oder das Wasser, und das zumindest eine
Manometer nimmt einen sinkenden Druck im Schlauch 4.1, 4.2, ..., 4.n wahr. Alternativ
kann ein geringes Ausströmen des Mediums durch kleine Verletzungen im Schlauch 4.1,
4.2, ..., 4.n ausgeglichen werden und statt des absinkenden Drucks bei sich erweiternden
Verletzungen eine Veränderung des Volumenstroms gemessen werden.
[0033] Im Fall von Wasser als Medium zur Befüllung der Schläuche 4.1, 4.2, ..., 4.n ist
zudem denkbar, das bei Verletzung austretende Wasser als Schmiermittel im Sinne einer
Notlaufmaßnahme einzusetzen.
Weiterhin ist eine Auswerteeinheit 6 vorgesehen, welche die Werte des zumindest einen
Manometers 5 aufnimmt und entsprechend einen Zeitstempel setzt. Über den Vergleich
der Zeitstempel kann der Dichtleistenverschleiß bzw. die mögliche Reststandzeit bestimmt,
welche dem Personal die Planung von Servicestillständen der Papiermaschine zum Tausch
der Dichtleisten 2 ermöglicht.
[0034] Idealerweise sind so viele Schläuche 4.1, 4.2, ..., 4.n vorgesehen, dass das gesamte
Verschleißvolumen 3 der Dichtleiste 2 abdeckt ist. Ist zum Beispiel der Verschleiß
der Dichtleiste 2 auf 10mm ausgelegt, sind entsprechend die Schläuche 4.1, 4.2, ...,
4.n in ihrer Anzahl und Anordnung mindestens auf dieses Maß ausgelegt oder übersteigen
dieses unter Umständen, um weiteres Verschleißpotential aufzuzeigen.
[0035] Im Laufe des Betriebs der Dichtleiste 2 wird das Verschleißvolumen 3 nach und nach
abgetragen, so dass die Schläuche 4.1, 4.2, ..., 4.n nach und nach offengelegt werden.
Die entsprechenden Messwerte des Restdrucks erlauben dann eine genaue Bestimmung von
Verschleiß und Reststandzeit.
[0036] Mit dem Verschleiß der Dichtleiste 2 wird zunächst ein Schlauch 4 angerieben, so
dass er einen Druckverlust durch entweichende Luft oder Wasser erfährt, der mittels
des Manometers 5 erfasst und angezeigt werden kann. Dieser Vorgang wiederholt sich
mit zunehmendem Verschleiß der Dichtleiste 2 so lange, bis alle Schläuche 4.1, 4.2,
..., 4.n verschlissen sind.
[0037] Da die Abstände der Schläuche 4.1, 4.2, ..., 4.n zueinander bei der Systemauslegung
von vornherein bekannt sind, kann jeweils Rückschluss gezogen werden, wie viele der
Schläuche 4.1, 4.2, ..., 4.n durchtrennt sind bzw. welcher Anteil des Verschleißvolumens
3 der Dichtleiste 2 bereits verschlissen ist.
[0038] Eine genaue Bestimmung des Verschleißortes ist bei diesem System zwar nicht möglich,
allerdings ist dies auch nicht zwingend von Interesse, da ein Austausch der Dichtleiste
2 immer bei Erreichen des Maximalverschleißes vollzogen werden muss. Dabei ist es
egal, an welcher Stelle in axialer Richtung gesehen der Maximalverschleiß besteht.
[0039] Das beschriebene Dichtleistensystem 1 mit dem Verschleißanzeigesystem 4 zeichnet
sich somit dadurch aus, dass eine Echtzeitbeobachtung durch kontinuierliche Dichtleistenverschleißmessung
über die gesamte Länge der Dichtleiste 2 möglich ist. Ebenso ist eine rechnerische
Abschätzung über eine restliche Nutzungsdauer der Dichtleiste 2 und eine kosteneffektive
Nutzung der Dichtleisten 2 möglich. Der gesamte Verschleißvorrat kann genutzt werden,
ohne in die Gefahr eines außerplanmäßigen Ausfalls zu kommen. Die erfinderische Ausgestaltung
ist kostengünstig, da keine Sensoren genutzt werden. Eine bessere Planung von Stillständen
und Serviceintervallen ist dadurch möglich.
1. Dichtleistensystem (1) mit einer Dichtleiste (2) zur Abdichtung einer Saugzone einer
besaugten Walze geeignet für den Einsatz in einer Maschine zur Herstellung und/oder
Verarbeitung einer Faserstoffbahn, wobei die Dichtleiste (2) ein Verschleißvolumen
(3) aufweist, welches durch tribologischen Kontakt mit der Walze sukzessive abgetragen
wird, und mit einer Verschleißanzeigeeinrichtung (7), dadurch gekennzeichnet, dass die Verschleißanzeigeeinrichtung (7) durch zumindest einen in oder an der Dichtleiste
(2) ausgebildeten Schlauch (4.1, 4.2, ..., 4.n) gebildet ist, welcher zumindest teilweise
an oder in der Dichtleiste (2) im Bereich des Verschleißvolumens (3) angeordnet und
mit einem unter Druck stehenden Medium gefüllt ist und der durch eine geeignete Messeinrichtung
überwachbar ist.
2. Dichtleistensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Schlauch (4.1, 4.2, ..., 4.n) zumindest abschnittsweise so ausgerichtet
ist, dass er sich im Wesentlichen entlang der Längsrichtung der Dichtleiste (2) und
im Wesentlichen über deren gesamte Länge erstreckt.
3. Dichtleistensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Schlauch (4.1, 4.2, ..., 4.n) an einem Ende verschlossen und mit
einem anderen Ende an eine Zufuhreinrichtung anschließbar ist, über die das Medium
zuführbar ist.
4. Dichtleistensystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhreinrichtung zumindest ein Manometer (5) umfasst.
5. Dichtleistensystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Medium Luft oder Wasser ist.
6. Dichtleistensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschleißanzeigeeinrichtung (7) zumindest eine Auswerteeinheit (6) aufweist,
welche mit dem zumindest einen Schlauch (4.1, 4.2, ..., 4.n) verbunden ist.
7. Dichtleistensystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Schlauch (4.1, 4.2, ..., 4.n) formschlüssig und/oder kraftschlüssig
und/oder stoffschlüssig mit der Dichtleiste (2) verbunden ist.
8. Besaugte Walze, umfassend einen Saugkasten sowie ein Dichtleistensystem, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtleistensystem nach einem der Ansprüche 1-7 ausgeführt ist
9. Besaugte Walze nach Anspruch 8 dadurch gekennzeichnet, dass ein einzelner Schlauch (4) vorgesehen ist, welcher in dem Bereich des Verschleißvolumens
(3) der Dichtleiste (2) angeordnet ist, welcher dem Saugkasten zugewandt ist.
10. Besaugte Walze nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Schläuche (4.1, 4.2, ..., 4.n) vorgesehen sind, die in oder an dem
Verschleißvolumen (3) in Bezug auf den Saugkasten in radialer Richtung übereinander
angeordnet sind.
11. Besaugte Walze nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schläuche (4.1, 4.2, ..., 4.n) zumindest im Bereich des Verschleißvolumens (3)
ausgebildet sind oder sich über das Verschleißvolumen (3) hinaus in ein Restvolumen
der Dichtleiste (2) erstrecken.
1. Sealing-strip system (1) having a sealing strip (2) for sealing a suction zone of
a suctioned roller suitable for use in a machine for manufacturing and/or processing
a fibrous web, wherein the sealing strip (2) has a wear volume (3) which is successively
removed by tribological contact with the roller, and having a wear-indication unit
(7), characterized in that the wear-indication unit (7) is formed by at least one tube (4.1, 4.2 ..., 4.n) which
is configured in or on the sealing strip (2) and which is at least in part disposed
on or in the sealing strip (2) in the region of the wear volume (3) and is filled
with a pressurized medium and which can be monitored by a suitable measuring unit.
2. Sealing-strip system according to Claim 1, characterized in that the at least one tube (4.1, 4.2 ..., 4.n) is at least in portions oriented such that
it substantially extends along the longitudinal direction of the sealing strip (2)
and substantially extends along the entire length of the latter.
3. Sealing-strip system according to one of Claims 1 to 2, characterized in that the at least one tube (4.1, 4.2, ..., 4.n) is closed off at one end and by way of
another end is connectable to a supply unit via which the medium is suppliable.
4. Sealing-strip system according to Claim 3, characterized in that the supply unit comprises at least one pressure gauge (5).
5. Sealing-strip system according to one of the preceding claims, characterized in that the medium is air or water.
6. Sealing-strip system according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the wear-indication unit (7) has at least one evaluation unit (6) which is connected
to the at least one tube (4.1, 4.2, ..., 4.n).
7. Sealing-strip system according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one tube (4.1, 4.2, ..., 4.n) is connected to the sealing strip (2)
in a form-fitting and/or force-fitting and/or materially integral manner.
8. Suctioned roller, comprising a suction box and a sealing-strip system, characterized in that the sealing-strip system is designed according to one of Claims 1-7.
9. Suctioned roller according to Claim 8, characterized in that a single tube (4) is provided, which tube (4) is disposed in the region of the wear
volume (3) of the sealing strip (2) that faces the suction box.
10. Suctioned roller according to Claim 8, characterized in that at least two tubes (4.1, 4.2, ..., 4.n) which are disposed in or on the wear volume
(3) so as to be on top of one another in the radial direction in relation to the suction
box are provided.
11. Suctioned roller according to Claim 10, characterized in that the tubes (4.1, 4.2, ..., 4.n) are configured at least in the region of the wear
volume (3) or extend beyond the wear volume (3) in a residual volume of the sealing
strip (2).
1. Système de baguette d'étanchéité (1) comprenant une baguette d'étanchéité (2) pour
réaliser l'étanchéité d'une zone d'aspiration d'un cylindre aspiré, appropriée pour
l'utilisation dans une machine de fabrication et/ou de traitement d'une bande fibreuse,
la baguette d'étanchéité (2) présentant un volume d'usure (3) qui est successivement
enlevé par contact tribologique avec le cylindre, et comprenant un dispositif d'affichage
de mesure (7), caractérisé en ce que le dispositif d'affichage de mesure (7) est formé par au moins un tuyau (4.1, 4.2,...,
4.n) réalisé dans ou sur la baguette d'étanchéité (2), qui est disposé au moins en
partie sur ou dans la bague d'étanchéité (2) dans la région du volume d'usure (3)
et qui est rempli d'un milieu sous pression, et qui peut être contrôlé par un dispositif
de mesure approprié.
2. Système de baguette d'étanchéité selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins un tuyau (4.1, 4.2, ..., 4.n) est au moins en partie orienté de telle
sorte qu'il s'étende essentiellement le long de la direction longitudinale de la baguette
d'étanchéité (2) et essentiellement sur toute sa longueur.
3. Système de baguette d'étanchéité selon l'une quelconque des revendications 1 à 2,
caractérisé en ce que l'au moins un tuyau (4.1, 4.2, ..., 4.n) est fermé à une extrémité et peut être raccordé
à une autre extrémité à un dispositif d'alimentation par le biais duquel le milieu
peut être alimenté.
4. Système de baguette d'étanchéité selon la revendication 3, caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation comprend au moins un manomètre (5).
5. Système de baguette d'étanchéité selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le milieu est de l'air ou de l'eau.
6. Système de baguette d'étanchéité selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que le dispositif d'affichage de l'usure (7) présente au moins une unité d'analyse (6)
qui est raccordée à l'au moins un tuyau (4.1, 4.2, ..., 4.n).
7. Système de baguette d'étanchéité selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'au moins un tuyau (4.1, 4.2, ..., 4.n) est raccordé par engagement par correspondance
de formes et/ou par force et/ou par liaison de matière à la baguette d'étanchéité
(2).
8. Cylindre aspiré, comprenant une caisse aspirante ainsi qu'un système de baguette d'étanchéité,
caractérisé en ce que le système de baguette d'étanchéité est réalisé selon l'une quelconque des revendications
1 à 7.
9. Cylindre aspiré selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'un tuyau unique (4) est prévu, lequel est disposé dans la région du volume d'usure
(3) de la baguette d'étanchéité (2) qui est tournée vers la caisse aspirante.
10. Cylindre aspiré selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'au moins deux tuyaux (4.1, 4.2, ..., 4.n) sont prévus, lesquels sont disposés dans
ou sur le volume d'usure (3) les uns sur les autres dans la direction radiale par
rapport à la caisse aspirante.
11. Cylindre aspiré selon la revendication 10, caractérisé en ce que les tuyaux (4.1, 4.2,..., 4.n) sont réalisés au moins dans la région du volume d'usure
(3) ou s'étendent au-delà du volume d'usure (3) dans un volume résiduel de la baguette
d'étanchéité (2).