| (19) |
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(11) |
EP 2 855 809 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.11.2016 Patentblatt 2016/45 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.05.2013 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/061085 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/178688 (05.12.2013 Gazette 2013/49) |
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| (54) |
BESCHLAGSYSTEM FÜR EIN FENSTER, EINE TÜR ODER DERGLEICHEN
FITTING SYSTEM FOR A WINDOW, A DOOR OR THE LIKE
SYSTÈME DE FERRURE POUR UNE FENÊTRE, UNE PORTE OU SIMILAIRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
02.06.2012 DE 102012011010
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.04.2015 Patentblatt 2015/15 |
| (73) |
Patentinhaber: Roto Frank AG |
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70771 Leinfelden-Echterdingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GAISER, Stefan
72141 Walddorfhäslach (DE)
- HANEL, Dirk
71144 Steinenbronn (DE)
- MATTAUSCH, Jürgen
71144 Steinenbronn (DE)
- DIEM, Eike
70794 Filderstadt (DE)
- MEHR, Marcus
70794 Filderstadt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grosse, Rainer et al |
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Gleiss Große Schrell und Partner mbB
Patentanwälte Rechtsanwälte
Leitzstrasse 45 70469 Stuttgart 70469 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 489 253 EP-A2- 2 312 101 US-A- 4 807 914
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EP-A1- 2 392 753 DE-A1- 1 931 115
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Beschlagsystem für ein Fenster, eine Tür oder dergleichen,
mit mindestens einem Drehverschlusselement, das zum Verriegeln oder Entriegeln des
Fensters, der Tür oder dergleichen mit einem Gegenelement zusammenwirkt.
[0002] Aus der deutschen Offenlegungsschrift
1 931 115 A1 ist ein derartiges Beschlagsystem für Fenster, Türen oder dergleichen bekannt, das
mehrere, als Spiralhaken ausgebildete, drehbare Verschlussglieder aufweist. Die Verschlussglieder
werden durch eine Verzahnung einer Treibstange angetrieben und wirken mit Schließnocken
zusammen. Die Schließnocken befinden sich am Blendrahmen und die Verschlussglieder
am Flügelrahmen des Fensters oder der Tür. Durch Verlagerung der Treibstange ist ein
Verdrehen der Verschlussglieder möglich, um mittels der Spiralhaken die Schließnocken
in oder außer Riegeleingriff zu bringen und dadurch eine Verriegelung oder eine Freigabe
des Fenster- oder Türflügels herbeizuführen. Der Funktionsumfang dieser bekannten
Verschlussvorrichtung ist begrenzt.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Beschlagsystem für ein Fenster,
eine Tür oder dergleichen zu schaffen, das bei einfacher Konstruktion und kostengünstiger
Herstellung eine Anwendungsvielfalt bietet.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß unter Berücksichtigung des eingangs genannten
Beschlagsystems dadurch gelöst, dass das Drehverschlusselement in eine das Gegenelement
freigebende Entriegelungsstellung verdrehbar ist, die eine Zwischenstellung zwisehen
einem im Uhrzeigersinn erfolgenden ersten Drehbereich des Drehverschlusselements und
einem im Gegenuhrzeigersinn erfolgenden zweiten Drehbereich des Drehverschlusselements
ist, und dass das Gegenelement in einem der Drehbereiche vom Drehverschlusselement
in einer Verriegelungsstellung und in dem anderen der Drehbereiche in einer Spaltlüftungsstellung
gefangen ist. Erfindungsgemäß lässt sich das Drehverschlusselement aus der Zwischenstellung
sowohl im Uhrzeigersinn als auch im Gegenuhrzeigersinn verlagern, wobei die Zwischenstellung
eine das Gegenelement freigebende Entriegelungsstellung ist, sodass in dieser Stellung
des Drehverschlusselements eine Entriegelung des Fensters, der Tür oder dergleichen
vorliegt, d.h., ein Fensterflügel, Türflügel oder dergleichen lässt sich in Offenstellung
verlagern. Ausgehend von dieser Zwischenstellung lässt sich das Drehverschlusselement
entweder im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn verdrehen, mit der Folge, dass
unterschiedliche Funktionen erzielt werden. In einem der beiden Drehbereiche wird
das Gegenelement in der Verriegelungsstellung gefangen, in der das Fenster, die Tür
oder dergleichen verriegelt ist und daher nicht geöffnet werden kann. In dem anderen
der beiden Drehbereiche wird das Gegenelement in der Spaltlüftungsstellung gefangen,
sodass das Fenster, die Tür oder dergleichen eine Spaltlüftung erlaubt, in der gleichwohl
der zugehörige Fensterflügel, Türflügel oder dergleichen gefangen, also nicht weitergehend
geöffnet werden kann und daher trotz des Lüftungsspalts eine hohe Sicherheit gegen
Einbrüche und so weiter bietet. In Abhängigkeit von der aus der Zwischenstellung erfolgenden
Drehrichtung des Drehverschlusselements ergeben sich somit zwei unterschiedliche Funktionen
bei der Benutzung des Fensters, der Tür oder dergleichen.
[0005] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Drehverschlusselement
eine Drehachse aufweist und für seinen Antrieb mit einer Betätigungswelle drehgekuppelt
ist, wobei die Betätigungswelle in einem Winkel zur Drehachse, insbesondere einem
90°-Winkel, verläuft. Mittels der Betätigungswelle wird das Drehverschlusselement
um seine Drehachse verdreht. Die Betätigungswelle verläuft in Längserstreckung des
zugeordneten Holms des Fensters, der Tür oder dergleichen, insbesondere in diesem
Holm. Quer dazu, insbesondere in einem 90°-Winkel dazu, verläuft die Drehachse des
Drehverschlusselements. Zur Drehkupplung der beiden Bauelemente kommt insbesondere
ein Winkelgetriebe zum Einsatz. Insbesondere ist vorgesehen, dass sich mehrere Drehverschlusselemente
an dem Fenster, der Tür oder dergleichen befinden, insbesondere um ein sicheres Verriegeln
zu gewährleisten. Der Flügel des Fensters, der Tür oder dergleichen kann - je nach
Konstruktion - drehgeöffnet, parallel abgestellt und dann seitlich verschoben oder
erst parallel abgestellt und dann drehgeöffnet werden, wobei zur Herbeiführung und/oder
zum Sichern der Spaltlüftungsstellung ein Drehverschlusselement vorgesehen ist oder
mehrere Drehverschlusselemente vorgesehen sind.
[0006] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass beim Zusammenwirken von Drehverschlusselement
und Gegenelement das Gegenelement in einem Führungsschlitz des Drehverschlusselements
geführt ist. Bei dem Gegenelement handelt es sich insbesondere um einen Führungszapfen.
Dieser verläuft in der oder parallel zur Fensterebene beziehungsweise Türebene oder
dergleichen und ragt insbesondere in der Verriegelungsstellung und in der Spaltlüftungsstellung
mit seinem freien Ende in den Führungsschlitz des Drehverschlusselements hinein, wodurch
das Fenster, die Tür oder dergleichen gegen Öffnen oder weitergehendes Öffnen geschützt
ist. Die Führung des Gegenelements im Führungsschlitz hat ferner den Vorteil, dass
die Stellung des Flügels sowohl im Schließsinne als auch im Öffnungssinne des Fensters,
der Tür oder dergleichen gehalten wird, sodass keine unzulässigen Flügelbewegungen
(zum Beispiel bei Windbeaufschlagung) auftreten können.
[0007] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Führungsschlitz einen zum Rand
des Drehverschlusselements offenen Einlaufbereich aufweist, der in einen Querschlitz
mündet, welcher -ausgehend vom Einlaufbereich auf der einen Seite von diesem - einen
die Verriegelungsstellung herbeiführenden Verriegelungsbereich aufweist, der insbesondere
als gekrümmter Exzenterbereich ausgebildet ist, und welcher - ausgehend vom Einlaufbereich
auf der anderen Seite von diesem - einen die Spaltlüftungsstellung herbeiführenden
Spaltlüftungsbereich aufweist, der insbesondere als teilkreisförmiger Koaxialbereich
ausgebildet ist. Beim Schließen des Fensters, der Tür oder dergleichen läuft das Gegenelement
in den zum Rand des Drehverschlusselements hin offenen Einlaufbereich des Führungsschlitzes
ein. Ist das Fenster, die Tür oder dergleichen nahezu - bis auf einen Spalt - geschlossen,
so befindet sich das Gegenelement am Ende des Einlaufbereichs und fluchtend zum Querschlitz,
in den es -in Abhängigkeit von der erfolgenden Drehrichtung des Drehverschlusselements
eintreten kann, und zwar in den Verriegelungsbereich des Querschlitzes zum Verriegeln
des Fensters, der Tür oder dergleichen (in der einen Drehrichtung des Drehverschlusselements)
oder in den Spaltlüftungsbereich, um eine Spaltlüftungsstellung beim Fenster, bei
der Tür oder dergleichen zu sichern (bei einer Drehung des Drehverschlusselements
in die andere Drehrichtung). Durch die Ausbildung des Verriegelungsbereichs als gekrümmter
Exzenterbereich wird bei einem Verdrehen des Drehverschlusselements eine Verlagerung
des Gegenelements derart bewirkt, dass der Flügel des Fensters, der Tür oder dergleichen
in die Geschlossenstellung gedrängt wird, in der auch die Dichtungen beaufschlagt
werden, sodass durch die Exzentrizität des Verriegelungsbereichs relativ zur Drehachse
des Drehverschlusselements am Ende des Verriegelungsprozesses ein Schließdruck aufgebaut
ist. Wenn das Gegenelement bis an das Ende des Einlaufbereichs in den Führungsschlitz
eingelaufen ist, weist der Flügel des Fensters, der Tür oder dergleichen eine Öffnungsstellung
auf, die der Spaltlüftungsstellung entspricht. Um diese zu sichern ist es lediglich
erforderlich, das Drehverschlusselement derart zu drehen, dass das Gegenelement in
den Spaltlüftungsbereich des Querschlitzes einläuft. Dieser Spaltlüftungsbereich kann
daher relativ kurz gegenüber dem Exzenterbereich ausgebildet sein, da die Stellung
des Gegenelements lediglich zu sichern ist. Bei einem Verriegeln des Fensters, der
Tür oder dergleichen mittels des Verriegelungsbereichs des Querschlitzes muss der
Flügel von einer der Spaltlüftungsstellung entsprechenden Öffnungsstellung noch bis
in die Schließstellung überführt und dann auch noch angedrückt werden, was alles aufgrund
der Exzentrizität des Schlitzverlaufs ermöglicht wird, jedoch auch einen entsprechend
großen Drehwinkel des Drehverschlusselements und damit einen entsprechend langen Exzenterbereich
erfordert. Insgesamt ist daher festzuhalten, dass die Länge des Querschlitzes im Exzenterbereich
vorzugsweise größer als die Länge des Querschlitzes im Spaltlüftungsbereich ausgebildet
ist.
[0008] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Länge des Querschlitzes
im Exzenterbereich zwei- bis viermal größer als die Länge des Querschlitzes im Spaltlüftungsbereich
ausgebildet ist.
[0009] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Querschlitz, insbesondere der
Verriegelungsbereich des Querschlitzes, als Teilkreisschlitz ausgebildet ist, der
exzentrisch zur Drehachse des Drehverschlusselements verläuft. Die Krümmung des Querschlitzes,
insbesondere des Verriegelungsbereichs, kann daher einem Teilkreisverlauf entsprechen.
Die Anordnung des Teilkreisschlitzes am Drehverschlusselement ist vorzugsweise dann
derart getroffen, dass dieser in seinem Spaltlüftungsbereich möglichst koaxial zur
Drehachse des Drehverschlusselements verläuft.
[0010] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Drehverschlusselement einem
Blendrahmen und dass das Gegenelement einem Flügelrahmen des Fensters, der Tür oder
dergleichen zugeordnet ist. Mithin ist im Blendrahmen die Betätigungswelle untergebracht,
mit der das Drehverschlusselement, das sich ebenfalls am Blendrahmen befindet, betätigt
wird. Die Betätigungswelle wird mittels eines geeigneten Antriebs gedreht, wobei es
sich dabei um einen maschinellen Antrieb oder um einen händischen Antrieb (letzteres
mittels einer am Blendrahmen vorgesehenen Handhabe) handeln kann.
[0011] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Drehverschlusselement einen
kreiszylindrischen Kopf aufweist, in dessen Stirnfläche der Führungsschlitz liegt.
An den kreiszylindrischen Kopf schließt sich in axialer Richtung ein im Durchmesser
kleinerer Lagerbolzen an, der in einer Lagerbohrung eines Gehäuseelements des Beschlagsystems
drehbar lagert.
[0012] Es ist - nach einer Weiterbildung der Erfindung - vorteilhaft, wenn das Gegenelement
ein Führungszapfen ist. Hierauf wurde bereits vorstehend hingewiesen. Der Führungszapfen
ist in fester Position am entsprechenden Element des Fensters, der Tür oder dergleichen
befestigt (insbesondere am Flügelrahmen).
[0013] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Durchmesser des Führungszapfens
derart ausgebildet ist, dass er mit nur geringem Spiel im Führungsschlitz geführt
ist. Hierdurch ist eine enge Führung und damit ein unerwünschtes Pendeln des Flügelrahmens
verhindert.
[0014] Die Erfindung betrifft ferner ein Fenster, eine Tür oder dergleichen, ausgestattet
mit einem Beschlagsystem, so wie vorstehend beschrieben.
[0015] Nach einer Weiterbildung des erwähnten Fensters, der Tür oder dergleichen ist ein
Blendrahmen und ein Flügelrahmen vorgesehen, wobei der Flügelrahmen über eine Drehscharniervorrichtung
am Blendrahmen gehalten ist und das Drehverschlusselement zum Sichern eines Spaltlüftungsöffnungswinkels
mit vorgebbarem Abstand zur Drehachse der Drehscharniervorrichtung liegt. In Abhängigkeit
von diesem Abstand stellt sich die Größe des Spaltlüftungsöffnungswinkels ein. Ein
großer Abstand von der Drehachse führt zu einem kleineren Winkel als ein kleiner Abstand
des Drehverschlusselements zur Drehscharniervorrichtung.
[0016] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das Fenster,
die Tür oder dergleichen einen Blendrahmen und einen Flügelrahmen aufweist, wobei
der Flügelrahmen mittels einer Lagervorrichtung parallel abstellbar am Blendrahmen
gehalten ist und das Drehverschlusselement zum Herbeiführen und/oder Sichern eines
umlaufenden Lüftungsspalts dient. Durch das Parallelabstellen ergibt sich über den
gesamten Umfang des Flügelrahmens zum Blendrahmen des Fensters, der Tür oder dergleichen
der umlaufende Lüftungsspalt (sofern er nicht bereichsweise von Bauteilen abgedeckt
ist).
[0017] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Lagervorrichtung eine Drehscharniervorrichtung
aufweist. Dabei ist vorgesehen, dass mittels der Lagervorrichtung zunächst ein Parallelabstellen
des Flügelrahmens erfolgt und anschließend ein Drehöffnen ermöglicht ist.
[0018] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Verriegeln, Entriegeln und Spaltlüften
eines Fensters, einer Tür oder dergleichen, mit einem Beschlagsystem, das mindestens
ein Drehverschlusselement aufweist, welches mit einem Gegenelement zusammenwirkt,
wobei zum Entriegeln das Drehverschlusselement in eine das Gegenelement freigebende
Entriegelungsstellung verdreht wird und die Entriegelungsstellung eine Zwischenstellung
zwischen einem im Uhrzeigersinn erfolgenden ersten Drehbereich des Drehverschlusselements
und einem im Gegenuhrzeigersinn erfolgenden zweiten Drehbereich des Drehverschlusselements
bildet, und wobei das Gegenelement in einem der Drehbereiche vom Drehverschlusselement
in einer Verriegelungsstellung und in dem anderen der Drehbereiche in einer Spaltlüftungsstellung
gefangen wird.
[0019] Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels
und zwar zeigt:
- Figur 1
- einen Querschnitt durch einen Blendrahmen und einen Flügelrahmen eines Fensters, wobei
es sich mittels eines Beschlagsystems in einer Spaltlüftungsstellung befindet,
- Figur 2
- eine Darstellung gemäß Figur 1, jedoch bei verriegeltem Fenster,
- Figur 3
- eine Darstellung der Figur 1, jedoch bei geöffnetem Fenster,
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht auf einen Teilbereich des Beschlagsystems im nicht eingebauten
Zustand,
- Figur 5
- einen Längsschnitt durch eine Drehverschlusselementanordnung des Beschlagsystems und
- Figur 6 und 7
- Fenster mit dem Beschlagsystem.
[0020] Die Figur 1 zeigt einen Abschnitt eines Fensters 1 in Schnittansicht. Das Fenster
1 weist einen Blendrahmen 2 und einen Flügelrahmen 3 auf. Das Fenster 1 ist mit einem
Beschlagsystem 4 versehen, von dem in der Figur 1 ein Kopf 5 eines Drehverschlusselements
6 und ein Gegenelement 7 ersichtlich ist. Das Drehverschlusselement 6 (und somit der
Kopf 5) ist um eine Drehachse 8 verdrehbar am Blendrahmen 2 gelagert. Das Gegenelement
7 ist als Führungszapfen 9 ausgebildet. Der Führungszapfen 9 ist ortsfest am Flügelrahmen
3 positioniert.
[0021] Der Kopf 5, der insbesondere kreiszylindrisch ausgebildet ist, weist eine Stirnfläche
10 auf. Die Drehachse 8 des Drehverschlusselements 6 liegt in der Ebene des Fensters
1 beziehungsweise parallel zur Ebene des Fensters 1. Die Längserstreckung des Führungszapfens
9 liegt ebenfalls in der Ebene des Fensters 1 beziehungsweise parallel zur Fensterebene.
Insbesondere verlaufen Drehachse 8 und Längserstreckung des Führungszapfens 9 parallel
zueinander. In der Stirnfläche 10 des Kopfes 5 liegt ein Führungsschlitz 11, der -
in Abhängigkeit von der Stellung des Flügelrahmens 3 - eine Aufnahme des Gegenelements
7, insbesondere des Führungszapfens 9, vornimmt. Der Führungsschlitz 11 weist einen
zum Rand 12 des Drehverschlusselements 6 offenen Einlaufbereich 13 auf, der in einen
Querschlitz 14 des Führungsschlitzes 11 mündet. Der Querschlitz 14 weist - ausgehend
vom Einlaufbereich 13 auf der einen Seite von diesem - einen Verriegelungsbereich
15 und - ausgehend vom Einlaufbereich 13 auf der anderen Seite von diesem - einen
Spaltlüftungsbereich 16 auf. Der Verriegelungsbereich 15 dient zur Herbeiführung einer
Verriegelungsstellung des Fensters. Der Spaltlüftungsbereich 16 dient zur Herbeiführung/Sicherung
einer Spaltlüftungsstellung des Fensters 1. Der Verriegelungsbereich 15 ist vorzugsweise
als gekrümmter Exzenterbereich 17 und der Spaltlüftungsbereich 16 ist vorzugsweise
als teilkreisförmiger Koaxialbereich 18 ausgebildet. Dies bedeutet, dass der Exzenterbereich
17 exzentrisch zur Drehachse 8 verläuft und dass der Koaxialbereich 18 koaxial zur
Drehachse 8 liegt. Die Länge des Querschlitzes 14 im Exzenterbereich 17 ist größer
als die Länge des Querschlitzes 14 im Spaltlüftungsbereich 16 ausgebildet. Insbesondere
ist die Länge des Querschlitzes im Exzenterbereich 17 etwa viermal größer als die
Länge des Querschlitzes 14 im Spaltlüftungsbereich 16, so wie dies aus der Figur 1
ersichtlich ist.
[0022] Den Figuren 4 und 5 ist der Aufbau des Beschlagsystems 4 näher entnehmbar. Die Figur
4 zeigt das Drehverschlusselement 6 und eine Betätigungswelle 19, mit der das Drehverschlusselement
6 drehgekuppelt ist. Die Betätigungswelle 19 besteht aus mehreren, miteinander gekuppelten
Wellenabschnitten 20, die über Zapfen-Gabelverbindungen miteinander drehfest verbunden
sind. In mindestens einem Eckbereich des Blendrahmens 2 ist eine Eckumlenkung 21 vorgesehen,
die als Winkelgetriebe ausgebildet ist und die entsprechenden Wellenabschnitte 20
miteinander drehfest kuppelt. Der Blendrahmen 2 weist eine Aufnahmenut auf, in die
das Beschlagsystem 1 eingesetzt wird. Zum Abdecken der Aufnahmenut dienen Abdeckelemente
22 des Beschlagsystems 1, die vorzugsweise auch eine Lagerung oder Halterung der Wellenabschnitte
20, der Eckumlenkung 21 und einer Drehverschlusselementanordnung 23 am Blendrahmen
2 lagern. Die Drehverschlusselementanordnung 23 weist das Drehverschlusselement 6
auf.
[0023] Die Figur 5 zeigt eine Ausführungsform des Aufbaus der Drehverschlusselementanordnung
23. Es ist ersichtlich, dass der Kopf 5 in axialer Richtung in einen durchmesserkleineren
Lagerbolzen 24 übergeht, der in einer Lagerbohrung 25 eines Gehäuseelements 26 drehbar
gelagert ist. Der Lagerbolzen 24 und die Lagerbohrung 25 weisen je eine Ringnut 27,
28 auf, in die Sicherungsstifte 29, 30 derart eingesteckt sind, dass sich das Drehverschlusselement
6 um die Drehachse 8 drehen kann, jedoch in axialer Richtung festgelegt ist. Die Wellenabschnitte
20 der Betätigungswelle 19 weisen Kegelzahnräder 31 auf, die mit entsprechenden Gegenzahnungen
32 des Drehverschlusselements 6 kämmen. Wird nun ein Wellenabschnitt 20 angetrieben,
beispielsweise händisch mittels eines Handgriffs am Blendrahmen und/oder mittels eines
elektrischen Antriebs, so kämmt das entsprechende Kegelzahnrad 31 mit der Gegenzahnung
32, was zu einer Drehung des Drehverschlusselements 6 führt, wobei die andere Gegenzahnung
32 das andere Kegelzahnrad 31 antreibt, wodurch auch der zugehörige andere Wellenabschnitt
20 in Drehung versetzt wird. Auf diese Art und Weise wird die Drehbewegung an die
verschiedenen Bauglieder des Beschlagsystems 4 weitergegeben.
[0024] In Abweichung von den Ausführungen und der Darstellung der Figur 5 ist der Antrieb
des Drehverschlusselements 6 in der Ausführungsform der Figur 4 andersartig gestaltet,
da dort ein Wellenabschnitt 20 vorgesehen ist, der nicht zweiteilig im Bereich der
Drehverschlusselementanordnung 23 ausgebildet ist, sondern durchgehend einstückig
und mit einem Gewinde 33 versehen ist, welches mit einer entsprechenden Gegenzahnung
des Lagerbolzens 24 des Drehverschlusselements 6 kämmt, wodurch ein Drehantrieb realisiert
wird.
[0025] Die Figuren 1 bis 3 zeigen das Fenster 1 in unterschiedlichen Stellungen. Der Flügelrahmen
3 kann gegenüber dem Blendrahmen 2 drehgeöffnet werden, und zwar um eine in diesen
Figuren nicht ersichtliche, vertikal verlaufende Drehachse, die von einer Drehscharniervorrichtung
(vorzugsweise mit mehreren Drehscharnieren) gebildet wird. Die Figur 1 zeigt das Fenster
in einer Spaltlüftungsstellung, d.h., der Flügelrahmen 3 ist geringfügig drehgeöffnet,
derart, dass er gegenüber dem Blendrahmen 2 einen Spaltlüftungsöffnungswinkel einnimmt,
sich also eine entsprechende Spaltlüftungsöffnung einstellt. Die Figur 2 zeigt das
Fenster im verriegelten Zustand, d.h., der Flügelrahmen 3 liegt unter Vorspannung
am Blendrahmen 2 an und ist in dieser Stellung verriegelt. Die Figur 3 zeigt den Flügelrahmen
3 in einer Öffnungsstellung. Das bedeutet, dass der Flügelrahmen 3 frei beweglich
ist, beispielsweise vollständig geöffnet werden kann. Im Folgenden soll die Funktion
des Beschlagsystems 4 in Zusammenhang mit den erwähnten Stellungen des Flügelrahmens
3 näher erläutert werden.
[0026] Geht man von der Situation gemäß Figur 3 aus, so wird deutlich, dass das Drehverschlusselement
6 eine Drehstellung einnimmt, in der beim Schließen des Fensters, also beim Heranführen
des Flügelrahmens 3 an den Blendrahmen 2, der Führungszapfen 9 in den Einlaufbereich
13 des Führungsschlitzes 11 eintritt. Der Führungszapfen 9 tritt soweit ein, bis er
gegen die Wandung des Querschlitzes 14 tritt. Wird nun mittels Antrieb der Betätigungswelle
19 das Drehverschlusselement 6 um die Drehachse 8 in die Stellung gemäß Figur 1 verdreht,
so wird der Führungszapfen 9 im Spaltlüftungsbereich 16 des Querschlitzes 14 gesichert.
Dies bedeutet, dass eine Spaltlüftungsstellung vorliegt, in der der Flügelrahmen 3
ein spaltweit geöffnet ist, wobei er in dieser Stellung aufgrund der gefangenen Situation
des Führungszapfens 9 im Führungsschlitz 11 sicher gehalten wird. Da sich das Beschlagsystem
4 im Falzbereich des Fensters 1 befindet, ist es von außen nicht zugänglich, d.h.,
die Spaltlüftstellung ist gegenüber einem Einbruchversuch oder dergleichen gesichert.
[0027] Soll das Fenster 1 verriegelt werden, so wird nach dem Einlaufen des Führungszapfens
9 in den Einlaufbereich 13 oder aus der Spaltlüftungsstellung gemäß Figur 1 derart
vorgegangen, dass das Drehverschlusselement 6 gegenüber der zur Spaltlüftungsstellung
führenden Drehbewegung in eine entgegengesetzte Drehung versetzt wird, derart, dass
der Führungszapfen 9 entlang des Verriegelungsbereichs 15 des Querschlitzes 14 geführt
wird, wobei der Verriegelungsbereich 15 als Exzenterbereich 17 ausgebildet ist, also
exzentrisch zur Drehachse 8 verläuft, mit der Folge, dass bei der Drehung des Drehverschlusselements
6 der Führungszapfen 9 bis in die Stellung gemäß Figur 2 bewegt wird, in der der Flügelrahmen
3 gegen den Blendrahmen 2 anliegt, vorzugsweise mit Vorspannung anliegt, sodass entsprechende
Dichtungen zwischen Blendrahmen 2 und Flügelrahmen 3 druckbeaufschlagt werden und
damit ein guter Dichtschluss vorliegt. Aus der Verriegelungsstellung gemäß Figur 2
kann durch Drehrichtungsumkehr des Drehverschlusselements 6 nunmehr wiederum eine
Freigabestellung erzielt werden, in der der Führungszapfen 9 aus dem Einlaufbereich
13 des Führungsschlitzes 11 austreten kann und daher den Flügelrahmen 3 freigibt oder
es kann eine Überführung in die Spaltlüftungsstellung vorgenommen werden.
[0028] Aus dem Vorstehenden ergibt sich, dass das Drehverschlusselement 6 in eine das Gegenelement
7, also den Führungszapfen 9, freigebende Entriegelungsstellung verdrehbar ist, die
eine Zwischenstellung 34 zwischen einem im Uhrzeigersinn erfolgenden ersten Drehbereich
35 des Drehverschlusselements 6 und einem im Gegenuhrzeigersinn erfolgenden zweiten
Drehbereich 36 des Drehverschlusselements 6 ist und dass das Gegenelement 7, also
der Führungszapfen 9, in einem der Drehbereiche 35, 36 vom Drehverschlusselement 6
in einer Verriegelungsstellung und in dem anderen der Drehbereiche 36, 35 in der Spaltlüftungsstellung
gefangen ist.
[0029] Die Figur 6 verdeutlicht eine Ausführungsform, bei der das Fenster 1 drehgeöffnet
werden kann. Das Drehöffnen erfolgt um eine Drehachse 40, die von der erwähnten Drehscharniervorrichtung
gebildet wird, welche beispielsweise zwei Drehscharniere 37 aufweist. Am Blendrahmen
2 ist das Drehverschlusselement 6 und am Flügelrahmen 3 das Gegenelement 7 angeordnet.
Die erwähnten Bauteile befinden sich an den unteren Querholmen des Fensters 1. Weitere
derartige Bauteile können sich alternativ oder zusätzlich auch an den oberen Querholmen
des Fensters 1 befinden.
[0030] Die Figur 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Fensters 1, das einen Blendrahmen
2 und einen Flügelrahmen 3 sowie eine Lagervorrichtung mit beispielsweise zwei Lagern
38 aufweist. Wird das Fenster 1 aus der geschlossenen Stellung geöffnet, so nehmen
die Lager 38 zunächst eine Parallelabstellung vor, d.h., der Flügelrahmen 3 bewegt
sich parallel zum Blendrahmen 2, was in der Figur 7 durch die Pfeile 39 angedeutet
ist. Danach ist es möglich, das Fenster drehzuöffnen, d.h., nach der Parallelabstellung
des Flügelrahmens 3 lässt sich dieser um die Drehachse 40 verschwenken. Auch hier
ist an den unteren Querholmen des Fensters 1 das Drehverschlusselement 6 und das Gegenelement
7 angeordnet, wobei jedoch beispielsweise derartige Elemente nur an den oberen Querholmen
oder zusätzlich an den oberen Querholmen vorgesehen sein können. In der Spaltöffnungsstellung
hält das Drehverschlusselement 6 das Gegenelement 7, wobei sich der Flügelrahmen 2
in der gegenüber dem Blendrahmen 2 parallel abgestellten Stellung befindet, sodass
eine Spaltöffnung umlaufend gebildet ist. Beim Ausführungsbeispiel der Figur 6 hingegen
ergibt sich ein Spaltlüftungsöffnungswinkel aufgrund der Drehöffnungsstellung des
Flügelrahmens 3.
1. Beschlagsystem für ein Fenster, eine Tür oder dergleichen, mit mindestens einem Drehverschlusselement,
das zum Verriegeln oder Entriegeln des Fensters, der Tür oder dergleichen mit einem
Gegenelement zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehverschlusselement (6) in eine das Gegenelement (7) freigebende Entriegelungsstellung
verdrehbar ist, die eine Zwischenstellung (34) zwischen einem im Uhrzeigersinn erfolgenden
ersten Drehbereich (35) des Drehverschlusselements (6) und einem im Gegenuhrzeigersinn
erfolgenden zweiten Drehbereich (36) des Drehverschlusselements (6) ist, und dass
das Gegenelement (7) in einem der Drehbereiche (35,36) vom Drehverschlusselement (6)
in einer Verriegelungsstellung und in dem anderen der Drehbereiche (36,35) in einer
Spaltlüftungsstellung gefangen ist.
2. Beschlagsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehverschlusselement (6) eine Drehachse (8) aufweist und für seinen Antrieb
mit einer Betätigungswelle (19) drehgekuppelt ist, wobei die Betätigungswelle (19)
in einem Winkel zur Drehachse (8), insbesondere in einem 90°-Winkel, verläuft.
3. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Zusammenwirken von Drehverschlusselement (6) und Gegenelement (7) das Gegenelement
(7) in einem Führungsschlitz (11) des Drehverschlusselements (6) geführt ist.
4. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsschlitz (11) einen zum Rand (12) des Drehverschlusselements (6) offenen
Einlaufbereich (13) aufweist, der in einen Querschlitz (14) mündet, welcher - ausgehend
vom Einlaufbereich (13) auf der einen Seite von diesem-einen die Verriegelungsstellung
herbeiführenden Verriegelungsbereich (15) aufweist, der insbesondere als gekrümmter
Exzenterbereich (17) ausgebildet ist, und welcher - ausgehend vom Einlaufbereich (13)
auf der anderen Seite von diesem - einen die Spaltlüftungsstellung herbeiführenden
Spaltlüftungsbereich (16) aufweist, der insbesondere als teilkreisförmiger Koaxialbereich
(18) ausgebildet ist.
5. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Querschlitzes (14) im Exzenterbereich (17) größer als die Länge des
Querschlitzes (14) im Spaltlüftungsbereich (16) ausgebildet ist.
6. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Querschlitzes (14) im Exzenterbereich (17) zwei- bis viermal größer
als die Länge des Querschlitzes (14) im Spaltlüftungsbereich (16) ausgebildet ist.
7. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschlitz (14), insbesondere der Verriegelungsbereich (15) des Querschlitzes
(14), als Teilkreisschlitz ausgebildet ist, der exzentrisch zur Drehachse (8) des
Drehverschlusselements (6) verläuft.
8. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehverschlusselement (6) einem Blendrahmen (2) und dass das Gegenelement (7)
einem Flügelrahmen (3) des Fensters (1), Tür oder dergleichen zugeordnet ist.
9. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehverschlusselement (6) einen kreiszylindrischen Kopf (5) aufweist, in dessen
Stirnfläche (10) der Führungsschlitz (11) liegt.
10. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenelement (7) ein Führungszapfen (9) ist.
11. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser des Führungszapfens (9) derart ausgebildet ist, dass er mit nur geringem
Spiel im Führungsschlitz (11) geführt ist.
12. Fenster, Tür oder dergleichen, mit einem Beschlagsystem (4) nach einem oder mehreren
der vorhergehenden Ansprüche.
13. Fenster, Tür oder dergleichen, nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Blendrahmen (2) und einen Flügelrahmen (3), wobei der Flügelrahmen (3) über
eine Drehscharniervorrichtung am Blendrahmen (2) gehalten ist und das Drehverschlusselement
(6) zum Sichern eines Spaltlüftungsöffnungswinkels mit vorgebbarem Abstand zur Drehachse
der Drehscharniervorrichtung liegt.
14. Fenster, Tür oder dergleichen, nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Blendrahmen (2) und einen Flügelrahmen (3), wobei der Flügelrahmen (3) mittels
einer Lagervorrichtung parallel abstellbar am Blendrahmen (2) gehalten ist und das
Drehverschlusselement (6) zum Sichern eines umlaufenden Lüftungsspalts dient.
15. Fenster, Tür oder dergleichen, nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagervorrichtung eine Drehscharniereinrichtung aufweist.
16. Verfahren zum Verriegeln, Entriegeln und Spaltlüften eines Fensters, einer Tür oder
dergleichen, mit einem Beschlagsystem (4), das mindestens ein Drehverschlusselement
(6) aufweist, welches mit einem Gegenelement (7) zusammenwirkt, wobei zum Entriegeln
das Drehverschlusselement (6) in eine das Gegenelement (7) freigebende Entriegelungsstellung
verdreht wird und die Entriegelungsstellung eine Zwischenstellung (34) zwischen einem
im Uhrzeigersinn erfolgenden ersten Drehbereich (35) des Drehverschlusselements (6)
und einem im Gegenuhrzeigersinn erfolgenden zweiten Drehbereich (36) des Drehverschlusselements
(6) bildet, und wobei das Gegenelement (7) in einem der Drehbereiche (35,36) vom Drehverschlusselement
(6) in einer Verriegelungsstellung und in dem anderen der Drehbereiche (36,35) in
einer Spaltlüftungsstellung gefangen wird.
1. Fitting system for a window, a door or the like, with at least one rotary locking
element that cooperates with a mating element in order to lock or unlock the window,
the door or the like, characterised in that the rotary locking element (6) can be rotated into a unlocking position that releases
the mating element (7), the unlocking position being an intermediate position (34)
between a first rotational region (35) of the rotary locking element (6) in the clockwise
direction and a second rotational region (36) of the rotary locking element (6) in
the counter-clockwise direction, and in that the mating element (7) is captured by the rotary locking element (6) in one of the
rotational regions (35, 36) in a locking position, and in the other one of the rotational
regions (36, 35) in a gap ventilation position.
2. Fitting system according to claim 1, characterised in that the rotary locking element (6) has a rotational axis (8) and is rotationally coupled
with an actuation shaft (19) for its driving, the actuation shaft (19) extending in
an angle to the rotational axis (8), in particular in an angle of 90°.
3. Fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that during cooperation of the rotary locking element (6) and the mating element (7),
the mating element (7) is guided in a guiding slot (11) of the rotary locking element
(6).
4. Fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the guiding slot (11) has an inlet region (13) that is open towards the edge (12)
of the rotary locking element (6), the inlet region opening into a transverse slot
(14) that has a locking region (15) bringing about the locking position - starting
from the inlet region (13) on one side of the same - the locking region being in particular
configured as a curved eccentric region (17), and that has a gap ventilation region
(16) bringing about the gap ventilation position - starting from the inlet region
(13) on the other side of the same - the gap ventilation region being in particular
configured as a coaxial region (18) formed as a partial circle.
5. Fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the length of the transverse slot (14) in the eccentric region (17) is greater than
the length of the transverse slot (14) in the gap ventilation region (16).
6. Fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the length of the transverse slot (14) in the eccentric region (17) is two to four
times greater than the length of the transverse slot (14) in the gap ventilation region
(16).
7. Fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the transverse slot (14), especially the locking region (15) of the transverse slot
(14), is configured as a partial circle slot extending eccentrically to the rotational
axis (8) of the rotary locking element (6).
8. Fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the rotary locking element (6) is associated with a blind frame (2), and the mating
element (7) is associated with a sash frame (3) of the window (1), the door or the
like.
9. Fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the rotary locking element (6) has a circular cylindrical head (5) in the front face
(10) of which lies the guiding slot (11).
10. Fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the mating element (7) is a guiding pin (9).
11. Fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the diameter of the guiding pin (9) is configured in such a way that it is guided
in the guiding slot (11) with only little clearance.
12. Window, door or the like, with a fitting system (4) according to one or more of the
preceding claims.
13. Window, door or the like according to any one of the preceding claims, characterised by a blind frame (2) and a sash frame (3), wherein the sash frame (3) is held on the
blind frame (2) by means of a rotary hinge mechanism, and the rotary locking element
(6) is located with a predefinable distance from the rotational axis of the rotary
hinge mechanism in order to secure a gap ventilation opening angle.
14. Window, door or the like according to any one of the preceding claims, characterised by a blind frame (2) and a sash frame (3), wherein the sash frame (3) is held on the
blind frame (2) by means of a bearing mechanism such as to be placeable in parallel,
and the rotary locking element (6) serves for securing a circumferential ventilation
gap.
15. Window, door or the like according to claim 14, characterised in that the bearing mechanism has a rotary hinge mechanism.
16. Method for locking, unlocking and gap ventilating a window, a door or the like, with
a fitting system (4) having at least one rotary locking element (6) that cooperates
with a mating element (7), wherein, for unlocking, the rotary locking element (6)
is rotated into a unlocking position that releases the mating element (7), and the
unlocking position forms an intermediate position (34) between a first rotational
region (35) of the rotary locking element (6) in the clockwise direction and a second
rotational region (36) of the rotary locking element (6) in the counter-clockwise
direction, and wherein the mating element (7) is captured by the rotary locking element
(6) in one of the rotational regions (35, 36) in a locking position, and in the other
one of the rotational regions (36, 35) in a gap ventilation position.
1. Système de ferrure pour une fenêtre, une porte ou similaire, avec au moins un élément
de fermeture rotatif coopérant avec un contre-élément pour le verrouillage ou déverrouillage
de la fenêtre, porte ou similaire, caractérisé en ce que l'élément de fermeture rotatif (6) peut être tourné dans une position de déverrouillage
qui libère le contre-élément (7), la position de déverrouillage étant une position
intermédiaire (34) entre une première région de rotation (35) de l'élément de fermeture
rotatif (6) dans le sens horaire et une seconde région de rotation (36) de l'élément
de fermeture rotatif (6) dans le sens antihoraire, et en ce que le contre-élément (7) est capturé par l'élément de fermeture rotatif (6) dans une
des régions de rotation (35, 36) dans une position de verrouillage, et dans l'autre
des régions de rotation (36, 35) dans une position d'aération à fente.
2. Système de ferrure selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de fermeture rotatif (6) présente un axe de révolution (8) et est accouplé
en rotation avec un arbre d'actionnement (19) pour son entraînement, l'arbre d'actionnement
(19) s'étendant à un angle avec l'axe de révolution (8), notamment à un angle de 90°.
3. Système de ferrure selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pendant la coopération de l'élément de fermeture rotatif (6) et le contre-élément
(7), le contre-élément (7) est guidé dans une fente de guidage (11) de l'élément de
fermeture rotatif (6).
4. Système de ferrure selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la fente de guidage (11) présente une région d'entrée (13) qui est ouverte vers le
bord (12) de l'élément de fermeture rotatif (6), la région d'entrée débouchant dans
une fente transversale (14) qui présente, à partir de la région d'entrée (13) sur
un côté de celle-ci, une région de verrouillage (15) effectuant la position de verrouillage,
la région de verrouillage étant configurée notamment en tant que région excentrique
courbée (17), et qui présente, à partir de la région d'entrée (13) sur l'autre côté
de celle-ci, une région d'aération à fente (16) effectuant la position d'aération
à fente, la région d'aération à fente étant configurée notamment en tant que région
coaxiale (18) sous forme de cercle partiel.
5. Système de ferrure selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la longueur de la fente transversale (14) dans la région excentrique (17) est supérieure
à la longueur de la fente transversale (14) dans la région d'aération à fente (16).
6. Système de ferrure selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la longueur de la fente transversale (14) dans la région excentrique (17) est deux
à quatre fois supérieure à la longueur de la fente transversale (14) dans la région
d'aération à fente.
7. Système de ferrure selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la fente transversale (14), notamment la région de verrouillage (15) de la fente
transversale (14), est configurée sous forme de fente en cercle partiel qui s'étend
de manière excentrique par rapport à l'axe de révolution (8) de l'élément de fermeture
rotatif (6).
8. Système de ferrure selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de fermeture rotatif (6) est associé à un bâti-dormant (2), et en ce que le contre-élément (7) est associé à un châssis ouvrant (3) de la fenêtre (1), porte
ou similaire.
9. Système de ferrure selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de fermeture rotatif (6) présente une tête (5) sous forme de cylindre circulaire,
dont la face frontale (10) présente la fente de guidage (11).
10. Système de ferrure selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le contre-élément (7) est un tenon de guidage (9).
11. Système de ferrure selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le diamètre du tenon de guidage (9) est configuré de telle manière qu'il est guidé
dans la fente de guidage (11) seulement avec un faible jeu.
12. Fenêtre, porte ou similaire, avec un système de ferrure (4) selon l'une ou plusieurs
des revendications précédentes.
13. Fenêtre, porte ou similaire, selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée par un bâti-dormant (2) et un châssis ouvrant (3), le châssis ouvrant (3) étant maintenu
sur le bâti-dormant (2) au moyen d'un mécanisme de charnière, et l'élément de fermeture
rotatif (6) étant disposé à une distance prédéfinie à l'axe de révolution du mécanisme
de charnière afin d'assurer un angle d'ouverture d'aération à fente.
14. Fenêtre, porte ou similaire, selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée par un bâti-dormant (2) et un châssis ouvrant (3), le châssis ouvrant (3) étant maintenu
de manière appuyable en parallèle sur le bâti-dormant (2) au moyen d'un mécanisme
de palier, et l'élément de fermeture rotatif (6) étant destinée à assurer une fente
d'aération circonférentielle.
15. Fenêtre, porte ou similaire, selon la revendication 14, caractérisée en ce que le mécanisme de palier présente un mécanisme de charnière.
16. Procédé pour le verrouillage, déverrouillage et l'aération à fente d'une fenêtre,
porte ou similaire, avec un système de ferrure (4) ayant au moins un élément de fermeture
rotatif (6) coopérant avec un contre-élément (7), dans lequel, pour le déverrouillage,
l'élément de fermeture rotatif (6) est tourné dans une position de déverrouillage
qui libère le contre-élément (7), et la position de déverrouillage est une position
intermédiaire (34) entre une première région de rotation (35) de l'élément de fermeture
rotatif (6) dans le sens horaire et une seconde région de rotation (36) de l'élément
de fermeture rotatif (6) dans le sens antihoraire, et dans lequel le contre-élément
(7) est capturé par l'élément de fermeture rotatif (6) dans une des régions de rotation
(35, 36) dans une position de verrouillage, et dans l'autre des régions de rotation
(36, 35) dans une position d'aération à fente.
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