[0001] Die Erfindung betrifft ein Beschlagsystem für ein Fenster, eine Tür oder dergleichen,
mit mindestens einem Beschlagelement und mindestens einer Betätigungsstange, die mit
dem Beschlagelement und/oder mindestens einer weiteren Betätigungsstange über eine
Schnittstelle lösbar verbunden ist.
[0002] Ein derartiges Beschlagsystem ist aus z.B.
DE 10 2010 000438 A1 bekannt. Die Betätigungsstange ist als Treibstange ausgebildet, welche mittels eines
beispielsweise mit Handgriff versehenen Getriebeelements in Längsrichtung hin und
her verlagerbar ist, um zum Beispiel an ihr angeordnete Schließbolzen in Verriegelungsstellung
beziehungsweise Entriegelungsstellung zu verlagern. Die Schließbolzen können einem
Flügel des Fensters, der Tür oder dergleichen zugeordnet sein und wirken mit Schließblechen
zusammen, die am Blendrahmen des Fensters, der Tür oder dergleichen angeordnet sind.
Die Treibstange ist mit dem Getriebeelement über eine Schnittstelle lösbar gekuppelt.
Die Schnittstelle kann als Zahnkupplung ausgebildet sein, d.h., Zähne der Treibstange
greifen in eine Zahnaufnahme des Getriebeelements ein. Derartige Schnittstellen sind
auch zur Verbindung von Treibstangen mit Eckumlenkungen oder Treibstangen mit anderen
Beschlagelementtypen bekannt. Um eine Längenanpassung zu realisieren, weist die erwähnte
Zahnkupplung mindestens eine axiale Zahnreihe beziehungsweise ein Zahnaufnahmeelement
auf, wobei die Bauteile in unterschiedlichen Positionen zusammensteckbar sind. Der
Längenverstellbereich ist bei dem bekannten Beschlagsystem relativ klein und überdies
nicht kontinuierlich einstellbar, sondern nur in Abhängigkeit von dem Zahnabstandsmaß.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Beschlagsystem der eingangs genannten
Art anzugeben, bei dem eine einfache und kontinuierliche Längenverstellung zur Kupplung
von Betätigungsstange und Beschlagelement beziehungsweise zwei Betätigungsstangen
untereinander ermöglicht ist, wobei vorzugsweise auch sehr lange Verlagerungswege
realisiert werden können.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die oder die jeweilige Betätigungsstange
als Betätigungswelle ausgebildet ist und dass die Schnittstelle für eine Drehmomentübertragung
eine axiale Schlitzvertiefung und einen in die Schlitzvertiefung axial eingreifenden,
insbesondere axial sowie lose eingreifenden, axialen Flachsteg aufweist. Aufgrund
der Erfindung erfolgt eine Kraftübertragung somit nicht durch eine Axialverstellung
einer Betätigungsstange, sondern durch deren Drehung, d.h., es erfolgt eine Drehmomentübertragung.
In Abhängigkeit von dem jeweiligen Umdrehungswinkel ergibt sich ein entsprechender
Verlagerungsweg beziehungsweise Stellweg, wobei dieser quasi unbegrenzt ausgeweitet
werden kann, wenn eine entsprechende Anzahl von Umdrehungen erfolgen. Die Schnittstelle
dient der Drehmomentübertragung, wobei eine axiale Schlitzvertiefung vorgesehen ist,
also ein Schlitz, der sich in axialer Richtung der Betätigungsstange erstreckt, und
ein axialer Flachsteg, also ein Steg, der in die Schlitzvertiefung eingreifen kann
und ebenfalls eine axiale Längenerstreckung besitzt. Da der Flachsteg in die Schlitzvertiefung
eingreift und dabei axial verlagerbar ist, ohne die Eingriffsstellung zu verlassen,
kann hierüber eine Längenanpassung stattfinden, wobei diese Längenanpassung stufenfrei,
also kontinuierlich ausgebildet ist. Insbesondere greifen Flachsteg und Schlitzvertiefung
axial ineinander und sind darüber hinaus nicht weitergehend miteinander gekuppelt,
also es erfolgt ein loses Eingreifen des Flachstegs in die Schlitzvertiefung, sodass
zwar eine Drehmomentübertragung erfolgen kann, jedoch keine insbesondere axiale und/oder
radiale Fixierung gegeben ist. Die Schnittstelle dient zum Drehverbinden der Betätigungsstange
mit dem Beschlagelement oder - wenn beispielsweise eine besonders lange Strecke zu
überwinden ist, zur Kopplung zweier Betätigungsstangen, die - wie bereits erwähnt
- der Drehmomentübertragung dienen und daher als Betätigungswellen ausgebildet sind.
In Abhängigkeit von der konkreten Beschaffenheit des Fensters, der Tür oder dergleichen,
ist insbesondere eine Drehkupplung verschiedener Bauteile möglich, also beispielsweise
die Kupplung einer Betätigungsstange mittels der Schnittstelle mit einem Beschlagelement,
wobei das Beschlagelement wiederum über eine Schnittstelle mit einer weiteren, anschließenden
Betätigungsstange gekuppelt ist und so weiter.
[0005] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schnittstelle ein
erstes Koppelelement aufweist, das drehfest mit der Betätigungswelle verbunden oder
an dieser ausgebildet ist, dass die Schnittstelle ein zweites Koppelelement aufweist,
das drehfest mit einer Elementwelle des Beschlagelements oder mit der weiteren Betätigungswelle
verbunden oder an dieser ausgebildet ist und dass eines der Koppelelemente die Schlitzvertiefung
und das andere der Koppelelemente den Flachsteg bildet. Die beiden Koppelelemente
können somit an der Betätigungswelle beziehungsweise Element-welle ausgebildet sein
oder sie sind als separate Elemente erstellt und mit der Betätigungswelle beziehungsweise
der Elementwelle verbunden, wobei diese jeweilige Verbindung aufgrund der Drehmomentübertragung
als drehfeste Verbindung ausgebildet ist.
[0006] Es ist vorteilhaft, wenn die Schlitzvertiefung derart tief und der Flachsteg derart
lang ausgebildet sind, dass - wahlweise oder sich in Abhängigkeit der Längen- und/oder
Breitenabmessung des Fensters, der Tür oder dergleichen ergebende - unterschiedliche
axiale Eingriffstiefen des Flachstegs in die Schlitzvertiefung ermöglicht sind. Diese
unterschiedlichen axialen Eingriffstiefen ermöglichen eine Längenanpassung, wobei
dennoch stets eine Drehmomentübertragung gegeben ist. Die Eingriffstiefe des Flachstegs
in die Schlitzvertiefung darf jedoch eine Mindesteingriffstiefe nicht unterschreiten,
um eine Drehmomentübertragung sicher zu gewährleisten. Wird diese Eingriffstiefe eingestellt,
weil eine gewünschte Längenanpassung oder eine durch die Abmessungen des Fensters,
der Tür oder dergleichen bedingte Längenanpassung dies erfordert, ohne dass die zunächst
mit Übermaß gewählte Betätigungswelle beziehungsweise Elementwelle abgelängt werden
muss, so bleibt die Drehmomentübertragungssicherheit stets erhalten.
[0007] Es ist - nach einer Weiterbildung der Erfindung - vorteilhaft, wenn der Flachsteg
aufgrund von zwei an der oder jeder Betätigungswelle oder der Elementwelle aufeinander
gegenüberliegenden Seiten vorgesehenen Seitenaussparungen gebildet ist. Der Querschnitt
der Betätigungswelle oder Elementwelle wird daher auf einander gegenüberliegenden
Seiten mit den Seitenaussparungen versehen, wodurch sich der Flachsteg bildet. Es
ist - je nach Ausführungsform - nicht erforderlich, Material abzutragen, um die Seitenaussparungen
zu bilden, sondern gegebenenfalls werden gleich bei der Fertigung der Betätigungswelle
beziehungsweise Elementwelle diese Seitenaussparungen realisiert. Natürlich ist auch
eine im Zuge der Herstellung erfolgende Bearbeitung zum Beispiel spanende Bearbeitung
möglich. Der Querschnitt der Betätigungswelle und/oder Elementwelle kann beispielsweise
kreisförmig, jedoch auch mehreckig oder auch oval, stadionförmig und so weiter ausgebildet
sein. Eine Abweichung vom kreisförmigen Querschnitt kann genutzt werden, um - für
eine Drehmomentübertragung - ein drehfestes Verbinden mit entsprechenden Gegenelementen
auf einfache Weise realisieren zu können.
[0008] Es ist vorteilhaft, wenn die Schlitzvertiefung von einer randoffenen Axialausnehmung
der Elementwelle oder der Betätigungswelle oder der jeweiligen Betätigungswelle gebildet
ist. Zur Erstellung der Schlitzvertiefung ist es daher - ausgehend vom stirnseitigen
Ende der Betätigungswelle, der jeweiligen Betätigungswelle oder der Elementwelle -
lediglich erforderlich, hier die randoffene Axialaussparung gleich bei der Fertigung
zu berücksichtigen oder nachträglich durch Bearbeitung, beispielsweise spanende Bearbeitung,
zu erzeugen.
[0009] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Betätigungswelle, die jeweilige
Betätigungswelle und/oder die Elementwelle in mindestens eine Lagernut an einem Blendrahmen
und/oder Flügelrahmen des Fensters, der Tür oder dergleichen und/oder an einem Einsatz
und/oder an dem Beschlagelement drehbar eingeklipst ist, wobei der Einsatz in eine
Aufnahme des Blendrahmens, des Flügelrahmens und/oder des Beschlagelements einsetzbar
oder eingesetzt ist. Für die Drehung der Betätigungswelle, der jeweiligen Betätigungswelle
und/oder der Elementwelle ist eine Drehlagerung beziehungsweise jeweils eine Drehlagerung
erforderlich. Diese wird dadurch gebildet, dass die entsprechende Welle in mindestens
eine Lagernut eingeklipst wird. Die Lagernut hält die jeweilige Welle in radialer
Richtung derart, dass eine Wellendrehung möglich ist, die Welle jedoch radial hinreichend
fixiert wird. Die Lagernut kann direkt am Blendrahmen und/oder Flügelrahmen des Fensters,
der Tür oder dergleichen ausgebildet sein oder an einem Einsatz, der in eine Aufnahme
des Blendrahmens, des Flügelrahmens eingesetzt ist oder einsetzbar ist. Um eine Welle,
insbesondere die Elementwelle, an dem Beschlagelement drehbar zu halten, ist dort
ebenfalls eine entsprechende Lagernut vorgesehen, in die die Elementwelle drehbar
eingeklipst ist oder die Elementwelle ist in eine Lagernut eines Einsatzes drehbar
eingeklipst, wobei der Einsatz wiederum in eine Aufnahme des Beschlagelements einsetzbar
ist beziehungsweise dort eingesetzt ist. Die Befestigung des Einsatzes in der jeweiligen
Aufnahme kann ebenfalls durch Klipsen oder auch durch andere Befestigungsmaßnahmen
erfolgen.
[0010] Insbesondere ist vorgesehen, dass die Lagernut mittels eines Deckels abgedeckt ist.
Ist die Betätigungswelle oder Elementwelle in die Lagernut eingeklipst, so wird sie
und damit auch die entsprechende Welle mittels des Deckels abgedeckt, ist daher von
außen her nicht mehr sichtbar und auch durch den Deckel geschützt, sodass beispielsweise
kein Schmutz in die Lagernut eindringen kann, der zu einer Schwergängigkeit der entsprechenden
Welle führen könnte.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Betätigungswelle,
die jeweilige Betätigungswelle und/oder die Elementwelle an einer Abdeckung, insbesondere
an einer Innenseite der Abdeckung, drehbar gehalten ist, insbesondere durch Einklipsen
drehbar gehalten ist. Diese Abdeckung unterscheidet sich vom erwähnten Deckel dadurch,
dass sie nicht nur die "Deckelfunktion" übernimmt, sondern gleichzeitig das Lagern
der Betätigungswelle, der jeweiligen Betätigungswelle beziehungsweise der Elementwelle
übernimmt. Es ist insbesondere vorgesehen, dass der Deckel und/oder die Abdeckung
eine Aufnahmenut des Blendrahmens, des Flügelrahmens und/oder des Beschlagelements
abdeckt, sodass wiederum die jeweilige, darunter liegende Welle optisch nicht sichtbar
ist und gleichzeitig ein Schmutzeindringschutz realisiert wird. Die Abdeckung ist
insbesondere mit einer Lagernut zur drehbaren Aufnahme der entsprechenden Welle versehen,
wobei auch hier vorzugsweise ein Einklipsen in die Lagernut erfolgt.
[0012] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Abdeckung und/oder der Deckel
durch eine Klips-, Kleb-, Schweiß- oder Schraubverbindung an dem Blendrahmen, dem
Flügelrahmen, dem Einsatz und/oder dem Beschlagelement gehalten ist.
[0013] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Abdeckung an ihrer
Innenseite mindestens eine elastisch aufspreizbare Halteklaue aufweist, in die die
Betätigungswelle, die jeweilige Betätigungswelle und/oder die Elementwelle drehbar
eingeklipst ist. Diese aufspreizbare Halteklaue ist insofern eine spezielle Ausgestaltung
der vorstehend erwähnten Lagernut. Beim Einklipsen erfolgt ein Aufspreizen der Halteklaue,
die jedoch aufgrund ihrer elastischen Ausgestaltung wieder zurückfedert und die jeweilige
Welle radial sicher, jedoch drehbar hält.
[0014] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Betätigungswelle,
der jeweiligen Betätigungswelle und/oder der Elementwelle mindestens ein Axialsicherungsmittel
zugeordnet ist, das eine Axialverlagerung der Betätigungswelle, der jeweiligen Betätigungswelle
und/oder der Elementwelle verhindert. Damit ist sichergestellt, dass sich die entsprechende
Welle nicht axial verschieben kann und daher der Eingriff des Flachstegs in die Schlitzvertiefung
unverändert bleibt, sodass eine sichere Drehmomentübertragung gewährleistet ist.
[0015] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Betätigungswelle, die jeweilige
Betätigungswelle und/oder die Elementwelle mindestens eine Ringnut aufweist, in die
mindestens ein Halteelement eingreift, wobei Ringnut und Halteelement das Axialsicherungsmittel
bilden. Die Axialmaße von Ringnut und Halteelement sind daher aufeinander abgestimmt,
um eine Axialverlagerung der entsprechenden Welle zu begrenzen. Insbesondere kann
vorgesehen sein, dass das Halteelement von der Halteklaue gebildet ist.
[0016] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Beschlagelement eine
Verschlusseinrichtung, eine Eckumlenkungseinrichtung, eine manuelle und/oder motorische
Antriebseinrichtung und/oder eine Ausstelleinrichtung oder ein Teil von einer der
genannten Einrichtungen bildet. Die vorstehende Aufzählung der verschiedenartigen
Beschlagelemente ist nicht abschließend, d.h., jedwedes Beschlagelement, das mittels
der Betätigungswelle betätigt wird und/oder das die Betätigungswelle antreibt kann
bei der Erfindung zum Einsatz gelangen.
[0017] Es ist vorteilhaft, wenn die Verschlusseinrichtung eine Drehverschlusseinrichtung
ist. Hierunter ist zu verstehen, dass zum Verriegeln des Fensters, der Tür oder dergleichen
ein Verschlussglied der Drehverschlusseinrichtung eine Drehbewegung durchführt, um
ein Verschlussgegenglied zu sichern. Der Drehwinkel der Drehbewegung zwischen Entriegelungs-
und Verriegelungsstellung kann kleiner, ebenso groß oder größer als 360° sein. Das
Verschlussglied befindet sich am Flügelrahmen oder Blendrahmen des Fensters, der Tür
oder dergleichen und das Verschlussgegenglied ist dann dementsprechend am Blendrahmen
oder Flügelrahmen angeordnet.
[0018] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Drehverschlusseinrichtung
das Verschlussglied aufweist, welches drehbar gelagert und mit der Elementwelle drehgekuppelt
ist. Wie bereits erwähnt, wirkt das Verschlussglied für das Verriegeln oder Entriegeln
des Fensters, der Tür oder dergleichen mit dem Verschlussgegenglied zusammen.
[0019] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn die Elementwelle
der Drehverschlusseinrichtung mit dem Verschlussglied über ein erstes Getriebe, insbesondere
ein Kegelradgetriebe oder ein Schneckenradgetriebe, drehgekuppelt ist. Die insbesondere
mittels der Betätigungswelle angetriebene Elementwelle der Drehverschlusseinrichtung
überträgt ihr Drehmoment über das erste Getriebe an das Verschlussglied, um ein Verriegeln
oder Entriegeln vornehmen zu können. Natürlich ist auch ein entgegengesetzter Kraftschluss
denkbar, nämlich vom anderweitig angetriebenen Verschlussglied über das erste Getriebe
auf die Elementwelle und von dort gegebenenfalls auf die Betätigungswelle, die gegebenenfalls
ihrerseits mindestens ein weiteres Bauteil, beispielsweise ein Beschlagelement, antreibt.
[0020] Es ist vorteilhaft, wenn eine Verbindungswelle, die mit dem Verschlussglied über
ein zweites Getriebe, insbesondere ein Kegelradgetriebe oder Schneckengetriebe, drehgekuppelt
ist und die quer, insbesondere rechtwinklig, zur Elementwelle verläuft sowie mit einem
Handgriff und/oder Antrieb versehen ist oder eine Kupplungsstelle für einen Handgriff
und/oder Antrieb aufweist. Die Verbindungswelle ermöglicht die Betätigung der als
Drehverschlusseinrichtung ausgebildeten Verschlusseinrichtung. Das drehbar gelagerte
Verschlussglied ist über das zweite Getriebe mit der Verbindungswelle drehgekuppelt.
Wird die Verbindungswelle betätigt, so lässt sich das Verschlussglied zum Verriegeln
oder Entriegeln des Fensters, der Tür oder dergleichen verlagern. Da die Richtung
der Drehachse des Verschlussglieds nicht mit der Richtung der Drehachse der Verbindungswelle
übereinstimmt, weist das zweite Getriebe eine Bauform auf, die eine entsprechende
Winkelübertragungsstrecke bildet. Insbesondere ist ein Kegelradgetriebe oder ein Schneckenradgetriebe
für die Realisierung eines winkelförmigen Drehmomentübertragungswegs geeignet. Die
Verbindungswelle ist mit einem Handgriff und/oder einem Antrieb versehen, um das Verschlussglied
anzutreiben. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Verbindungswelle eine Kuppelungsstelle
aufweist, an die der Handgriff und/oder Antrieb bei Bedarf angekuppelt werden kann.
In Abhängigkeit der jeweiligen Ausgestaltung ist es ferner denkbar, dass das mit der
Verbindungswelle gekuppelte Verschlussglied mittels des ersten Getriebes mit der Elementwelle
gekuppelt ist, sodass eine Drehmomentübertragungsstrecke zwischen Verbindungswelle
und Elementwelle besteht. Vorzugsweise kann ferner die Elementwelle mit einer oder
mehreren Betätigungswelle/n gekuppelt sein.
[0021] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass sich die Drehachsen von
Elementwelle, Verschlussglied und Betätigungswelle in die drei Achsrichtungen eines
kartesischen Koordinatensystems erstrecken.
[0022] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das mindestens eine Beschlagelement
und die mindestens eine Betätigungswelle, insbesondere eine die Betätigungswelle aufweisende
Baugruppe, jeweils als Modul ausgebildet ist, wobei die Module beliebig miteinander
kombinierbar und über mindestens eine der Schnittstellen miteinander wirkverbunden
sind. Bei der gewählten Kombination der Module werden diese in einfacher Weise in
das Aufnahmesystem des Blendrahmens und/oder Flügelrahmens des Fensters, der Tür oder
dergleichen eingesetzt. Hierbei erfolgt gleichzeitig über die mindestens eine Schnittstelle
ein Wirkverbinden der einzelnen Module untereinander, sodass eine Drehmomentübertragungsstrecke
ausgebildet wird.
[0023] Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und
zwar zeigt:
- Figur 1
- einen Abschnitt eines Eckbereichs eines Blendrahmens eines Fensters, einer Tür oder
dergleichen, versehen mit einem Beschlagsystem,
- Figur 2
- eine der Figur 1 entsprechende Darstellung, jedoch mit teilweise entferntem Beschlagsystem,
- Figur 3
- eine Detailansicht der Darstellung der Figur 1, wobei das Beschlagsystem zusätzlich
über eine Kupplungsstelle verfügt,
- Figur 4
- eine Darstellung von Teilen des Beschlagsystems gemäß Figur 1, jedoch ohne Darstellung
des Blendrahmens,
- Figur 5
- eine Detaildarstellung der Figur 4 aus einem gegenüber der Figur 4 anderen Blickwinkel,
- Figur 6
- eine Detaildarstellung des Beschlagsystems,
- Figur 7
- eine weitere Detaildarstellung des Beschlagsystems,
- Figur 8
- einen Querschnitt durch das Beschlagsystem entlang der Linie VII-VII in Figur 7,
- Figur 9
- einen Querschnitt durch den Blendrahmen gemäß Figur 2,
- Figur 10a
- einen Querschnitt durch den Blendrahmen gemäß Figur 1,
- Figur 10b
- einen Querschnitt durch den Blendrahmen gemäß Figur 9,
- Figur 11
- eine perspektivische Ansicht eines Beschlagelements des Beschlagsystems,
- Figur 12
- eine weitere Ausführungsform eines Beschlagelements,
- Figur 13
- eine weitere Ausführungsform eines Beschlagelements,
- Figur 14
- ein Längsschnitt durch das Beschlagelement gemäß Figur 12,
- Figur 15
- ein Querschnitt durch den Blendrahmen gemäß Figur 1,
- Figur 16
- eine Innenansicht des Beschlagelements gemäß Figur 12,
- Figur 17
- einen Querschnitt durch das Beschlagelement gemäß Figur 16,
- Figur 18
- einen Längsschnitt durch das Beschlagelement gemäß Figur 13,
- Figur 19
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Beschlagelements und
- Figur 20
- das Beschlagelement der Figur 19 in teilweise geöffnetem Zustand.
[0024] Die Figur 1 zeigt einen Eckbereich 1 eines Blendrahmens 2 eines Fensters, einer Tür
oder dergleichen. Dargestellt sind ein Abschnitt eines Horizontalholms 3 und eines
Vertikalholms 4 des Blendrahmens 2. Zu dem genannten Fenster, der genannten Tür oder
dergleichen gehört auch ein Flügelrahmen, der mit dem Blendrahmen 2 zusammenwirkt,
jedoch nicht dargestellt ist.
[0025] Der Blendrahmen 2 ist mit einem Beschlagsystem 5 versehen. In der Figur 1 sind mehrere
Beschlagelemente 6 des Beschlagsystems 5 dargestellt, nämlich zwei Drehverschlusseinrichtungen
7 und eine Eckumlenkungseinrichtung 8. Die Beschlagelemente 6 sind mittels Betätigungsstangen
9 des Beschlagsystems 5 miteinander wirkverbunden, die jedoch aufgrund ihrer abgedeckten
Lage nicht unmittelbar aus der Figur 1 ersichtlich sind.
[0026] Die Figur 2 zeigt den Blendrahmen 2 der Figur 1, wobei jedoch wesentliche Teile des
Beschlagsystems 5 nicht vorhanden sind, sondern nur ein Aufnahmesystem 10 erkennbar
ist, das im Wesentlichen nutförmig ausgebildet ist. Das Aufnahmesystem 10 der Figur
2 ist unmittelbar im Blendrahmen 2, also insbesondere im Horizontalholm 3 und dem
Vertikalholm 4 ausgebildet. Das Aufnahmesystem 10 weist mindestens eine Lagernut 11
sowie mindestens eine Aufnahmevertiefung 12 und mindestens eine Aufnahmenut 13 auf.
Im Zuge dieser Anmeldung werden die vorstehend genannten Ausbildungen jeweils oft
im Singular beschrieben, auch wenn ein Fenster, eine Tür oder dergleichen mehrere
gleichartige Ausbildungen besitzt.
[0027] Ein Vergleich der Figuren 1 und 2 zeigt, dass die Drehverschlusseinrichtung 7 des
Beschlagsystems 5 - gemäß Figur 1 - mit einer aus einem Durchbruch 14 des Blendrahmens
2 herausragenden oder sich in diesem Durchbruch 14 befindenden Verbindungswelle 15
ausgebildet ist, während im Ausführungsbeispiel der Figur 2 der dortige, einem anderen
Ausführungsbeispiel angehörende Blendrahmen 2 nicht mit dem Durchbruch 14 versehen
ist, sodass dieses Ausführungsbeispiel des Beschlagsystems 5 auch keine Verbindungswelle
15 aufweist. Ein Vergleich der Figuren 1 und 3 zeigt die bereits schon vorstehend
erwähnte Alternative, dass - gemäß Figur 1 - sich die Verbindungswelle 15 ein stückweit
aus dem Durchbruch 14 herauserstreckt, während im Ausführungsbeispiel der Figur 3
die Verbindungswelle 15 innerhalb des Durchbruchs 14 endet. Ferner ist aus einem Vergleich
der Ausführungsbeispiele der Figur 1 und 3 ersichtlich, dass ein drehbar gelagertes
Verschlussglied 16 im Kopfbereich unterschiedlich gestaltet sein, und zwar einmal
mit einem "Fragezeichen ähnlichen" Aufnahmeschlitz 17, der randoffen endet (Figur
1) und einmal mit einen Ringschlitz 18, der ebenfalls eine randoffene Zone ausweist
(Figur 3).
[0028] Im Nachstehenden soll nunmehr zunächst auf die Konstruktionen einzelner Elemente
des Beschlagsystems 5 und anschließend dann auf deren Zusammenbau und -wirken eingegangen
werden. Die Figur 6 zeigt eine Betätigungsstange 9 des Beschlagsystems 5, die als
Betätigungswelle 20 ausgebildet ist und insofern einer Drehmomentübertragung dient.
Die Betätigungswelle 20 ist im Querschnitt kreisförmig mit über ihre Länge größtenteils
gleichbleibendem Durchmesser ausgebildet. Ferner weist sie mindestens eine Ringnut
21, vorzugsweise mehrere, über die Länge verteilt angeordnete Ringnuten 21 auf. Von
jeder der beiden Stirnseiten 22 der Betätigungswelle 20 geht eine Schlitzvertiefung
23 aus, die axial, also in Längserstreckungsrichtung der Betätigungswelle 20, verläuft.
Insofern ist jede der Schlitzvertiefungen 23 als randoffene Axialaussparung 24 ausgebildet.
Die Schlitzbreite der jeweiligen Schlitzvertiefung 23 ist über die Schlitzlänge konstant,
wobei die beiden, einander gegenüberliegenden, ebenen Schlitzflächen 25 und 26 parallel
zueinander verlaufen. Durch die mindestens eine Ringnut 21 weist die Betätigungswelle
20 gegenüber ihrem sonstigen Außendurchmesser ein im Durchmessermaß verringerten,
im Querschnitt kreisförmigen Lagerabschnitt 27 auf, der von ringförmigen Stirnwandungen
28, 29 begrenzt wird. Die Schlitzvertiefung 23 erstreckt sich jeweils bis zu einer
Grundwandung 30.
[0029] Die Figur 7 zeigt die aus der Figur 6 hervorgehende und vorstehend beschriebene Betätigungswelle
20, insbesondere eingeklipst und drehbar gehalten an einer Abdeckung 31. Die Abdeckung
31 weist eine ebene Grundplatte 32 auf, von deren axialen Seitenrändern Befestigungsstege
33 winkelförmig abgehen. Grundplatte 32 und Befestigungsstege 33 sind vorzugsweise
einstückig miteinander ausgebildet. Die axiale Länge der Abdeckung 31 kann - so wie
die Figur 7 zeigt - größer ausgebildet sein als die axiale Länge der Betätigungswelle
20. An der Innenseite 34 der Abdeckung 31, insbesondere der Grundplatte 32, ist mindestens
eine elastisch aufspreizbare Halteklaue 35 angeordnet, die vorzugsweise ebenfalls
einstückig mit den übrigen Teilen der Abdeckung 31 ausgebildet ist. Vorzugsweise sind
mindestens zwei, beabstandet zueinander liegende Halteklauen 35 gemäß Figur 7 vorgesehen,
wobei der Abstand der beiden Halteklauen 35 dem Axialabstand der Ringnuten 21 der
Betätigungswelle 20 entspricht. Jede Halteklaue 35 weist zwei Haltearme 36 auf, diegemäß
Figur 8 - zwischen sich eine Einsetzöffnung 37 ausbilden. Die Innenseiten der Haltearme
36 bilden eine teilkreisförmige Lageraufnahme 38 für die Betätigungswelle 20. Die
Einsetzöffnung 37 ist kleiner als der maximale Durchmesser der Lageraufnahme 38 ausgebildet,
wobei die teilkreisförmige Lageraufnahme 38 einen Umfangsbereich aufweist, der größer
als 180° ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 240°, sodass für das Winkelmaß
der Einsetzöffnung 37 120° verbleiben. Gemäß Figur 8 weisen de Befestigungsstege 33
an ihren freien Enden 39 eine größere Wandstärke auf als in ihren Bereichen, die näher
der Grundplatte 32 liegen, sodass die Innenseiten 40 der Befestigungsstege 33 Hintergriffskonturen
bilden, die der Befestigung an einem Holm des Fensters, der Tür oder dergleichen dienen.
[0030] Aus der vorstehenden Beschreibung zu den Figuren 6 bis 8 wird deutlich, dass die
Betätigungswelle 20 an der Abdeckung 31 drehbar gelagert werden kann, in dem sie in
die Halteklauen 35 der Abdeckung 31 eingeklipst wird. Dies erfolgt dadurch, dass die
Lagerabschnitte 27 in die Einsetzöffnungen 37 eingelegt und dann - durch entsprechenden
Druck sowie Aufspreizen der elastischen Haltearme 36 in die Lageraufnahmen 38 eingeklipst
werden. Da die Haltearme 36 elastisch sind, federn sie nach dem Einklipsen wieder
in die Ursprungslage zurück und halten die Betätigungswelle 20 radial positioniert,
jedoch drehbar. Um eine unerwünschte axiale Verlagerung der Betätigungswelle 20 zu
vermeiden, ist die Breite von mindestens einer der Ringnuten 21 nur geringfügig größer
als die Breite der zugehörigen Halteklaue 35 ausgebildet, mit der Folge, dass auf
diese Art und Weise die Stirnwandungen 28 und 29 im Zusammenspiel mit den zugehörigen
Seiten der Halteklaue 35 ein Axialsicherungsmittel 41 bildet. Die Halteklaue 35 ist
somit ein Halteelement 42. Vorzugsweise bildet das Halteelement 42 eine Axialsicherung
für die Betätigungswelle 20.
[0031] Die Figur 10a zeigt einen Querschnitt durch den Horizontalholm 3 des Blendrahmens
2 des Fensters, der Tür oder dergleichen. Die Abdeckung 31 überdeckt eine Aufnahmeausnehmung
43 des Horizontalholms 3. Sie gehört zu dem erwähnten Aufnahmesystem 10. Die Aufnahmeausnehmung
43 befindet sich vorzugsweise an jedem Holm des Blendrahmens 2 des Fensters, der Tür
oder dergleichen. Die Aufnahmeausnehmung 43 ist derart gestaltet, dass sie in einem
unteren Bereich 44 des Aufnahmesystems 10 die Halteklauen 35 der Abdeckung 31 aufnehmen
kann, wobei in die Halteklauen 35 die Betätigungswelle 20 eingeklipst ist. Ein oberer
Bereich 45 des Aufnahmesystems 10 ist derart gestaltet, dass dort die Grundplatte
32 zusammen mit ihren Befestigungsstegen 33 aufgenommen wird, vorzugsweise derart,
dass die Innenseiten 40, die die Hintergriffskontur bilden, hinter entsprechende Gegenelemente
46 des Horizontalholms 3 greifen, sodass auf diese Art und Weise die Abdeckung 31
rastend am Horizontalholm 3 festgelegt ist. Dieser obere Bereich 45 des Aufnahmesystems
10 entspricht der Aufnahmenut 13. Die Oberseite 47 der Abdeckung 31 fluchtet in der
eingerasteten Position mit der Oberseite 48 des jeweiligen Holms, insbesondere Horizontalholms
3.
[0032] Die Figur 9 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel zur Lagerung der Betätigungswelle
20 an dem jeweiligen Holm, insbesondere Horizontalholm 3. Hierzu besitzt der Horizontalholm
3 gemäß Figur 9 die Lagernut 11, die bereits zur Figur 2 erwähnt wurde. Zumindest
ein axialer Bereich der Lagernut 11 weist eine teilkreisförmige Gestalt 49 auf, wobei
der Teilkreis größer als 180° ist, sodass auf diese Art und Weise wieder - entsprechend
der Beschreibung der Figur 8 - eine Einsetzöffnung 50 ausgebildet ist, der die Betätigungswelle
20 zugeführt wird, wobei die Lagerabschnitte 27 der Betätigungswelle 20 durch entsprechendes
Eindrücken in die Lagernut 11 drehbar einrasten. Auch hier wird in entsprechender
Weise - so wie bei der Figur 8 beschrieben - ein Axialsicherungsmittel gebildet, das
eine unzulässige Axialverlagerung der Betätigungswelle 20 unterbindet. Der beschriebene,
eingerastete Zustand der Betätigungswelle 20 in der Lagernut 11 ist aus der Figur
10b ersichtlich. Um die Betätigungswelle 20 abzudecken, ist ein separater Deckel 51
vorgesehen, der ähnlich wie die Abdeckung 31 gestaltet ist, jedoch keine Halteklauen
35 aufweist. Auf die entsprechende Beschreibung zur Figur 8 wird verwiesen. Die bereits
erwähnte Aufnahmenut 13 (Figur 9) ist derart gestaltet, dass Befestigungsstege 52
des Deckels 51 Gegenelemente 53 des zugehörigen Holms, insbesondere Horizontalholms
3, des Rahmens, insbesondere Blendrahmens 2, rastend hintergreifen können, so wie
dies aus den Figuren 9 und 10b hervorgeht. Mithin kann nach der Rastmontage der Betätigungswelle
20 in der Lagernut 11 durch Einrasten des Deckels 51 in die Aufnahmenut 13 ein Abdecken
erfolgen, vorzugsweise derart, dass die Oberseite 54 des Deckels 51 mit der Oberseite
55 des Holms, insbesondere Horizontalholms 3 beziehungsweise des Blendrahmens 2 fluchtet,
so wie dies der Figur 10b zu entnehmen ist.
[0033] Mit gestrichelter Linie ist in der Figur 9 eine Alternative eingetragen, derart,
dass die Lagernut 11 zur Lagerung der Betätigungswelle 20 nicht im Holm, insbesondere
Horizontalholm 3 (beziehungsweise Blendrahmen 2 oder Flügelrahmen) ausgebildet ist,
sondern in einem Einsatz 56, der in einer Aufnahme 57 des Blendrahmens 2 oder Flügelrahmens
aufgenommen ist. Der Einsatz 56 lässt sich somit in der Aufnahme 57 anordnen und auch
wieder aus der Aufnahme 57 entfernen. Insbesondere ist es möglich, auch hier eine
Klipsverbindung zwischen den genannten Teilen vorzusehen (nicht dargestellt). Zusätzlich
oder alternativ kommt jedoch auch eine Kleb-, Schweißund/oder Schraubverbindung zum
Einsatz. Im Ausführungsbeispiel der Figur 9 weist die Breite der Aufnahme 57 dasselbe
Maß auf wie die Breite des Deckels 51. Am Einsatz 56 sind - ebenso wie zum Ausführungsbeispiel
der Figur 10b beschrieben - die Gegenelemente 53 zur Klipsbefestigung des Deckels
51 ausgebildet.
[0034] Die Figur 11 zeigt ein Beschlagelement 6, das als Drehverschlusseinrichtung 7 ausgebildet
ist. Die Drehverschlusseinrichtung 7 besitzt ein Lagergehäuse 58, das bevorzugt kreiszylinderförmig
gestaltet ist, derart, dass es in der dementsprechend gestalteten Aufnahmevertiefung
12 (Figur 2) des Aufnahmesystems 10 aufgenommen werden kann. Das Verschlussglied 16
ist drehbar am Lagergehäuse 58 gelagert. Dies ist in der Figur 11 mittels eines Doppelpfeils
59 angedeutet. Vom Lagergehäuse 58 geht beidseitig eine Abdeckung 60 aus, die in ihrer
Ausgestaltung der Abdeckung 31 (ohne Halteklauen) beziehungsweise dem Deckel 51 entspricht.
Unterhalb der Abdeckung 60 befindet sich eine Elementwelle 61, die die beiden Stirnenden
62 der Abdeckung 60 mit Endbereichen 63 überragt. Die Elementwelle ist drehbar am
Lagergehäuse 58 gelagert. Jeder Endbereich 63 der Elementwelle 61 ist mit einem axialen
Flachsteg 64 versehen. Jeder Flachsteg 64 ist aufgrund von auf zwei einander gegenüberliegenden
Seiten der Elementwelle 61 vorgesehenen Seitenaussparungen 65 gebildet. Die axiale
Länge des Flachstegs 64 ist vorzugsweise ebenso groß wie die axiale Tiefe der Schlitzvertiefung
23 der Betätigungswelle 20 ausgebildet. Jeder Flachsteg 64 weist zwei einander gegenüberliegende
Seitenflächen 66, 67 auf, die eben sind und parallel zueinander verlaufen, wodurch
der Flachsteg 64 eine Dicke aufweist, die etwas kleiner ist, als die Schlitzbreite
der Schlitzvertiefung 23.
[0035] Gemäß Figur 14 ist die Konstruktion derart getroffen, dass das Verschlussglied 16
angrenzend an seinen durchmessergroßen Kopf 68 einen durchmesserkleineren Lagerstutzen
69 aufweist, der drehbar in einer Lagerbohrung 70 des Lagergehäuses 58 eingesteckt
und zur Axialsicherung mittels mindestens eines Querstifts 71 gesichert ist. Der Querstift
71 ist in eine entsprechende Querbohrung 72 des Lagergehäuses 58 eingesteckt und greift
in eine Ringnut 73 des Lagerstutzens 69 ein. Gemäß Figur 14 sind zwei derartige Querstifte
71 vorgesehen. An der Unterseite 74 des Kopfs 68 ist im Übergang zum Lagerstutzen
69 eine umlaufende Zahnung 75 am Verschlussglied 16 ausgebildet, die mit diametral
einander gegenüberliegenden Kegelzahnrädern 76 der Elementwelle 61 kämmt, d.h., die
Elementwelle 61 ist geteilt ausgebildet. Aus alledem wird deutlich, dass eine Drehung
des einen Teiles der Elementwelle 61 dazu führt, dass das zugehörige Kegelzahnrad
76 das Verschlussglied 16 drehend antreibt, wobei durch die in das andere Kegelzahnrad
76 eingreifende Zahnung 75 der andere Teil der Elementwelle 61 in Drehung versetzt
wird. Auf diese Art und Weise ist zwischen Elementwelle 61 und der Drehverschlusseinrichtung
7 ein erstes Getriebe 77 ausgebildet, das eine Drehkupplung zwischen den genannten
Bauteilen bewirkt.
[0036] Die Figur 15 zeigt eine Einbausituation der Anordnung gemäß Figur 14, wobei die Bauteile
des Beschlagsystems 5 gegenüber der Figur 14 um 90° gedreht liegen. Beispielhaft ist
der Einbau in den Blendrahmen 2, insbesondere in den Horizontalholm 3, in der Figur
15 gezeigt. Es ist erkennbar, dass der Blendrahmen 2 die Aufnahmevertiefung 12 aufweist,
in die das Lagergehäuse 58 derart eingesetzt ist, dass der Kopf 68 oberhalb der Oberseite
78 des Horizontalholms 3 liegt. Beim Ausführungsbeispiel der Figur 15 ist eine Ausgestaltung
des Beschlagsystems 5 verdeutlicht, die eine Verbindungswelle 15 aufweist, die in
einem Durchbruch 14 des Horizontalholms 3 lagert. Dabei ist erkennbar, dass die Längserstreckung
der Verbindungswelle 15 rechtwinklig zur Längserstreckung des Lagerstutzens 69 verläuft
und dass dieser wiederum rechtwinklig zur Längserstreckung der Elementwelle 61 verläuft,
sodass sich diese drei Elemente in die Richtungen eines kartesischen Koordinatensystems
erstrecken. Die Verbindungswelle 15 weist im Bereich ihres einen Endes eine Kegelradzahnung
79 auf, die mit einer endseitigen Kegelradzahnung 80 des Lagerstutzens 69 kämmt. Im
Bereich des anderen Endes der Verbindungswelle 15 ist eine Kupplungsstelle 81 in Form
eines Mehrkants, insbesondere Vierkants, ausgebildet. Die Kupplungsstelle 81 ermöglicht
es, dort einen Handgriff aufzusetzen, mit dem die Verbindungswelle 15 bei Bedarf gedreht
werden kann, mit der Folge, dass über die Kegelradzahnungen 79 und 80, die ein zweites
Getriebe 82 bilden, das Verschlussglied 16 der Drehverschlusseinrichtung 7 verdreht
werden kann, wobei über das erste Getriebe 77 die in diesem Ausführungsbeispiel geteilt
ausgebildete Elementwelle 61 mitverdreht wird. Die Elementwelle 61 kann dann zu weiteren
Beschlagelementen 6, vorzugsweise unter Zwischenschaltung mindestens einer Betätigungswelle
20 führen.
[0037] Die Figuren 16 bis 18 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Drehverschlusseinrichtung
7. In Figur 16 ist das Lagergehäuse 58 nicht gezeigt, um den inneren Aufbau besser
erkennen zu können. Das Verschlussglied 16 ist im Wesentlichen so ausgebildet, wie
in der Figur 14 beschrieben, wobei jedoch der Lagerstutzen 69 mit einer Getriebeschnecke
83 versehen ist, die mit einem Stirnzahnrad 84 kämmt, das drehfest auf der Elementwelle
61 angeordnet ist. Die Elementwelle 61 ist einstückig, also durchlaufend, und nicht
zweigeteilt ausgebildet. Vorzugsweise weist die Elementwelle 61 abgeflachte Seiten
85 auf und das Stirnzahnrad 84 hat einen entsprechend geformten Durchbruch, wodurch
die drehfeste Verbindung zwischen dem Stirnzahnrad 84 und der einstückigen, durchlaufenden
Elementwelle 61 geschaffen ist. Auch beim Ausführungsbeispiel der Figuren 16 bis 18
ist eine optionale Verbindungswelle 15 vorhanden, die über das zweite Getriebe 82
mit dem Lagerstutzen 69 des Verschlussglieds 16 gekuppelt ist. Erfolgt eine Drehung
der Verbindungswelle 15, so wird dadurch das Verschlussglied 16 in Drehung versetzt,
wobei die Getriebeschnecke 83 das Stirnrad 84 und damit die Elementwelle 61 dreht,
die wiederum mit weiteren Beschlagelementen 6, insbesondere über mindestens eine Betätigungswelle
20, gekuppelt sein kann. Die Figur 17 verdeutlicht den Aufbau der Anordnung der Figur
16, jedoch mit Darstellung des Lagergehäuses 58. Die Figur 18 zeigt die Anordnung
der Figur 17 um 90° gedreht.
[0038] Die Figuren 12 und 13 zeigen zwei unterschiedliche Ausführungsbeispiele von Beschlagelementen
6, die als Drehverschlusseinrichtungen 7 ausgebildet sind und beide eine optionale
Verbindungswelle 15 aufweisen. Alternativ ist es natürlich auch möglich, dass die
Verbindungswelle 15 weggelassen wird. Die Ausführungsform der Figur 12 weist im Kopf
68 den bereits erwähnten Ringschlitz 18 auf, der eine exzentrisch zur Drehachse des
Verschlussglieds 16 verlaufende Seitenfläche aufweist, sodass ein nicht dargestellter,
dem Flügelrahmen zugeordneter Schließbolzen oder dergleichen in die randoffene Ausnehmung
des Ringschlitzes 18 beim Schließen des Fensters, der Tür oder dergleichen eintreten
kann und anschließend durch Drehung des Verschlussglieds 16 der Schließbolzen einerseits
zum Heranziehen des Flügelrahmens verlagert und ferner eine Verriegelungsposition
eingenommen wird. Beim Ausführungsbeispiel der Figur 13 ist der "fragezeichenförmige"
Aufnahmeschlitz 17 im Kopf 68 des Verschlussglieds 16 ausgebildet, der in entsprechender
Weise funktioniert, also auch eine exzentrisch liegende Schlitzwandung besitzt. Grundsätzlich
soll an dieser Stelle nochmals erwähnt werden, dass die Beschlagelemente 6 und/oder
die mit Abdeckung 31 beziehungsweise Deckel 51 versehene Betätigungswelle 20 am Blendrahmen
oder am Flügelrahmen des Fensters, der Tür oder dergleichen angeordnet sein können,
sodass die Darstellungen in den Figuren und die Beschreibung nur beispielhaft sind.
[0039] Um gleiche und/oder verschiedene, vorzugsweise modulartig ausgebildete Baugruppen
des Beschlagsystems 5, nämlich gegebenenfalls verschieden ausgestaltete Beschlagelemente
6 und mindestens eine vorzugsweise modulartig gestaltete Betätigungswelle 20 jeweils
zur Drehmomentübertragung zu kuppeln und/oder mindestens zwei Betätigungswellen untereinander
zur Drehmomentübertragung zu kuppeln, ist jeweils eine lösbare Schnittstelle 86 vorgesehen,
die beispielhaft anhand der Figur 6 näher erläutert wird, jedoch auch für das Kuppeln
anderer, in dieser Anmeldung genannter Bauelemente in entsprechender Weise dient.
Die Schnittstelle 86 wird von der axialen Schlitzvertiefung 23 und dem axialen Flachsteg
64 gebildet, wobei der Flachsteg 64 insbesondere zur Beschreibung der Figur 1 näher
erläutert wurde. Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass die Betätigungswelle 20 an ihren
beiden Enden jeweils eine Schlitzvertiefung 23 aufweist, während die Beschlagelemente
6 jeweils eine Elementwelle 61 besitzen, die vorzugsweise an beiden Enden jeweils
mit dem Flachsteg 64 versehen sind. Es ist auch möglich, dass eine Betätigungswelle
20 anstelle der beiden Schlitzvertiefungen 23 Flachstege 64 aufweist und dass umgekehrt
die Beschlagelemente 6 Elementwellen 61 aufweisen, die mit den Schlitzvertiefungen
23 versehen sind oder zumindest mit einer Schlitzvertiefung 23. Auch Mischformen dieser
genannten Situation sind denkbar, also beispielsweise eine Elementwelle 61, die an
einem Ende eine Schlitzvertiefung 23 und am anderen Ende einen Flachsteg 64 besitzt,
um beispielsweise zwei Betätigungswellen 20 axial miteinander zu kuppeln. In einem
solchen Falle wird eine Betätigungswelle 20 mit an beiden Seiten vorhandener Schlitzvertiefung
23 mit einer weiteren Betätigungswelle 20 gekuppelt, die auf der einen Seite einen
Flachsteg 64 aufweist, der in eine Schlitzvertiefung 23 der erstgenannten Betätigungswelle
20 eingreift und so weiter.
[0040] Der Figur 6 ist deutlich zu entnehmen, dass die jeweilige Schnittstelle 86 dadurch
gebildet wird, dass ein Bauelement, sei es nun die Betätigungswelle 20 oder die Elementwelle
61 die Schlitzvertiefung 23 und das andere Bauelement dementsprechend - sei es nun
die Elementwelle 61 oder die Betätigungswelle 20 den Flachsteg 64 aufweist, wobei
die Schlitzvertiefung 23 oder der Flachsteg 64 ein erstes Koppelelement 87 und der
Flachsteg 64 oder die Schlitzvertiefung 23 ein zweites Koppelelement 88 bilden, und
die beiden Koppelelemente 87, 88 axial für eine Drehmomentübertragung lose ineinandergreifen,
d.h., der Flachsteg 64 greift axial in die zugehörige Schlitzvertiefung 23 ein, ohne
dass weitere Verbindungsmittel vorgesehen sind, sodass ein loses Eingreifen vorliegt.
Dies hat zur Folge, dass - gemäß Doppelpfeil 89 - in Figur 6 unterschiedliche axiale
Eingriffstiefen des Flachstegs 64 in die zugehörige Schlitzvertiefung 23 möglich sind,
und zwar in Abhängigkeit von der Lage der beteiligten Bauelemente, wobei die Lage
der Bauelemente wiederum von der Längen- und/oder Breitenabmessung des Fensters, der
Tür oder dergleichen abhängig ist. Die Längen- und/oder Breitenabmessungen der Fenster,
Türen oder dergleichen ergeben sich in Abhängigkeit von ihrem Einsatzort, wobei die
Bauelemente des erfindungsgemäßen Beschlagsystems 5 bevorzugt nur in bestimmten Längenstufungen,
insbesondere bezüglich der Betätigungswellen 20 und/oder Elementwellen 61 vorliegen,
wobei die Stufung jedoch derart gewählt ist, dass jedes übliche Fenstermaß beziehungsweise
Türmaß aufgrund der Längenvariation bedingt durch die erwähnten Eingriffstiefen abgedeckt
ist. Insgesamt ist dadurch ein Baukastensystem geschaffen, das mit wenigen Bauteilen
alle Maße der Fenster, Türen oder dergleichen abdeckt. Die Anordnung ist vorzugsweise
stets derart getroffen, dass die Elementwellen 61 den Beschlagelementen 6 zugeordnet
sind, also Module vorliegen, die die Elementwellen 61 aufweisen und dass andere Module
vorliegen, die die Betätigungswellen 20 besitzen. Die Module können in beliebiger
Weise dann miteinander kombiniert werden, wobei stets aufgrund der erfindungsgemäßen
Schnittstellen 86 eine Drehmomentübertragungsverbindung geschaffen ist.
[0041] Die verschiedenen, in den Figuren gezeigten und in der Beschreibung genannten Bauelemente
des Beschlagsystems 5 können in beliebiger Art und Weise miteinander kombiniert werden,
wobei dies an beliebigen Holmen von Blendrahmen und/oder Flügelrahmen von Fenstern,
Türen oder dergleichen erfolgen kann und auch Drehmomentübertragungsstrecken "um die
Ecke herum" geschaffen werden können, sowie dies aus den Figuren 19 und 20 hervorgeht.
[0042] Die Figuren 19 und 20 zeigen ein Beschlagelement 6, das als Eckumlenkungseinrichtung
8 ausgebildet ist und ein zweiteiliges, zusammensteckbares, mittig geteiltes Gehäuse
94 aufweist, in dem zwei winklig zueinander, insbesondere rechtwinklig zueinander,
angeordnete Elementwellenabschnitte 91 und 92 lagern, die zusammen eine Elementwelle
61 bilden. Jeder Elementwellenabschnitt 91, 92 weist ein Kegelzahnrad 93 auf, wobei
die beiden Kegelzahnräder 93 miteinander kämmen, sodass eine Drehmomentübertragung
zwischen den beiden Elementwellenabschnitten 91 und 92 gewährleistet ist. Die freien
Enden der beiden Elementwellenabschnitte 91 und 92 sind jeweils mit einem Flachsteg
64 zur Kupplung mit einer nicht dargestellten Betätigungswelle 20 beziehungsweise
mehreren Betätigungswellen 20 versehen. Das Gehäuse 94 ist fluchtend zu den übrigen
Bereichen eines Holms eines Blendrahmens 2 oder Flügelrahmens in diesen aufgrund des
Aufnahmesystems 10 einsetzbar.
[0043] Beispielhaft wird anhand der Figuren 4 und 5 die Kombination verschiedener Bauelemente
des erfindungsgemäßen Beschlagsystems 5 verdeutlicht, so zeigt die Figur 4 die Kupplung
einer an einer Abdeckung 31 gehaltenen Betätigungswelle 20 mit einem Beschlagelement
6, das als Drehverschlusseinrichtung 7 ausgebildet ist. Das Beschlagelement 6 ist
wiederum mit einer Betätigungswelle 20 gekuppelt, die an einer Abdeckung 31 gehalten
ist. Es folgt dann eine Eckumlenkungseinrichtung 8, die wiederum mit einer Betätigungswelle
20 gekuppelt ist, die sich an einer Abdeckung 31 befindet und es folgt schließlich
nochmals ein Beschlagelement 6, das als Drehverschlusseinrichtung 7 ausgebildet ist.
Aus alledem wird deutlich, das die verschiedenen Bauelemente auch andersartig angeordnet
sein können, wobei jedoch stets ein Drehmomentübertragungsweg geschaffen ist. Bei
einem Fenster, einer Tür oder dergleichen würden selbstverständlich noch weitere derartige
Bauelemente in den verschiedenen Holmen vorhanden sein. Die Figur 5 verdeutlicht einen
Abschnitt der in der Figur 4 beschriebenen Anordnung aus einer anderen Perspektive.
[0044] Das erfindungsgemäße Beschlagsystem 5 ist ganz oder teilweise aus Kunststoff hergestellt.
Stark belastete Bauteile können aus Metall gefertigt sein.
[0045] Aus dem Vorstehenden wird deutlich, dass ein modulartiges Beschlagsystem 5 geschaffen
ist, da das mindestens eine Beschlagelement 6 und die mindestens eine Betätigungswelle
20 jeweils als Modul 97 ausgebildet sein können, wobei die Module 97 beliebig miteinander
kombinierbar und über mindestens eine der Schnittstellen 86 miteinander wirkverbunden
sind. Die Betätigungswelle 20 ist zumeist an einer Baugruppe 96 drehbar angeordnet,
insbesondere an der erwähnten Abdeckung 31. Das jeweilige Beschlagelement 6 weist
die Elementwelle 61 auf, wobei über die Schnittstelle 86 die Drehmomentübertragungsstrecke
durch Eingreifen des zugehörigen Flachstegs 64 in die zugehörige Schlitzvertiefung
23 ausgebildet wird. Das Eingreifen des Flachstegs 64 in die Schlitzvertiefung 23
erfolgt durch einfaches axiales und/oder radiales Einstecken, wobei unterschiedliche
Eingriffstiefen realisiert werden können, um das Beschlagsystem 5 an die Längen- und/oder
Breitenabmessungen des Fensters, der Tür oder dergleichen anzupassen.
1. Beschlagsystem für ein Fenster, eine Tür oder dergleichen, mit mindestens einem Beschlagelement
und mindestens einer Betätigungsstange, die mit dem Beschlagelement und/oder mindestens
einer weiteren Betätigungsstange über eine Schnittstelle lösbar verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die oder die jeweilige Betätigungsstange (9) als Betätigungswelle (20) ausgebildet
ist und dass die Schnittstelle (86) für eine Drehmomentübertragung eine axiale Schlitzvertiefung
(23) und einen in die Schlitzvertiefung (23) axial eingreifenden, insbesondere axial
sowie lose eingreifenden, axialen Flachsteg (64) aufweist.
2. Beschlagsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (86) ein erstes Koppelelement (87,88) aufweist, das drehfest mit
der Betätigungswelle (20) verbunden oder an dieser ausgebildet ist, dass die Schnittstelle
(86) ein zweites Koppelelement (88,87) aufweist, das drehfest mit einer Elementwelle
(61) des Beschlagelements (6) oder mit der weiteren Betätigungswelle (20) verbunden
oder an dieser ausgebildet ist und dass eines der Koppelelemente (87,88) die Schlitzvertiefung
(23) und das andere der Koppelelemente (88,87) den Flachsteg (64) bildet.
3. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitzvertiefung (23) derart tief und der Flachsteg (64) derart lang ausgebildet
sind, dass - wahlweise oder sich in Abhängigkeit der Längen- und/oder Breitenabmessung
des Fensters, der Tür oder dergleichen ergebende - unterschiedliche axiale Eingriffstiefen
des Flachstegs (64) in die Schlitzvertiefung (23) ermöglicht sind.
4. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Flachsteg (64) aufgrund von zwei an der oder jeder Betätigungswelle (20) oder
der Elementwelle (61) auf einander gegenüberliegenden Seiten vorgesehenen Seitenaussparungen
(65) gebildet ist.
5. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitzvertiefung (23) von einer randoffenen Axialaussparung (24) der Elementwelle
(61) oder der Betätigungswelle (20) oder der jeweiligen Betätigungswelle (20) gebildet
ist.
6. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungswelle (20), die jeweilige Betätigungswelle (20) und/oder die Elementwelle
(61) in mindestens eine Lagernut (11) an einem Blendrahmen (2) und/oder Flügelrahmen
des Fensters, der Tür oder dergleichen und/oder an einem Einsatz (56) und/oder an
dem Beschlagelement (6) drehbar eingeklipst ist, wobei der Einsatz in eine Aufnahme
(57) des Blendrahmens (2), des Flügelrahmens und/oder des Beschlagelements (6) einsetzbar
oder eingesetzt ist.
7. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagernut (11) mittels eines Deckels (51) abgedeckt ist.
8. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungswelle (20), die jeweilige Betätigungswelle (20) und/oder die Elementwelle
(61) an einer Abdeckung (31), insbesondere an einer Innenseite (34) der Abdeckung
(31), drehbar gehalten ist, insbesondere durch Einklipsen drehbar gehalten ist.
9. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (31) eine Aufnahmenut (13) und/oder eine Aufnahmeausnehmung (43) des
Blendrahmens (2), des Flügelrahmens und/oder des Beschlagelements (6) abdeckt.
10. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (31) und/oder der Deckel (51) durch eine Klips-, Kleb-, Schweiß- oder
Schraubverbindung an dem Blendrahmen (2), dem Flügelrahmen, dem Einsatz (56) und/oder
dem Beschlagelement (6) gehalten ist.
11. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (31) an ihrer Innenseite (34) mindestens eine elastisch aufspreizbare
Halteklaue (35) aufweist, in die die Betätigungswelle (20), die jeweilige Betätigungswelle
(20) und/oder die Elementwelle (61) drehbar eingeklipst ist.
12. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungswelle (20), der jeweiligen Betätigungswelle (20) und/oder der Elementwelle
(61) mindestens ein Axialsicherungsmittel (41) zugeordnet ist, das eine Axialverlagerung
der Betätigungswelle (20), der jeweiligen Betätigungswelle (20) und/oder der Elementwelle
(61) verhindert.
13. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungswelle (20), die jeweilige Betätigungswelle (20) und/oder die Elementwelle
(61) mindestens eine Ringnut (21) aufweist, in die mindestens ein Halteelement (42)
eingreift, wobei Ringnut (21) und Halteelement (42) das Axialsicherungsmittel (41)
bilden.
14. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (42) von der Halteklaue (35) gebildet ist.
15. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschlagelement (6) eine Verschlusseinrichtung, eine Eckumlenkungseinrichtung
(8), eine manuelle und/oder motorische Antriebseinrichtung und/oder eine Ausstelleinrichtung
bildet oder ein Teil von einer der genannten Einrichtungen bildet.
16. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusseinrichtung eine Drehverschlusseinrichtung (7) ist.
17. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehverschlusseinrichtung (7) ein drehbar gelagertes, mit der Elementwelle (61)
drehgekuppeltes Verschlussglied (16) aufweist, das für das Verriegeln oder Entriegeln
des Fensters, der Tür oder dergleichen mit einem Verschlussgegenglied zusammenwirkt.
18. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elementwelle (61) der Drehverschlusseinrichtung (7) mit dem Verschlussglied (16)
über ein erstes Getriebe (77), insbesondere ein Kegelradgetriebe oder ein Schneckenradgetriebe,
drehgekuppelt ist.
19. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Verbindungswelle (15), die mit dem Verschlussglied (16) über ein zweites Getriebe
(82), insbesondere ein Kegelradgetriebe oder Schneckengetriebe, drehgekuppelt ist
und die quer, insbesondere rechtwinklig, zur Elementwelle (61) verläuft sowie mit
einem Handgriff und/oder Antrieb versehen ist oder eine Kupplungsstelle (81) für einen
Handgriff und/oder Antrieb aufweist.
20. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Drehachsen von Elementwelle (61), Verschlussglied und Betätigungswelle (20)
in die drei Achsrichtungen eines kartesischen Koordinatensystems erstrecken.
21. Beschlagsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Beschlagelement (6) und die mindestens eine Betätigungswelle
(20), insbesondere eine die Betätigungswelle (20) aufweisende Baugruppe (96), jeweils
als Modul (97) ausgebildet ist, wobei die Module (97) beliebig miteinander kombinierbar
und über mindestens eine der Schnittstellen (86) miteinander wirkverbunden sind.
1. A fitting system for a window, a door or the like, with at least one fitting element
and at least one actuating rod, which is releasably connected to the fitting element
and/or to at least one further actuating rod via an interface, characterised in that the actuating rod or the respective actuating rod (9) is embodied as actuating shaft
(20) and that, for a transmission of torque, the interface (86) has an axial slotted
recess (23) and an axial flat web (64), which engages axially, in particular axially
and loosely, with the slotted recess (23).
2. The fitting system according to claim 1, characterised in that the interface (86) has a first coupling element (87, 88), which is connected to the
actuating shaft (20) in a rotationally fixed manner or is embodied thereon, that the
interface (86) has a second coupling element (88, 87), which is connected to an element
shaft (61) of the fitting element (6) or to the further actuating shaft (20) or is
embodied thereon in a rotationally fixed manner, and that one of the coupling elements
(87, 88) forms the slotted recess (23) and the other one of the coupling elements
(88, 87) forms the flat web (64).
3. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the slotted recess (23) is embodied so deep and the flat web (64) is embodied so
long that different axial engagement depths of the flat web (64) with the slotted
recess (23) are made possible - optionally or resulting as a function of the length
and/or width dimension of the window, of the door or the like.
4. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the flat web (64) is formed on the basis of two side recess (65), which are provided
on the or on each actuating shaft (20) or the element shaft (61) on opposite sides.
5. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the slotted recess (23) is formed by an axial recess (24), which has an open edge,
of the element shaft (61), or of the actuating shaft (20) or of the respective actuating
shaft (20).
6. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the actuating shaft (20), the respective actuating shaft (20) and/or the element
shaft (61) is snapped into at least one bearing groove (11) on a blind frame (2) and/or
sash frame of the window, of the door or the like, and/or on an insert (56) and/or
on the fitting element (6) in a rotatable manner, wherein the insert can be inserted
or is inserted into a receptacle (57) of the blind frame (2), of the sash frame and/or
of the fitting element (6).
7. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the bearing groove (11) is covered by means of a lid (51).
8. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the actuating shaft (20), the respective actuating shaft (20) and/or the element
shaft (61) is held on a cover (31), in particular on an inner side (34) of the cover
(31) in a rotatable manner, in particular held by being snapped in in a rotatable
manner.
9. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the cover (31) covers a receiving groove (13) and/or a receiving recess (43) of the
blind frame (2), of the sash frame and/or of the fitting element (6).
10. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the cover (31) and/or the lid (51) is held on the blind frame (2), the sash frame,
the insert (56) and/or the fitting element (6) by means of a clip-, adhesive-, welding-
or screw-connection.
11. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that, on its inner side (34), the cover (31) has at least one elastically spreadable holding
claw (35), into which the actuating shaft (20), the respective actuating shaft (20)
and/or the element shaft (61) is snapped in in a rotatable manner.
12. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one axial securing means (41), which prevents an axial displacement of the
actuating shaft (20), of the respective actuating shaft (20) and/or of the element
shaft (61), is assigned to the actuating shaft (20), the respective actuating shaft
(20) and/or the element shaft (61).
13. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the actuating shaft (20), the respective actuating shaft (20) and/or the element
shaft (61) has at least one annular groove (21), with which at least one holding element
(42) engages, wherein annular groove (21) and the holding element (42) form the axial
securing means (41).
14. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the holding element (42) is formed by the holding claw (35).
15. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the fitting element (6) forms a lock device, a corner deflection device (8), a manual
and/or motorised drive device and/or hinging device, or forms a part of one of the
mentioned devices.
16. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the lock device is a rotary lock device (7).
17. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the rotary lock device (7) has a rotatably supported locking member (16), which is
coupled to the element shaft (61) in a rotatable manner and which interacts with a
locking counter-member for locking or unlocking the window, the door or the like.
18. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the element shaft (61) of the rotary locking device (7) is coupled to the locking
member (16) in a rotatable manner via a first gear (77), in particular a bevel gear
or a worm gear.
19. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised by a connecting shaft (15), which is coupled to the locking member (16) in a rotatable
manner via a second gear (82), in particular a bevel gear or worm gear, and which
runs transversely, in particular perpendicularly to the element shaft (61) and which
is provided with a handle and/or drive or which has a coupling location (81) for a
handle and/or drive.
20. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the axes of rotation of element shaft (61), locking member and actuating shaft (20)
extend in the three axial directions of a Cartesian coordinate system.
21. The fitting system according to any one of the preceding claims, characterised in that the at least one fitting element (6) and the at least one actuating shaft (20), in
particular an assembly (96), which has the actuating shaft (20), is in each case embodied
as module (97), wherein the modules (97) can be combined with one another arbitrarily
and are operatively connected to one another via at least one interface (86).
1. Système de ferrure pour une fenêtre, une porte ou une structure analogue, comportant
au moins un élément de ferrure et au moins une tige d'actionnement qui est reliée
de manière libérable à l'élément de ferrure et/ou à au moins une autre tige d'actionnement
par l'intermédiaire d'une interface, caractérisé en ce que la tige d'actionnement ou la tige d'actionnement (9) respective se présente sous
la forme d'un arbre d'actionnement (20) et que l'interface (86) comporte, pour transmettre
un couple de rotation, un évidement axial formant une fente (23) et une barrette plate
(64) axiale venant axialement en prise, en particulier venant axialement et librement
en prise, dans l'évidement formant une fente (23).
2. Système de ferrure selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'interface (86) comporte un premier élément de couplage (87, 88), qui est relié
de manière solidaire en rotation à l'arbre d'actionnement (20) ou qui est réalisé
sur celui-ci, que l'interface (86) comporte un deuxième élément de couplage (88, 87),
qui est relié de manière solidaire en rotation avec un arbre d'élément (61) de l'élément
de ferrure (6) ou avec l'autre arbre d'actionnement (20) ou réalisé sur celui-ci et
que l'un des éléments de couplage (87, 88) forme l'évidement en forme de fente (23)
et que l'autre des éléments de couplage (88, 87) forme la barrette plate (64).
3. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'évidement en forme de fente (23) ait une telle profondeur et que la barrette plate
(64) ait une telle longueur que différentes profondeurs d'entrée en prise - au choix
ou en fonction des dimensions des longueurs et/ou des largeurs de la fenêtre, de la
porte ou de la structure analogue - de la barrette plate (64) avec l'évidement en
forme de fente (23) soient possibles.
4. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la barrette plate (64) soit formée par deux évidements latéraux (65) réalisés sur
deux faces opposées entre elles à l'arbre d'actionnement (20) ou à chaque arbre d'actionnement
(20) ou à l'arbre d'élément (61).
5. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'évidement en forme de fente (23) soit formé par un évidement axial (24) à bords
ouverts de l'arbre d'élément (61) ou de l'arbre d'actionnement (20) ou de l'arbre
d'actionnement (20) respectif.
6. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'arbre d'actionnement (20), l'arbre d'actionnement (20) respectif et/ou l'arbre
d'élément (61) soient clipsés en restant mobile en rotation dans au moins une rainure-palier
(11) à un dormant (2) et/ou châssis d'ouvrant de la fenêtre, de la porte ou d'une
structure analogue et/ou à un insert (56) et/ou à l'élément de ferrure (6), l'insert
pouvant être encastré ou étant encastré dans un logement (57) du dormant (2), du châssis
d'ouvrant et/ou de l'élément de ferrure (6).
7. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la rainure-palier (11) soit recouverte par un couvercle (51).
8. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'arbre d'actionnement (20), l'arbre d'actionnement (20) respectif et/ou l'arbre
d'élément (61) soient maintenus en restant mobile en rotation à un cache (31), en
particulier à une face intérieure (34) du cache (31), notamment maintenus par clipsage
en restant mobile en rotation.
9. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le cache (31) recouvre une rainure de réception (13) et/ou un évidement de réception
(43) du dormant (2), du châssis d'ouvrant et/ou de l'élément de ferrure (6).
10. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le cache (31) et/ou le couvercle (51) soient maintenus au dormant (2), au châssis
d'ouvrant, à l'insert (56) et/ou à l'élément de ferrure (6) par un assemblage réalisé
par clipsage, par collage, par soudage ou par vissage.
11. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le cache (31) comporte à sa face intérieure (34) au moins une pince de retenue (35)
écartable élastiquement, dans laquelle l'arbre d'actionnement (20), l'arbre d'actionnement
(20) respectif et/ou l'arbre d'élément (61) sont enclipsés en restant mobiles en rotation.
12. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que soit affecté à l'arbre d'actionnement (20), à l'arbre d'actionnement (20) respectif
et/ou à l'arbre d'élément (61) au moins un moyen de sûreté axiale (41), qui empêche
un déplacement axial de l'arbre d'actionnement (20), de l'arbre d'actionnement (20)
respectif et/ou de l'arbre d'élément (61).
13. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'arbre d'actionnement (20), l'arbre d'actionnement (20) respectif et/ou l'arbre
d'élément (61) présentent au moins une rainure annulaire (21), dans laquelle au moins
un élément de maintien (42) entre en prise, la rainure annulaire (21) et l'élément
de maintien (42) formant le moyen de sûreté axiale (41).
14. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de maintien (42) soit formé par la pince de retenue (35).
15. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de ferrure (6) forme un dispositif de fermeture, un dispositif de renvoi
d'angle (8), un dispositif d'entraînement manuel et/ou motorisé et/ou un dispositif
d'ouverture ou une partie d'un des dispositifs nommés.
16. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de fermeture soit un dispositif de fermeture pivotant (7).
17. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de fermeture pivotant (7) comporte un élément de fermeture (16) tournant
et couplé à l'arbre d'élément (61) de manière à rester mobile en rotation, qui coopère
avec un contre-élément de fermeture pour le verrouillage ou le déverrouillage de la
fenêtre, de la porte ou de la structure analogue.
18. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'arbre d'élément (61) du dispositif de fermeture pivotant (7) soit couplé en restant
mobile en rotation à l'élément de fermeture (16) via un premier engrenage (77), en
particulier via un engrenage à roues coniques ou un engrenage à vis sans fin.
19. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par un arbre de liaison (15), qui est couplé en restant mobile en rotation avec l'élément
de fermeture (16) via un deuxième engrenage (82), en particulier via un couple conique
ou un engrenage à vis sans fin, et qui s'étend transversalement, en particulier perpendiculairement,
à l'arbre d'élément (61), ledit arbre de liaison (15) étant équipé d'une poignée et/ou
d'un entraînement ou comportant un point de couplage (81) pour une poignée et/ou un
entraînement.
20. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les axes de rotation de l'arbre d'élément (61), de l'élément de fermeture et de l'arbre
d'actionnement (20) s'étendent dans les trois directions d'axes d'un système de coordonnées
cartésien.
21. Système de ferrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément de ferrure (6) et l'au moins un arbre d'actionnement (20),
en particulier l'ensemble (96) comportant l'arbre d'actionnement (20), soient respectivement
conçus en tant que module (97), les modules (97) pouvant être combinés de manière
quelconque entre eux et étant reliés ensemble de manière opérationnelle via au moins
une des interfaces (86).