| (19) |
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(11) |
EP 2 855 945 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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01.11.2023 Patentblatt 2023/44 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.03.2018 Patentblatt 2018/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.03.2013 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/055747 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/178373 (05.12.2013 Gazette 2013/49) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM BETRIEB EINES HYDRAULIKSYSTEMS
METHOD FOR OPERATING A HYDRAULIC SYSTEM
MÉTHODE POUR L'OPÉRATION D'UN SYSTÈME HYDRAULIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
31.05.2012 DE 102012209142
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.04.2015 Patentblatt 2015/15 |
| (73) |
Patentinhaber: Putzmeister Engineering GmbH |
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72631 Aichtal (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- VEIT, Jan-Martin
72768 Reutlingen (DE)
- MÜNZENMAIER, Werner
72622 Nürtingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Pfiz/Gauss Patentanwälte PartmbB |
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Tübinger Strasse 26 70178 Stuttgart 70178 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 995 155 CN-A- 102 400 968 US-A- 4 073 141
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WO-A1-92/09811 GB-A- 2 251 961
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Hydrauliksystem mit einem einen ersten hydraulischen Verbraucher
ansteuernden Primärkreis, der ein erstes, mindestens eine motorisch angetriebene Hydraulikpumpe
umfassendes hydraulisches Antriebsaggregat aufweist, mit einem einen zweiten hydraulischen
Verbraucher ansteuernden Sekundärkreis, der ein zweites, mindestens eine weitere motorisch
angetriebene Hydraulikpumpe umfassendes hydraulisches Antriebsaggregat aufweist, wobei
die im Primärkreis und im Sekundärkreis angeordneten hydraulischen Verbraucher in
einem ersten Betriebszustand über ihre hydraulischen Antriebsaggregate unabhängig
voneinander mit Hydrauliköl aus einem Tank beaufschlagt sind, wobei in einem zweiten
Betriebszustand bei Stillstand des ersten Verbrauchers zumindest ein Teil des Hydrauliköls
aus dem Primärkreis in den Sekundärkreis zur Ansteuerung des zweiten Verbrauchers
zugespeist wird. Mit dieser Maßnahme wird ohne Erhöhung der Drehzahl der motorisch
angetriebenen Hydraulikpumpen mehr Öl für den Betrieb des zweiten Verbrauchers zur
Verfügung gestellt und damit eine höhere Leistung, insbesondere eine höhere Betriebsgeschwindigkeit
erzielt. Ein Hydrauliksystem dieser Art ist beispielsweise aus der
EP 1 995 155 A2 bekannt.
[0002] Hydrauliksysteme dieser Art werden beispielsweise zum Ansteuern und Betätigen von
mobilen Dickstoffpumpen verwendet, die einen im Primärkreis angeordneten hydraulischen
Antriebsmechanismus für die Dickstoffpumpe sowie einen im Sekundärkreis angeordneten
hydraulischen Antriebs- und Steuermechanismus für einen beispielsweise als Knickmast
ausgebildeten Verteilermast aufweisen. Im Betriebszustand einer solchen, vorzugsweise
als Betonpumpe ausgebildeten Dickstoffpumpe wird der Antriebsmechanismus der Dickstoffpumpe
und des Verteilermasts zwar gleichzeitig aber über ihre jeweiligen Hydraulikpumpen
unabhängig voneinander betätigt. Die Ölzufuhr in den Hydraulikkreisen ist dabei durch
die von den zugehörigen Hydraulikpumpen gelieferte Ölmenge begrenzt. Es gibt jedoch
auch Betriebszustände, bei denen nur einer der Hydraulikkreise aktiviert wird. Dies
ist beispielsweise vor und nach einem Pumpvorgang beim Aus- und Einfalten des Verteilermasts
zwischen einer eingeklappten Transportstellung und einer ausgeklappten Betriebsstellung
der Fall. Bei modernen Betonpumpen läuft dieser Aus- und Einfaltvorgang programmgesteuert
ab. Da dieser Vorgang zugleich eine Wartezeit für den Pumpenfahrer bedeutet, besteht
ein Bedarf nach einer raschen Ausführung, die mit den üblicherweise im Masthydraulikkreis
zur Verfügung stehenden Pumpleistungen zu wünschen übrig lässt.
[0003] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, das bekannte Hydrauliksystem
der eingangs angegebenen Art dahingehend zu verbessern, dass für spezielle Aufgabenstellungen
innerhalb des Hydrauliksystems bei gegebener Pumpleistung in den verschiedenen Hydraulikkreisen
eine erhöhte Betriebsgeschwindigkeit ermöglicht wird.
[0004] Um dies zu erreichen, wird gemäß der Erfindung die in Anspruch 1 angegebene Merkmalskombination
vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0005] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird vor allem dadurch gelöst, dass der im Primärkreis
angeordnete erste Verbraucher zweckmäßig als hydraulischer Antriebsmechanismus einer
Dickstoffpumpe ausgebildet ist, während der im Sekundärkreis angeordnete zweite Verbraucher
als Antriebs- und Steuermechanismus eines aus mehreren Mastarmen bestehenden Verteilermasts
ausgebildet ist. In diesem Fall kann die erfindungsgemäße Maßnahme beispielsweise
für das automatische Ein- und Ausfalten des Verteilermasts genutzt werden, indem Öl
aus dem Hauptkreis der Dickstoffpumpe dem Mastkreis beispielsweise über eine geeignete
Ventilsteuerung zugespeist wird.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der hydraulische Antriebsmechanismus
der Dickstoffpumpe zwei über je eine Kolbenstange mit einem Förderzylinder verbundene
hydraulische Antriebszylinder auf, die an ihrem einen Ende über je eine Hauptleitung
mit der mindestens einen im Primärkreis angeordneten Hydraulikpumpe und an ihrem anderen
Ende über eine Schaukelölleitung miteinander verbunden sind, wobei der Primärkreis
und der Sekundärkreis über eine Verbindungsleitung miteinander verbunden sind, in
der ein erstes, den Ölfluss wahlweise freigebendes oder sperrendes Steuerventil angeordnet
ist. Um den für die Zuspeisung in die Sekundärleitung erforderlichen Druckaufbau zu
gewährleisten, ist zweckmäßig innerhalb des Primärkreises mindestens ein zweites,
den Ölfluss zum Tank wahlweise sperrendes oder freigebendes Steuerventil angeordnet.
Eine weitere Ausführungsvariante sieht vor, dass innerhalb des Primärkreises mindestens
ein drittes, den Ölfluss zu den, aus den oder zwischen den Hydraulikzylindern wahlweise
sperrendes oder freigebendes Steuerventil angeordnet ist.
[0007] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass im geschlossenen
Primärkreis mindestens eine reversierbare und verstellbare Hauptpumpe sowie eine druckseitig
in den Primärkreis und saugseitig in den Tank mündende Speisepumpe angeordnet ist.
Eine erste Ausführungsvariante sieht in diesem Falle vor, dass die das Steuerventil
enthaltende Verbindungsleitung von einer der Hauptleitungen des Primärkreises abgezweigt
ist. Damit von der Hauptpumpe der für die Maststeuerung notwendige Druck aufgebaut
werden kann, wird in diesem Falle die Hauptpumpe so angesteuert, dass an der betreffenden
Hauptleitung die Druckseite der Hauptpumpe ist. Dementsprechend muss in diesem Fall
der Kolben des mit der betreffenden Hauptleitung verbundenen Antriebszylinders in
seine der Schaukelölleitung benachbarte Endlage gefahren werden. Bei einer weiteren
Ausführungsvariante ist die das Steuerventil enthaltende Verbindungsleitung über je
ein Rückschlagventil an eine der Hauptleitungen des Primärkreises angeschlossen. Dadurch
kann die Hauptpumpe wahlweise so angesteuert werden, dass entweder an der einen oder
an der anderen Hauptleitung die Druckseite liegt.
[0008] Weiter kann in der Schaukelölleitung zwischen den Hydraulikzylindern ein den Durchfluss
freigebendes oder sperrendes Steuerventil angeordnet sein. Eine weitere vorteilhafte
oder alternative Ausgestaltung hierzu kann darin bestehen, dass im Bereich der Endlagen
der Antriebszylinder mit Zu- und Abspeiseventilen bestückte Hubausgleichsschleifen
angeordnet sind, und dass in mindestens einer der Hubausgleichsschleifen ein als Absperrventil
ausgebildetes Steuerventil oder ein wahlweise mit dem Sekundärkreis verbindbares Wegeventil
angeordnet ist.
[0009] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der in der Zeichnung in schematischer Weise
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1 bis 6
- hydraulische Schaltungsanordnungen von Hydrauliksystemen mit einem geschlossenen Primärkreis
zum Betätigen einer Zweizylinder-Dickstoffpumpe und einem Sekundärkreis für die Steuerung
eines Verteilermasts;
- Fig. 7 und 8
- hydraulische Schaltungsanordnungen von Hydrauliksystemen mit offenem Primärkreis zum
Ansteuern und Betätigen einer Zweizylinder-Dickstoffpumpe und mit einem Sekundärkreis
für die Steuerung eines Verteilermasts. Diese Ausführungsbeispiele nach Fig. 7 und
8 fallen jedoch nicht unter den Schutz der Patentansprüche.
[0010] Die in der Zeichnung dargestellten Hydraulikschaltungen sind für Dickstoffpumpen
bestimmt, die zwei nicht dargestellte Förderzylinder aufweisen, deren stirnseitige
Öffnungen in einen Materialaufgabebehälter münden und abwechselnd während des Druckhubs
über eine Rohrweiche mit einer Förderleitung verbindbar sind. Die Förderzylinder werden
über hydraulische Antriebszylinder 7,8, die in einem ersten Primärkreis I angeordnet
sind, im Gegentakt angetrieben. Zu diesem Zweck sind die Antriebskolben der Antriebszylinder
7,8 über eine gemeinsame Kolbenstange mit den Förderkolben in den Förderzylindern
verbunden. Die Antriebszylinder 7,8 bilden einen ersten Verbraucher in dem Primärkreis
I, der außerdem ein mindestens eine motorisch angetriebene Hydraulikpumpe 1,2 umfassendes
hydraulisches Antriebsaggregat aufweist. Weiter ist bei allen Ausführungsbeispielen
ein Sekundärkreis II vorgesehen, der ein zweites, eine weitere motorisch angetriebene
Hydraulikpumpe 22 umfassendes hydraulisches Antriebsaggregat aufweist. Die im Primärkreis
I und im Sekundärkreis II angeordneten hydraulischen Verbraucher sind in einem ersten
Betriebszustand über ihre hydraulischen Antriebsaggregate unabhängig voneinander mit
Hydrauliköl aus einem gemeinsamen Tank 60 beaufschlagbar. Auf diese Weise können der
Primärkreis I mit den Antriebszylindern 7,8 und der Sekundärkreis II mit der Maststeuerung
24 zwar gleichzeitig, aber über ihre jeweiligen Hydraulikpumpen 1,2,22 getrennt voneinander
angetrieben werden.
[0011] Eine Besonderheit der Erfindung besteht darin, dass in einem zweiten Betriebszustand
bei Stillstand des die Hydraulikzylinder 7,8 umfassenden Verbrauchers zumindest ein
Teil des Hydrauliköls aus dem Primärkreis I in den Sekundärkreis II zur Ansteuerung
des Verteilermasts zugespeist werden kann. Mit dieser Maßnahme wird erreicht, dass
das Aus- und Einfalten des als Knickmast ausgebildeten Verteilermasts bei stillstehender
Dickstoffpumpe durch Druckölzufuhr aus dem Primärkreis I schneller ausgeführt werden
kann. Um dies zu erreichen, sind bei allen Ausführungsbeispielen der Primärkreis I
und der Sekundärkreis II über eine Verbindungsleitung 29 miteinander verbunden, in
welcher ein erstes, den Ölfluss wahlweise freigebendes oder sperrendes Steuerventil
28 (Fig. 1 bis 4, 6 bis 8) bzw. 35 (Fig. 5) angeordnet ist. Um den für die Zuspeisung
erforderlichen Druck im Primärkreis I zu erzeugen, werden verschiedene Ausführungsvarianten
vorgeschlagen, die im Folgenden näher erläutert werden.
[0012] Die Ausführungsbeispiele nach Fig. 1 bis 6 beziehen sich auf Hydrauliksysteme, deren
Primärkreis I als geschlossener Hydraulikkreis ausgebildet ist. Die den Verbraucher
bildenden Antriebszylinder 7 und 8 sind dort über die Hauptleitungen 17,18 über eine
reversier- und verstellbare Hauptpumpe 1 im Gegentakt angetrieben. Dies bedeutet,
dass der Kolben 70 im Antriebszylinder 7 ausfährt, wenn der Kolben 80 im Antriebszylinder
8 über das in der Schaukelölleitung 19 strömende Öl zurückgeschoben wird. Haben beide
Kolben 70,80 in den Antriebszylindern 7,8 ihre Endlage erreicht, kehrt die Hauptpumpe
1 ihre Förderrichtung um, so dass sich die Kolben in die jeweils andere Richtung bewegen.
Aus dem geschlossenen Primärkreis I bestehend aus Hauptpumpe 1, Hauptleitungen 17,18,
Antriebszylinder 7,8 und Schaukelölleitung 19 wird immer eine entsprechende Ölmenge
über das Wechselspülventil 5 und das Druckbegrenzungsventil 6 in den unter Atmosphärendruck
stehenden Tank 60 ausgespeist. Über das Druckbegrenzungsventil 6 kann dabei die auszuspeisende
Ölmenge eingestellt werden. Das Wechselspülventil 5 besitzt zwei mit den Hauptleitungen
17 und 18 verbundene Steuerleitungen 25,26, welche den Ventilschieber des Wechselspülventils
5, je nachdem auf welcher Seite der Hochdruck ansteht, hin- und herverschieben. Über
die Ausspeiseleitungen 20 und 21 wird dann über die Hauptleitungen 17 oder 18 von
der Niederdruckseite Öl zum Tank 60 ausgespeist. Zusätzlich ist eine saugseitig mit
dem Tank 60 verbundene Speisepumpe 2 vorgesehen, über die eine der am Wechselspülventil
5 ausgespeisten Ölmenge entsprechende Ölmenge über die mit den Hauptleitungen 17 und
18 verbundenen Rückschlagventile 3 und 4 wieder auf der Niederdruckseite der Hauptpumpe
1 eingespeist wird. Eine eventuelle Überschussmenge fließt über das Druckbegrenzungsventil
43 in den Tank 60.
[0013] Befindet sich die Hauptpumpe 1 auf Nullförderung, herrscht in den Leitungen 17 und
18 Gleichdruck, so dass der Ventilschieber des Wechselspülventils 5 in Mittelstellung
bleibt und kein Öl ausgespeist wird. In diesem Zustand fließt die komplette Ölmenge
der Speisepumpe 2 über das Druckbegrenzungsventil 43 in den Tank 60.
[0014] Aufgrund auftretender Leckagen in den Antriebszylindern 7 und 8 muss bei bestimmten
Betriebszuständen Öl zu- oder abgespeist werden, damit die betreffenden Kolben 70,80
jeweils ihre Endlagen erreichen können. Erreicht z.B. der Kolben 80 im Zylinder 8
seine bodenseitige Endlage nicht, während der Kolben 70 im Zylinder 7 seine stangenseitige
Endlage erreicht hat, kann dem Zylinder 8 über die Drossel 16, das Rückschlagventil
13 und die Schaukelölleitung 19 Öl zugeführt werden, so dass auch der Kolben 80 im
Zylinder 8 seine bodenseitige Endlage erreicht. Hat dagegen der Kolben 70 im Zylinder
7 seine stangenseitige Endlage noch nicht erreicht, während der Kolben 80 im Zylinder
8 sich bereits in seiner bodenseitigen Endlage befindet, wird über das Rückschlagventil
11 Öl abgespeist, so dass der Kolben 70 im Zylinder 7 in seine stangenseitige Endlage
fahren kann. Dabei muss der als Kugelhahn ausgebildete Kolbenendlagehahn 10 geöffnet
sein. Dem bodenseitigen Rückschlagventil 11 entspricht auf der Seite des Zylinders
8 das Rückschlagventil 12, während dem Kolbenendlagehahn 10 dort der Kolbenendlagehahn
9 entspricht. Andererseits entspricht dem stangenseitigen Rückschlagventil 13 am Zylinder
7 das Rückschlagventil 14 am Zylinder 8, während die stangenseitige Drossel 16 dort
der Drossel 15 entspricht. Der als Mastkreis ausgebildete Sekundärkreis II enthält
eine Hydraulikpumpe 22, welche wahlweise als Konstant- oder als Verstellpumpe ausgeführt
sein kann. Die Hydraulikpumpe 22 ist saugseitig mit dem Tank 60 und druckseitig über
die Druckleitung 23 mit dem als Maststeuerung 24 ausgebildeten Verbraucher verbunden.
[0015] Bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 bis 4 und 6 bis 8 ist in der Verbindungsleitung
29 zwischen Primärkreis I und Sekundärkreis II ein als 2/2-Wegeventil ausgebildetes
Steuerventil 28 vorgesehen. In der Ruhestellung sperrt das Wegeventil 28 die Verbindung
zwischen dem Primärkreis I und der Druckleitung 23 leckölfrei ab, während in der geschalteten
Stellung die Verbindung durchgeschaltet ist. Damit von der Hauptpumpe 1 der für die
Maststeuerung 24 notwendige Druck aufgebaut werden kann, wird die Hauptpumpe 1 so
angesteuert, dass im Falle der Fig. 1 an der Hauptleitung 17 die Druckseite ist. Deshalb
muss dort der Kolben 70 des Antriebszylinders 7 in seine stangenseitige Endlage gefahren
werden. Da bei der Zuspeisung zum Sekundärkreis II (Mastkreis) der Primärkreis I geöffnet
wird und das dem Sekundärkreis II zugespeiste Öl nicht mehr zur Hauptpumpe 1 zurück
fließt, kann nur so viel Öl zugespeist werden, wie die Speisepumpe 2 nachfördert.
Über die elektrisch proportionale (EP) Mengenverstellung 27 der Hauptpumpe 1 kann
die maximal mögliche Menge begrenzt werden.
[0016] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind zwei zusätzliche Rückschlagventile 30
und 31 vorgesehen, über welche eine Verbindung von den Hauptleitungen 17 oder 18 zum
Wegeventil 28 hergestellt werden kann. Dadurch kann die Hauptpumpe 1 wahlweise so
angesteuert werden, dass entweder an der Hauptleitung 17 oder an der Hauptleitung
18 die Druckseite liegt. Ist die Druckseite an der Hauptleitung 18 muss der Kolben
im Antriebszylinder 8 in seine stangenseitige Endlage gefahren werden.
[0017] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist ein zusätzliches als Absperrventil ausgebildetes
Steuerventil 32 vorgesehen, das im nicht angesteuerten Zustand das über das Wechselspülventil
5 und das Druckbegrenzungsventil 6 ausgespeiste Öl zum Tank 60 führt. Zur Zuspeisung
zum Sekundärkreis II (Mastkreis) wird das Steuerventil 32 angesteuert. Dadurch wird
die Verbindung zum Tank 60 gesperrt, so dass kein Öl mehr zum Tank 60 ausgespeist
werden kann. Damit steht die komplette Ölmenge der Speisepumpe 2 über die Hauptpumpe
1 zur Zuspeisung zum Sekundärkreis II zur Verfügung.
[0018] Im Falle des Ausführungsbeispiels nach Fig. 4 ist ein zusätzliches Absperrventil
34 zwischen der Drossel 16 und dem Rückschlagventil 13 der Hubausgleichsschleife vorgesehen.
Befindet sich der Kolben 70 im Antriebszylinder 7 in seiner stangenseitigen Endlage
und wird aufgrund der Zuspeisung zum Sekundärkreis II (Mastkreis) Druck aufgebaut,
fließt Öl von der Hauptleitung 17 über die Drossel 16, die Verbindungsleitung 19 und
die Rückschlagventile 13,11 auf die Niederdruckseite 18. Dieses Öl steht somit der
Zuspeisung zum Mastkreis nicht zur Verfügung. Im nicht angesteuerten Zustand ist das
Ventil 34 geöffnet. Wird das Ventil 34 angesteuert, kann kein Öl mehr abfließen und
die komplette Ölmenge der Speisepumpe 2 steht zur Zuspeisung in den Sekundärkreis
zur Verfügung.
[0019] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist anstelle des Steuerventils 28 alternativ
ein als Wegeventil ausgebildetes Steuerventil 35 in der Hubausgleichsschleife des
Zylinders 7 vorgesehen. Im nicht angesteuerten Zustand kann Öl über die Drossel 16
und das Rückschlagventil 13 fließen. Wird das Wegeventil 35 angesteuert und befindet
sich der Kolben 70 im Antriebszylinder 7 in seiner stangenseitigen Endlage, wird eine
Verbindung der Hauptleitung 17 über den Antriebszylinder 7 und die Leitung 29 mit
der Druckleitung 23 des Sekundärkreises II (Mastkreises) hergestellt. Gleichzeitig
ist die Abspeisung auf die Niederdruckseite über die Drossel 16 und das Rückschlagventil
13 gesperrt. Damit kann kein Öl mehr abfließen, so dass die komplette Ölmenge der
Speisepumpe 2 der Zuspeisung zur Verfügung steht.
[0020] Im Falle des Ausführungsbeispiels nach Fig. 6 ist ein zusätzliches Absperrventil
33 in der Schaukelölleitung 19 vorgesehen. Im nicht angesteuerten Zustand verbindet
das Absperrventil 33 die Antriebszylinder 7 und 8, so dass diese den oben beschriebenen
Förderzyklus durchführen können. Wird das Absperrventil 33 angesteuert, ist die Verbindung
durch die Schaukelölleitung 19 gesperrt, so dass die Kolben 70,80 in den Antriebszylindern
7,8 nicht mehr verfahren können. Auch der Ölausgleich aufgrund der Leckage in den
Antriebszylindern 7,8 kann nicht mehr stattfinden. Dadurch kann in jeder beliebigen
Stellung der Kolben 70,80 Druck in den Antriebszylindern 7,8 und in den Hauptleitungen
17,18 durch die Hauptpumpe 1 aufgebaut werden. Das Druckbegrenzungsventil 52, welches
über die Rückschlagventile 53 und 54 mit den Druckkammern zwischen den Antriebszylindern
7,8 und dem Absperrventil 33 verbunden ist, verhindert unzulässig hohe Drücke bei
geschlossenem Absperrventil 33, die aufgrund der Druckübersetzung in den Antriebszylindern
7,8 auftreten könnten.
[0021] In den Ausführungsbeispielen nach Fig. 7 und 8 ist jeweils ein offener Primärkreis
I zum Antrieb der Betonpumpe vorgesehen. Im Falle der Fig. 7 saugt die Hauptpumpe
44 über die Saugleitung 48 das Öl direkt aus dem Tank 60. Zwischen der Hauptleitung
47 und den Arbeitsleitungen 17' und 18' befindet sich ein Umsteuerventil 36, welches
wahlweise die Hauptleitung 47 mit der Arbeitsleitung 17' oder 18' und die nicht verbundene
Leitung 18' oder 17' mit dem Tank 60 verbindet. Die Kolben 70,80 in den Antriebszylindern
7 und 8 verfahren dann im Gegentakt wie oben beschrieben. Zur Umkehr der Bewegungsrichtung
wird das Umsteuerventil 36 in der Gegenrichtung angesteuert. Die Hauptpumpe 44 besitzt
eine elektrisch proportionale (EP) Verstelleinrichtung 45. Soll im Falle der Fig.
7 dem Sekundärkreis II (Mastkreis) Hydrauliköl zugespeist werden, wird das Ventil
36 nicht angesteuert. Damit ist die Verbindung der Hauptleitung 47 mit den Arbeitsleitungen
17',18' gesperrt. Wird nun das Wegeventil 28 angesteuert, kann über die Hauptleitung
47 und die Leitung 29 Öl aus dem Primärkreis I dem Sekundärkreis II zugeführt werden.
Theoretisch kann das komplette Fördervolumen der Hauptpumpe 44 hierbei dem Sekundärkreis
II zugespeist werden. In der Praxis wird die zugespeiste Ölmenge über die elektrisch
proportionale Mengenverstellung 45 eingestellt.
[0022] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 ist alternativ sowohl die Mastpumpe 22 mit
Regler 37 als auch die Hauptpumpe 44 mit Regler 46 (Load-Sensing LS) LS-geregelt.
Hier ist ein Wegeventil 38 vorgesehen, über welches wahlweise der über die Leitung
41 gemeldete Lastdruck der Antriebszylinder 7,8 oder der über die Leitung 42 gemeldete
Lastdruck der Maststeuerung dem Load-Sensing-Regler (LS) 46 der Hauptpumpe 44 zugeführt
wird. Bei LS-geregelten Hydraulikpumpen wird der Hochdruck der Hydraulikpumpe mit
dem Lastdruck verglichen und die Differenz der beiden Drücke über ein Verstellorgan
konstant gehalten. Das Verstellorgan sorgt dafür, dass die Ölmenge unabhängig vom
Lastdruck ist. Der Lastdruck der Antriebszylinder 7,8 wird über das Wechselventil
37 wahlweise von der Arbeitsleitung 17' oder 18' abgegriffen. Ist das Wegeventil 38
nicht angesteuert, geht der Lastdruck der Antriebszylinder 7 und 8 auf den Regler
46 der Hauptpumpe 44. Dieser regelt die Druckdifferenz an der Verstelldrossel 50,
mit welcher lastdruckunabhängig die Geschwindigkeit der Kolben 70,80 in den Antriebszylindern
7 und 8 eingestellt werden kann. Soll dem Sekundärkreis II Hydrauliköl aus dem Primärkreis
I zugespeist werden, wird dem Regler 46 der Hauptpumpe 44 durch Ansteuerung des Ventils
38 über die Leitung 42 der Lastdruck der Maststeuerung gemeldet. Dieser regelt lastdruckunabhängig
die Druckdifferenz an der Verstelldrossel 51, mit welcher die Menge des zugespeisten
Hydrauliköls eingestellt werden kann.
[0023] Im vorstehenden wurde die Erfindung ausführlich für den Anwendungsfall einer mobilen
Zweizylinder-Dickstoffpumpe beschrieben. Grundsätzlich ist es möglich, das der Erfindung
zugrundeliegende Prinzip auch auf andere Hydrauliksysteme mit mindestens zwei Hydraulikkreisläufen
zu übertragen, wie sie beispielsweise bei Baggern oder anderen Arbeitsmaschinen vorkommen.
[0024] Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfindung bezieht sich auf ein Hydrauliksystem,
vorzugsweise zum Ansteuern und Betätigen einer mobilen Dickstoffpumpe. Das Hydrauliksystem
umfasst einen einen ersten hydraulischen Verbraucher ansteuernden Primärkreis I, der
ein mindestens eine motorisch angetriebene Hydraulikpumpe 1,2,44 umfassendes hydraulisches
Antriebsaggregat aufweist. Weiter ist ein einen zweiten hydraulischen Verbraucher
ansteuernder Sekundärkreis II vorgesehen, der ein zweites, mindestens eine weitere
motorisch angetriebene Hydraulikpumpe 22 umfassendes hydraulisches Antriebsaggregat
aufweist. Die im Primärkreis I und im Sekundärkreis II angeordneten hydraulischen
Verbraucher 7,8;24 sind in einem ersten Betriebszustand über ihre hydraulischen Antriebsaggregate
unabhängig voneinander mit Hydrauliköl aus einem gemeinsamen Tank 60 beaufschlagbar.
Eine Besonderheit der Erfindung besteht darin, dass in einem zweiten Betriebszustand
bei Stillstand des ersten Verbrauchers 7,8 zumindest ein Teil des Hydrauliköls aus
dem Primärkreis I in den Sekundärkreis II zur Ansteuerung des zweiten Verbrauchers
24 zugespeist wird. Vorteilhafterweise ist der im Primärkreis I angeordnete erste
Verbraucher 7,8 als hydraulischer Antriebsmechanismus der Dickstoffpumpe ausgebildet,
während der im Sekundärkreis II angeordnete zweite Verbraucher 24 als Antriebs- und
Steuermechanismus eines aus mehreren Mastarmen bestehenden Verteilermasts ausgebildet
ist.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Hauptpumpe (Hydraulikpumpe)
- 2
- Speisepumpe (Hydraulikpumpe)
- 3
- Rückschlagventil
- 4
- Rückschlagventil
- 5
- Wechselspülventil
- 6
- Druckbegrenzungsventil
- 7
- Antriebszylinder
- 8
- Antriebszylinder
- 9,10
- Kolbenendlagenhahn
- 11,12
- Rückschlagventil
- 13,14
- Rückschlagventil
- 15,16
- Drossel
- 17
- Hauptleitung
- 18
- Hauptleitung
- 17'
- Arbeitsleitung
- 18'
- Arbeitsleitung
- 19
- Schaukelölleitung
- 20
- Ausspeiseleitung
- 21
- Ausspeiseleitung
- 22
- Mastpumpe (Hydraulikpumpe)
- 23
- Druckleitung
- 24
- Maststeuerung
- 25
- Steuerleitung
- 26
- Steuerleitung
- 27
- Mengenverstellung
- 28
- Steuerventil (2/2-Wegeventil)
- 29
- Verbindungsleitung
- 30
- Rückschlagventil
- 31
- Rückschlagventil
- 32
- Steuerventil
- 33
- Absperrventil
- 34
- Absperrventil
- 35
- Steuerventil
- 36
- Umsteuerventil
- 37
- Wechselventil
- 38
- Wegeventil
- 41
- Leitung
- 42
- Leitung
- 43
- Druckbegrenzungsventil
- 44
- Hauptpumpe (Hydraulikpumpe)
- 45
- Verstelleinrichtung (Mengenverstellung)
- 46
- Load-Sensing-Regler (LS)
- 47
- Hauptleitung
- 48
- Saugleitung
- 50
- Verstelldrossel
- 51
- Verstelldrossel
- 52
- Druckbegrenzungsventil
- 53
- Rückschlagventil
- 54
- Rückschlagventil
- 60
- Tank
- 70
- Kolben
- 80
- Kolben
- I
- Primärkreis
- II
- Sekundärkreis
1. Hydrauliksystem mit einem einen ersten hydraulischen Verbraucher (7,8) ansteuernden
geschlossenen Primärkreis (I), der ein erstes mindestens eine motorisch angetriebene,
reversierbare und verstellbare Hydraulikpumpe (1,2,44) sowie eine druckseitig in den
Primärkreis (I) und saugseitig in den Tank (60) mündende Speisepumpe (2) umfassendes
hydraulisches Antriebsaggregat aufweist, mit einem einen zweiten hydraulischen Verbraucher
(24) ansteuernden Sekundärkreis (II), der ein zweites, mindestens eine weitere motorisch
angetriebene Hydraulikpumpe (22) umfassendes hydraulisches Antriebsaggregat aufweist,
wobei die im Primärkreis (I) und im Sekundärkreis (II) angeordneten hydraulischen
Verbraucher in einem ersten Betriebszustand über ihre hydraulischen Antriebsaggregate
unabhängig voneinander mit Hydrauliköl aus einem Tank (60) beaufschlagt sind, und
wobei in einem zweiten Betriebszustand bei Stillstand des ersten Verbrauchers (7,8)
zumindest ein Teil des Hydrauliköls aus dem Primärkreis (I) in den Sekundärkreis (II)
zur Ansteuerung des zweiten Verbrauchers (24) zugespeist wird, dadurch gekennzeichnet, dass der im Primärkreis (I) angeordnete erste Verbraucher (7,8) als hydraulischer Antriebsmechanismus
einer Dickstoffpumpe ausgebildet ist, während der im Sekundärkreis (II) angeordnete
zweite Verbraucher (24) als Antriebs- und Steuermechanismus eines aus mehreren Mastarmen
bestehenden Verteilermasts der Dickstoffpumpe ausgebildet ist, wobei in dem zweiten
Betriebszustand bei arbeitender Hydraulikpumpe (22) im Sekundärkreis das Hydrauliköl
über die Speisepumpe (2) zugespeist wird, so dass das Aus- und Einfalten des Verteilermasts
bei stillstehender Dickstoffpumpe schneller ausgeführt werden kann.
2. Hydrauliksystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der hydraulische Antriebsmechanismus der Dickstoffpumpe zwei über je eine Kolbenstange
mit einem Förderzylinder verbundene hydraulische Antriebszylinder (7,8) aufweist,
die an ihrem einen Ende über je eine Hauptleitung (17,18) mit der mindestens einen
im Primärkreis (I) angeordneten Hydraulikpumpe (1,2) und an ihrem anderen Ende über
eine Schaukelölleitung (19) miteinander verbunden sind, und dass der Primärkreis (I)
und der Sekundärkreis (II) über eine Verbindungsleitung (29) miteinander verbunden
sind, in der ein erstes, den Ölfluss wahlweise freigebendes oder sperrendes Steuerventil
(28,35) angeordnet ist.
3. Hydrauliksystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Primärkreises (I) mindestens ein zweites, den Ölfluss zum Tank wahlweise
sperrendes oder freigebendes Steuerventil (5,32,36) angeordnet ist.
4. Hydrauliksystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Primärkreises (I) mindestens ein drittes, den Ölfluss zu den, aus den
oder zwischen den Hydraulikzylindern wahlweise sperrendes oder freigebendes Steuerventil
(33,36) angeordnet ist.
5. Hydrauliksystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die das Steuerventil (28) enthaltende Verbindungsleitung (29) von einer der Hauptleitungen
(17) des Primärkreises (I) abgezweigt ist.
6. Hydrauliksystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die das Steuerventil (28) enthaltende Verbindungsleitung (20) über je ein Rückschlagventil
(30,31) an eine der Hauptleitungen (17,18) des Primärkreises (I) angeschlossen ist.
7. Hydrauliksystem nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Schaukelölleitung (19) zwischen den Hydraulikzylindern ein den Durchfluss
freigebendes oder sperrendes Steuerventil (33) angeordnet ist.
8. Hydrauliksystem nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Endlagen der Kolben (70,80) in den Antriebszylindern (7,8) mit Zu-
und Abspeiseventilen bestückte Hubausgleichsschleifen angeordnet sind, und dass in
mindestens einer der Hubausgleichsschleifen ein als Absperrventil ausgebildetes Steuerventil
(34) oder ein wahlweise mit dem Sekundärkreis (II) verbindbares Wegeventil (35) angeordnet
ist.
1. A hydraulic system having a closed primary circuit (I) which activates a first hydraulic
consumer (7, 8) and has a first hydraulic drive assembly which comprises at least
one motor-driven, reversible and adjustable hydraulic pump (1, 2, 44) and a feed pump
(2) which opens on the pressure side into the primary circuit (I) and on the suction
side into the tank (60), having a secondary circuit (II) which activates a second
hydraulic consumer (24) and has a second hydraulic drive assembly which comprises
at least one further motor-driven hydraulic pump (22), the hydraulic consumers which
are arranged in the primary circuit (I) and in the secondary circuit (II) being loaded
in a first operating state via their hydraulic drive assemblies independently of one
another with hydraulic oil from a tank (60), and, in a second operating state, when
the first consumer (7, 8) is at a standstill, at least part of the hydraulic oil from
the primary circuit (I) being fed into the secondary circuit (II) in order to activate
the second consumer (24), characterized in that the first consumer (7, 8) which is arranged in the primary circuit (I) is configured
as a hydraulic drive mechanism of a thick matter pump, whereas the second consumer
(24) which is arranged in the secondary circuit (II) is configured as a drive and
control mechanism of a distributor boom of the thick matter pump, which distributor
boom consists of a plurality of boom arms, wherein in the second operating state,
when the hydraulic pump (22) in the secondary circuit is operating, the hydraulic
oil is supplied via the feed pump (2), such that the unfolding and folding of the
distributor boom can be carried out more rapidly while the thick matter pump is at
standstill.
2. The hydraulic system as claimed in claim 1, characterized in that the hydraulic drive mechanism of the thick matter pump has two hydraulic drive cylinders
(7, 8) which are connected via in each case one piston rod to a delivery cylinder
and are connected at their one end via in each case one main line (17, 18) to the
at least one hydraulic pump (1, 2)which is arranged in the primary circuit (I) and
are connected at their other end via an oil oscillation line (19) to one another,
and in that the primary circuit (I) and the secondary circuit (II) are connected to one another
via a connecting line (29), in which a first control valve (28, 35) which selectively
releases or shuts off the oil flow is arranged.
3. The hydraulic system as claimed in claim 2, characterized in that at least one second control valve (5, 32, 36) which selectively shuts off or releases
the oil flow to the tank is arranged within the primary circuit (I).
4. The hydraulic system as claimed in claim 2 or 3, characterized in that at least one third control valve (33, 36) which selectively shuts off or releases
the oil flow to, from or between the hydraulic cylinders is arranged within the primary
circuit (I).
5. The hydraulic system as claimed in claim 2, characterized in that the connecting line (29) which contains the control valve (28) is branched off from
one of the main lines (17) of the primary circuit (I).
6. The hydraulic system as claimed in claim 2, characterized in that the connecting line (20) which contains the control valve (28) is connected via in
each case one non-return valve (30, 31) to one of the main lines (17, 18) of the primary
circuit (I).
7. The hydraulic system as claimed in one of claims 2 to 6, characterized in that a control valve (33) which releases or shuts off the throughflow is arranged in the
oil oscillation line (19) between the hydraulic cylinders.
8. The hydraulic system as claimed in one of claims 2 to 7, characterized in that stroke compensation loops which are fitted with infeed and outfeed valves are arranged
in the region of the end positions of the pistons (70, 80) in the drive cylinders
(7, 8), and in that a control valve (34) which is configured as a shut-off valve or a directional valve
(35) which can be connected selectively to the secondary circuit (II) is arranged
in at least one of the stroke compensation loops.
1. Système hydraulique comprenant un circuit primaire (I) fermé commandant un premier
consommateur hydraulique (7, 8), circuit primaire qui comporte un premier groupe d'entraînement
hydraulique comprenant au moins une pompe hydraulique (1, 2, 44) réversible et réglable
entraînée par un moteur ainsi qu'une pompe d'alimentation (2) débouchant dans le circuit
primaire (I) côté refoulement et dans le réservoir (60) côté aspiration, comprenant
un circuit secondaire (II) commandant un second consommateur hydraulique (24), circuit
secondaire qui comporte un second groupe d'entraînement hydraulique comprenant une
autre pompe hydraulique (22) entraînée par un moteur, dans lequel les consommateurs
hydrauliques situés dans le circuit primaire (I) et dans le circuit secondaire (II)
sont, dans un premier état de fonctionnement, alimentés en huile hydraulique venant
d'un réservoir (60) indépendamment l'un de l'autre et par l'intermédiaire de leurs
groupes d'entraînement hydraulique, et au moins une partie de l'huile hydraulique
est amenée, dans un second état de fonctionnement, lorsque le premier consommateur
(7, 8) est à l'arrêt, du circuit primaire (I) au circuit secondaire (II) pour commander
le second consommateur (24), caractérisé en ce que le premier consommateur (7, 8) situé dans le circuit primaire (I) est exécuté en
tant que mécanisme d'entraînement hydraulique d'une pompe à matières épaisses, tandis
que le second consommateur (24) situé dans le circuit secondaire (II) est exécuté
en tant que mécanisme d'entraînement et de commande d'un mât distributeur de la pompe
à matières épaisses constitué de plusieurs bras de mât, dans lequel, dans le second
état de fonctionnement, lorsque la pompe hydraulique (22) fonctionne dans le circuit
secondaire, l'huile hydraulique est alimentée par la pompe d'alimentation (2), s'effectue
de façon que le déploiement et le pliage du mât distributeur puissent être exécutés
plus rapidement, la pompe à matières épaisses étant à l'arrêt.
2. Système hydraulique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le mécanisme d'entraînement hydraulique de la pompe à matières épaisses comporte
deux vérins d'entraînement hydrauliques (7, 8) reliés à un cylindre de refoulement
par le biais respectif d'une tige de piston, vérins qui sont reliés, à une extrémité,
à l'au moins une pompe hydraulique (1, 2) située dans le circuit primaire (I) par
le biais respectif d'une conduite principale (17, 18) et reliés l'un à l'autre, à
leur autre extrémité, par le biais d'une conduite d'huile oscillante (19), et en ce que le circuit primaire (I) et le circuit secondaire (II) sont reliés l'un à l'autre
par le biais d'une conduite de liaison (29) dans laquelle est disposée une première
vanne de commande (28, 35) qui libère ou bloque sélectivement le flux d'huile.
3. Système hydraulique selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'au moins une deuxième vanne de commande (5, 32, 36) qui bloque ou libère sélectivement
le flux d'huile vers le réservoir est disposée à l'intérieur du circuit primaire (I).
4. Système hydraulique selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce qu'au moins une troisième vanne de commande (33, 36) qui bloque ou libère sélectivement
le flux d'huile vers les vérins hydrauliques, depuis les vérins hydrauliques ou entre
les vérins hydrauliques est disposée à l'intérieur du circuit primaire (I).
5. Système hydraulique selon la revendication 2, caractérisé en ce que la conduite de liaison (29) contenant la vanne de commande (28) est dérivée de l'une
des conduites principales (17) du circuit primaire (I).
6. Système hydraulique selon la revendication 2, caractérisé en ce que la conduite de liaison (20) contenant la vanne de commande (28) est connectée à l'une
des conduites principales (17, 18) du circuit primaire (I) par le biais respectif
d'un clapet anti-retour (30, 31).
7. Système hydraulique selon l'une des revendications 2 à 6, caractérisé en ce qu'une vanne de commande (33) libérant ou bloquant l'écoulement est disposée dans la
conduite d'huile oscillante (19) entre les vérins hydrauliques.
8. Système hydraulique selon l'une des revendications 2 à 7, caractérisé en ce que des boucles de compensation de course munies de vannes de vidange et de remplissage
sont disposées dans la zone des fins de course des pistons (70, 80) dans les vérins
d'entraînement (7, 8), et en ce qu'une vanne de commande (34) exécutée en tant que soupape d'arrêt ou un distributeur
(35) pouvant être relié sélectivement au circuit secondaire (II) est disposé/e dans
au moins une des boucles de compensation de course.
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