[0001] Die Erfindung betrifft einen Dochthalter, der eine Basisplatte mit einem hohlen Halsstück
als Durchzug für einen Docht aufweist, für Kerzen, und ein Verfahren zu seiner Herstellung.
[0002] Dochthalter finden vor allem in Teelichtern Verwendung. Zur Herstellung von Teelichtern
wird vorzugsweise Paraffin oder eine Mischung von natürlichen Wachsen mit Stearin
oder ein anderer geeigneter Brennstoff verwendet, der beispielsweise als Granulat
kalt in eine geeignete Form gepresst oder flüssig in die Teelichthülle gegossen wird.
Einfachere Teelichter werden ohne Docht gepresst. Der Kerzenkörper wird anschließend
durchbohrt und der Docht wird im Dochthalter durch die Bohrung geführt. Der Dochthalter
dient dabei im Wesentlichen dazu, den Docht im Wachs gerade zu halten.
[0003] Typische bekannte Dochthalter sind Stanzartikel, die in verschiedenen Abmessungen
vorzugsweise mit sogenannten Folge-Verbundwerkzeugen vorzugsweise aus kaltgewalzten
Stahlblechen oder aus Aluminiumblechen hergestellt werden. In den Stanzwerkzeugen
wird das Blech vorzugsweise in mehreren Schritten verformt, bis die endgültige Geometrie
des Produkts erreicht ist.
[0004] Aus der Europäischen Offenlegungsschrift
EP 2 361 962 A1 ist ein Dochthalter der eingangs genannten Art bekannt, der insbesondere für Teelichter
geeignet ist, die einen becherförmigen Behälter, einen in den Behälter eingesetzten
Wachsblock und einen durch ein Loch des Wachsblockes hindurchgeführten Docht aufweisen.
Der Docht ist in dem auf dem Boden des Behälters aufliegenden Dochthalter angeordnet,
der eine Basisplatte mit einem zentralen Durchzug in Form eines hohlzylindrischen
Ansatzes aufweist, in dem der untere Teil des Dochtes aufgenommen und fixiert ist.
Die Basisplatte weist die Form eines kongruenten regulären n-Ecks mit n=3,4 oder 6
(gleichseitiges Dreieck, Quadrat oder reguläres bzw. regelmäßiges Sechseck), insbesondere
die Form eines regelmäßigen Rechtecks, auf.
[0005] Die Deutsche Offenlegungsschrift
DE 33 35 146 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von in becherförmigen
Behältern angeordneten Kerzen, deren Docht an einem Dochthalter aus magnetisch anziehbarem
Material befestigt ist. Dieser Dochthalter wird in den Behälter eingesetzt und mit
Hilfe eines unter dem Behälter mittig angeordneten Magneten zentriert und zeitweilig
festgehalten.
[0006] In der Deutschen Offenlegungsschrift
DE 39 18 324 A1 wird ein Dochthalter, insbesondere für Tee- und Opferlichter beschrieben, bei dem
im Mantel eines den Docht aufnehmenden und festhaltenden Zylinderteils mindestens
eine Ansaugöffnung vorgesehen ist, wodurch ein gutes Wachseinsaugen stattfindet. Dabei
kann der Docht durch die Ansaugöffnungen bzw. durch eingedrücktes Material neben den
Öffnungen zusätzlich im Innern des Dochthalters festgesetzt werden. Es wird zudem
ein Verfahren beschrieben, bei dem z. B. nach dem Stanz- und Ziehvorgang in den Dochthalter
ein Docht eingezogen und danach der Zylinderteil an mindestens einer Stelle so perforiert
wird, dass die Perforationsränder in das Dochtmaterial klemmend eingreifen.
[0007] Für Kerzen unterschiedlicher Dicke werden Dochthalter unterschiedlicher Höhe benötigt.
So müssen im Zuge einer Europäischen Verordnung zum Verbraucherschutz sogenannte Stumpenkerzen
(diese werden beispielsweise häufig auf Adventskränzen verwendet) derart ausgestaltet
sein, dass ein Kontakt der Flamme mit der Unterlage (z.B. mit den Tannenzweigen) zuverlässig
verhindert wird, beispielsweise, indem diese Kerzen automatisch erlöschen, sobald
die Flamme einen bestimmten Abstand zur Unterlage unterschreitet. Der erfindungsgemäß
verlängerte "Hals" des erfindungsgemäßen Dochthalters bewirkt, dass Kerzen mit einem
erfindungsgemäßen Dochthalter automatisch erlöschen, sobald die Flamme einen bestimmten
Abstand zur Unterlage unterschreitet. Da viele Kerzenhersteller jedoch unterschiedliche
Anforderungen an die Form der Dochthalter haben, werden diese neuen Typen des Dochthalters
jeweils in nur relativ kleinen Mengen angefordert. Die Anschaffung jeweils eines Stanzwerkzeugs
für jede einzelne Type ist daher häufig nicht rentabel.
[0008] Auch werden Dochte unterschiedlicher Dicke eingesetzt, so dass der den Docht aufnehmende
Hals an die Dicke des Dochtes angepasst sein muss. Auch werden Kerzen zunehmend aus
verschiedenen Brennmassen hergestellt, welche zum optimalen Abbrand unterschiedliche
Dochte benötigen, die sich unter anderem auch im Durchmesser unterscheiden.
[0009] Für unterschiedliche Kerzen werden demnach unterschiedliche Dochthalter benötigt.
Hieraus resultiert der Nachteil, dass für die Herstellung unterschiedlicher Dochthalter
jeweils andere Werkzeuge benötigt werden, die teuer sind. Dadurch ist insbesondere
die Herstellung von Dochthalterkleinserien teuer.
[0010] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine kostengünstige Möglichkeit
zur Bereitstellung von Dochthaltern unterschiedlicher Abmaße zur Verfügung zu stellen.
Diese Aufgabe wird durch ein Erzeugnis bzw. ein Verfahren nach einem der unabhängigen
Patentansprüche gelöst.
[0011] Ein erfindungsgemäßer Dochthalter der eingangs genannten Art ist gekennzeichnet durch
ein an dem Halsstück angebrachtes, hülsenartiges Verlängerungsstück, dessen Achse
mit der des Halsstücks fluchtet.
[0012] Im Zusammenhang mit der Beschreibung der vorliegenden Erfindung soll unter einem
Dochthalter jeder Gegenstand verstanden werden, in dem das untere Ende des Dochtes
einer Kerze gehalten werden kann.
[0013] Die erfindungsgemäßen Dochthalter können beispielsweise in Grablichtern, Glaskerzen,
Votiv-Lichtern oder anderen Kerzen und auch in Teelichtern verwendet werden.
[0014] Unter einem hohlen Halsstück als Durchzug für einen Docht wird hier eine vorzugsweise
durch Tiefziehen in der Basisplatte erzeugte, insbesondere hohlzylindrische Öffnung
verstanden, deren Querschnitt so bemessen ist, dass der Docht, den der Dochthalter
halten soll, durch oder in diese Öffnung geschoben werden kann. Wird dieser Durchzug
durch Tiefziehen erzeugt, bildet sich bei geeigneter Durchführung ein sogenannter
Hals an der Basisplatte, also ein hohlzylindrischer Ansatz, dessen Zylinderachse üblicherweise
senkrecht von der Basisplatte absteht.
[0015] Die einfachste Hohlform, die ein Halsstück aufweisen kann, ist die eines Hohlzylinders.
Deswegen ist nachfolgend in der Beschreibung auch häufig von einem hohlzylindrischen
Ansatz die Rede. Gleichwohl umfasst der Begriff "Halsstück" auch andere Formen. Beispielsweise
kann das Halsstück auch mit n-eckigem, insbesondere mit dreieckigem oder mit viereckigem
Querschnitt ausgebildet sein. Das Halsstück kann insbesondere in der Nähe der Basisplatte
beispielsweise auch konisch oder pyramidal und mit zunehmender Entfernung von der
Basisplatte annähernd zylindrisch geformt sein, vorzugsweise auch so, dass sein Querschnitt
oder die Größe seiner Öffnung mit zunehmender Entfernung von der Basisplatte kleiner
wird.
[0016] Üblicherweise wird die Achse des Halsstücks im Wesentlichen senkrecht zur durch die
Basisplatte definierten Ebene verlaufen, dies muss aber nicht zwingend so sein. Es
soll in aller Regel sichergestellt sein, dass der Docht durch den Dochthalter so gehalten
wird, dass er im Wesentlichen vertikal geführt ist. Auch muss die Basisplatte nicht
zwingend eben sein, sondern kann auch eine dreidimensionale Form haben, beispielsweise
die Form eines Mantels eines Kegelstumpfes.
[0017] Das Verlängerungsstück kann in das Halsstück eingesetzt sein oder das Halsstück umschließen,
wobei das Verlängerungsstück am Halsstück durch Klemmwirkung unbeweglich festgehalten
wird. Eine feste, unbewegliche Verbindung zwischen Halsstück und Verlängerungsstück
ist insoweit wichtig, als der Dochthalter im späteren Herstellungsprozess einer Kerze
verschiedene Verarbeitungsprozeese durchläuft, in denen sich die Verbindung zwischen
Halsstück und Verlängerungsstück nicht lösen darf. So werden beispielsweise für den
Transport von Dochthaltern in einer Bedochtungs- oder Einfädelmaschine, in der ein
Docht in den Dochthalter eingeführt wird, Rüttelrinnen verwendet, auf denen sich die
Position von Halsstück und Verlängerungsstück nicht zueinander verändern darf. Daher
wird die Verbindung vorzugsweise mit einer Presspassung oder über einer keilartig
wirkenden Änderung der aneinander anliegenden Innen- und Außenflächen von Halsstück
und Verlängerungsstück erzeugt. Alternativ, aber weniger bevorzugt, können Halsstück
und Verlängerungsstück auch auf eine andere Art miteinander verbunden werden, beispielsweise
durch Verkleben.
[0018] Die Verbindung von Verlängerungsstück und Halsstück sollte vorzugsweise auch flüssigkeitsdicht
sein, da der Dochthalter als Ganzes die gleichen Funktionseigenschaften wie ein einstückiger
Dochthalter mit langem Halsstück haben soll.
[0019] Um den Innendurchmesser des Dochthalters für die Verwendung mit verschiedenen Dochtdurchmessern
anzupassen, weist das Verlängerungsstück vorzugsweise zumindest teilweise einen anderen,
insbesondere engeren Innendurchmesser auf als das Halsstück. Umgekehrt kann das Verlängerungsstück
einen größeren Innendurchmesser als das Halsstück haben und auf das Halsstück aufgesetzt
sein.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Dochthalter derart
ausgestaltet, dass der Außendurchmesser des Halsstücks mit zunehmender Entfernung
von der Basisplatte zumindest abschnittsweise abnimmt. Dadurch lässt sich das Aufsetzen
des Verlängerungsstücks auf das Halsstück erleichtern.
[0021] Diese und weitere Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung weisen gegenüber vorbekannten
Dochthaltern verschiedene Vorteile auf:
Durch diese erfindungsgemäße Verlängerung wird der Docht zusätzlich zur Stützwirkung
des Halses gestützt. Außerdem kann der Docht - jedenfalls wenn der Docht von unten
keine neue Brennmasse ansaugen kann - nicht weiter abbrennen, wenn er bis auf den
oberen Rand der Verlängerung abgebrannt ist. Die Verlängerung wirkt also wie ein von
vornherein verlängerter Hals, mit dem Unterschied, dass durch das Aufstecken unterschiedlicher
Verlängerungen auf den Hals eines handelsüblichen Dochthalters auch Kleinserien erfindungsgemäßer
Dochthalter wirtschaftlich hergestellt werden können, deren wirtschaftliche Herstellung
ohne die Erfindung kaum möglich wäre. So ermöglicht die Erfindung die Herstellung
von Dochthaltern mit verlängerten Hälsen in unterschiedlichen Längen auf der Grundlage
von Dochthaltern mit Hälsen einheitlicher Länge. Durch die Beschränkung der Stanzwerkzeuge
auf eine geringe Anzahl unterschiedlicher Typen von Dochthaltern ist eine wirtschaftlichere
Herstellung auch einer großen Anzahl unterschiedlicher Typen von Dochthaltern mit
unterschiedlichen Längen der erfindungsgemäß verlängerten Hälse möglich. Auch ist
eine Verlängerung des Dochthalters für den Einsatz von sehr dünnen Dochten von Vorteil.
So benötigen sehr dünne Dochte einen besseren Halt, um nicht in die flüssige Brennmasse
zu kippen. Dies kann über den erfindungsgemäß verlängerten "Hals" am Dochthalter erreicht
werden.
[0022] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Dochthalters
wird ein hohlzylindrisches Verlängerungsstück auf oder in das hohle Halsstück des
Dochthalters gesteckt. Vorzugsweise wird das Verlängerungsstück auf das Halsstück
gesteckt, bevor der Dochthalter in eine Kerze eingeführt wird. Auf diese Weise ermöglicht
die Erfindung die Herstellung eines erfindungsgemäßen Dochthalters aus einem herkömmlichen
Dochthalter. Die Anschaffung jeweils eines Stanzwerkzeugs für jede einzelne Docht-halter-Type
ist daher nicht erforderlich.
[0023] Vorzugsweise werden aus der Elektroindustrie bekannte Aderendhülsen auf bekannte,
vorzugsweise handelsübliche Dochthalter montiert. Auf diese bekannten Dochthalter
werden vorzugsweise Aderendhülsen als Verlängerungen mit Längen vorzugsweise zwischen
6mm und 20mm gesteckt. Aderendhülsen sind dem Fachmann bekannte handelsübliche Erzeugnisse
der Industrie. Siehe hierzu auch die Seite "Aderendhülse". In:
Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. Mai 2012, 07:30 UTC. URL:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Aderendh%C3%BClse&oldid=103127170 (Abgerufen: 15. Mai 2012, 15:53 UTC). Dabei werden Aderendhülsen verwendet, deren
Innendurchmesser so bemessen ist, dass sich beim Aufstecken auf das Halsstück automatisch
eine Klemmwirkung ergibt, dass also in mindestens einem Bereich, in dem die Aderendhülse
das Halsstück umgibt, der Außendurchmesser des Halsstücks und der Innendurchmesser
der Aderendhülse eine Presspassung ergeben oder eine Klemmwirkung haben. Auf diese
Weise kann auf zusätzliche Fügetechniken zum Verbinden von Halsstück und Verlängerungsstück
verzichtet werden.
[0024] Für die Montage der Verlängerungen auf den Hälsen der bekannten Dochthalter gibt
es unterschiedliche Möglichkeiten:
Beispielsweise kann die Montage mit Hilfe eines speziell für diesen Zweck entwickelten
Montageautomaten erfolgen. Dieser Montageautomat positioniert das Verlängerungsstück
so, dass die Achsen des Verlängerungsstücks und des Halsstücks mit einer für das Aufstecken
der Verlängerung auf das Halsstück erforderlichen Genauigkeit übereinstimmen. Anschließend
führt der Montageautomat das Verlängerungsstück entlang der gemeinsamen Achse und
steckt es auf das Halsstück. Durch eine zweckmäßige Abstimmung der äußeren Durchmesser
der Halsstücke und der inneren Durchmesser der Verlängerungsstücke ergibt sich beim
Aufstecken der Verlängerungen auf die Hälse vorzugsweise eine Klemmung, die eine Befestigung
der Verlängerung auf dem Hals bewirkt.
[0025] Eine Möglichkeit, einen solchen Montageautomaten bereitzustellen, besteht darin,
einen sogenannten "Einfädler" so umzubauen, dass dieser Einfädler die Montage der
Verlängerung auf dem Hals bewerkstelligen kann. Der sogenannte Einfädler wird in Kerzenfabriken
üblicherweise eingesetzt, um Docht und Dochthalter zusammenzufügen. Vorteil dieser
Lösung ist, dass diese Geräte einen relativ kleinen Platzbedarf haben, eine große
Stückzahl verarbeiten können und die Zuführung des Dochthalters schon gelöst ist.
[0026] In jedem Fall wird das Verlängerungsstück auf das Halsstück auf- bzw. eingesteckt,
bevor der dann zusammengesetzte Dochthalter mit einem Docht bestückt wird. Der mehrteilige
Dochthalter kann genauso wie die einteiligen Dochthalter als fertiges Bauteil der
Kerzenproduktion zugeführt. Erst während der Kerzenproduktion wird der Dochthalter
mit einem Docht versehen. Danach wird der Docht samt Dochthalter entweder in festen
Kerzenwachs eingesteckt und dann mit dem festen Wachs in einen Kerzenhalter eingebracht,
oder er wird in einem Kerzenhalter fixiert, in den dann flüssiges Kerzenwachs gegossen
wird, das sich dann im Kerzenhalter abkühlt und verfestigt.
[0027] Im Folgenden wird die Erfindung mit Hilfe bevorzugter Ausführungsbeispiele und anhand
von Figuren näher beschrieben.
[0028] Dabei zeigt
Fig. 1 in schematischer Weise ein erstes Beispiel eines bekannten Dochthalters;
Fig. 2 in schematischer Weise ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Dochthalters;
Fig. 3 in schematischer Weise ein zweites Beispiel eines bekannten Dochthalters;
Fig. 4 in schematischer Weise ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Dochthalters;
Fig. 5 in schematischer Weise ein drittes Beispiel eines bekannten Dochthalters;
Fig. 6 in schematischer Weise ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Dochthalters.
[0029] In diesen Figuren werden folgende Bezugszeichen verwendet:
- 1
- Basisplatte
- 2
- hohlzylindrischer Ansatz, Halsstück
- 3
- Zylinderachse, Symmetrieachse, Achse des Ansatzes (Halsstücks) und des Verlängerungsstücks
- 4
- hohlzylindrisches Verlängerungsstück
- 5
- Außendurchmesser des hohlzylindrischen Ansatzes (Halsstücks)
- 6
- Entfernung von der Basisplatte
- 7
- Docht
- 8
- oberer Bereich des hohlzylindrischen Ansatzes (Halsstücks)
[0030] Erfindungsgemäß ist ein Dochthalter vorgesehen, der eine Basisplatte 1 mit einem
zentralen Durchzug in Form eines hohlzylindrischen Ansatzes 2 (Halsstücks) aufweist.
Die Zylinderachse 3 dieses hohlzylindrischen Ansatzes steht senkrecht von der Basisplatte
1 ab. Diese Merkmale des erfindungsgemäßen Dochthalters weisen auch bekannte Dochthalter
auf, die sich als Ausgangspunkt zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Dochthalters
eignen. Im Unterschied zu den bekannten Dochthaltern (Figuren 1, 3 und 5) ist bei
einem erfindungsgemäßen Dochthalter (Figuren 2, 4 und 6) an dem hohlzylindrischen
Ansatz 2 eine hohlzylindrische Verlängerung 4 (Verlängerungsstück) so angebracht,
dass die Zylinderachsen 3 des hohlzylindrischen Ansatzes und der hohlzylindrischen
Verlängerung übereinstimmen.
[0031] Durch diese Verlängerung 4 wird der Docht 7 zusätzlich zur Stützwirkung des Halsstücks
2 gestützt. Außerdem kann der Docht 7 nicht weiter abbrennen, wenn er bis auf den
oberen Rand der Verlängerung 4 abgebrannt ist. Die Verlängerung wirkt also wie ein
von vornherein verlängerter Hals, mit dem Unterschied, dass durch das Aufstecken unterschiedlicher
Verlängerungen auf das Halsstück eines handelsüblichen Dochthalters auch Kleinserien
erfindungsgemäßer Dochthalter wirtschaftlich hergestellt werden können, deren wirtschaftliche
Herstellung ohne die Erfindung kaum möglich wäre.
[0032] Besonders einfach kann ein erfindungsgemäßer Dochthalter aus einem bekannten Dochthalter
hergestellt werden, wenn der äußere Radius 5 des hohlzylindrischen Ansatzes (Halsstücks)
mit zunehmender Entfernung 6 von der Basisplatte abnimmt. Besonders vorteilhaft ist
dies im oberen Bereich 8 des hohlzylindrischen Ansatzes (Halses) vorgegehen. Da die
Abnahme des äußeren Radius, d.h. der leicht konische Verlauf des Halsstücks, im oberen
Bereich 8 vorzugsweise so gering ist, dass eine zylindrische Röhre, vorzugsweise eine
Aderendhülse, als Verlängerungsstück leicht auf das in seinem oberen Bereich vorzugsweise
ebenfalls zylindrisch geformten Halsstück gesteckt werden kann, ist der leicht konische
Verlauf des Halses in diesem Bereich in den Figuren nicht dargestellt.
[0033] Der Ansatz (Halsstück) verläuft in den in den Fig. 1 und 2 dargestellten Beispielen
im unteren Bereich in der Nähe der Basisplatte zunächst konisch und im oberen Bereich
8 gegenüber der Basisplatte zunehmend zylindrisch oder fast zylindrisch. In den Figuren
3 und 4 ist ein zylindrisch oder - insbesondere im oberen Bereich 8 - fast zylindrisch
geformter Ansatz dargestellt. Der Ansatz der in den Fig. 5 und 6 gezeigten Dochthalter
ist im unteren Bereich konisch oder pyramidal und im oberen Bereich 8 zylindrisch
oder fast zylindrisch geformt.
[0034] Ein erfindungsgemäßer Dochthalter kann ganz besonders einfach mit einem in herkömmlicher
Weise aus einer gestanzten, insbesondere runden Blechscheibe durch Tiefziehen hergestellten
Dochthalter und einer aus Metall bestehenden Aderendhülse geeigneter Länge erzeugt
werden. Der Übergang des Blechs des herkömmlichen Dochthalters in das Halsstück (betrachtet
im Längsschnitt durch den Dochthalter) ist aufgrund des Herstellungsprozesses nicht
eckig, sondern gekrümmt: Auf das Halsstück wird die als Verlängerungsstück verwendete
Aderendhülse aus Metall mit ihrem konischen Einführkragen voran soweit aufgeschoben
und aufgedrückt, dass der Einführkonus der Aderendhülse auf der Außenfläche des Dochthalters
festgeklemmt wird, wobei der Radius im Bereich des Übergangs von Basisplatte und Halsstück
eine Keilwirkung entfaltet.
1. Dochthalter, aufweisend eine Basisplatte (1) mit einem hohlen Halsstück (2) als Durchzug
(2) für einen Docht, gekennzeichnet durch ein an dem Halsstück angebrachtes, hülsenartiges Verlängerungsstück (4), dessen Achse
(3) mit der des Halsstücks fluchtet und das Verlängerungsstück (4) In das Halsstück
(2) eingesetzt Ist oder das Halsstück (2) umschließt, wobei das Verlängerungsstück
(4) durch Klemmwirkung am Halsstück unbeweglich festgehalten ist.
2. Dochthalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verlängerungsstück (4) zumindest teilweise hohlzylindrisch ist.
3. Dochthalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verlängerungsstück (4) zumindest teilweise einen anderen Innendurchmesser aufweist
als das Halsstück (2).
4. Dochthalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Außendurchmesser (5) des Halsstücks (2) zumindest abschnittsweise mit zunehmender
Entfernung (6) von der Basisplatte abnimmt.
5. Verfahren zur Herstellung eines Dochthalters nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verlängerungsstück (4) auf das Halsstück (2) des Dochthalters gesteckt oder in
das Halsstück (2) eingesteckt wird, bevor der Dochthalter für die Herstellung einer
Kerze mit einem Docht bestückt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verlängerungsstück (4) auf das Halsstück (2) gesteckt oder in das Halsstück (2)
eingesteckt wird, bevor der Dochthalter In eine Kerze eingeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verlängerungsstück eine Aderendhülse Ist, die vorzugsweise mindestens einen konischen
Einführkragen aufweist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Basisplatte und das Halsstück aus einer ausgestanzten Blechschelbe tiefgezogen
sind.
9. Verwendung einer Aderendhülse als Verlängerungsstück für einen Dochthalter gemäß einem
der Ansprüche 1 bis 4.
10. Verwendung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Basisplatte und das Halsstück aus einer ausgestanzten Blechscheibe tiefgezogen
sind.
11. Kerze mit einem Dochthalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4.
1. Wick holder, having a base plate (1) with a hollow neck piece (2) as a passage for
a wick, characterised in that a sleeve-like extension piece (4) attached to the neck piece, the axis (3) of which
is aligned with that of the neck piece and the extension piece (4) is inserted into
the neck piece (2) or encloses the neck piece (2), wherein the extension piece (4)
is held immobile by clamping action on the neck piece.
2. Wick holder according to Claim 1, characterised in that the extension piece (4) is at least in part hollow-cylindrical.
3. Wick holder according to Claim 1 or 2, characterised in that the extension piece (4) has at least in part a different inner diameter than the
neck piece (2).
4. Wick holder according to any one of Claims 1 to 3, characterised in that the outer diameter (5) of the neck piece (2) decreases at least in sections with
increasing distance (6) from the base plate.
5. Method for the production of a wick holder according to any one of the preceding claims,
characterised in that the extension piece (4) is placed on the neck piece (2) of the wick holder or is
inserted into the neck piece (2), before the wick holder is fitted with a wick for
the production of a candle.
6. Method according to Claim 5, characterised in that the extension piece (4) is placed on the neck piece (2) or is inserted into the neck
piece (2), before the wick holder is inserted into a candle.
7. Method according to Claim 5 or 6, characterised in that the extension piece has a wire-end sleeve, which preferably has at least one conical
insertion collar.
8. Method according to any one of Claims 5 to 7, characterised in that the base plate and the neck piece are deep-drawn from a punched sheet metal disc.
9. Use of a wire-end sleeve as an extension piece for a wick holder according to any
one of Claims 1 to 4.
10. Use according to Claim 9, characterised in that the base plate and the neck piece are deep-drawn from a punched sheet metal disc.
11. Candle with a wick holder according to any one of Claims 1 to 4.
1. Élément de support de mèche, présentant une plaque de base (1) avec une partie de
col creuse (2) comme passage débouchant (2) pour une mèche, caractérisé par une pièce de prolongement (4) du genre douille, qui est mise en place sur la partie
de col et dont l'axe (3) est aligné avec celui de la partie de col, et la pièce de
prolongement (4) est insérée dans la partie de col (2) ou enserre la partie de col
(2), sachant que la pièce de prolongement (4) est maintenue immobile sur la partie
de col par effet de serrage.
2. Élément de support de mèche selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce de prolongement (4) est au moins pour partie cylindrique creuse.
3. Élément de support de mèche selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la pièce de prolongement (4) présente au moins pour partie un diamètre intérieur
différent de celui de la partie de col (2).
4. Élément de support de mèche selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le diamètre extérieur (5) de la partie de col (2) diminue au moins par tronçons avec
l'augmentation de la distance (6) de la plaque de base.
5. Procédé de fabrication d'un élément de support de mèche selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la pièce de prolongement (4) est emboîtée sur la partie de col (2) de l'élément de
support de mèche ou est emboîtée dans la partie de col (2) avant que l'élément de
support de mèche soit équipé d'une mèche afin de fabriquer une bougie.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la pièce de prolongement (4) est emboîtée sur la partie de col (2) ou est emboîtée
dans la partie de col (2) avant que l'élément de support de mèche soit introduit dans
une bougie.
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que la pièce de prolongement est une cosse terminale de câble qui présente de préférence
au moins un collet d'introduction conique.
8. Procédé selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que la plaque de base et la partie de col sont réalisées par emboutissage profond à partir
d'un disque découpé dans de la tôle.
9. Utilisation d'une cosse terminale de câble comme pièce de prolongement pour un élément
de support de mèche selon l'une des revendications 1 à 4.
10. Utilisation selon la revendication 9, caractérisée en ce que la plaque de base et la partie de col sont réalisées par emboutissage profond à partir
d'un disque découpé dans de la tôle.
11. Bougie avec un élément de support de mèche selon l'une des revendications 1 à 4.