(19)
(11) EP 2 859 073 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
23.12.2015  Patentblatt  2015/52

(21) Anmeldenummer: 13734348.9

(22) Anmeldetag:  06.06.2013
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
C11C 5/00(2006.01)
F21V 35/00(2006.01)
F23D 3/24(2006.01)
C11C 5/02(2006.01)
F23D 3/16(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2013/061747
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2013/182657 (12.12.2013 Gazette  2013/50)

(54)

DOCHTHALTER UND VERFAHREN ZU SEINER HERSTELLUNG

WICK HOLDER AND METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF

ÉLÉMENT DE SUPPORT DE MÈCHE ET PROCÉDÉ DE PRODUCTION DUDIT ÉLÉMENT


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 06.06.2012 DE 102012011211

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
15.04.2015  Patentblatt  2015/16

(73) Patentinhaber: STC GmbH
50126 Bergheim (DE)

(72) Erfinder:
  • CREMER, Joe
    50181 Bedburg (DE)
  • CREMER, Marcel
    50181 Bedburg (DE)

(74) Vertreter: Lenzing Gerber Stute 
Partnerschaft von Patentanwälten mbB Bahnstraße 9
40212 Düsseldorf
40212 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 792 971
DE-A1- 4 019 615
AT-A2- 509 247
GB-A- 1 082 295
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Dochthalter, der eine Basisplatte mit einem hohlen Halsstück als Durchzug für einen Docht aufweist, für Kerzen, und ein Verfahren zu seiner Herstellung.

    [0002] Dochthalter finden vor allem in Teelichtern Verwendung. Zur Herstellung von Teelichtern wird vorzugsweise Paraffin oder eine Mischung von natürlichen Wachsen mit Stearin oder ein anderer geeigneter Brennstoff verwendet, der beispielsweise als Granulat kalt in eine geeignete Form gepresst oder flüssig in die Teelichthülle gegossen wird. Einfachere Teelichter werden ohne Docht gepresst. Der Kerzenkörper wird anschließend durchbohrt und der Docht wird im Dochthalter durch die Bohrung geführt. Der Dochthalter dient dabei im Wesentlichen dazu, den Docht im Wachs gerade zu halten.

    [0003] Typische bekannte Dochthalter sind Stanzartikel, die in verschiedenen Abmessungen vorzugsweise mit sogenannten Folge-Verbundwerkzeugen vorzugsweise aus kaltgewalzten Stahlblechen oder aus Aluminiumblechen hergestellt werden. In den Stanzwerkzeugen wird das Blech vorzugsweise in mehreren Schritten verformt, bis die endgültige Geometrie des Produkts erreicht ist.

    [0004] Aus der Europäischen Offenlegungsschrift EP 2 361 962 A1 ist ein Dochthalter der eingangs genannten Art bekannt, der insbesondere für Teelichter geeignet ist, die einen becherförmigen Behälter, einen in den Behälter eingesetzten Wachsblock und einen durch ein Loch des Wachsblockes hindurchgeführten Docht aufweisen. Der Docht ist in dem auf dem Boden des Behälters aufliegenden Dochthalter angeordnet, der eine Basisplatte mit einem zentralen Durchzug in Form eines hohlzylindrischen Ansatzes aufweist, in dem der untere Teil des Dochtes aufgenommen und fixiert ist. Die Basisplatte weist die Form eines kongruenten regulären n-Ecks mit n=3,4 oder 6 (gleichseitiges Dreieck, Quadrat oder reguläres bzw. regelmäßiges Sechseck), insbesondere die Form eines regelmäßigen Rechtecks, auf.

    [0005] Die Deutsche Offenlegungsschrift DE 33 35 146 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von in becherförmigen Behältern angeordneten Kerzen, deren Docht an einem Dochthalter aus magnetisch anziehbarem Material befestigt ist. Dieser Dochthalter wird in den Behälter eingesetzt und mit Hilfe eines unter dem Behälter mittig angeordneten Magneten zentriert und zeitweilig festgehalten.

    [0006] In der Deutschen Offenlegungsschrift DE 39 18 324 A1 wird ein Dochthalter, insbesondere für Tee- und Opferlichter beschrieben, bei dem im Mantel eines den Docht aufnehmenden und festhaltenden Zylinderteils mindestens eine Ansaugöffnung vorgesehen ist, wodurch ein gutes Wachseinsaugen stattfindet. Dabei kann der Docht durch die Ansaugöffnungen bzw. durch eingedrücktes Material neben den Öffnungen zusätzlich im Innern des Dochthalters festgesetzt werden. Es wird zudem ein Verfahren beschrieben, bei dem z. B. nach dem Stanz- und Ziehvorgang in den Dochthalter ein Docht eingezogen und danach der Zylinderteil an mindestens einer Stelle so perforiert wird, dass die Perforationsränder in das Dochtmaterial klemmend eingreifen.

    [0007] Für Kerzen unterschiedlicher Dicke werden Dochthalter unterschiedlicher Höhe benötigt. So müssen im Zuge einer Europäischen Verordnung zum Verbraucherschutz sogenannte Stumpenkerzen (diese werden beispielsweise häufig auf Adventskränzen verwendet) derart ausgestaltet sein, dass ein Kontakt der Flamme mit der Unterlage (z.B. mit den Tannenzweigen) zuverlässig verhindert wird, beispielsweise, indem diese Kerzen automatisch erlöschen, sobald die Flamme einen bestimmten Abstand zur Unterlage unterschreitet. Der erfindungsgemäß verlängerte "Hals" des erfindungsgemäßen Dochthalters bewirkt, dass Kerzen mit einem erfindungsgemäßen Dochthalter automatisch erlöschen, sobald die Flamme einen bestimmten Abstand zur Unterlage unterschreitet. Da viele Kerzenhersteller jedoch unterschiedliche Anforderungen an die Form der Dochthalter haben, werden diese neuen Typen des Dochthalters jeweils in nur relativ kleinen Mengen angefordert. Die Anschaffung jeweils eines Stanzwerkzeugs für jede einzelne Type ist daher häufig nicht rentabel.

    [0008] Auch werden Dochte unterschiedlicher Dicke eingesetzt, so dass der den Docht aufnehmende Hals an die Dicke des Dochtes angepasst sein muss. Auch werden Kerzen zunehmend aus verschiedenen Brennmassen hergestellt, welche zum optimalen Abbrand unterschiedliche Dochte benötigen, die sich unter anderem auch im Durchmesser unterscheiden.

    [0009] Für unterschiedliche Kerzen werden demnach unterschiedliche Dochthalter benötigt. Hieraus resultiert der Nachteil, dass für die Herstellung unterschiedlicher Dochthalter jeweils andere Werkzeuge benötigt werden, die teuer sind. Dadurch ist insbesondere die Herstellung von Dochthalterkleinserien teuer.

    [0010] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine kostengünstige Möglichkeit zur Bereitstellung von Dochthaltern unterschiedlicher Abmaße zur Verfügung zu stellen. Diese Aufgabe wird durch ein Erzeugnis bzw. ein Verfahren nach einem der unabhängigen Patentansprüche gelöst.

    [0011] Ein erfindungsgemäßer Dochthalter der eingangs genannten Art ist gekennzeichnet durch ein an dem Halsstück angebrachtes, hülsenartiges Verlängerungsstück, dessen Achse mit der des Halsstücks fluchtet.

    [0012] Im Zusammenhang mit der Beschreibung der vorliegenden Erfindung soll unter einem Dochthalter jeder Gegenstand verstanden werden, in dem das untere Ende des Dochtes einer Kerze gehalten werden kann.

    [0013] Die erfindungsgemäßen Dochthalter können beispielsweise in Grablichtern, Glaskerzen, Votiv-Lichtern oder anderen Kerzen und auch in Teelichtern verwendet werden.

    [0014] Unter einem hohlen Halsstück als Durchzug für einen Docht wird hier eine vorzugsweise durch Tiefziehen in der Basisplatte erzeugte, insbesondere hohlzylindrische Öffnung verstanden, deren Querschnitt so bemessen ist, dass der Docht, den der Dochthalter halten soll, durch oder in diese Öffnung geschoben werden kann. Wird dieser Durchzug durch Tiefziehen erzeugt, bildet sich bei geeigneter Durchführung ein sogenannter Hals an der Basisplatte, also ein hohlzylindrischer Ansatz, dessen Zylinderachse üblicherweise senkrecht von der Basisplatte absteht.

    [0015] Die einfachste Hohlform, die ein Halsstück aufweisen kann, ist die eines Hohlzylinders. Deswegen ist nachfolgend in der Beschreibung auch häufig von einem hohlzylindrischen Ansatz die Rede. Gleichwohl umfasst der Begriff "Halsstück" auch andere Formen. Beispielsweise kann das Halsstück auch mit n-eckigem, insbesondere mit dreieckigem oder mit viereckigem Querschnitt ausgebildet sein. Das Halsstück kann insbesondere in der Nähe der Basisplatte beispielsweise auch konisch oder pyramidal und mit zunehmender Entfernung von der Basisplatte annähernd zylindrisch geformt sein, vorzugsweise auch so, dass sein Querschnitt oder die Größe seiner Öffnung mit zunehmender Entfernung von der Basisplatte kleiner wird.

    [0016] Üblicherweise wird die Achse des Halsstücks im Wesentlichen senkrecht zur durch die Basisplatte definierten Ebene verlaufen, dies muss aber nicht zwingend so sein. Es soll in aller Regel sichergestellt sein, dass der Docht durch den Dochthalter so gehalten wird, dass er im Wesentlichen vertikal geführt ist. Auch muss die Basisplatte nicht zwingend eben sein, sondern kann auch eine dreidimensionale Form haben, beispielsweise die Form eines Mantels eines Kegelstumpfes.

    [0017] Das Verlängerungsstück kann in das Halsstück eingesetzt sein oder das Halsstück umschließen, wobei das Verlängerungsstück am Halsstück durch Klemmwirkung unbeweglich festgehalten wird. Eine feste, unbewegliche Verbindung zwischen Halsstück und Verlängerungsstück ist insoweit wichtig, als der Dochthalter im späteren Herstellungsprozess einer Kerze verschiedene Verarbeitungsprozeese durchläuft, in denen sich die Verbindung zwischen Halsstück und Verlängerungsstück nicht lösen darf. So werden beispielsweise für den Transport von Dochthaltern in einer Bedochtungs- oder Einfädelmaschine, in der ein Docht in den Dochthalter eingeführt wird, Rüttelrinnen verwendet, auf denen sich die Position von Halsstück und Verlängerungsstück nicht zueinander verändern darf. Daher wird die Verbindung vorzugsweise mit einer Presspassung oder über einer keilartig wirkenden Änderung der aneinander anliegenden Innen- und Außenflächen von Halsstück und Verlängerungsstück erzeugt. Alternativ, aber weniger bevorzugt, können Halsstück und Verlängerungsstück auch auf eine andere Art miteinander verbunden werden, beispielsweise durch Verkleben.

    [0018] Die Verbindung von Verlängerungsstück und Halsstück sollte vorzugsweise auch flüssigkeitsdicht sein, da der Dochthalter als Ganzes die gleichen Funktionseigenschaften wie ein einstückiger Dochthalter mit langem Halsstück haben soll.

    [0019] Um den Innendurchmesser des Dochthalters für die Verwendung mit verschiedenen Dochtdurchmessern anzupassen, weist das Verlängerungsstück vorzugsweise zumindest teilweise einen anderen, insbesondere engeren Innendurchmesser auf als das Halsstück. Umgekehrt kann das Verlängerungsstück einen größeren Innendurchmesser als das Halsstück haben und auf das Halsstück aufgesetzt sein.

    [0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Dochthalter derart ausgestaltet, dass der Außendurchmesser des Halsstücks mit zunehmender Entfernung von der Basisplatte zumindest abschnittsweise abnimmt. Dadurch lässt sich das Aufsetzen des Verlängerungsstücks auf das Halsstück erleichtern.

    [0021] Diese und weitere Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung weisen gegenüber vorbekannten Dochthaltern verschiedene Vorteile auf:

    Durch diese erfindungsgemäße Verlängerung wird der Docht zusätzlich zur Stützwirkung des Halses gestützt. Außerdem kann der Docht - jedenfalls wenn der Docht von unten keine neue Brennmasse ansaugen kann - nicht weiter abbrennen, wenn er bis auf den oberen Rand der Verlängerung abgebrannt ist. Die Verlängerung wirkt also wie ein von vornherein verlängerter Hals, mit dem Unterschied, dass durch das Aufstecken unterschiedlicher Verlängerungen auf den Hals eines handelsüblichen Dochthalters auch Kleinserien erfindungsgemäßer Dochthalter wirtschaftlich hergestellt werden können, deren wirtschaftliche Herstellung ohne die Erfindung kaum möglich wäre. So ermöglicht die Erfindung die Herstellung von Dochthaltern mit verlängerten Hälsen in unterschiedlichen Längen auf der Grundlage von Dochthaltern mit Hälsen einheitlicher Länge. Durch die Beschränkung der Stanzwerkzeuge auf eine geringe Anzahl unterschiedlicher Typen von Dochthaltern ist eine wirtschaftlichere Herstellung auch einer großen Anzahl unterschiedlicher Typen von Dochthaltern mit unterschiedlichen Längen der erfindungsgemäß verlängerten Hälse möglich. Auch ist eine Verlängerung des Dochthalters für den Einsatz von sehr dünnen Dochten von Vorteil. So benötigen sehr dünne Dochte einen besseren Halt, um nicht in die flüssige Brennmasse zu kippen. Dies kann über den erfindungsgemäß verlängerten "Hals" am Dochthalter erreicht werden.



    [0022] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Dochthalters wird ein hohlzylindrisches Verlängerungsstück auf oder in das hohle Halsstück des Dochthalters gesteckt. Vorzugsweise wird das Verlängerungsstück auf das Halsstück gesteckt, bevor der Dochthalter in eine Kerze eingeführt wird. Auf diese Weise ermöglicht die Erfindung die Herstellung eines erfindungsgemäßen Dochthalters aus einem herkömmlichen Dochthalter. Die Anschaffung jeweils eines Stanzwerkzeugs für jede einzelne Docht-halter-Type ist daher nicht erforderlich.

    [0023] Vorzugsweise werden aus der Elektroindustrie bekannte Aderendhülsen auf bekannte, vorzugsweise handelsübliche Dochthalter montiert. Auf diese bekannten Dochthalter werden vorzugsweise Aderendhülsen als Verlängerungen mit Längen vorzugsweise zwischen 6mm und 20mm gesteckt. Aderendhülsen sind dem Fachmann bekannte handelsübliche Erzeugnisse der Industrie. Siehe hierzu auch die Seite "Aderendhülse". In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. Mai 2012, 07:30 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Aderendh%C3%BClse&oldid=103127170 (Abgerufen: 15. Mai 2012, 15:53 UTC). Dabei werden Aderendhülsen verwendet, deren Innendurchmesser so bemessen ist, dass sich beim Aufstecken auf das Halsstück automatisch eine Klemmwirkung ergibt, dass also in mindestens einem Bereich, in dem die Aderendhülse das Halsstück umgibt, der Außendurchmesser des Halsstücks und der Innendurchmesser der Aderendhülse eine Presspassung ergeben oder eine Klemmwirkung haben. Auf diese Weise kann auf zusätzliche Fügetechniken zum Verbinden von Halsstück und Verlängerungsstück verzichtet werden.

    [0024] Für die Montage der Verlängerungen auf den Hälsen der bekannten Dochthalter gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

    Beispielsweise kann die Montage mit Hilfe eines speziell für diesen Zweck entwickelten Montageautomaten erfolgen. Dieser Montageautomat positioniert das Verlängerungsstück so, dass die Achsen des Verlängerungsstücks und des Halsstücks mit einer für das Aufstecken der Verlängerung auf das Halsstück erforderlichen Genauigkeit übereinstimmen. Anschließend führt der Montageautomat das Verlängerungsstück entlang der gemeinsamen Achse und steckt es auf das Halsstück. Durch eine zweckmäßige Abstimmung der äußeren Durchmesser der Halsstücke und der inneren Durchmesser der Verlängerungsstücke ergibt sich beim Aufstecken der Verlängerungen auf die Hälse vorzugsweise eine Klemmung, die eine Befestigung der Verlängerung auf dem Hals bewirkt.



    [0025] Eine Möglichkeit, einen solchen Montageautomaten bereitzustellen, besteht darin, einen sogenannten "Einfädler" so umzubauen, dass dieser Einfädler die Montage der Verlängerung auf dem Hals bewerkstelligen kann. Der sogenannte Einfädler wird in Kerzenfabriken üblicherweise eingesetzt, um Docht und Dochthalter zusammenzufügen. Vorteil dieser Lösung ist, dass diese Geräte einen relativ kleinen Platzbedarf haben, eine große Stückzahl verarbeiten können und die Zuführung des Dochthalters schon gelöst ist.

    [0026] In jedem Fall wird das Verlängerungsstück auf das Halsstück auf- bzw. eingesteckt, bevor der dann zusammengesetzte Dochthalter mit einem Docht bestückt wird. Der mehrteilige Dochthalter kann genauso wie die einteiligen Dochthalter als fertiges Bauteil der Kerzenproduktion zugeführt. Erst während der Kerzenproduktion wird der Dochthalter mit einem Docht versehen. Danach wird der Docht samt Dochthalter entweder in festen Kerzenwachs eingesteckt und dann mit dem festen Wachs in einen Kerzenhalter eingebracht, oder er wird in einem Kerzenhalter fixiert, in den dann flüssiges Kerzenwachs gegossen wird, das sich dann im Kerzenhalter abkühlt und verfestigt.

    [0027] Im Folgenden wird die Erfindung mit Hilfe bevorzugter Ausführungsbeispiele und anhand von Figuren näher beschrieben.

    [0028] Dabei zeigt

    Fig. 1 in schematischer Weise ein erstes Beispiel eines bekannten Dochthalters;

    Fig. 2 in schematischer Weise ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Dochthalters;

    Fig. 3 in schematischer Weise ein zweites Beispiel eines bekannten Dochthalters;

    Fig. 4 in schematischer Weise ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Dochthalters;

    Fig. 5 in schematischer Weise ein drittes Beispiel eines bekannten Dochthalters;

    Fig. 6 in schematischer Weise ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Dochthalters.



    [0029] In diesen Figuren werden folgende Bezugszeichen verwendet:
    1
    Basisplatte
    2
    hohlzylindrischer Ansatz, Halsstück
    3
    Zylinderachse, Symmetrieachse, Achse des Ansatzes (Halsstücks) und des Verlängerungsstücks
    4
    hohlzylindrisches Verlängerungsstück
    5
    Außendurchmesser des hohlzylindrischen Ansatzes (Halsstücks)
    6
    Entfernung von der Basisplatte
    7
    Docht
    8
    oberer Bereich des hohlzylindrischen Ansatzes (Halsstücks)


    [0030] Erfindungsgemäß ist ein Dochthalter vorgesehen, der eine Basisplatte 1 mit einem zentralen Durchzug in Form eines hohlzylindrischen Ansatzes 2 (Halsstücks) aufweist. Die Zylinderachse 3 dieses hohlzylindrischen Ansatzes steht senkrecht von der Basisplatte 1 ab. Diese Merkmale des erfindungsgemäßen Dochthalters weisen auch bekannte Dochthalter auf, die sich als Ausgangspunkt zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Dochthalters eignen. Im Unterschied zu den bekannten Dochthaltern (Figuren 1, 3 und 5) ist bei einem erfindungsgemäßen Dochthalter (Figuren 2, 4 und 6) an dem hohlzylindrischen Ansatz 2 eine hohlzylindrische Verlängerung 4 (Verlängerungsstück) so angebracht, dass die Zylinderachsen 3 des hohlzylindrischen Ansatzes und der hohlzylindrischen Verlängerung übereinstimmen.

    [0031] Durch diese Verlängerung 4 wird der Docht 7 zusätzlich zur Stützwirkung des Halsstücks 2 gestützt. Außerdem kann der Docht 7 nicht weiter abbrennen, wenn er bis auf den oberen Rand der Verlängerung 4 abgebrannt ist. Die Verlängerung wirkt also wie ein von vornherein verlängerter Hals, mit dem Unterschied, dass durch das Aufstecken unterschiedlicher Verlängerungen auf das Halsstück eines handelsüblichen Dochthalters auch Kleinserien erfindungsgemäßer Dochthalter wirtschaftlich hergestellt werden können, deren wirtschaftliche Herstellung ohne die Erfindung kaum möglich wäre.

    [0032] Besonders einfach kann ein erfindungsgemäßer Dochthalter aus einem bekannten Dochthalter hergestellt werden, wenn der äußere Radius 5 des hohlzylindrischen Ansatzes (Halsstücks) mit zunehmender Entfernung 6 von der Basisplatte abnimmt. Besonders vorteilhaft ist dies im oberen Bereich 8 des hohlzylindrischen Ansatzes (Halses) vorgegehen. Da die Abnahme des äußeren Radius, d.h. der leicht konische Verlauf des Halsstücks, im oberen Bereich 8 vorzugsweise so gering ist, dass eine zylindrische Röhre, vorzugsweise eine Aderendhülse, als Verlängerungsstück leicht auf das in seinem oberen Bereich vorzugsweise ebenfalls zylindrisch geformten Halsstück gesteckt werden kann, ist der leicht konische Verlauf des Halses in diesem Bereich in den Figuren nicht dargestellt.

    [0033] Der Ansatz (Halsstück) verläuft in den in den Fig. 1 und 2 dargestellten Beispielen im unteren Bereich in der Nähe der Basisplatte zunächst konisch und im oberen Bereich 8 gegenüber der Basisplatte zunehmend zylindrisch oder fast zylindrisch. In den Figuren 3 und 4 ist ein zylindrisch oder - insbesondere im oberen Bereich 8 - fast zylindrisch geformter Ansatz dargestellt. Der Ansatz der in den Fig. 5 und 6 gezeigten Dochthalter ist im unteren Bereich konisch oder pyramidal und im oberen Bereich 8 zylindrisch oder fast zylindrisch geformt.

    [0034] Ein erfindungsgemäßer Dochthalter kann ganz besonders einfach mit einem in herkömmlicher Weise aus einer gestanzten, insbesondere runden Blechscheibe durch Tiefziehen hergestellten Dochthalter und einer aus Metall bestehenden Aderendhülse geeigneter Länge erzeugt werden. Der Übergang des Blechs des herkömmlichen Dochthalters in das Halsstück (betrachtet im Längsschnitt durch den Dochthalter) ist aufgrund des Herstellungsprozesses nicht eckig, sondern gekrümmt: Auf das Halsstück wird die als Verlängerungsstück verwendete Aderendhülse aus Metall mit ihrem konischen Einführkragen voran soweit aufgeschoben und aufgedrückt, dass der Einführkonus der Aderendhülse auf der Außenfläche des Dochthalters festgeklemmt wird, wobei der Radius im Bereich des Übergangs von Basisplatte und Halsstück eine Keilwirkung entfaltet.


    Ansprüche

    1. Dochthalter, aufweisend eine Basisplatte (1) mit einem hohlen Halsstück (2) als Durchzug (2) für einen Docht, gekennzeichnet durch ein an dem Halsstück angebrachtes, hülsenartiges Verlängerungsstück (4), dessen Achse (3) mit der des Halsstücks fluchtet und das Verlängerungsstück (4) In das Halsstück (2) eingesetzt Ist oder das Halsstück (2) umschließt, wobei das Verlängerungsstück (4) durch Klemmwirkung am Halsstück unbeweglich festgehalten ist.
     
    2. Dochthalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verlängerungsstück (4) zumindest teilweise hohlzylindrisch ist.
     
    3. Dochthalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verlängerungsstück (4) zumindest teilweise einen anderen Innendurchmesser aufweist als das Halsstück (2).
     
    4. Dochthalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Außendurchmesser (5) des Halsstücks (2) zumindest abschnittsweise mit zunehmender Entfernung (6) von der Basisplatte abnimmt.
     
    5. Verfahren zur Herstellung eines Dochthalters nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verlängerungsstück (4) auf das Halsstück (2) des Dochthalters gesteckt oder in das Halsstück (2) eingesteckt wird, bevor der Dochthalter für die Herstellung einer Kerze mit einem Docht bestückt wird.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verlängerungsstück (4) auf das Halsstück (2) gesteckt oder in das Halsstück (2) eingesteckt wird, bevor der Dochthalter In eine Kerze eingeführt wird.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verlängerungsstück eine Aderendhülse Ist, die vorzugsweise mindestens einen konischen Einführkragen aufweist.
     
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Basisplatte und das Halsstück aus einer ausgestanzten Blechschelbe tiefgezogen sind.
     
    9. Verwendung einer Aderendhülse als Verlängerungsstück für einen Dochthalter gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4.
     
    10. Verwendung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Basisplatte und das Halsstück aus einer ausgestanzten Blechscheibe tiefgezogen sind.
     
    11. Kerze mit einem Dochthalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4.
     


    Claims

    1. Wick holder, having a base plate (1) with a hollow neck piece (2) as a passage for a wick, characterised in that a sleeve-like extension piece (4) attached to the neck piece, the axis (3) of which is aligned with that of the neck piece and the extension piece (4) is inserted into the neck piece (2) or encloses the neck piece (2), wherein the extension piece (4) is held immobile by clamping action on the neck piece.
     
    2. Wick holder according to Claim 1, characterised in that the extension piece (4) is at least in part hollow-cylindrical.
     
    3. Wick holder according to Claim 1 or 2, characterised in that the extension piece (4) has at least in part a different inner diameter than the neck piece (2).
     
    4. Wick holder according to any one of Claims 1 to 3, characterised in that the outer diameter (5) of the neck piece (2) decreases at least in sections with increasing distance (6) from the base plate.
     
    5. Method for the production of a wick holder according to any one of the preceding claims, characterised in that the extension piece (4) is placed on the neck piece (2) of the wick holder or is inserted into the neck piece (2), before the wick holder is fitted with a wick for the production of a candle.
     
    6. Method according to Claim 5, characterised in that the extension piece (4) is placed on the neck piece (2) or is inserted into the neck piece (2), before the wick holder is inserted into a candle.
     
    7. Method according to Claim 5 or 6, characterised in that the extension piece has a wire-end sleeve, which preferably has at least one conical insertion collar.
     
    8. Method according to any one of Claims 5 to 7, characterised in that the base plate and the neck piece are deep-drawn from a punched sheet metal disc.
     
    9. Use of a wire-end sleeve as an extension piece for a wick holder according to any one of Claims 1 to 4.
     
    10. Use according to Claim 9, characterised in that the base plate and the neck piece are deep-drawn from a punched sheet metal disc.
     
    11. Candle with a wick holder according to any one of Claims 1 to 4.
     


    Revendications

    1. Élément de support de mèche, présentant une plaque de base (1) avec une partie de col creuse (2) comme passage débouchant (2) pour une mèche, caractérisé par une pièce de prolongement (4) du genre douille, qui est mise en place sur la partie de col et dont l'axe (3) est aligné avec celui de la partie de col, et la pièce de prolongement (4) est insérée dans la partie de col (2) ou enserre la partie de col (2), sachant que la pièce de prolongement (4) est maintenue immobile sur la partie de col par effet de serrage.
     
    2. Élément de support de mèche selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce de prolongement (4) est au moins pour partie cylindrique creuse.
     
    3. Élément de support de mèche selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la pièce de prolongement (4) présente au moins pour partie un diamètre intérieur différent de celui de la partie de col (2).
     
    4. Élément de support de mèche selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le diamètre extérieur (5) de la partie de col (2) diminue au moins par tronçons avec l'augmentation de la distance (6) de la plaque de base.
     
    5. Procédé de fabrication d'un élément de support de mèche selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pièce de prolongement (4) est emboîtée sur la partie de col (2) de l'élément de support de mèche ou est emboîtée dans la partie de col (2) avant que l'élément de support de mèche soit équipé d'une mèche afin de fabriquer une bougie.
     
    6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la pièce de prolongement (4) est emboîtée sur la partie de col (2) ou est emboîtée dans la partie de col (2) avant que l'élément de support de mèche soit introduit dans une bougie.
     
    7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que la pièce de prolongement est une cosse terminale de câble qui présente de préférence au moins un collet d'introduction conique.
     
    8. Procédé selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que la plaque de base et la partie de col sont réalisées par emboutissage profond à partir d'un disque découpé dans de la tôle.
     
    9. Utilisation d'une cosse terminale de câble comme pièce de prolongement pour un élément de support de mèche selon l'une des revendications 1 à 4.
     
    10. Utilisation selon la revendication 9, caractérisée en ce que la plaque de base et la partie de col sont réalisées par emboutissage profond à partir d'un disque découpé dans de la tôle.
     
    11. Bougie avec un élément de support de mèche selon l'une des revendications 1 à 4.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente




    In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur