[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kupplung, insbesondere Hakenkupplung, für
elektrische Spiel- und Modellbahnen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Technologischer Hintergrund
[0002] Im Bereich der Kupplungen für elektrische Spiel- und Modelleisenbahnen gibt es eine
erhebliche Anzahl von herstellerbedingt unterschiedlichen Konstruktionen. Dies führte
in der Vergangenheit dazu, dass Modelleisenbahnfahrzeuge unterschiedlicher Hersteller
mangels aufeinander abgestimmter Kupplungen nicht zusammen verwendet werden konnten,
auch wenn die Modelleisenbahnfahrzeuge die gleiche Spurgröße besaßen. Um diesen Nachteil
zu begegnen, führte man in der Vergangenheit Aufnahmeschächte ein, die an das Modelleisenbahnfahrzeug
montiert waren und die Möglichkeit boten, Kupplungsköpfe austauschbar aufzunehmen.
[0003] Für die Aufnahme von austauschbaren Kupplungsköpfen der Nenngröße H0 gibt es z.B.
die NEM 362, für die Aufnahme von austauschbaren Kupplungsköpfen der Nenngröße N die
NEM 355. Diese Maßnahmen ermöglichen es, Kupplungsköpfe des gewünschten Modelleisenbahnherstellers
mit von anderen Herstellern stammenden Modelleisenbahnfahrzeuge zu kombinieren und
auf diese Weise Modelleisenbahnfahrzeuge universell einsetzen zu können.
[0004] Modelleisenbahnfahrzeuge können auf verschiedene Art und Weise entkuppelt werden.
Zum einen können Modelleisenbahnfahrzeuge manuell entkuppelt werden, was allerdings
in Anbetracht der Maßstabsreduzierung mitunter schwierig ist. Des Weiteren gibt es
sogenannte Entkupplungsrampen, im Bereich derer Kupplungen betätigt und hierdurch
der Entkupplungsvorgang eingeleitet werden kann. In neuerer Zeit sind auch motorisch
oder magnetisch betätigbare Kupplungen hinzugekommen, mittels derer es möglich ist,
über die Fernsteuerung einen Entkupplungsvorgang ortsunabhängig auszuführen.
Nächstliegender Stand der Technik
[0005] Aus der
DE 20 2004 010 913 U1 ist eine Kupplung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt. Die Kupplung ist
dafür vorgesehen, mit ihrem Montagevorsprung an einen Standardaufnahmeschacht verschiedener
Modellbahnhersteller angebracht zu werden. Das bewegliche Halteelement, an dessen
Vorderseite sich der Haken befindet, verläuft in dessen rückseitigen Bereich unterhalb
des fahrzeugseitigen Aufnahmeschachts. Um ein freies Bewegen des Hakens zu gewährleisten,
ist eine Hakendruckplatte über ein Scharnier direkt an einer Öse befestigt und mit
einem Zugbügel versehen. An letzterem kann mit Hilfe eines Magneten, Servomotors oder
Getriebemotors die Kupplung betätigt werden.
[0006] Aus der
DE 39 39 528 C1 ist eine Klauenkupplung für elektrische Spiel- und Modellbahnen bekannt, bei der
der Kupplungskopf des Gegenkupplungsteils mit einem Fußteil versehen ist, welches
zum Einstecken in genormte Aufnahmeschächte dient. Der Kupplungskopf umfasst ein gabelartiges
Fußteil mit überstehenden Enden, die das rückseitige Ende des Aufnahmeschachts rastend
umgreifen.
[0007] Schließlich ist aus der
AT 501445 A1 ein Modellbahnfahrzeug mit einem Aufnahmeschacht für einen Kupplungskopf bekannt,
welcher einen gabelförmigen Montagevorsprung aufweist. Der Aufnahmeschacht ist über
einen elastisch nachgiebigen Verbindungssteg aus Kunststoff mit dem Fahrzeugrahmen
verbunden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine neuartige Kupplung der
eingangsgenannten Art zur Verfügung zu stellen, mit welcher die Einsatzmöglichkeiten
auf konstruktiv einfache Art und Weise erweitert werden können.
Lösung der Aufgabe
[0009] Die vorstehende Aufgabe wird durch die gesamte Lehre des Anspruchs 1 gelöst. Der
Montagevorsprung der erfindungsgemäßen Kupplung ist zweckmäßigerweise gabelförmig
ausgebildet, wobei sich das bewegbare Halteelement zwischen den beiden Gabelvorsprüngen
des Montagevorsprungs befindet. Hierdurch wirkt das bewegliche Halteelement nicht
störend. Ferner ist es vor äußerlichen Einflüssen geschützt.
[0010] Dadurch, dass sich das bewegbare Halteelement durch den Aufnahmeschacht hindurch
erstreckt, kann ein besonderer Miniaturisierungsgrad erreicht werden.
[0011] Alternativ kann sich zumindest ein Teil des bewegbaren Halteelements auch außerhalb
des Aufnahmeschachts nach hinten erstrecken und mit seinem Ende das rückseitige Ende
des Aufnahmeschachts überragen, beispielsweise dann, wenn das bewegbare Halteelement
mit einem zusätzlichen z. B. fingerartigen Vorsprung ausgebildet ist.
[0012] In beiden Fällen ist es möglich, den rückseitigen Endbereich des bewegbaren Halteelements
vor dem rückseitigen Ende des Aufnahmeschachts mechanisch, vorzugsweise lose nur über
Anschlag d. h. ohne Montageverbindung anzusteuern. Der Aufnahmeschacht steht zudem
zur Aufnahme des bewegbaren Halteelements oder zumindest eines Teils desselben zur
Verfügung.
[0013] Mit dem rückseitigen Endbereich des bewegbaren Halteelements wirkt zweckmäßigerweise
ein mit dem Antrieb in Wirkverbindung stehender Mitnehmer zusammen. Im dem bewegbaren
Halteelement zugeordneten Bereich des Mitnehmers befindet sich vorzugsweise ein Maul,
in das der rückseitige Endbereich des beweglichen Halteelements lose und vorzugsweise
auch querverschieblich eingreift.
[0014] Vorzugsweise befindet sich die Schwenkachse A des bewegbaren Halteelements innerhalb
des Aufnahmeschachts. Dies hat den Vorteil, dass ein hoher Miniaturisierungsgrad eingehalten
werden und zur Gewährleistung einer Verschwenkbarkeit eine einfache Konstruktion gewählt
werden kann, da der Aufnahmeschacht gleichzeitig dafür sorgt, dass das bewegbare Halteelement
in Position bleibt, also nicht herausfallen kann.
[0015] Die Konstruktion hat zudem den Vorteil, dass eine lose Ansteuerung des bewegbaren
Halteelements an der Rückseite des Aufnahmeschachts erfolgen kann und zwar beispielsweise
durch eine einfache axiale Bewegung eines entsprechenden Betätigungselements. Beispielsweise
kann zur Betätigung der Kupplung ein einseitiger oder beidseitiger loser Anschlag
eines beispielsweise vertikal betätigbaren Betätigungselements erfolgen. Hierdurch
kann die Konstruktion erheblich vereinfacht werden. Zudem erlaubt es diese konstruktive
Maßnahme, dass bei horizontaler Verschwenkung der Kupplung z. B. bei einer Kurvenfahrt
das bewegbare Halteelement ebenfalls quer zum Anschlag verschwenkt aber nichtsdestotrotz
im Anschlag weiterhin gehalten ist. Beispielsweise ist der Anschlag oder der Mitnehmer
hierzu jeweils mit einer ebenen Anschlagfläche versehen, entlang welcher sich das
Ende des bewegbaren Halteelements im Zustand des Anschlags verschieben kann.
[0016] Zweckmäßigerweise handelt es sich bei dem Aufnahmeschacht um einen sogenannten Normaufnahmeschacht
für austauschbare Kupplungsköpfe. Daraus resultiert der Vorteil, dass die Kupplung
in einfacher Weise gegen eine andere Kupplung am Modelleisenbahnfahrzeug ausgetauscht
werden kann. Hierdurch besitzt das betreffende Modelleisenbahnfahrzeug dann nicht
mehr die Möglichkeit einer automatischen Ansteuerung der Kupplung, nichtsdestotrotz
kann dennoch eine andere Kupplung zum Einsatz kommen.
[0017] Zweckmäßigerweise besitzt der Montagevorsprung Rastvorsprünge, die an der Rückseite
des Aufnahmeschachts angreifen, wodurch der Montagevorsprung in den Aufnahmeschacht
einführbar ist, in der vorgesehenen Position einschnappt und damit eine Lagefixierung
erzielt wird.
[0018] In vorteilhafter Weise besitzt das bewegbare Halteelement mindestens eine Aussparung.
Diese dient dazu, eine ausreichende Beweglichkeit des bewegbaren Halteelements im
eingebauten Zustand zu gewährleisten.
[0019] Es ist zweckmäßig, wenn sich eine Aussparung zwischen der Drehachse A und den rückseitigen
Endbereich des bewegbaren Halteelements befindet. Hierdurch kann bei den beengten
Platzverhältnissen eine Vergrößerung des Schwenkbereichs des Hakens erzielt werden.
[0020] Zweckmäßig ist es, wenn sich die Aussparung oder zumindest ein Teil davon vor der
Drehachse A aber innerhalb des Aufnahmeschachts befindet. Hierdurch können die Abmessungen
der Kupplung reduziert werden.
[0021] In vorteilhafter Weise kann die Drehachse A durch miteinander in Kontakt stehenden
Ausnehmungen oder Vorsprüngen gewährleistet sein.
[0022] Beispielsweise wird die Drehachse A am bewegbaren bzw. starren Halteelement durch
einen Vorsprung am starren Halteelement sowie einer korrespondierenden Ausnehmung
am bewegbaren Halteelement oder umgekehrt gebildet.
[0023] Zweckmäßigerweise ist die offene Seite der Ausnehmung zur Ober- oder Unterseite der
Kupplung gerichtet. Nichtsdestotrotz erfolgt ein Zusammenhalt der Konstruktion durch
den Aufnahmeschacht.
[0024] Alternativ kann auch eine Klammer vorgesehen sein, die das starre Halteelement sowie
das bewegbare Haltelement zusammenhalten.
[0025] Alternativ können das bewegbare Halteelement sowie das starre Halteelement auch über
einen Bolzen vorher fixiert sein.
[0026] Weiterhin kann das bewegbare Halteelement, an dessen, dem Aufnahmeschacht abgewandten
Endbereich, einen Haken, vorzugsweise einen nach obenstehenden Haken, aufweisen.
[0027] Die vorliegende Erfindung betrifft des Weiteren einen elektromotorischen Antrieb
für eine Kupplung, vorzugsweise gemäß einem der Ansprüche 1-7. Der Antrieb umfasst
einen elektrischen Antriebsmotor mit Antriebswelle sowie eine Gewindeschnecke, die
mit der Antriebswelle verbunden ist. Ferner ist eine beweglich gelagerte Gewindehülse
vorgesehen, die die Gewindeschnecke aufnimmt und mit einem Mitnehmer zur Betätigung
eines bewegbaren Halteelements einer Kupplung verbunden ist. Hierdurch ist es möglich,
die durch den elektrischen Antriebsmotor erzeugte Bewegung in einfacher Weise in eine
Translationsbewegung unter beengten Raumverhältnissen zu übertragen.
[0028] Vorzugsweise ist der Mitnehmer in Längsrichtung der Achse der Antriebswelle des elektrischen
Antriebsmotors hin- und her bewegbar.
[0029] Alternativ kann der Mitnehmer aber auch in einer Richtung schräg oder quer zur Achse
der Antriebswelle des elektrischen Antriebsmotors hin- und her bewegbar sein. In beiden
Fällen handelt es sich um eine einfache konstruktive Ausführung.
[0030] Zweckmäßigerweise kommt als elektrischer Antriebsmotor ein sogenannter Mikromotor
bzw. Mikro-Servomotor zum Einsatz. Mikromotore werden in hoher Stückzahl als Standardteile
hergestellt und vertrieben.
[0031] Vorzugsweise ist der Mitnehmer mit einem Maul versehen, mittels dem das bewegliche
Halteelement im Bereich seines rückseitigen Endbereichs erfasst ist und in beide Richtungen
bewegt werden kann.
[0032] Zweckmäßigerweise ist der Mitnehmer gelenkig gelagert. Hierdurch kann die Anordnung
bestehend aus einem elektrischen Antriebsmotor, einer Gewindeschnecke sowie einer
Gewindehülse waagrecht positioniert im Modellfahrzeug untergebracht sein.
Beschreibung der Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
[0033] Zweckmäßige Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung werden anhand von den nachstehenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine zweckmäßige Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Kupplung mit einem innerhalb
eines Aufnahmeschachts angeordneten bewegbaren Halteelements in Draufsicht (Fig.1A),
in einer Schnittdarstellung entlang der Ebene A-A in Fig. 1A (Fig. 1B) sowie in perspektivischer
Ansicht (Fig. 1C);
- Fig. 2
- einen elektromotorischen Antrieb für eine Kupplung der in Fig. 1 beschriebenen Ausgestaltung
zum einen im Kuppelzustand (Fig. 2A) sowie zum anderen im entkuppelten Zustand (Fig.
2B) jeweils in perspektivischer Teilschnittdarstellung;
- Fig. 3
- eine weitere Ausgestaltung eines elektromotorischen Antriebs für eine Kupplung gemäß
der Ausgestaltung nach Fig. 1 im Kuppelzustand (Fig. 3A) sowie im entkuppelten Zustand
(Fig. 3B) jeweils in perspektivischer Teilschnittdarstellung sowie
- Fig. 4
- eine alternative Ausgestaltung eines elektromotorischen Antriebs für eine Kupplung
im Kuppelzustand (Fig. 4A) sowie im entkuppelten Zustand (Fig. 4B) jeweils in perspektivischer
Teilschnittdarstellung.
[0034] Fig. 1A zeigt eine zweckmäßige Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Kupplung in Draufsicht.
Sie umfasst ein starres Halteelement 2, welches einen Montagevorsprung 1 aufweist,
der dazu dient, die Kupplung in einem in Fig. 1A nicht dargestellten Aufnahmeschacht
eines Modellfahrzeugs unterzubringen. Hierzu ist der Vorsprung 1 gabelförmig ausgebildet,
indem er einen ersten Gabelvorsprung 8 sowie zweiten Gabelvorsprung 9 aufweist, an
dessen freien Enden sich jeweils ein Rastvorsprung 10 sowie 11 befindet. Die Kupplung
ist damit in der Lage, in einen sogenannten Normaufnahmeschacht untergebracht zu werden.
Hierbei umgreifen die Rastvorsprünge 10 sowie 11 den rückwärtigen Bereich des Aufnahmeschachts
4 (z. B. Fig. 2A) und arretieren diesen entsprechend.
[0035] Der außerhalb des Aufnahmeschachts 4 befindliche Bereich des starren Halteelements
2 besitzt eine erweiterte Form, an dessen stirnseitigen Ende sich ein Kupplungsbügel
20 befindet.
[0036] In dem durch das starre Halteelement 2 gebildeten Innenraum befindet sich ein bewegliches
Halteelement 3, an dessen Ende ein vorzugsweise mit einer außenseitigen Schräge versehener
Haken 5 sich befindet. Der Haken 5 dient dazu, den vorzugsweise leicht gekrümmten
Kupplungsbügel 20 der Kupplung des benachbarten Fahrzeugs zu hintergreifen.
[0037] Das bewegliche Halteelement 3 ist vorzugsweise lang gestreckt ausgebildet und überragt
das rückseitige Ende des Montagevorsprungs 1. Das bewegliche Halteelement 3 steht
folglich mit seinem rückseitigen Endbereich 7 außerhalb des Aufnahmeschachts 4 über.
[0038] Gemäß der Erfindung befindet sich die Verschwenkachse des beweglichen Halteelements
3 zum starren Halteelement 2 in dem mit dem Buchstaben A bezeichneten Bereich.
[0039] Die Position der Verschwenkachse A wird besonders deutlich aus der Darstellung gemäß
Fig. 1B. Das bewegliche Halteelement 3 besitzt im Bereich zwischen der Verschwenkachse
A sowie dem rückseitigen Endbereich 7 eine Aussparung 6, die eine ausreichende Bewegbarkeit
des den Aufnahmeschacht durchlaufenden, beweglichen Halteelements 3 sicherstellt.
[0040] Zur Gewährleistung der Verschwenkbarkeit besitzt das starre Halteelement 2 einen
Vorsprung 13 mit einer gekrümmten Oberfläche, der mit einer entsprechenden Aussparung
12 am beweglichen Halteelement 3 zusammenwirkt, sodass das bewegliche Halteelement
3, wie aus Fig. 1B ersichtlich, aus der dort dargestellten Kuppelstellung durch Verschwenkung
des rückseitigen Endbereichs 7 um einen durch die Aussparung 6 ermöglichten Verschwenkradius
nach oben verschwenkt werden kann. Hierdurch wird die Kupplung in eine entkuppelte
Stellung gebracht.
[0041] Zur Montage wird das bewegliche Halteelement 3 lediglich entsprechend der in Fig.
1B dargestellten Anordnung von unten angesetzt und die beiden Halteelemente 2, 3 daraufhin
gemeinsam in den Aufnahmeschacht 4 eingeschoben. Der Aufnahmeschacht 4 hält hierdurch
beide Halteelemente 2, 3 zueinander in Position. Zweckmäßigerweise begrenzt der Aufnahmeschacht
4 gleichzeitig die Verschwenkbewegung des beweglichen Halteelements 3 über eine in
der Fig. 1B dargestellte Kupplungsposition hinaus nach oben.
[0042] Der rückseitige Endbereich 7 des beweglichen Halteelements 3 ist mit einer Schrägfläche
14 ausgestattet, die dazu dient, in einen losen Anschlag mit einem (z.B. in Fig. 2A
dargestellten) Maul 21 lose in Kontakt zu treten. Es ist somit keine mechanische Verbindung
in diesem Bereich notwendig. Dies wiederum ermöglicht es, die Kupplung durch Zusammendrücken
der beiden Gabelvorsprünge 8, 9 und die hierdurch erfolgende Freigabe in einfacher
Weise aus dem Aufnahmeschacht herauszunehmen.
[0043] Die in Fig. 1 dargestellte Kupplung besteht zweckmäßigerweise lediglich aus zwei
Teilen, die in einfacher Weise entweder aus Kunststoff oder Metall hergestellt werden
können. Beispielsweise kann das starre Halteelement 2 als Kunststoffteil und das bewegliche
Halteelement 3 als Metallteil konzipiert sein. Wie die Darstellungen gemäß Fig. 1A-1C
zeigen, besticht die neuartige Kupplung durch ihre Einfachheit sowie den geringen
Raumbedarf.
[0044] In Fig. 2A ist die Kupplung gemäß der Ausgestaltung nach Fig. 1A sowie 1B im eingebauten
Zustand in gekoppelter Stellung dargestellt. Die Bezugsziffer 4 bezeichnet einen Aufnahmeschacht,
welcher an der Vorder- und Rückseite offen ist und mittels einer Verankerung 22 im
Aufbau 25 des Modellfahrzeugs fixiert ist. Die Verankerung 22 gewährleistet zugleich
den Drehpunkt des Aufnahmeschachts 4 (Normschacht). Ferner ist ein elektrischer Antriebsmotor
15, vorzugweise ein sogenannter Mikromotor, in vertikaler Ausrichtung im Aufbau 25
des Modellfahrzeugs untergebracht. Der Antriebsmotor 15 verfügt über eine Antriebswelle
16, die fest mit einer Gewindeschnecke 17 verbunden ist. Die Drehbewegung der Gewindeschnecke
17 wird von einer Gewindehülse 18 aufgenommen, welche wiederum fest mit einem Mitnehmer
19 verbunden ist. Je nach Drehrichtung der Gewindeschnecke 17 bewegt sich folglich
der Mitnehmer 19 entweder nach oben oder nach unten. Der Antriebsmotor 15 bzw. dessen
Steuerung erkennt die Endpositionen des Mitnehmers 19. Im unteren Bereich des Mitnehmers
19 befindet sich ein Maul 21, in das der rückseitige Endbereich 7 des beweglichen
Halteelements 3 lose eingreift.
[0045] Wird der Mitnehmer 19 somit aus der in Fig. 2A dargestellten Position durch entsprechende
Drehbewegung der Gewindeschnecke 17 nach oben verfahren, verschwenkt das bewegliche
Halteelement 3 gemäß der in Fig. 2B dargestellten Art und Weise nach unten, sodass
die Kupplung von dem gekoppelten Zustand in den entkoppelten Zustand übergeht, bei
dem der Haken 5 den oberen Bereich des Kupplungsbügels 20 nicht überragt.
[0046] Für ein Entkoppeln ist es erforderlich, lediglich die Drehbewegung des Antriebsmotors
15 umzuschalten, so dass sich hierdurch bedingt der Mitnehmer 19 wieder nach unten
bewegt.
[0047] Eine Besonderheit der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Kupplung im
montierten Zustand trotz Ansteuerung mittels einem elektromotorischen Antriebs lediglich
durch Entkopplung des Montagevorsprungs 1 vom Aufnahmeschacht 4 entnommen werden kann.
Gleichzeitig ermöglicht es die erfindungsgemäße Konstruktion, eine andersartige Kupplung
eines anderen Herstellers im Bedarfsfall in den Aufnahmeschacht einzuführen. Hierdurch
wird sichergestellt, dass die einen betreffenden Antrieb versehenen Modelleisenbahnfahrzeuge
nichtsdestotrotz mit andersartigen Kupplungen betrieben werden können.
[0048] Die Fig. 3A sowie 3B zeigen eine alternative Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung.
Hierbei befindet sich der Antriebsmotor 15 im Aufbau 25 des Modelleisenbahnfahrzeugs
in waagerechter Lage. Gleichzeitig ist der Mitnehmer 19 über einen Gelenkpunkt 23
gelenkig gelagert, sodass bei entsprechender Betätigung des Antriebsmotors 15 das
Maul 21 des Mitnehmers 19 sich aufgrund der Verschwenkung des Mitnehmers 19 um den
Gelenkpunkt 23 entweder nach oben oder nach unten bewegt. Hierzu befindet sich im
Inneren des Aufbaus 25 ein Freiraum 24, der die Bewegung des Mitnehmers 19 sowie der
Gewindehülse 18 ermöglicht.
[0049] Ein entsprechender Freiraum 24 ist auch in der Ausgestaltung nach den Fig. 2A sowie
2B vorhanden.
[0050] Bei der Ausgestaltung der Fig. 4A sowie 4B ist das bewegbare Halteelement 3 gabelförmig
ausgebildet. Es umfasst einen ersten Bereich 3a des bewegbaren Halteelements 3, der
entlang der Unterseite des Aufnahmeschachts 4 nach hinten verläuft und mit seinem
rückseitigen Endbereich 7 das hintere Ende des Aufnahmeschachts 4 überragt. Der weitere,
zweite Bereich 3b des bewegbaren Halteelements 3 befindet sich vorzugsweise innerhalb
des Aufnahmeschachts 4, wo sich auch der Drehpunkt A liegt. Ansonsten unterscheiden
sich die Ausgestaltungen nach Fig. 3 und 4 nicht.
[0051] Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, auf einfache Art und Weise eine motorisch
angetriebene Kupplung zur Verfügung zu stellen, wobei es gleichzeitig möglich bleibt,
die betreffende Kupplung gegen eine Kupplung eines anderen Herstellers auszutauschen.
Hierdurch wird eine sehr hohe Einsatzflexibilität erreicht.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0052]
- 1
- Montagevorsprung
- 2
- Halteelement (starr)
- 3
- Halteelement (beweglich)
- 4
- Aufnahmeschacht
- 5
- Haken
- 6
- Aussparung
- 7
- rückseitiger Endbereich
- 8
- Gabelvorsprung
- 9
- Gabelvorsprung
- 10
- Rastvorsprung
- 11
- Rastvorsprung
- 12
- Aussparung
- 13
- Vorsprung
- 14
- Schrägflächen
- 15
- Antriebsmotor
- 16
- Antriebswelle
- 17
- Gewindeschnecke
- 18
- Gewindehülse
- 19
- Mitnehmer
- 20
- Kupplungsbügel
- 21
- Maul
- 22
- Verankerung
- 23
- Gelenkpunkt
- 24
- Freiraum
- 25
- Aufbau
1. Kupplung, insbesondere Hakenkupplung, für elektrische Spiel- und Modellbahnen mit
einem Montagevorsprung (1) zur Montage an einem Modelleisenbahnfahrzeug,
einem sich an den Montagevorsprung (1) anschließenden, starren Halteelement (2),
einem bewegbaren Halteelement (3), welches über eine Drehachse A verschwenkbar gehaltert
ist, sodass das bewegbare Halteelement (3) durch Verschwenkung desselben um die Drehachse
A von einer Kupplungsstellung in eine Endkupplungsstellung oder umgekehrt bringbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Montagevorsprung (1) gabelförmig ausgebildet ist und zwei Gabelvorsprünge (8,
9) aufweist, wobei
sich das bewegbare Halteelement (3) zwischen den beiden Gabelvorsprüngen (8, 9) befindet.
2. Kupplung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der rückseitige Endbereich (7) des bewegbaren Halteelements (3) als Anschlag für einen
motorisch angetriebenen Betätigungsmechanismus dient.
3. Kupplung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Montagevorsprung (1) Rastvorsprünge (10, 11) aufweist.
4. Kupplung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das bewegbare Halteelement (3) mindestens eine Aussparung (6, 12) aufweist.
5. Kupplung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich eine Aussparung (6) zwischen der Drehachse A und dem rückseitigen Endbereich
(7) des bewegbaren Halteelements (3) befindet.
6. Kupplung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Drehachse A durch einen Vorsprung (13) am starren Halteelement (2) sowie eine
korrespondierende Ausnehmung (12) am bewegbaren Halteelement (3) oder umgekehrt gebildet
wird.
7. Kupplung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die offene Seite der Ausnehmung (12) zur Ober- oder Unterseite der Kupplung gerichtet
ist.
8. Kupplung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zum Antrieb der Kupplung ein elektrischer Antriebsmotor (15) mit Antriebs welle (16)
sowie einem Getriebe vorgesehen ist und
das Getriebe mit einem Mitnehmer (19) zur Betätigung des bewegbaren Halteelements
(3) verbunden ist und der Mitnehmer (19) einen losen Anschlag für den rückseitigen
Endbereich (7) des beweglichen Halteelements (3) bildet.
9. Kupplung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Mitnehmer (19) in Längsrichtung der Achse der Antriebswelle (16) des elektrischen
Antriebsmotor (15) hin und her bewegbar ist.
10. Kupplung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (19) in einer Richtung schräg oder quer zur Achse der Antriebswelle
(16) des elektrischen Antriebsmotors (15) hin und her bewegbar ist.
11. Kupplung nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (19) gelenkig gelagert ist.
12. Kupplung nach mindestens einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Mitnehmer (19) ein Maul (21) aufweist, in das der rückseitige Endbereich (8) des
beweglichen Halteelements, vorzugsweise lose, eintaucht.
13. Kupplung nach mindestens einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
als Getriebe eine beweglich gelagerte Gewindehülse (18) vorgesehen ist, die die Gewindeschnecke
(17) aufnimmt und die Gewindehülse (18) mit einem Mitnehmer (19) zur Betätigung des
bewegbaren Halteelements (3) verbunden ist.
1. Coupling, in particular a hook coupling, for electric toy railways and model railways,
with
a mounting protrusion (1) for mounting on a model railway vehicle,
a rigid holding element (2) adjoining the mounting protrusion (1),
a movable holding element (3) which is supported pivotably about a rotation axis A,
such that the movable holding element (3) can by pivoting about the rotation axis
A be brought from a coupling position to a decoupling position or vice versa,
characterized in that
the mounting protrusion (1) is fork-shaped and has two prongs (8, 9), wherein
the movable holding element (3) is located between the two prongs (8, 9).
2. Coupling according to Claim 1,
characterized in that
the rear end region (7) of the movable holding element (3) serves as a stop for a
motor-driven actuating mechanism.
3. Coupling according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the mounting protrusion (1) has locking protrusions (10, 11).
4. Coupling according to at least one of the preceding claims,
characterized in that
the movable holding element (3) has at least one recess (6, 12).
5. Coupling according to Claim 4,
characterized in that
a recess (6) is located between the rotation axis A and the rear end region (7) of
the movable holding element (3).
6. Coupling according to Claim 4 or 5,
characterized in that
the rotation axis A is formed by a protrusion (13) on the rigid holding element (2)
and by a corresponding recess (12) on the movable holding element (3) or vice versa.
7. Coupling according to one of Claims 4 to 6,
characterized in that
the open side of the recess (12) is oriented towards the upper face or lower face
of the coupling.
8. Coupling according to at least one of the preceding claims,
characterized in that
an electric drive motor (15) with a drive shaft (16) and with a gear is provided in
order to drive the coupling, and
the gear is connected to a carrier (19) for actuating the movable holding element
(3), and the carrier (19) forms a loose stop for the rear end region (7) of the movable
holding element (3).
9. Coupling according to Claim 8,
characterized in that
the carrier (19) is movable to and fro in the longitudinal direction of the axis of
the drive shaft (16) of the electric drive motor (15).
10. Coupling according to Claim 8,
characterized in that
the carrier (19) is movable to and fro in a direction that is oblique or transverse
with respect to the axis of the drive shaft (16) of the electric drive motor (15).
11. Coupling according to one of Claims 8 to 10,
characterized in that
the carrier (19) is mounted in an articulated manner.
12. Coupling according to at least one of Claims 8 to 11,
characterized in that
the carrier (19) has a jaw (21) in which the rear end region (8) of the movable holding
element engages, preferably loosely.
13. Coupling according to at least one of Claims 8 to 12,
characterized in that
the gear is provided in the form of a movably mounted threaded sleeve (18) which receives
the threaded worm (17), and the threaded sleeve (18) is connected to a carrier (19)
for actuating the movable holding element (3).
1. Couplage, en particulier couplage à crochet, pour trains électriques miniatures et
de modélisme, comprenant
une saillie de montage (1) pour le montage sur un véhicule ferroviaire de modélisme,
un élément de retenue rigide (2) se raccordant à la saillie de montage (1),
un élément de retenue mobile (3) qui est retenu de manière à pouvoir pivoter par le
biais d'un axe de rotation A, de telle sorte que l'élément de retenue mobile (3) puisse
être amené par pivotement de celui-ci autour de l'axe de rotation A d'une position
de couplage dans une position de découplage ou inversement,
caractérisé en ce que
la saillie de montage (1) est réalisée en forme de fourche et présente deux saillies
de fourche (8, 9),
l'élément de retenue mobile (3) se trouvant entre les deux saillies de fourche (8,
9).
2. Couplage selon la revendication 1
caractérisé en ce que
la région d'extrémité du côté arrière (7) de l'élément de retenue mobile (3) sert
de butée pour un mécanisme d'actionnement entraîné par un moteur.
3. Couplage selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la saillie de montage (1) présente des saillies d'encliquetage (10, 11).
4. Couplage selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de retenue mobile (3) présente au moins un évidement (6, 12).
5. Couplage selon la revendication 4,
caractérisé en ce
qu'un évidement (6) se trouve entre l'axe de rotation A et la région d'extrémité du côté
arrière (7) de l'élément de retenue mobile (3).
6. Couplage selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que
l'axe de rotation A est formé par une saillie (13) au niveau de l'élément de retenue
rigide (2) ainsi que par un évidement correspondant (12) au niveau de l'élément de
retenue mobile (3), ou inversement.
7. Couplage selon l'une quelconque des revendications 4 à 6,
caractérisé en ce que
le côté ouvert de l'évidement (12) est orienté vers le côté supérieur ou le côté inférieur
du couplage.
8. Couplage selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
pour l'entraînement du couplage, il est prévu un moteur d'entraînement électrique
(15) avec un arbre d'entraînement (16) et une transmission et la transmission est
connectée à un dispositif d'entraînement (19) pour actionner l'élément de retenue
mobile (3) et le dispositif d'entraînement (19) forme une butée libre pour la région
d'extrémité du côté arrière (7) de l'élément de retenue mobile (3).
9. Couplage selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
le dispositif d'entraînement (19) peut être déplacé d'avant en l'arrière dans la direction
longitudinale de l'axe de l'arbre d'entraînement (16) du moteur d'entraînement électrique
(15).
10. Couplage selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
le dispositif d'entraînement (19) peut être déplacé d'avant en arrière dans une direction
oblique ou transversale par rapport à l'axe de l'arbre d'entraînement (16) du moteur
d'entraînement électrique (15).
11. Couplage selon l'une quelconque des revendications 8 à 10,
caractérisé en ce que
le dispositif d'entraînement (19) est supporté de manière articulée.
12. Couplage selon au moins l'une quelconque des revendications 8 à 11,
caractérisé en ce que
le dispositif d'entraînement (19) présente un mors (21) dans lequel plonge, de préférence
librement, la région d'extrémité du côté arrière (8) de l'élément de retenue mobile.
13. Couplage selon au moins l'une quelconque des revendications 8 à 12,
caractérisé en ce que
l'on prévoit en tant que transmission un manchon fileté (18) supporté de manière déplaçable
qui reçoit la vis sans fin (17) et le manchon fileté (18) est connecté à un dispositif
d'entraînement (19) pour l'actionnement de l'élément de retenue mobile (3).