[0001] Die Erfindung betrifft einen Betonmauerstein zur Verblendung von Fassaden und eine
Fassadenverblendung hieraus.
[0002] Zur Verblendung von Fassaden bzw. Mauern sind sogenannte Fassadenverblendungen bekannt.
Diese sind beispielsweise aus Betonmauersteinen aufgebaut und werden vor der zu verblendende
Fassade angeordnet.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fassadenverblendung sowie einen Betonmauerstein
zur Verblendung von Fassaden anzubieten, welche einen optisch besonders abwechslungsreichen
und wertigen Eindruck vermitteln.
[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Betonmauerstein mit den Merkmalen des Anspruchs 1
bzw. durch eine Fassadenverblendung mit den Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0005] Das erfindungsgemäße Betonmauerstein zur Verblendung von Fassaden weist eine im Wesentlichen
quaderförmige Grundform mit einer Unterseite, einer Oberseite, einer Frontseite, einer
Rückseite und zwei Seitenflächen auf. Die Oberseite und die Unterseite sind parallel
zueinander angeordnet. Die Rückseite schließt mit der Oberseite und mit der Unterseite
jeweils einen Winkel von 90° ein. Die Frontseite hingegen schließt mit der Oberseite
und mit der Unterseite jeweils einen Winkel von ungleich 90° ein.
[0006] Mit anderen Worten besitzt der Betonmauerstein eine abgeschrägte Frontseite. Auf
diese Weise bildet sich auf der Sichtseite des Betonmauersteins ein Schattenwurf aus.
Insbesondere wird -je nach Orientierung der Abschrägung - entweder die obere oder
unter Kante der Sichtseite schattiert. Dies führt zu einem optisch abwechslungsreichen
und reizvollen - und zugleich wertigen - Erscheinungsbild.
[0007] In einer vorteilhaften Ausführungsform schließt die Frontseite mit der Unterseite
einen Winkel von kleiner 90° und mit der Oberseite einen Winkel von größer 90° ein.
In dieser Ausführungsform ist die Unterseite des Betonmauersteins damit größer als
dessen Oberseite. Als bevorzugt hat sich für den Winkel, den die Frontseite mit der
Unterseite einschließt, ein Winkel von 70° bis 87°, besonders bevorzugt ein Winkel
von 75° bis 85°, herausgestellt. Für den Winkel, den die Frontseite mit der Oberseite
einschließt, hat sich ein Winkel von 93° bis 110°, insbesondere ein Winkel von 95°
bis 105°, als besonders geeignet herausgestellt.
[0008] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform handelt es sich bei dem Winkel,
den die Frontseite mit der Unterseite einschließt, und dem Winkel, den die Frontseite
mit der Oberseite einschließt, um Komplementärwinkel, d.h. die Winkelsumme der beiden
Winkel ergibt 180°.
[0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist auf der Oberseite des Betonmauersteins
eine Tasche (Ausnehmung) ausgeformt. Diese Tasche kann zur Aufnahme von Verankerungs-
bzw. Befestigungselementen dienen. Die Tasche ist daher derart ausgeformt, dass auf
der Oberseite ein Materialvolumen ausgespart ist, das sich im Bereich der Kante zwischen
Oberseite und Rückseite befindet. Mit anderen Worten schließt das rückwärtige Ende
der Tasche mit der Rückseite des Betonmauersteins ab. Durch die Ausformung dieser
Tasche auf der Oberseite des Betonmauersteins ist ein unkompliziertes Einbringen des
jeweiligen Verankerungs- bzw. Befestigungselements möglich. Zugleich ist auch ein
unkompliziertes Befüllen dieser Tasche mit einer Verguss- bzw. Verklebemasse nach
dem Positionieren des Verankerungs- bzw. Befestigungselements möglich.
[0010] Die Tasche kann entweder zentral (mittig auf der Oberseite im Bereich der Kante zwischen
Oberseite und Rückseite) oder randseitig (im Bereich der Mauersteinecke, die durch
die Oberseite, die Rückseite und einer der Seitenflächen gebildet wird) ausgebildet
sein.
[0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform schließt eine der Seitenflächen des
Betonmauersteins einen Winkel von jeweils ungleich 90° mit der Oberseite und mit der
Unterseite ein. Insbesondere kann der Winkel, den die Seitenfläche mit der Oberseite
einschließt, gleich dem Winkel sein, den die Frontseite mit der Oberseite einschließt.
Ferner kann der Winkel, den die Seitenfläche mit der Unterseite einschließt gleich
dem Winkel sein, den die Frontseite mit der Unterseite einschließt.
[0012] Mit anderen Worten besitzt ein Mauerstein dieser Ausführungsform eine abgeschrägte
Frontseite und eine abgeschrägte Seitenfläche. Derartige Mauersteine eignen sich daher
besonders als Reihenend- bzw. Reihenanfangssteine, da beide Sichtfläche (Frontseite
und eine Seitenfläche) abgeschrägt sind. Der Kantenbereich der Fassadenverblendung
erhält hierdurch eine wertige Optik.
[0013] Die Sichtflächen der Betonmauersteine (Frontseite und ggf. die abgeschrägte Seitenfläche)
können mit einer Oberflächenstruktur versehen sein. Insbesondere können die Sichtflächen
eine "gespaltene", "bossierte", "gesägte" oder "gestrahlte" Oberfläche aufweisen.
[0014] Die erfindungsgemäße Fassadenverblendung besteht aus einer Mehrzahl von in Reihen
und übereinander angeordneten erfindungsgemäßen Betonmauersteinen.
[0015] In einer vorteilhaften Ausführungsform werden als Reihenendsteine und als Reihenanfangssteine
Betonmauersteine mit abgeschrägter Frontseite und abgeschrägter Seitenfläche verwendet,
während als Reihenmittelsteine Betonmauersteine mit geraden Seitenflächen (d.h. die
Seitenflächen schließen mit der Oberseite und der Unterseite jeweils einen Winkel
von 90° ein) verwendet werden.
[0016] In bevorzugter Weise wird die Fassadenverblendung durch Verankerungs- und/oder Verschraubungselement
mit der zu verblendenden Fassade verbunden. Dieses Verankerungs- bzw. Verschraubungselemente
sind in vorteilhafter Weise in den Taschen auf den Oberseiten der Betonmauersteine
positioniert und werden mit einer Verguss- oder Klebemasse in den Taschen fixiert.
Diese Verguss- bzw. Verklebemasse kann zugleich als Verbindung der einzelnen Mauersteine
miteinander dienen. Hierzu wird eine Klebeschicht auf die Oberseite eines Mauersteins
aufgebracht und anschließend ein weiterer Mauerstein auf diesen gesetzt. Mit anderen
Worten werden die waagrecht zwischen den Mauersteinen verlaufenden Fugen verklebt.
Die senkrecht verlaufenden Fugen zwischen den Mauersteinen werden hingegen bevorzugterweise
nicht miteinander verklebt, um als Dehnungsfuge dienen zu können.
[0017] Zur Sicherstellung einer ausreichenden Hinterlüftung der Fassadenverblendung kann
zwischen der Fassadenverblendung und der zu verblendenden Fassade ein Hinterlüftungsspalt
vorgesehen sein. Außerdem können in einem unteren Bereich der Fassadenverblendung,
insbesondere in der untersten Mauersteinreihe, und/oder in einem oberen Bereich der
Fassadenverblendung, insbesondere in der obersten Mauersteinreihe, zwischen Seitenflächen
benachbart zueinander angeordneter Betonmauersteine Hinterlüftungsöffnungen ausgebildet
sein. Auf diese Weise wird die Hinterlüftungswirkung erhöht.
[0018] Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in den Zeichnungsfiguren weiter
erläutert. Es zeigen, jeweils schematisch:
- Fig. 1
- eine Fassadenverblendung aus einer Mehrzahl von in Reihen und übereinander angeordneter
Betonmauersteinen;
- Fig. 2
- einen verkürzt dargestellten Querschnitt durch die Fassadenverblendung aus Fig. 1
entlang der Schnittebene II - II;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf einen Betonmauerstein;
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf einen weiteren Betonmauerstein, und
- Fig. 5
- eine Fassadenverblendung ähnlich zu Fig. 2 mit einer zwischen Fassadenverblendung
und zu verblendender Fassade angeordneter Isolierung.
[0019] Gleiche bzw. gleichwirkende Elemente sind in den Zeichnungsfiguren jeweils mit gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0020] Fig. 1 zeigt eine Fassadenverblendung 1. Die Fassadenverblendung 1 besteht aus einer
Mehrzahl von Betonmauersteinen, die in insgesamt acht Reihen übereinander angeordnet
sind. Genauer besteht die Fassadenverblendung aus verschiedenen Arten von Betonmauersteinen,
die mit den Bezugszeichen 2, 3, 4 und 5 bezeichnet sind.
[0021] Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch die Fassadenverblendung 1 aus Fig. 1 entlang
der Schnittebenen II - II. Hierbei ist die Fassadenverblendung aus Fig. 1 nicht komplett
(d.h. nicht alle acht Steinreihen) dargestellt, sondern lediglich ein Ausschnitt der
mittleren sechs Steinreihen.
[0022] Sämtliche in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellte Betonmauersteine 2 - 5 besitzen eine
im wesentlichen quaderförmige Grundform mit einer Unterseite, einer Oberseite, einer
Frontseite, einer Rückseite und zwei Seitenflächen. Die Oberseite und die Unterseite
sind parallel zueinander angeordnet. Die Rückseite schließt jeweils einen Winkel von
90° mit der Oberseite und mit der Unterseite ein. Die Frontseite schließt einen Winkel
von jeweils ungleich 90° mit der Oberseite und mit der Unterseite ein. Die Frontseite
ist abgeschrägt. Genauer schließt die Frontseite mit der Oberseite einen Winkel α
von größer 90° ein und mit der Unterseite einen Winkel β von kleiner 90°.
[0023] Die Betonmauersteine 2 und 3 besitzen senkrecht verlaufende Seitenfläche, d.h. beide
Seitenflächen schließen mit der Oberseite und der Unterseite jeweils einen Winkel
von 90° ein. Die Betonmauersteine 2 und 3 werden als Reihenmittelsteine eingesetzt.
[0024] Die Reihenanfangs- und Reihenendsteine bilden die Betonmauersteine 4 und 5. Die Betonmauersteine
4 und 5 besitzen jeweils eine senkrecht verlaufende Seitenfläche und eine abgeschrägte
Seitenfläche. Die abgeschrägte Seitenfläche schließt einen Winkel von jeweils ungleich
90° mit der Oberseite und mit der Unterseite ein. Die Frontseite ist abgeschrägt.
Genauer schließt die Frontseite mit der Oberseite einen Winkel γ von größer 90° und
mit der Unterseite einen Winkel δ von kleiner 90° ein.
[0025] Auf der Oberseite der Betonmauersteine 3 - genauer gesagt in Breitenrichtung gesehen
zentral, in Front-Rück-Richtung gesehen an der Kante zwischen der Oberseite und der
Rückseite - ist jeweils eine Tasche 6 ausgebildet. Diese Tasche 6 bildet einen Aufnahmeraum
für eine Ankerschraube 7. Die Ankerschraube 7 stellt ein Verankerungs- bzw. Verschraubungselement
dar und dient zur Verbindung der Fassadenverblendung 1 mit der zu verblendenden Fassade
8.
[0026] Zum Aufbau der Fassadenverblendung 1 werden die einzelnen Betonmauersteine 2 - 5
reihenweise übereinandergestapelt. Zwischen den einzelnen Reihen wird ein Klebstoff
9 aufgetragen. Die einzelnen Mauersteinreihen werden also miteinander verklebt. Die
in Fig. 2 dargestellte Klebeschicht ist vergrößert dargestellt. In Realität genügt
eine sehr dünne Klebeschicht, die nicht aufträgt. D.h. der Klebstoff 9 befindet sich
typischerweise nicht ganzflächig auf der gesamten Oberfläche des Betonmauersteins,
sondern wird stellenweise durch leichte Unebenheiten der Steine verdrängt und sammelt
sich in Mulden oder ähnlichen Vertiefungen der Steinoberflächen. Die senkrecht verlaufenden
Fugen zwischen zwei benachbarten Mauersteinen 2 - 5 werden nicht verklebt und dienen
als Dehnungsfuge.
[0027] Wird ein Betonmauerstein 3 mit einer Tasche 6 verbaut, so wird zunächst eine Ankerschraube
7 gesetzt, anschließend wird die Tasche 6 mit Klebstoff 9 ausgefüllt und auf diese
Weise eine stoffschlüssige Verbindung zwischen Ankerschraube 7 und dem jeweiligen
Betonmauerstein 3 erzeugt. Durch die Ankerschraube 7 erfolgt somit eine Verankerung
der Fassadenverblendung 1 mit der zu verblendenden Fassade 8.
[0028] Die Fassadenverblendung 1 ruht auf einem Fundament 10 (z.B. Betonfertigbauteil).
Zwischen der Rückseite der Fassadenverblendung 1 und der zu verblendenden Fassade
8 kann gemäß Fig. 2 ein Hinterlüftungsspalt 11 vorgesehen sein. In der untersten Steinreihe
und in der obersten Steinreihe sind Hinterlüftungsöffnungen 12 ausgebildet. Diese
Hinterlüftungsöffnungen 12 werden erzeugt, indem die dortigen Betonmauersteine mit
einer deutlichen Fuge zwischen ihren Seitenflächen verlegt werden. Durch das Vorsehen
der Hinterlüftungsöffnungen 12 wird die Luftzirkulation innerhalb des Hinterlüftungsspaltes
11 verbessert und auf diese Weise die Hinterlüftungswirkung erhöht.
[0029] Die Fassadenverblendung 1 kann auch direkt an der zu verblendenden Fassade 8 angebracht
werden (nicht abgebildet).
[0030] Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf einen Betonmauerstein 13, der als Reihenmittelstein
mit einer Tasche 6 ausgebildet ist. Die Tasche 6 ist zentral auf der Oberseite 14
ausgebildet. Außerdem schließt das rückwärtige Ende der Tasche 6 mit der Rückseite
16 des Betonmauersteins 13 ab. Die Frontseite 17 ist abgeschrägt. Die Seitenfläche
18 verläuft senkrecht.
[0031] Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf einen Betonmauerstein 19, der als Reihenend- bzw.
Reihenanfangsstein mit einer Tasche 6 ausgebildet ist. Die Tasche 6 ist zentral auf
der Oberseite 20 ausgebildet. Außerdem schließt das rückwärtige Ende der Tasche 6
mit der Rückseite 22 des Betonmauersteins 18 ab. Die Frontseite 23 und die Seitenfläche
17 sind jeweils abgeschrägt.
[0032] Fig. 5 zeigt - ähnlich zu Fig. 2 - einen Querschnitt durch die Fassadenverblendung
1 aus Fig. 1 entlang der Schnittebenen II - II. Hierbei ist die Fassadenverblendung
1 aus Fig. 1 nicht komplett (d.h. nicht alle acht Steinreihen) dargestellt, sondern
lediglich ein Ausschnitt der mittleren sechs Steinreihen. Die in Fig. 5 gezeigte Ausführungsform
entspricht im Wesentlichen der Fig. 2, sodass auf eine detaillierte Beschreibung verzichtet
wird. Im Vergleich zu Fig. 2 ist jedoch zusätzlich eine Isolierung 25 zwischen der
Rückseite der Fassadenverblendung 1 und der zu isolierenden Fassade 8 angebracht.
Diese Isolierung 25 verbessert die Wärmeisolationseigenschaften der Fassadenverblendung
1. Der Hinterlüftungsspalt 11 ist in dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel
entsprechend schmäler ausgebildet. Es ist jedoch auch möglich, den Hinterlüftungsspalt
11 in Fig. 5 ähnlich groß wie den Hinterlüftungsspalt 11 in dem in Fig. 2 dargestellten
Ausführungsbeispiel auszubilden.
[0033] Die in Fig. 1, Fig. 2 und Fig. 5 dargestellte Fassadenverblendung 1 ist aus Betonmauersteinen
2 - 5 mit jeweils gleicher Höhe aufgebaut. Es ist jedoch auch möglich unterschiedlich
hohe Betonmauersteine zu verwenden. So können sich Steinreihen mit geringer Steinhöhe
und Steinreihen mit großer Steinhöhe abwechseln. Es ist jedoch auch möglich beispielsweise
einen unteren Bereich der Fassadenverblendung 1 aus Steinreihen mit einer relativ
großen Steinhöhe und einen oberen Bereich der Fassadenverblendung 1 aus Steinreihen
mit einer relativ geringen Steinhöhe aufzubauen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0034]
- 1
- Fassadenverblendung
- 2 - 5
- Betonmauerstein
- 6
- Tasche
- 7
- Ankerschraube
- 8
- Fassade
- 9
- Klebstoff
- 10
- Fundament
- 11
- Hinterlüftungsspalt
- 12
- Hinterlüftungsöffnung
- 13
- Betonmauerstein
- 14
- Oberseite
- 15
- Seitenfläche
- 16
- Rückseite
- 17
- Frontseite
- 18
- Seitenfläche
- 19
- Betonmauerstein
- 20
- Oberseite
- 21
- Seitenfläche
- 22
- Rückseite
- 23
- Frontseite
- 24
- Seitenfläche
- 25
- Isolierung
- α, β, γ, δ
- Winkel
1. Betonmauerstein (2, 3, 4, 5, 13, 19) zur Verblendung von Fassaden (8), aufweisend
eine im wesentlichen quaderförmige Grundform mit einer Unterseite, einer Oberseite
(14, 20), einer Frontseite (17, 23), einer Rückseite (16, 22) und zwei Seitenflächen
(15, 18, 21, 24), wobei die Oberseite (14, 20) und die Unterseite parallel zueinander
angeordnet sind, die Rückseite (16, 22) einen Winkel von jeweils 90° mit der Oberseite
(14, 20) und mit der Unterseite einschließt und die Frontseite (17, 23) einen Winkel
von jeweils ungleich 90° mit der Oberseite (14, 20) und mit der Unterseite einschließt.
2. Betonmauerstein nach Anspruch 1, wobei die Frontseite (17, 23) mit der Unterseite
einen Winkel (β) von kleiner 90°, insbesondere einen Winkel von 70° bis 87°, besonders
bevorzugt einen Winkel von 75° bis 85°, einschließt.
3. Betonmauerstein nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Frontseite mit der Oberseite
einen Winkel (α) von größer 90°, insbesondere einen Winkel von 93° bis 110°, besonders
bevorzugt einen Winkel von 95° bis 105°, einschließt.
4. Betonmauerstein nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer auf der Oberseite
(14, 20) ausgeformten Tasche (6).
5. Betonmauerstein nach Anspruch 4, wobei eine rückwärtiges Ende der Tasche (6) mit der
Rückseite (16, 22) abschließt und wobei die Tasche (6) zentral oder im Bereich einer
Kante zwischen der Oberseite (14, 20) und einer der Seitenflächen (15, 21) angeordnet
ist.
6. Betonmauerstein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine der Seitenflächen
(24) einen Winkel von jeweils ungleich 90° mit der Oberseite (20) und mit der Unterseite
einschließt.
7. Betonmauerstein nach Anspruch 6, wobei der Winkel (γ), den die Seitenfläche (24) mit
der Oberseite (20) einschließt gleich dem Winkel (α) ist, den die Frontseite (23)
mit der Oberseite (20) einschließt und wobei der Winkel (δ), den die Seitenfläche
(24) mit der Unterseite einschließt gleich dem Winkel (β) ist, den die Frontseite
(23) mit der Unterseite einschließt.
8. Fassadenverblendung (1), bestehend aus einer Mehrzahl von in Reihen und übereinander
angeordneten Betonmauersteinen (2, 3, 4, 5) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.
9. Fassadenverblendung nach Anspruch 8, wobei die Reihenend- und/oder Reihenanfangssteine
(4, 5) als Betonmauersteine gemäß einem der Ansprüche 6 oder 7 ausgebildet sind und
die Reihenmittelsteine (2, 3) als Betonmauersteine gemäß einem der Ansprüche 1 bis
5 mit Seitenflächen, die einen Winkel von 90° mit der Oberseite und der Unterseite
einschließen, ausgebildet sind.
10. Fassadenverblendung nach einem der Ansprüche 8 oder 9 aufweisend Betonmauersteine
(3) nach Anspruch 4 oder 5, wobei in die Tasche (6) des jeweiligen Betonmauersteins
ein Verankerungs- und/oder Verschraubungselement (7) zur Verbindung der Fassadenverblendung
(1) mit einer zu verblendenden Fassade (8) eingebracht ist.
11. Fassadenverblendung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die Betonmauersteine
(2, 3, 4, 5) miteinander verklebt sind und, falls rückbezogen auf Anspruch 10, das
Verankerungs- und/oder Verschraubungselement (7) in die Tasche (6) eingeklebt ist.
12. Fassadenverblendung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei zwischen den Rückseiten
der Betonmauersteine (2, 3, 4, 5) und der zu verblendenden Fassade (8) ein Hinterlüftungsspalt
(11) ausgebildet ist.
13. Fassadenverblendung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei in einem unteren Bereich
der Fassadenverblendung (1), insbesondere in der untersten Steinreihe, und/oder in
einem oberen Bereich der Fassadenverblendung (1), insbesondere in der obersten Steinreihe,
zwischen Seitenflächen benachbarter Betonmauersteine Hinterlüftungsöffnungen (12)
ausgebildet sind.