GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine handgehaltene Werkzeugmaschine, z.B. einen
Bohrhammer, eine Säge, ein Setzgerät für Nägel. Eine Versorgung elektrischer Verbraucher
der handgehaltenen Werkzeugmaschine, insbesondere eines Elektromotors, erfolgt durch
ein Batteriepaket. Das Batteriepaket ist von der Handwerkzeugmaschine abnehmbar. Das
Batteriepaket kann dann in ein Ladegerät zum Aufladen eingesetzt oder durch ein baugleiches
geladenes Batteriepaket ausgetauscht werden.
[0002] Ein Bohrhammer erzeugt starke Vibrationen, welche eine Halterung und die elektrischen
Kontakte des Batteriepakets beanspruchen. Die elektrischen Kontakte unterliegen dabei
nicht nur einem mechanischen Verschleiß sondern auch aufgrund von Lichtbögen, welche
beim Öffnen und Schließen der Kontakte entstehen. Beispiele sind aus
EP2223779A2,
JP2003297312A und
DE102008054639A1 bekannt.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
[0003] Die erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine hat ein integriertes Werkzeug oder eine
Werkzeugaufnahme zum Aufnehmen eines Werkzeugs. Ein Elektromotor treibt das Werkzeug
oder die Werkzeugaufnahme an. In eine Führung ist längs einer ersten Richtung ein
Batteriepaket zur Stromversorgung des Elektromotors einschiebbar. In einem Kontakthalter
sind elektrische Kontakte längs einer zweiten Richtung, quer zu der ersten Richtung
versetzt zueinander angeordnet. Die elektrischen Kontakte sind vorzugsweise mit Spiel
in dem Kontakthalter angeordnet. Eine Aufhängung für den Kontakthalter hält den Kontakthalter
längs der ersten Richtung und längs einer dritten Richtung gegenüber der Aufhängung
beweglich. Die erste Richtung, zweite Richtung und dritte Richtung sind paarweise
zueinander orthogonal. Eine Feder beaufschlagt den Kontakthalter entgegen der ersten
Richtung mit einer Kraft. Eine entgegen der ersten Richtung weisende Stirnseite ist
mit einer Zentrierung versehen, die mit einer Zentrierstütze an dem Batteriepaket
zusammenwirkt, um eine Relativbewegung zwischen der Stirnseite und dem Batteriepaket
längs der dritten Richtung zu unterbinden.
[0004] Der Kontakthalter ist an der Handwerkzeugmaschine in wenigstens zwei Richtungen beweglich
befestigt. Die Aufhängung des Kontakthalter ist derart konstruiert, dass die Bewegung
längs der ersten Richtung und der dritten Richtung vorzugsweise auf eine erste Wegstrecke
bzw. eine zweite Wegstrecke limitiert ist.
[0005] Das in die Handwerkzeugmaschine eingesetzte Batteriepaket koppelt elektrisch an die
elektrischen Kontakte und mechanisch an den Kontakthalter an. Zunächst verschiebt
das Batteriepaket den Kontakthalter entgegen der Feder, wodurch ein Kraftschluss erreicht
ist. Ferner ergibt sich ein Formschluss der Zentrierung an dem Kontakthalter mit der
Zentrierstütze an dem Batteriepaket. Die Zentrierung hält lokal die Stirnseite gegenüber
dem Batteriepaket in einer festen Position längs der dritten Richtung.
[0006] Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die Zentrierung einen in die erste Richtung vorspringenden
Dorn mit einer gegenüber der dritten Richtung geneigten Fläche und/oder einen gegen
die erste Richtung zurückgesetzte Kerbe mit einer gegenüber der dritten Richtung geneigten
Fläche aufweist. Die geneigten Fläche bewirken im Vergleich zu einer stumpfen oder
nicht geneigten Fläche ein sicheres Zentrieren. Die Neigung der Flächen gegenüber
der dritten Richtung ist vorzugsweise größer als 30 Grad. Der Dorn hat beispielsweise
im Querschnitt parallel zu der ersten und dritten Richtung eine gleichschenklig dreiecksförmige
Spitze.
[0007] Eine Ausgestaltung sieht vor, dass der Kontakthalter mit dem Dorn und/oder der Kerbe
an das Batteriepaket angedrückt und die Stirnseite ansonsten von dem Batteriepaket
beabstandet ist. Die Beabstandung der nicht-geneigten Flächen der Stirnseite vermeidet
eine Beinträchtigung der Zentrierung durch diese nicht-geneigten Flächen.
[0008] Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die Kontakte gegeneinander beweglich in dem Kontakthalter
angeordnet sind. Die Kontakte liegen vorzugsweise mit Spiel in dem Kontakthalter.
Lokal auftretende Vibrationen an einem Kontakt können hierdurch von anderen Kontakten
ferngehalten werden.
[0009] Die Kontakte können als Buchsen zur Aufnahme von schwertförmigen Kontakten des Batteriepakets
gebildet sein. Die Buchsen sind beispielsweise längs der dritten Richtung geschlitzt.
Die Gegenkontakte sind vorzugsweise schwertförmig und parallel zu der dritten Richtung
orientiert.
[0010] Eine Ausgestaltung sieht vor, dass wenigstens einer der Kontakte über eine Zopflitze
elektrisch kontaktiert ist.
[0011] Eine Ausgestaltung sieht vor, dass der Kontakthalter in der ersten Richtung freiliegend
ist. Der Kontakthalter ist in der ersten Richtung nur kraftschlüssig über die Feder
an die Handwerkzeugmaschine angebunden.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0012] Die nachfolgende Beschreibung erläutert die Erfindung anhand von exemplarischen Ausführungsformen
und Figuren. In den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- einen Bohrhammer
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch den Bohrhammer in der Ebene II-II
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch den Bohrhammer in der Ebene III-III
- Fig. 4
- einen Teilschnitt durch eine Aufhängung
- Fig. 5
- eine Aufsicht auf einen Kontakthalter
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch den Bohrhammer in der Ebene V-V
- Fig. 7
- einen Bohrhammer
- Fig. 8
- einen Querschnitt durch den Bohrhammer in der Ebene VII-VII
[0013] Gleiche oder funktionsgleiche Elemente werden durch gleiche Bezugszeichen in den
Figuren indiziert, soweit nicht anders angegeben.
AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
[0014] Fig. 1 zeigt als Beispiel einer Handwerkzeugmaschine schematisch einen Bohrhammer
1. Der Bohrhammer 1 hat eine Werkzeugaufnahme 2, in welche ein Schaftende 3 eines
Werkzeug, z.B. eines des Bohrmeißels 4, eingesetzt werden kann. Einen primären Antrieb
des Bohrhammers 1 bildet ein Elektromotor 5, welcher ein Schlagwerk 6 und eine Abtriebswelle
7 antreibt. Ein Anwender kann den Bohrhammer 1 mittels eines Handgriffs 8 führen und
mittels eines Systemschalters 9 den Bohrhammer 1 in Betrieb nehmen. Im Betrieb dreht
der Bohrhammer 1 den Bohrmeißel 4 kontinuierlich um eine Arbeitsachse 10 und kann
dabei den Bohrmeißel 4 in Schlagrichtung 11 längs der Arbeitsachse 10 in einen Untergrund
schlagen.
[0015] Das Schlagwerk 6 ist beispielsweise ein pneumatisches Schlagwerk 6. Ein Erreger 12
und ein Schläger 13 sind in dem Schlagwerk 6 längs der Arbeitsachse 10 beweglich geführt.
Der Erreger 12 ist über einen Exzenter 14 oder einen Taumelfinger an den Motor 5 angekoppelt
und zu einer periodischen, linearen Bewegung gezwungen. Eine Luftfeder gebildet durch
eine pneumatische Kammer 15 zwischen Erreger 12 und Schläger 13 koppelt eine Bewegung
des Schlägers 13 an die Bewegung des Erregers 12 an. Der Schläger 13 kann direkt auf
ein hinteres Ende des Bohrmeißels 4 aufschlagen oder mittelbar über einen im Wesentlichen
ruhenden Zwischenschläger 16 einen Teil seines Impuls auf den Bohrmeißel 4 übertragen.
Das Schlagwerk 6 und vorzugsweise die weiteren Antriebskomponenten sind innerhalb
eines Maschinengehäuses 17 angeordnet.
[0016] Die Stromversorgung des Elektromotors 5 erfolgt durch ein Batteriepaket 18. Das Batteriepaket
18 hat ein gegenüber dem Bohrhammer 1 getrenntes Batteriegehäuse 19, in welchem mehrere
Batteriezellen 20 angeordnet sind. Das Batteriepaket 18 kann in eine Halterung 21
des Bohrhammers 1 eingesetzt und herausgenommen werden. Die Halterung 21 ist vorzugsweise
an einer im wesentlichen außenliegenden Fläche 22 des Maschinengehäuses 17 oder des
Handgriffs 8 ausgebildet. Die Halterung 21 hat eine Führung 23 aus beispielsweise
zwei parallelen Nuten 24, welche längs einer Einschubrichtung 25 orientiert sind und
zueinander versetzt in einer zweiten (horizontalen) Richtung 26 liegen (Fig. 2). Das
Batteriegehäuse 19 des Batteriepakets 18 ist mit zwei parallelen Schienen 27 mit einem
L-förmigen Profil versehen. Das Batteriegehäuse 19 kann mit seinen Schienen 27 in
die Nuten 24 der Führung 23 eingesetzt und längs der von der Führung 23 vorgegebenen
Einschubrichtung 25 eingeschoben werden. Die Führung 23 und das Batteriegehäuse 19
hintergreifen einander wechselseitig entlang einer dritten (vertikalen) Richtung 28.
Das Batteriepaket 18 ist durch die Führung 23 in den zu der Einschubrichtung 25 orthogonalen
Richtungen 26, 28 vorzugsweise mit geringem oder ohne Spiel gehaltert.
[0017] Die Halterung 21 ist mit senkrecht zu der Führung 23 orientierten Vertiefungen versehen,
in die Verriegelungszapfen 29 des Batteriepakets 18 eingreifen können (Fig. 3). Die
Verriegelungszapfen 29 sind vorzugsweise mit Federn vorgespannt und schnappen ein,
sobald das Batteriepaket 18 bis zu einem Anschlag in die Halterung 21 eingesetzt ist.
Die Verriegelungszapfen 29 verriegeln das Batteriepaket 18 gegen eine Bewegung längs
der Einschubrichtung 25. Der Anwender kann die Verriegelungszapfen 29 durch Betätigen
eines Druckknopfs 30 aus dem Eingriff mit der Halterung 21 nehmen, um das Batteriepaket
18 aus der Halterung 21 entgegen der Einschubrichtung 25 ziehen zu können. Der Aufbau
der Führung 23 ist nur beispielhaft, insbesondere kann die Halterung 21 mit den Verriegelungszapfen
29 und/oder die Halterung 21 mit Schienen 27 eines L-förmigen Profils versehen sein.
[0018] Die Halterung 21 ist mit elektrischen Kontakten 31 versehen, welche elektrische Gegenkontakte
32 des Batteriepakets 18 kontaktieren. Der Kontakt ist hergestellt, wenn das Batteriepaket
18 in der Führung 23 verriegelt ist. Die Kontakte 31 liegen vorzugsweise nebeneinander
längs der zweiten Richtung 26 und ansonsten vorzugsweise auf gleicher Höhe insbesondere
entlang der dritten Richtung 28.
[0019] Zweckmäßigerweise sind zwei stromführende Kontakte 33 und zwei oder mehr signalführende
Kontakte 34 vorgesehen. Die stromführenden Kontakte 33 sind für mehr als 10 Ampere
ausgelegt, um den Bohrhammer 1 mit Strom zu versorgen. Die Kontakte 31 bestehen vollständig
aus Metall, angesichts der mechanischen Belastungen bei einem Bohrhammer 1 aus einer
eisenhaltigen Legierung, vorzugsweise mit einem hohen Kupfergehalt. Die signalführenden
Kontakte 34 sind für eine geringere Last ausgelegt, da über diese nur Ströme von weniger
als 10 mA fließen.
[0020] Die elektrischen Kontakte 31 des Bohrhammers 1 sind geschlitzte Buchsen. Die gegenüberliegenden
Backen 35 des Kontakts 31 können federnd ausgebildet sein. Vorzugsweise werden beim
Einschieben der elektrischen Gegenkontakte 32 des Batteriepakets 18 zwischen die Backen
35 diese federnden Backen 35 auseinandergedrückt und somit an die Gegenkontakte 32
angeklemmt. Die elektrischen Kontakte 32 des Batteriepakets 18 können als Schwerter
ausgebildet sein. Die Schlitze bzw. Schwerter verlaufen vorzugsweise parallel zu der
vertikalen, dritten Richtung 28.
[0021] Die elektrischen Kontakte 31 sind in einen elektrisch isolierenden Kontakthalter
36 eingesetzt (Fig. 5). Die Kontakte 31 liegen nebeneinander und sind in der zweiten
Richtung 26 zueinander beabstandet. Der Kontakthalter 36 hat für vorzugsweise jeden
der elektrischen Kontakte 31, insbesondere der stromführenden Kontakte 33, einen getrennten
Aufnahmeraum 37. Der elektrische Kontakt 31 kann sich in dem Aufnahmeraum 37 längs
der Einschubrichtung 25 bewegen, das Spiel liegt beispielsweise im Bereich von 0,1
mm bis 0,3 mm. Die elektrischen Kontakte 31 können in die zweite Richtung 26 vorstehende
gefederte Flügel aufweisen, mit welchen sich die elektrische Kontakte
31 an den Seitenwänden der Aufnahmeräume
37 abstützten. Die Kontakte
31 sind aufgrund ihrer beweglichen Anordnung innerhalb des Kontakthalters
36 zueinander beweglich. Die Aufnahmeräume
37 sind an einer entgegen der Einschubrichtung
25 weisenden vorderen Stirnseite
38 offen. Die Gegenkontakte
32 des Batteriepakets
18 können durch die Öffnung
39 in die Aufnahmeräume
37 und zu den darin angeordneten elektrischen Kontakten
31 eingeschoben werden.
[0022] An jedem der Kontakte
31 ist eine Litze
40 ankrimmt oder angeklemmt oder mit dem elektrischen Kontakt
32 geklemmt (Fig. 5). Die Litzen
40 sind in dem Kontakthalter
36 in jeweils einem Kanal
41 geführt. Bei der dargestellten Ausführungsform ist eine Klemmleiste
42 in dem Kontakthalter
36 vorgesehen. Die Litzen
40 sind an ihrem einem Ende an einem der Kontakte
31 und ihrem anderen Ende in der Klemmleiste
42 befestigt. Die Klemmleiste
42 entkoppelt die Litzen
40 mechanisch von der Verdrahtung innerhalb des Bohrhammers 1. Hierdurch wird insbesondere
eine Übertragung von Torsionskräften der beim Verlegen teilweise verdrillter Leitungen
auf die Litzen
40 unterbunden. Die Torisionskräfte könnten sonst zu einem Anklemmen der Kontakte
32 an Seitenwänden der Aufnahmeräume
37 führen. Die Litzen
40 sind aus geflochtenen Adern zusammengesetzt. Die zu einem Zopf geflochtenen Litzen
40 sind vorzugsweise für wenigstens 2 cm innerhalb des Kontakthalters
36 ohne isolierenden Kunststoffmantel. Der Zopf lässt sich durch die eingeleiteten Torsionskräfte
verformen und entkoppelt diese somit von den Kontakten
31. Mit einem Schrumpfschlauch isolierte Litzen oder Litzen mit verdrillten Adern erweisen
sich hierbei als ungünstig, selbst Litzen mit sehr feinen Adern.
[0023] Die Klemmleiste
42 ist beispielsweise an dem der Stirnseite
38 abgewandten Ende des Kontakthalters
36 angeordnet. Die Klemmleiste
42 kann mit elektromechanischen Kopplungsstücken
43 versehen sein. Das Kopplungsstück
43 verbindet die Litze
40 mit einem anderen Kabel
44, welche in das Maschinengehäuse
17 geführt ist. Das Kopplungsstück
43 ist beispielsweise als eine Lüsterklemme mit zwei Schrauben
45 zum Fixieren der Litze
40 und des Kabels
44 ausgebildet. Die Kopplungsstücke
43 sind in dem Kontakthalter
36 unbeweglich eingesetzt. Die Klemmleiste
42 kann alternativ oder zusätzlich zu den Kopplungsstücken
43 in dem Kanal
41 eine Einschnürung
46 aufweisen, in welcher die Litze
40 gequetscht ist.
[0024] Der Kontakthalter
36 ist gegenüber dem Maschinengehäuse
17 beweglich aufgehängt. Eine Aufhängung
47 des Kontakthalters
36 ermöglicht eine begrenzte Bewegung des Kontakthalters
36 längs der Einschubrichtung
25. Die Aufhängung
47 kann dazu beispielsweise Längsnuten
48 in dem Maschinengehäuse
17 aufweisen, in welche Führungsschienen
49 an dem Kontakthalter
36 eingreifen (Fig. 4). Anschläge
50, 53 auf beiden Seiten des Kontakthalters 36 begrenzen die Bewegung auf eine Wegstrecke
51, 54 von insgesamt beispielsweise 2 mm bis 5 mm. Eine oder mehrere Federn
52, z.B. Schraubenfedern, beaufschlagen den Kontakthalter
36 entgegen der Einschubrichtung
25. Sofern das Batteriepaket
18 nicht eingesetzt ist, drücken die Federn
52 den Kontakthalter
36 an den in Einschubrichtung
25 vorderen Anschlag
50. Die Federn
52 sind unter Vorspannung eingesetzt. Beim Einschieben des Batteriepakets
18 wird der Kontakthalter
36 von dem Batteriepaket
18 gegen die Kraft der Federn 52 in Einschubrichtung 25 mitgenommen. Die Wegstrecke
51, 54 ist derart bemessen, dass wenn die Verriegelung 29 das Batteriepaket 18 arretiert,
der Kontakthalter
36 noch von dem in Einschubrichtung
25 hinteren Anschlag
53 durch einen Teil 54 der Wegstrecke 51, 54 beabstandet ist.
[0025] Der Kontakthalter
36 kann sich in der Aufhängung
47 auch längs der zweiten Richtung
26 etwas bewegen, im Gegensatz zu dem Batteriepaket
18 in der Halterung
21. Der Freiraum für die Bewegung beträgt vorzugsweise wenigstens 1 mm in die zweite
Richtung
26. Der Abstand der gegenüberliegenden Längsnuten
48 ist um den Freiraum größer als die Breite des Kontakthalters
36 im Bereich der Führungsschienen
49.
[0026] Ferner kann der Kontakthalter
36 sich entlang der dritten Richtung
28 frei zwischen vertikalen Anschlägen bewegen. Die freie Wegstrecke 55 zwischen den
Anschlägen liegt im Bereich von 0,5 mm bis 2 mm. Die vertikalen Anschläge sind beispielsweise
durch Nutwände der Längsnuten
48 gebildet, deren Abstand um die Wegstrecke 55 größer als die Abmessung Führungsschienen
49 längs der vertikalen Richtung
28 ist.
[0027] Der bewegliche Kontakthalter
36 kann alternativ oder zusätzlich in einem mit dem Handgriff
8 oder Maschinengehäuse
17 befestigten Bock
56 aufgehängt sein. Der Bock
56 ist in Einschubrichtung
25 hinter dem Kontakthalter
36 angeordnet. Der Kontakthalter
36 hat ein oder mehrere in Einschubrichtung
25 vorspringende Stifte
57, welche in Buchsen
58 des Bocks
56 eingesetzt sind. Die Buchsen
58 sind breiter und höher als die Stifte
57, um die Beweglichkeit des Kontakthalters
36 in die zweite Richtung
26 und dritte Richtung
28 zu gewährleisten. Die Federn
52 können in dem Bock
56 gelagert sein und sich an dem Bock
56 abstützen. Der Bock
56 bildet den hinteren Anschlag
53. Die Litzen
40 oder Kabel
44 können in dem Bock
56 im Wesentlichen parallel zu der Einschubrichtung
25 geführt sein.
[0028] Der Kontakthalter
36 ist mit einer vertikalen Zentrierung
59 an der vorderen Stirnseite
38 versehen. Die vertikale, d.h. entlang der dritten Richtung
28, wirkende Zentrierung
59 greift in eine komplementäre Zentrierstütze
60 an dem Batteriepaket
18 ein. Die Federn
52 drücken die Zentrierung
59 in die Zentrierstütze
60 und fixieren kraft- und formschlüssig die relative vertikale Position der vorderen
Stirnseite
38 gegenüber dem Batteriepaket
18. Die vordere Stirnseite
38 und die Halterung
21 bleiben dabei weiterhin gegenüber dem Maschinengehäuse
17 und dem Bohrhammer
1 beweglich. Die vordere Stirnseite
38 kann sich gegenüber dem Maschinengehäuse
17 um die freie Wegstrecke
55 entlang der vertikalen dritten Richtung
28 bewegen. Die Zentrierung
59 ist längs der Einschubrichtung
25 derart bemessen, dass nur die Zentrierung
59 an dem Batteriepaket
18 anliegt. Die verbleibenden Bereiche des Kontakthalters
36 sind längs der Einschubrichtung
25 beabstandet. Die Kontakte
31, 32 berühren einander oder sind ineinander eingesteckt.
[0029] Die beispielhaft dargestellte Zentrierung
59 ist mittels von der Stirnseite
38 vorspringenden Dornen
59 realisiert. Die Dorne
59 sind keilförmig, pyramidenförmig oder kegelförmig. Eine zum Maschinengehäuse
17 weisende obere Fläche
61 des Dorns
59 ist gegenüber der dritten Richtung
28 geneigt. Die obere Fläche
61 entfernt sich entgegen der Einschubrichtung
25 längs der dritten Richtung
28 von dem Maschinengehäuse
17. Eine untere Fläche
62, die von dem Maschinengehäuse
17 abgewandt ist, kann alternativ oder zusätzlich zu der oberen Fläche
61 gegenüber der dritten Richtung
28 geneigt sein. Die untere Fläche
62 steigt entgegen der Einschubrichtung
25 längs der dritten Richtung
28 zu der Maschinengehäuse
17 an. Die Dorne
59 sind vorzugsweise längs der zweiten Richtung
26 zwischen den Kontakten
32 angeordnet. In dem bevorzugten Beispiel grenzen die Dorne
59 unmittelbar an die Aufnahmeräume
37 der stromführenden Kontakte
33 an.
[0030] Das Batteriepaket
18 hat einen Kontaktträger
63, der vorzugsweise unbeweglich mit dem Batteriegehäuse
19 verbunden ist. Der Kontaktträger
63 ist aus einem elektrisch isolierendem Material, bspw. einem Kunststoff. In den Kunststoff
sind die Gegenkontakte
32 unbeweglich eingebettet. Die Gegenkontakte
32 sind vorzugsweise als Schwerter ausgebildet, die in Ebenen parallel zu der Einschubrichtung
25 und der dritten Richtung
28 liegen. Die Zentrierstütze
60 ist beispielsweise zwischen den Gegenkontakten
32 angeordnet. Die in Einschubrichtung
25 weisende Stirnfläche
64 der Zentrierstütze
60 ist mit einer Kerbe versehen, die in der Form komplementär zu dem Dorn
59 ausgebildet ist. Die Kerbe ist vorzugsweise prismatisch ausgebildet, d.h. der Querschnitt
der Kerbe ist längs der zweiten Richtung
26 konstant. Die Zentrierung
59 wirkt somit nur in die dritte Richtung
28 und nimmt keinen Einfluss auf eine Bewegung längs der zweiten Richtung
26.
[0031] Die Anordnung der Zentrierung
59 und der Zentrierstütze
60 unmittelbar neben den stromführenden Kontakten
33 bzw. Gegenkontakten
32 erweist sich selbst bei steifen Materialien für den Kontakthalter
36 und den Kontaktträger
63 als vorteilhaft, um eine Relativbewegung längs der dritten Richtung
28 zwischen den stromführenden Kontakten
33 und Gegenkontakten
32 ausreichend zu unterdrücken.
[0032] Die Zentrierung
59 an der Stirnseite
38 des Kontakthalters
36 kann als Kerbe und die Zentrierstütze als Dorn ausgebildet sein. Ferner kann die
Zentrierung sowohl Kerben und Dorne aufweisen, wobei die Zentrierstützen entsprechend
komplementär ausgebildet sind.
[0033] Die Litze
40 kann in dem Kanal
41 wellenförmig eingelegt sein (Fig. 7, Fig. 8). Der Kanal
41 hat eine um wenigstens 50 % größere Abmessung in der zweiten Richtung
26 verglichen zu dem Querschnitt der Litze
40. Die Litze
40 verläuft zwischen der Klemmleiste
42 und den Kontakten
31. Die Länge der Litze
40 ist jedoch um wenigstens 10 % größer als der Abstand von Klemmleiste
42 und den Kontakten
31. Die Litzen
40 ändern längs der Einschubrichtung
25 mehrfach ihre Verlaufsrichtung bezogen auf die zweite Richtung
26 oder die dritte Richtung
28. Hierdurch konnte eine effektive Dämpfung von Bewegungen im Submillimeterbereich der
Kontakte erreicht werden. Die Adern der Litze
40 können zu einem Zopf geflochten sein.
[0034] Der Bohrhammer
1 ist neben einem Meißelhammer, einem Setzgerät für Nägel und Bolzen und einer Säbelsäge
ein Beispiel für eine batteriegespeiste elektrische Handwerkzeugmaschine, die im Betrieb
starken Vibrationen ausgesetzt ist, und mit dem beweglichen Kontakthalter
36 versehen sein kann. Das Setzgerät erzeugt durch den als Werkzeug auf die Nägel aufschlagenden
Schlagbolzen Stöße, die zu einer Relativbewegung von Batteriepaket und Maschinengehäuse
führen können. Bei Sägen, insbesondere Säbelsägen werden die Vibrationen durch das
Sägeblatt erzeugt und auf die Werkzeugmaschine übertragen.
1. Handwerkzeugmaschine mit
einem integrierten Werkzeug oder einer Werkzeugaufnahme (2) zum Aufnehmen eines Werkzeugs,
einem Elektromotor (5) zum Antreiben des Werkzeugs oder der Werkzeugaufnahme (2),
einer Führung (23), in die längs einer ersten Richtung ein Batteriepaket (18) zur
Stromversorgung des Elektromotors einschiebbar ist,
einem Kontakthalter (36), in dem elektrische Kontakte (31) längs einer zweiten Richtung
(26) versetzt zueinander angeordnet sind,
einer Aufhängung (47) für den Kontakthalter (36), wobei der Kontakthalter (36) längs
der ersten Richtung (25) und längs einer dritten Richtung (28) gegenüber der Aufhängung
(47) beweglich ist, wobei die erste Richtung (25), zweite Richtung (26) und dritte
Richtung (28) paarweise zueinander orthogonal sind,
gekennzeichnet durch eine Feder (52), die den Kontakthalter (36) entgegen der ersten Richtung (25) kraftbeaufschlagt,
wobei eine entgegen der ersten Richtung (25) weisende Stirnseite (38) mit einer Zentrierung
(59) versehen ist, die mit einer Zentrierstütze (60) an dem Batteriepaket (18) zusammenwirkt,
um eine Relativbewegung längs der dritten Richtung (28) zwischen der Stirnseite (38)
und dem Batteriepaket (18) zu unterbinden.
2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierung (59) einen in die erste Richtung vorspringenden Dorn (59) mit einer
gegenüber der dritten Richtung geneigten Fläche und/oder einen gegen die erste Richtung
zurückgesetzte Kerbe mit einer gegenüber der dritten Richtung geneigten Fläche aufweist.
3. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakthalter (36) mit dem Dorn (59) und/oder der Kerbe an das Batteriepaket
angedrückt und die Stirnseite (38) ansonsten von dem Batteriepaket beabstandet ist.
4. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakthalter (36) längs der ersten Richtung (25) für ein Wegstrecke (51) zwischen
2 mm und 5 mm beweglich ist.
5. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakthalter (36) längs der dritten Richtung (28) für ein Wegstrecke (51) zwischen
0,5 mm und 2 mm beweglich ist.
6. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakte (31) mit Spiel längs der ersten Richtung (25) in dem Kontakthalter (36)
angeordnet sind.
7. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakthalter (36) eine Klemmleiste (42) aufweist, und jeweils ein Ende einer
Litze (40) in der Klemmleiste (42) und ein anderes Ende der Litze (40) an einem der
Kontakte (31) befestigt sind.
8. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Kontakte über eine Zopflitze elektrisch kontaktiert ist.
9. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakthalter (36) in der ersten Richtung (28) freiliegend ist.
10. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakthalter (36) in der ersten Richtung (28) nur kraftschlüssig über die Feder
(52) an die Handwerkzeugmaschine angebunden ist, wenn das Batteriepaket (18) in der
Führung (23) arretiert ist.
1. Hand-held machine tool, comprising
an integrated tool or a tool holder (2) for receiving a tool,
an electric motor (5) for driving the tool or the tool holder (2), a guide (23) into
which a battery pack (18) for supplying electric motor with current can be inserted
along a first direction,
a contact holder (36) in which electrical contacts (31) are arranged offset to one
another along a second direction (26),
a suspension (47) for the contact holder (36), the contact holder (36) being movable
along the first direction (25) and along a third direction (28) with respect to the
suspension (47), wherein the first direction (25), the second direction (26) and the
third direction (28) are orthogonal to one another in pairs,
characterised by
a spring (52) which loads the contact holder (36) with a force acting oppositely to
the first direction (25),
wherein an end face (38) oriented oppositely to the first direction (25) is provided
with a centring element (59) which cooperates with a centring support (60) on the
battery pack (18) in order to prevent relative movement between the end face (38)
and the battery pack (18) along the third direction (28).
2. Hand-held machine tool according to Claim 1, characterised in that the centring element (59) has a spike (59) projecting in the first direction and
having a face which is inclined with respect to the third direction, and/or a notch
which is recessed oppositely to the first direction and has a face which is inclined
with respect to the third direction.
3. Hand-held machine tool according to Claim 2, characterised in that the contact holder (36) with the spike (59) and/or the notch is pressed against the
battery pack and the end face (38) is otherwise at a distance from the battery pack.
4. Hand-held machine tool according to any one of the preceding claims, characterised in that the contact holder (36) is movable along the first direction (25) over a distance
(51) of between 2 mm and 5 mm.
5. Hand-held machine tool according to any one of the preceding claims, characterised in that the contact holder (36) is movable along the third direction (28) over a distance
(51) of between 0.5 mm and 2 mm.
6. Hand-held machine tool according to any one of the preceding claims, characterised in that the contacts (31) are arranged in the contact holder (36) with free play along the
first direction (25).
7. Hand-held machine tool according to any one of the preceding claims, characterised in that the contact holder (36) has a terminal strip (42), and one respective end of a flexible
cord (40) is fastened in the terminal strip (42) and another respective end of the
flexible cord (40) is fastened to one of the contacts (31).
8. Hand-held machine tool according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one of the contacts is contacted electrically via a plaited flexible cord.
9. Hand-held machine tool according to any one of the preceding claims, characterised in that the contact holder (36) is exposed in the first direction (28).
10. Hand-held machine tool according to Claim 9, characterised in that the contact holder (36) is connected to the hand-held machine tool only non-positively
via the spring (52) in the first direction (28) when the battery pack (18) is locked
in the guide (23).
1. Machine-outil manuelle comportant :
un outil intégré ou un porte-outil (2) pour recevoir un outil,
un moteur électrique (5) pour entraîner l'outil ou le porte-outil (2),
un guide (23) dans lequel un bloc de batterie (18) peut être inséré le long d'une
première direction pour l'alimentation électrique du moteur électrique,
un porte-contact (36) dans lequel des contacts électriques (31) sont agencés de manière
décalée les uns par rapport aux autres le long d'une deuxième direction (26),
une suspension (47) pour le porte-contact (36), dans laquelle le porte-contact (36)
est mobile par rapport à la suspension (47) le long de la première direction (25)
et le long d'une troisième direction (28), dans laquelle la première direction (25),
la deuxième direction (26) et la troisième direction (28) sont orthogonales les unes
aux autres par paires,
caractérisée par un ressort (52) qui applique une force au porte-contact (36) dans une direction opposée
à la première direction (25),
dans laquelle une face avant (38) dirigée à l'opposé de la première direction (25)
est munie d'un centreur (59) qui coopère avec un appui de centrage (60) sur le bloc
de batterie (18) afin d'empêcher un mouvement relatif le long de la troisième direction
(28) entre la face avant (38) et le bloc de batterie (18).
2. Machine-outil manuelle selon la revendication 1, caractérisée en ce que le centreur (59) comporte une broche (59) faisant saillie dans la première direction
avec une surface inclinée par rapport à la troisième direction et/ou une encoche évidée
par rapport à la première direction avec une surface inclinée par rapport à la troisième
direction.
3. Machine-outil manuelle selon la revendication 2, caractérisée en ce que le porte-contact (34) est pressé sur le bloc de batterie avec la broche (59) et/ou
l'encoche, et la face avant (38) est sinon espacée du bloc de batterie.
4. Machine-outil manuelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le porte-contact (36) est mobile le long de la première direction (25) sur une distance
de trajet (51) comprise entre 2 mm et 5 mm.
5. Machine-outil manuelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le porte-contact (36) est mobile le long de la troisième direction (28) sur une distance
de trajet (51) comprise entre 0,5 mm et 2 mm.
6. Machine-outil manuelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les contacts (31) sont agencés dans le porte-contact (36) avec un jeu le long de
la première direction (25).
7. Machine-outil manuelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le porte-contact (36) comporte un bornier (42), et respectivement une extrémité d'un
toron (40) est fixée dans le bornier (42) et une autre extrémité du toron (40) est
fixée sur l'un des contacts (31).
8. Machine-outil manuelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un des contacts fait électriquement contact par l'intermédiaire d'un toron
tressé.
9. Machine-outil manuelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le porte-contact (36) est exposé dans la première direction (25).
10. Machine-outil manuelle selon la revendication 9, caractérisée en ce que le porte-contact (36) est connecté à la machine-outil manuelle dans la première direction
(25) uniquement par assemblage à force par l'intermédiaire du ressort (52), lorsque
le bloc de batterie (18) est arrêté dans le guide (23).