[0001] Ein Gepäckstück nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie ein Verfahren zur Herstellung
eines Gepäckstücks nach dem Oberbegriff des Anspruchs 12.
[0002] Es sind Gepäckstücke, insbesondere Koffer bekannt, die Gepäckstückteile aufweisen,
die an ihrem Randbereich über einen Reißverschluss miteinander verbunden sind. Die
Reißverschlüsse werden häufig mit den Randbereichen der Gepäckstückteile vernäht.
Die Reißverschlussbänder des Reißverschlusses können einen Keder aufweisen, der dann
die Naht der Verbindung verdeckt.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Gepäckstück zu schaffen, bei dem die
Verbindung zwischen Reißverschluss und Gepäckstückteil verbessert wird.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale der Ansprüche 1 und 12.
[0005] Die Erfindung sieht in vorteilhafter Weise vor, dass zumindest ein Teil des Randbereiches
mindestens eines Gepäckstückteils umgebugt ist und der Reißverschluss an dem umgebugten
Randbereich mit dem Gepäckstückteil verbunden ist.
[0006] Dies hat den Vorteil, dass die Verbindung zwischen Reißverschluss und Gepäckstückteil
von außen nicht sichtbar ist. Dies verbessert das optische Erscheinungsbild erheblich,
da auf den Keder des Reißverschlusses verzichtet werden kann und trotzdem die Verbindung
bzw. die Verbindungsnaht zwischen Reißverschluss und Gepäckstückteil von außen nicht
sichtbar ist.
[0007] Es ist vorzugsweise der Teil des Randbereiches umgebugt, der auch mit dem Reißverschluss
verbunden ist. Es kann auch der gesamte Randbereich der mindestens einen Gepäckstückteils
umgebugt sein
[0008] Die Gepäckstückteile können aus Kunststoff, insbesondere Polycarbonat, bestehen.
[0009] Der umgebugte Randbereich des Gepäckstückteils kann um mindestens 160°, vorzugsweise
um ca. 180°, umgebugt sein. Der umgebugte Randbereich des Gepäckstückteils kann auf
der Innenseite des Gepäckstücks angeordnet sein.
[0010] Der Reißverschluss kann mit dem umgebugten Randbereich vernäht sein, so dass die
Naht nicht von der Außenseite des Gepäckstücks sichtbar ist.
[0011] Der umgebugte Randbereich des Gepäckstückteils kann mit der Innenseite des Gepäckstückteils
verbunden sein.
[0012] Der umgebugte Randbereich des Gepäckstückteils kann mit der Innenseite des Gepäckstückteils
stoffschlüssig verbunden sein, insbesondere verklebt sein.
[0013] Mindestens ein Gepäckstückteil kann mindestens einen Innenstoff aufweisen, wobei
der Innenstoff mit dem Randbereich des Gepäckstückteils über mindestens eine lösbare
Verbindungseinrichtung verbunden ist, wobei die lösbare Verbindungseinrichtung zumindest
ein erstes und ein zweites Verbindungsteil aufweist und das erste Verbindungsteil
mit dem Randbereich verbunden ist und das zweite Verbindungsteil mit dem Innenstoff
verbunden ist.
[0014] Eine lösbare Verbindungseinrichtung kann ein Klettverschluss, ein Reißverschluss
oder eine andersartige lösbare Verbindungseinrichtung sein.
[0015] Das erste oder das zweite Verbindungsteil kann mit einem an dem Randbereich des Gepäckstücks
angeordneten Reißverschlussband des Reißverschlusses verbunden sein.
[0016] Das erste oder das zweite Verbindungteil können derart an dem Reißverschlussband
befestigt sein, dass die Naht, mit der der Reißverschluss mit dem umgebugten Randbereich
verbunden ist, durch den Innenstoff bedeckt ist.
[0017] Die lösbare Verbindungseinrichtung kann auch eine Verbindungseinrichtung sein, die
die folgenden Merkmale aufweist:
- das erste Verbindungteil kann zumindest einen rippenförmigen Vorsprung und das zweite
Verbindungsteil zumindest eine rillenförmige Vertiefung aufweisen oder
- das erste Verbindungsteil kann zumindest eine rillenförmige Vertiefung und das zweite
Verbindungteil zumindest einen rippenförmigen Vorsprung aufweisen,
- wobei das erste Verbindungteil mit dem zweiten Verbindungsteil in Eingriff miteinander
bringbar ist, um der Innenstoff mit dem Gepäckstückteil zu verbinden.
[0018] Das erste und das zweite Verbindungsteil können form- und/oder kraftschlüssig miteinander
verbunden sein. Bei formschlüssig miteinander verbundenen ersten und zweiten Verbindungsteilen
sind das erste und/oder das zweite Verbindungsteil derart geformt, dass bei miteinander
verbundenen ersten und zweiten Verbindungsteilen die Bewegung aufgrund der Form des
ersten und zweiten Verbindungteils verhindert ist.
[0019] Bei kraftschlüssigen Verbindungen ist beispielsweise das gegenseitige Verschieben
verbindet, solange die durch Haftreibung bewirkte Gegenkraft nicht überschritten wird.
[0020] Die Verbindung kann auch sowohl kraft- als auch formschlüssig sein.
[0021] Gemäß der vorliegenden Erfindung kann ein Verfahren zum Herstellen eines Gepäckstücks,
insbesondere eines Koffers, vorgesehen sein, das die folgenden Verfahrensschritte
aufweist:
- Herstellen mindestens zweier Gepäckstückteile,
- Verbinden der Gepäckstückteile mittels mindestens einen Reißverschlusses,
- wobei in vorteilhafter Weise vorgesehen ist, dass zum Verbinden der beiden Gepäckstückteile
der Randbereich mindestens eines Gepäckstückteils umgebugt wird und der umgebugte
Randbereich des Gepäckstückteils mit dem Reißverschluss verbunden wird.
[0022] Der Randbereich kann derart umgebugt werden, dass bei dem hergestellten Gepäckstück
der umgebugte Randbereich von außen nicht sichtbar ist.
[0023] Der Reißverschluss kann mit dem umgebugten Randbereich verbunden, vorzugsweise vernäht
werden.
[0024] Der Reißverschluss kann vor dem Umbugen des Randbereichs mit dem Randbereich vernäht
werden.
[0025] Im Folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung näher erläutert.
[0026] Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- ein Gepäckstück der vorliegenden Erfindung
- Fig. 2
- die Randbereiche der Gepäckstückteile des Gepäckstücks aus Fig. 1
- Fign. 3a - 3d
- Verfahrensschritte zum Herstellen eines Gepäckstücks gemäß Fig. 1
- Fig. 4
- ein Gepäckstück mit einem Innenstoff,
- Fig. 5
- eine lösbare Verbindungseinrichtung für den Innenstoff,
- Fig. 6
- eine alternative Verbindungseinrichtung für den Innenstoff,
- Fig. 7
- eine weitere alternative Verbindungseinrichtung für den Innenstoff
[0027] Fig. 1 zeigt ein Gepäckstück 1 gemäß der vorliegenden Erfindung. Das Gepäckstück
1 weist Gepäckstückteile 2, 4 auf, die an ihren Randbereichen 6, 8 über einen Reißversschluss
10 miteinander verbunden sind. Das dargestellte Gepäckstück 1 in Fig. 1 ist ein Koffer.
Die Gepäckstückteile können aus Kunststoff, insbesondere Polycarbonat, bestehen. Die
Gepäckstückteile können auf der nicht dargestellten Längsseite über Scharniere miteinander
verbunden sein. In diesem Bereich ist der Reißverschluss vorzugsweise nicht vorgesehen.
[0028] Der Randbereich 6, 8 mindestens eines Gepäckstückteils 2, 4 ist vorzugswweise im
Bereich in dem der Reißverschluss mit dem Gepäckstückteil verbunden ist, umgebugt.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind beide Randbereiche, 6, 8 der Gepäckstückteile
2, 4 umgebugt. Die dargestellten Gepäckstückteile 2, 4 sind an dem jeweiligen umgebugten
Randbereich 6, 8 über einen Reißverschluss 10 miteinander verbunden.
[0029] In Fig. 2 sind die Randbereiche 6, 8 der Gepäckstückteile 2, 4 und der Reißverschluss
10 dargestellt.
[0030] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Randbereiche 6, 8 um ca. 180° umgebugt.
Der jeweils umgebugte Randbereich 6, 8 des jeweiligen Gepäckstückteils 2, 4 ist jeweils
auf der Innenseite 3, 5 des jeweiligen Gepäckstückteils 2, 4 angeordnet, so dass die
umgebugten Randbereiche 6, 8 von außen nicht sichtbar sind. Von außen ist jeweils
lediglich sichtbar, dass die Gepäckstückteile 2, 4 jeweils mit einer Kante 7, 9 abschließen.
Dazwischen ist der Reißverschluss 10 angeordnet. Es ist von außen nicht sichtbar,
wie der Reißverschluss 10 mit dem jeweiligen Gepäckstückteil 2, 4 befestigt ist.
[0031] Der Reißverschluss 10 ist jeweils mit den jeweiligen umgebugten Randbereichen 6,
8 vernäht, so dass die Naht 16, 18 nicht auf der Außenseite 11 des Gepäckstücks 1
sichtbar ist. Der Reißverschluss 10 weist Reißverschlussbänder 12, 14 auf, die jeweils
über eine Naht 18, 16 mit dem jeweiligen Gepäckstückteil 4, 2 verbunden ist.
[0032] Der umgebugte Randbereich 6, 8 ist jeweils mit der Innenseite 3, 5 des jeweiligen
Gepäckstückteil 2, 4 mittels eines Klebers 20, 22 verklebt. Der Kleber weist vorzugsweise
Polyurethan auf. Der Kleber 20 ,22 ist besonders bevorzugt ein PUR-Schmelzkleber.
[0033] Alternativ kann der umgebugte Randbereich 6, 8 auch jeweils mit einer anderen stoffschlüssigen
Verbindung mit dem jeweiligen Gepäckstückteil 2, 4 verbunden sein. Unter stoffschlüssigen
Verbindungen werden alle Verbindungen verstanden, bei denen die Verbindungspartner
durch atomare oder molekulare Kräfte zusammengehalten werden. Eine alternative stoffschlüssige
Verbindungsart könnte beispielsweise das Ultraschall-Schweißen sein.
[0034] In den Fig. 3a bis 3d sind die Verfahrensschritte zum Herstellen eines erfindungsgemäßen
Gepäckstücks dargestellt. Es werden zunächst mindestens zwei Gepäckstückteile hergestellt,
wobei in den Fig. 3a bis 3d der Einfachheit halber lediglich die Herstellung eines
Gepäckstückteils 4 dargestellt ist. Die hergestellten Gepäckstückteile 2, 4 können
mittels eines Reißverschlusses 10 miteinander verbunden werden.
[0035] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dafür das Reißverschlussband 12 eines Reißverschlusses
10 mit dem Randbereich 8 eines Gepäckstückteils 4 verbunden, vorzugsweise vernäht.
Dieses wird in Fig. 3b dargestellt.
[0036] Wie aus Fig. 3c entnommen werden kann, wird danach der Randbereich 8 des Gepäckstückteils
4 umgebugt, wobei der Randbereich 8 vorzugsweise um ca. 180° umgbugt wird. Im folgenden
Schritt wird der umgebugte Randbereich 8 mit der Innenseite 5 des Gepäckstückteils
4 mit einem Kleber 20 verklebt. Das zweite Gepäckstückteil 2 kann auf dieselbe Weise
hergestellt werden und über den Reißverschluss 10 mit dem Gepäckstückteil 4 verbunden
werden.
[0037] In Fig. 4 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem im Gepäckstückteil 2,
4 jeweils ein Innenstoff 24, 26 angeordnet. Diese Innenstoffe 24, 26 sind mit dem
jeweiligen Randbereich 6, 8 der Gepäckstückteile 2, 4 über lösbare Verbindungseinrichtungen
28, 30 verbunden. Eine solche lösbare Verbindungseinrichtung 28, 30 kann ein Reißverschluss,
ein Klettverschluss oder eine andere lösbare Verbindungseinrichtung sein. Besonders
bevorzugt ist eine lösbare Verbindungseinrichtung 28, 30, die ein erstes Verbindungsteil
40 und ein zweites Verbindungteil 42 aufweist, wobei das erste Verbindungsteil 40
mit dem jeweiligen Randbereich 6, 8 verbunden ist und der zweite Verbindungsteil 42
mit dem jeweiligen Innenstoff 24, 26 verbunden ist. Das erste Verbindungteil 40 weist
dabei zumindest einen rippenförmigen Vorsprung 32 und das zweite Verbindungteil zumindest
eine rillenförmige Vertiefung 34 auf oder das erste Verbindungsteil 40 weist zumindest
eine rillenförmig Vertiefung und das zweite Verbindungsteil zumindest einen rippenförmigen
Vorsprung auf. Das erste Verbindungsteil 40 ist mit dem zweiten Verbindungsteil 42
in Eingriff bringbar, um den jeweiligen Innenstoff 24, 26 mit dem jeweiligen Gepäckstückteil
2, 4 zu verbinden.
[0038] Das erste Verbindungteil 40 ist mit dem jeweiligen Randbereich 6, 8 des jeweiligen
Gepäckstückteils 2, 4 über das jeweilige Reißverschlussband 14, 12 des Reißverschlusses
10 verbunden. Dabei ist das erste Verbindungsteil 40 derart an dem jeweiligen Reißverschlussband
14, 12 befestigt, dass die Naht 16, 18, mit der der Reißverschluss 10 mit dem jeweiligen
umgebugten Randbereich 6, 8 verbunden ist, durch den jeweiligen Innenstoff 24, 26
bedeckt ist.
[0039] Auch wenn eine alternative lösbare Verbindungseinrichtung wie bspw. ein Reißverschluss
oder ein Klettverschluss verwendet wird, kann diese Verbindungseinrichtung derart
angeordnet sein, dass die Naht 16, 18, mit der der Reißverschluss 10 mit dem jeweiligen
umgebugten Randbereich 6, 8 verbunden ist, durch den Innenstoff 24, 26 bedeckt ist.
[0040] In den Fign. 5 bis 7 sind unterschiedliche Ausführungsformen einer lösbaren Verbindungseinrichtung
28, 30 mit einem ersten Verbindungteil 40 und einem zweiten Verbindungsteil 42 dargestellt.
Das erste Verbindungsteil 40 ist über das Reißverschlussband 12, 14 mit dem jeweiligen
Randbereich 6, 8 verbunden. Es ist in den Figuren 5 - 7 nur ein Ausschnitt des jeweiligen
Reißverschlussbandes 12, 14 dargestellt. Das zweite Verbindungsteil 42 ist mit dem
jeweiligen Innenstoff 24, 26, wovon jeweils auch nur ein Ausschnitt in den Fign. 5
- 7 dargestellt ist, verbunden.
[0041] Das erste Verbindungteil 40 weist dabei zumindest einen rippenförmigen Vorsprung
32 auf und das zweite Verbindungsteil 42 weist zumindest eine rillenförmige Vertiefung
34 auf. Der rippenförmige Vorsprung 32 ist an die Form der rillenförmigen Vertiefung
angepasst, so dass der rippenförmige Vorsprung 32 in die rillenförmige Vertiefung
34 einführbar ist und miteinander in Eingriff bringbar ist, so dass der jeweilige
Innenstoff 24, 26 an dem jeweiligen Randbereich 6, 8 befestigt werden kann. Der rippenförmig
Vorsprung 32 und die rillenförmige Vertiefung 34 können aus einem elastischen Material
bestehen, wie bspw. Kunststoff. In den Fign. 5 und 6 ist eine formschlüssige Verbindung
dargestellt. Beim in Eingriff bringen können sich der aus elastischen Material bestehende
rippenförmige Vorsprung 32 bzw. die rillenförmige Vertiefung 34 verformen.
[0042] In Fig. 6 weist das erste Verbindungsteil 40 zwei Vorsprünge 32 auf. Zwischen den
beiden Vorsprüngen ist eine rillenförmige Vertiefung 34 angeordnet.
[0043] Das zweite Verbindungsteil 42 weist eine rillenförmige Vertiefung 34 auf, wobei die
rillenförmige Vertiefung 34 zwischen zwei rippenförmigen Vorsprüngen 32 gebildet ist.
Eine der beiden rippenförmigen Vorsprünge 32 des zweiten Verbindungsteils 42 kann
in die rillenförmige Vertiefung des ersten Verbindungsteils 40 eingeführt werden und
eine der beiden rippenförmigen Vorsprünge 32 kann in die rillenförmige Vertiefung
34 eingebracht werden, so dass die beiden Verbindungsteile miteinander in Eingriff
bringbar sind, so dass der jeweilige Innenstoff 24, 26 an dem jeweiligen Randbereich
6, 8 befestigt werden kann. Alternativ kann auch das erste Verbindungsteil 40 lediglich
eine rillenförmige Vertiefung 34 aufweisen und das zweite Verbindungsteil 42 einen
rippenförmigen Vorsprung 32.
[0044] In Fig. 7 ist eine lösbare Verbindungseinrichtung 28, 30 dargestellt, mit einem ersten
Verbindungsteil 40 und einem zweiten Verbindungsteil 42. Das erste Verbindungteil
weist drei rillenförmige Vertiefungen 34 auf. Das zweite Verbindungsteil 42 weist
drei rippenförmige Vorsprünge 32 auf. Die rippenförmigen Vorsprünge 32 können in die
rillenförmigen Vertiefungen 34 eingeführt werden und miteinander in Eingriff gebracht
werden. Die lösbare Verbindungseinrichtung 28, 30 ist kraftschlüssig. Dies bedeutet,
dass die rippenförmigen Vorsprünge 32 breiter sind als die rillenförmigen Vertiefungen
34, so dass bei eingeführten rippenförmigen Vorsprüngen 32 in die rillenförmigen Vertiefungen
34 ein Kraftschluss entsteht.
[0045] Mit Hilfe dieser Verbindungseinrichtung kann der jeweilige Innenstoff 24, 26 sehr
leicht in dem jeweiligen Randbereich 6, 8 des jeweiligen Gepäckstückteils angebracht
werden. Auch kann der Innenstoff 24, 26 bei Bedarf leicht herausgenommen werden oder
durch einen anderen Innenstoff ausgetauscht werden. Auf diese Weise kann der sonst
übliche "Service"-Reißverschluss in der Mitte des Innenstoffs, um bspw. Rollen des
Gepäckstückteils zu reparieren, vermieden werden.
1. Gepäckstück (1), insbesondere Koffer, mit Gepäckstückteilen (2, 4), die an ihren Randbereichen
(6, 8) über einen Reißverschluss (10) miteinander verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Teil des Randbereiches (6, 8) mindestens eines Gepäckstückteils (2,
4) umgebugt ist und der Reißverschluss (10) an dem umgebugten Randbereich (6, 8) mit
dem Gepäckstückteil (2, 4) verbunden ist.
2. Gepäckstück (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gepäckstückteile (2, 4) aus Kunststoff, insbesondere Polycarbonat, bestehen.
3. Gepäckstück (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der umgebugte Randbereich (6, 8) des Gepäckstückteils (2, 4) um mindestens 160°,
vorzugsweise ca. 180°, umgebugt ist.
4. Gepäckstück (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der umgebugte Randbereich (6, 8) des Gepäckstückteils (2, 4) auf der Innenseite (3,
5) des Gepäckstückteils (2, 4) angeordnet sind.
5. Gepäckstück (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Reißverschluss (10) mit dem umgebugten Randbereich (6, 8) vernäht ist, so dass
die Naht (16, 18) nicht auf der Außenseite (11) des Gepäckstücks (1) sichtbar ist.
6. Gepäckstück (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der umgebugte Randbereich (6, 8) des Gepäckstückteils (2, 4) mit der Innenseite (3,
5) des Gepäckstückteils (2, 4) verbunden ist.
7. Gepäckstück (1)nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der umgebugte Randbereich (6, 8) des Gepäckstückteils (2, 4) mit der Innenseite (3,
5) des Gepäckstückteils (2, 4) stoffschlüssig verbunden ist.
8. Gepäckstück (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Gepäckstückteil (2, 4) mindestens einen Innenstoff (24, 26) aufweist,
wobei der Innenstoff (24, 26) mit dem Randbereich (6, 8) des Gepäcktstückteils (2,
4) über mindestens eine lösbare Verbindungseinrichtung (30, 28) verbunden ist, wobei
die lösbare Verbindungseinrichtung (30, 28) zumindest ein erstes und ein zweites Verbindungsteil
(40, 42) aufweist und das erste Verbindungsteil (40) mit dem Randbereich (6, 8) verbunden
ist und das zweite Verbindungsteil (42) mit dem Innenstoff (24, 26) verbunden ist.
9. Gepäckstück (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verbindungsteil (40) mit einem an dem Randbereich (6, 8) des Gepäckstückteils
(2, 4) angeordneten Reißverschlussband (12, 14) des Reißverschlusses (10) verbunden
ist.
10. Gepäckstück (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite Verbindungsteil (40, 42) derart an dem Reißverschlussband
(12, 14) befestigt ist, dass die Naht (16, 18), mit der der Reißverschluss (10) mit
dem umgebugten Randbereich (6, 8) verbunden ist, durch das Innenstoff (24, 26) bedeckt
ist.
11. Gepäckstück (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das erste Verbindungsteil (40) zumindest einen rippenförmigen Vorsprung (32) und
das zweite Verbindungsteil (42) zumindest eine rillenförmige Vertiefung (34) aufweist
oder
- das das erste Verbindungsteil (40) zumindest eine rillenförmige Vertiefung (34)
und das zweite Verbindungsteil (42) zumindest einen rippenförmigen Vorsprung (32)
aufweist,
- wobei das erste Verbindungsteil (40) mit dem zweiten Verbindungsteil (42) in Eingriff
miteinander bringbar sind, um das Innenstoff (24, 26) mit dem Gepäckstückteil (2,
4) zu verbinden.
12. Verfahren zum Herstellen eines Gepäckstücks (1), insbesondere Koffer, durch
- Herstellen mindestens zweier Gepäckstückteile (2, 4),
- Verbinden der Gepäckstückteile mittels mindestens eines Reißverschlusses (10),
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Verbinden der beiden Gepäckstückteile (2, 4) zumindest ein Teil des Randbereichs
(6, 8) mindestens eines Gepäckstückteils (2, 4) umgebugt wird und der umgebugte Randbereich
(6, 8) des Gepäckstückteils (2, 4) mit dem Reißverschluss (10) verbunden wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Randbereich (6, 8) derart umgebugt wird, dass bei dem hergestellten Gepäckstück
(1) der umgebugten Randbereich (6, 8) von außen nicht sichtbar sind.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Reißverschluss (10) mit den umgebugten Randbereichen (6, 8) verbunden, vorzugsweise
vernäht wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Reißverschluss (10) vor dem Umbugen des Randbereichs (6, 8) mit dem Randbereich
(6, 8) vernäht wird.