[0001] Die Erfindung betrifft eine Vakuumschublade zum Vakuumieren von Lebensmitteln mit
einer verschliessbaren Vakuumkammer, einer Vakuumpumpe und einen innerhalb der Vakuumkammer
angeordneten Schweißbalken zum Verschweißen eines in die Kammer eingelegten Behältnisses.
[0002] Vakuumiergeräte umfassen eine Vakuumkammer, in die ein geeignetes Behältnis, beispielsweise
in Form eines versiegelbaren Beutels, eingelegt wird. Innerhalb der Kammer erstreckt
sich ein Schweißbalken, der in vertikaler Richtung höhenverstellbar ist. Das mit Lebensmitteln
befüllte Behältnis wird in die Vakuumkammer eingelegt, diese im Anschluss über einen
Deckel luftdicht verschlossen wird, um mittels einer Vakuumpumpe ein Kammervakuum
zu erzeugen.
[0003] Da der Schweißbalken zunächst in geöffneter Stellung positioniert ist, kann auch
die Luft aus dem Behältnis abgesaugt werden. Im Anschluss wird der Schweißbalken höhenverstellt
und der Beutel zwischen Schweißbalken und Gegenstelle eingeklemmt. Über die zugeführte
Schweißenergie wird der Beutel versiegelt.
[0004] Aus der nicht vorveröffentlichten Patentschrift
DE 10 2013 014 656 ist es bekannt, ein derartiges Vakuumiergerät in eine Schublade zu integrieren. In
der darin beschriebenen Ausgestaltung muss der Vakuumdeckel manuell betätigt werden.
Zudem besteht die Gefahr, dass der geöffnete Vakuumkammerdeckel mit darüber angeordneten
Geräten des Küchenmöbels kollidieren kann.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung verfolgt das Ziel, die Handhabung einer Vakuumschublade
zu verbessern und die genannte Kollisionsgefahr zu reduzieren.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Vakuumschublade gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vakuumschublade sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche 2 bis 10.
[0007] Entsprechend wird eine Vakuumschublade zum Vakuumieren von Lebensmitteln mit einer
verschliessbaren Vakuumkammer vorgeschlagen. Die Vakuumkammer ist dabei am Schubladenauszug
angeordnet, sodass das Kammervolumen nach dem Ausziehen der Schublade für den Benutzer
zugänglich ist. Zudem weist die Vakuumschublade eine Vakuumpumpe zur Erzeugung eines
Vakuums innerhalb der Vakuumkammer auf und wenigstens einen innerhalb der Vakuumkammer
angeordneten Schweißbalken zum Verschweißen eines in die Kammer eingelegten Behältnisses,
insbesondere in Form eines flexiblen versiegelbaren Beutels.
[0008] Erfindungsgemäß ist nunmehr vorgesehen, dass die Schublade derart ausgeführt ist,
sodass die Vakuumkammer beim Ausziehen der Schublade automatisch geöffnet und/oder
beim Einschieben der Schublade automatisch luftdicht verschlossen wird. Damit entfällt
der zusätzliche Schritt des Öffnens der Vakuumkammer, sodass der Benutzer direkt nach
dem Ausziehen des Schubladenauszuges direkten Zugang zur Vakuumkammer hat und den
Beutel darin platzieren kann.
[0009] Weiterhin wird die Vakuumkammer beim Einfahren der Schublade automatisch luftdicht
verschlossen, sodass Vakuumierfehler aufgrund einer nicht ordnungsgemäß verschlossenen
Vakuumkammer minimiert werden.
[0010] Der Vakuumkammerverschluss kann entweder ein gesonderter Deckelteil sein, der am
Schubladenauszug oder alternativ am Schubladengehäuse angeordnet ist. Alternativ ist
es denkbar, eine geeignete Verschlussfläche des Schubladengehäuses als Vakuumkammerverschluss
zu nutzen. Beim Verschliessen der Vakuumschublade werden der Deckelteil oder die Verschlussfläche
mit dem Öffnungsrand der Vakuumkammer zusammengesetzt, sodass ein luftdichtes Kammervolumen
entsteht, das den zu versiegelnden Beutel beinhaltet.
[0011] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung verbleibt der Vakuumkammerverschluss
teilweise oder vollständig beim Öffnen der Schublade im Schubladengehäuse. Dies ist
insbesondere dann der Fall, wenn als Vakuumkammerverschluss eine Verschlussfläche
des Schubladengehäuses genutzt wird. Denkbar ist es aber auch, ein separates Deckelteil
innerhalb des Schubladengehäuses anzuordnen, insbesondere fest innerhalb des Schubladengehäuses,
besonders bevorzugt an der Innenseite einer oberen Gehäuseabdeckung zu befestigen.
Durch den Verbleib des Vakuumkammerverschlusses innerhalb des Schubladengehäuses wird
die Kollisionsgefahr des Vakuumkammerverschlusses, insbesondere bei geöffneter Deckelstellung
reduziert. Oftmals sind überhalb der Vakuumschublade weitere Geräte in einer Küchenzeile
angeordnet, so dass eine Kollisionsgefahr zwischen dem geöffneten Vakuumkammerdeckel
und diesen Geräten bestehen würden. Zudem können Beschädigungen auftreten, wenn die
Schublade aus Versehen bei geöffneter Deckelstellung in das Schubladengehäuse eingefahren
wird. Diese Nachteile können durch die vorteilhafte Ausgestaltung vermieden werden.
[0012] Denkbar ist es, dass die Vakuumkammer alleindurch die Einfahrbewegung der Schublade
gegen den Vakuumkammerverschluss gefahren wird. Zwischen Vakuumkammerverschluss und
Kammerrand, bevorzugt zwischen Deckeldichtung und Kammerrand, treten während des Einfahrens
starke Reibungskräfte auf. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
ist es deshalb vorgesehen, dass die Vakuumkammer schwimmend am Schubladenauszug gelagert
ist, um dadurch einen weiteren Freiheitsgrad für eine Relativbewegung gegenüber dem
Vakuumkammerverschluss zu schaffen. Neben der Relativbewegung in Einschubrichtung
kann die Kammer in einer zusätzlich Richtung gegenüber dem Vakuumkammerverschluss,
vorzugsweise quer zur Einschubrichtung bewegt werden. Insbesondere ist die Vakuumkammer
senkrecht zur Einschubrichtung, d.h. in Vertikalrichtung, bewegbar, sodass diese in
Richtung der an der oberen Gehäuseabdeckung angeordneten Verschlussfläche bzw. Deckelteils
bewegbar ist. Denkbar ist es, dass die Vakuumkammer randseitig auf geeigneten Anschlagflächen
des Schubladenauszuges lose aufliegt.
[0013] Die Verlagerung der schwimmend gelagerten Vakuumkammer kann durch ein oder mehrere
Hebemittel im Schubladengehäuse erzielt werden, die beim Einfahren des Schubladenauszugs
die Vakuumkammer automatisch anheben, insbesondere in Richtung des Deckelteils beziehungsweise
der Verschlussfläche anheben. Beim Ausfahren der Schublade senkt sich die Vakuumkammer
automatisch.
[0014] Derartige Hebemittel sind bevorzugterweise keilartig ausgeführt. Die Vakuumkammer
wird beim Einfahren der Schublade auf die ein oder mehreren bodenseitig angeordneten
Keile aufgeschoben und dadurch vertikal nach oben in Richtung des Deckelteils bzw.
der Verschlussfläche angehoben.
[0015] Durch die schwimmende Lagerung der Vakuumkammer und das nachfolgende Anheben in Richtung
des Deckelteils bzw. der Verschlussfläche lassen sich die Auftretenden Reibungskräfte
während der Einschubbewegung reduzieren. Gleiches gilt für die Ausschubbewegung der
Schublade.
[0016] Damit das Vakuumierbehältnis beim Schliessen oder Öffnen der Schublade in der gewünschten
Position für die Vakuumierung verbleibt können ein oder mehrere Fixierungsmittel innerhalb
der Vakuumkammer vorgesehen sein.
[0017] Denkbar ist es, dass ein oder mehrere Fixierungsmittel in Form einer Dichtungslippe,
insbesondere in Form einer Gummilippe ausgeführt sind, über die das Behältnis bzw.
der Beutel klemmbar ist und ein Verrutschen der Beutelöffnung während des Ein- und
Ausfahrvorgangs verhindert wird.
[0018] Alternativ oder zusätzlich kann das Behältnis bzw. der Beutel über ein oder mehrere
Magnete an einer entsprechenden Position innerhalb der Vakuumkammer gehalten werden.
Denkbar ist es, dass diese Magnete in den Schweißbalken integriert sind und der Beutel
folglich auf dem Schweißbalken fixierbar ist. Das Behältnis bzw. der Beutel weisen
in diesem Fall geeignete magnetisierbare Materialien auf.
[0019] Denkbar ist auch eine Integration eines Klemmbalkens, der das Behältnis bzw. den
Beutel in der gewünschten Position innerhalb der Vakuumkammer fixiert.
[0020] In einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen
sein, dass die Dichtungsebene des Vakuumverschlusses, insbesondere eine Silikondichtung,
die ein luftdichtes Verschliessen zwischen dem Vakuumverschluss und der Vakuumkammer
ermöglicht, schräg ausgerichtet ist, insbesondere geneigt zur Ein- und Ausfahrrichtung
der Schublade. Auf diese Weise kann die Reibung zwischen Silikondichtung und Vakuumkammer
beim Ein- und Ausfahren ebenfalls reduziert werden und dennoch ein luftdichter Verschluss
bei eingefahrener Schublade erreicht werden.
[0021] Die vorliegende Erfindung ist zudem auf die Verwendung einer Vakuumschublade gemäß
der vorliegenden Erfindung bzw. einer vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden
Erfindung für ein Möbelstück, insbesondere für ein Küchenmöbel gerichtet. Das Möbelstück
beziehungsweise das Küchenmöbel weist offensichtlich dieselben Vorteile und Eigenschaften
wie die erfindungsgemäße Vakuumschublade auf, weshalb an dieser Stelle auf eine widerholende
Beschreibung verzichtet wird.
[0022] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Küchenmöbel mit einer Vakuumschublade gemäß
der vorliegenden Erfindung bzw. einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung. Auch
für diesen Fall weist das Küchenmöbel offensichtlich dieselben Vorteile und Eigenschaften
auf, wie die erfindungsgemäße Vakuumschublade.
[0023] Weitere Vorteile und Eigenschaften der Erfindung sollen im Folgenden anhand der in
den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele für eine Vakuumschublade erläutert
werden. Es zeigen:
- Fig. 1:
- vier isometrische Darstellungen der erfindungsgemäßen Vakuumschublade mit ein- und
ausgefahrener Schublade und geöffneter bzw. geschlossener Gehäuseabdeckung,
- Fig. 2:
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vakuumschublade,
- Fig. 3:
- zwei Schnittdarstellungen der Vakuumschublade mit ausgefahrener sowie geschlossener
Schublade und
- Fig. 4:
- zwei weitere Schnittdarstellungen der erfindungsgemäßen Vakuumschublade gemäß einer
alternativen Ausgestaltung mit ausgefahrener und geschlossener Schublade.
[0024] Die vier Figuren 1a, b, c, d zeigen perspektivische Seitenansichten der erfindungsgemäßen
Vakuumschublade für ein Küchenmöbel. Die dargestellte Schublade hat eine Einbauhöhe
von nur 140 mm und entspricht dem Normmaß von Einbauküchen.
[0025] Die dargestellte Vakuumschublade umfasst einen Schubladenauszug 12, der in einem
Schubladenkorpus 11 über seitliche Führungsschienen 13 längsverschieblich geführt
ist. Die Frontabdeckung des Schubladenauszuges 12 weist einen Griff zum Ein- und Ausfahren
der Schublade 12 in den Korpus 11 auf.
[0026] Die beiden Figur 1a, 1b zeigen die Vakuumschublade mit geschlossenem Schubladenauszug
11, in den Figuren 1c, 1d ist der Schubladenauszug 11 hingegen ausgefahren. Für eine
bessere Einsicht in das Schubladengehäuse 12 zeigen die Figur 1b, 1d das Gehäuse jeweils
mit geöffneter Abdeckung.
[0027] Der Schubladenauszug 11 nimmt über das gesamte Flächenmaß die Vakuumkammer 20 auf.
Im hinteren Teil des Schubladenkorpus 12 sitzt eine Vakuumpumpe 21, die mit der Vakuumkammer
20 strömungstechnisch gekoppelt ist und zur Vakuumerzeugung die Luft aus der Kammer
20 abpumpen kann. Die Vakuumpumpe 21 ist bodenseitig am Schubladenkorpus 11 befestigt
und verbleibt beim Ausziehen des Schubladenauszuges 11 im Korpus 12.
[0028] Für den Vakuumiervorgang kann die Vakuumkammer 20 mit einem Deckel 22 luftdicht verschlossen
werden, so dass über die Vakuumpumpe 21 das notwendige Vakuum innerhalb der geschlossenen
Vakuumkammer 20 erzeugt werden kann. Wie die Vakuumpumpe 21 verbleibt auch das separate
Deckelteil 22 beim Ausziehen des Schubladenauszuges 11 im Gehäuse 12, wie dies insbesondere
der Figur 1d zu entnehmen ist. Der Deckel 22 ist innerhalb des Gehäuses 11 fixiert,
beispielsweise an der Innenseite der oberen Gehäuseabdeckung und/oder an entsprechenden
Profilen der Gehäuseseitenwände.
[0029] Für das Versiegeln eines eingelegten Beutels dient der innerhalb der Vakuumkammer
20 vorgesehene Schweißbalken 30, der sich in Schubladeneinschubrichtung über die gesamte
Kammerbreite erstreckt. Der mit Lebensmitteln befüllte Beutel wird zum Vakuumieren
in die Kammer 20 eingelegt, wobei der Beutel auf dem Schweißbalken abgelegt wird und
die Beutelöffnung über den Schweißbalken 30 zum Kammerrand hin übersteht.
[0030] Damit der Beutel während des Ein- und Ausfahrens der Schublade 12 in das Gehäuse
11 nicht verrutscht und ordnungsgemäß auf dem Schweißbalken 30 verbleibt, ist die
in Figur 2 ersichtliche Gummilippe 26 vorgesehen. Die Gummilippe 26 sitzt an dem Schweißbalken
30 zugewandten Kammerrand und dient dazu, den Beutel über die Gummilippe 26 zu klemmen.
[0031] Beim Einfahren der Schublade 12 wird die Vakuumkammer 20 automatisch im Gehäuse 11
mit Hilfe des Deckelteils 22 luftdicht verschlossen und mit Hilfe der Pumpe 21 ein
Vakuum innerhalb der Vakuumkammer 20 erzeugt. Sobald die Luft vollständig abgepumpt
wurde, wird der Schweißbalken 30 in Richtung des Deckelteils 22 geführt und gegen
eine am Deckelteil 22 vorgesehene Schweißmatte 31 gepresst. Durch Zuführen der benötigten
Schweißenergie, beispielsweise durch im Schweißbalken 30 angesteuerten Heizdraht,
kann der Beutel versiegelt und luftdicht verschlossen werden. Nach dem Absenken des
Schweißbalkens 30 lässt sich die Schublade 11 aus dem Gehäuse herausfahren, wobei
der Deckelteil wieder im Gehäuse verbleibt.
[0032] Im Folgenden soll der Schliessmechanismus zum automatischen luftdichten Verschliessen
der Vakuumkammer beim Einfahren des Schubladenauszuges 12 in das Schubladengehäuse
11 anhand der beiden Schnittdarstellungen 3a, 3b näher erläutert werden. Figur 3a
zeigt die Vakuumschublade mit ausgefahrenem Schubladenauszug 12, der Vakuumbehälter
20 liegt offen zugänglich. Der Vakuumbehälterdeckel 22 liegt an der Innenfläche der
Abdeckung des Schubladengehäuses 11 an. Die Vakuumpumpe 21 verbleibt ebenfalls im
hinteren Bereich des Schubladengehäuses 11.
[0033] Bodenseitig im Schubladengehäuse 11 sind die beiden Keile 14, 15 angeordnet, wobei
die Dimensionierung des hinteren Keils 15 größer gewählt ist, wodurch dessen schiefe
Ebene höher als der Keil 14 in den Schubladegehäuseraum hineinragt.
[0034] Der Boden 27 der Vakuumkammer 20 weist unterhalb des Schweißbalkens 30 einen Absatz
23 auf, um die beiden Vakuumierzylinder 40, 41 unterhalb des Absatzes 23 unterzubringen.
Die Kolbenstangen der Vakuumierzylinder 40, 41 reichen durch den Boden 23 bis zum
Schweißbalken 30 und stehen mit diesem in Wirkverbindung. Über die Kolbenbewegung
der Vakuumierzylinder 40, 41 kann der Schweißbalken 30 vertikal in beiden Richtung
verlagert werden, um diesen bei geschlossener Vakuumkammer 20 gegen die Schweißmatte
31 am Vakuumkammerdeckel 22 zu pressen.
[0035] Am Vakuumkammerboden 27 ist zudem eine Ausformung 25 vorgesehen, die bei eingefahrener
Schublade auf der Höhe des ersten Keils 14 des Schubladengehäuses 11 liegt.
[0036] Die gesamte Vakuumkammer 20 ist schwimmend gelagert, wodurch diese senkrecht zur
Schubladenein- bzw. Ausfahrrichtung in Richtung des Deckelteils 22 beweglich ist.
Konkret liegt die Kammer 20 randseitig auf entsprechenden horizontalen Anschlagflächen
16 des Schubladenauszuges 11 lose auf. Die Anschlagfläche verläuft über den gesamten
Umfang der Kammer 20, was jedoch nicht zwingend erforderlich ist. Alternativ könnte
diese nur teilweise um den Kammerumfang verlaufen bzw. nur einzelne Gleitstücke eingesetzt
werden.
[0037] Figur 3b zeigt die Vakuumschublade mit eingefahrenem Schubladenauszug 12. Der erste
Keil 14 ist derart dimensioniert, so dass der Boden 27 der Vakuumkammer 20 beim Einfahren
über die obere Kante des ersten Keils 14 berührungslos hinweggleitet. Wird die Vakuumschublade
weiter eingeschoben, so stösst der Vakuumkammerboden 27 an der oberen Kante des Keils
15 an und wird durch diesen in Richtung des Vakuumkammerdeckels 22 gedrückt. Zeitgleich
schlägt die Ausformung 25 des Vakuumkammerbodens 27 an der Oberkante des ersten Keils
14 an. Die Vakuumkammer 20 wird gleichmäßig von beiden Keilen 14, 15 vertikal in Richtung
des Vakuumkammerdeckels 22 gedrückt, so dass die Silikondichtung 24 des Deckels 22
am äusseren Vakuumkammerrand anliegt und die Kammer 20 luftdicht verschliesst.
[0038] Im Anschluss wird, wie bereits voranstehend erläutert wurde, ein Vakuum in der Kammer
20 durch die Vakuumpumpe 21 geschaffen. Sobald ein ausreichendes Vakuum innerhalb
der Vakuumkammer 20 vorherrscht, wird der Schweißbalken über die beiden Vakuumierzylinder
40, 41 gegen die Schweißmatte 31 des Deckelteils 22 gepresst. Durch einen im Schweißbalken
30 integrierten Heizdraht wird der Balken 30 auf die benötigte Schweißtemperatur gebracht
und die Beutelöffnung im Bereich des Schweißbalkens 30 versiegelt. Nach Absenken des
Schweißbalkens 30 in Richtung des Bodens 23 und belüften der Vakuumkammer lässt sich
die Schublade 12 öffnen und der vakuumierte Beutel bequem entnehmen. Der Beutel wird
sowohl beim Einschieben als auch beim Ausfahren der Schublade 12 mittels der Gummilippe
26 fixiert.
[0039] Eine leicht abweichende Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vakuumschublade ist den
Figuren 4a, 4b zu entnehmen. Die Ausführung der Figuren 4a, 4b entspricht in weiten
Teilen der Ausgestaltung der Figuren 3a, 3b, was durch die gemeinsamen Bezugszeichen
verdeutlicht ist. Gegenüber der ersten Ausführungsform sind jedoch im Schweißbalken
30 zusätzliche Magnete 32 vorgesehen, die mittels magnetischer Wechselwirkung den
eingelegten Behälter/Beutel während des Öffnens und Schließens der Schublade 12 in
der notwendigen Vakuumierposition halten. In diesem Fall umfasst der Beutel im Bereich
der Beutelöffnung ein magnetisierbares Material. Alternativ könnte der Beutel auch
mit separaten Magneten am Schweißbalken 30 oder einem anderen Bauteil innerhalb der
Vakuumkammer 20 fixiert werden. In diesem Fall muss der Beutel kein magnetisierbares
Material enthalten.
[0040] Anstelle der beiden Vakuumierzylinder 40, 41 könnten alternativ Elektromagnete implementiert
werden, durch deren Magnetkraft eine Bewegung des Schweißbalken 30 zum Verschweißen
eines Beutels erreicht werden könnte. Die Verwendung entsprechender Elektromagnete
ist aus der nicht vorveröffentlichten Patentschrift
DE 10 2013 014 656 bekannt, auf die in diesem Zusammenhang vollumfänglich Bezug genommen wird.
1. Vakuumschublade zum Vakuumieren von Lebensmitteln mit einer verschliessbaren Vakuumkammer,
einer Vakuumpumpe und einem innerhalb der Vakuumkammer angeordneten Schweißbalken
zum Verschweißen eines in die Kammer eingelegten Behältnisses,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schublade derart ausgeführt ist, so dass die Vakuumkammer beim Ausziehen der
Schublade automatisch geöffnet und/oder beim Einschieben der Schublade automatisch
über einen Vakuumkammerverschluss luftdicht verschlossen wird.
2. Vakuumschublade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vakuumkammerverschluss ein im Schubladengehäuse angeordneter Deckelteil ist oder
durch eine Verschlussfläche des Schubladengehäuses gebildet ist.
3. Vakuumschublade nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vakuumkammer schwimmend am Schubladenauszug gelagert ist, um diese im geschlossenen
Schubladenzustand gegen den Vakuumkammerverschluss zum Schliessen der Vakuumkammer
zu bewegen.
4. Vakuumschublade nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Hebemittel im Schubladengehäuse, insbesondere am Gehäuseboden, vorgesehen
sind, die die Vakuumkammer beim Einfahren der Schublade gegen den Vakuumkammerverschluss
bewegen.
5. Vakuumschublade nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die ein oder mehrere Hebemittel in Form eines Keils ausgeführt sind, auf die die
Vakuumkammer bodenseitig beim Einfahren der Schublade aufschiebbar ist.
6. Vakuumschublade nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Fixierungsmittel vorgesehen sind, die das Behältnis beim Ein- und
Ausfahren der Schublade in der notwendigen Position zum Vakuumieren halten.
7. Vakuumschublade nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Fixierungsmittel eine Dichtungslippe ist, über die das Behältnis klemmbar
ist.
8. Vakuumschublade nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Fixierungsmittel ein Magnet ist, durch den das Behältnis in der Vakuumkammer,
insbesondere am Schweißbalken, fixierbar ist.
9. Vakuumschublade nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Fixierungsmittel ein Klemmbalken ist, durch den das Behältnis in der
Vakuumkammer, insbesondere am Schweißbalken, fixierbar ist.
10. Vakuumschublade nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsebene des Vakuumkammerverschlusses schräg ausgerichtet ist, insbesondere
geneigt zur Ein- bzw. Auffahrrichtung der Schublade.
11. Verwendung einer Vakuumschublade gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 für ein Möbel,
insbesondere für ein Küchenmöbel.
12. Küchenmöbel mit einer Vakuumschublade gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10.