Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein die gleichzeitige Halterung einer Mehrzahl
von Behältern zur Aufbewahrung von Substanzen für medizinische, pharmazeutische oder
kosmetische Anwendungen, insbesondere von Fläschchen (Vials), Ampullen (Ampoules),
Karpulen (cartridges), Doppelkammer-Karpulen (dual chamber cartridges), Spritzen (syringes)
oder Doppelkammer-Spritzen (dual chamber cartridges), und betrifft insbesondere die
gleichzeitige Halterung einer Mehrzahl solcher Behälter in einer Haltestruktur, in
einfacher und zuverlässiger Weise sowie dergestalt, dass diese, während diese in einer
hierfür vorgesehenen Haltestruktur gehalten werden, in Abfüll- oder Bearbeitungsanlagen
prozessiert oder weiter verarbeitet werden können, insbesondere in einem Steriltunnel,
einer Abfüllanlage für flüssige medizinische oder pharmazeutische Anwendungen oder
einem Gefriertrockenschrank hierfür. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung einen
Transport-und/oder Verpackungsbehälter mit zumindest einer solchen Haltestruktur sowie
optional mit einer integrierten Sensorik und/oder einem Plagiatschutz.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Als Behälter zur Aufbewahrung und Lagerung von medizinischen, pharmazeutischen oder
kosmetischen Präparaten mit Verabreichung in flüssiger Form, insbesondere in vordosierten
Mengen, werden in großem Umfang Medikamentenbehälter, wie beispielsweise Fläschchen,
Ampullen oder Karpulen, eingesetzt. Diese weisen generell eine zylindrische Form auf,
können aus Kunststoffen oder aus Glas hergestellt werden und sind kostengünstig in
großen Mengen erhältlich. Für eine möglichst wirtschaftliche Befüllung der Behälter
unter sterilen Bedingungen werden in zunehmendem Maße Konzepte eingesetzt, bei denen
die Behälter gleich beim Hersteller der Behälter in Transport- und Verpackungsbehälter
steril verpackt werden, die bei einem Pharmaunternehmen dann unter sterilen Bedingungen,
insbesondere in einem sog. Steriltunnel, ausgepackt und dann weiter verarbeitet werden.
[0003] Zu diesem Zweck sind aus dem Stand der Technik div. Transport- und Verpackungsbehälter
bekannt, in denen gleichzeitig eine Mehrzahl von Medikamentenbehältern in einer vorbestimmten
regelmäßigen Anordnung angeordnet sind. Dies hat Vorteile bei der automatisierten
Weiterverarbeitung der Behälter, da die Behälter an kontrollierten Positionen und
in vorgegebener Anordnung an Bearbeitungsstationen übergeben werden können, beispielsweise
an Prozessautomaten, Roboter oder dergleichen. Zur Übergabe an eine Bearbeitungsstation
braucht einfach nur der Transport- und Verpackungsbehälter geeignet positioniert und
geöffnet zu werden. Die nachgeordnete Bearbeitungsstation weiß dann, in welcher Position
und Anordnung die weiter zu verarbeitenden Behälter angeordnet sind.
[0004] Ein solcher Transport- und Verpackungsbehälter und ein entsprechendes Verpackungskonzept
sind beispielsweise in der
US 8,118,167 B2 offenbart. Die Weiterverarbeitung der Behälter erfolgt jedoch stets in der Weise,
dass die Haltestruktur aus dem Transport- und Verpackungsbehälter entnommen wird und
die Behälter aus der Haltestruktur entnommen und vereinzelt werden und auf einer Fördereinrichtung,
insbesondere einem Förderband, einzeln an die Bearbeitungsstationen übergeben und
dort weiterverarbeitet werden. Dies begrenzt die erzielbare Geschwindigkeit bei der
Weiterverarbeitung. Insbesondere bei der Vereinzelung der Behälter mit Hilfe von Zellenrädern
oder dergleichen kommt es immer wieder dazu, dass einzelne Behälter unkontrolliert
aneinanderstoßen, was zu einem unerwünschten Abrieb und in der Folge zu einer Verunreinigung
des Behälterinnenraums oder der Prozessanlage, sowie zu einer Beeinträchtigung des
äußeren Erscheinungsbildes der Behälter führt, was unerwünscht ist.
[0005] US 8,100,263 B2 offenbart einen steril verpackbaren und transportierbaren Transport- und Verpackungsbehälter,
in welchen eine plattenförmige Haltestruktur eingesetzt werden kann, in der eine Mehrzahl
von Medikamentenbehältern in einer regelmäßigen Anordnung gehalten wird. Die Medikamentenbehälter
können jedoch nicht in dem Transport- oder Verpackungsbehälter oder in der Haltestruktur
weiter verarbeitet werden, sondern müssen zunächst in der herkömmlichen Weise vereinzelt
und an nachgeordnete Bearbeitungsstationen übergeben werden.
[0006] Es existieren keine Verpackungslösungen von Fläschchen (Vials), die in der Haltestruktur
(im Nest) und/oder innerhalb der Verpackung gefriergetrocknet (lyophilisiert) und
versiegelt werden können, ohne dass dieser Prozess maßgeblich beeinflusst wird. Die
Halterungsvarianten aus der
WO 2010/086128 A1 halten die Fläschchen im Nest am Boden.
[0007] Da das als Haltestruktur wirkende Nest hier isolierend zwischen Gefriertrocknerbodenplatte
und Fläschchen fungiert, ist der Wärmeübergang erschwert bzw. kaum wirtschaftlich.
[0008] WO 2009/015862 A1 offenbart eine Lösung mit einem Nest als Haltestruktur, die auf einer festen Verbindung
mit den Fläschchen über einen Reibschluss basiert ("...flaps fit against neck... ").
Aufgrund der Tatsache, dass Kunststoffnester niemals spannungsfrei hergestellt werden
können sowie die Fläschchen üblicherweise unterschiedliche Längen aufweisen, folgt,
dass einzelne Fläschchen im Gefriertrockner während des Prozesses den Bodenkontakt
verlieren. Der Gefriertrocknungsprozess kann deshalb instabil und schwer kontrollierbar
sein.
[0009] Ferner können bei dieser Lösung die Fläschchen bei der "In-Process-Control" nicht
wieder von oben in das Nest eingeführt werden. Viele Pharmahersteller verlangen jedoch
eine strikte Vermeidung jeglichen Eindringens von Partikeln von oberhalb in die Befüllöffnungen
der Fläschchen. Somit ist eine Rückführung der während der Prozessierung vermessenen
oder geprüften Fläschchen von oben in das Nest zurück erwünscht.
[0010] Der Gefriertrocknungsprozess ist einer der teuersten Prozesse bei der Herstellung
von Pharmazeutika. Da die Kosten im Wesentlichen von der während der Prozessierung
und Gefriertrocknung erzielbaren Packungsdichte abhängen, ist diese zu optimieren.
[0011] Weiterhin sind die bestehenden Verpackungen nicht flexibel genug um unterschiedliche
Vial-Größen zu transportieren. Die meisten Nestlösungen benutzen den Außendurchmesser
des Fläschchens als Hilfskontur zur Fixierung. Dieser ist jedoch üblicherweise wenig
standardisiert und unterliegt im Übrigen häufig vergleichsweise hohen Toleranzen.
[0012] In den Haltestrukturen nach der
WO 2011/135085 A1 und
WO 2009/015862 A1 können die Fläschchen in der Haltestruktur nicht spannungsfrei gehalten werden, was
insbesondere bei der Prozessierung, beispielsweise in einem Gefriertrockenschrank,
zu einer unerwünschten Aufwölbung der Haltestruktur führen kann.
[0013] Jedenfalls ist ein unmittelbarer Kontakt mit den Böden der Medikamentenbehälter,
insbesondere mit den Böden von Fläschchen (vials), bei den herkömmlichen Haltestrukturen
nicht möglich. Dies erschwert jedoch die Weiterverarbeitung der Medikamentenbehälter
insbesondere dann, wenn deren Inhalt einer Gefriertrocknung (auch als Lyophilisation
oder Sublimationstrocknung bezeichnet) unterzogen werden soll. Ferner ist eine Weiterverarbeitung
der Medikamentenbehälter unmittelbar in den Haltestrukturen nicht möglich, da diese
dort entweder starr gehalten werden oder für die Weiterverarbeitung nicht in ausreichendem
Maß zugänglich sind, weshalb die Medikamentenbehälter für eine Weiteverarbeitung herkömmlich
stets aus den Haltestrukturen entnommen werden müssen, was zeitaufwendig und teuer
ist.
[0014] US 2012/114457 A1 offenbart in den Figuren 15 bis 18 eine Haltestruktur gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Diese umfasst eine Mehrzahl von Halteteilen, in denen jeweils eine Mehrzahl von
Öffnungen in einer vorbestimmten Anordnung ausgebildet sind. Die Halteteile können
parallel zueinander verschoben werden und miteinander verrastet werden. Nach Einführen
der Behälter in die Öffnungen kann durch Verschieben der Halteteile parallel zueinander
eine Klemmung der Behälter erzielt werden. Die Halteteile sind allerdings plattenförmig
und vergleichsweise groß ausgebildet, sodass nur ganze Chargen von Behältern manipuliert
werden können.
Zusammenfassung der Erfindung
[0015] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Haltestruktur zum gleichzeitigen
Halten von Behältern, die zur Aufbewahrung von Substanzen für medizinische, pharmazeutische
oder kosmetische Anwendungen dienen, bereitzustellen, womit eine einzelne Reihe von
Behältern auf einmal manipuliert werden kann, sodass diese Behälter insbesondere noch
rascher und wirtschaftlicher, besser automatisierbar und zuverlässiger gehandhabt,
transportiert und prozessiert werden können. Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der
vorliegenden Erfindung soll ein Transport- oder Verpackungsbehälter mit einer solchen
Haltestruktur bereitgestellt werden.
[0016] Diese Aufgabe wird durch eine Haltestruktur nach Anspruch 1 sowie durch einen Transport-oder
Verpackungsbehälter nach Anspruch 11 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen
sind Gegenstand der rückbezogenen Unteransprüche.
[0017] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Haltestruktur zum gleichzeitigen Halten
einer Mehrzahl von Behältern, insbesondere von Fläschchen (Englisch: vials), für Substanzen
für medizinische, pharmazeutische oder kosmetische Anwendungen bereitgestellt, mit
einem flächigen, rechteckförmigen Träger, der eine Mehrzahl von Öffnungen oder Aufnahmen
aufweist. Erfindungsgemäß weist die Haltestruktur, eine Mehrzahl von Halteteilen auf,
die mit dem Träger lösbar verbunden sind, jeweils leistenförmig ausgebildet sind und
sich in Richtung einer Längsseite des Trägers erstrecken wobei die Halteteile ausgelegt
sind, um eine Mehrzahl von Behältern an dem Träger durch einen Formschluss zu halten.
Der Formschluss ist durch Koppeln des jeweiligen Halteteils mit dem Träger so ausgebildet
oder ausgelegt, dass sich die an dem Träger gehaltenen Behälter in die Öffnungen oder
Aufnahmen des Trägers hinein erstrecken.
[0018] Die Behälter können entlang den Längsseiten dieser Halteteile formschlüssig gehalten
werden, wobei die regelmäßige geometrische Anordnung der Behälter in einfacher Weise
vorgegeben werden kann. Bevorzugt sind die Behälter insbesondere in die Halteteile
eingehängt.
[0019] Weil die Behälter sich in die Öffnungen des Trägers hinein oder insbesondere durch
diese Öffnungen hindurch erstrecken, sind die Böden der Behälter auch dann, wenn diese
an dem Träger gehalten werden, von der Unterseite der Haltestruktur her frei zugänglich.
Dies bietet erhebliche Vorteile bei der Bearbeitung oder Weiterverarbeitung der Behälter,
da diese zur Bearbeitung oder Verarbeitung nicht aus der Haltestruktur entnommen und
vereinzelt zu werden brauchen, sondern, während diese an der Haltestruktur gehalten
werden, bearbeitet oder verarbeitet werden können. Beispielsweise können die Behälter
auf eine externe Auflagefläche aufgesetzt werden oder in einen vollflächigen und unmittelbaren
Kontakt mit einer Kühlfläche gebracht werden, beispielsweise mit einem Kühlfinger
eines Gefriertrockners.
[0020] Das jeweilige Halteteil ist bevorzugt so ausgelegt, dass Toleranzen der Behälter,
insbesondere bezüglich des Außenradius bzw. der Außenkontur der Behälter sowie deren
Länge, in einfacher Weise ausgeglichen werden können. So können Toleranzen bezüglich
des Außenradius bzw. der Außenkontur der Behälter beispielsweise einfach durch ein
gewisses radiales Spiel, mit welchem die Behälter von dem Halteteil gehalten werden,
oder durch eine gewisse Elastizität oder Verformbarkeit der Halteaufnahmen des Halteteils
ausgeglichen werden. Toleranzen oder Längenunterschiede zwischen einzelnen Behältern
in axialer Richtung können einfach dadurch ausgeglichen werden, dass das jeweilige
Halteteil den Behälter mit einem axialen Spiel mit einem Formschluss in nur einer
Richtung gesichert hält.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Formschluss so ausgebildet, dass die
Behälter im Bereich eines verengten Halsabschnitts und unterhalb eines sich dem verengten
Halsabschnitt anschließenden verbreiterten oberen Rands axial gesichert an dem jeweiligen
Halteteil gehalten sind. Auf diese Weise kann ein Formschluss in nur einer Richtung
in einfacher Weise realisiert werden.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist Formschluss so ausgebildet, dass die Behälter
jeweils mit der Unterseite des verbreiterten oberen Rands lose auf dem jeweiligen
Halteteil oder auf Haltemitteln aufliegen, die an dem jeweiligen Halteteil ausgebildet
sind. Auf diese Weise kann die vorgenannte Halterung der Behälter auch mit radialem
Spiel in einfacher Weise realisiert werden.
[0023] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind an den Halteteilen jeweils ringförmige
Halteelemente ausgebildet, die jeweils ausgelegt sind, um den Außenumfang der Behälter
formschlüssig zu umgreifen. Dabei sind die ringförmigen Halteelemente bevorzugt unter
gleichmäßigen Abständen zueinander und entlang dem jeweiligen Halteteil verteilt angeordnet
und ist die Öffnungsweite der ringförmigen Aufnahmen jeweils größer als der Außendurchmesser
eines verengten Halsabschnitts der Behälter, jedoch kleiner als der Außendurchmesser
eines oberen Rands des Behälters, welcher sich dem verengten Halsabschnitt anschließt.
Auf diese Weise können die Behälter mit der Unterseite des oberen Rands der Behälter
lose auf den Oberseiten der ringförmigen Aufnahmen aufliegen und werden dabei sowohl
mit radialem als auch axialen Spiel an den Halteteilen gehalten.
[0024] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Behälter von jeweiligen Paaren von
benachbarten Halteteilen an dem Träger in Reihen oder Spalten gehalten. Die Halteteile
können jeweils leistenförmig ausgebildet sein, mit gerade ausgebildeten Längsseiten,
auf denen die Behälter mit der Unterseite des verbreiterten oberen Rands aufliegen.
Alternativ kann entlang zumindest einer Längsseite der Halteteile jeweils eine Mehrzahl
von halbkreisförmigen Aussparungen ausgebildet sein, die im Zusammenwirken mit den
halbkreisförmigen Aussparungen eines unmittelbar benachbart angeordneten leistenförmigen
Halteteils eine Mehrzahl von ringförmigen Aufnahmen ausbilden, in denen die Behälter,
wie vorstehend ausgeführt, gehalten sind. Dabei können die halbkreisförmigen Aussparungen
insbesondere entlang einander gegenüberliegender Längsseiten der Halteteile jeweils
versetzt zueinander angeordnet sein, was eine noch höhere Packungsdichte ermöglichen
kann. Somit wird eine reihenweise Prozessierung von Behältern ganz erheblich erleichtert,
bei der eine Reihe von Behältern mittels einer Reihe von Greifern oder dergleichen
in die Aussparungen einer Leiste eingeführt werden, anschließend eine weitere Leiste
so zugeführt wird, dass deren Aussparungen die Behälter ebenfalls umgreifen, anschließend
die beiden Leisten soweit zusammengeführt werden, dass eine Behälterreihe zuverlässig
von den beiden Leisten gehalten wird, und schließlich die beiden Leisten gemeinsam
in den Träger eingeclipst werden. Die Aussparungen können dabei auch wie eine Halb-Ellipse
ausgebildet sein, sodass Behälter mit unterschiedlichen Außenabmessungen mit derselben
Haltestruktur prozessiert werden können.
[0025] Gemäß einer weiteren Ausführungsform halten jeweilige Paare von benachbarten Halteteilen
die Mehrzahl von Behältern an dem Träger in Reihen oder Spalten. Dabei weisen die
Halteteile jeweils zwei Flügel auf, die derart elastisch gegeneinander verspannt sind,
dass in einer ersten Stellung der Halteteile, in welcher die Flügel, bevorzugt gegen
eine elastische Rückstellkraft, aufeinander zu bewegt sind, die Halteteile in Zwischenräume
zwischen oberen Enden von Reihen oder Spalten von Behältern eingeführt werden können,
und dass die oberen Enden der Flügel in einer zweiten Stellung der Halteteile, in
welcher die Flügel, bevorzugt aufgrund der elastischen Rückstellkraft, auseinander
geklappt sind, die Behälter an dem Träger in Reihen oder Spalten halten, wie vorstehend
ausgeführt.
[0026] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das jeweilige Halteteil durch Klemmung an
dem Träger gehalten. Die Halteteile können so einfach von der Haltestruktur abgenommen
und wieder an dieser zuverlässig und an vorbestimmten Positionen befestigt werden.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das jeweilige Halteteil mittels einer Clipsverbindung
mit dem Träger verbunden. Die Halteteile können so einfach von der Haltestruktur abgenommen
und wieder an dieser zuverlässig und an vorbestimmten Positionen befestigt werden,
wobei diese Positionen durch die für die Clipsverbindung verwendeten Strukturen präzise
vorgegeben werden können. Zu diesem Zweck kann an dem Träger oder dem jeweiligen Halteteil
mindestens ein erstes Rastelement angeordnet sein, und kann an dem jeweiligen Halteteil
oder dem Träger mindestens ein zweites Rastelement angeordnet sein, wobei das erste
und das zweite Rastelement zur Verbindung des Trägers mit dem jeweiligen Halteteil
verrastet werden können.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind in dem zumindest einen Halteteil eine Mehrzahl
von Öffnungen ausgebildet und ist das jeweilige Halteteil relativ zu dem Träger parallel
verschiebbar an dem Träger gelagert, wobei in einer ersten Stellung des Halteteils
relativ zu dem Träger die Öffnungen des Halteteils mit den Öffnungen oder Aufnahmen
des Trägers fluchten, sodass die oberen Enden der Behälter jeweils in die Öffnungen
des Halteteils einführbar sind, und wobei das Halteteil durch paralleles Verschieben
relativ zu dem Träger in eine zweite Stellung verschiebbar ist oder verstellt werden
kann, in welcher der Formschluss durch Zusammenwirken der Öffnungen in dem Halteteil
mit den Öffnungen oder Aufnahmen in dem Träger bewirkt ist, um die Behälter an dem
Träger zu halten.
[0029] Weil die Halteteile, wie vorstehend ausgeführt, in den Träger auch eingeclipst sein
können, können diese axial gesichert an dem Träger und somit sehr zuverlässig an diesem
gehalten werden, was die Gefahr eines unkontrollierten Verrutschens oder Herausfallens
der Behälter aus dem Träger erheblich verringert. Dies gilt insbesondere, wenn auch
die Halteteile selbst so ausgelegt sind, dass die Behälter in den Halteaufnahmen der
Halteteile axial gesichert gehalten sind. Dies lässt sich in einfacher Weise durch
geeignete Auslegung des Formschlusses in den Halteaufnahmen realisieren.
[0030] Bevorzugt sind die Halteteile auf der Oberseite des Trägers in diesen eingeclipst,
sodass die Oberseiten der Behälter, insbesondere deren dort vorgesehene Befüllöffnungen
für eine Weiterverarbeitung der Behälter sehr gut zugänglich sind, beispielsweise
für eine Befüllung oder ein Verschließen der Behälter. In diesen Anordnungen wirken
die Ränder der Öffnungen gleichzeitig als Kollisionsschutz, um eine Kollision von
unmittelbar benachbarten Behältern zu verhindern. Gemäß einer weiteren Ausführungsform
können die Halteteile jedoch auch auf der Unterseite des Trägers in diesen eingeclipst
sein, sodass die oberen Enden der Behälter bis zur Oberseite des Trägers aus dessen
Öffnungen vorstehen.
[0031] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Halteteile jeweils als ringförmige
Halteteile ausgebildet, um den Außenumfang der Behälter formschlüssig zu umgreifen,
wobei die Halteelemente jeweils unmittelbar oder mit Hilfe eines jeweiligen Clips
in die Öffnungen des Trägers eingeclipst sind. So kann ein Toleranzausgleich sowie
eine flexible Halterung von Fläschchen mit unterschiedlichen Außenkonturen und Abmessungen
noch einfacher bewerkstelligt werden. Das ringförmige Halteteil umgreift den Außenumfang
des Behälters zumindest abschnittsweise und besonders bevorzugt im Wesentlichen vollständig,
abgesehen von einer etwa vorgesehenen Einfuhröffnung zum Einführen und Herausnehmen
des Behälters in das bzw. aus dem ringförmigen Halteteil.
[0032] Besonders flexibel und einfach erfolgt der Eingriff des Halteteils im Bereich eines
verengten Halsabschnitts des Behälters, der von dem Halteteil zumindest abschnittsweise
umgriffen wird.
[0033] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weisen die Halteteile jeweils eine
Mehrzahl von Aufnahmen auf, die unter gleichmäßigen Abständen zueinander und entlang
dem jeweiligen Halteteil verteilt angeordnet sind, um so eine regelmäßige Anordnung
der Behälter vorzugeben, die eine automatisierte Be- oder Verarbeitung der Behälter
erleichtert. Dabei sind die Halteteile jeweils in den Träger eingeclipst. Die Halteteile
sind also einfach lösbar mit dem Träger verbunden, jedoch im eingeclipsten Zustand
zuverlässig an diesem gehalten.
[0034] Ganz besonders bevorzugt wird der Behälter jeweils mit radialem Spiel in den Aufnahmen
des Halteteils aufgenommen, deren Innendurchmesser größer ist als der Außendurchmesser
des verengten Halsabschnitts jedoch kleiner als der Außendurchmesser eines oberen
Rands des Behälters, welcher sich dem verengten Halsabschnitt anschließt. Insbesondere,
wenn der untere Rand des oberen Rands (insbesondere Rollrand) des Behälters abgeschrägt
ausgebildet ist, kommt es zu einem Selbstzentrierungs-Effekt, sodass der Behälter
automatisch zentriert in der zentralen Öffnung des Halteteils aufgenommen ist.
[0035] Die Handhabung der Halteteile kann erleichtert werden, wenn diese im Bereich der
an den Rändern vorgesehenen Halteclips einen abgeschrägten Rand aufweisen, der die
Ausbildung eines keilförmigen Freiraums ermöglicht, in welchen ein Greif- oder Handhabungswerkzeug
eingeführt werden kann, um das Halteteil zu greifen bzw. zu handhaben und die Clipsverbindung
mit dem Träger wieder zu lösen.
[0036] Gemäß weiteren Ausführungsformen können die Innenränder der kreisförmigen Halteaufnahmen
des jeweiligen Halteteils abgeschrägt sein, was für eine weitere Selbstzentrierung
der Behälter sorgt, wenn diese auf dem Rand der zugeordneten Öffnung aufliegen. Dies
insbesondere, wenn die Reibung zwischen dem ringförmigen Halteelement und dem Behälter
aufgrund einer geeigneten Reibpaarung dieser Elemente vorteilhaft gering ist, sodass
das Eigengewicht des Behälters oder eine leichte Rüttelbewegung genügt, um diese Selbstzentrierung
des Behälters automatisch zu bewirken.
[0037] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist in dem Halteteil zumindest eine Sollbruchstelle
oder zumindest ein Schwächungsbereich vorgesehen, um das Halteteil auseinander zu
brechen. So können aus dem Halteteil in einfacher Weise kleinere Untereinheiten durch
Abbrechen abgelöst werden, die einen oder relativ wenige Behälter halten und somit
einfacher prozessiert oder in spezielle Transport- und Verpackungsbehälter eingesteckt
werden können.
[0038] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Halteteile Identifikations- oder
Nachverfolgungsmittel zum Identifizieren oder Nachverfolgen der Haltestruktur mit
den von dieser gehaltenen Behältern und/oder einen Sensor auf, um Parameter der Haltestruktur,
beispielsweise Umgebungsparameter, wie beispielsweise Temperatur, Lichtverhältnisse
oder Feuchtigkeit, zeitabhängig zu überwachen oder zeitabhängig zu überwachen und
aufzuzeichnen. Dabei ist das Identifikations- oder Nachverfolgungsmittel und/oder
der Sensor bevorzugt in die aus einem Kunststoff ausgebildeten Haltemittel eingelassen,
beispielsweise in die ringförmig ausgebildeten Halteaufnahmen.
[0039] Ein weiterer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung betrifft einen Transport- oder
Verpackungsbehälter für eine Mehrzahl von Behältern für Substanzen für medizinische,
pharmazeutische oder kosmetische Anwendungen, die einen kastenförmigen Behälter aufweist,
in welchem zumindest eine Haltestruktur, wie vorstehend ausgeführt, zum gleichzeitigen
Halten der Mehrzahl von Behältern in dem Transport- oder Verpackungsbehälter aufgenommen
ist.
Figurenübersicht
[0040] Nachfolgend wird die Erfindung in beispielhafter Weise und unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen beschrieben werden, woraus sich weitere Merkmale, Vorteile
und zu lösende Aufgaben ergeben werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- in einer schematischen Schnittansicht ein Fläschchen (Vial), das von einer Haltestruktur
gemäß der vorliegenden Erfindung gehalten werden soll;
- Fig. 2a
- in einer perspektivischen Draufsicht eine leistenförmige Halteplatte, die eine Hälfte
eines Halteteils gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ausbildet;
- Fig. 2b
- in einer perspektivischen Draufsicht eine Haltestruktur (Halteplatte), die aus zwei
leistenförmigen Halteplatten gemäß der Fig. 2a ausgebildet ist, mit einer Mehrzahl
von darin gehaltenen Fläschchen (Behältern);
- Fig. 2c
- eine Haltestruktur gemäß der vorliegenden Erfindung mit zwei leistenförmigen Halteplatten
gemäß der Fig. 2a, die in einen Träger eingeclipst sind, um gleichzeitig mehrere Fläschchen
zu halten;
- Fig. 2d
- eine Schnittansicht der Haltestruktur gemäß der Fig. 2c;
- Fig. 2e
- in einer vergrößerten Teilansicht einen Halteclip der Haltestruktur gemäß der Fig.
2d;
- Fig. 2f
- eine Draufsicht auf die Haltestruktur (Träger) gemäß der Fig. 2c;
- Fig. 3a und 3b
- in einer perspektivischen Ansicht und in einer Draufsicht eine Haltestruktur gemäß
einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 3c
- eine Schnittansicht entlang von C-C am Rand der Haltestruktur gemäß der Fig. 3b;
- Fig. 4a und 4b
- in einer Seitenansicht und in einer schematischen Perspektivansicht eine Haltestruktur
gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in einem Zustand,
bevor die Behälter an der Haltestruktur gehalten werden;
- Fig. 4c und 4d
- in einer Seitenansicht und in einer schematischen Perspektivansicht die Haltestruktur
gemäß den Figuren 4a und 4b in einem Zustand, in dem die Behälter an der Haltestruktur
gehalten werden;
- Fig. 5a bis 5c
- in einer Draufsicht, einer Schnittansicht und einem stark vergrößerten Teilschnitt
eine Haltestruktur gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
in einem Zustand, bevor die Behälter an der Haltestruktur gehalten werden;
- Fig. 5d bis 5f
- in einer Draufsicht, einer Schnittansicht und einem stark vergrößerten Teilschnitt
eine Haltestruktur gemäß der Ausführungsform nach den Figuren 5a bis 5c in einem Zustand,
in dem die Behälter an der Haltestruktur gehalten werden;
- Fig. 6a
- in einer schematischen Schnittansicht die Halterung eines Fläschchens in einer Variante
der Haltestruktur gemäß der Fig. 2c;
- Fig. 6b
- in einer schematischen Schnittansicht die Halterung eines Fläschchens in einer weiteren
Variante der Haltestruktur gemäß der Fig. 2c;
- Fig. 6c
- in einer perspektivischen Draufsicht und in einem stark vergrößerten Teilschnitt einen
Transport- und Verpackungsbehälter mit einer beispielhaften Haltestruktur sowie mit
Identifikations- und Nachverfolgungsmitteln oder mit Vorkehrungen für einen Plagiatschutz;
- Fig. 7a bis 7c
- Draufsichten auf Halteteile gemäß weiteren Ausführungsformen gemäß der vorliegenden
Erfindung; und
- Fig. 7d bis 7f
- drei Beispiele für ringförmige Halteaufnahmen bei solchen Halteteilen.
[0041] In den Figuren bezeichnen identische Bezugszeichen identische oder im Wesentlichen
gleichwirkende Elemente oder Elementgruppen.
Ausführliche Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen
[0042] Eine Haltestruktur sowie ein Transport- und Verpackungsbehälter, der eine solche
Haltestruktur aufnimmt, dient gemäß der vorliegenden Erfindung, wie nachfolgend beschrieben,
der gleichzeitigen Halterung einer Mehrzahl von Behältern zur Aufbewahrung von Substanzen
für medizinische, pharmazeutische oder kosmetische Anwendungen, und zwar bevorzugt
in einer regelmäßigen Anordnung, insbesondere in einer Matrixanordnung unter regelmäßigen
Abständen der Behälter zueinander und entlang von zwei unterschiedlichen Raumrichtungen,
bevorzugt entlang von zwei zueinander orthogonalen Raumrichtungen oder in regelmäßigen
Reihen, die relativ zueinander versetzt angeordnet sind.
[0043] Ein Beispiel für derartige Medikamentenbehälter in Gestalt von Fläschchen (vials)
ist in der Fig. 1 schematisch in einem Längsschnitt dargestellt. Diese weisen eine
zylindrische Grundform auf, mit einer zylinderförmigen Seitenwand 4 mit - im Rahmen
der Toleranzen - konstantem Innen- und Außendurchmesser, die von einem flach ausgebildeten
Flaschenboden 3 senkrecht abragt und nahe dem oberen offenen Ende des Fläschchens
in einen verengten Halsabschnitt 5 von vergleichsweise geringer axialer Länge und
anschließend in einen verbreiterten oberen Rand 6 (auch als Rollrand bezeichnet) übergeht,
der einen größeren Außendurchmesser aufweist als der zugeordnete Halsabschnitt 5 und
zur Verbindung mit einem Verschlusselement ausgelegt ist. Wie man der Fig. 1 entnehmen
kann, kann die Unterseite des Rollrands 6 abgeschrägt ausgebildet sein und sich unter
einem spitzen Winkel abwärts und hin zu dem verengten Halsabschnitt 5 erstrecken.
Alternativ kann die Unterseite des Rollrands 6 auch eben ausgebildet sein und sich
unter einem rechten Winkel zum verengten Halsabschnitt 5 erstrecken.
[0044] Der Halsabschnitt 5 kann glattwandig ohne Außengewinde ausgebildet sein oder kann
mit einem Außengewinde zum Aufschrauben eines Verschlusselements versehen sein. Beispielsweise
kann in die Innenbohrung des Halsabschnitts 5 und des oberen Rands 6 ein Stopfen (nicht
dargestellt) eingeführt werden, dessen oberes Ende mit dem oberen Rand 6 des Fläschchens
gasdicht und geschützt gegen das Eindringen von Verunreinigungen in das Fläschchen
mit dem oberen Rand 6 verbunden ist, beispielsweise durch Crimpen oder Bördeln einer
nicht dargestellten Metallschutzfolie. Derartige Fläschchen sind radial symmetrisch
und aus einem durchsichtigen oder eingefärbten Glas oder auch durch Blasformen oder
Kunststoff-Spritzgusstechniken aus einem geeigneten Kunststoffmaterial ausgebildet,
und können grundsätzlich innenbeschichtet sein, so dass das Material des Fläschchens
möglichst wenig Verunreinigungen an die aufzunehmende Substanz abgibt.
[0045] Ein weiteres Beispiel für Behälter im Sinne der vorliegenden Anmeldung sind Ampullen,
Karpulen oder Spritzen- oder Injektionsbehältnisse. Weitere Beispiele für Behälter
sind auch Doppel-Kammer-Karpulen und/oder Doppel-Kammer-Spritzen und/oder oder Flaschen-Karpulen
(vartridges).
[0046] Im Sinne der vorliegenden Erfindung dienen derartige Behälter (container) zur Aufbewahrung
von Substanzen oder Wirkstoffen für kosmetische, medizinische oder pharmazeutische
Anwendungen, die in einer oder auch mehreren Komponenten in fester oder flüssiger
Form in dem Behälter aufbewahrt werden sollen. Gerade bei Glasbehältern können Aufbewahrungsdauern
viele Jahre betragen, was insbesondere von der hydrolytischen Resistenz der verwendeten
Glassorte abhängt. Während nachfolgend Behälter offenbart werden, die zylindrisch
sind, sei daraufhingewiesen, dass die Behälter im Sinne der vorliegenden Erfindung
auch ein anderes Profil haben können, beispielsweise ein quadratisches, rechteckförmiges
oder vieleckiges Profil.
[0047] Unweigerlich weisen solche Behälter herstellungsbedingt Toleranzen auf, die gerade
bei Glasbehältern einen oder mehrere Zehntel Millimeter betragen können. Um solche
Fertigungstoleranzen kompensieren zu können und gleichzeitig zu gewährleisten, dass
sämtliche Flaschenböden 3 in einer Ebene angeordnet werden können, werden die Behälter
erfindungsgemäß an einer Haltestruktur fixiert, wie nachfolgend ausgeführt. Die Halterung
der Behälter wird dabei im Übergangsbereich des verengten Halsabschnitts 5 zum verbreiterten
oberen Rand 6 oder im Bereich des verengten Halsabschnitts 5 realisiert. Wie nachfolgend
ausgeführt, wird im Bereich des verengten Halsabschnitts 5 ein Halteelement angeordnet,
das mit dem verengten Halsabschnitt 5 in einem formschlüssigen Eingriff steht oder
diesen ganz besonders bevorzugt mit einem gewissen radialen Spiel zum Ausgleich von
Toleranzen und unterschiedlichen Außendurchmessern von unterschiedlichen Behältertypen
aufnimmt. Dieses Halteelement kann Teil eines Halteteils sein oder wird von diesem
ausgebildet, das gemäß Ausführungsformen nach der Erfindung, wie nachfolgend beschrieben,
in einen Träger eingeclipst ist, um eine Haltestruktur zum gleichzeitigen Halten einer
Mehrzahl von Behältern in Öffnungen oder Aufnahmen auszubilden.
[0048] Fig. 2a zeigt in einer perspektivischen Draufsicht eine leistenförmigen Halteplatte
10, an deren linker und rechter Längsseite, jeweils in regelmäßigen Abständen zueinander
eine Mehrzahl von halbkreisförmigen Ausnehmungen 11a, 11b ausgebildet sind, die jeweils
etwa um einen halben Durchmesser der Ausnehmungen zueinander versetzt sind. An den
Enden der Halteplatten 10 sind Halteclips 20 ausgebildet. Die Halteplatten 10 sind
spiegelsymmetrisch ausgebildet, können also umgedreht in gleicher Weise in einen Träger
eingeclipst werden. Gemeinsam bilden zwei solche Halteplatten 10, die sich entlang
der Berührungslinie 14 berühren, ein Halteteil, wie in der Fig. 2b abgebildet, in
dem eine Mehrzahl von kreisförmigen Öffnungen 13 zum Halten der Fläschchen (Vial)
2 ausgebildet sind. Die Fläschchen 2 sind in den kreisförmigen Halteaufnahmen 13 im
Bereich ihres verengten Halsabschnitts unterhalb des verbreiterten oberen Rands 6
formschlüssig gehalten, können dabei grundsätzlich auch reibschlüssig gehalten werden,
insbesondere geklemmt gehalten werden. Der obere Rand 6 der Behälter 2 kann auch lose
auf den Halteplatten aufliegen. Wenngleich in der Fig. 2b nicht abgebildet, können
die beiden Halteplatten 10 unmittelbar miteinander verbunden sein, beispielsweise
miteinander lösbar verrastet sein, um eine Untereinheit auszubilden, in der die Fläschchen
zuverlässig gehalten sind.
[0049] Fig. 2c zeigt eine Haltestruktur gemäß der vorliegenden Erfindung mit zwei leistenförmigen
Halteplatten 10 gemäß der Fig. 2a, die in einen flächigen, rechteckförmigen Träger
30 eingeclipst sind, in dem in einer regelmäßigen Anordnung Öffnungen 31 ausgebildet
sind, deren Öffnungsweite größer ist als eine maximale Außenabmessung der Fläschchen
2. Die Halteplatten 10 sind auf der Oberseite des Trägers 30 in diesen so eingeclipst,
dass die Ausnehmungen 11a, 11b mit den Öffnungen 31 in dem Träger 30 fluchten und
die Fläschchen 2 die Öffnungen 31 in dem Träger 30 nach unten durchragen, sodass die
Böden der Fläschchen 2 von der Unterseite des Trägers 30 vollständig und her frei
zugänglich sind.
[0050] Einzelheiten der Clipsverbindung sind in dem Längsschnitt gemäß der Fig. 2d und in
dem stark vergrößerten Teilschnitt gemäß der Fig. 2e dargestellt. Gemäß der Fig. 2e
weist der Clips 20 eine Basis 21 auf, von der ein Rast- oder Klemmhaken 22 abragt,
welcher gemeinsam mit der Basis 21 eine Aufnahme 23 ausbildet, in der der Rand des
Trägers 30 geklemmt ist. Dabei umgreift der Rast- oder Klemmhaken 22 den Rand des
Trägers 30. Der Halteclips 20, der Träger 30 und die Halteplatten 10 sind aus geeigneten
Kunststoffen hergestellt, die eine ausreichende Elastizität aufweisen, um das Einclipsen
der Halteplatten in den Träger 30 und ein Lösen der Clipsverbindung zu ermöglichen.
Wie dem Fachmann beim Studium der vorstehenden Beschreibung ohne Weiteres ersichtlich
sein wird, kann der Halteclips in entsprechender Weise auch in dem Träger 30 anstatt
an der Halteplatte 10 vorgesehen sein. Als Halteclips im Sinne der vorliegenden Anmeldung
können auch entsprechend anders ausgestaltete Formschlusselemente eingesetzt werden.
[0051] Die Fig. 2f zeigt eine Draufsicht auf die Haltestruktur (Träger) gemäß der Fig. 2c.
[0052] Die Fig. 3a zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine Haltestruktur gemäß einer
weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. In dem flächigen, rechteckförmigen
Träger 30 sind in einer regelmäßigen Anordnung Öffnungen 31 ausgebildet sind, deren
Öffnungsweite größer ist als eine maximale Außenabmessung der Fläschchen 2, sodass
diese sowohl von oberhalb des Trägers 30 als auch von unterhalb des Trägers 30 in
die Öffnungen 31 eingeführt werden können. Auf der Oberseite des Trägers 30 sind eine
Mehrzahl von leistenförmigen Halteplatten 10 parallel zueinander angeordnet. Dabei
halten jeweilige Paare von benachbarten Halteplatten 10 eine Reihe von Fläschchen
2 in dem zwischen diesen ausgebildeten Spalt. Die Breite dieses Spalts ist bevorzugt
jeweils etwas größer als die Außenabmessung der Fläschchen 2 im Halsabschnitt 5 (vgl.
Fig. 1), jedoch kleiner als der Außenradius des verbreiterten oberen Rands 6 der Fläschchen
2 (vgl. Fig. 1). Auf diese Weise liegen die Fläschchen 2 mit den Unterseiten ihrer
verbreiterten oberen Ränder 6 lose auf den Oberseiten der leistenförmigen Halteplatten
10 auf und werden so in einer Richtung axial gesichert an dem Träger 30 gehalten,
ohne dass die Fläschchen 2 geklemmt gehalten sind. Gemäß weiteren Ausführungsformen
können die Fläschchen 2 auch an dem Träger 30 geklemmt gehalten werden, bevorzugt
im Bereich des verengten Halsabschnitts 5 (vgl. Fig. 1).
[0053] Die leistenförmigen Halteplatten 10 können in den Träger 30 in der vorstehend beschriebenen
Weise eingeclipst oder in anderer Weise an diesem lösbar befestigt sein. Bei der Ausführungsform
nach den Figuren 3 a und 3b werden die leistenförmige Halteplatten 10 jedoch an dem
Träger 30 geklemmt gehalten. Zu diesem Zweck sind entlang von zwei einander gegenüberliegenden
Längsseiten des Trägers 30 Klemmstege 19 vorgesehen, die gemäß der Fig. 3a jeweils
eine Mehrzahl von rechteckförmigen Aufnahmen 19c ausbilden, was in der stark vergrößerten
Schnittansicht gemäß der Fig. 3c besser ersichtlich ist. Der Klemmsteg 19 weist mehrere
Basisabschnitte 19a zur Verbindung mit dem Träger 30 sowie mehrere Paare von vertikal
von diesen abragenden Seitenwänden 19b auf, welche die rechteckförmigen Aufnahmen
19c (vgl. Fig. 3a) ausbilden. In diesen rechteckförmigen Aufnahmen 19c sind auf der
Oberseite des Trägers 30 jeweils Abstandshalter 18 mit rechteckförmigem Querschnitt
angeordnet. Diese sind bevorzugt aus einem elastischen Material hergestellt, beispielsweise
aus einem elastischen Kunststoff oder Gummi. Gemäß der Fig. 3c sind die leistenförmigen
Halteplatten 10 in den Spalt zwischen den Abstandshaltern 18 und dem Klemmsteg 19
eingeschoben und werden darin geklemmt gehalten.
[0054] Alternativ können bei einer Variante der Haltestruktur gemäß den Figuren 3a bis 3c
die oberen Ränder 6 der Fläschchen 2 auch unmittelbar auf der Oberseite des Trägers
30 aufliegen, wenn der Außendurchmesser der oberen Ränder 6 der Fläschchen 2 größer
sein sollte als die maximale Außenabmessung im Bereich der Seitenwände 4 (vgl. Fig.
1). Die leistenförmigen Halteplatten 10 liegen dann auf den oberen Rändern 6 der Fläschchen
2 auf, um die Fläschchen 2 in zwei Richtungen axial gesichert an dem Träger 30 zu
halten. Dabei entspricht die Höhe der Abstandselemente 18 zumindest der Höhe des verbreiterten
oberen Rands 6 der Fläschchen 2 (vgl. Fig. 1), kann jedoch auch größer als diese sein.
Auf diese Weise kann das axiale Spiel vorgegeben werden, mit dem die Fläschchen 2
an dem Träger 30 formschlüssig gehalten werden.
[0055] Die Figuren 4a und 4b zeigen in einer schematischen Perspektivansicht und in einer
Schnittansicht eine Haltestruktur gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung in einem Zustand, bevor die Behälter an der Haltestruktur gehalten werden.
Zur Anordnung der Behälter 2 an der Haltestruktur nach dieser Ausführungsform werden
die Behälter 2 in die Öffnungen 31 des Trägers 30 eingeführt. Zu diesem Zweck können
die Behälter vorübergehend auf einer externen Auflagefläche 8 abgestützt werden, wie
schematisch in der Fig. 4b gezeigt. Oder die Behälter 2 werden solange von einer Halteeinrichtung
(nicht gezeigt) gehalten, beispielsweise der Halteeinrichtung einer Prozessstation,
bis die Behälter 2 zuverlässig an der Haltestruktur gehalten sind. In der Stellung
gemäß der Fig. 4a ragen die oberen Ränder 6 der Behälter 2 ausreichend aus den Öffnungen
31 heraus, sodass die Unterseiten der verbreiterten oberen Ränder 6 der Behälter 2
für die Halteplatten 10 zur Abstützung zugänglich sind.
[0056] Gemäß der Fig. 4a bestehen die Halteplatten 10 aus zwei Halteflügeln 10a, 10b, die
gemeinsam eine Halteplatte 10 ausbilden und über ein Filmscharnier oder dergleichen
miteinander verbunden sind, um durch Verschwenken um die gemeinsame Verbindungslinie
aufeinander zu bewegt und auseinander geklappt werden können. Zu diesem Zweck sind
die Halteplatten insbesondere mittels eines 1K- oder 2K-Spritzgussverfahrens aus einem
Kunststoff hergestellt. In der zusammengeklappten Stellung der Halteplatten 10 gemäß
den Figuren 4a und 4b, in der die maximale Breite der Halteplatten 10 kleiner als
die Breite der Zwischenräume 9 zwischen den oberen Enden benachbarter Behälter 2 ist,
können die Halteplatten 10 in die Zwischenräume 9 eingeführt werden, solange bis die
oberen Enden der Halteflügel 10a, 10b etwas unterhalb der Unterseiten der verbreiterten
oberen Ränder 6 der Behälter 2 angeordnet sind.
[0057] In dieser Stellung können die Halteflügel 10a, 10b dann auseinander geklappt werden,
solange bis die verbreiterten oberen Ränder 6 der Behälter 2 auf den oberen Enden
der Halteflügel 10a, 10b abgestützt sind. Die Unterseiten der Halteplatten 10 liegen
dabei auf der Oberseite des Trägers 30 auf. In dieser Stellung ist eine externe Abstützung
der Behälter 2, beispielsweise durch die externe Auflagefläche 8 gemäß der Fig. 4b,
nicht mehr erforderlich, weil die Behälter 2 durch ihr Gewicht die Halteflügel 10a,
10b auseinandergeklappt halten und somit unmittelbar auf den oberen Enden der Halteflügel
10a, 10b abgestützt sind. Die Figuren 4c und 4d zeigen die so ausgebildete Haltestruktur
in einer schematischen Perspektivansicht und in einer Schnittansicht in einem Zustand,
in dem die Behälter 2 an der Haltestruktur gehalten sind.
[0058] Zum erneuten Zusammenklappen der Halteflügel 10a, 10b ist es von Vorteil, wenn diese
durch eine Rückstellkraft elastisch gegeneinander verspannt sind, was durch das Design
und die Wahl des Materials der Halteflügel 10a, 10b und ihres Verbindungsbereichs
in einfacher Weise bewerkstelligt werden kann.
[0059] Gemäß einer ersten Ausführungsvariante kann die entspannte Ruhestellung der Halteflügel
10a, 10b die zusammengeklappte Stellung gemäß den Figuren 4a und 4b sein, in welchem
Fall die Halteflügel 10a, 10b gegen eine elastische Rückstellkraft auseinander geklappt
werden müssen. Für ein solches Auseinanderklappen der Halteflügel 10a, 10b kann allein
die Gewichtskraft der Behälter 2 ausreichend sein. Oder die Behälter 2 werden aktiv
relativ zu den Halteplatten 10 heruntergedrückt, bis die Unterseiten der verbreiterten
oberen Ränder 6 der Behälter 2 in Anlage mit den oberen Enden der Halteflügel 10a,
10b gelangen und diese beim weiteren Herunterdrücken der Behälter 2 auseinanderklappen.
Oder die Halteflügel 10a, 10b werden mechanisch auseinandergedrückt, um die Stellung
gemäß den Figuren 4c und 4d einzunehmen.
[0060] Gemäß einer zweiten Ausführungsvariante kann die entspannte Ruhestellung der Halteflügel
10a, 10b auch die entfaltete Stellung gemäß den Figuren 4c und 4d sein, in welchem
Fall die Halteflügel 10a, 10b gegen eine elastische Rückstellkraft zusammengeklappt
werden müssen, um die Stellung gemäß den Figuren 4a und 4b einzunehmen, sich jedoch
nach dem Einführen in die Zwischenräume 9 zwischen den Behältern 2 automatisch entfalten
können, um die Stellung gemäß den Figuren 4c und 4d einzunehmen. Selbstverständlich
kann auch hier das Zusammenklappen und/oder Entfalten der Halteflügel 10a, 10b durch
mechanischen Eingriff unterstützt werden.
[0061] Anhand der Figuren 5a bis 5f wird nachfolgend eine weitere Ausführungsform einer
Haltestruktur gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben. Die Haltestruktur besteht
aus einer unteren Trägerplatte 30a mit einer Mehrzahl von Öffnungen 31a und einer
oberen Trägerplatte 30b mit einer Mehrzahl von Öffnungen 31 b, die in der Stellung
der Trägerplatten 30a, 30b gemäß den Figuren 5a bis 5c fluchtend zu den Öffnungen
31a der unteren Trägerplatte 30a angeordnet sind.
[0062] Weil die Öffnungsweiten der Öffnungen 31a und 31b jeweils größer sind als der maximale
Außendurchmesser der oberen Ränder 6 der Behälter 2, können die Behälter 2 in dieser
Stellung der Trägerplatten 30a, 30b von unterhalb oder oberhalb der unteren Trägerplatte
30a in die Öffnungen 31a, 31b eingeführt und nach unten oder oben hin wieder aus diesen
Öffnungen 31a, 31 b entnommen werden.
[0063] Die beiden Trägerplatten 30a, 30b können in Richtung einer der Längsseiten parallel
zueinander verschoben werden, was zu einer Verkleinerung der Öffnungsweite der gemeinsam
von den Öffnungen 31a, 31b ausgebildeten Öffnungen in der Verstellrichtung führt,
wie der Draufsicht gemäß der Fig. 5d entnommen werden kann. Durch Verschieben der
beiden Trägerplatten 30a, 30b relativ zueinander kann so in einfacher Weise die Öffnungsweite
der gemeinsam von den Öffnungen 31a, 31 b ausgebildeten Öffnungen vorgegeben werden.
So können die rechtwinklig abstehenden Fortsätze 30 auf der Unterseite der unteren
Trägerplatte 30a und die Ränder der Öffnungen 31b in der oberen Trägerplatte 30b die
Halsabschnitte 5 der Behälter gemeinsam geklemmt halten, wenn die Öffnungsweite der
gemeinsam von den Öffnungen 31a, 31b ausgebildeten Öffnungen exakt dem Außendurchmesser
der verengten Halsabschnitte 5 entspricht. Wenn die Öffnungsweite der gemeinsam von
den Öffnungen 31a, 31b ausgebildeten Öffnungen etwas größer ist, können verbreiterten
oberen Ränder 6 der Behälter 2 lose auf den Rändern der Öffnungen 31b in der oberen
Trägerplatte 30b aufliegen, ohne dass die Behälter 2 geklemmt gehalten werden.
[0064] Die Stellung der beiden Trägerplatte 30a, 30b relativ zueinander kann mittels geeigneter
Verbindungselemente gesichert werden. Insbesondere können die beiden Trägerplatte
30a, 30b in der gewünschten Haltestellung mit Hilfe von Rastelementen miteinander
verrastet werden.
[0065] Fig. 6a zeigt in einer schematischen Schnittansicht die Halterung eines Fläschchens
2 in der Haltestruktur gemäß der Fig. 2c. Dabei ist das Fläschchen 2 im Bereich des
verengten Halsabschnitts 5 formschlüssig gehalten. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
liegt die Unterseite des Rollrands 6 des Fläschchens lose auf der Oberseite der Halteplatten
10 auf, zweckmäßig bei gleichzeitiger Einhaltung eines gewissen radialen Spiels im
Bereich des verengten Halsabschnitts 5.
[0066] Fig. 6b zeigt in einer schematischen Schnittansicht die Halterung eines Fläschchens
in einer Variante der Haltestruktur gemäß der Fig. 2c, bei der von der Unterseite
des Trägers 30 Seitenwände 32 senkrecht abragen, welche das in der Öffnung des Trägers
30 gehaltene Fläschchen in Umfangsrichtung zumindest teilweise umgibt, um eine Kollision
von unmittelbar benachbarten Behältern zu verhindern.
[0067] Eine Haltestruktur, wie vorstehend beschrieben, kann in einen wannenförmigen Transport-und
Verpackungsbehälter 60 eingesetzt und in diesem transportiert werden, wie beispielhaft
in der Fig. 6c dargestellt. Gemäß der Fig. 6c ist der Transport- und Verpackungsbehälter
60 im Wesentlichen kasten- oder wannenförmig ausgebildet und weist einen Boden 61,
eine senkrecht von diesem abragende, umlaufend ausgebildete Seitenwand 62, eine von
dieser im Wesentlichen rechtwinklig abragende Stufe 63 und einen oberen Rand 65 auf,
der flanschartig ausgebildet ist. Ein derartiger Transport- und Verpackungsbehälter
60 ist bevorzugt aus einem Kunststoff ausgebildet, insbesondere durch Kunststoff-Spritzgusstechnik,
und ist bevorzugt aus einem klaren, durchsichtigen Kunststoff ausgebildet, um eine
optische Sichtkontrolle der in dem Transport- und Verpackungsbehälter 60 aufgenommenen
Haltestruktur und der von dieser gehaltenen Behälter 2 zu ermöglichen.
[0068] Gemäß der Fig. 6c ist die Stufe 63 des Transportbehälters 60 als umlaufende, ebene
Abstützfläche ausgebildet, auf welcher die Haltestruktur unmittelbar aufliegt. Auf
diese Weise kann die Haltestruktur präzise in dem Transportbehälter 60 positioniert
werden und die Mehrzahl von Behältern 2 auf diese Weise in einer regelmäßigen Anordnung
und an präzise definierten Positionen in einem Transportbehälter 10 mit standardisierten
Abmessungen angeordnet und gehalten werden. Insbesondere kann auf diese Weise gewährleistet
werden, dass sämtliche Böden der Behälter in einer gemeinsam aufgespannten Ebene parallel
zum Boden 61 oder zum oberen Rand 65 des Transportbehälters 10 angeordnet sind.
[0069] Wenngleich in der Fig. 6c der Boden 61 des Transportbehälters 60 als geschlossen
und einstückig mit der Seitenwand 62 ausgebildet dargestellt ist, kann das untere
Ende des Transportbehälters 60 auch in der Art des oberen Endes geöffnet ausgebildet
sein, insbesondere mit einem flanschartigen unteren Rand in der Art des oberen Rands
65 versehen sein, so dass die Böden der Behälter von der Unterseite des Transportbehälters
60 her frei zugänglich sind, beispielsweise für Verarbeitungsschritte in einem Steriltunnel
oder in einem Gefriertrocken-schrank.
[0070] Der Transportbehälter 60 weist Vorkehrungen zur Identifikation und/oder Nachverfolgung
wie folgt auf: Wie in dem vergrößerten Einsatz der Fig. 6c dargestellt, ist in dem
Bereich der Zugriffsaussparung 63 zwischen die Halteplatte 30 und die Seitenwand 62
und/oder die Stufe 63 des Behälters ein elektronisch drahtlos (wireless) auslesbarer
RFID-Chip oder RuBee-Chip 52 angeordnet (ein RuBee Chip funkt auf Frequenzen, die
Metall- und Wasser durchdringen können), der durch die Seitenwände der Verpackungseinheit
hindurch berührungslos ausgelesen werden kann und auf Abfrage Information bezüglich
der Identität, wichtige Produkteigenschaften (Hersteller, Inhalt, Herstellungsdatum,
Verfallsdatum, ...) etc. ausgibt. Der Chip 52 kann in die Verpackungseinheit 1 an
geeigneter Stelle eingeklebt sein, auch an anderer Stelle als in der Figur dargestellt.
Der Chip 52 kann so angeordnet sein, dass im Falle eines Öffnens der Verpackungseinheit
1 oder eines Herausnehmens der Halteplatte 30 aus der Verpackungseinheit heraus der
Chip 52 zerstört wird, beispielsweise zerrissen oder funktionsunfähig wird. Aufgrund
der fehlenden Antwort des Chips 52 auf eine Funkabfrage hin steht somit eine Information
zur Verfügung, die anzeigt, dass die Verpackungseinheit seit der vorherigen Verpackung
in irgendeiner Weise manipuliert worden sein muss. Denn der Chip 52 reagiert auf die
Funkabfrage nicht. Dies kann beispielsweise zum Nachweis der Echtheit und Unversehrtheit
der Verpackungseinheit und der darin aufgenommenen Behälter dienen.
[0071] Die Figuren 7a bis 7c zeigen in Draufsichten Halteteile gemäß weiteren Ausführungsformen
gemäß der vorliegenden Erfindung. Gemäß der Fig. 7a sind entlang dem rechteckförmigen
Haltesteg 40 eine Mehrzahl von ringförmigen Aufnahmen 43 unter regelmäßigen Abständen
zueinander beabstandet verteilt angeordnet. Die Aufnahmen 43 werden von zwei halbkreisförmigen
Ringsegmenten 41 ausgebildet, zwischen denen eine Einführöffnung 42 ausgebildet ist,
durch die die Behälter radial einwärts eingeführt werden können. Zwischen den so ausgebildeten
Halteelementen sind Zwischenräume 44 ausgebildet, sodass die Halteelemente aus vergleichsweise
schmalen Kunststoffstegen ausgebildet werden können, die flexibel und elastisch biegbar
sind. Der Haltesteg 40 wird in der vorstehend beschriebenen Weise in einen Träger
(nicht dargestellt) eingeclipst.
[0072] Bei der Variante nach der Fig. 7b sind die kreisförmigen Aufnahmen 43 nur entlang
einer Längsseite des Haltestegs 40 ausgebildet. Bei dieser Ausführungsform sind in
regelmäßigen Intervallen Sollbruchlinien oder Schwächungsbereiche 45 in den Haltesteg
40 ausgebildet, wo dieser in kleinere Untereinheiten auseinander gebrochen werden
kann.
[0073] Bei der Variante nach der Fig. 7c sind diese Sollbruchlinien oder Schwächungsbereiche
45 zwischen allen kreisförmigen Aufnahmen 43 vorgesehen.
[0074] Die Figuren 7d bis 7f stellen beispielhaft verschiedene Grundformen der Halteaufnahmen
43 dar. Nach der Fig. 7e sind die halbkreisförmigen Stege 41 vergleichsweise stark
ausgebildet und somit vergleichsweise wenig elastisch. Gemäß der Fig. 7f weist die
Halteaufnahme einen quadratischen Querschnitt auf, wobei die Öffnungsweite der von
den Innenrändern 47 ausgebildeten Aufnahme 43 größer ist als die lichte Weite zwischen
den Rändern 46 der Einführöffnung 42.
[0075] Gemäß der vorliegenden Erfindung kann eine Mehrzahl von Behältern gemeinsam an einem
Träger gehalten werden und, während diese an dem Träger gehalten oder zumindest geführt
sind, behandelt oder weiter verarbeitet werden können. Wie dem Fachmann beim Studium
der vorstehenden Beschreibung ohne Weiteres ersichtlich sein wird, eignet sich dieser
Lösungsansatz grundsätzlich für beliebige Prozessschritte zur Behandlung oder Verarbeitung
von Behältern zur Aufbewahrung von Substanzen für kosmetische, medizinische oder pharmazeutische
Anwendungen.
[0076] Die vom Halteteil jeweils auf die Behälter ausgeübte Haltekraft ist ausreichend,
um die Behälter zuverlässig in dem Halteteil und an der Haltestruktur zu halten. Insbesondere
ist die ausgeübte Haltekraft größer als die Gewichtskraft der Behälter, ggf. mit Inhalt
und Verschlussstopfen. Gemäß weiteren Ausführungsformen kann die Haltekraft durch
geeignete Auslegung der Halteteile auch so bemessen sein, dass diese größer ist als
eine übliche Kraft bei der Handhabung, Verarbeitung oder Behandlung der Behälter in
einer Prozessanlage. Dadurch wird stets eine zuverlässige Halterung der Behälter gewährleistet.
Gleichwohl können die Behälter durch einfaches Greifen und Verstellen der Halteteile
gemeinsam mit dem jeweils von diesen gehaltenen Behältern ohne größeren Widerstand
in den Öffnungen oder Aufnahmen verstellt werden, insbesondere axial vorgeschoben
oder gedreht werden.
[0077] Zum Einführen, Herausnehmen oder Verschieben der Behälter an einem Träger müssen
einfach nur die Behälter geeignet in die Aufnahmen der Halteteile eingeführt und diese
so in den Träger eingeclipst werden, dass die Behälter in die Öffnungen oder Aufnahmen
des Trägers eingeführt sind. Die dadurch erzielbare Halterung der Behälter ist ausreichend
stabil, sodass diese bei Einwirkung einer geringen Kraft, etwa durch Erschütterungen
der Prozessanlage oder von Fördermitteln derselben, weiterhin zuverlässig an dem Träger
gehalten werden und nicht etwa versehentlich umfallen. Dies mindert die Gefahr von
unbeabsichtigten Verunreinigungen in Prozessanlagen erheblich.
[0078] Ein weiterer erheblicher Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass die Behälter
von oben her in die Öffnungen oder Aufnahmen des Trägers eingeführt und auch nach
oben hin wieder aus diesen entnommen bzw. axial verstellt werden können. Die Gefahr
eines versehentlichen Eindringens von Partikeln in das Innenvolumen der Behälter kann
so minimiert werden.
[0079] Weitere Vorteile sind:
- Eine Gefriertrockung der in den Behältern aufgenommenen Substanzen ist praktisch möglich,
während die Behälter an der Haltestruktur (sog. Nest) gehalten sind, weil die Böden
der Behälter von der Unterseite der Haltestruktur her frei zugänglich sind und somit
auf einer Kühlfläche eines Gefriertrockners unmittelbar aufliegen können.
- Das Wiegen der Behälter und das Verschließen der Behälter mit Kunststoffkappen sowie
die Verbördelung der Behälter ist möglich, während die Behälter an der Haltestruktur
gehalten sind, da die Behälter an der Haltestruktur axial verschieben und insbesondere
angehoben werden können.
- Die Behälter können leicht von oben zurück in die Öffnungen oder Aufnahmen der Haltestruktur
eingesetzt werden. Deshalb brauchen die Behälter bei Pharmaprozessen nie aus der Haltestruktur
entnommen zu werden. Dies spart Handhabungswerkzeuge, ermöglicht eine hohe Packungsdichte
der Behälter, insbesondere bei der Gefriertrocknung, verhindert einen Glas-zu-Glas
Kontakt im Prozess und ermöglicht einen sicheren Transport der Behälter, weil die
Relativbewegungen der Behälter zur Haltestruktur eingeschränkt sind. Insgesamt wird
auch ein günstiger, stabiler und qualitativ hochwertiger Füllprozess ermöglicht.
- Ein unmittelbarer Bodenkontakt sämtlicher Behälter, die von der Haltestruktur gehalten
werden, ist auch beim Verziehen der Haltestruktur und für verschiedene Längen der
Behälter möglich.
- Die Haltestruktur und die Halteteile können mit einfachen Spritzgusswerkzeugen hergestellt
werden, insbesondere frei von Hinterschnitten.
[0080] Selbstverständlich kann die Haltestruktur (nest) und/oder der Transport- und Verpackungsbehälter
(tub) im Sinne der vorliegenden Erfindung aus einem thermoplastischen, duroplastischen
oder elastomeren Kunststoff ausgebildet sein, und/oder zumindest Abschnitte der Haltestruktur
bzw. des Trägers mit einer reibreduzierenden Beschichtung versehen sein, um das Einführen
und die Entnahme der Behälter zu erleichtern. Auch sogenannte Cycloolefincopolymere
(COC) oder Cycloolefinpolymere (COP) können verwendet werden. Diese bieten den Vorteil
hoher Transparenz und ähnliche mechanische Eigenschaften wie handelsüblicher Kunststoffbehälter
[0081] Wie dem Fachmann beim Studium der vorstehenden Beschreibung ohne Weiteres ersichtlich
sein wird, können die einzelnen Gesichtspunkte und Merkmale der vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiele auch in beliebiger geeigneter Weise miteinander kombiniert und
beansprucht werden, was in zahlreichen weiteren Ausführungsformen und Modifikationen
resultiert.
1. Haltestruktur zum gleichzeitigen Halten einer Mehrzahl von Behältern (2) für Substanzen
für medizinische, pharmazeutische oder kosmetische Anwendungen, mit einem flächigen,
rechteckförmigen Träger (30), der eine Mehrzahl von Öffnungen oder Aufnahmen (31)
aufweist, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von Halteteilen (10), die mit dem Träger (30) lösbar verbunden sind,
jeweils leistenförmig ausgebildet sind und sich in Richtung einer Längsseite des Trägers
(30) erstrecken, wobei die Halteteile ausgelegt sind, um eine Mehrzahl von Behältern
(2) an dem Träger durch einen Formschluss zu halten, der durch Koppeln des jeweiligen Halteteils (10) mit dem Träger (30) so ausgebildet ist, dass
sich die an dem Träger gehaltenen Behälter in die Öffnungen oder Aufnahmen (31b) des
Trägers hinein erstrecken.
2. Haltestruktur nach Anspruch 1, wobei der Formschluss so ausgebildet ist, dass die
Behälter (2) im Bereich eines verengten Halsabschnitts (5) und unterhalb eines sich
dem verengten Halsabschnitt anschließenden verbreiterten oberen Rands (6) axial gesichert
an den Halteteilen (10) gehalten sind.
3. Haltestruktur nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Formschluss so ausgebildet ist, dass
die Behälter (2) jeweils mit der Unterseite des verbreiterten oberen Rands (6) lose
auf den Halteteilen (10) aufliegen.
4. Haltestruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an den Halteteilen (10)
jeweils ringförmige Halteelemente (41) ausgebildet sind, um den Außenumfang der Behälter
(2) formschlüssig zu umgreifen, wobei die ringförmigen Halteelemente (41) unter gleichmäßigen
Abständen zueinander und entlang dem jeweiligen Halteteil verteilt angeordnet sind
und wobei die Öffnungsweite der ringförmigen Aufnahmen größer ist als der Außendurchmesser
eines verengten Halsabschnitts (5) der Behälter (2), jedoch kleiner ist als der Außendurchmesser
eines oberen Rands des Behälters (5), welcher sich dem verengten Halsabschnitt (5)
anschließt.
5. Haltestruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei jeweilige Paare von benachbarten
Halteteilen (10) die Mehrzahl von Behältern (2) an dem Träger (30) in Reihen oder
Spalten halten, wobei entlang zumindest einer Längsseite der Halteteile jeweils eine
Mehrzahl von halbkreisförmigen Aussparungen (11a, 11b) ausgebildet sind, die im Zusammenwirken
mit den halbkreisförmigen Aussparungen eines unmittelbar benachbart angeordneten leistenförmigen
Halteteils eine Mehrzahl von ringförmigen Aufnahmen (13) ausbilden.
6. Haltestruktur nach Anspruch 5, wobei die halbkreisförmigen Aussparungen (11a, 11b)
entlang einander gegenüberliegender Längsseiten der Halteteile (10) jeweils versetzt
zueinander angeordnet sind.
7. Haltestruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei jeweilige Paare von benachbarten
Halteteilen (10) die Mehrzahl von Behältern an dem Träger in Reihen oder Spalten halten,
wobei die Halteteile jeweils zwei Flügel (10a; 10b) aufweisen, die derart elastisch
gegeneinander verspannt sind, dass in einer ersten Stellung der Halteteile, in welcher
die Flügel (10a, 10b) aufeinander zu bewegt sind, die Halteteile (10) in Zwischenräume
(9) zwischen oberen Enden von Reihen oder Spalten von Behältern (2) eingeführt werden
können, und in einer zweiten Stellung der Halteteile, in welcher die Flügel (10a,
10b) auseinander geklappt sind, die Halteteile (10) die Behälter (2) an dem Träger
in Reihen oder Spalten halten.
8. Haltestruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Halteteile (10; 30a)
so ausgelegt sind, dass Böden der zu haltenden Behälter für eine Bearbeitung oder
Verarbeitung der Behälter von einer Unterseite der Haltestruktur her frei zugänglich
sind, während diese an dem Halteteil gehalten sind.
9. Haltestruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Halteteile (10) jeweils
durch Klemmung an dem Träger (30) gehalten sind.
10. Haltestruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Halteteile (10) jeweils
mittels einer Clipsverbindung mit dem Träger (30) verbunden sind, wobei an dem Träger
oder dem jeweiligen Halteteil mindestens ein erstes Rastelement angeordnet ist, und
an dem jeweiligen Halteteil oder dem Träger mindestens ein zweites Rastelement angeordnet
ist, wobei das erste und das zweite Rastelement zur Verbindung des Trägers (30) mit
dem jeweiligen Halteteil (10) verrastbar sind.
11. Haltestruktur nach Anspruch 10, wobei in den Halteteilen (30a) eine Mehrzahl von Öffnungen
(31a) ausgebildet sind und die Halteteile relativ zu dem Träger (30b) parallel verschiebbar
an dem Träger gelagert sind, wobei in einer ersten Stellung der Halteteile relativ
zu dem Träger die Öffnungen (31a) der Halteteile mit den Öffnungen (31b) oder Aufnahmen
des Trägers (30b) fluchten, sodass die oberen Enden der Behälter jeweils in die Öffnungen
der Halteteile einführbar sind, und wobei die Halteteile durch paralleles Verschieben
relativ zu dem Träger in eine zweite Stellung verschiebbar sind, in welcher der Formschluss
durch Zusammenwirken der Öffnungen (31a) in den Halteteilen (30a) mit den Öffnungen
(31b) oder Aufnahmen in dem Träger (30b) bewirkt ist, um die Behälter an dem Träger
zu halten.
12. Transport- oder Verpackungsbehälter für eine Mehrzahl von Behältern (2) für Substanzen
für medizinische, pharmazeutische oder kosmetische Anwendungen, umfassend einen kastenförmigen
Behälter (60), gekennzeichnet durch zumindest eine in dem kastenförmigen Behälter (60) aufgenommene Haltestruktur nach
einem der vorhergehenden Ansprüche zum gleichzeitigen Halten der Mehrzahl von Behältern.
1. A supporting structure for concurrently supporting a plurality of containers (2) for
substances for medical, pharmaceutical or cosmetic applications, comprising a flat,
rectangular-shaped carrier (30) having a plurality of apertures or receptacles (31),
characterized by a plurality of supporting members (10), which are releasably coupled to the carrier
(30), which are each formed as a strip and which extend in the direction of a longitudinal
side of the carrier (30), wherein the supporting members are configured to support
a plurality of containers (2) to said carrier by a positive-fit, which is formed by
coupling the respective supporting member (10) with the carrier (30) in such a manner
that the containers supported on the carrier extend into the apertures or receptacles
(31b) of the carrier.
2. The supporting structure of claim 1, wherein the positive-fit coupling is formed such
that the containers (2) are retained at the supporting members (10) in axial direction
in the region of a constricted neck portion (5) and below an expanded upper rim (6)
following the constricted neck portion.
3. The supporting structure of claim 1 or 2, wherein the positive-fit coupling is formed
such that the containers (2) respectively rest loosely with the underside of the expanded
upper rim (6) on the supporting members (10).
4. The supporting structure of any of the preceding claims, wherein respective annular
supporting pieces (41) are formed on the supporting members (10) forms an for embracing
the outer periphery of the containers (2) in a positive-fit manner, wherein said annular
supporting members (41) are arranged at uniform distances from one another and along
the respective supporting member and wherein the aperture width of the annular receptacles
is larger than the outer diameter of a constricted neck portion (5) of the containers
(2) but smaller than the outer diameter of an upper rim of the containers (5), which
follows the constricted neck portion (5).
5. The supporting structure according to any of claims 1 to 3, wherein respective pairs
of adjacent supporting members (10) support the plurality of containers (2) on the
carrier (30) in rows and columns, wherein a plurality of semi-circular recesses (11a,
11b) is respectively formed along at least one longitudinal side of the supporting
members, which form a plurality of annular receptacles (13) in cooperation with the
semi-circular recesses of a directly adjacent strip-shaped supporting member.
6. The supporting structure according to claim 5, wherein the semi-circular recesses
(11a, 11b) are offset relative to each other along opposite longitudinal sides of
the supporting members (10).
7. The supporting structure according to any of claims 1 to 3, wherein respective pairs
of adjacent supporting members (10) support the plurality of containers on the carrier
in rows or columns, wherein the supporting members each have two wings (10a; 10b)
which are elastically tensioned against one another such that, in a first position
of the supporting members in which the wings (10a, 10b) are displaced toward each
other, the supporting members (10) can be inserted into the interspaces (9) between
the upper ends of rows or columns of containers (2), and that, in a second position
of the supporting members, in which the wings (10a, 10b) are folded apart, the supporting
members (10) support the containers on the carrier in rows or columns.
8. The supporting structure according to any of the preceding claims, wherein the supporting
members (10; 30a) are configured such that bottoms of the containers to be supported
are freely accessible from an underside of the supporting structure for a treatment
or processing of the containers, while they are supported on the supporting member.
9. The supporting structure according to any of the preceding claims, wherein the supporting
members (10) are respectively held on the carrier (30) by clamping.
10. The supporting structure according to any of claims 1 to 8, wherein the supporting
members (10) are respectively coupled with the carrier (30) by means of a clip-coupling,
wherein at least one first latching element is disposed on the carrier or on the respective
supporting member, and wherein at least one second latching element is disposed on
the respective supporting member or on the carrier, wherein the first and the second
latching element can be latched for coupling the carrier (30) with the respective
supporting member (10; 30a).
11. The supporting structure according to claim 10, wherein a plurality of apertures (31a)
is formed in the supporting members (30a) and the supporting members are supported
on the carrier such that they can be moved in parallel relative to the carrier (30b),
wherein, in a first position of the supporting member relative to the carrier, the
apertures (31a) of the supporting members are aligned with the apertures (31b) or
receptacles of the carrier (30b) such that the upper ends of the containers respectively
can be inserted into the apertures of the supporting member, and wherein the supporting
members can be displaced by parallel displacement relative to the carrier to a second
position, in which the positive-fit is accomplished by the cooperation of the apertures
(31a) in the supporting member (30a) with the apertures (31b) or receptacles in the
carrier (30b) for supporting the containers on the carrier.
12. A transport or packaging container for a plurality of containers (2) for substances
for medical, pharmaceutical or cosmetic applications, comprising a box-shaped container
(60), characterized by at least one supporting structure according to any of the preceding claims, which
is accommodated in the box-shaped container (60), for concurrently supporting the
plurality of containers.
1. Une structure de support pour le support concomitant d'une pluralité de récipients
(2) destinées aux applications médicales, pharmaceutiques ou cosmétiques, comprenant
un élément porteur plat (30), de forme rectangulaire (30) ayant une pluralité d'ouvertures
ou de réceptacles (31), caractérisé par une pluralité d'éléments de support (10), qui sont couplés de manière libérable à
l'élément porteur (30), qui prennent chacun la forme d'une bande et qui s'étendent
dans la direction longitudinale de l'élément porteur (30), dans laquelle les éléments
support sont configurés pour supporter une pluralité de récipients (2) pour ledit
élément porteur au moyen d'une complémentarité positive, laquelle est formée par le
couplage de l'élément support respective (10) avec l'élément porteur (30) de telle
façon à ce que les récipients soutenus sur l'élément porteur s'étend dans les ouvertures
ou réceptacles (31 b) de l'élément support.
2. La structure de support de la revendication 1, dans laquelle le couplage de complémentarité
positive est configuré de façon à ce que les récipients (2) sont retenus aux éléments
de support (10) suivant une direction axiale dans la région d'une partie de nez resserrée
(5) et en dessous du bord supérieur étendu (6) suivant la partie de nez resserrée.
3. La structure de support de la revendication 1 ou 2, dans laquelle le couplage de complémentarité
positive est formée de telle manière que les récipients (2) reposent respectivement
de manière libre avec le côté inférieur du bord supérieur étendue (6) sur les éléments
de support (10).
4. La structure de support de l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
des éléments de support annulaires respectifs (41) sont formées sur les formes des
éléments de support (10) pour entourer la périphérie extérieure des récipients (2)
suivant une collaboration appropriée positive, dans laquelle les éléments de support
annulaires respectifs (41) sont disposés à des distances uniformes les unes par rapport
aux autres et le long de l'élément de support respectif et dans laquelle la largeur
d'ouverture des réceptacles annulaires est plus grande que le diamètre extérieure
de la partie de nez resserrée (5) des récipients (2) mais inférieure au diamètre extérieur
du bord supérieur des récipients (5), suivant la partie de nez resserrée (5).
5. La structure de support selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans laquelle
des paires respectives d'éléments de support adjacents (10) supportent la pluralité
de récipients (2) sur l'élément porteur (30) en rangées et en colonnes, dans laquelle
une pluralité d'évidements semi-circulaires (11a, 11 b) est respectivement formée
le long d'au moins un côté longitudinal des éléments supports, qui forment une pluralité
de réceptacles annulaire (13) en coopération avec les évidements semi-circulaires
d'un élément support directement adjacent en forme de bande.
6. La structure de support selon la revendication 5, dans laquelle les évidements semi-circulaires
(11a, 11b) sont décalés les uns par rapport aux autres le long des côtés longitudinaux
opposés des éléments support (10).
7. La structure de support selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans laquelle
des paires respectives d'éléments de support adjacents (10) supportent la pluralité
de récipients (2) sur l'élément porteur (30) en rangées et en colonnes, dans laquelle
les éléments de support comportent chacun deux ailes (10a, 10b) qui sont contraintes
élastiquement les uns relativement aux autres de telle façon que, dans une première
position des éléments de support dans laquelle les ailes (10a, 10b) sont déplacées
l'une vers l'autre, les éléments supports (10) peuvent être insérés dans des interstices
(9) entre les extrémités supérieures des ranges et colonnes des récipients (2), et,
dans une seconde position des éléments supports, dans laquelle les ailes (10a, 10b)
sont pliées au loin, les éléments support (10) supportent les récipients sur l'élément
porteur en rangées et en colonnes.
8. La structure de support selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle les éléments de support (10, 30a) sont configurés de telle manière que les
fonds des récipients devant être soutenus sont librement accessibles depuis un côté
inférieur de la structure de support pour un traitement ou conditionnement des récipients,
pendant qu'ils sont soutenus sur l'élément support.
9. La structure de support selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle les éléments supports (10) sont respectivement tenus sur l'élément porteur
(30) par serrage.
10. La structure de support selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, dans laquelle
les éléments supports (10) sont respectivement couplés à l'élément porteur (30) au
moyen d'un couplage par agrafe, dans laquelle au moins un premier élément de verrouillage
est disposé sur l'élément porteur ou sur l'élément support respectif, et dans laquelle
au moins un second élément de verrouillage est disposé sur l'élément de support respectif
ou sur l'élément porteur, et dans laquelle les premier et second éléments de verrouillage
peuvent être verrouillés pour coupler l'élément porteur (30) avec l'élément de support
respectif (10, 30a).
11. La structure de support selon la revendication 10, dans laquelle une pluralité d'ouvertures
(31 a) est formée dans les éléments supports (30a) et les éléments supports sont soutenus
sur l'élément porteur de telle manière qu'ils peuvent être déplacés parallèlement
vis à vis de l'élément porteur (30b), dans laquelle, dans une première position de
l'élément support relativement à l'élément porteur, les ouvertures (31a) des éléments
supports sont alignées avec les ouvertures (31) ou les réceptacles de l'élément porteur
(30b) de telle manière que les extrémités supérieures des récipients peuvent être
respectivement insérées dans les ouvertures de l'élément support, et dans laquelle
les éléments supports peuvent être déplacé par un déplacement parallèle relativement
à l'élément porteur vers une seconde position, dans laquelle la complémentarité positive
est réalisée par la coopération des ouvertures (31a) dans l'élément support (30a)
avec les ouvertures (31b) ou les réceptacles dans l'élément porteur (30b) pour soutenir
les récipients sur l'élément porteur.
12. Un récipient de transport ou de conditionnement pour une pluralité de récipients (2)
pour des substances médicales, pharmaceutiques ou des applications cosmétiques, comprenant
un récipient en forme de boîte (60) caractérisé par au moins une structure de support selon l'une quelconque des revendications précédentes,
qui est logée dans le récipient en forme de boîte (60) pour supporter conjointement
la pluralité de récipients.