[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Wechseln
von Trägereinheiten mit auf Vorratsrollen aufgewickeltem flächigem Verpackungsmaterial
innerhalb einer Verpackungsmaschine mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche.
[0002] Für die Verarbeitung, Zusammenstellung, Gruppierung und Verpackung von Artikeln wie
bspw. Getränkebehältern gibt es unterschiedliche Verpackungsarten, bspw. die Zusammenfassung
der Artikel bzw. Behälter zu tragbaren, relativ handlichen Gebindeeinheiten. Auch
sind verschiedene Möglichkeiten bekannt, einzelne Artikel zu größeren Gebinden zusammenzufassen.
So werden bspw. Getränkebehälter meist mittels Schrumpffolien zu Gebinden von vier,
sechs oder mehr Behältern zusammengefasst und verpackt. Die Herstellung von Gebinden
ist meist unumgänglich, da sie die häufigste Variante von Verkaufseinheiten für Getränkebehälter
oder Flaschen aus PET-Kunststoff darstellen. Die Gebinde werden für den Transport
teilweise nochmals zusammengefasst.
[0003] Um das Verpackungsmaterial für die Gebinde zur Verfügung zu stellen, sind aus dem
Stand der Technik Vorrichtungen bekannt, welche das jeweilige Verpackungsmaterial
von einer Rolle oder von mehreren Rollen abwickeln und anschließend mit dem abgewickelten
Verpackungsmaterial die Gebinde umhüllen. Das Abwickeln erfolgt sinnvollerweise maschinell,
wobei bspw. über ein oder mehrere Walzen das jeweilige Verpackungsmaterial unter drehender
Bewegung der jeweiligen Rolle von der Rolle abgezogen wird. Sofern der Vorrat an Verpackungsmaterial
einer Rolle erschöpft ist, kann ein manueller oder automatischer Austausch der jeweiligen
Rolle durch eine neue Rolle mit weiterem Verpackungsmaterial erfolgen.
[0004] Ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Zustellen und Wechseln von Rollen auf einer
Herstellungsmaschine ist bspw. aus der
DE 40 40 545 A1 bekannt. Die Vorrichtung umfasst mehrere Vorratsrollen mit Streifenmaterial, die
nebeneinander angeordnet sind. Soll das Streifenmaterial von einer der Rollen abgewickelt
werden, so wird die jeweilige Rolle durch einen Arm entgegengenommen und zum Abwickeln
des Streifenmaterials rotierend bewegt. Ein Anfang des Streifenmaterials wird vorhergehend
mit einer Walze in Verbindung gesetzt, welche das Streifenmaterial von der jeweiligen
Rolle abzieht und in Richtung nach unten von der Vorrichtung weg führt.
[0005] Sofern der Vorrat an Streifenmaterial der jeweiligen Rolle erschöpft ist, kann eine
neue Vorratsrolle vom Arm entgegengenommen werden und die verbrauchte Rolle ohne Streifenmaterial
vom Arm abgeworfen werden. Da vor Entgegennahme der neuen Rolle ein Einfädeln eines
Anfangs des jeweiligen Streifenmaterials zwischen zwei benachbarte Walzen erfolgen
muss, die verbrauchte Rolle vom Arm abgeworfen werden muss und die neue Rolle durch
den Arm vor Abwickeln entgegengenommen wird, setzt ein Wechselvorgang zwingend eine
Unterbrechung des Bandabwicklungsprozesses voraus. Aus diesem Grund kann während des
Wechselvorgangs kein Streifenmaterial zur Verfügung gestellt werden, so dass ein Umwickeln
der jeweiligen Artikel mit dem Streifenmaterial für einen bestimmten Zeitabschnitt
unterbrochen ist. Außerdem bedingt jeder Wechselvorgang eine Vielzahl notwendiger
Prozessschritte, was einen komplexen Aufbau der Vorrichtung erfordert und zur ausgedehnten
Umsetzung des Verfahrens führt.
[0006] Dementsprechend wird es als das vorrangige Ziel der vorliegenden Erfindung gesehen,
eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, welche sich durch eine
erhöhte Flexibilität beim Wechseln von Vorratsrollen auszeichnen. Zudem soll das Verfahren
auf einfache Art und Weise umgesetzt werden können und die Vorrichtung einen unkomplizierten
Aufbau besitzen.
[0007] Diese Ziele werden mit den Gegenständen der unabhängigen Ansprüche erreicht. Merkmale
vorteilhafter Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
So schlägt die Erfindung zur Erreichung der genannten Ziele einerseits ein Verfahren
vor, das ein Wechseln von Wechselträgereinheiten mit auf Vorratsrollen aufgewickeltem
flächigem Verpackungsmaterial, insbesondere Verpackungsfolie, innerhalb einer Verpackungsmaschine
ermöglicht. Die Verpackungsmaschine ist mit Einrichtungen zur zumindest teilweisen
Umhüllung von Stückgütern, Gebinden, Artikelgruppen etc. mit Verpackungsfolie ausgestattet.
Die Einrichtungen zur zumindest teilweisen Umhüllung von Stückgütern, Gebinden, Artikelgruppen
etc. können bspw. über Führungsstäbe verfügen, welche das flächige Verpackungsmaterial
an den jeweiligen Stückgütern, Gebinden, Artikelgruppen etc. anlegen. Dem angesprochenen
Fachmann ist bekannt, wie er derartige Einrichtungen ausgestalten kann, so dass im
Rahmen der vorliegenden Beschreibung nicht auf sämtliche denkbaren Varianten eingegangen
wird.
[0008] Vorgesehen ist bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, dass als Wechselmagazine ausgebildete
sog. Trägereinheiten oder Wechselträgereinheiten mit neuen Vorratsrollen in einer
Reihe hintereinander einem Arbeitsbereich einer Handhabungseinrichtung zugeführt werden.
Denkbar ist hierfür, dass die jeweiligen Wechselträgereinheiten bei ihrer Zuführung
an den Arbeitsbereich auf einer Horizontalfördereinrichtung stehen, die sich zumindest
abschnittsweise in den Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung erstreckt bzw. die
jeweiligen Wechselmagazine oder Wechselträgereinheiten dem Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung
zuführt. Die Horizontalfördereinrichtung kann vorzugsweise als Förderband und insbesondere
als Endlosförderband ausgebildet sein.
[0009] Die Wechselträgereinheiten können derart auf der Horizontalfördereinrichtung aufstehen,
dass sie im Wesentlichen fluchtend zur Transportrichtung der Horizontalfördereinrichtung
angeordnet sind. Die jeweilige Längsachse von Vorratsrollen der auf der Horizontalfördereinrichtung
aufstehenden Wechselträgereinheiten kann insbesondere senkrecht zur Transportrichtung
der Horizontalfördereinrichtung orientiert sein. Demnach können mehrere, vorzugsweise
jedoch sämtliche neuen Vorratsrollen der auf der Horizontalfördereinrichtung aufstehenden
und dort zur Maschine beförderten Wechselträgereinheiten parallel zueinander orientiert
sein und während des Transportes über die Horizontalfördereinrichtung ihre parallele
Orientierung unverändert beibehalten.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die ununterbrochene Produktion der Verpackungsmaschine
mit endlos zugeführtem Verpackungs- oder Folienmaterial, da zu jedem Zeitpunkt ein
"aktive" Vorratsrolle existiert, die sich in der Wechselträgereinheit befindet und
dort abgerollt wird. Während dieses Abwickelvorganges, der eine gewisse Betriebsdauer
ermöglicht, kann problemlos die jeweils andere Wechselträgereinheit, deren Vorratsrolle
abgewickelt ist, und die deshalb "inaktiv" ist, aus der Verpackungsmaschine entnommen
werden und durch eine neue, auf diese Weise in Bereitschaft gebrachte, Wechselträgereinheit
mit einer vollen Vorratsrolle an Verpackungsmaterial ersetzt werden. Aufgrund der
- theoretisch unbegrenzten - Vielzahl von quasi-endlos zuführbaren Wechselträgereinheiten,
die jeweils nacheinander in den Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung gebracht
werden können, kann die Verpackungsmaschine über eine sehr lange Betriebdauer ununterbrochen
im Einsatz bleiben.
[0011] In bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen sein,
dass die Horizontalfördereinrichtung eine bestimmte Längserstreckung besitzt, so dass
mehrere - ggf. auch eine Vielzahl von - Wechselträgereinheiten mit Vorratsrollen und
flächigem Verpackungsmaterial auf der Horizontalfördereinrichtung abgelegt werden
können und zeitgleich auf der Horizontalfördereinrichtung aufstehen. Im Regelfall
ist es sinnvoll, mindestens drei, vier oder fünf solcher Wechselträgereinheiten hintereinander
anzuordnen und der Verpackungsmaschine in einer Reihe zuzuführen, damit zumindest
eine gewisse Betriebsdauer ohne Maschinenunterbrechung ermöglicht ist.
[0012] Die Horizontalfördereinrichtung kann hierbei als Puffersystem ausgebildet sein, so
dass ggf. ein oder mehrere Wechselträgereinheiten auf der Horizontalfördereinrichtung
manuell und/oder automatisch abgelegt und bei Nichtgebrauch auf bzw. mittels der Horizontalfördereinrichtung
zwischengespeichert werden können. Bei Ausbildung der Horizontalfördereinrichtung
als Puffersystem können sich vorteilhafterweise mehrere vorbereitete Wechselträgereinheiten
mit Vorratsrollen und flächigem Verpackungsmaterial auf der Horizontalfördereinrichtung
befinden, wobei bei einem Wechselvorgang die jeweiligen Wechselträgereinheiten mit
neuen Vorratsrollen und flächigem Verpackungsmaterial über die Handhabungseinrichtung
von der Horizontalfördereinrichtung entgegengenommen werden.
[0013] Vorstellbar ist hierbei, dass die Horizontalfördereinrichtung intermittierend betrieben
wird, wobei vermittels der Horizontalfördereinrichtung nach Entgegennahme eines oder
mehrerer Wechselträgereinheiten durch die Handhabungseinrichtung ein oder mehrerer
weitere Wechselträgereinheiten dem Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung zugeführt
werden. Sofern sich im Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung eine bestimmte bzw.
ausreichende Anzahl von Wechselträgereinheiten befinden, kann die Horizontalfördereinrichtung
stillstehen bzw. keine weitere Zuführung von Wechselträgereinheiten mit neuen Vorratsrollen
an den Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung vornehmen. Die Horizontalfördereinrichtung
kann hierzu mit einer Steuereinheit gekoppelt sein, welche zudem mit der Handhabungseinrichtung
in Verbindung steht. Auf der Steuereinheit können geeignete Algorithmen bzw. Vorgaben
zum intermittierenden Betrieb der Horizontalfördereinrichtung unter Berücksichtigung
einer Entgegennahme von Wechselträgereinheiten durch die Handhabungseinrichtung abgelegt
sein. Vorstellbar ist zudem, dass die Steuerungseinheit mit einer nachfolgend noch
näher beschriebenen Abführeinrichtung in Verbindung steht und die Abführeinrichtung
unter Berücksichtigung eines Wechselvorgangs intermittierend steuert.
[0014] Weiter ist vorgesehen, dass ein Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung sich zumindest
in eine Position der Betriebslage des in der Verpackungsmaschine angeordneten, mit
einer Vorratsrolle bestückten Magazins bzw. Wechselträgereinheit erstreckt. Wie nachfolgend
noch näher erwähnt, sind in der Verpackungsmaschine mindestens zwei unterschiedliche
Einbaupositionen für Wechselträgereinheiten mit neuen Vorratsrollen vorgesehen. Der
Arbeitsbereich kann hierbei derart ausgebildet sein, dass über die Handhabungseinrichtung
Wechselträgereinheiten mit neuen Vorratsrollen in sämtliche der mindestens zwei Einbaupositionen
einsetzbar sind.
[0015] So kann die Handhabungseinrichtung zur Entgegennahme und zum Einsetzen von Wechselträgereinheiten
in die Verpackungsmaschine bspw. einen Greifarm besitzen, dessen Erstreckung bei radialer
Bewegung den Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung definiert. Als Arbeitsbereich
kann im Rahmen vorliegender Erfindung derjenige Bereich ausgebildet sein, innerhalb
dessen die Handhabungseinrichtung Wechselträgereinheiten aufnehmen und an die Verpackungsmaschine
weitergeben bzw. in die jeweilige Einbauposition der Verpackungsmaschine einsetzen
kann.
[0016] Vorstellbar ist bspw., dass die Handhabungseinrichtung zwischen der vorherig erwähnten
Horizontalfördereinrichtung und der jeweiligen Position einer Betriebslage der in
der Verpackungsmaschine befindlichen Wechselträgereinheit angeordnet ist. In bevorzugten
Ausführungsformen kann die Handhabungseinrichtung seitlich zur jeweils in der Verpackungsmaschine
befindlichen Wechselträgereinheit angeordnet sein und durch eine Schwenkbewegung eines
Greifarmes das Einsetzen der jeweiligen Wechselträgereinheit mit neuer Vorratsrolle
in die Verpackungsmaschine bewirken.
[0017] Auch ist der Arbeitsbereich derart auszubilden, dass die Handhabungseinrichtung in
der Verpackungsmaschine befindliche Wechselträgereinheiten und aufgebrauchte Vorratsrollen
durch jeweils neue Wechselträgereinheiten mit einer neuen Vorratsrolle ersetzen kann.
So kann bspw. vorgesehen sein, dass nach Einsetzen von Wechselträgereinheiten mit
neuen Vorratsrollen die jeweiligen Vorratsrollen der eingesetzten Wechselträgereinheit
fest mit der Verpackungsmaschine verbunden wird, so dass die Wechselträgereinheit
ohne die Vorratsrolle von der Handhabungseinrichtung aus der Verpackungsmaschine entnommen
werden kann. In bevorzugten Ausführungsformen wird in einem Verfahrensschritt von
der neuen Verpackungsrolle flächiges Verpackungsmaterial abgewickelt und in einem
weiteren und nachfolgenden Verfahrensschritt die Wechselträgereinheit bzw. das Wechselmagazin
aus der Verpackungsmaschine entnommen.
[0018] Denkbar ist hierbei auch, dass bei Einsetzen der Wechselträgereinheit mit der neuen
Vorratsrolle die neue Vorratsrolle auf einen Haltedorn der Verpackungsmaschine aufgesetzt
wird. Der Haltedorn kann derart ausgebildet sein, dass er nach Einsetzen der Wechselträgereinheit
mit der neuen Vorratsrolle seinen maximalen Querschnittsdurchmesser vergrößert und
hierdurch die neue Vorratsrolle klemmend fixiert. Vorteilhafterweise kann nach klemmender
Fixierung der Vorratsrolle über den Haltedorn eine Entnahme der Wechselträgereinheit
ohne die neue Vorratsrolle erfolgen. Vermittels der klemmenden Fixierung über den
Haltedorn mit vergrößertem maximalem Querschnittsdurchmesser wird ein Verrutschen
bzw. eine Positionsänderung der neuen Vorratsrolle bei Entnahme der Wechselträgereinheit
verhindert.
[0019] Insbesondere haben sich Ausführungsformen bewährt, bei welchen nach Einsetzen der
Wechselträgereinheit mit neuer Vorratsrolle in die Verpackungsmaschine zunächst ein
teilweises jedoch nicht vollständiges Abwickeln des flächigen Verpackungsmaterials
von der neuen Vorratsrolle erfolgt, bevor die neue Vorratsrolle über den jeweiligen
Haltedorn geklemmt wird bzw. bevor die jeweilige Wechselträgereinheit der teilweise
jedoch nicht vollständig abgewickelten Vorratsrolle aus der Verpackungsmaschine entnommen
wird.
[0020] Erfindungsgemäß ist zudem vorgesehen, dass jeweils neue Wechselträgereinheiten abwechselnd
an mindestens zwei unterschiedlichen Einbaupositionen in der Verpackungsmaschine eingesetzt
und deren flächiges Verpackungsmaterial mit dem noch in der Verpackungsmaschine befindlichen
Verpackungsmaterial verbunden wird.
[0021] Zum Verbinden des flächigen Verpackungsmaterials von neuen Vorratsrollen mit dem
in der Verpackungsmaschine befindlichen Verpackungsmaterial eignen sich bspw. Schweissvorgänge,
insbesondere Schweissvorgänge mit einem Schweissbalken o. dgl. In bevorzugten Ausführungsformen
wird das flächige Verpackungsmaterial der jeweiligen neuen Vorratsrolle mit dem in
der Verpackungsmaschine befindlichen Verpackungsmaterial vor Verbindung bzw. vor Verschweißung
in Anlage gebracht. So kann bspw. vorgesehen sein, dass die Verpackungsmaschine zwei
Einbaupositionen für jeweils eine Wechselträgereinheit mit neuer Vorratsrolle besitzt.
So kann an einer ersten der beiden Einbaupositionen eine Vorratsrolle angeordnet sein,
von welcher Verpackungsmaterial abgewickelt wird, wobei zeitgleich in die zweite der
Einbauposition durch die Handhabungseinrichtung eine neue Wechselträgereinheit mit
neuer Vorratsrolle und Verpackungsmaterial eingesetzt wird.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren ist in bevorzugten Ausführungsformen derart ausgebildet,
dass an wenigstens einer der Einbaupositionen kontinuierlich eine Vorratsrolle angeordnet
ist, von welcher flächiges Verpackungsmaterial abgewickelt wird. Ist im Bereich der
ersten Einbauposition eine Wechselträgereinheit angeordnet bzw. ist der Vorratsrolle,
von welcher Verpackungsmaterial abgewickelt wird, noch eine Wechselträgereinheit zugeordnet,
so kann eine Entnahme der Wechselträgereinheit aus der ersten Einbauposition durch
die Handhabungseinrichtung erfolgen. Hierzu kann sinnvollerweise vorgesehen sein,
dass, wie vorhergehend bereits erwähnt, die Vorratsrolle, von welcher Verpackungsmaterial
abgewickelt wird, durch einen Haltedorn vermittels Vergrößerung seines maximalen Querschnittsdurchmessers
geklemmt wird.
[0023] Nach Entgegennahme einer Wechselträgereinheit aus der Einbauposition kann die Handhabungseinrichtung
die jeweilige Wechselträgereinheit vorzugsweise auf einer Abführeinrichtung absetzen.
Die Abführeinrichtung kann ebenso als Horizontalfördereinrichtung ausgebildet sein.
Insbesondere sind Ausführungsformen vorstellbar, bei welchen die Abführeinrichtung
durch ein Förderband bzw. ein Endlosförderband ausgebildet ist.
[0024] Erfolgt die Zuführung von Wechselmagazinen oder Wechselträgereinheiten mit neuen
Vorratsrollen an den Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung, wie vorhergehend bereits
erwähnt, durch eine Horizontalfördereinrichtung, so kann die Abführeinrichtung parallel
zu dieser orientiert sein. Die Transportrichtung für den Abtransport von Magazinen
kann somit parallel zur Transportrichtung für die Zuführung von Wechselträgereinheiten
mit neuen Vorratsrollen verlaufen. Bspw. kann die Abführung der Magazine in Richtung
eines Ausstattungsbereichs erfolgen, wobei im Ausstattungsbereich abgeführte Magazine
oder Wechselträgereinheiten mit neuen Vorratsrollen bestückt und als Wechselmagazine
oder Wechselträgereinheiten mit neuen Vorratsrollen auf die Horizontalfördereinrichtung
zur Zuführung an den Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung gesetzt werden. Im
Ausstattungsbereich kann somit die Vorbereitung der Wechselträgereinheiten mit neuen
Vorratsrollen erfolgen. Die Vorbereitung der jeweiligen Wechselträgereinheiten mit
neuen Vorratsrollen kann automatisiert und/oder manuell erfolgen.
[0025] Wie vorhergehend bereits erwähnt, kann an wenigstens einer der Einbaupositionen kontinuierlich
eine Vorratsrolle angeordnet sein, von welcher flächiges Verpackungsmaterial abgewickelt
wird. Sofern in eine weitere der Einbaupositionen eine Wechselträgereinheit mit neuer
Vorratsrolle eingesetzt wird, kann das flächige Verpackungsmaterial der neuen Vorratsrolle
mit dem flächigen Verpackungsmaterial der weiteren Vorratsrolle, von welcher flächiges
Verpackungsmaterial abgewickelt wird, verbunden werden.
[0026] Zum vereinfachten Einsetzen der Wechselträgereinheiten und zum vereinfachten Verbinden
der jeweiligen flächigen Verpackungsmaterialien kann in bevorzugten Ausführungsformen
vorgesehen sein, dass die Wechselträgereinheiten abwechselnd für jeweils mindestens
zwei unterschiedliche Einbaupositionen in der Verpackungsmaschine zur Verfügung gestellt
werden, wobei die Wechselträgereinheiten für die wenigstens zwei unterschiedlichen
Einbaupositionen in der Verpackungsmaschine bei Zuführung an den Arbeitsbereich der
Handhabungseinrichtung vorbereitet sind.
[0027] Hierzu können erste Wechselträgereinheiten vorgesehen sein, die zum Einsetzen in
die erste Einbauposition ausgebildet sind. Zudem können zweite Wechselträgereinheiten
vorgesehen sein, die zum Einsetzen in die zweite Einbauposition ausgebildet sind.
Erste und zweite Wechselträgereinheiten können abwechselnd dem Arbeitsbereich der
Handhabungseinrichtung zugeführt werden und wahlweise auch abwechselnd von der Handhabungseinrichtung
entgegengenommen und in die für das jeweilige erste oder zweite Wechselmagazin jeweils
vorgesehenen Einbaupositionen eingesetzt werden. Erfolgt die Zuführung von Wechselträgereinheiten
über eine Horizontalfördereinrichtung, können im Rahmen der Vorbereitung erste und
zweite Wechselträgereinheiten abwechselnd in einer Reihe hintereinander auf der Horizontalfördereinrichtung
aufstehend angeordnet werden.
[0028] Neue Vorratsrollen der jeweils ersten Wechselträgereinheiten können bei einem Transport
über die Horizontalfördereinrichtung und/oder in der jeweiligen Einbauposition parallel
zu neuen Vorratsrollen der jeweiligen zweiten Wechselträgereinheiten orientiert sein.
Sinnvollerweise können erste und zweite Magazine bzw. Trägereinheiten der aufgebrauchten
Vorratsrollen abwechselnd aus der Verpackungsmaschine entnommen werden und ggf. auf
einer Abführeinrichtung abgesetzt werden.
[0029] Sofern die Wechselträgereinheiten bei Zuführung an den Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung
auf einer Horizontalfördereinrichtung aufstehen, kann die Transportrichtung der Horizontalfördereinrichtung
derart orientiert sein, dass ein Einsetzen der Wechselträgereinheiten in die jeweiligen
Einbaupositionen ohne ein Drehen der Wechselträgereinheiten und vermittels eines Versetzens
durch die Handhabungseinrichtung durchführbar ist. Insbesondere können die jeweiligen
Wechselträgereinheiten mit neuen Vorratsrollen zum Einsetzen in die jeweilige Einbauposition
angehoben werden.
[0030] Sofern die Abführung der Wechselträgereinheiten bzw. Magazine mit verbrauchten Vorratsrollen
ebenso durch eine Horizontalfördereinrichtung erfolgt, kann die Horizontalfördereinrichtung
derart orientiert sein, dass ein Absetzen der Wechselträgereinheiten bzw. Magazine
ohne Drehen auf der als Horizontalfördereinrichtung ausgebildeten Abführeinrichtung
erfolgt.
[0031] Insbesondere haben sich Ausführungsformen bewährt, bei welchen die Handhabungseinrichtung
durch einen mehrachsig beweglichen Handhabungsroboter gebildet ist, der sowohl neue
Wechselträgereinheiten in die Verpackungsmaschine einsetzt als auch verbrauchte Wechselträgereinheiten
bzw. Magazine aus der Verpackungsmaschine entnimmt.
[0032] Hierzu kann der Handhabungsroboter um eine vertikal orientierte Achse drehbeweglich
ausgebildet sein. Ein Greifarm des Handhabungsroboters kann um eine zumindest annäherungsweise
horizontal orientierte Achse heb- und senkbar sein. Der Greifarm kann aus zwei oder
mehreren Teilen bestehen, die ggf. um zumindest annäherungsweise horizontal orientierte
Achsen gegensinnig verschwenkbar sind. Weiter kann der Handhabungsroboter einen Kopf
aufweisen, der drehbeweglich ausgebildet und zur Entgegennahme der jeweiligen Wechselträgereinheiten
und/oder aufgebrauchter Vorratsrollen vorgesehen ist.
[0033] Denkbar ist hierbei, dass die Handhabungseinrichtung vor einer Entnahme der jeweiligen
aufgebrauchten Vorratsrolle die jeweilige der Vorratsrolle zugeordnete Wechselträgereinheit
entnimmt und bei Entnahme der Wechselträgereinheit die jeweilige zugeordnete Vorratsrolle
wenigstens einen Restbestand an flächigem Verpackungsmaterial besitzt. Verpackungsmaterial
kann von der jeweiligen Vorratsrolle während der Entnahme des Magazins abgewickelt
werden.
[0034] Vorstellbar ist zudem, dass die Handhabungseinrichtung bzw. der Handhabungsroboter
vordem Einsetzen neuer Wechselträgereinheiten eine aufgebrauchte Vorratsrolle aus
der Verpackungsmaschine entnimmt. Ist eine Vorratsrolle aufgebraucht, so ist kein
flächiges Verpackungsmaterial mehr auf der Vorratsrolle gespeichert.
[0035] Wie vorhergehend bereits erwähnt, können die Vorratsrollen bei Einsetzen der jeweiligen
Wechselträgereinheit in die Einbauposition auf einen Haltedorn aufgesetzt werden.
Bei Entnahme der Vorratsrolle aus der Verpackungsmaschine kann die Handhabungseinrichtung
die jeweilige Rolle somit ggf. vom Haltedorn abziehen. Wurde die Vorratsrolle am Haltedorn
durch Vergrößerung seines maximalen Querschnittsdurchmessers fixiert, so kann sinnvollerweise
die Fixierung vor Entnahme der Vorratsrolle durch Verminderung des maximalen Querschnittsdurchmessers
des Haltedorns gelöst werden. Zur Entnahme der jeweiligen aufgebrauchten Vorratsrolle
aus der Verpackungsmaschine kann die Handhabungseinrichtung über ein oder mehrere
Greiffinger oder dergleichen verfügen, welche die jeweilige aufgebrauchte Vorratsrolle
zur Entnahme aus der Verpackungsmaschine klemmend erfassen.
[0036] Vorstellbar ist bspw., dass die Handhabungseinrichtung die aufgebrauchte Vorratsrolle
in einem Speicherbehältnis ablegt. Auch kann vorgesehen sein, dass die Handhabungseinrichtung
die aufgebrauchte Vorratsrolle nach Entnahme aus der Verpackungsmaschine an eine oder
mehrere Transporteinrichtungen zur Abführung weitergibt. Die aufgebrauchte Vorratsrolle
kann hierauf mit weiterem flächigen Verpackungsmaterial versehen werden und als neue
Vorratsrolle mit einem entsprechenden Wechselmagazin bzw. einer Wechselträgereinheit
dem Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung erneut zugeführt werden. Die Vorratsrolle
kann hinsichtlich ihrer Geometrie als Hohlzylinder ausgebildet sein und bspw. aus
Kunststoff oder Materialien mit zellulosehaltigen Bestandteilen bestehen.
[0037] In bevorzugten Ausführungsformen kann zudem vorgesehen sein, dass ein Anfang des
flächigen Verpackungsmaterials einer Vorratsrolle der jeweils neu eingesetzten Wechselträgereinheiten
unter Auftrennung eines Endes der jeweils aufgebrauchten Vorratsrolle der jeweils
anderen Wechselträgereinheiten mit einem Abschnitt des in der Verpackungsmaschine
geführten flächigen Verpackungsmaterials verbunden wird, insbesondere durch einen
Schweißvorgang mittels eines Schweißbalkens oder dergleichen.
[0038] Beispielsweise kann durch ein Führungselement der Anfang des flächigen Verpackungsmaterials
an dem in der Verpackungsmaschine geführten flächigen Verpackungsmaterial angelegt
werden, wobei anschließend eine Verschweißung mittels des Schweißbalkens erfolgt.
Vorstellbar ist hierbei, dass während oder unmittelbar nach Auftrennung des Endes
der jeweils aufgebrauchten Vorratsrolle der Anfang des flächigen Verpackungsmaterials
an dem in der Verpackungsmaschine geführten flächigen Verpackungsmaterial angelegt
wird. Das Führungselement kann hierbei eine Bewegung beschreiben, welche zumindest
annäherungsweise in vertikaler Richtung nach unten orientiert ist. Weiter kann das
Führungselement bei seiner vertikalen Bewegung nach unten mit dem flächigen Verpackungsmaterial
in Kontakt treten. Der Anfang des flächigen Verpackungsmaterials kann zusammen mit
dem Führungselement in vertikaler Richtung nach unten und gegen das in der Verpackungsmaschine
geführte flächige Verpackungsmaterial geführt werden. Vorzugsweise ist der Anfang
des flächigen Verpackungsmaterials mit dem in der Verpackungsmaschine geführten flächigen
Verpackungsmaterial vor Verschweißung bereits in Oberflächenkontakt gebracht. Insbesondere
haben sich Ausführungsformen bewährt, bei welchen das Führungselement bei seiner vertikalen
Führung nach unten über die gesamte Breite des flächigen Verpackungsmaterials mit
dem flächigen Verpackungsmaterial in Kontakt gebracht wird.
[0039] Um die jeweiligen Stückgüter, Gebinde, Artikelgruppen oder dergleichen permanent
mit flächigem Verpackungsmaterial umhüllen zu können, haben sich insbesondere Ausführungsformen
bewährt, bei denen eine Wechselträgereinheit mit einer verbrauchten Vorratsrolle an
Verpackungsmaterial während eines ununterbrochenen Betriebs der Verpackungsmaschine
entnommen und durch eine Wechselträgereinheit mit einer neuen Vorratsrolle ersetzt
wird. Um einen ununterbrochenen Betrieb gewährleisten zu können, muss eine Wechselträgereinheit
mit neuer Vorratsrolle in die jeweilige Einbauposition der Verpackungsmaschine bereits
eingesetzt sein, bevor das flächige Verpackungsmaterial einer Vorratsrolle in einer
weiteren Einbauposition vollständig aufgebraucht bzw. vollständig abgewickelt ist.
Das flächige Verpackungsmaterial der neuen Vorratsrolle kann sodann mit dem flächigen
Verpackungsmaterial der weiteren Vorratsrolle vorzugsweise mittels Verschweißung verbunden
werden.
[0040] Ein weiteres Merkmal von diversen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens
kann darin bestehen, dass sich in der Verpackungsmaschine ein aktives Trägerelement
bzw. eine aktive Wechselträgereinheit befindet, deren Vorratsrolle mit Verpackungsmaterial
abgewickelt wird, während sich bereits eine noch inaktive Wechselträgereinheit ebenfalls
in der Maschine befindet, die zuvor dort mittels der Handhabungseinrichtung platziert
wurde. Wenn die Vorratsrolle der aktiven Wechselträgereinheit verbraucht und abgerollt
ist, kann durch Verschweißen des Verpackungsmaterials mit dem Folienanfang der jeweils
anderen Wechselträgereinheit ein "Umschalten" zwischen den beiden Wechselträgereinheiten
erfolgen, so dass die erste Wechselträgereinheit mit der verbrauchten Vorratsrolle
zu einem geeigneten Zeitpunkt aus der Maschine entnommen werden kann, ohne dass es
zu einer Unterbrechung der Verpackungsvorgänge kommen muss. D.h., das Trägerelement
mit der leeren Vorratsrolle kann unmittelbar nach dem Verschweißen des Bandanfangs
der Vorratsrolle des jeweils anderen Trägerelements aus der Verpackungsmaschine entnommen
und abtransportiert werden. Da sich diese Vorgänge bei einer ausreichenden Versorgung
mit einer Vielzahl von hintereinander zugeführten Wechselträgereinheiten nahezu beliebig
oft wiederholen lassen, ist damit ein quasi-endloser Betrieb der Verpackungsmaschine
ermöglicht, sofern auf der Zuführeinrichtung genügend neue Wechselträgereinheiten
mit jeweils neuen Vorratsrollen an Verpackungsmaterial zugeführt werden. Da die Puffergröße
grundsätzlich beliebig erweiterbar ist, kann eine nahezu beliebig lange Betriebsdauer
für einen ununterbrochenen Dauerbetrieb vorgegeben und realisiert werden. Ein weiterer
Vorteil der eingesetzten Trägerelemente bzw. Wechselträgereinheiten besteht darin,
dass die Handhabungseinrichtung bzw. der hierfür eingesetzte Roboter nicht direkt
die Vorratsrollen mit dem aufgewickelten Verpackungsmaterial greifen muss. Dadurch
kann das Teil - d.h. die gesamte Wechselträgereinheit - im laufenden Betrieb entnommen
und eingesetzt werden. Die an den Wechselträgereinheiten vorgesehenen Klemmstäbe,
an denen der Bandanfang fixiert werden kann, erleichtern das automatische Verschweißen
des Verpackungsmaterials bzw. der Verpackungsfolie erheblich, und dies unter gleichzeitiger
exakter Positionierung des abgewickelten Materials. Es ist weder ein Einfädeln des
Materialanfangs noch dessen manuelle oder manuell unterstützte Fixierung oder Verschweißung
am Endlosmaterial in der Maschine erforderlich, so dass auf bisher erforderliche Fertigungs-
und Handhabungsschritte verzichtet werden kann.
[0041] In diversen Ausführungsformen kann vorgesehen sein, dass eine Entnahme einer Kassette
sowie einer leeren Vorratsrolle aus der Verpackungsmaschine zumindest näherungsweise
zeitgleich und in einem Verfahrensschritt erfolgt. In besonders bevorzugten Ausführungsformen
ist jedoch, wie vorhergehend bereits detailliert beschrieben, vorgesehen, dass leere
Vorratsrollen sowie Kassetten in separaten und aufeinanderfolgenden Prozessschritten
aus der Verpackungsmaschine entnommen werden.
[0042] Die vorliegende Erfindung betrifft zudem eine Vorrichtung zum Wechseln von Wechselträgereinheiten
mit auf Vorratsrollen aufgewickeltem flächigem Verpackungsmaterial, insbesondere Verpackungsfolie,
innerhalb einer Verpackungsmaschine. Hierzu sei erwähnt, dass sämtliche vorherig beschriebenen
Merkmale, welche zur Umsetzung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen sein können,
ebenso bei diversen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendbar
sind. Ebenso können sämtliche Merkmale die nachfolgend für diverse Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben werden, bei weiteren Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Verfahrens Verwendung finden.
[0043] Die Verpackungsmaschine ist mit Einrichtungen zur zumindest teilweisen Umhüllung
von Stückgütern, Gebinden, Artikelgruppen etc. mit Verpackungsfolie ausgestattet.
[0044] Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst eine Zuführeinrichtung zur Bereitstellung
von Wechselmagazinen oder Wechselträgereinheiten mit neuen Vorratsrollen in einer
Reihe hintereinander, welche einem Arbeitsbereich einer Handhabungseinrichtung zugeordnet
ist. Wie vorhergehend bereits erwähnt, kann die Zuführeinrichtung in bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung durch eine oder mehrere Horizontalfördereinrichtungen ausgebildet
sein, welche die jeweiligen Wechselträgereinheiten mit neuen Vorratsrollen in den
Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung führt. Insbesondere eignen sich Ausführungsformen
mit Ausbildung der ein oder mehreren Horizontalfördereinrichtung durch ein oder mehrere
Endlosförderbänder. Die als Zuführeinrichtung ausgebildeten ein oder mehreren Horizontalfördereinrichtungen
erstrecken sich somit ggf. wenigstens abschnittsweise in den Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung.
In diversen Ausführungsformen können auch mehr als eine Handhabungseinrichtung Verwendung
finden. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass bei bevorzugten Ausführungsformen
eine Handhabungseinrichtung ausreichen kann, um Wechselträgereinheiten mit neuen Vorratsrollen
abwechselnd in die jeweilige Einbauposition einzusetzen.
[0045] Insbesondere wenn die Zuführeinrichtung durch eine oder mehrere Horizontalfördereinrichtungen
ausgebildet ist, kann es sein, dass die ein oder mehreren Horizontalfördereinrichtungen
taktweise bzw. intermittierend betrieben werden. Beispielsweise kann vorgesehen sein,
dass nach Entgegennahme eines oder mehrerer Wechselträgereinheiten von der Handhabungseinrichtung
ein oder mehrere weitere Wechselträgereinheiten mittels der Zuführeinrichtung bzw.
mittels der ein oder mehreren Horizontalfördereinrichtungen in den Arbeitsbereich
der Handhabungseinrichtung geführt werden, so dass von der Zuführeinrichtung nach
Möglichkeit durchgehend wenigstens eine Wechselträgereinheit für den Arbeitsbereich
der Zuführeinrichtung zur Verfügung gestellt wird.
[0046] Die Zuführeinrichtung bzw. die ein oder mehreren Horizontalfördereinrichtungen können
hierbei als Puffersystem ausgebildet sein, welches mehrere Wechselträgereinheiten
mit neuen Vorratsrollen speichert und die Handhabungseinrichtung bei Bedarf mit den
jeweiligen Wechselträgereinheiten versorgt.
[0047] Der Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung erstreckt sich zumindest in eine Position
der Betriebslage der in der Verpackungsmaschine angeordneten, mit einer Vorratsrolle
bestückten Wechselträgereinheit. Weiter ist der Arbeitsbereich derart ausgebildet,
dass mittels der Handhabungseinrichtung die neuen Wechselträgereinheiten an den unterschiedlichen
Einbaupositionen in die Vorrichtung einsetzbar sind.
[0048] Bei erfindungsgemäßer Vorrichtung ist weiter vorgesehen, dass jeweils neue Wechselträgereinheiten
mit der jeweils neuen Vorratsrolle abwechselnd an mindestens zwei unterschiedlichen
Einbaupositionen in der Verpackungsmaschine einsetzbar und deren flächiges Verpackungsmaterial
mit dem noch in der Verpackungsmaschine befindlichen Verpackungsmaterial verbindbar
ist. Vorstellbar ist bspw., dass zwei Einbaupositionen für Wechselträgereinheiten
und Vorratsrollen vorgesehen sind, wobei bei vorhandenen Vorratsrollen in beiden der
Einbaupositionen die Vorratsrolle der ersten Einbauposition eine parallele Orientierung
zur Vorratsrolle der zweiten Einbauposition aufweist.
[0049] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Wechselträgereinheiten spätestens bei Eintreten
in den Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung jeweils für die wenigstens zwei unterschiedlichen
Einbaupositionen in der Verpackungsmaschine vorbereitet sind. So kann einer vorbereiteten
Wechselträgereinheit eine neue Vorratsrolle zugeordnet sein. Weiter kann eine vorbereitete
Wechselträgereinheit durch eine bestimmte Orientierung auf der Zuführeinrichtung gekennzeichnet
sein, so dass es vermittels der Handhabungseinrichtung von der Zuführeinrichtung entgegengenommen
und ohne Drehen in der jeweiligen Einbauposition eingesetzt werden kann.
[0050] In bevorzugten Ausführungsformen können die Wechselträgereinheiten jeweils durch
Kassetten gebildet sein, die einen Rahmen aufweisen, der zum tragenden Halten der
jeweiligen neuen Vorratsrolle und ihrem flächigen Verpackungsmaterial ausgebildet
ist. Beispielsweise kann der Rahmen mindestens zwei sich jeweils parallel zur jeweiligen
neuen Vorratsrolle erstreckende Stützstäbe aufweisen, auf welchen die jeweilige neue
Vorratsrolle aufliegt. Die jeweilige Längserstreckung der mindestens zwei Stützstäbe
kann mindestens der Längserstreckung der Vorratsrolle entsprechen, vorzugsweise jedoch
näherungsweise identisch zur Längserstreckung der Vorratsrolle ausgebildet sein.
[0051] Weiter können die Wechselträgereinheiten, die Wechselmagazine bzw. die Kassetten
auf wenigstens einer Seite ein oder mehrere Bohrungen aufweisen, in welche die Handhabungseinrichtung
zur Aufnahme der jeweiligen Wechselträgereinheiten mit korrespondierend ausgebildeten
Greiffingern eintaucht. Vorstellbar ist zudem, dass die Wechselträgereinheiten einen
seitlichen Anschlag für die jeweilige neue Vorratsrolle ausbilden, an welchem die
jeweilige neue Vorratsrolle ansteht. Durch den Anschlag kann die jeweilige neue Vorratsrolle
von der jeweiligen Wechselträgereinheit bzw. von der jeweiligen Kassette in einer
vordefinierten Position gehalten werden. Ein seitliches Verrutschen der jeweiligen
neuen Vorratsrolle von dem jeweiligen Wechselmagazin bzw. von der jeweiligen Kassette
oder der jeweiligen Wechselträgereinheit wird durch den seitlichen Anschlag vermieden.
Die jeweiligen Wechselträgereinheiten bzw. die jeweiligen Kassetten können bspw. durch
Kunststoff und/oder Metall ausgebildet sein.
[0052] Zudem kann vorgesehen sein, dass die Kassetten oder Wechselträgereinheiten jeweils
einen sich parallel zur Vorratsrolle erstreckenden Haltestab besitzen, der vor Verbinden
mit dem in der Verpackungsmaschine befindlichen Verpackungsmaterial einen Anfang des
auf der neuen Vorratsrolle der jeweiligen Kassette aufgewickelten flächigen Verpackungsmaterials
trägt. Besitzt die jeweilige Wechselträgereinheit zudem wenigstens zwei Stützstäbe
zum Tragen der neuen Vorratsrolle, können sich die wenigstens zwei Stützstäbe und
der Haltestab parallel zueinander erstrecken.
[0053] In bevorzugten Ausführungsformen kann vorgesehen sein, dass wenigstens eine erste
Einbauposition für erste Wechselträgereinheiten vorgesehen ist und wenigstens eine
zweite Einbauposition für zweite Wechselträgereinheiten. Die ersten Wechselträgereinheiten
können hierbei einen Haltestab aufweisen, der an einer ersten Seite der Wechselträgereinheit
angeordnet ist, während die zweiten Wechselträgereinheiten einen Haltestab aufweisen,
der an einer zweiten Seite der Wechselträgereinheit angeordnet ist, wobei im Hinblick
auf die Zuführung der ersten und der zweiten Wechselträgereinheiten an den Arbeitsbereich
der Handhabungseinrichtung die erste Seite der zweiten Seite gegenüberliegt.
[0054] Zudem kann vorgesehen sein, dass bei den ersten Wechselträgereinheiten das flächige
Verpackungsmaterial der jeweiligen neuen Vorratsrolle nach oben in Richtung des Haltestabs
geführt ist, während bei den zweiten Wechselträgereinheiten das flächige Verpackungsmaterial
der jeweiligen neuen Vorratsrolle nach unten in Richtung des Haltestabes geführt ist.
[0055] In diversen Ausführungsformen kann das flächige Verpackungsmaterial, welches zur
zumindest teilweisen Umhüllung von Stückgütern, Gebinden, Artikelgruppen etc. vorgesehen
ist, optische Kennzeichnungen aufweisen, so dass eine Verbindung an definierten Positionen
des flächigen Verpackungsmaterials der neuen Vorratsrolle mit dem noch in der Verpackungsmaschine
befindlichen Verpackungsmaterial notwendig ist.
[0056] Hierfür haben sich Ausführungsformen bewährt, bei welchen die Haltestäbe der Kassetten
drehbar ausgebildet sind, so dass flächiges Verpackungsmaterial der jeweiligen neuen
Vorratsrolle auf den Haltestab der jeweiligen Kassette aufwickelbar ist. Ein Aufwickeln
des jeweiligen flächigen Verpackungsmaterials kann derart erfolgen, dass das jeweilige
flächige Verpackungsmaterial zur Verbindung ausgerichtet wird bzw. definierte Positionen
zur Verbindung des flächigen Verpackungsmaterials mit dem noch in der Verpackungsmaschine
befindlichen Verpackungsmaterial durch Aufwickeln vorgebbar sind.
[0057] Das Aufwickeln des flächigen Verpackungsmaterials auf den jeweiligen Haltestab kann
während bzw. im Rahmen der Vorbereitung der Wechselträgereinheiten und somit vor Eintritt
der Wechselträgereinheiten in den Arbeitsbereich der Handhabungseinrichtung erfolgen.
Denkbar ist hierbei, dass das Aufwickeln manuell und/oder automatisch vorgenommen
wird.
[0058] Insbesondere haben sich Ausführungsformen bewährt, bei welchen die Verpackungsmaschine
wenigstens eine erste Einbauposition für erste Wechselträgereinheiten aufweist und
wenigstens eine zweite Einbauposition für zweite Wechselträgereinheiten aufweist.
Die Haltestäbe der ersten Wechselträgereinheiten und der zweiten Wechselträgereinheiten
können auf gegenüberliegenden Seiten angeordnet sein, so dass die Haltestäbe der ersten
Wechselträgereinheiten bei Einsetzen in die erste Einbauposition in Richtung der zweiten
Einbauposition weisen und die Haltestäbe der zweiten Wechselträgereinheiten bei Einsetzen
in die zweite Einbauposition in Richtung der ersten Einbauposition weisen.
[0059] Wie vorhergehend bereits erwähnt, kann durch ein Führungselement der Anfang des flächigen
Verpackungsmaterials einer neuen Vorratsrolle an dem in der Verpackungsmaschine geführten
flächigen Verpackungsmaterial angelegt werden, wobei anschließend eine Verschweißung
mittels des Schweißbalkens erfolgt. Die jeweiligen Haltestäbe können bei eingesetzter
Wechselträgereinheit in der jeweiligen Einbauposition das flächige Verpackungsmaterial
der neuen Vorratsrolle unterhalb des Führungselementes am Führungselement vorbeiführen.
Durch eine vertikale Bewegung des Führungselementes nach unten kann sodann das flächige
Verpackungsmaterial der neuen Vorratsrolle an dem noch in der Verpackungsmaschine
befindlichen Verpackungsmaterial angelegt und nachfolgend vorzugsweise vermittels
einer Verschweißung mit dem noch in der Verpackungsmaschine befindlichen Verpackungsmaterial
verbunden werden.
[0060] Ebenso kann bei erfindungsgemäßer Vorrichtung bei Einsetzen der jeweiligen Wechselträgereinheit
in die jeweilige Einbauposition die jeweilige neue Vorratsrolle auf einen Haltedorn
aufsetzbar sein, so dass vermittels Vergrößerung seines Querschnittsdurchmessers die
jeweilige Vorratsrolle klemmend am Haltedorn fixierbar ist.
[0061] Auch im Rahmen der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann die Handhabungseinrichtung
durch einen mehrachsig beweglichen Handhabungsroboter gebildet sein, der sowohl neue
Wechselträgereinheiten in die Verpackungsmaschine einsetzt als auch verbrauchte Wechselträgereinheiten
mit leeren Vorratsrollen aus dieser entnimmt. Wie vorhergehend bereits erwähnt, kann
der Handhabungsroboter um eine vertikale Achse drehbar ausgebildet sein sowie einen
Greifarm besitzen, der um eine oder mehrere horizontal orientierte Achsen schwenkbar
ausgebildet ist.
[0062] Sofern eine Abführeinrichtung für durch die Handhabungseinrichtung aus der Verpackungsmaschine
entnommene Trägereinheiten vorgesehen ist, kann die Abführeinrichtung durch eine oder
mehrere Horizontalfördereinrichtungen, insbesondere durch Endlosförderbänder ausgebildet
sein.
[0063] Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der
beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente
zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen,
da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert
im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt eine schematische Perspektivansicht eines Ausführungsbeispiels für eine
erfindungsgemäße Vorrichtung zum Wechseln von Wechselträgereinheiten.
Fig. 2 zeigt eine weitere schematische Perspektivansicht der Vorrichtung aus gemäß
Fig. 1.
Fig. 3 zeigt eine schematische Draufsicht auf die Ausführungsform einer Vorrichtung
zum Wechseln von Magazinen aus den Figuren 1 und 2.
Fig. 4 zeigt detailliert einen Teil der Vorrichtung zum Wechseln von Wechselträgereinheiten
aus dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 3.
Fig. 5 zeigt eine schematische Perspektivansicht einer Wechselträgereinheit mit neuer
Vorratsrolle, wie sie für diverse Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung Verwendung
finden können.
Fig. 6 zeigt detailliert eine Handhabungseinrichtung, wie sie für diverse Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung Verwendung finden kann.
[0064] Für gleiche oder gleich wirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen
verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren
dargestellt, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind. Die
dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie die erfindungsgemäße
Vorrichtung oder das erfindungsgemäße Verfahren ausgestaltet sein können und stellen
keine abschließende Begrenzung dar.
[0065] Die schematische Perspektivansicht der Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zum Wechseln von Wechselträgereinheiten 8a' bzw. 8b'.
Im Rahmen des Verfahrens werden die Wechselträgereinheiten 8a' und 8b' aus der Verpackungsmaschine
3 entnommen und durch Wechselträgereinheiten 8a und 8b mit neuen Vorratsrollen 9 ersetzt.
Auf den neuen Vorratsrollen 9 ist Verpackungsmaterial 10, vorliegend Verpackungsfolie
11 aufgewickelt und gespeichert.
[0066] Die Verpackungsmaschine 3 umfasst in der Praxis mehrere Einrichtungen, welche zur
Umhüllung von Artikeln mit dem flächigen Verpackungsmaterial 11 ausgebildet sind.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die Einrichtungen in den Figuren vorliegender
Patentanmeldung nicht mit dargestellt.
[0067] Wie es die Fig. 1 erkennen lässt, werden Wechselträgereinheiten 8a und 8b mit jeweils
einer neuen Vorratsrolle 9, auf welcher Verpackungsfolie 11 gespeichert ist, hintereinander
auf einer Zuführeinrichtung 4, die als Horizontalfördereinrichtung 40 ausgebildet
ist, in Transportrichtung TR1 geführt bzw. zur Verpackungsmaschine 3 zugeführt. Die
neuen Vorratsrollen 9 sind hierbei parallel zueinander orientiert und derart ausgerichtet,
dass ihre jeweilige Längsachse senkrecht zur Transportrichtung TR1 der Horizontalfördereinrichtung
40 verläuft.
[0068] Weiter ist eine Handhabungseinrichtung 5 dargestellt, die als mehrachsig beweglicher
Handhabungsroboter 50 ausgebildet ist und einen Arbeitsbereich AB besitzt, innerhalb
dessen sie Wechselträgereinheiten 8a und 8b von der Horizontalfördereinrichtung 40
entgegennehmen und die jeweiligen Wechselträgereinheiten 8a und 8b in eine jeweils
zugeordnete Einbauposition EB1 oder EB2 (vgl. Fig. 4) der Verpackungsmaschine 3 einsetzen
kann. Befinden sich in beiden der Einbaupositionen EB1 und EB2 Vorratsrollen 9, so
können die Vorratsrollen 9 eine parallele Orientierung zueinander aufweisen.
[0069] Die Zuführeinrichtung 4 bzw. die Horizontalfördereinrichtung 40 erstreckt sich in
den Arbeitsbereich AB der Handhabungseinrichtung 5 hinein und fördert Wechselträgereinheiten
8a bzw. 8b nacheinander in den Arbeitsbereich AB.
[0070] Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, stehen mehrere Wechselträgereinheiten 8a und 8b, welche
sich nicht im Arbeitsbereich AB befinden, mit ihren Unterseiten jeweils auf der Horizontalfördereinrichtung
40 auf. Die Horizontalfördereinrichtung 40 ist somit als Puffersystem ausgebildet.
Sofern die Handhabungseinrichtung 5 bzw. der Handhabungsroboter 50 ein oder mehrere
Wechselträgereinheiten 8a bzw. 8b von der Horizontalfördereinrichtung 40 für einen
Wechselvorgang entgegennimmt, können von der Horizontalfördereinrichtung 40 die entsprechende
Anzahl an Wechselträgereinheiten 8a bzw. 8b an den Arbeitsbereich AB der Handhabungseinrichtung
5 bzw. an den Arbeitsbereich AB des Handhabungsroboters 50 weitergeführt werden. Da
die Horizontalfördereinrichtung 40 vorliegend lediglich bei Bedarf Wechselträgereinheiten
8a bzw. 8b mit neuen Vorratsrollen 9 an den Arbeitsbereich AB der Handhabungseinrichtung
5 weiterführt, wird sie intermittierend betrieben. Die jeweilige Zuführung an Wechselträgereinheiten
8a bzw. 8b an den Arbeitsbereich AB bzw. der intermittierende Betrieb der Horizontalfördereinrichtung
40 kann über eine Steuereinheit S vorgegeben werden, welche zudem an die Handhabungseinrichtung
5 bzw. an den Handhabungsroboter 50 gekoppelt ist. So kann die Horizontalfördereinrichtung
40 bspw. bei Entgegennahme einer Wechselträgereinheit 8a bzw. 8b durch die Handhabungseinrichtung
5 zumindest annäherungsweise zeitgleich eine weitere Wechselträgereinheit 8a bzw.
8b an den Arbeitsbereich AB weiterführen. Vorliegend ist zudem die Abführeinrichtung
6, welche nachfolgend detailliert beschrieben wird, zum intermittierenden Betrieb
und zum Abführen von Wechselträgereinheiten 8a' und 8b' an die Steuereinheit S gekoppelt.
[0071] Die Fig. 1 zeigt zudem, dass sich der Arbeitsbereich AB der Handhabungseinrichtung
5 in eine Position der Betriebslage der in der Verpackungsmaschine 3 angeordneten,
mit einer Vorratsrolle 9 bestückten Wechselträgereinheit 8a' erstreckt. Wie in Fig.
4 in einigen Details gezeigt, besitzt die Verpackungsmaschine 3 eine zweite Einbauposition
EB2, in welcher ebenso eine Wechselträgereinheit 8b' mit Vorratsrolle 9 eingesetzt
sein kann. Der Arbeitsbereich AB erstreckt sich auch in die Betriebslage der Wechselträgereinheit
8b' der zweiten Einbauposition EB2. Somit sind über die Handhabungseinrichtung 5 Wechselträgereinheiten
8a bzw. 8b in ihre jeweilige Einbauposition EB1 bzw. EB2 (vgl. Fig. 4) einsetzbar.
[0072] Um die jeweiligen Wechselträgereinheiten 8a bzw. 8b von der Horizontalfördereinrichtung
40 entgegennehmen und in die jeweilige Einbauposition EB1 bzw. EB2 einsetzen zu können,
ist die als Handhabungsroboter 50 ausgebildete Handhabungseinrichtung 5 um eine vertikale
Achse V rotierbar. Detailliert ist die Bewegungsfreiheit einer beispielhaften Handhabungseinrichtung
5, wie sie auch in Fig. 1 Verwendung findet, in Fig. 6 dargestellt und beschrieben.
[0073] Weiter ist der Arbeitsbereich AB der Handhabungseinrichtung 5 derart ausgebildet,
dass die Handhabungseinrichtung 5 aufgebrauchte Vorratsrollen 9' ohne Verpackungsfolie
11 aus der Verpackungsmaschine 3 entnehmen kann. Fig. 1 zeigt hierbei einen Verfahrensschritt,
bei welchem eine aufgebrauchte Vorratsrolle 9' ohne Verpackungsfolie 11 bereits aus
der Verpackungsmaschine 3 entnommen wurde und von der Handhabungseinrichtung 5 getragen
wird. Innerhalb des Arbeitsbereichs AB der Handhabungseinrichtung 5 ist ein Speichermodul
13 angeordnet, in welchem die Handhabungseinrichtung 5 die aufgebrauchte Vorratsrolle
9' ablegt. Die aufgebrauchten Vorratsrollen 9' sind wiederverwertbar, so dass erneut
Verpackungsfolie 11 auf der aufgebrauchten Vorratsrolle 9' gespeichert werden kann
und die aufgebrauchte Vorratsrolle 9' mit weiterer Verpackungsfolie 11 bzw. mit weiterem
Verpackungsmaterial 10 als Vorratsrolle 9 einer Wechselträgereinheit 8a bzw. 8b zugeordnet
werden kann.
[0074] Wird eine Wechselträgereinheit 8a bzw. 8a mit neuer Vorratsrolle 9 in die jeweilige
Einbauposition EB1 bzw. EB2 der Verpackungsmaschine 3 eingesetzt, so wird die neue
Vorratsrolle 9 auf einen Haltedorn 15 bzw. 15' (vgl. Fig. 4) aufgesetzt und fest mit
dem Haltedorn 15 bzw. 15' klemmend verbunden. Weiter wird die Verpackungsfolie 11
mit noch in der Verpackungsmaschine 3 verbleibender Verpackungsfolie 11' bzw. mit
noch in der Verpackungsmaschine 3 verbleibendem Verpackungsmaterial 10' (vgl. Fig.
4) verbunden. Die Verbindung erfolgt mittels Verschweißung beider Verpackungsfolien
11 und 11'.
[0075] Nachdem ein gewisser Anteil an Verpackungsfolie 11 von der neuen Vorratsrolle 9 in
der Verpackungsmaschine 3 abgewickelt worden ist, steht die jeweilige neue Vorratsrolle
9 nicht mehr in Oberflächenkontant mit der jeweiligen Wechselträgereinheit 8a' bzw.
8b'. Hierauf kann die jeweilige, der neuen Vorratsrolle 9 zugeordnete Wechselträgereinheit
8a' bzw. 8b' durch die Handhabungseinrichtung 5 aus der Verpackungsmaschine 3 genommen
werden. Vorteilhafterweise ist die neue Vorratsrolle 9 hierbei über den jeweiligen
in Fig. 4 gezeigten Haltedorn 15 bzw. 15' fixiert, so dass zusätzlich ein Verrutschen
der Vorratsrolle 9 auf dem Haltedorn 15 bzw. 15' durch die Klemmung ausgeschlossen
werden kann.
[0076] Da der Arbeitsbereich AB der Handhabungseinrichtung 5 sich in die Positionen der
Betriebslage von Wechselträgereinheiten 8a' bzw. 8b' erstreckt, kann die Handhabungseinrichtung
5 bzw. der Handhabungsroboter 50 Wechselträgereinheiten 8a' bzw. 8b' aus der Verpackungsmaschine
3 entnehmen. Wurde eine Wechselträgereinheit 8a' bzw. 8b' aus der Verpackungsmaschine
3 entnommen, so kann die jeweilige Wechselträgereinheit 8a' bzw. 8b' durch die Handhabungseinrichtung
5 auf der Abführeinrichtung 6 bzw. auf der Horizontalfördereinrichtung 60 abgesetzt
werden.
[0077] Die Abführeinrichtung 6 bzw. die Horizontalfördereinrichtung 60 besitzt eine Transportrichtung
TR2 für die Wechselträgereinheiten 8a' bzw. 8b', welche parallel zur Transportrichtung
TR1 der als Horizontalfördereinrichtung 60 ausgebildeten Zuführeinrichtung 6 verläuft.
Die Abführeinrichtung 6 führt die Wechselträgereinheiten 8a' bzw. 8b' in Richtung
eines Ausstattungsbereichs 17 (vgl. Fig. 2), in welchem Wechselträgereinheiten 8a
und 8b mit neuen Vorratsrollen 9 vorbereitet werden.
[0078] Wie in Fig. 1 zu erkennen, werden auf der Zuführeinrichtung 4 erste Wechselträgereinheiten
8a und zweite Wechselträgereinheiten 8b transportiert. Die ersten Wechselträgereinheiten
8a sind vorgesehen, um in die erste Einbauposition EB1 eingesetzt zu werden. Die zweiten
Wechselträgereinheiten 8b sind vorgesehen, um in die zweite Einbauposition EB2 eingesetzt
zu werden. Da das Einsetzen von Wechselträgereinheiten 8a bzw. 8b mit jeweiligen Vorratsrollen
9 in die erste Einbauposition EB1 und in die zweite Einbauposition EB2 abwechselnd
erfolgt, sind erste Wechselträgereinheiten 8a und zweite Wechselträgereinheiten 8b
auf der Horizontalfördereinrichtung 40 ebenso abwechselnd angeordnet. Die Handhabungseinrichtung
5 kann somit die auf der Horizontalfördereinrichtung 40 jeweils zuvorderst angeordnete
Wechselträgereinheit 8a und 8b entgegennehmen und in die jeweilige Einbauposition
EB1 bzw. EB2 einsetzen. Durch die vorbereiteten ersten und zweiten Wechselträgereinheiten
8a und 8b auf der Horizontalfördereinrichtung 40 in abwechselnder Anordnung kann auf
eine aufwändige Sensorik zur Unterscheidung zwischen erster und zweiter Wechselträgereinheit
8a und 8b für die jeweilige Entgegennahme durch die Handhabungseinrichtung 5 verzichtet
werden. Somit sind die ersten Wechselträgereinheiten 8a und die zweiten Wechselträgereinheiten
8b durch die abwechselnde Anordnung auf der Horizontalfördereinrichtung 40 bereits
bei Zuführung an den Arbeitsbereich AB zum Einsetzen in die jeweilige Einbauposition
EB1 bzw. EB2 vorbereitet. Weiter sind die Wechselträgereinheiten 8a und 8b auf der
Horizontalfördereinrichtung 40 vororientiert, so dass die Handhabungseinrichtung 5
die Wechselträgereinheiten 8a und 8b entgegennehmen und die Wechselträgereinheiten
8a und 8b ohne Drehung in die jeweilige Einbauposition EB1 bzw. EB2 einsetzen kann.
[0079] Wie auch in Fig. 4 gut zu erkennen, besitzen die ersten Wechselträgereinheiten 8a
und die zweiten Wechselträgereinheiten 8b jeweils einen Haltestab 19 bzw. 19' (vgl.
auch Fig. 5). Der Haltestab 19 der ersten Wechselträgereinheiten 8a ist hierbei auf
einer ersten Seite der ersten Wechselträgereinheit 8a angeordnet, während der Haltestab
19' der zweiten Wechselträgereinheit 8b auf einer zweiten Seite der zweiten Wechselträgereinheit
8b angeordnet ist. Werden erste Wechselträgereinheiten 8a und zweite Wechselträgereinheiten
8b von der Handhabungseinrichtung 5 entgegengenommen und in die jeweilige Einbauposition
EB1 bzw. EB2 eingesetzt, so liegt im Hinblick auf die Zuführung der ersten und der
zweiten Wechselträgereinheiten 8a und 8b die erste Seite der zweiten Seite gegenüber.
Auch bei Zuführung der Wechselträgereinheiten 8a und 8b auf der Horizontalfördereinrichtung
40 an den Arbeitsbereich AB befinden sich die Haltestab 19 bzw. 19' der ersten Wechselträgereinheiten
8a und der zweiten Wechselträgereinheiten 8b auf gegenüberliegenden Seiten. Die Wechselträgereinheiten
8a und 8b sind somit auf der Horizontalfördereinrichtung 40 hinsichtlich ihrer Ausrichtung
für das Einsetzen in die jeweilige Einbauposition EB1 oder EB2 vorbereitet.
[0080] Da die Entnahme von ersten und zweiten Wechselträgereinheiten 8a' bzw. 8b' aus der
Verpackungsmaschine 3 ebenso abwechselnd erfolgt, sind die Wechselträgereinheiten
8a' bzw. 8b' auch abwechselnd auf der Abführeinrichtung 6 angeordnet bzw. werden die
Wechselträgereinheiten 8a' bzw. 8b' abwechselnd von der Abführeinrichtung 6 abtransportiert.
[0081] Die Fig. 2 zeigt eine weitere schematische Perspektivansicht der Vorrichtung 1 aus
Fig. 1 sowie der Verpackungsmaschine 3. In Fig. 2 gut zu erkennen ist ein Ausstattungsbereich
17, in welchem Wechselträgereinheiten 8a' und 8b' entgegengenommen werden, mit einer
neuen Vorratsrolle 9 bestückt und als Wechselträgereinheiten 8a und 8b auf der Zuführeinrichtung
4 bzw. der Horizontalfördereinrichtung 40 in Richtung des Arbeitsbereichs AB bewegt
werden. Hierzu ist vorliegend ein manuell bedienbares Vorbereitungsinstrument 21 vorgesehen.
In weiteren Ausführungsformen ist jedoch ebenso vorstellbar, dass die Wechselträgereinheiten
8a und 8b mit ihrer jeweiligen neuen Vorratsrolle 9 automatisch gebildet und auf der
Zuführeinrichtung 4 bzw. der Horizontalfördereinrichtung 40 abgesetzt werden. Fig.
2 zeigt darüber hinaus, dass der Transport der Wechselträgereinheiten 8a und 8b durch
die Horizontalfördereinrichtung 40 im Ausstattungsbereich 17 beginnt, während der
Transport von Wechselträgereinheiten 8a' und 8b' über die Abführeinrichtung 6 im Ausstattungsbereich
17 endet. Die Transportrichtung TR1 der Zuführeinrichtung 4 und die Transportrichtung
TR2 der Abführeinrichtung 6 sind durchgehend parallel zueinander orientiert.
[0082] Eine schematische Draufsicht auf die Ausführungsform einer Vorrichtung 1 aus den
Figuren 1 und 2 ist weiterhin in Fig. 3 dargestellt. Gut zu erkennen ist in Fig. 3
nochmals eine mögliche Ausbildung des Arbeitsbereichs AB der Handhabungseinrichtung
5 bzw. des Handhabungsroboters 50, welcher Arbeitsbereich AB sich radial um eine Rotationsachse
V (vgl. Fig. 1) der Handhabungseinrichtung 5 erstreckt. Für den angesprochenen Fachmann
ist klar, dass die Dimensionierung sowie die Position des Arbeitsbereich AB in den
Figuren vorliegender Patentanmeldung lediglich beispielhaft zu verstehen ist. In der
Praxis kann der Arbeitsbereich ebenso größere oder kleinere Dimensionierungen aufweisen,
um die jeweiligen Wechselträgereinheiten 8a und 8b von der Zuführeinrichtung 4 entgegennehmen
und in die jeweilige Einbauposition EB1 bzw. EB2 einsetzen zu können bzw. um die jeweiligen
Wechselträgereinheiten 8a' und 8b' aus der Verpackungsmaschine 3 mit den aufgebrauchten
Vorratsrollen 9' entnehmen zu können.
[0083] Die Fig. 4 zeigt detailliert einen Teil der Vorrichtung 1 aus dem Ausführungsbeispiel
der Figuren 1 bis 3. In Fig. 4 sind nun die Einbaupositionen EB1 und EB2 der Verpackungsmaschine
3 zu erkennen. Die erste Einbauposition EB1 ist ausschließlich zum Einsetzen erster
Wechselträgereinheiten 8a mit neuen Vorratsrollen 9 vorgesehen, während die zweite
Einbauposition EB2 ausschließlich zum Einsetzen zweiter Wechselträgereinheiten 8b
mit neuen Vorratsrollen 9 vorgesehen ist. In die Einbaupositionen EB1 und EB2 werden
abwechselnd Wechselträgereinheiten 8a bzw. 8b mit neuen Vorratsrollen 9 eingesetzt.
[0084] Nach Einsetzen der jeweiligen Wechselträgereinheiten 8a bzw. 8b mit neuen Vorratsrollen
9 greift ein Haltedorn 15 bzw. 15' durch die jeweilige und in Fig. 4 nicht erkennbare
Vorratsrolle 9. Der Haltedorn 15 der ersten Einbauposition EB1 ist parallel zum Haltedorn
15' der zweiten Einbauposition EB2 orientiert.
[0085] Fig. 4 zeigt zudem ein Führungselement 29, welches zum Verbinden des flächigen Verpackungsmaterials
10 bzw. 10' der Verpackungsfolie 11 mit der noch in der Verpackungsmaschine 3 verbleibenden
Verpackungsfolie 11' vertikal bewegbar ausgebildet ist. Ist nur noch wenig oder keine
Verpackungsfolie 11 auf der Vorratsrolle 9 einer Einbauposition EB1 oder EB2 angeordnet
(vgl. Fig. 1), wird das Führungselement 29 vertikal gesenkt, wobei die Verpackungsfolie
11 an der in der Verpackungsmaschine 3 verbleibenden Verpackungsfolie 11' bzw. an
dem in der Verpackungsmaschine 3 verbleibendem flächigen Verpackungsmaterial 10' angelegt
wird. In Fig. 4 wurde in die erste Einbauposition EB1 eine Wechselträgereinheit 8a
mit neuer Vorratsrolle 9 eingesetzt, so dass bei vertikalem Senken des Führungselementes
29 die Verpackungsfolie 11 der neuen Vorratsrolle 9 an der in der Verpackungsmaschine
3 noch verbleibenden Verpackungsfolie 11' bzw. an der Verpackungsfolie 11' einer in
der zweiten Einbauposition EB2 angeordneten Vorratsrolle 9 angelegt wird. Das Führungselement
29 ist derart ausgebildet, dass es bei seiner vertikalen Führung nach unten über die
gesamte Breite der Verpackungsfolie 11 mit der Verpackungsfolie 11 in Kontakt gebracht
ist.
[0086] Die Bezugsziffer 23 verweist zudem auf ein Betätigungselement für einen in Fig. 4
nicht dargestellten Schweißbalken. Über das Betätigungselement 23 kann ein Schweißbalken
bspw. horizontal bewegt werden und ein Verschweißen der Verpackungsfolien 11 und 11'
vornehmen. Das Verschweißen erfolgt, nachdem das Führungselement 29 die Verpackungsfolien
11 und 11' miteinander in Kontakt gebracht hat. Da unterbrechungsfrei Verpackungsfolie
11 bzw. 11' von Vorratsrollen 9 abgezogen wird, wird vorliegend die Vorratsrolle 9
der ersten Einbauposition EB1 unmittelbar nach Verschweißen rotierend in Bewegung
versetzt. Hierbei nimmt die Menge der auf der Vorratsrolle 9 der ersten Einbauposition
EB1 gespeicherten Verpackungsfolie 11 ab, wobei die Vorratsrolle 9 mit ihrer Verpackungsfolie
11 den Kontakt zur Wechselträgereinheit 8a verliert.
[0087] Über eine Vergrößerung des Querschnittsdurchmessers des Haltedorns 15 kann die Vorratsrolle
9 klemmend in der ersten Einbauposition EB1 gehalten werden, worauf über die Handhabungseinrichtung
5 bzw. den Handhabungsroboter 50 (vgl. Figuren 1 bis 3) die Wechselträgereinheit 8a
bzw. das Magazin 8a' aus der ersten Einbauposition EB1 entnommen und auf der Abführeinrichtung
6 abgesetzt wird. Die Entnahme erfolgt vorzugsweise nachdem die Vorratsrolle 9 mit
ihrer abnehmenden Verpackungsfolie 11 den Kontakt zur Wechselträgereinheit 8a verloren
hat.
[0088] Nachdem die Verpackungsfolie 11' von der in der zweiten Einbauposition EB2 angeordneten
Vorratsrolle 9 aufgetrennt wurde und nachdem die Wechselträgereinheit 8a bzw. das
Magazin 8a' aus der ersten Einbauposition EB1 entnommen wurde, wird über die Handhabungseinrichtung
5 die Vorratsrolle 9 der zweiten Einbauposition EB2 vom Haltedorn 15' abgezogen und
über die Handhabungseinrichtung 5 in einem Speichermodul 13 (vgl. Fig. 1) abgesetzt.
Sofern eine klemmende Verbindung zwischen dem Haltedorn 15' und der Vorratsrolle 9
vorhanden ist, muss diese klemmende Verbindung vorhergehend gelöst werden.
[0089] In die zweite Einbauposition EB2 kann sodann mittels der Handhabungseinrichtung 5
eine zweite Wechselträgereinheit 8b mit neuer Vorratsrolle 9 gesetzt werden. Das Einsetzen
einer Wechselträgereinheit 8a bzw. 8b erfolgt somit, während von einer Vorratsrolle
9 der ersten Einbauposition EB1 oder der zweiten Einbauposition EB2 Verpackungsfolie
11 bzw. 11' abgewickelt wird. Demnach ist während des ununterbrochenen Betriebes der
Verpackungsmaschine 3 permanent an einer der beiden Einbaupositionen EB1 oder EB2
eine Vorratsrolle 9 angeordnet, von welcher Verpackungsfolie 11 bzw. 11' abgewickelt
wird.
[0090] Die Wechselträgereinheiten 8a und 8b sind jeweils durch Kassetten ausgebildet, die
einen Rahmen besitzen, der zum tragenden Halten der jeweiligen neuen Vorratsrolle
9 und ihrer Verpackungsfolie 11 ausgebildet ist. Der Rahmen besitzt zwei Bohrungen
25 und 25', in welche Greiffinger 31 (vgl. Fig. 6) der Handhabungseinrichtung 5 bzw.
des Handhabungsroboters 50 (vgl. Fig. 1 und Fig. 3) zum Entgegennehmen der Wechselträgereinheit
8a bzw. 8b von der Zuführeinrichtung 4 eingreifen. Wurde die jeweilige Wechselträgereinheit
8a bzw. 8b in die jeweilige Einbauposition EB1 bzw. EB2 eingesetzt, können die Greiffinger
31 die Bohrungen 25 und 25' verlassen.
[0091] Die Wechselträgereinheiten 8a und 8b besitzen zudem jeweils Standbeine 27 und 27',
mittels welchen sie auf der Zuführeinrichtung 4 bzw. auf der Horizontalfördereinrichtung
40 sowie auf der Verpackungsmaschine 3 in der jeweiligen Einbauposition EB1 bzw. EB2
aufstehen (vgl. Fig. 1 und Fig. 3). Weiter besitzen sie jeweils einen Anschlag 33,
an welchem die jeweilige Vorratsrolle 9 über ihre Verpackungsfolie 11 an der jeweiligen
Wechselträgereinheit 8a bzw. 8b ansteht. Vorteilhafterweise kann die jeweilige Vorratsrolle
9 über den Anschlag seitlich gehalten werden, so dass ein seitliches Abrutschen der
Vorratsrolle 9 von der Wechselträgereinheit 8a bzw. 8b insbesondere bei Einsetzen
in die jeweilige Einbauposition EB1 bzw. EB2 verhindert wird.
[0092] Dargestellt ist zudem nochmals der Haltestab 19, der einen Anfang der Verpackungsfolie
11 vor vertikalem Senken des Führungselementes 29 trägt. Befindet sich die Wechselträgereinheit
8a bzw. 8b in der jeweiligen Einbauposition EB1 bzw. EB2, ist der Haltestab 19 bzw.
19' parallel zum Haltedorn 15 bzw. 15' orientiert. Der Haltestab 19 bzw. 19' steht
mit einem Rad 35 in Verbindung, über welches der Haltestab 19 bzw. 19' rotierend bewegbar
ist. Bei Rotation des Haltestabes 19 bzw. 19' wird Verpackungsfolie 11 auf dem Haltestab
19 bzw. 19' aufgewickelt.
[0093] Sofern die Verpackungsfolie 11 optische Kennzeichnungen besitzt, kann eine Verbindung
mit der noch in der Verpackungsmaschine 3 verbleibenden Verpackungsfolie 11' an definierten
Stellen wünschenswert sein. Zur Positionsvorgabe für die Verschweißung wird die Verpackungsfolie
über das Rad 35 auf den Haltestab 19 hierzu aufgewickelt. Vorliegend wird das Rad
35 manuell betätigt, in weiteren Ausführungsformen ist eine maschinelle Betätigung
mit Positionsvorgabe der Verpackungsfolie 11 bzw. des Verpackungsmaterials 10 für
die Verschweißung vorstellbar. Vorzugsweise erfolgt die Positionsvorgabe der Verpackungsfolie
11 für die Verschweißung bereits vor Aufsetzen der jeweiligen Wechselträgereinheit
8a bzw. 8b auf die Zuführeinrichtung 4, spätestens jedoch vor Eintritt der jeweiligen
Wechselträgereinheit 8a bzw. 8b in den Arbeitsbereich AB (vgl. Figuren 1 bis 3) der
Handhabungseinrichtung 5 bzw. des Handhabungsroboters 50.
[0094] Bei den ersten Wechselträgereinheiten 8a weist, wie in der Fig. 4 gezeigt, das flächige
Verpackungsmaterial 10 bzw. die Verpackungsfolie 11 vom Haltestab 19 weg und schräg
nach unten. Bei den zweiten Wechselträgereinheiten 8b weist gegensätzlich hierzu das
flächige Verpackungsmaterial 10 bzw. die Verpackungsfolie 11 vom Haltestab 19 weg
und schräg nach oben.
[0095] Zudem führen die Haltestäbe 19 bzw. 19' das flächige Verpackungsmaterial 10 bzw.
die Verpackungsfolie 11 unterhalb des Führungselementes 29 am Führungselement 29 vorbei,
so dass das Führungselement 29 vermittels seiner vertikalen Bewegung nach unten mit
der jeweiligen Verpackungsfolie 11 in Kontakt treten kann und die Verpackungsfolie
11 mit dem Führungselement 29 zum Zwecke seiner Verschweißung nach unten und gegen
die noch in der Verpackungsmaschine 3 verbleibende Verpackungsfolie 11' bzw. gegen
das noch in der Verpackungsmaschine 3 verbleibende flächige Verpackungsmaterial 10
führt.
[0096] Die Fig. 5 zeigt eine schematische Perspektivansicht einer Wechselträgereinheit 8b
mit neuer Vorratsrolle 9, wie sie für diverse Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
Verwendung finden können.
[0097] Entsprechend Fig. 4 zeigt Fig. 5 die beiden Standbeine 27 und 27' der Wechselträgereinheit
8b sowie den Haltestab 19'. Die in Fig. 5 dargestellte zweite Wechselträgereinheiten
8b ist vorgesehen zum Einsetzen in die zweite Einbauposition EB2 der Verpackungsmaschine
3. Das flächige Verpackungsmaterial 10 bzw. die Verpackungsfolie 11 weist aus diesem
Grunde vom Haltestab 19' weg und schräg nach oben. Zudem ist der Haltestab 19' des
zweiten Wechselmagazins aus Fig. 5 auf einer dem in Fig. 4 dargestellten Haltestabes
19 der ersten Wechselträgereinheit 8a gegenüberliegenden Seite angeordnet.
[0098] Weiter zeigt Fig. 5 einen Stützstab 12, von denen die Wechselträgereinheiten 8a (siehe
hierzu Fig. 4) bzw. 8b jeweils zwei besitzen und über welche die jeweilige neue Vorratsrolle
9 getragen wird. Die Stützstäbe 12 erstrecken sich hierbei parallel zum jeweiligen
Haltestab 19 bzw. 19' und besitzen eine Längserstreckung, die zumindest annäherungsweise
identisch zur Längserstreckung der Vorratsrollen 9 ausgebildet ist. Die jeweiligen
Vorratsrollen 9 sind zudem parallel zu den Stützstäben 12 orientiert.
[0099] Die Fig. 6 zeigt detailliert eine Handhabungseinrichtung 5, wie sie für diverse Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 Verwendung finden kann (siehe hierzu Fig. 1).
Die Handhabungseinrichtung 5 ist analog zu der Handhabungseinrichtung der vorherigen
Figuren 1 bis 3 als Handhabungsroboter 50 ausgebildet und um die vertikale Achse V
drehbar. Weiter besitzt die Handhabungseinrichtung 5 einen Arm 38, der gesamthaft
um die erste horizontale Achse H1 geschwenkt werden kann. Weiter besteht der Arm 38
zur Vergrößerung seiner Bewegungsfreiheit aus zwei Segmenten 61 und 61', die gegensinnig
zueinander um die zweite horizontale Achse H2 geschwenkt werden können. Am freien
Ende des Armes 38 sind ein Greifkopf 39 sowie eine Greifhand 41 angeordnet. Der Greifkopf
39 ist zur Aufnahme von Wechselträgereinheiten 8a und 8b sowie von Wechselträgereinheiten
8a' und 8b' ausgebildet und umfasst hierzu mehrere Greiffinger 31 und 31' die bei
Aufnahme der jeweiligen Wechselträgereinheit 8a und 8b bzw. der jeweiligen Wechselträgereinheit
8a' bzw. 8b' in Bohrungen 25 und 25' (vgl. Fig. 4) eintauchen.
[0100] Wie in Fig. 6 zudem zu erkennen ist, ist der Greifkopf 39 der Handhabungseinrichtung
5 um eine dritte horizontale Achse H3 drehbar ausgebildet, die parallel zu der ersten
horizontalen Achse H1 sowie parallel zu der zweiten horizontalen Achse H2 verläuft.
[0101] An seinem freien Ende des Armes 38 ist zudem eine Greifhand 41 angeordnet, die zur
Entgegennahme von aufgebrauchten Vorratsrollen 9' aus der jeweiligen Einbauposition
EB1 bzw. EB2 vorgesehen ist (siehe hierzu Fig. 1). Ebenso ist die Greifhand 41 um
eine vierte horizontale Achse H4 drehbar ausgebildet. Die vierte horizontale Achse
H4 verläuft lotrecht zur dritten horizontalen Achse H3.
[0102] Mittels der beispielhaft in Fig. 6 dargestellten Handhabungseinrichtung 5 bzw. mittels
des beispielhaft in Fig. 6 dargestellten Handhabungseinrichtung 5 wird eine Entgegennahme
von Wechselträgereinheiten 8a und 8b (vgl. Fig. 1 und Fig. 3) mit nachfolgendem Einsetzen
in die jeweilige Einbauposition EB1 bzw. EB2 ermöglicht, ohne die Wechselträgereinheiten
8a und 8b hierzu drehen zu müssen.
[0103] Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform beschrieben.
Es ist jedoch für einen Fachmann vorstellbar, dass Abwandlungen oder Änderungen der
Erfindung gemacht werden können, ohne dabei den Schutzbereich der nachstehenden Ansprüche
zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0104]
- 1
- Vorrichtung
- 3
- Verpackungsmaschine
- 4
- Zuführeinrichtung
- 5
- Handhabungseinrichtung
- 6
- Abführeinrichtung
- 8a
- erste Wechselträgereinheit
- 8b
- zweite Wechselträgereinheit
- 8a'
- erste Wechselträgereinheit
- 8b'
- zweite Wechselträgereinheit
- 9
- Vorratsrolle
- 9'
- verbrauchte Vorratsrolle, aufgebrauchte Vorratsrolle
- 10
- flächiges Verpackungsmaterial
- 10'
- flächiges Verpackungsmaterial
- 11
- Verpackungsfolie
- 12
- Stützstab
- 13
- Speichermodul
- 15
- Haltedorn
- 15'
- Haltedorn
- 17
- Ausstattungsbereich
- 19
- Haltestab
- 19'
- Haltestab
- 21
- Vorbereitungsinstrument
- 23
- Betätigungselement
- 25
- Bohrungen
- 27
- Standbeine
- 27'
- Standbeine
- 29
- Führungselement
- 31
- Greiffinger
- 31'
- Greiffinger
- 33
- Anschlag
- 35
- Rad
- 38
- Arm
- 39
- Greifkopf
- 40
- Horizontalfördereinrichtung
- 41
- Greifhand
- 50
- Handhabungsroboter
- 60
- Horizontalfördereinrichtung
- 61
- Segment
- 61'
- zweites Segment
- AB
- Arbeitsbereich
- EB1
- erste Einbauposition
- EB2
- zweite Einbauposition
- H
- Achse
- S
- Steuereinheit
- TR1
- Transportrichtung Zuführeinrichtung
- TR2
- Transportrichtung Abführeinrichtung
- V
- Achse
1. Verfahren zum Wechseln von Wechselträgereinheiten (8a', 8b') mit auf Vorratsrollen
(9) aufgewickeltem flächigem Verpackungsmaterial (10), insbesondere Verpackungsfolie
(11) innerhalb einer Verpackungsmaschine (3), die mit Einrichtungen zur zumindest
teilweisen Umhüllung von Stückgütern, Gebinden, Artikelgruppen etc. mit flächigem
Verpackungsmaterial (10, 10') ausgestattet ist, bei welchem Verfahren Wechselträgereinheiten
(8a, 8b) mit neuen Vorratsrollen (9) in einer Reihe hintereinander einem Arbeitsbereich
(AB) einer Handhabungseinrichtung (5) zugeführt werden, deren Arbeitsbereich (AB)
sich zumindest in eine Position der Betriebslage der in der Verpackungsmaschine (3)
angeordneten, mit einer Vorratsrolle (9) bestückten Wechselträgereinheit (8a', 8b')
erstreckt, so dass sie in der Verpackungsmaschine (3) befindliche Wechselträgereinheiten
(8a', 8b') und aufgebrauchte Vorratsrollen (9') durch neue Wechselträgereinheiten
(8a, 8b) mit jeweils einer neuen Vorratsrolle (9) ersetzt, wobei jeweils Wechselträgereinheiten
(8a, 8b) mit neuen Vorratsrollen (9) abwechselnd an mindestens zwei unterschiedlichen
Einbaupositionen (EB1, EB2) in der Verpackungsmaschine (3) eingesetzt und deren flächiges
Verpackungsmaterial (10) mit dem noch in der Verpackungsmaschine (3) befindlichen
Verpackungsmaterial (10') verbunden wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Wechselträgereinheiten (8a, 8b) mit neuen Vorratsrollen
(9) abwechselnd für jeweils mindestens zwei unterschiedliche Einbaupositionen (EB1,
EB2) in der Verpackungsmaschine (3) zur Verfügung gestellt werden, wobei die Wechselträgereinheiten
(8a, 8b) mit den neuen Vorratsrollen (9) jeweils für die wenigstens zwei unterschiedlichen
Einbaupositionen (EB1, EB2) in der Verpackungsmaschine (3) bei Zuführung an den Arbeitsbereich
(AB) der Handhabungseinrichtung (5) vorbereitet sind.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem die Handhabungseinrichtung (5)
durch einen mehrachsig beweglichen Handhabungsroboter (50) gebildet ist, der sowohl
Wechselträgereinheiten (8a, 8b) mit neuen Vorratsrollen (9) in die Verpackungsmaschine
(3) einsetzt als auch Wechselträgereinheiten (8a', 8b') und aufgebrauchte Vorratsrollen
(9') aus dieser entnimmt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, bei welchem die Handhabungseinrichtung (5) vor einer Entnahme
der jeweiligen aufgebrauchten Vorratsrolle (9') die jeweilige zugeordnete Wechselträgereinheit
(8a', 8b') entnimmt und bei Entnahme der Wechselträgereinheit (8a', 8b') die jeweilige
zugeordnete Vorratsrolle (9) wenigstens einen Restbestand an flächigem Verpackungsmaterial
(10) besitzt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem ein Anfang des flächigen Verpackungsmaterials
(10) einer Vorratsrolle (9) der jeweils neu eingesetzten Wechselträgereinheit (8a,
8b) unter Auftrennung eines Endes von Verpackungsmaterial (10') der jeweils aufgebrauchten
Vorratsrolle (9') mit einem Abschnitt des in der Verpackungsmaschine (3) geführten
flächigen Verpackungsmaterials (10') verbunden wird, insbesondere durch einen Schweißvorgang
mittels eines Schweißbalkens.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem eine Wechselträgereinheit (8a',
8b') und eine verbrauchte Vorratsrolle (9') während des ununterbrochenen Betriebs
der Verpackungsmaschine (3) entnommen und durch eine Wechselträgereinheit (8a, 8b)
mit einer neuen Vorratsrolle (9) ersetzt wird.
7. Vorrichtung (1) zum Wechseln von Wechselträgereinheiten (8a', 8b') mit auf Vorratsrollen
(9) aufgewickeltem flächigem Verpackungsmaterial (10), insbesondere Verpackungsfolie
(11), innerhalb einer Verpackungsmaschine (3), die mit Einrichtungen zur zumindest
teilweisen Umhüllung von Stückgütern, Gebinden, Artikelgruppen etc. mit Verpackungsmaterial
(10, 10') ausgestattet ist, mit einer Zuführeinrichtung (4) zur Bereitstellung von
Wechselträgereinheiten (8a, 8b) mit neuen Vorratsrollen (9) in einer Reihe hintereinander,
welche einem Arbeitsbereich (AB) einer Handhabungseinrichtung (5) zugeordnet ist,
der sich zumindest in eine Position der Betriebslage der in der Verpackungsmaschine
(3) angeordneten, mit einer Vorratsrolle (9) bestückten Wechselträgereinheit (8a',
8b') erstreckt, so dass in der Verpackungsmaschine (3) befindliche Wechselträgereinheiten
(8a', 8b') mit aufgebrauchten Vorratsrollen (9') durch neue Wechselträgereinheiten
(8a, 8b) mit neuen Vorratsrollen (9) mittels der Handhabungseinrichtung (5) ersetzbar
sind, wobei jeweils neue Wechselträgereinheiten (8a, 8b) mit der jeweils neuen Vorratsrolle
(9) abwechselnd an mindestens zwei unterschiedlichen Einbaupositionen (EB1, EB2) in
der Verpackungsmaschine (3) einsetzbar und deren flächiges Verpackungsmaterial (10)
mit dem noch in der Verpackungsmaschine (3) befindlichen Verpackungsmaterial (10')
verbindbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei dem die Wechselträgereinheiten (8a, 8b) mit neuen
Vorratsrollen (9) spätestens bei Eintreten in den Arbeitsbereich (AB) der Handhabungseinrichtung
(5) jeweils für die wenigstens zwei unterschiedlichen Einbaupositionen (EB1, EB2)
in der Verpackungsmaschine (3) vorbereitet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, bei dem die Wechselträgereinheiten (8a, 8b) jeweils
durch Kassetten gebildet sind, die einen Rahmen aufweisen, der zum tragenden Halten
der jeweiligen neuen Vorratsrolle (9) mit ihrem flächigen Verpackungsmaterial (10)
ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, bei welcher die Kassetten jeweils einen sich parallel
zur Vorratsrolle erstreckenden Haltestab (19, 19') besitzen, der vor Verbinden mit
dem in der Verpackungsmaschine befindlichen Verpackungsmaterial (10') einen Anfang
des auf der neuen Vorratsrolle (9) der jeweiligen Kassette aufgewickelten flächigen
Verpackungsmaterials (10) trägt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei welcher die Haltestäbe (19, 19') der Kassetten drehbar
ausgebildet sind, so dass flächiges Verpackungsmaterial (10) der jeweiligen neuen
Vorratsrolle (9) auf den Haltestab (19, 19') der jeweiligen Kassette aufwickelbar
ist.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 11, wobei die Verpackungsmaschine
(3) wenigstens eine erste Einbauposition (EB1) für erste Wechselträgereinheiten (8a)
aufweist und wenigstens eine zweite Einbauposition (EB2) für zweite Wechselträgereinheiten
(8b) aufweist, welche Haltestäbe (19, 19') der ersten Wechselträgereinheiten (8a)
und der zweiten Wechselträgereinheiten (8b) auf gegenüberliegenden Seiten angeordnet
sind, so dass die Haltestäbe (19) der ersten Wechselträgereinheiten (8a) bei Einsetzen
in die erste Einbauposition (EB1) in Richtung der zweiten Einbauposition (EB2) weisen
und die Haltestäbe (19') der zweiten Wechselträgereinheiten (8b) bei Einsetzen in
die zweite Einbauposition (EB2) in Richtung der ersten Einbauposition (EB1) weisen.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 12, wobei bei Einsetzen der
jeweiligen Wechselträgereinheit (8a, 8b) in die jeweilige Einbauposition (EB1, EB2)
die jeweilige neue Vorratsrolle (9) auf einen Haltedorn (15, 15') aufsetzbar ist,
der zur Vergrößerung seines Querschnittsdurchmessers ausgebildet ist, so dass vermittels
Vergrößerung seines Querschnittsdurchmessers die jeweilige Vorratsrolle (9) klemmend
am Haltedorn (15, 15') fixierbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, bei dem die Handhabungseinrichtung
(5) durch einen mehrachsig beweglichen Handhabungsroboter (50) gebildet ist, der sowohl
neue Wechselträgereinheiten (8a, 8b) in die Verpackungsmaschine (3) einsetzt als auch
Wechselträgereinheiten (8a', 8b') und aufgebrauchte Vorratsrollen (9') aus dieser
entnimmt.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 14, umfassend eine Abführeinrichtung
(6) für durch die Handhabungseinrichtung (5) entnommene Wechselträgereinheiten (8a',
8b') aus der Verpackungsmaschine, wobei die Abführeinrichtung (6) und/oder die Zuführeinrichtung
(4) durch jeweils eine oder mehrere Horizontalfördereinrichtungen (60, 40) ausgebildet
sind.