[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Bewegen eines Transportelements
eines Last- oder Personenaufzugs.
[0002] Aufzüge zum Transportieren von Personen oder Lasten werden üblicherweise mittels
Elektromotoren betrieben, die über Seilzüge mechanisch mit einer Kabine des Aufzugs
gekoppelt sind. Weiterhin existieren Aufzugsysteme, in welchen Hydraulikzylinder benutzt
werden, die über Umlenkrollen Seilzüge bewegen. In derartigen Aufzugsystemen hängt
die Kabine an den entsprechenden Seilzügen und Umlenkrollen.
[0003] Weiter müssen in solchen Aufzugsystemen grundsätzlich Absturzsicherungen vorhanden
sein. So muss beispielsweise im Fall eines Bruches eines Tragseils die Kabine nach
kurzer Zeit in einer sicheren Lage zum Stehen kommen. Weiterhin darf eine definierte
Geschwindigkeit bei einer Aufwärtsbewegung oder bei einer Abwärtsbewegung der Kabine
nie überschritten werden. Die Sicherheitssysteme sind relativ aufwändig zu fertigen,
kostenintensiv und müssen regelmäßig gewartet werden, was zu erheblichen Folgekosten
führt.
[0004] Die
EP 2 428 482 A1 offenbart eine Hebebühne, allerdings für Kraftfahrzeuge. Diese umfasst mindestens
ein erstes und in zweites Hubelement mit jeweils mindestens einem hydraulischen Zylinder-Kolben-Aggregat
zum Anheben des Fahrzeugs. Weiter offenbart die Druckschrift Hubsäulen, in denen Zylinder-Kolben-Aggregate
angeordnet sind. Allerdings offenbart die Druckschrift nicht, ob und in welcher Form
ein Zylinder durch Hubsäulen geführt wird.
[0005] Die
CN 102491224 A offenbart einen Fahrstuhl mit einem Teleskopzylinder. Diese Druckschrift offenbart
jedoch keine Details zu einer Führung von Teilzylindern des Teleskopzylinders.
[0006] Es stellt sich das technische Problem, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bewegen
eines Transportelements eines Aufzugs, zu schaffen, welche eine zuverlässige und sichere
Auf- und Abwärtsbewegung eines, insbesondere belasteten, Transportelements gewährleisten,
wobei ein Bauraumbedarf sowie Herstellungskosten minimiert werden. Die Lösung des
technischen Problems ergibt sich durch die Gegenstände mit den Merkmalen der Ansprüche
1 und 12. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich durch die
Unteransprüche.
[0007] Es ist eine Grundidee der Erfindung, eine Aufwärts- und Abwärtsbewegung von Teilzylindern
eines Teleskopzylinders durch eine Führungsvorrichtung vorzusehen, wobei diese Führungsvorrichtung
oder Führungselemente der Führungsvorrichtung unmittelbar mit Mantelflächen der Teilzylinder
wechselwirken, um die vorhergehend erläuterte Führung zu ermöglichen. Somit kann in
vorteilhafter Weise, insbesondere bei großen Hublängen, ein Ausknicken der einzelnen
Teilzylinder sicher vermieden werden.
[0008] Vorgeschlagen wird eine Vorrichtung zum Bewegen eines Transportelements eines Personen-
oder Lastaufzugs. Im Sinne der Erfindung beschreibt das Transportelement des Aufzugs
ein Element zum Transportieren von Personen und/oder Lasten. Somit umfasst dieser
Begriff z.B. eine Kabine, eine Plattform oder einen Fahrkorb. Selbstverständlich ist
die vorgeschlagene Vorrichtung aber auch zum Bewegen aller anderen Arten von Lasten
einsetzbar.
[0009] Die Vorrichtung dient somit zum Bewegen des Transportelements in einer Aufwärtsrichtung,
insbesondere einer vertikalen Richtung, und entgegen der Aufwärtsrichtung, also entgegen
der vertikalen Richtung. Die vertikale Richtung kann hierbei senkrecht zu einer (ebenen)
Erdoberfläche orientiert sein. Insbesondere kann die vertikale Richtung entgegengesetzt
zu einer Richtung einer Gewichtskraft, die z.B. auf das Transportelement wirkt, orientiert
sein. Die Vorrichtung dient zum Bewegen des Transportelements in einem belasteten
Zustand, z. B. wenn eine Last am / im / auf dem Transportelement angeordnet ist, als
auch in einem unbelasteten Zustand.
[0010] Die Vorrichtung umfasst mindestens einen Teleskopzylinder. Der Teleskopzylinder umfasst
mehrere Teilzylinder. Die Teilzylinder sind hierbei in bekannter Weise ineinander
verschiebbar. Insbesondere haben die Teilzylinder unterschiedliche aufeinander abgestimmte
Außendurchmesser. Bei einem Ausfahren des Teleskopzylinders bewegen sich die einzelnen
Teilzylinder sequenziell aus dem nächstgrößeren Teilzylinder heraus, in welchem sie
im eingefahrenen Zustand angeordnet sind. Dementsprechend bewegen sich die Teilzylinder
beim Einfahren wieder in diesen nächstgrößeren Teilzylinder hinein. Der Teleskopzylinder
kann hierbei zwei oder mehr, insbesondere zehn, Teilzylinder umfassen. Vorzugsweise
ist ein Verhältnis von einer maximal erreichbaren Hublänge zu einer Baulänge des Teleskopzylinders
im eingefahrenen Zustand größer als oder gleich Zehn. Dies ermöglicht in vorteilhafter
Weise ein gutes Verhältnis von Bauraum zu der maximalen Hublänge. Die maximale Hublänge
bezeichnet hierbei eine Länge des Teleskopzylinders im vollständig ausgefahrenen Zustand.
[0011] Selbstverständlich kann die vorgeschlagene Vorrichtung auch mindestens einen Aktor
umfassen, der das Aus- und/oder Einfahren des mindestens einen Teleskopzylinders unmittelbar
oder mittelbar bewirkt. Vorzugsweise kann die Vorrichtung mindestens eine Pumpe umfassen,
mittels derer ein Druck eines Betriebsmittels in einem Innenvolumen des Teleskopzylinders
einstellbar ist. Durch das Einstellen des Druckes kann hierbei das vorhergehend erläuterte
Ausfahren des Teleskopzylinders bewirkt werden. Ein Einfahren des Teleskopzylinders
kann ebenfalls durch das Einstellen des Druckes, insbesondere eines Unterdruckes,
bewirkt werden. Alternativ oder kumulativ kann das Einfahren jedoch auch über eine
Gewichtskraft des Transportelements und / oder einer Last bewirkt werden. Dies wird
nachfolgend näher erläutert.
[0012] Vorzugsweise kann die Pumpe einen Druck bis zu 16 bar erzeugen.
[0013] Selbstverständlich kann die Vorrichtung auch ein Wegerfassungssystem zur Bestimmung
einer Position des freien Endes des Teleskopzylinders bzw. einer aktuellen Hublänge
des Teleskopzylinders umfassen. In Abhängigkeit eines Ausgangssignals der Wegerfassungseinrichtung
kann dann in vorteilhafter Weise eine wegabhängige Regelung des Aktors, insbesondere
des von der Pumpe bereitgestellten Druckes, erfolgen.
[0014] Weiter ist das Transportelement mit einem freien Ende des Teleskopzylinders mechanisch
verbindbar. Das Transportelement kann z.B. starr mit dem freien Ende, z.B. über weitere
mechanische Koppelelemente, verbunden werden.
[0015] Weiter umfasst die Vorrichtung mindestens eine Führungsvorrichtung zur Führung mindestens
eines Teilzylinders, wobei mittels der Führungsvorrichtung eine Bewegung des mindestens
einen Teilzylinders in und entgegen einer Hubrichtung des Teleskopzylinders führbar
ist. Die Hubrichtung bezeichnet hierbei eine Richtung der Bewegung beim Ausfahren
des Teleskopzylinders und kann vorzugsweise der vorhergehend erläuterten vertikalen
Richtung entsprechen.
[0016] Die Führungsvorrichtung kann eine Höhe aufweisen, die zumindest einem vorbestimmten
Anteil, vorzugsweise der vollständigen Höhe bzw. Länge des Teleskopzylinders im vollständig
ausgefahrenen Zustand, entspricht. Der vorbestimmte Anteil kann aber auch in einem
Bereich von 70 % (einschließlich) bis 100 % (ausschließlich) der Höhe des Teleskopzylinders
im vollständig ausgefahrenen Zustand liegen. Insbesondere ist die Führungsvorrichtung
eine in ihren Abmessungen, insbesondere ihrer Höhe, unveränderliche Vorrichtung. Dies
bedeutet, dass die Führungsvorrichtung nicht ein- oder ausziehbar ist.
[0017] Die Führungsvorrichtung kann insbesondere auch derart ausgestaltet sein, dass eine
Bewegung des mindestens einen Teilzylinders in einer von der Hubrichtung des Teleskopzylinders
abweichenden Richtung verhindert wird. Dies bedeutet, dass eine solche abweichende
Bewegung nicht oder nur in einem minimalen Maße zugelassen wird.
[0018] Die Führungsvorrichtung kann ein oder, vorzugsweise, mehrere Führungselement(e) aufweisen
oder ausbilden. Zur Führung der Bewegung des mindestens einen Teilzylinders wechselwirkt
die Führungsvorrichtung oder das mindestens eine Führungselement der Führungsvorrichtung
mit zumindest einem Teilabschnitt einer äußeren Oberfläche des mindestens einen, insbesondere
beweglichen, Teilzylinders. Die äußere Oberfläche des mindestens einen Teilzylinders
kann insbesondere eine Mantelfläche des Teilzylinders sein.
[0019] Im Sinne der Erfindung kann wechselwirken bedeuten, dass eine in oder entgegen die
Hubrichtung gerichtete Kraft nicht oder nur in einem geringen Maße von dem Teilzylinder
über die äußere Oberfläche des Teilzylinders auf die Führungsvorrichtung oder das
mindestens eine Führungselement übertragen wird. Kräfte, deren Richtung von der Hubrichtung
abweichen, werden jedoch von dem mindestens einen Teilzylinder über die äußere Oberfläche
auf oder in das Führungselement übertragen. In diesem Fall kann die Führungsvorrichtung
oder das mindestens eine Führungselement eine in ihrer Richtung entgegengesetzte und
vom Betrag her gleiche Gegenkraft bereitstellen, die auf die äußere Oberfläche des
mindestens einen Teilzylinders übertragen wird. Somit erfolgt keine oder nur eine
minimale Bewegung des Teilzylinders in einer von der Hubrichtung abweichenden Richtung.
Dies bedeutet, dass die Führungsvorrichtung bzw. das Führungselement die Bewegung
des Teilzylinders über seine oder an seiner äußere(n) Oberfläche führt.
[0020] Wird der mindestens eine Teilzylinder durch die Führungsvorrichtung geführt, d.h.
wechselwirkt der Teilzylinder mit der Führungsvorrichtung, so kann ein Abstand zwischen
der äußeren Oberfläche des mindestens einen Teilzylinders und dem mit dieser äußeren
Oberfläche wechselwirkenden Abschnitts der Führungsvorrichtung kleiner als ein vorbestimmter
oder gleich einem vorbestimmten Maximalabstand sein, wobei der Maximalabstand beispielsweise
0.5mm oder 0.2mm betragen kann. Der Abstand kann hierbei einen Abstand entlang einer
Richtung, die orthogonal zu der äußeren Oberfläche des mindestens einen Teilzylinders
orientiert ist, bezeichnen.
[0021] Die Führungsvorrichtung oder das mindestens eine Führungselement kann insbesondere
als Lagerelement ausgebildet sein. Weiter insbesondere kann die Führungsvorrichtung
oder das mindestens eine Führungselement eine Gleitlagerung des Teilzylinders ermöglichen.
Hierzu können Materialien des Teilzylinders und der Führungsvorrichtung bzw. des Führungselements
derart gewählt werden, dass ein minimaler Haft- und/oder Gleitreibungskoeffizient
zwischen der äußeren Oberfläche und einer mit der äußeren Oberfläche wechselwirkenden
Oberfläche, die auch als Führungsfläche bezeichnet werden kann, der Führungsvorrichtung
oder des Führungselements bereitgestellt wird. Somit wird in vorteilhafter Weise eine
kostengünstige und wartungsarme oder sogar wartungsfreie Führung bereitgestellt.
[0022] Neben einer Gleitlagerung sind selbstverständlich auch andere Lagerungen vorstellbar,
beispielsweise eine Rollenlagerung.
[0023] Z.B. kann der mindestens eine Teilzylinder aus Aluminium ausgebildet sein. Eine Führungsfläche
der Führungsvorrichtung oder des mindestens einen Führungselements kann insbesondere
hart eloxiert sein.
[0024] Somit wird eine in Bezug auf den mindestens einen Teilzylinder von außen angreifende
Führung vorgeschlagen, wobei der mindestens eine Teilzylinder das in seiner Bewegung
geführte Element darstellt und wobei die Führung unmittelbar über die äußere Oberfläche
des Teilzylinders erfolgt. Zur Führung kann eine formschlüssige Verbindung zwischen
dem mindestens einen Teilzylinder und der Führungsvorrichtung oder dem mindestens
einen Führungselement der Führungsvorrichtung während der Bewegung hergestellt werden
oder sein, wobei die formschlüssige Verbindung eine Bewegung des mindestens einen
Teilzylinders in oder entgegen der Hubrichtung zulässt, in davon abweichende Richtungen
aber minimiert oder nicht zulässt.
[0025] Selbstverständlich kann die Vorrichtung auch einen ersten und einen weiteren Teleskopzylinder
umfassen. In diesem Fall kann die Vorrichtung eine erste Führungsvorrichtung zur Führung
mindestens eines Teilzylinders des ersten Teleskopzylinders und eine weitere Führungsvorrichtung
zur Führung mindestens eines Teilzylinders des weiteren Teleskopzylinders umfassen.
An freien Enden der Teleskopzylinder kann ein Verbindungselement zur Verbindung der
freien Enden befestigt sein, welches sich zwischen den freien Enden erstreckt. Das
Transportelement kann in diesem Fall an dem Verbindungselement befestigbar sein. Hierdurch
ergibt sich in vorteilhafter Weise eine verbesserte Lastverteilung und Lagerung sowie
eine verbesserte und symmetrische Krafteinleitung zum Bewegen des Transportelements.
[0026] Insgesamt ergibt sich in vorteilhafter Weise, dass durch die Führungsvorrichtung
ein Ausknicken des Teilzylinders, insbesondere während des Ausfahrens oder im ausgefahrenen
Zustand, verhindert wird. Gleichzeitig wird durch die Führungsvorrichtung das Bewegen
des Transportelements in einer gewünschten Richtung sicher gewährleistet. Somit wird
einerseits eine gewünschte Bewegung des Teleskopzylinders sichergestellt. Andererseits
kann die Führungsvorrichtung ebenfalls sicherstellen, dass der entsprechende Teilzylinder
im vollständig ausgefahrenen Zustand des Teilzylinders sicher gehalten wird und nicht
ausknickt.
[0027] Die vorgeschlagene Vorrichtung ermöglicht in vorteilhafter Weise die Verwendung von
filigran ausgebildeten Teilzylindern. Dies wiederum reduziert in vorteilhafter Weise
Herstellungskosten und einen Bauraumbedarf der vorgeschlagenen Vorrichtung.
[0028] Auch ermöglicht die vorgeschlagene Vorrichtung, dass Teleskopzylinder mit sehr großen
maximalen Hublängen verwendet werden können, wobei ein Ausknicken auch bei großen
Längen sicher verhindert wird.
[0029] Weiter umfasst die Führungsvorrichtung ein Trägerprofil, wobei das mindestens eine
[0030] Führungselement an dem Trägerprofil befestigt ist oder von dem Trägerprofil ausgebildet
wird. Das Trägerprofil kann hierbei die vorhergehend erläuterte Höhe der Führungsvorrichtung
aufweisen. Das Trägerprofil kann insbesondere ein Hohlprofil sein, wobei in einem
Innenvolumen des Hohlprofils das mindestens eine Führungselement angeordnet ist. Entsprechend
bewegt sich der Teleskopzylinder ebenfalls in einem Innenvolumen des Hohlprofils.
Das Trägerprofil kann hierbei mechanisch starr mit einem Befestigungsbereich, insbesondere
einem Fundament, verbunden sein. Das Trägerprofil kann auch das Führungselement sein.
Insbesondere können mehrere Führungselemente mit einem in der Hubrichtung vorbestimmten
Abstand beabstandet voneinander an dem Trägerprofil befestigt sein oder von dem Trägerprofil
ausgebildet werden.
[0031] Die Führungsvorrichtung ist eine ortsfest angeordnete Führungsvorrichtung. Diese
kann beispielsweise fest in einem Befestigungsbereich, z.B. einem Bodenbereich oder
einem Fundament, verankert sein.
[0032] Die Führungsvorrichtung kann somit an oder in einem Befestigungsbereich befestigbar
sein. Ortsfest kann hierbei insbesondere bedeuten, dass sich eine Position und eine
Orientierung der Führungsvorrichtung in einem befestigten Zustand, in dem die Führungsvorrichtung
in oder an dem Befestigungsbereich befestigt ist, relativ zu dem Befestigungsbereich
oder einem Referenzabschnitt des Befestigungsbereichs nicht verändert, insbesondere
nicht während einer Bewegung des mindestens einen Teilzylinders. Wird der mindestens
eine Teilzylinder bewegt, so ändert sich zumindest die Position des Teilzylinders
relativ zu dem Befestigungsbereich bzw. dem Referenzabschnitt. Ortsfest kann auch
bedeuten, dass die Führungsvorrichtung eine stationäre oder unbewegliche Führungsvorrichtung
ist.
[0033] Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise eine ortsfeste Anordnung von Führungselementen
in einer gewünschten Höhe, insbesondere einer Höhe, die das Führen der Bewegung des
entsprechenden Teilzylinders ermöglicht.
[0034] Weist die Führungsvorrichtung mehrere Führungselemente mit Durchgangsbereichen auf,
die in Hubrichtung mit vorbestimmten Abständen zueinander beabstandet angeordnet sind,
so kann ein Durchmesser oder eine maximale Breite und / oder eine maximale Länge der
Durchgangsbereiche in Hubrichtung abnehmen. Da auch ein Außendurchmesser der entsprechenden
Teilzylinder beim Ausfahren in Hubrichtung abnimmt, ergibt sich hierdurch die gewünschte
Führung, ohne dass ein Spiel zwischen Führungselementen und den entsprechenden Teilzylindern
zunimmt.
[0035] In einer weiteren Ausführungsform weist die Führungsvorrichtung mindestens ein, vorzugsweise
mehrere, Führungselement(e) auf oder bildet diese(s) aus. Das mindestens eine Führungselement
ist hierbei derart angeordnet und/oder ausgebildet, dass der mindestens eine Teilzylinder
beim Ausfahren des Teleskopzylinders, insbesondere beim Ausfahren des Teilzylinders,
durch eine Öffnung, insbesondere eine Durchgangsöffnung, oder einen Durchgangsbereich
des Führungselements hindurchbewegbar ist. Entsprechend kann sich der mindestens eine
Teilzylinder auch beim Einfahren des Teleskopzylinders durch diese Öffnung des Führungselements,
jedoch in entgegengesetzter Richtung, bewegen. Dies gilt selbstverständlich nur dann,
wenn während des Ein- oder Ausfahrens der mindestens eine Teilzylinder bewegt wird.
[0036] Vorzugsweise weist die Führungsvorrichtung mehrere Führungselemente auf, wobei die
Führungselemente derart angeordnet und/oder ausgebildet sind, dass sich jeder Teilzylinder
beim Ausfahren des Teleskopzylinders durch eine Öffnung eines der Führungselemente
hindurchbewegt. Beispielsweise können die Führungselemente in Hubrichtung mit einem
vorbestimmten Abstand zueinander beabstandet angeordnet sein.
[0037] Z.B. kann das Führungselement eine kreis- oder zylinderförmige Durchgangsöffnung
aufweisen. Insbesondere kann das Führungselement einen zylinderförmigen oder zylindrischen
Durchgangsbereich aufweisen oder ausbilden, durch den sich ein zylinderförmiger Teilzylinder
beim Aus- und/oder Einfahren bewegen kann.
[0038] Ein Durchmesser der kreisförmigen Durchgangsöffnung bzw. des zylinderförmigen Durchgangsbereichs
kann um ein vorbestimmtes Maß größer als ein Außendurchmesser des Teilzylinders sein,
der sich durch die entsprechende Durchgangsöffnung/den entsprechenden Durchgangsbereich
bewegt. In diesem Fall bildet also die den zylinderförmigen Durchgangsbereich begrenzende
(Innen-)Fläche des Führungselements eine Führungsfläche, die mit der Außenfläche des
Teilzylinders wechselwirkt, um die gewünschte Führung zu gewährleisten.
[0039] Der vorgeschlagene zylinderförmige Durchgangsbereich des Führungselements kann, insbesondere
an einem in Hubrichtung unteren Ende, angeschrägt sein. Dies bedeutet, dass ein Durchmesser
des zylinderförmigen Durchgangsbereichs in Richtung des in Hubrichtung unteren Endes
des Führungselements zunimmt. Hierdurch kann in vorteilhafter Weise der Teilzylinder
beim Hineinbewegen in den Durchgangsbereich unterstützt und zentriert werden.
[0040] Somit kann das mindestens eine Führungselement für den entsprechenden Teilzylinder
eine in ihren Dimensionen genau angepasste Außenführung bereitstellen.
[0041] Selbstverständlich können der mindestens eine Teilzylinder und/oder die vorhergehend
erläuterte Führungsfläche des Führungselements beschichtet oder mit einem die Gleitreibung
verringernden Mittel versehen sein.
[0042] Durch das Führungselement mit einer Durchgangsöffnung bzw. einem Durchgangsbereich
kann in vorteilhafter Weise ein Ausknicken in alle zur Hubrichtung senkrechten Richtungen
verhindert werden.
[0043] Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf im Querschnitt kreisförmige Teilzylinder
begrenzt. Insbesondere kann eine Form des mindestens einen Führungselements an eine
Außenform des zu führenden Teilzylinders angepasst sein. Somit kann auch eine geometrische
Ausbildung des Durchgangsbereichs eines Führungselements an die äußere Form des zu
führenden Teilzylinders angepasst sein.
[0044] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Führungsvorrichtung mindestens ein
Führungselement für jeden beweglichen Teilzylinder des Teleskopzylinders, wobei mittels
der Führungselemente jeweils eine Bewegung des entsprechenden Teilzylinders in und
entgegen der Hubrichtung des Teleskopzylinders führbar ist.
[0045] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Führungsvorrichtung für jeden beweglichen
Teilzylinder mehrere Führungselemente Mittels der mehreren Führungselemente ist jeweils
eine Bewegung des entsprechenden Teilzylinders in und entgegen der Hubrichtung des
Teleskopzylinders führbar.
[0046] In einer weiteren Ausführungsform ist das Führungselement oder sind die Führungselemente
derart ausgebildet und/oder angeordnet, dass während des Ausfahrens des mindestens
einen Teilzylinders die gesamte ausgefahrene Mantelfläche des Teilzylinders oder ein
vorbestimmter Anteil, insbesondere ein Anteil von bis zu 80%, der ausgefahrenen Mantelfläche
mit dem Führungselement oder den Führungselementen wechselwirkt. Beispielsweise kann
der Anteil der ausgefahrenen Mantelfläche, der beim Ausfahren mit dem Führungselement
oder den Führungselementen wechselwirkt, während des Ausfahrens zunehmen, insbesondere
von einem vorbestimmten Minimalanteil, beispielsweise einem Minimalanteil von 0%,
10% oder 20%, bis zu einem vorbestimmten Maximalanteil, beispielsweise einem Maximalanteil
von 80%.
[0047] Somit wird in vorteilhafter Weise jeder bewegliche Teilzylinder geführt und im, insbesondere
vollständig, ausgefahrenen Zustand des Teilzylinders sicher gelagert. Dies verhindert
in zuverlässiger Weise ein Ausknicken eines jeden Teilzylinders. Hierdurch ergibt
sich in vorteilhafter Weise eine höhere Stabilität und somit eine höhere Betriebssicherheit
beim Bewegen von Lasten.
[0048] In einer weiteren Ausführungsform weist das mindestens eine Führungselement mindestens
eine weitere Öffnung auf, wobei durch die weitere Öffnung ein Verbindungselement zur
Verbindung des freien Endes des Teleskopzylinders und des Transportelements bewegbar
ist.
[0049] Die weitere Öffnung kann hierbei insbesondere derart ausgebildet sein, dass der mindestens
eine Teilzylinder, insbesondere im ausgefahrenen Zustand, von dem Führungselement
nicht vollständig umfasst wird. Weist das mindestens eine Führungselement z.B. einen
zylinderförmigen Durchgangsbereich auf, so kann eine Umfangslinie des zylinderförmigen
Durchgangsbereiches in einer Querschnittsebene senkrecht zur Hubrichtung teilkreisförmig
sein. Somit kann der Durchgangsbereich über die weitere Öffnung mit einem Außenbereich
in Bezug auf das Führungselement verbunden sein, wobei sich die weitere Öffnung über
die gesamte Höhe des Führungselements in Hubrichtung erstreckt.
[0050] Dies ermöglicht in vorteilhafter Weise eine freie Bewegung des Verbindungselements,
z.B. eines Tragbalkens, der zur Verbindung des freien Endes des Teleskopzylinders
mit dem Transportelement dient.
[0051] In einer weiteren Ausführungsform umfasst der Teleskopzylinder mindestens ein Auslassventil
für ein Betriebsmittel des Teleskopzylinders. Das Betriebsmittel kann insbesondere
ein Fluid sein, insbesondere ein Hydrauliköl.
[0052] Das mindestens eine Auslassventil ist derart angeordnet und/oder ausgebildet und/oder
ansteuerbar, dass ein gewünschtes Bewegungsprofil beim Einfahren des Teleskopzylinders
eingestellt wird. Insbesondere ist das mindestens eine Auslassventil ist derart angeordnet
und/oder ausgebildet und/oder ansteuerbar, dass ein gewünschtes Bewegungsprofil beim
Einfahren des Teleskopzylinders sichergestellt wird, wobei Abweichungen von dem gewünschten
Bewegungsprofil durch die Anordnung und/oder Ausbildung und/oder Ansteuerung nicht
zugelassen oder minimiert werden.
[0053] Das Bewegungsprofil kann ein gewünschtes Wegprofil, ein gewünschtes Geschwindigkeitsprofil
und/oder ein gewünschtes Beschleunigungsprofil umfassen. Das Geschwindigkeitsprofil
und/oder das gewünschte Beschleunigungsprofil kann hierbei eine Abhängigkeit zwischen
der Geschwindigkeit und / oder der Beschleunigung und einer aktuellen Hublänge des
Teleskopzylinders beschreiben.
[0054] Insbesondere kann somit ein gewünschtes Abbremsen, also eine Reduktion der Geschwindigkeit,
beim Einfahren des Teleskopzylinders und somit bei einer Abwärtsbewegung einer Last
gewährleistet werden. Durch ein (teilweises) Öffnen oder (teilweises) Schließen des
mindestens einen Auslassventils kann eine Menge des Betriebsmittels eingestellt werden,
welche in einem vorbestimmten Zeitintervall aus dem Teleskopzylinder austritt.
[0055] Die vom Teleskopzylinder in Hubrichtung (und somit entgegen einer Abwärtsbewegung)
bereitgestellte Kraft ist abhängig von einem aktuellen Innendurchmesser des in vertikaler
Richtung obersten Teilzylinders, einem Druck des Betriebsmittels sowie einer Kompressibilität
des Betriebsmittels. Insbesondere bei einem z.B. nahezu inkompressiblen Betriebsmittel,
z.B. einem Hydrauliköl, kann somit durch das mindestens eine Auslassventil ein Druckabbau
des Betriebsmittels gesteuert oder geregelt werden. Dies wiederum ermöglicht eine
Steuerung bzw. Regelung des Einfahrens des Teleskopzylinders und somit der Abwärtsbewegung.
Beispielsweise kann das mindestens eine Auslassventil derart angeordnet und/oder ausgebildet
und/oder angesteuert werden, dass beim Einfahren des Teleskopzylinders eine Differenz
zwischen einer auf das Transportelement wirkenden Gewichtskraft, die auch eine Gewichtskraft
der Last umfassen kann, und der durch den Teleskopzylinder in Hubrichtung bereitgestellten
(Gegen-) Kraft größer als 0 und kleiner als ein vorbestimmter Schwellwert ist. Weiter
insbesondere kann das mindestens eine Auslassventil derart angeordnet und/oder ausgebildet
und/oder angesteuert werden, dass die vorhergehend erläuterte Differenz zum Ende des
Einfahrens hin reduziert wird, vorzugsweise auf 0 reduziert wird. Dies kann bedeuten,
dass die von dem Teleskopzylinder in Hubrichtung bereitgestellte Kraft zum Ende des
Einfahrens hin zunimmt.
[0056] Hierbei kann das gewünschte Bewegungsprofil beim Einfahren des Teleskopzylinders
ausschließlich durch die Anordnung und/oder Ausbildung und/oder Ansteuerung des mindestens
einen Auslassventils gewährleistet werden. Ausschließlich bedeutet in diesem Zusammenhang
insbesondere, dass kein Betrieb des vorhergehend erläuterten Aktors erforderlich ist,
um das Bewegungsprofil zu gewährleisten. Somit kann also der mindestens eine Aktor
zum Einstellen der Aufwärtsbewegung beim Einfahren deaktiviert werden.
[0057] Dies ermöglicht in vorteilhafter Weise ein sicheres Einfahren des Teleskopzylinders
und somit eine sichere Abwärtsbewegung einer Last, insbesondere auch dann, wenn der
mindestens eine Aktor ausfällt.
[0058] Das Betriebsmittel kann z.B. eine hydraulische Flüssigkeit, insbesondere ein Öl oder
ein Wasser-Glykol-Gemisch sein.
[0059] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das mindestens eine Auslassventil in einem
Fußbereich des Teleskopzylinders angeordnet. Insbesondere kann das Auslassventil in
einer Mantelfläche des in Hubrichtung untersten Teilzylinders angeordnet sein.
[0060] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist das mindestens eine Auslassventil
derart in oder an einem Teilzylinder angeordnet, dass das Auslassventil beim Einfahren
des nächstinneren Teilzylinders in diesen Teilzylinder ab einer vorbestimmten Einfahrlänge
vom nächstinneren Teilzylinder, insbesondere einer äußeren Oberfläche des nächstinneren
Teilzylinders, verschlossen wird. Die Einfahrlänge kann hierbei eine Länge eines Abschnitts
des nächstinneren Teilzylinders in Hubrichtung bezeichnen, wobei der Abschnitt im
Innenvolumen des nächstgrößeren Teilzylinders angeordnet ist.
[0061] Somit wird beim Einfahren automatisch eine Menge des Betriebsmittels, die in einem
vorbestimmten Zeitintervall aus dem Innenvolumen des Teleskopzylinders austreten kann,
reduziert. Dies wiederum bedingt eine automatische Erhöhung der vorhergehend erläuterten
(Gegen-)Kraft, die vom Teleskopzylinder in Hubrichtung bereitgestellt wird.
[0062] Auch können mehrere in Hubrichtung an einem oder mehreren Teilzylindern übereinander
angeordnete Auslassventile vorgesehen werden, die beim Einfahren der Teilzylinder
nacheinander verschlossen bzw. abgedeckt werden. Hierdurch kann in vorteilhafter Weise
ein gewünschtes Bewegungsprofil, insbesondere ein gewünschter Geschwindigkeitsverlauf,
eingestellt werden. Somit können Bewegungsparameter einer Abwärtsbewegung der Last
durch Anordnung und Ausbildung der Auslassventile eingestellt werden.
[0063] Dies ermöglicht wiederum in vorteilhafter Weise eine sichere Abwärtsbewegung, insbesondere
unabhängig von einer Funktionsfähigkeit des Aktors.
[0064] Umfasst die Vorrichtung, wie vorhergehend erläutert, eine erste und eine weitere
Führungsvorrichtung, so kann in einer weiteren Ausführungsform mittels der weiteren
Führungsvorrichtung eine Bewegung des mindestens einen Teilzylinders des weiteren
Teleskopzylinders in und entgegen einer Hubrichtung des weiteren Teleskopzylinders
führbar sein, wobei die weitere Führungsvorrichtung oder mindestens ein Führungselement
der weiteren Führungsvorrichtung zur Führung der Bewegung des mindestens einen Teilzylinders
mit zumindest einem Teilabschnitt einer äußeren Oberfläche des mindestens einen Teilzylinders
wechselwirkt, wobei die weitere Führungsvorrichtung ein weiteres Trägerprofil umfasst,
wobei das mindestens eine Führungselement an dem weiteren Trägerprofil befestigt ist
oder von dem weiteren Trägerprofil ausgebildet wird, wobei die weitere Führungsvorrichtung
ortsfest angeordnet ist.
[0065] Weiter vorgeschlagen wird ein Verfahren zum Bewegen eines Transportelements eines
Aufzugs. Eine Vorrichtung zum Bewegen des Transportelements ist hierbei entsprechend
einer der vorhergehend erläuterten Ausführungsformen ausgebildet. Das Transportelement
ist mit einem freien Ende des mindestens einen Teleskopzylinders mechanisch verbunden.
Während der Bewegung des Transportelements, insbesondere beim Ein- und Ausfahren des
Teleskopzylinders, wird mittels der Führungsvorrichtung eine Bewegung mindestens eines
Teilzylinders in und entgegen einer Hubrichtung des Teleskopzylinders geführt. Die
Führung kann selbstverständlich erst zu einem Zeitpunkt erfolgen, zu welchem der Teleskopzylinder
beim Ein- und Ausfahren eine vorbestimmte Hublänge aufweist, insbesondere wenn die
Hublänge während des Ausfahrens des Hubzylinders größer als eine vorbestimmte Hublänge
ist.
[0066] Weiter wechselwirkt die Führungsvorrichtung oder mindestens ein Führungselement der
Führungsvorrichtung zur Führung der Bewegung des mindestens einen Teilzylinders mit
zumindest einem Teilabschnitt einer äußeren Oberfläche, insbesondere einer Mantelfläche,
des mindestens einen Teilzylinders. Dies wurde vorhergehend bereits erläutert.
[0067] Erfindungsgemäß umfasst die Führungsvorrichtung ein Trägerprofil, wobei das mindestens
eine Führungselement an dem Trägerprofil befestigt ist oder von dem Trägerprofil ausgebildet
wird, wobei die Führungsvorrichtung ortsfest angeordnet ist. Das Verfahren ist hierbei
mittels einer Vorrichtung gemäß einer der vorhergehend erläuterten Ausführungsformen
durchführbar.
[0068] Im Verfahren kann ein Aktor zur Erzeugung einer Antriebskraft zum Ausfahren (und
gegebenenfalls auch zum Einfahren) derart gesteuert werden, dass eine gewünschte Hubbewegung
mit einem gewünschten Geschwindigkeits- und/oder Beschleunigungsprofil durchgeführt
wird.
[0069] In einer weiteren Ausführungsform wird ein von einer Pumpe erzeugter Druck derart
geregelt, dass ein Ausfahren des Teleskopzylinders mit konstanter Geschwindigkeit
erfolgt. In diesem Fall ist der mindestens eine Aktor als Pumpe ausgebildet. Die Pumpe
kann hierbei mit elektrischer Energie aus einer Energieversorgungseinrichtung, z.B.
einer Batterie oder einem Spannungsnetz, versorgt werden.
[0070] Durch den sich beim Ausfahren verjüngenden Durchmesser der Teilzylinder kann es erforderlich
sein, einen Druck zu variieren, um eine gleichmäßige Ausfahr- und somit Hubgeschwindigkeit
zu erreichen.
[0071] Beispielsweise ist es möglich, den von der Pumpe bereitgestellten Druck wegabhängig
zu regeln. Der Weg kann hierbei eine aktuelle Position eines Referenzpunkts, beispielsweise
eines freien Endes, des Teleskopzylinders, oder eine Hublänge beim Ausfahren oder
Einfahren bezeichnen. Hierbei kann z.B. eine aktuelle Hublänge des Teleskopzylinders,
beispielsweise eine aktuelle Position des freien Endes in Hubrichtung, erfasst werden.
Je nach erfasster Hublänge kann dann bestimmt werden, wie viel und welche Teilzylinder
bereits ausgefahren sind und zukünftig ausgefahren werden müssen. In Abhängigkeit
dieser Information und geometrischer Abmaße der Teilzylinder kann dann ein Druck geregelt
werden.
[0072] Zusammenfassend weist die Erfindung eine Vielzahl von Vorteilen aus. So ist es beispielsweise
möglich, die Teilzylinder des Teleskopzylinders durch eine einfach durchzuführende,
spanlose, umformende Rohrendbearbeitung herzustellen. Aufgrund der vorhergehend erläuterten
und durch die Erfindung ermöglichte fragile Ausbildung der Teilzylinder wird eine
solche Rohrendenbearbeitung sinnvoll und anwendbar.
[0073] Als weiterer Vorteil ergibt sich, dass die Vorrichtung zum Bewegen des Transportelements
der Last keine Unterfahrt benötigt, also keine beweglichen oder statischen Elemente
der Vorrichtung unterhalb des untersten Teilzylinders des Teleskopzylinders angeordnet
werden müssen. Somit kann die erfindungsgemäße Vorrichtung in einfacher Weise an oder
in einem Befestigungsbereich, beispielsweise an/in dem Erdboden, befestigt werden,
wobei nur ein minimaler oder kein Aushub notwendig ist.
[0074] Weiter ist der Bauraumbedarf für Elemente der vorgeschlagenen Vorrichtung, die für
einen Betrieb notwendig sind, z.B. für eine Pumpe, ein Betriebsmittelreservoir und
Ventile, gering. Diese können beispielsweise neben dem vorhergehend beschriebenen
Trägerprofil ebenfalls auf dem Befestigungsbereich angeordnet werden.
[0075] Durch den Antrieb mittels eines Teleskopzylinders ergibt sich weiter in vorteilhafter
Weise, dass die vorgeschlagene Vorrichtung wenig anfällig gegenüber Umwelteinflüssen,
z.B. einer Verdreckung, ist.
[0076] Weiter beschrieben wird eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Bewegen eines Transportelements
eines Aufzugs, wobei die Vorrichtung mindestens einen Teleskopzylinder umfasst, wobei
der Teleskopzylinder mehrere Teilzylinder umfasst, wobei das Transportelement mit
einem freien Ende des Teleskopzylinders mechanisch verbindbar ist, wobei die Vorrichtung
weiter mindestens eine Führungsvorrichtung zur Führung mindestens eines Teilzylinders
umfasst, wobei mittels der Führungsvorrichtung eine Bewegung des mindestens einen
Teilzylinders in und entgegen einer Hubrichtung des Teleskopzylinders führbar ist,
wobei die Führungsvorrichtung oder mindestens ein Führungselement der Führungsvorrichtung
zur Führung der Bewegung des mindestens einen Teilzylinders mit zumindest einem Teilabschnitt
einer äußeren Oberfläche des mindestens einen Teilzylinders wechselwirkt. Diese Vorrichtung
kann eine eigenständige Erfindung bilden.
[0077] Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Figuren
zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Aufzugs,
- Fig. 2
- eine perspektivische Detailansicht des in Fig. 1 dargestellten Aufzugs,
- Fig. 3
- eine weitere Detailansicht des in Fig. 1 dargestellten Aufzugs,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht des in Fig. 1 dargestellten Aufzugs im vollständig ausgefahrenen
Zustand,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht eines ersten Trägerprofils des in Fig. 4 dargestellten Aufzugs,
- Fig. 6a
- einen Querschnitt durch ein erstes Führungselement,
- Fig. 6b
- einen Querschnitt durch ein viertes Führungselement,
- Fig. 6c
- einen Querschnitt durch ein achtes Führungselement,
- Fig. 7a
- einen Querschnitt durch ein Führungselement,
- Fig. 7b
- einen Querschnitt durch ein Führungselement und einen Teleskopzylinder und
- Fig. 8
- einen Querschnitt durch einen Fußbereichs des Teleskopzylinder.
[0078] Nachfolgend bezeichnen gleiche Bezugszeichen Elemente mit gleichen oder ähnlichen
technischen Merkmalen.
[0079] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zum
Bewegen einer Kabine 2 eines Aufzugs. Die Vorrichtung 1 umfasst einen ersten Teleskopzylinder
3 und einen weiteren Teleskopzylinder, der in Fig. 1 nicht sichtbar ist. Der erste
Teleskopzylinder 3 umfasst vier Teilzylinder 4a, 4b, 4c, 4d (siehe z.B. Fig. 5). Ein
erster und unterster Teilzylinder 4a ist hierbei ein ortsfest angeordneter Teilzylinder
4a, während die verbleibenden Teilzylinder 4b, 4c, 4d bewegliche Teilzylinder des
Teleskopzylinders 3 sind.
[0080] Ein Verbindungsbalken 5 ist an einem freien Ende 6 (siehe Fig. 7b) des Teleskopzylinders
3 mechanisch befestigt. Dieser Verbindungsbalken 5 verbindet die freien Enden 6 der
beiden Teleskopzylinder 3. An dem Verbindungsbalken 5 wiederum ist die Kabine 2 des
Aufzugs mechanisch befestigt.
[0081] Die Vorrichtung 1 umfasst weiter eine erste Führungsvorrichtung 7 und eine weitere
Führungsvorrichtung 8. Mittels der ersten Führungsvorrichtung 7 ist eine Bewegung
der Teilzylinder 4b, 4c, 4d des ersten Teleskopzylinders 3 in und entgegen einer Hubrichtung
des Teleskopzylinders 3 führbar. Die Hubrichtung bezeichnet hierbei eine in einer
vertikalen Richtung z orientierte Richtung, wobei die vertikale Richtung z orthogonal
zu einer Oberfläche 9 eines Befestigungsbereichs, beispielsweise einer Erdoberfläche,
orientiert ist. Die vertikale Richtung z kann insbesondere entgegengesetzt zu einer
Richtung einer auf die Kabine 2 wirkenden Gewichtskraft orientiert sein.
[0082] Entsprechend dient die weitere Führungsvorrichtung 8 zur Führung einer Bewegung der
beweglichen Teilzylinder des weiteren Teleskopzylinders in und entgegen der Hubrichtung.
[0083] Die erste und die weitere Führungsvorrichtung 7, 8 sind gleichartig ausgebildet.
Daher wird im Folgenden nur die erste Führungsvorrichtung 7 näher erläutert.
[0084] Die erste Führungsvorrichtung 7 umfasst ein Trägerprofil 10 und neun Führungselemente
11a, 11b, 11c, 11 d, 11e, 11 f, 11g, 11h, 11i. Die Führungselemente 11a, ..., 11 i
werden hierbei von dem Trägerprofil 10 ausgebildet oder sind an diesem befestigt.
[0085] In Fig. 1 ist dargestellt, dass das Trägerprofil 10 ein quaderförmiges Hohlprofil
ist, welches an einer Seite einen sich in Hubrichtung erstreckenden Schlitz 12 aufweist.
Somit ist das Trägerprofil 10 über die gesamte Höhe des Trägerprofils 10 geschlitzt.
Durch den Schlitz 12 erstreckt sich der am freien Ende 6 des ersten Teleskopzylinders
3 befestigte Verbindungsbalken 5. Selbstverständlich kann das Trägerprofil 10 auch
andere Profilformen aufweisen, beispielsweise eine hohlzylinderförmige Profilform.
[0086] Das Trägerprofil 10 ist an der Befestigungsfläche 9 befestigt oder in ein in vertikaler
Richtung z unterhalb der Befestigungsfläche 9 angeordnetes Fundament eingebracht.
Das gleiche gilt für das Trägerprofil 10 der weiteren Führungsvorrichtung 8.
[0087] Durch ein Ausfahren der Teleskopzylinder 3 kann die Kabine 2 in vertikaler Richtung
z, also nach oben, bewegt werden. Während dieser Ausfahrbewegung bewegen sich die
beweglichen Teilzylinder 4b, 4d, 4d des ersten Teleskopzylinders 3 nacheinander durch
Durchgangsbereiche 13 (siehe z.B. Fig. 2) der einzelnen Führungselemente 11a, ...,
11 i. Dies wird nachfolgend noch näher erläutert.
[0088] Im vollständig ausgefahrenen Zustand des ersten Teleskopzylinders 3 erstreckt sich
jeder bewegliche Teilzylinder 4b, 4c, 4d durch die vorhergehend erläuterten Durchgangsbereiche
13 mehrerer Führungselemente 11a,..., 11i. Somit dienen die Führungselemente 11a,
..., 11i sowohl einer Führung der Bewegung der beweglichen Teilzylinder 4b, 4c, 4d
als auch einer Halterung im ausgefahrenen Zustand des entsprechenden Teilzylinders
4b, 4c, 4d.
[0089] Aus einem vollständig ausgefahrenen Zustand des entsprechenden Teilzylinders 4b,
4c, 4d bewegt sich dieser auch bei einer Einfahrbewegung des ersten Teleskopzylinders
3, also bei einer Bewegung entgegen der Hubrichtung, durch die Durchgangsbereiche
13 der entsprechenden Führungselemente 11a, ..., 11i. Im vollständig eingefahrenen
Zustand sind die Durchgangsbereiche 13 der Führungselemente 11 a, ..., 11 i frei.
[0090] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Detailansicht eines ersten Details D1 aus Fig.
1. Dargestellt ist ein achtes Führungselement 11 h, welches in einem Innenvolumen
des Trägerprofils 10 der ersten Führungsvorrichtung 7 angeordnet ist. Das achte Führungselement
11h weist in einer Querschnittsebene senkrecht zur Hubrichtung eine rechteckförmige
Außenform auf. Weiter weist das Führungselement 11h eine zylinderförmige Durchgangsöffnung
auf, die einen zylinderförmigen Durchgangsbereich 13 des Führungselements 11h ausbildet.
Der Durchgangsbereich 13 ist hierbei mittig im Führungselement 11h angeordnet. D.h.,
dass sich Mittellinien des Führungselements 11 h und des Durchgangsbereiches 13 überlagern.
Die Mittellinien erstrecken sich hierbei in vertikaler Richtung z.
[0091] Durch den Durchgangsbereich 13 ist eine in Hubrichtung untere Außenfläche (Unterseite)
des Führungselements 11h mit einer in Hubrichtung oberen Außenfläche (Oberseite) des
Führungselements 11h verbunden.
[0092] Weiter dargestellt ist, dass das Führungselement 11 h eine weitere Öffnung 14 aufweist,
die das von dem Durchgangsbereich 13 umfasste Innenvolumen mit einem Außenvolumen
des Führungselements 11h verbindet. Die weitere Öffnung 14 kann beispielsweise schlitzförmig
ausgebildet sein, wobei der Schlitz sich ebenfalls entlang der vertikalen Richtung
z erstreckt. Somit ist der Durchgangsbereich 13 in Hubrichtung nach unten, in Hubrichtung
nach oben und zu einer zur Hubrichtung senkrechten Richtung geöffnet bzw. aus diesen
Richtungen zugänglich. Hierbei ist das Führungselement 11 h derart in dem Innenvolumen
des Trägerprofils 10 angeordnet, dass der Schlitz 12 des Trägerprofils 10 und die
weitere Öffnung 14 des Führungselements 11 h zur gleichen Seite hin orientiert sind
bzw. auf gleichen Seiten angeordnet sind. Somit ist der Durchgangsbereich 13 durch
den Schlitz 12 und die weitere Öffnung 14 zugänglich. Die weitere Öffnung 14 dient
zum Durchführen des Verbindungsbalkens 5 (siehe Fig. 1) bei einer Aufwärts- und Abwärtsbewegung
des Teleskopzylinders 3.
[0093] In Fig. 3 ist eine perspektivische Detailansicht eines weiteren Details D2 aus Fig.
1 dargestellt. Dargestellt ist ein erstes Führungselement 11a, welches ein in Hubrichtung
unterstes Führungselement 11 a der ersten Führungsvorrichtung 7 ist. Hierbei ist dargestellt,
dass sich ein Teil des zweiten Teilzylinders 4b des Teleskopzylinders 3 in den Durchgangsbereich
13 (siehe z.B. Fig. 2) des ersten Führungselements 11a hineinerstreckt. Hierbei ist
ein Durchmesser des zylinderförmigen Durchgangsbereichs 13 des ersten Führungselements
11 a an einen Außendurchmesser des hohlzylinderförmigen zweiten Teilzylinders 4b angepasst.
Dies bedeutet, dass der Durchmesser des Durchgangsbereichs 13 gleich dem oder um ein
vorbestimmtes (geringes) Maß größer als der Außendurchmesser des zweiten Teilzylinders
4b ist. Somit wird eine Bewegung des zweiten Teilzylinders 4b durch den Durchgangsbereich
13 des ersten Führungselements 11 a in und entgegen der Hubrichtung ermöglicht. Bewegungen
des zweiten Teilzylinders 4b in von der Hubrichtung abweichenden Richtungen werden
jedoch verhindert. Hat der zweite Teilzylinder 4b den Durchgangsbereich 13 des ersten
Führungselements 11a vollständig in Hubrichtung durchfahren, beispielsweise im vollständig
ausgefahrenen Zustand des zweiten Teilzylinders 4b oder des ersten Teleskopzylinders
3, so werden ebenfalls Bewegungen des zweiten Teilzylinders 4b in Richtungen, die
von der Hubrichtung abweichen, verhindert. Somit wird also ein Ausknicken des Teleskopzylinders
3 im Bereich des zweiten Teilzylinders 4b effektiv verhindert. Entsprechende Ausführungen
gelten selbstverständlich für alle weiteren Teilzylinder 4c, 4d und Führungselemente
11b, ..., 11 i (siehe Fig. 1).
[0094] In Fig. 4 ist eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 mit
vollständig ausgefahrenen Teleskopzylindern 3 dargestellt. In Fig. 4 ist ersichtlich,
dass sich im vollständig ausgefahrenen Zustand des Teleskopzylinders 3 ein erster
Teilzylinder 4b durch Durchgangsbereiche 13 (siehe z.B. Fig. 2) eines ersten, eines
zweiten und eines dritten Führungselements 11a, 11 b, 11 c erstreckt. Entsprechend
erstreckt sich ein dritter Teilzylinder 4c durch Durchgangsbereiche 13 eines vierten,
eines fünften und eines sechsten Führungselements 11 d, 11e, 11 f. Entsprechend erstreckt
sich ein vierter Teilzylinder 4d durch Durchgangsbereiche 13 eines siebten, eines
achten und eines neunten Führungselements 11 g, 11 h, 11 i. Somit wird jeder bewegliche
Teilzylinder 4b, 4c, 4d während einer Bewegung durch drei Führungselemente 11a, ...,
11 i geführt und im vollständig ausgefahrenen Zustand gehaltert.
[0095] Während des Ausfahrens aus einem vollständig eingefahrenen Zustand des ersten Teleskopzylinders
3 durchfährt der zweite Teilzylinder 4b nacheinander Durchgangsbereiche 13 des ersten,
des zweiten und des dritten Führungselements 11a, 11 b, 11 c. Hiernach ist der zweite
Teilzylinder 4b vollständig ausgefahren. Hiernach durchfährt der dritte Teilzylinder
4c nacheinander die Durchgangsbereiche 13 des vierten, des fünften und des sechsten
Führungselements 11d, 11 e, 11 f. Hiernach ist der dritte Teilzylinder 4c vollständig
ausgefahren. Hiernach durchfährt der vierte Teilzylinder 4c nacheinander die Durchgangsbereiche
des siebten, des achten und des neunten Führungselements 11 g, 11 h, 11 i. Hiernach
ist auch der vierte Teilzylinder 4c und somit der gesamte erste Teleskopzylinder 3
vollständig ausgefahren.
[0096] Wie vorhergehend bereits erläutert, sind Durchmesser der Durchgangsbereiche 13 des
ersten, des zweiten und des dritten Führungselements 11 a, 11 b, 11 c an einen Außendurchmesser
des zweiten Teilzylinders 4b angepasst. Entsprechend sind Durchmesser der Durchgangsbereiche
13 des vierten, des fünften und des sechsten Führungselements 11d, 11d, 11f an einen
Außendurchmesser des dritten Teilzylinders 4c angepasst. Somit ist ein Durchmesser
der Durchgangsbereiche 13 des vierten, des fünften und des sechsten Führungselements
11 d, 11 e, 11 f kleiner als der Durchmesser der Durchgangsbereiche 13 des ersten,
des zweiten und des dritten Führungselements 11 a, 11 b, 11 s. Entsprechend sind die
Durchmesser der Durchgangsbereiche 13 des siebten, des achten und des neunten Führungselements
11 g, 11 h, 11 i an einen Außendurchmesser des vierten Teilzylinders 4d angepasst
und somit kleiner als der Durchmesser der Durchgangsbereiche 13 des vierten, des fünften
und des sechsten Führungselements 11 d, 11 e, 11f. Somit ist ersichtlich, dass die
Durchmesser von Durchgangsbereichen 13 der Führungselemente 11a, ..., 11 i in Hubrichtung
abnehmen, wobei Durchmesser von Durchgangsbereichen 13 von Führungselementen 11a,
..., 11 i, die eine Bewegung eines bestimmten Teilzylinders 4b, 4c, 4d führen, gleich
sind.
[0097] In Fig. 5 ist eine Seitenansicht der ersten Führungsvorrichtung 7 dargestellt. Wie
in Fig. 4, ist der Teleskopzylinder 3 in einem vollständig ausgefahrenen Zustand dargestellt.
Ersichtlich ist ein freies Ende 6 des ersten Teleskopzylinders 3, an dem der in Fig.
4 dargestellte Verbindungsbalken 5 befestigt werden kann.
[0098] Wie auch in Fig. 4 ist ersichtlich, dass sich jeder bewegliche Teilzylinder 4b, 4c,
4d des ersten Teleskopzylinders 3 im vollständig ausgefahrenen Zustand durch Durchgangsbereiche
13 (siehe Fig. 2) von jeweils drei Führungselementen 11 a, ..., 11 i erstreckt. Weiter
dargestellt ist, dass die Führungselemente 11a, ..., 11i in Hubrichtung entlang des
Trägerprofils 10 mit vorbestimmten Abständen zueinander angeordnet sind. Die Abstände
sind hierbei gleich. Selbstverständlich können jedoch auch voneinander verschiedene
Abstände gewählt werden.
[0099] Dargestellt sind weiter drei Schnittlinien B-B, C-C, D-D, wobei korrespondierende
Querschnitte in den Fig. 6a, 6b, 6c dargestellt sind.
[0100] Fig. 6a zeigt einen Querschnitt B-B (siehe Fig. 5) durch die erste Führungsvorrichtung
7 im Bereich des ersten Führungselements 11a. Dargestellt ist, dass sich der zweite
Teilzylinder 4b durch einen Durchgangsbereich 13 (siehe Fig. 2) des ersten Führungselements
11a hindurcherstreckt. Hierbei ist ersichtlich, dass der Durchgangsbereich 13 des
ersten Führungselements einen ersten Durchmesser D1 aufweist, der, wie vorhergehend
erläutert, an einen Außendurchmesser des zweiten Teilzylinders 4b angepasst ist.
[0101] Somit liegt ein Teilabschnitt einer äußeren Oberfläche, insbesondere einer Mantelfläche,
des zweiten Teilzylinders 4b an einer von dem ersten Führungselement 11a ausgebildeten
Führungsfläche an. Die Führungsfläche des Führungselements 11 a wird hierbei von der
die Durchgangsöffnung 13 umfassenden Seitenwand des Führungselements 11 a ausgebildet.
[0102] Fig. 7b zeigt einen Querschnitt C-C (siehe Fig. 5) durch ein viertes Führungselement
11 d. Wiederum ist ein Durchmesser D2 des Durchgangsbereichs 13 (siehe Fig. 2) des
vierten Führungselements 11d dargestellt. Wesentlich ist, dass der Durchmesser D2
des vierten Führungselements 11d kleiner als der Durchmesser D1 des ersten Führungselements
11a (siehe Fig. 7a) ist.
[0103] In Fig. 7c ist ein Querschnitt D-D (siehe Fig. 5) eines achten Führungselements 11
h dargestellt. Wiederum ist ein Durchmesser D3 des Durchgangsbereichs 13 des achten
Führungselements 11h dargestellt, wobei dieser Durchmesser D3 kleiner als die Durchmesser
D1, D2 des ersten und des vierten Führungselements 11a, 11d (siehe Fig. 7a und Fig.
7b) ist. Somit sind die Führungselemente 11a, ..., 11i an die sich verjüngenden Außendurchmesser
der Teilzylinder 4a, 4b, 4c, 4d des Teleskopzylinders 3 angepasst.
[0104] Fig. 7a zeigt einen Querschnitt durch das in Fig. 2 dargestellte achte Führungselement
11 h. Hierbei ist ein abgeschrägter Endbereich 15 des Durchgangsbereichs 13 des achten
Führungselements 11h dargestellt. Es ist dargestellt, dass sich ein Durchmesser des
Durchgangsbereiches 13 in einem in Hubrichtung unteren Abschnitt des achten Führungselements
11h in einer der Hubrichtung entgegengesetzten Richtung vergrößert. Dieser untere
Abschnitt kann sich beispielsweise über ein Viertel, ein Achtel oder ein Zehntel der
Höhe der Durchgangsöffnung 13 erstrecken. Der abgeschrägte Endbereich 15 ermöglicht
eine verbesserte Einführung eines Teleskopzylinders 3 beim Bewegen in Hubrichtung.
Insbesondere wird ein Verkanten eines einfahrenden Teilzylinders 4d mit einer Unterseite
des Führungselements 11h vermieden.
[0105] In Fig. 7b ist ein Querschnitt durch z.B. das erste Führungselement 11 a dargestellt,
wobei ein zweiter Teilzylinder 4b des Teleskopzylinders 3 in einem Durchgangsbereich
13 des Führungselements 11 a angeordnet ist. Hierbei ist ersichtlich, dass eine Mantelfläche
des zweiten Teilzylinders 4b an den vom Führungselement 11 a ausgebildeten Seitenwänden
anliegt, die den Durchgangsbereich 13 begrenzen.
[0106] In Fig. 8 ist ein Querschnitt durch einen Fußbereich des ersten Teleskopzylinders
3 dargestellt. Dargestellt ist eine Einlassöffnung 16, wobei in der Einlassöffnung
16 ein nicht dargestelltes Rückschlagventil angeordnet sein kann oder die Einlassöffnung
16 ein solches Rückschlagventil umfassen kann. Über eine Zuleitung 17 kann somit ein
Betriebsmittel, beispielsweise ein Hydrauliköl, von einem Aktor, beispielsweise einer
Hydraulikpumpe in ein Innenvolumen des Teleskopzylinders 3 gefördert werden. Das Rückschlagventil
stellt sicher, dass durch die Zuleitung 17 kein Betriebsmittel aus dem Innenvolumen
austreten kann.
[0107] Weiter dargestellt ist eine Rückleitung 18, die beispielsweise zu einem nicht dargestellten
Hydrauliktank führen kann. Die Rückleitung 18 ist über mehrere Auslassöffnungen 19a,
19b, 19c, 19d, 19e, 19f mit dem Innenvolumen des Teleskopzylinders 3 fluidtechnisch
verbunden. Hierbei sind die Auslassöffnungen 19a, ..., 19f in Hubrichtung mit einem
vorbestimmten Abstand zueinander beabstandet angeordnet. Eine erste, ein zweite, eine
dritte, eine vierte und eine fünfte Auslassöffnung 19a, ..., 19e verbinden hierbei
ein Innenvolumen des ersten Teilzylinders 4a mit der Rückleitung 18. Eine sechste
Auslassöffnung 19f verbindet ein Innenvolumen des zweiten Teilzylinders 4b mit der
Rückleitung 18. In den Auslassöffnungen 19a,..., 19f können Rückschlagventile angeordnet
sein oder die Auslassöffnungen 19a, ..., 19f können Rückschlagventile umfassen, die
den Fluss des Betriebsmittels von der Rückleitung 18 in das Innenvolumen des Teleskopzylinders
3 verhindern. Beim Einfahren des Teleskopzylinders 3 wird zuerst die sechste Auslassöffnung
19f von der Mantelfläche des dritten Teilzylinders 4c verschlossen. Nachfolgend wird
beim Einfahren zuerst die fünfte Auslassöffnung 19e, die vierte Auslassöffnung 19d,
die dritte Auslassöffnung 19c, die zweite Auslassöffnung 19b und zuletzt die erste
Auslassöffnung 19a jeweils durch die Mantelfläche des zweiten Teilzylinders 4b verschlossen.
Somit wird also sequenziell die zum Auslass des Betriebsmittels zur Verfügung stehende
Gesamtöffnung beim Einfahren verringert. Hierdurch wird auch die Geschwindigkeit einer
Druckreduktion im Teleskopzylinder 3 und somit auch die Einfahrgeschwindigkeit verringert.
Verdeckt die Mantelfläche des zweiten Teilzylinders 4b die erste Auslassöffnung 19a,
so kann kein Betriebsmittel mehr durch die Rückleitung 18 abgeführt werden. In diesem
Fall ist keine Reduktion des durch den Teleskopzylinder 3 erzeugten Druckes, der entgegen
der Einfahrbewegung gerichtet ist, mehr möglich. Somit wird auch die Geschwindigkeit
der Abwärtsbewegung auf Null reduziert.
[0108] Selbstverständlich ist es vorstellbar, weitere Ventile sowohl in der Einlassöffnung
16 als auch in den Auslassöffnungen 19a, ..., 19f vorzusehen, die eine Menge des einströmenden
oder ausströmenden Betriebsmittels verändern können.
Bezugszeichenliste
[0109]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Kabine
- 3
- erster Teleskopzylinder
- 4a, 4b, 4c, 4d
- Teilzylinder
- 5
- Verbindungsbalken
- 6
- freies Ende
- 7
- erste Führungsvorrichtung
- 8
- zweite Führungsvorrichtung
- 9
- Befestigungsfläche
- 10
- Trägerprofil
- 11a, ..., 11i
- Führungselemente
- 12
- Schlitz
- 13
- Durchgangsbereich
- 14
- weitere Öffnung
- 15
- abgeschrägter Endbereich
- 16
- Einlassöffnung
- 17
- Zuleitung
- 18
- Rückleitung
- 19a, ..., 19f
- Auslassöffnung
- D1
- erster Durchmesser
- D2
- zweiter Durchmesser
- D3
- dritter Durchmesser
1. Vorrichtung zum Bewegen eines Transportelements eines Aufzugs, wobei die Vorrichtung
(1) mindestens einen Teleskopzylinder (3) umfasst, wobei der Teleskopzylinder (3)
mehrere Teilzylinder (4a, 4b, 4c, 4d) umfasst, wobei das Transportelement mit einem
freien Ende (6) des Teleskopzylinders (6) mechanisch verbindbar ist, wobei die Vorrichtung
(1) weiter mindestens eine Führungsvorrichtung (7, 8) zur Führung mindestens eines
Teilzylinders (4a, 4b, 4c, 4d) umfasst, wobei mittels der Führungsvorrichtung (7,
8) eine Bewegung des mindestens einen Teilzylinders (4a, 4b, 4c, 4d) in und entgegen
einer Hubrichtung des Teleskopzylinders (3) führbar ist,
wobei
die Führungsvorrichtung (7, 8) oder mindestens ein Führungselement (11a,..., 11 i)
der Führungsvorrichtung (7, 8) zur Führung der Bewegung des mindestens einen Teilzylinders
(4a, 4b, 4c, 4d) mit zumindest einem Teilabschnitt einer äußeren Oberfläche des mindestens
einen Teilzylinders (4a, 4b, 4c, 4d) wechselwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungsvorrichtung (7, 8) ein Trägerprofil (10) umfasst, wobei das mindestens
eine Führungselement (11a, ..., 11i) an dem Trägerprofil (10) befestigt ist oder von
dem Trägerprofil (10) ausgebildet wird, wobei die Führungsvorrichtung (7, 8) ortsfest
angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorrichtung (7, 8) mindestens ein Führungselement (11a, ..., 11i) aufweist
oder ausbildet, wobei das Führungselement (11 a, ..., 11 i) derart angeordnet und/oder
ausgebildet ist, dass der mindestens eine Teilzylinder (4a, 4b, 4c, 4d) beim Ausfahren
des Teleskopzylinders (3) durch eine Öffnung oder einen Durchgangsbereich (13) des
Führungselements (11a, ..., 11i) hindurch bewegbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (11a, ..., 11i) einen zylinderförmige Durchgangsbereich (13)
aufweist, wobei der zylinderförmige Durchgangsbereich (13) des Führungselements (11a,
..., 11 i) angeschrägt ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorrichtung (7, 8) mindestens ein Führungselement (11 a, ..., 11 i) für
jeden beweglichen Teilzylinder (4b, 4c, 4d) des Teleskopzylinders (3) umfasst, wobei
mittels der Führungselemente (11a, ..., 11 i) jeweils eine Bewegung des entsprechenden
Teilzylinders (4b, 4c, 4d) in und entgegen der Hubrichtung des Teleskopzylinders (3)
führbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorrichtung (7, 8) für jeden beweglichen Teilzylinder (4b, 4c, 4d) mehrere
Führungselemente (11a, ..., 11i) umfasst, wobei mittels der mehreren Führungselemente
(11a, ..., 11i) jeweils eine Bewegung des entsprechenden Teilzylinders (4b, 4c, 4d)
in und entgegen der Hubrichtung des Teleskopzylinders (3) führbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (11a,...,11i) oder die Führungselemente (11a,...,11i) derart
ausgebildet und/oder angeordnet ist/sind, dass während des Ausfahrens des mindestens
einen Teilzylinders (4b, 4c, 4d) die gesamte ausgefahrene Mantelfläche des Teilzylinders
(4b, 4c, 4d) oder ein vorbestimmter Anteil der ausgefahrenen Mantelfläche mit dem
Führungselement (11a,...,11i) oder den Führungselementen (11a,...,11i) wechselwirkt.
7. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Führungselement (11a, ..., 11 i) mindestens eine weitere Öffnung
(14) aufweist, wobei durch die weitere Öffnung (14) ein Verbindungselement zur Verbindung
des freien Endes (6) des Teleskopzylinders (3) und des Transportelements bewegbar
ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Teleskopzylinder (3) mindestens ein Auslassventil (19a, ..., 19f) für ein Betriebsmittel
des Teleskopzylinders (3) umfasst, wobei das mindestens eine Auslassventil (19a, ...,
19f) derart angeordnet und/oder ausgebildet und/oder ansteuerbar ist, dass ein gewünschtes
Bewegungsprofil beim Einfahren des Teleskopzylinders (3) eingestellt wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Auslassventil (19a, ..., 19f) in einem Fußbereich des Teleskopzylinders
(3) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Auslassventil (19a, ..., 19f) derart in oder an einem Teilzylinder
(4a, 4b) angeordnet ist, dass es beim Einfahren des nächstinneren Teilzylinders (4b,
4c) in den Teilzylinder (4a, 4b) ab einer vorbestimmten Einfahrlänge vom nächstinneren
Teilzylinder (4b, 4c) verschlossen wird.
11. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) einen weiteren Teleskopzylinder umfasst, wobei die Vorrichtung
(1) eine weitere Führungsvorrichtung (8) zur Führung mindestens eines Teilzylinders
des weiteren Teleskopzylinders umfasst, wobei an freien Enden des ersten Teleskopzylinders
(3) und des weiteren Teleskopzylinders ein Verbindungselement zur Verbindung der freien
Enden der Teleskopzylinder befestigt ist, welches sich zwischen den freien Enden der
Teleskopzylinder erstreckt, wobei das Transportelement an dem Verbindungselement befestigbar
ist, wobei mittels der weiteren Führungsvorrichtung (8) eine Bewegung des mindestens
einen Teilzylinders des weiteren Teleskopzylinders in und entgegen einer Hubrichtung
des weiteren Teleskopzylinders führbar ist, wobei die weitere Führungsvorrichtung
(8) oder mindestens ein Führungselement der weiteren Führungsvorrichtung (8) zur Führung
der Bewegung des mindestens einen Teilzylinders mit zumindest einem Teilabschnitt
einer äußeren Oberfläche des mindestens einen Teilzylinders wechselwirkt, wobei die
weitere Führungsvorrichtung (8) ein weiteres Trägerprofil umfasst, wobei das mindestens
eine Führungselement an dem weiteren Trägerprofil befestigt ist oder von dem weiteren
Trägerprofil ausgebildet wird, wobei die weitere Führungsvorrichtung (8) ortsfest
angeordnet ist.
12. Verfahren zum Bewegen eines Transportelements eines Aufzugs, wobei eine Vorrichtung
(1) zum Bewegen des Transportelements mindestens einen Teleskopzylinder (3) umfasst,
wobei der Teleskopzylinder (3) mehrere Teilzylinder (4a, 4b, 4c, 4d) umfasst, wobei
das Transportelement mit einem freien Ende (6) des Teleskopzylinders (3) mechanisch
verbunden ist, wobei die Vorrichtung (1) weiter mindestens eine Führungsvorrichtung
(7, 8) zur Führung mindestens eines Teilzylinders (4a, 4b, 4c, 4d) umfasst, wobei
mittels der Führungsvorrichtung (7, 8) eine Bewegung des mindestens einen Teilzylinders
(4a, 4b, 4c, 4d) in und entgegen einer Hubrichtung des Teleskopzylinders (3) geführt
wird,
wobei
die Führungsvorrichtung (7, 8) oder mindestens ein Führungselement (11 a, ..., 11
i) der Führungsvorrichtung (7, 8) zur Führung der Bewegung des mindestens einen Teilzylinders
(4a, 4b, 4c, 4d) mit zumindest einem Teilabschnitt einer äußeren Oberfläche des mindestens
einen Teilzylinders (4a, 4b, 4c, 4d) wechselwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungsvorrichtung (7, 8) ein Trägerprofil (10) umfasst, wobei das mindestens
eine Führungselement (11a, ..., 11 i) an dem Trägerprofil (10) befestigt ist oder
von dem Trägerprofil (10) ausgebildet wird, wobei die Führungsvorrichtung (7, 8) ortsfest
angeordnet ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein von einer Pumpe erzeugter Druck derart geregelt wird, dass ein Ausfahren des
Teleskopzylinders (3) mit konstanter Geschwindigkeit erfolgt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Pumpe bereitgestellte Druck wegabhängig geregelt wird.