[0001] Die Erfindung betrifft ein Schalungselement für ein Bauwerk, wobei auf einer ersten
Tragwerkseite des Schalungselements ein mit dem Schalungselement zusammenwirkendes
Tragwerk angeordnet ist und eine gegenüberliegende zweite Betonseite mit Beton auffüllbar
ist, und wobei in dem Schalungselement zumindest eine verschließbare Öffnung angeordnet
ist.
[0002] Ein solches Schalungselement ist aus der
DE 202 07 199 U1 bekannt. Dieses Schalungselement weist eine Öffnung auf, an die eine Betonförderungsleitung
anschließbar ist. Diese Betonförderungsleitung wirkt mit einer Betonverteilvorrichtung
zum Anschluss einer mit einer Betonpumpe verbundenen Versorgungsleitung zusammen.
Dabei ist eine Wechseleinrichtung vorgesehen, die zum automatischen Wechseln der Verbindung
zwischen der Versorgungsleitung und der zumindest einen Betonförderleitung dient.
Die Öffnung in dem Schalungselement weist einen Betonierstutzen auf, an den die Betonförderungsleitung
anschließbar ist. Soll die Betonförderungsleitung abgenommen werden, ist der Betonierstutzen
von einem Schieber absperrbar. Der in dem Betonierstutzen befindliche Beton ist abschließend
von einer Ausdrückvorrichtung ausdrückbar, indem eine Ausdrückplatte des Schiebers
mit Hilfe eines Stößels in den Betonierstutzen eingedrückt wird.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Schalungselement bereitzustellen, das
es ermöglicht, von der Schalungsseite auf die Betonseite zugreifen zu können.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das die Öffnung von einem auf der Betonseite
bündig zu dem Schalungselement angeordneten Verschlusselement abgedeckt ist. Durch
die Öffnung kann der Bereich auf der mit Beton zu verfüllenden Betonseite inspiziert
werden und/oder es können im Bereich der durch die Öffnung händig erreichbaren Betonseite
Tätigkeiten ausgeführt werden. Ein ganz besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
ist es aber, dass an dem Verschlusselement beliebige in die Betonseite hineinragende
Elemente, insbesondere Tragelemente, befestigt werden können. Diese Ausgestaltung
hat den Vorteil, dass das Schalungselement zunächst als glattes flächiges Bauteil
montiert werden kann, ohne dass die Gefahr besteht, dass vorstehende Elemente beschädigt
werden. Für den Fall, dass das Schalungselement an einem bestehenden Bauwerk, beispielsweise
einer Tunnelröhre, angeschoben wird, ist dadurch unter Umständen überhaupt erst die
Möglichkeit geschaffen, vorstehende Elemente nachträglich an dem Schalungselement
zu positionieren.
[0005] In Weiterbildung der Erfindung weist das Schalungselement zumindest eine Haltevorrichtung
für ein von dem Beton zu umgießendes Tragelement auf. Diese Ausgestaltung ist die
bevorzugte Ausführungsform, wobei das Tragelement nur so geringfügig vorsteht, dass
eine Montage des Schalungselements mit dem montierten und ein Tragelement aufweisenden
Verschlusselement auch bei einem anzuschiebenden oder einzuschiebenden Schalungselement
problemlos möglich ist. Nach dem Schalungsvorgang wird das Verschlusselement gelöst
und an dem Verschlusselement ein vorstehendes, in die zu betonierende Betonseite hineinragendes
Element befestigt. Danach wird das Verschlusselement wieder montiert. Selbstverständlich
ist es auch möglich das Schalungselement ohne das Verschlusselement zu montieren und
erst dann das Verschlusselement mit dem vorstehenden Element einzubauen. Diese Montagevorgänge
sind besonders dann vorteilhaft anwendbar, wenn die Betonseite nach der erfolgten
Positionierung des Schalungselement nicht mehr zugänglich ist, andererseits aber vorher
keine vorstehenden Teile an dem Schalungselement befestigt werden können.
[0006] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Haltevorrichtung ein Befestigungsknopf.
Ein solcher Befestigungsknopf steht nur geringfügig vor und stellt keine Beeinträchtigung
bei der Montage des Schalungselements dar. Für den Fall, dass der Schalungsknopf nicht
benötigt wird, das heißt an der entsprechenden Stelle kein Element in den Beton eingegossen
werden soll, kann der Befestigungsknopf auch mit einer Abdeckhaube versehen werden,
die verhindert, dass bei dem Betoniervorgang der Befestigungsknopf von Beton umgossen
wird und nach dem Entschalungsvorgang der Befestigungsknopf gegebenenfalls gereinigt
werden muss. Die Abdeckhaube ist dabei so ausgebildet, dass diese nur eine nicht bedeutsame
Delle in dem der Oberfläche des Betons verursacht. Die Abdeckhaube kann von dem Befestigungsknopf
für einen neuen Schalungsvorgang problemlos entfernt werden.
[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wirkt das Tragelement direkt oder indirekt
mit der Haltevorrichtung zusammen. Das Tragelement ist beispielsweise ein vorzugsweise
aus einem metallischen Werkstoff gefertigter Dübel, der in den Beton eingegossen wird.
Dabei weist der Dübel eine dem Schalungselement zugewandte vorzugsweise als Gewinde
ausgebildete Bohrung auf, in die nach dem Entfernen des Schalungselements beispielsweise
eine Befestigungsschraube einschraubbar ist. Das Tragelement beziehungsweise der Dübel
löst sich beispielsweise bei einem Entschalvorgang ohne eine weitere vorzunehmende
Tätigkeit von dem Verschlusselement.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung ist das Tagelement ein Dübel, der auf einer mit der
Haltevorrichtung zusammenwirkenden Halteplatte angeordnet ist. Die Halteplatte ist
beispielsweise an zwei benachbarten an dem Verschlusselement befestigten Haltevorrichtungen
lagegenau positionierbar. Die Halteplatte ist vorzugsweise aus einem elastischen Material
gefertigt und kann beispielsweise an der Haltevorrichtung festgeclipst werden.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wirken die Halteplatte und/oder das Tragelement
lösbar mit der Haltevorrichtung zusammen. Diese Ausgestaltung ist, wie zuvor schon
ausgeführt worden ist, besonders vorteilhaft für ein einfaches und problemloses Entfernen
des Schalungselements aus dem gegossenen Bauwerk.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung Ist im Bereich der Öffnung auf der Tagwerkseite ein
mit dem Schalungselement verbundenes Befestigungselement für das Verschlusselement
angeordnet. Dieses Befestigungselement ermöglicht einen problemloses Anbringen und
Entfernen des Verschlusselements.
[0011] In vorteilhafter Weiterbildung ist das Befestigungselement ein die Öffnung umgebendes
und eine Bajonettverschlusseinrichtung aufweisendes Ringelement. Eine solche Ausgestaltung
ermöglicht eine problemlose Montage und ein problemloses Entfernen des Verschlusselements
[0012] Dabei ist wiederum in weiterer Ausgestaltung der Erfindung in das Ringelement ein
mit der Bajonettverschlusseinrichtung zusammenwirkendendes Verschlusselement einsetzbar.
Das Verschlusselement weist seitliche Haltebolzen auf, die in die Bajonettverschlusseinrichtung
eindrehbar sind. Eine solchermaßen ausgebildete Befestigungseinrichtung ist besonders
einfach und zuverlässig handhabbar.
[0013] In einer alternativen weiteren Ausgestaltung ist das Befestigungselement ein Schubstangenspanner.
Ein solcher Schubstangenspanner ist zur Befestigung des Verschlusselements ebenfalls
gut geeignet.
[0014] In Weiterbildung der Erfindung sind das Verschlusselement und die Öffnung kreisringförmig
ausgebildet und es ist zwischen der Öffnung und dem Vorschusselement eine Dichtung
angeordnet. Diese Ausgestaltung trägt zur einfachen Montage und Demontage bei und
darüber hinaus ist dadurch sichergestellt, dass die Öffnung bei einem Betoniervorgang
dicht verschlossen ist und kein Beton oder Wasser durch die geschlossene Eröffnung
hindurch dringen kann.
[0015] Weiterbildung der Erfindung weist das Verschlusselement einen Ringabsatz auf, der
unter Einfügung der Dichtung mit einer in die Öffnung oder das Ringelement eingelassenen
Ringstufe zusammenwirkt. Diese Ausgestaltung ist für eine zuverlässige Montage und
Demontage besonders geeignet.
[0016] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Schalungselement auf einem Schalwagen
zum Einfahren in eine Tunnelröhre angeordnet. Insbesondere beim Ausbetonieren einer
Tunnelröhre ist der Gegenstand der Erfindung besonders vorteilhaft einsetzbar. Bei
einem solchem Betoniervorgang wird in die vorgefertigte Tunnelröhre eine Eisen-Armierung
eingebracht und anschließend werden die Schalungselemente in die so vorbereitete Tunnelröhre
eingefahren und zueinander positioniert. Das Anbringen vorstehender Elemente an dem
Schalungselement vor dem Einfahren ist nicht möglich, da diese bei dem Einfahrvorgang,
spätestens aber bei dem anschließenden Positioniervorgang abbrechen oder zumindest
beschädigt würden. Dadurch, dass nun eine beliebige Anzahl von Verschlusselemente
an dem Schalungselement angeordnet sind, können die Verschlusselemente nach dem Einbringen
des Schalungselements entfernt werden und beliebige Tragelemente, insbesondere Dübel,
an dem Verschlusselement befestigt werden. Diese Dübel werden dann bei dem anschließenden
Betoniervorgang in den einzubringenden Beton eingegossen. Durch diese Ausgestaltung
ist eine äußerst genaue Positionierung der Dübel möglich. An die Dübel können nach
dem Entschalungsvorgang beliebige in der Tunnelröhre anzubringende Bauteile, beispielsweise
Schilder, Lampen, Förderschienen oder Ähnliches befestigt werden. Bei einer herkömmlichen
Tunnelröhre mussten in die gegossene Tunnelröhre Löcher gebohrt werden, in die Dübel
eingesetzt wurden. Da die Gefahr besteht, dass bei einem Bohrvorgang eine Armierung
getroffen wird, musste der einzubringende Dübel absolut dicht in die Bohrung eingesetzt
beziehungsweise eingeklebt werden, um ein Rosten der Armierung zu vermeiden. Dieser
äußerst aufwändige und kostenintensive Montagevorgang wird durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung deutlich vereinfacht.
[0017] Anstelle der Anwendung im Tunnelbau kommen aber auch beliebige andere Anwendungen,
beispielsweise im Bereich des Tiefbaus (Kanalrohr und Schächte) infrage. Weiterhin
kann der Erfindungsgegenstand auch im Hochbau, beispielsweise bei Lärmschutzwänden
zur Befestigung von beispielsweise Schildern angewendet werden. Auch ist eine Anwendung
an Betonfertigelementen für Parkhäuser, Keller, Fertighäuser, Fertiggaragen usw.,
beispielsweise zur Befestigung von Installationselementen vorgesehen.
[0018] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der Zeichnungsbeschreibung
zu entnehmen, in der in den Figuren dargestellte Ausführungsbeispiele der Erfindung
näher beschrieben sind.
[0019] Es zeigen:
- Fig.1
- einen Querschnitt durch eine Tunnelröhre, in die ein erfindungsgemäß ausgestaltetes
Schalungselement eingesetzt ist,
- Fig.2
- eine Explosionsdarstellung eines Abschnitts eines Schalungselements, eines Befestigungselements
in Form eines mit einem Ringelement verbindbaren Verschlusselements sowie einer mit
einem Tragelement verbundenden Halteplatte, die an dem Verschlusselement anbringbar
ist,
- Fig.3
- eine perspektivische Ansicht eines montierten Verschlusselements, das an einem Ringelement
befestigt ist,
- Fig.4
- eine Schnittdarstellung einer als Schubstangenspanner ausgebildeten Haltevorrichtung,
die direkt mit einen Verschlusselement verbunden ist,
- Fig.5
- eine Schnittdarstellung einer als Schubstangenspanner ausgebildeten Haltevorrichtung,
die direkt mit einer Haltknopfstange verbunden ist,
- Fig.6
- eine Explosionsdarstellung eines Verschlusselements mit einer als Kupplungsteil ausgebildeten
Halteplatte, an der ein Schlauch und ein Füllschlauch befestigbar sind.
[0020] Figur 1 zeigt eine Tunnelröhre 1, die beispielsweise im einen Berg eingearbeitet
ist. Die Tunnelröhre 1 wird beispielsweise in Gestein 2 des Berges eingearbeitet und
direkt oder indirekt mit einer Dichtfolie 3 ausgekleidet, indem die Dichtfolie 3 an
dem Gestein 2 beispielsweise mittels an dem Gestein 2 befestigten Rondellen festgelegt
wird. Anschließend wird eine Armierung 4 aus Eisen in die so vorbereitete Tunnelröhre
1 eingebracht. Danach wird in die so vorbereitete Tunnelröhre 1 eine Schalung eingesetzt,
die vorzugsweise aus einer Vielzahl von beispielsweise aus Stahl gefertigten Schalungselementen
5 besteht, die von einem nicht dargestellten in der Tunnelröhre 1 angeordneten Tragwerk
abgestützt werden. Die Schalungselemente 5 und das die Schalungselemente 5 tragende
und verbindende Tragwerk sind vorzugsweise abschnittsweise auf einem nicht dargestellten
Schalungswagen montiert, der in die Tunnelröhre 1 eingefahren wird.
[0021] Abschließend wird der entstandene Hohlraum zwischen der Dichtfolie 3 und den Schalungselementen
5 mit Beton verfüllt. Nach dem Aushärten des Betons werden die Schalungselemente 5
von dem Beton gelöst und mitsamt dem Tragwerk aus der Tunnelröhre 1 herausgefahren.
Dazu werden die Schalungselemente 5 vorzugsweise abschnittsweise von dem Beton gelöst,
indem sie ein Stück in den freien Innenraum der Tunnelröhre 1 verfahren werden, bis
ein Freiraum zwischen jedem Schalungselement 5 und dem Beton entstanden ist. Dazu
sind die Schalungselemente 5 beispielsweise in Längsrichtung der Tunnelröhre 1 unterteilt.
Die so unterteilten Schalungselemente 5 können zueinander verfahren werden, so dass
der beschriebene Freiraum entsteht. Danach können die Schalungselemente 5 problemlos
auf dem Schalungswagen aus der Tunnelröhre 1 herausgefahren werden.
[0022] Danach müssen an der so hergestellten Tunnelröhre 1 Befestigungen für beispielsweise
Transporteinrichtungen für den weiteren Tunnelbau und/oder Befestigungen für die abschließende
Fertigstellung der Tunnelröhre 1 an dem Beton befestigt werden. So müssen beispielsweise
Beleuchtungskörper, Signalleitungen, Hinweisschilder und sonstige Teile an dem Beton
befestigt werden. Bei herkömmlichen Verfahren werden dazu beispielsweise Bohrlöcher
in den Beton eingebracht, in die Dübel eingesetzt werden. Diese Dübel müssen, um Rostschäden
an der möglicherweise bei einer Bohrung freigelegten Armierung 4 zu vermeiden, luftdicht
in die Bohrlöcher eingesetzt werden.
[0023] Erfindungsgemäß werden nun Tragelemente, beispielsweise in Form von Dübeln 6 schon
vor dem Betoniervorgang an den Schalungselementen 5 positioniert und somit bei dem
Betoniervorgang direkt in den Beton eingegossen. Dadurch ist eine wesentliche Arbeitszeit-
und Kosten-Ersparnis bei den vorzunehmenden Arbeiten erreicht.
[0024] Da die Dübel 6 wegen der beengten Platzverhältnisse zwischen der Armierung 4 und
den Schalungselementen 5 sowie der aus den beengten Platzverhältnissen resultierenden
Gefahr einer Beschädigung der Dübel 6 beim Einfahren der Schalungselemente 5 nicht
vorab an den Schalungselementen 5 befestigt werden können, sind in jedes Schalelement
Öffnungen 7 eingelassen, die von Verschlusselementen 8 verschlossen werden können.
Jedes Verschlusselement 8 wird von einem an dem Schalungselement 5 angebrachten Befestigungselement
die Öffnung 7 dicht verschließend gehalten. An jedem Verschlusselement 8 ist - wie
nachfolgend noch detailliert erläutert wird - ein Dübel 6 befestigt, der dann beim
Betonieren in den Beton eingegossen werden. Beim Entschalen löst sich der Dübel 6
von dem Verschlusselement 8 und verbleibt in dem Beton. Da der Dübel 6 in den Beton
eingegossen ist, ist darüber hinaus sichergestellt, dass die Armierung 4 in jedem
Fall von einer Betonschicht umgeben ist (auch bei einen unmittelbar an eine Armierung
4 angrenzenden Dübel 6) und somit keine weiteren Maßnahmen zur Verhinderung eines
Rostens (durch eine Sauerstoffzufuhr) zu der Armierung 4 ergriffen werden müssen.
[0025] In jedem Schalungselement 5 kann eine Vielzahl von Öffnungen 7 eingelassen sein,
die von entsprechenden Verschlusselementen 8 verschlossen werden. Dabei können die
Verschlusselemente bedarfsweise mit einem Dübel 6 versehen seien oder aber auch -
falls im Bereich einer Öffnungen 7 keine Befestigung vorzusehen ist - von einem "nackten"
Verschlusselement 8 ohne einem Dübel 6 verschlossen werden. Auch ist es im Rahmen
der Erfindung vorgesehen, die Verschlusselemente mit beliebigen anderen Bauteilen
als Dübel 6 zu versehen.
[0026] Figur 2 zeigt ergänzend zu Figur 1 eine Explosionsdarstellung eines Abschnitts eines
Schalungselements 5, eines an dem Schalungselement 5 im Bereich einer Öffnung 7 anzubringenden
Ringelements 9 und eines Verschlusselements 8 sowie einer mit dem Verschlusselement
8 zu verbindenden Halteplatte 14, an der ein Dübel 6 befestigt ist. Figur 3 zeigt
eine perspektivische Ansicht eines montierten Verschlusselements 8, das an einem Ringelement
9 befestigt ist.
[0027] Für eine einfache Befestigung des Verschlusselements 8 wird an dem Schalungselement
5 ein Befestigungselement in Form eines Ringelements 10 befestigt. Das vorzugsweise
aus Stahl gefertigte Ringelement 9 weist einen ringförmigen Absatz 16 auf, mit dem
das Ringelement 10 passgenau in die Öffnung 7 des Schalungselements 5 einsetzbar ist.
Bei einem aus Stahl gefertigten Schalungselement 5 ist das Ringelement 10 vorzugsweise
an dem Schalungselement 5 angeschweißt. Das Ringelement 10 kann aber auch anders an
dem Schalungselement 5 befestigt werden, beispielsweise ist es denkbar, den Absatz
16 mit einem Gewinde zu versehen, das in ein korrespondierendes Gewinde des Schalungselements
5 in der Öffnung 7 eingeschraubt wird.
[0028] Das Ringelement 10 weist Ausnehmungen in der Form einer Bajonettverschlusseinrichtung
11 auf, mit der das in das Ringelement 10 eingesetzte Verschlusselement 8 an dem Ringelement
10 festlegbar ist. Das Verschlusselement 8 weist dazu Haltebolzen 12 auf, die in die
Bajonettverschlusseinrichtung 11 eindrehbar sind. Um diesen Befestigungsvorgang zu
erleichtern, ist an dem Verschlusselement 8 einen Haltegriff 13 befestigt. Unter Zuhilfenahme
des Haltegriffs 13 kann das Verschlusselement 8 problemlos in das Ringelement 10 eingebaut
und wieder ausgebaut werden.
[0029] An dem Verschlusselement 8 ist eine den Dübel 6 tragende Halteplatte 14 befestigt.
Dazu sind an dem Verschlusselement 8 vorzugsweise zwei Haltevorrichtungen in Form
von Halteknöpfen 15 befestigt. Die Halteplatte 14 mit dem Dübel 6 wird auf die Halteknöpfe
15 aufgeclipst. Beim Entschalen der gegossenen Tunnelwandung löst sich die Halteplatte
14 von den Halteknöpfen 15, die fest mit dem Dübel 6 verbunden sind und an dem Dübel
6 verbleibt. Die Halteplatte 14 kann farbig ausgestaltet sein, um die genaue Lage
der Dübel 6 zu markieren.
[0030] Das Verschlusselement 8 weist seinerseits, wie ebenfalls der Figur 2 zu entnehmen
ist eine Ringabsatz 17 auf, der mit einer Ringstufe in dem Schalungselement 5 beziehungsweise
in dem Ringelement 10 unter Einfügung einer Dichtung 18 zusammenwirkt. Die Dichtung
18 gewährleistet, dass beim Betoniervorgang kein Beton in den Verbindungsbereich eindringen
kann. Dadurch wird eine Verunreinigung der Bauteile verhindert und darüber hinaus
sichergestellt, dass das Lösen des Verschlusselements 8 in keiner Weise behindert
wird.
[0031] Die Halteplatte 14 kann aus einem vorzugsweise flexiblen Kunststoffwerkstoff oder
einem gummiartigen Werkstoff gefertigt sein, um ein problemloses Aufclipsen und Lösen
an beziehungsweise von den Halteknöpfen 15 zu ermöglichen. Jeder Halteknopf 15 weist
eine abgerundete Oberfläche auf, an die sich zu dem Verschlusselement 8 hin eine Hinterschneidung
anschließt. Die abgerundete Oberfläche ermöglicht ein einfaches Aufclipsen der Halteplatte
14, die eine der abgerundeten Oberfläche entsprechende Ausnehmung und einen mit der
Hinterschneidung zusammenwirkenden ringförmigen Wulst aufweist. Weiterhin verhindert
die abgerundete Oberfläche, dass der Halteknopf 15 bei Nichtgebrauch beschädigt wird.
Der vorzugsweise aus einem metallischen Werkstoff gefertigte Halteknopf 15 ist beispielsweise
mittels einer Schraubverbindung an dem Verschlusselement 8 befestigt. Dazu kann an
den Halteknopf 15 eine Schraube angeformt sein oder aber es kann eine Schraube durch
eine Bohrung in dem Halteknopf 15 durchgesteckt sein. Der Halteknopf kann aber auch
anders an dem Verschlusselement 8 befestigt sein, beispielsweise kann der Halteknopf
15 auch angeschweißt sein.
[0032] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 ist die Haltevorrichtung als Schubstangenspanner
9 ausgebildet, die das Verschlusselement 8a in der Öffnung 7 festlegt. Der Schubstangenspanner
9 weist einen bekannten Aufbau auf und ist mittels eines Betätigungsgriffs 19 bedienbar.
Figur 4 zeigt die montierte Stellung, bei der das Verschlusselement 8a in der Öffnung
7 festgelegt ist. Auch hier kann eine nicht dargestellte Dichtung zwischen dem Verschlusselement
8a und der Öffnung 7 angeordnet sein. Zum Befestigen der Halteplatte 14 mit dem Dübel
6 von dem bei der dargestellten Schnittdarstellung das innenliegende Gewinde erkennbar
ist, an dem Verschlusselement 8a, ist der Schubstangenspanner lösbar (wie in Figur
5 dargestellt) und das Verschlusselement 8a seitlich wegschwenkbar. In der von der
Öffnung weggeschwenkten Stellung kann die Halteplatte 14 mit einem Dübel 6 problemlos
an die Halteknöpfe 15 aufgeclipst werden. Der Schnittdarstellung ist darüber hinaus
zu entnehmen, dass das Verschlusselement 8a auf der Betonseite bündig mit der Oberfläche
des Schalungselements 5 abschließt. Von dieser bündigen Oberfläche steht lediglich
die Halteplatte 14 geringfügig vor, was aber keine Schwächung der betonierten Tunnelröhre
1 bewirkt.
[0033] Figur 5 zeigt einen Schubstangenspanner 19, der direkt mit einer Haltknopfstange
20 verbunden ist. Die Halteknopfstange 20 ist in diesem Ausführungsbeispiel gleichzeitig
das bündig mit der Oberfläche des Schalungselements 5 auf der Betonseite abschließende
Verschlusselement, das die kleine Öffnung 7 in dem Schalungselement 5 einsetzbar ist.
Die Halteknopfstange 20 beinhaltet gleichzeitig den Halteknopf 15, an dem ein geeigneter
Dübel befestigbar ist. Dieses Ausführungsbeispiel ist insbesondere auch dann einsetzbar,
wenn das Schalungselement 5 beim Ausschalen nur seitlich zu dem erhärteten Beton verfahren
werden kann und daher der Halteknopf 15 beispielsweise von einem in den Beton eingegossenen
Dübel gelöst werden muss. Bei diesem Ausführungsbeispiel kann es weiterhin vorgesehen
sein, dass der Dübel einen größeren Durchmesser als die Öffnung 7 aufweist und folglich
nur von der Betonseite montierbar ist. Diese Ausgestaltung wird dann gewählt, wenn
der beschriebene Montagevorgang beispielsweise bei anderen Anwendungen als beim Tunnelbau
möglich ist. Selbstverständlich kann der Dübel aber auch einen solchen Durchmesser
aufweisen, dass er durch die Öffnung 7 hindurch gesteckt werden kann.
[0034] Figur 6 zeigt eine perspektivisch dargestellte Ausführungsform in Form einer Explosionsdarstellung,
bei der ein Schlauch 21 mit der Halteplatte 14a verbunden wird. Der Schlauch 21 wird
ebenfalls von Beton umgossen und kann anschließend verpresst oder injiziert werden.
Die Halteplatte 14a ist dabei gleichzeitig als Kupplungssteil ausgebildet, an die
der einzugießende Schlauch 21 und eine weiterer innerer Füllschlauch 22 miteinander
gekuppelt werden. Der einzugießende Schlauch 21 reicht bis zu der Dichtfolie 3 und
durch den Füllschlauch 22 und den Schlauch 21 kann insbesondere nach dem Betonieren
Beton injektiert werden, der sich nach dem Aushärten oder während des Aushärtens in
einen durch Schrumpfung entstehenden Spalt zwischen der Dichtfolie und dem bereits
eingebrachten Beton ausbreitet und verpresst wird. Die Injektion des Betons kann gegebenenfalls
auch schon während des normalen Betonierens erfolgen.
[0035] Abschließend wird darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Erfindung beliebige Kombinationen
der beschriebenen Ausführungsformen untereinander vorgesehen sind.
Bezugszeichenliste:
[0036]
- 1
- Tunnelröhre
- 2
- Gestein
- 3
- Dichtfolie
- 4
- Armierung
- 5
- Schalungselement
- 6
- Tragelement
- 6
- Dübel
- 7
- Öffnung
- 8, 8a
- Verschlusselement
- 9
- Schubstangenspanner
- 10
- Ringelement
- 11
- Bajonettverschlusseinrichtung
- 12
- Haltebolzen
- 13
- Haltegriff
- 14, 14a
- Halteplatte
- 15
- Haltevorrichtungen
- 16
- Absatz
- 17
- Ringabsatz
- 18
- Dichtung
- 19
- Betätigungsgriff
- 20
- Schlauch
- 21
- Füllschlauch
1. Schalungselement (5) für ein Bauwerk, wobei auf einer ersten Tragwerkseite des Schalungselements
(5) ein mit dem Schalungselement (5) zusammenwirkendes Tragwerk angeordnet ist und
eine gegenüberliegende zweite Betonseite mit Beton auffüllbar ist, und wobei in dem
Schalungselement (5) zumindest eine verschließbare Öffnung (7) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (7) von einem auf der Betonseite bündig zu dem Schalungselement (5) angeordneten
Verschlusselement (8, 8a) abgedeckt ist.
2. Schalungselement (5) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (8, 8a) zumindest eine Haltevorrichtung für ein von dem Beton
umgießbares Tragelement aufweist.
3. Schalungselement (5) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung ein Befestigungsknopf (15) ist.
4. Schalungselement (5) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement direkt oder indirekt mit der Haltevorrichtung zusammenwirkt.
5. Schalungselement (5) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tagelement ein Dübel (6) ist, der auf einer mit der Haltevorrichtung zusammenwirkenden
Halteplatte (14, 14a) angeordnet ist.
6. Schalungselement (5) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteplatte (14, 14a) und/oder das Tragelement lösbar mit der Haltevorrichtung
zusammenwirkt.
7. Schalungselement (5) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Öffnung (7) auf der Tagwerkseite ein mit dem Schalungselement (5)
verbundenes Befestigungselement für das Verschlusselement (8, 8a) angeordnet ist.
8. Schalungselement (5) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement ein die Öffnung (7) umgebendes und eine Bajonettverschlusseinrichtung
(11) aufweisendes Ringelement (10) ist.
9. Schalungselement (5) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement ein Schubstangenspanner (9) ist.
10. Schalungselement (5) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (8, 8a) und die Öffnung (7) kreisringförmig ausgebildet sind
und dass zwischen der Öffnung (7) und dem Vorschusselement (8, 8a) eine Dichtung (18)
angeordnet ist.
11. Schalungselement (5) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (8, 8a) einen Ringabsatz (17) aufweist, der unter Einfügung
der Dichtung (18) mit einem in die Öffnung (7) oder das Ringelement (10) eingelassenen
Dichtungsringabsatz zusammenwirkt.
12. Schalungselement (5) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schalungselement (5) auf einem Schalwagen zum Einfahren in eine Tunnelröhre angeordnet
ist.