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(11) |
EP 2 862 995 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.02.2018 Patentblatt 2018/08 |
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Anmeldetag: 15.10.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zur Herstellung eines Rückblechs eines Kraftfahrzeugschlosses sowie Kraftfahrzeugschloss
mit einem solchen Rückblech
Method for producing a rear panel of a motor vehicle lock and lock comprising such
a rear panel
Procédé de fabrication d'une tôle arrière d'un verrou de véhicule automobile et verrou
comprenant une telle tôle
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
15.10.2013 DE 102013111395
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.04.2015 Patentblatt 2015/17 |
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Patentinhaber: Brose Schliesssysteme GmbH & Co. KG |
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42369 Wuppertal (DE) |
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Erfinder: |
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- Reinert, Jörg
42899 Remscheid (DE)
- Schmidt, Tatjana
51373 Leverkusen (DE)
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Vertreter: Gottschald, Jan |
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Gottschald Patentanwälte Partnerschaft mbB
Klaus-Bungert-Straße 1 40468 Düsseldorf 40468 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102007 033 369 JP-A- H1 131 455
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DE-A1-102009 037 663 US-A1- 2002 014 774
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Rückbleches
eines Kraftfahrzeugschlosses gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 sowie ein Kraftfahrzeugschloss
mit einem Rückblech, das nach einem obigen Verfahren hergestellt worden ist, gemäß
dem Oberbegriff von Anspruch 8. Das in Rede stehende Kraftfahrzeugschloss findet Anwendung
bei allen Arten von Verschlusselementen eines Kraftfahrzeugs. Dazu gehören insbesondere
Seitentüren, Hecktüren, Heckklappen, Heckdeckel oder Motorhauben. Diese Verschlusselemente
können grundsätzlich auch nach Art von Schiebetüren ausgestaltet sein. Es weist die
üblichen Schließelemente Schlossfalle und Sperrklinke auf, die von einem Rückblech
getragen werden.
[0002] Die Schlossfalle des in Rede stehenden Kraftfahrzeugschlosses ist in eine Schließstellung
bringbar, in der es in haltendem Eingriff mit einem Schließkeil o. dgl. steht. Die
Schlossfalle ist ferner in eine Offenstellung bringbar, in der sie den Schließkeil
o. dgl. freigibt. Die Sperrklinke dient dem Sperren der Schlossfalle in der jeweiligen
Schließstellung. Zur Freigabe der Schlossfalle ist die Sperrklinke in eine ausgehobene
Stellung aushebbar.
Die Schlossfalle und die Sperrklinke sind an dem Rückblech des Kraftfahrzeugschlosses
schwenkbar gelagert. Regelmäßig sind am Rückblech hierfür entsprechende Lagerdome
vorgesehen. Entsprechend wirken über Schlossfalle und Sperrklinke hohe Kräfte auf
die Lagerdome, so dass der mechanischen Stabilität des Rückblechs besondere Bedeutung
zukommt.
Bei dem bekannten Verfahren für die Herstellung eines Rückblechs (
DE 10 2007 033 369 A1), von dem die Erfindung ausgeht, wird das Rückblech durch Kaltverformung, beispielsweise
durch Biegen oder Prägen, in die gewünschte Form gebracht. Um eine hinreichende mechanische
Stabilität insbesondere in den Bereichen der Aufnahmen für die Lagerdome zu gewährleisten,
ist der gesamte Rückblechrohling in relativ hoher Blechstärke ausgelegt. Dies ist
mit hohen Herstellungskosten, insbesondere Materialkosten, verbunden.
[0003] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, das bekannte Verfahren zur Herstellung
eines Rückblechs eines Kraftfahrzeugschlosses derart auszugestalten und weiterzubilden,
dass die Herstellkosten bei unverändert hoher mechanischer Stabilität reduziert werden.
[0004] Das obige Problem wird bei einem Verfahren gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 durch
die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 gelöst.
[0005] Wesentlich ist die grundsätzliche Überlegung, dass das fertige Rückblech in Abhängigkeit
von der lokal jeweils zu erwartenden, mechanischen Belastungssituation eine unterschiedliche
Blechstärke aufweisen kann.
[0006] Wesentlich ist weiter die Erkenntnis, dass sich eine lokal erhöhte Blechstärke dadurch
erzeugen lässt, dass eine Materialaufdickung durch Materialverschiebung erzeugt wird.
[0007] Es wird nun vorgeschlagen, dass der Rückblechrohling derart kaltumgeformt wird, dass
durch Materialverschiebung aus mindestens einem Vorratsbereich des Rückblechrohlings
heraus mindestens ein aufgedickter Randbereich mit lokal erhöhter Blechstärke erzeugt
wird.
[0008] Mit der vorschlagsgemäßen Lösung lässt sich die Blechstärke des Rückblechrohlings
auf eine minimal erforderliche Blechstärke reduzieren, wobei die Bereiche mit lokal
erhöhter Blechstärke durch Materialaufdickung erzeugt werden. Dadurch, dass der Rückblechrohling
auf ein Blech mit relativ geringer Blechstärke zurückgeht, lassen sich die Herstellkosten,
insbesondere die Materialkosten, deutlich reduzieren.
[0009] Ein weiterer, vorteilhafter Effekt der vorschlagsgemäßen Lösung ist die Tatsache,
dass mit der vorschlagsgemäßen Materialaufdickung stets eine Kaltverfestigung der
jeweiligen Bereiche einhergeht, so dass die mechanische Stabilität des vorschlagsgemäßen
Rückblech bei geeigneter Auslegung sogar höher ausfallen kann als bei einem nach dem
bekannten Verfahren hergestellten Rückblech.
[0010] Grundsätzlich kann es vorgesehen sein, dass der Rückblechrohling eine erhöhte Ausgangsfläche
aufweist, so dass entsprechend zusätzliches Material für die Materialaufdickung zur
Verfügung steht. Gemäß der bevorzugten Ausführungsform des Anspruches 2 ist es allerdings
vorgesehen, dass es sich bei dem Vorratsbereich, aus dem Material für die Materialaufdickung
verschoben wird, um einen solchen Bereich handelt, der bei dem späteren, fertigen
Rückblech ohnehin materialfrei ist. Insbesondere handelt es sich bei dem Vorratsbereich
bei dem fertigen Rückbiech um ein Loch, in das der jeweilige Lagerdom für Schlossfalle
und Sperrklinke eingesetzt wird.
Insbesondere für den Fall, dass es sich bei dem Vorratsbereich um eine Lagerdomaufnahme
handelt, läuft der aufgedickte Randbereich in einer bevorzugten Variante gemäß Anspruch
3 kreisförmig um den Vorratsbereich herum. Besonders vorteilhaft ist dabei die Tatsache,
dass die Materialverschiebung über eine besonders geringe Verschiebungsstrecke erforderlich
ist.
Bei der weiter bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens gemäß Anspruch 4 wird im Rahmen
der Materialaufdickung ein spitzer Formstempel in den Vorratsbereich des Rückblechrohlings
eingetrieben, was die Erzeugung des für den Lagerdom o. dgl. erforderlichen Lochs
bereits vorbereitet.
[0011] Der insbesondere kreisförmige, lokal aufgedickte Randbereich kann eine Lagerfläche
für die Lagerung eines Schließelements bilden. Für diesen Fall wird gemäß Anspruch
5 vorzugsweise vorgeschlagen, dass die Oberfläche des aufgedickten Randbereichs durch
Kaltumformung in eine definierte Pressfläche umgeformt wird. Auf ein Planfräsen o.
dgl. des aufgedickten Randbereichs kann damit verzichtet werden. Zur Lösung des oben
genannten technischen Problems wird ein Kraftfahrzeugschloss mit den Schließelementen
Schlossfalle und Sperrklinke gemäß Anspruch 8 beansprucht. Wesentlich ist, dass das
Rückblech des Kraftfahrzeugschlosses, das die Schließelemente Schlossfalle und Sperrklinke
trägt, in einem vorschlagsgemäßen, oben erläuterten Verfahren hergestellt ist. Durch
die Reduzierung der mit der Herstellung des Rückblechs verbundenen Kosten ergibt sich
für das Kraftfahrzeugschloss insgesamt eine Kostenersparnis.
[0012] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- die wesentlichen Komponenten eines Kraftfahrzeugschlosses mit einem Rückblech, das
in einem vorschlagsgemäßen Verfahren hergestellt ist,
- Fig. 2
- die Ausgangssituation für das vorschlagsgemäße Verfahren mit einem Rückblechrohling
im Querschnitt,
- Fig. 3
- die vorschlagsgemäße Materialaufdickung durch Eintreiben eines spitzen Formstempels
in den Rückblechrohling im Querschnitt,
- Fig. 4
- die Umformung des aufgedickten Randbereichs in eine definierte Pressfläche durch Zustellung
eines weiteren Formstempels im Querschnitt,
- Fig. 5
- die Lochung des Rückblechrohlings in dessen Vorratsbereich im Querschnitt und
- Fig. 6
- das Kraftfahrzeugschloss gemäß Fig. 1 im Querschnitt entlang der Schnittlinie VI-VI.
Die Darstellung gemäß Fig. 1 zeigt u.a. das Rückblech 1 eines vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschlosses
2. In diesem Zusammenhang darf darauf hingewiesen werden, dass Fig. 1 nur diejenigen
Komponenten des vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschlosses 2 umfasst, die für die Erläuterung
der vorschlagsgemäßen Lehre erforderlich sind. Entsprechend zeigt die Darstellung
gemäß Fig. 1 lediglich das Rückblech 1 und die in gestrichelter Linie dargestellten
Schließelemente Schlossfalle 3 und Sperrklinke 4 sowie den zugeordneten Schließkeil
2a.
Das fertige Rückblech 1 ist in den Fig. 1 und 6 dargestellt, während der Rückblechrohling
1a, aus dem das Rückblech 1 hergestellt wird, den Darstellungen gemäß den Fig. 2 bis
5 zu entnehmen ist. Das fertige Rückblech 1 trägt im montierten Zustand die Schließelemente
Schlossfalle 3 und Sperrklinke 4.
[0013] Wesentlich für das vorschlagsgemäße Verfahren zur Herstellung des Rückblechs 1 ist
der Verfahrensschritt, der sich aus dem Übergang von Fig. 2 auf Fig. 3 ergibt. Ausgehend
von der in Fig. 2 dargestellten Situation wird der Rückblechrohling 1a derart kaltumgeformt,
dass durch Materialverschiebung aus mindestens einem Vorratsbereich 5 des Rückblechrohlings
1a heraus mindestens ein aufgedickter Randbereich 6 mit lokal erhöhter Blechstärke
D erzeugt wird. Die höhere Blechstärke D gegenüber der geringeren Blechstärke d des
umliegenden Bereichs ergibt sich beispielsweise aus der Darstellung gemäß Fig. 5.
[0014] Bei dem dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel sind dem Rückblech
1 insgesamt zwei Vorratsbereiche 5, 5' mit jeweils lokal aufgedickten Randbereichen
6, 6' zugeordnet. Im Folgenden wird im Sinne einer guten Übersichtlichkeit ausschließlich
der in Fig. 1 rechte Vorratsbereich 5 erläutert. Alle Erläuterungen gelten für den
in Fig. 1 linken Vorratsbereich 5' entsprechend.
[0015] Es lässt sich einer Zusammenschau der Fig. 1 und 6 entnehmen, dass der Vorratsbereich
5 des fertigen Rückblechs 1 materialfrei ist. Dies bedeutet, wie noch erläutert wird,
dass das Material im Vorratsbereich 5 des Rückblechrohlings 1a für die vorschlagsgemäße
Materialaufdickung genutzt werden kann, ohne dass zusätzliches Material, beispielsweise
durch Bereitstellung eines vergrößerten Rückblechrohlings 1a, bereitgestellt werden
muss.
[0016] Eine Zusammenschau der Fig. 1, 5 und 6 ergibt, dass der aufgedickte Randbereich 6
entlang des Vorratsbereichs 5 verläuft, also im engeren Sinne den Rand des Vorratsbereichs
5 bildet. Da der aufgedickte Randbereich 6 in noch zu erläuternder Weise der Lagerung
von Schlossfalle 3 bzw. Sperrklinke 4 zugeordnet ist, ist es vorzugsweise so, dass
der aufgedickte Randbereich 6, hier und vorzugsweise kreisförmig, um den Vorratsbereich
5 herumläuft.
[0017] Der Übergang der Fig. 2 auf Fig. 3 zeigt, dass der aufgedickte Randbereich 6 vorzugsweise
durch Kaltumformung beim Eintreiben eines spitzen, einem Oberwerkzeug 14a zugeordneten
Formstempels 7 in den Vorratsbereich 5 des Rückblechrohlings 1a erzeugt wird. Das
Oberwerkzeug 14a ist einem Unterwerkzeug 15a zugeordnet, das bis auf eine der Spitze
des Formstempels 7 entsprechende Ausformung im Wesentlichen plan ausgestaltet ist.
Fig. 3 zeigt, dass sich dadurch bereits die Erzeugung eines Lochs im Vorratsbereich
5 vorbereiten lässt.
[0018] Fig. 5 zeigt einen Verfahrensschritt, der jedenfalls dem Verfahrensschritt, der sich
aus dem Übergang von Fig. 2 auf Fig. 3 ergibt, nachgeschaltet ist. Hier und vorzugsweise
wird im Vorratsbereich 5 des Rückblechrohlings 1a nach der Erzeugung des aufgedickten
Randbereichs 6 ein Loch 8 erzeugt. Denkbar ist hier, dass das Loch 8 gebohrt oder
gefräst wird. In besonders bevorzugter Ausgestaltung wird das Loch 8 allerdings durch
Lochung, also durch einen Schneidschritt, erzeugt. Entsprechend wird hier ein Lochstempel
9 in den Rückblechrohling 1a eingetrieben, der Bestandteil eines Oberwerkzeugs 14c
ist. Dem Oberwerkzeug 14c ist ein mit einer kreisrunden Ausformung ausgestattetes
Unterwerkzeug 15c zugeordnet.
[0019] Insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Loch 8 in noch zu erläuternder Weise der
Lagerung der Schließelemente Schlossfalle 3 bzw. Sperrklinke 4 zugeordnet sind, ist
es vorzugsweise vorgesehen, dass die Lochkanten des Lochs 8 durch Kaltumformung einseitig
oder zweiseitig angefast werden. Das Anfasen lässt sich durch entsprechende Anfaswerkzeuge
10, 11 erzeugen, die auch Bestandteil des oben angesprochenen spitzen Formstempels
7 sein können. Bei dem in Fig. 4 dargestellten Umformschritt werden die Phasen 12,
13 durch Anfaswerkzeuge 10, 11 gebildet, die als Bestandteil eines für das Umformen
vorgesehenen Oberwerkzeugs 14b und Unterwerkzeugs 15b ausgestaltet sind. Das obige
Anfasen erfolgt vorzugsweise noch vor dem obigen Lochen.
[0020] Das in Fig. 4 dargestellte Oberwerkzeug 14b ist ferner derart ausgestaltet, dass
vor dem obigen Lochen die Oberfläche des aufgedickten Randbereichs 6 durch Kaltumformung
beim Eintreiben eines weiteren Formstempels 16 in eine definierte, insbesondere plane,
Pressfläche 17 umgeformt wird. Mit anderen Worten, der aufgedickte Randbereich 6 wird
mittels des weiteren Formstempels 16 flachgedrückt. Die Pressfläche 17 ist am besten
der Darstellung gemäß Fig. 5 zu entnehmen. In besonders bevorzugter Ausgestaltung
handelt es sich bei der definierten Pressfläche 17 um eine Lagerfläche mit einem hohen
Traganteil, wie noch erläutert wird. Entsprechend ist die definierte Pressfläche 17
in besonders bevorzugter Ausgestaltung eben oder konisch ausgestaltet.
[0021] Schließlich wird ein Lagerdom 18 in das Loch 8 eingesetzt, bei dem es sich hier und
vorzugsweise um einen Lagerdom 18 handelt, der einem der Schließelemente Schlossfalle
3 bzw. Sperrklinke 4 zugeordnet ist. Zur Festlegung des Lagerdoms 18 ist vorzugsweise
eine Stauchung und/oder Vernietung des Lagerdoms 18 vorgesehen. Andere Befestigungsvarianten
für den Lagerdom 18 sind denkbar.
[0022] Nach einer weiteren Lehre, der ebenfalls eigenständige Bedeutung zukommt, wird das
Kraftfahrzeugschloss 2 mit den Schließelementen Schlossfalle 3 und Sperrklinke 4 sowie
mit einem vorschlagsgemäßen Rückblech 1, das die Schliesselemente Schlossfalle 3 und
Sperrklinke 4 trägt, beansprucht.
[0023] Wesentlich für die weitere Lehre ist die Tatsache, dass das Rückblech 1 in einem
vorschlagsgemäßen, oben erläuterten Verfahren hergestellt ist. Auf alle Ausführungen
zu dem vorschlagsgemäßen Verfahren darf verwiesen werden.
[0024] Vorzugsweise ist mindestens ein Schließelement 3, 4 auf einem zugeordneten Lagerdom
18 gelagert, der in einem Loch 8, der von einem aufgedickten Randbereich 6 umgeben
ist, festgelegt ist. Hier und vorzugsweise sind beide Schließelemente Schlossfalle
3 und Sperrklinke 4 auf einem jeweiligen Lagerdom 18, 18' gelagert, wobei die beidem
Lagerdome 18. 18' jeweils in einem von einem aufgedickten Randbereich 6, 6' umgebenen
Loch 8 festgelegt sind.
[0025] Wie in Fig. 6 dargestellt, bildet die Oberfläche des jeweiligen Randbereichs 6, 6'
eine Gleit-Lagerfläche für das jeweilige Schließelement 3, 4. Hierfür ist die Oberfläche
des jeweiligen Randbereichs 6, 6' als Pressfläche 17, 17' ausgestaltet und planparallel
zu einer Oberfläche 4a, hier einer Lagerfläche 4a, des zugeordneten Schließelements
3, 4 ausgerichtet. Auf eine abtragende Bearbeitung der Pressflächen 17, 17' kann durch
das vorschlagsgemäße Verfahren vorteilteilhafter Weise verzichtet werden. Eine durch
Pressen hergestellte Pressfläche 17, 17' lässt sich ohne weiteres mit einem Traganteil
von mehr als 70%, insbesondere von mehr als 80%, herstellen, so dass sich solche Pressflächen
besonders gut als Gleit-Lagerflächen eignen.
[0026] Es darf schließlich darauf hingewiesen werden, dass das Rückblech 1 des vorschlagsgemäßen
Kraftfahrzeugschlosses 2 ein Einlaufmaul 19 für den Schließkeil 2a o. dgl. aufweist.
Dabei befinden sich die beiden Löcher 8, 8' für die Lagerdome 18, 18' auf gegenüberliegenden
Seiten des Einlaufmauls 19.
[0027] Grundsätzlich kann das vorschlagsgemäße Verfahren auch auf die Kante des Einlaufmauls
19 Anwendung finden. Eine vorschlagsgemäße Materialaufdikkung würde eine entsprechende
Stabilisierung für den Eingriff mit dem Schließkeil 2a o. dgl. durch die resultierende
Geometrie, also durch die lokal erhöhte Blechstärke, und durch die resultierende Kaltverfestigung
bewirken.
[0028] Entsprechend kann das vorschlagsgemäße Verfahren auch in anderen Bereichen des Rückblechs
1 Anwendung finden, die eine hohe mechanische Stabilität erfordern.
1. Verfahren zur Herstellung eines Rückblechs (1) eines Kraftfahrzeugschlosses (2) aus
einem Rückblechrohling (1a), wobei das fertige Rückblech (1) im montierten Zustand
die Schließelemente Schlossfalle (3) und Sperrklinke (4) trägt,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rückblechrohling (1a) derart kaltumgeformt wird, dass durch Materialverschiebung
aus mindestens einem Vorratsbereich (5, 5') des Rückblechrohlings (1a) heraus mindestens
ein aufgedickte Randbereich (6, 6') mit lokal erhöhter Blechstärke (D) erzeugt wird,
und dass im Vorratsbereich (5, 5') des Rückblechrohlings (1a) nach der Erzeugung des
aufgedickte Randbereichs (6, 6') ein Loch (8, 8') erzeugt wird, wobei das Loch (8,
8') durch Lochung erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbereich (5, 5') des fertigen Rückblechs (1) materialfrei ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichet, dass der aufgedickte Randbereich
(6, 6') entlang des Vorratsbereichs (5, 5') verläuft, vorzugsweise, dass der aufgedickte
Randbereich (6 6'), insbesondere kreisförmig, um den Vorratsbereich (5, 5') herumläuft.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der aufgedickten Randbereich (6, 6') durch Kaltumformung beim Eintreiben eines spitzen
Formstempel (7) in den Vorratsbereich (5, 5') des Rückblechrohlings (1a) erzeugt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochkanten des Lochs (8, 8') durch Kaltumformung einseitig oder zweiseitig angefast
werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des aufgedickte Randbereichs durch Kaltumformung in eine definierte
Pressfläche umgeformt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in das Loch (8, 8') ein Lagerdom (18, 18'), insbesondere ein Lagerdom (18, 18') für
eines der Schließelemente (3, 4) eingesetzt und dort festgelegt wird, vorzugsweise,
dass der Lagerdom (18, 18') zu seiner. Festlegung im Loch (8, 8') gestaucht wird.
8. Kraftfahrzeugschloss mit den Schließelementen Schlossfalle (3) und Sperrklinke (4),
wobei ein Rückblech (1) vorgesehen ist, das die Schließelemente Schlossfalle (3) und
Sperrklinke (4) trägt,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Rückblech (1) in einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche hergestellt
ist.
9. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Schließelement (3, 4) auf einem Lagerdom (18, 18') gelagert ist, der
in einem von einem aufgedickte Randbereich (6, 6') umgebenen Loch (8, 8') festgelegt
ist.
10. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Randbereichs (6, 6') eine Lagerfläche für das zugeordnete Schließelement
(3, 4) ist und planparallel zu einer Oberfläche des zugeordneten Schließelements (3,
4) ausgerichtet ist.
1. Method for producing an anchor plate (1) of a motor-vehicle lock (2) from an anchor-plate
blank (1a), wherein, in the installed state, the finished anchor plate (1) carries
the following locking elements: latch mechanism (3) and catch (4),
characterized
in that the anchor-plate blank (1a) is cold-formed such that displacement of material out
of at least one storage region (5, 5') of the anchor-plate blank (1a) produces at
least one thickened peripheral region (6, 6') with a locally elevated metal-plate
thickness (D), and in that a hole (8, 8') is produced in the storage region (5, 5')
of the anchor-plate blank (1a) once the thickened peripheral region (6, 6') has been
produced, the hole (8, 8') being produced by perforation.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the storage region (5, 5') of the finished anchor plate (1) is free of material.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the thickened peripheral region (6, 6') runs along the storage region (5, 5'), preferably
in that the thickened peripheral region (6, 6') runs around the storage region (5, 5'), in
particular in the form of a circle.
4. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that the thickened peripheral region (6, 6') is produced by cold forming as a pointed
forming pin (7) is driven into the storage region (5, 5') of the anchor-plate blank
(1a).
5. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that the edges of the hole (8, 8') are chamfered on one side or on two sides by cold forming.
6. Method according to Claim 1, characterized in that the surface of the thickened peripheral region is cold-formed into a defined pressing
surface.
7. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that a bearing boss (18, 18'). in particular a bearing boss (18, 18') for one of the locking
elements (3, 4), is inserted into the hole (8, 8') and secured there, preferably in that the bearing boss (18, 18') is upset in order to be secured in the hole (8, 8').
8. Motor-vehicle locking having the following locking elements: latch mechanism (3) and
catch (4), wherein an anchor plate (1) which carries the latch mechanism (3) and catch
(4) is provided,
characterized
in that the anchor plate (1) is produced by a method according to one of the preceding claims.
9. Motor-vehicle locking according to Claim 8,
characterized in that at least one locking element (3, 4) is mounted on a bearing boss (18, 18'), which
is secured in a hole (8, 8') enclosed by a thickened peripheral region (6, 6').
10. Motor-vehicle lock according to Claim 8 or 9,
characterized in that the surface of the peripheral region (6, 6') is a bearing surface for the associated
locking element (3, 4) and is oriented in a plane-parallel manner in relation to a
surface of the associated locking element (3, 4).
1. Procédé de fabrication d'une tôle arrière (1) d'un verrou de véhicule automobile (2)
à partir d'une ébauche de tôle arrière (1a), la tôle arrière finie (1), dans l'état
monté, portant les éléments du verrou constitués par le pêne (3) et le cliquet d'arrêt
(4),
caractérisé en ce que
l'ébauche de tôle arrière (1a) est façonnée à froid de telle sorte que par déplacement
du matériau depuis au moins une région de réserve (5, 5') de l'ébauche de tôle arrière
(1a), au moins une région de bord épaissie (6, 6') soit produite avec une épaisseur
de tôle accrue localement (D), et en ce que dans la région de réserve (5, 5') de l'ébauche de tôle arrière (1a), un trou (8,
8') soit produit après la production de la région de bord épaissie (6, 6'), le trou
(8, 8) étant produit par perforation.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la région de réserve (5, 5') de la tôle arrière finie (1) est exempte de matériau.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la région de bord épaissie (6, 6') s'étend le long de la région de réserve (5, 5'),
de préférence en ce que la région de bord épaissie (6, 6') s'étend sur la périphérie notamment sous forme
circulaire autour de la région de réserve (5, 5').
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la région de bord épaissie (6, 6') est produite par façonnage à froid lors de l'enfoncement
d'un poinçon de façonnage pointu (7) dans la région de réserve (5, 5') de l'ébauche
de tôle arrière (1a).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les bords du trou (8, 8') sont biseautés d'un côté ou des deux côtés par façonnage
à froid.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface de la région de bord épaissie est façonnée par façonnage à froid dans
une surface de pressage définie.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que dans le trou (8, 8') est inséré et fixé un manchon de palier (18, 18'), en particulier
un manchon de palier (18, 18') pour l'un des éléments de verrou (3, 4), et de préférence
en ce que le manchon de palier (18, 18') est pressé dans le trou (8, 8') en vue de sa fixation.
8. Verrou de véhicule automobile comprenant les éléments de verrou constitués par un
pêne (3) et un cliquet d'arrêt (4), une tôle arrière (1) étant prévue, laquelle porte
les éléments de verrou constitués par le pêne (3) et le cliquet d'arrêt (4),
caractérisé en ce que
la tôle arrière (1) est fabriquée selon un procédé selon l'une quelconque des revendications
précédentes.
9. Verrou de véhicule automobile selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'au moins un élément de verrou (3, 4) est supporté sur un manchon de palier (18, 18'),
lequel est fixé dans un trou (8, 9') entouré par une région de bord épaissie (6, 6').
10. Verrou de véhicule automobile selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que la surface de la région de bord (6, 6') est une surface de palier pour l'élément
de verrou associé (3, 4) et est orientée avec son plan parallèle à une surface de
l'élément de verrou associé (3, 4).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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