[0001] Die Erfindung betrifft ein Heizgerät mit einem von einem Gebläse unterstützten Brenner,
bei dem ein vorzugsweise gasförmiger Brennstoff in einer Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
in die strömende Luft im Bereich einer Engstelle über mindestens eine Öffnung zugeführt
wird.
Stand der Technik
[0002] Die
DE 102010044591 A1 zeigt und beschreibt eine Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung in der Form einer Venturi-Durchführung,
bei der Luft über ein Gebläse in den Venturi-Einlass gepresst wird, um kurz nach der
Venturi-Engstelle mit Gas vermischt zu werden. Die Gaszufuhr erfolgt über ein Gasregelgerät
und eine kurze Zuleitung, in denen die Gasströmung sowohl im Druck wie auch in ihrer
Strömung beeinflusst und gedrosselt werden. Heizgeräte mit einer solchen Anordnung
sind in ihrer Möglichkeit, die Leistung zu variieren, für heutige Wünsche zu stark
begrenzt.
Offenbarung der Erfindung
Vorteile
[0003] Das erfindungsgemäße Heizgerät mit den Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil,
dass dadurch, dass die Öffnung einstellbar ist, Fertigungstoleranzen ausgeglichen
werden können. Die Öffnung lässt sich äußerst präzise einstellen, so dass die hauptsächliche
Drosselung des Brennstoffs nach der Druckanpassung an dieser Öffnung stattfinden kann.
Ferner können unterschiedliche Brennstoffarten zugeführt und über die Einstellung
der Öffnung die Mischungsverhältnisse optimiert werden. Auch altersbedingte Änderungen
an den geometrischen oder strömungstechnischen Verhältnissen lassen sich einfach ausgleichen.
[0004] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Merkmale sind vorteilhafte Weiterbildungen
des Heizgerätes nach dem Hauptanspruch möglich. So ist es von Vorteil, wenn die einmal
eingestellte Öffnung arretiert werden kann. Dies kann direkt nach dem Zusammenbau
im Werk erfolgen oder aber vor Ort, wenn das Heizgerät aufgestellt wird.
[0005] Nach dem Einstellen kann es notwendig werden, die Einstellung dauerhaft vor Veränderung
und Manipulation zu schützen. In diesem Fall ist es von Vorteil, wenn die Arretiereinrichtung
verschließbar, insbesondere plombierbar ist. Unter plombierbar ist zu verstehen, dass
nach der Einstellung ein nur durch Zerstörung entfernbarer Verschluss angebracht werden
kann.
[0006] Eine besonders günstige Arretiereinrichtung kann eine Feststellschraube aufweisen.
Diese ist bevorzugt so angebracht, dass sie während und nach dem Feststellen die Öffnung
nicht in eine Richtung drängt.
[0007] Die Verschließbarkeit kann dadurch erreicht werden, dass die Feststellschraube eine
Schutzkappe aufweist. Die Schutzkappe ist bevorzugt so ausgestaltet, dass sie oder
Teile davon nach dem Aufbringen nur durch Zerstörung wieder abgenommen werden können.
Somit kann eine nachträgliche Manipulation festgestellt werden.
[0008] Weist die Arretiereinrichtung ein Rastelement auf, lässt sich eine einfache, selbstsichernde
Arretierung erreichen. Das Rastelement kann so ausgestaltet sein, dass die Arretierung
nur durch Zerstörung des Rastelements oder einer das Rastelement abdeckenden Wand
geöffnet werden kann.
[0009] Eine ebenfalls besonders einfache und mehrfach nutzbare Arretiereinrichtung kann
dadurch geschaffen werden, dass ein Klappelement vorgesehen ist. Ein solches Klappelement
kann in eine Rasterung eingreifen und ein Verstellen der Öffnung wirksam verhindern.
[0010] Weist das Klappelement eine Durchgangsbohrung auf, die mit einer Durchgangsbohrung
eines feststehenden Elements fluchtet, kann das Klappelement gesichert oder plombiert
werden.
[0011] In einer besonderen Ausführung ist die Öffnung als ringförmiger Spalt ausgebildet.
Dieser ringförmige Spalt lässt sich in seiner Weite variieren und so kann die Größe
der Öffnung eingestellt werden. Außerdem verbessern sich die Zuführungsverhältnisse
des Brennstoffs im Bereich der Engstelle, wenn die Öffnung ein ringförmiger Spalt
ist. Die Zufuhr des Brennstoffs stabilisiert dadurch die Strömungsverhältnisse auf
dem ganzen Umfang der als Venturi ausgebildeten Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung.
[0012] In einer besonders einfachen, konstruktiven Ausführung ist die Öffnung zwischen einem
Grundkörper und einer Muffe gebildet. Ist die Muffe dann relativ zum Grundkörper bewegbar,
kann auf diese Weise die Größe der Öffnung variiert werden.
[0013] Besonders einfach gelingt die Variation der Öffnung dann, wenn die Muffe und der
Grundkörper über ein Gewinde miteinander verbunden sind.
[0014] Sehr einfach lässt sich das Druckniveau einstellen, wenn ein Druckregelventil vorgesehen
ist.
[0015] In der Leitung des Brennstoffs über das Druckregelventil zur Öffnung, stellt die
Öffnung die wesentliche Drosselung des Brennstoffes zwischen der Leitung und der Zumischung
zur Luft dar, wodurch die Leistungsmodulation deutlich gesteigert werden kann. An
dieser Öffnung zwischen der durchströmenden Zuluft und dem Brennstoff-Einlass findet
dann der wesentliche Druckabfall für den Brennstoff statt. Es hat sich gezeigt, dass
durch diese Maßnahme an der Engstelle durch diese Brennstoff-Einleitung eine Strömung
erreicht wird, durch die das Brennstoff-Luftgemisch sehr exakt dosiert werden kann,
weil das Einleiten des Brennstoffs mit großer Geschwindigkeit erfolgt, was die Strömung
im Venturi stabilisiert und die Unterdruckverhältnisse im Bereich der Venturi-Engstelle
optimal ausnutzt. Daraus resultiert, dass auch bei einer Gebläseleistungsmodulation
über einen weiten Modulationsbereich das Brennstoff-Luftverhältnis konstant bleibt.
Dies ist insbesondere dann ein Vorteil, wenn Heizgeräte über einen großen Modulationsbereich
in ihrer Leistung variiert werden müssen, beispielsweise weil zum einen gut gedämmte
Häuser einen geringen Leistungswert für die Heizung jedoch einen hohen Leistungswert
für die Brauchwasserbereitung aufweisen sollen.
[0016] Die Zufuhr des Brennstoffs kann wie im StdT über eine sehr kurze Leitung oder aber
über eine durch das Heizgerät geführt Leitung erfolgen. Vorteilhaft ist es, wenn die
Hauptdrosselung des Brennstoffs eben an der Öffnung im Bereich der Engstelle des Venturis
stattfindet und nicht schon vorher.
[0017] Das in der Brennstoffzufuhrleitung üblicherweise vorgesehene Brennstoffregelventil
drosselt den Brennstoffdurchgang zwar ebenfalls. Hauptaufgabe diese Ventils ist aber,
den Brennstoff mit einem (vor-)bestimmbaren Druck, in der Regel gleich oder im Wesentlichen
gleich dem Umgebungsdruck, bereit zu stellen und nicht die Brennstoffdrosselung für
die Brennstoffdosierung. Unter wesentlicher Drosselung soll deshalb verstanden werde,
dass ab der Stelle, an der der Brennstoff mit einem vorbestimmbaren Druck bereit gestellt
wird, keine stärkere Drosselung als an der Öffnung stattfindet.
[0018] Eine erfindungsgemäße Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung mit einem Lufteinlass, einer
Engstelle und einer Öffnung im Bereich der Engstelle zum Zuführen von Brennstoff,
bei der die Öffnung einstellbar ausgebildet ist, weist den Vorteil auf, dass sie ein
voreingestelltes Brennstoff-Luft-Gemisch über einen weiten Leistungsbereich konstant
halten kann. Dies ist insbesondere für Heizgeräte von Vorteil, die ein in der Leistung
modulierbares Gebläse aufweisen, das dann mit der erfindungsgemäßen Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
zusammen arbeitet. Das Gebläse kann vor der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung oder
vorteilhafter in Strömungsrichtung danach angeordnet sein.
Zeichnungen
[0019] In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Heizgerätes und
der erfindungsgemäßen Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 eine schematische Darstellung der Komponenten eines Heizgerätes,
Figur 2 eine schematische Darstellung der Funktionsweise des erfindungsgemäßen Heizgerätes,
Figur 3 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung,
Figur 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV in Figur 3,
Figuren 5 bis 7 Varianten möglicher Arretiereinrichtungen und
Figur 8 einen Teilschnitt nach Linie VIII-VIII in Figur 7.
Beschreibung
[0020] In Figur 1 ist schematisch ein Heizgerät 10 dargestellt, das ein Gebläse 12, einen
Brenner 14 sowie eine Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 16 aufweist. Die Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
16 ist schematisch in Figur 2 dargestellt, in der zu erkennen ist, dass im Bereich
einer Engstelle 18 einströmende Luft 20 (dargestellt durch einen Pfeil) Brennstoff
22 (ebenfalls dargestellt durch einen Pfeil) über eine Öffnung 24 zugeführt wird.
[0021] In Figur 1 sind weitere Baugruppen des erfindungsgemäßen Heizgerätes 10 dargestellt.
So wird über eine Brennstoffleitung 26 und ein Brennstoffregelventil 28 der Brennstoff
22 über eine Leitung 30 der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 16 zugeführt. Das Brennstoffregelventil
28 ist so aufgebaut, dass es den Brennstoff unabhängig von seinem Eingangsdruck auf
einen dem Umgebungsdruck proportionalen, einen gleichen oder einen im Wesentlichen
gleichen Wert regelt. Die Leitung 30 ist hier als separate Leitung dargestellt. Sie
kann aber auch, insbesondere wenn das Brennstoffregelventil 28 direkt mit dem Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
16 verbunden ist (wie in Figur 3 strichpunktiert dargestellt), wie ein interner Durchlass
ausgestaltet sein.
[0022] In der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 16 wird der Brennstoff 22 mit der einströmenden
Luft 20 vermischt, vom Gebläse 12 angesaugt und über eine Zuführhaube 32 dem Brenner
14 zugeführt. Unterhalb des als Fallstrom-Brenners ausgeführten Brenners 14 ist ein
Wärmetauscher 34 angeordnet, an den eine Vorlaufleitung 36 und eine Rücklaufleitung
38 für Heizwasser angeschlossen sind. Der Wärmetauscher 34 wird vom heißen Abgas durchströmt,
kühlt dieses ab und führt es einer Abgasleitung 40 zu, die in einen Abgasauslass 42
mündet.
[0023] Im Heizgerät 10 sind ferner eine Steuerung 44 sowie ein Ausdehnungsgefäß 46 untergebracht.
Je nach Ausstattung des Heizgerätes 10 können darüber hinaus noch weitere Baugruppen,
wie beispielsweise ein zusätzlicher Brauchwasserwärmetauscher oder diverse Pumpen
und Mischer, vorgesehen sein.
[0024] In Figur 2 ist die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Heizgerätes 10 dargestellt.
Das Gebläse 12 saugt über die erfindungsgemäße Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 16
ein Brennstoff-Luft-Gemisch an und fördert dieses zum Brenner 14, an dessen Unterseite
eine, von einer Flammenüberwachungseinrichtung 48 überwachte Flamme 50 brennt. Die
erfindungsgemäße Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 16 weist die Form eines Venturi-Rohres
auf, an dessen Einlass 52 Umgebungsluft angesaugt und bis zur Engstelle 18 beschleunigt
wird. Im Bereich der Engstelle 18 wird der Brennstoff 22 in einer Brennstoffkammer
54 unter definierten Druck bereitgestellt, um dann durch die ringförmige Öffnung 24
im Wesentlichen in Strömungsrichtung angesaugt zu werden. Hier hilft der Venturi-Effekt,
gemäß dem das Ansaugen des Brennstoffes durch die schnell fließende Luft begünstigt
wird.
[0025] Die Druckverhältnisse sind so eingestellt, dass der Umgebungsdruck der zugeführten
Luft 20 und der Druck des Brennstoffs 22 in der Brennstoffkammer 54 nahezu gleich
sind und beim Zusammenführen in der Engstelle 18 im richtigen Mischungsverhältnis
erfolgt. Weil die Einleitung des gasförmigen Brennstoffs in Richtung und Geschwindigkeit
im Wesentlichen der Luftströmung entspricht und entlang der sich nach der Engstelle
wieder aufweitenden Umgebung des Venturi-Rohres erfolgt, wird eine gegenüber dem Stand
der Technik deutlich verbesserte Strömung im Diffusor erzielt. Dadurch kann das Gebläse
12 in einem weiten Modulationsbereich moduliert und die abgegebene Leistung des erfindungsgemäßen
Heizgerätes 10 beeinflusst werden.
[0026] In den Figuren 3 und 4 ist die erfindungsgemäße Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
16 detaillierter dargestellt. Es ist erkennbar, dass an der Engstelle 18 die Öffnung
24 ringförmig ausgestaltet ist und Brennstoff 22 ausgehend von der Brennstoffkammer
54 in die Venturi-Anordnung strömen kann. Es ist erkennbar, dass der Brennstoff 22
ausgehend von der Öffnung 24 entlang des Weges 56 in Strömungsrichtung der einströmenden
Luft 20 zuführbar ist.
[0027] Im Verlaufe des Weges 56 strömt der Brennstoff 22 entlang einer inneren Wand 58 der
Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 16. Im weiteren Verlauf beginnt eine Vermischung
zwischen Brennstoff 22 und Luft 20, die dann im Gebläse 12 zu einer homogenen Vermischung
vollendet wird. Durch diese Druckverhältnisse ist es möglich, das optimale Mischungsverhältnis
von Luft 20 und Brennstoff 22 über einen großen Modulationsbereich des Gebläses 12
konstant zu halten.
[0028] Die Öffnung 24 ist gebildet zwischen einer Verlängerung der inneren Wand 58 und einem
Rohrabschnitt 60 des Einlasses 52. Die besondere Konstruktion ist so ausgeführt, dass
sich der Rohrabschnitt 60 gegenüber der Inneren Wand 58 verschieben lässt und die
Öffnung 24 damit in ihrer Größe einstellbar ausgebildet ist.
[0029] Wie in Figur 3 zu sehen ist, ist der Rohrabschnitt 60 Teil einer Muffe 62, die ihrerseits
mit einem Grundkörper 64 der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 16 zusammenwirkt. Die
innere Wand 58, der Rohrabschnitt 60, die Muffe 62 und der Grundkörper 64 schließen
die Brennstoffkammer 54 in sich ein. An den Grundkörper 64 ist darüber hinaus ein
Anschluss 66 zum Anschließen der Leitung 30 zum Zuführung des Brennstoffes 22 angeformt.
[0030] Der Grundkörper 64 und die Muffe 62 sind über ein Gewinde 68 miteinander verbunden.
Dadurch ist es möglich, durch Verdrehen der Muffe 62 relativ zum Grundkörper 64 eine
axiale Verschiebung der Muffe 62 zum Grundkörper 64 zu erreichen und die Öffnung 24
in ihrer Größe zu verstellen. In einer Fortsetzung 69 der Muffe 62 über das Gewinde
68 hinaus sind eine oder mehrere Dichtungen bzw. Dichtungsräume 70 vorgesehen, die
die Brennstoffkammer 54 nach außen abdichten.
[0031] In einer nicht dargestellten Alternative könnte die Öffnung 24 durch Verschieben
der Muffe 62 relativ zum Grundkörper 64 eingestellt werden. Es ist jedoch auch denkbar,
eine Art Blende vorzusehen, die je nach Einstellung die Öffnung 24 mehr oder weniger
verschließt. Da die Einstellung der Öffnung 24 fein dosierbar sein muss, um die entsprechenden
Druckverhältnisse einstellen zu können, muss auch bei diesen Varianten ein exakt dosierbarer
Verstellmechanismus vorgesehen sein.
[0032] In den Figuren 3 und 4 ist schematisch eine Arretiereinrichtung 72 eingezeichnet.
In diesem Ausführungsbeispiel wirkt die Arretiereinrichtung 72 zwischen dem Grundkörper
64 und der Muffe 62. Er verhindert, dass die einmal eingestellte Größe der Öffnung
24 wieder verändert wird. Im Ausführungsbeispiel erfolgt das dadurch, dass ein Verdrehen
der Muffe 62 gegen den Grundkörper 64 verhindert wird. Sollte die Muffe 62 durch Verschieben
auf die Größe der Öffnung 24 einwirken, würde die Arretiereinrichtung 72 so ausgestaltet
sein, dass sie ein Verschieben verhindern kann.
[0033] In Figur 5 ist eine erste Ausführungsform einer Arretiereinrichtung 72 in der Form
einer Feststellschraube 74 dargestellt. Über diese Feststellschraube 74 wird ein an
der Muffe 62 angeformter Kragen 76 mittels des Schraubenkopfs 78 gegenüber dem Grundkörper
64 verklemmt.
[0034] Im Grundkörper 64 ist ein Verschiebekörper 80 angeordnet, der ein polygones Außenprofil
aufweist, über das er in einem gleich geformten Innenprofil verschiebbar angeordnet
ist. Auf diese Weise legt sich der Verschiebekörper 80, wenn die Feststellschraube
74 angezogen wird, spannungsfrei an den Kragen 74 an. Dies hat den Vorteil, dass keine
Kräfte von außen auf die die Öffnung 24 bildende Teile wirken und die Öffnung 24 auch
über einen längeren Zeitraum konstant gehalten werden kann. Diese Art der Arretierung
hat ferner den Vorteil, dass die Öffnung 24 stufenlos eingestellt werden kann.
[0035] Der Schraubenkopf 78 ist mit einer metallenen Schutzkappe 82 versehen, in die ein
napfförmiges Verschlussteil 84 einpressbar ist. Das vorzugsweise aus Kunststoff bestehende
Verschlussteil 84 verkeilt sich in der Schutzkappe 82 und kann nur durch Zerstörung
entfernt werden. Auf diese Weise ist ein effektiver Schutz gegen Manipulation vorgesehen.
[0036] Ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Arretiereinrichtung 72 ist in Figur 6 zu
sehen. Dort ist ein Rastelement 86 vorgesehen, das in eine an einem Kragen 88 des
Grundkörpers 64 ausgenommene Öffnung 90 einrastet. Das Rastelement 86 ist an einem
Rastclips 92 angeformt, der in der Zeichnung von oben auf den Kragen 88 aufgeschoben
werden kann, so dass sich das Rastelement 86 auslenkt und bei weiterem Eindrücken
in die Öffnung 90 verrastet. Gleichzeitig wird ein Fortsatz 94 auf einen umlaufenden
Kragen 96 gedrückt, der an der Muffe 62 angeformt ist. Dazu weist der Kragen 96 Ausnehmungen
98 auf, in die Wände 100 des Fortsatzes 94 eingreifen und ein weiteres Verdrehen der
Muffe 62 gegenüber dem Grundkörper 64 verhindern. Auf diese Weise ist gewährleistet,
dass es beim Aufdrücken des Rastclips 92 nicht zu Spannungen zwischen der Muffe 62
und dem Grundkörper 64 kommt, die gegebenenfalls die Größe der Öffnung 24 beeinflussen
könnten.
[0037] Der Rastclips 92 ist so ausgestaltet, dass das Rastelement 86 nur dadurch aus der
Öffnung 90 bewegt werden kann, dass eine am Rastclips 92 angebrachte dünne Wand 102
durchstoßen wird. Dadurch ist eine Manipulation, so sie stattfindet, nachträglich
erkennbar.
[0038] Ein drittes, ein Klappelement 104 aufweisendes Ausführungsbeispiel ist in Figur 7
dargestellt. Das Klappelement 104 weist einen in Seitenansicht L-förmigen und im Querschnitt
U-förmigen Bügel 106 auf, der an einem am Grundelement angeformten ersten Block 108
angelenkt ist. Dadurch kann der Bügel 106 in Richtung auf einen an der Muffe 62 angeformten
umlaufenden Kragen 110 verschenkt bzw. geklappt werden.
[0039] Wie in Figur 8 schematisch dargestellt ist, weist der umlaufende Kragen 110 eine
Vielzahl von Nuten 112 auf, in die die Wände des U förmigen Bügels 106 eingreifen
können. Ein Verdrehen der Muffe 62 gegenüber dem Grundkörper 64 ist dadurch verhindert
und die Größe der eingestellten Öffnung 24 arretiert.
[0040] Um die eingestellte Öffnungsgröße zu halten und das Abklappen des Bügels 106 zu verhindern,
ist am Grundkörper 64 ein zweiter Block 112 angeformt, der eine Durchgangsöffnung
114 aufweist, die mit einer Durchgangsöffnung 116 am Bügel 106 in arretierter Position
fluchtet. Durch diese Öffnungsstruktur kann beispielsweise der Draht einer Plombe
eingefädelt und gesichert werden. Das Klappelement 104 ist damit gegenüber Manipulation
gesichert.
[0041] Auch wenn hier nur Arretiereinrichtungen 72 vorgestellt sind, die ein Verdrehen verhindern,
ist es möglich, durch geringen konstruktiven Umbau auch ein Verschieben der Muffe
62 gegenüber dem Grundkörper 64 zu verhindern und die Öffnung 24 damit zu arretieren.
1. Heizgerät (10) mit einem von einem Gebläse (12) unterstützten Brenner (14), einer
Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung (16), die über eine Leitung (26, 30) strömender Luft
(20) im Bereich einer Engstelle (18) insbesondere gasförmigen Brennstoff (22) über
mindestens eine Öffnung (24) zuführt, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (24) einstellbar ist.
2. Heizgerät (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Arretiereinrichtung (72) zum Arretieren der einstellbaren Öffnung (24) vorgesehen
ist.
3. Heizgerät (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiereinrichtung (72) verschließbar, insbesondere plombierbar ist.
4. Heizgerät (10) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiereinrichtung (72) eine Feststellschraube (74) aufweist.
5. Heizgerät (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststellschraube (74) eine Schutzkappe (82) trägt.
6. Heizgerät (10) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiereinrichtung (72) ein Rastelement (86) aufweist.
7. Heizgerät (10) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiereinrichtung (72) ein Klappelement (104) aufweist.
8. Heizgerät (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Klappelement (104) eine mit einem feststehenden Element fluchtende Durchgangsöffnung
(116) aufweist.
9. Heizgerät (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (24) ein ringförmiger Spalt ist.
10. Heizgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (24) zwischen einem Grundkörper (64) und einer Muffe (62) gebildet ist.
11. Heizgerät (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Muffe (62) relativ zum Grundköper (64) bewegbar ist.
12. Heizgerät (10) nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (64) und die Muffe (62) über ein Gewinde (68) miteinander verbunden
sind.
13. Heizgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (24) die wesentliche Drosselung des Brennstoffes zwischen der Leitung
(26, 30) und der Zumischung zur Luft (20) darstellt und dass in der Leitung (26, 30)
ein Brennstoffregelventil (28) vorgesehen ist, das den Brennstoff (22) auf einem vorbestimmbaren
Druck bereitstellt.
14. Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung (16) mit einem Lufteinlass (52), einer Engstelle
(18), einer Öffnung (24) im Bereich der Engstelle zum Zuführen von Brennstoff (22),
insbesondere zur Verwendung in einem Heizgerät (10) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (24) einstellbar ausgebildet ist.
15. Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung (16) mit einer Öffnung (24), die nach einem der Ansprüche
2 bis 8 arretierbar ist.