Anwendungsgebiet und Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Topferkennung an einer Gaskochstelle eines
Gaskochfelds, welche einen Gasbrenner aufweist. Ebenso betrifft die Erfindung ein
Gaskochfeld bzw. eine Vorrichtung zur Topferkennung bzw. zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Es ist aus dem Stand der Technik bekannt, bei Kochfeldern mit Strahlungsheizkörpern
beispielsweise entsprechend der
EP 788293 A2 einen aufgestellten Topf über ein Magnetfeld einer Spule unter dem Topf zu erkennen.
Abhängig davon kann der Betrieb eines Strahlungsheizkörpers gesteuert werden, insbesondere
zum Abschalten.
Aufgabe und Lösung
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Verfahren sowie
ein eingangs genanntes Gaskochfeld zu schaffen, mit denen Probleme des Stands der
Technik beseitigt werden können und es insbesondere möglich ist, eine Topferkennung
an einem Gaskochfeld einfach und zuverlässig sowie praxistauglich umzusetzen.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie
durch ein Gaskochfeld mit den Merkmalen des Anspruchs 14. Vorteilhafte sowie bevorzugte
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche und werden im
Folgenden näher erläutert. Dabei werden manche der Merkmale nur für das Verfahren
oder nur für das Gaskochfeld erläutert. Sie sollen jedoch unabhängig davon sowohl
für das Verfahren als auch für das Gaskochfeld selbstständig gelten können. Der Wortlaut
der Ansprüche wird durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
[0005] Es ist vorgesehen, dass an der Gaskochstelle mindestens ein Thermoelement angebracht
ist, wobei dies auch ein allgemeiner Temperatursensor sein kann. Selbstverständlich
müssen diese jeweils den dort herrschenden Temperaturen standhalten können. Vorteilhaft
ist pro Gaskochstelle bzw. pro Gasbrenner genau ein Thermoelement vorgesehen. Bei
sogenannten Zweikreisbrennern reicht ein Thermoelement am inneren Gasbrenner aufgrund
des hier zugrundeliegenden Funktionsprinzips, wie aus der folgenden Beschreibung noch
deutlich wird. Im Betrieb des Gasbrenners erfolgt eine Erfassung der Temperatur an
dem Thermoelement bzw. an seinem Anbringungsort. Abhängig von der erfassten Temperatur
wird erkannt, ob ein Topf auf die Gaskochstelle aufgesetzt ist oder nicht. Dabei wird
der Umstand ausgenutzt, dass bei aufgesetztem Topf eine höhere Temperatur am Thermoelement
bzw. seinem Anbringungsort herrscht aufgrund der sich unter dem Topf bildenden Stauwärme.
Da diese erst bei arbeitendem Gasbrenner entsteht, kann eine sinnvolle Auswertung
eines Thermoelements bzw. Temperatursensors auch nur bei arbeitendem Gasbrenner erfolgen.
Wird der Topf abgenommen bzw. ist kein Topf vorhanden, kann sich auch keine solche
Stauwärme bilden und die Temperatur am Thermoelement bzw. seinem Anbringungsort wird
niedriger. Deswegen wird das Thermoelement bzw. der Temperatursensor vorteilhaft so
angeordnet, dass er nicht direkt von den Flammen des Gasbrenners beaufschlagt wird.
Dies kann somit entweder innerhalb eines umlaufenden Rings von Gasflammen sein, beispielsweise
an einem Brennerdeckel des Gasbrenners, oder mit etwas Abstand dazu außerhalb. Es
kann auch eine Abschirmung für das Thermoelement nach Art eines Blechs odgl. vorgesehen
sein.
[0006] Erfindungsgemäß erfolgt eine Auswertung der von dem Thermoelement oder Temperatursensor
erfassten Temperatur bzw. des Thermoelements selbst mittels einer elektronischen Schaltung,
die auf einer separaten bzw. eigenen Topferkennungs-Platine angeordnet ist. Diese
Topferkennungs-Platine sollte von einer sonstigen Platine oder Steuerungs-Baugruppe
des Gaskochfelds unabhängig und konstruktiv getrennt vorliegen. Das Thermoelement
als Sensor bzw. Sensorik wird an diese Topferkennungs-Platine angeschlossen.
[0007] Durch die separate Ausbildung der Topferkennungs-Platine und somit der Topferkennungs-Vorrichtung
von einer sonstigen Steuerungs-Baugruppe des Gaskochfelds ist es möglich, dass die
Topferkennung nicht in sicherheitsrelevante Funktionen des Gaskochfelds derart eingreift,
dass diese einer erneuten Prüfung durch Zulassungsbehörden bedürfen. Keine dieser
Sicherheitsfunktionen wird also außer Kraft gesetzt oder umgangen und somit ausgeschaltet.
Die Sicherheit wird im Gegenteil sogar noch erhöht, weil eher noch früher als ohnehin
eine Abschaltung des Gasbrenners oder sogar des gesamten Gaskochfelds erfolgen kann.
Dadurch ist sowohl das grundsätzliche Vorsehen einer solchen Topferkennung an einem
Gaskochfeld leichter möglich als auch ein Nachrüsten für bestehende Baureihen oder
sogar für einzelne Gaskochfelder.
[0008] Für das Gaskochfeld kann vorgesehen sein, dass zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens viele bzw. sämtliche Funktionseinheiten des Gaskochfelds, insbesondere
dessen eigene Steuerung bzw. Steuerungsbaugruppe, Anzeige, Gasbrenner bzw. Gasventile
und Feuerungsautomaten, über ein genanntes Bussystem miteinander kommunizieren. Über
dieses Bussystem kann eben auch die erfindungsgemäße Topferkennung kommunizieren bzw.
die Topferkennungs-Platine angeschlossen sein, insbesondere um beispielsweise über
eine ohnehin am Gaskochfeld vorgesehene Anzeige bestimmte Betriebszustände darzustellen
oder aber beispielsweise ein Absperren des gesamten Gasflusses zum Gaskochfeld zu
verursachen sowie auch das Abschalten einzelner Gasbrenner. So kann nämlich zur Einhaltung
der Sicherheitsvorschriften vorgesehen sein, dass die Topferkennung an sich nicht
direkt auf ein Gasventil oder ein allgemeines Absperrventil einwirkt, sondern erst
über die allgemeine Steuerung bzw. Steuerungsbaugruppe des Gaskochfelds. Selbstverständlich
kann auch ein solches direktes Einwirken auf die genannten Ventile durch die Schaltung
der Topferkennungs-Platine erfolgen. Ionisationselektroden und/oder Zündeinheiten
können wiederum normal angeschlossen sein.
[0009] Die Topferkennungs-Platine der Topferkennung kann so ausgebildet sein, dass mindestens
ein Thermoelement angeschlossen werden kann und bis zu sechs oder sogar acht Thermoelemente
angeschlossen werden können. Dazu weist sie eine entsprechende Anzahl von Anschlüssen
auf.
[0010] Vorteilhaft ist eben, wie zuvor angesprochen, die Topferkennungs-Platine zur Topferkennung
samt den genannten Thermoelementen bzw. Temperatursensoren und einer Anbringungsvorrichtung
für diese an der Gaskochstelle als Nachrüsteinheit ausgebildet. Diese kann an bestehende
Gaskochfelder montiert werden, und zwar sowohl an bestimmte Baureihen bei deren Fertigung
als auch an bereits fertig montierte Gaskochfelder, beispielsweise im Einzelfall und
schon im fertig eingebauten Zustand in einer Küche. Dafür kann diese Nachrüsteinheit
auch entsprechende Steckanschlüsse aufweisen, die für bestimmte Gaskochfelder ausgelegt
sind.
[0011] Bei der Erfassung der vorgenannten Stauwärme beim Betrieb eines Gasbrenners unterhalb
eines auf die Gaskochstelle aufgesetzten Topfes kann eine Grenz-Temperatur definiert
werden, und wenn die von dem Thermoelement erfasste Temperatur über der Grenz-Temperatur
liegt, ist die genannte Stauwärme vorhanden und auch ein Topf aufgesetzt. Liegt die
Temperatur unter der Grenz-Temperatur, so fehlt die Stauwärme und es wird der Fall
eines nicht-aufgesetzten bzw. abgenommenen Topfes erkannt und insbesondere der Gasbrenner
ausgeschaltet. Auf die verschiedenen Reaktionsmöglichkeiten wird nachfolgend noch
genauer eingegangen. Ein Wert für diese Grenz-Temperatur kann bei einigen 100°C liegen,
beispielsweise zwischen 50°C und 100°C bis 200°C oder sogar bis 300°C. Bei günstig
gewähltem Anbringungsort des Thermoelements bzw. Temperatursensors ist der Temperaturunterschied
mit und ohne Topf sehr deutlich, insbesondere deswegen, weil bei nicht-aufgesetztem
bzw. abgenommenem Topf auch bei Betrieb des Gasbrenners keine Stauwärme vorhanden
ist bzw. eine Temperatur am Anbringungsort des Thermoelements bei beispielsweise unter
50°C bzw. unter 100°C liegen kann.
[0012] In Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass eine über das Bussystem
oder den sonstigen Anschluss mit der Topferkennungs-Platine verbundene Steuerung bzw.
Steuerungs-Baugruppe des Gaskochfelds nach dem Erkennen eines Abnehmens eines Topfes
den Gasbrenner der Gaskochstelle ausschaltet und die Wegnahme des Topfes anzeigt,
was optisch und/oder vorteilhaft akustisch erfolgen kann, insbesondere an einer ohnehin
am Gaskochfeld vorgesehenen entsprechenden Anzeige. Dabei kann vorgesehen sein, dass
dieses Ausschalten nach einer definierten kurzen Wartezeit von wenigen Sekunden erfolgt,
beispielsweise zwei Sekunden bis fünf Sekunden oder sogar zehn Sekunden. So ist es
möglich, dass ein kurzes Wegnehmen eines Topfes, beispielsweise um etwas einzufüllen
oder herauszunehmen, nicht gleich zum Ausschalten des Gasbrenners führt, was für eine
Bedienperson störend wäre. Des Weiteren kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die
Abnahme bzw. Wegnahme des Topfes sehr zügig bzw. sofort angezeigt wird, sobald sie
erkannt worden ist. Das Ausschalten des Gasbrenners kann mit der vorgenannten Zeitverzögerung
von einigen Sekunden erfolgen. Es ist aber auch möglich, beides gleichzeitig nach
einigen Sekunden durchzuführen.
[0013] Wird ein abgenommener Topf vor Ablauf der genannten Wartezeit von wenigen bzw. einigen
Sekunden wieder auf die Gaskochstelle aufgesetzt, so kann die Gaskochstelle bzw. ihr
Gasbrenner mit der zuvor eingestellten Leistung bzw. den zuvor eingestellten Betriebsparametern
weiterbetrieben werden. Dies ermöglicht einen praxistauglichen Betrieb. Wenn allerdings
die Wartezeit verstreicht ohne Wiederaufstellen eines Topfes auf die Gaskochstelle,
so kann sie bzw. ihr Gasbrenner ausgeschaltet werden oder zumindest in seiner Leistung
derart deutlich reduziert werden, dass gerade noch ein Brennen erfolgt. Bei erneutem
Aufsetzen des Topfes innerhalb einer definierten zweiten Wartezeit, die länger ist
als die vorgenannte erste Wartezeit und bis zu 30 Sekunden oder sogar bis zu einer
Minute dauern kann, können dann nach Erkennen des aufgesetzten Topfes wieder die zuvor
eingestellte Leistung bzw. die zuvor eingestellten Betriebsparameter wieder aufgenommen
werden. Dies ermöglicht einen Verzicht auf ein erneutes Zünden des Gasbrenners. Eine
Auswahl zwischen diesen beiden Möglichkeiten kann auch grundsätzlich in einem Einstellmenü
von einer Bedienperson vorgenommen werden zur Anpassung an individuelle Kochweisen.
[0014] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann ein Zusatz-Bedienelement vorgesehen
sein, welches zumindest mit der Steuerung bzw. Steuerungs-Baugruppe des Gaskochfelds
verbunden ist, insbesondere auch mit der Topferkennungs-Platine, welches folgende
Funktion hat. Nach dem Wiederaufstellen des Topfes auf die Gaskochstelle und dessen
Erkennung können die zuvor eingestellte Leistung bzw. die vorherigen Betriebsparameter
durch eine Bedienperson leicht wiederhergestellt werden, indem das Zusatz-Bedienelement
betätigt wird. Dies gilt vor allem für den Fall, dass nach einem Wegnehmen des Topfes
der Gasbrenner ausgeschaltet worden ist oder gemäß der zuvor beschriebenen Möglichkeit
deutlich in seiner Leistung reduziert worden ist und zumindest die erste Wartezeit
überschritten wurde. Ein solches Zusatz-Bedienelement kann ein mechanisch betätigbarer
Taster oder Schalter sein, vorteilhaft ist es ein aus dem Stand der Technik bekannter
Berührschalter.
[0015] Das Gaskochfeld kann zur Einstellung einer Leistung der Gaskochstelle bzw. des Gasbrenners
Bedienelemente aufweisen, die als mechanisch betätigbare Knebel ausgebildet sind,
insbesondere drehbare Drehknebel mit einer Null-Stellung und davon abweichenden Leistungs-Stellungen,
insbesondere LIN- oder Graycode-Drehschalter. Das Gaskochfeld ist elektronisch gesteuert
bzw. weist eine elektronische Steuerung auf. Diese Drehknebel können, anders als beispielsweise
elektronisch angesteuerte Bedienelemente in Form der genannten Berührschalter, nicht
einfach auf Null zurückgesetzt werden. Hier ist vorgesehen, dass nach einem Wiederaufsetzen
eines von der Gaskochstelle abgenommenen Topfes und Erkennen dieses Wiederaufsetzens
der Knebel zur Wiederinbetriebnahme der Gaskochstelle zuerst auf die Null-Stellung
bewegt wird durch eine Bedienperson und danach in eine gewünschte Leistungs-Stellung
bewegt wird. Somit wird quasi der Betrieb des Gasbrenners neu aufgenommen. Besonders
vorteilhaft ist dabei die Gaskochstelle gesperrt, solange der Knebel nicht auf die
Null-Stellung bewegt ist, so dass zwischenzeitlich angefahrene Leistungs-Stellungen
nicht als entsprechender Betrieb des Gasbrenners umgesetzt werden. Diese Sperrung
der Gaskochstelle kann optisch und/oder akustisch angezeigt werden, vorteilhaft auf
dieselbe Art und Weise wie ein Wegnehmen des Topfes. Des Weiteren kann auch das Erreichen
der Null-Stellung als Zeichen für einen möglichen erneuten Betrieb des Gasbrenners
optisch und/oder akustisch angezeigt werden. Dies gilt natürlich auch für ein dann
erreichtes korrektes Einstellen einer Leistungs-Stellung mit dem Knebel zum anschließenden
entsprechenden Betrieb des Gasbrenners.
[0016] Ein vorgenanntes Zusatz-Bedienelement kann an dem genannten Knebel vorgesehen sein
oder auch ansonsten am Gaskochfeld. Dies gilt insbesondere dann, wenn zwar mechanisch
betätigbare bzw. drehbare Knebel vorgesehen sind, diese aber elektronisch ausgewertet
werden, also vorzugsweise die genannten LIN- oder Graycode-Drehschalter. Für eine
Wiederinbetriebnahme der Gaskochstelle kann eine zuvor eingestellte Leistungs-Stellung
mittels Betätigung des Zusatz-Bedienelements hergestellt werden oder eine neue Leistungsstufe
gewählt und mittels Betätigung des Zusatz-Bedienelements umgesetzt werden. Ohne eine
Betätigung dieses Zusatz-Bedienelements erfolgt dann keine erneute Zündung des Gasbrenners.
Dies kann jeweils optisch und/oder akustisch angezeigt werden.
[0017] Für die vorbeschriebenen Knebel gilt, dass für den Fall, dass sie elektronisch ausgewertet
werden, die Null-Stellung und Leistungs-Stellungen nicht zwingend von der Stellung
des Knebels an sich abhängen, sondern von einer anfänglichen Drehposition und, davon
ausgehend, von einer Veränderung dieser Drehposition. Entsprechend kann dies aber
auch für die Erfindung angewendet werden.
[0018] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass nach Inbetriebnahme
einer Gaskochstelle mit Gasbrenner ohne aufgesetzten Topf dieser wieder ausgeschaltet
wird, wenn innerhalb einer definierten Anfangszeit kein Topf aufgestellt wird. Diese
Anfangszeit kann zwischen einer Sekunde und zehn Sekunden liegen. In Erweiterung ist
es möglich, dass dann sogar das gesamte Gaskochfeld abgeschaltet wird, wenn auf keiner
seiner Gaskochstellen mit einem betriebenen Gasbrenner ein Topf aufgestellt ist. Dann
ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Einschalten der Gaskochstelle versehentlich
oder letztlich nicht gewünscht war.
[0019] Ein erfindungsgemäßes Gaskochfeld weist also neben einem Gasbrenner, der eine Gaskochstelle
bildet, und einem bekannten zum Aufsetzen des Topfes dienenden Topfträger eine Steuerung
und einen Feuerungsautomaten oder eingangs genannte Sicherheitseinrichtungen auf.
Das Thermoelement bzw. der Temperatursensor ist vorteilhaft an einem Topfträger der
Gaskochstelle vorgesehen, alternativ an einem Brennerdeckel des Gasbrenners.
[0020] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränkt die unter
diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0021] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt
und werden im Folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gaskochfelds,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung auf eine Einrichtung zur Topferkennung,
- Fig. 3 bis 5
- verschiedene Verfahrensabläufe zur Topferkennung an dem Gaskochfeld.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0022] In der Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Gaskochfeld 11 im Schnitt dargestellt mit
einer Kochfeldfläche 12 und einer Gaskochstelle 14, die im Wesentlichen von einem
Gasbrenner 16 und einem Topfträger 19 gebildet wird. Der Gasbrenner 16 weist einen
üblichen Brennerkörper 17 und einen Brennerdeckel 18 auf. Der Topfträger 19 weist
mehrere Arme auf. Beides ist aus dem Stand der Technik bekannt.
[0023] Eine Gasversorgung des Gasbrenners 16 erfolgt über eine Gaszuleitung 21 und mittels
eines Gasventils 23, das an eine Hauptzuleitung 22 angeschlossen ist, mit der mehrere
Gasventile des Gaskochfelds 11 versorgt werden können. Zur Ansteuerung des Gasventils
23 dient ein Feuerungsautomat 25, der mit einer Ionisationselektrode 26 oder einem
Thermoelement zur Flammerkennung und einer externen Zündeinheit zur Entzündung der
Flamme ausgestattet ist. Alternativ kann auch eine gemeinsame Elektrode zur Zündung
und Flammerkennung vorhanden sein.
[0024] Der Feuerungsautomat 25 ist mit einer Kochfeldsteuerung 28 verbunden, welche die
hauptsächliche Steuerung für das Gaskochfeld 11 darstellt und einer vorgenannten Steuerungsbaugruppe
entspricht.
[0025] Bedienbefehle einer Bedienperson an die Kochfeldsteuerung 28 bzw. an das Gaskochfeld
11 können über einen Drehknebel 30 und ein Zusatz-Bedienelement 32 eingegeben werden,
welche beide mit der Kochfeldsteuerung 28 bzw. der entsprechenden Steuerungs-Baugruppe
verbunden sind. Ein Zusatz-Bedienelement könnte auch in den Drehknebel integriert
sein. Bis hierhin entsprechen Aufbau und Funktion des Gaskochfelds 11 dem Stand der
Technik.
[0026] Gemäß der Erfindung ist nun im Bereich der Gaskochstelle 14 bzw. des Gasbrenners
16 ein Thermoelement 34 als Sensor angeordnet, hier am linken Topfträger 19, und zwar
an dessen Außenseite. Der Anbringungsort des Thermoelements 34 sollte so gewählt werden,
dass auf alle Fälle eine Überdeckung durch einen aufgesetzten Topf 20 vorliegt zur
Erzeugung der vorgenannten Stauwärme darunter. Des Weiteren sollte das Thermoelement
34 nicht von Flammen des Gasbrenners 16 direkt beaufschlagt werden, da ansonsten der
Effekt der Erwärmung durch Stauwärme vernachlässigbar ist und ein Abnehmen des Topfes
20 nicht erkannt werden kann. Durch die hier dargestellte Anordnung auf der nach außen
gewandten Seite des Topfträgers 19 erfolgt durch diesen eine Abschirmung vor den Gasflammen,
und hier ist immer noch eine ausreichende Stauwärme vorhanden. Ein alternativer Anbringungsort
wäre mittig auf dem Brennerdeckel 18, wo allerdings eine Signalverbindung bzw. eine
elektrische Verbindung sehr viel schwieriger zu realisieren ist. Des Weiteren ist
es allgemein von Vorteil, das Thermoelement 34 mittels thermischer Dämmung an dem
Topfträger 19 zu befestigen bzw. zu verhindern, dass ein durch langen Gebrauch stark
erhitzter Topfträger 19 die vom Thermoelement 34 erfasste Temperatur derart anhebt,
dass der Effekt wie bei dem vorgenannten Vorhandensein von Stauwärme unter einem aufgesetzten
Topf 20 vorliegt.
[0027] Ein elektrischer Anschluss an das Thermoelement 34 ist hier mittels einer elektrischen
Verbindung 35 realisiert, welche an oder in dem linken Topfträger 19 verläuft. Selbstverständlich
muss diese in beiden Fällen temperaturbeständig sein. Das Thermoelement 34 ist damit
mit einer TE-Steuerung 37 als eigenständige Baueinheit verbunden, welche in Fig. 2
in Vergrößerung dargestellt ist. Die TE-Steuerung 37 wiederum ist über einen Busanschluss
38 an ein Bussystem 29 der Kochfeldsteuerung 28 angeschlossen.
[0028] Der genaue Aufbau der TE-Steuerung 37 ist aus Fig. 2 zu ersehen. Die TE-Steuerung
37 weist einen Bauträger bzw. eine eigenständige Topferkennungs-Platine 39 auf. An
dieser sind auch sechs TE-Anschlüsse 40 vorgesehen, welche im vorliegenden Fall mit
vier Thermoelementen 34 samt ihrer Verbindung 35 belegt sind. Des Weiteren sind auf
der Topferkennungs-Platine 39 hier nicht dargestellte Schaltungsbauteile vorgesehen,
insbesondere eine vorgenannte elektrische Schaltung bzw. ein Microcontroller odgl..
[0029] Beim Gaskochfeld 11 erfolgt die Topferkennung auf vorbeschriebene Art und Weise,
so dass jeweils bei Betrieb des Gasbrenners 16 der Gaskochstelle 14 mittels des Thermoelements
34 Stauwärme mit einer Temperatur oberhalb der vorgenannten Grenz-Temperatur vorliegt,
die hier bei 100°C liegen kann.
[0030] In der Fig. 3 ist der Ablauf einer Topferkennung bei Betrieb des Gasbrenners 16 dargestellt
mit einem Bedienelement, welches in Abweichung von der Fig. 1 nur aus einem Berührschalter
besteht. Zuerst ist ein Topf vorhanden, der dann entfernt wird. Diese Topfwegnahme
erkennt das Thermoelement 34 und somit auch die TE-Steuerung 37 und gibt es über das
Bussystem 29 an die Kochfeldsteuerung 28 weiter. Des Weiteren schaltet die TE-Steuerung
37 über den Anschluss des Bussystems 29 das Gasventil 23 ab bzw. schließt es, unter
Umständen nach einer eingangs genannten Verzögerungszeit. Dabei erfolgt sowohl direkt
für die Topfwegnahme als auch für das Ausschalten des Gasbrenners 16 eine optische
und/oder akustische Rückmeldung an eine Bedienperson über einen Signalgeber 33, der
vorteilhaft ein akustischer Signalgeber ist. Dann wird, wenn nicht bald der Topf wieder
aufgesetzt wird, die Gaskochstelle 14 in der Kochfeldsteuerung 28 in ihrer Leistung
reduziert bzw. auf Null gesetzt. Soll dann der Gasbrenner 16 wieder in Betrieb genommen
werden, so kann dies durch Auswahl einer Leistung mittels des Bedienelements erfolgen.
[0031] In Fig. 4 ist in ähnlicher Art und Weise beschrieben, wie der Betrieb bei Vorhandensein
des Drehknebels 30 gemäß Fig. 1 und ohne ein Zusatz-Bedienelement abläuft. Auch hier
wird wiederum in den ersten drei Schritten die Wegnahme des Topfes 20 erkannt und
der Gasbrenner 16 ausgeschaltet durch Schließen des Gasventils 23, ausgelöst von der
TE-Steuerung 37. Die über den Drehknebel 30 an der Kochfeldsteuerung 28 eingestellte
Leistung bleibt erhalten, wobei gleichzeitig eben noch die Gaskochstelle 14 gesperrt
bzw. abgeschaltet ist. Der Signalgeber 33 kann in diesem Fall ein optischer Signalgeber
sein und diesen Zustand durch Leuchten oder Blinken anzeigen, alternativ ist auf einem
Display des Gaskochfelds 11 eine entsprechende Anzeige möglich. Wird dann der Drehknebel
30 wieder auf eine vorbestimmte Null-Stellung gedreht und ausgehend davon eine neue
Leistungs-Stellung eingestellt, so wird der Gasbrenner 16 wieder mit dieser neuen
Leistung betrieben. Dazu sollte allerdings wieder ein Topf 20 aufgesetzt sein. Ist
dies nicht der Fall, so kann der Gasbrenner 16 zwar unter Umständen starten, aber
nach einigen Sekunden eben wieder ausgeschaltet werden, da ja über das Thermoelement
34 und die TE-Steuerung 37 erkannt wird, dass kein Topf aufgesetzt ist.
[0032] Bei dem Verfahren gemäß Fig. 5 wiederum ist in Erweiterung des Verfahrens aus Fig.
4 mit Drehknebel 30 am Gaskochfeld 11 das Zusatz-Bedienelement 32 in Form eines Berührschalters
vorgesehen. Hier entsprechen die Schritte 1 bis 6 denjenigen der Fig. 4. Soll nun
der Gasbrenner 16 wieder in Betrieb genommen werden, so erfolgt dies ganz einfach
durch die Vorwahl einer Leistungs-Stellung mit dem Drehknebel 30 oder eventuell Übernahme
der derzeitigen Leistungs-Stellung. Das Betätigen des Zusatz-Bedienelements 32 setzt
dann über die TE-Steuerung 37, die zuvor das Absperren des Gasventils 23 veranlasst
hat, diesen Befehl um und öffnet das Gasventil 23 wieder mit der entsprechenden Leistungs-Stellung.
Diese wiederum ist ja von dem Drehknebel 30 vorgegeben.
1. Verfahren zur Topferkennung an einer Gaskochstelle mit Gasbrenner eines Gaskochfeldes,
wobei über ein an der Gaskochstelle angebrachtes Thermoelement bei Betrieb des Gasbrenners
die Temperatur am Anbringungsort des Thermoelements erfasst wird und abhängig von
der erfassten Temperatur erkannt wird, ob ein Topf auf die Gaskochstelle aufgesetzt
ist oder nicht, wobei bei aufgesetztem Topf eine höhere Temperatur am Anbringungsort
des Thermoelements herrscht und bei abgenommenem Topf eine niedrigere Temperatur,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Auswertung der von dem Thermoelement erfassten Temperatur mittels einer elektronischen
Schaltung auf einer separaten Topferkennungs-Platine erfolgt, wobei das Thermoelement
an diese Topferkennungs-Platine angeschlossen ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Gaskochfeld zur Durchführung des Verfahrens viele bzw. sämtliche Funktionseinheiten,
insbesondere Steuerung, Anzeige, Gasbrenner bzw. Gasventile und Feuerungsautomaten,
über ein Bussystem miteinander kommunizieren.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Topferkennungs-Platine zur Topferkennung zum Anschließen von einem Thermoelement
bis maximal acht Thermoelementen ausgebildet ist bzw. dazu bis zu acht Anschlüsse
aufweist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Topferkennungs-Platine zur Topferkennung samt Thermoelementen als Nachrüsteinheit
für vorhandene Gaskochfelder ausgebildet ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit einem Thermoelement bei Betrieb des Gasbrenners eine Stauwärme unterhalb eines
auf die Gaskochstelle aufgesetzten Topfes erkannt bzw. ausgewertet wird, wobei bei
aufgesetztem Topf die Stauwärme eine Temperatur an dem Thermoelement über einer Grenz-Temperatur
bewirkt und bei abgenommenem Topf die Stauwärme fehlt und die Temperatur an dem Thermoelement
unter der Grenz-Temperatur liegt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktion der Topferkennung funktional, elektronisch und konstruktiv getrennt
von einer verwendeten Sensorik für die Flammenerkennung, Flammenzündung oder sonstigen
Sicherheitseinrichtungen des Gaskochfeldes ausgebildet ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine über das Bussystem mit der Topferkennungs-Platine verbundene Steuerung des Gaskochfeldes
nach dem Erkennen eines Abnehmens eines aufgesetzten Topfes, insbesondere nach einer
kurzen Wartezeit von wenigen Sekunden, den Gasbrenner der Gaskochstelle ausschaltet
und die Wegnahme des Topfes an einer Anzeige anzeigt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Aufsetzen des Topfes auf die Gaskochstelle vor Ablauf der Wartezeit die
Gaskochstelle bzw. der Gasbrenner mit der zuvor eingestellten Leistung bzw. den zuvor
eingestellten Betriebsparametern weiterbetrieben wird, wobei insbesondere nach Ablauf
der Wartezeit ohne Wiederaufstellen eines Topfes auf die Gaskochstelle innerhalb der
Wartezeit die Gaskochstelle endgültig ausgeschaltet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Zusatz-Bedienelement, das mit einer Steuerung des Gaskochfeldes verbunden
ist, nach dem Aufstellen des Topfes auf die Gaskochstelle und Erkennung desselben
die zuvor eingestellte Leistung bzw. die vorherigen Betriebsparameter durch eine Bedienperson
wiederherstellbar sind durch Betätigen des Zusatz-Bedienelements.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gaskochfeld zur Einstellung einer Leistung der Gaskochstelle bzw. des Gasbrenners
Bedienelemente in Form von mechanisch betätigbaren Knebeln aufweist mit einer Null-Stellung
und davon abweichenden Leistungs-Stellungen.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass nach einem Wiederaufsetzen eines von der Gaskochstelle abgenommenen Topfes und Erkennen
dieses Wiederaufsetzens für eine Wiederinbetriebnahme der Gaskochstelle der Knebel
zuerst auf die Null-Stellung bewegt wird und anschließend auf eine gewünschte Leistungs-Stellung
bewegt wird, wobei vorzugsweise die Gaskochstelle gesperrt ist und dies optisch und/oder
akustisch als Wegnahme des Topfes angezeigt wird, solange der Knebel nicht auf die
Null-Stellung bewegt ist.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Knebel ein weiteres Zusatz-Bedienelement vorgesehen ist oder ein weiteres
Zusatz-Bedienelement am Gaskochfeld vorgesehen ist, wobei für eine Wiederinbetriebnahme
der Gaskochstelle eine zuvor eingestellte Leistungsstellung mittels Betätigung des
Zusatz-Bedienelements herstellbar ist oder eine neue Leistungsstufe wählbar ist und
mittels Betätigung des Zusatz-Bedienelements umgesetzt wird, wobei insbesondere ohne
Betätigung des Zusatz-Bedienelements keine erneute Zündung des Gasbrenners erfolgt.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach Inbetriebnahme der Gaskochstelle mit Gasbrenner diese wieder ausgeschaltet wird,
wenn innerhalb einer Anfangszeit kein Topf auf die Gaskochstelle aufgestellt wird,
wobei vorzugsweise das gesamte Gaskochfeld abgeschaltet wird, wenn auf keiner seiner
Gaskochstellen ein Topf aufgestellt ist.
14. Gaskochfeld zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens eine Gaskochstelle mit einem Gasbrenner, eine Steuerung und einen Feuerungsautomat
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Topferkennung mittels eines an der Gaskochstelle angebrachten Thermoelements
vorgesehen ist.
15. Gaskochfeld nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Gaskochfeld einen Topfträger an der Gaskochstelle aufweist, wobei das Thermoelement
an dem Topfträger angebracht ist.