[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines mindestens eine Querverstärkung
aufweisenden hohlen Kunststoffgegenstands gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Des
Weiteren betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Herstellung eines mindestens
eine Querverstärkung aufweisenden hohlen Kunststoffgegenstands gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 11.
[0002] Aus
EP 0 211 535 A1 und
US 5,820,804 ist beispielsweise bekannt, dass zur Herstellung hohler Kunststoffgegenstände ein
Kern erforderlich ist. Ein solcher Kern wird bislang vor der Form gehalten. Wenn das
Kunststoffprofil mindestens eine Querverstärkung aus hochzugfesten geflochtenen, gewirkten
oder sonst wie verknüpften Glas- oder Kohlefasern aufweist, ist es aufgrund des vor
der Form gehaltenen Kerns nicht möglich, eine solche Querverstärkung als vorgefertigten,
geschlossenen Schlauch über den Kern zu ziehen. Die Querverstärkung muss dann zwischen
der Form und der Stelle, an der der Kern vor der Form gehalten ist, um den Kern herum
hergestellt werden. Solche Querverstärkungen lassen sich nur in begrenzter Länge um
den Kern herum bilden, was eine kontinuierliche Herstellung längerer hohler Kunststoffgegenstände
mit mindestens einer Querverstärkung nicht zulässt. Außerdem ist die Bildung der Querverstärkung
um den Kern herum aufwendiger als ein nach Art eines Halbzeugs vorgefertigter Verstärkungsschlauch.
[0003] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur einfachen Herstellung eines mindestens eine Querverstärkung aufweisenden
hohlen Kunststoffgegenstands zu schaffen.
[0004] Ein Verfahren zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs
1 auf. Hiernach ist es vorgesehen, die Form und den Kern gemeinsam periodisch relativ
zum herzustellenden Kunststoffgegenstand zu bewegen. Es wird so phasenweise das herzustellende
Kunststoffprofil aus der Form und über den Kern bewegt.
[0005] Bevorzugt ist es vorgesehen, dass die Form mit dem Kern gemeinsam schrittweise vor-
und zurückbewegt werden, und zwar insbesondere abwechselnd in und gegen die Herstellungsrichtung.
Beim Vorbewegen in Herstellungsrichtung wird zusammen mit der Form und dem Kern der
herzustellende Kunststoffgegenstand bzw. das Kunststoffprofil vorbewegt, während beim
Zurückbewegen gegen die Herstellungsrichtung die Form und der Kern relativ zum vorzugsweise
stillstehenden Kunststoffgegenstand bewegt werden, wodurch ein Stück des frisch hergestellten
Kunststoffgegenstands mit einem vornliegenden Ende aus der Form austritt und über
den Kern rutscht.
[0006] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird der Kern mindestens an seinem
in Herstellungsrichtung gesehen hinter der Form liegenden Ende gehalten. Dadurch wird
der Kern auf Zug belastet, wenn relativ zum stillstehenden Kunststoffprofil der Kern
und die Form zur Entfernung eines neuen Abschnitts des herzustellenden Kunststoffgegenstands
gegen die Herstellungsrichtung zurückbewegt werden. Bevorzugt wird zu diesem Zweck
beim Zurückbewegen der Form und des Kerns der Kunststoffgegenstand hinter der Form
festgehalten, weil der Kunststoffgegenstand durch die Form und über den Kern rutschen
muss.
[0007] Darüber hinaus kann es außerdem vorgesehen sein, dass der Kern mindestens an einem
sich in Herstellungsrichtung gesehen hinter der Form befindenden Endbereich gehalten
wird. Dadurch wird sozusagen die Fixierung des Kerns umgekehrt, wodurch vor der Form
kein störender Kernhalter erforderlich ist und dadurch die Querverstärkung als vorgefertigter
Verstärkungsschlauch (Halbzeug) auf das vor der Form liegende Ende des Kerns aufgezogen
werden kann.
[0008] Bevorzugt ist es vorgesehen, den Kern entweder mechanisch zu halten, insbesondere
abzustützen, oder berührungslos zu halten.
[0009] Wird der Kern mechanisch gehalten bzw. abgestützt, geschieht dies an seinem sich
in Herstellungsrichtung gesehen hinter der Form befindenden Endbereich durch mindestens
einen Kernhalter. Ein mechanisches Halten des sich vor der Form befindlichen Anfangsbereich
des Kerns durch beispielsweise einen Kernhalter ist dann nicht mehr erforderlich,
so dass beispielsweise ein als Halbzeug vorgefertigter Verstärkungsschlauch über den
vor der Form freiliegenden Anfangsbereich des Kerns geschoben werden kann.
[0010] Wird der Kern von mindestens einem Kernhalter berührungslos gehalten, was bevorzugt
magnetisch erfolgt, ist eine direkte mechanische Verbindung zwischen dem Kernhalter
und dem Kern nicht erforderlich. Dann kann ein solcher berührungsloser Kernhalter
hinter der Form und/oder vor der Form sich befinden. Bevorzugt ist ein berührungsloser,
insbesondere magnetisch arbeitender, Kernhalter sowohl vor als auch nach der Form
vorgesehen. Weil solche berührungslosen Kernhalter nicht unmittelbar den Kern berühren,
verhindern sie nicht das Aufziehen eines vorgefertigten Verstärkungsschlauchs auf
den vorderen Endbereich des Kerns vor der Form, auch wenn ein berührungsloser Kernhalter
sich vor der Form befindet.
[0011] Nach einer bevorzugten Weiterbildung des Verfahrens ist es vorgesehen, das Kunststoffprofil
hinter der Form phasenweise von mindestens einem Greifer zu halten. Das fertige Kunststoffprofil
kann dadurch über den Kern gezogen werden. Wenn der Kern mechanisch an seinem sich
hinter der Form befindenden Bereich gehalten wird, befindet sich der mindestens eine
Greifer vorzugsweise zwischen dem Kernhalter und der Form. Bei berührungslosen Kernhaltern
kann der mindestens eine Greifer in Fertigungsrichtung gesehen hinter dem auf die
Form folgenden, insbesondere magnetischen Kernhalter angeordnet sein.
[0012] Eine vorteilhafte alternative Ausgestaltung des Verfahrens sieht es vor, dass der
Kunststoffgegenstand hinter der Form von mindestens einem verfahrbaren Greifer durch
die Form und über den Kern gezogen wird. Diese Ausgestaltung des Verfahrens lässt
eine stationäre Anordnung der Form und des Kerns zu. Vor allem brauchen bei dieser
Variante der Erfindung der Kern und die Form nicht periodisch hin- und herbewegt zu
werden.
[0013] Bevorzugt ist es vorgesehen, dass der mindestens eine verfahrbare Greifer den Kunststoffgegenstand
kontinuierlich über den Kern und durch die Form zieht. Das vereinfacht den Verfahrensablauf
und kann sich vorteilhaft auf die Qualität des herzustellenden Kunststoffgegenstands
auswerten.
[0014] Eine Vorrichtung zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die Merkmale des
Anspruchs 11 auf. Bei dieser Vorrichtung sind die Form und der Kern einem gemeinsamen
Schlitten zugeordnet. Der Schlitten ist bevorzugt verfahrbar. Dadurch, dass nicht
nur die Form, sondern auch der Kern dem Schlitten zugeordnet sind, können beide zur
Formgebung des hohlen Kunststoffgegenstands, insbesondere eines rohrförmigen Kunststoffprofils
oder eines Kunststoffrohrs, beteiligten Komponenten, nämlich Form und Kern, zusammen
mit dem Kunststoffgegenstand oder auch relativ zu demselben verfahren werden.
[0015] Bevorzugt ist es vorgesehen, dem Schlitten auch mindestens einen Kernhalter zuzuordnen.
Der auf dem Schlitten befestigte Kernhalter schafft eine Verbindung zum vorzugsweise
verfahrbaren Schlitten, wodurch die Verfahrbewegung des Schlittens vom Kernhalter
auf den von diesem gehaltenen Kern übertragen wird.
[0016] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Vorrichtung ist der Schlitten in und gegen
die Herstellungsrichtung des Kunststoffgegenstands verfahrbar. Dadurch sind die Form
und der Kern, letzterer aufgrund seiner Verbindung mit dem Kernhalter, vom Schlitten
in und gegen die Herstellungsrichtung des Kunststoffgegenstands verfahrbar. Durch
diese Verfahrbarkeit kommt es zur schrittweisen Herstellung des Kunststoffprofils.
[0017] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann es vorsehen,
dass der Kern von mindestens einem hinter der Form angeordneten Kernhalter lösbar
gehalten ist. Durch das Halten des Kerns hinter der Form ist die Möglichkeit geschaffen,
vor der Form einen als Halbzeug dienenden, vorgefertigten Verstärkungsschlauch zur
Bildung der Querverstärkung auf den Kern zu schieben.
[0018] Dadurch, dass gegebenenfalls, nämlich vorzugsweise, der in Fertigungsrichtung gesehen
hinter der Form angeordnete Kernhalter vom Kern lösbar ist, kann der hergestellte
Kunststoffgegenstand abschnittsweise über das hinter der Form liegende Ende des Kerns
geschoben und dabei vom Kern befreit werden.
[0019] Die Kernhalter können auf verschiedene Weise ausgebildet sein. Bevorzugt sind sie
zum mechanischen, klemmenden Halten des Kerns oder zum berührungslosen Halten des
Kerns ausgebildet. Aber auch andere Ausgestaltungen des Kernhalters sind denkbar.
Erfolgt das Halten des Kerns mechanisch, wird dieses nur am hinter der Form liegenden
Endbereich des Kerns vorgenommen. Vom mechanischen Kernhalter wird dann der Endbereich
oder das Ende des Kerns hinter der Form mechanisch ergriffen und dadurch abgestützt.
Der vor der Form liegende Anfangsbereich des Kerns kann dann frei bleiben zum Aufschieben
eines halbzeugartigen Verstärkungsschlauchs für die Querverstärkung. Bei der berührungslosen
Fixierung bzw. Abstützung des Kerns kann das am hinter der Form liegenden Endbereich
des Kerns erfolgen, aber auch alternativ oder zusätzlich vor der Form, weil das berührungslose
Abstützen des Kerns ein Aufschieben des Verstärkungsschlauchs für die Querverstärkung
auf den vor der Form liegenden Anfangsbereich des Kerns zulässt.
[0020] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Vorrichtung im vertikalen Längsschnitt,
- Fig. 2
- die Vorrichtung in einer Darstellung analog zur Fig. 1 bei einem zweiten Verfahrensschritt,
- Fig. 3
- die Vorrichtung in einer Darstellung analog zur Fig. 1 in einem dritten Verfahrensschritt,
- Fig. 4
- die Vorrichtung in einer Darstellung analog zur Fig. 1 in einem vierten Verfahrensschritt,
- Fig. 5
- die Vorrichtung in einer Darstellung analog zur Fig. 1 in einem fünften Verfahrensschritt,
und
- Fig. 6
- eine Vorrichtung nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer Darstellung
analog zur Fig. 1.
[0021] Die gezeigten Vorrichtungen dienen zur Herstellung eines hohlen verstärkten Kunststoffgegenstands
10. Der Kunststoffgegenstand 10, wobei es sich bevorzugt um ein rohrförmiges verstärktes
Kunststoffprofil oder ein verstärktes Kunststoffrohr handelt, ist in den Figuren nur
schematisch dargestellt. Es geht bei der Erfindung im Besonderen um einen Kunststoffgegenstand
10 mit mindestens einer Querverstärkung 11. Im gezeigten Ausführungsbeispiel verfügt
der Kunststoffgegenstand 10 auch noch über Längsverstärkungen 12. Die Erfindung eignet
sich aber auch für Kunststoffgegenstände 10, die nur mindestens eine Querverstärkung
11 aufweisen, aber über keine Längsverstärkung 12 verfügen. Bei der Querverstärkung
11 handelt es sich bevorzugt um einen als Halbzeug vorgefertigten Verstärkungsschlauch.
[0022] Die Vorrichtung zur Herstellung des Kunststoffgegenstands 10 weist eine Form 13 und
einen länglichen Kern 14 auf. Sowohl die Form 13 als auch der Kern 14 können über
beliebige Querschnitte verfügen. Dadurch sind hohle Kunststoffgegenstände 10 mit beliebigen
Profilen herstellbar, indem die Form 13 den äußeren Querschnitt des Kunststoffgegenstands
10 bildet und der Kern 14 den inneren Querschnitt.
[0023] Der längliche Kern 14 verfügt über ein vorderes Ende 15 und ein hinteres Ende 16.
Das vordere Ende 15 befindet sich in Herstellungsrichtung 17 des Kunststoffgegenstands
10 gesehen vor der Form 13, während das hintere Ende 16 des Kerns 14 in Herstellungsrichtung
17 gesehen sich hinter der Form 13 befindet, also mit Abstand vor derjenigen Seite
der Form 13, aus der der hergestellte hohle Kunststoffgegenstand 10 austritt.
[0024] Der längliche Kern 14 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel hinter der Form 13 mit
einer verringerten Abmessung versehen, nämlich kleiner bzw. verjüngt. Dadurch liegt
der Kern 14 nur im Bereich der Form 13 oder auch etwas darüber hinaus an der Innenseite
des hohlen Kunststoffgegenstands 10 an. Wenn demnach der Kunststoffgegenstand 10 die
Form 13 verlässt, wird er außen nicht mehr von der Form 13 abgestützt und auch innen
nicht mehr vom Kern 14 gehalten bzw. mitgeformt. Denkbar ist es aber, den an der Formgebung
des inneren Profils des Kunststoffgegenstands 10 beteiligten Formgebungsbereich 18
des Kerns 14 länger als die Form 13 auszubilden oder den Kern 14 in Abweichung von
den Darstellungen in den Figuren hinter der Form 13 überhaupt nicht einzuschnüren,
so dass der Kern 14 über seine ganze Länge einen gleichen Querschnitt aufweist.
[0025] Bei dem in den Fig. 1 bis 5 gezeigten Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist der
Kern 14 nur an einem in Herstellungsrichtung 17 gesehen auf die Form 13 folgenden
hinteren Ende 16 von einem Kernhalter 19 mechanisch gehalten. Der Kernhalter 19 ist
aber so ausgebildet, dass er vom hinteren Ende 16 des Kerns 14 gelöst werden kann,
so dass zwischen dem Kern 14 und dem geöffneten Kernhalter 19 ein Abschnitt des fertig
gestellten hohlen Kunststoffgegenstands 10 über das hintere Ende 16 des Kerns 14 geschoben
werden kann. Das in Herstellungsrichtung 17 vor der Form 13 liegende vordere Ende
15 des Kerns 14 bleibt aufgrund der Anordnung des Kernhalters 19 am hinteren Ende
16 des Kerns 14 frei. Dadurch kann der eine Querverstärkung 11 bildende Verstärkungsschlauch
über das vor der Form 13 liegende vordere Ende 15 vor der Form 13 auf den Kern 14
aufgeschoben bzw. aufgezogen werden.
[0026] Die Vorrichtung der Fig. 1 bis 5 verfügt über einen in Herstellungsrichtung 17 gesehen
hinter der Form 13 angeordneten oder mit anderen Worten auf die Form 13 folgenden
Greifer 20. Gegebenenfalls kann die Vorrichtung auch über mehrere in Herstellungsrichtung
17 mit Abstand oder auch unmittelbar aufeinanderfolgende Greifer 20 verfügen. Der
in den Figuren gezeigte einzige Greifer 20 dient dazu, den Kunststoffgegenstand 10
temporär zu erfassen, und zwar außenseitig. Der Greifer 20 kann dadurch den Kunststoffgegenstand
10 von der Außenseite erfassen. Der Greifer 20 ist so ausgebildet, dass er sich öffnen
lässt, so dass er wahlweise den Kunststoffgegenstand 10 von außen erfasst und dadurch
hält bzw. festklemmt oder vom Kunststoffgegenstand 10 gelöst wird, so dass keine Verbindung
zwischen dem Kunststoffgegenstand 10 und dem Greifer 20 mehr vorhanden ist.
[0027] Bei der hier gezeigten Vorrichtung ist hinter der Form 13 eine Kühleinrichtung 21
vorgesehen. Eine solche Kühleinrichtung 21 ist nicht zwingend erforderlich. Es sind
Vorrichtungen ohne eine Kühleinrichtung 21 denkbar.
[0028] Die Vorrichtung verfügt weiterhin über eine Trenneinrichtung 22, beispielsweise eine
Säge, die vom vorzugsweise kontinuierlich hergestellten Kunststoffgegenstand 10 einen
Abschnitt mit der gewünschten Länge abtrennt. Die Trenneinrichtung 22 ist in Herstellungsrichtung
17 dem Greifer 20 nachgeordnet. Mit der Trenneinrichtung 22 kooperiert eine Abzugseinrichtung
23 zum Abtransport des vom als fortlaufenden Strang hergestellten Kunststoffgegenstand
10 von der Trenneinrichtung 22 abgetrennten Abschnitts desselben. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Abzugseinrichtung 23 dicht vor dem Kernhalter 19 angeordnet. Die Abzugseinrichtung
23 kann sich so auch an einer anderen Stelle befinden. Auch ist es denkbar, mehrere
aufeinanderfolgende Abzugseinrichtungen 23 vorzusehen.
[0029] Bei der in der Fig. 1 bis 5 gezeigten Vorrichtung sind die Form 13 und der Kern 14
gemeinsam in und gegen die Herstellungsrichtung 17 periodisch hin- und herbewegbar
durch einen verfahrbar am Maschinengestell 24 gelagerten Schlitten 25. Dazu sind die
Form 13 und der Kernhalter 19 mit dem Schlitten 25 verbunden. Wenn der Schlitten 25
längs der Herstellungsrichtung 17 auf dem Maschinengestell 24 verfahren wird, werden
zusammen und im gleichen Maße die Form 13 und der Kern 14 mit dem Kernhalter 19 verfahren.
[0030] Bei der hier gezeigten Vorrichtung ist auch die Abzugseinrichtung 23 am Schlitten
25 gelagert und somit auch vom Schlitten 25 verfahrbar.
[0031] Bei der Vorrichtung der Fig. 1 bis 5 ist der Greifer 20 stationär am Maschinengestell
24 gelagert. Im Gegensatz zur Form 13, dem Kern 14 und dem Kernhalter 19 ist somit
der Greifer 20 beim gezeigten Ausführungsbeispiel nicht längs der Herstellungsrichtung
17 verfahrbar. Unverfahrbar mit dem Maschinengestell 24 verbunden sind bei der gezeigten
Vorrichtung auch die gegebenenfalls vorhandene Kühleinrichtung 21 sowie die Trenneinrichtung
22.
[0032] Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand der Vorrichtung der Fig. 1
bis 5 näher beschrieben:
Bei in den genannten Figuren erläuterten Verfahren wird der mindestens die Querverstärkung
11 aufweisende hohle Kunststoffgegenstand 10 als rohrartiges Kunststoffprofil oder
Kunststoffrohr schrittweise hergestellt, indem nach und nach stets etwa maximal der
Länge der Form 13 in Herstellungsrichtung 17 entsprechende Abschnitte des fertiggestellten
Kunststoffgegenstands 10 in Herstellungsrichtung 17 aus der Form 13 und über den Kern
14 gezogen werden. Bei diesem Verfahren wird der Kunststoffgegenstand 10 so quasi
im Pilgerschrittverfahren hergestellt.
[0033] Die mindestens eine vorzugsweise als Halbzeug vorgefertigte Querverstärkung 11 aus
geflochtenen, gewebten oder gewirkten Fasern vorzugsweise hoher Zugfestigkeit wird
als Verstärkungsschlauch über das unabgestützte, freiliegende vordere Ende 15 auf
den Kern 14 gezogen. Außerdem werden im Bereich des vorderen, freien Endes 15 des
Kerns 14 die Längsverstärkungen 12 zugeführt. In der beheizten Form 13 wird flüssiger
Kunststoff, bei der Pultrusion vorzugsweise ein duroplastischer Kunststoff, der Form
13 zugeführt und in der Form 13 die mindestens eine Querverstärkung 11 sowie die Längsverstärkung
12 in der Kunststoffmatrix eingebettet. Alternativ ist es auch denkbar, die mindestens
eine Querverstärkung 11 und/oder die Längsverstärkungen 12 vor der Form 13, das heißt
vor Eintritt in dieselbe, mit Kunststoff zu tränken. Das kann in einem Bad oder einer
Tränkeeinheit geschehen, wobei der Kunststoff ein Thermoplast oder ein Duroplast sein
kann. Außerdem ist es denkbar, die mindestens eine Querverstärkung 11 und/oder die
Längsverstärkungen 12 mit festem Kunststoff, vorzugsweise einem Thermoplast, zu versehen,
was somit als fester Bestandteil der Verstärkungen als sogenanntes comingled oder
cowoven material der Form 13 zugeführt wird und dann in derselben aufschmilzt bzw.
aufgeschmolzen wird.
[0034] Aus der Form 13 tritt in Herstellungsrichtung 17 der fertige Kunststoffgegenstand
10 aus. Beim Austritt aus der Form 13 verjüngt sich der Kern 14, so dass die Formgebung
des Innenquerschnitts des Kunststoffgegenstands 10 durch den Kern 14 hinter der Form
13 aufgehoben wird. Der Kunststoffgegenstand 10 ist beim Verlassen der Form 13 so
weit ausgehärtet, dass er seine Gestalt, und zwar den äußeren und den inneren Querschnitt,
beibehält. Der Kunststoffgegenstand 10 weist aber noch eine verhältnismäßig hohe Temperatur
auf, die durch die auf die Form 13 folgende Kühleinrichtung 21 abgesenkt wird bis
auf etwa Raumtemperatur.
[0035] Bei der Herstellung des Kunststoffgegenstands 10 ist das hinter der Form 13 liegende
hintere Ende 16 des Kerns 14 abgestützt vom Kernhalter 19.
[0036] Die Fig. 1 zeigt bereits einen teilweise fertiggestellten Kunststoffgegenstand 10,
der die Form 13 verlassen hat und sich durch die Kühleinrichtung 21, den Greifer 20
und die Trenneinrichtung 22 erstreckt. Ausgehend von der Fig. 1 werden schrittweise
weitere Abschnitte des Kunststoffgegenstands 10 hergestellt, so dass seine Länge nach
und nach zunimmt.
[0037] Die Fig. 2 zeigt einen sich an die Darstellung der Fig. 1 anschließenden Herstellungsschritt
des Kunststoffgegenstands 10, bei dem der Schlitten 25 mit der Form 13, dem Kern 14,
dem Kernhalter 19 und der Abzugseinrichtung 23 gegenüber dem Maschinengestell 24 gegen
die Herstellungsrichtung 17 längs derselben um eine Strecke zurückgefahren ist. Diese
Strecke entspricht dem bei jedem Verfahrenszyklus neu hergestellten Abschnitt des
Kunststoffgegenstands 10. Hierbei entfernt sich die Form 13 vom Greifer 20, der Kühleinrichtung
21 und der Trenneinrichtung 22. Beim Zurückfahren der Form 13 mit dem Kern 14 entgegen
der Herstellungsrichtung 17 hält der Greifer 20 einen kurzen Bereich des sich bereits
außerhalb der Form 13 befindenden Kunststoffgegenstands 10 fest. Auf diese Weise wird
beim Zurückfahren des Schlittens 25 mit der Form 13 und dem Kern 14 gegen die Herstellungsrichtung
17 ein Stück des Kunststoffgegenstands 10 aus der Form 13 heraugezogen und in gleichem
Maße der Kern 14 im oberen Kunststoffgegenstand 10 zurückbewegt. Hierbei kommt es
während des Zurückbewegens der Form 13 und des Kerns 14 gegen die Herstellungsrichtung
17 zu einer Relativbewegung der Form 13 und des Kerns 14 zum vom stillstehenden Greifer
20 gehaltenen Kunststoffgegenstand 10.
[0038] Im in der Fig. 3 gezeigten zweiten Schritt werden nach dem Öffnen des Greifers 20
und während des geöffneten Greifers 20 die Form 13 und der Kern 14 zusammen mit dem
Kernhalter 19 wieder in Herstellungsrichtung 17 vorbewegt, und zwar um den gleichen
Weg, um den zuvor vom Schlitten 25 die Form 13 und der Kern 14 mit dem Kernhalter
19 gegenüber dem Maschinengestell 24 zurückbewegt worden sind. Bei dieser Vorwärtsbewegung
der Form 13 und des Kerns 14 findet keine Relativbewegung der Form 13 und des Kerns
14 zum Kunststoffgegenstand 10 statt. Deswegen wird der Kunststoffgegenstand 10 bei
der Vorwärtsbewegung der Form 13 und des Kerns 14 in Herstellungsrichtung 17 mitgenommen.
Nach dem Vorwärtsbewegen der Form 13 und des Kerns 14 mit dem Kunststoffgegenstand
10 befindet sich die Vorrichtung wieder in der Ausgangsstellung der Fig. 1. Nur hat
sich die aus der Form 13 herausragende Länge des Kunststoffgegenstands 10 vergrößert,
und zwar um einen solchen Abschnitt, um den die Form 13 mit dem Kern 14 zunächst gegen
die Herstellungsrichtung 17 zurückgefahren und anschließend um den gleichen Weg wieder
vorgefahren ist. Ein Vergleich der Fig. 1 bis 3 verdeutlicht die bei jedem Zyklus
gemäß den Fig. 1 bis 3 wachsende Länge des Kunststoffgegenstands 10.
[0039] Die Fig. 4 verdeutlicht das Abtrennen eines Abschnitts des fertigen hohlen Kunststoffgegenstands
10 vom durch mehrere aufeinanderfolgende Zyklen der Fig. 1 bis 3 hergestellten Strang
des hohlen Kunststoffgegenstands 10. Demnach wird der Kunststoffgegenstand 10 unmittelbar
hinter dem Greifer 20 vom sich noch im Bereich des Greifers 20 befindlichen Kunststoffgegenstand
10 abgetrennt bzw. abgesägt. Dabei kann der in Herstellungsrichtung 17 vor der Trenneinrichtung
22 sich befindende Abschnitt des hohlen Kunststoffgegenstands 10 an seinem zur Trenneinrichtung
22 weisenden Ende vom Greifer 20 gehalten und so fixiert sein.
[0040] Nachdem der eine gewünschte Länge aufweisende Abschnitt des Kunststoffgegenstands
10 von der Trenneinrichtung 22 vom fortlaufenden Strang des Kunststoffgegenstands
10 abgetrennt worden ist, wird der abgeschnittene Abschnitt des Kunststoffgegenstands
10 mittels der Abzugseinrichtung 23 vom Kern 14 über sein hinteres Ende 16 in Herstellungsrichtung
17 abgezogen. Damit der Kunststoffgegenstand 10 vom Kern 14 abgezogen werden kann,
ist der Kernhalter 19 während dieses Abtransportvorgangs ausreichend weit geöffnet,
so dass der abgetrennte Abschnitt des Kunststoffgegenstands 10 durch den Kernhalter
19 hindurch über das hintere Ende 16 des Kerns 14 abtransportiert werden kann (Fig.
5). Anschließend wird der Kernhalter 19 wieder geschlossen und dadurch das hintere
Ende 16 des Kerns 14 wieder vom Kernhalter 19 festgehalten.
[0041] Es ist eine Weiterbildung des Verfahrens denkbar, bei der durch eine dynamische berührungslose
Positionierung des Kerns 14 zur Form 13 durch insbesondre Magnetfelder der Kern 14
zusätzlich vor allem radial zur Form 13 positionierbar bzw. zentrierbar ist.
[0042] Die Fig. 6 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Vorrichtung. Diese Vorrichtung
verfügt über zwei berührungslose Kernhalter 26 und 27, und zwar jeweils einen Kernhalter
26 vor der Form 13 und einen Kernhalter 27 hinter der Form 13. Durch die berührungslosen
Kernhalter 26 und 27 wird der Kern am vor der Form 13 liegenden vorderen Ende 28 und
am hinter der Form 13 liegenden hinteren Ende 29 schwebend gehalten. Alternativ ist
es denkbar, wie beim ersten Ausführungsbeispiel nur hinter der Form 13 einen berührungslosen
Kernhalter 27 zum schwebenden Halten des Kerns 14 vorzusehen. Bevorzugt wird der Kern
von den Kernhaltern 26 und 27 magnetisch in einem geschlossenen Magnetfeld gehalten.
Dabei stellt der Kern 14 quasi den Läufer eines Linearmotors dar, der im statischen
Haltebetrieb betrieben wird. Bevorzugt sind die Magnetfelder zur Feinpositionierung
des Kerns 14 in der Form 13 regelbar. Dadurch ist eine Konstanz der Wandstärken des
herzustellenden hohlen Kunststoffgegenstands 10 gewährleistet, insbesondere lassen
sich so über den ganzen Umfang des hohlen Kunststoffgegenstands 10 gewünschtenfalls
gleiche Wandstärken realisieren.
[0043] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 6 sind die beiden berührungslosen Kernhalter 26
und 27 sowie die Form 13 einem Schlitten 30 zugeordnet, der wie beim Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 bis 5 gegenüber dem Maschinengestell 24 in Herstellungsrichtung 17 und
gegen die Herstellungsrichtung 17 verfahrbar ist.
[0044] In Herstellungsrichtung 17 folgt auf den hinter der Form 13 angeordneten Kernhalter
27 vorzugsweise mit etwas Abstand ein Greifer 31, der den ausgehärteten hohlen Kunststoffgegenstand
10 beim Zurückbewegen des Schlittens 30 mit der Form 13, dem Kern 14 und den Kernhaltern
26 und 27 gegen die Herstellungsrichtung 17 festhält, so dass dabei der Kunststoffgegenstand
10 durch die Form 13 und über den Kern 14 gezogen und so abschnittsweise entformt
wird.
[0045] In Herstellungsrichtung 17 folgt auf den Greifer 31 wie beim Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 bis 5 die Trenneinrichtung 22. Eine Abzugseinrichtung kann bei diesem Ausführungsbeispiel
entfallen, weil die Trenneinrichtung 22 einen Abschnitt vom Kunststoffgegenstand 10
hinter dem sich hinter der Form 13 befindenden Kernhalter 27 und auch hinter dem hinteren
Ende 29 des Kerns 14 abtrennt. Denkbar ist es aber auch bei der in der Fig.6 gezeigten
Vorrichtung, eine Abzugseinrichtung 23 vorzusehen.
[0046] Das Verfahren zur Herstellung des hohlen Kunststoffgegenstands 10 läuft bei der in
der Fig. 6 gezeigten Vorrichtung prinzipiell genauso ab wie bei der Vorrichtung der
Fig. 1 bis 5, so dass auf das in diesem Zusammenhang beschriebene Verfahren Bezug
genommen wird.
[0047] Ein weiteres nicht gezeigtes (drittes) Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht es
vor, von einem Greifer den Kunststoffgegenstand vorzugsweise kontinuierlich durch
die Form und über den Kern zu ziehen.
[0048] Bei einer Vorrichtung, bei der der Greifer den hergestellten hohlen Kunststoffgegenstand
durch die Form und über den Kern zieht, sind die Form und der Kern einschließlich
des mindestens einen Kernhalters fest am Maschinengestell gelagert. Die Form, der
Kern und der mindestens eine Kernhalter sind bei dieser Vorrichtung folglich nicht
in Herstellungsrichtung hin- und herbewegbar. Statt dessen ist bei dieser Vorrichtung
mindestens der eine Greifer einem Schlitten zugeordnet und vom Schlitten relativ zum
Maschinengestell in entgegengesetzten Richtungen verfahrbar.
[0049] Wird der Greifer in Herstellungsrichtung vorbewegt, wird der Kunststoffgegenstand
vom Greifer durch die Form und über den Kern gezogen.
[0050] Wenn der mindestens eine Greifer das Ende seines Verfahrwegs längs des Maschinengestells
erreicht hat, lässt er den Kunststoffgegenstand los und fährt leer zurück vor die
Form. Von dieser Ausgangsstellung wird der Greifer wieder in Herstellungsrichtung
vom Schlitten gegenüber dem Maschinengestell verfahren, wobei er kontinuierlich den
Kunststoffgegenstand durch die Form und über den Kern zieht.
[0051] Hinter der Form kann feststehend eine Kühleinrichtung angeordnet sein. Es ist dann
denkbar, die Kühleinrichtung mit dem mindestens einen Greifer auf dem Schlitten zu
verfahren. Gleiches gilt für eine beispielsweise als eine Säge ausgebildete Trenneinrichtung.
Diese hinter dem Greifer angeordnete Trenneinrichtung kann mit dem Greifer verfahrbar
sein, aber auch ortsfest sich vor dem feststehend am Maschinengestell montierten Kernhalter
befinden. Gleichermaßen kann in Herstellungsrichtung auf die Trenneinrichtung eine
Abzugseinrichtung folgen.
[0052] Das Verfahren läuft bei der zuvor beschriebenen Vorrichtung so ab, dass der Kern
entweder nur am sich hinter der Form befindlichen hinteren Ende mechanisch durch einen
Kernhalter gehalten wird, so dass das sich vor der Form befindliche vordere Ende frei
ist und auf dieses eine als Verstärkungsschlauch ausgebildete Querverstärkung aufgeschoben
werden kann oder der Kern von mindestens einem berührungslosen Kernhalter insbesondere
durch wenigstens ein Magnetfeld gehalten wird.
[0053] Der Kunststoffgegenstand wird von mindestens einem sich hinter der Form befindlichen
Greifer kontinuierlich durch die Form und über den Kern gezogen. Dabei wird der Greifer
vom ihn tragenden Schlitten auf dem Maschinengestell in Herstellungsrichtung verfahren.
Im Gegensatz zum zuvor beschriebenen Verfahren wird bei diesem Verfahren der hohle
Kunststoffgegenstand nicht taktweise oder in aufeinanderfolgenden Schritten gebildet,
sondern kontinuierlich, bis der Greifer mit dem Schlitten am Ende des Verfahrwegs
auf dem Maschinengestell angelangt ist.
[0054] Beim kontinuierlich vom Greifer durch die Form und über den Kern gezogenen hohlen
Kunststoffgegenstand bleiben die Form und der Kern ebenso wie der jeweilige Kernhalter
ortsfest, werden also nicht vom Schlitten verfahren. Dazu können die Form und der
Kern mit dem Kernhalter fest mit dem Maschinengestell verbunden sein.
[0055] Wenn der Greifer mit dem Schlitten das Ende des Verfahrwegs auf dem Maschinengestell
erreicht haben, wird der Greifer kurzfristig vom Kunststoffprofil gelöst und gegen
die Herstellungsrichtung zurückgefahren, und zwar so weit, dass sich der Greifer mit
geringstmöglichem Abstand hinter der Form befindet. Während des Zurückfahrens des
vom hohlen Kunststoffgegenstand gelösten Greifers bleibt der Kunststoffgegenstand
zusammen mit der Form und dem Kern stillstehen.
[0056] Auch bei diesem Verfahren können praktisch endlos lange hohle Kunststoffgegenstände,
insbesondere geschlossene, rohrartige Kunststoffprofile, hergestellt werden. Wenn
jedoch Abschnitte von Kunststoffgegenständen mit bestimmten Längen gewünscht sind,
kann vorzugsweise nach dem Heranfahren des Greifers an die Form von der Trenneinrichtung
der in Herstellungsrichtung auf den Greifer folgende (hinter dem Greifer liegende)
Kunststoffgegenstand abgetrennt werden. Der abgetrennte Abschnitt des Kunststoffgegenstands
kann dann gegebenenfalls durch eine Abzugseinrichtung wie beim zuvor beschriebenen
Verfahren abtransportiert werden, und zwar gegebenenfalls durch den dazu geöffneten
mechanischen Kernhalter am hinteren Ende des Kerns hindurch.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 10
- Kunststoffgegenstand
- 11
- Querverstärkung
- 12
- Längsverstärkung
- 13
- Form
- 14
- Kern
- 15
- vorderes Ende
- 16
- hinteres Ende
- 17
- Herstellungsrichtung
- 18
- Formgebungsbereich
- 19
- Kernhalter
- 20
- Greifer
- 21
- Kühleinrichtung
- 22
- Trenneinrichtung
- 23
- Abzugseinrichtung
- 24
- Maschinengestell
- 25
- Schlitten
- 26
- Kernhalter
- 27
- Kernhalter
- 28
- vorderes Ende
- 29
- hinteres Ende
- 30
- Schlitten
- 31
- Greifer
1. Verfahren zur Herstellung eines mindestens eine Querverstärkung (11) aufweisenden
hohlen Kunststoffgegenstands (10), wobei der Kunststoffgegenstand (10) von einer Form
(13) und einem Kern (14) gebildet wird und die Querverstärkung (11) über den Kern
(14) geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Form (13) und der Kern (14) gemeinsam periodisch relativ zum herzustellenden
hohlen Kunststoffgegenstand (10) bewegt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Form (13) und der Kern (14) gemeinsam schrittweise vor- und zurückbewegt werden,
und/oder die Form (13) und der Kern (14) gemeinsam mit dem Kunststoffgegenstand (10)
in Herstellungsrichtung (17) vorbewegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Form (13) und der Kern (14) beim Zurückbewegen gegen die Herstellungsrichtung
(17) relativ zum dabei stillstehenden Kunststoffgegenstand (10) bewegt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (14) mindestens an seinem in Herstellungsrichtung vorauseilenden und in
Herstellungsrichtung (17) hinter der Form (13) liegenden hinteren Ende (16, 29) gehalten
wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffgegenstand (10) beim Zurückbewegen der Form (13) und des Kerns (14)
gegen die Herstellungsrichtung (17) festgehalten wird, vorzugsweise an einem in Herstellungsrichtung
(17) gesehen hinter der Form (13) liegenden hinteren Endbereich.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (14) mindestens an einem in Herstellungsrichtung (17) gesehen hinter der
Form (13) sich befindenden Endbereich gehalten wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (14) an seinem Endbereich hinter der Form (13) durch mindestens einen Kernhalter
(19) mechanisch gehalten wird, wobei vorzugsweise der mechanische Kernhalter (19)
vom Kern (14) gelöst werden kann.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (14) von mindestens einem Kernhalter (27) hinter der Form (13) berührungslos,
vorzugsweise magnetisch, gehalten wird, insbesondere der Kern (14) von einem zweiten
Kernhalter (26) vor der Form (13) berührungslos, vorzugsweise ebenfalls magnetisch,
gehalten wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffgegenstand (10) von einem hinter dem in Herstellungsrichtung (17) auf
die Form (13) folgenden Greifer (20, 31) zeitweise bzw. periodisch gehalten wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffgegenstand (10) hinter der Form (13) von mindestens einem verfahrbaren
Greifer durch die Form (13) über den Kern (14) gezogen wird, insbesondere vom mindestens
einen verfahrbaren Greifer der Kunststoffgegenstand (10) kontinuierlich über den Kern
(14) und durch die Form (13) gezogen wird, wobei die Form (13) und der Kern (14) vorzugsweise
stillstehen.
11. Vorrichtung zur Herstellung eines mindestens eine Querverstärkung (11) aufweisenden
hohlen Kunststoffgegenstands (10) mit einer Form (13) und einem durch die Form (13)
verlaufenden Kern (14), dadurch gekennzeichnet, dass die Form (13) und der Kern (14) oder mindestens ein Greifer (20; 31) für den Kunststoffgegenstand
(10) einem gemeinsamen, verfahrbaren Schlitten (25, 30) zugeordnet sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass dem verfahrbaren Schlitten (25, 30) mindestens ein Kernhalter (19; 26, 27) zugeordnet
ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (25, 30) in und gegen die Herstellungsrichtung (17) des Kunststoffgegenstands
(10) verfahrbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern von mindestens einem in Herstellungsrichtung (17) gesehen hinter der Form
(13) liegenden Kernhalter (19, 27) festhaltbar ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Kernhalter (19; 26, 27) zum mechanischen oder berührungslosen,
vorzugsweise magnetischen, Halten des Kerns (14) ausgebildet ist.
1. Method for producing a hollow plastic object (10) having at least one transverse reinforcement
(11), wherein the plastic object (10) is formed by a mold (13) and a core (14), and
the transverse reinforcement (11) is guided over the core (14), characterized in that the mold (13) and the core (14) are collectively moved in a periodic manner in relation
to the hollow plastic object (10) to be produced.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the mold (13) and the core (14) are collectively moved back and forth in an intermittent
manner and/or the mold (13) and the core (14) with the plastic object (10) are collectively
moved forward in the production direction (17).
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the mold (13) and the core (14), when being moved back, are moved counter to the
production direction (17) in relation to the plastic object (10) which herein is stationary.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the core (14) is held at least on the rear end (16, 29) thereof which is leading
when viewed in the production direction and which lies behind the mold (13) when viewed
in the production direction (17).
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the plastic object (10) is retained, preferably on a rear end region which lies behind
the mold (13) when viewed in the production direction (17), when the mold (13) and
the core (14) are being moved back counter to the production direction (17).
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the core (14) is held at least on one end region which is behind the mold (13) when
viewed in the production direction (17).
7. Method according to Claim 6, characterized in that the core (14) on its end region behind the mold (13) is mechanically held by at least
one core holder (19), wherein the mechanical core holder (19) preferably can be released
from the core (14).
8. Method according to Claim 6 or 7, characterized in that the core (14) is held in a non-contacting manner, preferably in a magnetic manner,
behind the mold (13) by at least one core holder (27), in particular that the core
(14) is held in a non-contacting manner, preferably likewise in a magnetic manner,
in front of the mold (13) by a second core holder (26).
9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the plastic object (10) is occasionally or periodically held by a gripper (20, 31)
behind the downstream of the mold (13) when viewed in the production direction (17).
10. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the plastic object (10) behind the mold (13) is pulled through the mold (13) over
the core (14) by at least one displaceable gripper, in particular that the plastic
object (10) is continuously pulled over the core (14) and through the mold (13) in
particular by the at least one displaceable gripper, wherein the mold (13) and the
core (14) are preferably stationary.
11. Device for producing a hollow plastic object (10) having at least one transverse reinforcement
(11) and having a mold (13) and a core (14) which runs through the mold (13), characterized in that the mold (13) and the core (14) or at least one gripper (20; 31) for the plastic
object (10) are assigned to a common displaceable slide (25, 30).
12. Device according to Claim 11, characterized in that the displaceable slide (25, 30) is assigned at least one core holder (19; 26, 27).
13. Device according to Claim 12 or 13, characterized in that the slide (25, 30) is displaceable in and counter to the production direction (17)
of the plastic object (10).
14. Device according to one of Claims 11 to 13, characterized in that the core is retainable by at least one core holder (19, 27) which lies behind the
mold (13) when viewed in the production direction (17).
15. Device according to one of Claims 11 to 14, characterized in that the at least one core holder (19; 26, 27) is configured for holding the core (14)
in a mechanical or non-contacting manner, preferably a magnetic manner.
1. Procédé de fabrication d'un objet creux (10) en matière synthétique présentant au
moins un renfort transversal (11), l'objet (10) en matière synthétique étant formé
d'un moule (13) et d'une âme (14) et le renfort transversal (11) traversant l'âme
(14), caractérisé en ce que
le moule (13) et l'âme (14) sont déplacés périodiquement et conjointement par rapport
à l'objet creux (10) en matière synthétique à fabriquer.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moule (13) et l'âme (14) sont déplacés ensemble, pas-à-pas et en va-et-vient et/ou
en ce que le moule (13) et l'âme (14) sont déplacés conjointement avec l'objet (10) en matière
synthétique dans la direction de fabrication (17).
3. Procédé selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le moule (13) et l'âme (14) sont déplacés par rapport à l'objet (10) en matière synthétique
immobile lors d'un déplacement en arrière dans la direction opposée à la direction
de fabrication (17).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'âme (14) est maintenue en avant dans la direction de fabrication au moins par son
extrémité arrière (16, 29) située derrière le moule (13) dans la direction de fabrication
(17).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors du déplacement de recul du moule (13) et de l'âme (14) dans la direction opposée
à la direction de fabrication (17), l'objet (10) en matière synthétique est maintenu
de préférence par une partie d'extrémité arrière située derrière le moule (13) dans
la direction de fabrication (17).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'âme (14) est maintenue au moins sur une partie d'extrémité située derrière le moule
(13) dans la direction de fabrication (17).
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'âme (14) est maintenue mécaniquement par sa partie d'extrémité derrière le moule
(13) par au moins un support d'âme (19), le support mécanique d'âme (19) pouvant de
préférence être détaché de l'âme (14).
8. Procédé selon les revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que l'âme (14) est maintenue derrière le moule (13) sans contact, de préférence magnétiquement,
par au moins un support d'âme (27), et en particulier en ce que l'âme (14) est maintenue sans contact, et de préférence également magnétiquement,
par un deuxième support d'âme (26) situé en avant du moule (13).
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'objet (10) en matière synthétique est maintenu une partie du temps ou périodiquement
par une pince (20, 31) derrière le qui suit le moule (13) dans la direction de fabrication
(17).
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'objet (10) en matière synthétique est tiré à travers le moule (13) au-dessus de
l'âme (14) derrière le moule (13) par au moins une pince mobile, et en particulier
l'objet (10) en matière synthétique est tiré de manière continue au-dessus de l'âme
(14) et à travers le moule (13) par au moins une pince mobile, le moule (13) et l'âme
(14) étant de préférence immobiles.
11. Ensemble de fabrication d'un objet creux (10) en matière synthétique présentant au
moins un renfort transversal (11), l'ensemble présentant un moule (13) et une âme
(14) qui traverse le moule (13), caractérisé en ce que
le moule (13) et l'âme (14) ou au moins une pince (20; 31) prévue pour l'objet (10)
en matière synthétique sont associés à un chariot mobile commun (25, 30).
12. Ensemble selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'au moins un support d'âme (19; 26, 27) est associé au chariot mobile (25, 30).
13. Ensemble selon les revendications 12 ou 13, caractérisé en ce que le chariot (25, 30) peut être déplacé dans la direction de fabrication (17) de l'objet
(10) en matière synthétique et dans la direction opposée.
14. Ensemble selon l'une des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que l'âme peut être immobilisée par un support d'âme (19, 27) situé derrière le moule
(13) dans la direction de fabrication (17).
15. Ensemble selon l'une des revendications 11 à 14, caractérisé en ce que le ou les supports d'âme (19; 26, 27) sont configurés pour maintenir l'âme (14) mécaniquement
ou sans contact, de préférence magnétiquement.