[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Übertragen eines Dekorabschnitts einer Prägefolie
auf ein Substrat.
[0002] Bei der Applikation von Prägefolien, die im Lackpaket stark vernetzende Lacksysteme,
zum Beispiel UV-vernetzende Lacksysteme und/oder Lacksysteme mit hoher Schichtstärke,
d. h. mit einer Dicke größer als 5 µm der Übertragungslage ohne Trägerfolie enthalten,
ist es nicht möglich, bei der Prägung eine saubere Trennkante zu erzeugen. Die Trennung
des Folienverbundes erfolgt in diesen Fällen zudem nicht an der Kante des Applikationswerkzeuges,
sondern in einer undefinierten Position. Durch die starke Vernetzung kommt es in den
Lacken zur Bildung von vergleichsweise langen oder sehr langen Polymerketten, wodurch
die physikalischen Eigenschaften der Lacke entsprechend beeinflusst werden. Abhängig
von der Härte eines stark vernetzten Lackes kann beispielsweise ein vergleichsweise
harter und spröder Lack beim Prägen undefiniert brechen, wobei Lack-Flakes unterschiedlicher
Größe als unerwünschte Verunreinigung entstehen können. Ein beispielsweise vergleichsweise
weicher und elastischer Lack kann beim Prägen nicht oder nur unvollständig brechen
oder undefiniert reißen, sodass im ungünstigsten Falle gar keine Trennkante entsteht.
Im Normalfall bilden sich bei Prägungen dieser Art vagabundierende Reste der als Lackpaket
ausgebildeten Übertragungslage, die vorerwähnten so genannten Flakes, die im weiteren
Verarbeitungsprozess des beprägten Substrates zur Verunreinigung der Maschinen und
somit zu erhöhtem Reinigungsaufwand führen. Im Extremfall kann sich durch diese Flakes
der Ausschuss der Produktion deutlich erhöhen.
[0003] Die
CH 678835 A5 beschreibt einen Schichtverbund mit Beugungsstrukturen, aus dem Marken herauslösbar
sind, die auf Sicherheitsdokumente aufbringbar sind. Die Marken werden aus dem Schichtverbund
herausgestanzt, ohne die Trägerschicht des Schichtverbundes zu verletzen. Die nicht
benötigten Teile des Schichtverbundes werden vor dem Aufbringen der Marken auf das
Sicherheitsdokument abgezogen. Damit ist die mechanische Stabilität des Schichtverbundes
nur noch durch die Trägerschicht bestimmt. Die mit den ausgestanzten Marken ausgebildete
Trägerschicht wird vor der Weiterverarbeitung auf eine Vorratsrolle aufgerollt.
[0004] Die
DE 198 13 314 A1 beschreibt eine Prägefolie, bei der auf einem Trägerfilm voneinander vollständig
getrennte Dekorabschnitte, sog. Patches, angeordnet sind, die auf ein Substrat entsprechend
dem bei der Verarbeitung von Prägefolien üblichen Vorgehen übertragen werden können.
Das Ausbilden der Freiräume zwischen den Patches ist durch Laserstrahlung vorgesehen,
die die Dekorschicht der Prägefolie rund um den Prägebereich abträgt.
[0005] Die
DE 10 2007 005 416 A1 beschreibt eine Prägefolie und einen damit gebildeten Sicherheitsaufkleber, wobei
eine diffraktive erste Reliefstruktur durch Abformen (Prägen bzw. Replizieren) in
einer Replizierschicht ausgebildet wird. Bei diesem Abformen der diffraktiven ersten
Reliefstruktur wird zugleich eine zweite Reliefstruktur abgeformt, außerhalb des Bereichs,
der später herausgeprägt werden soll, wobei die zweite Reliefstruktur in Form einer
linienförmig eingebrachten Kerbe oder einer Serie von solchen Kerben vorgesehen ist,
die einer Umrisslinie des Sicherheitsaufklebers im Wesentlichen folgt und eine Kerbentiefe
aufweist, die mehr als die Hälfte der Schichtdicke der Kunststoff- und/oder Lackschicht
aufweist, in die hinein das Abformen bzw. Replizieren erfolgt.
[0006] Nachteilig hieran ist es, dass bei der Replikation erzeugte extrem tiefe Strukturen
die Gefahr bergen, dass der Träger rund um das Lackpacket bereits während der Herstellung
geschwächt wird.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren anzugeben,
das die Vorteile einer stabilen Prägefolie mit der sauberen Trennung der Dekorabschnitte
von der Trägerfolie miteinander verbindet.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit dem Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Die Aufgabe wird weiter mit dem Gegenstand des Anspruchs 2 gelöst.
[0010] Die erfindungsgemäßen Verfahren weisen den Vorteil auf, dass es mit geringem Vorrichtungsaufwand
ermöglicht ist, in der Übertragungslage der Prägefolie mindestens eine Sollbruchstelle
zum Ablösen des Dekorabschnitts aus der Übertragungslage bereitzustellen. Damit wird
das Heißprägen von Prägefolien mit stark vernetzenden Lacksystemen und/oder mit Lackschichten
hoher Schichtstärke mit der sauberen Trennung der Dekorabschnitte von der Trägerfolie
ermöglicht. Es wird die Restprägefolie abgelöst, das ist die Trägerfolie mit den Teilen
der Übertragungslage, die nicht zum Dekorabschnitt gehören und nicht auf das Substrat
geprägt wurden, d. h. die Teile der Übertragungslage werden abgelöst, die noch an
der Trägerfolie haften.
[0011] Weiter können Prägefolien, bei denen eine Kleberschicht entweder auf das Substrat
oder auf die Außenseite einer auf das Substrat zu übertragenden Übertragungslage insbesondere
partiell in Form eines gewünschten Dekors oder Dekorabschnitts aufgebracht wird und
mittels geeigneter Trocknung oder Aushärtung, z.B. mittels UV-Aushärtung, zum Übertragen
der Übertragungslage von der Trägerfolie auf das Substrat vorteilhaft verarbeitet
werden, wobei dabei eine saubere Trennung der durch den Kleber vorgegebenen Dekorabschnitte
und der Restprägefolie entsteht.
[0012] Das vorgeschlagene Stanzen von linienförmigen Kerben ist in einem Rolle-zu-Rolle-Fertigungsprozess
gut einsetzbar. Durch das Stanzen wird die Übertragungslage weder thermisch noch chemisch
beansprucht. Die Umwelt wird nicht durch Schadstoffemissionen belastet, die beispielsweise
beim Lasertrennen auftreten können. Insbesondere können dies Verbrennungsprodukte
der Übertragungslage sein, z. B. Gase wie CO
2, HCl, NO
X.
[0013] Die linienförmigen Kerben verringern lokal begrenzt die Dicke der Übertragungslage
und wirken als Bruchkerben oder Sollbruchstellen, die hohe mechanische Spannungen
im Material der Übertragungslage ausbilden, so dass die Übertragungslage im Kerbbereich
leicht bricht.
[0014] Von Vorteil kann die Ausbildung der Sollbruchstelle als linienförmige spitze Kerbe
sein. Der Flankenwinkel kann im Bereich von 20° bis 90° liegen. Bevorzugt ist ein
Flankenwinkel von etwa 60°.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausbildungen sind in den Unteransprüchen bezeichnet.
[0016] Es ist möglich, dass im Verfahrensschritt b) offene Kerben in die Übertragungslage
eingestanzt werden, die zwischen gegenüberliegenden Rändern der Prägefolie erstreckt
sind und den Dekorabschnitt einschließen. Unter offenen Kerben werden hier Kerben
verstanden, die nicht in sich geschlossen sind, d. h. einen oder mehrere Anfangs-
und/oder Endpunkte aufweisen. Alternativ kann vorgesehen sein, dass im Verfahrensschritt
b) mehr als eine Kerbe eingestanzt wird, wobei die mehr als einen Kerben einen Stanzbereich
bilden. Durch die Ausbildung mehrerer Kerben wird vor allem die Fertigungssicherheit
erhöht, so dass die fehlerhafte Ausbildung einer Kerbe nicht das Trennergebnis in
Frage stellt.
[0017] Es hat sich bewährt, dass innerhalb des Stanzbereichs 2 bis 40 Kerben eingebracht
werden.
[0018] In bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass innerhalb des Stanzbereichs
3 bis 4 Kerben eingebracht werden.
[0019] Weiter kann vorgesehen sein, dass benachbarte Kerben einen konstanten Abstand aufweisen.
Es kann alternativ ebenso vorgesehen sein, dass benachbarte Kerben einen variierenden
Abstand aufweisen. Beispielweise kann sich der Abstand zwischen zwei benachbarten
Kerben ausgehend von einer mittleren Kerbe aus nach außen hin vergrößern, d. h. die
der mittleren Kerbe direkt benachbarten Kerben haben zu dieser einen bestimmten Abstand
und weitere, anschließende Kerben haben zu diesen Kerben einen größeren Abstand.
[0020] Alternativ kann es vorgesehen sein, dass sich der Abstand zwischen zwei benachbarten
Kerben ausgehend von einer mittleren Kerbe nach außen hin verkleinert, d. h. die der
mittleren Kerbe direkt benachbarten Kerben haben zu dieser einen bestimmten Abstand
und weitere, anschließende Kerben haben zu diesen Kerben einen kleineren Abstand.
[0021] Alternativ kann es auch vorgesehen sein, dass der Abstand zwischen benachbarten Kerben
beliebige Werte aufweist, das heißt keiner Symmetrie genügt wie vorher beschrieben.
[0022] Der Stanzbereich kann eine Breite von 0,5 bis 2,5 mm aufweisen, vorzugsweise eine
Breite von 2 mm. Dabei ist bei einer Registergenauigkeit von ± 1 mm gewährleistet,
dass der Dekorabschnitt registergenau angestanzt ist.
[0023] Weiter kann vorgesehen sein, dass die Kerben die Übertragungslage vollständig durchtrennen,
jedoch vor der der Übertragungslage zugewandten Oberfläche der Trägerfolie enden.
[0024] Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Kerben die Übertragungslage zwischen
20 % und 100 % durchtrennen. Damit ist erreicht, dass die Trägerfolie nicht beschädigt
ist, so dass die Trägerfolie auch nach dem Stanzen ihre volle Festigkeit aufweist.
Es hat sich gezeigt, dass die beabsichtigte rückstandsfreie Trennung eintritt, wenn
die Kerben die Übertragungslage in der Tiefe zu mindestens 20 % durchtrennen.
[0025] Es kann vorgesehen sein, dass nach dem Verfahrensschritt c) bzw. nach dem Verfahrensschritt
e) das Brechen der angestanzten Übertragungslage im Moment des Ablösens oder kurz
danach oder davor erfolgt.
[0026] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel der Prägefolie in schematischer Schnittdarstellung;
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel der Prägefolie in schematischer Schnittdarstellung;
- Fig. 3
- Ausführungsbeispiele von geschlossenen Stanzformen;
- Fig. 4a
- eine Ausführungsbeispiel einer vorgestanzten Prägefolie mit einer Stanzform aus Fig.
3 in der Draufsicht;
- Fig. 4b
- eine Schnittdarstellung der Prägefolie längs der Schnittlinie IVb-IVb in Fig. 4a;
- Fig. 5a
- Ausführungsbeispiele von offenen Stanzformen;
- Fig. 5b
- eine Ausführungsbeispiel einer vorgestanzten Prägefolie mit linienförmiger Stanzform
aus Fig. 5a in der Draufsicht
- Fig. 6
- eine erstes Ausführungsbeispiel einer Stanz- und Prägeeinrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Fig. 7
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Stanz- und Prägeeinrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
- Fig. 8
- ein zweites Ausführungsbeispiel der Prägefolie in schematischer Schnittdarstellung;
- Fig.9
- eine zweites Ausführungsbeispiel einer Stanz- und Prägeeinrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0027] Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt einer im Rolle-zu-Rolle-Verfahren verwendbaren Prägefolie
1 mit einer Trägerfolie 11 und einer Übertragungslage 13, zwischen denen eine Ablöseschicht
12 angeordnet ist. Auf der Übertragungslage 13 ist eine Kleberschicht 14 angeordnet,
bei der es sich beispielsweise um eine Heißkleberschicht, die thermoaktivierbar ist,
oder auch um eine Kaltkleberschicht, die mittels energiereicher Strahlung aktivierbar
ist, handeln kann.
[0028] Bei der Übertragungslage 13 handelt es sich um ein Lackpaket aus einem oder mehreren
stark vernetzten Lacken, zum Beispiel aus einem UV-vernetzten Lack sowie optional
aus weiteren Schichten, wie zum Beispiel weiteren Lackschichten und/oder metallischen
Schichten und/oder um eine Übertragungslage mit hoher Schichtdicke, d. h. mit einer
Schichtdicke größer als 5 µm, insbesondere größer als 10 µm. Harte und spröde Übertragungslagen
können beim Prägen unsaubere und/oder ungenaue Trennkanten ausbilden. Bei Prägungen
dieser Art werden häufig vagabundierende Reste der Übertragungslage ausgebildet, sog.
Flakes, die im weiteren Verarbeitungsprozess des beprägten Substrats zur Verunreinigung
der Maschinen und somit zu erhöhtem Reinigungsaufwand führen. Zur Vermeidung unsauberer
und/oder ungenauer Trennkanten sind in die Prägefolie 1 von der Seite der Kleberschicht
14 her linienförmige spitze Kerben 15 mit V-förmigem Querschnitt mittels Stanzen eingebracht,
deren Tiefe so gewählt ist, dass die Kerben 15 an der der Übertragungslage 13 zugewandten
Oberfläche der Trägerfolie 11 enden. Der Flankenwinkel beträgt in dem in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel etwa 60°. Die Trägerfolie 11 ist daher durch den Stanzvorgang
nicht beschädigt und weist in allen Bereichen ihre volle Festigkeit auf. Diese Kerben
wirken als Sollbruchstellen für die Übertragungslage, weil im Kerbbereich hohe Spannungen
im eingekerbten Material ausgebildet sind.
[0029] In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei linienförmige Kerben
15 nebeneinander angeordnet, die einen Stanzbereich 15s bilden. Der Stanzbereich 15s
kann vorzugsweise eine Breite von 0,5 bis 2,5 mm aufweisen. Der Stanzbereich 15s begrenzt
einen in der Übertragungslage 13 und in der Kleberschicht 14 ausgebildeten Dekorabschnitt
16. Bei dem Dekorabschnitt 16 kann es sich beispielsweise um ein OVD (OVD = Optically
Variable Device) handeln, das als ein schwer fälschbares Sicherheitselement auf ein
Sicherheitsdokument, wie eine Banknote, Kreditkarte oder dergleichen aufgebracht wird.
In Fig. 1 ist eine den Dekorabschnitt 16 abgrenzende Grenzlinie 16s eingezeichnet,
wobei der Stanzbereich 15s außerhalb des Dekorabschnitts 16 liegt. Die Grenzlinie
16s kann in dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel eine Außenkante eines Dekors,
beispielsweise eine OVD sein, wie beispielsweise weiter unten auch in Fig. 4a gezeigt.
Die Grenzlinie 16s grenzt den Dekorabschnitt 16 von dem Rest der Übertragungslage
13 ab, wobei diese restliche, zum Dekorabschnitt 16 benachbarte Übertragungslage 13
zum Beispiel transparent oder transluzent ausgebildet sein kann. Weist die Prägefolie
1 jedoch alternativ und wie beispielsweise weiter unten in Fig. 5b dargestellt, ein
Endlosdesign ohne definierte Außenkante oder Außengrenze eines Dekors oder Dekorabschnitts
16 auf, dann ist auch eine Grenzlinie 16s nicht oder nur teilweise vorhanden. Der
Stanzbereich 15s kann im Falle eines solchen Endlosdekors innerhalb der vor dem Stanzen
nicht exakt abgegrenzten Dekorabschnitte 16 liegen und/oder die Dekorabschnitte 16
innerhalb des Endlosdesigns werden erst durch Einbringen der Kerben 15 in einem Stanzbereich
15s definiert.
[0030] Fig. 2 zeigt die Prägefolie 1 aus Fig. 1 mit einer modifizierten Ausbildung der Kerben
15. In dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind sechs linienförmige Kerben
15 vorgesehen, die nur zu etwa 20 % in die Übertragungslage 13 hineinragen. Die linienförmigen
Kerben 15 bilden wie in dem vorstehend in Fig. 1 beschriebenen Ausführungsbeispiel
den Stanzbereich 15s. In dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die beiden
äußeren Kerben 15a beispielhaft voneinander beabstandet, die vier inneren Kerben 15b
ohne Abstand zwischen benachbarten Kerben ausgebildet. Die beiden äußeren Kerben und
die vier inneren Kerben bilden jeweils eine Gruppe mit gleicher Anordnung. Neben der
Anordnung der Kerben 15 kann auch die Anzahl der Kerben 15 im Stanzbereich 15s variiert
werden. Bevorzugt sind zwischen 2 und 40 nebeneinander angeordnete Kerben 15 vorgesehen,
wobei die Breite des Stanzbereichs 15s bevorzugt etwa 2 mm betragen kann. Trotz der
im Vergleich zu Fig. 1 verkürzten oder weniger tiefen Ausbildung der Kerben 15 wirken
sie als Sollbruchstellen, so dass wegen der im gekerbten Material der Übertragungslage
auftretenden hohen Spannungen die Übertragungslage bei Biegebelastung vollständig
bricht.
[0031] Es ist auch möglich, die Tiefe und/oder den Flankenwinkel der im Stanzbereich 15s
angeordneten Kerben zu variieren.
[0032] Fig. 3 zeigt Ausführungsbeispiele von geschlossenen Stanzformen, d. h. von Stanzformen,
die geschlossene linienförmige Kerben 15 ausbilden. Wie die Beispiele zeigen, können
sehr unterschiedliche Formen ausgebildet werden, so dass das Design der zu übertragenden
Dekorabschnitte 16 nahezu keinen Beschränkungen unterworfen ist.
[0033] Die Fig. 4a und 4b zeigen am Beispiel eines sternförmigen Dekorabschnitts 16 die
Ausbildung der linienförmigen Kerben 15 und des Stanzbereichs 15s.
[0034] Der Stanzbereich 15s umgibt den Dekorabschnitt 16 mit konstantem Abstand. Es sind
um den Dekorabschnitt 16 drei gleichmäßig beabstandete linienförmige Kerben 15 mit
von innen nach außen wachsendem Umfang vorgesehen. Um ein gemeinsames Zentrum, das
mit dem Zentrum des sternförmigen Dekorabschnitts 16 übereinstimmt, sind so drei Stanzungen
mit wachsendem Umfang vorgesehen, wobei die Abstände der Stanzungen wie in Fig. 4a
und 4b dargestellt konstant sein oder auch variieren können. Die Stanzungen liegen
im Register, d. h. lagegenau zu dem Dekorabschnitt 16. Bei einer Registerschwankung
von ± 1 mm und einem Stanzbereich 15s mit einer Breite von 2 mm wird die Übertragungslage
13 dreimal angestanzt, so dass der Dekorabschnitt 16 beim Prägen vollständig und maßgenau
aus der Übertragungslage 13 und aus der Kleberschicht 14 herausgetrennt wird. Fig.
4a zeigt hierbei ein Beispiel zur Applikation eines Dekorabschnitts 16 einer Übertragungslage
13 und einer Kleberschicht 14 in Form eines sogenannten Patches oder Labels auf ein
Substrat.
[0035] Die Fig. 5a zeigt Ausführungsbeispiele offener Stanzformen, wobei der Dekorabschnitt
jeweils durch mindestens zwei voneinander beabstandete linienförmige Kerben bzw. Stanzbereiche
begrenzt ist. Unter der Annahme, dass der zu prägende Dekorabschnitt die gesamte Breite
der Prägefolie einnimmt, sind zwei linienförmige Kerben bzw. Stanzbereiche notwendig,
um den Dekorabschnitt abzuprägen. Jeder der Stanzbereiche kann beispielsweise 2 bis
40 linienförmige Kerben umfassen.
[0036] Fig. 5b zeigt am Beispiel einer streifenförmigen, endlosen Prägefolie 1 für eine
Verarbeitung von Rolle zu Rolle die Ausbildung der linienförmigen Kerben 15 und des
Stanzbereichs 15s. Dabei erstreckt sich auf der Prägefolie 1 eine Übertragungslage
13, die abschnittweise, d. h. aufgeteilt in separate Dekorbereiche 16, auf unterschiedliche,
einzelne Substrate 23 abgeprägt werden soll. Zwischen den einzelnen Dekorbereichen
16 sind die Stanzbereiche 15s angeordnet, in welchen in diesem gezeigten Ausführungsbeispiel
jeweils 3 linienförmige Kerben 15 vorgesehen sind. Die Stanzbereiche 15s sind jeweils
im Register, d. h. lagegenau zu einem durch die Übertragungslage 13 und die Kleberschicht
14 gebildeten Dekorbereich 16 angeordnet.
[0037] Die Fig. 6 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Stanz- und Prägeeinrichtung
2 zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, das folgende Schritte umfasst:
- a) Bereitstellen der Prägefolie;
- b) Einstanzen mindestens einer vom Rand des Dekorabschnitts beabstandeten linienförmigen
Kerbe in die Übertragungslage und die Kleberschicht;
- c) Prägen des Dekorabschnitts auf das Substrat;
- d) Ablösen der Restprägefolie von dem mit dem Dekorabschnitt beprägten Substrat.
[0038] Die Prägefolie 1 ist auf einer Abwickelrolle 21 bereitgestellt und wird sodann in
eine Stanzstation, gebildet aus einer Rundstanze 22 und einem Gegendruckzylinder 22',
geführt. In der Stanzstation werden die weiter oben beschriebenen linienförmigen Kerben
15 in die Übertragungslage 13 und die Kleberschicht 14 der Prägefolie 1 so eingestanzt,
dass in der Prägefolie 1 ausgebildete Dekorabschnitte 16 von den linienförmigen Kerben
15 registergenau umgeben sind. Die Prägefolie 1 wird nun über eine erste Umlenkrolle
27 geführt, die zugleich als Andruckrolle betrieben ist und die Prägefolie 1 auf ein
zu beprägendes Substrat 23 drückt. Die mit dem Substrat 23 zusammengeführte Prägefolie
1 wird nun durch eine Prägestation geführt, die einen beheizten Prägezylinder 24 und
zwei zweite Umlenkrollen 27 umfasst, die zugleich für den notwendigen Andruck des
Substrats 23 am Prägezylinder 24 sorgen. Die auf dem Substrat 23 angeordnete Prägefolie
1 ist der Oberfläche des Prägezylinders 24 zugewandt. Die zweiten Umlenkrollen 27
sind so angeordnet, dass der Prägezylinder 24 von der Prägefolie 1 und dem Substrat
23 etwa halb umschlungen ist. In der Prägestation werden die vorgestanzten Dekorabschnitte
16 durch registrierte, d. h. lagekontrollierte Einwirkung des prägenden Bereichs des
Prägezylinders 24 mit Hilfe von Druck und Wärme auf das Substrat 23 übertragen. Der
Prägezylinder 24 kann an seinem Umfang vollständig oder nur teilweise beheizt sein
und/oder nicht näher dargestellte Prägezonen aufweisen, mit denen die Dekorabschnitte
16 mittels Druck und Wärme auf das Substrat 23 übertragen werden. Die Prägezonen können
dabei in Größe und/oder Kontur mit den Dekorabschnitten 16 etwa übereinstimmen. Damit
ist ein Substrat 25 mit applizierten Dekorabschnitten 16 ausgebildet, wobei die Dekorabschnitte
16, wie weiter oben beschrieben, von Stanzbereichen umgeben sind, in denen die Übertragungslage
13 und/oder die Kleberschicht 14 leicht bricht. Das Brechen der angestanzten Übertragungslage
kann im Moment des Ablösens oder kurz danach oder davor stattfinden.
[0039] Unmittelbar hinter der Prägestation wird eine Restprägefolie 1r von dem Substrat
25 mit den applizierten Dekorabschnitten abgezogen und auf einer Aufwickelrolle 26
aufgewickelt. Die Restprägefolie 1r weist dabei zumindest die Trägerfolie 11 und die
Bereiche der Übertragungslage 13 mit der Kleberschicht 14 auf, die nicht auf das Substrat
23 übertragen wurden.
[0040] Das registergenaue Stanzen der Kerben 15 ist dadurch erleichtert, dass die Rundstanze
22 und der Prägezylinder 24 durch getriebetechnische Kopplung, ggf. mit zusätzlicher
Feinregelung, in ihrem Ablauf synchronisiert sind.
[0041] In einem nicht näher dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Rundstanze 22 durch
ein verfahrbares Messer oder durch eine Hubstanze ersetzt. Das Messer oder die Hubstanze
sind durch einen eine Registermarke auf der Prägefolie erfassenden Sensor, der vorzugsweise
unmittelbar nach der Abwickelrolle 21 und vor dem Messer oder der Hubstanze angeordnet
ist, gesteuert, sodass das Messer oder die Hubstanze entsprechend dieser Registermarke
auf der Folie registergenaue Stanzungen entsprechend eines auf der Prägefolie vorhandenen
Dekors bzw. vorhandener Dekorabschnitte erzeugen kann. Der die Registermarke auf der
Folie erfassende Sensor kann zusätzlich auch den Prägezylinder 24 registergenau steuern,
um auch den Prägezylinder 24 registergenau, das heißt lagegenau oder lagekontrolliert
zu den Dekorabschnitten auf der Prägefolie und damit die Stanzungen zu steuern.
[0042] Fig. 7 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Stanz- und Prägeeinrichtung 2
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, wobei die Prägevorrichtung wie
die in Fig. 6 dargestellte Stanz- und Prägeeinrichtung aufgebaut ist, mit dem Unterschied,
dass ein linear beweglicher Prägestempel 24' vorgesehen ist, so dass das Substrat
23 in der Stanz- und Prägeeinrichtung 2 nicht umgelenkt wird. Die in Fig. 7 dargestellte
Stanz- und Prägeeinrichtung 2 ist deshalb besonders zur Beprägung relativ starrer
Substrate geeignet, beispielsweise zur Beprägung von Kredit- oder Ausweiskarten.
[0043] Alternativ zu der in den Fig. 6 und 7 gezeigten Inline-Variante, bei der Stanzeinrichtung
und Prägeeinrichtung in einem kontinuierlichen Rolle-zu-Rolle-Prozess unmittelbar
nacheinander angeordnet sind, ist es auch möglich, die Prägeeinrichtung und die Stanzeinrichtung
verfahrensmäßig zu entkoppeln und offline zu betreiben. So ist es beispielsweise möglich,
dass eine separate und von der Prägeeinrichtung örtlich getrennte Stanzeinrichtung
mittels der oben beschriebenen Rundstanze, Hubstanze oder der Messer Stanzbereiche
15s in die Prägefolie einbringt und diese vorgestanzte Prägefolie 1 anschließend in
einem separaten Arbeitsgang einer Prägeeinrichtung für das Prägen der Dekorabschnitte
16 auf ein Substrat 23 zugeführt wird. Zwischen beiden Arbeitsgängen kann die Prägefolie
aufgerollt, konfektioniert, d. h. in Länge und/oder Breite zugeschnitten und transportiert
werden, da die Registergenauigkeit zwischen Prägefolie und Substrat beim Prägen wieder
durch die auf der Prägefolie vorgesehenen Registermarken eingestellt werden kann.
[0044] Fig. 9 zeigt eine Stanz- und Prägeeinrichtung 3 zur Durchführung eines Kaltprägeverfahrens,
das folgende Schritte umfasst:
- a) Bereitstellen der Prägefolie;
- b) Einstanzen mindestens einer vom Rand des Dekorabschnitts beabstandeten linienförmigen
Kerbe in die Übertragungslage;
- c) Aufbringen eines Klebers auf das Substrat oder Aufbringen des Klebers auf die Prägefolie,
- d) Zusammenführen von Prägefolie und Substrat,
- e) Aushärten oder Trocknen des Klebers,
- f) Ablösen der Restprägefolie von dem mit dem Dekorabschnitt beprägten Substrat.
[0045] Die Prägefolie 1 ist auf einer Abwickelrolle 21 bereitgestellt und wird sodann in
eine Stanzstation, gebildet aus einer Rundstanze 22 und einem Gegendruckzylinder 22',
geführt. In der Stanzstation werden die weiter oben beschriebenen linienförmigen Kerben
15 in die Übertragungslage 13 der Transferfolie 1 so eingestanzt, dass in der Prägefolie
1 ausgebildete Dekorabschnitte 16 von den linienförmigen Kerben 15 registergenau umgeben
sind. Auf ein Substrat 23 wird in einem Kleberauftragswerk 31 ein Kleber insbesondere
partiell in Form von Dekorabschnitten aufgebracht, zum Beispiel aufgedruckt oder aufgesprüht.
Alternativ und nicht dargestellt kann der Kleber auch auf die zum Substrat weisende
Außenseite der Übertragungslage der Prägefolie 1 aufgebracht werden. Die Transferfolie
1 wird nun über eine erste Umlenkrolle 27 geführt, die zugleich als Andruckrolle betrieben
ist und die Transferfolie 1 auf das zu beprägendes Substrat 23 drückt. Die mit dem
Substrat 23 zusammengeführte und auf dem Kleber aufliegende Prägefolie 1 wird nun
durch eine Trocknungsstation 32 geführt. Dort ist eine teilweise oder vollständige
Trocknung und/oder Aushärtung des Klebers vorgesehen, beispielsweise mittels Wärme
und/oder UV-Belichtung. Damit ist ein Substrat 25 mit applizierten und mittels des
ausgehärteten Klebers fest auf dem Substrat 23 haftenden Dekorabschnitten ausgebildet,
wobei die Dekorabschnitte, wie weiter oben beschrieben, von Stanzbereichen umgeben
sind, in denen die Übertragungslage leicht bricht. Das Brechen der angestanzten Übertragungslage
kann im Moment des Ablösens oder kurz danach oder davor stattfinden.
[0046] Unmittelbar hinter der Trocknungsstation 32 wird eine Restprägefolie 1r von dem Substrat
25 mit den applizierten Dekorabschnitten abgezogen und auf einer Aufwickelrolle 26
aufgewickelt. Die Restprägefolie 1r weist dabei zumindest die Trägerfolie 11 und die
Bereiche der Übertragungslage 13 auf, die nicht auf das Substrat 23 übertragen wurden.
[0047] Das registergenaue Stanzen der Kerben 15 ist dadurch erleichtert, dass die Rundstanze
22 und der Kleberauftragswerk 31 durch getriebetechnische und/oder elektronische Kopplung,
ggf. mit zusätzlicher Feinregelung, in ihrem Ablauf synchronisiert sind.
[0048] In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Rundstanze 22 durch ein
verfahrbares Messer oder durch eine Hubstanze ersetzt. Das Messer oder die Hubstanze
sind durch einen eine Registermarke auf der Transferfolie erfassenden Sensor, der
vorzugsweise unmittelbar nach der Abwickelrolle 21 und vor dem Messer oder der Hubstanze
angeordnet ist gesteuert, sodass das Messer oder die Hubstanze entsprechend dieser
Registermarke auf der Folie registergenaue Stanzungen erzeugen kann. Der die Registermarke
auf der Folie erfassende Sensor kann zusätzlich auch das Kleberauftragswerk 31 registergenau
steuern.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Prägefolie
- 1r
- Restprägefolie
- 2
- Stanz- und Prägeeinrichtung (Heißprägen)
- 3
- Stanz- und Prägeeinrichtung (Kaltprägen)
- 11
- Trägerfolie
- 12
- Ablöseschicht
- 13
- Übertragungslage
- 14
- Kleberschicht
- 15
- linienförmige Kerbe
- 15a
- Kerben mit Abstand voneinander
- 15 b
- Kerben ohne Abstand voneinander
- 15s
- Stanzbereich
- 16
- Dekorabschnitt
- 16s
- Grenzlinie des Dekorabschnitts
- 21
- Abwickelrolle
- 22
- Rundstanze
- 22'
- Gegendruckzylinder
- 23
- Substrat
- 24
- Prägezylinder
- 24'
- Prägestempel
- 25
- Substrat mit appliziertem Dekorabschnitt
- 26
- Aufwickelrolle
- 27
- Umlenkrolle
- 31
- Kleberauftragswerk
- 32
- Trocknungsstation
- 1. LEONHARD KURZ Stiftung & Co. KG, Schwabacher Str. 482, 90763 Fürth, Deutschland
- 2. OVD Kinegram AG, Zählerweg 12, 6301 Zug, Schweiz
- 3. KBA-NotaSys SA, Avenue du Grey 55, 1018 Lausanne 22, Schweiz
1. Verfahren zum Übertragen eines Dekorabschnitts (16) einer Prägefolie (1) auf ein Substrat
(23) mittels einer Prägewalze (24) oder eines Prägestempels (24'), wobei die Prägefolie
(1) eine Trägerfolie (11) und eine auf der Trägerfolie (11) angeordnete Übertragungslage
(13) umfasst,
wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
a) Bereitstellen der Prägefolie (1);
b) Einstanzen mindestens einer vom Rand des Dekorabschnitts (16) nicht mehr als 2
mm beabstandeten und als linienförmige Kerbe ausgebildeten Kerbe (15) in die Übertragungslage
(13);
c) Prägen des Dekorabschnitts (16) auf das Substrat (23);
d) Ablösen der Restprägefolie (1r) von dem mit dem Dekorabschnitt (16) beprägten Substrat
(25), wobei im Verfahrensschritt b) offene Kerben (15) in die Übertragungslage (13)
eingestanzt werden, die zwischen gegenüberliegenden Rändern der Prägefolie (1) erstreckt
sind und den Dekorabschnitt (16) einschließen, und wobei die Kerben (15) eine mittlere
Breite von 0,05 mm bis 0,5 mm aufweisen, oder wobei im Verfahrensschritt b) mehr als
eine Kerbe (15) eingestanzt wird, wobei die mehr als einen Kerben (15) einen Stanzbereich
(15s) bilden, und wobei die Kerben (15) eine mittlere Breite von 0,05 mm bis 0,5 mm
aufweisen.
2. Verfahren zum Übertragen eines Dekorabschnitts (16) einer Prägefolie (1) auf ein Substrat
(23), wobei die Prägefolie (1) eine Trägerfolie (11) und eine auf der Trägerfolie
(11) angeordnete Übertragungslage (13) aufweist,
wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
a) Bereitstellen der Prägefolie (1);
b) Einstanzen mindestens einer vom Rand des Dekorabschnitts (16) nicht mehr als 2
mm beabstandeten und als linienförmige Kerbe ausgebildeten Kerbe (15) in die Übertragungslage
(13);
c) Aufbringen eines Klebers auf das Substrat (23) oder Aufbringen des Klebers auf
die Prägefolie (1),
d) Zusammenführen von Prägefolie und Substrat,
e) Aushärten oder Trocknen des Klebers,
f) Ablösen der Restprägefolie von dem mit dem Dekorabschnitt (16) beprägten Substrat
(25), wobei im Verfahrensschritt b) offene Kerben (15) in die Übertragungslage (13)
eingestanzt werden, die zwischen gegenüberliegenden Rändern der Prägefolie (1) erstreckt
sind und den Dekorabschnitt (16) einschließen, und wobei die Kerben (15) eine mittlere
Breite von 0,05 mm bis 0,5 mm aufweisen, oder wobei im Verfahrensschritt b) mehr als
eine Kerbe (15) eingestanzt wird, wobei die mehr als einen Kerben (15) einen Stanzbereich
(15s) bilden, und wobei die Kerben (15) eine mittlere Breite von 0,05 mm bis 0,5 mm
aufweisen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass innerhalb des Stanzbereichs (15s) 2 bis 40 Kerben (15) eingebracht werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass innerhalb des Stanzbereichs (15s) 3 bis 4 Kerben (15) eingebracht werden.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass benachbarte Kerben (15) einen konstanten Abstand aufweisen.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stanzbereich (15s) eine Breite von 0,5 bis 2,5 mm aufweist.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kerben (15) die Übertragungslage (13) zwischen 20 % und 100 % durchtrennen.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kerben (15) die Übertragungslage (13) vollständig durchtrennen, jedoch vor der
der Übertragungslage (13) zugewandten Oberfläche der Trägerfolie (11) enden.
9. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach dem Verfahrensschritt c) das Brechen der angestanzten Übertragungslage im Moment
des Ablösens oder kurz danach oder davor vorgesehen ist.
10. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach dem Verfahrensschritt e) das Brechen der angestanzten Übertragungslage im Moment
des Ablösens oder kurz danach oder davor vorgesehen ist.
1. Method for transferring a decorative portion (16) of an embossing film (1) onto a
substrate (23) by means of an embossing roller (24) or an embossing stamp (24'), wherein
the embossing film (1) comprises a carrier film (11) and a transfer sheet (13) arranged
on the carrier film (11),
wherein the method comprises the following steps:
a) providing the embossing film (1);
b) stamping at least one notch (15) into the transfer sheet (13), said notch being
spaced apart from the edge of the decorative portion (16) by no more than 2mm and
formed as a linear notch;
c) embossing the decorative portion (16) onto the substrate (23);
d) detaching the remaining embossing film (1r) from the substrate (25) embossed with
the decorative portion (16), wherein
in method step b), open notches (15) are stamped into the transfer sheet (13) which
are extended between opposite edges of the embossing film (1) and enclose the decorative
portion (16), and wherein the notches (15) have an average width of 0.05mm to 0.5mm,
or wherein, in method step b), more than one notch (15) is stamped, wherein the more
than one notch (15) form a stamping region (15s), and wherein the notches (15) have
an average width of 0.05mm to 0.5mm.
2. Method for transferring a decorative portion (16) of an embossing film (1) onto a
substrate (23), wherein the embossing film (1) has a carrier film (11) and a transfer
sheet (13) arranged on the carrier film (11),
wherein the method comprises the following steps:
a) providing the embossing film (1);
b) stamping at least one notch (15) into the transfer sheet (13), said notch being
spaced apart from the edge of the decorative portion (16) by no more than 2mm and
formed as a linear notch;
c) applying an adhesive to the substrate (23) or applying the adhesive to the embossing
film (1),
d) bringing together embossing film and substrate,
e) curing or drying the adhesive,
f) detaching the remaining embossing film from the substrate (25) embossed with the
decorative portion (16), wherein, in method step b), open notches (15) are stamped
into the transfer layer (13) which are extended between opposite edges of the embossing
film (1) and enclose the decorative portion (16), and wherein the notches (15) have
an average width of 0.05mm to 0.5mm, or wherein, in method step b), more than one
notch (15) is stamped, wherein the more than one notch (15) form a stamping region
(15s), and wherein the notches (15) have an average width of 0.05mm to 0.5mm.
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that
2 to 40 notches (15) are introduced within the stamping region (15s).
4. Method according to claim 3,
characterised in that
3 to 4 notches (15) are introduced within the stamping region (15s).
5. Method according to claim 3 or 4,
characterised in that
adjacent notches (15) have a constant distance.
6. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the stamping region (15s) has a width of 0.5 to 2.5mm.
7. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the notches (15) cut through the transfer sheet (13) between 20% and 100%.
8. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the notches (15) cut through the transfer sheet (13) fully, but end before the surface
of the carrier film (11), said surface facing the transfer sheet (13).
9. Method according to claim 1,
characterised in that
after method step c), the breaking of the punched transfer sheet is provided at the
moment of detachment or shortly afterwards or shortly before.
10. Method according to claim 2,
characterised in that
after method step e), the breaking of the punched transfer sheet is provided at the
moment of detachment or shortly afterwards or shortly before.
1. Procédé servant à transférer une partie décorative (16) d'un film d'estampage (1)
sur un substrat (23) au moyen d'un cylindre d'estampage (24) ou d'un poinçon d'estampage
(24'), dans lequel le film d'estampage (1) comprend un film de support (11) et une
couche de transfert (13) disposée sur le film de support (11),
dans lequel le procédé comprend des étapes suivantes :
a) de mise à disposition du film d'estampage (1) ;
b) de découpage dans la couche de transfert (13) d'au moins une encoche (15) espacée
du bord de la partie décorative (16) d'une distance non supérieure à 2 mm et réalisée
sous la forme d'une encoche linéaire ;
c) d'estampage de la partie décorative (16) sur le substrat (23) ;
d) de décollement du film d'estampage restant (1r) du substrat (25) estampé avec la
partie décorative (16), dans lequel
à l'étape de procédé b), des encoches (15) ouvertes sont découpées dans la couche
de transfert (13), qui s'étendent entre des bords opposés du film d'estampage (1)
et renferment la partie décorative (16), et dans lequel les encoches (15) présentent
une largeur moyenne allant de 0,05 mm à 0,5 mm, ou dans lequel à l'étape de procédé
b), plus d'une encoche (15) est découpée, dans lequel la ou les encoches (15) forment
une zone de découpage (15s), ou dans lequel les encoches (15) présentent une largeur
moyenne allant de 0,05 mm à 0,5 mm.
2. Procédé servant à transférer une partie décorative (16) d'un film d'estampage (1)
sur un substrat (23), dans lequel le film d'estampage (1) présente un film de support
(11) et une couche de transfert (13) disposée sur le film de support (11), dans lequel
le procédé comprend des étapes suivantes :
a) de mise à disposition du film d'estampage (1) ;
b) de découpage dans la couche de transfert (13) d'au moins une encoche (15) espacée
du bord de la partie décorative (16) d'une distance non supérieure à 2 mm et réalisée
sous la forme d'une encoche linéaire ;
c) d'application d'une colle sur le substrat (23) ou d'application de la colle sur
le film d'estampage (1) ;
d) de rassemblement du film d'estampage et du substrat ;
e) de durcissement ou de séchage de la colle ;
f) de décollement du film d'estampage restant du substrat (25) estampé avec la partie
décorative (16), dans lequel à l'étape de procédé b), des encoches (15) ouvertes sont
découpées dans la couche de transfert (13), qui s'étendent entre des bords opposés
du film d'estampage (1) et renferment la partie décorative (16), ou dans lequel les
encoches (15) présentent une largeur moyenne allant de 0,05 mm à 0,5 mm, ou dans lequel
à l'étape de procédé b), plus d'une encoche (15) est découpée, dans la ou les encoches
(15) forment une zone de découpage (15s), ou dans lequel les encoches (15) présentent
une largeur moyenne allant de 0,05 mm à 0,5 mm.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce
que 2 à 40 encoches (15) sont pratiquées à l'intérieur de la zone de découpage (15s).
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce
que 3 à 4 encoches (15) sont pratiquées à l'intérieur de la zone de découpage (15s).
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce
que des encoches (15) adjacentes présentent une distance constante.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la zone de découpage (15s) présente une largeur allant de 0,5 à 2,5 mm.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que les encoches (15) sectionnent la couche de transfert (13) entre 20 % et 100 %.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que les encoches (15) sectionnement totalement la couche de transfert (13), se terminent
toutefois avant la surface, tournée vers la couche de transfert (13), du film de support
(11).
9. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'après l'étape de procédé c), la rupture de la couche de transfert marquée est prévue
au moment du décollement ou peu après ou peu avant ce dernier.
10. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce
qu'après l'étape de procédé e), la rupture de la couche de transfert marquée est prévue
au moment du décollement ou peu après ou peu avant ce dernier.