[0001] Die Erfindung betrifft ein Raumteilerelement.
[0002] Aus der
DE 195 47 555 A1 ist ein freistehendes wandlungsfähiges Schrankelement bekannt, welcher aus acht einzelnen,
identischen Würfeln in Kombination mit einem bestimmten Regal zu einem Quadrat zusammengestellt
werden kann, wobei im Zentrum ein quadratischer Freiraum entsteht. Weder das Regal
noch die Würfel sind hierbei miteinander verbunden, so daß die Gefahr besteht, daß
bei Berühren des Schrankelementes sich dieses verschiebt oder Würfel herunterfallen.
[0003] Die
DE 195 28 546 A1 beschreibt einen würfelartigen Systembehälter, bei dem auf den Außenseiten der Wände
Hintergreifnuten angeordnet sind, so daß beim Zusammenstellen der würfelartigen Systembehälter
diese durch Schieber miteinander verbunden sind.
[0004] Aus der
DE 298 05 662 U1 ist ein Schranksystem bekannt, dessen Elemente auch Kuben sein können. Die Seitenflächen
dieser Kuben weisen in definierten Abständen eine Lochperforation auf, über welche
die Kuben miteinander verbunden werden.
[0005] Auch aus der
DE 102 27 205 A1 ist ein Möbel- und Regalsystem bekannt, wobei verschiedene geometrische Möbelformen
durch Platten, vorzugsweise aber rechtwinklige geometrische Körper, die beispielsweise
zu Kuben oder Quadern, aber auch zu geometrischen Körpern mit dreieckigen oder mehreckigen
Flächen zusammengefügt werden können, ohne daß es der Zuhilfenahme von starren Befestigungselementen
bedarf.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Raumteilerelement zu schaffen,
mit dem ein Raumteiler erstellt werden kann, der gleichzeitig als modulares Regalsystem
verwendbar ist und der einfach und schnell montiert werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mindestens ein Quader vorgesehen
ist, der an mindestens einer Seite offen ist und der an zwei anderen, gegenüberliegenden
Seiten einen Schlitz zum Durchschieben eines Brettes aufweist.
[0008] Der Quader wird mit dem Schlitz in vertikaler Richtung auf den Boden gestellt und
das Brett wird durch den Quader geschoben. Ist das Brett länger als der Quader, entsteht
durch das oben aus dem Quader herausragende Brett ein Raumteiler, wobei der an dessen
unteren Ende angeordnete Quader als Regal verwendet werden kann. Selbstverständlich
können mehrere Quader übereinander gestellt und dann durch ein Brett miteinander verbunden
werden, wodurch mehr Regalfläche zur Verfügung steht. Auf diese Weise werden die Quader
einfach und lösbar miteinander verbunden, so daß ein unerwünschtes Verschieben der
Quader relativ zueinander verhindert wird. Durch Nebeneinanderanordnen mehrerer solcher
Einheiten kann eine Trennwand beliebiger Länge geschaffen werden, wobei die Zahl der
Quader bei jeder Einheit variiert werden kann, um einen monotonen optischen Eindruck
zu vermeiden. Ein bedeutender Vorteil der Erfindung besteht in der schnellen und einfachen
Montage des Raumteilers, für die kein Werkzeug benötigt wird.
[0009] Eine Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß der Schlitz parallel zu der mindestens
einen offenen Seite des Quaders angeordnet ist.
[0010] In diesem Fall ist das Brett in einem Winkel von 90° zu der mindestens einen offenen
Seite des Quaders angeordnet.
[0011] Alternativ ist es auch möglich, daß der Schlitz in einem Winkel von 10 bis 80°, vorzugsweise
von 35 bis 55°, besonders bevorzugt in einem Winkel von 45° zu der mindestens einen
offenen Seite des Quaders angeordnet ist.
[0012] Bei einer solchen Anordnung ist das Brett schräg zu der bzw. den offenen Seiten des
Quaders angeordnet. Bei der besonders bevorzugten Anordnung in einem Winkel von 45°
zu der bzw. den offenen Seiten kann bei nebeneinandergestellten Quadern eine zickzackförmige
Anordnung der Bretter erreicht werden, was einen interessanten optischen Effekt bei
dem Raumteiler ergibt.
[0013] Eine Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß der Quader an genau einer Seite
offen ist und an der dieser gegenüberliegenden Seite die Seiten mit dem Schlitz aufweist.
[0014] Somit wird ein Raumteiler geschaffen, dessen Regalbereich nur zu einer Seite hin
offen ist.
[0015] Eine Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß der Quader auf zwei gegenüberliegenden
Seiten offen ist und der Schlitz in der Mitte des Quaders angeordnet ist.
[0016] Auf diese Weise wird ein Raumteiler geschaffen, der beidseits als Regal verwendet
werden kann.
[0017] Es liegt im Rahmen der Erfindung, daß der Schlitz sich bis in die Seitenwände des
Quaders erstreckt.
[0018] Durch Vorsehen einer Nut in der Seitenwand wird sichergestellt, daß das Brett auch
im Bereich des Quaders auch seitlich geführt ist.
[0019] Alternativ kann auch vorgesehen sein, daß der Schlitz jeweils vor den Seitenwänden
des Quaders endet.
[0020] Auf diese Weise wird bei zweiseitig offenen Quadern erreicht, daß Licht durch diese
durchtreten kann. Aufgrund dieser Durchbrechungen wirkt der Raumteiler leichter als
ein vollständig abschließender Raumteiler.
[0021] Eine bevorzugte Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß der Quader ein Kubus
ist.
[0022] Im Rahmen der Erfindung ist ebenfalls vorgesehen, dass der Quader entlang mindestens
einer Kante eine Abschrägung aufweist, wobei die mindestens eine Kante zwischen zwei
Seiten angeordnet ist, sowie mindestens eine Rolle im Bereich der Abschrägung derart
angeordnet ist, dass die Kreisumfangsfläche der mindestens einen Rolle tangential
zu den Seiten des Quaders angeordnet ist.
[0023] Durch diese Ausgestaltung wird ermöglicht, dass das Raumteilerelement einfach transportiert
werden kann. Hierfür muss man lediglich das Raumteilerelement auf die Seite kippen,
an der die wenigstens eine Rolle angeordnet ist. Da die Rolle in der Abschrägung bzw.
Abkantung einer Kante (zwischen zwei Seiten) angeordnet ist, wird durch die Kippbewegung
das Gewicht des Raumteilerlementes auf die Rolle verlagert, wobei keine der Seiten
mehr Bodenkontakt aufweist.
[0024] Es ist ebenfalls vorteilhaft vorgesehen, dass ein Füllelement für einen der Schlitze
vorgesehen ist.
[0025] Durch die Anordnung des Füllelementes auf, über oder in dem Schlitz wird erreicht,
dass das Brett nicht durch diesen Schlitz hindurchgeschoben werden kann. Es ist insbesondere
vorteilhaft vorgesehen, dass das Füllelement in dem bodenseitig angeordneten Schlitz
eines auf dem Boden angeordneten Quaders angeordnet ist. Hierdurch wird erreicht,
dass das Brett nicht durch den unteren Schlitz geführt wird und keinen Bodenkontakt
aufweist. Letzteres ist insbesondere vorteilhaft, wenn das Raumteilerelement mit einem
darin angeordneten Brett transportiert werden soll. Das Füllelement ist vorteilhaft
derart ausgebildet, dass es in den Schlitz formschlüssig eingebracht werden kann sowie
Mittel zum Halten aufweist, die verhindern, dass das Füllelement durch den Schlitz
hindurchgeschoben werden kann. Es ist ebenfalls vorstellbar, dass das Füllelement
derart ausgebildet ist, das eine Führung bzw. Schienung des Brettes in dem Innenraum
des Quaders ermöglicht wird.
[0026] Es ist ebenfalls vorteilhaft vorgesehen, dass auf den Innenseiten der Seiten des
Quaders Mittel zum Führen des Brettes angeordnet sind.
[0027] Vorzugsweise weisen die Seiten, die zwischen den Seiten mit den Schlitzen angeordnet
sind, die Mittel zum Führen des Brettes auf. Die Mittel zum Führen des Brettes können
hierbei Schienen sein, in denen das Brett geführt wird. Es ist jedoch ebenfalls vorstellbar,
dass die Mittel zum Führen des einzuschiebenden Brettes durch längliche Aussparungen
bzw. Einschneidungen in den Seiten erreicht werden.
[0028] Die Aufgabe der Erfindung wird ebenfalls durch ein Raumteilerelementsystem gelöst,
wobei das Raumteilerelementensystem aus mindestens einem Quader, einem Brett und einem
Füllelement besteht. Hierbei ist vorgesehen, dass der Quader an mindestens einer Seite
offen ist und an zwei anderen, gegenüberliegenden Seiten einen Schlitz zum Durchschieben
eines Brettes aufweist, wobei in dem Quader ein Füllelement in einem der Schlitze
angeordnet ist und wobei das Brett durch den anderen Schlitz geschoben ist.
[0029] Auf dem Quader können weitere Raumteilerelemente angeordnet werden, wobei diese Raumteilerelemente
mindestens einen Quader aufweisen, welcher Schlitze zum Durchschieben des Brettes
aufweisen, welches in dem unteren Quaders eingeschoben ist. Durch die Verwendung desselben
Brettes wird ein Verdrehen der Quader gegeneinander gehindert.
[0030] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen näher
erläutert.
[0031] Es zeigen
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Raumteilerelement,
- Fig. 2
- einen mit erfindungsgemäßen Raumteilerelementen erstellten Raumteiler,
- Fig. 3
- ein Verbindungselement für zwei benachbarte Raumteilerelemente.
[0032] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht das erfindungsgemäße Raumteilerelement aus einem
Quader 1, der hier als Kubus 1 ausgebildet ist, welcher an mindestens einer Seite
2a offen ist. Der dargestellte Kubus 1 ist an zwei gegenüberliegenden Seiten 2a, 2b
offen.
[0033] An zwei anderen, ebenfalls gegenüberliegenden Seiten 2c, 2d weist der Quader 1 einen
Schlitz 3 zum Durchschieben eines Brettes 4 auf, wobei der Schlitz 3 bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel parallel zu der bzw. den offenen Seiten des Quaders 1 angeordnet
ist. Es ist zu erkennen, daß der Schlitz 3 sich bis in die Seitenwände 2e, 2f des
Quaders 1 erstreckt, wodurch sichergestellt ist, daß das Brett 4 auch seitlich geführt
ist. Bei der dargestellten Ausführung des Raumteilerelementes ist der Schlitz 3 in
der Mitte des Raumteilerelementes angeordnet. Es ist ebenfalls möglich, daß der Quader
1 an nur einer Seite 2a offen ist und an der dieser gegenüberliegenden Seite die Seiten
2c, 2d mit dem Schlitz 3 angeordnet sind. Ebenso ist es möglich, daß der Schlitz 3
in einem Winkel von 10 bis 80°, vorzugsweise von 35 bis 55°, besonders bevorzugt in
einem Winkel von 45° zu den offenen Seiten 2a, 2b des Quaders 1 angeordnet ist.
[0034] Bei dem Bodenelement kann der Schlitz 3 auch nur auf der Oberseite des Quaders 1
angeordnet sein, wobei es dann sinnvoll ist, daß der Boden des Quaders 1 im Innenbereich
eine Vertiefung aufweist, in die das Brett 4 eingreift, so daß eine 2-Punkt-Führung
für das Brett 4 gegeben ist.
[0035] Fig. 2 zeigt einen mit entsprechenden Raumteilerelementen erstellten Raumteiler.
Durch die in vertikaler Richtung angeordneten Schlitze 3 des Raumteilerelementes wird
ein Brett 4 geschoben, so daß das Raumteilerelement durch dieses in zwei Kompartimente
geteilt wird, die beide als Regal dienen können. Wie in Fig. 2 dargestellt, können
auch zwei oder mehr Raumteilerelemente übereinander gestapelt und dann mit einem durch
die in vertikaler Richtung angeordneten Schlitze 3 miteinander verbunden werden. Auf
diese Weise - und gegebenenfalls auch die Verwendung von Brettern 4 unterschiedlicher
Länge - kann ein abwechslungsreich gestalteter Raumteiler erstellt werden.
[0036] Es kann vorgesehen sein, daß das Bodenelement Rollen aufweist. Ebenso ist es möglich,
daß der Quader an seiner offenen Seite bzw. seinen offenen Seiten mit einer Tür versehen
ist.
[0037] Fig. 3 zeigt ein Verbindungselement 5 für zwei benachbarte Raumteilerelemente. Dieses
Verbindungselement 5 wird auf die Ecken am freien Ende zweier benachbarter Bretter
4 gesteckt, um sicherzustellen, daß diese in einer Ebene angeordnet sind.
1. Raumteilerelement, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Quader (1) vorgesehen ist, der an mindestens einer Seite (2a; 2b)
offen ist und der an zwei anderen, gegenüberliegenden Seiten (2c, 2d) einen Schlitz
(3) zum Durchschieben eines Brettes (4) aufweist.
2. Raumteilerelement gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (3) parallel zu der mindestens einen offenen Seite (2a, 2b) des Quaders
(1) angeordnet ist.
3. Raumteilerelement gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (3) in einem Winkel von 10 bis 80°, vorzugsweise von 35 bis 55°, besonders
bevorzugt in einem Winkel von 45° zu der mindestens einen offenen Seite (2a, 2b) des
Quaders (1) angeordnet ist.
4. Raumteilerelement gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Quader (1) an genau einer Seite (2a) offen ist und an der dieser gegenüberliegenden
Seite die Seiten (2c, 2d) mit dem Schlitz (3) aufweist.
5. Raumteilerelement gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Quader (1) auf zwei gegenüberliegenden Seiten (2a, 2b) offen ist und der Schlitz
(3) in der Mitte des Quaders (1) angeordnet ist.
6. Raumteilerelement gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (3) sich bis in die Seitenwände (2e, 2f) des Quaders (1) erstreckt.
7. Raumteilerelement gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (3) jeweils vor den Seitenwänden (2e, 2f) des Quaders (1) endet.
8. Raumteilerelement gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Quader (1) ein Kubus ist.
9. Raumteilerelement gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Verbindungselement (5) zum Aufstecken auf die Ecken am freien Ende zweier benachbarter
Bretter (4) vorgesehen ist.
10. Raumteilerelement gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Quader (1) entlang mindestens einer Kante eine Abschrägung aufweist, wobei die
mindestens eine Kante zwischen zwei Seiten (2a, 2d; 2b, 2d) angeordnet ist, sowie
mindestens eine Rolle im Bereich der Abschrägung derart angeordnet ist, dass die Kreisumfangsfläche
der mindestens einen Rolle tangential zu den Seiten (2a, 2d; 2b, 2d) des Quaders (1)
angeordnet ist.
11. Raumteilerelement gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Füllelement (6) für einen der Schlitze (3) vorgesehen ist.
12. Raumteilerelement gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Innenseiten der Seiten (2e, 2f) des Quaders (1) Mittel zum Führen des Brettes
(4) angeordnet sind.
13. Raumteilerelementsystem, bestehend aus mindestens einem Quader (1), einem Brett (4)
und einem Füllelement (6), wobei der Quader (1) an mindestens einer Seite (2a; 2b)
offen ist und an zwei anderen, gegenüberliegenden Seiten (2c, 2d) einen Schlitz (3)
zum Durchschieben eines Brettes (4) aufweist, wobei in dem Quader (1) ein Füllelement
(6) in einem der Schlitze (3) angeordnet ist und wobei das Brett (4) durch den anderen
Schlitz (3) geschoben ist.