[0001] Die Erfindung betrifft eine Nutzungssperranordnung für eine berechtigungsabhängige
Freigabe eines Betriebs eines elektrischen Geräts mit einer Klappe, wobei die Nutzungssperranordnung
eine Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung zur Überprüfung einer Berechtigung zu dem
Betrieb des elektrischen Geräts aufweist.
[0002] Derartige Nutzungssperranordnungen sind aus der Praxis bekannt und werden für eine
berechtigungsabhängige Freigabe eines Betriebs eines elektrischen Geräts mit einer
Klappe, wie beispielsweise einer Waschmaschine oder eines Trockners, eingesetzt. Zu
diesem Zweck weisen die bekannten Nutzungssperranordnungen Berechtigungsüberprüfungsvorrichtungen
auf, die beispielsweise nach einer Einzahlung einer Nutzungsgebühr den Betrieb des
elektrischen Geräts elektronisch freigeben.
[0003] Die bekannten Nutzungssperranordnung sind mit einer Steuerung des elektrischen Geräts
datenleitend verbunden und geben nach der Berechtigungsüberprüfung ein Steuerungsprogramm
frei. Da ein Eingriff in die Steuerungselektronik erforderlich ist, wird die Nutzungssperranordnung
üblicherweise von dem Hersteller des elektrischen Gerätes ab Werk vorgesehen. Aus
diesem Grund ist eine Nachrüstung eines elektrischen Gerätes mit einer Nutzungssperranordnung
in der Praxis nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand möglich.
[0004] Es wird deshalb als Aufgabe der vorliegenden Erfindung angesehen, eine Nutzungssperranordnung
so auszugestalten, dass eine Nutzungssperre eines elektrischen Gerätes mit einer Klappe
ohne einen Eingriff in die Steuerungselektronik des elektrischen Geräts möglich wird,
so dass eine Nachrüstung eines elektrischen Gerätes mit der Nutzungssperranordnung
ermöglicht wird.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Nutzungssperranordnung
eine Sperrvorrichtung aufweist, wobei die Sperrvorrichtung eine Sperrstellung und
eine Offenstellung aufweist und wobei die Sperrvorrichtung so an dem elektrischen
Gerät anordnenbar ist, dass die Sperrvorrichtung in der Sperrstellung ein Verschließen
der Klappe mechanisch verhindert. Die Sperrvorrichtung ist zweckmäßigerweise so an
dem elektrischen Gerät angeordnet, dass die Klappe nicht verschlossen werden kann,
wenn die Sperrvorrichtung in der Sperrstellung ist und somit ein Benutzen des elektrischen
Gerätes nicht möglich ist.
[0006] Durch eine solche mechanische Nutzungssperre wird eine einfache und kostengünstige
Nachrüstung elektrischer Geräte mit der Nutzungssperranordnung ermöglicht. Auf diese
Weise können eine Vielzahl elektrischer Geräte, wie beispielsweise Spülmaschinen,
Mikrowellenherde oder ähnliche Haushaltsgeräte, mit der Nutzungssperranordnung nachgerüstet
werden. Zudem kann die Nutzungssperranordnung auch wieder von dem elektrischen Gerät
entfernt werden, so dass eine berechtigungsunabhängige bzw. gebührenfreie Nutzung
des elektrischen Gerätes möglich wird. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Sperrvorrichtung
eine Führungseinrichtung, ein an der Führungseinrichtung gelagertes und relativ zu
der Führungseinrichtung verlagerbares Sperrstück und ein mit dem Sperrstück in Eingriff
bringbares Eingriffselement aufweist, wobei das Sperrstück in die Offenstellung und
in die Sperrstellung verlagerbar ist und wobei das Eingriffselement in der Sperrstellung
mit dem Sperrstück in Eingriff steht, so dass das Sperrstück in der Sperrstellung
festgelegt ist. Die Führungseinrichtung begrenzt eine Bewegung des Sperrstücks, so
dass das Sperrstück nur in eine vorgegebene Richtung verlagerbar ist.
[0007] Beispielsweise kann die Führungseinrichtung in Form eines Gehäuses ausgestaltet sein,
in dem das vorteilhafterweise bolzenförmige Sperrstück in einer Richtung verlagerbar
angeordnet ist. Die Führungseinrichtung und das Sperrstück sind zweckmäßigerweise
so ausgestaltet, dass durch eine Verlagerung des Sperrstücks in die Offenstellung
das Sperrstück in das durch die Führungsvorrichtung gebildete Gehäuse mindestens teilweise
versenkt wird und in der Sperrstellung weiter aus dem Gehäuse herausragt.
[0008] Das Eingriffselement steht mit dem Sperrstück in der Sperrstellung in Eingriff und
verhindert so die Verlagerung des Sperrstücks in die Offenstellung, solange die Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung
die Nutzung des elektrischen Geräts nicht freigibt. Das Eingriffselement kann beispielsweise
in Form eines Bolzens ausgestaltet und an der Führungseinrichtung festgelegt sein.
Zweckmäßigerweise ist das Eingriffselement von außen für einen Benutzer nicht zugänglich,
so dass der Eingriff des Sperrstücks mit dem Eingriffselement ohne eine Freigabe der
Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung von dem Benutzer nicht gelöst werden kann.
[0009] Zur Betätigung des Eingriffselements bei einer Freigabe der Benutzung des elektrischen
Geräts durch die Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung ist erfindungsgemäß vorteilhafterweise
vorgesehen, dass die Nutzungssperranordnung einen elektro-mechanischen Aktor zur Verlagerung
des Eingriffselements aufweist, so dass durch Betätigung des Aktors der Eingriff des
Eingriffselements mit dem Sperrstück gelöst oder hergestellt wird. Der elektro-mechanische
Aktor wird von der Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung betätigt, so dass nach einer
Freigabe der Eingriff des Eingriffselements mit dem Sperrstück gelöst wird und das
Sperrstück aus der Sperrstellung in die Offenstellung verlagert und die Klappe des
elektrischen Gerätes verschlossen werden kann.
[0010] Um nach einer Benutzung des elektrischen Geräts das Sperrstück in die Sperrstellung
verlagern zu können ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Sperrstück federbelastet
an der Führungseinrichtung gelagert ist. Dabei ist die Feder vorteilhafterweise so
an der Führungseinrichtung angeordnet, dass das Sperrstück aus der Offenstellung in
die Sperrstellung durch die von der Feder auf das Sperrstück ausgeübte Federkraft
verlagert wird, wenn die Klappe des elektrischen Geräts geöffnet wird.
[0011] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Nutzungssperranordnung
ist vorgesehen, dass die Sperrvorrichtung eine mit der Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung
datenübertragend verbundene Statusabfrageeinheit aufweist, die eine aktuelle Position
des Sperrstücks an die Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung übermittelt. Auf diese
Weise kann einfach ein Benutzungsvorgang des elektrischen Gerätes erkannt werden,
indem beispielsweise überwacht wird, ob das Sperrstück in die Offenstellung verlagert
wurde bzw. die Klappe des elektrischen Gerätes geschlossen wurde.
[0012] Durch die Statusabfrageeinheit kann die aktuelle Position des Sperrstücks und somit
des Betriebes des elektrischen Gerätes von der Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung
abgefragt werden, so dass beispielsweise eine versehentliche Entrichtung einer Nutzungsgebühr
während eines Betriebs des elektrischen Gerätes nicht möglich ist.
[0013] Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass es sich bei der Statusabfrageeinheit um einen
Positionsschalter handelt. Der Positionsschalter kann beispielsweise in Form eines
mechanisch betätigbaren Schalters ausgestaltet sein, der in der Offenstellung des
Sperrstücks betätigt wird und in der Sperrstellung freigegeben wird. Erfindungsgemäß
kann der Positionsschalter auch in Form eines elektrischen Abstandssensors oder einer
elektronisch-optischen Lichtschranke ausgestaltet sein. Zweckmäßigerweise ist der
Positionsschalter an der Führungseinrichtung festgelegt.
[0014] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Nutzungssperranordnung eine Stromunterbrechungseinrichtung
mit einem elektrischen Schalter aufweist, wobei durch den Schalter der elektrische
Stromkreis des elektrischen Gerätes bei einer geöffneten Klappe unterbrochen und bei
einer verschlossenen Klappe wiederhergestellt werden kann. Eine Stromunterbrechungseinrichtung
ermöglicht, dass das elektrische Gerät ohne eine von der Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung
erteilte Freigabe nicht versehentlich bei geöffneter Klappe gestartet werden kann.
Die Stromunterbrechungseinrichtung kann beispielsweise bei einer Spülmaschine den
Strom zu einer Wasserpumpe unterbrechen, so dass ein Spülvorgang ohne eine von der
Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung erteilte Freigabe nicht erfolgen kann.
[0015] Die Erfindung sieht vorteilhafterweise vor, dass die Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung
eine Nutzungsgebühraufnahmeeinrichtung aufweist. Durch die Nutzungsgebühraufnahmeeinrichtung
werden zu entrichtende Nutzungsgebühren aufgenommen, wobei die Nutzungsgebühraufnahmeeinrichtung
beispielsweise einen Münzen- und/oder Wertmarkenaufnehmer aufweisen kann. Nach einer
erfolgreichen Entrichtung der Nutzungsgebühr erfolgt die Freigabe der Sperrvorrichtung
durch die Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung, so dass das elektrische Gerät in Betrieb
genommen werden kann.
[0016] Vorteilhafterweise ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung
ein Magnetkarten- und/oder Mikrochipkarten-Lesegerät aufweist. Durch das Magnetkarten-
und/oder Mikrochipkarten-Lesegerät kann eine Entrichtung der Nutzungsgebühr auf einfache
Weise erfolgen und eine regelmäßige Entnahme der eingezahlten Münzen- und/oder der
eingezahlten Wertmarken aus der Nutzungssperranordnung entfällt.
[0017] Die Erfindung betrifft auch ein elektrisches Gerät mit einer Klappe und mit einer
wie vorangehend beschriebenen Nutzungssperranordnung.
[0018] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Sperrvorrichtung der Nutzungssperranordnung
so an dem elektrischen Gerät angeordnet ist, dass ein Verschließen der Klappe in der
Sperrstellung der Sperrvorrichtung mechanisch verhindert ist. Die Sperrvorrichtung
kann beispielsweise an dem elektrischen Gerät derart positioniert sein, dass das Sperrstück
in der Sperrstellung das Verschließen der Klappe und somit einen unberechtigten Betrieb
des elektrischen Gerätes verhindert. Wird der Betrieb des elektrischen Geräts von
der Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung freigegeben, so kann das Sperrstück in die
Offenstellung verlagert werden, wodurch die Klappe des elektrischen Geräts verschlossen
werden und das elektrische Gerät in Betrieb genommen werden kann. Die Nutzungssperranordnung
mit einer solchen mechanischen Nutzungssperre kann einfach und kostengünstig nachgerüstet
werden. Ein Eingriff in die Steuerung des elektrischen Geräts ist dabei nicht erforderlich.
[0019] Vorteilhafterweise ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Sperrvorrichtung an einer
Außenseite eines Gehäuses des elektrischen Geräts festgelegt ist. Durch eine Anordnung
der Sperrvorrichtung an der Außenseite des Gehäuses kann das elektrische Gerät auf
eine einfache Weise mit der Nutzungssperranordnung nachgerüstet werden. Auch ein Abbau
der Nutzungssperranordnung ist ohne Mehraufwand und ohne Mehrkosten möglich.
[0020] Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen elektrischen Gerätes ist vorteilhafterweise
vorgesehen, dass die Sperrvorrichtung an der Außenseite in einem Bereich der Klappe
derart angeordnet ist, dass die Sperrvorrichtung in der Sperrstellung mit der Klappe
in Eingriff steht, so dass ein Verschließen der Klappe verhindert ist. Die Sperrvorrichtung
kann beispielsweise seitlich oder oberhalb an dem elektrischen Gerät angeordnet sein
und ein Verlängerungsstück aufweisen, das an der Klappe des elektrischen Geräts festgelegt
ist, so dass das Sperrstück in der Sperrstellung mit dem Verlängerungsstück in Eingriff
steht und ein Verschließen der Klappe verhindert. Das Verlängerungsstück kann beispielsweise
an die Klappe angeschraubt sein.
[0021] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Nutzungssperranordnung
und des erfindungsgemäßen elektrischen Gerätes mit der erfindungsgemäßen Nutzungssperranordnung
werden anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen näher erläutert.
Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematisch dargestellte Schnittansicht einer Sperrvorrichtung mit einem in eine
Sperrstellung verlagerten Sperrstück,
- Fig. 2
- eine schematisch dargestellte Schnittansicht der in Fig. 1 dargestellten Sperrvorrichtung
mit dem in eine Offenstellung verlagerten Sperrstück,
- Fig. 3
- eine schematisch dargestellte Vorderansicht einer Spülmaschine mit einer Nutzungssperranordnung,
die eine seitlich an einem Gehäuse der Spülmaschine angeordnete Sperrvorrichtung aufweist,
- Fig. 4
- eine schematisch dargestellte Vorderansicht einer Spülmaschine mit einer Nutzungssperranordnung,
die eine an einer Oberseite eines Gehäuses der Spülmaschine angeordnete Sperrvorrichtung
aufweist,
- Fig. 5
- eine schematisch dargestellte seitliche Ansicht einer Spülmaschine mit einer Nutzungssperranordnung,
die eine seitlich an einem Gehäuse der Spülmaschine angeordnete Sperrvorrichtung aufweist,
wobei ein Sperrstück in eine Sperrstellung verlagert ist,
- Fig. 6
- eine schematisch dargestellte seitliche Ansicht der in Fig. 5 dargestellten Spülmaschine,
wobei das Sperrstück in eine Offenstellung verlagert ist,
- Fig. 7
- eine schematisch, teilweise geschnitten dargestellte Seitenansicht einer Spülmaschine
mit einer Nutzungssperranordnung, die eine Sperrvorrichtung und eine Stromunterbrechungsvorrichtung
aufweist, wobei ein Sperrstück der Sperrvorrichtung in eine Sperrstellung verlagert
ist,
- Fig. 8
- eine schematisch, teilweise geschnitten dargestellte Schnittansicht der in Fig. 7
dargestellten Spülmaschine, wobei das Sperrstück in eine Offenstellung verlagert ist.
[0022] Fig. 1 zeigt eine schematisch dargestellte Schnittansicht einer Sperrvorrichtung
1. Die Sperrvorrichtung 1 ist in einer Sperrstellung dargestellt. In der Sperrstellung
steht ein Eingriffselement 2 mit einem Sperrstück 3 in Eingriff und verhindert eine
Verlagerung des Sperrstücks 3 in eine Führungseinrichtung 4 und somit ein Verschließen
einer Klappe 5 eines elektrischen Geräts 7.
[0023] An der Klappe 5 ist ein Verlängerungsstück 6 der Sperrvorrichtung 1 angeordnet, um
die Klappe 5 des elektrischen Gerätes 7 in Eingriff mit der Sperrvorrichtung 1 bringen
zu können. In der Sperrstellung liegt das Sperrstück 3 an dem Verlängerungsstück 6
an, so dass die Klappe 5 mit der Sperrvorrichtung 1 ein Eingriff steht und ein Verschließen
der Klappe 5 wirkungsvoll verhindert ist.
[0024] Die Führungseinrichtung 4 bildet ein Gehäuse der Sperrvorrichtung 1, in dem das im
Wesentlichen zylinderförmig bzw. bolzenförmig ausgestaltete Sperrstück 3 in eine Richtung
verlagerbar ist. Das Sperrstück 3 ist durch eine Feder 8 federbelastet in der Führungseinrichtung
4 gelagert. Mit Hilfe der Feder 8 wird das Sperrstück 3 aus einer Offenstellung in
die Sperrstellung verlagert, wenn die Klappe 5 geöffnet wird. In der dargestellten
Sperrstellung ist die Feder 8 entspannt.
[0025] Die Sperrvorrichtung 1 weist weiterhin eine Statusabfrageeinheit 9 in Form eines
Positionsschalters 10 auf. Die Statusabfrageeinheit 9 ist mit einer nicht dargestellten
Berechtigungsüberprüfungs-vorrichtung datenübertragend verbunden und übermittelt die
aktuelle Position des Sperrstücks 4 an die Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung. Weiterhin
weist die Sperrvorrichtung 1 eine Stromunterbrechungsvorrichtung 11 auf, die in Form
eines Schalters ausgestaltet ist. In der dargestellten Sperrstellung des Sperrstücks
3 ist der Stromkreis des elektrischen Gerätes 7 unterbrochen, so dass kein Betrieb
des elektrischen Gerätes 7 möglich ist.
[0026] In der Sperrstellung steht das Eingriffselement 2 mit dem Sperrstück 3 in Eingriff
und verhindert eine Verlagerung des Sperrstücks 3 in die Offenstellung. Das Eingriffselement
2 kann entgegen einer von einer nicht dargestellten Feder aufgebrachten Federkraft
durch einen elektro-mechanischen Aktor 12 betätigt werden und der Eingriff mit dem
Sperrstück 3 gelöst werden. Anschließend kann das Sperrstück 3 z.B. durch Schließen
der Klappe 5 in die Offenstellung verlagert werden.
[0027] Fig. 2 zeigt eine schematisch dargestellte Schnittansicht der in Fig. 1 dargestellten
Sperrvorrichtung 1 in der Offenstellung. Das Eingriffselement 2 wurde nach einer Freigabe
durch die nicht dargestellte Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung durch den elektro-mechanischen
Aktor 12 verlagert, so dass das Eingriffselement 2 nicht länger in Eingriff mit dem
Sperrstück 3 steht. Anschließend konnte das Sperrstück 3 kann durch ein Verschließen
der Klappe 5 des elektrischen Gerätes 7 komplett in das durch die Führungseinrichtung
4 gebildete Gehäuse verlagert werden.
[0028] Das in der Offenstellung befindliche Sperrstück 3 betätigt den Positionsschalter
10 und eine Positionsänderung des Sperrstücks 3 wird an die nicht gezeigte Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung
übermittelt. Weiterhin betätigt das verlagerte Sperrstück 3 die Stromunterbrechungsvorrichtung
11 und der in der Schließstellung unterbrochene Stromkreis des elektrischen Geräts
7 wird geschlossen.
[0029] In der dargestellten Offenstellung ist die Feder 8 gespannt, so dass nach einem Öffnen
der Klappe 5 des elektrischen Gerätes 7 das Sperrstück 3 durch die Feder 8 aus der
Führungseinrichtung 4 in die Sperrstellung verlagert wird und das ebenfalls federbelastete
Eingriffselement 2 mit dem Sperrstück 3 in Eingriff gebracht wird.
[0030] Fig. 3 zeigt eine schematisch dargestellte Vorderansicht einer Spülmaschine 13 mit
einer Nutzungssperranordnung 14. Die Nutzungssperranordnung 14 weist eine seitlich
an der Spülmaschine 13 angeordnete Sperrvorrichtung 1 und eine ebenfalls seitlich
an der Spülmaschine 13 angeordnete Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung 15.
[0031] Die Sperrvorrichtung 1 verhindert ein Verschließen der Klappe 5 der Spülmaschine
13, sodass die Klappe 5 erst nach einer Freigabe durch die Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung
15 verschlossen werden kann und ein Betrieb der Spülmaschine 13 möglich ist. An der
Klappe 5 der Spülmaschine 13 ist ein Verlängerungsstück 6 angeordnet, um die Sperrvorrichtung
1 mit der Klappe 5 in Eingriff zu bringen.
[0032] Fig. 4 zeigt eine schematisch dargestellte Vorderansicht der Spülmaschine 13 mit
der Nutzungssperranordnung 14. Die Sperrvorrichtung 1 ist an einer Oberseite der Spülmaschine
13 angeordnet und die Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung 15 ist seitlich an der
Spülmaschine 13 angeordnet.
[0033] Fig. 5 zeigt eine schematisch dargestellte seitliche Ansicht der Spülmaschine 13
mit der Nutzungssperranordnung 14, wobei Sperrvorrichtung 1 seitlich an der Spülmaschine
13 angeordnet ist. Das Sperrstück 3 ist in die Sperrstellung verlagert und steht mit
der Klappe 5 der Spülmaschine 13 in Eingriff, so dass ein Verschließen der Klappe
5 der Spülmaschine 13 verhindert ist.
[0034] Die Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung 15 weist eine Nutzungsgebühraufnahmeeinrichtung
16 zu einer Aufnahme von Münzen und Wertmarken auf sowie ein Magnetkarten- und Mikrochipkarten-Lesegerät
17 auf.
[0035] Wird die Nutzungsgebühr an der Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung 15 entrichtet,
so kann das Sperrstück 3 in die Offenstellung durch Verschließen der Klappe 5 der
Spülmaschine 13 verlagert werden. Eine entsprechende Abbildung der Spülmaschine 13
nach einer Freigabe der Sperrvorrichtung 1 mit geschlossener Klappe 5 ist in Fig.
6 schematisch dargestellt.
[0036] Fig. 7 zeigt eine schematisch, teilweise geschnitten dargestellte Seitenansicht der
Spülmaschine 13 mit der Stromunterbrechungsvorrichtung 11, wobei das Sperrstück 3
in die Sperrstellung verlagert ist. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Stromunterbrechungsvorrichtung
11 mit einer Wasserpumpe 18 der Spülmaschine 13 verbunden, so dass ohne eine von der
Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung 15 erteilte Freigabe die Klappe 5 der Spülmaschine
13 nicht geschlossen und die Wasserpumpe 18 nicht versehentlich gestartet werden kann.
[0037] Fig. 8 zeigt eine schematisch, teilweise geschnitten dargestellte Schnittansicht
der in Fig. 7 dargestellten Spülmaschine 13, wobei das Sperrstück 3 in eine Offenstellung
verlagert ist. Die Stromunterbrechungsvorrichtung 11 schließt in der Offenposition
des Sperrstücks 3 den Stromkreis der Spülmaschine 13, so dass die Wasserpumpe 18 gestartet
werden kann.
[0038] Es ist auch möglich und erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Stromunterbrechungsvorrichtung
beispielsweise in einem Bereich der Berechtigungsüberprüfungseinrichtung angeordnet
ist und von der Stromkreis einer elektrischen Maschine nach einer Freigabe durch die
Berechtigungsüberprüfungseinrichtung unabhängig von einer Verlagerung der Sperrvorrichtung
in die Offenstellung geschlossen wird bzw. unabhängig von einer Verlagerung in die
Sperrstellung unterbrochen wird.
1. Nutzungssperranordnung (14) für eine berechtigungsabhängige Freigabe eines Betriebs
eines elektrischen Geräts (7) mit einer Klappe (5), wobei die Nutzungssperranordnung
(14) eine Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung (15) zur Überprüfung einer Berechtigung
zu dem Betrieb des elektrischen Geräts (7) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Nutzungssperranordnung (14) eine Sperrvorrichtung (1) aufweist, wobei die Sperrvorrichtung
(1) eine Sperrstellung und eine Offenstellung aufweist und wobei die Sperrvorrichtung
(1) so an dem elektrischen Gerät (7) anordnenbar ist, dass die Sperrvorrichtung (1)
in der Sperrstellung ein Verschließen der Klappe (5) mechanisch verhindert.
2. Nutzungssperranordnung (14) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung (1) eine Führungseinrichtung (4), ein an der Führungseinrichtung
(4) gelagertes und relativ zu der Führungseinrichtung (4) verlagerbares Sperrstück
(3) und ein mit dem Sperrstück (3) in Eingriff bringbares Eingriffselement (2) aufweist,
wobei das Sperrstück (3) in die Offenstellung und in die Sperrstellung verlagerbar
ist und wobei das Eingriffselement (2) in der Sperrstellung mit dem Sperrstück (3)
in Eingriff steht, so dass das Sperrstück (3) in der Sperrstellung festgelegt ist.
3. Nutzungssperranordnung (14) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nutzungssperranordnung (14) einen elektro-mechanischen Aktor (12) zur Verlagerung
des Eingriffselements (2) aufweist, so dass durch Betätigung des Aktors (12) der Eingriff
des Eingriffselements (2) mit dem Sperrstück (3) gelöst oder hergestellt wird.
4. Nutzungssperranordnung (14) nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrstück (3) federbelastet an der Führungseinrichtung (4) gelagert ist.
5. Nutzungssperranordnung (14) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung (1) eine mit der Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung (15) datenübertragend
verbundene Statusabfrageeinheit (9) aufweist, die eine aktuelle Position des Sperrstücks
(3) an die Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung (15) übermittelt.
6. Nutzungssperranordnung (14) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Statusabfrageeinheit um einen Positionsschalter handelt.
7. Nutzungssperranordnung (14) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nutzungssperranordnung (14) eine Stromunterbrechungseinrichtung (11) mit einem
elektrischen Schalter aufweist, wobei durch den Schalter der elektrische Stromkreis
des elektrischen Gerätes (7) bei einer geöffneten Klappe (5) unterbrochen und bei
einer verschlossenen Klappe (5) wiederhergestellt werden kann.
8. Nutzungssperranordnung (14) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung (15) eine Nutzungsgebühraufnahmeeinrichtung
(16) aufweist.
9. Nutzungssperranordnung (14) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechtigungsüberprüfungsvorrichtung (15) ein Magnetkarten- und/oder Mikrochipkarten-Lesegerät
(17) aufweist.
10. Elektrisches Gerät (7) mit einer Klappe (5) und mit einer Nutzungssperranordnung (14)
gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Sperrvorrichtung (1) der Nutzungssperranordnung
(14) so an dem elektrischen Gerät (7) angeordnet ist, dass ein Verschließen der Klappe
(5) in der Sperrstellung der Sperrvorrichtung (1) mechanisch verhindert ist.
11. Elektrisches Gerät (7) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung (1) an einer Außenseite eines Gehäuses des elektrischen Geräts
(7) festgelegt ist.
12. Elektrisches Gerät (7) nach Anspruch 10 oder Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung (1) an der Außenseite in einem Bereich der Klappe (5) derart
angeordnet ist, dass die Sperrvorrichtung (1) in der Sperrstellung mit der Klappe
(5) in Eingriff steht, so dass ein Verschließen der Klappe (5) verhindert ist.