[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verarbeitung von blattförmigen Gegenständen,
insbesondere Banknoten.
[0002] Eine derartige Vorrichtung umfasst eine Beförderungseinrichtung, die eine Förderstrecke
ausbildet, entlang derer blattförmige Gegenstände zu befördern sind. An der Förderstrecke
können eine oder mehrere Rollenanordnungen angeordnet sein, die mindestens zwei sich
gegenüberliegende Rollen mit jeweils einer zylindrischen Mantelfläche aufweisen, zwischen
denen ein blattförmiger Gegenstand entlang einer Förderrichtung hindurchzuführen ist.
[0003] Bei einer solchen Vorrichtung kann es sich beispielsweise um ein Terminal zur Durchführung
einer Banktransaktion, beispielsweise eines Auszahlungsvorgangs oder eines Einzahlungsvorgangs
von Banknoten, handeln. Bei einer solchen Vorrichtung, wie sie beispielsweise aus
der
WO 2006/063555 A1 bekannt ist, können Banknoten beispielsweise in Kassetten aufbewahrt werden, aus
denen die Banknoten bei einem Auszahlungsvorgang entnommen und denen Banknoten bei
einem Einzahlungsvorgang zugeführt werden. Zusätzlich kann eine solche Vorrichtung
eine Zwischenablageeinheit in Form eines Rollenspeichers aufweisen, in der Banknoten
zwischengespeichert werden können. Mittels einer geeigneten, eine oder mehrere Förderstrecken
ausbildenden Beförderungseinrichtung können Banknoten zwischen einer Ein- und Ausgabevorrichtung,
der Zwischenablageeinheit und den Kassetten befördert werden.
[0004] Rollenspeicheranordnungen zur Aufbewahrung von blattförmigen Gegenständen, insbesondere
Banknoten, sind auch aus der
DE 197 32 129 A1 und der
EP 0 917 691 B1 bekannt.
[0005] Aus der
DE 2 062 154 C3 ist eine Vorrichtung zum Einziehen von Wertpapieren bekannt, bei der ein Wertpapier
durch Rollen hindurchgezogen wird.
[0006] Die
WO 2012/110556 A1 beschreibt eine Vorrichtung zum Einziehen von Geldscheinen mit einer Vielzahl von
Rollenpaaren, an denen Geldscheine entlang einer Förderstrecke gefördert werden können.
[0007] Bei einer Vorrichtung zur Handhabung von Geldscheinen gemäß der
WO 2011/054964 A1 sind unter anderem Wellenpaare mit daran angeordneten Rollen zur Beförderung von
Geldscheinen vorgesehen.
[0008] Bei einer Vorrichtung zur Verarbeitung von blattförmigen Gegenständen, insbesondere
Banknoten, bei denen blattförmige Gegenstände zumindest zeitweise in einer Rollenspeicheranordnung
auf einem Speicherrollenwickel aufbewahrt und im Rahmen eines Auszahlungsvorgangs
oder zum Überführen in eine andere Speichereinrichtung, beispielsweise eine Kassette,
von der Rollenspeicheranordnung entnommen werden, wie dies beispielsweise in der
DE 197 32 129 A1 und der
EP 0 917 691 B1 beschrieben ist, kann es dazu kommen, dass aufgrund der Aufbewahrung der blattförmigen
Gegenstände an der Rollenspeicheranordnung es zu einer Wölbung an den blattförmigen
Gegenständen kommt.
[0009] Wird beispielsweise bei einem Auszahlungsvorgang bei einem Geldautomaten oder bei
einem Terminal zur Durchführung einer Banktransaktion eine Banknote einer Rollenspeicheranordnung
entnommen und über eine Ausgabeeinrichtung ausgegeben, so kann diese Banknote gegebenenfalls
in sich gekrümmt sein, was unschön sein kann und zudem die Entnahme und das anschließende
Verstauen einer Banknote in einer Geldbörse für einen Nutzer erschweren kann.
[0010] Bei einer aus der
JP 63-288860 A bekannten Vorrichtung sind an Rollen Profilelemente in Form von umlaufenden Wülsten
angeordnet, die verformend auf einen blattförmigen Gegenstand einwirken.
[0011] Bei einer aus der
WO 98/04484 A1 bekannten Vorrichtung sind Transportrollen und Rückhalterollen in Gegenüberlage zueinander
angeordnet derart, dass Papier durch entgegengesetztes Antreiben der Rollen vereinzelt
werden kann.
[0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Verarbeitung von
blattförmigen Gegenständen, insbesondere Banknoten, zur Verfügung zu stellen, die
auf einfache, kostengünstige Weise ohne umfangreiche bauliche Veränderung von bestehenden
Vorrichtungen eine Glättung von in der Vorrichtung verarbeiteten blattförmigen Gegenständen,
insbesondere Banknoten, ermöglicht.
[0013] Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0014] Die mindestens zwei Rollen sind in einer konkreten Ausgestaltung derart zueinander
angeordnet, dass sie sich nicht an ihren Mantelflächen berühren. Die mindestens zwei
Rollen weisen soweit einen vorbestimmten Abstand (ungleich Null) zueinander auf, der
so groß ist, dass die Rollen sich an ihren Mantelflächen nicht berühren, gleichzeitig
aber so klein, dass bei einem Hindurchführen des blattförmigen Gegenstands zwischen
den Mantelflächen der Rollen die Rollen auf den blattförmigen Gegenstand einwirken
können.
[0015] Die mindestens zwei Rollen können jeweils an einem Achselement angeordnet sein, wobei
an jedem Achselement, mehrere, beispielsweise zwei axial zueinander beabstandete Rollen
vorgesehen sein können. Jedes Achselement mit seinen daran angeordneten, axial zueinander
beabstandeten Rollen stellt somit eine Rolleneinheit dar, wobei die Rollen eines ersten
Achselements den Rollen eines zweiten Achselements gegenüber liegen, so dass ein blattförmiger
Gegenstand zwischen den Rollen der Achselemente hindurchgeführt und entlang der Förderstrecke
befördert werden kann. Die Achselemente sind jeweils um eine zugeordnete Drehachse
drehbar, wobei sich die Drehachsen quer zur Förderrichtung erstrecken und parallel
zueinander verlaufen, so dass ein blattförmiger Gegenstand zwischen den an den Achselementen
angeordneten Rollen hindurchgeführt werden kann.
[0016] In einer ersten Variante kann eine erste Rolle der mindestens zwei Rollen als Profilelement
einen um die Rolle umlaufenden Steg aufweisen.
[0017] In diesem Fall weist eine der ersten Rolle gegenüberliegende, zweite Rolle vorzugsweise
als Profilelement eine um die Rolle umlaufende Vertiefung, in die der Steg der ersten
Rolle hineinragt, auf. Der Steg der ersten Rolle erstreckt sich entlang einer Umfangsrichtung
um die Drehachse der ersten Rolle um die erste Rolle herum und springt radial nach
außen von der Mantelfläche der ersten Rolle vor. Die Vertiefung der zweiten Rolle
hingegen ist in die Mantelfläche der zweiten Rolle eingeformt und erstreckt sich in
Umfangsrichtung um die der zweiten Rolle zugeordnete Drehachse herum, so dass bei
einem Verdrehen der Rollen zueinander bei einer Förderbewegung eines blattförmigen
Gegenstands zwischen den Rollen hindurch sich der Steg der ersten Rolle in der Vertiefung
der zweiten Rolle bewegen kann. Die beiden Rollen berühren sich dabei vorzugsweise
nicht, so dass der Steg zwar in die Vertiefung hineinragt, dabei jedoch nicht mit
der zweiten Rolle in Anlage ist. Wird ein blattförmiger Gegenstand, insbesondere eine
Banknote, zwischen den Rollen hindurchgeführt, so rollt der Steg der ersten Rolle
in Förderrichtung entlang des blattförmigen Gegenstands und drückt diesen in die Vertiefung
der zweiten Rolle hinein, so dass eine Profilierung in den blattförmigen Gegenstand
eingeformt wird.
[0018] Grundsätzlich können auch mehrere axial an der Mantelfläche zueinander beabstandete
Stege an der ersten Rolle vorgesehen sein, die beispielsweise in mehrere Vertiefungen
der zweiten Rolle eingreifen.
[0019] In einer zweiten Variante weist eine erste Rolle der mindestens zwei Rollen als Profilelement
eine an der Mantelfläche angeordnete, erste Verzahnung auf.
[0020] In diesem Fall weist eine zweite Rolle der mindestens zwei Rollen vorzugsweise als
Profilelement eine an der Mantelfläche angeordnete, zweite Verzahnung auf, in die
die erste Verzahnung eingreift. Die beiden Rollen sind somit an ihren Mantelflächen
verzahnt und greifen ineinander ein. Läuft ein blattförmiger Gegenstand zwischen den
Rollen hindurch, so wirken die Verzahnungen der Rollen auf den blattförmigen Gegenstand
ein und profilieren diesen, was aufgrund der damit einhergehenden Strukturveränderung
zu einer Glättung des blattförmigen Gegenstands führt.
[0021] Die ineinander eingreifenden Verzahnungen der Rollen berühren sich nicht notwendigerweise.
Beide Rollen können auch derart beabstandet sein, dass die Verzahnungen sich nicht
berühren und somit ein blattförmiger Gegenstand, beispielsweise eine Banknote, zwischen
den Rollen hindurchgeführt werden kann.
[0022] Die Verzahnungen können als Geradverzahnungen mit parallel zur Schwenkachse der Rollen
verlaufenden Zahnrücken oder auch als Schrägverzahnungen mit schräg zur Drehachse
verlaufenden Zahnrücken ausgebildet sein.
[0023] Bei Vorsehen von Verzahnungen an den beiden Rollen ist dafür Sorge zu tragen, dass
die Zähne der Verzahnungen so geformt sind, dass es bei einem Durchführen eines blattförmigen
Gegenstands, insbesondere einer Banknote, nicht zu einer Beschädigung, also beispielsweise
einem Reißen, des blattförmigen Gegenstands kommt. Die Zähne sind somit vorzugsweise
nicht spitz, sondern an ihren Zahnrücken zumindest leicht abgerundet. Die Zahntiefen
können dabei so klein sein, dass eine mittels der Verzahnungen in den blattförmigen
Gegenstand eingeformte Profilierung für einen Nutzer kaum sichtbar ist, aber zu einer
solchen Versteifung des blattförmigen Gegenstands führt, dass eine Glättung entlang
der Förderrichtung bewirkt wird.
[0024] In einer dritten Variante kann eine erste Rolle der mindestens zwei Rollen als Profilelement
auch mindestens einen von der Mantelfläche vorspringenden Vorsprung nach Art einer
noppenförmigen Erhebung oder dergleichen aufweisen. Hierbei sind vorzugsweise an der
Mantelfläche der ersten Rolle mehrere Vorsprünge vorgesehen, die ungeordnet oder auch
zur Ausbildung eines vorbestimmten Musters an der Mantelfläche angeordnet sein können.
[0025] Bei dieser Variante weist eine der ersten Rolle gegenüberliegende, zweite Rolle der
mindestens zwei Rollen als Profilelement vorzugsweise mindestens eine in die Mantelfläche
hineinweisende Vertiefung, in die der mindestens eine Vorsprung der ersten Rolle hineinragt,
auf. Sind an der ersten Rolle mehrere Vorsprünge vorgesehen, so weist entsprechend
die zweite Rolle auch mehrere Vertiefungen auf, die den Vorsprüngen zugeordnet sind
und mit denen die Vorsprünge bei einem Verdrehen in Eingriff gelangen.
[0026] Bei den vorangehend beschriebenen Varianten ist vorzugsweise die zweite Rolle - wie
beschrieben - komplementär zur ersten Rolle ausgebildet, so dass das Profilelement
der ersten Rolle (beispielsweise ein Steg, eine Verzahnung oder ein Vorsprung) in
das zugeordnete, komplementäre Profilelement (beispielsweise eine Vertiefung oder
eine Verzahnung) eingreifen kann. Denkbar ist bei diesen Varianten jedoch auch, dass
die zweite Rolle zumindest an ihrer Mantelfläche aus einem elastisch verformbaren
Material gebildet ist und die erste Rolle mit der Mantelfläche der zweiten Rolle derart
in Anlage ist, dass das mindestens eine Profilelement der ersten Rolle in die Mantelfläche
der zweiten Rolle eindrückbar ist. In diesem Fall ist an der zweiten Rolle somit kein
zum Profilelement der ersten Rolle komplementäres Profilelement vorgesehen, sondern
die zweite Rolle ist an ihrer Mantelfläche elastisch verformbar, so dass bei einem
Hindurchführen eines blattförmigen Gegenstands zwischen den beiden Rollen das vorspringende
Profilelement der ersten Rolle im Zusammenwirken mit der Mantelfläche der zweiten
Rolle eine Profilierung in den blattförmigen Gegenstand einformt.
[0027] Zu den vorangehend beschriebenen unterschiedlichen Varianten von Profilelementen
ist anzumerken, dass an einer Beförderungseinrichtung grundsätzlich diese Varianten
auch in Kombination verwendet werden können. Beispielsweise können eine erste Rollenanordnung
mit Rollen, die erste Profilelemente aufweisen, und zusätzlich eine zweite Rollenanordnung
mit Rollen, die zweite Profilelemente aufweisen, vorgesehen sein. Durch Kombination
von Rollenanordnungen mit Rollen mit unterschiedlichen Profilelementen können unterschiedliche
Strukturierungen in einen blattförmigen Gegenstand eingebracht werden, was zu einer
vorteilhaften Glättung des blattförmigen Gegenstands führen kann.
[0028] Die erfindungsgemäße Rollenanordnung weist eine erste Rolle, eine zweite Rolle und
eine dritte Rolle mit jeweils einer zylindrischen Mantelfläche auf. Die erste Rolle
und die dritte Rolle liegen hierbei jeweils der zweiten Rolle gegenüber derart, dass
der blattförmige Gegenstand zwischen der ersten Rolle und der zweiten Rolle sowie
zwischen der dritten Rolle und der zweiten Rolle entlang der Förderrichtung hindurchgeführt
werden kann. Die erste Rolle und die dritte Rolle sind hierbei entlang der Förderrichtung
zueinander beabstandet und bilden zwischen sich einen Zwischenraum aus, in den die
zweite Rolle hineinragt.
[0029] Durch solch eine Anordnung von drei Rollen zueinander kann mittels der zweiten Rolle,
die sich in einen Zwischenraum zwischen der ersten und der dritten Rolle hineinerstreckt,
eine Gegenwölbung in einen zwischen den Rollen hindurchgeführten blattförmigen Gegenstand
eingeformt werden, die einer Wölbung, die der blattförmige Gegenstand beispielsweise
in Folge einer Lagerung an einer Rollenspeicheranordnung angenommen hat, entgegengerichtet
ist, so dass der blattförmige Gegenstand nach Durchlaufen der Rollenanordnung geglättet
ist. Hierzu ist vorzugsweise der Durchmesser der ersten Rolle größer, vorzugsweise
sehr viel größer (beispielsweise doppelt so groß, dreimal so groß, viermal so groß
oder sogar noch größer), als der Durchmesser der zweiten Rolle, wobei die erste Rolle
und die dritte Rolle beispielsweise einen gleichen Durchmesser aufweisen können. Die
zweite Rolle ist somit in ihrem Durchmesser sehr viel kleiner als die erste Rolle
(und gegebenenfalls auch die dritte Rolle), was ermöglicht, eine vergleichsweise starke
Gegenkrümmung in den blattförmigen Gegenstand einzubringen.
[0030] Eine solche Rollenanordnung mit drei Rollen kann in einer vorteilhaften Ausgestaltung
mit den vorangehend beschriebenen Varianten von Profilelementen kombiniert sein, wobei
an jeder der drei Rollen Profilelemente angeordnet sein können. Beispielsweise kann
an der ersten Rolle und an der dritten Rolle jeweils ein umlaufender Steg angeordnet
sein, der in eine zugeordnete, umlaufende Vertiefung an der zweiten Rolle hineinragt,
so dass die Stege der ersten Rolle und der dritten Rolle bei einem Hindurchführen
eines blattförmigen Gegenstands durch die Rollenanordnung in Förderrichtung entlang
des blattförmigen Gegenstands laufen und somit eine Profilierung an dem blattförmigen
Gegenstand anbringen.
[0031] Eine solche Rollenanordnung mit drei Rollen kann grundsätzlich aber unabhängig von
an den Rollen vorgesehenen Profilelementen zu einer Glättung von blattförmigen Gegenständen,
insbesondere Banknoten, verwendet werden. Eine solche Vorrichtung wird jedoch nicht
beansprucht. Eine Vorrichtung zur Verarbeitung von blattförmigen Gegenständen, insbesondere
Banknoten, umfasst in diesem Fall
- eine Beförderungseinrichtung, die eine Förderstrecke ausbildet, entlang derer blattförmige
Gegenstände zu befördern sind, und
- mindestens eine an der Förderstrecke angeordnete Rollenanordnung der Beförderungseinrichtung,
die mindestens zwei sich gegenüberliegende Rollen mit einer zylindrischen Mantelfläche,
zwischen denen ein blattförmiger Gegenstand entlang einer Förderrichtung hindurchzuführen
ist, aufweist.
[0032] Dabei ist vorgesehen, dass die Rollenanordnung eine erste Rolle, eine zweite Rolle
und eine dritte Rolle mit einer zylindrischen Mantelfläche aufweist, wobei die erste
Rolle und die dritte Rolle jeweils der zweiten Rolle gegenüberliegen derart, dass
der blattförmige Gegenstand zwischen der ersten Rolle und der zweiten Rolle sowie
zwischen der dritten Rolle und der zweiten Rolle entlang der Förderrichtung hindurchführbar
ist, wobei die erste Rolle und die dritte Rolle entlang der Förderrichtung zueinander
beabstandet sind und einen Zwischenraum zwischen sich ausbilden, in den die zweite
Rolle hineinragt.
[0033] Auch in diesem Fall ist der Durchmesser der ersten Rolle (und gegebenenfalls auch
der Durchmesser der dritten Rolle) vorzugsweise größer als der Durchmesser der zweiten
Rolle, beispielsweise doppelt, dreimal, viermal so groß oder noch größer. Der Durchmesser
der ersten Rolle und der dritten Rolle können beispielsweise gleich sein.
[0034] Eine andere nicht beanspruchte Vorrichtung zur Verarbeitung von blattförmigen Gegenständen,
insbesondere Banknoten, umfasst
- eine Beförderungseinrichtung, die eine Förderstrecke ausbildet, entlang derer blattförmige
Gegenstände zu befördern sind, und
- mindestens eine an der Förderstrecke angeordnete Rollenanordnung der Beförderungseinrichtung,
die mehrere Rollen, zwischen denen ein blattförmiger Gegenstand entlang einer Förderrichtung
hindurchzuführen ist, aufweist.
[0035] Dabei ist vorgesehen, dass die Rollenanordnung mindestens zwei erste Rollen, die
axial versetzt entlang einer ersten Achse angeordnet sind, und mindestens eine zweite
Rolle, die an einer zweiten Achse angeordnet ist, aufweist, wobei die mindestens zwei
ersten Rollen zwischen sich einen axialen Abstand aufweisen und die mindestens eine
zweite Rolle im Bereich des Abstands axial zwischen den mindestens zwei ersten Rollen
an der zugeordneten zweiten Achse angeordnet ist.
[0036] Dies geht von dem Gedanken aus, bei einer Rollenanordnung an einer Förderstrecke
mindestens zwei erste Rollen an einer ersten Achse und mindestens eine zweite Rolle
an einer zweiten Achse anzuordnen. Die Achsen erstrecken sich parallel zueinander.
Um die Achsen sind die Rollen vorzugsweise drehbar. Die zwei ersten Rollen der ersten
Achse sind hierbei axial zueinander beabstandet, und die zweite Rolle der zweiten
Achse liegt an einer axialen Position zwischen den beiden ersten Rollen der ersten
Achse, wobei die zweite Rolle vorzugsweise in eine zwischen den zwei ersten Rollen
gebildeten Zwischenraum hineinragt.
[0037] Beispielsweise können an jeder Achse mehrere, beispielsweise drei oder mehr Rollen
angeordnet sein, wobei die ersten Rollen der ersten Achse axial versetzt sind zu den
zweiten Rollen der zweiten Achse und die zweiten Rollen vorzugsweise in axiale Zwischenräume
zwischen den ersten Rollen hineinragen. Wird ein blattförmiger Gegenstand zwischen
den Rollen dieser Rollenanordnung hindurchgeführt, so kann aufgrund des axialen Versatzes
zwischen den Rollen eine Profilierung entlang der Förderrichtung in den blattförmigen
Gegenstand eingeformt werden, der zu einer Strukturveränderung an den blattförmigen
Gegenstand und damit einer Glättung und gegebenenfalls Versteifung des blattförmigen
Gegenstands führen kann.
[0038] Eine wiederum andere nicht beanspruchte Vorrichtung zur Verarbeitung von blattförmigen
Gegenständen, insbesondere Banknoten, umfasst
- eine Beförderungseinrichtung, die eine Förderstrecke ausbildet, entlang derer blattförmige
Gegenstände zu befördern sind, und
- mindestens eine an der Förderstrecke angeordnete Rollenanordnung der Beförderungseinrichtung,
die mindestens eine Rolle, an der ein blattförmiger Gegenstand entlang einer Förderrichtung
zu führen ist, aufweist.
[0039] Dabei ist vorgesehen, dass die Beförderungseinrichtung eine thermische Erwärmungseinrichtung
zum zumindest abschnittsweisen Erwärmen des blattförmigen Gegenstands aufweist, wobei
die Erwärmungseinrichtung der mindestens einen Rolle gegenüberliegt derart, dass der
blattförmige Gegenstand zwischen der mindestens einen Rolle und der Erwärmungseinrichtung
entlang der Förderrichtung hindurchzuführen ist.
[0040] Diesem liegt der Gedanke zugrunde, anstelle einer Strukturveränderung eine Erwärmung
des blattförmigen Gegenstands bei einem Hindurchführen und damit eine Glättung durch
Erwärmung zu bewirken.
[0041] Zu den vorangehend geschilderten Maßnahmen zur Glättung von blattförmigen Gegenständen
in einer Vorrichtung zur Verarbeitung solcher blattförmigen Gegenstände ist anzumerken,
dass die beschriebenen Maßnahmen grundsätzlich an einer Förderstrecke einer Beförderungseinrichtung
auch in Kombination vorgesehen sein können. Beispielsweise kann eine Beförderungseinrichtung
eine thermische Erwärmungseinrichtung sowie profilierte Rollen zum Einformen einer
Profilierung in einen blattförmigen Gegenstand aufweisen.
[0042] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanken soll nachfolgend anhand der in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zur Verarbeitung von blattförmigen Gegenständen,
insbesondere Banknoten;
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht einer Förderstrecke einer solchen Vorrichtung;
- Fig. 3
- eine Ansicht einer Rollenanordnung in einer ersten nicht beanspruchten Variante;
- Fig. 4A
- eine Ansicht einer Rollenanordnung in einer zweiten nicht beanspruchten Variante,
in einer schematischen Seitenansicht;
- Fig. 4B
- eine Draufsicht auf eine Rolle der Rollenanordnung gemäß Fig. 4A;
- Fig. 5
- eine schematische Ansicht einer Rollenanordnung in einer dritten nicht beanspruchten
Variante;
- Fig. 6A
- eine schematische Ansicht einer Rollenanordnung in einer vierten nicht beanspruchten
Variante;
- Fig. 6B
- eine Seitenansicht der Anordnung gemäß Fig. 6A;
- Fig. 7
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Rollenanordnung; und
- Fig. 8
- eine schematische Ansicht einer Rollenanordnung in einer sechsten nicht beanspruchten
Variante.
[0043] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Ansicht eine Vorrichtung zur Verarbeitung von
blattförmigen Gegenständen in Form von Banknoten, die beispielsweise einen Geldautomaten
oder ein Terminal zur Durchführung einer Banktransaktion verwirklichen kann.
[0044] Unter der "Verarbeitung von blattförmigen Gegenständen, insbesondere Banknoten" soll
im Rahmen dieses Texts allgemein die Eingabe, Ausgabe, Speicherung oder Beförderung
von Banknoten verstanden werden. Eine Vorrichtung zur Verarbeitung von blattförmigen
Gegenständen kann somit auf ganz unterschiedliche Weise verwirklicht sein, wobei solche
Vorrichtungen gemein ist, dass in ihnen blattförmige Gegenstände, insbesondere Banknoten,
zum Zwecke der Eingabe, Ausgabe, Speicherung oder dergleichen bewegt werden.
[0045] Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Vorrichtung 1 umfasst eine Eingabe- und Ausgabeeinrichtung
2, über die Banknoten in die Vorrichtung 1 eingeben oder über die Banknoten ausgegeben
werden können. An die Eingabe- und Ausgabeeinrichtung 2 schließt eine eine Förderstrecke
52 ausbildende Beförderungseinrichtung 5 an, die dazu ausgebildet ist, Banknoten zwischen
der Eingabe- und Ausgabeeinrichtung 2, einer Speichereinrichtung 3 in Form einer Rollenspeicheranordnung
und Kassetten 4 entlang von Förderstrecken 52 zu befördern. Die nach Art einer Rollenspeicheranordnung
ausgebildete Speichereinrichtung 3 ist zusammen mit der Eingabe- und Ausgabeeinrichtung
2 hierbei in einem Oberteil 10 der Vorrichtung 1 angeordnet. Die Kassetten 4, die
zur Aufbewahrung von Banknoten ausgestaltet sind und modular in die Vorrichtung 1
eingesetzt und aus der Vorrichtung 1 entnommen werden können, sind in einem Unterteil
11 der Vorrichtung 1 angeordnet, wobei eine Förderstrecke 52 Banknoten durch eine
Durchführung 110 hindurch zwischen den Einrichtungen 2, 3 des Oberteils 10 und den
Kassetten 4 des Unterteils 11 befördern kann.
[0046] Im Rahmen eines Auszahlungsvorgangs können Banknoten beispielsweise von der Speichereinrichtung
3 in Form der Rollenspeicheranordnung hin zur Eingabe- und Ausgabeeinrichtung 2 befördert
werden, um an der Eingabe- und Ausgabeeinrichtung 2 an einen Kunden ausgegeben zu
werden. Im Rahmen eines Einzahlungsvorgangs können beispielsweise Banknoten von einem
Kunden über die Eingabe- und Ausgabeeinrichtung 2 eingegeben und zunächst hin zu der
Speichereinrichtung 3 befördert werden, um nach einer Zwischenspeicherung in dieser
Speichereinrichtung 3 dann in einer der Kassetten 4 abgelegt zu werden.
[0047] In der als Rollenspeicheranordnung verwirklichten Speichereinrichtung 3, die beispielsweise
nach Art einer in der
DE 197 321 29 A1 oder der
EP 0 917 691 B1 beschriebenen Rollenspeicheranordnung ausgebildet sein kann, werden Banknoten an
einem Speicherwickel gehalten und aufbewahrt. Aufgrund der Oberflächenkrümmung dieses
Speicherwickels können Banknoten dabei eine Krümmung annehmen, die bei der weiteren
Verarbeitung der Banknoten, beispielsweise bei der Ausgabe über die Eingabe- und Ausgabeeinrichtung
2 oder bei der Aufbewahrung in den Kassetten 4, nachteilig sein kann.
[0048] Im Sinne der vorliegenden Erfindung sind daher an der Förderstrecke 52 der Beförderungseinrichtung
5 Maßnahmen vorgesehen, die dazu dienen, eine Glättung von Banknoten zu bewirken.
Auf diese Weise können von der Speichereinrichtung 3 entnommene Banknoten, die hin
beispielsweise zur Eingabe- und Ausgabeeinrichtung 2 befördert werden, an der Förderstrecke
52 geglättet werden, um im glatten Zustand über die Eingabe- und Ausgabeeinrichtung
2 ausgegeben zu werden. Oder eine Glättung kann an der Förderstrecke 52 hin zu den
Kassetten 4 bewirkt werden, um Banknoten in glattem Zustand in den Kassetten 4 ablegen
zu können.
[0049] An einer Förderstrecke 52, schematisch in Fig. 2 dargestellt, wird eine Banknote
B entlang einer Förderrichtung F zwischen Wandungen 520, 521 hindurchgeführt. An den
Wandungen 520, 521 sind dabei um Drehachsen 502, 503 drehbare Rollen 500, 501 angeordnet,
die in einen zwischen den Wandungen 520, 521 gebildeten Führungskanal 522, in dem
die Banknote B geführt wird, hineinragen und durch Drehung in die in Fig. 2 dargestellte
Pfeilrichtung P eine Beförderung der Banknote in die Förderrichtung F bewirken.
[0050] Um eine Glättung von entlang der Förderstrecke 52 geförderten Banknoten B zu bewirken,
sind in Fig. 3, an Rollen 500, 501 Profilelemente 504, 505 vorgesehen, die bei einem
Hindurchführen einer Banknote B zwischen den Rollen 500, 501 zur Umformung auf die
Banknote B einwirken und durch Einformen einer Profilierung in die Banknote B eine
Versteifung und Glättung der Banknote B bewirken.
[0051] Gemäß Fig. 3 sind an zwei Achselementen 502A, 503A die jeweils um eine zugeordnete
Drehachse 502, 503 drehbar sind, jeweils mehrere Rollen 500, 501 angeordnet, die axial
zueinander beabstandet sind. Jede Rolle 500 des ersten Achselements 502A liegt dabei
einer zugeordneten Rolle 501 des zweiten Achselements 503A gegenüber derart, dass
die Rolle 500 des ersten Achselements 502A mit einer umfänglichen Mantelfläche 500A
hin zu einer umfänglichen Mantelfläche 501A der zugeordneten Rolle 501 des zweiten
Achselements 503A weist.
[0052] Bei dem dargestellten Beispiel ist das Profilelement der Rolle 500 des ersten Achselements
502A durch einen umlaufenden Steg 504 gebildet, der sich an der Mantelfläche 500A
der Rolle 500 erstreckt und an der Mantelfläche 500A um die Drehachse 502 umfänglich
umläuft. In komplementärer Weise ist an der Rolle 501 des zweiten Achselements 503A
eine in die umfänglichen Mantelfläche 501A eingeformte Vertiefung vorgesehen, die
nutförmig um die Mantelfläche 501A umläuft und sich umfänglich um die Drehachse 503
erstreckt. In diese nutförmige Vertiefung 505 der Rolle 501 des zweiten Achselements
503A ragt der umlaufende Steg 504 der Rolle 500 des ersten Achselements 502A hinein,
wobei die Rollen 500, 501 vorzugsweise um einen Abstand A derart zueinander beabstandet
sind, dass sich die Rollen 500, 501 nicht gegenseitig berühren.
[0053] Wird an den Rollen 500, 501 eine Banknote B entlang einer Förderstrecke 52 geführt,
so rollen die Rollen 500, 501 entlang der Banknote B, wobei der Steg 504 an der Rolle
500 des ersten Achselements 502A sich entlang der Banknote B bewegt und diese in die
nutförmige Vertiefung 505 der Rolle 501 des zweiten Achselements 503A hineindrückt,
so dass ein Profil in die Banknote B entlang der Förderrichtung F hineingedrückt wird.
Dieses Profil kann so klein sein, dass es für einen Nutzer, der die Banknote B in
die Hand nimmt, kaum wahrnehmbar ist, dabei dennoch aber so versteifend wirkt, dass
einer Wölbung der Banknote B entgegengewirkt wird.
[0054] Gemäß Fig. 3 sind an jedem Achselement 502A, 503A jeweils mehrere Rollen 500, 501
vorgesehen. Die Rollen 500 des ersten Achselements 502A weisen dabei jeweils einen
Steg 504 auf, während in die umfänglichen Mantelflächen 501A der Rollen 501 des zweiten
Achselements 503A jeweils eine nutförmige Vertiefung 505 eingeformt ist.
[0055] Grundsätzlich denkbar in diesem Zusammenhang ist auch, dass an jedem Achselement
502A, 503A jeweils unterschiedliche Rollen vorgesehen sind. Beispielsweise kann jedes
Achselement 502A, 503A Rollen tragen, von denen einige einen Steg 504 und andere eine
Vertiefung 505 aufweisen und die jeweils komplementären Rollen des anderen Achselements
503A, 502A zugeordnet sind.
[0056] Denkbar und möglich ist auch, an einer Rolle 500 mehrere zueinander beabstandete,
umlaufende Stege 504 vorzusehen, wobei in diesem Fall entsprechend an der zugeordneten
Rolle 501 mehrere zueinander beabstandete, umlaufende Vertiefungen 505 vorgesehen
sind.
[0057] Fig. 4A und 4B zeigen ein weiteres Beispiel eines Rollenpaares 500, 501, die zum
Glätten einer zwischen den Rollen 500, 501 hindurchgeführten Banknote B ausgestaltet
sind. Hierzu weisen die Rollen 500, 501, die jeweils um eine Drehachse 502, 503 drehbar
sind, an einer äußeren Mantelfläche 500A, 501A eine Verzahnung 506, 507 auf, die ineinander
eingreifen und bei einem Hindurchführen einer Banknote B für eine lokale Strukturänderung
auf die Banknote B einwirken. Dadurch, dass die Banknote B zwischen den Verzahnungen
506, 507 hindurchgehführt wird, wird an der Banknote B in Förderrichtung F eine Profilierung
eingebracht, die eine Glättung der Banknote B bewirken kann und insbesondere durch
lokale Versteifung der Banknote B einer Wölbung der Banknote B entgegenwirkt.
[0058] Die Verzahnungen 506, 507 sind mit ihren Zähnen derart geformt, dass bei Einwirken
auf eine Banknote B es zu keinem Zerreißen der Banknote kommt. Entsprechend können
die Zähne der Verzahnungen 506, 507 beispielsweise an ihren Zahnspitzen abgerundet
sein.
[0059] Die Rollen 500, 501 können derart zueinander angeordnet sein, dass sich die Rollen
500, 501 nicht gegenseitig berühren. Die Verzahnungen 506, 507 ragen in diesem Fall
ineinander hinein, wobei es jedoch zu keiner Berührung an den Zähnen der Verzahnungen
506, 507 kommt.
[0060] Die Verzahnungen 506, 507 können, wie beispielhaft in Fig. 4B anhand der Verzahnung
506 dargestellt, als Geradverzahnung an den im Wesentlichen zylindrisch geformten
Rollen 500, 501 ausgebildet sein. In diesem Fall erstrecken sich die Zähne der Verzahnungen
506, 507 mit ihren Zahnrücken parallel zu den Drehachsen 502, 503.
[0061] Denkbar ist aber auch, die Verzahnungen 506, 507 als Schrägverzahnungen auszugestalten,
bei denen die Zahnrücken sich schräg zu den Drehachsen 502, 503 erstrecken.
[0062] In einem in Fig. 5 dargestellten Beispiel sind an einer um eine Drehachse 503 drehbaren
Rolle 501 Profilelemente 508 in Form von noppenartigen Vorsprüngen, die von einer
umfänglichen Mantelfläche 501A der Rolle 501 vorspringen, vorgesehen. Dieser Rolle
501, die sich längs entlang der Drehachse 503 erstreckt, ist eine um eine Drehachse
502 drehbare Rolle 500 zugeordnet, die zylindrisch geformt und an ihrer äußeren Mantelfläche
500A elastisch verformbar ist, so dass die noppenartigen Profilelemente 508 der Rolle
501 in die Mantelfläche 500A der Rolle 500 hineingedrückt werden können.
[0063] Bei diesem Beispiel sind die Rollen 500, 501 miteinander in Anlage, wobei bei einer
Drehung der Rollen 500, 501 die Mantelflächen 500A, 501A der Rollen 500, 501 aneinander
abrollen und die Profilelemente 508 der Rolle 501 rollend in die Mantelfläche 500A
der Rolle 500 hineingedrückt werden. Durch Einwirkung der Profilelemente 508 auf eine
zwischen den Rollen 500, 501 hindurchgeführte Banknote B kommt es zu einer Profilierung
der Banknote B, die eine Glättung der Banknote B bewirken kann.
[0064] Hierzu ist anzumerken, dass die Profilelemente der Rolle 501, die in die Mantelfläche
500A der Rolle 500 hineingedrückt werden, auch anders ausgestaltet sein können. Beispielsweise
können die Profilelemente nach Art einer Verzahnung oder nach Art von einem oder mehreren
umlaufenden Stegen ausgebildet sein. Wesentlich ist in diesem Zusammenhang nur, dass
Profilelemente in die Mantelfläche 500A der Rolle 500 hineingedrückt werden können.
[0065] Bei einem in Fig. 6A und 6B dargestellten Beispiel sind Rollen 500, 501 vorgesehen,
die um Drehachsen 502, 503 verdreht werden können. An jeder Drehachse 502, 503 sind
hierbei mehrere Rollen 500, 501 angeordnet, wobei die Rollen 500 der ersten Drehachse
502 jeweils paarweise axial um einen Abstand C zueinander beabstandet sind und somit
einen axialen Zwischenraum Z1 zwischen sich ausbilden. Die Rollen 501 der zweiten
Drehachse 503 sind ebenfalls axial zueinander beabstandet und dabei derart an der
Drehachse 503 angeordnet, dass sie zu den Rollen 500 der ersten Drehachse 502 axial
versetzt sind und gerade in die zwischen den Rollen 500 der ersten Drehachse 502 gebildeten
Zwischenräume Z' hineinragen. Eine zwischen den Rollen 500, 501 in Förderrichtung
F hindurchgeführte Banknote B wird somit in Längsrichtung entlang der Förderrichtung
F durch Einwirken der Rollen 500, 501 auf die Banknote B profiliert, was eine Glättung
der Banknote B bewirken kann.
[0066] Bei einem in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Rollenanordnung 50
mit insgesamt drei Rollen 500, 500', 501 vorgesehen, die jeweils um eine Drehachse
502, 502', 503 drehbar sind. Eine erste Rolle 500 liegt hierbei derart einer zweiten
Rolle 501 gegenüber, dass eine Banknote B zwischen den Rollen 500, 501 hindurchgeführt
werden kann. Eine dritte Rolle 500' liegt ebenfalls der zweiten Rolle 501 gegenüber,
wobei die dritte Rolle 500' entlang der Förderrichtung F zu der ersten Rolle 500 beabstandet
ist und mit der ersten Rolle 500 einen Zwischenraum Z ausbildet, in den die zweite
Rolle 501 hineinragt, so dass es bei einem Hindurchführen einer Banknote B zwischen
den Rollen 500, 500', 501 zu einer Krümmung an der Banknote B kommt. Durch Einbringen
einer solchen (Gegen-)Krümmung kann einer Krümmung der Banknote B, die sie beispielsweise
durch Lagerung an einer Rollenspeicheranordnung angenommen hat, entgegengewirkt werden,
so dass eine Glättung der Banknote B erreicht werden kann.
[0067] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 ist der Durchmesser D der ersten Rolle 500
und der dritten Rolle 500' vorzugsweise gleich, während die zweite Rolle 501 einen
deutlich kleineren Durchmesser d aufweist. Beispielsweise kann der Durchmesser d der
zweiten Rolle 501 nur halb so groß wie der Durchmesser D der ersten Rolle 500 und
der dritten Rolle 500' sein, wobei auch andere Größenverhältnisse denkbar und möglich
sind.
[0068] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 können an den Rollen 500, 500', 501 jeweils
Profilelemente vorgesehen sein, wie sie vorangehend beschrieben worden sind. Dies
ist aber nicht notwendigerweise erforderlich. Eine Glättung kann bei der Rollenanordnung
50 gemäß Fig. 7 auch durch zylindrische Rollen 500, 500',501 ohne daran angeordnete
Profilelemente erreicht werden.
[0069] Bei einem in Fig. 8 dargestellten Beispiel ist an der Rolle 501 ein thermisches Erwärmungselement
51 in Form einer längserstreckten Thermozeile vorgesehen. Die um eine Drehachse 503
drehbare Rolle 501 wird dabei zur Beförderung einer Banknote B entlang der thermischen
Erwärmungseinrichtung bewegt, so dass es bei einem Vorbeibewegen der Banknote B an
der Erwärmungseinrichtung zu einem lokalen Erwärmen der Banknote B und damit zu einer
Glättung durch Erwärmung kommt.
[0070] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke ist nicht auf die vorangehend geschilderten
Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern lässt sich grundsätzlich auch bei gänzlich
anders gearteten Ausführungsformen verwirklichen.
[0071] Den vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispielen ist gemein, dass an Rollenordnungen
Maßnahmen zur Glättung einer beförderten Banknote vorgesehen sind. Durch solche Maßnahmen
kann eine Wölbung einer Banknote, die sie beispielsweise aufgrund ihrer Lagerung an
einem Rollenspeicher angenommen hat, durch Strukturveränderung (Profilierung), durch
Anbringen einer (Gegen-)Krümmung oder auch durch thermisches Einwirken reduziert oder
gar aufgehoben werden, so dass eine Glättung der Banknote bewirkt wird.
Bezugszeichenliste
[0072]
- 1
- Vorrichtung zur Verarbeitung von Banknoten
- 10
- Oberteil
- 11
- Unterteil
- 110
- Durchführung
- 2
- Eingabe- und Ausgabeeinrichtung
- 3
- Speichereinrichtung
- 4
- Aufbewahrungseinrichtung
- 5
- Beförderungseinrichtung
- 50
- Rollenanordnung
- 500, 500', 501
- Rolle
- 500A, 501A
- Oberfläche
- 502, 502', 503
- Achse
- 502A, 503A
- Achselement
- 504
- Steg
- 505
- Nut
- 506, 507
- Verzahnung
- 508
- Vorsprung
- 51
- Thermische Erwärmungseinrichtung
- 52
- Förderstrecke
- 520, 521
- Führungswandung
- 522
- Führungskanal
- A
- Abstand
- B
- Banknote
- C
- Abstand
- d, D
- Durchmesser
- F
- Förderrichtung
- P
- Pfeilrichtung
- Z, Z'
- Zwischenraum
1. Vorrichtung (1) zur Verarbeitung von blattförmigen Gegenständen, insbesondere Banknoten,
mit
- einer Beförderungseinrichtung (5), die eine Förderstrecke (52) ausbildet, entlang
derer blattförmige Gegenstände (B) zu befördern sind, und
- mindestens einer an der Förderstrecke (52) angeordneten Rollenanordnung (50) der
Beförderungseinrichtung (5), die mindestens zwei sich gegenüberliegende Rollen (500,
500', 501) mit jeweils einer zylindrischen Mantelfläche (500A, 501A), zwischen denen
ein blattförmiger Gegenstand (B) entlang einer Förderrichtung (F) hindurchzuführen
ist, aufweist,
wobei zumindest eine der mindestens zwei Rollen (500, 500', 501) an ihrer Mantelfläche
(500A, 501A) ein von der Mantelfläche (500A, 501A) vorspringendes oder in die Mantelfläche
(500A, 501A) hineinweisendes Profilelement (504, 505, 506, 507, 508) aufweist, das
ausgebildet ist, bei einem Hindurchführen eines blattförmigen Gegenstands (B) durch
die mindestens zwei Rollen (500, 500', 501) zum Einformen einer Profilierung auf den
blattförmigen Gegenstand (B) einzuwirken,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rollenanordnung (50) eine erste Rolle (500), eine zweite Rolle (501) und eine
dritte Rolle (500') mit jeweils einer zylindrischen Mantelfläche (500A, 501A) aufweist,
wobei die erste Rolle (500) und die dritte Rolle (500') jeweils der zweiten Rolle
(501) gegenüberliegen derart, dass der blattförmige Gegenstand (B) zwischen der ersten
Rolle (500) und der zweiten Rolle (501) sowie zwischen der dritten Rolle (500') und
der zweiten Rolle (501) entlang der Förderrichtung (F) hindurchführbar ist, wobei
die erste Rolle (500) und die dritte Rolle (500') entlang der Förderrichtung (F) zueinander
beabstandet sind und einen Zwischenraum (Z) zwischen sich ausbilden, in den die zweite
Rolle (501) hineinragt.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Rollen (500, 500', 501) um jeweils eine Drehachse (502, 503)
drehbar sind.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Rollen (500, 500', 501) derart zueinander angeordnet sind, dass
die erste Rolle (500) und die zweite Rolle (501) sich nicht an ihren Mantelflächen
(500A, 501A) berühren.
4. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Rollen (500, 500', 501) jeweils an einem Achselement (502, 503)
angeordnet sind, wobei an jedem Achselement (502,503) mehrere axial zueinander beabstandete
Rollen (500, 500', 501) angeordnet sind.
5. Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Rolle (500) der mindestens zwei Rollen (500, 501) als Profilelement einen
um die Rolle (500) umlaufenden Steg (504) aufweist.
6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Rolle (501) der mindestens zwei Rollen (500, 501) als Profilelement eine
um die Rolle (501) umlaufende Vertiefung (505), in die der Steg (504) der ersten Rolle
(500) hineinragt, aufweist.
7. Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Rolle (500, 501) der mindestens zwei Rollen (500, 501) als Profilelement
eine an der Mantelfläche (500A, 501A) angeordnete, erste Verzahnung (506, 507) aufweist.
8. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Rolle (500, 501) der mindestens zwei Rollen (500, 501) als Profilelement
eine an der Mantelfläche (500A, 501A) angeordnete, zweite Verzahnung (506, 507) aufweist,
in die die erste Verzahnung (506, 507) eingreift.
9. Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Rolle (500, 501) der mindestens zwei Rollen (500, 501) als Profilelement
mindestens einen von der Mantelfläche (500A, 501A) vorspringenden Vorsprung (508)
aufweist.
10. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Rolle (500, 501) der mindestens zwei Rollen (500, 501) als Profilelement
mindestens eine in die Mantelfläche (500A, 501A) hineinweisende Vertiefung, in die
der mindestens eine Vorsprung (508) hineinragt, aufweist.
1. Device (1) for processing sheet-like objects, in particular bank notes, comprising:
- a conveying means (5) which forms a conveying section (52) along which sheet-like
objects (B) are to be conveyed, and
- at least one roller arrangement (50) of the conveying means (5), which is arranged
on the conveying section (52) and has at least two opposite rollers (500, 500', 501)
each having a cylindrical circumferential surface (500A, 501A), between which a sheet-like
object (B) is to be fed through along a conveying direction (F),
at least one of the at least two rollers (500, 500', 501) having on its circumferential
surface (500A, 501A) a profile element (504, 505, 506, 507, 508) which projects from
the circumferential surface (500A, 501A) or points into the circumferential surface
(500A, 501A) and which is designed to mould a profile onto the sheet-like object (B)
as a sheet-like object (B) is led through the at least two rollers (500, 500', 501),
characterized in that
the roller arrangement (50) has a first roller (500), a second roller (501) and a
third roller (500') each having a cylindrical circumferential surface (500A, 501A),
wherein the first roller (500) and the third roller (500') are each located opposite
the second roller (501) in such a way that the sheet-like object (B) can be led through
between the first roller (500) and the second roller (501) and also between the third
roller (500') and the second roller (501) along the conveying direction (F), wherein
the first roller (500) and the third roller (500') are spaced apart from each other
along the conveying direction (F) and form an interspace (Z) between them, into which
the second roller (501) projects.
2. Device (1) according to Claim 1, characterized in that the at least two rollers (500, 500', 501) are rotatable about a respective axis of
rotation (502, 503).
3. Device (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the at least two rollers (500, 500', 501) are arranged relative to one another in
such a way that the first roller (500) and the second roller (501) do not touch at
their circumferential surfaces (500A, 501A).
4. Device (1) according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the at least two rollers (500, 500', 501) are each arranged on a shaft element (502,
503), wherein a plurality of rollers (500, 500', 501) spaced apart axially from one
another are arranged on each shaft element (502, 503).
5. Device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a first roller (500) of the at least two rollers (500, 501) has a web (504) running
around the roller (500) as a profile element.
6. Device (1) according to Claim 5, characterized in that a second roller (501) of the at least two rollers (500, 501) has a depression (505)
running around the roller (501) as a profile element, into which the web (504) of
the first roller (500) projects.
7. Device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a first roller (500, 501) of the at least two rollers (500, 501) has first toothing
(506, 507) arranged on the circumferential surface (500A, 501A) as a profile element.
8. Device (1) according to Claim 7, characterized in that a second roller (500, 501) of the at least two rollers (500, 501) has second toothing
(506, 507) arranged on the circumferential surface (500A, 501A), in which second toothing
the first toothing (506, 507) engages.
9. Device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a first roller (500, 501) of the at least two rollers (500, 501) has at least one
projection (508) projecting from the circumferential surface (500A, 501A) as a profile
element.
10. Device (1) according to Claim 9, characterized in that a second roller (500, 501) of the at least two rollers (500, 501) has at least one
depression pointing into the circumferential surface (500A, 501A) as a profile element,
into which the at least one projection (508) projects.
1. Dispositif (1) pour le traitement d'objets en forme de feuille, notamment de billets
de banque, avec
- un dispositif de transport (5), qui forme une section de transport (52), le long
de laquelle des objets en forme de feuille (B) doivent être transportés, et
- au moins un agencement de rouleaux (50) du dispositif de transport (5) disposés
sur la section de transport (52), qui présente au moins deux rouleaux (500, 500',
501) opposés l'un à l'autre ayant chacun une surface latérale cylindrique (500A, 501A),
entre lesquels un objet en forme de feuille (B) doit être guidé le long d'une direction
de transport (F),
dans lequel au moins un desdits au moins deux rouleaux (500, 500', 501) présente sur
sa surface latérale (500A, 501A) un élément profilé (504, 505, 506, 507, 508) saillant
sur la surface latérale 500A, 501A) ou rentrant dans la surface latérale (500A, 501A),
qui est formé afin de créer, lors de l'introduction d'un objet en forme de feuille
(B) à travers lesdits au moins deux rouleaux (500, 500', 501), un profilage sur l'objet
en forme de feuille (B),
caractérisé en ce que l'agencement de rouleaux (50) présente un premier rouleau (500), un deuxième rouleau
(501) et un troisième rouleau (500') ayant chacun une surface latérale cylindrique
(500A, 501A), dans lequel le premier rouleau (500) et le troisième rouleau (500')
sont respectivement opposés au deuxième rouleau (501), de telle manière que l'objet
en forme de feuille (B) puisse être guidé entre le premier rouleau (500) et le deuxième
rouleau (501) ainsi qu'entre le troisième rouleau (500') et le deuxième rouleau (501)
le long de la direction de transport (F), dans lequel le premier rouleau (500) et
le troisième rouleau (500') sont espacés l'un de l'autre le long de la direction de
transport (F) et forment entre eux un espace intermédiaire (Z), dans lequel s'engage
le deuxième rouleau (501).
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que lesdits au moins deux rouleaux (500, 500', 501) peuvent tourner respectivement autour
d'un axe de rotation (502, 503).
3. Dispositif (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que lesdits au moins deux rouleaux (500, 500', 501) sont disposés l'un par rapport à
l'autre, de telle manière que le premier rouleau (500) et le deuxième rouleau (501)
ne se touchent pas sur leurs surfaces latérales (500A, 501A).
4. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que lesdits au moins deux rouleaux (500, 500', 501) sont disposés chacun sur un élément
d'axe (502, 503), dans lequel plusieurs rouleaux (500, 500', 501) axialement espacés
l'un de l'autre sont disposés sur chaque élément d'axe (502, 503).
5. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un premier rouleau (500) desdits au moins deux rouleaux (500, 501) présente comme
élément profilé une nervure (504) entourant le rouleau (500).
6. Dispositif (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'un deuxième rouleau (501) desdits au moins deux rouleaux (500, 501) présente comme
élément profilé une gorge (505) entourant le rouleau (501), dans laquelle s'engage
la nervure (504) du premier rouleau (500).
7. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un premier rouleau (500, 501) desdits au moins deux rouleaux (500, 501) présente comme
élément profilé une première denture (506, 507) disposée sur la surface latérale (500A,
501A).
8. Dispositif (1) selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un deuxième rouleau (500, 501) desdits au moins deux rouleaux (500, 501) présente
comme élément profilé une deuxième denture (506, 507) disposée sur la surface latérale
(500A, 501A), dans laquelle engrène la première denture (506, 507).
9. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un premier rouleau (500, 501) desdits au moins deux rouleaux (500, 501) présente comme
élément profilé au moins une saillie (508) sortant de la surface latérale (500A, 501A).
10. Dispositif (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'un deuxième rouleau (500, 501) desdits au moins deux rouleaux (500, 501) présente
comme élément profilé au moins une gorge pénétrant dans la surface latérale (500A,
501A), dans laquelle s'engage ladite au moins une saillie (508).