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(11) |
EP 2 865 797 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.09.2018 Patentblatt 2018/37 |
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Anmeldetag: 25.10.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Bandgewebe mit vorgebbarer Krümmung
Narrow woven fabric with predeterminable curvature
Ruban tissé avec une courbure prédéterminée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.04.2015 Patentblatt 2015/18 |
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Patentinhaber: Gustav Gerster GmbH & Co. KG |
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88400 Biberach (DE) |
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Erfinder: |
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- Gerster, Martin
88400 Biberach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kiessling, Christian |
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Robert-Bosch-Strasse 12 85716 Unterschleissheim 85716 Unterschleissheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 357 211 EP-B1- 0 819 188 DE-A1-102011 076 596 FR-A- 454 993 US-A- 4 640 317
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EP-B1- 0 411 116 DE-A1- 19 816 666 DE-C- 264 366 FR-A1- 2 414 087
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- MATTHIAS HÜBNER ET AL: "Simulation of the Drapability of Textile Semi-Finished Products
with Gradient-Drapability Characteristics by Varying the Fabric Weave", FIBRES AND
TEXTILES IN EASTERN EUROPE, TEXPROGRESS, LODZ, PL, Bd. 20, Nr. 5, 1. September 2012
(2012-09-01), Seiten 88-93, XP007922226, ISSN: 1230-3666
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Gewebe-Vorrichtung mit einer Mehrzahl von Kettfäden,
die von einer Mehrzahl von Schussfäden zu einer bandartigen Struktur mit zwei Rändern
zusammengehalten sind, wobei der mutuelle Abstand zweier Schussfäden in einem ersten
Abschnitt eines ersten Randes unterschiedlich bemessen ist zu dem mutuellen Abstand
zweier Schussfäden in einem dem ersten Rand gegenüberliegenden ersten Abschnitt des
anderen Randes, um eine gekrümmte Anordnung der Kettfäden in demjenigen Bereich der
bandartigen Struktur zu bewirken, die zwischen den sich gegenüberliegenden ersten
Abschnitten der jeweiligen Außenränder angeordnet sind.
[0002] Gewebe-Vorrichtungen der eingangs genannten Art sind im Stand der Technik in einer
Vielzahl unterschiedlicher Anordnungen bekannt, um unterschiedlichen Anforderungen
nach Festigkeit und Drapierbarkeit gerecht zu werden. Die bekannten Gewebe-Vorrichtungen
weisen indes sämtlich den Nachteil auf, dass bei einer bandartigen Struktur keine
positiven und negativen Krümmungen mit jeweils fließenden Übergängen ermöglicht sind.
[0003] Die Druckschrift
DE 198 16 666 A1 offenbart ein Gewebeverbund mit mehreren parallel zueinander verlaufenden, nadelwebtechnisch
oder schützenwebtechnisch kontinuierlich oder diskontinuierlich verbundenen Einzelelementen,
wobei der Gewebeverbund maschinengesteuerte, von der Geradlinigkeit in Winkel und/oder
Radius beliebig definiert abweichende Strukturen aufweist, um flexibler als bisher
auf unterschiedliche technische Forderungen der Auftraggeber reagieren zu können und
ein preiswertes, qualitativ hochwertiges, maßgenaues Fertigprodukt der eingangs beschriebenen
Gattung entsprechend den verschiedenartigsten Projektplänen und Einsatzspektren unter
Verwendung eines minimalen Maschinenparks und bei minimalen Umrüstzeiten anzubieten.
[0004] Aus der Druckschrift
DE 264 366 C ist ein Webstuhl zur Herstellung gerader oder konischer Gewebe bekannt, wobei ein
Warenabzugsbaum (Sandbaum) verwendet wird, der aus wippenartig ausgebildeten Stangen
besteht, die von einer Mustervorrichtung aus eingestellt werden.
[0006] Aus der Druckschrift
EP 0 819 188 B1 ist ein Verfahren zum Weben einer dreidimensional geformten Gewebezone bekannt, wobei
in der Gewebezone durch einen gezielten Einsatz unterschiedlicher Bindungspunktdichten
dem Gewebe eine Änderung seiner inneren Struktur aufgezwungen und dadurch eine gezielte
dreidimensionale Aufwölbung der Gewebezone eingestellt wird, wobei die Zahl der Bindungspunkte
durch Änderung der Zahl der eingebundenen Kettfäden bzw. Schussfäden und/oder durch
die Änderung der Art der Bindung verändert wird. Dabei soll eine beliebig dreidimensional
geformte Gewebezone entstehen, deren Strukturen unabhängig von der dreidimensionalen
Form beliebig vorgebbar und einstellbar sind, insbesondere hinsichtlich Dichte und
Homogenität in Kett- und in Schussrichtung.
[0007] Die Druckschrift
DE 10 2011 076 596 A1 offenbart eine Kompressionsbinde zum Anlegen an den menschlichen oder tierischen
Körper umfassend ein flächiges Bandmaterial mit einer Längsrichtung und einer Querrichtung
sowie zwei sich in Längsrichtung gegenüberliegenden Querkanten und zwei sich in Querrichtung
gegenüberliegenden Längskanten, wobei das Bandmaterial aus einem Gewebe besteht, mit
einem Kett- und einem Schussfadensystem, wobei wenigstens eines der Fadensysteme elastische
Fäden umfasst, und wobei die Fadendichte im Kett- und/oder Schussfadensystem in Längsrichtung
der Binde variiert ist, so dass wenigstens ein Abschnitt der Binde in Längsrichtung
besteht, der eine andere Kett- und/oder Schussfadendichte aufweist, als ein benachbarter
Abschnitt, um eine Kompressionsbinde bereitzustellen, die die beim Anlegen die unterschiedlichen
Dimensionen und Geometrien von Gliedmaßen bei unterschiedlichen Kompressionskräften
berücksichtigt, die an die verschiedenen Bereiche einer Gliedmaße angelegt werden
sollte.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Gewebe-Vorrichtung zu schaffen, die in Form einer
bandartigen Struktur ausgebildet ist und bei der positive und negative Krümmungen
mit jeweils fließenden Übergängen ermöglicht sind.
[0009] Für eine Gewebe-Vorrichtung der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass die Schussfäden in unterschiedlichen Abschnitten der bandartigen
Struktur in unterschiedlicher Dichte angeordnet sind, um eine erste richtungsabhängige
Drapierfähigkeit der bandartigen Struktur im Wege einer Minderung der Dichte zu fördern,
und die Kettfäden in unterschiedlichen Abschnitten der bandartigen Struktur in unterschiedlicher
Dichte angeordnet sind, um eine zweite richtungsabhängige Drapierfähigkeit der bandartigen
Struktur im Wege einer Minderung der Dichte zu fördern, und wobei durch unterschiedliche
Beschichtungen der Kett- und Schussfäden unterschiedliche Reibwiderstände im Bereich
der Oberfläche der Kett- und Schussfäden bewirkt sind, um eine Drapierbarkeit der
bandartigen Struktur mittels einer Minderung der Reibwiderstände zu fördern oder mittels
einer Förderung der Reibwiderstände zu mindern.
[0010] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Bei der erfindungsgemäßen Gewebe-Vorrichtung wird mit Hilfe der Kombination der Merkmale
des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 in Verbindung mit den Merkmalen des
Oberbegriffes dieses Anspruchs eine bandartige Struktur geschaffen, bei der eine sehr
flexible Gestaltbarkeit und insbesondere Krümmungen unterschiedlicher Radien und unterschiedlicher
Richtungen mit jeweils fließenden Übergängen ermöglicht sind.
[0012] Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gewebe-Vorrichtung
ist vorgesehen, dass die mutuellen Abstände der Schussfäden in einem ersten Abschnitt
eines ersten Randes mit der Länge von zwei Schussfäden unterschiedlich bemessen sind
zu den mutuellen Abständen der Schussfäden in einem dem ersten Abschnitt des ersten
Randes benachbarten zweiten Abschnitt des ersten Randes mit der Länge von zwei Schussfäden,
um in jedem einzelnen Kettfaden benachbart angeordnete Abschnitte unterschiedlicher
Krümmung zu schaffen, um in der bandartigen Struktur Abschnitte unterschiedlicher
positiver oder negativer Krümmung auszubilden.
[0013] Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gewebe-Vorrichtung
ist vorgesehen, dass die mutuellen Abstände der Schussfäden eines jeden Randes in
jedem Abschnitt mit einer Länge von drei oder mehr Schussfäden sich jeweils kontinuierlich
ändern, um in der bandartigen Struktur Abschnitte mit sich kontinuierlich ändernder
positiver oder negativer Krümmung auszubilden.
[0014] Gemäß einer wichtigen bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gewebe-Vorrichtung
ist vorgesehen, dass die mutuellen Abstände der Schussfäden des ersten Randes in einem
Abschnitt mit einer Länge von drei oder mehr Schussfäden jeweils kontinuierlich wachsen
und dann übergehen in einen Abschnitt mit einer Länge von drei oder mehr Schussfäden,
in dem die mutuellen Abstände der Schussfäden des ersten Randes jeweils kontinuierlich
abnehmen, um in der bandartigen Struktur hintereinander angeordnete Abschnitte mit
sich ändernder Krümmungsrichtung auszubilden.
[0015] Fakultativ kann vorgesehen sein, dass zwischen einem ersten Abschnitt des ersten
Randes mit einer Länge von mindestens drei Schussfäden, in dem die mutuellen Abstände
der Schussfäden in Relation zu den mutuellen Abständen der Schussfäden in dem dem
ersten Abschnitt des ersten Randes gegenüberliegenden ersten Abschnitt des zweiten
Randes eine positive Krümmung der bandartigen Struktur bewirken, und einem zweiten
Abschnitt des ersten Randes mit einer Länge von mindestens drei Schussfäden, in dem
die mutuellen Abstände der Schussfäden in Relation zu den mutuellen Abständen der
Schussfäden in dem dem zweiten Abschnitt des ersten Randes gegenüberliegenden zweiten
Abschnitt des zweiten Randes eine negative Krümmung der bandartigen Struktur bewirken,
eine dritter Abschnitt des ersten Randes mit einer Länge von mindestens drei Schussfäden
vorgesehen ist, in dem die mutuellen Abstände der Schussfäden in Relation zu den mutuellen
Abständen der Schussfäden in dem dem dritten Abschnitt des ersten Randes gegenüberliegenden
dritten Abschnitt des zweiten Randes einen geraden Verlauf der bandartigen Struktur
bewirken.
[0016] Die Kett- und Schussfäden der erfindungsgemäßen Gewebe-Vorrichtung können gemäß einer
Leinwand-Bindung angeordnet sein, um eine robuste bandartige Struktur zu schaffen.
[0017] Alternativ können die Kett- und Schussfäden gemäß einer Köper-Bindung angeordnet
sein, um eine anisotrope bandartige Struktur mit in unterschiedlichen Richtungen unterschiedlich
stark ausgeprägter Drapierbarkeit zu schaffen.
[0018] Um der bandartigen Struktur abschnittsweise unterschiedliche Eigenschaften zu geben,
können die Kett- und Schussfäden des Weiteren abschnittsweise abwechselnd in einer
Leinwand-Bindung und einer Köper-Bindung angeordnet sein.
[0019] Bei der erfindungsgemäßen Gewebe-Vorrichtung weisen die stärker drapierfähigen Abschnitte
der bandartigen Struktur dabei vorzugsweise generell weniger Bindungspunkte auf als
die jeweiligen geringer drapierfähigen Abschnitte.
[0020] Die Kettfäden sind in denjenigen Abschnitten der bandartigen Struktur, in denen die
Schussfäden in geminderter Dichte angeordnet sind, vorzugsweise in entsprechend erhöhter
Dichte angeordnet, um ein homogenes Flächengewicht der bandartigen Struktur zu erhalten.
[0021] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gewebe-Vorrichtung
ist vorgesehen, dass die Kett- und Schussfäden in unterschiedlichen Abschnitten der
bandartigen Struktur in unterschiedlicher Dichte angeordnet sind, um dabei insbesondere
eine eine dreidimensionale Oberflächengestaltung ermöglichende Drapierfähigkeit der
bandartigen Struktur zu schaffen.
[0022] Gemäß einer weiteren wichtigen bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Gewebe-Vorrichtung ist vorgesehen, dass ein Teil der Schussfäden als Teilschuss ausgebildet
ist, um eine Krümmung sowie eine dreidimensionale Oberflächengestaltbarkeit der bandartigen
Struktur zu fördern, und dass die Kett- und Schussfäden vollständig oder teilweise
texturiert ausgebildet sind, ebenfalls um eine Krümmung sowie eine dreidimensionale
Oberflächengestaltbarkeit der bandartigen Struktur zu fördern.
[0023] Durch Variation der Dichte der Kettfäden kann erreicht werden, dass die bandartige
Struktur abschnittsweise unterschiedliche Breiten aufweist.
Des Weiteren kann die bandartige Struktur abschnittsweise in unterschiedlichen Hauptebenen
angeordnet sein, wobei eine erste Hauptebene in einem vorgegebenen Winkel zu einer
zweiten Hauptebene liegt.
Die erfindungsgemäße Gewebe-Vorrichtung wird im Folgenden anhand einer bevorzugten
Ausführungsform erläutert, die in den Figuren der Zeichnung dargestellt ist. Darin
zeigen:
- Fig.1
- eine erste bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gewebe-Vorrichtung in
einer Ansicht von oben;
- Fig.2
- ein erster Rand der in Figur 1 dargestellten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Gewebe-Vorrichtung in einer Ansicht von oben.
[0024] Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte erfindungsgemäße Gewebe-Vorrichtung 100 enthält
eine Mehrzahl von Kettfäden 110, die von einer Mehrzahl von Schussfäden 120 zu einer
bandartigen Struktur mit zwei Rändern 130, 140 zusammengehalten sind.
Die mutuellen Abstände dreier Schussfäden 120 in einem ersten Abschnitt 131 eines
ersten Randes 130 sind kürzer als die mutuellen Abstände dreier Schussfäden 120 in
einem dem ersten Rand 130 gegenüberliegenden ersten Abschnitt 141 des anderen Randes
140, wodurch eine gekrümmte Anordnung der Kettfäden 110 der bandartigen Struktur geschaffen
ist, die zwischen den sich gegenüberliegenden ersten Abschnitten 131, 141 der jeweiligen
Außenränder 130, 140 angeordnet sind.
[0025] Die mutuellen Abstände der in dem ersten Abschnitt 131 des ersten Randes 130 angeordneten
drei Schussfäden 120 sind unterschiedlich bemessen zu den mutuellen Abständen der
Schussfäden 120 in einem dem ersten Abschnitt 131 des ersten Randes 130 benachbart
angrenzenden zweiten Abschnitt 132 des ersten Randes 130 mit der Länge von drei Schussfäden
120. Dadurch sind bei jedem einzelnen Kettfaden 110 und somit in der bandartigen Struktur
benachbart angeordnete Abschnitte mit unterschiedlicher Krümmung geschaffen. Die Krümmungen
in der bandartigen Struktur weisen dabei Abschnitte mit sowohl positiver als auch
negativer Krümmung auf.
[0026] Die mutuellen Abstände der Schussfäden 120 eines jeden Randes 130, 140 ändern sich
dabei in jedem Abschnitt mit einer Länge von fünf Schussfäden 120 jeweils kontinuierlich.
[0027] Des Weiteren ist zu verzeichnen, dass die mutuellen Abstände der Schussfäden 120
des ersten Randes 130 in einem Abschnitt mit einer Länge von fünf Schussfäden 120
jeweils kontinuierlich wachsen und dann übergehen in einen Abschnitt mit einer Länge
von fünf Schussfäden 120, in dem die mutuellen Abstände der Schussfäden 120 des ersten
Randes 130 jeweils kontinuierlich abnehmen, um in der bandartigen Struktur hintereinander
angeordnete Abschnitte mit sich ändernder Krümmungsrichtung auszubilden.
[0028] Des Weiteren ist ein dritter Abschnitt des ersten Randes 130 mit einer Länge von
fünf Schussfäden 120 vorgesehen, in dem die mutuellen Abstände der Schussfäden 120
in Relation zu den mutuellen Abständen der Schussfäden 120 in dem dem dritten Abschnitt
133 des ersten Randes 131 gegenüberliegenden dritten Abschnitt 143 des zweiten Randes
140 einen geraden Verlauf der bandartigen Struktur bewirken.
[0029] Die Kett- und Schussfäden 110, 120 sind gemäß einer Köper-Bindung angeordnet, um
eine anisotrope bandartige Struktur mit in unterschiedlichen Richtungen unterschiedlich
stark ausgeprägter Drapierbarkeit zu schaffen.
[0030] Die Kett- und Schussfäden 110, 120 sind in unterschiedlichen Abschnitten der bandartigen
Struktur in unterschiedlicher Dichte angeordnet, um eine eine dreidimensionale Oberflächengestaltung
ermöglichende Drapierfähigkeit der bandartigen Struktur zu schaffen.
[0031] Durch unterschiedliche Beschichtungen der Kett- und Schussfäden 110, 120 sind unterschiedliche
Reibwiderstände im Bereich der Oberfläche der Kett- und Schussfäden 110, 120 realisiert,
um eine Drapierbarkeit der bandartigen Struktur mittels einer Minderung der Reibwiderstände
zu fördern oder mittels einer Förderung der Reibwiderstände zu mindern.
[0032] Die Kett- und Schussfäden 110, 120 sind des Weiteren texturiert ausgebildet, um eine
Krümmung sowie eine dreidimensionale Oberflächengestaltbarkeit der bandartigen Struktur
zu fördern.
[0033] Das oben erläuterte Ausführungsbeispiel der Erfindung dient lediglich dem Zweck eines
besseren Verständnisses der durch die Ansprüche vorgegebenen erfindungsgemäßen Lehre,
die als solche durch das Ausführungsbeispiel nicht eingeschränkt ist.
1. Gewebe-Vorrichtung (100) mit einer Mehrzahl von Kettfäden (110), die von einer Mehrzahl
von Schussfäden (120) zu einer bandartigen Struktur mit zwei Rändern (130, 140) zusammengehalten
sind, wobei der mutuelle Abstand zweier Schussfäden (120) in einem ersten Abschnitt
(131) eines ersten Randes (130) unterschiedlich bemessen ist zu dem mutuellen Abstand
zweier Schussfäden (120) in einem dem ersten Rand (131) gegenüberliegenden ersten
Abschnitt (141) des anderen Randes (140), um eine gekrümmte Anordnung der Kettfäden
(120) in demjenigen Bereich der bandartigen Struktur zu bewirken, die zwischen den
sich gegenüberliegenden ersten Abschnitten (131, 141) der jeweiligen Außenränder (130,
140) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Schussfäden (120) in unterschiedlichen Abschnitten der bandartigen Struktur in
unterschiedlicher Dichte angeordnet sind, um eine erste richtungsabhängige Drapierfähigkeit
der bandartigen Struktur im Wege einer Minderung der Dichte zu fördern, und die Kettfäden
(110) in unterschiedlichen Abschnitten der bandartigen Struktur in unterschiedlicher
Dichte angeordnet sind, um eine zweite richtungsabhängige Drapierfähigkeit der bandartigen
Struktur im Wege einer Minderung der Dichte zu fördern, und wobei durch unterschiedliche
Beschichtungen der Kett- und Schussfäden (110, 120) unterschiedliche Reibwiderstände
im Bereich der Oberfläche der Kett- und Schussfäden (110, 120) bewirkt sind, um eine
Drapierbarkeit der bandartigen Struktur mittels einer Minderung der Reibwiderstände
zu fördern oder mittels einer Förderung der Reibwiderstände zu mindern.
2. Gewebe-Vorrichtung (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mutuellen Abstände der Schussfäden (120) in einem ersten Abschnitt (131) eines
ersten Randes (130) mit der Länge von zwei Schussfäden (120) unterschiedlich bemessen
sind zu den mutuellen Abständen der Schussfäden (120) in einem dem ersten Abschnitt
(131) des ersten Randes (130) benachbart angrenzenden zweiten Abschnitt (132) des
ersten Randes (130) mit der Länge von zwei Schussfäden (120), um in jedem einzelnen
Kettfaden (110) benachbart angeordnete Abschnitte unterschiedlicher Krümmung zu schaffen,
um in der bandartigen Struktur Abschnitte unterschiedlicher positiver oder negativer
Krümmung auszubilden.
3. Gewebe-Vorrichtung (110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mutuellen Abstände der Schussfäden (120) eines jeden Randes (130, 140) in jedem
Abschnitt mit einer Länge von drei oder mehr Schussfäden sich jeweils kontinuierlich
ändern, um in der bandartigen Struktur Abschnitte mit sich kontinuierlich ändernder
positiver oder negativer Krümmung auszubilden.
4. Gewebe-Vorrichtung (100) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mutuellen Abstände der Schussfäden (120) des ersten Randes (130) in einem Abschnitt
mit einer Länge von drei oder mehr Schussfäden (120) jeweils kontinuierlich wachsen
und dann übergehen in einen Abschnitt mit einer Länge von drei oder mehr Schussfäden
(120), in dem die mutuellen Abstände der Schussfäden (120) des ersten Randes (131)
jeweils kontinuierlich abnehmen, um in der bandartigen Struktur hintereinander angeordnete
Abschnitte mit sich ändernder Krümmungsrichtung auszubilden.
5. Gewebe-Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem ersten Abschnitt (131) des ersten Randes (130) mit einer Länge von
mindestens drei Schussfäden (120), in dem die mutuellen Abstände der Schussfäden (120)
in Relation zu den mutuellen Abständen der Schussfäden (120) in dem dem ersten Abschnitt
(131) des ersten Randes (130) gegenüberliegenden ersten Abschnitt (141) des zweiten
Randes (140) eine positive Krümmung der bandartigen Struktur bewirken, und einem zweiten
Abschnitt (132) des ersten Randes (130) mit einer Länge von mindestens drei Schussfäden
(120), in dem die mutuellen Abstände der Schussfäden (120) in Relation zu den mutuellen
Abständen der Schussfäden (120) in dem dem zweiten Abschnitt (132) des ersten Randes
(130) gegenüberliegenden zweiten Abschnitt (142) des zweiten Randes (140) eine negative
Krümmung der bandartigen Struktur bewirken, ein dritter Abschnitt (133) des ersten
Randes (130) mit einer Länge von mindestens drei Schussfäden (120) vorgesehen ist,
in dem die mutuellen Abstände der Schussfäden (120) in Relation zu den mutuellen Abständen
der Schussfäden (120) in dem dem dritten Abschnitt (133) des ersten Randes (130) gegenüberliegenden
dritten Abschnitt (143) des zweiten Randes (140) einen geraden Verlauf der bandartigen
Struktur bewirken.
6. Gewebe-Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kett- und Schussfäden (110, 120) gemäß einer Leinwand-Bindung angeordnet sind,
um eine robuste bandartige Struktur zu schaffen.
7. Gewebe-Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kett- und Schussfäden (110, 120) gemäß einer Köper-Bindung angeordnet sind, um
eine anisotrope bandartige Struktur mit in unterschiedlichen Richtungen unterschiedlich
stark ausgeprägter Drapierbarkeit zu schaffen.
8. Gewebe-Vorrichtung (100) nach einem den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kett- und Schussfäden (110, 120) abschnittsweise abwechselnd in einer Leinwand-Bindung
und einer Köper-Bindung angeordnet sind.
9. Gewebe-Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die stärker drapierfähigen Abschnitte der bandartigen Struktur weniger Bindungspunkte
aufweisen als die jeweiligen geringer drapierfähigen Abschnitte.
10. Gewebe-Vorrichtung nach (100) einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden (110) in denjenigen Abschnitten der bandartigen Struktur, in denen
die Schussfäden (120) in geminderter Dichte angeordnet sind, in entsprechend erhöhter
Dichte vorgesehen sind, um ein homogenes Flächengewicht der bandartigen Struktur zu
erhalten.
11. Gewebe-Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kett- und Schussfäden (110, 120) in unterschiedlichen Abschnitten der bandartigen
Struktur in unterschiedlicher Dichte angeordnet sind, um eine eine dreidimensionale
Oberflächengestaltung ermöglichende Drapierfähigkeit der bandartigen Struktur zu schaffen.
12. Gewebe-Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Schussfäden (120) als Teilschuss ausgebildet ist, um eine Krümmung sowie
eine dreidimensionale Gestaltbarkeit der Oberfläche der bandartigen Struktur zu fördern.
13. Gewebe-Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kett- und Schussfäden (110, 120) mindestens teilweise texturiert ausgebildet
sind, um eine Krümmung sowie eine dreidimensionale Oberflächengestaltbarkeit der bandartigen
Struktur zu fördern.
14. Gewebe-Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die bandartige Struktur abschnittsweise unterschiedliche Breiten aufweist, indem
die Dichte der Kettfäden (110) variiert ist.
1. Woven fabric device (100) having a plurality of warp threads (110) which by a plurality
of weft threads (120) are held together to form a tape-type structure having two peripheries
(130, 140), wherein the mutual spacing of two weft threads (120) in a first portion
(131) of a first periphery (130) is dimensioned so as to be different from the mutual
spacing of two weft threads (120) in a first portion (141) of the other periphery
(140) that lies opposite the first periphery (131), so as to cause a curved arrangement
of the warp threads (120) in that region of the tape-type structure that are disposed
between the mutually opposite first portions (131, 141) of the respective external
peripheries (130, 140), characterized in that the weft threads (120) in different portions of the tape-type structure are disposed
at dissimilar densities, so as to promote a first direction-dependent draping capability
of the tape-type structure by way of reducing the density, and the warp threads (110)
in different portions of the tape-type structure are disposed at dissimilar densities,
so as to promote a second direction-dependent draping capability of the tape-type
structure by way of reducing the density, and wherein on account of dissimilar coatings
of the warp threads (110) and weft threads (120) dissimilar frictional resistance
values are caused in the region of the surface of the warp threads (110) and weft
threads (120), so as to promote a draping capability of the tape-type structure by
way of reducing the frictional resistance values, or so as to reduce said draping
capability by promoting the frictional resistance values.
2. Woven fabric device (100) according to Claim 1, characterized in that the mutual spacings of the weft threads (120) in a first portion (131) of a first
periphery (130), having the length of two weft threads (120), are dimensioned so as
be different from the mutual spacings of the weft threads (120) in a second portion
(132) of the first periphery (130), having the length of two weft threads (120), which
second portion is adjacent and contiguous to the first portion (131) of the first
periphery (130), so as to achieve in each individual warp thread (110) portions of
dissimilar curvatures that are disposed so as to be mutually adjacent in order for
portions of dissimilar positive or negative curvatures in the tape-type structure
to be configured.
3. Woven fabric device (110) according to one of the preceding claims, characterized in that the mutual spacings of the weft threads (120) of each one of the peripheries (130,
140) in each portion having a length of three or more weft threads are in each case
continuously varied, so as to configure portions having a continuously varying positive
or negative curvature in the tape-type structure.
4. Woven fabric device (100) according to Claim 3, characterized in that the mutual spacings of the weft threads (120) of the first periphery (130) in a portion
having a length of three or more weft threads (120) in each case increase continuously
and then transition into a portion having a length of three or more weft threads (120)
in which portion the mutual spacings of the weft threads (120) of the first periphery
(131) in each case decrease continuously, so as to configure portions having a varying
direction of curvature that are disposed successively in the tape-type structure.
5. Woven fabric device (100) according to either of Claims 3 and 4, characterized in that between a first portion (131) of the first periphery (130), having a length of at
least three weft threads (120), in which the mutual spacings of the weft threads (120)
in relation to the mutual spacings of the weft threads (120) in the first portion
(141) of the second periphery (140) that lies opposite the first portion (131) of
the first periphery (130) cause a positive curvature of the tape-type structure, and
a second portion (132) of the first periphery (130), having a length of at least three
weft threads (120), in which the mutual spacings of the weft threads (120) in relation
to the mutual spacings of the weft threads (120) in the second portion (142) of the
second periphery (140) that lies opposite the second portion (132) of the first periphery
(130) cause a negative curvature of the tape-type structure, a third portion (133)
of the first periphery (130), having a length of at least three weft threads (120),
is provided, in which third portion (133) the mutual spacings of the weft threads
(120) in relation to the mutual spacings of the weft threads (120) in the third portion
(143) of the second periphery (140) that lies opposite the third portion (133) of
the first periphery (130) cause a linear profile of the tape-type structure.
6. Woven fabric structure (100) according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the warp threads (110) and weft threads (120) are disposed according to a plain weave,
so as to achieve a robust tape-type structure.
7. Woven fabric device (100) according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the warp threads (110) and weft threads (120) are disposed according to a twill weave,
so as to achieve an anisotropic tape-type structure having a draping capability that
is designed to be markedly different in dissimilar directions.
8. Woven fabric device (100) according to either of Claims 6 and 7, characterized in that the warp threads (110) and weft threads (120) in portions are disposed in alternating
manner in a plain weave and a twill weave.
9. Woven fabric device (100) according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the portions of the tape-type structure that have a higher draping capability have
fewer weave points than the respective portions that have a lower draping capability.
10. Woven fabric device (100) according to one of the preceding claims, characterized in that the warp threads (110) in those portions of the tape-type structure in which the
weft threads (120) are disposed at a reduced density are provided at a respective
higher density, so as to maintain a homogenous weight per unit area of the tape-type
structure.
11. Woven fabric device (100) according to one of the preceding claims, characterized in that the warp threads (110) and weft threads (120) in different portions of the tape-type
structure are disposed at dissimilar densities, so as to achieve a draping capability
of the tape-type structure that enables a three-dimensional surface design.
12. Woven fabric device (100) according to one of the preceding claims, characterized in that part of the weft threads (120) are configured as a partial weft, so as to promote
a curvature and a three-dimensional design capability of the surface of the tape-type
structure.
13. Woven fabric device (100) according to one of the preceding claims, characterized in that the warp threads (110) and weft threads (120) are at least partially configured in
a texturized manner, so as to promote a curvature and a three-dimensional design capability
of the tape-type structure.
14. Woven fabric device (100) according to one of the preceding claims, characterized in that the tape-type structure in portions has dissimilar widths in that the density of
the warp threads (110) is varied.
1. Dispositif de tissu (100) comportant une pluralité de fils de chaîne (110) maintenus
ensemble par une pluralité de fils de trame (120) de manière à former une structure
en bande ayant deux lisières (130, 140), cependant que l'espacement mutuel entre deux
fils de trame (120) est, dans un premier tronçon (131) d'une première lisière (130),
dimensionné différemment que l'espacement mutuel entre deux fils de trame (120) dans
un premier tronçon (141) de l'autre lisière (140) opposé à la première lisière (131),
afin d'engendrer un agencement courbé des fils de chaîne (120), dans la zone de la
structure en bande, agencés entre les premiers tronçons (131, 141) opposés des lisières
(130, 140) respectives, caractérisé en ce que les fils de trame (120) sont, dans différents tronçons de la structure en bande,
agencés en densité différente afin de favoriser une première capacité de drapage,
dépendante de la direction, de la structure en bande, par le biais d'une réduction
de la densité, et en ce que les fils de chaîne (110) sont, dans différents tronçons de la structure en bande,
agencés en densité différente afin de favoriser une deuxième capacité de drapage,
dépendante de la direction, de la structure en bande, par le biais d'une réduction
de la densité, et cependant que, par différentes enductions des fils de chaîne et
de trame (110, 120), différentes résistances à la friction dans la zone de la surface
des fils de chaîne et de trame (110, 120) sont engendrées, afin de, au moyen d'une
réduction des résistances à la friction, favoriser un capacité de drapage de la structure
en bande, ou afin de la réduire au moyen d'une facilitation des résistances à la friction.
2. Dispositif de tissu (100) selon la revendication 1, caractérisé en ce que les espacements mutuels entre les fils de trame (120) sont, dans un premier tronçon
(131) d'une première lisière (130) de la longueur de deux fils de trame (120), dimensionnés
différemment que les espacements mutuels entre les fils de trame (120) dans un deuxième
tronçon (132) de la première lisière (130) de la longueur de deux fils de trame (120)
contigu de manière adjacente au premier tronçon (131) de la première lisière (130),
afin de, à chaque fil de chaîne (110) individuel, engendrer des tronçons adjacents
de différente courbure, afin de, dans la structure en bande, générer des tronçons
de différente courbure positive ou négative.
3. Dispositif de tissu (110) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les espacements mutuels entre les fils de trame (120) de chaque lisière (130, 140)
changent respectivement continuellement à chaque tronçon d'une longueur de deux ou
davantage fils de trame afin de, dans la structure en bande, générer des tronçons
de courbure positive ou négative changeant continuellement.
4. Dispositif de tissu (100) selon la revendication 3, caractérisé en ce que les espacements mutuels entre les fils de trame (120) de la première lisière (130)
augmentent respectivement continuellement dans un tronçon d'une longueur de deux ou
davantage fils de trame (120) et qu'ils passent ensuite à un tronçon d'une longueur
de trois ou davantage fils de trame (120) dans laquelle les espacements mutuels entre
les fils de trame (120) de la première lisière (131) diminuent respectivement continuellement
afin de, dans la structure en bande, générer des tronçons successifs dont la direction
de courbure change.
5. Dispositif de tissu (100) selon une des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que, entre un premier tronçon (131) de la première lisière (130) d'une longueur d'au
moins deux fils de trame (120) dans laquelle les espacements mutuels entre les fils
de trame (120) engendrent, par rapport aux espacements mutuels entre les fils de trame
(120) dans le premier tronçon (141) de la deuxième lisière (140) opposé au premier
tronçon (131) de la première lisière (130), une courbure positive de la structure
en bande, et un deuxième tronçon (132) de la première lisière (130) d'une longueur
d'au moins deux fils de trame (120) dans laquelle les espacements mutuels entre les
fils de trame (120) engendrent, par rapport aux espacements mutuels entre les fils
de trame (120) dans le deuxième tronçon (142) de la deuxième lisière (140) opposé
au deuxième tronçon (132) de la première lisière (130), une courbure négative de la
structure en bande, un troisième tronçon (133) de la première lisière (130) d'une
longueur d'au moins trois fils de trame (120) est prévu, dans lequel les espacements
mutuels entre les fils de trame (120) engendrent, par rapport aux espacements mutuels
entre les fils de trame (120) dans le troisième tronçon (143) de la deuxième lisière
(140) opposé au troisième tronçon (133) de la première lisière (130), un tracé droit
de la structure en bande.
6. Dispositif de tissu (100) selon une des revendications de 1 à 5, caractérisé en ce que les fils de chaîne et de trame (110, 120) sont agencés suivant une armure toile afin
de créer une structure en bande robuste.
7. Dispositif de tissu (100) selon une des revendications de 1 à 5, caractérisé en ce que les fils de chaîne et de trame (110, 120) sont agencés suivant une armure sergée
afin de créer un structure en bande anisotrope dont la drapabilité est, dans différentes
directions, plus ou moins prononcée.
8. Dispositif de tissu (100) selon une des revendications 6 et 7, caractérisé en ce que les fils de chaîne et de trame (110, 120) sont agencés par tronçons en alternance
en une armure toile ou en une armure sergée.
9. Dispositif de tissu (100) selon une des revendications de 1 à 5, caractérisé en ce que les tronçons à plus grande capacité de drapage de la structure en bande comportent
moins de points de liage que les tronçons à respectivement moindre capacité de drapage.
10. Dispositif de tissu (100) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les fils de chaîne (110) dans les tronçons de la structure en bande dans lesquels
les fils de trame (120) sont agencés en densité réduite sont prévus en une densité
augmentée de manière correspondante de façon à obtenir un grammage homogène de la
structure en bande.
11. Dispositif de tissu (100) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les fils de chaîne et de trame ((110, 120) sont, dans différents tronçons de la structure
en bande, agencés en densité différente afin d'engendrer une capacité de drapage permettant
une finition de surface tridimensionnelle de la structure en bande.
12. Dispositif de tissu (100) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une partie des fils de trame (120) est réalisée sous forme de trame partielle afin
de favoriser une courbure ainsi que la possibilité d'obtention d'une finition tridimensionnelle
de la surface de la structure en bande.
13. Dispositif de tissu (100) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les fils de chaîne et de trame ((110, 120) sont réalisés sous forme au moins partiellement
texturée afin de favoriser une courbure ainsi que la possibilité d'obtention d'une
finition tridimensionnelle de surface de la structure en bande.
14. Dispositif de tissu (100) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la structure en bande présente, par tronçons, différentes largeurs, ce qui a lieu
en ce que la densité des fils de chaîne (110) varie.


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